Olivenbaum
Der Olivenbaum (Olea europaea), auch Echter Ölbaum, ist ein mittelgroßer, im Alter oft knorriger Baum aus der Gattung der Ölbäume (Olea), die zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehört. Er wird schon seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Nutzpflanze kultiviert und kommt ursprünglich aus dem südlichen Vorderasien.
Botanische Beschreibung
Vorderasien
Abhängig vom Verbreitungsgebiet blühen Olivenbäume von Ende April bis Anfang Juni. Die vierzähligen Blüten bestehen aus vier Kronblättern und vier Kelchblättern, die die Staubgefäße und den Stempel umgeben, und stehen an Rispen, die zwischen 10 und 40 Blüten tragen. Wird der Baum durch Trockenheit oder Nährstoffmangel etwa sechs Wochen vor der Blüte gestresst, vermindert sich der Ertrag, weil die Blütenzahl vermindert wird und Blüten nicht zum Fruchten kommen. Die meisten Sorten sind selbstbefruchtend, wobei Fremdbestäubung meist den Ertrag steigert. Einige Sorten sind jedoch auf Fremdbestäubung angewiesen und brauchen ein genetisch verschiedenes Exemplar zur Bestäubung. Die Blüte wird über den Wind bestäubt.
Rispe
Blätter
Der Olivenbaum ist eine immergrüne Pflanze, das heißt, er verliert zu keiner Jahreszeit sein Laub. Die kleinen Blätter sind oberseits graugrün und an der Unterseite silbrig glänzend und grau gefärbt. Sie sind schmal und laufen spitz nach vorne zu (lanzettlich). An der Unterseite haben sie kleine Härchen, so genannte Sternhaare oder sternförmige Schuppenhaare, die den Baum vor dem Austrocknen schützen, indem sie aus den Spaltöffnungen austretendes Wasser wieder einfangen und dem Blatt erneut zuführen.
Stamm
Spaltöffnungen]
Das langsam wachsende Holz des Baumes ist reich verzweigt, mit grüngrauer, glatter und im Alter rissiger Rinde. Der Baum wird (je nach Sorte) bis zu 20 m hoch. Die wilden Oliven sind kleiner als die Züchtungen.
Die Olivenbäume in den Olivenhainen werden zur besseren Ernte beschnitten, damit sie kleiner bleiben. Dabei gilt die traditionelle Regel, je krummer und knorriger, desto besser der Ertrag. Der Olivenbaum benötigt viel Zeit zum Wachsen, kann jedoch mehrere hundert Jahre alt werden, das älteste bekannte Exemplar Italiens in Trevi wird auf 1700 Jahre geschätzt, genauso alt wie ein Olivenbaum bei Getsemani in Israel. Als ältester Olivenbaum Europas gilt ein über 2000jähriger Olivenbaum bei der montenegrinischen Stadt Bar.
Bar
Frucht
Aus der Blüte bildet sich nach der Befruchtung die Frucht: die begehrte Olive. Dabei handelt es sich um eine Kernfrucht, bei der ein harter Kern von weichem Fruchtfleisch umgeben ist. Die Farbe der unreifen Oliven ist grün, die der reifen schwarz oder violett/braun. Am ertragreichsten ist der Baum nach ca. 20 Jahren. Die durchschnittliche Zusammensetzung einer Olive ist: Wasser 50%, Öl 22%, Zucker 19,1%, Zellulose 5,8%, Proteine 1,6%.
Bar
Bar
Die Olive ist eine mediterrane Steinfrucht. Sie ist wegen ihrer Bitterkeit roh nicht genießbar, aber nach mehrmaligem Einlegen in Wasser, bei dem die Bitterstoffe ausgeschwemmt werden, essbar. Echte Schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne (olivgrüne) Oliven, teilweise gelangen aber auch mit Eisengluconat schwarz gefärbte Oliven in den Handel.
Die Olive ist die Frucht des Olivenbaums bzw. Ölbaums. 90% der Oliven werden zu Olivenöl gepresst.
Im Handel erhältlich sind Oliven vor allem in modifizierter Form. Üblich ist dabei die Füllung der grünen Olive (mit Paprika, Mandeln) sowie das Einlegen/Marinieren der entkernten Früchte.
In Öl eingelegte Oliven sind ohne weitere Konservierungsstoffe relativ lange haltbar und werden auch nicht von Schädlingen befallen, was zumindest zum Teil ihre große Bedeutung für die mediterrane Küche erklärt.
Alternanz
Der Olivenbaum zeigt, wie andere fruchtende Bäume auch, das Phänomen der Alternanz; sein Fruchtertrag schwankt also in zweijährigem Rhythmus.
Alternanz
Heimat
Die wilde Olive hat ein sog. disjunktes Areal, sie hat ein weit auseinanderliegendes nicht zusammenhängendes natürliches Vorkommen: Mittelmeergebiet, Naher Osten und Südafrika. Davon stark verschieden ist das Anbaugebiet der heutigen Kultursorten (siehe Anbau/Verbreitung).
Systematik
Von der Art Olea europaea unterscheidet man mehrere Unterarten:
- Olea europaea subsp. europaea: Heimat des Echten Olivenbaumes, auch Europäischer Olivenbaum genannt, ist der gesamte Mittelmeerraum und die Kanaren. Mit dieser Unterart beschäftigt sich der restliche Teil des Artikels, es ist der Olivenbaum im engeren Sinn. Aus dieser Unterart wurden alle Olivenbaumsorten gezüchtet.
- Olea europaea subsp. africana ist ein 9 bis 12 m hoher immergrüner Baum, der in Afrika, Madagaskar, Arabien, Indien bis China verbreitet ist. Die süßen bis sauren Früchte sind beliebt bei Mensch und Tier. Von den Blättern kann man einen Tee machen, und aus den Früchten wird eine Tinte hergestellt. Das harte, schön goldbraune Holz wird verwendet zur Herstellung von Möbeln und Kunstgegenständen. In der Volksheilkunde gewinnt man von dem Baum Augentropfen und ein Mittel gegen Nierenleiden. Die Früchte wurden früher gegen Durchfall verwendet. Der Anbau ist auch in sehr trockenen Gebieten möglich.
disjunkt
- Olea europaea subsp. cerasiformis: beheimatet in Madeira, auch auf den Kanaren vorkommend.
- Olea europaea subsp. cuspidata: verbreitet in Afrika und Asien, kleinfruchtig, rostbraune Blattunterseite.
- Olea europaea subsp. guanchica: beheimatet auf den Kanaren.
- Olea europaea subsp. laperrinei: beheimatet in Algerien, Sudan, Niger.
- Olea europaea subsp. maroccana: beheimatet in Marokko
- ...und weitere Subspezies mehr.
Anbau
Verbreitung
Der Olivenbaum wächst in allen Gebieten um das Mittelmeer und zum Teil auch um das Schwarzes Meer, die keine extremen Klimabedingungen aufweisen. Er kann hohe Hitze ertragen, leidet aber leicht durch Frost in kalten Wintern, wodurch nicht nur die Ernte einzelner Jahre, sondern der Bestand ganzer Plantagen bedroht ist. Er gilt als Charakterpflanze der mediterranen Pflanzenwelt und weist die Gebiete, in denen er gedeiht, als Gebiete mit mediterranem oder Mittelmeerklima aus. Es wurde immer wieder versucht, das Anbaugebiet des Olivenbaums nach Norden und in rauere Gebiete zu erweitern. Diese oft über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte erfolgreichen Versuche schlugen letztendlich aber immer wieder fehl, das letzte Mal im Februar 1956, als ein Kälteeinbruch aus Osteuropa Millionen von Olivenbäumen in Südfrankreich, Italien und Spanien vernichtete. Seit der neuzeitlichen Kolonisation wird der Olivenbaum auch in entsprechenden Klimaten Nord- und Südamerikas sowie in Australien, Südafrika und Japan angebaut. Alle Anbaugebiete des Olivenbaums liegen zwischen dem 30. und dem 45. Grad nördlicher bzw. südlicher Breite, mit Ausnahme einiger äquatornäherer Höhenlagen, etwa in Peru, wohin er von den spanischen Konquistadoren im 16. Jh. gebracht wurde. Von dort aus gelangte er über Mexiko bis Kalifornien und Hawaii.
Vermehrung
Die Olivenkerne werden durch Vögel verbreitet, die die Früchte fressen. Olivenbäume in Kultur werden allerdings meist über Stecklinge vermehrt (so sind alle dabei entstehenden Pflanzen genetisch identisch, und damit haben die Jungpflanzen alle guten Eigenschaften der Mutterpflanze).
Ernte
Stecklinge
Von der Jungpflanze bis zum ersten Ertrag dauert es oft 7 Jahre.
Die Ernte findet je nach Gebiet ab Mitte Oktober, teilweise bis in den März statt. Wer nach Kalabrien kommt, wird aus der Ferne immer wieder rote Flächen sehen; dies sind feine Netze die ausgelegt werden, um die Oliven aufzufangen.
Krankheiten und Schädlinge
- Olivenfliege (Dacus oleae): Die Olivenfliege ist der gefürchtetste Schädling der Olivenhaine, sie legt ihre Eier in die reifenden Früchte, die so durch ihre Maden verdorben werden. Außerdem überträgt sie die Tuberkelkrankheit (s. u.).
- Stammfäule (Fomitiporia punctata): Ein Pilz, der nach und nach das Stamminnere des Baumes zersetzt. Meist wird die betroffene Stelle ausgeschnitten oder ausgeschabt, allerdings infizieren diese "Pflegemaßnahmen" meist das freigelegte gesunde Gewebe erneut.
- Tuberkelkrankheit (Pseudomonas syringae subsp. savastanoi pv. oleae): Eine Bakterienkrankheit, sie verursacht extreme Wucherungen, das Absterben von Zweigen und Ästen und mindert die Qualität und Menge der Ernte. Sie wird übertragen durch die Olivenfliege.
- Olivenschildlaus: Der Befall der Bäume durch diese spezielle Schildlaus kann sowohl die Menge als auch die Qualität der Ernte erheblich mindern.
- Blattläuse: Der Befall im Frühjahr an jungen Trieben kann zur Verkümmerung von Trieben, Blättern oder Blüten und so zu späteren Ernteverlusten führen.
Sorten von Olivenbäumen
Es gibt allein im Mittelmeerraum über 1000 Sorten von Olivenbäumen. Je nach Klima und Bodenbeschaffenheit hat sich der Olivenbaum über hunderte Jahre anders entwickelt, manche Olivenbaumsorten sind auf einzelne Dörfer beschränkt und ein paar Kilometer weiter bereits nicht mehr zu finden. Eine große Vielfalt an Olivenbäumen gibt es in Italien, wo es alleine zwischen Sizilien und Ligurien an die 80 verschiedene Sorten gibt. Die italienischen Hauptsorten sind "Leccino", "Frantoio" und "Carolea". Da die Oliven der verschiedenen Sorten leicht unterschiedlich im Geschmack sind, gibt es eine Vielzahl verschiedener Öle, die von Kennern geschätzt werden.
Einige bekannte italienische Olivenölsorten:
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Nutzung
Aus den Oliven wird in der Hauptsache Olivenöl gepresst.
Der Olivenbaum wird genutzt:
- wegen seiner Frucht, der Olive,
- die weiterverarbeitet werden kann und als Lebensmittel genutzt wird. Direkt vom Baum ist die Olive jedoch wegen ihrer Bitterkeit kaum genießbar. Sie wird in eine Salzlake eingelegt, die ihr die Bitterstoffe entzieht, in der mediterranen Küche wird sie häufig in Brot, Ragouts, Salaten und Saucen verwendet.
- Ebenso wird aus ihr das Olivenöl gepresst, das gesündeste bekannte Speiseöl. Es wird zum Braten und Kochen, aber auch für kosmetische Zwecke, zum Beispiel Hautcreme, verwendet. Industriell werden die Oliven für das Öl entweder von Hand gepflückt oder mit der Maschine herabgeschüttelt, gehackt, mit Wasser gemischt und hydraulisch gepresst, teils (je nach Zweck) auch mit chemischen Lösungsmitteln oder thermischen Verfahren extrahiert. Top-Qualitäten für die Küche hingegen werden mit schonenderen Verfahren gewonnen, vorzugsweise dem Tropf-Verfahren, bei dem nur das Eigengewicht der Früchte ohne weiteren Druck die Frucht presst. Anschließend wird das Öl vom Wasser in der Zentrifuge getrennt.
- wegen seines Holzes, das zu Möbeln oder Gebrauchsgegenständen weiterverarbeitet wird.
- als medizinische Pflanze, speziell wegen seiner Blätter, die einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben und das Immunsystem stärken sowie den Cholesterinspiegel senken. Das Öl ist gesund wegen des hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren und wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und den Fettstoffwechsel aus und verringert die Gefahr von Diabetes oder Krebs.
Ökonomie
Krebs
Olivenbaumpflanzungen nehmen auf der Welt 8,6 Millionen Hektar an Fläche ein, auf denen jährlich 17,3 Millionen Tonnen Oliven geerntet werden. Spanien ist der größte Olivenproduzent. Die vier wichtigsten Länder (Spanien, Italien, Griechenland und Syrien) erstellen ca. 80 % der weltweiten Olivenproduktion. Die Vermarktung wird dabei von italienischen Firmen dominiert, auch bei nichtitalienischem Öl. Nimmt in Europa die Beliebtheit des Olivenöls auch stetig zu, so nimmt es wegen seines vergleichsweise hohen Preises weltweit im Gegensatz zur Ölpalme oder Sojaöl nur einen geringen Anteil der Speiseölproduktion ein.
Ökonomie in der Europäischen Union
60 Prozent der weltweit ca. 750 Millionen Olivenbäume stehen in der EU. Die EU ist nicht nur der größte Olivenölproduzent, sondern auch der größte Verbraucher. Da die Nachfrage nach dem gesunden Olivenöl auch in nördlichen Ländern stetig zugenommen hat, wurde der Anbau von Olivenbäumen erheblich ausgeweitet. In vielen Regionen der Hauptproduzenten ist der Olivenbaum Grundlage der ländlichen Wirtschaft. Fast alle preiswerten Ölsorten werden in der EU über italienische Zwischenhändler vermarktet, auch die nichtitalienischen.
Es wird kritisiert, dass die EU durch ihre Förderungspolitik nur den wegen Erosion, Wasserverbrauch und chemischer Schädlingsbekämpfung ökologisch problematischen Großanbau fördert, der Kleinbauer jedoch vernachlässigt wird. Es kam nachweislich zu vielen Missbräuchen der EU-Förderpolitik.
Ökonomie außerhalb der EU
Syrien, die Türkei und Tunesien sind die größten Oliven- und Olivenölproduzenten außerhalb der EU. Hier macht die Olivenölproduktion einen höheren Teil am BIP aus, und der Olivenanbau bindet viele Arbeitskräfte, so dass der Olivenanbau die Lebensgrundlage vieler Menschen ist.
(Quelle FAO, letzte Aktualisierung Februar, 2004)
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Kulturgeschichte des Olivenbaumes
Die Geschichte des Ölbaums reicht bis in die Antike zurück. Wann die Wildform zur fruchtbaren Gartenolive kultiviert wurde, ist unbekannt. Archäologische Funde deuten jedoch darauf hin, dass dies um 4000 v. Chr. in Kreta und Syrien geschah. (Erste archäologische Funde von Olivenkernen sind über 9000 Jahre alt, dabei handelt es sich aber um von Menschen gesammelte Oliven von wilden Olivenbäumen.) Auch der häufige Hinweis in der Bibel auf den Baum und seine Erzeugnisse, auf seinen Überfluss im Land von Kanaan und den wichtigen Platz, den er in der Wirtschaft von Syrien hat, lässt vermuten, dass dort der Ursprung des kultivierten Olivenbaumes liegt. Möglicherweise gelang es erst einigen Stämmen die Olive zu kultivieren, die den Olivenbaum dann weitergaben. So wurde die Pflanze schnell zum Zeichen des Friedens. Im trockenen Klima des Nahen Ostens stellte das Öl bald ein wichtiges und gesundes Grundnahrungsmittel dar. In der Ökonomie, Religion und Kunst sowie den vielen Mythen spiegelt sich diese wichtige Rolle des Olivenbaums wieder.
Der Bibel nach war die Ölfrucht den Juden im gelobten Land verheißen, bildete einen bedeutenden Teil des Reichtums und war neben dem Feigenbaum und Weinstock das Bild des Wohlstandes und bürgerlichen Glückes. Die eingewanderten Israeliten fanden den Olivenbaum schon vor. Die Könige David und Salomo förderten seinen Anbau. Man benutzte das Öl zu Speisen, bei Opfergaben, als Brennöl und zum Salben des Haars und des ganzen Körpers.
Körpers
Zu Homers Zeiten benutzte man in Griechenland das Holz des wilden Ölbaums wegen seiner großen Festigkeit zur Anfertigung von Axtstielen. Das Öl diente zum Salben des Körpers, war aber den Reichen und Edlen als Luxusgut vorbehalten, wie es in der Ilias beschrieben wird. In der Akademie standen die der Athene geweihten unantastbaren Ölbäume; sie stammten der Sage nach von der Mutterolive auf der Burg, die von der Göttin selbst geschaffen und später nach der Verbrennung durch die Perser von selbst aus der Wurzel wieder aufgesprossen sein soll. Nach einer griechischen Sage hatten die Götter Athene und Poseidon einen Wettstreit ausgetragen. Als Gewinner sollte derjenige gelten, der den Bewohnern von Athen das sinnvollere Geschenk überbringt. Athene setzte sich mit dem von ihr erschaffenen Olivenbaum durch, der den antiken Griechen als heilig galt. In zahlreichen griechischen Stadtstaaten war es gesetzlich verboten, Olivenbäume zu fällen.
Athen
Im 6. Jahrhundert v. Chr. kam der Olivenbaum nach Italien. Wie schon in Griechenland war ein Kranz aus Ölzweigen die höchste Auszeichnung des um das Vaterland hochverdienten Bürgers, sowie der höchste Siegespreis bei den Olympischen Spielen. Der Ölzweig war das Symbol des Friedens, und Besiegte, die um Frieden baten, trugen Ölzweige in den Händen.
Auch im alten Christentum ist die Taube mit dem Ölzweig ein Symbol des Friedens. Der Bibel zufolge schickte Noah nach der Sintflut eine Taube los. Sie kehrte mit einem Ölzweig im Schnabel zurück: die Erde grünte wieder, das Leben war zurück. Jesus hielt zwischen Olivenbäumen im Garten Getsemani kurz vor seiner Kreuzigung Zwiesprache mit Gott. Paulus illustrierte das Verhältnis zwischen Heidentum und Judentum mit einem wilden und einem edlen Ölbaum.
Zitate
"Die Ölbäume sind sehr charakteristisch, und ich gebe mir große Mühe, das einzufangen. Es ist Silber, das mal ins Blaue, mal ins Grüne spielt, bronzefarben und beinah weiß auf gelbem, rosa, violettem oder orange Boden, der bis zum stumpfroten Ocker geht... Eines Tages mache ich vielleicht etwas ganz Persönliches daraus, wie ich es mit den Sonnenblumen für die gelben Töne gemacht habe."
Vincent van Gogh an seinen Bruder Theo, Brief 608
Der Ölbaum im Koran
Und ER ist es, Der aus dem Himmel Wasser niedersendet; damit bringen Wir alle Arten von Pflanzen hervor; ... und Oliven- und Granatapfel-(Bäume) ... (Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim, Sure 6:99 "Das Vieh")
Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet: Die Lampe ... Angezündet (wird die Lampe) von einem gesegneten Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, dessen Öl beinahe leuchten würde, auch wenn das Feuer es nicht berührte. (Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim, Sure 24:35 "Das Licht")
Alsdann spalteten Wir die Erde in wunderbarer Weise und ließen Korn in ihr wachsen ... und Ölbäume... (Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim, Sure 80:26-29 "Er runzelte die Stirn")
Der Ölbaum in der Bibel
Einst machten sich die Bäume auf, um sich einen König zu salben, und sie sagten zum Ölbaum: "Sei du unser König.¨ Der Ölbaum sagte zu ihnen: "Soll ich mein Fett aufgeben, mit dem man Götter und Menschen ehrt und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken? (Buch der Richter, 9, 8-9)
Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe da: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Olivenzweig. Jetzt wusste Noah, dass nur noch wenig Wasser auf der Erde stand. (Genesis, 8, 11)
Ob aber nun etliche von den Zweigen ausgebrochen sind und du, da du ein wilder Ölbaum warst, bist unter sie gepfropft und teilhaftig geworden der Wurzel und des Safts im Ölbaum, so rühme dich nicht wider die Zweige. Rühmst du dich aber wider sie, so sollst du wissen, daß du die Wurzel nicht trägst, sondern die Wurzel trägt dich. (Römerbrief, 11, 17-18)
Der Ölbaum bei Homer
Doch der Atreid', ausziehend das Schwert voll silberner Buckeln,
Sprang auf Peisandros hinan. Der hob die schimmernde Streitaxt
Unter dem Schild, die ehrne, geschmückt mit dem Stiele von Ölbaum,
Schöngeglättet und lang; und sie drangen zugleich aneinander.
(Ilias, 13. Gesang, 610-613)
Innerhalb des Gehegs war ein weitumschattender Ölbaum,
Stark und blühendes Wuchses; der Stamm glich Säulen an Dicke.
Rings um diesen erbaut' ich von dichtgeordneten Steinen
Unser Ehegemach, und wölbte die obere Decke,
Und verschloß die Pforte mit festeinfugenden Flügeln.
Hierauf kappt' ich die Äste des weitumschattenden Ölbaums,
Und behaute den Stamm an der Wurzel, glättet' ihn ringsum
Künstlich und schön mit dem Erz, und nach dem Maße der Richtschnur;
Schnitzt' ihn zum Fuße des Bettes, und bohrt' ihn rings mit dem Bohrer,
Fügete Bohlen daran, und baute das zierliche Bette,
Welches mit Gold und Silber und Elfenbeine geschmückt war;
Und durchzog es mit Riemen von purpurfarbener Stierhaut.
(Odyssee, 23. Gesang, 190-201)
Literatur
- C.R. Metcalfe, L. Chalk: Anatomy of the Dicotyledons Oxford University Press, 2. Aufl., 1987-1989, 3 Bände
- A. Lingelsheim: "Oleaceae. Oleolidae. Fraxinae et Syringeae" in A. Engler: Das Pflanzenreich, Band LXXII, Berlin, 1920
- Victor Hehn: Olive, Wein und Feige. Kulturhistorische Skizzen. Hrsg. von Klaus von See unter Mitwirkung von Gabriele Seidel-Leimbach. Frankfurt am Main: Insel 1992. (Insel-Taschenbuch. 1427) ISBN 3-458-33127-1
Weblinks
- [http://www.hausgarten.net/pflanzen/kuebelpflanzen/olivenbaum.html Infos zum Olivenbaum]
- [http://www.oliven.de Seite rund um Thema Olive]
- [http://europa.eu.int/comm/agriculture/prom/olive/medinfo/de/factsheets/index.htm Medizinische Informationen über den Olivenbaum (EU)]
- [http://www.kuebelpflanzeninfo.de/exot/olivenbaum.htm Anleitung zur eigenen Zucht]
- [http://apps.fao.org/faostat/collections?version=ext&hasbulk=0&subset=agriculture FAOSTAT-Landwirtschaftsstatistik der FAO]
Kategorie:Ölbaumgewächse
ja:オリーブ
ko:올리브
Ölbäume
Die Ölbäume (Olea) sind eine Gattung der Ölbaumgewächse (Oleaceae) mit etwa 50 Arten. Der bekannteste Vertreter ist dabei der Olivenbaum (O. europaea).
Verbreitung
Die Gattung Olea hat ihre Verbreitung im südlichen Afrika, südlichen Asien, östlichen Australien und Neukaledonien.
Beschreibung
Es sind immergrüne Bäume und Sträucher. Die einfachen Blätter sind gegenständig. Die kleinen Blüten können zwittrig oder eingeschlechtig sein. Die Blütenhüllblätter sind verwachsen. Es gibt vier bis zwei Staubblätter und zwei Fruchtblätter pro Blüte.
Systematik
Zur Gattung Olea gehören etwa 50 Arten (Auswahl):
- O. ambrensis, aus Madagaskar.
- O. borneensis, tropisches Asien.
- O. brachiata, Gemässigte Zone Asiens.
- O. capensis, verbreitet Afrika.
- O. caudatilimba, China.
- O. chimanimani, südliches tropisches Afrika.
- O. cordatula, Vietnam.
- O. dioica, tropisches Asien.
- Ölbaum, Olivenbaum, (O. europaea), mehrere Unterarten.
- O. exasperata, Capensis.
- O. gagnepainii, Indochina.
- O. gamblei, Indischer Subkontinent.
- O. guangxiensis
- O. hainanensis China und Indochina.
- O. javanica, Malaysia und Philippinen.
- O. lancea, Madagaskar, Mauritius, Reunion.
- O. laxiflora, China.
- O. laurifolia, wird in Natal/Südafrika als Schwarzer Eisenholzbaum bezeichnet.
- O. moluccensis, Indonesien.
- O. neriifolia, China.
- O. obovata, Philippinen.
- O. palawanensis, Philippinen.
- O. paniculata, verbreitet in China, Indochina, Indischer Subkontinent, Malaysia, Australien, Neukaledonien. 15 bis 18 m hoher Baum der sehr hartes Holz produziert.
- O. parvilimba, China und Indochina.
- O. polygama, Indischer Subkontinent.
- O. rosea, China und Indochina.
- O. rubrovenia, Malaysia.
- O. salicifolia, gemäßigtes bis tropisches Asien.
- O. schliebenii, Tansania.
- O. tetragonoclada, China.
- O. tsoongii, China.
- O. welwitschii, Zentral- bis Südafrika.
- O. wightiana, Indien.
- O. woodiana, Zentral- bis Südafrika.
- O. yuennanensis, China.
Weblinks
- [http://www.systbot.gu.se/staff/evawal/oleaceae/olea.html Botanische Informationen über die Gattung Olea.] (engl.)
Kategorie:Ölbaumgewächse
Ölbaumgewächse
Die Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) besitzt 25 Gattungen mit 900 Arten. Es sind vor allem Bäume und Sträucher, außerdem gibt es einige Lianen. Die unterschiedlichen Arten sind beheimatet in allen Klimazonen und Erdteilen von der gemäßigten Zone bis zu den Tropen (siehe weiter unten bei den einzelnen Gattungen).
Tropen
Systematik
Die Blüten sind: radiär, mit doppelter Blütenhülle, (gelegentlich sind alle Blütenblätter wie Kronblätter gleich geformt), K4(-15), verwachsen, C4(-15), meist verwachsen, A2, selten 4, G2, synkarp, oberständig. Die Blütenblattkreise sind also 4-zählig (gelegentlich vermehrt), die Staubblätter und Fruchtblätter aber auf 2 reduziert. (Erklärungen zu den Kürzeln siehe (Blütenformel).
Zu den 25 Gattungen dieser Familie zählen:
- Eschen (Fraxinus): 50 Arten in der nördlichen Hemisphäre,
- Ölbäume (Olea): 41 Arten im Mittelmeergebiet und Südafrika, Südasien, Ostaustralien, Neukaledonien;
- Jasminum: 200 Arten in Afrika, Asien, Australien
- Osmanthus: 30 Arten in Südostasien, Neukaledonien, USA, Mexiko;
- Forsythie (Forsythia): 11 Arten
- Flieder (Syringa): 20 Arten temperierte Bereiche Eurasiens;
- Liguster (Ligustrum): 45 Arten in Eurasien, Australien, Nordamerika;
- Phillyrea: 2 Arten im Mittelmeergebiet und Westasien;
- Myxopyrum: 4 Arten in Asien;
- Nyctanthes: 2 Arten in Asien;
- Dimetra: 1 Art in Thailand;
- Fontanesia: 1 Art im Mittelmeergebiet und Asien;
- Abeliophyllum: 1 Art in Korea;
- Menodora: 24 Arten in Amerika und Südafrika (disjunktes Areal!);
- Comoranthus: 3 Arten in Madagaskar und Komoren;
- Schrebera: 4 Arten in Afrika und Indien;
- Chionanthus: 80 bis 100 Arten in Amerika, Afrika, Asien, Australien;
disjunkt
- Forestiera: 10 Arten in Amerika;
- Haenianthus: 3 Arten auf den Karibischen Inseln;
- Nestegis: 5 Arten in Neuseeland und Hawaii;
- Noronhia: 40 Arten auf Madagaskar und den Komoren;
- Notelaea: 12 Arten Australien und Tasmanien;
- Picconia: 2 Arten in Makronesien;
- Priogymnanthus: 2 Arten in Südamerika;
Nutzung
disjunkt
- Fraxinus ornus L. produziert das Manna,
- Olivenbaum (Olea europaea) Oliven (Olivae oleum - Olivenöl),
- verschiedene Arten der Gattung Jasminum (Jasminöl),
- Osmanthus (Duftblüte).
!Ölbaumgewächse
ja:モクセイ科
ko:물푸레나무과
4. Jahrtausend v. Chr.
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Epochen
- Ende der Mittelsteinzeit, mesolithische Jäger-Fischer-Sammler-Gruppen.
- Beginn der Megalithkultur in Europa
Ereignisse
- 3761 v. Chr.: Beginn der jüdischen Zeitrechnung, genannt Beriah Ära, seit der Schöpfung der Welt.
- ab etwa 3200 v. Chr. Domestizierung des Haushuhns in Indien
- Die Weinrebe (vitis vinifera) wird in Mesopotamien (Irak) kultiviert. Die Mehrzahl der heutigen Rebsorten stammen von diesem mesopotamischen Wein ab.
- Die Vorfahren der Inuit wandern über die Beringstraße von Asien nach Alaska
- In Ägypten bilden sich zwei Königreiche, Unterägypten im Nildelta und Oberägypten im Niltal. Zum Ende des 4. Jahrtausends werden beide Königreiche von Pharao Menes vereinigt. Das ägyptische Reich dehnt sich bis zum Sinai aus.
- In China existiert die Dawenkou-Kultur an der Küste des Gelben Meeres. Sie ist geprägt durch Ackerbau, Viehzucht und Fischfang. Erste nachgewiesene erfolgreiche Hirnoperation.
Wichtige Personen
- Ötzi, der Mann vom Hauslabjoch (um 3300 v. Chr.)
Erfindungen und Entdeckungen
- Entwicklung der Schrift in Sumer (Keilschrift) und Ägypten (Hieroglyphen)
- 38. Jahrhundert v. Chr.
: - Erfindung des Nagels
: - Erfindung der Pinselmalerei in China
06
ja:紀元前4千年紀
NutzpflanzeNutzpflanzen sind Kulturpflanzen, die vom Menschen als Nahrungsmittel, Viehfutter oder für technische Zwecke gebraucht werden. Es gibt kultivierte und wild wachsende Nutzpflanzen. Zierpflanzen sind in einem eigenen Artikel behandelt.
Um die gewünschte Nutzung zu optimieren, wird häufig die Züchtung (aktive Selektion) eingesetzt.
In neuerer Zeit (ab etwa 1980) auch Genmanipulation. Diese ist aber wegen ungeklärter Wechselwirkungen umstritten.
In der folgenden Zusammenstellung sind die Nutzpflanzen gegliedert nach den für die Ernährung wichtigen Inhaltsstoffen, nach ihrer Verwendung sowie nach ihrer technischen Nutzung. Die Einteilung basiert auf Franke, W. (1997). Die Arzneipflanzen sind in Anlehnung an Gessner/Orzechowski (1974) nach den Hauptwirkstoffen zusammengestellt.
Nahrungspflanzen
Stärke liefernde Pflanzen
Rüben, Knollen, Wurzeln, Rhizomen
- Kartoffel, Maniok, Knollenbohne, Batate (Süßkartoffel), Yamswurzel, Knollige Platterbse, Arakacha, Knolliger Sauerklee, Knollige Kapuzinerkresse, Ulluco, Ostindische Pfeilwurz, Pfeilwurz, Achira, Taro, Tannia, Seerose,
oberirdischen Sprossachsen
- Sagopalme
- Getreidepflanzen
- Weizen (Dinkel, Emmer, Einkorn, Kamut), Gerste, Roggen, Hafer, Reis, Mais, Hirse (Zwerghirse, Fingerhirse, Rispenhirse, Kutkihirse, Weizenhirse, Foniohirse, Perlhirse, Kolbenhirse, Mohrenhirse)
- Pseudozerealien
- Buchweizen, Amarant, Quinoa, Bado
Fruchtfleisch
- Brotfruchtbaum, Jakfruchtbaum, Okwabaum,
Zucker liefernde Pflanzen
- Zuckerrohr, Zuckerrübe, Zuckerhirse, Zucker-Ahorn, Walddattelpalme, Honigpalme, Zuckerpalme, Palmyrapalme
Inulin liefernde Pflanzen
- Topinambur, Zichorie, Löwenzahn,
Eiweiß liefernde Pflanzen
Eiweißreiche Samen
- Feuerbohne, Buschbohne, Limabohne (Mondbohne), Teparybohne, Urdbohne, Mungbohne (Lunjabohne), Mottenbohne, Adzukibohne, Augenbohne (Kuhbohne), Reisbohne, Helmbohne, Pferdebohne, Erbsenbohne, Jackbohne, Schwertbohne, Goabohne, Samtbohne,
- Sojabohne, Gartenerbse, Linse, Saubohne, Kichererbse, Maramabohne
Erdfrüchtige Leguminosen
- Erdnuss, Erderbse, Erdbohne
Fett liefernde Pflanzen
Sprossknollen
- Erdmandel
Fruchtfleisch
- Ölpalme, Olivenbaum, Avocado
Samen
- Sojabohne, Raps, Rübsen, Sesam, Baumwolle, Lein, Mohn, Ricinus, Tungölbaum, Oiticicabaum, Erdnuss, Hanf, Haselnuss, Rotbuche, Mais, Sonnenblume, Kokospalme, Ölpalme, Babassupalme, Mandelbaum, Kakaobaum, Schibutterbaum, Eisenholzbaum (Arganie), Talerkürbis, Kemirinussbaum, Distel
Gemüse und Salat liefernde Pflanzen
- Wild wachsende Pilze
- Judasohr (Ohrlappenpilz), Speisemorchel, Spitzmorchel, Krause Glucke, Pfifferling, Herbsttrompete, Semmelstoppelpilz, Trüffel.
- Goldröhrling, Butterröhrling, Kuhröhrling, Sandröhrling, Ziegenlippe, Rotfußröhrling, Maronenröhrling, Steinpilz, Birkenröhrling, Rotkappe.
- Brätling, Edelreizker, Grünfeldriger Täubling, Lilagrüner Täubling, Speisetäubling, Hallimasch, Grünling, Mairitterling, Violetter Rötelritterling, Samtfußrübling, Austernseitling, Parasol, Safranschirmling, Perlpilz, Anischampignon, Wiesenchampignon (Feldegerling), Schopftintling, Stockschwämmchen.
- In Kultur genommene Pilze
- Zuchtchampignon, Stockschwämmchen, Shiitake, Samtfußrübling, Austernseitling, Judasohr (Ohrlappenpilz), Reisstrohpilz, Silberohr, Rotbrauner Riesenträuschling (Kulturträuschling), Schopftintling.
- Haferwurzel, Möhre, Karotte, Pastinak, Rapontika, Rettich, Schwarzwurzel, Weiße Rübe, Wurzelpetersilie
- Kohlrübe, Rote Rübe, Radieschen, Kerbelrübe, Knollensellerie, Kohlrabi, Knollenziest
- Küchenzwiebel, Porree, Gemüsefenchel, Spargel, Bambussprosse, Palmsprosse
- Rübstiel, Meerkohl, Bleichsellerie, Cardy, Gemeiner Rhabarber,
- Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Rosenkohl, Chinakohl.
- Gartenkresse, Brunnenkresse, Bittere Kresse, Winterkresse, Löffelkresse, Kapuzinerkresse.
- Kopfsalat, Schnittsalat, Römischer Salat, Spargelsalat, Winterendivie, Chicorée, Löwenzahn, Feldsalat
- Spinat, Gartenmelde, Mangold, Garten-Ampfer, Sauerampfer, Wasserspinat, Neuseeländer Spinat, Baumspinat (Chaya, Cnidoscolus chayamansa),
Blütenstände als Gemüse
- Blumenkohl, Brokkoli, Romanesco, Artischocke
- Esskastanie, Wasserkastanie
- Okra, Tomate, Baumtomate, Eierfrucht (Aubergine), Gemüsepaprika, Gurke, Gartenkürbis, Riesenkürbis, Moschuskürbis, Chayote, Flaschenkürbis, Balsambirne, Schlangengurke, Spritzgurke, Jute.
Obst liefernde Pflanzen
- Pinienkerne, Zirbelnüsse
- Australische Haselnuss, Paranussbaum, Mandelbaum, Walnussbaum, Pekannussbaum, Echte Pistazie,
- Haselnuss, Lotosblume,
- Granatapfelbaum, Purpurgrenadill, Curuba, Durianbaum, Akipflaume, Litchipflaume, Rambutan, Mangostane,
- Acajubaum,
- Tamarinde, Stachelbeere, Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Heidelbeere, Kulturheidelbeere, Preiselbeere, Weinrebe, Mahonie, Melone, Wassermelone (Arbuse), Banane, Dattelpalmen, Melonenbaum, Bergpapaya, Babaco, Avocado, Guave, Erdbeerguave, Breiapfelbaum, Kakipflaume, Kiwifrucht, Kapstachelbeere, Birnenmelone, Feigenkaktus, Karambolabaum, Bilimbi,
- Orange, Mandarine, Grapefruit, Pampelmuse, Zitrone, Zitronatzitrone, Saure Limette, Bitterorange, Kumquat,
- Sauerkirsche, Süßkirsche, Kirschpflaume, Schlehdorn, Zwetschge, Aprikose, Pfirsich, Kornelkirsche, Sanddorn, Schwarzer Holunder, Mangobaum, Barbadoskirsche, Chinesische Dattel,
- Apfel, Birne, Quitte, Japanische Quitte, Mispel, Eberesche, Speierling, Elsbeere, Mehlbeere, Schwarze Apfelbeere, Japanische Wollmispel, Cherimoya
- Himbeere, Schwarze Himbeere, Loganbeere, Brombeere, Moltebeere, Erdbeere, Hagebutte,
- Ananas, Feige, Maulbeere
- Kaffeestrauch, Teestrauch, Kakaobaum,
Nicotinhaltige Pflanzen
- Tabak,
Rauschgifthaltige oder -erzeugende Pflanzen
- Bierhefe, Fliegenpilz, Kahlköpfe (Psilocybe) -> Teonanacatl
Rauschgifthaltige Sprossachsen, Samen und Früchte
- Peyote, Kokastrauch, RauschHanf, Schlafmohn,
Süßstoff liefernde Pflanzen
- Süßholz, Stevia, Katemfe-Pflanze (Thaumatococcus danielli) -> Thaumatin,
Gewürzpflanzen, die vorwiegend ätherische Öle enthalten
- Ingwer, Galgant, Gelbwurz, Kalmus, Engelwurz, Zimtkassie, Lorbeerbaum, Weinraute, Dill, Garten-Kerbel, Schnittsellerie, Liebstöckel, Petersilie, Myrrhenkerbel, Portulak, Borretsch, Ysop, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Basilikum, Majoran, Oregano, Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut, Thymian, Eberraute, Wermut, Estragon, Beifuß, Lavendel, Gewürznelkenbaum, Safran, Schwarzkümmel, Muskatnussbaum, Kardamom, Nelkenpfeffer, Kümmel, Kreuzkümmel, Koriander, Fenchel, Anis, Echte Vanille, Sternanis, Wacholder
Gewürzpflanzen, die vorwiegend scharf schmeckende Alkaloide enthalten
- Cayennepfeffer / Chili, Pfeffer
Gewürzpflanzen, die vorwiegend Senfölglykoside enthalten
- Meerrettich, Meerrettichbaum, Kapernstrauch, Weißer Senf, Schwarzer Senf,
Schwefelhaltige Gewürzstoffe in Allium-Arten
- Schalotte, Knoblauch, Winterzwiebel, Schnittlauch, Bärlauch, Küchenzwiebel, Porree, Winterzwiebel, Knoblauch-Schnittlauch
Gewürzpflanzen, mit säuerlich schmeckenden Stoffen
- Tripmadam, Sauerklee, Sauerampfer,
Gewürzpflanzen, die vorwiegend Bitterstoffe enthalten
- Alant, Chinarindenbaum, Bitterdistel, Hopfen,
Cumarinhaltige Gewürzpflanzen
- Echter Steinklee, Waldmeister, Tonkabohnenbaum
Gewürzpflanzen mit anderen Inhaltsstoffen
- Bibernelle, Schabzigerklee, Bockshornklee,
Futtergräser
- Wiesenfuchsschwanz, Glatthafer, Wehrlose Trespe, Mais, Knaulgras, Wiesenschwingel, Rohrglanzgras, Wiesenlieschgras
Futterleguminosen
- Luzerne, Klee, Hornklee, Esparsette, Futterwicke, Weißer Steinklee, Lupine
sonstige Futter- oder landwirtschaftlich genutzte Pflanzen
- Runkelrübe, Spörgel, Komfrey, Feigenkaktus, Topinambur, Phacelia
Technisch genutzte Pflanzen
Fasern liefernde Pflanzen
Haare als Fasern
- Baumwolle, Kapokbaum
Fasern aus Sprossachsen
- Faserlein, Hanf, Große Brennessel, Ramiepflanze, Jute,
Blattfasern
- Manilahanf, Agave, Neuseeländischer Flachs, Zwergpalme, Curauá
Fasern aus Früchten
- Kokos
Holz liefernde Pflanzen
Außereuropäische Nadelhölzer
- Flusszeder, Gelbkiefer, Mammutbaum, Helmlockstanne, Virginischer Sadebaum, Sumpfkiefer, Afrikanische Bleistiftzeder
Außereuropäische, besondere tropische Laubhölzer
- Balsaholz, Abachai, Senbaum, Honduras-Mahagoni, Limba, Echtes Mahagoni, Iroko, Gelbbirke, Teakbaum, Zuckerbirke, Gambia-Mahagoni, Makoré, Filzige Hickory, Palisander, Rio-Palisander, Eisenholzbaum, Ebenholzbaum, Pockholzbaum,
- Bambus, Rattan
Kork liefernde Pflanzen
- Korkeiche
Gerbstoff liefernde Pflanzen
- Eiche
- Kautschukbaum, Guttaperchabaum, Balatbaum, Kaugummibaum
Wachs liefernde Pflanzen
- Balsamtanne, Mastixstrauch, Pockenholzbaum, Kaurifichte, Lacksumach, Wachspalmen, Jojoba, Wachsfeigenbaum,
- Annattostrauch, Brasilholz, Camperchebaum, Färberwaid, Färberkrapp, Färberwau, Safranwurzel, Färbereiche, Färberdistel, Färberscharte, Hennastrauch, Indigostrauch, Kermesbeere, Rainfarn, Rukustrauch, Schminkwurz, Stockrose, Wiesenlabkraut
- Tubawurzel (Derris elliptica), Barbascowurzel (Lonchocarpus urucu), Bitterholzbaum (Quassia amara), Bauerntabak (Anabasin), Tabak, Niembaum, Pyrethrum
Alkohol, Biodiesel und Öl aus Pflanzen;
- Löwenzahn, Energiemais, Kreuzblättrige Wolfsmilch, Kopaivabaum, Eucalyptus, Raps, Purgiernuss, Zuckerrohr
Medizinalpflanzen
Alkaloide als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
Alkaloide acyclisch oder carbocyclisch
- Hirtentäschelkraut, Stinkender Gänsefuß, Geißraute, Walliser Meerträubel, Spanischer Pfeffer
Alkaloide heterocyclisch
- Gefleckter Schierling, Hundspetersilie, Wasser-Spleiße, Taumel-Lolch, Virginischer Tabak, Weißer Diptam, Tollkirsche, Bilsenkraut, Stechapfel, Glocken-Bilsenkraut, Besenginster, Gelbe Lupine, Goldregen, Färber-Ginster, Schlafmohn, Schöllkraut, Hohler Lerchensporn, Echter Erdrauch, Berberitze, Mutterkornpilz, Weißer Germer, Schwarzer Nachtschatten, Bittersüßer Nachtschatten, Echter Sturmhut, Gelber Sturmhut, Feld-Rittersporn, Buchsbaum, Eibe, Betäubender Kälberkropf, Beinwell, Echte Hundszunge, Kolben-Bärlapp, Tannen-Bärlapp
Glycoside als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Schwarzer Senf, Weißer Senf, Echtes Löffelkraut, Brunnenkresse, Knoblauchsrauke, Winter-Rettich
- Echte Mandel, Kirschlorbeer, Traubenkirsche
Pflanzen mit Anthra-Glycosiden
Pflanzen mit Emodin-Glycosiden
- Faulbaum, Kreuzdorn, Chinesischer Rhabarber, Rhapontik
Pflanzen mit Di- und Trioxyanthrachinon-Glycosiden
- Färberröte
- Roter Fingerhut, Gelber Fingerhut, Großblütiger Fingerhut, Wolliger Fingerhut, Maiglöckchen, Frühlings-Teufelsauge, Schwarze Nieswurz, Grüne Nieswurz, Oleander, Bunte Kronwicke, Goldlack
- Seifenkraut, Duftende Schlüsselblume, Bittere Kreuzblume, Kornrade, Einbeere, Alpenveilchen, Efeu, Gewöhnliche Goldrute, Feld-Mannstreu, Stiefmütterchen, Wohlriechendes Veilchen, Sand-Birke, Ausdauerndes Bingelkraut, Rosskastanie, Spargel, Echter Schwarzkümmel, Türkischer Schwarzkümmel, Braunwurz, Hafer, Mais
- Bärentraube, Preiselbeere, Silberweide, Echtes Mädesüß
- Echter Steinklee, Waldmeister, Wohlriechendes Ruchgras, Horn-Labkraut, Esche
Pflanzen mit Flavonglycosiden (Flavonpflanzen)
- Heidekraut, Schlehe, Färber-Wau, Sanddorn, Sonnenblume, Wildes Leinkraut, Skabiosen-Flockenblume
Pflanzen mit Xanthophyllen (Xanthophyllpflanzen)
- Färber-Waid
weitere Glycoside enthaltende Arzneipflanzen
- Gnadenkraut, Rotbeerige Zaunrübe, Schwarzbeerige Zaunrübe, Zaun-Winde, Schwalbenwurz, Seidenpflanze, Eisenkraut, Safran, Blut-Weiderich
Gerbstoffe als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Sommer-Eiche, Winter-Eiche, Ruhrwurz, Schlangen-Knöterich, Heidelbeere, Kleiner Odermennig, Großer Wiesenknopf, Wald-Erdbeere, Brombeere, Wiesen-Frauenmantel, Blutauge, Hunds-Rose, Himbeere, Bach-Nelkenwurz, Echte Nelkenwurz, Wiesen-Storchschnabel, Wald-Storchschnabel, Kriechender Günsel, Schwarznessel, Kleine Brunelle, Heil-Ziest, Gundelrebe, Garten-Salbei, Acker-Scabiose, Sumpf-Herzblatt, Zweijährige Nachtkerze, Wald-Weidenröschen, Wassernuss, Echte Hauswurz, Wiesen-Flockenblume, Schwarz-Erle, Feld-Ulme, Walnussbaum, Edelkastanie, Essigbaum.
Ätherische Öle als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Sand-Kiefer, Wacholder, Sadebaum, Abendländischer Lebensbaum, Rainfarn, Mutterkraut, Garten-Salbei, Wermut, Gemeiner Beifuß, Eberreis, Echter Alant, Wohlriechender Gänsefuß, Haselwurz, Kalmus, Sumpfporst, Arnika, Garten-Ringelblume, Erzengelwurz, Wald-Engelwurz, Wiesen-Bärenklau, Echte Kamille, Römische Kamille, Schafgarbe, Garten-Thymian, Feld-Thymian, Fenchel, Anis, Kümmel, Koriander, Meisterwurz, Pfefferminze, Polei-Minze, Bohnenkraut, Echter Dost, Majoran, Melisse, Lavendel, Rosmarin, Bach-Nelkenwurz, Echte Nelkenwurz, Petersilie, Liebstöckel, Lorbeerbaum, Gartenraute, Wasserpfeffer, Kanadisches Berufkraut, Dorniger Hauhechel, Möhre, Echtes Johanniskraut, Schwarzer Holunder, Winter-Linde, Sommer-Linde, Großer Baldrian, Holunder-Baldrian, Kleiner Baldrian, Knoblauch, Bärlauch, Speise-Zwiebel
Stickstoffreie Bitterstoffe oder andere N-freie organische Substanzen Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Gelber Enzian, Echtes Tausendgüldenkraut, Bitterklee, Benediktenkraut, Wegwarte, Weißer Andorn, Wasserschierling, Poleiblättrige Gränke, Gift-Lattich, Hopfen, Hanf, Wurmfarn, Dorniger Schildfarn, Wald-Frauenfarn, Kammförmiger Südfarn, Zypressen-Wolfsmilch, Kuhschellen, Scharfer Hahnenfuß, Gift-Hahnenfuß, Knolliger Hahnenfuß, Sumpf-Dotterblume, Trollblume, Steife Waldrebe, Echte Waldrebe, Christophskraut, Gift-Primel, Gift-Sumach, Große Brennessel, Seidelbast, Eberesche, Zweigriffliger Weißdorn, Eingriffliger Weißdorn, Wiesen-Lein, Löwenzahn, Deutscher Bertram, Bleicher Schöterich
Stickstoffhaltige, nichtalkaloidische, nichtglycosidische Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Osterluzei, Herbstzeitlose, Mistel, Robinie, Garten-Bohne
Mucilaginosa als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Manns-Knabenkraut, Echter Eibisch, Stockrose, Wilde Malve, Große Königskerze, Huflattich, Gebräuchliches Lungenkraut, Isländisches Moos, Deutsche Schwertlilie, Flachs, Bockshornklee, Wildapfel
Organische Säuren als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Sauerampfer, Himbeere, Weinrebe
Anorganica als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Kieselsäurepflanzen: Acker-Schachtelhalm, Vogel-Knöterich, Sand-Hohlzahn, Echter Steinsame, Sand-Segge, Kanariengras
- Jodpflanzen: Blasentang, Brunnenkresse
- Salzpflanzen: Gemeines Salzkraut, Glasschmalz
- Radium speichernde Pflanzen: Kleine Wasserlinse
Vitamine als Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Hunds-Rose, Schwarze Johannisbeere
Chemisch wenig oder nicht erforschte Hauptwirkstoffe enthaltende Pflanzen
- Gemeine Heckenkirsche, Roter Holunder, Zwerg-Holunder, Gemeiner Schneeball, Rainweide, Rot-Buche, Blasenstrauch, Stechpalme, Pfaffenhütchen, Gefleckter Aronstab, Schlangenkraut, Mauerpfeffer, Trunkelbeere, Mariendistel, Sand-Strohblume, Gemeines Katzenpfötchen, Wasserdost, Artischocke, Waldkerbel, Gänse-Fingerkraut, Rundblättriger Sonnentau, Ufer-Wolfstrapp, Echtes Herzgespann, Garten-Kürbis, Tüpfelfarn, Buchweizen, Kicherling
Pilze mit Arznei- oder Giftstoffen
- Grüner Knollenblätterpilz, Weißer Knollenblätterpilz, Frühlings-Knollenblätterpilz, Gelblicher Knollenblätterpilz, Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender.
Er hat 30 Tage und enthält den Tag der Sonnenwende (21. Juni, abhängig von der Himmelsmechanik auch am 20. oder 22. Juni möglich), der der längste Tag mit der kürzesten Nacht des Jahres ist.
Benannt ist er nach der römischen Göttin Juno, der Gattin des Göttervaters Jupiter, Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom.
Der alte deutsche Monatsname ist Brachet oder Brachmond, da in der Dreifelderwirtschaft des Mittelalters in diesem Monat die Bearbeitung der Brache begann. In Gärtnerkreisen spricht man auch vom Rosenmonat, da die Rosenblüte im Juni ihren Höhepunkt erreicht.
Im Römischen Kalender war der Juni ursprünglich der vierte Monat und hatte 29 Tage.
Zur deutlichen akustischen Unterscheidung wird in Deutschland der Juni auch Juno oder ausgesprochen, während das nur in einem Konsonanten abweichende Gegenstück Juli mit der Aussprache Julai oder deutlich abgegrenzt wird.
Kein anderer Monat des laufenden Kalenderjahres beginnt mit dem selben Wochentag wie der Juni.
Aber der Februar des Folgejahres beginnt mit dem gleichen Wochentag wie der Juni des laufenden Jahres.
Siehe auch
- bewegliche Feiertage
- bewegliche Gedenktage
- Johannisfeuer
- Sommersonnenwende
Weblinks
- http://www.feste-der-religionen.de/Kalender/Juni.html
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Kategorie:Kalender
ja:6月
ko:6월
ms:Jun
simple:June
th:มิถุนายน
KronblätterDie Kronblätter (Petalen) sind die eigentlichen Blütenblätter einer Blume.
Kronblätter sind oft auffällig gefärbt und haben die Funktion, Insekten zur Bestäubung anzulocken. Die Kultivierung dieser Auffälligkeit und der darin gesehenen Schönheit gehört zu den traditionellen Zielen der Pflanzenzüchtung.
Kategorie:Pflanzenmorphologie
Kategorie:Blume
Kelchblätter
Die Kelchblätter (Sepalen) bilden den Kelch (Calyx) einer Blüte einer Bedecktsamigen Pflanze und sind eigentlich äußere, manchmal derbere und manchmal grüne Blütenhüllblätter, sie können aber auch andere Farben haben oder wie Kronblätter aussehen.
Es handelt sich dabei also um die äußeren Blütenblätter einer doppelten Blütenhülle, die bereits bei der geschlossenen Knospe sichtbar sind. Die oft grünen Kelchblätter bilden bei den Blütenknospen eine Schutzhülle für die inneren zarteren Blütenteile. Auch beim Schließen vieler Blüten zur Nacht schützen sie die anderen Blütenblätter.
Sie können frei oder verwachsen sein. Bei manchen Taxa sind sie auch reduziert, es sind also weniger davon als bei verwandten Taxa vorhanden oder fehlen ganz. Sie sind ein wichtiges Merkmal zur Bestimmung der einzelnen Taxa (siehe auch: Taxonomie, Pflanzenbestimmung).
Kategorie:Pflanzenmorphologie
StempelDer Ausdruck Stempel (v. althochdt. stemphil Stößel) bezeichnet
- ein Gerät zum Aufdrücken eines Siegels, Symbols oder kurzen Textes auf Papier: Stempel (Papier)
- ein Maschinenteil zum Prägen, Stanzen oder Formen von Werkstücken; siehe Stempel (Maschine) bzw. Pistill (dort das breite Ende des Stößels).
- in der Botanik den aus Fruchtknoten, Griffel und Narbe bestehenden Teil der Blüte: Stempel (Botanik)
- im Bergbau oder der Zimmerei einen Stützpfosten
- im Postwesen ein mit Griff versehenes Klischee zum Entwerten von Briefmarken, siehe Poststempel, aber auch Sonderstempel
- ein ebensolches Objekt oder als Relief auf einem Ring zur Bestätigung von Urkunden und Briefen, siehe Siegel
- die vom Eichamt oder einer staatlichen Prüfstelle an einem geeichten Messgerät angebrachte Plombe bzw. Siegelmarke. Man unterscheidet hier zwischen dem Hauptstempel und zusätzlichen Sicherungsstempeln.
- ein Buchbinderwerkzeug: aus Metall bestehendes Werkzeug, in das ein Motiv eingraviert ist. Mit Hilfe des an dem Metallteil befestigten Griffs wird das Werkzeug in das Einbandmaterial (z.B. Leder) mit hohem Druck gepresst bzw. geprägt. Es wird für den Blind- und Golddruck verwendet; siehe Einbanddatenbank
Siehe auch: Stempeldruck, Hochdruck, Stempelkissen, Hauptstempel, Sicherungsstempel, Stempelzeichen, Stempelsteuer
Risperight
Eine Rispe (Panicula) ist ein Blüten- oder Fruchtstand, der aus verzweigten, mit mehreren Blüten besetzten Nebenachsen, besteht, welche entlang einer Hauptachse, der so genannten Rispenspindel, entspringen.
Beispiele für Rispen
- Rizinus
- Weinrebe
- Hafer
- bestimmte Arten von Hirse
Kategorie:Pflanzenmorphologie
Spaltöffnung
Durch die Stomata (griech. stoma, Mund) oder Spaltöffnungen erfolgt der Gasaustausch einer Pflanze. Die Stomata werden normalerweise von zwei bohnenförmigen Zellen, den Schließzellen, gebildet, die eine Öffnung, den Spalt, umschließen. Zählt man die Zellen, die um die Schließzellen herum liegen, noch hinzu, spricht man vom Spaltöffnungsapparat (stomatären Komplex). Die Poren selber sind streng genommen die eigentlichen Spaltöffnungen.
Schließzellen befinden sich in der Regel in der unteren Epidermis von Pflanzenblättern, bei Gräsern auf beiden Blattseiten, und bei Schwimmblattpflanzen nur an der Oberseite.
Bedeutung
Durch die Spaltöffnung diffundiert bei der Fotosynthese CO2 in das Mesophyll (Pflanzengewebe), O2 in die Atmosphäre. Außerdem findet durch die Poren Verdunstung (stomatäre Transpiration oder Evaporation) statt, die einen Sog erzeugt, durch den Wasser von den Wurzeln bis in die Blätter transportiert wird. Mit dem Wasser werden Nährsalze aus dem Boden geleitet und konzentrieren sich in den Blättern. Zusätzlich kühlt die Verdunstung die Blätter, diese überhitzen bei starker Sonneneinstrahlung nicht und das spezifische Temperaturoptimum der Enzyme in den Blattgeweben wird nicht überschritten.
Die Transpiration allein über die Fläche der Stomata, die nur 1-2% der gesamten Blattoberfläche ausmachen, beträgt bis zu 2/3 der Evaporation, also der widerstandslosen Verdunstung, einer gleichgroßen Wasserfläche. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele kleine Öffnungen bei gleicher Oberfläche mehr Wasser verdunsten. Der Grund ist der so genannte „Randeffekt“: Moleküle am Rand eines Stomas können auch zur Seite diffundieren, während die in der Mitte sich gegenseitig behindern.
Der Anteil der kutikulären Transpiration ist sehr gering, bei Hygrophyten (Pflanzen in feuchten Gebieten) mit zarten Blättern weniger als 10% der Evaporation einer freien Wasserfläche, bei Bäumen weniger als 0,5% und bei Kakteen sogar nur 0,05%.
Struktur des Spaltöffnungsapparates
Zunächst grundsätzliches zur Blatt-Anatomie: Die äußerste Schicht eines Blattes ist die Epidermis, eine meist einlagige Schicht aus in der Regel chlorophyllfreien Zellen, die nach außen die Cuticula, eine nahezu wasserundurchlässige Schicht aus Cutin mit einer aufgelagerten Wachsschicht, absondern. Das zwischen den Epidermisschichten liegende Blattgewebe, das Mesophyll, besteht aus dem Palisadengewebe, in dem hauptsächlich die Photosynthese stattfindet, dem Schwammgewebe, das ebenfalls Photosynthese ermöglicht, die Gasdiffusion erleichtert und mit Wasserdampf gesättigt ist, und den Blattadern. Zwischen den Zellen des Schwammgewebes befinden sich Interzellularräume, auch Atemhöhlen genannt, die den Zellen zum Gaswechsel dienen. Sie münden meist nur zum unteren Blattrand hin in die Spaltöffnungen, die Stomata.
Der Spaltöffnungsapparat besteht aus zwei Schließzellen, in der Regel bohnenförmige Zellen, die an beiden Enden aneinander haften. Zwischen ihnen ist ein Interzellularspalt, der Porus, der die Verbindung zwischen Außenluft und Atemhöhle darstellt.
Bei manchen Pflanzen sind die beiden Schließzellen von spezialisierten epidermalen Zellen, den Nebenzellen(in den Abbildungen hellblau), umgeben, die an Öffnung und Verschluss der Spaltöffnung indirekt beteiligt sind. In den Nebenzellen lassen sich oft Leukoplasten erkennen.
Die Schließzellen enthalten Chloroplasten, können also Photosynthese durchführen. In den Nebenzellen sind oft Leukoplasten erkennbar. Die Öffnungsweite des Porus ist variabel, bei Sonnenlicht und genügender Wasserzufuhr sind sie in der Regel weit geöffnet, bei Nacht oder bei Wassermangel geschlossen. Es gibt verschiedene Öffnungsweiten.
Typen
Von der Form der Schließzellen kann man 3 Haupttypen unterscheiden: Zu dem hantelförmigen Gramineentyp bei Gräsern und dem nierenförmigen Helleborustyp bei Ein- und Zweikeimblättrigen gesellt sich noch der Mniumtyp der Moose. Zuweilen trennt man davon noch den Xerophytentyp, der auf Baumnadeln zu finden ist und ein einzelliges Spaltöffnungsapparat, der bei wenigen Moosen und Farnen auftritt.
Abkürzungen:
E = Epidermiszelle
M = epidermale Meristemoide
SzMz = Schließzellen-Mutterzelle
Zuordnungskriterien sind Zahl und Anordnung der Nebenzellen:
Ontogenie
Nebenzellen entstehen aus epidermalen Meristemoiden (embryonalen Zellen der Epidermis) durch inäquale, also ungleiche Zellteilungen, deren Anzahl je nach Typ variiert.
Die Zellen des Spaltöffnungsapparates können auf zwei verschieden Arten entstehen:
- Fortlaufende Zellteilungen einer Meristemoide. Die letzte Zellteilung ergibt die Schließzellen-Mutterzelle. Bespiel: Brassicaceen-Typ
- Abgliederung der Nebenzellen von benachbarten Meristemoiden. Beispiel: Gramineen-Typ
Als letztes entstehen aus der Schließzellenmutterzellen die beiden Schließzellen durch Einziehen von zwei Zellwänden in der Mitte (äquale Teilung, d.h. zwei gleich große Tochterzellen entstehen), die durch Auflösen der Mittellamelle voneinander getrennt werden und die Spaltöffnung bilden.
Molekulare Mechanismen
Auf Grund unterschiedlich verstärkter Zellwände der Schließzellen können diese bei niedrigem Innendruck die Spaltöffnung verschließen und bei hohem Turgordruck öffnen.
Die Öffnungsweite der Spaltöffnungen wird durch Lichtstärke und Lichtqualität, die CO2-Konzentration sowie durch die Phytohormone Auxin und Abszisinsäure gesteuert.
Soll die Spaltöffnung erweitert werden, wird das Membranpotential negativer und Kalium-Ionen strömen ins Innere der Schließzellen. Als Ladungsausgleich strömen auch Chlorid-Ionen nach innen und Malationen werden synthetisiert. Auf Grund der erhöhten Ionenkonzentration strömt nun Wasser über Poren, die von Aquaporinen gebildet werden, zunächst ins Cytosol und dann in die Vakuole (Osmose) ein.
Osmose
Im Dunkeln weist die Schließzelle ein negatives Membranpotential auf von –55 mV auf. Bei einem Lichtreiz verstärkte sich diese negative Spannung auf –110 mV (Hyperpolarisation). Diese Hyperpolarisation erfolgt durch eine lichtgesteuerte ATPase, die Protonen unter ATP-Verbrauch von innen nach außen pumpt. Das dazu notwendige ATP könnte aus der Photosynthese der Schließzellen stammen, die in der Regel als einzige Epidermiszellen Chloroplasten aufweisen.
Die Hyperpolarisation ist notwendig, da im Cytosol die K+-Konzentration geringer als im Apoplasten, der Quelle der Kalium-Ionen, ist. Die Kaliumkanäle öffnen sich ab -100 mV, und die Kaliumionen können gegen ihr Konzentrationsgefälle, aber mit dem Potentialgefälle von außen nach innen diffundieren.
Auslöser für das Öffnen dieser Kaliumkanäle ist eine erhöhte Protonenkonzentration (als eine pH-Erniedrigung) im Apoplasten. Die Protonen lösen aber nicht nur die Öffnung aus, sondern erleichtern sie auch, im dem sie das Schwellenpotential zur Öffnung zu positiveren Werten verschieben.
Im Dunkeln stellt die ATPase ihre Tätigkeit ein, das Membranpotential steigt wieder auf –55 mV und die Kaliumionen strömen wieder entsprechend ihrem Konzentrationsgefälle nach außen. Gleichzeitig wandern auch die Chloridionen nach außen, Wasser strömt jetzt wieder nach außen, der Turgordruck sinkt und die Spaltöffnung schließt sich.
Bei KST1 (Kalium-Kanal von Solanum tuberosum) liegt ein Einwärtsgleichrichter mit pH-Sensor vor. Bei dem entsprechenden Kanal von Arabidopsis werden höhere Protonenkonzentration im Apoplasten zum Öffnen des Kanals benötigt.
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Beispiel C4-Pflanze: Bei Sonneneinstrahlung wird in den Schließzellen durch Photosynthese Kohlenstoffdioxid an Phosphoenolpyruvat (PEP) gebunden und wird zu Malat (Apfelsäure). Dieses dissoziiert, es werden H+-Ionen freigesetzt. Das Malat reagiert weiter bis es zu Stärke geworden ist. Die H+-Ionen werden durch Ionenpumpen in der Membran mit Energieaufwand (Aufspaltung von ATP in ADP und P) in die Nach |