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Moritz Von Bissing

Moritz von Bissing

Moritz Ferdinand von Bissing (
- 30. Januar 1844 auf Ober Bellmannsdorf, Kr. Lauban, Niederschlesien; † 18. April 1917 in Trois Fontaines bei Brüssel, Belgien), am 31. März 1858 in den preußischen Freiherrenstand erhoben, war königlich preußischer Generaloberst der Kavallerie.

Familie

Er entstammte einem wohl aus Schwaben stammenden alten Adelsgeschlecht und war der Sohn des Gutsbesitzers Moritz von Bissing (1802-1860), Herr auf den Gütern Ober- und Nieder Bellmannsdorf, am 17. Juli 1852 in den preußischen Freiherrenstand erhoben, und seiner Ehefrau Dorothea Freiin von Gall (1800-1847). Bissing heiratete ca. 1872 (wohl) in Dresden Myrrha Wesendonck (
- 7. August 1851 in Zürich, Schweiz; † 1888 in München), die Tochter des Kaufmanns Otto Wesendonck (1815-1896) und der Kaufmannstochter Agnes Luckemeyer (1828-1902), die später unter dem Namen Mathilde Wesendonck - Mathilde nannte sie ihr Ehemann - als Schriftstellerin und Freundin Richard Wagners bekannt wurde. Sein ältester Sohn war der spätere Ägyptologe Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Freiherr von Bissing (1873-1956).

Leben

Im Jahr 1882 diente Bissing als Rittmeister im Regiment der Königshusaren in Bonn, 1887 wurde er persönlicher Adjutant des Kronprinzen Wilhelm, 1888/1889 nach dessen Regierungsantritt diensttuender Flügeladjutant und bald zum General der Kavallerie ernannt. Von 1903 bis 1908 war er beim 7. Armee-Korps in Münster (Westfalen) Kommandeur des 4. Kürassier-Regiments. Ab 1908 lebte er im Ruhestand auf Gut Rettkau bei Groß Gräditz im Landkreis Glogau (Niederschlesien), wo er sich der Wohlfahrts- und Jugendpflege widmete. Im 1. Weltkrieg war Bissing zunächst vom 2. August bis 23. November 1914 stellvertretender Kommandierender General des 7. Armee-Korps, war dann vom 24. November 1914 bis 18. April 1917 Generalgouverneur in Belgien ernannt und im Dezember 1914 zum Generaloberst befördert. Kaiser Wilhelm II. ernannte den 70jährigen General als Nachfolger von Generalfeldmarschall Colmar Freiherr von der Goltz zum Generalgouverneur und sollte deutschfreundliche Propaganda unter der flämischen Minderheit in Belgien betreiben. So leitete Bissing eine auf die Zweiteilung Belgiens in flämische und wallonische Gebiete abzielende Politik ein und förderte besonders die flämischen Gebiete in der Absicht, diese nach dem Krieg dem Reich anzugliedern. Am 1. Januar 1915 verbot er die Verlesung des Hirtenbriefs des Erzbischofs. Bissing wurde im April 1917 auf dem Invalidenfriedhof zu Berlin begraben. Er war Gründer des "Verein Mustersiedlungen für Kriegsbeschädigte". Im Jahr 1916 stiftete Bissing aus der Stiftung des Grafen Spee, die ihm zuvor übereignet worden war, ein Gelände aus dem Eigentum des Grafen. Auf diesem Gelände sollte die Siedlung [http://www.bissingheim.de Rheinisch-Bissingheim] entstehen. Etwa zur gleichen Zeit begann der Bau der Siedlung Bissingheim in Hagen. Im Zuge der Eingemeindungen in Hagen wurde der Bissingheimer Damaschkehof in Bissinghof umbenannt.

Bibliografie


- "Kavallerie in der Vorbewegung, Verfolgung und Aufklärung", in: "Militär- Wochenblatt No. 10", Seite 279f., Berlin 1902.
- "Massen oder Theilführung der Kavallerie", Verlag E. S. Mittler, Berlin 1900.

Ehrungen


- In einem Kirchenfenster der St. Pankratius-Kirche zu Buldern, das 1905 während einer Einquartierung von den Offizieren des 4. Kürassier-Regiments aus Münster gestiftet wurde, ist Bissing im Fensterbogen als heiliger St. Mauritius abgebildet (1905).
- Wohl im Zuge seiner Verabschiedung aus dem aktiven Militärdienst in Münster wurde er zum Ehrenmitglied in der "Turngemeinde Münster" ernannt (19. Februar 1908).
- Er wurde posthum Namensgeber der Siedlung Bissingheim in Duisburg in Anerkennung seiner Unterstützung ("Bissing-Stiftung", Berlin) (1920).
- Nach ihm wurde in Berlin-Tiergarten die Straße "Bissingzeile" benannt (7. November 1936). Bild:General-von-Bissing-1.jpg|Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, deutscher Generaloberst und Generalgouverneur von Belgien Bild:Myrrha-Wesendonck-1.jpg|Myrrha Wesendonck, spätere Freifrau von Bissing Bild:Bekanntmachung-Bissing.jpg|Bekanntmachung des Generaloberst und Generalgouverneurs Moritz Freiherr von Bissing vom 20. April 1915 in Brüssel Bild:Bissingheim-1933.jpg|Einweihung der katholischen Kirche St. Raphael in Bissingheim am 23. Juli 1933

Siehe auch


- Bissing Bissing, Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, Moritz Ferdinand Freiherr von

1844

Ereignisse


- 27. Februar: Die Dominikanische Republik wird von Haiti unabhängig
- 3. März: In München kommt es wegen einer Bierpreiserhöhung zu schweren Ausschreitungen
- 22. Mai: Sayyid Ali Muhmmad al-Bab begründet in Shiraz (Iran) den Babismus, aus dem später die Religion der Baha'i hervorgeht
- Juni: Weberaufstand
- 15. Juni: Charles Goodyear erhält ein Patent auf die Vulkanisation von Gummi
- 1. August: Der Zoologische Garten Berlin wird eröffnet
- Samuel Morse schickt die erste telegrafische Nachricht im Morse-Alphabet von Washington, D. C. nach Baltimore
- George Williams gründet in London den ersten CVJM
- Nicht stattgefunden hat die Wiederkunft Christi. Sie wurde von dem baptistischen Prediger William Miller für dieses Jahr verkündet. Enttäuschte Anhänger gründen später die Siebenten-Tags-Adventisten

Kultur


- 12. Januar: Uraufführung der Oper Caterina Cornaro von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel
- 27. Januar: Uraufführung der Oper Hunyadi László von Ferenc Erkel in Budapest
- 27. November: Uraufführung der Oper The Daughter of St. Mark von Michael William Balfe im Drury Lane Theatre in London
- Gründung des Roemer- und Pelizaeus-Museum

Geboren


- 7. Januar: Carl Menzel, deutscher Unternehmer und Glashersteller († 1923)
- 16. Januar: Paul Singer, deutscher Fabrikant und Reichstagsabgeordneter († 1911)
- 24. Januar: Franziskus von Paula Schönborn, Kardinal und Erzbischof von Prag († 1899)
- 27. Januar: Numa Droz, Schweizer Politiker († 1899)
- 1. Februar: Eduard Strasburger, Botaniker († 1912)
- 2. Februar: Marie Hankel, deutsche Esperanto-Dichterin († 1929)
- 14. Februar: Josef Thyssen, deutscher Industrieller († 1915)
- 17. Februar: Bernadette Soubirous, französisches Mädchen, der die Mutter Gottes erschien († 1879)
- 20. Februar: Joshua Slocum, Seemann und Reiseschriftsteller († 1905)
- 20. Februar: Ludwig Boltzmann, österreichischer Physiker († 1906)
- 21. Februar: Charles-Marie Widor, französischer Organist, Komponist und Lehrer († 1937)
- 25. Februar: Jindřich Kafka, tschechischer Komponist († 1917)
- 26. Februar: August Hartel, Architekt († 1890)
- 10. März: Pablo de Sarasate, spanischer Geiger und Komponist († 1908)
- 18. März: Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow, russischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge († 1908)
- 19. März: Minna Canth, finnische Schriftstellerin († 1897)
- 30. März: Paul Verlaine, französischer Lyriker († 1896)
- 1. April: Johann Georg Eschenburg, Advokat und Notar, Bürgermeister Lübecks († 1936)
- 8. April: Christian Dietrich, von 1897 1919 Leiter des schwäbischen Altpietismus († 1919)
- 12. April: Franz Kullak, deutscher Pianist und Komponist († 1913)
- 16. April: Anatole France, französischer Schriftsteller († 1924)
- 17. Mai: Julius Wellhausen, protestantischer Theologe († 1918)
- 19. Mai: John Edwin Sandys, klassischer Gelehrter († 1922)
- 20. Mai: Henri Rousseau, französischer Maler († 1910)
- 23. Mai: Abdul Baha, einer der Zentralgestalten des Bahai-Glaubens ((† 1921)
- 29. Mai: Stephen Alfred Forbes, Biologe, gilt als einer der Begründer der Limnologie († 1930)
- 3. Juni: Detlev von Liliencron, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1909)
- 10. Juni: Carl Hagenbeck, Tierhändler und Zoodirektor († 1913)
- 21. Juni: Ernest François Cambier, belgischer Afrikareisender und Erbauer der ersten Eisenbahn des Kongo († 1909)
- 24. Juni: Placidus Riccardi, Mönch, Seliger († 1915)
- 1. Juli: Verney Lovett Cameron, berühmter Afrikareisender († 1894)
- 20. Juli: John Sholto Douglas, Marquis, schottischer Adliger († 1900)
- 28. Juli: Gerard Manley Hopkins, britischer Lyriker und Jesuit († 1889)
- 5. August: Ilja Jefimowitsch Repin, ukrainischer Maler († 1930)
- 6. August: Alfred (Sachsen-Coburg-Gotha), Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha († 1900)
- 13. August: Friedrich Miescher, Mediziner und Professor für Physiologie († 1895)
- 13. August: Otis Bardwell Boise, US-amerikanischer Komponist († 1912)
- 17. August: Menelik II., Kaiser von Äthiopien († 1913)
- 19. August: Johann Hermann Eschenburg, Bürgermeister Lübecks († 1920)
- 30. August: Friedrich Ratzel, deutscher Zoologe und Geograph († 1904)
- 5. September: Ernst Mey, Unternehmer in Paris und Leipzig († 1903)
- 11. Oktober: Henry John Heinz, US-amerikanischer Geschäftsmann und Erfinder des weltweit berühmten Heinz Ketchup († 1919)
- 12. Oktober: George Washington Cable, US-amerikanischer Schriftsteller († 1925)
- 15. Oktober: Friedrich Nietzsche, deutscher philosophischer Schriftsteller († 1900)
- 15. Oktober: Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph († 1900)
- 16. Oktober: Friedrich Mitterwurzer, österreichischer Schauspieler († 1897)
- 22. Oktober: Louis Riel, Führer der Métis in Kanada († 1885)
- 22. Oktober: Sarah Bernhardt, französische Theater- und Filmschauspielerin († 1923)
- 23. Oktober: Branly, französischer Physiker († 1940)
- 23. Oktober: Edouard Branly, französischer Physiker und Pionier in der Anfangszeit der Funktechnik († 1940)
- 23. Oktober: Wilhelm Leibl, deutscher Maler († 1900)
- 24. Oktober: Karl Lueger, Österreichischer Politiker, Wiener Bürgermeister († 1910)
- 27. Oktober: Klas Pontus Arnoldson, schwedischer Journalist, Politiker und Friedensnobelpreisträger († 1916)
- 2. November: Mehmed V., Sultan des Osmanischen Reiches († 1918)
- 25. November: Carl Benz, deutscher Ingenieur und Automobilpionier († 1929)
- 25. November: Émile Doumergue, reformierter Theologe († 1937)
- 30. November: Rudolf Lavant, deutscher Schriftsteller († 1915)
- 1. Dezember: Alexandra von Dänemark, Königin von Großbritannien und Nordirland († 1925)
- 18. Dezember: Lujo Brentano, deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Sozialreformer († 1931)
- 23. Dezember: Ferdinand Mülhens, Gutsbesitzer und Unternehmer († 1928)

Gestorben


- 10. Januar: Hudson Lowe, britischer General, Gouverneur von St. Helena (
- 1769)
- 25. Januar: Jean-Baptiste Drouet d'Erlon, französischer General und Marschall von Frankreich (
- 1765)
- 27. Januar: Cäcilie, Prinzessin von Schweden (
- 1807)
- 27. Januar: Charles Nodier, französischer Schriftsteller (
- 1780)
- 29. Januar: Ernst I. (Sachsen-Coburg-Gotha), als Ernst III. Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld (
- 1784)
- 31. Januar: Henri-Gratien Bertrand, französischer General (
- 1773)
- 4. Februar: Willem de Clercq, niederländischer Schriftsteller (
- 1795)
- 8. Februar: Bartolomeo Ferrari, italienischer Bildhauer (
- 1780)
- 8. März: Jean-Baptiste Bernadotte, französischer General und König von Schweden und Norwegen (
- 1763)
- 20. März: Peter Buell Porter, US-Politiker, General und Kriegsminister (
- 1773)
- 24. März: Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer (
- 1770)
- 30. März: Johannes Scharrer, Unternehmer und Politiker (
- 1785)
- 22. April: Henri Montan Berton, französischer Komponist (
- 1767)
- 27. Juni: Joseph Smith, Gründer und erster Prophet der Mormonen (
- 1805)
- 11. Juli: Jewgeni Abramowitsch Baratynski, russischer Offizier, Schriftsteller und Dichter (
- 1800)
- 13. Juli: Johann Gänsbacher, österreichischer Komponist und Dirigent (
- 1778)
- 27. Juli: John Dalton, englischer Naturforscher und Lehrer (
- 1766)
- 28. Juli: Joseph Bonaparte, König von Neapel und Spanien (
- 1768)
- 29. Juli: Franz Xaver Wolfgang Mozart, österreichischer Komponist (
- 1791)
- 2. August: Jean Pierre Joseph d'Arcet, französischer Chemiker (
- 1777)
- 4. August: Jacob Aall, norwegischer Politiker (
- 1773)
- 21. August: Georg Friedrich Benecke, deutscher Gelehrter (
- 1762)
- 15. September: Gustav von Hugo, deutscher Jurist (
- 1764)
- 25. Oktober: Johann Heinrich Cotta, Forstwissenschaftler (
- 1763)
- 28. Oktober: Sándor Kisfaludy, ungarischer Dichter und Dramatiker (
- 1772)
- 8. November: Johann Anzengruber, österreichischer Schriftsteller (
- 1810)
- 14. November: Flora Tristan, französische Schriftstellerin, Sozialistin und Frauenrechtlerin (
- 1803)
- 21. November: Iwan Andrejewitsch Krylow, russischer Fabeldichter (
- 1769)
- 21. November: Philipp Emanuel von Fellenberg, Schweizer Pädagoge und Agronom (
- 1771)
- 9. Dezember: Evan Evans, englischer Spinnmeister und Maschinenbauer (
- 1765)
- 18. Dezember: Heinrich Ludwig Tschech, Jurist und Bürgermeister in Storkow, Brandenburg (
- 1789) ko:1844년 simple:1844

Niederschlesien

Für die Wojewodschaft siehe Woiwodschaft Niederschlesien ---- Niederschlesien (polnisch Dolny Śląsk) ist ein Teil Schlesiens. Von 1919 bis 1938 und von 1941 bis 1945 war Niederschlesien eine eigenständige Provinz (Hauptstadt Breslau) des Staates Preußen innerhalb Deutschlands. Die Provinz Niederschlesien wurde 1919 durch Teilung der bisherigen Provinz Schlesien gegründet. Als Folge des Zweiten Weltkrieges wurde 1945 der Staat Preußen de facto aufgelöst, und alle Landesteile östlich der Oder-Neiße-Linie wurde Polen zugesprochen. Der kleine Teil westlich der Lausitzer Neiße gehört heute zu den deutschen Bundesländern Sachsen und Brandenburg. Es handelt sich um das Gebiet um Görlitz, Hoyerswerda, Rothenburg OL Weißwasser, Niesky, Ruhland und Ortrand (siehe auch Niederschlesischer Oberlausitzkreis und Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Seit 1999 gibt es eine polnische Woiwodschaft Niederschlesien, die teilweise mit dem historischen Niederschlesien übereinstimmt.

Politik

Oberpräsidenten


- 1919-1920: Felix Philipp, SPD
- 1920-1928: Hermann Zimmer, SPD
- 1928-1932: Hermann Lüdemann, SPD
- 1932-1933: Friedrich Graf von Degenfeld-Schonburg, DNVP
- 1933-1934: Helmuth Brückner, NSDAP
- 1934-1938: Josef Wagner, NSDAP
- 1938-1945: Karl Hanke, NSDAP

Provinziallandtag

1921: SPD 51,2% - 43 Sitze | Zentrum 20,2% - 17 Sitze | DVP 11,9% - 10 Sitze | DDP 9,5% - 8 Sitze | KPD 3,6% - 3 Sitze | WP 2,4% - 2 Sitze | USPD 1,2% - 1 Sitz
1925: SPD 36,0% - 41 Sitze | DNVP 26,0% - 29 Sitze | Zentrum 14,7% - 17 Sitze | DVP 6,2% - 7 Sitze | DDP 3,8% - 5 Sitze | KPD 3,5% - 4 Sitze | WP 3,2% - 4 Sitze | Bauernpartei 2,4% - 3 Sitze | DVFP 0,9% - 1 Sitz
1929: SPD 35,2% - 39 Sitze | DNVP 22,0% - 25 Sitze | Zentrum 14,3% - 16 Sitze | WP 6,1% - 7 Sitze | DVP 6,1% - 7 Sitze | NSDAP 5,2% - 6 Sitze | KPD 3,5% - 5 Sitze | DDP 3,5% - 5 Sitze
1933: NSDAP 51,7% - 57 Sitze | SPD 20,9% - 24 Sitze | Zentrum 11,2% - 13 Sitze | DNVP 9,0% - 10 Sitze | KPD 5,2% - 6 Sitze
An 100% fehlende Stimmen = Nicht im Provinziallandtag vertretene Wahlvorschläge. Niederschlesien Niederschlesien Niederschlesien Niederschlesien Niederschlesien Kategorie:Schlesien

1917

Ereignisse


- 13. Mai: Angebliche Marienerscheinung in Fátima
- 14. Juni: Bei seiner 6. Aufklärungsfahrt wird der Zeppelin LZ92 von einem britischem Kampfflugzeug abgeschossen

Katastrophen


- 14. Januar: Der PanzerkreuzerTsukuba“ (Japan) sinkt nach einem Brand und der Explosion der Munitionskammern in der Yokosuka-Bucht. 200 Tote unter der 817 Mann starken Besatzung
- 21. Januar: Ein Erdbeben unbekannter Stärke auf Bali, Indonesien fordert ca. 15.000 Tote
- 30. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in China, ca. 1.800 Tote
- 6. Dezember: Der französische Sprengstofffrachter „Mont Blanc“ explodiert im Hafen von Halifax (Kanada). 2.000 Tote, über 2.000 Vermißte, 9.000 Verletzte und 25.000 Obdachlose und somit die größte und verheerendste menschengemachte Explosion vor dem Abwurf der ersten Atombombe über Hiroshima; siehe Halifax-Explosion
- 12. Dezember: Zugunglück bei Modane/Frankreich, mindestens 543 Tote

Politik


- 1. Januar: Grigori Jefimowitsch Rasputin, Berater von Zar Nikolaus II. wird tot aus der Newa geborgen
- 1. Januar: Edmund Schulthess wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 27. Januar: Putsch in Costa Rica
- 1. Februar: Erster Weltkrieg. Deutschland erklärt den uneingeschränkten U-Bootkrieg
- 5. Februar: In Mexiko wird die erste Verfassung verkündet
- 6. April: Erster Weltkrieg. Die Vereinigten Staaten erklären Deutschland den Krieg
- Dänemark verkauft die Jungferninseln an die Vereinigten Staaten
- 8. März: In der Februar-Revolution (nach julianischem Kalender 23. Februar) wird in Russland die Romanow-Dynastie gestürzt
- 16. April: Wladimir Iljitsch Lenin kehrt mit deutscher Hilfe nach Russland zurück
- 2. November: In der Balfour-Deklaration sagt der britische Außenminister Arthur Earl of Balfour dem Vertreter der zionistischen Bewegung Lord Rothschild Land in Palästina zur Gründung einer zionistischen „nationalen Heimstätte“ zu. Zu diesem Zeitpunkt wird das osmanische Reich, zu dem bis dahin die Region Palästina gehörte, von den Briten mit Waffengewalt von dort verdrängt (9. Dezember: Einnahme Jerusalems)
- 7. November: In der Oktoberrevolution (nach julianischem Kalender 25. Oktober) in Russland stürzen die Bolschewiki die provisorische Regierung und übernehmen die Macht
- 20. November: Erster Weltkrieg. Die britische Armee startet bei Cambrai eine Offensive gegen die Deutschen, bei der sie mehrere hundert Tanks einsetzt. Die Schlacht fordert mehrere zehntausend Tote und Verletzte und endet ergebnislos
- 6. Dezember: In Helsinki erklärt der Landtag die Unabhängigkeit Finnlands von Russland
- 7. Dezember: Erster Weltkrieg. Die Vereinigten Staaten erklären Österreich-Ungarn den Krieg

Wirtschaft


- 22. Dezember: Der Normenausschuss der deutschen Industrie (Vorläufer des DIN) wird gegründet
- Das Federal Reserve System wird in New York gegründet
- Stattfinden der ersten Mustermesse Basel

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 23. Februar: Uraufführung der Oper Mlada von César Cui am Michailovskij teatr in Sankt Petersburg
- 11. Mai: Uraufführung der Oper Turandot. Eine chinesische Fabel von Ferruccio Busoni am Stadttheater in Zürich
- Der Pulitzer-Preis wird erstmalig verliehen
- Gründung der niederländischen Künstlergruppe De Stijl

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1. Januar: Erwin Axer, polnischer Theaterregisseur
- 1. Januar: Jule Gregory Charney, US-amerikanischer Meteorologe († 1981)
- 5. Januar: Wieland Wagner, deutscher Opernregisseur und Bühnenbildner († 1966)
- 5. Januar: Fred Wander, österreichischer Schriftsteller
- 10. Januar: Hilde Krahl, österreichische Schauspielerin († 1999)
- 12. Januar: Maharishi Mahesh Yogi, vedischer Gelehrter
- 16. Januar: Justin Ahomadegbé-Tomêtin, ehemaliger Präsident von Benin († 2002)
- 17. Januar: M. G. Ramachandran, indischer Filmschauspieler und Politiker († 1987)
- 18. Januar: Vassilis Tsitsanis, griechischer Sänger, Komponist und Bouzouki-Virtuose († 1984)
- 20. Januar: Bruno Heck, deutscher Politiker († 1989)
- 22. Januar: Rainer Brambach, Schweizer Schriftsteller († 1983)
- 23. Januar: Lotte Buschan, deutsche Opernsängerin
- 25. Januar: Jânio Quadros, Präsident Brasiliens († 1992)
- 1. Februar: Jale Inan, türkische Archäologin († 2001)
- 2. Februar: Karl Gass, Dokumentarfilmregisseure und Propagandist der DDR
- 4. Februar: Franz Josef Bach, deutscher Politiker und Bundestagsmitglied
- 5. Februar: Otto Edelmann, österreichischer Sänger († 2003)
- 6. Februar: Hermann Schmidt, deutscher Politiker († 1983)
- 6. Februar: Zsa Zsa Gabor, US-amerikanisch-ungarische Schauspielerin
- 12. Februar: Al Cervi, US-amerikanischer Basketballspieler
- 16. Februar: Adalbert Pilch, österreichischer Maler und Graphiker († 2004)
- 19. Februar: Margarete Neumann, deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin († 2002)
- 19. Februar: Fritz-Rudolf Schultz, deutscher Politiker
- 19. Februar: Carson McCullers, US-amerikanische Schriftstellerin († 1967)
- 23. Februar: Herbert Wunsch, österreichischer Tischtennisspieler († 1970)
- 24. Februar: Hans Hartwig, deutscher Komponist
- 25. Februar: Anthony Burgess, Schriftsteller († 1993)
- 27. Februar: John Connally, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Texas, Finanzminister († 1993)
- 1. März: Dinah Shore, US-amerikanische Sängerin († 1994)
- 1. März: Robert Lowell, US-amerikanischer Dichter († 1977)
- 3. März: Will Eisner, US-amerikanischer Comic-Zeichner († 2005)
- 8. März: Leslie Fiedler, US-amerikanischer Literaturwissenschaftler und -kritiker († 2003)
- 9. März: Ian Watt, britischer Literaturkritiker und Literaturhistoriker († 1999)
- 11. März: Günter Goetzendorff, deutscher Politiker († 2000)
- 12. März: Leonard Chess, polnisch-US-amerikanischer Unternehmer († 1969)
- 19. März: Dinu Lipatti, rumänischer Pianist und Komponist († 1950)
- 19. März: László Szabó, ungarischer Schachspieler († 1998)
- 20. März: Jigael Jadin, israelischer Archäologe, Politiker und Generalstabschef der israelischen Armee († 1984)
- 24. März: Otto Rösch, österreichischer Politiker und Jurist († 1995)
- 26. März: Rufus Thomas, US-amerikanischer Blues-Musiker († 2001)
- 27. März: Cyrus Vance, US-Außenminister unter Jimmy Carter († 2002)
- 2. April: Maria Holst, österreichische Theater- und Filmschauspielerin († 1980)
- 2. April: Iris von Roten, Schweizer Juristin, Journalistin und Frauenrechtlerin († 1990)
- 3. April: Rembert van Delden, deutscher Politiker († 1999)
- 5. April: Robert Bloch, US-amerikanischer Autor († 1994)
- 7. April: Albert Sing, Fußballspieler, Fußballtrainer
- 9. April: Johannes Bobrowski, deutscher Lyriker, Erzähler, Nachdichter und Essayist († 1965)
- 9. April: Rolf Kauka, deutscher Comic-Künstler und Verleger (Vater von Fix und Foxi) († 2000)
- 9. April: Brad Dexter, US-amerikanischer Filmschauspieler und Filmproduzent († 2002)
- 10. April: Robert B. Woodward, Chemiker († 1979)
- 12. April: Robert Manzon, Formel-1-Rennfahrer
- 16. April: Charlotte Salomon, deutsche Malerin († 1943)
- 25. April: Ella Fitzgerald, US-amerikanische Jazz-Sängerin († 1996)
- 26. April: Ieoh Ming Pei, chinesisch-amerikanischer Architekt
- 29. April: Urie Bronfenbrenner, Entwicklungspsychologe († 2005)
- 29. April: Maya Deren, US-amerikanische Regisseurin († 1961)
- 7. Mai: David Tomlinson, britischer Schauspieler († 2000)
- 10. Mai: Kurt Brand, deutscher Science-Fiction-Schriftsteller († 1991)
- 14. Mai: Lou Harrison, US-amerikanischer Komponist († 2003)
- 20. Mai: Tony Cliff, britischer Sozialist († 2000)
- 21. Mai: Raymond Burr, Theater-, Fernseh- und Filmschauspieler († 1993)
- 23. Mai: Edward N. Lorenz, Professor der Meteorologie
- 26. Mai: Isabella Nadolny, deutsche Schriftstellerin († 2004)
- 28. Mai: Papa John Creach, US-amerikanischer Geiger († 1994)
- 29. Mai: Miguel Ablóniz, italienischer Gitarrist, Pädagoge und Komponist
- 29. Mai: John F. Kennedy, US-amerikanischer Politiker, 35. Präsident der USA († 1963)
- 29. Mai: Hansmartin Decker-Hauff, deutscher Historiker und Genealoge
- 31. Mai: Jean Rouch, französischer Regisseur († 2004)
- 1. Juni: Otto Esser, deutscher Arbeitgeberpräsident († 2004)
- 2. Juni: Heinz Sielmann, Tierfilmer und Fernsehmoderator
- 4. Juni: Robert Merrill, US-amerikanischer Opernsänger (Bariton) († 2004)
- 6. Juni: Kirk Kerkorian, US-amerikanischer Unternehmer und Milliardär
- 7. Juni: Alfred C. Gimson, englischer Sprachwissenschaftler († 1985)
- 8. Juni: Otto Betz, deutscher Theologe und Universitätsprofessor († 2005)
- 9. Juni: Eric Hobsbawm, britischer Historiker
- 13. Juni: Augusto Roa Bastos, Romanautor Paraguays († 2005)
- 14. Juni: Atle Selberg, norwegischer Professor der Mathematiker
- 15. Juni: Karl Steinbuch, deutscher Kybernetiker, Nachrichtentechniker und Informationstheoretiker († 2005)
- 15. Juni: John B. Fenn, US-amerikanischer Chemiker, Nobelpreisträger für Chemie 2002
- 16. Juni: Rudolf Keller, deutscher Schachspieler († 1993)
- 16. Juni: Pawel Alexandrowitsch Solowjow, sowjetischer Triebwerkskonstrukteur († 1996)
- 18. Juni: Theo Schöller, deutscher Unternehmer († 2004)
- 19. Juni: Joshua Nkomo, simbabwischer Politiker († 1999)
- 30. Juni: Lena Horne, US-amerikanische Sängerin
- 2. Juli: Hans Friedrich, deutscher Politiker
- 6. Juli: Arthur Lydiard, neuseeländischer Leichtathletik-Trainer († 2004)
- 7. Juli: Yakovos Bilek, deutscher Basketballtrainer († 2005)
- 7. Juli: Larry O'Brien, US-amerikanischer Manager, dritter Commissioner der NBA († 1990)
- 17. Juli: Margarete Mitscherlich, Psychoanalytikerin, Medizinerin und Autorin
- 18. Juli: Henri Salvador, französischer Sänger
- 19. Juli: Fulbert Youlou, ehemaliger Präsident der Republik Kongo († 1972)
- 22. Juli: Adam Malik, Außenminister von Indonesien
- 25. Juli: Fritz Honegger, Schweizer Politiker († 1999)
- 27. Juli: Bourvil, französischer Schauspieler († 1970)
- 28. Juli: Brigitte Schröder, († 2000)
- 3. August: Rudolf Gnägi, Schweizer Politiker († 1985)
- 4. August: Karl Wlaschek, österreichischer Unternehmer
- 11. August: Inge Aicher-Scholl, Kulturschaffende und Schriftstellerin; Schwester der Geschwister Scholl († 1998)
- 11. August: Dik Browne, US-amerikanischer Comiczeichner († 1989)
- 13. August: Ulrich Hausmann, deutscher Archäologe († 1996)
- 15. August: Hans Bals, deutscher Politiker, MdB († 2004)
- 15. August: Oscar Romero, römisch-katholischer Bischof († 1980)
- 18. August: Caspar Weinberger, US-amerikanischer Politiker und Verteidigungsminister
- 19. August: Heinz Benthien, deutscher Tischtennisspieler († 1981)
- 22. August: John Lee Hooker, Bluesmusiker († 2001)
- 22. August: Per Anders Fogelström, schwedischer Schriftsteller († 1998)
- 23. August: Tex Williams, US-amerikanischer Country-Sänger und Band-Leader († 1985)
- 25. August: Lou van Burg, niederländisch-deutscher Showmaster und Entertainer († 1986)
- 28. August: Jack Kirby, Comiczeichner († 1994)
- 29. August: John Leonard King, britischer Wirtschaftsführer († 2005)
- 2. September: Nazaire De Wolf, belgischer Komponist und Bandleader († 1983)
- 2. September: Laurindo Almeida, brasilianischer Jazz-Musiker († 1995)
- 3. September: Paul Zougrana, Erzbischof von Ouagadougou und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 2000)
- 4. September: Henry Ford II, Enkel von Henry Ford, Präsident der Ford Motor Company von 1945–1960 († 1987)
- 5. September: Jean Bertin, französischer Ingenieur der Luftfahrttechnik († 1975)
- 6. September: Philipp Freiherr von Boeselager, deutscher Widerstandskämpfer
- 7. September: John W. Cornforth, australischer Chemiker
- 7. September: Jenny Aloni, deutsch-israelische Schriftstellerin († 1993)
- 9. September: Rolf Wenkhaus, deutscher Schauspieler († 1942)
- 10. September: Miguel Serrano, chilenischer Politiker und Schriftsteller
- 12. September: Han Suyin, chinesische Ärztin und englischsprachige Autorin
- 12. September: Jürgen Seydel, deutscher Karateka
- 14. September: Rudolf Baumgartner, Schweizer Violinist und Dirigent († 2002)
- 15. September: Hilde Güden, österreichische Koloratursopranistin und Kammersängerin († 1988)
- 16. September: Alexander Schmorell, Mitbegründer der Widerstandsgruppe Weiße Rose († 1943)
- 17. September: Isang Yun, koreanischer Komponist († 1995)
- 20. September: Fernando Rey, spanischer Schauspieler († 1994)
- 20. September: Red Auerbach, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 20. September: Władysław Rubin, Weihbischof von Gnesen und Kardinal († 1990)
- 24. September: Otto Günsche, SS-Hauptsturmführer und persönlicher Adjutant Hitlers († 2003)
- 30. September: Ferdinand Marcos, Präsident der Philippinen († 1989)
- 30. September: Park Chung-hee, südkoreanischer Politiker († 1979)
- 30. September: Buddy Rich, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger († 1987)
- 1. Oktober: Cahal Brendan Daly, Erzbischof von Armagh und Kardinal
- 2. Oktober: Christian de Duve, belgischer Biochemiker
- 3. Oktober: Erich Hans Apel, SED-Funktionär und Vorsitzender der Staatlichen Plankommission († 1965)
- 8. Oktober: Rodney R. Porter, englischer Biochemiker († 1985)
- 10. Oktober: Thelonious Monk, US-amerikanischer Jazzpianist und –komponist († 1982)
- 13. Oktober: Ulrich Sahm (Botschafter), deutscher Diplomat und Botschafter († 2005)
- 14. Oktober: Violeta Parra, chilenische Folkloremusikerin († 1967)
- 15. Oktober: Arthur M. Schlesinger, Historiker
- 20. Oktober: Jean-Pierre Melville, französischer Filmregisseur († 1973)
- 21. Oktober: Lindanor Celina, brasilianische Schriftstellerin († 2003)
- 21. Oktober: Heinz Oskar Vetter, deutscher Gewerkschafter und Politiker († 1990)
- 21. Oktober: Dizzy Gillespie, US-amerikanischer Jazzmusiker, Komponist, Sänger und Bandleader († 1993)
- 27. Oktober: Oliver Tambo, südafrikanischer anti-Apartheits Politiker († 1993)
- 29. Oktober: Eddie Constantine, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1993)
- 30. Oktober: Maurice Trintignant, französischer Autorennfahrer († 2005)
- 31. Oktober: Heinz Musculus, deutscher Karikaturist, Zeichner und Illustrator († 1976)
- 5. November: Jacqueline Auriol, französische Pilotin, durchbrach als erste Frau die Schallmauer († 2000)
- 7. November: Lew Jefimowitsch Kerbel, sowjetischer Bildhauer († 2003)
- 7. November: Helen Suzman, südafrikanische Politikerin
- 10. November: Lloyd Cutler, US-amerikanischer Anwalt († 2005)
- 12. November: Jo Stafford, US-amerikanische Sängerin
- 15. November: John Whiting, britischer Dramatiker († 1963)
- 19. November: Indira Gandhi, indische Politikerin und Premierministerin († 1984)
- 22. November: Andrew Fielding Huxley, englischer Biophysiker und Physiologe, Nobelpreisträger
- 22. November: Jean-Étienne Marie, französischer Komponist
- 23. November: Michael Gough (Schauspieler), britischer Schauspieler
- 23. November: John Newland, US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler und Drehbuchautor († 2000)
- 26. November: Robert Conquest, britischer Historiker
- 26. November: Edgar Barth, deutscher Rennfahrer († 1965)
- 29. November: Merle Travis, Country-Musiker und Songwriter († 1983)
- 29. November: Herbert Zimmermann (Reporter), deutscher Radio-Reporter († 1966)
- 1. Dezember: Gerd Schmückle, General
- 3. Dezember: Manuel Solís Palma, 41. Staatspräsident von Panama
- 6. Dezember: Hans Verbeek, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages († 1966)
- 6. Dezember: Kamal Dschumblat, libanesischer Politiker († 1977)
- 8. Dezember: Albert Baldauf, deutscher Politiker und MdB († 1991)
- 9. Dezember: James Rainwater, US-amerikanischer Physiker († 1986)
- 12. Dezember: Joseph-Albert Malula, Erzbischof von Kinshasa und Kardinal († 1989)
- 16. Dezember: Arthur C. Clarke, Science-Fiction-Autor
- 17. Dezember: Kriangsak Chomanan, Premierminister von Thailand (von 1977 und 1980) († 2003)
- 18. Dezember: Ossie Davis, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 18. Dezember: Eddie „Cleanhead“ Vinson, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1988)
- 20. Dezember: David Bohm, Quantenphysiker in den USA († 1992)
- 21. Dezember: Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger († 1985)
- 26. Dezember: Rose Mary Woods, US-amerikanische Sekretärin von Richard Nixon († 2005)

Gestorben


- 2. Januar: Edward Tylor, britischer Anthropologe (
- 1832)
- 10. Januar: William Frederick Cody, bekannt als „Buffalo Bill“, berühmter Büffeljäger (
- 1846)
- 11. Januar: Hans Chemin-Petit, deutscher Komponist (
- 1864)
- 31. Januar: Otto Finsch, Kaufmann, Ethnologe, Ornithologe (
- 1839)
- 23. Februar: Jean Gaston Darboux, französischer Mathematiker (
- 1842)
- 8. März: Graf Ferdinand von Zeppelin, deutscher Luftschiffkonstrukteur (
- 1838)
- 17. März: Franz Brentano, deutscher Philosoph und Psychologe (
- 1838)
- 17. März: Cæsar Peter Møller Boeck, norwegischer Dermatologe (
- 1845)
- 31. März: Emil von Behring, deutscher Mediziner und Nobelpreisträger (
- 1854)
- 1. April: Scott Joplin, US-amerikanischer Musiker (Ragtime-Komponist) (
- 1868)
- 2. April: Jindřich Kafka, tschechischer Komponist (
- 1844)
- 14. April: Ludwik Lejzer Zamenhof, polnischer Augenarzt (Esperanto-Begründer) (
- 1859)
- 1. Mai: William Knox D'Arcy, britischer Unternehmer (
- 1849)
- 11. Mai: Otto Klauwell, deutscher Komponist (
- 1851)
- 12. Juni: Teresa Carreño, venezolanische Pianistin und Komponistin (
- 1853)
- 15. Juni: Friedrich Robert Helmert, deutscher Geodät und Mathematiker (
- 1843)
- 26. Juni: Dragutin Dimitrijević, serbischer Offizier (
- 1876)
- 27. Juni: Gustav von Schmoller, deutscher Volkswirtschaftslehrer (
- 1838)
- 14. Juli: Octave Lapize, französischer Radrennfahrer (
- 1887)
- 27. Juli: Emil T. Kocher, Schweizer Mediziner und Nobelpreisträger (
- 1841)
- 3. August: Eduard Buchner, deutscher Chemiker, Nobelpreisträger (
- 1860)
- 3. August: Ferdinand Georg Frobenius, deutscher Mathematiker (
- 1849)
- 20. August: Johann Friedrich Wilhelm Adolf von Baeyer, deutscher Chemiker (
- 1835)
- 29. August: Albert Grey, 4. Earl Grey, britischer Politiker und Staatsmann (
- 1851)
- 5. September: Albin Köbis, deutscher Matrose und ein Führer des Matrosenaufstands, hingerichtet (
- 1892)
- 29. September: Edgar Degas, französischer Maler und Bildhauer (
- 1834)
- 5. Oktober: Guglielmo Ciardo, italienischer Maler (
- 1842)
- 15. Oktober: Mata Hari, niederländische Tänzerin (
- 1876)
- 16. Oktober: Walter Flex, deutscher Dichter (
- 1887)
- 30. Oktober: Heinrich Gontermann, deutscher Pilot aus dem 1. Weltkrieg (
- 1896)
- 3. November: Léon Bloy, französischer Schriftsteller (
- 1846)
- 11. November: Liliuokalani, letzte Königin von Hawaii (
- 1838)
- 15. November: Emile Durkheim, französischer Soziologe (
- 1858)
- 17. November: Auguste Rodin, französischer Maler und Bildhauer (
- 1840)
- 26. November: Leander Starr Jameson, britischer Arzt und Politiker (
- 1853)
- 8. Dezember: Mendele Moicher Sforim, jiddischer Schriftsteller (
- 1835)
- 8. Dezember: Alexander Kisch, Rabbiner (
- 1848)
- 17. Dezember: Josef Riehl, maßgeblich an der Erschließung Tirols beteiligt (
- 1842)
- 20. Dezember: Lucien Petit-Breton, französischer Radrennfahrer (
- 1882)
- 21. Dezember: Wilhelm Trübner, deutscher Landschaftsmaler (
- 1851)
- Emile Auguste Carolus-Duran, war ein französischer Maler (
- 1837)

Nobelpreise


- Physik: Charles Glover Barkla
- Literatur: Karl Gjellerup, Henrik Pontoppidan
- Friedensnobelpreis: Internationales Komitee des Roten Kreuzes Nobelpreise für Chemie oder Physiologie oder Medizin wurden nicht verliehen.

Weblinks


- http://www.dhm.de/lemo/html/1917/ (Lebendiges virtuelles Museum Online) ja:1917年 ko:1917년 simple:1917 th:พ.ศ. 2460

Brüssel

Brüssel (frz. Bruxelles [] oder [], niederl. Brussel []) ist die Hauptstadt von Belgien. Als Sitz wichtiger Institutionen, wie Europäische Kommission oder Rat der Europäischen Union (Ministerrat) wird die Stadt inoffiziell häufig als Hauptstadt der Europäischen Union bezeichnet.

Stadtgliederung und Zahlen

Europäischen Union Brüssel umfasst eine Fläche von 32 km². Mit 142.853 Einwohnern (Stand:01.01.2005) stellt sie mit 16 % die größte Bevölkerungszahl aller Gemeinden der Hauptstadtregion Brüssel, in der insgesamt 1.007.000 Menschen wohnen. Die Stadt Brüssel gliedert sich in sechs Bezirke:
- Brüssel-Haren
- Brüssel-Laeken / Laken
- Brüssel-Neder-Over-Heembeek
- Brüssel-Pentagone / de Vijfhoek
- Brüssel-Quartier Louise / de Louizawijk
- Brüssel-Espace Nord / de Noordwijk
- Brüssel-Nord-Est / de Noord-Oostwijk Brüssel-Nord-Est Die Hauptstadtregion Brüssel, Region de Bruxelles Capitale/ Brussels Hoofdstedelijk Gewest, ist ein Zusammenschluss von Brüssel-Stadt und 18 umliegenden Kommunen, die zwar dicht zu einer Stadt verwachsen sind, jedoch bis heute ihre Selbstständigkeit völlig bewahrt haben. Die Region, also Brüssel, ist die Hauptstadt eines zweisprachigen Landes (im Norden niederländisch / im Süden französisch), um Eupen und St. Vith gibt es auch ein kleines deutschsprachiges Gebiet. Aufgrund der Umstände und Brüssels Hauptstadtfunktion ist die Stadt offiziell zweisprachig (niederländisch/französisch). Mit etwa 80 % überwiegt aber die französische Sprache in Brüssel.

Verkehr

KFZ: Brüssel ist das Zentrum des gut ausgebauten, nachts zum Teil beleuchteten belgischen Autobahnnetzes. Die Autobahnen laufen strahlenförmig nach Brüssel bis zur Ringautobahn zu. Bahn: In Brüssel gibt es mehrere große Bahnhöfe (Brüssel-Nord, Brüssel-Central und Brüssel-Süd), die miteinander durch eine Nord-Süd-Tunnelstrecke verbunden sind. Zugreisende aus dem Ausland kommen meist in Brüssel-Süd (frz. Bruxelles Midi) an, wo Verbindungen aus Paris, Amsterdam, Köln (mit dem Thalys oder aus Köln auch mit dem ICE) und London (Eurostar) bestehen. Ebenso hat man direkten RER-Anschluss zu einem der vielen kleineren Brüsseler Bahnhöfe. Die Station Brüssel Luxemburg, abseits der Haupttunnelstrecke Nord-Süd, ist eigentlich ein Bahnhof zur Anbindung der EU-Institutionen, der jetzt nach der Renovierung immer mehr von der allgemeinen Bevölkerung angenommen wird. EU U-Bahn: Sie besteht aus den drei Linien 1a, 1b, und 2. Die ersten beiden verbinden Vororte mit der Stadt, Linie 2 fährt in einem erst 2007 vollständig geschlossenen Kreis um das Zentrum herum. Hinzu kommen 16 Straßenbahnlinien und über 50 Buslinien (bis etwa 00.30 Uhr). Nachts: Ein Nachtverkehr existiert in Brüssel - abgesehen von einer Nachtbuslinie - nicht. Taxis haben ein relativ hohes Preisniveau. Flugverkehr: Bei der Nachbargemeinde Zaventem befindet sich ein internationaler Flughafen mit Zuganbindung zum Zentrum. Ebenfalls in Reichweite (60 min entfernt) ist der Flughafen Charleroi, der vor allem von Billigfliegern frequentiert wird.

Wirtschaft

Brüssel ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort in Belgien. Volkswagen betreibt hier ein Werk, in dem u.A. das Modell VW Golf gefertigt wird. Die Europäischen Institutionen sowie der Sitz des Nato-Hauptquartiers sind der Grund, dass sich viele internationale Großunternehmen sowie Interessensverbände und Lobbyistenbüros in Brüssel niedergelassen haben. Auch Länderbüros, Kulturinstitute und Botschaften aus aller Welt bringen eine große Kaufkraft nach Brüssel. Natürlich ist auch die weltweite Presse ständig mit einem Großaufgebot vertreten. Dieses stößt nicht immer nur auf Gegenliebe der Brüsseler.

Geschichte

Die Anfänge

VW Golf Der Name Brüssel kommt von einer Wortzusammensetzung des keltischen Wortes bruoc, Sumpf, und des lateinisch-keltischen Wortes sella, Tempel oder Kapelle. Der Stadtname bedeutet also Kapelle im Sumpf. Der Legende nach wird Brüssel im 6. Jahrhundert durch den heiligen Goorik gegründet. Im Dokument nachweisbar ist die Siedlung jedoch erst 966, in einer Urkunde Otto des Großen, die Bruocsella erwähnt. 977 bis 979 errichtet Karl von Niederlothringen eine Burg und eine Kapelle auf einer Insel im Flüsschen Senne und damit die Grundlage für die weitere Stadtentwicklung. Im 11. Jahrhundert wird erste Stadtmauer angelegt. Die Stadtbefestigung des 14. Jahrhunderts spiegelt sich in den Boulevards des kleinen Rings wider.

Das mittelalterliche Brüssel und die Habsburger

14. Jahrhundert 1430 erbt Philipp der Gute, Herzog von Burgund, das Herzogtum Brabant. Er macht Brüssel zur Hauptstadt seines Burgunderreiches. In dieser Zeit entstehen das Rathaus und die ersten Zunfthäuser am Großen Markt. Die Stadt blüht in dieser Zeit wirtschaftlich auf. Bildhauer, Teppichwirker und Goldschmiede finden ihr Auskommen. Künstler wie Pieter Brueghel der Ältere und Rogier van der Weyden lassen sich der Stadt nieder. Die Enkelin Philipps des Guten, Maria von Burgund, heiratet 1477 Maximilian von Habsburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Dadurch kommt Brabant unter die Herrschaft des Habsburgerreiches. Nach einer kurzen Unterbrechung durch Margarete von Österreich, welche die Hauptstadt nach Mecheln verlegt, wird Brüssel nach 1531 erneut Hauptstadt von Burgund. Nach dem Tode Karls V., unter seinem Sohn Philipp II. wird der größere Teil des heutigen Belgien, mit Brüssel, Bestandteil der spanischen Niederlande. Unter Philipp II. kommt es zu Erhebungen gegen die spanische Herrschaft, unter anderem zu den Aufständen der Grafen Hoorn und Egmont. Mit der Hinrichtung der beiden Adligen auf dem Großen Marktplatz werden diese Aufstände 1568 blutig niedergeschlagen. In Folge dieses gescheiterten Aufstandes kommt es 1578-1579 zur Gründung der Union von Utrecht, der Keimzelle der späteren unabhängigen nördlichen Niederlande. Unter dem Statthalter Spaniens, des Herzogs von Alba, wurden die Anhänger des Protestantismus gnadenlos verfolgt. Diese Repression hat den Exodus der wirtschaftlichen und geistigen Elite, vorwiegend nach Amsterdam, und den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt Brüssel zur Folge. Amsterdam

Brüssel nach dem Dreißigjährigen Krieg

Im Westfälischen Frieden von 1648 werden die nördlichen Niederlande unabhängig, während die südlichen Niederlande und damit Brüssel unter spanischer Herrschaft bleiben. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kämpft Frankreich unter Ludwig XIV um die Vormachtstellung in Europa. Die Truppen Ludwigs XIV. erobern Westflandern und den Hennegau. Brüssels Großer Markt wird 1695 drei Tage lang mit Kanonen bombardiert und fast völlig zerstört. Im Frieden von Rijswijk 1697 muss Frankreich die belgischen Gebiete wieder abtreten. In Folge des spanischen Erbfolgekrieges, 1701 - 1714, erhalten die österreichischen Habsburger die Herrschaft über die südlichen Niederlande und damit über Brüssel.

Kampf um die Unabhängigkeit

1714 1789 wird im Brabanter Aufstand die Unabhängigkeit gegen die Habsburger unter Joseph II. errungen. Diese ist jedoch nur von kurzer Dauer, weil 1794 die Truppen der revolutionären französischen Republik das Land erobern. Die französische Herrschaft endet 1815 mit der Niederlage Napoleons auf dem Schlachtfeld von Waterloo, das sich unmittelbar südlich der heutigen Hauptstadtregion Brüssel befindet. Im Wiener Kongress 1814 - 1815 werden die südlichen Niederlande mit den nördlichen Niederlanden unter Wilhelm I. von Oranien vereinigt. Doch in Folge der divergenten politischen und kulturellen historischen Entwicklung sind Konflikte zwischen den beiden Landesteilen im Keim angelegt. Der zum Teil französischsprachige und hauptsächlich katholische Süden fühlt sich gegenüber dem protestantischen, holländischen Norden in der politischen Mitsprache, im Unterrichtswesen und in wirtschaftlicher Hinsicht benachteiligt. Der Aufstand im Süden wird zunächst militärisch unterdrückt. Die ausländischen Großmächte England, Österreich und Russland haben jedoch ein Interesse daran, den Konflikt friedlich beizulegen, um einer möglichen Einflussnahme und damit einem Wiedererstarken Frankreichs entgegenzuwirken. Durch ihre Intervention kommt es 1831 zur Konferenz von London. Das Königreich Belgien wird als Staat anerkannt, Brüssel wird Hauptstadt dieses neuen Staates, Leopold I. von Sachsen-Coburg wird der erste König einer neuen konstitutionellen Monarchie.

Das moderne Brüssel

Durch die neue Rolle als Hauptstadt eines unabhängigen Staates und durch den industriellen Aufschwung Belgiens im 19. Jahrhundert erlebt Brüssel einen gewaltigen Aufschwung. Die Bevölkerung wächst dramatisch, auch in Folge einer lebhaften Zuwanderung aus Wallonien und Frankreich. Ehemals ländliche Gemeinden um den alten Brüsseler Stadtkern herum verschmelzen zu einem urbanen Konglomerat; riesige neue Stadtgebiete wachsen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert scheinbar aus dem Nichts. In dieser Zeit entstehen große Gebäude wie der Justizpalast (1863 - 1866), die Börse (1873), der Königspalast auf dem Mont des Arts (Fertigstellung 1903), der Triumphbogen (Fertigstellung 1905), und die berühmten Jugendstilbauten der Stadt, beispielsweise Victor Hortas Bauten. Victor Horta Obwohl Belgien in beiden Weltkriegen als Vormarschgebiet Opfer der deutschen Offensivstrategie war, blieb Brüssel von Kriegszerstörungen weitgehend verschont. Deshalb prägen die Architektur und die Straßenzüge der Gründerzeit immer noch das allgemeine Stadtbild. Ein Zankapfel, der Belgien seit seiner Gründung zu spalten drohte, macht sich auch in jüngster Vergangenheit in Brüssel noch bemerkbar: Der sprachliche und kulturelle Konflikt zwischen der wallonischen, französisch sprechenden Bevölkerung im Süden und der flämischen Bevölkerung im Norden. Das kleinstädtische Brüssel des frühen 19. Jahrhunderts ist flämisch geprägt, im heutigen urbanen Brüssel dominiert das französische Element. Diese Verschiebung der Gewichte in der Hauptstadt verschärft eine Zeit lang den Konflikt, auch begünstigt durch das nationalsozialistische Deutschland und rechtsextreme Gruppen in Belgien, die darin in den 1930er Jahren politischen Profit suchen. 1932 - 1938 wird Brüssel zweisprachig. Straßennamen, Namen von Stadtteilen und Stationen des öffentlichen Nahverkehrs sind seitdem konsequent zweisprachig beschildert, sofern die Namen nicht in beiden Landessprachen übereinstimmen. 1988 verabschiedet das belgische Parlament ein Gesetz, das Belgien zum Bundesstaat macht, mit den autonomen Regionen Flandern und Wallonien und der Region Brüssel mit besonderem Status. In den letzten Jahren, mit der zunehmenden Internationalisierung Brüssels, verliert dieser Konflikt mehr und mehr seine Schärfe. Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt Nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert sich Brüssel auch international als Zentrum: 1958 wird es zum Sitz der EWG, der Vorläuferin der heutigen Europäischen Union. 1958 findet auch die Weltausstellung in Brüssel statt, die uns eines seiner berühmtesten Bauten, das Atomium, hinterlässt. 1967 wird der Sitz der NATO von Paris nach Brüssel verlegt.

Sehenswürdigkeiten / Kultur

1967 1967 Hauptsehenswürdigkeiten sind der Grand Place/Großer Platz mit dem gotischen Rathaus im alten Zentrum, die Kathedrale Saint Michel/Sint-Michiels und das Atomium in Laeken/Laken, das Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958. Die 9 Kugeln der 165-milliardenfachen Vergrößerung eines Eisenmoleküls sind zusammen 102 Meter hoch und 2400 Tonnen schwer. Der Architekt A. Waterkeyn widmete das Atomium dem wissenschaftlichen Fortschritt. Auch das "Männeken Pis", eine 60 Zentimeter hohe Bronzefigur in der Altstadt ist bei den Touristen sehr beliebt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Triumphbogen im Park Cinquantenaire, die Art-Deco-Basilika Sacre-Coeur, die Börse, das Brüsseler Königsschloss mit dem Park, der Kunstberg, der Justizpalast, das Königsschloss (Palais Royal), das Schloss mit den Gewächshäusern in Laeken, sowie die Gebäude der Europäischen Union im Europaviertel Leopold. Zum großen Kulturangebot Brüssels gehören viele Theater (darunter das international vielbeachtete Opernhaus Théâtre de la Monnaie/Muntschouwburg) und Museen aller Art – vom königlichen Kunstmuseum bis zum Comicmuseum. Zudem gibt es in den einzelnen Brüsseler Vierteln weitere Sehenswürdigkeiten und eigene kulturelle Angebote. Das Stadtbild im Zentrum wird von flämischen Bürgerhäusern geprägt. Besonders auffällig ist der Jugendstil, der durch den Brüsseler Architekten Victor Horta ins Leben gerufen wurde. In der Blütezeit des Jugendstils schossen in Brüssel neue Vorstädte aus dem Boden. Die Architektur der Viertel Schaerbeek/Schaarbeek, Etterbeek, Ixelles/Elsene und Saint-Gilles/Sint-Gillis ist daher besonders sehenswert. Ein absolutes Highlight des Jugendstil ist das in der Avenue de Tervueren 281 gelegene Palais Stoclet von dem Wiener Architekten Josef Hoffmann (leider nicht von innen zu besichtigen). Die modernen Gebäude im Quartier Leopold/Leopoldswijk oder Espace Nord runden das Bild ab. In der Stadt gibt es seit jeher eine große Künstlerszene. Der berühmte belgische Surrealist René Magritte beispielsweise hat in Brüssel gelernt. Die Stadt gilt auch als eine Hauptstadt des Comics: In Deutschland am bekanntesten sind Lucky Luke, Tim und Struppi, Cubitus, Gaston und Marsupilami. Graue Häuserwände werden mit riesigen Bildern belgischer Comichelden bemalt, Metrostationen werden von Künstlern gestaltet. Im Centre Nationale de la Bande Dessinnée verbinden sich zwei künstlerische Leitmotive Brüssels, denn dieses nationale Comicmuseum ist im ehemaligen, 1906 errichteten und von Victor Horta entworfenene Jugendstil-Kaufhaus Waucquez untergebracht. Kulinarische Spezialitäten Brüssels sind besonders Waffeln (Gaufres), Schokolade (vor allem dunkle), Pralinen und Muscheln (Moules). Die Pommes frites wurden von einem Belgier erfunden und werden wie auch die Waffeln überall in Brüssel auf der Straße verkauft. Zudem genießt das belgische Bier einen guten Ruf – Hoegaarden, Leffe,Duvel, Jupiler, Stella Artois und Kriek (Kirschbier) sind Beispiele dafür.

Söhne und Töchter der Stadt


- Lucas Achtschellinck, belgischer Landschaftsmaler
- Chantal Akerman, belgische Filmregisseurin und Professorin für Film an der European Graduate School in Saas-Fee, Schweiz
- Albert I. (Belgien), König der Belgier
- Albert II. (Belgien), regierender König der Belgier
- Maria Viktoria Pauline von Aremberg, Markgräfin von Baden-Baden
- Leopold Philipp von Arenberg, kaiserlicher Feldmarschall
- Ludwig-Engelbert von Arenberg,
- Jacques d'Arthois, Flämischer Landschaftsmaler
- Konstantin Aspre, ein österreichischer General
- Bernard van Orley, Maler
- Victor Boin, belgischer Sportjournalist, Sportler und Sportfunktionär
- Adolphe van Soust de Borkenfeldt, belgischer Dichter und Kunsthistoriker
- Thierry Boutsen, Autorennfahrer
- Jan Brueghel der Ältere, flämischer Maler
- Georg Franz August, Graf von Buquoy, Sohn von Leopold Albert de Longueval
- Maria von Burgund, Herzogin von Burgund
- René Carcan, belgischer Künstler
- Philippe de Champaigne, französischer Maler
- Clemens August I. von Bayern, Erzbischof des Erzbistums Köln
- Johann Ludwig Graf Cobenzl, österreichischer Staatsmann
- Julio Cortázar, Argentinischer Schriftsteller
- Christl Cranz, deutsche Skirennläuferin
- Peyo, belgischer Comiczeichner
- Ivo Van Damme, belgischer Leichtathlet
- François Duquesnoy, flämischer Bildhauer
- Marc Dutroux, belgischer Serienmörder
- Maria von Eicken, Ehefrau des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden
- Henri La Fontaine, belgischer Jurist und Politiker
- Lucien Emile Francqui, belgischer Afrikaforscher und Staatsmann
- André Franquin, belgischer Comiczeichner
- Olivier Gendebien, Rennfahrer
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