Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Muttertag

Muttertag

Der Muttertag (in vielen Ländern der 2. Sonntag im Mai) ist ein Feiertag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft, der sich seit dem 20. Jahrhundert in der westlichen Welt eingebürgert hat. westlichen Welt

Geschichte

Im England des 13. Jahrhunderts wurde der Sonntag Laetare als "mothering sunday" begangen, an dem man der Mutter Kirche für ihre Mutterschaft dankte und infolgedessen auch der leiblichen Mutter Dank abstattete. 1644 soll dieser Tag erstmalig urkundlich erwähnt worden sein. Daneben lassen sich Einflüsse aus verschiedenem alteuropäischem Brauchtum in Gestalt eines Frühlingssippenfestes mit dem Schwerpunkt auf der Mutterfigur ausmachen. Die Wiederbelebung der Tradition begann Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA. Ann Jarvis in Grafton, West Virginia startete am 9. Mai 1907 (dem 2. Todestag ihrer eigenen Mutter) eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter. Die Bewegung wuchs rasch an. Bereits 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. 1912 führten ihn die Methodisten ein und am 8. Mai 1914 wurde dann vom Kongress der 2. Sonntag im Mai zum Muttertag erklärt. Nachdem England den mothering day wiederbelebt hatte, verbreitete sich der Feiertag 1917 in der Schweiz, 1918 in Norwegen, 1919 in Schweden, in Deutschland seit 1922 und 1924 in Österreich. In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 schließlich durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber etabliert. Mit Plakaten in Schaufenstern ("Ehret die Mutter"), kleineren Werbekampangen und Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie wurde dem ersten deutschen Muttertag am 13. Mai 1923 durch den Geschäftsführer Rudolf Knauer der Weg bereitet. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Feier des Muttertags mit der Idee der germanischen Herrenrasse verknüpft. Schon 1933 wurde der Muttertag ein offizieller Feiertag. Die religiös anmutenden Feierlichkeiten wurden in Konkurrenz zur christlichen Feiern auf sonntags 10h angesetzt. 1938 wurde das Mutterkreuz eingeführt. Es wurde bei 4 bis 5 Kindern in Bronze verliehen, Silber gab es bei 6 bis 7 Kindern und Gold ab 8 Kindern. Dabei mussten die "Eltern deutschblütig und erbtüchtig" sein, die "Mutter der Auszeichnung würdig", schließlich "die Kinder lebend geboren" sein. Das Abzeichen trug die Aufschrift "Der Deutschen Mutter" sowie "Das Kind adelt die Mutter".

Sonstiges

Der Muttertag ist nicht mit dem Internationalen Frauentag am 8. März zu verwechseln. In Ostdeutschland wurde bis zur Wiedervereinigung 1989 der Muttertag nicht gefeiert, der Internationale Frauentag fand jedoch statt. Gegenwärtig ist der Muttertag (neben dem Valentinstag) wieder der traditionelle Tag des Genussmittel- und Blumenhandels.

Daten in der Welt

Siehe auch


- Vatertag
- Liste der Gedenktage
- Historische Jahrestage
- Muttertag (Film)

Literatur

Irmgard Weyrather (1993): Mutterkreuz und Muttertag. Der Kult um die "deutsche Mutter" im Nationalsozialismus, Frankfurt/Main

Weblinks


- [http://www.derbruderhof.de/articles/de/jca/Muttertag.htm/ Gedanken der Bruderhofgemeinschaften zum Muttertag]
- [http://www.inweb.de/carsten/muttertg.htm Muttertagsgedicht von Carsten Schmidt]
- [http://www.muttertag-homepage.de Nostalgische Muttertagsseite]
- [http://www.pfeil-magazin.de Artikel auf pfeil-magazin.de: Muttertag, ein tag zum Feiern?] Kategorie:Feste & Brauchtum Kategorie:Familienfest ja:母の日 th:วันแม่แห่งชาติ

Sonntag

Der Sonntag (althochdeutsch: sunnun tag, lateinisch: dies solis, griechisch: heméra Helíou = Tag der Sonne) ist nach deutscher Zählung (DIN 1355) seit 1.1.1976 der siebte Wochentag, nach christlich/jüdischer Zählung der erste, und in den vom Christentum geprägten Ländern wöchentlicher Feiertag.

Gesetzliche Regelungen

Praktisch alle europäischen Länder haben gesetzliche Einschränkungen der Sonntagsarbeit. Diese werden heute nicht mehr religiös, sondern sozial oder humanitär begründet.

Entwicklung des Sonntags

Frühes Christentum

Die ersten Christen waren Juden und hielten den in der Torah bzw. in den zehn Geboten vorgeschriebenen Sabbat als Ruhetag. "Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke beschicken. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer, und alles was darinnen ist. Aber am siebenten Tag ruhte er von allen seinen Werken. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn." (2. Mose 20, 8-10) Parallel zum Sabbat trafen sie (Judenchristen und Heidenchristen) sich aber auch wöchentlich am Tag des Herrn, dem Sonntag (die Bibel erwähnt jedoch an keiner Stelle, dass der Sonntag der Tag des Herrn sei) , zu Schriftlesung, Gebet und Abendmahl. Johannes empfing die Offenbarung "an dem Herrn gehörenden Tag" (welcher nach Genesis 2,3 unverändert der Sabbat ist). An diesem Tag des Herrn (welcher ohne biblischen Bezug eingeführt worden ist) wurde die Auferstehung gefeiert, die nach den Evangelien am dritten Tage nach der Kreuzigung, d.h. am Ostersonntag, erfolgte. Die Bezeichnung Tag des Herrn lebt heute noch in vielen romanischen Sprachen als Bezeichnung des Sonntags fort: franz. Dimanche, ital. Domenica, spa. Domingo leiten sich von dies domini, der lateinischen Übersetzung des griechischen Kyriake heméra, ab. Eine erste Erwähnung des Sonntags gibt es bereits in der Mitte des 1. Jahrhunderts bei Paulus im 1. Korintherbrief: Was aber die Sammlung für die Heiligen angeht: wie ich in den Gemeinden in Galatien angeordnet habe, so sollt auch ihr tun! An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, soviel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme. (1. Korintherbrief Kapitel 16, Vers 2) Die Bedeutung des Sonntags wird bereits für den Beginn des 2. Jahrhunderts durch die Didache (ca. 90), später auch durch Plinius, den Barnabasbrief, durch Ignatius von Antiochia um 110 in Asien, durch Justin den Märtyrer und durch Irenäus von Lyon (um 180) bezeugt. :Didache (ca. 90): Wenn ihr aber am Herrentag zusammenkommt, dann brecht das Brot und sagt Dank, nachdem ihr zuvor eure Übertretungen bekannt habt, damit euer Opfer rein sei. :Barnabasbrief, Alexandria (um 100): Deshalb begehen wir auch den achten Tag (= den Sonntag, den ersten Tag der neuen Woche) in Freude, an dem auch Jesus von den Toten auferstanden und, nachdem er sich geoffenbart hatte, in den Himmel aufgestiegen ist. :Plinius, Kleinasien (um 110): Sie pflegten sich an einem bestimmten Tage vor Sonnenaufgang zu versammeln, Christus als ihrem Gott einen Wechselgesang zu singen... Hernach seien sie auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen... :Justin der Märtyrer, Rom, 1. Apologie (um 150): An dem nach der Sonne benannten Tage findet die Zusammenkunft von allen, die in Städten oder auf dem Lande herum weilen, an einem gemeinsamen Ort statt. Es werden die Aufzeichnungen der Apostel und die Schriften der Propheten vorgelesen, soweit es die Zeit erlaubt. Wenn dann der Vorleser aufgehört hat, hält der Vorsteher eine Ansprache, in der er ermahnt und auffordert, diesen schönen Lehren und Beispielen nachzufolgen. Sodann stehen wir alle zusammen auf und schicken Gebete zum Himmel
- für uns selbst ... und für alle anderen auf der ganzen Welt, auf daß wir würdig werden, ... auch in Werken als gute ... Menschen und als Beobachter der Gebote befunden zu werden, um so das ewige Heil zu erlangen. Nachdem wir die Gebete beendet haben, grüßen wir einander mit einem Kusse. Dann wird dem Vorsteher der Brüder Brot gebracht und ein Becher mit einer Mischung von Wasser und Wein. Dieser nimmt es, sendet durch den Namen des Sohnes und des Heiligen Geistes Lob und Preis zum Vater aller Dinge empor und verrichtet eine lange Danksagung dafür, daß wir dieser Gaben von ihm gewürdigt wurden. Ist er mit den Gebeten und der Danksagung zu Ende, stimmt das ganze anwesende Volk ein, indem es spricht: Amen. Nachdem der Vorsteher die Dankhandlung vollbracht und das ganze Volk eingestimmt hat, reichen die Diakone, wie sie bei uns heißen, jedem Anwesenden vom dankgesegneten Brot und vom mit Wasser vermischten Wein zum Genuß dar und bringen davon auch den Abwesenden.
Während die Einzelheiten bezüglich des Sonntags (Tag des Herrn) in christlichen Gruppen im 2. Jahrhundert variierten (parallel zum Sabbat, ohne Sabbat, als sabbatähnlicher Ruhetag, als Arbeitstag mit Gottesdienst am Abend), gab es keine christliche Gruppe, die den Tag des Herrn nicht feierte. Auch gab es bereits im zweiten Jahrhundert keinen Hinweis darauf, dass der Tag des Herrn als solcher je irgendwie umstritten gewesen war oder neu eingeführt wurde. Daraus lässt sich schließen, dass der Brauch bereits zur Zeit der ältesten Schriftquellen verbreitet war. Was sich allerdings nicht daraus schließen lässt, ist eine durchgehende "Heilighaltung" des Sonntags im Sinne einer Arbeitsruhe. Eher scheint es sich bei den meisten Christen um ein Sammeln der Gaben vor der Geschäftstätigkeit am ersten Tag der Woche (bei Paulus) und um eine geistliche Stärkung vor Beginn der Arbeit (Sonntag als Arbeitstag) gehandelt zu haben. Auch Jesus ruhte nicht am ersten Tag bei seiner Auferstehung (Lukasevangelium Kapitel 24). Ab dem 3. Jahrhundert gab es außer den Ebioniten noch mehrmals uns wenig bekannte Gruppen, die parallel zum Tag des Herrn auch den Sabbat feierten, wie z.B. die Albigenser. Die orthodoxe Kirche hält bis heute an besonderen biblischen Lesungen und während der Fastenzeiten erleichtertem Fasten sowohl für den Samstag wie auch für den Sonntag fest. Die Hauptliturgie findet allerdings auch hier am Sonntag statt, und dieser ist auch in den orthodoxen Ländern der traditionelle Tag der Arbeitsruhe.

Spätes Römisches Reich

Im Jahre 321 erklärte Konstantin I. den dies solis zum Feiertag. Dieser von den Christen als Tag des Herrn gefeierte Tag war auch bei den Anhängern des Mithraskults der heilige Tag. Konstantin konnte mit diesem Edikt also gleich zwei wichtigen Religionen einen Gefallen tun (und offen lassen, welche er besonders meinte). :Alle Richter und Einwohner der Städte, auch die Arbeiter aller Künste, sollen am ehrwürdigen Tag der Sonne ruhen. Dringende landwirtschaftliche Arbeit ist bei Konstantin ausgenommen.

Mittelalter

Während im Frühmittelalter Sonntagsruhe im heutigen deutschen Sprachraum noch kein Thema war, entwickelten sich im Laufe des Mittelalter kirchliche Gebote: Christen hatten am Gottesdienst teilzunehmen, der Sonntagsfrevel (Sonntagsarbeit) gefährde das Seelenheil. Gleiches galt auch für eine allmählich immer weiter zunehmende Zahl von kirchliche Feiertagen.

Reformation

In der Reformation war der absolut arbeitsfreie Sonntag nicht wesentlich, es ging bei der Sonntagsheiligung in erster Linie um den Gottesdienstbesuch. Die meisten anderen kirchlichen Feiertage wurden abgeschafft. :Martin Luther, Großer Katechismus: Darum geht nun dies Gebot nach dem groben Verstand uns Christen nichts an, denn es ein ganz äußerliches Ding ist, wie andere Satzungen des Alten Testaments, an sonderliche Weise, Person, Zeit und Stätte gebunden, welche nun durch Christum alle frei gelassen sind. Aber einen christlichen Verstand zu fassen für die Einfältigen, was Gott in diesem Gebot von uns fordert, so merke, daß wir Feiertage halten nicht um der verständigen und gelehrten Christen willen, denn diese bedürfen nirgends zu, sondern erstlich auch um leiblicher Ursache und Notdurft willen, welche die Natur lehrt und fordert für den Gemeinden Haufen, Knechte und Mägde, so die ganze Woche ihrer Arbeit und Gewerbe gewartet, daß sie sich auch einen Tag einziehen, zu ruhen und erquicken. Darnach allermeist darum, daß man an solchem Ruhetage (weil man sonst nicht dazu kommen kann) Raum und Zeit nehme, Gottesdienstes zu warten; also daß man zu Haufe komme, Gottes Wort zu hören und handeln, darnach Gott loben, singen und beten. :Heidelberger Katechismus: 103. Was will Gott im vierten Gebot? -- Zum Ersten will Gott, daß das Predigtamt und die Schulen erhalten werden und ich besonders am Feiertage regelmäßig zur Gemeinde Gottes komme, um das Wort Gottes zu lernen, die heiligen Sakramente zu gebrauchen, den Herrn öffentlich anzurufen und das christliche Almosen zu geben. Zum Zweiten will er, daß ich alle Tage meines Lebens von meinen bösen Werken feiere, den Herrn durch seinen Geist in mir wirken lasse und so den ewigen Sabbat in diesem Leben anfange.

Neuzeit

Im 17. Jahrhundert kommt durch die von den Puritanern beeinflussten Pietisten wieder eine sabbatähnliche Sonntagsheiligung auf, die in den folgenden Jahrhunderten durch die Industrialisierung immer weniger eingehalten wird. Erst Ende des 19. Jahrhunderts kommen wieder erste Arbeitsgesetze, die die Arbeit am Sonntag einschränken (z.B. Schweizer Fabrikgesetz von 1877). Die Weimarer Reichsverfassung legte 1919 fest: Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erbauung gesetzlich geschützt. Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland von 1949 ist dieser Artikel der Weimarer Verfassung "Bestandteil dieses Grundgesetzes".

Gegenwart

Der wirtschaftliche Druck durch Maschinen, deren Auslastungszeit möglichst 24 Stunden am Tag betragen soll, setzt sich sowohl gegen die traditionell-religiösen als auch gegen die sozialen und humanitären Gründe durch. Neuere Arbeitsgesetze lassen für den Sonntag wieder mehr und mehr Ausnahmen zu. Neben dem Christentum kennen auch das Judentum und der Islam den siebentägigen Feiertagsrhythmus. Zum Judentum siehe Schabbat. Im Islam nimmt der Freitag die Rolle des Sonntags ein, wobei der Tag jedoch früher nicht komplett arbeitsfrei war, sondern nur aus religiösen Gründen jedermann der mittägliche Besuch der Moschee ermöglicht werden sollte. Der Wochenbeginn ist jedoch auch im Islam am Sonntag. Arbeitsfreier Tag wurde der Freitag in einigen islamischen Ländern im 20. Jahrhundert -- analog zum Sonntag in westlichen Ländern. In den USA beginnen Kalenderwochen immer am Sonntag. Damit wird die Christusbezogenheit der amerikanischen Gesellschaftsordnung bekräftigt.

Siehe auch


- Siebenten-Tags-Adventisten
- Siebenten-Tags-Baptisten
- Das Wort zum Sonntag

Weblinks


- [http://www.ekd.de/EKD-Texte/2064_menschen_sonntag_1999.html Gemeinsame Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz, 1999] !7 Kategorie:Kalender ja:日曜日 ko:일요일 ms:Ahad simple:Sunday th:วันอาทิตย์

Feiertag

Ein Feiertag oder auch Festtag ist ein aus dem Alltag besonders herausgehobener Tag. Alle Kulturen und Nationen feiern in ihrer Zeitstruktur bestimmte Ereignisse von gesellschaftlichem Rang. Während ursprünglich einzelne mit besonderen astronomischen zyklischen Höhepunkten einhergehende Tage begangen wurden (z.B. Sonnen- oder Mondfeste), etablierte das Judentum mit dem Sabbatgebot die Siebentagewoche mit dem Sabbat, an dem die Arbeit ruhte, als wichtigstem Feiertag. Katholischer und evangelischer Wochenfeiertag ist der Sonntag, der Freitag wird im Islam gefeiert. Entgegen landläufiger Meinung haben die Deutschen nicht die meisten Feiertage. Ursprünglich ließen sich Feiertage nach politischer bzw. religiöser Relevanz nicht trennen. Heute unterscheidet man z.B.

Religiöse Feiertage

Hauptartikel: Religiöse Feiertage

Politische und kalendarische Feiertage

Gesetzliche Feiertage:
- Neujahr
- Tag der Arbeit
- Nationalfeiertage
  - Tag der Deutschen Einheit
- Kirchliche Feiertage
  - Weihnachten

Feste und bewegliche Feiertage

Allgemein kann man auch zwischen den festen und beweglichen Feiertagen unterscheiden, die festen Feiertage finden immer am gleichen Tag (Datum) des Jahres statt: das Neujahrsfest, Heilige Drei Könige, der Erste Mai, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen, Weihnachten usw. Die beweglichen Feiertage sind mehrheitlich im Kirchenjahr von dem Mondkalender bestimmt (aus der jüdischen und heidnischen Tradition) und finden jedes Jahr an einem anderem Tag statt: Karneval, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam usw. Aber auch viele lokale Feste (z. B. das Oktoberfest in München) basieren oft auf dem Kirchenjahr und werden auch traditionell jedes Jahr an einem anderen Tag des Jahres gefeiert.

Bewegliche Feiertage

Einige Ostertermine

(Zur Berechnung siehe: Osterdatum)

Individuelle Feiertage


- Geburtstag
- Namenstag
- Hochzeitstag
- Jubiläum
  - Berufsjubiläum
  - Firmenjubiläum etc.

Siehe auch


- Gedenktag, Bewegliche Gedenktage
- Feiertage (Deutschland)
- Feiertage (Österreich)
- Feiertage (Russland)
- Feiertage (Schweiz)
- Feiertage (USA)
- Feiertage (Japan)
- Nauruische Feiertage

Weblinks


- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_feiertage Online-Berechnung der (kirchlichen) Feiertage und besonderen Termine eines Jahres]
- [http://www.datumsrechner.de Programm zur Offline-Berechnung von gesetzlichen Feiertagen, Kirchenereignissen und anderen Kalenderdaten]
- [http://www.weltzeituhr.de/kalender/kalender.php Feiertage aller Länder]
- [http://www.statistik.bayern.de/daten/bayern/bevoelkerung/himmelfahrt/index.php Gemeindeverzeichnis für Mariä Himmelfahrt in Bayern]
- [http://www.tondering.dk/claus/calendar.html Calendar FAQ]
-
- Kategorie:Feste & Brauchtum Kategorie:Gedenktag Kategorie:Kirchenjahr Feiertage, bewegliche ! Kategorie:Religiöses Fest Kategorie:Zeitbegriff ja:祝日 ms:Hari raya

Mutterschaft

Mutterschaft ist der Status, in den die Frau durch Geburt oder Adoption eines Kindes gelangt. Sie ist biologisch (siehe Mutter) und sozial definiert. Zusammen mit dem Vater nimmt im erwünschten Normalfall die Mutter die Aufgabe der Elternschaft wahr. Soziologische Aufgaben der Mutterschaft sind die Ernährung und Erziehung des unselbständigen, anfangs hilflosen, Kindes bis zum Alter und Zustand der völligen eigenen Übernahme dieser Aufgaben durch das betreute Kind selbst. Mit Erreichen dieses Zustands tritt das Kind in den Status des selbständigen Gesellschaftsmitgliedes ein. Legal wird dieser Zeitpunkt durch das Erreichen der Mündigkeit markiert, die elterlichen Pflichten können sich aber, je nach Gesellschaftssystem, weit über diesen Zeitpunkt erstrecken. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben arbeiten im Idealfall nicht nur die Eltern zusammen, sie werden auch von der Gesellschaft durch verschiedene Einrichtungen und Maßnahmen unterstützt. Kategorie:Verwandtschaft

13. Jahrhundert

Das 13. Jahrhundert begann am 1. Januar 1201 und endete am 31. Dezember 1300.
Etwa zur Jahrhundertmitte war der Übergang vom Hochmittelalter zum Spätmittelalter in Europa.

Ereignisse und Entwicklungen


- Vierter bis achter Kreuzzug
- Untergang der Dynastie der Hohenstaufen
- Die Mongolen unter Dschingis Khan erobern große Teile Asiens und Osteuropas und errichten eine mongolische Dynastie in China
- Marco Polo erreicht China und Tibet
- Erste islamische Reiche entstehen in Südostasien
- Ewiger Bund der Eidgenossen (Gründungsjahr der Schweiz 1291)
- In Straßburg entsteht die erste Bauhütte. Bauhütten gelten als Vorläufer der Zünfte.
- Gründung des Franziskanerordens

Persönlichkeiten


- Franz von Assisi, Gründer des Franziskanerordens
- Albertus Magnus, Universalgelehrter und Theologe
- Thomas von Aquin, Theologe
- Ludwig IX., König von Frankreich
- Friedrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- Dante Alighieri, italienischer Dichter
- Dschingis Khan, mongolischer Khan
- Baibars al-Bunduqdari, mamluckischer Sultan von Ägypten und Syrien
- Robert von Sorbon, französischer Gelehrter

Erfindungen und Entdeckungen


- Der Kompass wird aus dem Osten eingeführt. Er ermöglicht den Schiffen, von nun an fernab der Küsten zu segeln. 01-13 ! ja:13世紀 ko:13세기 simple:13th century th:คริสต์ศตวรรษที่ 13

1644

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- René Descartes veröffentlicht die Prinzipien der Philosophie (Principia philosophiae), das bereits das Trägheitsprinzip vorstellt, wie es Isaac Newton später für sein 1. Axiom verwendet hat
- Das erste deutsche Walfangschiff legt in Hamburg ab
- Weihnachten darf in England nach einem Parlamentsbeschluss nicht gefeiert werden

Kultur


- Gründung des Pegnesischen Blumenordens

Geboren


- 10. Januar: Louis-François de Boufflers, französischer Feldherr und Marschall von Frankreich († 1711)
- 24. Februar: Johann Ambrosius Bach, Sohn des Stadtmusikanten Christoph Bach
- 14. Mai: Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg, Fürstbischof und Domherr († 1693)
- 22. Mai: Gabriel de Grupello, belgischer Bildhauer († 1730)
- 16. Juni: Henrietta Anne Stuart, französische Herzogin († 1670)
- 27. Juni: Christian Ernst zu Bayreuth, Landesherr († 1712)
- 2. Juli: Abraham a Sancta Clara, deutschsprachiger Publizist, Kanzelredner und Schriftsteller († 1709)
- 6. August: Louise de La Vallière, Mätresse Ludwigs XIV. († 1710)
- 12. August: Heinrich Biber, böhmischer Geiger und Komponist († 1704)
- 25. September: Ole Rømer, dänischer Astronom († 1710)
- 14. Oktober: William Penn, Quäker und Begründer Pennsylvaniens († 1718)
- 28. Oktober: Franz Ferdinand Freiherr von Rummel, Fürstbischof der Diözese Wien († 1716)
- 23. Dezember: Tomás de Torrejón y Velasco, peruanischer Komponist († 1728)
- Heinrich Ignaz Franz von Biber, deutscher Komponist († 1704)
- Antonio Stradivari, italienischer Geigenbauer († 1737)
- Matsuo Basho (松尾芭蕉), japanischer Dichter († 1694)

Gestorben


- Francisco de Zurbarán (
- 1598)
- 24. Mai: Alfonso III. d'Este, ältester Sohn des Herzogs Cesare d'Este (
- 1591)
- 29. Juli: Urban VIII., Papst von 1623–1644 (
- 1599)
- 2. August: Bernardo Strozzi, italienischer Maler (
- 1581)
- 15. Dezember: Johann Truchseß von Waldburg-Zeil, Abt auf der Reichenau und Domherr in Köln (
- 1598)
- 30. Dezember: Johan Baptista van Helmont, belgischer Universalwissenschafter, Arzt, Naturforscher und Chemiker (
- 1579) ko:1644년

Brauchtum

Brauchtum ist ein Begriff der Volkskunde für die Gesamtheit und für Teile der Bräuche und Sitten einer bestimmten menschlichen Gemeinschaft. Das Brauchtum wird in der Regel von der Mehrheit der Individuen dieser Gemeinschaft akzeptiert und tradiert.
Brauchtum ist zu unterscheiden einmal vom Ritus, der die soziale mit der religiösen Welt zu verbinden sucht, zum anderen von der Gewohnheit, die eine nüchterne zweckmäßige, nicht notwendigerweise soziale Routine darstellt. Das Ritual ist Teil des Brauchtums. Ein Brauch (v. althochdt.: bruh = Nutzen) ist eine innerhalb einer festen sozialen Gemeinschaft erwachsene Gewohnheit (=Tradition). Die Gewohnheiten eines Individuums hingegen werden nicht "Brauch" genannt. Aus ethnologischer Sicht bestimmt "Brauch" den Ablauf von Zeremonien, "Sitte" hingegen ist die hinter dem Brauch stehende moralische Ordnung. Ein Brauch äußert sich als Begleitphänomen bestimmter als Einschnitte wahrgenommener Lebenserfahrungen. Die menschliche Kultur hat ein reiches Brauchtum entwickelt, das sich im Bereich der
- biologischen (Geburt, Sexualität, Tod)
- gesellschaftlichen (Jubiläen, Feste, Feiern) bzw.
- transzendenten (Kultus) Erfahrung und Entwicklung äußert. Die Übergangsriten bei Menarche, Geburt und Tod, Mannbarkeit und Hochzeit haben ihr je eigenes traditionelles Brauchtum. Im Jahreskreis bietet dieser Vorrat eine bunte Vielzahl von Höhepunkten, von Advent, Weihnachten, Silvester, Dreikönigstag über Karneval und Ostern bis zum Erntedankfest (siehe auch [http://matriarchat.info/index.php?option=com_content&task=view&id=122&Itemid=158 Schnitterfest]), St. Nikolaus (Nikolaustag). Deren festlicher oder ausgelassener Charakter ermöglicht für einen Moment, sich über den Alltag hinauszuheben. Bräuche dienen der Sinn-, Identitäts- und Integrationsstiftung. Sie vereinen und wirken gemeinschaftsbildend. Bei Staatsbesuchen erklingen die Nationalhymnen und in Gestalt der gehissten Flagge wird die jeweilige Nation geehrt. Sport- und Musikvereine, Zünfte und Universitäten, Kindergruppen, Jugendcliquen oder -banden bilden und bewahren regionales wie nationales Brauchtum. Brauchtum wirkt zudem handlungsorientierend. Es liefert einen Rahmen, einen Satz von Zeichen und Symbolen, Anweisungen und Rollen und passt diese an. Oftmals stellt das Brauchtum eine genaue Formulierung für eine bestimmte Gelegenheit bereit, die durch die Beteiligten erwartet wird. Im Lauf der Entwicklung können Bräuche ihre Bedeutung verlieren und zum leeren Selbstzweck werden. Hierin sind sie dem Ritual verwandt, bei dem es auch durch die Entkopplung von Form und Inhalt zur Aushöhlung, bzw. Sinnentleerung kommen kann. Bräuche und Rituale werden von den sozialen Akteuren nur dann als sinnerfüllt erlebt, wenn Form und Inhalt zusammengehen. Die industrielle Revolution des 19. und 20. Jahrhunderts zeitigte den Übergang von einer überwiegend landwirtschaftlich geprägten zu einer städtisch-industriellen, modernen Gesellschaft. Dieses brachte einen Verlust der Bedeutung vieler kollektiver Gewohnheiten und regionaler Bräuche mit sich, die in der vorindustriellen Welt beheimatet waren. Dies wird häufig als Traditionsverlust bezeichnet und kritisiert. Umgekehrt stellen Volkskundler fest, dass permanent neues Brauchtum entsteht. Dieses Brauchtum hat aber oft nicht die gleiche Bindekraft wie die Bräuche früherer Zeiten. Hintergrund ist, dass die Traditionsketten, die Bräuche überliefern, kürzer werden.

Brauchtum im Jahreslauf


- Nach Jahreszeiten: Neujahrsbrauchtum - Brauchtum im Frühling - Brauchtum im Sommer - Brauchtum im Herbst - Brauchtum im Winter
- Nach Monaten: Brauchtum im Januar - Brauchtum im Februar - Brauchtum im März - Brauchtum im April - Brauchtum im Mai - Brauchtum im Juni - Brauchtum im Juli - Brauchtum im August - Brauchtum im September - Brauchtum im Oktober - Brauchtum im November - Brauchtum im Dezember
- Nach dem Kirchenjahr: Brauchtum zu Weihnachten (inkl. Adventszeit) - Fastnachtsbrauchtum - Karneval - Brauchtum zu Ostern (inkl. Fastenzeit) - Pfingstbrauchtum - Brauchtum zur Kirchweih - Brauchtum zu Allerheiligen
- Nach Tätigkeiten im Bauernjahr: Erntebrauchtum

Religiöses und nationales Brauchtum

Christliches Brauchtum - Jüdisches Brauchtum - Islamisches Brauchtum - Germanisches Brauchtum - Römisches Brauchtum

Brauchtum im Lebenslauf


- Liebesbrauchtum - Verlobungsbrauchtum - Hochzeitsbrauchtum
- Bestattungsbrauchtum

Brauchtum der Berufe und Stände


- Brauchtum zum Abitur - studentisches Brauchtum
- Brauchtum im Bergbau - Brauchtum im Handwerk
- Brauchtum der Schützen - soldatisches Brauchtum

Literatur


- Herbert Schwedt (Hrsg.): Brauchforschung regional. Stuttgart 1988 (Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung 14)
- Andreas C. Bimmer: Brauchforschung. In: Rolf W. Brednich (Hg.): Grundriss der Volkskunde. Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie. 3. überarb. u. erw. Auflage Berlin 2001, S. 445 – 468

Siehe auch

Tradition - Folklorismus - Historizismus - Ethnologie - Volkstanz - Folklore - Tanzverbot

Weblinks


- [http://www.brauchtumsseiten.de Das Brauchtum von A-Z verständlich erklärt] !Brauchtum Kategorie:Volkskunde Kategorie:Soziologie Kategorie:Alltagskultur simple:Custom

Tradition

Tradition bezeichnet die Überlieferung des Wissens, der Fähigkeiten sowie der Sitten und Gebräuche in einer Kultur oder einer Gruppe. Der Gebrauch des Wortes ist allerdings nicht einheitlich. Unter Tradition versteht man unter anderem
- das Überlieferte, die Überlieferung selbst (traditum)
- das Überliefern, die Weitergabe (tradendum)
- Gepflogenheiten, Konventionen, Brauchtum

Begriff

Allgemein

Tradition stammt von lateinisch traditio („Übergabe, Auslieferung, Überlieferung“). Das Substantiv leitet sich wiederum her vom Verb tradere (aus „trans-“ 'hinüber-' und -dare 'geben'). Die Wortbedeutung entspricht weitgehend dem altgriechischen Wort paradosis. Insgesamt lassen sich zwei Hauptbedeutungen unterscheiden: 1. Tradition als kulturelles Erbe und 2. Tradition als Tradierung. Forschungen zum Begriff und zum Verhältnis der beiden Hauptbedeutungen fallen in den Bereich der Traditionstheorie.

Tradition als kulturelles Erbe

Unter Tradition wird in der Regel die Überlieferung der Gesamtheit des Wissens, der Fähigkeiten sowie der Sitten und Gebräuche einer Kultur oder einer Gruppe verstanden. Tradition ist in dieser Hinsicht das kulturelle Erbe, das von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Wissenschaftliches Wissen und handwerkliche Kunst gehören ebenso dazu, wie Rituale, moralische Regeln und Speiseregeln. Neben diesen hochkulturellen Inhalten werden zuweilen auch nur temporär gültige Üblichkeiten als Tradition bezeichnet. In diesem Sinne wird der Ausdruck traditionell gebraucht; es ist das Übliche und Gewohnte. Der eher bildungssprachliche Ausdruck traditional wird dagegen auf die hochkulturellen Inhalte bezogen.

Tradition als Tradierung

Seltener bezeichnet Tradition die Tradierung, also den Prozess der Überlieferung selbst, auch wenn in systematischer Hinsicht der Traditionsprozess die Grundlage für die Tradition als kulturelles Erbe bildet.

Traditionstheorie

Traditionstheorien gibt es in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen: In der Ethnologie, der Soziologie, der Philosophie, der Theologie, der Literaturwissenschaft und der Rechtswissenschaft. Dabei konzentrieren sich die einzelnen Wissenschaften jeweils auf Teilaspekte des Phänomens Tradition. Bislang liegt kein Ansatz für eine systematisch entwickelte Traditionstheorie vor. Vor allem die Soziologie hat sich dem Phänomen Tradition zugewandt: Max Weber zählt die Orientierung an Tradition zu einem der vier Grundtypen sozialen Handelns. Edward Shils und Shmuel N. Eisenstadt haben der Entwicklung der Traditionstheorie für die Soziologie große Bedeutung beigemessen und ihre Überlegungen dazu monographisch dargelegt. Auch der Philosoph Karl Popper sah die Entwicklung einer Traditionstheorie vor allem als Aufgabe der Soziologie. Auf philosophischer Seite haben sich insbesondere Josef Pieper, die so genannte Ritter-Schule und Alasdair MacInytre mit traditionstheoretischen Fragen befasst: Pieper hat vor allem die Verbindung von mittelalterlicher Philosophie und Katholizismus in den Blick genommen. Die Ritter-Schule hat Tradition vor allem wegen der geschichtlichen Einbettung allen kulturellen Lebens diskutiert. MacIntyre hat als Kommunitarist auf die Notwendigkeit traditionaler und regional gültiger Maßstäbe für die gegenwärtige Ethik und Politik verwiesen.

Traditionskritik

Traditionskritik ist zum einen der Name einer Methode in der historisch-kritischen Textforschung, zum anderen eine Bezeichnung der Kritik an Tradition und den tradierten Inhalten selbst.

Historisch-kritische Methode

Traditionskritik als historisch-kritische Methode dient dazu, in verschriftlichten Texten die zugrundeliegenden mündlich verbreiteten Fassungen zu rekonstruieren (beispielsweise bei biblischen Texten, Lehrmärchen, Gebetssammlungen, Mythen).
Die Traditionskritik steht im Verbund mit anderen historisch-kritischen Methoden, zum Beispiel der Textkritik und der Formkritik, und lässt sich aus dem Forschungszusammenhang nicht als eigenstänige Methode herauslösen.

Kritik der Tradition

Traditionskritik meint auch Kritik an Tradition als dem überlieferten, kulturellen Bestand. Tradition wird dann problematisch, wenn Formen sich verselbstständigen, deren ursprünglicher Sinn verloren ging: „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage“ (Goethe).
In Europa begann mit der Reformation, später mit Rationalismus und Aufklärung, ein kritisches Infragestellen überlieferter Formen des Wissens, Glaubens und der Moral. Mit der Betonung des Vernunftprinzips (das an die Stelle des reformatorischen Schriftprinzips trat) wurde die Gültigkeit jedes Traditionsprinzips in Frage gestellt. Darauf reagierte schon frühzeitig der Französische Traditionalismus, Ausdruck der konservativen Reaktion. Das Kräftemessen von Tradition und Vernunft hält bis in die Gegenwart an. Zusammen mit der Eigendynamik eines rationalisierenden Kapitalismus und den Folgen kultureller und ökonomischer Globalisierung ist derzeit eine weltweite Revision überkommener Werte und Überlieferungen zu beobachten. Als Gegenreaktion sind ebenfalls weltweit fundamentalistische Tendenzen zu verzeichnen. Wie schon der Französische Traditionalismus ist die konservative Reaktion in der Gegenwart häufig religiös legitimiert und gewaltbereit.

Tradition in den Kultur- und Geisteswissenschaften

Ethnologie

Geschichtswissenschaft

Auch die Geschichtswissenschaft versteht unter dem Begriff Tradition alles, was von Begebenheiten in irgendeiner Form überliefert worden ist und durch menschliche Auffassung hindurchgegangen und wiedergegeben ist. In den vergangenen Jahren sind so genannte „erfundene Traditionen“ (invented traditions, vergleiche Eric Hobsbawm), die zur Legitimierung bestimmter Dinge und Handlungsweisen dienen sollen, zunehmend ins Blickfeld der Historiker gekommen.

Rechtswissenschaft

In der antiken Rechtssprache (römisches Recht) war Tradition (traditio) der Übergabeakt einer (beweglichen) Sache zum Beispiel bei der Vererbung und beim Kauf. Daher auch die noch heute manchmal begegnende Verwendung von Tradition als Auslieferung (vergleiche englisch: trade). In der modernen Rechtswissenschaft bezeichnet Traditionstheorie einen bestimmten Ansatz zur Abgrenzung des öffentlichen Rechts vom Privatrecht. Die Traditionstheorie bezeichnet danach die Auffassung, dass bestimmte Rechtsgebiete traditionell dem öffentlichen Recht zugeordnet werden. Dazu gehören zum Beispiel Rechtsstreitigkeiten innerhalb des Polizei-, des Ordnungs- und des Verwaltungsrechtes.
Neben der Traditionstheorie gibt es als weitere Abgrenzungstheorien die Interessentheorie, die Subordinationstheorie (auch: Subjektstheorie) und die Sonderrechtstheorie (auch: modifizierte Subjektstheorie]].

Tradition und Religion

Tradition im Judentum

Tradition ist im Judentum immer im Zusammenhang von Tradierung, Lehre und Erinnerung gesehen worden. In Deuteronomium 6 (5. Mose 6) findet sich die Anweisung, das jüdische Glaubensbekenntnis als Summe des (göttlichen) Gesetzes an den Sohn weiter zu geben, dass dieser es an seinen Sohn weiter gebe. Außerdem soll die Erinnerung an die Geschichte des eigenen Volkes, seine Entstehung und an den mit Gott am Berge Sinai geschlossenen Bund tradiert werden. Kern des jüdischen Traditionsverständnisses ist das Gesetz, die Tora. Bei der Überlieferung der Tora wird unterschieden zwischen der schriftlichen Tora (die so genannten fünf Bücher Mose) und der mündlichen Tora, der (zunächst) mündlich überlieferten Auslegung der schriftlichen Tora. Diese ist wiederum zum Teil verschriftlicht im Talmud. Einen eigenen Begriff für solche Tradition gibt es im Tanach nicht. Es gibt wohl das Wort magan, das überliefern im Sinne von ausliefern meint, nicht aber im hier behandelten Sinn. Ein solches Wort entwickelt sich erst später aus dem Wort masorät (das Verpflichtende, Bindende). Daraus leiten sich die Bezeichnung Masoreten ab, die im speziellen für eine jüdische Gelehrtengruppe des Mittelalters gebraucht wird. Die Masoreten bemühten sich um eine möglichst genaue schriftliche Überlieferung der Tora. Sie erstellten unter hinzufügen der Masora, einem umfangreichen textkritischen Apparat, den sogenannten Masoretischen Text. Masora gilt heute als Kernbegriff des jüdischen Überlieferungsverständnisses.

Tradition im Christentum

Katholizismus

In der römisch-katholischen Kirche wird unter Tradition die neben der Bibel stehende, aber genauso verbindliche Glaubenslehre seit den Aposteln und Kirchenvätern verstanden. Als Traditionsprinzip dient diese Glaubenslehre in der römisch-katholischen Exegese zur Auslegung der christlichen Heiligen Schrift; nach römisch-katholischer Auffassung kann die wahre Aussage christlich-biblischer Texte nur durch die Auslegungstradition der Kirche verstanden werden. Das Traditionsprinzip ergänzt demnach das Schriftprinzip.

Christliche Orthodoxie

Der Begriff der Orthodoxie verweist bereits auf die beiden wesentlichen Aspekte des orthodoxen Traditionsverständnisses: Orthodoxie heißt zugleich „richtiger Glaube“ und „ richtiger Lobpreis“. Die „Rechtgläubigkeit“ bezieht sich vor allem auf die biblische Überlieferung. Für den orthodoxen Glauben ist wichtig, sich dem Ursprünglichen zuzuwenden und diesem Ursprünglichen treu zu bleiben. Der biblische Text gilt als Garant, Herzstück und Kern der Tradition. An diesem Punkt unterschiedet sich die Orthodoxie wesentlich vom römischen Katholizismus, der die kirchliche Lehrtradition eher gleichberechtigt neben die Bibel stellt. In den Anfängen der Reformation sahen die ersten Reformatoren in den orthodoxen Kirchen mögliche Verbündete. Erste Kontaktaufnahmen bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts blieben am Ende aber folgenlos. Der „rechte Lobpreis“ bezieht sich auf den liturgischen Gottesdienst. Die sogenannte „Göttliche Liturgie“ geht im Kern auf jüdische und frühestchristliche Formen zurück; seit gut 1000 Jahren wird sie in unveränderter Form gefeiert. Allerdings haben sich unterschiedliche Varianten dieser Liturgie entwickelt. Die bekannteste Form geht auf die Liturgie aus Konstantinopel zurück und ist in allen Orthodoxen Kirchen in Gebrauch. Diese liturgische Tradition, zu der neben den Texten auch Melodien, Handlungsabläufe, Gewänder, liturgische Geräte, der Kirchenbau selbst, Ikonen etc. gehören, hat eine ebenso große Bedeutung wie die biblische Lehre und wird auch oft zur Auslegung der Bibel herangezogen.

Protestantismus

Seit der Reformationszeit, in der das römisch-katholische Traditionsverständnis kritisiert wurde, entwickelte sich der Begriffsgegensatz von christlicher Heiliger Schrift und Tradition. Das Traditionsprinzip wurde zugunsten des Schriftprinzips als notwendiges Element des wahren Schriftverständnisses aufgegeben; nach evangelischer Lehre ist die heilige Schrift selbsterklärend und deshalb allein die Schrift verbindlich für Fragen des Glaubens (vergleiche sola scriptura). In einer gewissen Spannung hierzu stehen die neuen Traditionen, die sich in den einzelnen evangelischen Konfessionen herausgebildet haben. Die neuzeitliche Traditionskritik der Aufklärung verdankt sich wesentlich des traditionskritischen Impulses der Reformation, ging aber auch wesentlich darüber hinaus, indem sie auch die Bibel selbst als zu kritisierende Tradition verstand.

Tradition im Islam

Im Kern des islamischen Traditionsverständnisses steht der Begriff der Sunna (arabisch für „Tradition, Überlieferung“). Weil im Koran als dem geoffenbarten Gotteswort nicht für alle Lebensbereiche Regeln niedergeschrieben waren, hat sich nach dem Tod Mohammeds ein Lehr- und Rechtssystem entwickelt, das verschiedene säkulare Rechts- und Brauchtumstraditionen aufnahm und in Verbindung mit Mohammed religiös fundierte. Nach zunächst mündlicher Überlieferung in vier verschiedenen Rechtsschulen, die auf verschiedene Imame als Nachfolger Mohammeds zurückgehen, wurde die Sunna gut 200 Jahre nach Mohammeds Tod in mehreren Büchern verschriftlicht.
Die überlieferten Rechtssammlungen gelten nicht in allen islamischen Glaubensrichtungen. Die Sunniten halten alle vier Rechtsschulen für orthodox und akzeptieren die gesamte Sunna. Die Schiiten halten nur die Rechtstradition jener Gelehrten für orthodox, die sich zu Ali ibn Abi Talib als einzig legitimen Nachfolger Mohammeds bekennen.

Weiteres

Literatur


- Aleida Assmann: Zeit und Tradition. Kulturelle Strategien der Dauer (1999) ISBN 3-412-03798-2
- Karsten Dittmann: Tradition und Verfahren (2004) ISBN 3-8334-0945-2
- Samuel N. Eisenstadt: Tradition, Wandel und Modernität (1973; dt. 1979) ISBN 3-518-57901-0
- Josef Pieper: Über den Begriff der Tradition (1958)
- Leonhard Reinisch (Hrsg.): Vom Sinn der Tradition (1970) ISBN 3-406-02468-8
- Edward Shils: Tradition (1981) ISBN 0-226-75325-5

Siehe auch


- Folklorismus
- Historizismus
- Kultur
- philosophia perennis

Weblinks


- [http://www.holmespeare.de/tradition/ Texte, Zitate und Links zum Thema Tradition]
- [http://www.theologie-systematisch.de/erkenntnislehre/8schrift-tradition.htm Aktuelle Literatur zur theologischen Bedeutung der Tradition] Kategorie:Ethnologie Kategorie:Feste & Brauchtum Kategorie:Geschichtswissenschaft Kategorie:Religionswissenschaft Kategorie:Kultur Kategorie:Wertvorstellung Kategorie:Volkskunde

20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert begann am 1. Januar 1901. Allerdings erließ der damalige Kaiser Wilhelm II. ein Dekret, welches in Deutschland den Beginn des neuen Jahrhundert auf den 1. Januar 1900 legte. Das 20. Jahrhundert zählt zur Epoche der Neuzeit und endete am 31. Dezember 2000.

Ereignisse/Entwicklungen


- Erster Weltkrieg (19141918)
- sozialistische und kommunistische Revolutionen in Europa, Asien und Amerika (vergleiche Kommunistische Partei)
  - Oktoberrevolution (1917)
  - Novemberrevolution (1918)
  - Chinesische Revolution (1949)
    - infolge: Okkupation Tibets durch die chinesische Volksbefreiungsarmee (1951)
  - Kubanische Revolution (1959)
- Zweiter Weltkrieg (19391945)
  - Holocaust und Shoa
- Kalter Krieg (Beginn um 1945, Ende etwa 1991)
  - Koreakrieg (19501953)
  - Mauerbau (1961)
  - Kubakrise (1962)
  - Vietnamkrieg (1964-1975)
- Teilung Deutschlands, Gründung der Bundesrepublik und Verkündung des Grundgesetzes (19451949)
- Nahostkonflikt
  - Palästinakrieg (1948)
  - Sechs-Tage-Krieg (1967)
  - Jom-Kippur-Krieg (1973)
  - Intifada (ab 1987)
- die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet 1948 in Form einer UNO-Resolution die Gemeinsame Erklärung der Menschenrechte
- Viele ehemaligen Kolonien werden unabhängig.
- Kulturrevolution in der Volksrepublik China (1966-1976)
- Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986)
- Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990

Erfindungen und Entdeckungen


- Elektronik (erst mit Röhren, dann mit Transistoren)
  - Röhre
  - Transistor
  - Computerchip
- Funktechnik
  - Radio
  - Fernseher
  - Mobilfunk
- DNA-Struktur
  - Gentechnik
- Flugzeug
- Raumfahrt
  - Erste Mondlandung
- Kernenergie
  - Kernreaktor
  - Atombombe
- Internet

Persönlichkeiten

Politik und Adel


- Konrad Adenauer (Bundesrepublik Deutschland)
- Bhimrao Ramji Ambedkar
- Askar Akajew (Kirgisien)
- Salvador Allende (Chile)
- Jassir Arafat (Palästinenser)
- Kemal Atatürk (Türkei)
- Clement Attlee (Großbritannien)
- Menachem Begin (Israel)
- David Ben Gurion (Israel)
- Jean Bedel Bokassa
- Pieter Willem Botha (Südafrika, Apartheid)
- Elizabeth Bowes-Lyon (Großbritannien)
- Willy Brandt (Bundesrepublik Deutschland)
- Leonid Iljitsch Breschnew (UdSSR)
- George Herbert Walker Bush (USA)
- Heinrich Brüning (Weimarer Republik)
- Jimmy Carter (USA)
- Fidel Castro (Kuba)
- Nicolae Ceauşescu (Rumänien)
- Neville Chamberlain (Großbritannien)
- Jacques Chirac (Frankreich)
- Nikita Chruschtschow (UdSSR)
- Winston Churchill (Großbritannien)
- Dalai Lama Tibet
- Frederik Willem de Klerk (Südafrika)
- Deng Xiaoping (Volksrepublik China)
- Alexander Dubček (Tschechoslowakei)
- Friedrich Ebert (Deutschland)
- Dwight D. Eisenhower (USA)
- Ludwig Erhard (Bundesrepublik Deutschland)
- Valéry Giscard d'Estaing (Frankreich)
- Gerald Ford (USA)
- Francisco Franco (Spanien)
- Mahatma Gandhi (Indien)
- Hans-Dietrich Genscher (Deutschland)
- Mao Zedong (Volksrepublik China)
- Charles de Gaulle (Frankreich)
- Michail Gorbatschow (UdSSR)
- Paul von Hindenburg (Weimarer Republik)
- Adolf Hitler (Drittes Reich)
- Ho Chi Minh (Vietnam, Vietcong, Vietnamkrieg)
- Saddam Hussein (Irak)
- Juan Carlos (Spanien)
- John F. Kennedy (USA)
- Ruhollah Khomeni (Iran, Islamische Revolution)
- Martin Luther King (USA, Bürgerrechtsbewegung)
- Helmut Kohl (Bundesrepublik Deutschland)
- Wladimir Iljitsch Lenin (Russland, Oktoberrevolution)
- Karl Liebknecht (Deutschland, Sozialismus)
- Patrice Lumumba (Kongo)
- Rosa Luxemburg (Deutschland, Sozialismus)
- Nelson Mandela (Südafrika, ANC)
- Golda Meïr (Israel)
- François Mitterrand (Frankreich)
- Jean Monnet Frankreich
- Muhammad Husni Mubarak (Ägypten)
- Benito Mussolini (Italien)
- Augusto Pinochet Ugarte (Chile, Militärjunta)
- Pol Pot (Kambodscha)
- Jitzhak Rabin (Israel)
- Fürst Rainier (Monaco)
- Ronald Reagan (USA)
- Franklin D. Roosevelt (USA)
- Anwar as-Sadat (Ägypten)
- Ariel Scharon (Israel)
- Josef W. Stalin (UdSSR)
- Gustav Stresemann (Weimarer Republik)
- Robert Schuman (Frankreich)
- Margaret Thatcher (Großbritannien)
- Lew Dawidowitsch Trotzkij (Russland, Oktoberrevolution, UdSSR)
- Harry S. Truman (USA)
- Balthazar Johannes Vorster (Südafrika, Apartheid)
- Lech Wałęsa (Polen)
- Shimon Peres (Israel)
- Malcolm X (USA)

Naturwissenschaftler, Ärzte und Ingenieure


- Noam Chomsky (Linguistik)
- Francis Crick (Molekularbiologie)
- Niels Bohr (Physik)
- Paul Dirac (Physik)
- Albert Einstein (Physik)
- Enrico Fermi (Physik)
- Alexander Fleming (Medizin)
- Otto Hahn (Physik)
- Stephen Hawking (Physik)
- Werner Heisenberg (Physik)
- Edwin Hubble (Physik)
- Lise Meitner (Physik)
- Max Planck (Physik)
- Erwin Schrödinger (Physik)
- James D. Watson (Biologie)
- Chien-Shiung Wu (Physik)
- Konrad Zuse (Informatik)

Sozialwissenschaftler & Philosophen


- Theodor W. Adorno (Kritische Theorie)
- Kurt Gödel (Philosophie der Mathematik)
- Martin Heidegger (Phänomenologie)
- Claude Lévi-Strauss (Strukturalismus)
- Niklas Luhmann (Soziologische Systemtheorie)
- Karl Popper (Kritischer Rationalismus)
- Willard Van Orman Quine (Philosophische Logik)
- Jean-Paul Sartre (Existenzialismus)
- Ludwig Wittgenstein (Analytische Philosophie)

Künstler


- Ernst Barlach
- Max Beckmann
- Joseph Beuys
- Constantin Brancusi
- George Braque
- Marc Chagall
- Giorgio de Chirico
- Le Corbusier
- Enzo Cucchi
- Salvador Dalí
- Otto Dix
- Jacob Epstein
- Max Ernst
- Marcel Duchamp
- Lyonel Feininger
- Juan Gris
- Walter Gropius
- Erich Heckel
- Friedensreich Hundertwasser
- Frida Kahlo
- Wassily Kandinsky
- Anselm Kiefer
- Ernst Ludwig Kirchner
- Paul Klee
- Yves Klein
- Gustav Klimt
- Oskar Kokoschka
- Käthe Kollwitz
- Jannis Kounellis
- Roy Lichtenstein
- René Magritte
- Marino Marini
- Henri Matisse
- Joan Miró
- Amedeo Modigliani
- Piet Mondrian
- Henry Moore
- Edvard Munch
- Emil Nolde
- Pino Pascali
- Renzo Piano
- Pablo Picasso
- Max Pechstein
- Jackson Pollock
- Auguste Rodin
- Ludwig Mies van der Rohe
- Mark Rothko
- Henri Rousseau
- Karl Schmidt-Rottluff
- Kurt Schwitters
- Andy Warhol
- Frank Lloyd Wright

Schriftsteller


- Douglas Adams
- Isabel Allende
- Jorge Amado
- Luis Aragon
- Isaac Asimov
- Miguel Ángel Asturias
- James Baldwin
- Johannes R. Becher
- Samuel Beckett
- Heinrich Böll
- Wolfgang Borchert
- Jorge Luis Borges
- Bertolt Brecht
- André Breton
- Mikhail Bulgakov
- Basil Bunting
- Italo Calvino
- Albert Camus
- Truman Capote
- Agatha Christie
- Rubén Darío
- Friedrich Dürrenmatt
- Umberto Eco
- Ilja Ehrenburg
- Paul Éluard
- Michael Ende
- Hans Fallada
- William Faulkner
- F. Scott Fitzgerald
- Max Frisch
- Gabriela Mistral
- Edward Morgan Forster
- Carlos Fuentes
- Allen Ginsberg
- Noah Gordon
- Günter Grass
- Alamgir Hashmi
- Gerhart Hauptmann
- Ernest Hemingway
- Hermann Hesse
- Stefan Heym
- Nazim Hikmet
- Aldous Huxley
- Ödön von Horváth
- Elfriede Jelinek
- James Joyce
- Erich Kästner
- Franz Kafka
- Yasunari Kawabata
- Stephen King
- Rudyard Kipling
- Ephraim Kishon
- Milan Kundera
- Selma Lagerlöf
- Phillip Larkin
- Else Lasker-Schüler
- Halldór Laxness
- Harper Lee
- Stanisław Lem
- Astrid Lindgren
- Federico García Lorca
- Antonio Machado
- Andre Malraux
- Henning Mankell
- Thomas Mann
- Heinrich Mann
- Gabriel García Márquez
- Arthur Miller
- Margaret Mitchell
- Alan Moore
- Toni Morrison
- Vladimir Nabokov
- Pablo Neruda
- George Orwell
- Boris Leonidowitsch Pasternak
- Fernando Pessoa
- Ezra Pound
- Marcel Proust
- Horacio Quiroga
- Ayn Rand
- Charles Reznikoff
- J.K. Rowling
- Francoise Sagan
- Antoine de Saint-Exupéry
- Jerome David Salinger
- Bhisham Sahni
- Jean-Paul Sartre
- Arthur Schnitzler
- Anna Seghers
- Upton Sinclair
- George Bernard Shaw
- Alexander Solschenizyn
- Gertrude Stein
- John Steinbeck
- Amy Tan
- J.R.R. Tolkien
- John Updike
- Virginia Woolf
- W. B. Yeats Siehe auch: Literaturkalender

Musik


- John Cage, Gustav Mahler, Richard Strauss, Arnold Schönberg, Anton Webern, Alban Berg, Karlheinz Stockhausen, Philip Glass, Béla Bartók
- Beatles, Rolling Stones, Pink Floyd, Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Frank Sinatra, Madonna
- Jazz, Rock, Pop, Rap & Hip Hop, Elektronische Musik

Film


- Mario Adorf
- Addi H.
- Hans Albers
- Ingrid Bergman
- Humphrey Bogart
- Marlon Brando
- Luis Buñuel
- Charles Chaplin
- Francis Ford Coppola
- Bette Davis
- James Dean
- Louis de Funes
- Robert de Niro
- Marlene Dietrich
- Cecil B. DeMille
- Clint Eastwood
- Bernd Eichinger
- Sergej Eisenstein
- Rainer Werner Fassbinder
- Federico Fellini
- Victor Fleming
- Clark Gable
- David Griffith
- Alec Guinness
- Audrey Hepburn
- Katharine Hepburn
- Alfred Hitchcock
- Dustin Hoffman
- Stanley Kubrick
- Fritz Lang
- Sergio Leone
- George Lucas
- Marilyn Monroe
- Friedrich-Wilhelm Murnau
- Al Pacino
- Gregory Peck
- Sam Pekinpah
- Robert Redford
- Leni Riefenstahl
- Roberto Rossellini
- Heinz Rühmann
- Margaret Rutherford
- Arnold Schwarzenegger
- Peter Sellers
- Steven Spielberg
- Sylvester Stallone
- Erich von Stroheim
- Jacques Tati
- Elizabeth Taylor
- Spencer Tracy
- Sir Peter Ustinov
- Rudolph Valentino
- John Wayne
- Orson Welles
- Wim Wenders
- Billy Wilder

Trends


- Entwicklung von der Industriegesellschaft (Anfang des 20. Jahrhunderts) über die Dienstleistungsgesellschaft (70er Jahre) hin zur Informationsgesellschaft (Ende des 20. Jahrhunderts)
- Globalisierung
- Postmoderne

Siehe auch


- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Kurzes 20. Jahrhundert
- Ikonen der Moderne aus der westlichen Kultur 01-20 ! als:20. Jahrhundert ja:20世紀 ko:20세기 simple:20th century

West Virginia

West Virginia [] ist einer der Bundesstaaten der USA in der Region der Appalachen, allgemein bekannt als The Mountain State (Der Bergstaat). West Virginia trennte sich von Virginia im Sezessionskrieg ab. Es ist als Bergbauregion und Ort von Arbeiterkämpfen und Armut bekannt.

Geschichte

Sezessionskrieg West Virginias Genese ist einzigartig in der Geschichte der amerikanischen Staaten. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte es zu Virginia. Schon seit der Besiedlung dieses Landesteils gab es jedoch politische Differenzen zwischen den eher ärmeren Kleinbauern dieser Gebirgsregion und den Plantagenbesitzern in den Ebenen, die in der Politik des Staates dominant waren. Nach dem Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges und der Loslösung Virginias von der Union, trennten sich ihrerseits die westlichen Countys von ihrem Mutterstaat am 27. April 1861. Vertreter dieser Verwaltungsbezirke formten eine neue Regierung, die ihren Sitz in Alexandria Virginia einnahm. Durch eine Note Abraham Lincolns vom 31. Dezember 1862 waren sie dazu ermächtigt worden. Dabei bezeichnen die Bewohner West Virginias ihren Staat selbstironisch als Irland der USA. Denn die Umgebung ist ländlich und von ärmeren Verhältnissen geprägt. Über Generationen hinweg flossen die Gewinne aus den reichen Holz- und Kohlevorkommen in die Tresore monopolistischer Trusts, ohne dass ein Großteil der Einwohner einen auch nur bescheidenen Anteil daran genommen hätte. Als schließlich zum Ende des 19. Jahrhunderts auch hier die Eisenbahn vom Osten her bis in die Bergregionen vorgedrungen war, nutzte man diesen Transportvorteil zur extensiven Rodung der Wälder. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich bei den großen Kohlenbergbaufirmen im Süden des Staates das Prinzip der Company Town. Danach erhielten die Arbeiter zwar einen Lohn, mussten aber für Essen und Unterkunft in diesen Städten von den monopolistischen Handesstrukturen der Gesellschaft einen hohen Teil abführen. Dabei hatten die Unternehmer den Lohn immer wieder allmählich abgesenkt, so dass den Arbeitern ihre Ausbeutung und Verschuldung erst mit der Zeit bewusst wurde. Das unausweichliche Resultat waren die Mine Wars (Bergwerkskriege). Bei diesen Arbeitskämpfen wurden die Gewerkschaften, wie damals in den USA üblich, brutal mit Militärhilfe unterdrückt.

Wirtschaft

Die einst prächtigen Wälder waren für lange Zeit abgeholzt. Eine Aufforstung zeigt in den letzten Jahrzehnten Erfolge. Der Kohlebergbau spielt auch heute eine wichtige Rolle, aber bereits 50 Prozent der Staatseinnahmen werden durch den Tourismus bestritten.

Größte Städte


- Liste der Städte in West Virginia
- Liste der Countys in West Virginia

Sehenswürdigkeiten


- Allegheny Mountains : Diese sind noch nicht übermäßig touristisch erschlossen, obwohl sie nur ein paar Autostunden von den Metropolen der Ostküste entfernt liegen. Geeignet für Rafting, Mountainbike- und Klettertouren
- New River Gorge : Berühmte 300 m tiefe Schlucht, die nur über den Wasserweg (Rafting) zu erreichen ist, westlich der Ortschaft Lewisburg oder von der Eisenbahnbrücke des Amtrakzuges mit phantastischem Ausblick zu genießen. Viele Extremsportler reizt jedoch ein Absprung mit dem Gleitfallschirm mehr.

Berühmte Persönlichkeiten


- Pearl S. Buck, Schriftstellerin, Hillsboro
- Joanne Dru, Schauspielerin, Logan
- Hal Greer, Basketballspieler, Huntington
- Thomas Stonewall Jackson, General der Konföderation, Clarksburg
- Kathy Mattea, Countrysängerin, South Charleston
- Mary Lou Retton, Kunstturnerin, Fairmont
- Cyrus Vance, Staatssekretär, Clarksburg
- Jerry West, Basketballspieler, Chelyan
- Chuck Yeager, Testpilot, General der US-Airforce, Myra
- Liste der Gouverneure von West Virginia

Siehe auch

Liste der Countys in West Virginia

Weblinks


- [http://www.wv.gov/ Offizielle Homepage des Bundesstaates West Virginia]
- [http://www.callwva.com/ Tourismusbehörde West Virginias] Virginia, West ja:ウェストバージニア州 ko:웨스트버지니아 주

1907

Ereignisse


- 1. Januar: Das Rentenzuschussgesetz tritt in Frankreich in Kraft
- 1. Januar: Das Antikorruptionsgesetz Prevention of Corruption Act tritt in Kraft
- 1. Januar: Eduard Müller wird neuer Bundespräsident in der Schweiz
- 2. Januar: In Frankreich tritt das bereits 1905 verabschiedete Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat in Kraft
- 6. Januar: Maria Montessori eröffnet ihre erste Schule und Kindertagesstätte in Rom (Casa dei Bambini in San Lorenzo)
- 8. Februar: Im rumänischen Teil Moldawiens kommt es zu blutigen Bauernaufständen gegen Grossgrundbesitzer und Juden. Wegen der schnellen Ausbreitung auf andere Regionen wird im März der Belagerungszustand über das ganze Land verhängt. Bei der Niederschlagung des Aufstandes kommen ca. 11.000 Bauern um
- 23. Februar: Bei den ersten Parlamentswahlen im britischen Transvaal erringen die Buren einen überwältigenden Sieg
- 21. März: Das Vereinigte Königreich lehnt Vorschläge zu einem Tunnelbau unter dem Ärmelkanal ab, da es trotz der Entente cordiale eine französische Invasion fürchtet
- 10. Juni: In Frankreich kommen erstmals Farbfotos der Brüder Louis Jean und Auguste Lumière an die Öffentlichkeit
- 1. Juli: Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien verlängern ihren Dreibund um weitere sechs Jahre
- 19. Juli: Vertrag zwischen Russland und Japan: Japan annektiert Korea und den südlichen Teil der Mandschurei, Russland die Nordmanschurei
- 1. August: Erstes Pfadfinderlager der Welt unter Leitung von Robert Baden-Powell auf Brownsea Island beginnt. Es endet am 9. August
- 6. Oktober: Der Deutsche Werkbund wird in München gegründet
- 31. Oktober: Entente cordiale wird durch Russland zur Triple Entente erweitert
- 13. Dezember: Der größte Schoner der Welt, die Thomas W. Lawson, sinkt vor den Scilly-Inseln
- 17. Dezember: Bhutan. Krönung des 1. Königs Ugyen Wangchuk, Urgroßvater des heutigen Königs
- Gründung des Tierparks Hagenbeck
- Der König von Siam auf Staatsbesuch in Berlin
- Kongress der Zweiten Internationale in Stuttgart
- Fertigstellung des Hamburger Wasserturms Sander Dickkopp
- Mit der Krankenschwester Florence Nightingale wird zum ersten Mal Frau in Grossbritannien mit einem königlichen Orden ausgezeichnet
- Die preußische Kreisstadt Iserlohn im Sauerland wird kreisfrei, bleibt jedoch Kreisstadt des Kreises Iserlohn

Kultur


- 17. Januar: Uraufführung der Oper La Maschere von Pietro Mascagni am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 20. Februar: Uraufführung der Oper Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesh und der Jungfrau Fewronija (Orig.: Skasani je o newidimom grade Kiteshe i dewe Febronii) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Hofoper in Sankt Petersburg
- 21. Februar: Uraufführung der komischen Oper Romeo und Julia auf dem Dorf von Frederick Delius an de