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Oberfranken

Oberfranken

Oberfranken ist einer von 7 Regierungsbezirken in Bayern und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Oberfranken. Er liegt im Nordosten des Bundeslandes und grenzt an Sachsen, Thüringen, Unterfranken, Mittelfranken und an die Oberpfalz.

Geographie

Oberpfalz

Verwaltungsgliederung

Wirtschaft

Die Arbeitslosen-Quote in Oberfranken betrug im Februar 2003 10,9 Prozent. Branchen in Oberfranken
- Textilindustrie
- Porzellanindustrie
- Möbelindustrie
- Autozulieferer
- Tourismus

Verkehr

Straßen

Bahnlinien


- München - Nürnberg - Bamberg - Lichtenfels - Kronach - Saalfeld - Berlin
- Nürnberg - Bayreuth - Hof
- Coburg - Lichtenfels - Bamberg - Nürnberg

Radwege


- Mainradweg
- Saaleradweg

Wanderwege


- Kurze Strecke des Rennsteigs
- Höhenwege im Fichtelgebirge
- Main-Donauweg Staffelstein - Regensburg
- Mainwanderweg
- Saar-Schlesien-Weg

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Oberfranken besteht im Wesentlichen aus den zwei historischen Territorien des Hochstifts Bamberg und der (preußischen) Markgrafschaft Bayreuth (früher: Brandenburg-Kulmbach). Nach der militärischen Besetzung Bambergs durch Bayern entstand am 29. November 1802 zunächst die "Bayerische Provinz Bamberg", die am 1. Oktober 1808 in "Mainkreis" umbenannt wurde. Das von 1806-1810 als pays reservée (Napoleons Privatbesitz) unter französischer Herrschaft stehende Fürstentum Bayreuth wurde zum Betrag von 15 Millionen Francs von Bayern den Franzosen abgekauft und am 30. Juni 1810 an das Königreich Bayern übergeben. So entstand der "Obermainkreis" mit Bayreuth als Hauptstadt. Den Namen "Oberfranken" trägt der Bezirk seit dem 1. Januar 1838. Seine Abrundung erhielt der Bezirk, als zum 1. Juli 1920 der Freistaat Coburg nach Bayern eingegliedert wurde. Kleinere Veränderungen des Gebiets von Oberfranken brachte schließlich die bayerische Gebietsreform von 1972.

Verwaltungsgliederung des Regierungsbezirks Oberfranken vor der Kreisreform

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Regierungsbezirke Mittelfranken und Oberfranken gemeinsam verwaltet.
Oberfränkischer Teil:

Internet-Adressen

:[http://www.regierung.oberfranken.bayern.de/oberfranken/ Oberfranken - Ein Regierungsbezirk stellt sich vor + Karte] :[http://www.quicklink.de/ofr/quick2.htm Oberfranken Finden-System Oberfranken Offensiv e.V.] :[http://www.aktivregion-oberfranken.de/ - Das Radroutennetz durch Oberfranken] Kategorie:Regierungsbezirk (Deutschland) ! Kategorie:Frankenwald

Regierungsbezirk

Ein Regierungspräsidium ist eine Verwaltungsbehörde mit Bündelung von Aufgaben, die durch die Bundesländer übernommen werden. In manchen Bundesländern wird diese Landesmittelbehörde als Regierung oder Bezirksregierung bezeichnet. Die Regierungspräsidien stehen als Mittelinstanz (Landesmittelbehörde) zwischen der Ministerialebene und den Kommunen (bzw. unteren Landesbehörden). Der örtliche Zuständigkeitsbereich eines Regierungspräsidiums heißt Regierungsbezirk. In kleineren Bundesländern existiert diese Verwaltungsebene nicht. In nahezu allen Bundesländern wird diskutiert, die Regierungspräsidien abzuschaffen und die Aufgaben auf die Ministerial- bzw. die kommunale Ebene zu verlagern.

Geschichte

Bereits 1815/16 gliederte Preußen sein Staatsgebiet in Provinzen und Regierungsbezirke. Im Deutschen Reich gab es ebenfalls Regierungsbezirke als Mittelinstanz der staatlichen Verwaltung. Nach 1945 wurden sie in den größeren Flächenstaaten wieder als staatliche Mittelinstanz eingerichtet. In Nordrhein-Westfalen bestehen sie bis heute noch. Die Verwaltungsbehörde für die Regierungsbezirke, deren Grenzen sich im Laufe ihrer Geschichte mehrmals geändert haben, wurde entweder "Regierungspräsidium", "Regierung", "Der Regierungspräsident" oder "Bezirksregierung" genannt. Leiter dieser Behörde ist im allgemeinen der Regierungspräsident. In anderen Flächenstaaten gab es ähnliche Verwaltungseinheiten mit unterschiedlichen Bezeichnungen, z. B. "Kreishauptmannschaft" (in Sachsen) oder "Kreis" (nicht zu verwechseln mit den heutigen Kreisen).

Regierungsbezirke

In folgenden deutschen Ländern gibt es Regierungsbezirke: deutschen Baden-Württemberg - 4 Regierungsbezirke: Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen Tübingen Bayern - Bezirke der 7 Regierungen: Oberbayern, Niederbayern, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Oberpfalz, Schwaben
(Nicht zu verwechseln mit den 7 deckungsgleichen Bezirken gleichen Namens) Bezirk Hessen - 3 Regierungsbezirke: Darmstadt, Gießen, Kassel Kassel Nordrhein-Westfalen - 5 Bezirksregierungen: Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster Münster Sachsen - 3 Regierungsbezirke: Chemnitz, Dresden, Leipzig

Ehemalige Regierungsbezirke


- Aufgelöst vor 1945
  - Berlin (1822)
  - Kleve (1822)
  - Reichenbach (1820)
  - Stralsund (1932)
- Aufgelöst nach Gebietverlusten im Osten
  - Allenstein (Ostpreußen, 1945)
  - Bialystok (Ostpreußen, 1945)
  - Breslau (Schlesien, 1945)
  - Bromberg (Danzig-Westpreußen, 1945)
  - Danzig (Danzig-Westpreußen, 1945)
  - Gumbinnen (Ostpreußen, 1945)
  - Hohensalza (Wartheland, 1945)
  - Kattowitz (Schlesien, 1945)
  - Köslin (Pommern, 1945)
  - Königsberg (Ostpreußen, 1945)
  - Liegnitz (Schlesien, 1945)
  - Litzmannstadt (Wartheland, 1945)
  - Marienwerder (Danzig-Westpreußen, 1945)
  - Oppeln (Schlesien, 1945)
  - Posen (Wartheland, 1945)
  - Schneidemühl (Posen-Westpreußen, 1945)
  - Stettin (Pommern, 1945)
  - Zichenau (Ostpreußen, 1945)
- Aufgelöst wegen neuer Nachkriegs-Verwaltungsstruktur in den Westlichen Besatzungszonen
  - Minden (1947)
  - Sigmaringen (1946)
- Aufgelöst wegen neuer Nachkriegs-Verwaltungsstruktur in der Ost-Zone / DDR
  - Erfurt (1945)
  - Frankfurt (1952)
  - Halle (1952, Neugründung nach Wiedervereinigung)
  - Magdeburg (1952, Neugründung nach Wiedervereinigung)
  - Merseburg (1945)
  - Potsdam (1952)
- Aufgelöst, bzw. neu zugeschnitten und umbenannt während der Gebietsreformen der 1960er und 1970er Jahre
  - Aachen (NRW, 1972)
  - Aurich (Niedersachsen, 1978)
  - Hildesheim (Niedersachsen, 1978)
  - Montabaur (Rheinland-Pfalz, 1968)
  - Nordbaden (Baden-Württemberg, 1973)
  - Nordwürttemberg (Baden-Württemberg, 1973)
  - Oldenburg (Niedersachsen, 1978)
  - Osnabrück (Niedersachsen, 1978)
  - Rheinhessen (Rheinland-Pfalz, 1968)
  - Pfalz (Rheinland-Pfalz, 1968)
  - Stade (Niedersachsen, 1978)
  - Südbaden (Baden-Württemberg, 1973)
  - Südwürttemberg-Hohenzollern (Baden-Württemberg, 1973)
  - Wiesbaden (Hessen, 1968)
- Aufgelöst nach Verzicht auf Regierungebezirke
  - Braunschweig (Niedersachsen, 2004)
  - Dessau (Sachsen-Anhalt, 2003)
  - Halle (Sachsen-Anhalt, 2003)
  - Hannover (Niedersachsen, 2004)
  - Koblenz (Rheinland-Pfalz, 1999)
  - Lüneburg (Niedersachsen, 2004)
  - Magdeburg (Sachsen-Anhalt, 2003)
  - Rheinhessen-Pfalz (Rheinland-Pfalz, 1999)
  - Trier (Rheinland-Pfalz, 1999)
  - Weser-Ems (Niedersachsen, 2004) ! Kategorie:Politik (Deutschland) Kategorie:Verwaltungsrecht

Bezirk Oberfranken

s]] Der Bezirk Oberfranken ist eine kommunale Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts im Bundesland Bayern. Der Bezirk ist in Bayern die dritte kommunale Ebene über den Gemeinden (1. Ebene) und Landkreisen (2. Ebene) und nicht zu verwechseln mit dem Regierungsbezirk Oberfranken, der den Zuständigkeitsbereich einer staatlichen Behörde, der Regierung von Oberfranken darstellt.
Dies ist einzigartig in ganz Deutschland und für Außenstehende schwer zu begreifen, da die jeweiligen Gebiete der Bezirke und der Regierungsbezirke deckungsgleich und die Verwaltungsbehörden oftmals im selben Gebäude untergebracht sind. Sie haben jedoch sehr unterschiedliche Aufgaben.
Die Bezirke sind Selbstverwaltungskörperschaften und haben daher auch ein Parlament, den Bezirkstag, der alle 5 Jahre von den Wahlberechtigten des Bezirks direkt gewählt wird. Sie können Wappen und Fahnen wie eine Gemeinde oder ein Landkreis haben, was ein staatlicher Regierungsbezirk nicht hat. Die Bezirke nehmen jene Aufgaben wahr, die über die Zuständigkeit und das Leistungsvermögen der kreisfreien Städte und Landkreise hinausreichen. Sie schaffen öffentliche Einrichtungen, die für das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Wohl der Bevölkerung notwendig sind. So sind sie z. B. Träger psychiatrischer und neurologischer Fachkrankenhäuser, von Spezialkliniken, Fach- und Sonderschulen und Freilichtmuseen. Ferner sind sie überörtliche Sozialhilfeträger. In anderen Bundesländern werden diese Aufgaben teilweise z. B. von den Landschaftsverbänden bzw. Landeswohlfahrtsverbänden erledigt.

Wappen

Blasonierung: Über rotem Schildfuß, darin drei silberne Spitzen, zweimal gespalten: vorne in Gold ein mit einer silbernen Schrägleiste überdeckter, linksgewendeter, rotbewehrter schwarzer Löwe; Mitte geviert von Silber und Schwarz; hinten fünfmal geteilt von Schwarz und Gold, belegt mit einem schräggestellten und geschwungenen grünen Rautenkranz. Abb. siehe http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/bezirke/obrfrank/ofr-wap3.gif

Weblinks


- http://www.bezirk-oberfranken.de/ Oberfranken !

Thüringen

Thüringen ist ein Bundesland und zugleich einer von drei Freistaaten in Deutschland. Angrenzend sind die Bundesländer Sachsen im Osten und Südosten, Sachsen-Anhalt im Norden und Nordosten, Niedersachsen im Nordwesten, Hessen im Westen sowie Bayern im Süden.

Geografie

Thüringen liegt in der Mitte Deutschlands und grenzt an die Länder Hessen (270 km), Bayern (381 km), Sachsen (265 km), Sachsen-Anhalt (296 km) und Niedersachsen (112 km). Der Freistaat Thüringen gehört zusammen mit Sachsen-Anhalt und Sachsen zu Mitteldeutschland. Wegen seines Waldreichtums wird Thüringen auch das „Grüne Herz Deutschlands“ genannt. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung Thüringens beträgt 160 km, die maximale West-Ost-Ausdehnung 198 km. Thüringen wird von den Autobahnen 4, 9, 38, sowie 71 und 73 durchzogen. An der A 4 liegen wie an einer Perlenkette aufgereiht von West nach Ost die Städte Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Jena und Gera. Der Süden des Landes wird dominiert vom Thüringer Wald, der sich von Eisenach bis Sonneberg durch das Land zieht. Nördlich davon liegt das Thüringer Becken. Nach Osten schließt sich an den Thüringer Wald das Thüringer Schiefergebirge an. Im Norden reicht der Freistaat bis an den Harz. Weitere Gebirge und Höhenzüge sind die Rhön, der Dün, der Kyffhäuser und der Hainich. Die wichtigsten Flüsse Thüringens sind die Saale, die Ilm, die Werra, die Unstrut und die Weiße Elster. Der höchste Berg Thüringens ist mit 982,9 m der Große Beerberg (weitere Berge siehe Liste der Berge in Thüringen), die tiefste Stelle liegt mit 114 m am Unstrutflutgraben bei Wiehe.

Staatsaufbau

Allgemein

Der gesamte Staatsaufbau Thüringens basiert auf der Verfassung des Freistaates Thüringen von 1993. Laut der Verfassung ist Thüringen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Es ist ein demokratischer, sozialer und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen verpflichteter Rechtsstaat (Art. 44). Artikel 45 besagt, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht und dass das Volk seinen Willen durch Wahlen, Volksbegehren und Volksentscheid verwirklicht.

Legislative

Die Legislative steht dem Thüringer Landtag zu. Im Weiteren besteht die Möglichkeit der aktiven Teilnahme an der Legislative des Volks durch Volksentscheid. Der Landtag wird alle fünf Jahre nach dem Personalisierten Verhältniswahlrecht neu gewählt. Momentan haben 88 Abgeordnete einen Sitz im Landtag. Siehe auch: Wahlergebnisse und Landesregierungen in Thüringen seit 1990.

Exekutive

Die Exekutive besteht aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern. Der Ministerpräsident wird vom Landtag mit der Mehrheit seiner Mitglieder ohne Aussprache in geheimer Abstimmung für die gesamte Legislaturperiode gewählt. Der Ministerpräsident ernennt und entlässt die Minister. Er bestimmt außerdem einen Minister zu seinem Stellvertreter. Der Landtag kann den Ministerpräsidenten nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum absetzen. Seit 1999 ist in Thüringen eine Alleinregierung der CDU im Amt, die bei der Landtagswahl 2004 ihre absolute Mehrheit knapp verteidigen konnte. Die derzeitigen Regierungsmitglieder sind:
- Thüringer Ministerpräsident: Dieter Althaus
- Thüringer Finanzministerin und Stellvertretende Ministerpräsidentin: Birgit Diezel
- Thüringer Innenminister: Dr. Karl Heinz Gasser
- Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt: Dr. Volker Sklenar
- Thüringer Kultusminister: Prof. Dr. Jens Goebel
- Thüringer Justizminister: Harald Schliemann
- Thüringer Minister für Soziales, Familie und Gesundheit: Dr. Klaus Zeh
- Thüringer Minister für Wirtschaft und Arbeit: Jürgen Reinholz
- Thüringer Minister für Bau und Verkehr: Andreas Trautvetter
- Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Staatskanzlei: Gerold Wucherpfennig Die derzeitigen Staatssekretäre sind:
- Thüringer Finanzministerium: Dr. Rainer Spaeth (bis 31. Juli 2005 Michael Schneider)
- Thüringer Innenministerium: Stefan Baldus
- Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt:Christian Juckenack
- Thüringer Kultusministerium: Prof. Dr Walter Bauer-Wabnegg und Kjell Eberhardt
- Thüringer Justizministerium: Manfred Scherer
- Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit: Stephan Illert
- Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Arbeit: Dr. Jürgen Aretz
- Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr: Roland Richwien

Judikative

Die Judikative wird vom Verfassungsgerichtshof und von den weiteren Gerichten des Landes ausgeübt. Der Verfassungsgerichtshof besteht aus einem Präsidenten und acht weiteren Mitgliedern. Die ordentliche Gerichtsbarkeit gliedert sich in das Thüringer Oberlandesgericht in Jena, die Landgerichte in Erfurt,Gera, Mühlhausen und Meiningen sowie die nachgeordneten Amtsgerichte.

Geschichte

Die Geschichte Thüringens wird im Hauptartikel Geschichte Thüringens dargestellt.

Chronologie


- bis 531: Die Besiedlung Thüringens erfolgt zunächst durch die Kelten, später dann durch verschiedene Germanenstämme (z.B die Hermunduren). Es bildet sich ein Königreich Thüringen heraus, mit einer Ausdehnung von der Elbe bis zur Donau, wobei enge Verbindungen bestehen mit dem Ostgotenreich Theodorichs.
- 531: kommt es nach der verlorenen Schlacht an der Unstrut (vermutlich bei Burgscheidungen) zur Unterwerfung durch die Franken, östlich der Saale siedeln sich Sorben (Slawen) an, somit fällt der Teil Thüringens aus der Frankischen Herrschaft heraus.
- nach 650: Die Franken beginnen Thüringen zu einer Grenzmark mit Grafschaftsverfassung auszubauen. Nicht ganz geklärt ist, ob Thüringen zwischenzeitlich ein Herzogtum war. Gleichzeitig beginnt um 700 die planmäßige Christianisierung Thüringens durch die Franken, wobei hier besonders der heilige Bonifatius hervorstach.
- nach 800: Wiederholt kommt es zu Einfällen der Sorben, die dadurch benötigten Befugnisse der thüringischen Herrscher zur Verteidigung ermöglicht eine Weiterentwicklung zum Markherzogtum (Herscher z.B.: Thakulf bis 873, Ratolf bis ?, Poppo bis 892, und Burchard bis um 910). In Friedenszeiten tritt Erfurt als Handelspunkt hervor.
- um 900: Thüringen gerät unter die Oberhoheit Sachsens durch Heinrich, Herzog von Sachsen und späteren König Heinrich den I.
- um 1000: Mehrere Grafengeschlechter konkurrieren um die Vorherrschaft in Thüringen, keines kann sich durchsetzen (Grafen von: Weimar-Orlemünde, Tonna-Gleichen, Käfernburg-Schwarzburg). Einzig von Bedeutung ist hier das Geschlecht der Ludowinger, dessen Begründer Ludwig der Bärtige um 1074? die Schauenburg bei Friedrichroda bauen lässt.
- 1067: Ludwig der Springer, Sohn von Ludwig dem Bärtigen, verlegt seinen Stammsitz auf die Wartburg und beginnt selbige auf den Status auszubauen, der heute noch zu sehen ist. Später gilt die Wartburg als die Hauptburg der Ludowinger.
- 1131: Der Sohn Ludwigs des Springers, Ludwig I., erhält die Landgrafenwürde auf dem Reichstag zu Goslar durch Kaiser Lothar III. Die nun folgende Zeit der Ludowinger als Landgrafen ist eine der bekanntesten in der Geschichte des Landes (Sängerkrieg auf der Wartburg. In diese Zeit fällt auch das Wirken der heiligen Elisabeth).
- 1247: Mit Heinrich Raspe stirbt der letzte Ludowinger. Thüringen fällt an die Wettiner.
- 1485: Mit der Leipziger Teilung der wettinischen Gebiete fällt Thüringen an die Linie der Ernestiner.
- 1521/22: Aufenthalt Martin Luthers auf der Wartburg, wo er als "Junker Jörg" unter dem Schutz der Weimarer Fürsten vor der Verfolgung des Papstes das Neue Testament übersetzte und damit die Grundlage einer einheitlichen deutschen Schriftsprache schuf.
- 1525: Thüringen ist ein Zentrum des Deutschen Bauernkrieges.
- 1546/47: Schmalkaldischer Krieg
- ab 1572: Mehrere Jahrhunderte währende Erbteilungen des Landes führen zu einer Vielzahl von entstandenen und wieder aufgelösten Fürstentümern.
- 1794-1805: Zeit der Weimarer Klassik als Blütezeit der deutschen Literatur
- 1806: Schlacht bei Jena und Auerstedt
- 1817: Wartburgfest der Burschenschaften
- 1. Mai 1920: Das Land Thüringen entsteht aus dem Zusammenschluss der sieben Volks- beziehungsweise Freistaaten der ehemaligen Großherzog- beziehungsweise Fürstentümer Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Gotha (ohne Coburg, dieses schloss sich Bayern an), Sachsen-Altenburg, Sachsen-Meiningen, beiden Fürstentümern Reuß j.L. und Reuß ä.L., die sich 1919 zum Volksstaat Reuß vorab vereinigt hatten, Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen. Zum Freistaat Preußen gehörten weiterhin dessen Regierungsbezirk Erfurt mit diversen Exklaven wie Schleusingen und Ziegenrück, sowie der Kreis Herrschaft Schmalkalden der preußischen Provinz Hessen-Nassau.
- 23. Januar 1930: Erste völkisch-nationalsozialistische Regierung in Deutschland (Baum-Frick-Regierung)
- 1932-1945: Regierung der NSDAP in Thüringen
- 1. Juli 1944: Unterstellung der Regierungsbezirks Erfurt der aufgelösten Provinz Sachsen unter die Verwaltung des Reichsstatthalters für Thüringen in Weimar.
- 1945-1952: Bildung des Landes Thüringen innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone beziehungsweise der DDR, bestehend aus dem Land Thüringen von 1920, jedoch ohne die Exklaven Allstedt und Ostheim, ferner aus dem Gebiet des früheren preußischen Regierungsbezirkes Erfurt und der Herrschaft Schmalkalden.
- 1952-1990: Aufteilung Thüringens in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl.
- 1990: Neubildung des Freistaates Thüringen, bestehend aus den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl sowie unter Einbeziehung der Kreise Altenburg, Artern und Schmölln, mit Josef Duchač als erstem Ministerpräsidenten.

Die Regierungschefs von Thüringen

Vorsitzenden des Staatsministeriums von 1920 bis 1933:
- 1920 - 1921: Dr. Arnold Rudolf Paulssen, DDP
- 1921 - 1924: August Frölich, SPD
- 1924 - 1928: Dr. Richard Leutheußer, DVP
- 1928 - 1930: Dr. Arnold Rudolf Paulssen, DDP
- 1930 - 1932: Erwin Baum, ThLB
- 1932 - 1933: Fritz Sauckel, NSDAP Ministerpräsident von 1933 bis 1945:
- 1933 - 1945: Willy Marschler, NSDAP Reichsstatthalter von 1933 bis 1945:
- 1933 - 1945: Fritz Sauckel, NSDAP Regierungspräsidenten von 1945 bis 1952:
- 1945: Hermann Brill
- 1945 - 1947: Rudolf Paul, SPD/SED
- 1947 - 1952: Werner Eggerath, SED Ministerpräsidenten von 1990 bis heute:
- 1990 - 1992: Josef Duchač, CDU
- 1992 - 2003: Dr. Bernhard Vogel, CDU
- 5. Juni 2003 - heute: Dieter Althaus, CDU

Wirtschaft

In Thüringen werden vor allem Glas, Keramik, Spielwaren, Holz und Textilien und viele Produkte aus der Metallverarbeitung hergestellt. Die meisten Arbeiter sind in Eisenach und Walthershausen im Maschinen- und Fahrzeugbau beschäftigt, aber auch in der Kleineisen- und Werkzeugproduktion. Von Bedeutung sind auch Elektrotechnik und Gerätebau in Erfurt, Eisenach, Ruhla, Suhl und Meiningen. Der Sitz des Unternehmens Jenoptik (früher Carl Zeiss Jena) in Jena macht die Stadt weltweit für seinen Präzisionsgerätebau bekannt. Im Thüringer Becken, in der Orlasenke und im Gebiet südlich von Altenburg wird viel Ackerbau betrieben. Angebaut werden vor allem Weizen, Gerste und Zuckerrüben, im Untereichsfeld und im Werragebiet vielfach sogar Tabak. In den Flusstälern wachsen Obst und Gemüse und in Erfurt waren Blumenzucht und Gemüseanbau die Grundlage für die deutschlandweit bekannte Erfurter Saatzucht. Der Tourismus ist aber ein genauso wichtiger Wirtschaftszweig für das Bundesland. Die Erholungsgebiete befinden sich hauptsächlich im Thüringer Wald und im Thüringer Schiefergebirge. Zahlreiche Wanderwege erschließen diese Gebirge. Der etwa 160 km lange Fernwanderweg „Rennsteig“, der auf dem Kamm des gesamten Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebirges entlangführt, bietet sehr gute Fernsichten. Ein bekanntes Wintersportzentrum ist Oberhof, welches ca. 10 km nördlich von Suhl liegt. Die soziale Marktwirtschaft hat mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion und dem Beitritt zur Bundesrepublik 1990 die sozialistische Zentralverwaltungswirtschaft in Thüringen abgelöst. Dieser tief greifende Umstrukturierungsprozess löste in verschiedenen Branchen Krisen aus und führte zu hohen Arbeitslosenraten. Zwei Drittel der alten Arbeitplätze Thüringens fielen zwischen 1989 und 1995 der politischen und wirtschaftlichen Wende zum Opfer.

Verwaltungsgliederung

Die Geschichte der Verwaltungsgliederung Thüringens wird im entsprechenden Zusatzartikel dargestellt. Seit der Kreisreform vom 1. Juli 1994 ist der Freistaat Thüringen in 17 Landkreise unterteilt. Es gibt außerdem sechs kreisfreie Städte.

Landkreise

:in Klammern: Kreisstadt (sofern anderslautend als Landkreis) und Kfz-Kennzeichen kreisfreie Städte # Altenburger Land (Altenburg) (ABG) # Eichsfeld (Heilbad Heiligenstadt) (EIC) # Gotha (GTH) # Greiz (GRZ) # Hildburghausen (HBN) # Ilm-Kreis (Arnstadt) (IK) # Kyffhäuserkreis (Sondershausen) (KYF) # Nordhausen (NDH) # Saale-Holzland-Kreis (Eisenberg) (SHK) # Saale-Orla-Kreis (Schleiz) (SOK) # Saalfeld-Rudolstadt (Saalfeld/Saale) (SLF) # Schmalkalden-Meiningen (Meiningen) (SM) # Sömmerda (SÖM) # Sonneberg (SON) # Unstrut-Hainich-Kreis (Mühlhausen) (UH) # Wartburgkreis (Bad Salzungen) (WAK) # Weimarer Land (Apolda) (AP)

Kreisfreie Städte

Städte und Gemeinden

Es gibt in Thüringen 998 selbstständige Städte und Gemeinden. Zum großen Teil sind diese jedoch Mitglieder von Verwaltungsgemeinschaften.

Größte Städte

¹ Bildung der Gemeinde am 16. März 2004

Regionen

Sprache

Es gibt keinen einheitlichen thüringischen Dialekt, vielmehr ist das Gebiet des heutigen Bundeslands Thüringen, auch auf Grund seiner Geschichte, in sprachlicher Hinsicht stark differenziert. Thüringisch wird nördlich des Rennsteigs gesprochen. Südlich dieses als Sprachscheide fungierenden Mittelgebirgszugs herrscht fränkisch geprägte Mundart vor. Auch im Südosten Thüringens, entlang der Grenze zu Bayern befindet sich ein streifenförmiges fränkisch beeinflusstes Mundartgebiet, welches erst weiter nördlich ins Thüringische übergeht. Weitere kleinräumige Dialektgebiete in Thüringen befinden sich im Südwesten, im Gebiet um Vacha, wo in einigen Orten hessischer Dialekt gesprochen wird. Im Norden Thüringens, nördlich von Worbis und südlich von Duderstadt (Niedersachsen) wird in einer Anzahl von Orten, die sich nördlich der ik-ich- Linie befinden, niederdeutscher Dialekt, genauer Ostfälisch, gesprochen. [http://www.personal.uni-jena.de/~x8wisu/woerterbuch/materialien/karten/index.html Hier] findet man Abbildungen, welche die sprachlichen Verhältnisse in Thüringen illustrieren. Nähere Informationen zu den sprachlichen Gegebenheiten in Thüringen liefern die [http://www.uni-jena.de/thwb Webseiten der Arbeitsstelle Thüringisches Wörterbuch, Jena]

Kultur

Kulinarische Spezialitäten

Thüringisch Die als deftig geltende Thüringer Küche ist vor allem für Thüringer Klöße, die Thüringer Rostbratwurst und das Thüringer Rostbrätl bekannt. Regionale Spezialitäten sind der Mutzbraten und der Schmandkuchen.

Besondere Sehenswürdigkeiten


- Weimar, die Stadt der deutschen Klassik
- Wartburg
- Rennsteig im Thüringer Wald
- Saalfelder Feengrotten
- Deutsches Spielzeugmuseum
- Naturpark Obere Saale
- Kyffhäuserdenkmal
- Barbarossahöhle
- Oberweißbacher Bergbahn
- Mon plaisir – Puppenmuseum in Arnstadt
- Blick vom Emberg zum Thüringer Wald [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/468966/display/1701904]
- Erlebnisbergwerke in Sondershausen (mit Kahnfahren, Kegeln oder Moutainbikefahren unter Tage in ca. 700 m Tiefe) und Merkers (mit dem größten untertägigen Schaufelradbagger der Welt und Kristallgrotte)
- Possen bei Sondershausen mit dem Possenturm, dem höchstem Fachwerkturm Deutschlands
- Nationalpark Hainich
- Erfurter Dom
- Bunkermuseum in Frauenwald
- Ruine Brandenburg/Werratal

Religion

Auf dem Gebiet des heutigen Thüringens ist der christliche Glauben durch die Missionierung des Heiligen Bonifazius eingezogen. Nach der Reformation sind fast alle Gebiete evangelisch geworden. Nur das Eichsfeld und Erfurt blieben katholische Hochburgen. 8,2 % der Bevölkerung gehören der Römisch-katholischen Kirche an (Stand: 2003).

Siehe auch


- Portal:Thüringen
- Geschichte Thüringens
- Liste der Orte in Thüringen
- Liste bedeutender Thüringer
- Thüringische Staaten

Weblinks


-
- [http://www.thueringen.de Freistaat Thüringen]
- [http://www.thueringen.info Urlaub im Freistaat Thüringen]
- [http://www.tls.thueringen.de Thüringer Landesamt für Statistik]
- [http://www.wahlen.thueringen.de/WahlSeite.asp Wahlergebnisse (Landeswahlleiter)]
ja:テューリンゲン州 ko:튀링겐 주 simple:Thuringia

Mittelfranken

Mittelfranken ist einer von 7 Regierungsbezirken in Bayern und nicht zu verwechseln mit dem gebietsgleichen Kommunal-Bezirk Mittelfranken. Er liegt im Nordwesten des Freistaates und grenzt an Baden-Württemberg sowie an die bayerischen Regierungsbezirke Oberbayern, Oberfranken, Unterfranken, Schwaben und an die Oberpfalz.

Verwaltungsgliederung

Kreisfreie Städte


- Ansbach
- Erlangen
- Fürth
- Nürnberg
- Schwabach

Landkreise


- Ansbach
- Erlangen-Höchstadt
- Fürth
- Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Nürnberger Land
- Roth
- Weißenburg-Gunzenhausen Vor der Kreisgebietsreform am 1. Juli 1972 gliederte sich der Regierungsbezirk Mittelfranken in vier Stadtkreise und 17 Landkreise.
siehe: Verwaltungsgliederung des Regierungsbezirks Mittelfranken vor der Kreisreform

Sonstige größere Städte (ohne kreisfreie Städte) in Mittelfranken


- Gunzenhausen
- Lauf an der Pegnitz
- Neustadt an der Aisch
- Oberasbach
- Roth bei Nürnberg
- Rothenburg ob der Tauber
- Stein
- Weißenburg in Bayern
- Zirndorf

Geographie

Gewässer

In Mittelfranken gibt es zahlreiche Gewässer, die vielfältig genutzt werden und auch für den Tourismus von großer Bedeutung sind.

Flüsse


- Aisch
- Altmühl
- Pegnitz (Fluss)
- Rednitz
- Regnitz
- Tauber
- Wiesent (kl. Fluss)
- Wörnitz

Seen

Neben zahlreichen Fischteichen, die oftmals in Bachläufe eingegliedert sind, ist vor allem auf das Fränkische Seenland mit folgenden größeren Seen hinzuweisen :
- Altmühlsee
- Großer Brombachsee
- Igelsbachsee
- Kleiner Brombachsee
- Rothsee [http://www.br-online.de/franken/ausflugstipps/baden-mittelfranken.htm Badeseen in Mittelfranken]

Berge

Die Fränkische Alb breitet sich unregelmäßig über weite Teile des östlichen Mittelfranken aus. Der höchste Berg ist der 689 m hohe Hesselberg am südwestlichen Rand der Alb. Bedeutend ist auch der Moritzberg unweit von Nürnberg.

Wirtschaft

Die Arbeitslosen-Quote in Mittelfranken betrug im Jahresdurchschnitt 2004 8,4 Prozent.

Unternehmen in Mittelfranken

Während Westmittelfranken eher ländlich geprägt ist, konzentriert sich die Industrie im Ostteil Mittelfrankens und hier hauptsächlich im Städteverbund Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach.

Verkehr

Bahnlinien


- MünchenNürnbergBambergLichtenfelsKronachSaalfeld-Jena/Gera-LeipzigBerlin
- NürnbergBayreuthHof
- WürzburgNürnbergRegensburg-Passau-Linz-Wien

Kanäle


- Der Main-Donau–Kanal führt über Bamberg, Erlangen, Fürth, Nürnberg

Literatur


- Dehio: Bayern I: Franken, 2. Aufl., München 1999
- Stolz/Jeiter: Franken: Die Region 7., München 1989 (= Ein DKV-Bildhandbuch)
- Nestmeyer, Ralf: "Franken. Ein Reisehandbuch". Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 2004

Weblinks


- [http://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/ Regierung von Mittelfranken]
- [http://www.bezirk-mittelfranken.de/ Kommunal-Bezirk Mittelfranken] Kategorie:Regierungsbezirk (Deutschland) !

Oberpfalz

Die Oberpfalz ist einer von 7 Regierungsbezirken in Bayern und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Oberpfalz. Er liegt im Osten des Bundeslandes und grenzt an Tschechien sowie an die bayerischen Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern, Mittelfranken und Oberfranken.

Naturraum

In der Oberpfalz gibt es einige Mittelgebirge und viele Weiher und Seen in den flacheren Regionen. Die Oberpfalz ist im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands eher dünn besiedelt. Naturräumlich bedeutende Gegenden sind:
- Oberpfälzer Wald
- Steinwald
- Waldnaab/Wondreb-Senke
- Bayerischer Wald
- Naabtal
- Vilstal
- Oberpfälzer Jura

Verkehr

Oberpfälzer Jura Der Regierungsbezirk Oberpfalz wird von drei Eisenbahnlinien und drei Autobahnen durchquert. Dies sind bei den Bahnen die Strecken:
- Regensburg - Weiden - Hof
- Weiden - Bayreuth
- Nürnberg - Prag
- Nürnberg - Neumarkt i.d.OPf. - Regensburg - Passau Darüber hinaus gibt es eine Reihe von untergeordneten Strecken wie z. B. Regensburg-Ingolstadt Bei den Autobahnen handelt es sich um die
- A3 (Nürnberg - Neumarkt i.d.OPf. - Regensburg - Passau)
- A6 (Nürnberg - Amberg - Waidhaus)
- A93 (Regensburg - Weiden - Hof) Außerdem durchziehen zahlreiche Bundesstraßen den Regierungsbezirk Oberpfalz. Im einzelnen handelt es sich um die B8, die B14, die B15, die B16, die B20, die B22, die B85, die B299 und die B470.

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Oberpfalz ist vor allem durch die Landwirtschaft, die Teichwirtschaft zur Fischzucht in den nördlichen Regionen und durch den Tourismus geprägt. Industrielle Strukturen beschränken sich auf den Großraum Regensburg, dieser hat jedoch in den bergangenen 25 Jahren eine beachtliche wirtschaftliche Dynamik entwickelt. Neben BMW, infineon und Siemens produzieren eine Reihe weiterer Unternehmen in Regensburg. SiemensVDO hat in Regensburg seine Firmenzentrale betreibt hier ein Werk für Automobilelektronik und ein Entwicklungszentrum. Nach München ist Regensburg in Bayern der zweitstärkste Biotechnologiestandort (bundesweit Rang 5). Der Handel ist weniger stark vertreten. Im Mittelalter wurden die Erzvorkommen der Region wirtschaftlich ausgebeutet, weshalb die Oberpfalz auch "das Ruhrgebiet des Mittelalters" genannt wird. Bis zum Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Eisen- und Stahlindustrie (die "Maxhütte" mit den Standorten [Sulzbach-Rosenberg] und [Maxhütte-Haidhof])) in Verbindung mit den bedeutenden Braunkohlevorkommen im Tagebau ein bestimmender Wirtschaftsfaktor. Touristische Anziehungspunkte sind der Oberpfälzer Wald, das Stiftland und der Steinwald im Norden, die aus dem Tagebau hervorgegangene Seenlandschaft bei Schwandorf in der Mitte, die Jurahöhen im Westen sowie das untere Naabtal und die Bezirkshauptstadt Regensburg im Süden. Bei Nabburg betreibt der Bezirk das Oberpfälzer Freilandmuseum. Im nationalen und internationalen Tourismus besser bekannt ist der benachbarte Bayerische Wald, der hauptsächlich in Niederbayern gelegen ist. Dort ist eine alte Tradition der Glasbläserkunst vorhanden, die in Zwiesel, Bayerisch Eisenstein und angrenzenden Orten auch touristisch genutz wird. Eine wichtige Rolle in Ostbayern spielt auch der Naturpark Bayerischer Wald. Die Region Oberpfalz ist als eine der preiswertesten deutschen Ferienregionen bekannt; die Preise von Gaststätten und für Beherbergungen sind auf vergleichsweise günstigem Niveau.

Geschichte

Historisch ist die Oberpfalz mit dem bayerischen Nordgau identisch. Der Name des Regierungsbezirkes Oberpfalz steht im direkten Zusammenhang mit der Pfalz (Palatium) bzw. dem davon abgeleiteten Namen der Kurpfalz. Nach dem Tod Ludwig II., des Strengen teilte sich das Haus Wittelsbach 1294 in die ältere Linie Pfalz und die jüngere Bayern, wobei die Pfälzer Linie einen Teil der Gebiete in Nordbayern erhielt, die später als Obere Pfalz in Bayern genannt wurden. Aus dieser Bezeichnung entstand Anfang des 19. Jahrhunderts der Name Oberpfalz im Zuge der Neuordnung des neuen Königreiches Bayern.

Regierungspräsidenten


- 1945: Dr. Ernst Falkner, CSU
- 1945-1952: Dr. Franz Wein
- 1952-1959: Dr. Josef Ulrich
- 1959-1962: Dr. Georg Zitzler
- 1962-1981: Prof. Dr. Ernst Emmerig
- 1981-1993: Karl Krampol
- 1994-1999: Alfons Metzger
- 1999-2004: Dr. Dr. Wilhelm Weidinger
- 2004-heute: Dr. Wolfgang Kunert

Tourismus

Wolfgang Kunert
- Mit mehr als 600 Burgen und Schlössern ist die Oberpfalz Bayerns großes Burgenland.
- Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen
- Deutsches Knopfmuseum in Bärnau
- Oberpfälzer Fischereimuseum in Tirschenreuth
- Die Porzellanstraße führt durch den nördlichen Teil der Oberpfalz
- Waldsassen
  - Dreifaltigkeitskirche Kappl
  - Stiftsbasilika
  - Barocke Klosterbibliothek
- Kontinentale Tiefenbohrung bei Windischeschenbach
- GKK in Etzenricht
- Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Theuern
- Schulmuseum in Sulzbach-Rosenberg
- Archäologisches Museum in Amberg
- Regensburg
  - Historische Altstadt
  - Steinerne Brücke
  - Dom St. Peter
  - Immerwährender Reichstag
  - Basilika St. Emmeram
  - Basilika zu Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle
  - Niedermünster
  - Schloss Thurn und Taxis
  - Historisches Museum
  - Reichstagsmuseum
  - Donauschifffahrtsmuseum
  - Kunstforum Ostdeutsche Galerie
  - Galerie Leerer Beutel

Bedeutende Oberpfälzer Persönlichkeiten


- Albrecht Altdorfer (1480-1538 Maler)
- Wolfgang Bauernfeind (1858-1938 Volkskundler)
- Georg Britting (1891-1964 Dichter)
- Johann Andreas Eisenbarth (1663-1727 Arzt)
- Johann Michael Fischer (1692-1766 Baumeister)
- Christoph Willibald Gluck (1714-1787 Komponist)
- Erasmus Grasser (1450-1518 Bildhauer)
- Ignaz Günther (1725-1775 Bildhauer)
- Nikolaus Graf Luckner (1722-1794 Marschall von Frankreich, dem die französische Nationalhymne gewidmet wurde)
- Max Reger (1873-1916 Komponist)
- Johann Andreas Schmeller (1785-1854 Sprachgelehrter u. Mundartforscher)
- Franz Xaver von Schönwerth (1810-1886 Volkskundler)
- Theobald Schrems (1893-1963 Chordirigent)
- Ignatius von Senestrey (1810-1906 Bischof)
- Johannes Stark (1874-1957 Physiker und Nobelpreisträger)
- Anton Wurzer (1893-1955 Heimatdichter)

Verwaltungsgliederung

Der Regierungsbezirk Oberpfalz besitzt drei kreisfreie Städte und sieben Landkreise.

Kreisfreie Städte


- Amberg
- Regensburg
- Weiden in der Oberpfalz

Landkreise


- Amberg-Sulzbach
- Cham
- Neumarkt in der Oberpfalz
- Neustadt an der Waldnaab
- Regensburg
- Schwandorf
- Tirschenreuth

Sonstige größere Städte (ohne kreisfreie Städte) in der Oberpfalz


- Burglengenfeld
- Cham
- Mitterteich
- Neumarkt in der Oberpfalz
- Neustadt an der Waldnaab
- Schwandorf
- Sulzbach-Rosenberg
- Waldsassen

Verwaltungsgliederung des Regierungsbezirks Oberpfalz vor der Kreisreform

Anmerkung: Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz gemeinsam verwaltet.
#Stadtkreis Amberg #Stadtkreis Neumarkt #Stadtkreis Regensburg #Stadtkreis Schwandorf #Stadtkreis Weiden #Landkreis Amberg #Landkreis Beilngries #Landkreis Bergreichenstein (1938-1945) #Landkreis Burglengenfeld #Landkreis Cham #Landkreis Eschenbach #Landkreis Kemnath #Landkreis Markt Eisenstein (1938-1945) #Landkreis Nabburg #Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz #Landkreis Neunburg vorm Wald #Landkreis Neustadt an der Waldnaab #Landkreis Oberviechtach #Landkreis Parsberg #Landkreis Prachatitz (1938-1945) #Landkreis Regensburg #Landkreis Riedenburg #Landkreis Roding #Landkreis Sulzbach-Rosenberg #Landkreis Tirschenreuth #Landkreis Vohenstrauß #Landkreis Waldmünchen

Weblinks


- [http://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/ offizielle Seite]
- [http://www.freilandmuseum.org/ Oberpfälzer Freilandmuseum]
- [http://www.neumarktonline.de neumarktonline.de Internet-Zeitung für Neumarkt - mit Meldungen aus der ganzen Oberpfalz]
- [http://www.oberpfalz-lastminute.de/ Thematische Karten der Oberpfalz]
- [http://www.oberpfalznetz.de Internet-Dienst der Tageszeitung Der neue Tag in Weiden. Deckt das Gebiet Weiden, Amberg und die Landkreise Tirschenreuth, Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Neustadt/Waldnaab ab]
- [http://www.ag-bavaria.de/opf-biographien-01.doc.pdf "Oberpfalz"-Biographien in der Zeitschrift "Die Oberpfalz", Verlag Laßleben, Kallmünz]
- http://bayern-fichtelgebirge.de, Link Region Steinwald und Stiftland

Literatur


- Bedeutende Oberpfälzer von Sigfried Färber, Verlag Pustet 1981 ISBN 3-7917-0723-X Oberpfalz ! Oberpfalz

Arbeitslosen-Quote

Als Arbeitslosigkeit bezeichnet man das Fehlen von Beschäftigungsmöglichkeiten für Teile der arbeitsfähigen und Arbeit suchenden Bevölkerung. In vielen Ländern ist Arbeitslosigkeit das größte makroökonomische Problem unserer Zeit, das hohe ökonomische und soziale Kosten verursacht.

Formen der Arbeitslosigkeit

Nach ihrer (mutmaßlichen) Dauer kann man Arbeitslosigkeit unterscheiden in:
- Friktionelle Arbeitslosigkeit (Sucharbeitslosigkeit): Sie entsteht beim Übergang von einer Arbeitsstelle zu einer anderen. Sie ist in der Regel nur von kurzer Dauer und auch in Phasen einer Vollbeschäftigung unvermeidlich.
- Saisonale Arbeitslosigkeit: Sie ergibt sich aus natürlichen Schwankungen der Klimabedingungen im Jahresverlauf oder aus Nachfrageschwankungen. (z. B. Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft im Winter oder in der Gastronomie in der Nebensaison). Sie verschwindet üblicherweise wieder im Jahresverlauf.
- Konjunkturelle Arbeitslosigkeit: Sie entsteht durch Konjunkturschwankungen. In der Rezession entlassen die Unternehmen Arbeitskräfte, die sie im Aufschwung wieder einstellen. Konjunkturelle Arbeitslosigkeit verschwindet in der Regel innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder.
- Strukturelle Arbeitslosigkeit: Sie ist ein dauerhaftes Phänomen. Es tritt häufig ein im Zusammenhang mit Wandlungen in der Wirtschaftsstruktur oder durch technologische Entwicklungen, wenn gleichzeitig der Arbeitsmarkt oder das Ausbildungssystem zu unflexibel sind, um Arbeitslose in anderen Branchen, Regionen oder Berufen unterzubringen. Hinzu kommt, dass mit der Dauer der Arbeitslosigkeit eine De-Qualifikation eintritt. Auch ein zu hohes Lohnniveau kann Ursache struktureller Arbeitslosigkeit sein, wenn wenig qualifizierte Arbeitskräfte zum üblicherweise gezahlten Lohn keine Arbeit finden - oder hochqualifizierte Arbeitskräfte selbst keine niedrig bezahlte Arbeit.
- Sockelarbeitslosigkeit: Sockelarbeitslosigkeit ist der Anteil der Arbeitslosigkeit, der selbst dann bestehen bleibt, wenn die Konjunktur sich vollständig erholen würde. Hierbei geht man somit von einer Vollauslastung der Kapazitäten aus. D.h. Selbst wenn es Arbeit geben würde, würde diese Zielgruppe nicht arbeiten gehen, da sie oft keine Lust haben oder keinen Grund sehen arbeiten zu gehen. Sie könnten genau so gut durch Arbeitslosengeld leben. Nach der theoretischen Begründung unterscheidet man
- Klassische Arbeitslosigkeit: Sie liegt vor, wenn der Reallohn höher ist als der Vollbeschäftigungs- oder Gleichgewichtslohn. Das Arbeitsangebot ist in diesem Fall höher als die Arbeitsanfrage. Gleichzeitig ist das Güterangebot geringer als die Güternachfrage, da es sich wegen der hohen (Lohn-)Kosten für die Unternehmer nicht lohnt, so viel Güter zu produzieren, wie für eine Vollbeschäftigung notwendig wären. Ursache für klassische AL ist also eine mangelnde Gewinnaussicht bei den Unternehmen. (aus 'Volkswirtschaftslehre', Verlag Europa-Lehrmittel, ISBN 3-8085-9505-1)
- Keynesianische Arbeitslosigkeit: geht zunächst von der gleichen Situation aus: Das Arbeitsangebot ist höher als die Arbeitsanfrage. Am Gütermarkt besteht jedoch die umgekehrte Situation wie bei klassischer AL: Das Güterangebot übersteigt die Güternachfrage bzw. Güterangebot und Güternachfrage sind gleich groß ("Gleichgewicht bei Unterbeschaftigung"). Für die Unternehmer lohnt es sich in dieser Situation nicht, die Güterproduktion zu erhöhen, so dass der Überhang beim Arbeitsangebot nicht abgebaut wird. Ursache für die keynesianische AL ist also eine zu geringe Güternachfrage, zu gering, um Vollbeschäftigung zu erreichen. (aus 'Volkswirtschaftslehre', Verlag Europa-Lehrmittel, ISBN 3-8085-9505-1) Andere Einteilungen der Arbeitslosigkeit sind
- Systemische Arbeitslosigkeit: Es wird argumentiert, dass die Ursache dieses Typus der Arbeitslosigkeit in einer allgemeinen Schwäche des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems läge, eine ausreichende Zahl von Arbeitsplätzen zu schaffen, um allen Erwerbspersonen eine Beschäftigungschance zu bieten.
- Merkmalsstrukturelle Arbeitslosigkeit: Ursächlich sind hier die Unterschiede zwischen den Merkmalen der Arbeitslosen und den Anforderungen bei den offenen Stellen; viele Arbeitslose können die Qualifikationsanforderungen nicht erfüllen. Bei dieser "Mismatch"-Arbeitslosigkeit gibt es also sowohl offene Stellen als auch Arbeitslose, aber beide passen nicht zusammen.
- Technologische Arbeitslosigkeit: Sie entsteht durch die Ersetzung der Arbeitskräfte durch Maschinen (Automatisierung). Damit verbundene Investitionskosten (für die Anschaffung der Maschinen) machen sich durch eine höhere Produktivität schnell bezahlt.
- Unfreiwillige Arbeitslosigkeit: Ökonomen sprechen von unfreiwilliger Arbeitslosigkeit, wenn ein Arbeitssuchender keine Arbeit findet, obwohl er bereit ist, zum geringstmöglichen Lohn zu arbeiten. Der geringstmögliche Lohn wird dabei durch eventuell vorgeschriebenen Mindestlohn, aber auch durch das Arbeitslosengeld festgelegt, das der Arbeitssuchende erhält. Oft wird er auch durch den Lohn festgelegt, den der Unternehmer zu zahlen bereit ist und kann weit unterhalb des Tarifes oder des Arbeitslosengeldes liegen.
- Institutionelle Arbeitslosigkeit: Sie ist durch das Anreizsystem der Arbeitslosenversicherung erklärbar.
- Langzeitarbeitslosigkeit: gem. [http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze_web/sgb03/sgb03x018.htm SGB III § 18] Arbeitslose, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind.
- Verdeckte Arbeitslosigkeit
- : Bei der verdeckten Arbeitslosigkeit handelt es sich um Personen, die zwar bereit sind, eine Erwerbsarbeit anzunehmen, aber in keiner Arbeitslosenstatistik aufscheinen, weil sie nicht offiziell als arbeitslos gemeldet sind. Meist, weil kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht oder Menschen, die sich entmutigt aus dem Arbeitsmarkt zurückgezogen haben.

Ursachen der Arbeitslosigkeit

Bei der Suche nach den Ursachen der Arbeitslosigkeit muss man zwischen strukturellen, wirtschaftlichen und individuellen Gründen unterscheiden. Gesamtwirtschaftlich entsteht Arbeitslosigkeit immer dann, wenn die zahlungskräftige Nachfrage durch die Beschäftigten befriedigt werden kann. Dabei bleibt unberücksichtigt, warum das so ist. Diese Form verkörpert eine Strukturkrise. Da die zahlungsfähige Nachfrage nach Gütern (und Dienstleistungen) befriedigt wird, heißt das, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften (aus welchen Gründen auch immer) geringer ist als das Angebot. Welche Personen von Arbeitslosigkeit betroffen sind, hängt dabei von individuellen Merkmalen der Arbeitssuchenden ab (Qualifikation, Alter, Gesundheitszustand, Wohnort, Herkunft, Geschlecht ...).

Neoklassischer Erklärungsansatz

Die neoklassische Wirtschaftstheorie behauptet, dass dauerhafte Arbeitslosigkeit vorwiegend durch staatlichen Interventionismus verursacht wird. Dieser steigere durch Zwangsabgaben für staatliche Arbeitslosenkassen, durch Mindestlöhne oder andere gesetzliche Vorschriften die Arbeitskosten und senke so die zahlungsbereite Nachfrage nach Arbeitskräften. Da Arbeitslosigkeit gesamtwirtschaftlich letztlich ein Marktungleichgewicht darstellt, kann nach (neo)klassischer Ansicht dieses idealtypisch nur abgebaut werden, wenn es zu Preissenkungen auf dem Arbeitsmarkt kommt (sich also der Lohn reduziert) oder wenn sich das Arbeitskraftangebot verringert. Die Arbeitgeber und ihr nahestehende Wirtschaftsexperten behaupten deshalb, dass zu hohe Löhne eine der Hauptursachen der Arbeitslosigkeit sei. Vergleiche man verschiedene Zukunftsszenarien, so habe ein Prozent weniger Lohn zwischen 0,5 und 2 Prozent mehr Beschäftigung zur Folge. Diesen Wert bezeichnet man als die Elastizität der Arbeitsnachfrage. So erhöhten sich zum Beispiel die Industriearbeiterlöhne (reale Arbeitskosten je Stunde) von 1982 bis 2002 in den USA um 4%, in den Niederlanden um 20% und in Westdeutschland einschließlich Westberlin um 38%. Entsprechen stieg das geleistete Arbeitsvolumen im gleichen Zeitraum in den USA um 36% und in den Niederlanden um 24%, während es in Westdeutschland nicht stieg. Nach den klassischen und neoklassischen Theorien gilt der Preismechanismus als Ausgleich auch auf dem Arbeitsmarkt. Laut den Arbeitgeberverbänden, die dieser Theorie folgen, müsste bei einem Überangebot an Arbeitskräften der Lohn so lange sinken, bis die Nachfrage nach Arbeitskräften zugenommen hat, das heißt bis Angebot und Nachfrage übereinstimmen.

Keynesianischer Erklärungsansatz

Dagegen interpretiert die keynesianische Wirtschaftstheorie Arbeitslosigkeit als die Folge von mangelnder Nachfrage. Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind nicht nur Kosten der Einzelunternehmer sondern auch Einkommen. Anders als es die neoklassische Sichtweise behauptet, glauben keynesianische Theoretiker, dass die Forderung nach geringeren Löhnen nach keynesianischer Auffassung eine Reduzierung der realen Kaufkraft der Massenkaufkraft darstellt. Deshalb bedürfte die Realisierung einer solchen Forderung einen Ausgleich des Massenkaufkraftschwundes durch eine Zunahme des Konsums der privaten Haushalte der Unternehmer oder eine Ausweitung des Exports. Die im Einzelfall zutreffende stillschweigende Annahme, dass die Gesamtnachfrage unverändert bleibt, ist nicht mehr gültig, wenn alle Arbeiter einen niedrigeren Lohn akzeptieren; denn dann sinkt als erstes die Lohn- und die Gehaltssumme und die Konsumgüternachfrage der Arbeitnehrmehaushalte dürfte (in einem ersten Schritt) zurückgehen. Allein die Senkung der Löhne ergibt also noch keine Neuanstellung. Je nach Reduktion des Preisniveaus und des Zinssatzes wird außerdem die Investitionsgüternachfrage beeinflusst. Auch eine Deflation ist bei einem Absinken des allgemeinen Preisniveaus nicht auszuschließen. Daneben führen keynesianische Wirtschaftswissenschaftler eine Reihe weiterer Argumente an:
- Erfahrungsgemäß sind Löhne rigide, d. h. sie sinken bei Arbeitslosigkeit nicht. Eine Ursache dafür können Tarifverträge sein, die Mindeststandards definieren, die nicht unterschritten werden dürfen. Auch ohne solche Verträge dürften Arbeitnehmer einer Lohnkürzung großen Widerstand entgegensetzen. Auch Mindestlöhne bzw. durch Arbeitslosen- und Sozialhilfe gesetzte Standards können dazu führen, dass Löhne nicht in dem Maße sinken, dass der Markt geräumt wird, also die Arbeitslosigkeit sinkt.
- Der Lohn ist nicht nur ein Marktpreis, sondern er setzt auch Anreize. Es kann also aus Sicht der Arbeitgeber durchaus sinnvoll sein, einen Lohn zu zahlen, der über dem Gleichgewichtslohn liegt, da sie so ihre Angestellten zu höherer Leistung motivieren.
- Der Lohn stellt die materielle Lebensgrundlage der Arbeitnehmer dar. Sinkt der Lohn, so werden manche ihr Arbeitsangebot erhöhen, um keine Einkommenseinbuße zu erleiden, indem sie z. B. einen Zweitjob annehmen. Das höhere Angebot würde aber weitere Lohnkürzungen erfordern, damit der Arbeitsmarkt zum Gleichgewicht kommt.
- Der Arbeitsmarkt ist nicht homogen, sondern regional und sektoral segmentiert. Entsteht Arbeitslosigkeit z. B. nur in einer Region, so müssten dort die Löhne sinken, während sie in Regionen mit Vollbeschäftigung unverändert bleiben. Dann müsste eine Wanderung von Arbeitskräften in die Hochlohnregionen einsetzen, oder Unternehmen ihre Produktion in die Niedriglohnregion verlagern. Sind die Produktionsfaktoren aber immobil, beseitigen auch sinkende Löhne nicht die Arbeitslosigkeit.
- Der Arbeitsmarkt ist ein nachrangiger Markt. Arbeitskräfte dienen nicht wie ein normales Wirtschaftsgut zur unmittelbaren Befriedigung eines Bedürfnisses. Arbeit wird abgeleitet von der Gesamtnachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. (Siehe auch: Kaufkrafttheorie). Klassische Deutungen der Arbeitslosigkeit, die davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit darauf zurückzuführen ist, dass die Grenzkosten des Faktors Arbeit höher der Grenznutzen sei, blenden die Güternachfrage dagegen vollkommen aus. Die Gewerkschaften haben lange Zeit das Ziel verfolgt, auf dem Arbeitsmarkt den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage durch eine Umverteilung der vorhandenen Arbeit (mittels Arbeitszeitverkürzung, Förderung von Teilzeitarbeit etc.) zu erreichen. Auch die Politik versuchte in den 1990er Jahren, über Frühverrentung der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Allerdings wurden die frühverrenteten Arbeitnehmer teilweise nicht ersetzt, wodurch die Sozialversicherungen in eine problematische Situation gerieten. Kritiker aus dem arbeitgebernahen Lager halten dieser Politik vor, dass sie Arbeit wie ein hedonistisches Gut behandele mit der Folge einer Aushöhlung der Arbeitsethik und der Arbeitsmotivation. Für die Arbeitsethik sei konstitutiv, dass ihr eine sinnvolle Aufgabe zugrunde liege und dass die Lösung dieser Aufgabe mit der Überwindung innerer wie äußerer Widerstände verbunden sei, sprich Anstrengung und Mühe koste. Erwerbsarbeit habe klassischerweise eine Berechtigung zum Konsum von Gütern verschafft. Wenn nun die Erwerbsarbeit selbst wie ein hedonistisches Gut behandelt werde, das folglich gerecht zu verteilen sei, dann könne der Erwerbstätige nicht mehr Stolz auf seine Arbeitsleistung sein und daraus sein Selbstwertgefühl beziehen, sondern müsse nun umgekehrt für die Tatsache dankbar sein, dass er arbeiten darf. Bei einer Politik der Umverteilung der Arbeit würde darüber hinaus, so die Kritiker, die Arbeitszeit nicht davon abhängig gemacht, was einer zu lösenden Aufgabe und demjenigen, der sie zu lösen hat, entspricht, sondern starr eine niedrige Arbeitszeit durchgesetzt. Allerdings werden aus angebotsorientierter Sicht nicht nur allein die Löhne bzw. die Lohnkosten für die Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht. Auch staatlichen Regulierungen sagt man nach, sie können einen Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt verhindern, indem sie z. B. das Entstehen neuer Unternehmen - z. B. im Dienstleistungssektor - an Stelle schrumpfender Branchen, also den Strukturwandel behindern. Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt können auch unmittelbar die Schaffung von Arbeitsplätzen behindern. Die Absenkung des Arbeitskräfteangebots lässt sich dadurch erreichen, dass das Angewiesensein auf Erwerbseinkommen vermindert wird. Einige Reformer schlagen daher die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens vor, das es der gegenwärtig so großen Zahl von Arbeitslosen ermöglichen würde, ein positives, sinnerfülltes Leben jenseits der Erwerbsarbeit zu leben, was gegenwärtig angesichts der Arbeitspflicht und der Stigmatisierung von Arbeitslosen natürlich nicht möglich ist, so dass bei Arbeitslosen mehr oder weniger zwangsläufig eine "Identitätskrise" und ein Verfallsprozess droht. Auch wäre hier die Frage zu stellen, aus welchen Teilen des Bruttoinlandsprodukts diese leistungslosen Einkommen bezahlt werden sollen, denn auch diese Einkommen würden den Unternehmensbereich belasten, der ja die Belastung durch den Produktionsfaktor Arbeit in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt. Konjunkturell entsteht Arbeitslosigkeit auch durch einen temporären Mangel an effektiver Nachfrage, weshalb z. B. der Keynesianismus eine antizyklische Fiskalpolitik zur Verhinderung eines solchen Nachfragemangels empfiehlt, während im Gegensatz dazu die Österreichische Schule die Nachfrage durch Steuersenkungen ankurbeln will. Verschiedentlich wird fehlende Nachfrage auch langfristig, z. B. aufgrund von Sättigung, für Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht. Allerdings lässt sich eine generelle, gesamtwirtschaftliche Sättigung nicht überzeugend begründen, weil ja gerade unfreiwillige Arbeitslosigkeit mit nicht befriedigten Konsumwünschen einhergeht, die dazu führt, dass das gesamtwirtschaftliche Produktionspotential nicht voll ausgelastet ist. Häufig als Ursachen der Arbeitslosigkeit genannt werden der weltweite Wettbewerb zwischen Arbeitskräften, das Outsourcing oder die Globalisierung im Allgemeinen, bzw. der technische Fortschritt. Aus systemischer Sicht trägt möglicherweise auch eine Verwertungs- und Produktionslogik zur Entstehung von Arbeitslosigkeit bei, die auf geringen Energie- und Rohstoffkosten basiert und zugleich arbeitsintensive Branchen (Dienstleistungen, Reparaturen, Wartung) gegenüber energieintensiver Produktion (Wegwerfprodukte, Neukauf statt Reparatur) benachteiligt mit zum Teil fatalen ökologischen Folgen. Hinzu kommt, dass Arbeit die wesentliche Grundlage der Besteuerung ist. Eine Lösung dieser Problematik setzt einen grundlegenden Wandel des Wirtschaftssystems voraus. In Deutschland versucht man diese beschriebenen Folgen dadurch abzumildern, dass Energie (durch die Öko-Steuer) zusätzlich besteuert wird und mit den Einnahmen der Produktionsfaktor Arbeit entlastet wird. Diese sind die gängigen von Wirtschaftsverbänden vertretenen Thesen, die zumeist aber auch auf Widerstand treffen, zumal in der Praxis der Öko-Steuer auch kein positiver Effekt nachgewiesen werden konnte, da seit ihrer Einführung die Arbeitslosigkeit stieg und nicht gesenkt wurde. Entlastungen auf der Kapitalgeberseite bzw. sinkende Löhne oder höhere Abgaben auf Löhne führen in der Regel nur im Export zu wachsender Beschäftigung, der Binnenmarkt leidet durch die sinkende Kaufkraft eher darunter. Nur da im Export bzw. im globalen Markt kein Mindestlohn existiert, gelten für viele die Lohnsenkungen auch nur als zeitlich begrenzt wirksam. Einige Reformer vertreten die These, dass ein wesentlicher struktureller Grund für die Massenarbeitslosigkeit im technischen Fortschritt liege, der den Bedarf nach lebendiger menschlicher Arbeitskraft drastisch gesenkt habe und weiter senken werde. Die Zeiten, in denen die Zahl der bei einem Konjunkturaufschwung neugeschaffenen Arbeitsplätze größer war als die Zahl der zuvor durch Rationalisierungen vernichteten Arbeitsplätze (oder zumindest gleich groß), sei seit Mitte der siebziger Jahre bzw. seit dem Ende des klassischen Industriezeitalters, das von arbeitsintensiven Industrien geprägt war, endgültig vorbei. Naturwüchsig würde die Zahl der Arbeitsplätze seit dieser Zeit unter dem Strich sinken. Zugunsten dieser These lässt sich unter anderem der statistische Indikator anführen, dass das Arbeitsvolumen seit Mitte der 1970er Jahre, in denen die Automatisierung und die Computertechnologie große Fortschritte machten, trotz parallel deutlich steigender Wertschöpfung tatsächlich kontinuierlich gefallen ist. Ein Indiz ist auch das häufig zu beobachtende Phänomen, dass bei Bekanntgabe von Massenentlassungen durch das Management eines Unternehmens der Aktienwert dieses Unternehmens an der Börse sprunghaft steigt, was sich so deuten lässt, dass mit weniger menschlicher Arbeitskraft die Wertschöpfung als lukrativer erscheint. Insbesondere aber der Umstand, dass Erwerbsarbeit gesellschaftlich zunehmend als ein Selbstzweck behandelt wird, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Arbeitsgesellschaft grundlegend in die Krise geraten ist und dass die Krise vor allem darin besteht, sich von Erwerbsarbeit als Normalmodell der gesellschaftlichen Existenz in der Moderne nicht verabschieden zu können. In der Tat wird der Erwerbsarbeit politisch auf verschiedene Weise unter die Arme gegriffen, etwa durch Absenkung der Lohnnebenkosten, was auf eine Subventionierung der Erwerbsarbeit bzw. lebendiger menschlicher Arbeitskraft gegenüber Maschinenlösungen hinausläuft. In zahlreichen Branchen (auch im Dienstleistungssektor) schlummern zudem große Rationalisierungspotentiale, die von den Unternehmern deswegen nicht voll ausgeschöpft werden können, weil sie zugleich immer noch an die Rolle des Arbeitgebers gebunden seien. Sie müssen mit der Nutzung von Rationalisierungspotentialen defensiv warten, bis sie der Öffentlichkeit plausibel machen können, dass ohne Rationalisierungen die Unternehmensexistenz auf dem Spiel steht. Seit den Migrationsbewegungen der 1990er Jahre in Europa, wird auch der Anteil der Migranten an der hohen Arbeitslosigkeit diskutiert. Ausländer/innen gehören auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu den unterprivilegierten Gruppen: Sie sind überproportional in Tätigkeiten beschäftigt, die nur geringe Qualifikationen erfordern und schlecht bezahlt sind. Ihre Arbeitslosenzahl ist im Vergleich mit Einheimischen überproportional hoch (Ende 2002: 19,1 % zu 10,8 %), das gleiche gilt für die Zahl der ausländischen Sozialhilfeempfänger (Ende 2002: 8,6 % zu 2,9 %). Aufgrund größerer struktureller Probleme bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt (u. a. Fehlen von formalen Bildungsabschlüssen) sind ausländische Staatsangehörige in besonderem Maße von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Die Langzeitarbeitslosigkeit (1 Jahr und länger) nahm bei dieser Gruppe innerhalb eines Jahres um knapp 7% zu. Viele arbeitslose Ausländer/innen sind u. a. wegen Sprachschwierigkeiten, mangelnder beruflicher Qualifikation oder Krankheit schwer vermittelbar. (Quelle: Katholische Arbeitsgemeinschaft Migration; http://www.kam-info-migration.de/pages/nl0310/kaminfo_nl0310_1.pdf)

Ansatzpunkte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

Konjunkturelle Arbeitslosigkeit

Konjunkturelle Arbeitslosigkeit wird durch einen temporären Nachfragemangel während Rezessionen hervorgerufen. Um solche Situationen zu vermeiden, versuchte die Politik durch staatliche Ausgabenprogramme im Rahmen einer keynesianischen antizyklischen Fiskalpolitik den Nachfrageausfall auszugleichen. Dieser Ansatz scheiterte in den siebziger Jahren aber u. a. daran, dass die Politiker nicht in der Lage waren, die Ausgabenprogramme zu beenden, wenn sich die konjunkturelle Lage wieder besserte. Lag das Grundproblem in der zu geringen Flexibilität des Arbeitsmarktes, so waren Ausgabenprogramme auch nicht ursachenadäquat. In den europäischen Ländern stieg letztlich durch die staatliche Ausgabenpolitik nur die Staatsverschuldung, ohne dass dies die Lage auf dem Arbeitsmarkt besserte. Etwas positiver sind die Erfahrungen in den USA, wo der Arbeitsmarkt insgesamt flexibler ist und deshalb Ausgabenprogramme stärkere Wirkung bei der Beschäftigung zeigen. Zudem muss berücksichtigt werden, das der Keynesianismus in Situationen mit Nachfrageausfall, wie er etwa beim schwarzen Freitag im Jahr 1929 auftrat, durchaus seine Berechtigung hat. Ist jedoch eher die Angebotsseite für die Arbeitslosigkeit verantwortlich, wie bei zu hohen Steuern und Löhnen, so wäre die Ausweitung der staatlichen Nachfragen kontraproduktiv. Dieser Effekt ist seit den 1970er Jahren auch in Deutschland zu beobachten. Seither steigt die Arbeitslosigkeit stetig an. Weiteren Aufschluss über die Ursachen von Arbeitslosigkeit gibt die Beveridge-Kurve.

Strukturelle Arbeitslosigkeit

Makroökonomische Ansätze

Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sollen an deren Ursachen ansetzen. Soweit Löhne rigide sind, fand seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Idee große Verbreitung, dass eine höhere Inflation helfen könne, die Arbeitslosigkeit zu senken. Steigen die Löhne langsamer als die Inflationsrate, käme es zwar weiter zu Nominallohnzuwächsen, aber zu einem Reallohnrückgang, womit die Lohnrigidität aufgelöst würde (sog. Phillips-Kurve). (Zitat von Helmut Schmidt Mitte der siebziger Jahre: "Lieber fünf Prozent Inflation als fünf Prozent Arbeitslosigkeit"). Allerdings bewährte sich eine solche Politik nicht, u.a. weil Löhne zum Teil auch real rigide sind, da die Gewerkschaften die Inflationsrate bei ihren Lohnforderungen berücksichtigen. Lange Zeit versuchte man, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, indem man das Potenzial an Arbeitskräften (das Erwerbspersonenpotenzial) verringerte, z.B. durch eine Verlängerung der Schulzeit (so geschehen in Deutschland in den siebziger Jahren), Frühverrentung und Vorruhestand, sowie – z.B. in den Niederlanden – einer großzügigen Regelung bei der Invalidität. Auf Dauer erwiesen sich diese Maßnahmen aber als zu teuer, da Frührentner und Invaliden aus den Sozialkassen bezahlt werden, die sich aus Beiträgen der Arbeitnehmer finanzieren. Ein weiterer Ansatzpunkt war die Förderung der Teilzeitbeschäftigung.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

§3(4)SGBIII definiert die aktive Arbeitsförderung als alle Leistungen der Arbeitsförderung mit Ausnahme von Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit, Teilarbeitslosengeld und Insolvenzgeld. Dazu gehören alle Maßnahmen, die die BA unternimmt, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen, wie z.B. Vermittlung, Weiterbildungsmaßnahmen (FbW), Trainingsmaßnahmen (TM) und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). Dadurch soll insbesondere durch eine höhere oder stärker nachgefragte Qualifikation die Arbeitslosigkeit verringert werden. Nachdem in den 1970er Jahren und insbesondere nach der Wiedervereinigung die Aktive Arbeitsmarktpolitik stetig ausgeweitet wird, ist ihr Erfolg mittlerweile umstritten. Sie wurde daher zuletzt deutlich reduziert. Der Grundgedanke der aktiven Arbeitsmarktpolitik wird allerdings im Rahmen der Hartz IV-Neuregelungen im Grunde genommen ähnlich weiter geführt (z. B. so genannte Ein-Euro-Jobs, "Fördern und Fordern" usw.).

Abbau von Lohn-Rigiditäten

Derzeit diskutierte Rezepte zum Abbau von Rigiditäten sind:
- Öffnungsklauseln in Tarifverträgen, die bei Schwierigkeiten des Unternehmens oder bei Wettbewerbsproblemen niedrigere Löhne als im Tarifvertrag vorgesehen erlauben. Verschiedene Tarifverträge der jüngsten Zeit enthalten solche Klauseln, die ein Teilabweichen vom Flächentarifvertrag erlauben.
- Geringere Lohnersatzleistungen (d. h. Arbeitslosen- und Sozialhilfe) für Arbeitslose, damit sich die Aufnahme einer gering bezahlten Tätigkeit lohnt (Abstandsgebot). Dabei wird der niedrige Lohn oft mit einer steuerlichen Begünstigung und geringeren Sozialbeiträgen subventioniert, wie z. B. bei den Minijobs und den Midijobs.
- Größere Flexibilität der Arbeitszeit, mit Verkürzungen bei schlechter und Verlängerungen bei guter Auftragslage. Dies würde im Abschwung Entlassungen verhindern.
- Abbau von Arbeitsmarktregulierungen, z. B. ein abgeschwächter Kündigungsschutz und verbesserte Möglichkeiten, befristete Arbeitsverträge abzuschließen.
- Geringere Löhne in der Einarbeitungsphase oder Probezeit. Hinter dem Gedanken dieser Lohn-Rigiditäten steht die Vorstellung, dass vorhandene Arbeitsplätze nicht besetzt würden und dass es prinzipiell Bedarf an Arbeitsplätzen gibt, die auf Grund der Rigiditäten aber nicht eingerichtet würden. Ansatzpunkte zur Bekämpfung bietet der Weitzman-Plan. Inzwischen wurden Elemente des Hartz-Konzeptes in der Fachwelt teilweise in Frage gestellt, so durch den Wirtschaftsweisen Bert Rürup, der eine Konkurrenz der Minijobs zu herkömmlichen Arbeitsplätzen feststellt.

Politik des Forderns und Förderns

Seit einigen Jahren werden in Deutschland gesetzliche Vorschriften geändert, so dass Arbeitslose stärker in die Pflicht genommen werden, sich eine Arbeit zu suchen. Dies soll aus zwei Gründen geschehen. Zum einen melden sich auch Personen arbeitslos, die aus unterschiedlichen Gründen keine Arbeit suchen, sondern lediglich daran interessiert sind, Arbeitslosenunterstützung zu erhalten, so lange sie ihnen zusteht. Zum anderen verlieren Arbeitslose mit der Dauer der Erwerbslosigkeit berufliche und soziale Qualifikationen, die ihre Vermittlungsfähigkeit beeinträchtigen, selbst wenn zu einem späteren Zeitpunkt Arbeitskräfte gesucht werden. Daher sollen Arbeitslose möglichst rasch wieder in eine neue Arbeit vermittelt werden. In Deutschland müssen sich inzwischen Personen bereits bei der Arbeitsagentur melden, wenn bekannt wird, dass sie ihre Arbeitsstelle verlieren, und nicht erst, wenn sie arbeitslos sind. Aufgrund der hohen Gesamtarbeitslosigkeit war diese Strategie bisher aber nur begrenzt erfolgreich, da zum einen insbesondere wenig motivierte Arbeitssuchende kaum vermittelbar seien und andererseits Verdrängungseffekte zu beobachten sind. Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt führen zu Entlassungen im ersten. Ausländer sollen stärker in die Pflicht genommen werden. Mit der Verkürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes werden die Möglichkeiten der Aufenthaltsverfestigung, Familienzusammenführung und Einbürgerung beschränkt. Diese sind davon abhängig, dass der Ausländer/die Ausländerin ihren Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestreiten können (§ 7 Abs. 2 Nr. 2, § 13, § 17 Abs. 2, § 24, § 27 Abs. 2, § 85 Abs. 1 Nr. 3 AuslG). Entsprechend § 46 Nr. 6 AuslG kann ausgewiesen werden, wer „für sich, seine Familienangehörigen, ..., Sozialhilfe in Anspruch nimmt oder in Anspruch nehmen muss.“ Die Politik des Fordern und Förderns ist jedoch stark umstritten. So wird angeführt, die mit Langzeitarbeitslosigkeit verbundenen Probleme des Qualifikationsverfalls hingen mit der Negativität des Zustands der Arbeitslosigkeit als solchem zusammen. Der Arbeitslose ist auf den Arbeitsmarkt verpflichtet und steht diesbezüglich im Wartestand. Die Arbeitslosigkeit als reiner Negativität muss darüber hinaus zunehmend sein Selbstwertgefühl vermindern. Würde die Arbeitslosenexistenz durch Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens positiviert, dann bedeutete dies für den Arbeitslosen eine Freisetzung von der Bindung an den Arbeitsmarkt. Er wäre in seiner Autonomie gefordert, sich zu überlegen, ob er eine echte Chance auf Wiederbeschäftigung hat oder sich lieber außerhalb der Erwerbsarbeit sinnvoll betätigt. Das ist ihm gegenwärtig verwährt. Er muss sich im schlimmsten Fall auf eine zermürbende, endlos und sinnlos scheinende Arbeitssuche machen. Diese Arbeitssuche wird von ihm gegenwärtig immer schärfer eingefordert, obwohl der große Mangel an Arbeitsplätzen offensichtlich ist und die Aussicht auf eine Wiederkehr von Vollbeschäftigung äußerst vage bleibt, so die Kritik. Insbesondere von Gewerkschaftseite und keynesianischen Ökonomen wird die Kritik geäußert, dass durch einen zu hohen Druck auf Arbeitslose, zu jedem Lohn eine Arbeit annehmen zu müssen, eine Abwärtsspirale bei den Löhnen einsetzt. Diese kann zu Deflation und zu einem Einbruch der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage führen (vgl. Keynesianismus).

Marxistische Betrachtung der Arbeitslosigkeit

Nach marxistischer Auffassung ist gesellschaftliche Arbeitslosigkeit für den Kapitalismus notwendig und stellt eines seiner notwendigen Begleiterscheinungen dar. Sie entsteht durch den Zwang der Erzielung von Maximalprofit. Aus diesem Grund werden bei Lohnsenkungen keine zusätzlichen Arbeitskräfte eingestellt, wenn die vorhandenen für die Produktion ausreichen. Die Arbeitslosen bilden demnach ein Druckmittel für die Kapitalisten,indem sie zur Konkurrenz für die arbeitende Bevölkerung werden. Sie bilden die "industrielle Reservearmee" (Karl Marx, MEW 23, 664) auf die die Klasse der Kapitalisten jederzeit zugreifen kann, wenn sie sie benötigt. Diese Aussage sagt nur, daß die Arbeitslosen gebraucht werden - sagt aber nichts über die notwendige oder tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit aus. Die Konkurrenz der Kapitalisten untereinander zwingt den individuellen Arbeitgeber, seine Produktivität zu steigern. Maschinen, technischer Fortschritt und Rationalisierung im Arbeitssektor ermöglichen ihm das. Die geringere Steigerung des Verbrauchs senkt das Arbeitsvolumen. Aus einer ungleichmäßigen Verteilung der Senkung des Arbeitsvolumens folgt eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit. Im Kapitalismus ist auch eine "Arbeiter-Überbevölkerung" (K. Marx), eine Überschussbevölkerung (die Arbeitslosen), systemimmanent, denn der Widerspruch im Kapitalismus, dass der Kapitalist möglichst viele Arbeiter braucht, um möglichst viel zu produzieren (also einen ständigen Zugriff auf Arbeitskräfte haben muss) und zugleich möglichst wenig Arbeiter einstellen muss, um möglichst billig zu produzieren, macht dies notwendig: "Es liegt in der Natur des Kapitals, einen Teil der Arbeiterbevölkerung zu überarbeiten und einen anderen zu verarmen." (K. Marx, Theorien über den Mehrwert, MEW 26.3, 300)

Verdeckte Arbeitslosigkeit in der DDR?

Im Frühjahr 1990 - vor der Wiedervereinigung - befasste sich das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. mit der Produktivität in der DDR und veröffentlichte seine Untersuchungen unter dem Titel "Verdeckte Arbeitslosigkeit in der DDR". In der Studie werden die erhobenen Daten als statistisch nicht gesichert bezeichnet (Seite 1). Aber selbst unter der Annahme, daß die Daten gesichert wären, so wird nur ermittelt, daß die Arbeitszeit nicht voll ausgenutzt wurde (15 % - 30 %). Ein Hinweis, warum die nicht ausgenutzte Arbeitszeit als verdeckte Arbeitslosigkeit bezeichnet wird ist nirgends in der Studie vorhanden.

Statistische Erfassung der Arbeitslosigkeit

Da Arbeitslosigkeit sehr facettenreich ist, bereitet die statistische Erfassung relativ große Probleme, insbesondere sind Angaben aus verschiedenen Ländern nicht ohne weiteres vergleichbar. Beispielsweise ist strittig, ob Schüler, die nach Schulabschluss auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz warten, als arbeitslos zählen oder nicht. In Deutschland werden sie, soweit sie sich nur arbeitslos melden, um den Eltern Kindergeldansprüche zu sichern, seit 2003 nicht mehr in der Arbeitslosenquote berücksichtigt. Um eine Standardisierung der Definitionen bemüht sich die Internationale Arbeitsorganisation. In Deutschland wird Arbeitslosigkeit im internationalen Vergleich recht weit abgegrenzt. Die nach deutscher Definition berechnete Arbeitslosenquote ist stets größer als die nach der internationalen Abgrenzung. Diskrepanzen gibt es auch, was die Berechnung der Arbeitslosenquote angeht. In Deutschland ist eine Quote noch verbreitet, bei der die Zahl der Arbeitslosen zur Zahl der abhängigen zivilen Erwerbstätigen in Relation gesetzt wird, was eine unechte Quote darstellt. International gebräuchlich ist die Relation aus Arbeitslosen zu Erwerbspersonen (=Arbeitnehmer + Selbständige + Arbeitslose). Letzteres stellt eine echte Quote dar und liefert stets etwas niedrigere Werte. Was die Erfassungsmethode angeht, so gibt es grundsätzlich zwei Konzepte. Nach dem ersten wird die Meldung bei der Arbeitsverwaltung zur Grundlage der Zählung gemacht. Dieses Verfahren findet in Deutschland die größte Beachtung. Nach dem zweiten wird die Zahl der Arbeitslosen in einer Umfrage erhoben, ein Verfahren, das z. B. die USA anwenden: :"[..] die US-Arbeitslosenquote ist nicht die Addition aller registrierter Arbeitsloser. Sie wird als Ergebnis einer monatlichen repräsentativen Befragung von 50 000 Haushalten hochgerechnet. Als arbeitslos gilt, wer während der Befragungswoche keine bezahlte Arbeit hatte und während der vergangenen vier Wochen spezielle Anstrengungen unternahm, einen neuen Job zu finden. Als beschäftigt gilt, wer während der Befragungswoche, wie kurz auch immer, erwerbstätig war. Wer also, seien es nur zwei Stunden am Tag, arbeitet, gilt statistisch als versorgt. [..]" [http://www.lauber.de/jobwunder.htm Ulrike Fussel (Washington) in FR vom 20.1.1998] Seit März 2005 veröffentlicht das [http://www.destatis.de/ Statistische Bundesamt] monatlich eine in einer Telefonumfrage erhobene Erwerbslosenzahl. Im Gegensatz zu den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden hier auch nicht gemeldete Arbeitssuchende erfasst. Deshalb liegt die Erwerbslosenzahl für Jüngere, die oft keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, meist höher als die entsprechende Arbeitslosenzahl. Andererseits gilt bereits der als erwerbstätig, der mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet, während Personen auch dann noch als arbeitslos gelten können, wenn sie bis zu 15 Stunden pro Woche arbeiten. Andererseits fallen in der Umfrage Erwerbslose aus der Erfassung, die zwar Leistungen beziehen, aber kein Interesse an einer Arbeitsaufnahme angeben. Vor allem aufgrund der restriktiven Definition (mindestens eine Stunde Arbeit pro Woche) liegt die Erwerbslosenzahl meist deutlich niedriger als die Arbeitslosenzahl. Beide Zahlen unterscheiden zwischen der saisonbereinigten und der nicht saisonbereinigten Arbeitslosenzahl. Bei der saisonbereinigten Zahl wird versucht, jahreszeitliche Einflüsse wie die Winterarbeitslosigkeit/Saisonarbeitslosigkeit herauszurechnen. Daher liegt die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl im Winter niedriger, im Sommer höher als die aktuelle Zahl. Die Berichterstattung in den Medien konzentriert sich vor allem auf die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl beziehungsweise -quote.

Individuelle Folgen der Arbeitslosigkeit

Individuelle Folgen der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, sind psychologische und gesundheitliche Probleme, Entqualifizierung (Entwertung der bisher erlangten Qualifizierung), gesellschaftliche Isolation und Verarmung. In vielen Fällen wirkt sich das auch auf die folgenden Generationen aus, denn die Kinder von Arbeitslosen besitzen von Beginn an keine Chancengleichheit, selbst dort, wo diese formal auf Grund von Gesetzen gegeben sein sollte. Arbeit ist für viele Menschen ein psychosozialer Stabilisierungsfaktor und regelt Tagesstruktur und das soziale Umfeld. Während früher bei Arbeitslosigkeit die materielle Not im Vordergrund stand, sind es heute vor allem seelische, psychosoziale und psychosomatische Auswirkungen, die als Konsequenzen für den Einzelnen wie auch seiner Familie zutreffen. Bei den individuellen Folgen kommen mehrere Studien zu gleichen Ergebnissen. Zuerst tritt ein Schock ein, welcher einer Phase des oberflächlichen Zweckoptimismus weicht. Auf diese Phase aufbauend, entsteht eine Phase starker Aktivität in der Bewerbungen geschrieben und Fortbildungen besucht werden. Stellt sich nach starker Aktivität kein Erfolg ein, nimmt das Interesse an den Bemühungen ab und es breitet sich Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel und Resignation aus. Da gesellschaftlich der persönliche Erfolg und die soziale Anerkennung stark von beruflichen Leistungen abhängt, fehlt dem Arbeitslosen die Bestätigung seiner Umwelt. Diese Faktoren führen zu einer individuellen Schuldzuweisung, die heftige Schamgefühle zur Folge haben kann. Stärker betroffen sind ältere Arbeitslose, die jahrelang an feste Arbeitsstruktur gewöhnt waren und alleinstehende Männer, die zu vermehrter Isolation neigen. Folgen können Depressionen, Suchterkrankungen und eine erhöhte Suizidneigung sein. So kann es zum Abbruch der meisten sozialen Kontakte kommen. Daraus resultiert das Gefühl der Einsamkeit, Betroffene können sich Alkohol, Drogen etc. zuwenden. Gerade bei Jugendlichen ist Arbeitslosigkeit bedenklich, da ihnen so ein Mittel zur Identitätsentwicklung fehlt. Durch die Verarmung erfolgt ein Ausschluss von der normalen Kultur, was sich ebenfalls auch auf die nachfolgende Generation auswirkt. Der Widerspruch zwischen der Politik des "Forderns" und Förderns" auf der einen Seite und der scheinbaren Nutzlosigkeit der eigenen Bemühungen auf der anderen erhöht die Probleme. Nach mehreren Lehrgängen setzt Gleichgültigkeit ein. Viele klammern sich an jeden Strohhalm, der Aussicht auf Beschäftigung bietet. Hohe Arbeitslosigkeit wirkt sich individuell auch auf die Arbeitskräfte aus, die Arbeit haben. Es gibt einen starken psychischen Druck, wenn man ständig in der Furcht lebt, den Arbeitsplatz zu verlieren. Das führt auch dazu, dass Arbeitsplätze wegen des damit verbundenen Risikos seltener gewechselt werden. Arbeitslosigkeit führt, neben anderen Ursachen, auch zum Verzicht auf Kinder, auch bei vielen, die Arbeitslosigkeit befürchten.

Aktuelle Zahlen zur Arbeitslosigkeit

Die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit finden sich als Grafik dargestellt beim statistischen Bundesamt unter [http://www.destatis.de/indicators/d/gkarb820.htm]

Arbeitslosenquoten in Deutschland im Juli 2005

Identitätsentwicklung Identitätsentwicklung Quelle: [http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000000/html/start/monat/aktuell.pdf Bundesagentur für Arbeit Nürnberg] Die Einfärbung der Tabelle erfolgt in 4-Prozent-Schritten. Zur Grafik: [http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/datenbanken/stats/stb05.php Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS), Statistisches Taschenbuch Arbeits- und Sozialstatistik 2005] [http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/datenbanken/stats/stb04_5650.cfm BMGS Statistisches Taschenbuch Internationale Arbeitslosenraten]

Arbeitslosigkeit in Österreich im September 2005

Quelle: [http://212.31.81.83/cognos/cgi-bin/ppdscgi.exe?DC=R&E=%2Famb%2Famb_reports%2Falq&DM=Region&FC=N%090%09507&ZZ=X Arbeitsmarktservice Österreich] Siehe auch: Die Arbeitsmarktdaten der [http://www.statistik.at/statistische_uebersichten/deutsch/k15.shtml Statistik Austria]

Arbeitslosen