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Na-Dene

Na-Dene

Na-Dene ist eine indigene nordamerikanische Sprachfamilie, welche sich von Alaska bis nach New Mexico erstreckt. Bekannteste Mitglieder sind die Inde (Apachen). Na-Dene gehört nach traditioneller Einordnung innerhalb der Dene/Dakelne-Familie zur Dayuhyu/Dene-Makrofamilie im Tlingit/Dene-Stamm des Na-Dene-Phylums. Diese Einordnung ist jedoch heute umstritten; dagegen ist die Verwandtschaft der Na-Dene-Sprachen untereinander unzweifelhaft. Hier noch einmal die Stellung der Na-Dene-Sprachfamilie in der Klassifikation der Indianersprachen nach traditioneller Einordnung, grafisch dargestellt:
- Jenissejisch-Transamerikanischer Sprachbereich
  - Na-Dene-Phylum
    - Tlingit/Dene-Stamm
      - Daxuhyu/Dene-Makrofamilie
      -
- Dene/Dakelne-Familie

Zur Na-Dene-Sprachfamilie gehören:


- Haida
- Tlingit (Sprache)
  - Auk
  - Chilkat (Chikat)
  - Sitka
  - Stikine
  - Taku
  - Yokutat
- Eyak # Ahtna (Ahtena) # Babine # Chilcotin (Tinneh) # Chipewyan (Dene, Montagnais) ## Yellow Knives (Yellowknife) # Deg Xinag (Deg Hit’an, Ingalik) # Dogrib (Tli Cho) # Hän (Han) # Holikachuk (Innoko) # Koyukon (Ten’a) # Kutchin (Gwich’in) # Kwalhioqua-Clatskanie ## Kwalhioqua ## Clatskanie (Tlatskanie) # Lower Tanana (Minto) # Nicola # Sarcee (Sarsi, Tsuu T’ina) # Sekani # Slave (Slavey) ## Bearlake (Satudine) ## Kawchottine (Hare, Kawchodinne) ## Mountain ## Slavey # Tahltan (Nahanni) ## Kaska ## Tagish ## Tahltan (Thaltan) # Takulli (Carriers, Dakelh) # Tanacross # Tanaina (Dena’ina) # Tsattine (Beaver, Dunneza) # Tsetsaut # Tutchone # Upper Kushokwin (Kolchan) # Upper Tanana ## Nabesna Inde Gruppe (Apachen) # Bedonkohe - Mescalero ## Chiricahua ###Bedonkohe ###Chokonen ###Chihenne ###Nednhi ## Mescalero # Diné (Navajo, Navaho) # Jicarilla # Kiowa-Apachen (Plains Apache) # Lipan # Westliche Apachen (Coyotero Apachen) ##Cibecue-Apache ##San Carlos-Apache ##White Mountain-Apache ##Tonto-Apache Westküste Gruppe # Galice-Applegate ## Applegate ## Galice # Hoopa (Hupa) # Eel River ## Kato (Cahto) ## Wailaki # Mattole-Bear River ## Bear River ## Mattole # Rogue River (Tututni) ## Coquille ## Tutuni # Tolowa ## Chetco # Upper Umpqua
- Touga (?) Kategorie:Sprachfamilie

Alaska

Alaska [] (aleut. alyeska: Großes Land) ist der flächenmäßig größte (etwa 20 %) und nördlichste und westlichste Bundesstaat der USA sowie die größte Exklave der Erde.

Geographie

Lage

liegt als geographisch getrennter US-Bundesstaat im äußersten Nordwesten Nordamerikas. Es grenzt im Osten an das kanadische Territorium Yukon, im Süden an den Golf von Alaska im Pazifischen Ozean, im Westen an das Beringmeer, die Beringstraße und den Tschuktschensee sowie im Norden an die Beaufortsee im Nordpolarmeer.

Landesgestalt / Gebirge / Berge

Im Südwesten von Alaska liegt die schmale Alaska Peninsula, an die sich die Alëuten anschließen; sowohl auf der Halbinsel als auch auf der langgestreckten Inselkette befindet sich die Alëutenkette, die im Mount Redoubt bis 3.109 m hoch aufragt. Im nördlichen Mittelteil des US-Bundesstaats befinden sich die Berge der Alaskakette, zu der auch der Mount McKinley - mit 6.194 m der höchste Berg dieser Kette und Nordamerikas - gehört. Im arktischen Norden erhebt sich die Brookskette, die bis 2.749 m hoch aufragt. Im Südwesten ragen die Wrangell Mountains im Mount Blackburn bis 4.996 m, die Waxell-Barkley Ridge bis 3.261 m und die an Kanada grenzenden Saint Elias Mountains mit dem in Alaska liegenden Mount Saint Elias bis 5.489 m hoch auf. Im äußersten Südosten liegt der Alaska Panhandle (Landzipfel), ein schmaler Streifen entlang des Pazifiks, westlich der kanadischen Provinz Britisch-Kolumbien, dessen Orte größtenteils nur per Schiff/Flugzeug zu erreichen sind. Dort liegt auch die Hauptstadt Juneau. Die restlichen Gebiete Alskas sind von teils sehr dicht bewaldeten Hügelländern und zahllosen Fjorden an der Küste gekennzeichnet. Alaska besteht aus drei landschaftlichen Großräumen: der Gebirgskette entlang der gesamten südlichen Pazifikküste, der Yukon-Niederung mit seinem Berg- und Hügelland sowie der Küstenebene am Nordpolarsee. Das Gebirgssystem entlang der Pazifikküste ist ein geologisch instabiles Gebiet, in dem es gelegentlich zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben kommt. Die Südseite dieses Gebirgssystems ist stark vergletschert: Der Malaspina im Südosten Alaskas nahe der Küste am Golf von Alaska ist mit 4.275 km² der größte außerpolare Gebirgsgletscher der Erde. An seiner dicksten Stelle weist der etwa 100 km lange und bis 65 km breite Gletscher eine Mächtigkeit von mehr als 600 m auf. Zum mittleren Teil des Bundesstaates gehören die Niederungen des Yukon und des Kuskokwim River. Die Küstenebene im Norden fällt von der Brookskette allmählich zum Nordpolarmeer ab. Auf dem Gebiet von Alaska befinden sich Tausende Seen, die größten davon (Becharof, Iliamna, Naknek und Ugashik) befinden sich auf der Alaska Peninsula bzw. am Übergang des Festlands zu dieser Halbinsel.

Der größte Fluss

Der größte Fluss bzw. Strom des Landes ist der Yukon, der in den kanadischen Rocky Mountains entspringt und die Mitte Alaskas in Richtung Westen fließend durchschneidet und in das Beringmeer mündet.

Die größten Städte

Neben der Hauptstadt Juneau sind Anchorage und Fairbanks wichtige Städte.
- Liste der Städte in Alaska

Zucht und Anbau

Nur in den Flusstälern (beispielsweise am Yukon) sind Anbaugelegenheiten möglich. Angebaut werden Getreide, Gemüse und Futterpflanzen, wobei es nur sehr wenige Anbauflächen gibt. Gezüchtet werden vorwiegend Pelztiere.

Industrie und Wirtschaft

Wegen der großen Waldgebiete ist die Holz- und Papierindustrie eine wichtige Einnahmequelle. In den Bergen wird Gold, Kupfer, Silber, Blei, Zinn und Eisen abgebaut. In der Fischerei wird überwiegend Lachs und Kabeljau exportiert. In gibt es Kohlevorkommen und eine 1968 entdeckte Erdöllinie. Dies lässt Alaska und der Trans-Alaska-Pipeline eine wichtige Rolle auf dem Welt-Rohölmarkt zukommen.

Bevölkerung

hat 655.435 Einwohner (Stand: 2004), davon sind 69,3 % Weiße, 15,6 % Indianer, ca. 50.000 Inuit, Aleuten und Indianer (höchster Prozentsatz in den USA), 4,1% Hispanics, 4,0 % Asiaten, 3,5 % Afroamerikaner, 0,5 % Hawaiianer und von anderen Pazifkinseln. Es gibt 221.600 Haushalte.

Verkehr

Nur sehr wenige befestigte Straßen erschließen den riesigen Bundesstaat. Seit 1942 gibt es den Alaska Highway, der Alaska mit dem US-amerikanischen Festland verbindet. Ebenfalls von Bedeutung ist der Alaska-Marine-Highway - eine Fährverbindung von Bellingham im US-Bundesstaat Washington bis zu den Aleuten - der zahlreiche Ortschaften entlang der Inside Passage // ansteuert.

Ökologie

siehe Arctic National Wildlife Refuge

Geschichte

Besiedlung und Ureinwohner

Arctic National Wildlife Refuge] Alaska war der erste Teil des amerikanischen Kontinents, der von Menschen besiedelt wurde. Aus Sibirien kommend, erreichten die ersten Nomaden die Gegend vor etwa 16.000 bis 12.000 Jahren über die damals noch bestehende Beringia, eine Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika. Erst mit dem Ende der Eiszeit hob sich der Meeresspiegel, und vor rund 10.000 Jahren wurden die beiden Kontinente durch die heutige Beringstraße getrennt. Zunächst verhinderte noch eine Eisbarriere ein weiteres Vordringen, erst nach einer zwischenzeitlichen Warmzeit öffnete sich ein Korridor und ermöglichte die Besiedlung des amerikanischen Doppelkontinents. Die heutigen Indianerstämme der Südostküste (Tlingit, Haida, Tsimshian) und des Inlandes (Athabasca) sind Nachfahren dieser ersten Siedler, die Inuit (Inupiat, Yupik) stammen von einer späteren Siedlungswelle ab. Die Vorfahren der heutigen Unangan besiedelten die Aleuten vor rund 4000 Jahren von Sibirien aus. Diese Völker gehören verschiedenen Kulturarealen an und haben entsprechend erheblich verschiedene Sozialstrukturen, religiöse und kulturelle Eigenheiten. Einige Stämme der Pazifikküste sind vor allem für ihre reichhaltige Schnitzkunst bekannt, die sie sich bis in die heutige Zeit bewahrt haben.

Russische Kolonisation

Der erste Europäer, der Alaska sichtete, war möglicherweise der russische Entdecker Semjon Iwanowitsch Deschnjow, der 1648 die Tschuktschenhalbinsel umschiffte und so die These widerlegte, dass Amerika und Asien zusammenhängen. 1728 und 1729 scheiterte der im Auftrag des russischen Zaren segelnde Däne Vitus Bering bei dem Versuch, Alaska zu erreichen. Erst 1741 gelang das Unterfangen im Ramen der Zweiten Kamtschatka-Expedition. Den ersten Landgang unternahm am 15. Juli des Jahres allerdings der Russe Aleksei Tschirikow, Kapitän der St. Paul, des zweiten Schiffs von Berings Expedition, in der Nähe des heutigen Sitka. Bering erreichte tags darauf die Küste rund 600km weiter nördlich - die Schiffe waren zuvor bei einem Sturm getrennt worden. Auf der Rückfahrt musste die St. Peter, das Schiff Berings auf der später nach ihm benannten Insel anlanden, wo er am 19. Dezember 1741 verstarb. Der Rest der Besatzung kam im August 1742 wieder im Ausgangshafen, dem heutigen Petropawlowsk auf Kamtschatka, an. Von Bedeutung waren bei dieser Expedition auch die Beobachtungen des Botanikers und Zoologen Georg Wilhelm Steller, der einige amerikanische Tier-und Pflanzenarten erstmals beschrieb, darunter auch die nach ihm benannte und heute ausgerottete Stellersche Seekuh. Ab 1745 ergründeten die Russen ihre spätere Kolonie Russisch-Alaska auf der Suche nach Seeottern und ihren wertvollen Pelzen. Weil Alaska aber allzu unerschlossen und abgelegen war, waren diese Unternehmungen kaum profitabel. 1783 landete Grigori Iwanowitsch Schelikow mit zwei Schiffen auf der Insel Kodiak. Nach feindlichen Übergriffen der Koniag-Indianer ließ er das Feuer auf sie eröffnen und tötete und verwundete Hunderte. Nachdem er so seine Autorität sichergestellt hatte, gründete er die erste permanente Siedlung in Alaska an der heutigen Three Saints Bay. 1792 wurde die Siedlung an die Stelle der heutigen Stadt Kodiak verlegt, die sich zum Hauptumschlagsplatz für Pelze auch vom Festland entwickelte. Nach einiger Zeit gestaltete sich auch das Zusammenleben von Einheimischen und Russen halbwegs harmonisch. Der russischen Expansion traten bald Spanien und Großbritannien entgegen. Spanien erhob Anspruch auf die gesamte amerikanische Pazifikküste. Um diese zu verdeutlichen, entsandte König Karl III. zwischen 1774 und 1791 mehrere Expeditionen zu deren Erkundung. Eines von zwei Schiffen der zweiten Expedition erreichte unter Francisco de la Bodega y Quadra 1775 auch Alaska, 1791 gelang dies auch Alessandro Malaspina, der im Auftrag der Krone nach der Nordwestpassage suchte. Letztlich erscheinen den Spaniern die Anstrengungen im Nordpazifik jedoch zu kostspielig, und 1819 gab es seine Ansprüche auf. Das Erbe der Spanier beschränkt sich auf einige Ortsnamen, darunter der Malaspina-Gletscher und die Ortschaft Valdez. 1778 kartografierte der Brite James Cook den Verlauf der Pazifikküste von Kalifornien bis zur Beringstraße und entdeckte dabei den nach ihm beannten Cook Inlet, George Vancouver setzte diese Unternehmungen 1791-1795 fort. Zunehmend drängten in den nächsten Jahren auch britische Felljäger und -händler nach Alaska. Die englische Hudson Bay Company unterhielt im gesamten frühen 19. Jahrhundert Handelsposten in Fort Yukon, am Stikine River und in Wrangell. 1795 gründete Alexander Baranow rund 10km nördlich des heutigen Sitka die erste Niederlassung auf dem Festland, um den russischen Alleinanspruch zu verdeutlichen. Schelikow gründete gemeinsam mit Nikolai Rezanov die Russisch-Amerikanischen Kompanie, eine Handelsgesellschaft, die 1799 von Zar Paul I. auf zwanzig Jahre das Monopol für den Pelzhandel in Alaska erhielt. Rezanov schmiedete Pläne, die gesamte Pazifikküste Nordamerikas für Russland in Besitz zu nehmen, nachdem er 1805 die Bucht von San Francisco erreicht hatte, musste er dieses Vorhaben aber auf spanischen Druck hin aufgeben. Noch 1812 errichtete seine Kompanie jedoch einen Handelsposten in Kalifornien - Fort Ross bestand bis 1841. Die Aktivitäten der Kompanie waren kaum profitabel, und so übernahm 1818 die russische Regierung die Kontrolle über sie und setzte Ferdinand von Wrangel als Gouverneur ein.

Der Ver-/Ankauf von Alaska

Alaska war für die aufstrebende Weltmacht Russland die einzige Übersee-Kolonie, die aber kaum rentabel und schwierig zu verwalten war. Da die Passage durch das Eismeer zu gefährlich war, führte der einzige Weg dorthin von der damaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg rund um das Kap der Guten Hoffnung und dauerte mehr als ein halbes Jahr. Mit der Zeit wurden die Pelztiere, insbesondere der Seeotter, in Folge der Bejagung immer seltener und das Territorium für Russland immer schwieriger zu unterhalten. Zudem machten die einheimischen Indianer, vornehmlich die Tlingit, den Russen immer wieder Schwierigkeiten. Um die Staatskasse nach dem verlorenen Krimkrieg wieder aufzufüllen, stimmte Zar Alexander II. einem Vertrag zu, den sein Botschafter in den USA, Baron Eduard von Stoeckl, am 30. März 1867 mit US-Außenminister Seward in Washington unterzeichnet hatte. Danach verkaufte das Zarenreich Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Der Ankauf war in den USA sehr umstritten. Der Senat stimmte dem Kaufvertrag mit nur einer Stimme Mehrheit zu, und Spötter nannten das erworbene Land Seward's ice box ("Sewards Gefriertruhe") oder auch "Johnsons Eisbärengehege". Am 18. Oktober 1867 ging Alaska offiziell in amerikanischen Besitz über; in Sitka wurde die russische Fahne eingeholt und die Flagge der USA gehisst. die Datumsgrenze wurde gen Westen verschoben und der gregorianische Kalender in Alaska eingeführt. So kam es auch, dass die Bewohner Alaskas am 6. Oktober 1867 (nach dem julianischen Kalender) zu Bett gingen und tags darauf am 18. Oktober 1867 aufwachten. Der 18. Oktober ist als "Alaska Day" bis heute ein Feiertag und wird vor allem in der alten Hauptstadt Sitka gefeiert. 1867-77 wurde Alaska von der US-Armee, 1877-79 vom Finanzministerium und 1879-1884 von der Kriegsmarine verwaltet. Bis 1884 war der Name des Gebiets Department of Alaska. Erst danach entdeckte man das erste Gold, was zum bekannten Goldrausch führte. Besonders die Goldgewinnung im Klondikegebiet von 1896 war bis etwa 1945 sehr wichtig. Am 3. Januar 1959 wurde Alaska der 49. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika.

Politik

Am 19. Oktober 2005 tritt im US-Bundesstaat Alaska ein Waffengesetz in Kraft, das sowohl den Waffenbesitz von Handfeuerwaffen, als auch ihr Mitführen im PKW liberalisiert. Das Bundesgesetz war auf Betreiben der National Rifle Association verabschiedet worden, um den restriktiveren lokalen Grundsätzen der Kommunen und Counties zuvor zu kommen. Alaska soll nach dem Willen der NRA Vorbild für die anderen Bundesstaaten werden.
- Liste der Boroughs und Census Areas in Alaska (Verwaltungseinheiten)
- Liste der Gouverneure von Alaska

Literatur

Sachbücher


- Littke, Peter: Vom Zarenadler zum Sternenbanner. Die Geschichte Russisch-Alaskas. Magnus-Verlag, Essen, 2003, ISBN 3884000195.

Romane


- Boyle, Thomas Coraghessan: "Drop City". Auseinandersetzung mit einer Hippie-Kommune und einer Trappergesellschaft in Alaska. Hanser Verlag, München.
- Krakauer, Jon: "In die Wildnis". Die Geschichte des Top-Studenten Christopher McCandless, der sein ganzes Vermögen einer Hilfsorganisation spendet, aufbricht und in Alaska verhungert. Piper Verlag, München. ISBN 3-492-22708-2

Spiel

Es existiert ein Brettspiel des englischen Spieleerfinders Eric Solomon mit dem Namen Alaska. Siehe dazu auch Alaska (Spiel).

Weblinks


- [http://www.state.ak.us/ Homepage Alaskas]
- [http://www.alaska-info.de/ Deutschsprachige Infos]
- [http://www.dot.state.ak.us/amhs/ Alaska Marine Highway System]
- [http://www.hicker.de/alaska-bilder.html Alaska Bilder] Kategorie:US-Bundesstaat Kategorie:Ehemalige Kolonie ja:アラスカ州 ko:알래스카 주 ms:Alaska simple:Alaska th:มลรัฐอะแลสกา

Inde (Volk)

Inde (je nach Dialekt auch T`Inde, N`de, N`ne = "die Menschen" bekannt auch als Apachen, dem Zuni-Wort für Feind) ist die Sammelbezeichnung für verschiedene Südliche Athapasken-Gruppen im Südwesten der heutigen USA und im Norden Mexikos. Die Sprachen der Inde, Apache, bilden eine eigene Untergruppe der Na-Dene-Sprachfamilie, wie auch die der Diné. Die Inde leben heute mehrheitlich in Reservationen in den US-Bundesstaaten Neu-Mexiko, Arizona und Oklahoma.

Gruppen der Inde

Die als Inde zusammengefassten Stämme können wie folgt klassifiziert werden:
- Chiricahua (Nahuatl: "wilde Krieger aus den Bergen")
  - Chu-ku-nde/Chokonen (= "Ridge of the Mountainside People", auch Hiu-Ha = "Volk der aufgehenden Sonne", "wirkliche" oder "zentrale" Chiricahua)
  - Chi-he-nde/Chihenne (= "rot bemaltes Volk", Warm Springs, "östliche" Chiricahua)
  - Bi-dan-ku/Bedonkohe (= "In Front of the End People", Mimbreno, Mogollon, Gila Apache, "östliche" Chiricahua)
  - Ndè`ndai/Nednhi (= "feindliches Volk", Bronco Apache, "südliche" Chiricahua)
- Mescalero (span: "Mescalsammler", Natage, Faraone, Eigenbez.: Shis-Inday = "Volk der (Berg)Wälder")
  - Nataina (Natage)
  - Tuetinini
  - Tsihlina-Inde (Chilpaines)
  - Guhlka-Inde (Cuelcajenne)
  - Tahuunde
- Anima-Gruppe (lebten als Nachbarn der Bedonkohe in den Mogollon Mountains)
- Jicarilla (span: "kleine Körbe", Eigenbez.: T`inde)
  - Olleros (span: "Töpfer", Eigenbez.: Sai N`de = "Sand-Volk/Berg-Volk")
  - Llaneros (span: "Volk der Ebene", Eigenbez.: Kolkahin/Gulgahén = "Volk der Ebene")
- Lipan (von Ipa N`de = "Ipa`s Volk", Ndee buffalo hunters, Texas-Apache, Eigenbez.: Naizhan = "wir", "von unserer Art")
  - Lipajenne
  - Arriba-Lipan
  - Abajo-Lipan
- Kiowa-Apache (Eigenbez.: Na-di-isha-dena = "fürstliches Volk", Plains-Apache, Gataka)
- Westliche Apachen (Coyotero = "Coyotenesser", auch Garroteros = "Keulenmänner", Eigenbez.: T`iis Ebah N`nee = "Volk der grauen Baumwolle")
  - White Mountain/Sierra Blanca ("Volk der weißen Berge")
    - Westliche White Mountain-Gruppe
    - Östliche White Mountain-Gruppe
  - Cibecue (von
Dishchíí Bikoh = "Volk des roten Canyon")
    - Canyon Creek-Gruppe
    - Carrizo-Gruppe (
Tł’ohk’aa’ digaidn)
    - Cibecue-Gruppe (
Dziłghą́’é)
  - San Carlos (
Tsék’áádn)
    - Apache Peaks-Gruppe
    - San Carlos-Gruppe
    - Akonye Bande
    - Pinaleno/Pinal (
T’iisibaan; span: "Pinienvolk")
    - Arivaipa/Aravaipa (Pima: "Feiglinge", "Weiber")
  - Tonto (span: "wild", "verrückt", Ben-et-dine = "wild", "verrückt", "die man nicht versteht",Eigenbez.: Dilzhé`e)
    - Nördliche Tonto
      - Bald Mountain-Gruppe
      - Fossil Creek-Gruppe
      - Mormon Lake-Gruppe
      - Oak Creek-Gruppe
    - Südliche Tonto
      - Mazatzal-Gruppe
      - sechs Klein-Gruppen Zuweilen werden auch einige Yuma-Stämme zu den Inde gezählt, so die Yavapai, die Apache Mohave und die Hualapai/Walapai, die Yuma-Apachen.

Geschichte der Inde

Die Inde-Stämme wanderten im 14. und 15. Jahrhundert zusammen mit den Diné vom Norden, vermutlich über die östlichen Ausläufer der Rocky Mountains in die Gegend der heutigen US-Bundesstaaten New Mexico und Arizona sowie ins westliche Texas, südöstliche Colorado und nördliche Mexiko. Die Inde-Gruppen (Gotahs) lebten als halbnomadische Sammler und Jäger, einige Banden betrieben zusätzlich Ackerbau. Hinzu gesellte sich das Beutemachen auf Raubzügen gegen ihre indianischen Nachbarn, die Pima, Pueblo-Indianer, Yuma, Pawnee, Caddo und Opata. Die Inde lebten in matrilinearen Lokalgruppen, die sich zu Gruppen (Gotahs) zusammenschlossen, "Stämme" im eigentlichen Sinn gab es nicht. Die Todfeinde der Inde waren die Comanche, Pima, und die texanischen Stämme. Die Inde-Gruppen in Arizona, New Mexico und Mexiko lebten in Wickiups, einfachen Strauch- und Grashütten, die auf den Plains in Texas beheimateten Lipan und Kiowa Apache in Tipis, und die Mescalero und Jicarilla sowohl in Wickiups als auch in Tipis. Die Inde bezeichneten ihre Behausungen als "Kowa". Die Inde-Krieger waren keinem Häuptling (Nantan) zum Gehorsam verpflichtet, sondern schlossen sich einflussreichen Männern (und gelegentlich Frauen) an, die aufgrund ihres Reichtums, ihrer Fähigkeiten, persönlichen Überzeugungskraft und ihrer "Diyah" = "Kraft" Prestige besaßen. Meistens waren daher die Anführer gleichzeitig auch Schamanen (Diyin). Neben "Diya" besaßen manche Frauen und Männer zudem "Inda-ce-ho-ndi" ("Enemies-Against-Power"), die ihnen ermöglichte, Feinde zu lokalisieren, deren Anzahl zu benennen, und diesen durch ihre Macht zu schaden. Es gab zuweilen auch Kriegerinnen, wie zum Beispiel Lozen ("geschickte Pferdediebin") oder Gouyen ("Weise Frau"). Zwischen Raubüberfällen und Kriegszügen gab es bei den Inde einen scharfen sozialen Unterschied: Raubzüge wurden organisiert, um Nahrungsvorräte, Pferde, Waffen u.a. zu besorgen, Ziel war es hierbei nicht, zu töten, sondern möglichst ohne Verluste und Begegnung mit dem Feind, erfolgreich die Familien zu versorgen. Diese Beutezüge wurden durch Lokalgruppen durchgeführt, die oft nur aus 10 - 20 Kriegern bestanden. Kriegszüge hingegen wurden von Gruppen organisiert, um den Tod eines Inde zu rächen, und konnten aus bis zu 200 Kriegern bestehen. Dabei gab es bei den Inde keine Kriegerbünde, die Inde zählten keine Coups und erlangten durch die Tötung eines Feindes kein Prestige. Zudem nahmen sie keine Skalps. Als vielleicht erster Weißer stieß 1540 der spanische Konquistador Francisco Vásquez de Coronado auf Inde-Indianer. 1598 traf sein Landsmann Juan de Oñate auf sie. Er war der erste, der den Zuni-Begriff "Apachù" (= "Feind") als "Apache" übernahm. Durch die unfreiwillige Einführung des Pferdes durch die Spanier nach dem Pueblo-Aufstand von 1680 erhöhten sich die Mobilität und der Aktionsradius der Inde-Gruppen enorm. Vom Arkansas River im südlichen Colorado im Norden bis in die mexikanischen Staaten Sonora, Sinaloa, Chihuahua, Coahuila, Durango und Jalisco im Süden, vom Colorado River im Westen bis nach Zentral- und Süd-Texas im Osten plünderten die Inde indianische und weiße Besitzungen gleichermaßen. Tausende Indianer und Weiße wurden getötet und entführt, ganze Landstriche entvölkert. Hierdurch konnten die Inde die Spanier und Mexikaner größtenteils aus ihrem Gebiet, das die Spanier Apacheria nannten, fernhalten. Zum gemeinsamen Schutz und um die Inde zu isolieren, schlossen die Spanier und Mexikaner Allianzen mit den Pima, Opata, Tarahumara, Pueblo, Wichita, Caddo und ab 1786 mit den Comanche. Als Gegenleistung für die indianische Unterstützung öffneten die Spanier und Mexikaner ihre Märkte den indianischen Produkten und Waren, und versorgten die Stämme mit Waffen und logistischer Unterstützung in deren Kämpfen gegen die Inde. Im Jahr 1835 führten die mexikanischen Staaten Sonora und Chihuahua Skalp-Prämien auf Inde-Skalpe ein, um dem "Apache-Problem" Herr zu werden. Während dieser Auseinandersetzungen schlossen immer wieder einzelne mexikanische Staaten mit verschiedenen Inde Verträge ab, boten diesen Schutz vor Verfolgungen durch die Armee, und erlaubten den Banden Zugang zu ihren Märkten, um dort Beute und Produkte gegen Waffen, Munition, Kaffee, Zucker und andere Waren einzutauschen. Als später die USA ehemals mexikanische Gebiete übernahmen, lieferten die Inde der US-Armee erbitterte Kämpfe. Die "Apache-Kriege" (1850 - 1890) waren die längsten und kostspieligsten Kriege der USA. Durch die hohen Verluste an Soldaten und Zivilisten, die Schwierigkeiten im Gelände, die Schnelligkeit, Schlauheit und Grausamkeit der Inde und ihr verzweifelter und langandauerender Widerstand wurden viele ihrer Anführer berühmt. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts kapitulierten die letzten Inde und zogen in Reservationen. Die letzten Überfälle kleiner Inde-Gruppen erfolgten 1930 auf Ansiedlungen und Auswanderer im Norden Mexikos. Berühmte Anführer: Juan Josè Compa, Mangas Coloradas, Cochise, Nana, Geronimo, Juh, Victorio, Santana, Gian-na-tah, Delshay, Chuntz, Naiche, Ulzana Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Inde-Kinder von ihren Eltern getrennt und weißen US-Bürgern zur Adoption gegeben. Die Enkel oder Urenkel erfahren dies heute nur noch aus mündlichen Überlieferungen, wenn ein Inde-Kind damals alt genug war, sich zu erinnern.

Demographie

1840 zählten sie etwa 15.000, 1906 nur noch 6.000. Der US-Zensus von 2000 nennt 96.833 Inde, wovon rund 31.000 gemischter ethnischer Herkunft sind. Die Zahlenangabe von 1840 ist höchstwahrscheinlich eine Übertreibung der Spanier und Mexikaner, deren Schätzungen bis zu 30 000 Menschen reichten, anscheinend zählten alle Inde zusammen niemals mehr als 10 000.

Siehe auch

Liste nordamerikanischer Indianerstämme

Weblinks


- http://www.indianerwww.de/indian/n_apache.htm (Kultur und Stammesstruktur der Inde) Kategorie:Nordamerikanische Ethnie nb:Apasje


Tlingit

Die Tlingit (auch Thlinget, Tlinkit) sind ein Indianervolk Nordamerikas, das eine Na-Dene-Sprache spricht. Das traditionelle Siedlungsgebiet der ca. 10.000 verbliebenen Tlingit erstreckt sich über die Küstenregionen des südöstlichen Alaska (USA) und die kanadische Provinz Britisch-Kolumbien und das Yukon-Territorium.

Sprache und Kultur

Die Sprache der Tlingit wird nur noch von der älteren Generation gesprochen. Es besteht Zweisprachigkeit mit Englisch. Die Gesellschaft der Tlingit ist traditionell in matrilinear organisierte Clans strukturiert.

Politische Situation

In den USA sind die Tlingit durch den Central Council of Tlingit and Haida Indian Tribes of Alaska als Volk anerkannt.

Siehe auch

Haida, Liste nordamerikanischer Indianerstämme Kategorie:Nordamerikanische Ethnie ja:トリンギット

Phylum

1. Der Stamm (Phylum) ist eine hierarchische Stufe in der biologischen Systematik, und zwar in der Zoologie und in der Bakteriologie. Er wird manchmal weiter aufgeteilt in Unterstämme (Subphyla Einzahl:Subphylum). Mehrere Stämme werden in manchen Fällen zu einem Überstamm (Superphylum) (einer Stammgruppe) zusammengefasst. Der Stamm steht als Taxon zwischen Reich und Klasse.
- In einigen Systematiken wird das Tierreich zunächst in Abteilungen eingeteilt, die dann in Stämme unterteilt werden. So werden teilweise die Bilateria als Abteilung bezeichnet.
- In der Botanik und Mykologie entspricht dem Stamm (Phylum) dagegen die Abteilung (Divisio).
- In der Bakteriologie wird die Bezeichnung "Stamm" auch für einen Klon benutzt. Siehe auch: Systematik des Tierreiches 2. In der Botanik bezeichnet man als Stamm auch den verholzten Sprossteil eines Baumes. Siehe auch: Spross (Pflanze) Kategorie:Taxonomie ms:Filum th:ไฟลัม

Haida

Der Begriff Haida bezeichnet verschiedene Dinge:
- ein indigenes Volk in Nordamerika, siehe Haida (Volk).
- ihre Sprache, siehe Haida (Sprache).
- den deutschen Namen einer Stadt in der Tschechischen Republik, siehe Nový Bor.
- ein Dorf im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg, siehe Röderland.

Eyak

Eyak ist eine Na-Dené-Sprache, die früher im Süden Alaskas in der Nähe der Mündung des Copper gesprochen wurde. Eyak wird heute nur noch von einer Person gesprochen, von Marie Smith. Eyak wurde zu einem Aushängeschild für den Kampf gegen das anwachsende Aussterben von Sprachen. Die engsten Verwandten von Eyak sind die Athapasken-Sprachen. Zusammen mit Tlingit bildet Eyak die Basis der Na-Dene-Sprachen. Kategorie:Alaska Kategorie:Einzelsprache

Ahtna

Die Ahtna (auch Ahtena, Atna bzw. Copper River) ist einer der Athabaskan-Stämme in Alaska und bedeutet übertragen Eis-Menschen. Ihre Sprache heißt Ahtna und ist vom Aussterben bedroht. Sie leben in einer Reservation am Fluss Copper River im Süden Alaskas. ja:アトナ

Chipewyan

Die Chipewayn, Eigenname Dene, sind ein nordamerikanischer Indianer-Stamm aus der Sprachfamilie der Athapasken. Sie lebten und leben heute noch östlich des Great Slave Lake.

Geschichte

Nach Ihrer Bewaffnung mit Gewehren durch die Pelzhandelskompanien im 18. Jahrhundert, dominierten die Chipewayn ihre athapaskischen Nachbarn, die Dogrib und die Yellowknife, verwehrten ihnen den Zugang zu den Pelzhandelsstationen und zwangen sie, ihnen die Pelze zu verkaufen. Auch mit ihren östlichen Nachbarn, den Cree lebten sie in Feindschaft. Ende des 18. Jahrhunderts beendete eine Blatternepidemie die Vorherrschaft der Chipewayn und tötete über die Hälfte des Stammes.

Lebensweise und Kultur

Ursprünglich lebten die Chipewayn als Jäger und Sammler im Kulturareal der Subarktis. Sie zogen in kleinen Familienbanden durch die Wildnis.

Zeitgenössisches Leben

Heutzutage leben etwa 6.000 Mitglieder des Stammes in verschiedenen Gemeinschaften, zum Beispiel in Fort Smith, Fort Chipewyan, Wolliston Post, Buffalo Narrows, Brochet, und Reindeer Lake. Etwa 4.000 davon sprechen noch die eigene Sprache.

Siehe auch


- Liste nordamerikanischer Indianerstämme

Weblinks

http://www.chipewyan.com/ Kategorie: Nordamerikanische Ethnie

Nicola

Nicola ist
- ein Vorname, siehe Nikola.
- ein Nachname, siehe Nicola (Familienname)
- ein Indianer-Volk, siehe Nicola (Volk).

Saintongese

The Saintongese were the medieval residents of the Aquitanian province of Santonge. Their name was derived from the celtic Santones. Together with the non-Aquitanian Poitevins they spoke Poitevin-Saintongeais. The area they inhabited, Saintonge belongs to Charente-Maritime nowadays. Category:Ethnic groups of Europe

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