Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Musikrichtung

Musikrichtung

Als Musikstil, Musikrichtung, Musikgenre etc. bezeichnet man eine Klasse einer bestimmten Art von Musik. Mögliche Gliederungkriterien für Stilrichtungen der Musik sind:
- Historisch – nach der Zeit/Epoche der Entwicklung des Musikstils (Alte Musik … Klassische Musik … Moderne Musik)
- Geographisch – woher der Stil kommt oder wo er praktiziert wird
- Funktional – wozu die Musik verwendet wird
- Qualitativ (Wertend) – wertvolle und weniger wertvolle Musik (E-Musik/U-Musik)
- Quantitativ (Anzahl der Beteiligten) – Instrumental- und Vokalmusik, für modernere Stilrichtungen Einzelmusiker, Band, Big Band etc.

Geschichte

Die Bezeichnung Stil wurde in der Musik verwendet für:
- ab etwa 1600 die allgemeinen Kategorien der Musik oder bestimmte musikalische Techniken;
- ab etwa 1650 eine allgemein-spekulative Einteilung der Musik in Stile nach Kriterien wie Zweck, Gattung, Persönlichkeit und Gemütsverfassung;
- ab etwa 1830 eine historisch orientierte Stilauffassung; teilweise synonym mit den Epochen der Musik und unter Entlehnung der Epochenbegriffe, die sich an Kunstgeschichte anlehnen;
- ab etwa 1920 eine auf das Klangbild der Musik bezogene Einteilung (Klangstil) sowie
- in neuerer Zeit eine Einteilung der Musik, die sich von entlehnten Stilbegriffen abwendet und andere Kriterien heranzieht. Dazu gehören beispielsweise die Art der Rezeption (die Szene), der musikalische Satz oder eine historisch fundierte Werkanalyse. Der Musikstil ist abzugrenzen von den musikalischen Gattungen (Genres) und Formen, die Übergänge sind jedoch teilweise fließend.

Siehe auch


- Epochen der Musik
- Portal Stilrichtungen der Musik
- Portal Musik Kategorie:Musikwissenschaft

Klasse (Kategorie)

Als eine Kategorie (griechisch κατηγορία - [An-]Klage, Beschuldigung, auch Kategorie, Klasse) oder eine Klasse bezeichnet man eine Menge von Objekten, die – meist aufgrund gemeinsamer Merkmale – in Abgrenzung zu anderen Objekten zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Ein System von verschiedenen Klassen, die möglichst alle berücksichtigten Objekte umfassen, nennt man Typologie, Taxonomie, Systematik oder Klassifizierung. Als Klassifizierung wird allerdings auch der Vorgang der Einteilung in Klassen bezeichnet. Mengentheoretisch ist eine Menge von Teilmengen einer Menge M eine Zerlegung von M in Klassen, wenn jedes Element von M zu genau einer Teilmenge (Klasse) gehört. Gelegentlich werden die Begriffe „Menge“ und „Klasse“ synonym gebraucht. Beispiel: Jeder Schüler gehört genau einer Schulklasse an. Die Gesamtheit aller Schüler ist in Schulklassen eingeteilt. Eine Klassifikation zerlegt somit eine Grundmenge in disjunkte (sich nicht überschneidende) Teilmengen, deren Vereinigung wiederum die Grundmenge ist. In der Psychologie ist eine Kategorisierung die Zuordnung von Reizen zu Klassen, von der davon ausgegangen wird, dass sie im menschlichen Gehirn stattfindet. Diese Klassen dienen der schnelleren angemessenen Reaktion auf Gruppen von Reizen. Kategorie:Klassifikation

Musik

Die Musik (griechisch μουσική (τέχνη) - musiké (téchne) - Kunst der Musen, in der lateinischen (ars) musica bereits in der eingeengten Bedeutung Tonkunst, Tonwerk, musikalische Darbietung, bereits im Althochdeutschen als Lehnwort; ähnliche Entlehnung in unzähligen weiteren Sprachen) bezeichnet
- die Tonkunst: die künstlerische Erzeugung akustischer Ereignisse;
- Werke der Tonkunst;
- umgangssprachlich die Wiedergabe musikalischer Werke ("Wollen wir Musik hören?"). Für eine strukturierte Linkliste siehe: Portal:Musik.

Genauere Begriffsbestimmung und das Material der Musik

Musik ist gestaltete Zeit (im Gegensatz etwa zur bildenden Kunst, die Raum gestaltet). Musik kann nur als Ablauf in der Zeit erlebt werden. Aus diesem Grund setzt Musik beinahe begriffsnotwendig eine rhythmische Ordnung ihres Rohmaterials (Geräusche, Töne, Klänge) voraus. Außer durch Rhythmus kann musikalisches Material durch Melodie (die Abfolge verschiedener Tonhöhen) und Harmonie (die Gleichzeitigkeit bestimmter Tonhöhen) organisiert sein. In Einzelfällen wird auch ein räumlicher Effekt, der dadurch entsteht, dass jedes Instrument an einer Stelle erklingt und somit (begrenzt) ortbar ist, gezielt eingesetzt, etwa in mehrchöriger Musik mit entsprechender räumlicher Aufstellung der einzelnen Gruppen. Eine genaue Bestimmung, was Musik ist und was nicht, ist nicht möglich. Gestaltung durch den Menschen ist keine notwendige Voraussetzung, sofern man nicht die Laute der Vögel ausschließen möchte. Gedankenloses Vor-sich-hin-pfeifen, die Fahrgeräusche einer Lokomotive und das Stimmen eines Instruments sind andere Grenzfälle, an denen jeder Versuch einer scharfen Abgrenzung von Musik und Nicht-Musik scheitern muss. Schließlich haben avantgardistische Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ganz bewusst die Grenzen dessen, was Musik ist, gesprengt, indem sie darauf verzichteten, Rhythmus, Harmonie, geschweige denn Melodie zu gestalten: Beispielsweise wurden mit dem Tonbandgerät aufgezeichnete Allerweltsgeräusche in den Konzertsaal geholt, die Beschränkung auf tonale (Dur- und Moll-)Systeme aufgegeben (Atonalität; Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno), musikalische Werke unter Zufallsbedingungen hergestellt (Aleatorik) oder Stille als Musikstück deklariert (John Cage).

Musikwissenschaft

Die Musikwissenschaft und ihre Disziplinen behandeln mit wissenschaftlicher Methodik die Entwicklung und Entstehung von Musik (Musikgeschichte), ihre Komponisten, deren Werke und Interpreten sowie die Musikinstrumente (Instrumentenkunde). Weitere Forschungsrichtungen der Musikwissenschaft sind die Musiktheorie, als Werkzeug der Analyse und als Kompositionskunde, mit der Königsdisziplin Harmonielehre, sowie die Musiksoziologie und Musikpsychologie. Die Musikwissenschaften werden grob in drei Gruppen eingeteilt: # systematische Musikwissenschaften:
Musiksoziologie, Musikästhetik, musikalische Akustik, Musikpädagogik, Musikpsychologie, musikalische Volkskunde (Musikethnologie), Physiologie des Instrumentalspiels # angewandte Musikwissenschaften:
Musikkritik, Musiklehre, Instrumentenbau # historische Musikwissenschaften:
Instrumentenkunde, Notationskunde, Satzkunde, Ikonographie, Quellenkunde, Stilkunde, Biographie, musikalische Aufführungspraxis

Gattungen, Formen, Genres und Stile

Mit der Systematisierung von Musik nach intersubjektiven Kriterien beschäftigen sich die Disziplinen Gattungskunde und Formenlehre sowie die Stilkunde (siehe Stilrichtungen der Musik). Die Musikwissenschaften haben mehrere Ordnungsdimensionen entwickelt, die mit unterschiedlichem Erfolg auf Musik angewendet werden. Nach Art der Beteiligung:
- Vokalmusik (siehe auch a cappella)
- Instrumentalmusik Nach wertmäßiger Einordnung:
- E-Musik (so genannte Ernste Musik),
- U-Musik (Unterhaltungsmusik, Populäre Musik). (wobei gerade diese Unterteilung, so wie auch die ihr zu Grunde liegenden Werte, verschiedentlich hinterfragt und auch abgelehnt wurden und werden) Nach Herkunft:
- Musik aus der europäischen Abstammungslinie (alte, klassische, romantische, zeitgenössische Musik)
- Außereuropäische Musik, heute auch Weltmusik genannt, die von der Musikethnologie untersucht wird Nach Verwendungszweck, bzw. Anlass der Entstehung:
- Funktionale Musik, von liturgischer Musik über Militärmusik, Filmmusik bis zur Muzak
- Autonome Musik, die um ihrer selbst willen komponiert und aufgeführt wird
- Programmmusik, der ein außermusikalisches Programm zugrundeliegt
- Virtuosenmusik, die nur der Zurschaustellung der Fähigkeiten eines Virtuosen dient
- Gelegenheitskomposition, im Gegensatz zu gültigen Werken eines Komponisten
- Sakrale Musik und Liturgische Musik, z.B. Choral, Kirchenlied, Messe, Oratorium
- Profane Musik oder Weltliche Musik Nach Tonsystemen:
- Kirchentonarten
- Neuntonmusik (speziell... siehe Osvaldo Antonio Ovejero [http://www.mica.at/person/person_detail.asp?clr=5&iID=69010 externer Link] )
- Zehntonmusik (fernöstlich)
- Zwölftonmusik (üblich)
- Vierteltöne Nach Menge der Beteiligten:
- Solo
- Duett/Duo
- Terzett/Trio
- Quartett
- Quintett
- Sextett
- Septett
- Oktett
- Nonett
- Dezett
- Orchester
- Chormusik
- Ensemble Als Spezialfall des 19. und 20. Jahrhunderts nach Tonalitätsvorstellung:
- Tonale Musik
- Atonale Musik

Beziehung zu anderen Kunstformen

Architektur

In der griechischen und römischen Antike waren Musik und Architektur viel enger miteinander verknüpft als dies heute der Fall ist. Architekten, Musiker und Philosophen haben in den Jahrhunderten nicht nur immer wieder Verbindungen zwischen den beiden Künsten gesucht und auch geschaffen, sondern sich auch wechselseitig neue Impulse gegeben. Der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling sagte im Jahre 1859: Architektur ist erstarrte Musik. In ähnlicher Weise ist bei Arthur Schopenhauer zu lesen: Architektur ist gefrorene Musik. Mehr zur Beziehung von Musik und Architektur siehe Architektur#Musik.

Literatur

Die Verbindung von Musik und Text/ Literatur ist in vielen Musikstilen elementarer Bestandteil bzw. konstituiert bestimmte musikalische Gattungen (Oper/ Kunstlied/ Popsong) überhaupt erst. Von Interesse dabei ist der Gesamtausdruck, der im Zusammenspiel von Musik und Text entsteht. Es kann aber auch vorrangig um eine inhaltliche Mitteilung gehen, wie sie mit dem Liedtext scheinbar beabsichtigt ist. Liebes- und Protestlied sind solche Formen der direkten Aussage. Allerdings wird durch die musikalische "Verpackung" der Inhalt mit einer Wertung versehen, die Sender und Empfänger in der Kommunikation entweder verstehen oder missverstehen können. Eine indirektere Verbindung von Musik und Literatur stellen Schauspilemusiken dar, die in ihrer Wirkung bereits eine gewisse Nähe zur Filmmusik aufweisen.

Anwendung

Während Musik oft als reine und zweckfreie Kunst angesehen wird, ist ihre gezielte Nutzung weit verbreitet: Zum Beispiel zum Wecken bestimmter Emotionen (z. B. Werbung, Filmmusik), zur Verdeutlichung von Inhalten, die über ein anderes Medium (z. B. Text, Stimme, Video/Animation) übermittelt werden, zu therapeutischen Zwecken (Musiktherapie), u. v. m. Auch die Kombination mit anderen Kunstformen ist in der Musik besonders häufig, z.B. mit Lyrik (Lied, Oper, Popsong usw.) oder Tanz (Ballett). Aufgrund dieser kommunikativen Funktion bezeichnet man Musik auch als eine universelle Sprache. Musik kann entweder spontan entstehen (Improvisation), oder nach schriftlich fixierten Aufzeichnungen ausgeübt werden (Komposition, Notenschrift).

Geschichte

Die Entwicklung der Musik kann in Epochen unterteilt werden, die sich in der konventionellen Musikgeschichte an die Formen der Bildenden Kunst und Architektur anlehnen (z.B. Musik der Antike, Renaissancemusik, Barockmusik, Klassische Musik usw.); neuere Forschungen bemühen sich jedoch, eine Historiographie zu entwickeln, die weniger von den äußeren Rahmenbedingungen als vielmehr der musikalischen Strukturen selbst ausgeht. In der Chronologie der musikalischen Entwicklung können folgende eurozentristische Abschnitte unterschieden werden:
- Mittelalter - Musik vor dem 13. Jahrhundert, Musik des 13. Jahrhunderts
- Musik der Neuzeit - Musik des 14. Jahrhunderts, Musik des 16. Jahrhunderts, Musik des 17. Jahrhunderts, Musik des 18. Jahrhunderts, Musik des 19. Jahrhunderts
- Musik der Moderne und Postmoderne - Musik des 20. Jahrhunderts

Musiksoziologie

Musik ist nicht nur Selbstzweck und Kulturgut, sondern auch eine umsatzstarke Branche der Kulturindustrie. Die heutige Musikindustrie prägt musikalische Entwicklungen (Casting-Bands, Schaffen von Opernstars), absorbiert und kommerzialisiert unabhängig entstandene Formen (Jazz, Punk) und übt in Form von massiver Lobbyarbeit Einfluss auf politische Entscheidungen aus (Copyright).
Weitere Themenbereiche der Musiksoziologie sind Identitätsbildung durch geteilte Musikpräferenzen (siehe auch Jugendmusikkultur) und die Eingebundenheit der Musikausübung und des Musikonsums in gesellschaftliche Strukturen wie Geschlecht, soziale Klasse und Lebensstil.

Musik und Mensch

Kulturhistorisch und bei der Entstehung der Säugetier-Art Mensch (Evolution) spielen Musik und ihre Wahrnehmung durch Ohr, Gehirn und die individuelle Rezeption im Sinne einer sofortigen, unvermeidbaren Bewertung eine enorme Rolle. Musikgeschmack, Musikvorlieben, musikalische Bildung haben alle hörenden Menschen - sie sind sich nur nicht einig in der Bewertung. Diese ist immer subjektiv und gleichzeitig ist sie kulturell geprägt (musikalische Sozialisation). Ob Musik zur Kommunikation vor der Sprachentwicklung oder beide in einer wechselseitigen Beeinflussung stattfanden, wird sich nicht mehr klären lassen. Aber Musik als Kommunikationsmitttel ist weltweit verbreitet. Die Psychologie sagt, dass Musik Emotionen transportiert aber auch Emotionen verändert. Das ist unabhängig von der Frage des Unterschieds von Vokalmusik und der Nutzung von Instrumenten zur Musikerzeugung oder -verstärkung.

Musiktechnologie

Neben den Unternehmen der Medienindustrie übt auch die Musiktechnologie zunehmenden Einfluss auf Hörgewohnheiten und das Musikangebot aus. Für die Rezeption von aufgezeichneter Musik sind Abspielgeräte (Tonbandgerät, Schallplattenspieler, CD-Spieler, MP3-Player usw.) notwendig, die sich zunehmend an den Möglichkeiten der Computertechnologie orientieren. Mit der Einführung der Audio-CD begann die Digitalisierung der Musik; durch das Aufzeichnungsformat MP3 wurde die psychoakustische Kompression von Musik eingeführt, bei der solche Anteile aus Musikdaten entfernt werden können, die für die Klangqualität als weniger wichtig erachtet werden. Da damit die Gefahr von unberechtigten Kopien (Raubkopien) heraufbeschworen wurde, werden heute Audiodateien zusehends mit Hilfe von DRM Digital Rights Management versehen, das nur eine feste Anzahl autorisierter Kopien erlauben soll. Mit der Einführung neuer Technologien wie z. B. der DVD-Audio oder der SACD (Super Audio CD) ist die bis dato vorherrschende Wiedergabe-Technologie im Ein-Kanal- (Mono) bzw. Zwei-Kanal-Verfahren (Stereo) um mehrkanalige (im allgemeinen Fünf-Kanal-, "Surround" genannte) Wiedergabemöglichkeiten erweitert worden. Der Einfluss der Technologie auf die Musik geht aber weit über die Verfahren zur Speicherung und Wiedergabe von Musikstücken hinaus. Wie seit jeher Instrumentenbauer die technischen Möglichkeiten ihrer Zeit auf der Suche nach dem vollendeten Klang auszuschöpfen suchten, so hat auch das 20. Jahrhundert die Elektronik zur Schaffung neuer Musikinstrumente mit eigenständigem Klangcharakter genutzt. Beispiele hierfür sind u.a. die Elektrogitarre, die Hammondorgel oder der Synthesizer. Des weiteren wird in modernen Produktionsstudios immer mehr auf Computer zur Erstellung von Musik gesetzt. Wichtig sind hier Systeme wie MIDI oder Software Synthesizer, mit denen ganze Orchester imitiert werden können. Neben der Speicherung und Produktion von Musik wird auch das Nachschlagen durch moderne Technologie vereinfacht. In den fünfziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erschienen Bücher wie Barlow und Morgensterns "A Dictionary of Musical Themes" und Parsons' "A Directory of Tunes and Musical Themes", die es dem Leser ermöglichen, Melodien z. B. anhand des Parsons-Codes zu identifizieren. Inzwischen gibt es aber viel bessere Methoden dafür, z. B. Musipedia, eine Online-Suchmaschine für Melodien.

Wirkungen

Der Musik werden die unterschiedlichsten emotionale und psychologische Wirkungen zugeschrieben; das Spektrum reicht von der einer heilenden Wirkung (z. B. Musik von Bach und Mozart, New Age-Musik) bis hin zu "destruktiven" Wirkungen (z. B. bei Death Metal, Gothic, Musik von Schönberg), die durchaus beabsichtigt sein können. Bis heute konnten die Musikwissenschaft und ihre Hilfsdisziplinen nicht abschließend klären, in welchem Grad diese Wirkungen mit den kulturellen Rahmenbedingungen zusammenhängen; so wurde durch die Verbreitung der Rockmusik noch vor wenigen Jahrzehnten der Untergang des Abendlandes befürchtet; andererseits weist die Medienwirkungsforschung zumindest in speziell dispositionierten Fällen Wirkungen wie Selbsttötungen nach. Allerdings sind auch diese Forschungsergebnisse umstritten. Auch Pflanzen und Tiere sollen auf Musik reagieren; bestimmter Musik wird eine positive Wirkung auf das Wachstum von Zimmerpflanzen nachgesagt; selbst in der Tierhaltung wird gelegentlich Musik eingesetzt. Vollkommen im Bereich der Spekulation liegt die Unterstellung der universellen Verständlichkeit von Musik; so kommunizieren Erdenbewohner in Steven Spielbergs Spielfilm Unheimliche Begegnung der dritten Art mit außerirdischen Besuchern über Tonfolgen und Klänge. Selbst die heutigen Raumsonden der NASA und ESA enthalten Aufzeichnungen von Musik, die der Verständigung mit außerirdischen Lebensformen behilflich sein sollen (siehe Sounds of Earth).

Literatur


- MGG - Musik in Geschichte und Gegenwart: allgemeine Enzyklopädie der Musik hrsg. von Friedrich Blume. Bärenreiter Metzler. MGG Personenteil in 17 Bänden (1999 ff.), MGG Sachteil in 10 Bänden. [http://www.mgg-online.com]
- Leonard Bernstein: Musik - die offene Frage. Vorlesungen an der Harvard-Universität. München: Goldmann, 1976. ISBN 3-442-33052-1
- Hans Renner: Grundlagen der Musik - Musiklehre. Stuttgart: Reclam, 1953. ISBN 3-15-007774-5
- dtv-Atlas Musik. Bd. 1 u. 2. ISBN 3423030224
- Harenberg Komponistenlexikon. Dortmund 2001. ISBN 3-611-00978-4 "Das grosse Lexikon der Musik", herausgegeben von Marc Honegger und Günther Massenkeil, Freiburg im Breisgau 1978 und 1987

Siehe auch


- Portal:Musik
- Musikliteratur
- Universalien der Musikwahrnehmung

Weblinks


- [http://www.miz.org/ Deutsches Musikinformationszentrum, Bonn]
- [http://dma-opac.ddb.de/ Online-Katalog (OPAC)] des Deutschen Musikarchivs Berlin
- [http://www.gnoosic.com/ Gnoosic - Das webbasierte Empfehlungssystem für Musik]
- [http://www.music-map.de/ Music-Map - Die Welt der Musik nach Geschmack sortiert]
- [http://de.musipedia.org/ Musipedia - kollaborative Musikenzyklopädie, eine Art Wikipedia für Musik]
- [http://www.hirnforschung.de/Musik.php4 Newsletter zu Gehirn und Musik von hirnforschung.de]
- [http://www.gratisipodvideo.de.vu/ Seite des beliebtesten Musikplayers, des Ipods] !Musik Kategorie:Musiktheorie fiu-vro:Muusiga ja:音楽 ko:음악 ms:Muzik simple:Music th:ดนตรี

E-Musik

E-Musik ist eine Abkürzung für die so genannte ernste Musik, die ernst zu nehmende oder kulturell wertvolle Musik in Abgrenzung von der Unterhaltungsmusik (U-Musik) und der funktionalen Musik (F-Musik) bezeichnen soll. Dieser entgegen steht die Autonome Musik als "reinste" Form der E-Musik. Die Grenzen zwischen E- und U-Musik sind fließend und zudem nur im zeitlichen Kontext vertretbar; während die Operette beispielsweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein typischer Vertreter der U-Musik war, wird sie heute eher der E-Musik zugerechnet. Die Unterscheidung zwischen E-, U- und F-Musik ist insgesamt recht umstritten, da sie
- ausschließlich im deutschsprachigen Raum üblich ist,
- eine wertende Konnotation einbringt ("E-Musik ist kulturell wertvoll, U-Musik dagegen nicht")
- und sich für die systematische Klassifikation von Musik als wenig praxistauglich erwiesen hat. Eine wirtschaftliche Bedeutung hatte die Unterscheidung zwischen E-Musik und U-Musik allerdings seit Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund der grundsätzlich höheren Vergütung von E-Musik im Verteilungsplan der Verwertungsgesellschaften (z. B. GEMA). Diese Praxis wurde aber vom Aufsichtsrat der GEMA im Jahr 2003 aufgegeben, nachdem alle sechs Sitze durch Wahl an U-Musiker gingen. Fälschlicherweise wird E-Musik umgangssprachlich häufig mit klassischer Musik gleichgesetzt, obwohl auch Anspruchsvolles aus den Bereichen Pop, Chanson, Jazz, Welt- und Experimentalmusik dazugehört. Siehe auch: Musiksoziologie, Musiktheorie, Musikwissenschaft, U-Musik, F-Musik Kategorie:Musikglossar

U-Musik

U-Musik geht auf den Begriff "unterhaltende Musik" zurück. Er fasst heute populäre und kommerzielle Musikrichtungen (populäre Musik) zusammen (zum Beispiel Popmusik, Rockmusik, Schlager; teilweise auch Jazz, Volksmusik und andere). Diese Musiken hatten ursprünglich nicht den Anspruch "Kunst" im Sinne der Klassischen Musik zu sein. Dagegen steht die E-Musik (von "Ernste Musik" kommend), die als "Kunstmusik" verstanden wird. Ob eine Unterscheidung von U-Musik und E-Musik wirklich möglich ist und ob damit Werturteile verbunden sind, ist Thema der Musikästhetik und wird in den Interessenverbänden hoch kontrovers diskutiert, auch deshalb, weil diese Einteilungen mit ökonomischen Interessen verbunden sind. Die Grenzen zwischen U- und E-Musik sind zwar fließend und auch vom gesellschaftlichen Kontext abhängig, doch gibt es nur wenige Musikrichtungen, beziehungsweise Werke deren Einordnung (nach allgemeinem Verständnis) mit der Zeit wechselte. Beispiele dafür wären zum Beispiel Operetten von Johann Strauß und Jacques Offenbach, oder Musikrevuen von den Gershwin-Brüdern, die heute der E-Musik zugerechnet werden, wenn sie von "E-Musikern" nach den ästhetischen Normen der E-Musik aufgeführt werden. Eine praktische Bedeutung hat die Unterscheidung zwischen E-Musik und U-Musik seit Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund der grundsätzlich höheren Vergütung von E-Musik im Verteilungsplan der Verwertungsgesellschaften (zum Beispiel GEMA). Weniger gebräuchlich ist der Begriff F-Musik für funktionale Musik, die gelegentlich auch als Teil der U-Musik begriffen wird. Siehe auch: Musikästhetik, Ästhetik, Musiksoziologie, Musiktheorie, Musikwissenschaft, E-Musik, F-Musik Kategorie:Musikglossar

1650

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 1. Juli: Die Einkommende Zeitungen, die erste Tageszeitung der Welt erscheint in Leipzig
- Maximilian Heinrich von Bayern wird Erzbischof von Köln
- Erdbeben zerstört Cusco, Peru
- Schottland wird von Cromwell besiegt

Kultur


- Rembrandt malt „Der Mann mit dem Goldhelm“
- Frans Hals malt „Junger Mann mit Handschuh“

Geboren


- 5. Februar: Anne-Jules de Noailles, Marschall von Frankreich († 1708)
- 26. Mai: John Churchill, 1. Herzog von Marlborough, englischer Feldherr im Spanischen Erbfolgekrieg und erster Herzog von Marlborough († 1722)
- 16. August: Vincenzo Maria Coronelli, Kartograf, Kosmograph und Hersteller von Globen († 1718)
- 27. August: Johann Samuel Welter, deutscher Komponist († 1720)
- 3. September: Jeremy Collier, englischer Geistlicher († 1726)
- 21. Oktober: Jean Bart, Korsar aus Dünkirchen in den Diensten des französischen Königs Ludwig des XIV. († 1702)
- 19. November: Heinrich (Sachsen-Römhild), einziger Regent von Sachsen-Gotha-Römhild, Landgraf in Thüringen und königlich preußischer Feldzeugmeister (Generalmajor) († 1710)
- 30. November: Domenico Martinelli, italienischer Architekt, der auch (1690–1705) in Wien tätig war
- Joachim Neander, deutscher Dichter von Kirchenliedern († 1680)

Gestorben


- 7. Januar: Ludwig I. von Anhalt-Köthen, Fürst von Anhalt-Köthen (
- 1579)
- 11. Februar: René Descartes, Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler (
- 1596)
- 3. April: Christian Gueintz, Pädagoge und Sprachgelehrter (
- 1592)
- 7. Mai: Anton von Ditfurth, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft (
- 1588)
- 8. Juni: Maximilian von und zu Trauttmansdorff, österreichischer Politiker (
- 1584)
- 19. Juni: Matthäus Merian, schweizerisch/deutscher Kupferstecher und Verleger (
- 1593)
- 13. September: Ferdinand von Bayern, war von 1612 bis 1650 Erzbischof des Erzbistums Köln (
- 1577)
- 14. September: Josias Rantzau, deutscher Heerführer, Marschall von Frankreich (
- 1609)
- 20. September: Bodo von Hodenberg, deutscher Dichter (
- 1604)
- 6. November: Wilhelm II. (Oranien), war der Sohn von Friedrich Heinrich von Oranien (
- 1626) ko:1650년 simple:1650

1830

Ereignisse


- 22. Januar/3. Februar: Londoner Protokoll: Loslösung Griechenlands vom Osmanenreich
- 8. April: Mexiko untersagt den USA die weitere Kolonisation von Texas
- 13. Mai: Ecuador wird unabhängige Republik
- 28. Mai: USA The Indian Removal Act
- 26. Juni: Wilhelm IV. neuer König von Großbritannien und Hannover
- 5. Juli: Frankreich annektiert den Berberstaat Algerien
- 27. Juli: Julirevolution in Frankreich
- 2. August: Frankreich. Sturz von König Karl X.
- 14. September: Venezuela wird selbständig
- 4. Oktober: Loslösung Belgiens von den Niederlanden
- 5. Dezember: Freiämtersturm in Schweizer Kanton Aargau
- Ausbruch der Schneiderrevolution in Berlin
- Charles Lyell veröffentlicht sein bahnbrechendes Werk „Principles of Geologie“
- In Gabrow bei Stettin entsteht die erste deutsche Schiffbauschule. Sie wird 1861 dem königlichen Gewerbeinstitut in Berlin angegliedert
- Frankreich besetzt Algier
- Novemberaufstand in Polen

Religion


- 6. April: die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird gegründet

Technik und Wissenschaft


- 15. September: Eröffnung der Eisenbahnstrecke Liverpool - Manchester
- 1. November: Auf der Insel Wangerooge wird der erste Leuchtturm mit Blinkfeuer an der deutschen Nordseeküste in Betrieb genommen

Kultur


- 20. Januar: Uraufführung der Operette Baron Luft von Conradin Kreutzer am Theater am Kärntnertor in Wien
- 28. Januar: Uraufführung der Oper Fra Diavolo oder Das Gasthaus von Terracina von Daniel-François-Esprit Auber am Théâtre Feydeau in Paris
- 11. März: Uraufführung der Oper I Capuleti e i Montecchi (Romeo und Julia) von Vincenzo Bellini am Teatro la Fenice in Venedig
- 23. April: Uraufführung der Oper Danilowa von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris
- 27. Mai: Uraufführung der komischen Oper Attendre et courir von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 26. Juli: Uraufführung der Oper Les Trois Cathérine von Adolphe Adam am Théâtre des Nouveautés in Paris
- 21. August: Uraufführung der Oper Trois Jours en une heure von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris
- 13. Oktober: Uraufführung der Oper Der Gott und die Bajadere von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris
- 2. Dezember: Uraufführung der Oper Josephine ou Le Retour de Wagram von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris
- 5. Dezember: Uraufführung der Symphonie fantastique von Hector Berlioz in Paris
- 11. Dezember: Uraufführung der komischen Oper La Langue musicale von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- Eröffnung der ersten Pizzeria. (Pizzeria Port' Alba in Neapel)

Geboren


- 6. Januar: Alfred Hegar, deutscher Arzt und Gynäkologe († 1914)
- 8. Januar: Hans Guido von Bülow, deutscher Pianist und Dirigent († 1894)
- 26. Januar: Karl Holub, böhmischer Waffentechniker († 1903)
- 17. Februar: Gerard Krefft, deutsch-australischer Zoologe und Paläontologe († 1881)
- 5. März: Étienne-Jules Marey, französischer Physiologe († 1905)
- 11. März: Eduard Dallmann, deutscher Entdecker und Polarforscher († 1896)
- 15. März: Élisée Reclus, französischer Geograph und Anarchist († 1905)
- 15. März: Paul Heyse, deutscher Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger († 1914)
- 24. März: Robert Hamerling, österreichischer Schriftsteller († 1889)
- 9. April: Eadweard Muybridge, britischer Fotograf und Pionier der Fototechnik († 1904)
- 1. Mai: Guido Gezelle, flämischer Dichter († 1899)
- 4. Mai: Arnous de Rivière, französischer Schachspieler († 1905)
- 6. Mai: Abraham Jacobi, deutscher „Vater“ der Kinderheilkunde († 1919)
- 29. Mai: Louise Michel, französische Anarchistin
- 10. Juli: Camille Pissarro, französischer Maler († 1903)
- 14. Juli: Henry E. Bird, englischer Schachspieler († 1908)
- 20. Juli: Clements Markham, britischer Entdecker, Autor und Geograph († 1905)
- 10. August: Okubo Toshimichi, japanischer Innenminister der Meiji-Zeit († 1878)
- 15. August: Maria Lebstück, Offizierin und Freiheitskämpferin in Ungarn († 1892)
- 17. August: Richard Volkmann, deutscher Chirurg
- 18. August: Franz Joseph I., Kaiser von Österreich-Ungarn († 1916)
- 19. August: Lothar Meyer, deutscher Arzt und Chemiker († 1895)
- 31. August: Edmund Kretschmer, deutscher Komponist († 1908)
- 8. September: Frédéric Mistral, französischer Dichter und Linguist († 1914)
- 13. September: Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin († 1916)
- 20. September: Yoshida Shōin, japanischer Intellektueller und Revolutionär († 1859)
- 25. September: Karl Klindworth, deutscher Komponist und Dirigent († 1916)
- 5. Oktober: Chester A. Arthur, 21. Präsident der USA († 1886)
- 7. Oktober: Antonio Luigi Gaudenzio Giuseppe Cremona, italienischer Mathematiker und Politiker († 1903)
- 13. Oktober: Georg Kruse, deutscher Schauspieler und Schriftsteller († 1908)
- 14. November: Conrad Bursian, deutscher Philologe und Archäologe († 1883)
- 22. November: Karl Christian Bruhns, deutscher Astronom († 1881)
- 25. November: Lina Morgenstern, deutsche Schriftstellerin, Frauenrechtlerin († 1909)
- 29. November: Jules Péan, französischer Chirurg († 1898)
- 10. Dezember: Emily Dickinson, US-amerikanische Dichterin
- 11. Dezember: Kamehameha V., König von Hawaii († 1872)
- 17. Dezember: Jules de Goncourt, französischer Schriftsteller († 1870)

Gestorben


- 7. Januar: Charlotte Johanna, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal (
- 1775)
- 7. Januar: Thomas Lawrence, britischer Maler (
- 1769)
- 14. Januar: Johann Georg Repsold, deutscher Feinmechaniker (
- 1770)
- 17. Januar: Wilhelm Waiblinger, Dichter und Schriftsteller (
- 1804)
- 19. Februar: Christian Gottfried Lorsch, Bürgermeister der Stadt Nürnberg (
- 1793)
- 2. März: Thomas Soemmering, war Arzt (
- 1755)
- 17. März: Laurent de Gouvion Saint-Cyr, Französischer Politiker und Militär (
- 1764)
- 21. März: Johann Rudolf Wyss, Schweizer Autor (
- 1782)
- 30. März: Ludwig I., Großherzog von Baden (
- 1763)
- 9. April: Friedrich Münter, deutscher evangelischer Theologe und Bischof in dänischen Diensten (
- 1761)
- 15. Mai: Dominique Joseph Vandamme, französischer General (
- 1770)
- 16. Mai: Jean Baptiste Joseph Fourier, französischer Mathematiker und Physiker (
- 1768)
- 4. Juni: Antonio José de Sucre, Südamerikanischer Freiheitsheld (
- 1795)
- 24. Juni: Georg IV., König von Großbritannien, Irland und Hannover (
- 1762)
- 4. Juli: Johann Friedrich Gottlieb Delbrück, preußischer Theologe und Erzieher am Königshof (
- 1768)
- 15. Juli: Gottlob Heinrich von Lindenau, königlich-sächsischer Kammerherr, Kreisoberforstmeister und Rittergutsbesitzer (
- 1755)
- 24. Juli: Carl Gustav Jochmann, deutscher Publizist (
- 1789)
- 2. August: Friedrich David Gräter, Begründer der wissenschaftlichen Nordistik in Deutschland (
- 1768)
- 23. August: Ferdinand Friedrich von Anhalt-Köthen, Fürst von Anhalt-Köthen (
- 1769)
- 4. Oktober: Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg, preußischer Feldmarschall (
- 1759)
- 4. Oktober: John Parker Boyd, US-amerikanischer Söldner und General (
- 1764)
- 18. November: Adam Weishaupt, Gründer des Ordens der Illuminaten (
- 1748)
- 1. Dezember: Pius VIII., Papst von 1829 bis 1830 (
- 1761)
- 17. Dezember: Simón Bolivar, bolivianischer Widerstandskämpfer und Politiker (
- 1783)
- 28. Dezember: Therese Krones, österreichische Schauspielerin (
- 1801) ko:1830년 th:พ.ศ. 2373

Kunstgeschichte

Kunstgeschichte ist eine Wissenschaft, die sich mit den Werken der bildenden Kunst befasst.

Gegenstände und Ziele der Kunstgeschichte

Die klassischen Untersuchungsobjekte der Kunstgeschichte sind europäische und vorderasiatische Werke der Malerei und Grafik, Bildhauerei und Baukunst in der Zeit vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Seit ungefähr der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts werden auch Gegenstände aus den Kirchenschätzen, die sog. Kleinkunst, analysiert. Ebenso werden neuzeitliche Werke aus Amerika untersucht. Das Fach öffnet sich seit der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts (siehe Carl Einstein) auch anderen Kulturkreisen, etwa in Form der Afrikanischen (Vorreiter: Leo Frobenius in den 20er Jahren) oder Asiatischen Kunstgeschichte. Darüber hinaus gewinnen neue Darstellungsformen, z. B. Fotografie, Medienkunst und Gattungen, z.B. Kunstgewerbe, Design an Bedeutung. Ziel der Kunstgeschichte ist es, die künstlerischen Objekte nach ihren Inhalten zu untersuchen (siehe Ikonographie), die Werke in Raum und Zeit einzuordnen und deren Rezeption nachzugehen; dabei werden einerseits stilistische Zusammenhänge besprochen, andererseits wird auch oft versucht, politische Aussagen oder mentalitätsgeschichtliche Implikationen (z. B. Werke aus dem Memorialwesen) zu erforschen. Insbesondere Freiheit (speziell Meinungsfreiheit), Unabhängigkeit, Schönheit sowie der Erkenntniskomplex »Einsicht / Überleben / Tradieren« waren zu jeder Zeit der Menschheit Kernthemen und/oder Kernmotive für Kunstwerke bzw. von Kunstwerken.

Epochen der europäischen Kunstgeschichte

Bis ca. 1900

Vorangestellt sind ungefähre Zeitangaben: :600.000 - 4. Jahrtausend v. Chr. Ur- und Frühgeschichte (Kunst) :3. - 2. Jahrtausend v. Chr. Ägyptologie/ Ägyptische Kunst, Mesopotamien (Kunst), Kretisch-Mykenische Kunst :2. v. Chr. - 5. Jh. n. Chr. Keltische Kunst, Römische Kunst :8. Jh. v. Chr. - 1. Jh. n. Chr. Griechische Kunst (i.e.S. beschäftigt sich die Kunstwissenschaft ab dem Zeitalter, als das Christentum zur Staatsreligion erhoben wurde (325 n.Chr. unter Konstantin), also mit der spätbyzantinischen, virromanischen Kunstepoche) :4. - 15. Jh. n. Chr. frühchristliche und byzantinische Kunst, Byzantinische Kunst :7. - 11. Jh. n. Chr. vorromanische und ottonische Kunst :11. - 13. Jh. Romanik :12. - 16. Jh. Gotik :15. - 16. Jh. Renaissance :16. Jh. Manierismus :1600 - 1720 Barock :1600 - 1770 Barock-Klassizismus :1720 - 1770 Rokoko :1760 - 1830 Klassizismus :1790 - 1840 Romantik :1750 - 1850 Historismus :1830 - 1870 Realismus :1860 - Beginn des 20. Jh. Impressionismus :1890 - 1920 Symbolismus :1880 - 1920 Jugendstil

Ca. 1900 bis 1950: Die Moderne

Stilrichtungen der Moderne

:Expressionismus :Impressionismus :Wiener Werkstätte :Kubismus :Futurismus :Dadaismus :Surrealismus :Konstruktivismus :Art Deco :Bauhaus

Nach 1950: Die Gegenwart

:Abstrakter Expressionismus :Pop Art :Minimalismus :Fotorealismus :Postmoderne :Konzeptkunst :Organische Gestaltung

Außereuropäische Kunst

:Altamerikanische Kunst :Chinesische Kunst :Buddhistische Kunst :Hinduistische Kunst :Kunst in den USA

Geschichte der Kunstgeschichte

Bedeutende kunsthistorische Texte wurden verfasst von: :Giorgio Vasari :Karl Friedrich von Rumohr :Jacob Burckhardt :Aby Warburg :Heinrich Wölfflin: prägte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Kunstgeschichte durch seinen formalistischen Stilbegriff :Frederick Antal :Erwin Panofsky: entwickelte die Ikonologie :Ernst Kris :Max Imdahl :Michael Baxandall :Thomas Puttfarken :Griselda Pollock :Felix Thürlemann :Ernst H. Gombrich Wichtige deutschsprachige Gesamtdarstellungen des 19. Jahrhunderts stammen von Franz Kugler (Handbuch der Kunstgeschichte, 1842; 2. Auflage 1848 mit Zusätzen von Jacob Burckhardt; 3. Auflage 1856, von Kugler neu bearbeitet) und von Carl Schnaase (Geschichte der bildenden Künste; der Band Das eigentliche Mittelalter erschien in 1. Auflage 1850).

Literatur

Einführungen
- Marcel Baumgartner, Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Köln: König 1998
- Kunstgeschichte : eine Einführung, hrsg. von Hans Belting, Heinrich Dilly, Wolfgang Kemp, Willibald Sauerländer und Martin Warnke, 6., überarb.und erw. Aufl., Berlin : Reimer, 2003 Geschichte
- The art of art history : a critical anthology, ed. by Donald Preziosi, Oxford [u.a.] : Oxford University Press, 1998
- Die Geschichte der Kunst, E.H. Gombrich, Berlin : Phaidon1996
- Metzler-Kunsthistoriker-Lexikon : zweihundert Porträts deutschsprachiger Autoren aus vier Jahrhunderten, von Peter Betthausen, Peter H. Feist und Christiane Fork. Unter Mitarb. von Karin Rührdanz und Jürgen Zimmer, Stuttgart [u.a.] : Metzler, 1999
- Altmeister moderner Kunstgeschichte, hrsg. von Heinrich Dilly, Berlin : Reimer, 1990
- Art history and its institutions : foundations of a discipline, ed. by Elizabeth Mansfield, London [u.a.] : Routledge, 2002
- Hubert Locher, Kunstgeschichte als historische Theorie der Kunst : 1750 - 1950, München : Fink, 2001
- Donald Preziosi, "Seeing through Art History" in: Ellen Messer-Davidow,David R. Shumway, David J. Sylvan, eds., Knowledges. Historical and Critical Studies in Disciplinarity, Charlotteville, University Press of Virginia 1993, pp. 215-231
- Die Kunstliteratur der italienischen Renaissance : eine Geschichte in Quellen, hrsg. von Ulrich Pfisterer, Stuttgart : Reclam, 2002

Siehe auch


- Portal:Kunst

Weblinks


- http://www.portalkunstgeschichte.de
- http://www.kunstwissen.de/
- http://www.fotomarburg.de/
- [http://www.beyars.com/de/de_kunst-lexikon-hartmann.html Kunstlexikon mit 10.000 Begriffen]
- http://www.kunstlinks.de - Portal für Kunst, Kunstunterricht und Kunstgeschichte Kategorie:Kulturwissenschaft ! ja:美術史

1920

Ereignisse


- 14. Juni: Die Reichspostdirektion Danzig gibt die ersten eigenständigen Danziger Briefmarken heraus
- 1. April: Der Staatsvertrag zur Gründung der Reichseisenbahnen unter der Hoheit des Deutschen Reiches tritt in Kraft.

Politik


- 1. Januar: Immense Preissteigerungen für Kohle treten in Kraft
- 13. bis 17. März: Putsch des Generallandschaftsdirektors Wolfgang Kapp, der mit seiner „Brigade Erhard“, einem ehemaligen Freikorps und einigen Truppenteilen der Reichswehr Berlin besetzte und die Regierung zur Flucht zwang
- 28. April: Einmarsch Russlands in Baku, Aserbaidschan
- 1. Mai: Schaffung des Landes Thüringen
- Erste Werbeplakate der NSDAP in München. Aufruf zur öffentlichen Parteiversammlung am 11. Mai 1920. Sprecher: Adolf Hitler
- 20. August: Beginn des zweiten polnischen Korfanty-Aufstandes in Oberschlesien
- 22. August: Gründung der Salzburger Festspiele
- 26. August: Frauen erhalten in den USA das Wahlrecht
- 1. Oktober: Das Groß-Berlin-Gesetz tritt in Kraft und macht Berlin zu einer Vier-Millionen-Stadt

Wissenschaft und Technik

Luftfahrt


- 1. Februar: August Euler erhält die erste amtliche vorgeschriebene, international gültige Pilotenprüfung mit dem Flugzeugführerpatent Deutschland Nr. 1

Kultur


- 21. Januar: Uraufführung der Oper Der Schatzgräber von Franz Schreker in Frankfurt am Main
- 23. Februar: Uraufführung der Oper Der Fremde von Hugo Kaun an der Staatsoper in Dresden
- 28. April: Uraufführung der heiteren Oper Schirin und Gertraude von Paul Graener in Dresden
- 28. Mai: Uraufführung der Operette Die blaue Mazur von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 3. September: Uraufführung der Operette Wenn Liebe erwacht von Eduard Künneke am Theater am Nollendorfplatz in Berlin
- 4. Dezember: Uraufführung der Oper Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold am Stadttheater Hamburg sowie am Stadttheater Köln
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Der Tanz ins Glück von Robert Stolz am Raimund Theater in Wien

Religion


- Karl Joseph Schulte wird Erzbischof von Köln
- 16. Mai: Papst Benedikt XV. spricht Jeanne d'Arc, die Jungfrau von Orleans, heilig

Katastrophen


- 14. Dezember: Cricklewood, Großbritannien. Ein Flugzeug verunglückt in dichtem Nebel. 4 Tote
- 16. Dezember: Ein Erdbeben der Stärke 8,6 erschüttert die Provinz Gansu in China, rund 200.000 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 23. April: Beginn der VII. Olympische Spiele in Antwerpen

Geboren


- 1. Januar: Johnny Bruck, deutscher Zeichner und Photolithograph († 1995)
- 1. Januar: Alfred A. Tomatis, HNO-Arzt + Entwickler der Audio-Psycho-Phonologie (APP) († 2001)
- 1. Januar: Osvaldo Cavandoli, italienischer Cartoonist und Ehrenbürger von Mailand
- 1. Januar: Heinz Zemanek, österreichischer Computerpionier
- 2. Januar: Albert Tönjes, deutscher Politiker und MdB († 1980)
- 2. Januar: Isaac Asimov, US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller († 1992)
- 3. Januar: Siegfried Buback, Jurist und Generalbundesanwalt am Bundesgerichtshof in Karlsruhe († 1977)
- 5. Januar: André Simon, Formel-1-Rennfahrer
- 5. Januar: Arturo Benedetti Michelangeli, italienischer Pianist († 1995)
- 6. Januar: John Maynard Smith, britischer Genetiker, Evolutionsbiologe († 2004)
- 6. Januar: San Myung Mun, Gründer und Oberhaupt der Vereinigungskirche
- 6. Januar: Henry Corden, kanadischer Schauspieler und Sprecher in Zeichentrickfilmen († 2005)
- 9. Januar: Clive Dunn, britischer Schauspieler
- 9. Januar: Curth Flatow, deutscher Dramatiker
- 10. Januar: Rut Brandt, Ehefrau von Bundeskanzler Willy Brandt
- 11. Januar: Ruth Bietenhard, Schweizer Journalistin, Autorin und Lehrerin
- 15. Januar: John Joseph O'Connor, Erzbischof von New York und Kardinal († 2000)
- 15. Januar: Gertrude Pritzi, österreichische Tischtennisspielerin († 1968)
- 15. Januar: Bob Davies, US-amerikanischer Basketballspieler († 1990)
- 15. Januar: Melvin Lasky, US-amerikanischer Publizist († 2004)
- 16. Januar: Stephanos II. Ghattas, Patriarch von Alexandria und Kardinal
- 17. Januar: Bohumil Váňa, tschechischer Tischtennisspieler († 1989)
- 19. Januar: Javier Pérez de Cuéllar, peruanischer Politiker, Generalsekretär der Vereinten Nationen (1982–1991)
- 20. Januar: Federico Fellini, italienischer Filmemacher und Regisseur († 1993)
- 20. Januar: DeForest Kelley, US-amerikanischer Schauspieler († 1999)
- 22. Januar: Chiara Lubich, Gründerin der Fokolar-Bewegung
- 23. Januar: Karl Delorme, ehemaliges MdB, Ehrenbürger der Stadt Mainz, Sozialdezernent der Stadt Mainz
- 23. Januar: Ray Abrams, Jazz-Tenorsaxophonist
- 23. Januar: Henry Eriksson, schwedischer Leichtathlet und Olympiasieger († 2000)
- 26. Januar: Heinz Keßler, deutscher Politiker, Minister für Nationale Verteidigung
- 27. Januar: Helmut Zacharias, deutscher Violinist († 2002)
- 28. Januar: Maria Becker, deutsche Schauspielerin
- 30. Januar: Delbert Mann, US-amerikanischer Regisseur
- 31. Januar: Benoîte Groult, französische Schriftstellerin und Journalistin
- 31. Januar: Stewart Lee Udall, US-amerikanischer Politiker
- 2. Februar: George Hardwick, englischer Fußballspieler und Trainer († 2004)
- 3. Februar: Stan Ockers, belgischer Radrennfahrer († 1956)
- 5. Februar: Hans Lipinsky-Gottersdorf, deutscher Schriftsteller († 1991)
- 6. Februar: Ruth Deutsch Lechuga, österreichische Ärztin, Anthropologin und Fotografin († 2004)
- 7. Februar: An Wang, US-amerikanischer Computerentwickler und Erfinder († 1990)
- 8. Februar: Karin Himboldt, deutsche Schauspielerin
- 8. Februar: Bob Bemer, US-amerikanischer Computerpionier († 2004)
- 9. Februar: Erich Konecki, lettischer Eishockeyspieler
- 11. Februar: Faruq, König von Ägypten († 1965)
- 11. Februar: Daniel F. Galouye, US-amerikanischer Journalist und Science Fiction-Schriftsteller († 1976)
- 14. Februar: Siegfried Bärsch, deutscher Politiker
- 14. Februar: Judith Holzmeister, österreichische Schauspielerin
- 14. Februar: Alois Brügger, Schweizer Arzt († 2001)
- 14. Februar: Jack Lesberg, US-amerikanischer Musiker († 2005)
- 15. Februar: Anne-Catharina Vestly, norwegische Schriftstellerin
- 16. Februar: Tony Crook, Rennfahrer, Unternehmer
- 18. Februar: Rolande Falcinelli, französische Komponistin und Organistin
- 18. Februar: Eddie Slovik, US-amerikanischer Soldat im 2. Weltkrieg, hingerichtet wegen Fahnenflucht († 1945)
- 19. Februar: Jürgen von Beckerath, deutscher Ägyptologe
- 19. Februar: Franz Joachim Behnisch, deutscher Schriftsteller († 1983)
- 19. Februar: Jaan Kross, estnischer Schriftsteller
- 20. Februar: Karl Albrecht, deutscher Unternehmer
- 20. Februar: Kathleen Kennedy-Cavendish, Schwester von John F. Kennedy († 1948)
- 20. Februar: Robert Richards, US-amerikanischer Leichtathlet und Pfarrer
- 21. Februar: Liselotte Rauner, deutsche Schriftstellerin († 2005)
- 21. Februar: Leo Scheffczyk, deutscher Kardinal und Theologe
- 21. Februar: Ishigaki Rin, zeitgenössische Dichterin in Japan († 2004)
- 22. Februar: Karl-Heinz Schwab, deutscher Jurist und emeritierter Professor für bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht
- 23. Februar: Walter E. Lautenbacher, Fotograf († 2000)
- 26. Februar: Tony Randall, US-amerikanischer Schauspieler († 2004)
- 27. Februar: Julian Jaynes, US-amerikanischer Psychologe († 1997)
- 29. Dezember: Ratu Josefa Iloilo, amtierender Präsident von Fidschi
- 1. März: Simon Ignatius Pimenta, Erzbischof von Bombay
- 1. März: Krystyna Feldman, polnische Schauspielerin
- 3. März: James Doohan, kanadischer Schauspieler († 2005)
- 4. März: Jean Lecanuet, französischer Politiker († 1993)
- 6. März: Heinz-Herbert Karry, deutscher Politiker, hessischer stellvertretender Ministerpräsident († 1981)
- 10. März: Boris Vian, französischer Schriftsteller, Chansonnier, Schauspieler und Übersetzer († 1959)
- 10. März: Julio Bolbochan, Schachgroßmeister († 1996)
- 11. März: Nicolaas Bloembergen, US-amerikanischer Physiker
- 16. März: Traudl Junge, deutsche Privatsekretärin Adolf Hitlers, Zeitzeugin († 2002)
- 16. März: Dorothea Binz, Oberaufseherin im Konzentrationslager (KZ) Ravensbück († 1947)
- 17. März: José Sánchez, Erzbischof von Nueva Segovia und Kardinal
- 17. März: Mujibur Rahman, Gründer von Bangladesch († 1975)
- 18. März: Linda Dégh, in den USA lebende (und lehrende) Folkloristin ungarischer Herkunft
- 19. März: Albert Stief, Minister für Anleitung und Kontrolle der Bezirks- und Kreisräte der DDR
- 21. März: Eric Rohmer, französischer Film- und Theaterregisseur, Essayist, Filmkritiker und -theoretiker
- 22. März: Werner Klemperer, deutsch-amerikanischer Schauspieler und Musiker († 2000)
- 22. März: Ludvík Kundera, tschechischer Schriftsteller
- 23. März: Arthur Grundmann, deutscher Politiker († 1987)
- 24. März: Gene Nelson, US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent († 1996)
- 25. März: Arthur Wint, jamaikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1992)
- 27. März: Ivan Rabuzin, kroatischer Maler
- 31. März: Rolf Boysen, deutscher Schauspieler
- 1. April: H. E. Erwin Walther, deutscher Komponist und Musikpädagoge († 1995)
- 1. April: Toshiro Mifune, japanischer Schauspieler († 1997)
- 3. April: John Demjanjuk, zu Unrecht als Aufseher im KZ Treblinka Beschuldigter
- 5. April: Arthur Hailey, Autor, Romancier († 2004)
- 5. April: Chatichai Junhavan, zwischen 1988 und 1991 Premierminister von Thailand († 1998)
- 7. April: Walter Möller, deutscher Kommunalpolitiker der SPD († 1971)
- 7. April: Ravi Shankar, indischer Sitarspieler und Komponist
- 11. April: Marlen Haushofer, österreichische Schriftstellerin († 1970)
- 12. April: Armin Mohler, Schweizer Philosoph, Publizist, Schriftsteller und Journalist († 2003)
- 12. April: Raymond Mhlaba, südafrikanischer Politiker und Bürgerrechtler († 2005)
- 13. April: Roberto Calvi, italienischer Banker († 1982)
- 15. April: Richard von Weizsäcker, deutscher Politiker, 1984–1994 Bundespräsident der BRD
- 21. April: Edmund Adamkiewicz, deutscher Fußballspieler († 1991)
- 23. April: Friedrich Schadeberg, deutscher Unternehmer
- 27. April: Guido Cantelli, italienischer Dirigent († 1956)
- 30. April: Duncan Hamilton, Formel-1-Rennfahrer († 1994)
- 2. Mai: Jacob Gilboa, israelischer Komponist
- 2. Mai: Jean-Marie Auberson, Schweizer Dirigent und Geiger († 2004)
- 2. Mai: Guinn Smith, US-amerikanischer Leichtathlet (Stabhochsprung) († 2004)
- 3. Mai: John Lewis, US-amerikanischer Jazz-Musiker (Pianist und Komponist) († 2001)
- 4. Mai: Elizabeth Shaw, Irische Künstlerin († 1992)
- 9. Mai: Richard Adams, britischer Schriftsteller
- 9. Mai: Celia Sánchez, kubanische Revolutionärin und Politikerin († 1980)
- 11. Mai: Michele Sindona, italienischer Rechtsanwalt und Bankier
- 12. Mai: Hans Gottfried von Stockhausen, deutscher Glasmaler
- 12. Mai: Josef Schrudde, deutscher Kiefer- und Plastischer Chirurg († 2004)
- 12. Mai: Vilém Flusser, Kommunikations- und Medienphilosoph († 1991)
- 13. Mai: Alfons Bauer, deutscher Komponist volkstümlicher Musik und Zitherspieler († 1997)
- 15. Mai: Carlo Còccioli, italienischer Schriftsteller
- 15. Mai: Nasrallah Pierre Sfeir, Patriarch der Maroniten des Libanon und Kardinal
- 17. Mai: Aquiles Nazoa, venezolanischer Schriftsteller, Dichter und Journalist († 1976)
- 18. Mai: Johannes Paul II., Papst, Bischof von Rom, Staatsoberhaupt des Vatikans († 2005)
- 22. Mai: Thomas Gold, Astrophysiker († 2004)
- 23. Mai: Annette von Aretin, erste Fernsehansagerin des bayerischen Rundfunks
- 24. Mai: Friedrich Karl Klausing, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 († 1944)
- 25. Mai: Eugen Loderer, deutscher Gewerkschaftsfunktionär († 1995)
- 25. Mai: Werner Holtfort, deutscher Politiker († 1992)
- 25. Mai: Herman van Laer, niederländischer Sportfunktionär († 2005)
- 25. Mai: Rudolf Lenz, Schauspieler in Heimatfilmen († 1987)
- 26. Mai: Frank Bethwaite, Konstrukteur von Jollen und Skiffs
- 26. Mai: Peggy Lee, US-amerikanische Sängerin († 2002)
- 29. Mai: John Harsanyi, ungarisch-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler († 2000)
- 30. Mai: George London, Opernsänger († 1985)
- 30. Mai: Godfrey Binaisa, Präsident von Uganda
- 30. Mai: Franklin J. Schaffner, US-amerikanischer Filmregisseur († 1989)
- 2. Juni: Marcel Reich-Ranicki, deutscher Literaturkritiker
- 5. Juni: Kurt Edelhagen, führender deutscher Bigband Leader der 1950er Jahre († 1982)
- 8. Juni: Iwan Nikitowitsch Koschedub, sowjetischer Pilot, Marschall der Flieger und dreifacher Held der Sowjetunion († 1991)
- 9. Juni: Paul Mebus, deutscher Fußballspieler († 1993)
- 14. Juni: Will Rasner, deutscher Politiker († 1971)
- 15. Juni: Marion S. Kellogg, US-amerikanische Managerin und Unternehmensberaterin († 2004)
- 16. Juni: Georges Follman, belgischer Komponist und Dirigent
- 17. Juni: François Jacob, französischer Mediziner, Physiologe und Genetiker
- 17. Juni: Georges Marchais, französischer Politiker und Gewerkschafter († 1997)
- 23. Juni: Gerry Wolff, deutscher Schauspieler († 2005)
- 26. Juni: Stanislav Ledinek, Schauspieler und Synchronsprecher († 1969)
- 27. Juni: I. A. L. Diamond, US-amerikanischer Drehbuchautor († 1988)
- 29. Juni: Juan Blanco, kubanischer Komponist
- 30. Juni: Zeno Colò, italienischer Skirennläufer († 1993)
- 1. Juli: Harold Sakata, US-amerikanischer Schauspieler koreanischer Abstammung († 1982)
- 5. Juli: Ruth Neudeck, Aufseherin im KZ Ravensbrück († 1948)
- 5. Juli: Ruth Closius, deutsche Aufseherin der SS im Konzentrationslager (KZ) Ravensbrück († 1948)
- 7. Juli: Yul Brynner, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger († 1985)
- 10. Juli: Owen Chamberlain, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 11. Juli: Sverri Djurhuus, färöischer Autor und färöischen Freiwilligen im Zweiten Weltkrieg der Waffen-SS
- 13. Juli: Hans Blumenberg, deutscher Philosoph († 1996)
- 13. Juli: Wilhelm Kümpel, Domorganist und Kirchenmusikdirektor († 2000)
- 14. Juli: Wolfgang Stammberger, deutscher Politiker († 1982)
- 17. Juli: Gordon Gould, US-amerikanischer Physiker, gilt als einer der Erfinder des Lasers († 2005)
- 17. Juli: Juan Antonio Samaranch, wurde 1966 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC)
- 19. Juli: Otto Arndt, SED-Funktionär und Minister für Verkehrswesen der DDR († 1992)
- 20. Juli: Ray Harryhausen, US-amerikanischer Tricktechniker und Animator
- 21. Juli: Isaac Stern, Violinist († 2001)
- 22. Juli: Joachim Wolff, deutscher Schauspieler und Sprecher († 2000)
- 22. Juli: Paul Dissemond, katholischer Priester und Generalsekretär der Berliner Bischofskonferenz
- 25. Juli: Rosalind Franklin, britische Biochemikerin († 1958)
- 25. Juli: Jean Carmet, französischer Schauspieler († 1994)
- 25. Juli: Chushiro Hayashi, japanischer Astronom und Physiker
- 28. Juli: Franz Soronics, österreichischer Politiker
- 2. August: Werner Müller, deutscher Autor, Komponist, Dirigent, Arrangeur und Orchesterleiter († 1998)
- 4. August: Rudolf Rolfs, deutscher Satiriker und Theaterleiter († 2004)
- 6. August: Otto B. Roegele, deutscher Publizist und Kommunikationswissenschaftler († 2005)
- 8. August: Alfred Hause, deutscher Violinist, Dirigent und Kapellmeister († 2005)
- 9. August: Willi Heinrich, deutscher Schriftsteller († 2005)
- 9. August: Hans Brox, deutscher Zivilrechtswissenschaftler und Richter am Bundesverfassungsgericht
- 10. August: Red Holzman, US-amerikanischer Basketballtrainer († 1998)
- 12. August: Wilhelm Altvater, deutscher Politiker
- 12. August: Percy Mayfield, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1984)
- 13. August: Jean Marcel Honoré, Erzbischof von Tours und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 15. August: Konstantin Prinz von Bayern, deutscher Politiker, MdB († 1969)
- 16. August: Charles Bukowski, US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller († 1994)
- 20. August: Vincentas Sladkevicius, Erzbischof von Kaunas und ein Kardinal († 2000)
- 20. August: Lisa Dräger, Lübecker Mäzenin
- 22. August: Wolfdietrich Schnurre, deutscher Schriftsteller († 1989)
- 22. August: Ray Bradbury, US-amerikanischer Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Autor
- 24. August: Herbert Kaufmann, deutscher Journalist und Schriftsteller († 1976)
- 26. August: Richard Wurbs, deutscher Politiker
- 26. August: Prem Tinsulanonda, Premierminister von Thailand (1980 bis 1988)
- 29. August: Charlie Parker, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist (Alt-Sax) († 1955)
- 30. August: Harald Deilmann, deutscher Architekt und Autor
- 1. September: Richard Farnsworth, US-amerikanischer Schauspieler († 2000)
- 3. September: Paul Hamburger, österreichischer Pianist, Gründer des Mozart-Quartetts († 2004)
- 5. September: Heinz Bello, katholischer Märtyrer († 1944)
- 8. September: Ernst-Alfred Jauch, Journalist († 1991)
- 10. September: