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Nationalpark

Nationalpark

Geschichte der Nationalparks

Die Idee, eine besonders schützenswerte Naturlandschaft zum Nationalpark zu erklären, ist über 100 Jahre alt. 1872 wurde in den USA der Yellowstone-Nationalpark gegründet. Bereits seit 1864 gab es ein erstes Schutzgebiet im heutigen Yosemite-Nationalpark, das aber erst 1906 in das entstehende Nationalparksystem eingegliedert wurde. Die Idee der Gründer war, die Wunder der Natur zu bewahren, so dass auch nachfolgende Generationen sich an ihnen erfreuen und sich hier erholen können. Die Länder Kanada, Australien und Neuseeland folgten bald mit der Errichtung von Nationalparks, da hier noch große Gebiete unberührter Natur existierten, die relativ einfach geschützt werden konnten. In Europa wurden die ersten Nationalparks 1909 in Schweden errichtet, 1914 in der Schweiz. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich die Idee, und heute existieren in etwa 120 Ländern mehr als 2.200 Nationalparks. Die landschaftliche Vielfalt der Gebiete ist enorm und beinhaltet fast alle Landschaftstypen. In Deutschland wurde mit dem Nationalpark Bayerischer Wald der erste Nationalpark erst 1970 errichtet. 1978 folgte der Nationalpark Berchtesgaden, der Königssee und Watzmann umschließt. 1985 und 86 wurden die Küstenbereiche des deutschen Wattenmeers als Nationalpark ausgewiesen. In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keine Nationalparks. Rund 15% der Landesfläche waren aber öffentlichem Zugang versperrt und wiesen fast unberührte Landschaften auf. In den Umbruchszeiten der Wende wurden 1990 noch vor der Wiedervereinigung fünf Nationalparks in der Noch-DDR umgesetzt. Seitdem kamen bis 2004 sechs weitere Nationalparks hinzu, die Errichtung eines Parks "Elbtalaue" scheiterte 1999. So bestehen 2004 in Deutschland 15 Nationalparks.

Nationalparks in Deutschland

Der Nationalpark gehört in Deutschland zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt.

Gesetzgebung und Verwaltung

In §24 des BNatSchG wird festgelegt, dass Nationalparks dem großräumigen Schutz von Gebieten von besonderer Eigenart dienen sollen. Diese Gebiete müssen in einem überwiegenden Teil die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes erfüllen. Laut internationaler Konvention gelten für einen Nationalpark folgende Kriterien: # es handelt sich um ein hervorragendes Gebiet von nationalem Interesse # der Nationalpark wird öffentlich kontrolliert, d.h. Eigentümer ist eine zentrale Regierung, die auch die Verwaltung und Finanzierung sicherstellt # es herrscht ein strenger gesetzlicher Schutz mit Einschränkung oder Verbot der Nutzung # der Nationalpark ist für die Öffentlichkeit erschlossen. Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Im übrigen gilt für jedes bauliche oder sonstige Vorhaben die Eingriffs-Ausgleichs-Regelung des Bundesnaturschutzgesetzbuches. Nationalparks sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden. Man spricht hier von einer nachrichtlichen Übernahme. Sie sind verbindlich und können nicht etwa aufgrund eines übergeordneten Allgemeinwohls in der Abwägung überwunden werden. Neben dem Nationalpark kennt das Bundesnaturschutzgesetz weitere Schutzmöglichkeiten, die mehr oder weniger rigide sind und unterschiedliche Zweckbestimmungen haben:
- Besonderer Gebietsschutz: Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturparks,
- Schutz einzelner Landschaftsteile: Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile
- Schutz von Arten und Biotopen: Biotopschutz
- Europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000.

Nationalparks-Liste für Deutschland


- Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seit 1985, 441 000 ha
- Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer seit 1986, 240.000 ha
- Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft seit 1990, 80.500 ha
- Nationalpark Müritz - seit 1990, 32.000 ha
- Nationalpark Unteres Odertal seit 1990, 32.884 ha
- Nationalpark Bayerischer Wald seit 1970, 13.042 ha, Erweiterung 1997, insgesamt 24.250 ha
- Nationalpark Berchtesgaden seit 1978, 21.000 ha
- Nationalpark Harz - seit 1994, 2005 zusammengeschlossen mit dem Nationalpark Hochharz - seit 1990, insgesamt 24.700 ha
- Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer seit 1990, 13.750 ha
- Nationalpark Eifel seit 2004, 11.000 ha
- Nationalpark Sächsische Schweiz seit 1990, 9.292 ha
- Nationalpark Hainich seit 1997, 7.600 ha
- Nationalpark Kellerwald-Edersee seit 2004, 5.724 ha
- Nationalpark Jasmund - seit 1990, 3.000 ha
- Nationalpark Senne-Egge - (geplant) Zusammen sind dies etwa 2,6% des Bundesgebietes. Der Nationalpark Elbtalaue wurde direkt nach seiner Einrichtung 1998 wegen einer Klage 1999 wieder aufgelöst - das Gebiet erfüllt nicht die Anforderungen an die Naturbelassenheit. Anfang 2005, wurden der Nationalpark Harz und der Nationalpark Hochharz zu einem Nationalpark zusammengeschlossen. Damit entfällt die Bezeichnung "Nationalpark Hochharz".

Nationalparks in Österreich

Geschichte der österreichischen Nationalparks

Die Einrichtung der österreichischen Nationalparks nahm jeweils mehrere Jahre in Anspruch. Damit liegt Österreich im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Bei einem Drittel der weltweit errichteten Nationalparks beträgt die Dauer aufgrund von Konfliktintensitäten mehr als 20 Jahre.

Liste der Nationalparks


- Nationalpark Donau-Auen seit 1996, 9.300 ha
- Nationalpark Kalkalpen seit 1997, 21.000 ha
- Nationalpark Hohe Tauern seit 1981 in Kärnten 40.000 ha, seit 1984 in Salzburg 80.500 ha, seit 1992 in Tirol 61.000 ha, insgesamt 181.500 ha
- Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel seit 1993, 9.700 ha (gemeinsam mit Ungarn)
- Nationalpark Thayatal seit 1999, 1.300 ha (gemeinsam mit Tschechien)
- Nationalpark Gesäuse seit 2002, 11.000 ha Im Tiroler Lechtal war ein Nationalpark in Diskussion. Die Tiroler Landesregierung beschloss allerdings im Jahr 2004 die Errichtung eines Naturparks.

Nationalpark der Schweiz


- Nationalpark der Schweiz (Kanton Graubünden) http://www.nationalpark.ch/

Nationalparks in Europa


- Nationalparks in England und Wales
- Nationalparks in Estland, Lettland und Litauen
- Nationalparks in Finnland
- Nationalparks in Frankreich
- Nationalparks in Irland
- Nationalparks in Island
- Nationalparks in Italien
- Nationalparks in Kroatien
- Nationalparks in Norwegen
- Nationalparks in den Niederlanden
- Nationalparks in Polen
- Nationalparks in Schweden
- Nationalparks in Serbien
- Nationalparks in der Slowakei
- Slowenien: Nationalpark Triglav
- Nationalparks in Spanien
- Nationalparks in Tschechien
- Nationalparks in Ungarn

Nationalparks in Afrika


- Nationalparks in Äthiopien
- Nationalparks in Botsuana
- Nationalparks in Gambia
- Nationalparks in Kenia
- Nationalparks in Madagaskar
- Nationalparks in Malawi
- Nationalparks in Namibia
- Nationalparks in Simbabwe
- Nationalparks im Sudan
- Nationalparks in Südafrika
- Nationalparks in Tansania
- Nationalparks in Uganda
- siehe auch: Naturparks in Afrika

Nationalparks in Amerika

Nordamerika:
- Nationalparks in den USA
- Nationalparks in Kanada Zentralamerika:
- Nationalparks in Costa Rica Südamerika:
- Nationalparks in Argentinien
- Nationalparks in Bolivien
- Nationalparks in Chile

Nationalparks in Asien


- Nationalparks in Indien
- Nationalparks in Japan
- Nationalparks in Malaysia
- Nationalparks in Thailand

Nationalparks in Australien/Ozeanien


- Nationalparks in Australien
- Nationalparks in Fidschi
- Nationalparks in Neuseeland

Weblinks


- [http://www.europarc-deutschland.de www.europarc-deutschland.de] - EUROPARC Deutschland
- [http://sea.unep-wcmc.org/wdbpa/ World Database of Protected Areas] – United Nations Environment Programme
- [http://www.hum.amu.edu.pl/~zbzw/ph/pnp/swiat.htm www.hum.amu.edu.pl] - National Parks worldwide ---- Siehe auch: Naturpark ! ja:国立公園 ko:국립공원

1872

Ereignisse


- 1. Januar: Das Strafgesetz für alle deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft
- 1. März: Gründung des Yellowstone-Nationalparkes in den USA
- 26. März: Erdbeben unbekannter Stärke in Owens Valley, Kalifornien, USA. 27 Tote
- April: Erdbeben in der Türkei, über 1.000 Tote
- 4. Juli: Jesuitengesetz: Verbot aller Niederlassungen des Ordens der Jesuiten auf deutschem Boden
- November: In der Nacht vom 12. auf den 13. November wird die gesamte deutsche Ostseeküste von einer schweren Sturmflut heimgesucht, 271 Tote (siehe Ostseesturmflut 1872)
- Ein Reichsgesetz verfügt die Schließung aller Spielbanken im Reichsgebiet
- Das bereits bekannte Badminton-Spiel wird vom Duke of Beaufort zum ersten Mal auf seinem Landsitz Badminton in England vorgestellt
- Das Kitab-i-Aqdas, das Heiligste Buch der Baha'i, wird von Baha'u'llah niedergeschrieben
- Berlin wird Hauptstadt des 2. Deutschen Reiches

Kultur


- 20. Februar: Das Metropolitan Museum of Art wird in New York eröffnet
- 21. März: Uraufführung der Oper Hermione von Max Bruch an der Hofoper Berlin
- 16. November: Uraufführung der Operette Sol-si-ré-pif-pan von Georges Bizet im Château d'Eau in Paris
- Gründung der Universität von Klausenburg: die spätere „Universität der Wissenschaften Szeged

Geboren


- 4. Januar: Edmund Rumpler, Ingenieur († 1940)
- 6. Januar: Alexander Nikolajewitsch Skrjabin, russischer Pianist und Komponist († 1915)
- 6. Januar: Alexander Skrjabin, russischer Pianist und Komponist († 1915)
- 11. Januar: Paul Graener, deutscher Komponist († 1944)
- 16. Januar: Edward Gordon Craig, englischer Schauspieler, Regisseur und Theatertheoretiker († 1966)
- 16. Januar: Henri Busser, französischer Komponist († 1973)
- 23. Januar: Joze Plecnik, slowenischer Architekt († 1957)
- 23. Januar: Paul Langevin, französischer Physiker († 1946)
- 28. Januar: Otto Braun, deutscher Politiker der Weimarer Republik († 1955)
- 8. Februar: Theodor Lessing, deutscher Philosoph und Publizist († 1933)
- 12. Februar: Diedrich Speckmann, deutscher Schriftsteller († 1938)
- 12. Februar: Conrad Heese, Rechtsanwalt und Justizrat († 1945)
- 6. März: Johan Bojer, norwegischer Schriftsteller († 1959)
- 6. März: Paul Juon, russischer Komponist († 1940)
- 7. März: Piet Mondrian, niederländischer Maler († 1944)
- 10. März: Aron Alexandrowitsch Solz, russischer Jurist und Revolutionär († 1945)
- 12. März: Ernst Hottenroth, Bildhauer († 1908)
- 19. März: Sergei Pawlowitsch Djagilew, russischer Herausgeber, Kunstkritiker und Kurator († 1929)
- 20. März: Bernhard Goldenberg, deutscher Manager († 1917)
- 30. März: Sergei Nikiforowitsch Wassilenko, russischer Komponist und Dirigent († 1956)
- 31. März: Alexandra Kollontai, russische Revolutionärin und Diplomatin († 1952)
- 31. März: Arthur Griffith, irischer Politiker († 1922)
- 1. April: Conrad Gröber, deutscher Bischof († 1948)
- 9. April: Léon Blum, französischer Politiker († 1950)
- 13. April: Alexander Roda Roda, österreichischer Schriftsteller und Publizist († 1945)
- 19. April: Alice Salomon, liberale Sozialreformerin in der deutschen Frauenbewegung († 1948)
- 25. April: Alexandra von Hessen-Darmstadt, Ehefrau von Zar Nikolaus II. († 1918)
- 29. April: Eyvind Alnæs, norwegischer Komponist († 1932)
- 1. Mai: Hugo Alfvén, schwedischer Komponist und Dirigent
- 1. Mai: Sidónio Pais, portugiesischer Militär und Putschist, später Präsident († 1918)
- 10. Mai: Marcel Mauss, französischer Ethnologe († 1950)
- 16. Mai: Maximilian Bayer, deutscher Offizier, Pfadfinder († 1917)
- 18. Mai: Bertrand Russell, Mathematiker und Philosoph († 1970)
- 31. Mai: Charles Greeley Abbot, US-amerikanischer Astrophysiker († 1973)
- 3. Juni: Habibullah Khan, von 1901 bis 1919 Emir von Afghanistan († 1919)
- 12. Juni: Emil Hácha, tschechischer Präsident des Protektorats Böhmen und Mähren († 1945)
- 13. Juni: Hans Erlwein, deutscher Baumeister († 1914)
- 14. Juni: Irene Abendroth, Königlich Sächsische Kammersängerin († 1932)
- 1. Juli: Louis Blériot, französischer Luftfahrtpionier († 1936)
- 4. Juli: Calvin Coolidge, 30. Präsident der USA († 1933)
- 16. Juli: Roald Amundsen, norwegischer Polarforscher († 1928)
- 22. Juli: Karl Helfferich, deutscher Politiker und Bankier († 1924)
- 23. Juli: Edward Adrian Wilson, englischer Polarforscher, Arzt und Ornithologe († 1912)
- 3. August: Christian Schreiber, deutscher Geistlicher († 1933)
- 3. August: Haakon VII., König von Norwegen († 1957)
- 13. August: Richard Martin Willstätter, deutscher Chemiker († 1942)
- 15. August: Sri Aurobindo, indischer Philosoph und Guru († 1950)
- 16. August: Siegmund von Hausegger, Komponist und Dirigent († 1948)
- 18. August: Adolf Schmal, österreichischer Fecht- und Radsportler († 1919)
- 18. August: Hugo Bettauer, österreichischer Schriftsteller († 1925)
- 21. August: Aubrey Beardsley, britischer Dichter, Zeichner, Graphiker, Karikaturist und Illustrator († 1898)
- 23. August: Elsa Neumann, deutsche Physikerin († 1902)
- 5. September: Carl Friedrich von Siemens, deutscher Industrieller († 1941)
- 7. September: Thomas Pelham Curtis, US-amerikanischer Leichtathlet († 1944)
- 10. September: Wladimir Arsenjew, russischer Forschungsreisender und Schriftsteller († [1930])
- 25. September: Carlo Graf Sforza, italienischer Politiker, Antifaschist († 1952)
- 25. September: Paul Reinecke, deutscher Archäologe
- 27. September: Karl Scheurer, Schweizer Politiker († 1929)
- 3. Oktober: Hermann Anschütz-Kaempfe, deutscher Erfinder des Kreiselkompass († 1931)
- 12. Oktober: Ralph Vaughan Williams, englischer Komponist und Dirigent († 1958)
- 14. Oktober: Reginald Doherty, englischer Tennisspieler († 1910)
- 15. Oktober: Wilhelm Miklas, Politiker († 1956)
- 22. Oktober: Alessio Ascalesi, Erzbischof von Neapel und Kardinal († 1952)
- 1. November: Friedrich Funder, Herausgeber der Wiener Tageszeitung Reichspost († 1959)
- 15. November: Hans Dominik, deutscher Science-Fiction- und Sachbuchautor († 1945)
- 26. November: Cläre Stinnes, Ehefrau des Ruhrindustriellen Hugo Stinnes († 1973)
- 30. November: Karl Friedrich Wilhelm Otto Richter, deutscher Politiker († 1927)
- 30. November: Morris Fuller Benton, Ingenieur und Schriftentwerfer († 1948)
- 4. Dezember: Pietro Fumasoni Biondi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1960)
- 5. Dezember: Harry Nelson Pillsbury, US-amerikanischer Schachspieler († 1906)
- 7. Dezember: Johan Huizinga, niederländischer Kulturhistoriker († 1945)
- 10. Dezember: Ludwig Klages, deutscher Lebensphilosoph und Psychologe († 1956)
- 12. Dezember: Bruno Cassirer, deutscher Verleger und Galerist († 1941)
- 12. Dezember: Heinrich Vogeler, Künstler († 1942)
- 18. Dezember: Abdullah Abdurahman, Politiker Südafrikas († 1905)
- 30. Dezember: William Larned, US-amerikanischer Tennisspieler († 1926)
- Edward Burlingame Hill, US-amerikanischer Komponist († 1960)

Gestorben


- 2. Januar: Wilhelm Löhe, deutscher evangelischer Theologe (
- 1808)
- 21. Januar: Franz Grillparzer, österreichischer Dichter (
- 1791)
- 22. Januar: Franz von Elsholtz, deutscher Dichter und Schriftsteller (
- 1791)
- 6. Februar: James Chapman, englischer Afrikaforscher
- 6. März: Johann Jacoby, preußischer Politiker und führender deutscher Radikaldemokrat (
- 1805)
- 10. März: Giuseppe Mazzini, italienischer Nationalist und Gründer des „Jungen Italiens“ (
- 1805)
- 12. März: Zeng Guofan, chinesischer Staatsmann (
- 1811)
- 1. April: Hugo von Mohl, deutscher Botaniker (
- 1805)
- 2. April: Samuel Finley Breese Morse, US-amerikanischer Erfinder und Professor (
- 1791)
- 2. April: Samuel Morse, US-amerikanischer Erfinder (
- 1791)
- 27. April: Eugène Isabey, französischer Maler (
- 1804)
- 28. April: Moriz Adolph Briegleb, deutscher Politiker (
- 1809)
- 13. Mai: Moritz Hartmann, Journalist, Schriftsteller und Politiker jüdischer Herkunft (
- 1821)
- 28. Mai: Sophie von Österreich, Tochter von König Maximilian I. von Bayern (
- 1805)
- 31. Mai: Friedrich Gerstäcker, deutscher Abenteurer und Schriftsteller (
- 1816)
- 4. Juni: Jean-Baptiste Vaillant, französischer General und Marschall von Frankreich (
- 1790)
- 4. Juni: Stanislaw Moniuszko, polnischer Komponist (
- 1819)
- 20. Juni: Élie-Frédéric Forey, französischer General und Marschall von Frankreich (
- 1804)
- 21. Juni: Robert Prutz, deutscher Schriftsteller (
- 1816)
- 7. Juli: Pierre Lachambeaudie, französischer Fabeldichter (
- 1807)
- 18. Juli: Benito Juárez, mexikanischer Staatsmann und Staatspräsident (
- 1806)
- 26. Juli: Michele Carafa, italienischer Komponist von Opern (
- 1785)
- 3. August: Karl August Devrient, deutscher Theaterschauspieler (
- 1797)
- 5. August: Charles Eugène Delaunay, französischer Mathematiker und Astronom (
- 1816)
- 8. August: Eberhard zu Stolberg-Wernigerode, Politiker und preußischer Staatsbeamter (
- 1810)
- 8. August: Heinrich Abeken, deutscher Theologe (
- 1809)
- 11. August: Lowell Mason, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge (
- 1792)
- 21. August: David Kalisch, deutscher Schriftsteller (
- 1820)
- 26. August: Johann Christoph Lüders, Görlitzer Industriepionier, Kommunalpolitiker und Kulturförderer (
- 1803)
- 2. September: Nikolai Frederik Severin Grundtvig, dänischer Philologe, Theologe (
- 1783)
- 3. September: Paul Camille von Denis, Ingenieur und Eisenbahnpionier (
- 1796)
- 13. September: Ludwig Andreas Feuerbach, deutscher Philosoph (
- 1804)
- 18. September: Karl XV., König von Schweden von 1859 bis 1872 (
- 1826)
- 19. September: Joseph Ignatz Peter, Teilnehmer an der Badischen Revolution 1848/49 (
- 1789)
- 10. Oktober: William H. Seward, US-amerikanischer Politiker, Außenminister (
- 1801)
- 14. Oktober: Albrecht von Preußen, preußischer Prinz und General (
-  1809)
- 20. Oktober: Friedrich Welwitsch, Afrikaforscher und Botaniker (
- 1806)
- 23. Oktober: Théophile Gautier, französischer Schriftsteller (
- 1811)
- 29. Oktober: Pierre Charles Fournier Saint Amant, französischer Schahmeister (
- 1800)
- 6. November: George Gordon Meade, General der Unionsarmee im amerikanischen Bürgerkrieg (
- 1815)
- 8. NovemberMoritz Ludwig Seyffert, Philologe und Pädagoge (
- 1809)
- 21. November: Torgeir Augundsson, norwegischer Komponist (
- 1801)
- 23. November: John Bowring, britischer Staatsmann, Reisender und Schriftsteller (
- 1792)
- 6. Dezember: Fritz Anneke, deutscher Revolutionär und nordamerikanischer Offizier (
- 1818)
- 11. Dezember: Kamehameha V., König von Hawaii (
- 1830)
- 22. Dezember: Jakob Becker, deutscher Maler, Radierer und Lithograph (
- 1810)
- 23. Dezember: George Catlin, US-amerikanischer Maler, Autor und Indianerkenner (
- 1796)
- 24. Dezember: William John Macquorn Rankine, britischer Physiker und Ingenieur (
- 1820)
- 31. Dezember: Aleksis Kivi, finnischer Nationalschriftsteller (
- 1834)

Staatsoberhäupter

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Emil Welti, Bundespräsident der Schweiz, (1872) ko:1872년 simple:1872 th:พ.ศ. 2415

Yellowstone-Nationalpark

Der in den US-Bundesstaaten Wyoming (96 %), Montana (3 %) und Idaho (1 %) gelegene [] wurde am 1. März 1872 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark der Welt. Mit seinen 8.983 km² Fläche gehört er zu den größten Nationalparks der USA. Seinen Namen trägt der Park wegen der gelben Felsen im Grand Canyon des Yellowstone. Er ist Teil der Rocky Mountains und hat eine durchschnittliche Höhe von etwa 2.440 Meter über NN. Der höchste Punkt des Parks, Eagle Peak, erreicht sogar eine Höhe von 3.462m. 1978 hat ihn die UNESCO zum Welterbe erklärt.

Geschichte

Um 1807 bekam der Trapper John Colter das Gebiet des heutigen Nationalparks als erster Weißer zu Gesicht. Sheepeater-Shoshone-Indianer haben die Gegend jedoch bereits vor 12.000 Jahren bevölkert. Zu Colters Zeit lebten sie noch immer dort, weitere Stämme wie die Blackfeet, Absarokee und Bannock durchstreiften das Yellowstone-Gebiet gelegentlich um zu jagen und fischen. Sie verwendeten den dort reichlich vorkommenden Obsidian für die Herstellung von Schneidewerkzeugen und Waffen. John Colters Schilderungen über den Yellowstone wurde kaum Glaube geschenkt, als er 1810 in die Zivilisation zurückkehrte. Die Unzugänglichkeit des Gebietes verhinderte eine rasche Besiedelung durch die Weißen; doch wagten sich einige Pelzfänger und Goldsucher dorthin vor, zum Beispiel 1834 Warren Ferris und 1857 Jim Bridger. 1869 kam eine erste Expedition, die Folsom-Expedition, in das Yellowstone-Gebiet zustande; doch wurden auch deren Schilderungen kaum beachtet. Immerhin stellte General Henry D. Washburn gemeinsam mit dem Schriftsteller Nathaniel P. Langford und Leutnant Gustavus C. Doane ein Jahr später die Washburn-Langford-Doane-Expedition zusammen. Sie gaben unter anderem dem Geysir Old Faithful seinen Namen. Mit dabei war Truman Everts, der unter abenteuerlichsten Umständen beinahe sein Leben verlor. Endlich war die Presse bereit, über das außergewöhnliche Gebiet zu berichten. Die Schilderungen wurden im ganzen Land begierig gelesen. Der Geologe Ferdinand V. Hayden ließ sich von Washburn ermuntern und startete 1871 eine zweijährige Forschungsreise (Hayden-Expedition) in das Yellowstone-Gebiet. Unter der 34-köpfigen Gruppe befanden sich der Maler Thomas Moran und der Fotograph William Henry Jackson. Die Bild- und Schrifterzeugnisse einer vierten Forschungsreise (Barlow-Heap-Expedition), die noch im selben Jahr stattfand, wurden im großen Brand von Chicago vernichtet, so dass gerade Morans Bilder und Jacksons Fotos an Bedeutung gewannen. Inzwischen waren die weißen Siedler weit nach Westen vorgerückt und hatten nicht nur die Indianer verdrängt, sondern auch viele Tiere und Pflanzen. Die Rocky Mountains waren das letzte Rückzugsgebiet. Bald kam die Forderung nach einem geschützten Gebiet für Tiere und Pflanzen. Die Berichte und Bilder der Teilnehmer der Expeditionen in das Yellowstone-Gebiet mit seinen rund 10.000 heißen Quellen und 3.000 Geysiren beeindruckten die Parlamentarier in Washington D.C. so stark, dass sie 1872 ein Gesetz erließen, welches das Yellowstone-Gebiet für immer vor Goldsuchern, Siedlern und Trappern schützen sollte. Am 1. März 1872 unterschrieb Präsident Ulysses S. Grant das Gesetz und gründete damit den ersten Nationalpark der Welt. 1876 trieb es die Hunkpapa-Lakota unter Sitting Bull in den Park, auf der Suche nach Jagdbeute, die es weiter östlich in den Plains kaum mehr gab. Ein Jahr später flohen Chief Joseph und seine Nez Percé durch den Yellowstone, wurden von der US-Armee aber kurz vor der kanadischen Grenze abgefangen. Ab 1880 lebten keine Indianer mehr im Yellowstone-Gebiet. Zwischen 1886 und 1916 war die US-Armee für den Nationalpark verantwortlich. Eine Truppe war im Fort Yellowstone stationiert, bei der heutigen Ortschaft Mammoth Hot Springs. Anschließend übernahm der National Park Service die Verantwortung. Zu Beginn der 1920er-Jahre brachte die neue Eisenbahnlinie, mit einer Station nördlich des Parks, die ersten Touristen. Anfänglich spielte die Jagd eine wichtige Rolle, nicht nur um die Reisenden versorgen zu können, sondern auch als willkommene Abwechslung. Später wurde sie verboten. 2003 besuchten knapp drei Millionen Touristen den Park.

Geologie

Der liegt zu weiten Teilen in der Caldera des Yellowstone-Vulkans über der in mehreren Kilometern Tiefe liegenden Magmakammer. Er ist berühmt für seine vulkanogene Landschaft mit Geysiren, Schlammtöpfen und heißen Quellen. Von den rund 200 Geysiren im Nationalpark erfreut sich besonders der Geysir Old Faithful bei Touristen großer Beliebtheit, spuckt er nämlich in ungewohnter Regelmäßigkeit sein Wasser in Abständen von momentan zwischen etwa 60 und 90 Minuten in die Luft. Ursache ist die Magmakammer des Vulkans, welche das von Bergen herabfließende und im porösen Lavagestein versickernde Wasser erwärmt. Die Niederschläge betragen etwa 650 Millimeter jährlich. In heißen Quellen, Geysiren oder blubbernden Schlammlöchern tritt es wieder an die Erdoberfläche. Die Niederschläge lassen aus den Bergen des Parks auch drei Flüsse entspringen. Der Yellowstone River gab dem National-Park den Namen, er verlässt den National-Park im Norden. Der Madison River fliesst im Westen ab und der Snake River im Süden.

Flora & Fauna

Der Park ist Rückzugsgebiet für selten gewordene Tierarten, zum Beispiel Bisons. Sieben Huftier- (Bison, Elch, Wapiti, Maultierhirsch, Gabelbock, Dickhornschaf, Bergziege), zwei Bären- (Schwarzbär, Grizzlybär) und etwa 50 weitere Säugetiertierarten (unter anderem Puma, Luchs, Wolf und Kojote); elf Fisch-, fünf Reptilien-, vier Amphibien- und über 200 zum Teil seltene Vogelarten sind im Gebiet des Nationalparkes heimisch. In den 1970er-Jahren gewöhnten sich Bären an die Touristen und fraßen Abfälle und menschliche Nahrung. Aufklärende Merkblätter und ein rigoroses Fütterungsverbot halten die Bären inzwischen erfolgreich von den Camping- und Picknickplätzen fern und schützen sie so vor Abhängigkeit. Angriffe von Bären auf Menschen sind eher selten, denn der Bär meidet die Nähe des Menschen. Lediglich wenn er bedrängt wird oder Junge bei sich hat, kann es zu gefährlichen Begegnungen zwischen Bär und Mensch kommen. Die meisten gefährlichen Begegnungen passieren mit Bisons. Viele Besucher verkennen, dass auch dies Wildtiere sind und verkennen die Möglichkeiten dieser Tiere. Denn Bisons können sehr rasch auf über 50 km/h beschleunigen und halten diese Geschwindigkeit über einen längeren Zeitraum aufrecht. Es sind mitnichten träge Kolosse und man sollte ihnen (besonders wenn Jungtiere anwesend sind) mit gebührendem Respekt in sicherem Abstand gegenüber treten. In den letzten Jahren wurden im Yellowstone Park wieder erfolgreich Wölfe angesiedelt, sehr zum Unmut der Schafzüchter rund um den Yellowstone-Park. Sie erhalten eine Entschädigung, obwohl keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, dass die Wölfe Schafe außerhalb des Parks reißen. Nadelwald, hauptsächlich aus langnadligen Kiefern bestehend, überzieht einen Großteil der Parkfläche. 1988 gab es zuletzt einen großen Waldbrand, der beinahe 4.000 km² des Parks erfasste: 2.300 km² Wald verbrannten ganz, bei 1.450 km² lediglich das Unterholz. Dazu kamen 250 km², bei denen das Gras und gelegentlich Büsche der Wiesen verbrannten. Lange Zeit hat man jede Art von Waldbrand sofort bekämpft, bis es 1988 zu diesem extremen Waldbrand kam. Seit dieser Zeit hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Waldbrände im Park etwas völlig normales darstellen. Waldbrände werden nicht mehr bekämpft, sondern nur beobachtet, um ein unkontrolliertes Ausbreiten zu verhindern. Teilweise werden die Waldbrände künstlich gelegt, damit es nicht zu solch katastrophalen Bränden wie 1988 kommt. Die Auswirkungen dieses Brandes sind noch nach über 15 Jahren an vielen Stellen deutlich zu sehen. Die heißen Quellen beeinflussen die Vegetation. Für die meisten Pflanzen ist eine direkte Berührung mit dem siliziumhaltigen, heißen Wasser zerstörend. Andere wiederum verändern dadurch ihren Wachstumsrhythmus.

Sehenswürdigkeiten


- Artist Point - Beeindruckender Aussichtspunkt
- Grand Canyon of the Yellowstone - Bis zu knapp 400 m tiefe Schlucht mit drei Wasserfällen
- Mammoth Hot Springs - Kalkterrassen im Norden des Parks
- Old Faithful - Wohl bekanntester Geysir der Erde
- Petrified Tree - Einige Millionen Jahre alter versteinerter Baumstamm
- Yellowstone Lake - Größter Bergsee der USA
- Yellowstone River - Fluss, der durch den Nationalpark fließt
- Yellowstone-Fälle - Verschiedene Wasserfälle des Yellowstone-Flusses
- Tower-Falls - Wasserfall des Tower Creek Flusses

Siehe auch


- Nationalparks in den USA
- Yellowstone (Vulkan)

Literatur


- Thomas Riepe: YELLOWSTONE -Im Land der Wölfe und Kojoten-. Monsenstein und Vannerdat, 128 Seiten, 2005, ISBN 3865821243

Weblinks


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- [http://www.yellowstone-natl-park.com/ Yellowstone Nationalpark]
- [http://www.educeth.ch/stromboli/perm/yellowstone/index-de.html Yellowstone Caldera auf Stromboli]
Kategorie:Weltnaturerbe Kategorie:Rocky Mountains Kategorie:Nationalpark in den USA Kategorie:Wyoming Kategorie:Vulkanismus ja:イエローストーン国立公園

Yosemite-Nationalpark

Der Yosemite-Nationalpark (ausgesprochen „Jo-ssi-me-dih“) ist einer der Nationalparks in den USA. Er liegt in Zentral-Kalifornien 200 km östlich von San Francisco. Er erstreckt sich über eine Fläche von 3.079 Quadratkilometern an den westlichen Hängen der Sierra Nevada.

Landschaft und Natur

Das Yosemite Valley ist der zentrale Teil des Parks. Es wird vom Merced River durchflossen. Hier gibt es zahlreiche Wasserfälle – der Yosemite Falls ist der höchste Nordamerikas und der vierthöchste der Welt – und viele von Gletschern geformte Felsformationen. Die bekanntesten Felsen sind der Half Dome (2693m) und El Capitan (2307m), beides beliebte Kletterreviere. Die Felswände zu beiden Seiten des Yosemite Valley erreichen eine Höhe von knapp 1000 Metern. Rund 95% des Parks sind geschütze Wildnis. Viele dieser Teile sind 1984 zum Park dazugekommen. Die meisten Besucher bleiben allerdings im Yosemite Valley, das im Gegensatz zur geschützten Wildnis auch mit Fahrzeugen befahren werden darf. Nördlich liegt das Hetch Hetchy Valley, das von vielen, einschließlich John Muir, als ähnlich schön angesehen wird wie das Yosemite Valley. Das Tal wurde 1923 geflutet, als mit dem O'Shaughnessy-Damm der Tuolumne River gestaut wurde. Es gibt aber Überlegungen, den Damm wieder abzureißen und das Tal wieder herzustellen. Der Damm versorgt San Francisco mit Wasser und Elektrizität. Im Hochland von Yosemite liegen schöne Naturgegenden, darunter
- Tuolumne Meadows
- Dana Meadows
- Clark Range
- Cathedral Range
- Kuna Crest
- Mount Dana
- Mount Gibbs und
- Mount Conness. Im Park gibt es stellenweise alte Mammutbäume (Sequoiadendron giganteum), die an geeigneten Stellen in kleinen Gruppen relativ nahe beieinander stehen. Es gibt eine Vielzahl von Wildtieren, darunter die für Besucher beeindruckenden Hirsche und Kojoten. Schwarzbären sind seltener, können allerdings zum Problem werden, wenn sie von Essensresten der Touristen oder ungesichert aufbewahrten Nahrungsmitteln angelockt werden und zur Gefahr für Menschen werden. Die Bären sind berüchtigt dafür, dass sie auf der Suche nach Nahrung selbst in parkende Autos einbrechen. Im Südosten des Parks liegt die Ansel-Adams-Wilderness, im Nordosten die Hoover-Wilderness und im Norden die Emigrant-Wilderness.

Geschichte

Durch einen Kongressbeschluss von 1864, der von Abraham Lincoln unterschrieben wurde, wurde das Yosemite Valley unter Schutz gestellt und die Kontrolle dem Bundesstaat Kalifornien übertragen. Das Gebiet wurde am 1. Oktober 1890 zum Nationalpark erklärt. Der ursprüngliche Park schloss das Yosemite Valley und die Mariposa Grove noch nicht ein. Im Mai 1903 kam Theodore Roosevelt hierher, um mit John Muir in der Nähe des Glacier Point zu campen. Bei dieser Gelegenheit überzeugte Muir Roosevelt davon, die beiden Gebiete aus kalifornischer Kontrolle zu lösen und in den Park einzugliedern. Dies geschah 1906. 1916 wurde der United States Park Service gegründet.

Geologie

Weite Gebiete des Parks bestehen aus Granit (Granodiorit). Die meisten Sedimentablagergerungen, die es einmal hier gab, sind durch Erosion abgetragen. Vor etwa 30 Millionen Jahren begann sich das heutige Gesicht des Parks durch Vergletscherung zu formen.

Weblinks


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- [http://www.yosemite.org The Yosemite Assocation] Kategorie:Weltnaturerbe Kategorie:Nationalpark in den USA ja:ヨセミテ国立公園

Kanada

Kanada (engl./frz.: Canada) ist ein Staat in Nordamerika. Der einzige unabhängige Nachbarstaat sind die USA, mit denen Kanada rege Wirtschaftsbeziehungen pflegt. Ferner grenzt Kanada an das zu Dänemark gehörende Grönland und an das zu Frankreich gehörende St. Pierre und Miquelon. Kanada ist ein Flächenstaat, dessen Bevölkerung zum Großteil auf wenige städtische Zentren konzentriert ist. Um die ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt der einzelnen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, ist Kanada politisch als Föderation organisiert; ein Mosaik der Kulturen ist (im Gegensatz zum Modell des Schmelztiegels) politisch gewollt. Die Unabhängigkeitsbestrebungen Québecs, die Rechte der französischsprachigen Bevölkerungsgruppe und die Rechte der indianischen Völker prägen zentrale Konfliktlinien innerhalb der kanadischen Gesellschaft.

Geographie

Québec Kanada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. Davon sind 9.093.507 km² Landmasse und 891.163 km² Wasserfläche. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung über Landfläche beträgt 4.634 Kilometer von Kap Columbia auf den Ellesmere-Inseln, Nunavut nach Mittelinsel auf dem Eriesee in Ontario, die größte Ost-West-Entfernung beträgt 5.514 Kilometer von Kap Spear in Neufundland und Labrador bis zur Grenze des Yukon-Territoriums mit Alaska. Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8.890 Kilometer. Kanada hat mit 202.080 Kilometern die längste Küstenlinie der Welt. Es grenzt an die USA (im Süden und im Westen (Alaska)), den Pazifischen Ozean, das Nordpolarmeer, Grönland (Seegrenze) und den Atlantischen Ozean. Die größte Insel ist die Baffininsel. Der Osten des Landes wird vom Sankt-Lorenz-Strom dominiert, der Norden von der Hudson Bay. In Mittelkanada schließen sich – als nördliche Fortsetzung des US-amerikanischen „Mittleren Westen“ – weitläufige Ebenen an. Westlich davon liegen die Rocky Mountains und die Pazifikküste. Die größte Stadt ist Toronto, gefolgt von Montréal, Vancouver und Calgary. Der Nordteil wird vom kanadisch-arktischen Archipel geprägt. Die nördlichste Halbinsel ist Boothia.

Klima

Kanada umfasst unterschiedliche Klimazonen (vom Polarklima bis zum gemäßigten Klima). Hauptsächlich bestimmt jedoch das Boreale Klima mit langen kalten Wintern (bis zu –35 °C) und kurzen heißen Sommern (bis zu 35 °C) den überwiegenden Teil Kanadas. Aufgrund der Größe des Landes ist das Klima in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich. So wurden z.B. im Winter 2004 / 2005 Temperaturen von -58 °C in Burwash Landing / Yukon Territory gemessen. An der Westküste findet man angenehmes Seeklima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte vom Ozean kommende Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die Jahreszeiten sind in den Provinzen Quebec und Ontario am deutlichsten zu entdecken. Hier gibt es kalte Winter, angenehme Frühjahre und Herbstmonate und von Juli bis September den oft sehr schwül-heißen Sommer mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Kanadas beträgt geschätzte 32 Millionen. Der letzte Census-Report von 2001 gibt die kanadische Bevölkerung mit 30.007.094 an. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von ca. 3,2 Einwohner/km², welche damit eine der geringsten der Welt ist. Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Provinzen Québec und Ontario entlang des Sankt-Lorenz-Stromes, d. h. rund um Toronto, Montréal, Québec, Ottawa, London und Hamilton. 11,4 Millionen leben in Ontario, 7,2 Millionen in Québec, 3,9 Millionen in British Columbia und 3 Millionen in Alberta. Die restlichen Provinzen und Territorien haben jeweils weniger als 1 Million Einwohner, wobei Nunavut mit knapp 27.000 Einwohnern das bevölkerungsärmste Territorium Kanadas ist.

Sprachen

Landessprachen sind Englisch und Französisch. In Nunavut ist auch Inuktitut Amtssprache. Alle Provinzen mit Ausnahme von Québec (frz.) und Neubraunschweig (bilingual engl./frz.) sind englischsprachig, im Volksmund auch genannt English Canada. Alle Regionen haben nicht-englischsprachige Minderheiten, in der Hauptsache Nachkommen der ursprünglichen Bewohner, Inuit (im Norden) und Indianervölker (siehe auch Indianer Nordamerikas). In Neuschottland gibt es eine Minderheit, die Schottisches Gälisch spricht.

Demographische Struktur und Entwicklung

Schottisches Gälisch Kanada ist ein klassisches Einwandererland. Große Einwanderergruppen kamen in der Vergangenheit aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, der Ukraine, Polen und aus den USA. Heutzutage wächst die Bedeutung der Einwanderer aus Fernost, vor allem aus der Volksrepublik China. Die Geburtenrate betrug 2003 10,99 Geburten pro 1000 Einwohner, die Sterberate 7,61 Todesfälle pro 1000 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug 0,94 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada liegt bei 73,6 Jahren. 26 % der Kanadier sind 19 Jahre oder jünger, 13 % 65 Jahre oder älter. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für 2011 bei 43,7.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kanadas Der erste Versuch einer europäischen Besiedlung erfolgte durch die Wikinger unter Leif Eriksson um 1000. Die Siedlung hatte jedoch nicht lange Bestand. Die erste dauerhafte Siedlung gründeten, mit Québec, die Franzosen 1608. Nach mehreren Kriegen zwischen Frankreich und England fielen alle nordamerikanischen Kolonien 1763 an die englische Krone. 1812 bis 1814 kam es zwischen den unabhängigen USA und Großbritanniens verbliebenen Kolonien in Kanada zu einem Krieg. 1867 erhielten die britischen Kolonien eine Verfassung und eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber Großbritannien. Formal erhielt Kanada erst 1982 die vollständige Unabhängigkeit.

Politik

Kanada ist eine Föderation mit zehn Provinzen und drei von der Regierung verwalteten Territorien. Kanada ist eine repräsentative parlamentarische Demokratie mit einer symbolischen konstitutionellen Monarchie innerhalb des Britischen Commonwealth of Nations. Das symbolische Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elizabeth II., sie wird durch einen Generalgouverneur vertreten. Der Premierminister ist der liberale Paul Martin. Das Parlament besteht aus dem demokratisch gewählten Unterhaus und dem Senat, dessen Mitglieder ernannt werden. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre, aber der Premierminister kann das Unterhaus vorzeitig auflösen und Neuwahlen ausrufen.

Außenpolitik

Militär

Hauptartikel: Kanadische Streitkräfte

Provinzen und Territorien

Kanadische Streitkräfte Hauptartikel: Provinzen und Territorien Kanadas Kanada ist in 10 Provinzen und 3 Territorien gegliedert. Das sind von West nach Ost:
- Yukon-Territorium (Whitehorse), Territorium
- Nordwest-Territorien (engl. Northwest Territories, fr. Territoires du Nord-Ouest, Yellowknife), Territorium
- Nunavut (Iqaluit), Territorium
- Britisch-Kolumbien (engl. British Columbia, fr. Colombie-Britannique, Victoria)
- Alberta (Edmonton)
- Saskatchewan (Regina)
- Manitoba (Winnipeg)
- Ontario (Toronto)
- Québec (Québec)
- Neubraunschweig (engl. New Brunswick, fr. Nouveau-Brunswick, Fredericton)
- Prinz-Eduard-Insel (engl. Prince Edward Island, fr. Île-du-Prince-Édouard, Charlottetown)
- Neuschottland (engl. Nova Scotia, fr. Nouvelle-Écosse, Halifax)
- Neufundland und Labrador (engl. Newfoundland and Labrador, fr. Terre-Neuve-et-Labrador, Saint John's) Der Unterschied zwischen kanadischen Provinzen und Territorien besteht darin, dass die Bundesregierung eine direktere Macht auf die Territorien ausübt, während die Provinzen durch eigene Provinzregierungen verwaltet werden.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 preisbereinigt 756,25 Mrd. Euro gegenüber 727,42 Mrd. Euro im Jahr 2002. Damit ist Kanada gemessen am BIP pro Kopf mit 23.909 Euro an achter Stelle in der Welt. Real wuchs das BIP im Jahr 2003 um 2,2 %, ein Jahr zuvor waren es noch 3,4 %. Die Inflationsrate betrug 2003 2,6 %. Kanada ist Mitglied im NAFTA (North-American Free Trade Agreement) zwischen Kanada, den USA und Mexiko.

Kultur

Das heutige Kanada wird überwiegend durch die europäischen Einflüsse der Pioniere, Forscher, Händler und Fischer aus Großbritannien, Frankreich und Irland geprägt, die ab 1497 den nördlichen Teil des Kontinents erforscht und bald besiedelt haben. Viele ihrer Traditionen bleiben weiterhin Teil von Kanada, etwa ihre Nahrung, Sprache, Erzählungen, Geschichte, Feiertage und Sport. Viele Kanadier können ihre Wurzeln zurück zu diesen Ländern verfolgen und sind stolz auf ihre Herkunft. Kanada und Großbritannien teilen eine gemeinsame Geschichte und arbeiten durch viele Organisationen wie den Commonwealth, die G-8 und die NATO zusammen. Die beiden Länder teilen das gleiche Staatsoberhaupt und zählen zu den ältesten parlamentarischen Demokratien in der Welt. Großbritannien ist Kanadas drittgrößter Handelspartner und nach den USA auf Platz zwei der ausländischen Touristen, die Kanada besuchen. Vielfältig sind die kulturellen Überlieferungen der kanadischen Indianer oder der first nations, wie sie sich selbst nennen. Jedes Volk hat seine eigene Kultur, Sprache und Geschichte. Ihre Kultur wurde ausschließlich mündlich übertragen. Verschiedene Stämme schufen einzigartige Kunstwerke wie geflochtene Körbe, gemalte Abbildungen und geschnitzte Tier-Skulpturen. Eine besondere Rolle spielen die Inuit (auch Eskimos genannt) im Norden des Landes. Ihre Kultur ist in besonderem Maße von der Anpassung an die widrigen Klimaverhältnisse geprägt. Viel dieses kulturellen Vermächtnis wird bis heute in Kanada gefeiert. Das Emblem der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver ist ein inukshuk (Steinmand'l) aus aufeinander gestapelten Steinen in menschlicher Form, als Symbol für die Inuitkultur. Seit den 1990er Jahren sind in Kanada viele Asiaten, vorwiegend aus Hongkong, China und Korea, eingewandert. Insbesondere in Vancouver und Toronto bilden sie eine starke nationale Minderheit. Kanada hat viele namhafte Künstler der Rock- und Popmusik hervorgebracht, z.B. Joni Mitchell, Bryan Adams, Michael Bublé, Leonard Cohen, Céline Dion, Shania Twain, Nelly Furtado, Avril Lavigne, Alanis Morissette, Nickelback, NoMeansNo, Rush, Simple Plan, Skye Sweetnam, Smashing Pumpkins, Sum 41 und Neil Young. Populäre Jazzmusiker sind u. a. Oscar Peterson und Diana Krall. Zu den bekannten kanadischen Schauspielern gehören Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Pamela Anderson, Jim Carrey, Michael J. Fox, William Shatner und Mike Myers. Auf dem Gebiet der klassischen Musik ist der bekannteste Kanadier sicherlich Glenn Gould (1932–1982), der einer breiteren Öffentlichkeit als begnadeter Interpret vor allem der Werke Bachs bekannt ist. Berühmtheit erlangte der damals 22-Jährige im Jahr 1955 mit einer aufsehenerregenden Einspielung der Goldberg-Variationen. Kanada verfügt über eine reiche, wenn auch junge literarische Tradition. Insbesondere seit den 1960er Jahren genießen Autoren wie Leonard Cohen, Margaret Atwood und Michael Ondaatje auch außerhalb ihrer Landesgrenzen erhebliche Bekanntheit. Der eigentliche Nationalsport ist Lacrosse, jedoch ist in Kanada auch Eishockey sehr beliebt, was nicht nur den US-amerikanischen Mannschaften in der NHL beim Kampf um den begehrten Stanley Cup bestens bekannt sein dürfte, sondern auch weit über die Grenzen Kanadas hinaus. Außerdem erfreut sich auch Curling großer Beliebtheit. Siehe auch: Kanadische Literatur, Liste kanadischer Schriftsteller

Umwelt

Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten, was an der wirtschaftlichen Ausrichtung und der Größe des Landes liegt. Zum einen wird dort viel geflogen, zum anderen baut die Wirtschaft vor allem auf Holzhandel und Fischfang auf. Ein großes Problem stellt der Lachsfang auf dem Yukon River dar. In der Vergangenheit waren immer genügend große Lachsbestände vorhanden, mittlerweile musste jedoch der Lachsfang zum Teil schon saisonell verboten werden (Saison 2002). Schuld für das Fehlen der Fischzüge zu den Quellen des Yukon sind US-amerikanische Fischtrawler, welche vor der Mündung des Yukon River großzügig alles abfischen und somit die Rückwanderung und das Ablaichen der Lachse erschweren. Ein Einspruch der Kanadischen Regierung ist nicht zu erwarten, da gefürchtet wird, dass sonst die amerikanischen Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Alaska nicht mehr an der kanadischen Küste halt machen. Der Tourismus würde somit in den betroffenen Regionen stark geschädigt. Ein noch nicht gelöster Konflikt zwischen Interessenvertretern von Naturschutz und Industrie ist die teilweise recht rabiate Tötung von Robben zur Fell- und Fleischgewinnung. Hier gerät Kanada einerseits unter den moralischen Druck der Weltöffentlichkeit, andererseits unter den Druck der neufundländischen Bevölkerung, für welche die Robbenjagd einen notwendigen Nebenverdienst darstellt. In Kanada gibt es eine Reihe bekannter Nationalparks und Provinzparks (Provicial Parks, z. B. Algonquin Park, Ontario). Siehe Nationalparks in Kanada Nach einer Studie der Simon Fraser Universität, die auf Betreiben der David Suzuki Foundation durchgeführt wurde, gehört Kanada zu jenen Industrienationen mit der schlechtesten Umweltschutz-Bilanz. So liegt Kanada auf dem 28. Platz von 30 untersuchten Staaten auf dem Gebiet der Ökonomischen Zusammenarbeit und Entwicklung. Auch teilt sich das Land den 30. Rang bei der Produktion von Atommüll und der Kohlenmonoxidemission. Außerdem nimmt man beim Wasserverbrauch den 29. Platz ein. Europäische Staaten wie Schweden, die Schweiz, Dänemark und Deutschland rangieren an der Spitze dieser Umweltbilanz, während Kanada, Belgien und die USA an derem unteren Ende stehen. „The ability of other high-income countries, such as Sweden, to achieve much lower levels of pollution shows it can be done,“ teilte einer der Wissenschaftler in einer Stellungsnahme dazu mit. „There's no excuse - all it requires is a strong commitment from government.“

Portal Kanada

In unserem Portal Kanada findet man weitere Artikel zu Kanada nach Themen sortiert. Auch aktuelle Nachrichten aus Kanada sowie Hinweise, wie man sich an der Arbeit im Wikipedia-Bereich Kanada engagieren kann, sind vorhanden.

Weblinks


- [http://www.canada.ca Offizielle Homepage von Kanada]
- [http://www.kanada.de Die Kanadische Botschaft in Deutschland]
- [http://www.travel-images.com/canada.html Kanada-Bilder]
- [http://www.kanada-studien.de/ Gesellschaft für Kanada-Studien]
- [http://www.weltkarte.com/nordamerika/landkarte-kanada.htm Landkarten und Stadtpläne von Kanada]
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Australien

Australien (engl. und lat.: Australia = Land im Süden gelegen) ist flächenmäßig der sechstgrößte Staat der Erde und nimmt die Hauptlandmasse des Kontinents Australien ein. Australien wird auch als Down Under oder schlicht Oz (Abk. von Australia) bezeichnet . Australien liegt auf der Südhalbkugel nordwestlich von Neuseeland und südlich von Indonesien, Timor-Leste, West-Papua und Papua-Neuguinea. Es umfasst die gesamte Hauptlandmasse des Kontinents Australien sowie die vorgelagerte Insel Tasmanien und einige kleinere Inseln. Darüber hinaus gehören noch die pazifische Norfolkinsel, die Kokosinseln, die Weihnachtsinsel und die Ashmore- und Cartier-Inseln im Indischen Ozean sowie das australische Antarktisterritorium und die subantarktischen Inseln Macquarieinsel und Heard- und McDonald-Inseln als „Außengebiete“ zum Australischen Bund.

Geographie

Hauptartikel: Geographie Australiens Die Gesamtfläche des Landes umfasst etwa 7,7 Millionen Quadratkilometer. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3.700 km, die West-Ost-Ausdehnung ungefähr 4.000 km. Geographisch lassen sich drei Großlandschaften unterscheiden. Das Tafelland des Westaustralischen Plateaus nimmt etwa 60 Prozent des Kontinents ein. Hier liegen die großen Trockengebiete der Großen Sandwüste, der Gibsonwüste, der Großen Victoriawüste und der Nullarbor-Wüste. Kleinere Gebirge wie die MacDonnell Ranges und Inselberge wie der Uluru überragen das Plateau. Im Osten schließt sich das Sedimentbecken der Mittelaustralischen Senke an. Hier findet man mit der Simpsonwüste sowohl die trockenste Region des Landes als auch das größte Flußsystem, das Murray-Darling-Becken. Der Osten des Landes ist von der Great Dividing Range geprägt, die sich über 3.200 km von Norden nach Süden erstreckt. Auch Tasmanien kann als Teil dieser Gebirgskette angesehen werden. Mit 2.229 m befindet sich in den zur Great Dividing Range gehörenden Snowy Mountains der höchste Berg des Kontinents, der Mount Kosciuszko. Der höchste Berg und gleichzeitig der einzige Vulkan auf australischem Hoheitsgebiet ist mit 2.745 m der auf der unbewohnten Insel Heard gelegene Big Ben. Ein Großteil der westlichen und zentralen Landesteile sind unbewohnbar, im Outback findet sich Platz für extensive Weidewirtschaft – 130 Mio. Schafe und 25 Mio. Rinder. Die Hauptstadt Canberra (308.700 Einwohner) ist eine eigens angelegte Stadt (Planhauptstadt) zwischen Sydney und Melbourne, da diese beiden Städte sich nicht einigen konnten, welche die Hauptstadt sein sollte. Die größten und bekanntesten Städte sind Sydney (4,2 Mio. Ew.), Melbourne (3,6 Mio. Ew.), Brisbane (1,7 Mio. Ew.), Perth (1,4 Mio. Ew.) und Adelaide (1,1 Mio. Ew.). Siehe auch Liste der Flüsse in Australien, Liste der Seen in Australien, Liste der Städte in Australien

Klima

Aufgrund der großen Nord-Südausdehnung des Landes finden sich hier sehr unterschiedliche Klimazonen. Der Norden ist tropisch, es schließt sich ein subtropisches Gebiet an, im Süden ist das Klima gemäßigt. Wetter und Klima werden hauptsächlich von drei Phänomenen bestimmt, dem Tropischen Tiefdruckgürtel, der Passatwindzone und den Subpolaren Westwinden. Im Sommerhalbjahr von November bis April treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der Timorsee zu Wirbelstürmen. Südaustralien liegt zu dieser Zeit im subtropischen Hochdruckgürtel und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines Hochdruckgebiets trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der Westwindzone und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen. Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr.

Flora und Fauna

arid siehe auch den Hauptartikel Fauna Australiens Auf dem australischen Kontinent, der seit über 200 Millionen Jahren durch Ozeane von der übrigen Welt getrennt ist, konnte sich eine große Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren entwickeln. Zeugnis dieser isolierten Entwicklung sind z.B. die Beuteltiere (engl.: marsupials) Australiens, die ansonsten nur noch in Süd- und Nordamerika vertreten sind. Von den rund 20.000 heimischen Pflanzenarten in Australien sind ca. 85 % ausschließlich auf diesem Kontinent zu finden. Typisch für die australische Vegetation sind die Eukalyptus- und Akazienbäume, von beiden gibt es über 600 Arten. Der schnellwüchsige und anspruchslose Eukalyptusbaum kommt in den verschiedensten Umgebungen vor, auch im heißen und trockenen Zentralaustralien. Die Größe variiert von Buschhöhe bis zu 90 m. Im Südosten von Australien gibt es ausgedehnte Waldgebiete, die dichteste Vegetation findet sich in den tropischen Regenwäldern von Nordqueensland. Starke Abholzung führt zu einer Gefährdung des Bestandes und bedroht die Artenvielfalt in den Wäldern. In Trockengebieten Westaustraliens kommt der Baobab-Baum vor, auch Flaschenbaum genannt, der in seinem Stamm Wasser speichern kann. Weite Flächen des Landesinneren sind von Grasland geprägt, die bedeutendste Pflanzengesellschaft hier ist das Spinifex-Grasland, das etwa ein Viertel der Landesfläche einnimmt. Typische Vertreter der australischen Tierwelt sind die Beuteltiere. Bekannte Vertreter sind die Kängurus mit über 40 Arten, der Koala, der Wombat, der Tasmanische Teufel oder Beutelteufel, die Beutelmaus und die Gattung der Kletterbeutler (Possums). Einzigartig auf der ganzen Welt sind Eier legende Säugetiere (Kloakentiere), die nur in Australien und Neuguinea vorkommen, in Australien vertreten durch das Schnabeltier (engl. Platypus) und den Ameisenigel (engl. Echidna). Vor der Besiedlung Australiens durch den Menschen waren Plazentatiere nur durch Fledermäuse, Flughunde, Robben und Nagetiere vertreten. Durch den Menschen eingeführte Säugetiere wie Dingos, Kaninchen, Kamele, Füchse usw. stellen heute allerdings eine starke Gefährdung für die australische Fauna dar, vor allem für kleinere heimische Säuger, die der Konkurrenz und dem erhöhten Raubdruck nicht gewachsen sind. Die Vogelwelt Australiens mit den zahlreichen Papageien (Wellensittiche, Lories, Kakadus) und dem australischen Eisvogel (Kookaburra) ist sehr artenreich. Reptilien sind vor allem mit Schlangen, Schildkröten, Krokodilen und Echsen vertreten. Einen einzigartigen Lebensraum bildet auch das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens, mit einer Länge von 2.012 km das größte Korallenriff der Erde. Auch hier besteht die Gefahr einer nachhaltigen Störung des ökologischen Gleichgewichts durch die intensive industrielle Fischerei in den umliegenden Gewässern und den Tourismus. ökologischen Gleichgewichts Australien reagierte auf die Gefährdung von Fauna und Flora schon früh mit dem Einrichten von großflächigen Naturschutzgebieten, die auch Teile des Meeres umfassen. Der schon 1879 gegründete Royal National Park südlich von Sydney gilt als ältester Nationalpark der Welt. Rund 12 % der Landesfläche sind zu Schutzzonen erklärt worden. Elf Gebiete gehören dem Weltkulturerbe an. Dazu gehören unter anderem der Uluru-Kata Tjuta National Park mit dem Uluru (auch: Ayers Rock), das Great Barrier Reef und die Blue Mountains. Siehe auch Nationalparks in Australien

Bevölkerung

Nationalparks in Australien Die Zusammensetzung der australischen Bevölkerung spiegelt die Einwanderungsmuster des Landes wieder. Rund 92% der Bevölkerung sind europäischer, 7% asiatischer Abstammung. 2,4% der Bevölkerung bezeichnen sich als zumindest teilweise indigener Abstammung. Rund 15% der Weißen sind nicht britischer oder irischer Abstammung. Insbesondere Einwanderer aus Ex-Jugoslawien (ca. 800.000), Griechenland (ca. 600.000), Italien (ca. 600.000) und Polen (ca. 200.000) bilden eigene Minderheiten in Australien. Über 1,3 Millionen Australier haben mindestens einen deutschen Vorfahren. Englisch ist mit etwa 79% der Bevölkerung die am meisten gesprochene Sprache, jeweils rund 2% sprechen chinesische Dialekte oder Italienisch. Seitdem in den 60er Jahren die 'weiße' Einwanderungspolitik Australiens allmählich aufgehoben wurde, verstärkt sich vor allem die Immigration aus den asiatischen Ländern. In den 90er Jahren wuchs die Bevölkerung durch Einwanderung um 1,4% jährlich. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung sind nicht im Land geboren. Die australische Geburtenrate beträgt 1,8 Kinder pro Frau. Die Lebenserwartung beträgt 75 Jahre für Männer, 81 Jahre für Frauen, bei Aborigines 20 Jahre weniger (WHO, 1999). Australien ist sehr stark urbanisiert, 92% der Bevölkerung leben in Städten, vor allem in den großen Zentren an der Südostküste, auf Tasmanien und im Großraum Perth. Das Zentrum des Landes ist nahezu menschenleer. Die Mehrheit der Australier gehört christlichen Religionsgemeinschaften an (Quelle: Volkszählung 2001). 26,6% bezeichneten sich als römisch-katholisch, 20,7% als Anglikaner, weitere 20,7% als Mitglieder anderer christlicher Kirchen. Zum Buddhismus bekennen sich 1,9% der Bevölkerung, zum Islam 1,5%, zu traditionellen australischen Aborigines-Religionen 0,3%. 15,3% bezeichnen sich als areligiös. Von 12,7% wurde die entsprechende Frage in der Volkszählung nicht beantwortet.

Indigene Bevölkerung

Die indigene Bevölkerung des australischen Kontinents setzt sich aus den Aborigines des Festlands und den Torres-Strait-Insulanern, die auf den Inseln der Torres-Strait zwischen Queensland und Papua-Neuguinea leben, zusammen. Vor der Ankunft der Europäer betrug ihre Zahl Schätzungen zufolge zwischen 300.000 und 1 Million Menschen. Diese stellten jedoch kein einheitliches Volk dar sondern gehörten einer Vielzahl verschiedener Kulturen mit über 200 unterschiedlichen Sprachen an, Die britische Krone deklarierte Australien als terra nullius, also unbewohntes Land, als sie das Land für sich in Anspruch nahm. Damit verloren die Aborigines jegliche Rechte auf ihr Land. Erst 1967 erhielten die Aborigines den Status als Staatsbürger. Mit der Errichtung einer Zeltbotschaft vor dem Parlamentsgebäude in Canberra 1972 sollte der Dialog zwischen indigener Bevölkerung und Regierung gefördert werden. Allerdings wurde erst 1992 mit dem Mabo-Urteil die Bezeichnung Australiens als terra nullius revidiert, wodurch es für Aborigines und Torres-Strait-Insulaner möglich wurde, unter bestimmten Voraussetzungen Ansprüche auf Land zu erheben. Trotz dieser Verbesserungen im Status unterscheidet sich die indigene Bevölkerung Australiens auch heute noch vom Rest der Bevölkerung, vor allem in der Gesundheits-, Kriminalitäts- und Arbeitslosenstatistik. Heute bezeichnen sich 410.003 Australier selbst als indigenen Ursprungs (Stand 2001), also 2,4% der Bevölkerung. 29% von ihnen leben in New South Wales, 27% in Queensland, 14% in Western Australia und 13% im Northern Territory. Im letztgenannten Territorium stellen sie 29% der Gesamtbevölkerung, South Australia und Victoria haben nur geringe Anteile indigener Bevölkerung. Die meisten Aborigines haben ihre traditionelle Lebensweise zum größten Teil aufgegeben, das heißt sie leben heute nicht mehr in der ursprünglichen Stammesform wie sie seit Tausenden von Jahren existiert. Mehr als 70% der Aborigines leben in Städten. Die Interessen der indigenen Bevölkerung gegenüber der Regierung werden heute vor allem von der ATSIC (Aborigine and Torres Strait Islander Commission) vertreten.

Geschichte

Wann die Besiedlung Australiens durch Menschen begann, ist bis heute umstritten. Spuren davon werden auf bis zu 120.000 Jahre zurück datiert. Die Aborigines leben seit mindestens 50.000 bis 60.000 Jahren auf dem Kontinent und gehören damit zu den ältesten Kulturen der Welt. Trotz der isolierten Lage des Kontinents standen die Aborigines in Kontakt zu anderen Kulturen. Bis zur Überflutung der Landbrücke zu Neuguinea vor ungefähr 6.000 Jahren bestand ein fast ungehinderter kultureller Austausch zwischen Neuguinea und dem Norden Australiens. Nachdem die neu entstandenen Inseln der Torres Strait vor etwa 1.000 Jahren durch melanesische Seefahrer besiedelt wurden, kam es erneut zu Interaktionen mit Bewohnern des nördlichen Australien. Auch chinesische und indische Händler sowie indonesische Fischer besuchten vermutlich die australischen Küsten seit mehreren Jahrhunderten. Der kulturelle Einfluss dieser Besucher wird in vielen Fels- und Rindenmalereien der Aborigines deutlich. Ein weiteres Zeugnis dieser Handelsbeziehungen ist der Dingo, der wahrscheinlich vor etwa 6.000 Jahren durch südostasiatische Seefahrer eingeführt wurde.

Entdeckung

Dingo Lange vor der Entdeckung Australiens hatten Gelehrte im alten Europa die Existenz eines Südkontinentes behauptet. Häufig wird das rätselhafte "Südland" (lat. terra australis) erwähnt. Marco Polo segelt 1292 von China zurück nach Venedig und erwähnt ein an Gold und Muscheln reiches Land südlich von Java. Im 16. und 17. Jahrhundert erreichen vermutlich portugiesische, französische und spanische Seefahrer die Küsten Australiens und gehen an Land. Als gesichert gilt allerdings erst die Entdeckung der Cape York Peninsula durch den Niederländer Willem Jansz im Jahre 1606. Im Juli 1629 strandete das Handelsschiff Batavia der Niederländischen Ostindienkompanie an der Westküste, aber dessen Kapitän Francisco Pelsaert maß seiner Entdeckung keine entscheidende Bedeutung zu. Erst im Jahre 1642 entschloss sich die Niederländische Ostindien-Kompanie, den Kontinent durch eine geplante Expedition zu erforschen. Abel Tasman entdeckte dabei das heutige Tasmanien. Eine weitere Expedition, die im Jahre 1696 unter Willem de Vlamingh begann, kartografierte Teile der Westküste Australiens. Da die Landschaft aber trocken und unfruchtbar wirkt, zeigten die Holländer kein Interesse, Australien zu kolonisieren. Tasman prägte 1644 die Bezeichnung "Neuholland", die bis 1824 in Gebrauch war, erst dann führten die Briten den heute gültigen Namen ein.

Kolonisation

Im April oder Mai 1770 erreichte schließlich Kapitän James Cook die fruchtbarere Ostküste Australiens und nahm das Land formell als britische Kolonie New South Wales für die Krone in Besitz. Der Zweck seiner Reise war das Auffinden der sog. Terra Australis, die nach einer in der Zeit gängigen Theorie als Gegengewicht zu den Landmassen im Norden der Erdkugel vorhanden sein müsse. Nachdem die USA von Großbritannien unabhängig war, suchte die britische Regierung nach neuen Möglichkeiten, Kolonien für ihre Sträflinge einzurichten. Am 26. Januar 1788 trafen daher die ersten 11 Schiffe der "First Fleet" ("Ersten Flotte") mit Siedlern und Verurteilten unter der Führung von Captain Arthur Phillip im Port Jackson ein. Die neue Ansiedlung wurde Sydney genannt, nach dem Viscount Sydney, dem obersten Kolonialbeamten Australiens. Bis 1868 wurden 160.000 Gefangene dorthin verbannt. 1801-1803 umsegelte Matthew Flinders als erster den gesamten Kontinent.

Gründung neuer Kolonien

1792 landet eine französische Expedition auf Tasmanien, um das Land zu erkunden. Daraufhin entscheiden sich die Briten, auch hier möglichst schnell eine Kolonie einzurichten. 1803 errichten sie Risdon Cove am Derwent River, ein Jahr später Hobart Town, ebenfalls am Derwent, und George Town am Tamar River. 1825 wird das damalige Van-Diemen's-Land zu einer eigenständigen Kolonie erklärt. 1824 entsteht eine neue Str