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Mosbach (Baden)

Mosbach (Baden)

Mosbach ist eine Stadt im Norden Baden-Württembergs, etwa ca. 34 km nördlich von Heilbronn bzw. 58 km östlich von Heidelberg. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Neckar-Odenwald-Kreises und bildet ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums Heidelberg. Zum Mittelbereich Mosbach gehören neben Mosbach die Städte und Gemeinden Aglasterhausen, Billigheim, Elztal, Fahrenbach, Haßmersheim, Hüffenhardt, Limbach, Neckarzimmern, Neunkirchen, Obrigheim, Schefflenz und Schwarzach. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem benachbarten Mittelzentrum Eberbach hinsichtlich der Gemeinden Binau, Neckargerach, Waldbrunn und Zwingenberg. Die Einwohnerzahl der Stadt Mosbach überschritt 1975 im Rahmen der Gebietsreform die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Juli 1976 beschloss. Bis heute ist Mosbach die einzige Große Kreisstadt des Neckar-Odenwald-Kreises. Mit den Gemeinden Elztal, Neckarzimmern und Obrigheim hat die Stadt Mosbach eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geografie

Mosbach liegt an den südlichen Ausläufern des baden-württembergischen Odenwaldes an der Grenze zum Bauland im Tal der Elz, einem rechten Nebenfluss des Neckars, kurz vor deren Mündung im Stadtteil Neckarelz. Die Stadt gehört zum Naturpark Neckartal-Odenwald und zum UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald. Die Höhenzüge um die Kernstadt sind der Hardberg und der Henschelberg.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mosbach. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Neckar-Odenwald-Kreis:
Fahrenbach, Elztal, Billigheim, Neckarzimmern, Hüffenhardt, Binau, Neckargerach und Waldbrunn.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Mosbachs besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Diedesheim, Lohrbach, Neckarelz, Reichenbuch und Sattelbach. In den etwas weiter von der Kernstadt entfernten Stadtteilen Lohrbach, Reichenbuch und Sattelbach gibt es jeweils einen Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Ortschaftsräte werden bei jeder Kommunalwahl von der Bevölkerung der Ortschaft gewählt und sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Neben den genannten Stadtteilen gibt es weitere separat gelegene Orte (z.B. Nüstenbach und Waldstadt) und Wohnplätze oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen oftmals nicht festgelegt sind. Hierunter gehören zum Beispiel Schreckhof, Tannhof, Hammerweg, Hardhof und Masseldorn.

Geschichte

Wohnplätze Mosbach entstand um das Benediktinerkloster "Monasterium Mosabach" und wurde im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Hieraus wuchs nach und nach ein Gemeinwesen, dem 1241 die Rechte als Reichsstadt verliehen wurde. Doch konnte die Stadt diese Rechte nur bis 1362 behaupten, dann wurde sie kurpfälzisch. Das älteste heute noch erhaltene Gebäude Mosbachs ist das Tempelhaus (Neckarelz). Im 15. Jahrhundert war Mosbach Residenz der Pfalzgrafen Otto I. und Otto II.. Zur Pfalzgrafschaft Mosbach gehörten u.a. Güter am Neckar, im Kraichgau, an der Bergstraße sowie um Neumarkt in der Oberpfalz. Nach Auflösung des Mosbacher Fürstentums 1499 wurde die Stadt Sitz des Oberamtes Mosbach, das bis zum 18. Jahrhundert zum bedeutendsten rechtsrheinischen Oberamt der Kurpfalz heranwuchs. 1806 kam die Stadt an das Großherzogtum Baden und wurde auch hier Sitz eines Amtes. Zunächst gab es ein Stadtamt sowie ein Erstes und ein Zweites Landamt. Diese wurden 1822 zum Bezirksamt Mosbach vereinigt. Mitte des 19. Jahrhunderts nahm Mosbach durch die Anbindung an die Eisenbahnlinie Heidelberg-Meckesheim-Obrigheim und die Entstehung von Eisengießereien einen wirtschaftlichen Aufschwung. Weiters war Mosbach Startpunkt der Schmalspurbahn Odenwaldexpress Aus dem Bezirksamt Mosbach wurde 1939 der Landkreis Mosbach, der im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar 1973 mit dem Landkreis Buchen und einigen Gemeinden anderer Landkreise zum neuen Neckar-Odenwald-Kreis vereinigt wurde. Mosbach wurde bzw. blieb auch Kreisstadt des neuen Landkreises und wurde schließlich nach Eingliederung einiger Nachbargemeinden 1976 zur Großen Kreisstadt erklärt. Der Stadtteil Waldstadt wurde in der Wirtschaftswunderzeit als Bundesdemonstrationsbauvorhaben "aus dem Nichts" errichtet. 1997 war Mosbach Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg.

Religionen

Landesgartenschau Mosbach gehörte spätestens seit 1261 zum Bistum Würzburg und war dem Archidiakonat Weinsberg-Buchen, Landeskapitell Buchen, zugeordnet. Ab 1520 war ein evangelischer Prediger in Mosbach, doch wurde erst 1546 der Messgottesdienst abgeschafft. Die Reformation wurde dann offiziell 1556 zunächst nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. 1559 wechselte man zum reformierten Bekenntnis. Ab 1576 war die Stadt nochmals vorübergehend (bis 1583) lutherisch. Im 30-jährigen Krieg war Mosbach vorübergehend wieder katholisch. Ab 1680 gab es lutherische Gemeindeglieder, die von Neckarzimmern aus versorgt wurden. Ab 1685 waren dann erstmals alle drei Bekenntnisse wieder zugelassen und 1696 wurde eine eigene lutherische Gemeinde gegründet. Ab 1698 wurde die Kirche der Stadt von den Reformierten und den Katholiken simultan genutzt. 1708 wurde die Kirche durch eine Scheidemauer getrennt, den Katholiken wurde der Chorraum, den Protestanten das Schiff zugewiesen. Diese Aufteilung besteht heute noch. Nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden 1806 erfolgte 1821 die Vereinigung beider protestantischen Gemeinden zu einer unierten Gemeinde. Mosbach wurde Sitz eines Dekanats. Der zugehörige Kirchenbezirk umfasst heute alle Kirchengemeinden der Stadt und des gesamten Umlands. Im Stadtgebiet Mosbachs gibt es folgende evangelischen Kirchengemeinden: Kirchengemeinde Mosbach mit der Stiftskirche und dem Gemeindehaus Bergfeld, Luthergemeinde Waldstadt mit Gemeindehaus, Christuskirchengemeinde mit der Christuskirche und der Dorfkirche Nüstenbach, Kirchengemeinde Lohrbach mit den Kirchen in Lohrbach und Reichenbuch sowie Kirchengemeinde Neckarelz-Diedesheim mit der Martinskirche und dem Ökumenischen Zentrum Neckarelz. Die katholische Gemeinde Mosbach gehörte zunächst weiterhin zum Bistum Würzburg, nach dessen Auflösung zum Generalvikariat Bruchsal, bevor sie 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg wurde. Mosbach wurde Sitz eines Dekanats. Im Stadtgebiet Mosbachs gibt es heute folgende Kirchengemeinden: St. Cäcilia und St. Josef in der Kernstadt mit den Kirchen St. Cäcilia, St. Juliana, Maria Königin, St. Josef und St. Bruder Klaus in der Waldstadt, St. Maria Neckarelz-Diedesheim mit der Marienkirche, dem Tempelhaus und dem Ökumenischen Zentrum in Neckarelz sowie Lohrbach-Sattelbach-Reichenbuch mit den Kirchen St. Paulus Lohrbach, St. Josef Sattelbach und Herz Jesu Reichenbuch. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Mosbach auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Reformationsbewegung Missionshaus "Salem" und die Gemeinde Gottes Neckarelz. Mosbach ist auch Sitz des Missionswerks Operation Mobilisation e.V. (OM). Auch die Jehovas Zeugen und die Neuapostolische Kirche sind in Mosbach vertreten.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden Nach Mosbach eingegliedert bzw. mit Mosbach zusammen geschlossen:
- am 1. April 1935: Nüstenbach
- am 1. Dezember 1972: Lohrbach, Reichenbuch, Sattelbach
- am 1. Mai 1973: Diedesheim
- am 15. April 1975: Vereinigung mit der Gemeinde Neckarelz

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand (zwischen 1871 und 1933 jedoch bereits inclusiv Nüstenbach, obwohl dieser Ort erst 1935 eingegliedert wurde). Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). 1975 ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Mosbach hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 33 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien an:
- CDU 15 Sitze
- SPD 9 Sitze
- FWV 5 Sitze
- Alternative Liste 3 Sitze
- FDP 1 Sitz

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt steht der Bürgermeister, seit 1. Juli 1976 Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der "Erste Beigeordnete" mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".

Bürgermeister bzw. (ab 1976) Oberbürgermeister

Oberbürgermeister
- 1866-1882: Georg Adam Wolf
- 1882-1889: August Strauß
- 1890-1891: Ludwig Lempp
- 1892-1901: August Strauß
- 1902-1924: Jakob Renz
- 1924-1933: Dr. Eugen Boulanger
- 1933-1938: Dr. Theophil Lang
- 1938-1941: Dr. Fred Himmel
- 1941-1942: Anton Rheindl
- 1942-1945: Arthur Muser
- 1945-1954: Wilhelm Schwarz
- 1954-1974: Werner Tarun
- 1974-1985: Fritz Baier, CDU
- 1985-1990: Fritz Raff
- 1990- heute: Gerhard Lauth

Wappen

Das Wappen der Stadt Mosbach zeigt in Gold einen rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Adler, belegt mit einem silbernen Brustschild mit übereinander stehenden schwarzen Großbuchstaben OM. Der Adler symbolisiert das Reich und verweist somit auf die einstige Freie Reichsstadt Mosbach. Die Buchstaben OM bedeuten wohl "Oppidum Mosbacense" und wurden als Unterscheidung zu ähnlichen reichsstädtischen Wappen aufgenommen.

Städtepartnerschaften

Mosbach unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
- 25px Château-Thierry (Frankreich), seit 1974
- 25px Pößneck (Thüringen), seit 1989
- 25px Finike (Türkei), seit 1994
- 25px Lymington, District New Forest (Vereinigtes Königreich), seit 1996
- 25px Pesthidegkut (Ungarn), seit 1998

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Ungarn Ungarn Sehenswert in Mosbach ist vor allem der Marktplatz. Hier steht u.a. das Palm'sche Haus, ein 1610 erbautes Fachwerkhaus, das als Wahrzeichen der Stadt gilt und eines der schönsten Fachwerkhäuser Süddeutschlands ist. Besonders erwähnenswert ist der "Neidkopf" am Eckpfeiler des Hauses. Das älteste Fachwerkhaus ist das Salzhaus. Ferner steht am Marktplatz das Rathaus mit Rathausturm und die Stiftskirche, eine Simultankirche, deren Kirchenschiff als evangelische Kirche genutzt wird. Der Chorraum ist durch eine Mauer getrennt und dient als katholische Kirche St. Juliana. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Gutleuthaus und das Elendhaus, sowie die Gutleut-Kapelle, das Alte Hospital, Haus Kickelhain und der Klostergarten. Das 700 Jahre alte Tempelhaus im Stadtteil Neckarelz hat Burg- und Kirchencharakter mit barocken Heiligenfiguren neben mittelalterlichen Schießscharten. Mit dem Kiwwelschisserbrunnen wurde dem früheren Spitznamen der Mosbacher bei den Bewohnern der benachbarten Dörfern ein Denkmal gesetzt.

Parks

Der Landesgartenschau-Park war Veranstaltungsort der 15. baden-württembergischen Landesgartenschau im Jahre 1997. Sein Kern ist der zu Beginn des 20. Jahrhunderts. angelegte Stadtgarten. Er liegt beiderseits der Elz und grenzt direkt an die Altstadt. Neben dem Stadtgarten enthält der LGS-Park den Loretto-Park, sowie den Kleinen und den Großen Elzpark.

Theater

Theaterdarbietungen gibt es u.a. in der Alten Mälzerei, dem kulturellen Veranstaltungszentrum in Mosbach.

Museen

Das Stadtmuseum zeigt eine Dauerausstellung über Stadt-, Regional- und Kulturgeschichte. Das Stadtmuseum Mosbach ist eines der ältesten kulturgeschichtlichen Museen der Neckar-Odenwald-Region. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in den Jahren 1901/1902, ließ der damalige Mosbacher Bürgermeister Jacob Renz im Erdgeschoss des Rathauses eine "Altertumssammlung" einrichten. Über 70 Jahre lang wurden die "Städtischen Sammlungen" dort präsentiert. Seit 1979/1980 befindet sich das erweiterte Stadtmuseum in mehreren Gebäuden rund um den Hospitalhof, mitten in der malerischen Altstadt. Es wird von der Stadt Mosbach in Kooperation mit dem Geschichts- und Museumsverein betreut. Öffnungszeiten: Bei freiem Eintrit ist das Stadtmuseum Mobach geöffnet von April bis Oktober mittwochs 15.00 - 18.00 Uhr und sonntags 15.00 - 18.00 Uhr sowie für Sonderausstellungen auch außerhalb dieser Zeiten.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Mai: Frühlingsfest - größtes Mosbacher Stadtfest - 12. bis 15.05.2006
- Juli bis September: Mosbacher Sommer
- September: Internationales Straßentheater
- Oktober: Kurpfälzer Erntefest (2. Sonntag)

Vereine

Musikvereine


- Musikverein Mosbach
- Männerchor des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums
- Gesangverein "Harmonie" Reichenbuch
- Gesangverein "Eintracht" Nüstenbach
- HarmoNixen
- Männergesangverein "Frohsinn" 1845 Mosbach - Troubadix
- Postchor Mosbach
- Frauenchor Mosbach
- Sängerkreis Mosbach
- Tanz- und Blasorchester Lohrbach
- Männergesangverein "Frohsinn 1950" Sattelbach
- Männergesangverein "Liedertafel" Lohrbach
- Männer-Gesang-Verein "Neckarperle"
- Männergesangverein "Sängerlust" Diedesheim

Sportvereine

Fußballvereine

- Mosbacher FV 1919
- Spielvereinigung Neckarelz
- Türkspor Mosbach
- FC Mosbach 1951
- FC Fortuna Lohrbach
- FV Reichenbuch
- SV Alemannia Sattelbach
- SV Bergfeld
- VfK Diedesheim
andere Sportvereine

- Leichtathletikzentrum Mosbach-Elztal
- Turnverein 1846 (TV) Mosbach (u.a. Handball)
- Ruderclub Neptun
- Tennisclub GrünWeißRot Mosbach
- Tennisclub Waldstadt
- Tennisclub Neckarelz
- Tennisverein Blau-Weiß 1979 Reichenbuch
- Tischtennisverein 1950 Nüstenbach
- VfB 1967 Waldstadt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Simultankirche 18px Mosbach hat keinen direkten Autobahnanschluss. Die nächsten Autobahnen sind die A 6 (Mannheim - Heilbronn) und die A 81 (Heilbronn - Würzburg). Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 27, B 37 und B 292. 18px Der Bahnhof Mosbach-Neckarelz hat Bahnanschluss an der Strecke Heilbronn - Eberbach - Heidelberg. 18px Durch die S-Bahn RheinNeckar ist Mosbach auch sehr gut in Richtung Mannheim und Würzburg angebunden. Die Linie S 1 beginnt am Bahnhof Mosbach (Baden) und fährt gemeinsam mit der S 2 halbstündlich über Mosbach West und Mosbach-Neckarelz in Richtung Heidelberg. In Gegenrichtung nach Osterburken werden alle drei Haltepunkte stündlich von der S2 bedient, dort besteht Anschluss nach Würzburg. 18px Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen darüber hinaus mehrere Buslinien.

Einrichtungen

In Mosbach sind die Johannes-Anstalten der Diakonie ansässig - ein Wohnheim für 560 behinderte Menschen. Darüber hinaus unterhalten die Johannes-Anstalten Behindertenwerkstätten für 470 Personen und eine Neurologisch-Psychatrische Klinik mit 37 Betten. Zu den Anstalten gehört eine evangelische Kirche, ein Café sowie eine Turnhalle. Die Anstalten beschäftigen in Mosbach und ihren Außenstellen in Süddeutschland rund 2.500 Menschen.

Medien

In Mosbach erscheint als Tageszeitung eine Lokalausgabe der in Heidelberg erscheinenden Rhein-Neckar-Zeitung.

Öffentliche Einrichtungen

Mosbach ist Sitz des Landratsamts Neckar-Odenwald-Kreis. Ferner gibt es hier ein Amtsgericht und ein Landgericht, ein Finanzamt und ein Notariat.

Bildung

In Mosbach gibt es eine Berufsakademie mit einer Außenstelle in Bad Mergentheim. Mosbach hat zwei allgemeinbildende Gymnasien (Auguste-Pattberg-Gymnasium und Nicolaus-Kistner-Gymnasium) eine Realschule (Pestalozzi-Realschule), zwei Förderschulen (Comenius-Schule Neckarelz und Hardberg-Schule) sowie mehrere Grundschulen, Hauptschulen bzw. Grund- und Hauptschulen (Auguste-Pattberg-Hauptschule Neckarelz, Clemens-Brentano-Grundschule Neckarelz, Grundschule Diedesheim, Grundschule Lohrbach, Lohrtal-Schule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, Müller-Guttenbrunn-Schule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, Waldstadt-Grundschule, Waldsteige Grundschule, und Wilhelm-Stern-Grundschule). Der Neckar-Odenwald-Kreis ist Träger der Augusta-Bender-Schule (Berufsschule für Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Altenpflege, Berufsvorbereitungsjahr und Sozialpflege; 2-jährige Weiterbildungen Gerontopsychiatrie und zur Stationsleitung), der Gewerbeschule Mosbach und der Ludwig-Erhard-Schule (Kaufmännische Schule). Die Privatschulen Abendrealschule der Volkshochschule Mosbach, Berufsfachschule für Altenpflege der Johannes Seniorendienste e.V., Schule für Geistigbehinderte der Johannes-Anstalten Mosbach und Sonderberufsschule am Berufsbildungswerk Mosbach ergänzen das schulische Angebot in Mosbach darüberhinaus.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Mosbach bzw. die heute zu Mosbach gehörigen Gemeinden haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen: Ehrenbürger Ehrenbürger
- 1909: Eduard Schifferdecker
- 1909: Friedrich Lück
- 1923: Dr. Leopold Löwenstein
- 1923: Christoph Gänzler
- 1931: Jakob Renz, Bürgermeister
- 1931: Peter Fiedler
- 1945: Dr. Eugen Boulanger, Bürgermeister
- 1953: Wilhelm Kapferer
- 1957: Wilhelm Schwarz, Bürgermeister
- 1960: Albert Schneider (Sattelbach)
- 1965: Leonhard Mezler (Lohrbach)
- 1972: Josef Krämer, kath. Priester, Dekan
- 1972: Dr. Ernst Brüche
- 1973: Prof. Friedrich Liebig (Neckarelz)
- 1975: Heinrich Weber (Neckarelz)
- 1975: Wilhelm Weißbrod (Neckarelz)
- 1980: Curt W. Baumann
- 1983: Dr. Erich Weiler
- 1991: Dr. Franz-Heinrich Dörzenbach
- 1992: Hermann Backfisch
- 1993: Fritz Baier, Oberbürgermeister

Söhne und Töchter der Stadt


- 1558, 27. September, Quirinius Reuter, † 22. März 1613 in Heidelberg, reformierter Theologe
- 1529-1583, Nicolaus Cisnerus, Jurist, der "berühmteste Sohn der Stadt Mosbach", nach ihm wurde das Realgymnasium 1959 benannt
- Johannes Cisnerus, 1617- 1620 Spitalprediger in Heidelberg
- 1792, 22. April, Wilhelm Stern, † 31. März 1873 in Karlsruhe, Seminardirektor und Freund Pestalozzis
- 1846, 20. März, Augusta Bender, in Schefflenz, † 16. Sept. 1924 in Mosbach, Bauerntochter, Telegrafistin, Lehrerin, (Heimat-)Schriftstellerin, die ihren Lebenstraum vom Weg in die weite Welt mühsam verwirklichte.
- 1848, 18. Mai, Adolf Buchenberger, † 20. Februar 1904 in Karlsruhe, badischer Finanzminister
- 1958, 25. Juli, Karlheinz Förster, Fußballspieler
- 1969, Claudius Eckert, Abt Johannes Eckert von St. Bonifaz und Andechs

Bekannte Einwohner

aktuell


- Fanny Morweiser, Krimiautorin

ehemalige


- Hans Martin Bury, SPD Politiker
- Oskar Saier, früherer Erzbischof der Erzdiözese Freiburg
- Max Güde, Jurist, CDU-Politiker
- 1900, 28. März, Ernst Brüche, in Hamburg, † 8. Februar 1985 in Mosbach (Baden), Physiker und Wegbereiter der Elektronenoptik
- Heinz Lieberich, Rechtshistoriker

Literatur


- Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
- Bender Augusta, Gesammelte Werke. Odenwälder, Buchen. 1996, ISBN 3-929295-21-0.

Weblinks


- [http://www.mosbach.de/ Internetpräsenz der Stadt Mosbach] Kategorie:Ort in Baden-Württemberg Kategorie:Neckar-Odenwald-Kreis

Stadt

Eine Stadt (von althochdt.: stat = Standort, Stelle; etymologisch eins mit Statt, Stätte; vgl. dagegen Staat) ist eine größere, zentralisierte, abgegrenzte Siedlung mit einer eigenen Verwaltungs- und Versorgungsstruktur im Schnittpunkt größerer Verkehrswege. Damit ist fast jede Stadt zugleich ein zentraler Ort. Städte sind - soziologisch gefasst - also vergleichsweise dicht und kopfreich besiedelte, fest umgrenzte Siedlungen (Gemeinden) mit vereinheitlichenden staatsrechtlichen bzw. kommunalrechtlichen Zügen wie zum Beispiel eigener Markthoheit, eigener Regierung, eigenem Kult und sozial stark differenzierter Einwohnerschaft. Das Letztere unterscheidet sie von Lagern (Arbeitslagern, Straflagern, Winterquartieren von Heeren u.ä.), das Erstere z.B. vom Dorf. In Deutschland existieren knapp 14.000 Städte und Gemeinden. Dorf]Dorf]Dorf]

Stadtformen

Stadtgrößen

Je nach Größe, Bedeutung oder Funktion einer Stadt unterscheidet man Landstädte, Kleinstädte, Mittelstädte, Großstädte, Millionenstädte, Weltstädte, Stadtregionen oder Ballungsräume, Trabantenstädte und Satellitenstädte. Während etwa in Dänemark die Untergrenze der Bevölkerungszahl bei einer städtischen Siedlung bei 200 Einwohnern liegt, sind es in Deutschland und Frankreich 2.000 und in Japan 50.000 Einwohner. Hinzu tritt der historische Stadtbegriff, der sich in Europa aus dem mittelalterlichen Stadtrecht herleitet und als wesentliche Merkmale das Marktrecht, das Recht auf Selbstverwaltung, die Freiheit der Stadtbürger, das Recht auf Besteuerung, der Gerichtsbarkeit, die Aufhebung der Leibeigenschaft, das Zollrecht, das Recht zur Einfriedung und Verteidigung sowie das Münzrecht enthielt. Städte, die das Stadtrecht erhalten haben, werden auch als Titularstädte bezeichnet. Auch heute noch ist das Überschreiten der Mindesteinwohnerzahl in den meisten Ländern nicht automatisch mit der Erhebung zur Stadt verbunden, sondern es Bedarf eines ausdrücklichen Beschlusses einer höherrangigen Gebietskörperschaft, in Deutschland und Österreich der des Bundeslandes. In Deutschland unterscheidet man rechtlich kreisfreie Städte, das sind solche, die keinem Landkreis angehören, von kreisangehörigen Städten. Die Stadt, in deren Sitz die Kreisverwaltung (Landratsamt) liegt, wird auch als Kreisstadt bezeichnet. In Nordrhein-Westfalen unterscheidet man bei den kreisangehörigen Städten noch die großen und mittleren kreisangehörigen Städte. In Österreich unterscheidet man zwischen Städten mit eigenem Statut und sonstigen Städten. Eine Stadt mit eigenem Statut ist meist auch Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Umland-Bezirks, der auch in den meisten Fällen so heißt (z.B. Innsbruck Stadt und Innsbruck Land). Heute kann jede Stadt mit mehr als 20.000 Einwohner ein eigenes Statut anfordern In der Schweiz gelten Ortschaften nur dann als Stadt, wenn sie entweder mehr als 10 000 Einwohner haben oder wenn ihnen, was selten ist, im Mittelalter das Stadtrecht verliehen wurde. Eine der kleinsten Städte überhaupt befindet sich in Niederösterreich im Bezirk Hollabrunn an der Grenze zu Tschechien direkt an der Thaya - die Stadt Hardegg. Hardegg hat mit allen eingemeindeten Orten 2001 eine Einwohnerzahl von 1.490, die Stadt selber hat jedoch nur 78 Einwohner. In England unterscheidet man zwischen City und Town. Die Großstadt Stockport ist beispielsweise keine City sondern Town, wohingegen die Stadt Sunderland eine City ist. Der Verwaltungsbezirk Greater London ist keine City, aber innerhalb dieser Gebietskörperschaft gibt es die City of London und die City of Westminster. Ein Ort darf erst dann als City bezeichnet werden, wenn die Königin oder der König diese zu einer solchen ernennt. Die Geschlossenheit der Bebauung oder Besiedlungsdichte gewann international seit den 1990ern Bedeutung, global vor allem die größten Städte (Megacities, Global Cities, Stadtregionen) zu bestimmen, und zwar unabhängig von Verwaltungsgrenzen oder Definitionsproblemen. Städte weisen sowohl historisch als auch regional sehr unterschiedliche Entstehungszusammenhänge und Strukturen auf. So zeigen beispielsweise die gegenwärtigen Großstädte der früh industrialisierten Staaten andere Strukturen und Entwicklungsdynamiken als die sogenannten Megacities der Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Entwicklung von Städten folgt dabei oft bestimmten Modellen.

Stadtnetz, Siedlungsstruktur

Weltweit gesehen bestehen nach Größe und Bedeutung abgestufte Städtenetze oder eine globale Siedlungsstruktur. Letztere meint die Struktur und Beziehungen aller Städte und sonstigen Siedlungen wie Dörfer untereiander, weniger innerhalb die innere Struktur einer Stadt oder sonstigen Siedlung. Zu Stadtnetz und Siedlungsstruktur gibt es beispielsweise die Untersuchung W. Christallers, 1933, die sogenannte [[Zentraler Ort|Zentrale-Orte]{{{

Heilbronn

Heilbronn ist eine kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg. Sie liegt am Fluss Neckar und ist das Oberzentrum der württembergischen Region Heilbronn-Franken innerhalb des Regierungsbezirks Stuttgart und gleichzeitig Sitz des Landkreises Heilbronn, von dem sie vollständig umgeben ist. Die ehemalige Freie Reichsstadt und spätere württembergische Oberamts- beziehungsweise Kreisstadt überschritt mit der Eingliederung der Gemeinde Klingenberg zum 1. Januar 1970 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit zur Großstadt. Mit derzeit ca. 120.000 Einwohnern steht Heilbronn an sechster Stelle unter den Großstädten des Landes. Heilbronn ist bekannt als Stadt des Weins sowie als "Käthchenstadt". Letztere Bezeichnung bekam die Stadt durch das Schauspiel Das Käthchen von Heilbronn des Dichters Heinrich von Kleist (aktuell bekleidet das Amt des "Käthchen von Heilbronn" die 20-jährige Siebenbürgerin Christiane Henrich - Stand: 31. Mai 2004).

Geografie

Geografische Lage

Heilbronn liegt in einer durch den Neckar gebildeten Talerweiterung am Fuße des Wartbergs (308 m), zu beiden Seiten des Neckars auf einer fruchtbaren Terrassenfläche im nördlichen Zipfel des Neckarbeckens. Höchster Punkt des Stadtgebiets ist mit 372 m der Schweinsberg.

Raumplanung

Heilbronn gehört mit dem Umland zum nördlichen Bereich des "Verdichtungsraums Stuttgart" (Umfang siehe unter Stuttgart). Die Stadt ist Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken und damit eines von insgesamt 14 im Rahmen des Landesentwicklungsplans 2002 des Landes Baden-Württemberg ausgewiesenen Oberzentren. Dieses übernimmt für die Städte und Gemeinden Abstatt, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Eberstadt, Ellhofen, Eppingen, Flein, Gemmingen, Güglingen, Ilsfeld, Ittlingen, Kirchardt, Lauffen am Neckar, Lehrensteinsfeld, Leingarten, Löwenstein, Massenbachhausen, Neckarwestheim, Nordheim (Württemberg), Obersulm, Pfaffenhofen an der Zaber, Schwaigern, Siegelsbach, Talheim, Untergruppenbach, Weinsberg, Wüstenrot und Zaberfeld auch die Aufgaben des Mittelbereichs.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Heilbronn. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Heilbronn: Bad Wimpfen, Neckarsulm, Erlenbach, Weinsberg, Lehrensteinsfeld, Untergruppenbach, Flein, Talheim, Lauffen am Neckar, Nordheim, Leingarten, Schwaigern, Massenbachhausen und Bad Rappenau.

Stadtgliederung

Bad Rappenau Das Stadtgebiet von Heilbronn ist in 10 Stadtteile gegliedert. In den Stadtteilen Biberach, Frankenbach, Horkheim, Kirchhausen und Klingenberg, die erst durch die jüngste Gebietsreform nach Heilbronn eingegliedert wurden, bestehen Bezirksbeiräte, da sie entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Heilbronn "Bezirke" im Sinne von § 64 Abs. 1 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg bilden. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann allerdings dem Gemeinderat der Gesamtstadt Heilbronn.
- 001 Innere Stadt
- 002 Äußere Innenstadt
- 003 Böckingen
- 004 Neckargartach
- 005 Sontheim
- 006 Klingenberg
- 007 Frankenbach
- 008 Kirchhausen
- 009 Biberach
- 010 Horkheim

Geschichte

Erste Besiedlung

Die ältesten menschlichen Spuren in und um Heilbronn datieren bis in die Altsteinzeit (30.000 v. Chr.) zurück. Die fruchtbaren Neckarauen des Heilbronner Beckens fördern früh die Besiedlung durch Ackerbauern und Viehzüchter. Das heutige Stadtgebiet enthält auch zahlreiche bronzezeitliche Fundstellen. Später, aber noch in vorchristlicher Zeit gewinnen die Kelten hier Salz aus Sole. Unter dem römischen Kaiser Domitian (81 - 96 n. Chr.) wird im heutigen Stadtteil Böckingen ein römisches Kastell errichtet. Die Römer sind vom Rhein aus ostwärts vorgedrungen, und als Außengrenze des römischen Reichs wird der Neckarlimes mit weiteren Befestigungen in Wimpfen errichtet. In der Umgebung entstehen zahlreiche römische Villen und Gutshöfe. Um 150 n.Chr. wird der Neckarlimes aufgegeben, da die römische Reichsgrenze rund 30 km nach Osten vorgeschoben und dort als Obergermanischer Limes mit Wall und Graben ausgebaut wird. Kastelle in Jagsthausen und Öhringen. Um 260 n. Chr. zerfällt der Limes, und die Alemannen beherrschen das Neckarbecken. Zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert kommt das Gebiet zum Fränkischen Reich und es entsteht die erste Siedlung im Bereich der heutigen Kernstadt.

Erste urkundliche Erwähnung

741 wird Heilbronn als villa Helibrunna sowie eine Michaelsbasilika in einer Schenkungsurkunde des Bistums Würzburg erstmals urkundlich erwähnt. König Ludwig der Deutsche hielt im Jahr 841 hier Hof. Der Name Heilbrunna deutet auf einen unweit der Basilika gelegenen Brunnen hin. Um das Jahr 1050 wird eine bedeutende Ansiedlung von Juden urkundlich erwähnt. Im Hirsauer Codex wird 1146 die Markt- und Münzgerechtigkeit festgehalten, ebenso ist darin die Existenz eines Hafens sowie der Weinbau in Heilbronn nachweisbar.

Deutscher Ritterorden und Stadtrecht

Weinbau 1225 wird Heilbronn als oppidum Heilecbrunnen Teil des Stauferreichs. "Oppidum" bezeichnet eine von Mauern und Gräben befestigte Stadt. Das älteste Stadtsiegel datiert aus dem Jahr 1265. Während des 13. Jahrhunderts erhält auch der Deutsche Ritterorden im Süden von Heilbronn ein großes Gebiet, das erst 1805 säkularisiert werden sollte. Der Orden errichtet darauf ab 1268 den Deutschhof als Hauskommende. Die darin gelegene Deutschordenskirche wurde kontinuierlich ausgebaut (1350 gotische Erweiterung, 1719 Barockisierung, 1977 Weihe zum Deutschordensmünster). 1281 verleiht König Rudolf I. nach dem Untergang der Staufer Heilbronn ein neues Stadtrecht und setzt einen königlichen Vogt als Herrscher ein. Daneben gibt es einen Rath mit einem Schultheißen an der Spitze. Um 1300 wird erstmals ein Rathaus mit Markplatz errichtet und die Kilianskirche auf den Überresten der früheren Michaelsbasilika erweitert. Das Neckarprivileg regelt ab 1333, dass die Stadt den Lauf des Flusses ändern kann, wodurch neue Stauwehre, Hafenanlagen und Mühlen entstehen. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wird die Stadt dadurch zunehmend attraktiv für Handwerker und Kaufleute, deren Einfluss ständig wächst und die Mitbestimmung fordern. 1371 erhält die Stadt eine neue Verfassung durch Kaiser Karl IV. Die Stadt ist damit nur noch dem Kaiser unterstellt und somit Freie Reichsstadt, in dem Rat der Stadt sind nunmehr auch Handwerker und Kaufleute vertreten. Neben der eigentlichen Stadt Heilbronn gehören zum reichsstädtischen Territorium auch die Dörfer Böckingen, Flein, Frankenbach und Neckargartach. Als Freie Reichsstadt sieht sich Heilbronn zu dieser Zeit ständig vom aufstrebenden Haus Wirtemberg bedroht. Ein äußerst enges Verhältnis zum Kaiser sowie ab 1417 ein bis 1622 gültiges Bündnis mit der Kurpfalz festigen die Stellung gegenüber den späteren Württembergern. Die politische Stabilität des 15. Jahrhunderts führt zu einer weiteren Blüte der Stadt. Zahlreiche historische Bauten gehen auf diese Periode zurück, zum Beispiel die abermalige Vergrößerung der Kilianskirche 1455 - 1460.

Zeit der Bauernkriege und Reformation

15. Jahrhundert 1519 wird Götz von Berlichingen für 3 Jahre in Heilbronn in "ritterliche Haft" genommen und verbringt auch eine Nacht im Bollwerkturm. Im selben Jahr tritt erstmals der Böckinger Gastwirt Jäcklein Rohrbach in Erscheinung, der mit Komplizen den Böckinger Schultheiß Jakob von Olnhausen erschießt. Nachdem er sich einige Zeit in Hohenlohe aufgehalten und Gleichgesinnte um sich gesammelt hat, kehrt er im April 1525, inmitten des Bauernkriegs, nach Heilbronn zurück. Am 16. April ermorden die Bauern zahlreiche Adlige in Weinsberg, am 18. April wird das Heilbronner Karmeliterkloster überfallen und geplündert. Der Rat der Stadt öffnet unter dem Druck der Bauern die Stadttore, worauf am kommenden Tag weitere Kirchen und städtische Einrichtungen geplündert werden. Für etwa einen Monat bleibt Heilbronn in der Hand der aufständischen Bauern, die trotz der Intervention des späteren Heilbronner Reformators Johann Lachmann erst nach der Niederlage eines Bauernheers am 12. Mai 1525 in Böblingen aus Heilbronn abziehen. Anführer Rohrbach wird am 21. Mai 1525 in Neckargartach hingerichtet, sein Heimatdorf Böckingen wird zur Strafe teilweise niedergebrannt. 1528 wird in Heilbronn mit der Ablösung des Bürgermeisters durch den Protestanten Hans Riesser die durch den Bauernkrieg zuvor verzögerte Reformation vollzogen. Durch Reformator Lachmann werden in der Folge auch das Schul- und Krankenwesen in Heilbronn neu organisiert. 1529 wird der Kiliansturm fertig gestellt. Er ist das erste bedeutende Bauwerk der Renaissance in Deutschland. 1530 bekennen sich Rat und Bürgerschaft zur Augsburger Konfession. Der auf Johann Lachmann zurückgehende "Heilbronner Katechismus" von 1536 ist der zweitälteste der evangelischen Kirche. 1538 tritt Heilbronn dem Schmalkaldischen Bund bei. Im Jahr 1546 kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Truppen des Schmalkaldischen Bundes und den Truppen Kaiser Karls V., die von den Kaiserlichen gewonnen werden. Der Kaiser hält sich infolgedessen zu Weihnachten 1546 zum Strafgerichtstermin in Heilbronn auf. Karl V. ist es auch, der im Jahr 1552 die Ratsverfassung der Stadt neu regelt, die beinahe unverändert bis 1803 Bestand haben wird.

Dreißigjähriger Krieg

Während des Dreißigjährigen Kriegs leiden die Stadt und ihre Dörfer stark. Nach der Schlacht bei Wimpfen wird 1622 Neckargartach niedergebrannt. 1631 wird Heilbronn von Truppen des Kaisers besetzt, aber noch im selben Jahr gelingt es den Schweden, die Stadt einzunehmen. Von 1634 bis 1647 ist die Stadt wieder in der Hand kaiserlicher Truppen, danach ziehen französische und anschließend kurpfälzische Truppen ein. Erst vier Jahre nach dem Westfälischen Frieden von 1648 ziehen die letzten Besatzungstruppen aus Heilbronn ab, doch bereits in den 1670er Jahren wird die Stadt wieder zum Schauplatz für Aufmärsche von Armeen der Franzosenkriege, bis sie im Jahr 1688 gar von den Franzosen besetzt wird. Die französische Besatzung der Stadt endet zwar binnen weniger Monate, die Franzosen können aber erst durch den Aufmarsch eines großen Heeres 1691 sowie durch den Bau von Verteidigungsanlagen 1693 auch aus dem Umland vertrieben werden.

Übergang zu Württemberg

Im 18. Jahrhundert erlebt das Bürgertum eine Blüte in Heilbronn. In den Stadtarchiven ist überliefert, dass im 18. Jahrhundert fast alle Ratsmitglieder der Stadt über akademische Bildung verfügen. Auch Schiller und Goethe besuchen die Stadt. Es entstehen prachtvolle Bauten (z.B. das Schießhaus) im Rokokostil. Am 9. September 1802 endet die Reichsfreiheit der Stadt Heilbronn mit dem Einmarsch der Truppen des Herzogs von Württemberg. Als Folge der Revolutionskriege hat dieser seine auf dem linken Rheinufer gelegenen Ländereien an Frankreich abtreten müssen, wird aber dafür mit Gebieten rechts des Rheins entschädigt. Heilbronn kommt so 1803 mit anderen Reichsstädten an Württemberg und wird Sitz eines Oberamtes, die 4 reichsstädtischen Dörfer werden selbständige Gemeinden innerhalb des neuen Oberamtes. Im Jahr 1815 ist Heilbronn wieder Aufmarschplatz für große Truppenverbände vor dem Feldzug gegen Napoleon. Auf der Theresienwiese findet eine Parade von 10.000 Mann statt, wobei Kaiser Franz von Österreich und 126 deutsche Fürsten und Generale anwesend sind. Zar Alexander von Russland trifft in Heilbronn die baltische Baronin Juliane von Krüdener, die ihn zur Gründung der "Heiligen Allianz" bewegt.

Industrialisierung

Ab 1820 setzt die Industrialisierung ein, die ab 1848 mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Stuttgart rasch an Aufschwung gewinnt. Im Jahr 1848 hat Heilbronn aber auch vorübergehend unter den Wirren der Revolution zu leiden. Das 8. Württembergische Infanterieregiment läuft zu den Aufständischen über und wird anschließend entwaffnet und strafversetzt. Die Heilbronner Bürgerwehr kämpft im badisch-pfälzischen Freiheitskampf. Die Bahnlinie nach Stuttgart wird über Ulm an den Bodensee fortgeführt und ist bald die wichtigste Bahnlinie im Land. In den 1860er Jahren erfolgt dann der Bau der Bahnlinie von Heilbronn über Bad Wimpfen nach Heidelberg. Ende des 19. Jahrhunderts ist Heilbronn ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und nach Stuttgart die zweitgrößte Industriestadt des Königreichs Württemberg. Im Jahr 1892 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Stromnetz des Elektrizitätswerks in Lauffen. Heilbronn hat damit als erste Stadt der Welt die Fernversorgung mit Strom aufgenommen.

Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg

Unter den Einwohnern Heilbronns um 1900 sind nach fast einem Jahrhundert wirtschaftlichen Aufschwungs und Wachstums der örtlichen Industrie sehr viele Arbeiter. Heilbronn gilt als "rote Hochburg", es entstehen zahlreiche Arbeiter- und Sportvereine. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg erzielt bei der Reichstagswahl in Heilbronn die SPD den höchsten Stimmenanteil und kann diesen in der Zeit der Weimarer Republik auch halten. Hitler ist bei seinem Besuch in der Stadt am 15. Mai 1926 ein nicht von allen gern gesehener Gast, und es kommt zu einem Handgemenge mit mehreren Verletzten wegen eines Mannes, der für Hitler gehalten wird. Hitler selbst kann unbehelligt in der Stadthalle "Harmonie" seine Rede halten. Noch bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 erhält die SPD in Heilbronn mehr Stimmen als die NSDAP. NSDAP-Kreisleiter in Heilbronn ist seit 1932 Richard Drauz, Sohn einer angesehenen Heilbronner Familie, der ab 1933 auch dem Reichstag angehört, und der energisch die Gleichschaltung der Heilbronner Vereine und der Presse vorantreibt. Am 28. Juli 1935 wird der Kanalhafen am Neckar eröffnet und ein Jahr später die Autobahn nach Stuttgart fertig gestellt. Wirtschaft und Verkehr in Württemberg florieren und Heilbronn liegt im Schnittpunkt der neuesten und schnellsten Verkehrsachsen. Nach Auflösung bzw. Umbenennung der württembergischen Oberämter 1938 wird Heilbronn Sitz des neuen Landkreises Heilbronn. Die Stadt scheidet 1938 aus dem Landkreis Heilbronn aus und wird kreisfrei. Die Stadtteile Böckingen, Sontheim und Neckargartach werden zum 1. Oktober 1938 eingemeindet. Mit 72.000 Einwohnern ist Heilbronn somit nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt in Württemberg. Der Kanalhafen wird wichtiger Umschlagplatz am Neckar und zählt zu den zehn größten deutschen Binnenhäfen. Am 10. November 1938 wird die Heilbronner Synagoge zerstört. Im Laufe des Jahres 1939 ist die jüdische Gemeinde in Heilbronn praktisch ausgelöscht. Ab 1942 werden in den Salzbergwerken in und um Heilbronn Kunstschätze aus Deutschland, Frankreich und Italien eingelagert. Ebenso werden rüstungswichtige Betriebe in die Bergwerksstollen verlagert. Der Ausbau der Stollen wird durch Kommandos der Konzentrationslager-Außenstellen in Kochendorf und Neckargartach übernommen. Von Heilbronn bis Neckarelz entsteht so eine Vielzahl teilweise gigantischer unterirdischer Anlagen. Das Arbeitsamt Heilbronn meldet in seinem Bezirk zum 20. November 1942 knapp 8000 Zwangsarbeiter. Neckarelz Am 10. September 1944 erfolgt ein Bombenangriff eines US-Kampfgeschwaders mit rund 100 Flugzeugen mit dem Ziel des Böckinger Rangierbahnhofs. Dabei sterben 281 Böckinger durch 406 abgeworfene 500-Pfund-Streubomben, 736 250-Pfund-Streubomben und 26 400 Vier-Pfund-Stabbrandbomben. Der Bombenteppich reicht von Böckingen über das Heilbronner Südviertel bis zur Heilbronner Kilianskirche in der Heilbronner Stadtmitte, die ebenfalls brennt. Zur Katastrophe für Heilbronn wird der Bombenangriff am 4. Dezember 1944. Dabei wird die Innenstadt durch 282 Lancaster-Bomber des britischen 5. Bomberkommandos der Royal Air Force (RAF) völlig zerstört und die umliegenden Stadtteile erheblich beschädigt. Innerhalb einer halben Stunde sterben über 6500 Menschen, von denen über 5000 in Massengräbern im stadtnahen Köpfertal, dem heutigen Ehrenfriedhof, beigesetzt werden. Alljährlich wird bis heute an diesem Tag den Opfern dort in einer Trauerstunde gedacht. Insgesamt schrumpft die Bevölkerung während des Krieges auf 46.350 Einwohner. Nach zehntägigem Kampf um die strategisch wichtige Überquerung des Neckars mit den von Westen vorrückenden Alliierten endet der Zweite Weltkrieg für die zerstörte Stadt am 12. April 1945 mit der Besetzung durch US-Truppen. Kreisleiter Drauz hält auf seiner Flucht zahlreiche Standgerichte und wird, weil er im März 1945 amerikanische Soldaten, die sich bereits ergeben hatten, erschossen hat, am 4. Dezember 1946 in Landsberg gehängt.

Gegenwart

Nach Kriegsende wird Emil Beutinger, der bis 1933 Bürgermeister gewesen war, wieder in sein Amt eingeführt und beginnt sofort mit dem Wiederaufbau, den seine Nachfolger Paul Metz und Paul Meyle fortführen. 1953 kann das wiederaufgebaute historische Rathaus eingeweiht werden, 1958 die städtische Festhalle "Harmonie". Ab 1951 sind US-Truppen fest in Heilbronn stationiert. Diese nutzen bestehende Kasernen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und errichten auch eigene Anlagen. Die Einweihung der Autobahn von Heilbronn nach Mannheim im Jahr 1968 setzt wichtige wirtschaftliche Akzente für Heilbronn. Die Autobahn nach Würzburg folgt 1974, nach Nürnberg 1979. Heilbronn wird zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Südwestdeutschland, zahlreiche Großbetriebe siedeln sich entlang der neuen Verkehrsadern an. Durch die Eingemeindung von Klingenberg am 1. Januar 1970 hat Heilbronn über 100.000 Einwohner und wird damit Großstadt. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 bleibt Heilbronn selbst kreisfrei und auch Sitz des nunmehr vergrößerten Landkreises Heilbronn. Es wird ferner Sitz der neu gebildeten "Region Franken" (heute Region Heilbronn-Franken). In den 1970er Jahren erfolgt auch die Umgestaltung der Innenstadt zur Fußgängerzone. Die Einweihung des Stadttheaters im Jahr 1982 schließt eine der größten durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen städtebaulichen Lücken in der Innenstadt. Bekanntheit erlangt Heilbronn durch das Raketenunglück auf der Waldheide am 11. Januar 1985. Ab 1998 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Nahverkehrs-Netz der Stadtbahn nach Karlsruhe. Hierfür wird die Innenstadt abermals großflächig umgestaltet. Heilbronn wird beim europäischen Wettbewerb "Entente Florale 2000" für Städte und Dörfer am Freitag, 9. September 2000 in Broughshane, Nordirland mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. In den Jahren 2005 und 2006 wird Heilbronn erste UNICEF-Kinderstadt Deutschlands.

Religionen

UNICEF UNICEF Der Neckarraum wurde während der Besiedlung durch die Franken unter Chlodwig um das Jahr 500 christlich. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung des Stadtnamens wird im Jahr 741 auch eine christliche Michaelsbasilika (heute: Kilianskirche) erstmals in Heilbronn erwähnt. Der Deutsche Ritterorden errichtet ab dem 13. Jahrhundert eine Ordenskirche in Heilbronn. Beide Kirchen werden kontinuierlich ausgebaut, und es folgen weitere Kirchen- und Klosterbauten auf dem heutigen Stadtgebiet. Um das Jahr 1050 wird urkundlich auch eine bedeutende Judensiedlung in der Judengasse (heute: Lohtorstraße) genannt. Im Jahr 1298 werden beim so genannten Rintfleisch-Pogrom 143 Juden ermordet. Um 1350 kommt es im Zuge der Pest-Epidemie in Europa erneut zu Ausschreitungen gegen die Heilbronner Juden. Das Stadtrecht von 1361 gemahnt den Stadtrat, Juden in der Stadt aufzunehmen. Bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts herrscht in Heilbronn jedoch wieder Missgunst gegen Juden, die ab 1490 mit Zustimmung Kaiser Friedrichs III. aus der Stadt gewiesen werden. Heilbronn gehörte zum Bistum Würzburg, die reichsstädtischen Dörfer Böckingen, Neckargartach und Frankenbach zum Bistum Worms. Ab 1514 war der gebürtige Heilbronner Johann Lachmann Pfarrverweser in St. Kilian. 1521 wurde er Prediger, ab 1524 vertrat er Luthers Thesen und führte fortan die Reformation in Heilbronn gegen den Widerstand der Bistümer durch. Nachdem 1528 in Heilbronn die Reformation abgeschlossen war, blieb die Reichsstadt über Jahrhunderte eine evangelische Stadt. Der Rat und die Bürgerschaft bekannten sich geschlossen zur Augsburger Konfession. Katholiken waren unerwünscht, Juden war es verboten, sich in Heilbronn niederzulassen. Heilbronn beteiligte sich am 19. April 1529 auch an der Protestation zu Speyer, woher sich die Begriffe Protestanten und Protestantismus herleiten. Mit dem Zeitalter der Aufklärung zog Glaubensfreiheit in Heilbronn ein. Seit 1803 durften sich Juden wieder in Heilbronn ansiedeln und ab dem frühen 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken in die Stadt. Juden wurden in den 1860er Jahren rechtlich anderen Bürgern gleichgestellt. Nach dem Übergang an Württemberg 1803 wurde die Stadt Sitz eines Dekanats und einer Prälatur ("Sprengel" Heilbronn mit einem "Regionalbischof") der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Protestanten stellen bis heute die Bevölkerungsmehrheit. Die katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Heilbronn der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Um das Jahr 1920 bildeten sich in Heilbronn erste Gruppen der "Ernsten Bibelforscher" (heute: Zeugen Jehovas). Die relativ kleine Gemeinde wird während des Nationalsozialismus angefeindet, zahlreiche Gemeindemitglieder sterben in Konzentrationslagern. Die etwa 350 Personen umfassende jüdische Gemeinde muss im November 1938 mit ansehen, wie ihre prachtvolle Heilbronner Synagoge in Flammen aufgeht. Im Zuge der anschließenden Judenverfolgung wird die jüdische Gemeinde praktisch ausgerottet. Die Zeugen Jehovas errichten 1953 in Heilbronn wieder einen Versammlungssaal, dem zahlreiche weitere Säle bis in die Gegenwart folgen. Durch die starke Ansiedlung von Gastarbeitern und Übersiedlern aus islamischen oder russisch-orthodoxen Ländern stellen solche Glaubensrichtungen seit den 1970er Jahren einen wachsenden Bevölkerungsanteil. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind seit den 1990er Jahren zahlreiche islamische Moscheen entstanden.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Heilbronn eingegliedert wurden:

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. 1870 ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

1870

Gemeinderat

Die Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergaben folgende Zusammensetzung des Gemeinderates:

Stadtoberhaupt

An der Spitze der Stadt Heilbronn stand zunächst der königliche Vogt und der Schultheiß. Später standen der Stadt zwei Bürgermeister vor. In württembergischer Zeit wurde vom König ein Bürgermeister eingesetzt, später erhielt dieser den Titel Oberbürgermeister.

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Heilbronn zeigt in Gold den rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Reichsadler, belegt mit einem von Rot, Silber und Blau geteilten Brustschild. Die Stadtflagge ist Rot-Weiß-Blau. Der Adler ist das Symbol der Reichsfreiheit, welche die Stadt Heilbronn bis 1803 genoss, bevor sie zum Herzogtum beziehungsweise Königreich Württemberg kam. Zur Unterscheidung von anderen Adlerdarstellungen tauchte seit 1556 der Brustschild auf. Die Herkunft der Farben des Schildes konnte allerdings bis heute nicht geklärt werden. 1556, 1581 und 1681 kamen sie auch in der Reihenfolge Blau-Weiß-Rot vor. Auch die sonstige Farbgebung des Wappens war teilweise anders (Weiß statt goldener Hintergrund). Beachtlich ist, daß Heilbronn drei Farben in der Flagge führt. Kommunen haben sonst nur das Recht zum Führen von zwei Farben. Die Stadt ist jedoch (gemäß Kommentar zur GemO: Erläuterung zu § 6, I. Wappen und Flaggen, Abs.3) zur Führung ihrer historisch überlieferten Flagge berechtigt.

Städtepartnerschaften

Heilbronn unterhält zu sechs Städten in fünf Ländern eine Städtepartnerschaft beziehungsweise -freundschaft:

Abgeordnete aus Heilbronn

Die Stadt Heilbronn bildet für die Wahlen zum Deutschen Bundestag zusammen mit nördlichen Gemeinden bzw. Städten des Landkreises den Wahlkreis 268 „Heilbronn“. Mit Direktmandat wurde bei den Wahlen 1998, 2002 und 2005 der Kandidat der CDU, Thomas Strobl gewählt. Die 2005 unterlegenen Mitbewerber der SPD (Josip Juratovic) und der FDP (Michael Link) wurden über die Landsliste Mitglieder des Bundestags. Der SPD-Mitbewerber Harald Friese zog bei den Wahlen 2002 über die Landesliste in den Bundestag ein. Für die Wahlen zum Landtag von Baden-Württemberg bildet die Stadt Heilbronn den eigenständigen Wahlkreis 18 (ab der Wahl 2006 zusammen mit Erlenbach). Dabei wird die Stadt seit 1996 durch Johanna Lichy (CDU) vertreten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Heilbronn liegt heute in der Nähe der Mundart-Grenze zwischen dem schwäbisch-alemannischen und dem fränkischen Dialekt.

Theater


- [http://www.theater-heilbronn.de/ Stadttheater Heilbronn], erbaut 1982, wechselnde Darbietungen
- Theaterschiff Heilbronn, wechselnde Darbietungen

Museen


- Naturhistorisches Museum
- Neckarschifffahrtsmuseum (auf unbestimmte Zeit geschlossen)
- Städtische Galerie Deutschhof
- Archäologie-Museum
- Kleist-Archiv Sembdner
- Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn

Musik


- [http://www.wko-heilbronn.de/ Württembergisches Kammerorchester e.V. Heilbronn] - Das 1961 von Jörg Faerber gegründete Orchester spielt hauptsächlich Musik des Barock und der Klassik.

Bauwerke


- Alter Handkran
- Bollwerksturm
- Deutschhof
- Dampfkraftwerk
- Festhalle "Harmonie"
- Gerichts- und Fleischhaus
- Götzenturm
- Hafenmarktturm
- Haus Zehender am Marktplatz
- [http://www.kleist.org/kaet/kaethchenhaus/index.htm Käthchenhaus] am Marktplatz
- Kirchen:
  - Kilianskirche (evang.) - Wahrzeichen der Stadt mit Hochaltar von Hans Seyfer, 1498 vollendet
  - Deutschordensmünster St.-Peter-und-Paul (kath.)
  - Nikolaikirche (evang.)
- Rathaus mit historischer astronomischer Uhr
- Schießhaus
- Trappenseeschlößchen
- Weinvilla Bild:DtOrdensMünsterAussen HN.JPG|Deutschordensmünster St.-Peter-und-Paul Bild:KiliansKirche Altar HN.JPG|Seyfer-Altar in der Kilianskirche Bild:Käthchenhaus HN.jpg|Käthchenhaus (links) Bild:NikolaiKirche HN.JPG|Nikolaikirche Bild:Heilbronn Rathausuhr 20050828.jpg|astronomische Uhr am Rathaus Bild:Heilbronn_Handkran_20050828.jpg|alter Handkran am Wilhelmskanal

Sonstige Sehenswürdigkeiten


- Alter Friedhof (angelegt 1530, Park seit 1882)
- Aussichtsturm auf dem Wartberg
- Ehrenfriedhof für die Opfer des Fliegerangriffs am 4. Dezember 1944
- Fleinertorbrunnen
- Robert-Mayer-Denkmal auf dem Marktplatz
- Bismarck-Denkmal
- Siebenröhrenbrunnen

Natur

Heilbronn liegt direkt am Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Berühmt ist die ausgedehnte Weinberglandschaft.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Februar: Pferdemarkt
- Mai: Trollinger Marathon
- Juli: Gaffenberg Festival
- Juli/August: Unterländer Volksfest
- September: "Heilbronner Weindorf"
- Oktober: Hafenmarkt
- November/Dezember: Weihnachtsmarkt um die Kilianskirche
- im 4-Jahres-Turnus: "Neckarfest"

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straße

Dank des nordöstlich gelegenen Weinsberger Kreuzes, dem Schnittpunkt der Bundesautobahnen A 81 WürzburgGottmadingen und A 6 SaarbrückenWaidhaus, ist Heilbronn gut zu erreichen. Durch die Stadt selbst führen die Bundesstraßen B 27 BlankenburgSchaffhausen, die B 39 Frankenstein (Pfalz)Mainhardt und die B 293 Karlsruhe–Heilbronn.

Eisenbahn

Auch wenn Heilbronn als eine von wenigen deutschen Großstädten nicht durch das Fernzugnetz der Deutschen Bahn AG bedient wird, ist die Stadt ein Bahnknotenpunkt: Die Frankenbahn verbindet Stuttgart mit Würzburg, die Neckar- und Elsenztalbahnen führen von Heilbronn nach Heidelberg und Mannheim, Schwäbisch Hall wird über Öhringen mit der Hohenlohebahn erreicht. Von Karlsruhe kommend verkehren Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft auf der Kraichgaubahn. Die Linie S 4 führt derzeit von Karlsruhe kommend über den Hauptbahnhof durch die Heilbronner Innenstadt und sollte ursprünglich bis 2003 bis nach Öhringen verlängert werden. Aufgrund von massiven Verzögerungen beim Neubau der Strecke durch das Heilbronner Stadtgebiet und bei der Sanierung und Elektrifizierung der bestehenden Strecke von Heilbronn nach Öhringen ist die offizielle Eröffnung für den Dezember 2005 geplant. Für die Zukunft sind außerdem weitere Stadtbahnlinien nach Neckarsulm, Lauffen am Neckar und Zaberfeld geplant.

Personennahverkehr

Die ursprüngliche Straßenbahn der Stadt, die sog. Spatzenschaukel, wurde bereits zum 1. April 1955 stillgelegt, bis 1960 verfügte Heilbronn über einen Oberleitungsbus("Obus")-Betrieb. Neben den nach dem Karlsruher Modell in der Innenstadt verkehrenden Stadtbahnen (s.o.) wird der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet durch Busse der Stadtwerke Heilbronn (Verkehrsbetriebe) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen bedient. Die Stadt gehört dem Heilbronner Verkehrsverbund an.

Schifffahrt

Der Kanalhafen am Neckar ist einer der größten deutschen Binnenhäfen.

Ortsansässige Unternehmen

Heilbronn ist Standort verschiedener Industrien. Eine der bekanntesten Heilbronner Firmen war der Lebensmittel verarbeitende Betrieb Knorr AG, heute nach mehrmaligem Verkauf eine Marke des internationalen Konzerns Unilever. Unilever betreibt in Heilbronn nach wie vor Produktion und Forschung für die Marke Knorr. Die milchverarbeitende Firma Campina GmbH & Co. KG (ehemals Südmilch), eine Tochter der niederländischen Firma Campina Melkunie, hat ebenfalls ihren Sitz in Heilbronn. Zum Jahreswechsel 2004/2005 feiert die Firma KACO ihr 90-jähriges Firmenjubiläum. Der weltweit aktive Hersteller von Spezial-Dichtungen, der inzwischen zur brasilianischen Sabó-Gruppe gehört, hat seinen Hauptsitz nach wie vor in Heilbronn. 1929 übernahm die Firma Fiat das Heilbronner Automobilwerk der Firma NSU. Bis 1973 wurden dort Fiat-Fahrzeuge für den deutschen Markt produziert, seitdem ist Fiat Deutschland eine reine Vertriebsgesellschaft. Firmensitz ist Heilbronn, allerdings wurde die Firmenzentrale 1996 nach Frankfurt am Main verlegt. Außerdem sind in Heilbronn weitere Unternehmen des Konzerns wie die Fiat Bank GmbH ansässig. Seit 9. Dezember 1997 ist Heilbronn auch Sitz des Briefzentrums 74 der Deutschen Post AG.

Bergbau

Südlich des Dampfkraftwerks befindet sich ein Förderturm der Südwestsalz AG. Die Südwestsalz AG betreibt in Heilbronn ein Salzbergwerk, das mit einem seit 1994 stillgelegten weiteren Salzbergwerk in Bad Friedrichshall durch einen Stollen miteinander verbunden ist. Für das Heilbronner Bergwerk, wo der Salzabbau im Laufe der Zeit weit nach Westen fortgeschritten ist, wurde 2004 ein neuer Schacht im Westen Heilbronns fertiggestellt – vermutlich der letzte Bergwerksschacht, der in Deutschland überhaupt fertiggestellt wurde. Salzbergwerk

Dampfkraftwerk

Im Industriegebiet von Heilbronn betreibt die EnBW AG ein großes mit Steinkohle befeuertes Kraftwerk mit mehreren Blöcken. Es ist durch seine beiden 250 Meter hohen Kamine und seinen 140 Meter hohen Kühlturm weithin sichtbar. In einem stillgelegten Block des Kraftwerks befindet sich seit 1998 das Veranstaltungszentrum "Block -E".

Medien

Heilbronn ist Sitz eines Studios des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm Frankenradio bei SWR4 Baden-Württemberg ausgestrahlt. Als Tageszeitung erscheint in Heilbronn die Heilbronner Stimme. Wöchentlich wird kostenlos das Anzeigenblatt Neckar Express verteilt. Außerdem gibt es die monatlichen Stadtmagazine Freizeit Journal und Moritz.

Öffentliche Einrichtungen

Heilbronn ist Sitz folgender Behörden und Einrichtungen:
- Handwerkskammer Heilbronn K.d.ö.R. http://www.hwk-heilbronn.de - Kammerbezirk ist die Region Heilbronn-Franken
- IHK Heilbronn-Franken K.d.ö.R. http://www.ihk-heilbronn.de - Kammerbezirk ist die Region Heilbronn-Franken
- Landratsamt Heilbronn http://www.landkreis-heilbronn.de
- Regionalverband Heilbronn-Franken Heilbronn verfügt über ein Amtsgericht und ein Landgericht, die beide zum OLG-Bezirk Stuttgart gehören. Ferner gibt es das Arbeitsgericht Heilbronn und das Sozialgericht Heilbronn, dessen Gerichtsbezirk umfasst den Stadtkreis Heilbronn, die Landkreise Heilbronn, Ludwigsburg und Schwäbisch Hall sowie den Hohenlohekreis und den Main-Tauber-Kreis.

Bildung

Hochschule Heilbronn; gegründet 1962 als Staatliche Ingenieurschule, seit 1972 Fachhochschule Heilbronn und seit 1988 mit zusätzlichem Standort Künzelsau. Seit 1. September 2005 Hochschule Heilbronn. Steinbeis Business School Heilbronn (geplant ab Frühjahr 2005) im Neckarturm An allgemeinbildenden Schulen gibt es in Heilbronn 5 Gymnasien (Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, Justinus-Kerner-Gymnasium, Mönchsee-Gymnasium, Robert-Mayer-Gymnasium und Theodor-Heuss-Gymnasium), 4 Realschulen (Dammrealschule, Helene-Lange-Realschule, Heinrich-von-Kleist-Realschule Böckingen und Mörike-Realschule) und 6 Sonderschulen (Wilhelm-Hofmann-Förderschule, Pestalozzi-Förderschule, Paul-Meyle-Schule für Geistig- und Körperbehinderte, Gebrüder-Grimm-Schule für Sprachbehinderte und Hermann-Herzog-Schule für Sehbehinderte; Träger der letztgenannten ist der Landkreis Heilbronn) sowie Lindenparkschule Staatliche Schule für Hörgeschädigte und Sprachbehinderte mit Internat und Beratungszentrum- Träger ist das Land Baden-Württemberg. An Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen (teilweise mit Werkrealschule) bestehen: Grundschulen: Damm-Grundschule, Deutschorden-Grundschule Kirchhausen, Grundschule Horkheim, Grundschule Klingenberg, Grünewaldschule Grundschule Böckingen, Reinöhlschule Grundschule Böckingen, Silcherschule Grundschule und Uhlandschule Grundschule Sontheim Grund- und Hauptschulen: Albrecht-Dürer-Schule Neckargartach, Elly-Heuss-Knapp-Schule Böckingen, Fritz-Ulrich-Schule Böckingen, Gerhart-Hauptmann-Schule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Biberach, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Frankenbach, Ludwig-Pfau-Schule, Rosenauschule, Staufenbergschule Sontheim, Wartbergschule und Wilhelm-Hauff-Schule. Berufliche Schulen in Trägerschaft der Stadt Heilbronn sind die Gustav-von-Schmoller-Schule - Kaufmännische Schule sowie das Technische Schulzentrum Heilbronn, bestehend aus der Johann-Jakob-Widmann-Schule und der Wilhelm-Maybach-Schule. Der Landkreis Heilbronn ist Träger der Andreas-Schneider-Schule - Kaufmännische Schule und der Christiane-Herzog-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule. Seit Herbst 2005 gibt es eine weitere Berufliche Schule, die Peter-Bruckmann-Schule (Abt.: Gesundheit, Plege, Nahrung und Hauswirtschaft). Folgende private Schulen runden das schulische Angebot in Heilbronn ab:
- Abendrealschule Heilbronn e.V.
- Alice-Salomon-Schule für Erziehungshilfe (Träger ist der Kleingartacher e.V.)
- Berufskolleg für Grafik Heilbronn
- Evangelische Heimstiftung e.V. Stuttgart - Altenpflegeschule Heilbronn
- Freie Waldorfschule Heilbronn (Träger ist der Waldorfschulverein Unterland e.V.)
- Internationaler Bund e. V. Bildungszentrum Heilbronn
- Katholische Freie Schule Heilbronn (Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium, Träger ist die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart)
- Kolping-Bildungszentrum Heilbronn - Berufskolleg für Grafik-Design, Kolping-Abendgymnasium und Kolping-Akademie für Betriebswirtschaft
- Akademie für Kommunikation in der Innovationsfabrik mit den Berufskollegs für Grafik - Design, Mode und Design und Technik und Medien

Persönlichkeiten

Das Ehrenbürgerrecht in Heilbronn wurde durch das "Württembergische Gesetz betreffend die Gemeindeangehörigkeit vom 16. Juni 1885" eingeführt und von späteren ähnlichen Gesetzen fortgeführt. Vor 1885 gab es in Heilbronn den Begriff des "ehrenhalber verliehenen Bürgerrechts". Eine Übersicht über die Ehrenbürger der Stadt Heilbronn und der frühreren Gemeinden findet sich in der Liste der Heilbronner Persönlichkeiten. Eine Übersicht über bedeutende Personen, die in Heilbronn geboren sind, findet sich ebenfalls in der Liste der Heilbronner Persönlichkeiten.

Literatur


- Christhard Schrenk, Hubert Weckbach, Susanne Schlösser: Von Helibrunna nach Heilbronn: eine Stadtgeschichte. Theiss, Stuttgart 1998 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn; 36), ISBN 3-8062-1333-X
- Chronik der Stadt Heilbronn. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1895–2004, bislang erschienen sind die Bände I – VII (741 bis 1957) und X (1970 bis 1974)
- Erich Keyser (Hrsg.): Württembergisches Städtebuch. In: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Kohlhammer, Stuttgart 1962, Bd. 4,2
- Julius Fekete: Kunst- und Kulturdenkmale im Stadt- und Landkreis Heilbronn Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1662-2
- Uwe Jacobi: Die vermissten Ratsprotokolle. Heilbronner Stimme, Heilbronn 1992, ISBN 3-9219-2309-3
- Uwe Jacobi: Heilbronn 4. Dezember 1944. Protokoll einer Katastrophe. Heilbronner Stimme, Heilbronn 2004, ISBN 3-9219-2312-3

Weblinks


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- [http://www.das-kaethchen-von-heilbronn.de/ Ausführliche Informationen zum Käthchen von Heilbronn beim Kleist-Archiv Sembdner]
Kategorie:Heilbronn Kategorie:Ort in Baden-Württemberg Kategorie:Reichsstadt ja:ハイルブロン

Heidelberg

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Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Der Artikel wurde wegen des Überarbeiten-Bausteins auf die QS-Seiten gestellt. Diskussionen über den Überarbeitungsstand des Artikels sollten auf der entsprechenden QS-Seite zwecks gemeinschaftlicher Überarbeitung geführt werden. Gruß -- Tolanor (Diskussion) Mach mit! 00:32, 26. Nov 2005 (CET) ---- Heidelberg mit dem kurfürstlichen Schloss am Fluss Neckar ist eine Stadt beziehungsweise ein Stadtkreis (kreisfreie Stadt) im nordwestlichen Baden-Württemberg. Sie ist dessen fünftgrößte Stadt (nach Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe und Freiburg im Breisgau). Heidelberg ist Sitz des Rhein-Neckar-Kreis und liegt in der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck. Als Touristikziel bewirbt sie sich für das Gesamtbild von Altstadt und Schloss um den Eintrag ins Weltkulturerbe durch die Unesco. Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Stadt findet sich im Portal:Heidelberg. Die Geschichte Heidelbergs wird hier dargestellt.

Geographie

Geschichte Heidelbergs Heidelberg liegt zum Teil in der Oberrheinischen Tiefebene überwiegend am linken Ufer des unteren Neckar, vor dessen Ausfluss aus dem Odenwald in einer länglich, flussaufwärts sich zuspitzenden Talsohle, umgrenzt vom Königstuhl (568 m) und Gaisberg (375 m). Der Neckar fliesst hier von Ost nach West. Am rechten Neckarufer erhebt sich der Heiligenberg (445 m). Der Neckar mündet etwa 22 km nordwestlich, gemessen vom Ende der Talsohle, in den Rhein. Die im 20 Jahrhundert eingemeindeten Orte reichen über das Neckartal in die Bergstraße hinein, die von Wiesloch im Süden über Heidelberg bis nach Darmstadt in Hessen führt.

Flora und Fauna

Da Heidelberg in einer der wärmsten Regionen Deutschlands liegt, gedeihen hier für mitteleuropäische Verhältnisse einige Besonderheiten, wie etwa Mandel- und Feigenbäume, oder auch ein Ölbaum im Freiland (Gaisbergstraße). Der Balkon der Stadt mit vielen exotischen Gewächsen ist der Philosophenweg gegenüber der Altstadt. Dort wurde 2000 auch wieder erfolgreich mit dem Weinanbau begonnen. Außerden gibt es in Heidelberg eine der vitalsten freilebenden Populationen des Halsbandsittichs am Römerkreis sowie eine einzigartige freilebende Population der bestandgefährdeten Schwanengans, die man vor allem auf der Neckarinsel vor Bergheim und auf den Neckarwiesen antreffen kann. Heidelberg liegt im Verlaufe des Europäischen Fernwanderweges (Mittelschweden - Silkeborg Umbrien).

Verwaltungsstrukturen, Region

Heidelberg ist Sitz des Landratsamtes des Rhein-Neckar-Kreis innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald. Sie selbst ist eine kreisfreie Stadt innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe. Heidelberg gehört zum Verdichtungsraum Rhein-Neckar, der neben Teilen von Süd-Hessen und der Vorderpfalz in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und südlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst und bildet mit einer großen Anzahl von weiteren Kommunen den als Rhein-Neckar-Dreieck bekannten Wirtschaftsraum. 2005 wurde das Rhein-Neckar-Dreieck europäische Metropolregion. Innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald bildet Heidelberg neben Mannheim ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Heidelberg übernimmt für die umliegenden Gemeinden Bammental, Dossenheim, Eppelheim, Gaiberg, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach, Leimen, Neckargemünd, Nußloch, Sandhausen, Schönau, Schriesheim, Wiesenbach und Wilhelmsfeld auch die Funktion eines Mittelbereichs im Rahmen der Verwaltungsstrukturen des Landes.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen direkt an die Stadt Heidelberg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend nördlich vom Neckar, genannt und gehören fast alle zum Rhein-Neckar-Kreis: Dossenheim, Schriesheim, Wilhelmsfeld, Schönau, Neckargemünd, Bammental, Gaiberg, Leimen, Sandhausen, Oftersheim, Plankstadt, Eppelheim, Mannheim(kreisfreie Stadt) und Edingen-Neckarhausen.

Stadtgliederung

Edingen-Neckarhausen Die Stadt Heidelberg ist in die nachfolgenden 14 Stadtteile gegliedert, die meist einen eigenen Bezirksbeirat haben, der zu wichtigen den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören ist. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme liegt jedoch beim Gemeinderat der Gesamtstadt Heidelberg. Nördlich des Neckars:
- Neuenheim mit
  - Im Neuenheimer Feld (neuer Campus der Ruprecht-Karls-Universität)
- Handschuhsheim
- Ziegelhausen mit
  - Peterstal Südlich des Neckars:
- Altstadt mit
  - Vorstadt
  - Molkenkur
  - Kohlhof
  - Speyerer Hof
- Bergheim
- Weststadt
- Südstadt mit
  - Mark-Twain-Village
- Boxberg
- Emmertsgrund
- Rohrbach mit
  - Hasenleiser
  - Bierhelder Hof
- Bahnstadt (neu - in Gründung)
- Pfaffengrund
- Kirchheim mit
  - Kirchheimer Hof
  - Patrick-Henry-Village (Siedlung der US-Army, 1947)
  - Pleikartsförster Hof
  - Neurott Neckaraufwärts im Osten:
- Schlierbach Neckarabwärts im Westen:
- Wieblingen mit
  - Grenzhof
  - Ochsenkopf Zu einigen Stadtteilen gehören noch weitere, kleine, separat gelegene Wohnplätze, Gehöfte. Entlang dem Neckar gibt es Richtung Neckargemünd zwei Campingplätze.

Eingemeindungen

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Heidelberg überschritt im Zweiten Weltkrieg die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Sie ist übrigens eine Stadt mit internationaler Bevölkerung - davon eine der größten US-amerikanischen Gemeinden außerhalb Nordamerikas, die allerdings in der Heidelberger Einwohnerstatistik nicht geführt wird. Im Juni 2004 zählte Heidelberg (ohne Angehörige der US-Armee und deren Angehörige) 142.666 Einwohner. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. 1870 ¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

In Heidelberg wurde schon sehr früh die Reformation eingeführt. Anfangs war die Bevölkerung eher Martin Luther zugetan, doch führte Kurfürst Ottheinrich 1556 das reformierte Bekenntnis nach Johannes Calvin ein. (1563Heidelberger Katechismus“. Über lange Zeit war Heidelberg somit eine protestantische Stadt. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt zum Teil rekatholisiert, doch blieb das reformierte beziehungsweise lutherische Bekenntnis vorherrschend. Die Fürstenfamilie siedelte zu diesem Zweck (Gegenreformation) Jesuiten an. Die Hauptkirche (Heilig Geist) wurde durch eine Mauer zwischen den Konfessionen bis 1930 geteilt. Allmählich machte die katholische Bevölkerung jedoch fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus. 1821 wurde im Großherzogtum Baden die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt. Heute gehören die protestantischen Gemeinden, sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören, zum Dekanat Heidelberg innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden. Die römisch-katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Heidelberg der Erzdiözese Freiburg. Gegen die jüdischen Bewohner der Stadt kam es schon vor der Zeit des Nationalsozialismus gelegentlich, z.B. 1819 zu Ausschreitungen. Mit dem Bergfriedhof wurde auch ein neuer jüdischer Friedhof angelegt, der auch den Nationalsozialismus überstanden hat. 1939 wurden die Synagogen und viele Privathäuser zerstört. Im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion, in der über 6000 Juden aus Baden und der Saarpfalz nach Frankreich deportiert wurden, wurden am 22. Oktober 1940 auch 282 Heidelberger Juden in das Internierungslager Gurs verschleppt. Die meisten deportierten Heidelberger wurden danach in Auschwitz ermordet. Seit 1990 gibt es wieder eine Synagoge in der Stadt (einer liberalen Reformgemeinde). Neben der Universität und mit ihr verbunden, gibt es eine Jüdische Hochschule. Sie forscht über die Lebensituation jüdisch gläubiger Einwohner im Europa der Neuzeit und bildet Rabbiner aus. Neben diesen Bekenntnissen gibt es eine Vielzahl weiterer Glaubensgemeinschaften bzw. ethisch orientierter Organisationen, z. B. Alt-Katholiken, Baptisten, Brüdergemeinde, Freimaurer-Logen, Mormonen, Muslimen, Neuapostolische Kirche. Deren Gemeinschaften bringen wichtige Impulse in die Stadt ein.

Politik

Rabbiner

Stadtoberhäupter und Gemeinderat

An der Spitze der Stadtverwaltung in Heidelberg stand als herrschaftlicher Beamter über lange Zeit der Stadtschultheiß, der seit 1717 den Titel Stadtdirektor trug. Nach dem Übergang an Baden trug das Stadtoberhaupt zunächst den Titel Oberbürgermeister, ab 1819 Erster Bürgermeister und ab 1875 erneut Oberbürgermeister. Die Stadtoberhäupter seit 1900:
- 1885 - 1913: Carl Wilckens
- 1914 - 1928: Ernst Walz
- 1928 - April 1945: Karl Neinhaus
- April - September 1945: Friedrich Josef Amberger (kommissarisch)
- 1945 - 1946: Ernst Walz jun.
- 1946 - 1952: Hugo Swart
- 1952 - 1958: Karl Neinhaus
- 1958 - 1966: Robert Weber
- 1966 - 1990: Reinhold Zundel (bis 1980 SPD)
- 1990 - 2006: Beate Weber (SPD) Die Bürgermeister seit 1701 bis 1884 finden sich auf der Seite Persönlichkeiten von und zu Heidelberg. Der Gemeinderat besteht aus 40 ehrenamtlichen Mitgliedern sowie dem Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Der Rat wird jeweils für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Aufgabe des Gemeinderates ist, zusammen mit dem im Rat stimmberechtigten, aber separat gewähltem Oberbürgermeister über alle Angelegenheiten der Stadt zu entscheiden. Der Rat kontrolliert die Stadtverwaltung und überwacht die Durchsetzung seiner Beschlüsse.

Sonstige Gremien

Bezirksbeirat

Die Vertretung der 14 Stadtteile und Gemeindebezirke wird durch die Bezirksbeiräte in den Stadtteilen gewährleistet. Er soll ein bürgernahes Funktionieren der Stadtverwaltung sicherstellen. Die Mitglieder des jeweiligen Bezirksbeirats dienen als Ansprechpartner für Probleme direkt vor Ort. Sie werden proportional durch die Fraktionen des Gemeinderats benannt. Sie werden von der Stadtverwaltung bei vielen Fragen informiert und einbezogen, tagt regelmäßig mindesten dreimal im Jahr. Der Bezirksbeirat hat eine beratende Funktion für den Gemeinderat der Stadt.

Ausländerrat/Migrationsrat

Seit 1989 tagt der Ausländerrat/Migrationsrat. Der Ausländerrat arbeitet mit allen ausländischen und deutsch-ausländischen Vereinigungen der Stadt Heidelberg zusammen. Seit 2003 ist er auch für Migranten zuständig, was durch sich in der Namenserweiterung widerspiegelt. Der Ausländerrat/Migrationsrat vertritt die Interessen ausländischer Einwohner gegenüber dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung.

Jugendgemeinderat

Im November 2005 wird zum ersten Mal der Heidelberger Jugendgemeinderat gewählt. Er setzt sich aus insgesamt 30 Schülern Heidelberger Schulen zusammen und wird für die Dauer von zwei Jahren von allen Heidelberger Schülern gewählt. Mitglieder dürfen zum Wahlzeitpunkt nicht älter als 19 Jahren sein. Die Sitze verteilen sich auf die Schultypen wie folgt: 5 Haupt- oder Förderschüler, 5 Realschüler, 10 Gymnasiasten sowie 10 Berufsschüler. Der JGR hat beratende Mitglieder im Jugendhilfe-, Kultur-, Sport und Stadtentwicklungsausschuss. Der Jugendgemeinderat löst den bisherigen Jugendrat ab, der 1999 gegründet und bislang ausschließlich von den Heidelberger Schülersprecherinnen und -sprechern gewählt wurde. Die Initiative zur Weiterentwicklung des Modellprojekts Heidelberger Jugendrat und der Einrichtung eines Jugendgemeinderates ging von den Mitgliedern des Jugendrates selbst aus. Sie strebten damit eine stärkere Mitarbeit im Gemeinderat und seinen Ausschüssen an.

Dezernate

Die Verwaltung der Stadt ist in Form von vier Dezernaten organisiert, welche für die Arbeitsbereiche Allgemeine Verwaltung, Bauen und Sport, Soziales, Schule und Kultur und Umwelt und Energie zuständig sind. Insgesamt 38 Ämter und Referate sind den Dezernaten zugeordnet. Es wird von jeweils einem/-er Bürgermeister/-in geleitet.

Ombudsfrau/-mann

Der inzwischen zweite Bürgerbeauftragte ist Hans-Ulrich Tzschaschel. Heidelberg hat als einzige Stadt Deutschlands einen ehrenamtlichen, von der Verwaltung völlig unabhängigen Bürgerbeauftragten (Ombudsmann). Der Bürgerbeauftragte kann in laufenden Verwaltungsverfahren von der Verwaltung Auskünfte und Einsicht in Akten und Unterlagen verlangen. In Gerichtsverfahren kann der Bürgerbeauftragte nicht eingreifen.

Wappen

Das Wappen der Stadt Heidelberg zeigt in Schwarz auf grünem Dreiberg schreitend, den rot bewehrten, rot bezungten und rot gekrönten goldenen kurpfälzischen Löwen. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1898 von der Stadt angenommen und wird in der heutigen stark stilisierten Form seit 1969 geführt. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Der Löwe ist das Wappentier der Pfalzgrafen, da Heidelberg lange Residenzstadt der Kurpfalz war. Der Dreiberg spielt wohl auf den Namen der Stadt an und ist insofern ein so genanntes redendes Symbol. Zeitweise war dieser Dreiberg auch nicht im Wappen abgebildet. Daneben gibt es seit einigen Jahren auch ein modernes Logo für das städtische Corporate Design: Im weißen Quadrat drei markanten Linien für Burg, Fluss und Brücke in den Farben Blau und Rot (Entwurf von Erwin Poell).

Städtepartnerschaften

Heidelberg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- 25px Montpellier, Frankreich, seit 1961
- 25px Cambridge, Großbritannien, seit 1965
- 25px Rehovot, Israel, seit 1983
- 25px Simferopol, Ukraine, seit 1991
- 25px Bautzen, Sachsen, seit 1991
- 25px Kumamoto, Japan, seit 1992 Daneben gibt es in den Stadtteilen und in Vereinen noch einige andere Bänder zu ausländischen Orten. Außerdem gibt es in Heidelberg ein 25px Amerika-Haus (DAI, Deutsch-Amerikanisches Institut) und ein Montpellier-Haus in der Altstadt in der Kettengasse ([mailto:Montpellier-Haus@heidelberg.de eMail]). In Montpellier gibt es entsprechend ein Heidelberg-Haus).

Die Stadt als Namenspate


- Flugzeuge der Lufthansa: Der vierte Flieger mit diesem Namen ist seit 1990 ein Airbus A 320-200 (einer von 36 der LH) für 139 Passagiere.
- Schiffe der Bundesmarine
- ICE-Zug der DB

Wirtschaft und Infrastruktur

Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen

21 % der Beschäftigten arbeiten im produzierenden Gewerbe, 18 % bei Handel, Gastgewerbe, Verkehr und 61 % im Bereich sonstige Dienstleistungen.

Ansässige Unternehmen

In der Stadt sind mehrere bedeutende Unternehmen ansässig, u. a. die Heidelberger Druckmaschinen AG (Markenname Heidelberg), die HeidelbergCement (HZAG), der Finanzdienstleister MLP AG, der Wissenschaftsverlag Springer und der Softwaredienstleister SAS Institute. Produzierendes Gewerbe und Dienstleister halten sich dabei die Waage. Als Arbeitgeber von großer Bedeutung sind aber auch der Einzelhandel und das Handwerk. Im Gesundheitssektor sind die Wohlfahrtsverbände als Arbeitgeber zu nennen. Der größte Arbeitgeber der Region ist die Universität Heidelberg mit einem großen Klinikum.

Verkehr

18px Durch das westliche Stadtgebiet führt die Bundesautobahn A 5 (Frankfurt am Main - Karlsruhe), die im Nordwesten der Stadt die Autobahn