:: wikimiki.org ::
| Olympische Spiele |
Olympische Spiele
Die Olympischen Spiele sind ein sportliches Großereignis, das alle vier Jahre stattfindet. Ursprünglich wurden sie in Olympia im antiken Griechenland abgehalten. Im ausgehenden 19. Jahrhundert rief der französische Baron Pierre de Coubertin die Idee der Olympischen Spiele wieder ins Leben.
Seit 1896 finden die Olympischen Spiele bzw. die Olympischen Sommerspiele mit Ausnahme der beiden Weltkriege wieder regelmäßig statt. Im Jahr 1924 wurden zum ersten Mal zusätzlich zu den Sommerspielen auch Olympische Winterspiele veranstaltet. Die Winterspiele fanden bis 1992 im gleichen Jahr statt wie die Sommerspiele – seit 1994 versetzt um zwei Jahre.
Nach den Olympischen Spielen werden in den jeweiligen Veranstaltungsorten seit 1960 (Sommer) beziehungsweise 1976 (Winter) auch die Paralympics ausgetragen, der wichtigste internationale Wettbewerb für Behindertensportler. Von 1912 bis 1948 fanden auch olympische Kunstwettbewerbe statt.
Olympische Spiele der Antike
olympische Kunstwettbewerbe
Hauptartikel: Olympische Spiele der Antike
Der Ursprung der Olympischen Spiele der Antike liegt vermutlich im 2. Jahrtausend v. Chr.. Der Überlieferung nach sollen die ersten regelmäßigen Spiele im griechischen Olympia im Jahre 776 v. Chr. stattgefunden haben. Dieser Zeitpunkt wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. aus den Siegerlisten rekonstruiert. Die Periode zwischen zwei Spielen hieß Olympiade. Die Zählung nach Olympiaden wurde als Zeitmaß in der gesamten griechischen Antike verwendet.
In der Anfangszeit gab es nur einen Wettlauf über die Distanz des Stadions (192,27 Meter). Die Spiele erhielten mit der Zeit eine immer größere Bedeutung. Sie waren keine „Sportveranstaltung“ in unseren heutigen Sinne, sondern ein religiöses Fest, das zu Ehren von Göttervater Zeus und dem göttlichen Helden Pelops durchgeführt wurde. Fünf Tage dauerten die Spiele in ihrer Blütezeit – der erste Tag war bestimmt von kultischen Zeremonien, wie Weihehandlungen und dem Einzug der Athleten, Schiedsrichter und Zuschauer in den heiligen Hain von Olympia.
Die olympischen Spiele fanden immer Mitte Juli statt. Die Sportler mussten einen Monat vorher da sein, um ihr Können den Oberschiedsrichtern vorzuführen. Wer von diesen für geeignet gehalten wurde, war für die Wettkämpfe qualifiziert.
Die eigentlichen Spiele begannen mit dem Umzug aller Beteiligten - Sportler, Betreuer, Schiedstrichter und Zuschauer -, der zum Tempel des Zeus führte. Hier schworen die Sportler, sich an die Regeln der Spiele zu halten. Die Wettkämpfe selbst wurden mit höchster Leidenschaft ausgetragen. Nur der Sieg zählte. Die Sieger erhielten einen Siegeskranz aus Olivenzweigen sowie ein Stirnband. Man sah sie als „von den Göttern begünstigt“ an und verewigte sie mit Gedichten und Statuen. Jede Niederlage - sogar schon ein zweiter oder dritter Platz - galt als untilgbare Schmach. Die Verlierer kehrten unglücklich und auf Schleichwegen in ihre Heimat zurück, um dem Spott zu entgehen, der sie erwartete. Als berühmtester Olympionike aller Zeiten galt der Ringer Milon von Kroton.
Mit der Zeit stieg die Anzahl der Wettbewerbe auf zwanzig an, unterteilt in Leichtathletik, Schwerathletik, Pentathlon und Reitwettbewerbe.
Als die Römer im Jahr 148 v. Chr. Griechenland eroberten, verloren die Olympischen Spiele ihren panhellenistischen Charakter – von nun an war es auch „nicht-griechischen“ Athleten gestattet, teilzunehmen. Vermutlich zum letzten Mal fanden die Spiele im Jahr 393 n. Chr. statt, bevor der römische Kaiser Theodosius I. im Jahr 394 alle heidnischen Zeremonien verbieten ließ. Fest steht, dass die Spiele nicht nach 426 n. Chr. ausgetragen werden konnten, da in diesem Jahr ein Brand den Zeus-Tempel zerstörte. Eroberungsfeldzüge, Überschwemmungen, Erdrutsche und Erdbeben zerstörten die Anlagen weitgehend.
Wiedergeburt der Olympischen Idee
426 n. Chr.
Die olympische Idee ging nicht ganz verloren. So fanden in England während des 17. Jahrhunderts mehrmals „olympische“ Wettkämpfe statt, später auch in Frankreich und Griechenland. Sie waren jedoch allesamt eher kleine Veranstaltungen mit bestenfalls überregionalem Charakter. Als erste ernsthafte Vorläufer der modernen Olympischen Spiele gelten die Olympien, die zwischen 1859 und 1888 regelmäßig in Griechenland stattfanden; Otto I., König von Griechenland gab hierzu den Anstoß.
Nachdem 1766 die Sport- und Tempelanlagen in Olympia wieder entdeckt worden waren, begannen 1875 groß angelegte archäologische Ausgrabungen unter deutscher Leitung. Um diese Zeit kam in Europa die romantisch-idealistische Antiken-Rezeption immer mehr in Mode; der Wunsch nach einer Wiedererweckung des olympischen Gedankens verbreitete sich. So sagte Baron Pierre de Coubertin damals: „Deutschland hatte das ausgegraben, was vom alten Olympia noch vorhanden war. Warum sollte Frankreich nicht die alte Herrlichkeit wieder herstellen?“
Nach de Coubertins Meinung war die mangelnde körperliche Ertüchtigung der Soldaten eine der Hauptursachen für die Niederlage der Franzosen im Deutsch-Französischen Krieg (1870-71). Er strebte danach, diesen Zustand durch die verbindliche Einführung von Sportunterricht an den Schulen zu verbessern. Gleichzeitig wollte er nationale Egoismen überwinden und zum Frieden und zur internationalen Verständigung beitragen. Die „Jugend der Welt“ sollte sich bei sportlichen Wettkämpfen messen und sich nicht auf dem Schlachtfeld bekämpfen. Die Wiederbelebung der Olympischen Spiele schien in seinen Augen die beste Lösung zu sein, um beide Ziele zu erreichen.
An einem Kongress, der vom 16. bis 23. Juni 1893 in der Sorbonne-Universität von Paris stattfand, präsentierte er seine Ideen einer internationalen Zuhörerschaft. Am letzten Tag des Kongresses wurde beschlossen, dass die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen stattfinden sollten, also im Ursprungsland. Um die Spiele zu organisieren, erfolgte die Gründung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Erster Präsident war der Grieche Demetrius Vikelas, während de Coubertin zunächst als Generalsekretär amtierte.
Die ersten Spiele der Neuzeit erwiesen sich als großer Erfolg. Obwohl weniger als 250 Athleten teilnahmen, waren die Spiele das größte sportliche Ereignis, das je seit der Antike stattgefunden hatte. Die griechischen Offiziellen waren vom Erfolg derart begeistert, dass sie den Vorschlag machten, die Spiele zukünftig immer in Griechenland stattfinden zu lassen. Doch das IOC entschied sich für eine Rotation zwischen verschiedenen Ländern.
Olympische Spiele der Neuzeit
ersten Spiele der Neuzeit
Siehe auch: Olympische Sommerspiele, Olympische Winterspiele
Nach dem Anfangserfolg geriet die olympische Bewegung in eine Krise. Die Spiele von 1900 in Paris und 1904 in Saint Louis waren in die parallel stattfindenden Weltausstellungen integriert, die Wettkämpfe zogen sich über mehrere Monate hin und wurden kaum beachtet. Die Spiele von Saint Louis waren wegen der eingeschränkten Erreichbarkeit eine fast rein US-amerikanische Angelegenheit. Bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen standen die sportlichen Wettkämpfe wieder im Vordergrund. Das IOC stimmte der Austragung zwar widerstrebend zu, erkannte die Resultate der Zwischenspiele jedoch nie offiziell an. Von manchen Sporthistorikern werden diese Spiele als Rettung der olympischen Idee angesehen, da sie das Absinken in die Bedeutungslosigkeit verhinderten.
Wachstum
1896 hatten noch 245 Athleten aus 15 Ländern teilgenommen. Diese Zahl erhöhte sich mit der Zeit ständig, so nahmen beispielsweise bei den Sommerspielen 2004 in Athen über 10.500 Athleten aus 202 Ländern an 301 Wettbewerben teil. Die Anzahl der Teilnehmer bei den Winterspielen ist im Vergleich dazu bedeutend geringer, bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City waren 2400 Athleten aus 77 Ländern gemeldet, die in 78 Wettkämpfen an den Start gingen.
Neben den Fußball-Weltmeisterschaften sind die Olympischen Spiele heute das größte Sportereignis der Welt. Bei den Sommerspielen 2000 in Sydney waren mehr als 16.000 Medienleute im Einsatz, die Wettkämpfe wurden weltweit von rund 3,8 Milliarden Fernsehzuschauern mitverfolgt. Dieses Wachstum stellt heute eines der größten Probleme dar, da für die Olympiastädte die Kosten für die Ausrichtung der Spiele immer höher werden.
Mitgliedschaft
Heute nehmen 202 verschiedene Länder an Olympischen Spielen teil. Diese Zahl ist höher als jene der Länder, die von der Vereinten Nationen anerkannt werden (momentan 192). Der Grund dafür ist, dass das IOC auch Nationen zu den Wettkämpfen zulässt, die nicht die strikten Anforderungen für politische Souveränität erfüllen, wie dies von den meisten anderen internationalen Organisationen verlangt wird. Als Folge davon besitzen zahlreiche Kolonien und abhängige Gebiete eigene Delegationen, die getrennt von ihren Mutterländern teilnehmen. Beispiele dafür sind Puerto Rico, Bermuda und Hongkong. Seit 1980 nimmt Taiwan an den Spielen teil, dies unter der Bezeichnung Chinese Taipei und mit einer vom IOC eigens für diesen Zweck gestalteten Flagge. Zuvor hatte die Volksrepublik China die Teilnahme verweigert, weil die taiwanische Mannschaft unter der Bezeichnung Republik China teilgenommen hatte.
Krisen
Entgegen der Hoffnungen de Coubertins verhinderten die Olympischen Spiele nicht den Ausbruch von Kriegen. Tatsächlich konnten drei Veranstaltungen nicht durchgeführt werden: Jene von 1916 entfielen wegen des Ersten Weltkriegs, jene von 1940 und 1944 wegen des Zweiten Weltkriegs.
Die Nationalsozialisten missbrauchten erfolgreich die Sommerspiele 1936 in Berlin als Propagandaforum, um das Image Deutschlands im Ausland zu verbessern. Kurzfristig wurden antisemitische Parolen entfernt und sogar die Judenverfolgung vorübergehend eingestellt. Das antisemitische Hetzblatt Der Stürmer durfte in Berlin für die Dauer der Spiele nicht öffentlich im Kiosk ausliegen.
1963 und 1967 führten mehrere kürzlich unabhängig gewordene (meist sozialistische) Staaten eine Gegenveranstaltung zu den Olympischen Spielen durch. Sie trug den Namen GANEFO (Games of the New Emerging Forces) und war klar politisch geprägt, was den Statuten des IOC widersprach. Das IOC erklärte die Teilnehmer der GANEFO-Spiele zu „unerwünschten Personen“.
Ein kleinerer politischer Zwischenfall ereignete sich bei den Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt. Die zwei afro-amerikanischen Leichtathleten Tommie Smith und John Carlos streckten während der Siegerehrung des 200-Meter-Laufs die schwarzbehandschuhte Faust in die Höhe. Dies war damals das Symbol der Bewegung Black Power, die sich gegen die Diskriminierung der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA richtete. Das IOC stellte das Olympische Komitee der USA (USOC) vor die Wahl, entweder die beiden Athleten nach Hause zu schicken oder die ganze Leichtathletik-Mannschaft zurückzuziehen. Das USOC entschied sich für ersteres.
USA
Während der Sommerspiele 1972 in München nahmen palästinensische Terroristen elf Mitglieder der israelischen Mannschaft gefangen. Eine missglückte Befreiungsaktion auf dem Flugplatz von Fürstenfeldbruck führte zum Tod aller Geiseln sowie von fünf Terroristen und einem Polizeibeamten. Dieses Ereignis ist heute als Münchner Olympia-Attentat bekannt. IOC-Präsident Avery Brundage setzte sich für die Fortführung der Spiele ein, berühmt geworden ist sein Ausspruch “The games must go on” („Die Spiele müssen weitergehen“).
Im Centennial Olympic Park von Atlanta explodierte während der Sommerspiele 1996 eine Bombe. Dabei starben zwei Menschen und 111 wurden verletzt. Die Bombe war von Eric Robert Rudolph gelegt worden, der der Christian-Identity-Bewegung nahe steht. Nach einer fünfjährigen Flucht konnte er 2003 verhaftet werden.
Boykotte
Die Niederlande, Spanien und die Schweiz boykottierten die Sommerspiele 1956 in Melbourne aus Protest gegen die Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands durch die Sowjetunion. Wegen der Sueskrise blieben Ägypten, der Irak, Kambodscha und der Libanon der Veranstaltung fern.
1968, 1972, and 1976 drohte jeweils ein große Anzahl afrikanischer Staaten mit einem Boykott, falls das IOC sich weigern sollte, Südafrika, Rhodesien und Neuseeland von den Spielen auszuschließen. Das IOC gab in den ersten beiden Fällen nach, um damit ein Zeichen gegen die Rassendiskriminierung zu setzen. Im Falle Neuseelands weigerte es sich jedoch: Eine neuseeländische Rugby-Mannschaft hatte in Südafrika gespielt und damit den Sportbann gegen das Apartheid-Regime gebrochen. Weil jedoch Rugby seit 1924 keine olympische Sportart mehr ist, wurde auf eine Sperre aller neuseeländischen Sportler verzichtet. Die afrikanischen Staaten zogen ihre Mannschaften zurück, nachdem die Spiele in Montréal bereits begonnen hatten (einige Athleten waren bereits im Einsatz gewesen). Außerhalb Afrikas gab es nur wenig Verständnis für diese drastische Maßnahme. Lediglich Guyana solidarisierte sich mit den 21 afrikanischen Staaten. Ebenfalls 1976 teilte Kanada der Mannschaft Taiwans mit, dass sie nicht unter dem Namen Republik China antreten dürfe. Taiwan ging nicht auf einen Kompromissvorschlag ein und verzichtete ebenfalls auf eine Teilnahme.
1980 und 1984 boykottierten die Supermächte des Kalten Kriegs gegenseitig die Spiele im Land des jeweiligen Gegners. Die USA und 64 weitere westliche Staaten weigerten sich, an den Sommerspielen 1980 in Moskau teilzunehmen; Grund war die sowjetische Invasion Afghanistans ein Jahr zuvor. 16 westliche Staaten beteiligten sich jedoch nicht am Boykott (darunter Großbritannien, Italien, die Schweiz und Österreich) oder überließen die Entscheidung über Teilnahme oder Nichtteilnahme den einzelnen Sportverbänden. Die Sowjetunion und 14 weitere Ostblockstaaten wiederum nahmen nicht an den Sommerspielen 1984 in Los Angeles teil, angeblich weil die Sicherheit ihrer Athleten nicht gewährleistet werden konnte. Die kommunistisch regierten Länder Jugoslawien und Rumänien nahmen jedoch teil, ebenso erstmals überhaupt die Volksrepublik China.
Nordkorea boykottierte die Sommerspiele 1988 in der südkoreanischen Stadt Seoul, weil das Land nicht als Co-Gastgeber berücksichtigt worden war. Die drei Staaten Äthiopien, Kuba und Nicaragua blieben aus Solidarität ebenso fern; diesen Schritt bezeichneten sie offiziell aber nicht als Boykott, um Sanktionen des IOC abzuwenden.
Der Sportboykott Irans gegen Israel manifestiert sich nicht in der Weigerung der Teilnahme an den Wettkämpfen (was Sanktionen nach sich ziehen würde), sondern im Rückzug von Sportlern aufgrund von angeblichen Verletzungen und ähnlichen Gründen. Bei den Sommerspielen 2004 in Athen legte der iranische Judoka Arash Miresmaeili absichtlich zuviel Gewicht zu, um den Kampf gegen den Israeli Ehud Vaks platzen zu lassen.
Olympische Bewegung
Eine Reihe verschiedener Organisationen sind bei der Planung und Ausführung der Olympischen Spiele beteiligt. Zusammen bilden sie die so genannte Olympische Bewegung. Die Regeln und Richtlinien der Zusammenarbeit sind in der Olympischen Charta festgehalten.
Im Zentrum der Olympischen Bewegung steht das Internationale Olympische Komitee (IOC), das von Jacques Rogge präsidiert wird. Es hält die Schirmherrschaft über die olympische Bewegung und beansprucht alle Rechte an den olympischen Symbolen, Fahnen, Mottos und Hymnen sowie den Spielen selbst. Seine Hauptverantwortung liegt in der Betreuung und Mitorganisation der Sommer- und Winterspiele, der Auswahl der Austragungsorte und der beteiligten Sportarten.
Drei Arten von Organisationen sind auf einer spezialisierten Ebene tätig:
- Internationale Sportverbände wie z. B. die FIFA, die FIS oder die UCI sind für die Einhaltung der Regeln in ihren jeweiligen Sportarten zuständig
- Nationale Olympische Komitees vertreten das IOC in den einzelnen Mitgliedsländern und selektieren die Athleten, die an den Spielen teilnehmen
- Organisationskomitees der Olympischen Spiele planen und überwachen die Durchführung der Veranstaltungen in den einzelnen Olympiastädten
Zurzeit gehörten 202 nationale olympische Komitees und 35 internationale Sportverbände der Olympischen Bewegung an. Die Organisationskomitees bestehen nur ein paar Jahre und werden jeweils nach Ende der Veranstaltung aufgelöst, sobald alle administrativen Arbeiten erledigt sind. Manchmal wird die Bezeichnung „Olympische Bewegung“ auch viel allgemeiner verwendet und es werden auch nationale Sportverbände, Athleten, Medien und Sponsoren dazugerechnet.
Kritik
In der jüngeren Vergangenheit geriet das IOC verstärkt unter Druck. Es wurde als unbewegliche, unflexible Organisation kritisiert. Zahlreiche Mitglieder des IOC waren in sehr fortgeschrittenem Alter und blieben teilweise bis zu ihrem Tod im Amt. Besonders die Präsidentschaft des Spaniers Juan Antonio Samaranch wurde heftig kritisiert. Zwar waren unter seiner Führung einige Fortschritte erzielt worden, doch das IOC galt als autokratisch und korrupt. Auch Samaranchs enge Beziehungen zum Franco-Regime und seine lange Amtszeit von 21 Jahren (er trat erst im Alter von 81 Jahren zurück) gaben zu reden.
1998 wurde bekannt, dass mehrere IOC-Mitglieder vom Organisationskomitee der Winterspiele 2002 bestochen wurden, um als Gegenleistung bei der Wahl des Austragungsortes ihre Stimme der Stadt Salt Lake City zu geben. Das IOC führte eine Untersuchung durch, in deren Folge vier Mitglieder zurücktraten und sechs ausgeschlossen wurden. Der Skandal führte zu weiteren Reformen. Unter anderem wurde das Auswahlverfahren geändert, um weitere Bestechungen zu vermeiden. Das IOC ernannte zahlreiche aktive und ehemalige Athleten zu Mitgliedern und beschränkte die Amtszeit.
Im August 2004 strahlte der britische Fernsehsender BBC eine Dokumentation mit dem Titel Buying the Games („Wie die Spiele gekauft werden“) aus. Sie untersuchte dabei Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Sommerspiele 2012 und wies nach, dass es noch immer möglich sei, IOC-Mitglieder zu bestechen, damit sie sich für eine bestimmte Stadt entscheiden.
Olympische Symbole
Sommerspiele 2012
Die Olympische Bewegung verwendet mehrere Symbole, die meisten davon entsprechen den Ideen und Idealen von Pierre de Coubertin. Das bekannteste ist wohl die Olympische Flagge mit den fünf verschiedenfarbigen, verschlungenen Ringen auf einem weißen Feld. Die sechs Farben Weiß, Rot, Blau, Grün, Gelb und Schwarz wurden deshalb gewählt, weil die Flagge jedes Landes der Welt mindestens eine dieser Farben aufweist. Weiterhin steht die Anzahl der Ringe für die fünf Erdteile (klassische Zählweise). Die Flagge wurde 1913 entworfen und wird seit den Sommerspielen 1920 in Antwerpen gehisst.
Das offizielle Motto der Olympischen Bewegung lautet citius, altius, fortius (Latein: „schneller, höher, stärker“). De Coubertins Ideale spiegeln sich am besten im Olympischen Credo wieder: „Das Wichtigste an den Olympischen Spielen ist nicht der Sieg, sondern die Teilnahme, wie auch das Wichtigste im Leben nicht der Sieg, sondern das Streben nach einem Ziel ist. Das Wichtigste ist nicht, erobert zu haben, sondern gut gekämpft zu haben.“
Die Olympische Fackel wird an historischer Stätte in Olympia entzündet und in einem Staffellauf zum Austragungsort getragen. Das erste Mal wurde bei den Sommerspielen 1928 in Amsterdam ein Olympisches Feuer entzündet. Es gab jedoch damals weder einen Fackellauf vor der Eröffnungsfeier, noch wurde das Feuer von einer bestimmten Person entzündet. Nach einer Idee von Carl Diem wurde der erste Fackellauf bei den Sommerspielen 1936 in Berlin veranstaltet. Der erste Fackellauf anlässlich von Winterspielen fand 1952 statt.
Eröffnungsfeiern
1952
Die Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele umfassen eine Reihe von traditionellen Elementen. Die Feier beginnt üblicherweise mit dem Abspielen der Nationalhymne des Gastgeberlandes. Nach verschiedenen kulturellen Darbietungen beginnt der Einmarsch der teilnehmenden Athleten ins Stadion, jeweils ein Athlet geht einige Schritte vor dem Rest seiner Mannschaft und trägt dabei die Flagge seines Landes. Seit 1928 marschiert stets die Mannschaft Griechenlands als erste ins Stadion (um an die antike Tradition zu erinnern). Danach folgen die weiteren teilnehmenden Nationen in alphabetischer Reihenfolge der Hauptsprache des Gastgeberlandes. Falls die Sprache des Gastgeberlandes kein Alphabet kennt (z. B. Chinesisch), erfolgt der Einmarsch gemäß dem englischen Alphabet. Den Abschluss des Einmarschs bildet die Mannschaft des Gastgeberlandes.
Sind alle Athleten eingetroffen, hält der Vorsitzende des Organisationskomitees eine kurze Rede. Auf diesen folgt der Präsident des IOC, der am Ende seiner Rede das Staatsoberhaupt des Gastgeberlandes vorstellt. Dieser wiederum eröffnet formell die Spiele. Als nächstes wird die Olympische Hymne gespielt, während die Olympische Flagge ins Stadion getragen wird. Danach versammeln sich die Flaggenträger aller teilnehmenden Länder um ein Podium. Auf diesem sprechen ein Athlet (seit 1920) und ein Schiedsrichter (seit 1972) den Olympischen Eid, mit dem sie das Einhalten der Regeln versprechen.
Zuletzt trägt der vorletzte Läufer des Staffellaufs die Olympische Fackel ins Stadion und übergibt diese an den letzten Läufer. Der letzte Läufer, oftmals ein sehr bekannter und erfolgreicher Sportler des Gastgeberlandes, entzündet dann mit der Fackel das Feuer in einer großen Schale (das Entzünden des Feuers wurde erstmals 1928 durchgeführt, der Staffellauf 1936). Ab 1920 wurden auch Friedenstauben freigelassen; dies wurde jedoch wieder aufgegeben, nachdem 1988 in Seoul einige Tauben im olympischen Feuer verbrannt waren.
Schlussfeiern
Seit 1956 sind die Schlussfeiern weit weniger formell und strukturiert als die Eröffnungsfeiern. Erneut marschieren die Athleten ins Stadion ein, diesmal jedoch nicht nach Ländern geordnet, sondern bunt gemischt. Damit wird die Verbundenheit der Athleten nach Ende der Wettkämpfe symbolisiert. Der IOC-Präsident hält eine Rede, in der er den Erfolg der Spiele betont. Danach übergibt er den Olympischen Orden an die Mitglieder des Organisationskomitees und erklärt die Spiele für beendet.
Danach wird der Gastgeber der nächsten Olympischen Spiele vorgestellt. Traditionell werden drei Flaggen gehisst, die Flagge Griechenlands, die Flagge des aktuellen Gastgeberlandes und die Flagge des nächsten Gastgeberlandes. Darüber hinaus wird dem Bürgermeister der nächsten Olympiastadt eine Olympische Flagge übergeben. Zuletzt wird die Olympische Hymne gespielt und das Olympische Feuer gelöscht. In den letzten Jahren hat sich eingebürgert, dann anschließend ein Rock- und Popkonzert stattfindet, dieses gehört aber nicht mehr zum offiziellen Teil.
Olympische Sportarten
Siehe auch: Olympische Sportarten
Bei den Sommerspielen 2004 fanden Wettbewerbe in 28 verschiedenen Sportarten statt (gemäß Zählung des IOC). Wenn man die Wassersportarten weiter aufteilt, kommt man sogar auf 37. Im Jahr 1896 standen neun Sportarten auf dem Programm: Leichtathletik, Radsport, Fechten, Kunstturnen, Gewichtheben, Sportschießen, Schwimmen und Ringen. Damals waren auch Wettkämpfe im Rudern vorgesehen, diese mussten jedoch wegen schlechten Wetters abgesagt werden.
Bei den Winterspielen 2002 wurden Wettkämpfe in 7 Sportarten ausgetragen (oder 15 bei genauerer Aufteilung). Seit der ersten Austragung im Jahr 1924 waren Skilanglauf, Eiskunstlauf, Eishockey, Nordische Kombination, Skispringen und Eisschnelllauf jedes Mal im Programm. Zwei dieser Sportarten waren schon zuvor bei Sommerspielen ausgetragen worden (Eiskunstlauf 1908 und 1920, Eishockey 1920).
In jüngster Vergangenheit hat das IOC einige neue Sportarten ins Programm aufgenommen, um die Attraktivität der Spiele für ein jüngeres Publikum zu steigern. Beispiele dafür sind Snowboarden und Beachvolleyball. Das Wachstum der Olympischen Spiele hat zur Folge, dass weniger beliebte Sportarten wie Moderner Fünfkampf und teure Sportarten wie Kanuslalom darum kämpfen müssen, im Wettkampfprogramm zu verbleiben. Bei der Session des IOC im Juli 2005 in Singapur sind – mit Wirkung von 2012 an – mit Baseball und Softball erstmals seit 1924 (Rugby) wieder Sportarten aus dem Olympischen Programm gestrichen worden. Die Anträge anderer Sportarten, wie z. B. Rugby und Karate, in den Wettbewerbsplan aufgenommen zu werden, fanden nicht die notwendige Mehrheit unter den IOC-Mitgliedern.
Bis 1992 wurden oft auch Wettkämpfe in so genannten Demonstrationssportarten durchgeführt. Die Absicht war, dass diese Sportarten ein größeres Publikum erreichen sollten; die Gewinner dieser Wettbewerbe gelten nicht als offizielle Olympiasieger. Manche Sportarten waren nur in den jeweiligen Gastgeberländern populär, andere hingegen werden weltweit betrieben. Einige dieser Demonstrationssportarten wie Baseball (vorübergehend), Curling und Taekwondo wurden schließlich ins offizielle Programm aufgenommen.
Amateurstatus und Profisport
In de Coubertins Vision waren Athleten auch Ehrenmänner. Nur Amateure wurden als solche angesehen, während man den Profis die Teilnahme an Olympischen Spielen verweigerte. Eine Ausnahme bildeten die Fechttrainer, die als Inbegriff für Ehrenhaftigkeit galten. Der Ausschluss von Profis hatte während der gesamten modernen Geschichte der Olympischen Spiele zahlreiche Kontroversen zur Folge.
Jim Thorpe, 1912 der Olympiasieger im Fünfkampf und im Zehnkampf, wurde ausgeschlossen, nachdem man herausgefunden hatte, dass er vor dem Gewinn der Medaillen auf halbprofessioneller Basis Baseball gespielt hatte; erst 1983 rehabilitierte ihn das IOC. Skiläufer aus der Schweiz und Österreich boykottierten die Winterspiele 1936, um damit ihre Solidarität mit den Skilehrern zu bekunden, die das IOC als Profisportler betrachtete.
Mit der Zeit wurde vielen klar, dass die Amateurregeln nicht mehr der Zeit entsprachen. Beispielsweise waren die meisten Athleten aus kommunistisch regierten Ländern eigentlich Staatsangestellte. Sie erhielten somit effektiv die Möglichkeit, den ganzen Tag lang zu trainieren und waren deshalb nur dem Namen nach Amateure. Nichtsdestotrotz hielt das IOC weiterhin unbeirrt am Amateurstatus fest.
Während der 1980er wurden die Amateurregeln gelockert und während der 1990er schließlich ganz aufgehoben. Das sichtbarste Zeichen für diesen Sinneswandel war die Zulassung des Dream Team. Es war gänzlich aus gut bezahlten NBA-Stars zusammengesetzt und gewann 1992 überlegen die Basketball-Goldmedaille. Im Jahr 2004 war Boxen die einzige Sportart, in der keine Profis zugelassen waren. Im Fußballturnier der Männer (jedoch nicht in jenem der Frauen) ist die Anzahl der über 23-jährigen Spieler auf drei pro Mannschaft begrenzt.
Regelungen, welche die Werbung betreffen, sind noch immer sehr strikt, wenigstens auf dem eigentlichen Wettkampfgelände. Jedoch gelten für „offizielle olympische Sponsoren“ zahlreiche begünstigende Sonderregelungen. Die Logos von nichtoffiziellen Sponsoren (z. B. auf der Ausrüstung der Athleten) dürfen eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
Doping
Eines der Hauptprobleme bei den Olympischen Spielen (und im internationalen Sport im Allgemeinen) ist die unerlaubte Leistungssteigerung durch Doping. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahmen viele Athleten Drogen zu sich; so war die Verwendung von Kokain weit verbreitet. Thomas Hicks, der Gewinner des Marathonlaufs bei den Sommerspielen 1904, erhielt beispielsweise von seinem Trainer selbst während des Rennens Brandy, das mit Strychnin angereichert war. Das Trinken von Wasser war damals unerklärlicherweise verboten.
Als die Athleten und Betreuer zu immer extremeren Methoden griffen, wurde den Verantwortlichen allmählich bewusst, dass dies nicht mehr mit dem Ideal von „Gesundheit durch Sport“ zu vereinbaren war. Der erste durch Doping verursachte Todesfall an Olympischen Spielen ereignete sich 1960 in Rom, als der Däne Knut Enemark Jensen von seinem Fahrrad fiel und starb. Später stellte sich heraus, dass er mit Amphetaminen gedopt gewesen war.
Mitte der 1960er erliessen mehrere Sportverbände ein Dopingverbot, das IOC folgte 1967 diesem Beispiel. Der erste Athlet, der positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde, war 1968 der Schwede Hans-Gunnar Liljenwall; er musste seine Bronzemedaille im modernen Fünfkampf wegen der Einnahme von Alkohol zurückgeben. Seither wurden mehr als fünfzig Athleten überführt, darunter mehrere Medaillengewinner. Für den größten Skandal sorgte der Kanadier Ben Johnson; er war 1988 mit neuem Weltrekord Olympiasieger im 100-Meter-Lauf geworden, wurde dann jedoch positiv auf Stanozolol getestet.
Trotz der Tests verwendeten viele Athleten Doping, ohne je überführt zu werden. Im Jahr 1990 aufgetauchte Dokumente zeigten, dass zahlreiche Athleten aus der DDR (insbesondere Frauen) gezielt von ihren Betreuern mit anabolen Steroiden und anderen Mitteln gedopt wurden, dies auf Anweisung der Regierung.
Ende der 1990er begann das IOC, den Kampf gegen das Doping besser zu organisieren; 1999 nahm die WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur) ihre Arbeit auf. Die strengeren Kontrollen führten ab 2000 dazu, dass deutlich mehr Sportler überführt werden konnten, insbesondere im Gewichtheben und im Skilanglauf.
Olympiasieger und Medaillengewinner
Hauptartikel: Medaillengewinner der Olympischen Spiele
Medaillengewinner der Olympischen Spiele
Bei sämtlichen Wettkämpfen an Olympischen Spielen wird eine Rangliste erstellt. Die Athleten (oder Mannschaften), die sich an erster, zweiter oder dritter Stelle klassieren, erhalten Medaillen als Auszeichnung. Der Gewinner erhält eine Medaille, die als „Goldmedaille“ bezeichnet wird (eigentlich sind es Silbermedaillen mit einem goldenen Überzug). Der Zweite erhält eine Medaille aus Silber, der Dritte eine Medaille aus Bronze. In einigen Wettbewerben, die im K.-o.-System ausgetragen werden (insbesondere Boxen, Judo und Taekwondo), werden zwei Bronzemedaillen vergeben.
Die Vergabe von Medaillen als Anerkennung für die drei Erstplatzierten wurde 1904 eingeführt. 1896 und 1900 erhielten lediglich die zwei Besten eine Medaille (Silber und Bronze). 1904 erhielt jedoch auch der Sieger eine Silbermedaille. Aus diesem Grund gelten die inoffiziellen Zwischenspiele von 1906 als jene Veranstaltung, an der drei verschiedenartige Medaillen überreicht wurden. Seit 1948 erhalten die Athleten auf den Plätzen 4, 5 und 6 olympische Diplome; seit 1976 werden diese auch zusätzlich den drei Medaillengewinnern überreicht. Seit 1984 erhalten auch die Siebt- und Achtplatzierten Diplome. Damit sollten nicht nur alle Teilnehmer eines Viertelfinales gewürdigt werden, es entfiel auch die Notwendigkeit, in Wettkämpfen mit K.-o.-System Platzierungskämpfe um die Plätze 5 bis 8 durchzuführen (interessanterweise werden diese in einigen Sportarten jedoch noch immer ausgetragen).
Weil die Olympischen Spiele nur alle vier Jahre ausgetragen werden, genießen sie bei Zuschauern und Athleten ein höheres Prestige als Weltmeisterschaften, die oft im jährlichen Rhythmus stattfinden. Viele Athleten wurden nach einem Olympiasieg zu Prominenten (oder gar Helden) in ihren jeweiligen Ländern, manche sogar weltweit.
olympische Diplome
Die Verschiedenartigkeit der Sportarten sowie die großen Unterschiede zwischen den Spielen der Anfangszeit und jenen von heute, erschweren die Bestimmung der erfolgreichsten Athleten aller Zeiten. Dies wird dadurch verkompliziert, dass das IOC die Zwischenspiele von 1906 nicht mehr offiziell anerkennt. Wenn man die Anzahl der Siege und Medaillen addiert, so können folgende Athleten als die erfolgreichsten angesehen werden (das Resultat von Ray Ewry beinhaltet zwei Medaillen der Zwischenspiele, ohne diese wäre er auf Platz 10):
Die erfolgreichste deutsche Athletin ist Birgit Fischer, die zwischen 1980 und 2004 acht Gold- und vier Silbermedaillen im Kanufahren gewann. Der erfolgreichste Österreicher ist Toni Sailer (drei Goldmedaillen 1956 im alpinen Skisport). Georges Miez gewann die meisten Medaillen für die Schweiz (4 Gold, 3 Silber, 1 Bronze im Geräteturnen zwischen 1924 und 1936). Hanni Wenzel ist die erfolgreichste Athletin aus Liechtenstein (2 Gold, 1 Silber, 1 Bronze im alpinen Skisport an den Spielen 1976 und 1980).
Siehe auch
Literatur
- Die Chronik der Olympischen Spiele. Chronik Verlag, Gütersloh und München 2004, ISBN 357714632X (Resultate und Medaillengewinner von 1896 bis heute)
- Vyv Simson, Andrew Jennings: Geld, Macht und Doping. Das Ende der olympischen Idee. A.-Knaus-Verlag, München; 1992, ISBN 381350445X (kritische, enthüllungsjournalistische Auseinandersetzung mit den Machenschaften des IOC)
- Judith Swaddling: Die Olympischen Spiele der Antike. Reclam, Ditzingen 2004, ISBN 315018293X (Beschreibung der antiken Spiele, der Bauten und Anlagen von Olympia, der Wettkämpfe und vieles mehr)
- Leni Riefenstahl: Olympia. Taschen Verlag, Köln 2002, ISBN 382281945X (Bildband mit Fotos der umstrittenen Regisseurin von den Sommerspielen 1936 in Berlin)
- Das Olympia-Buch. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2004, ISBN 3768815455 (ausführliche Geschichte der modernen olympischen Spiele)
- The Economics of staging the Olympics. A comparison of the Games 1972-2008. Edward Elgar Publishing, Glos 2005, ISBN 1843768933 (ausführliche Geschichte zur Ökonomie der Olympischen Spiele)
Weblinks
!
Kategorie:Sportturnier/-wettbewerb
ja:近代オリンピック
ko:올림픽
ms:Sukan Olimpik
th:กีฬาโอลิมปิก
zh-min-nan:Olympia Ūn-tōng-hoē
Olympia (Griechenland)Olympia (Ολυμπία/Ολύμπια) war ein Heiligtum des Zeus in Elis und Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike. Die Kultstätte entstand etwa im 10./9. Jahrhundert v. Chr. Ihre monumentalen Bauten erhielten ihre endgültige Form im 4. Jahrhundert v. Chr. Im Jahre 426 n. Chr. ließ der oströmische Kaiser Theodosius II. die dort stattfindenden Spiele und Weihehandlungen verbieten, um das Heidentum zu bekämpfen.
Die Altis
Heidentum
Heidentum
Die Altis, der Heilige Hain von Olympia, ist die Bezeichnung für den Kernbereich des Heiligtums von Olympia. Einen der ursprünglichen Kernzellen des Kultes auf der Altis bildete das „Pelopion“, ein Grabhügel aus der Bronzezeit, den Herakles dem Pelops aufgeschüttet haben soll, den kultischen Kern der Brandopferaltar für Zeus. Eine weitere Keimzelle des Kultes stellte auch eine Erdspalte am Fuße des Kronoshügel, dar, wo sich ein Orakel befand, das ursprünglich einer weiblichen Gottheit gewidmet war und später von Zeus übernommen wurde. Dieses Orakel spielte auch noch in historischer Zeit eine Rolle.
Im Heiligtum entstanden mehrere Tempel und Altäre, an denen zahlreichen Göttern Opfer dargebracht wurden - Pausanias zählt 69 auf. Im Norden reihten sich, auf einer etwas erhöhten Terrasse am Fuß des Kronoshügels gelegen, zahlreiche Schatzhäuser griechischer Stadtstaaten auf und westlich davon das Prytaneion. Im Laufe der Zeit wurde die Altis immer reicher mit Weihgeschenken, die oft in Form von Statuen als Dank für Siege gestiftet wurden, und anderen Denkmälern ausgestattet. Die Altis, das Temenos Olympias, wurde im 4. Jh. mit einer Mauer mit wahrscheinlich 5 Toren eingefaßt.
Außerhalb des Temenos entstanden zahlreiche weitere Bauten für die Verwaltung und den Betrieb des Heiligtums, sowie Wettkampfstätten. Das Bouleuterion (6. Jahrhundert v. Chr.) war der Sitz des Olympischen Rates. Das größte Gebäude in Olympia war das "Leonidaion", ein Gästehaus aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., das in römischer Zeit umgebaut wurde. Als Trainingsstätten für Athleten gab es eine "Palästra" (3. Jh.) und für die leichtathtletischen Wettkämpfe ein Gymnasion (2. Jh.) mit einem prunkvollen Propylon. Neben einem Badehaus bereits aus griechischer Zeit wurden in römischer Zeit mehrere Thermen errichtet. Ein Bau aus dem 5. Jahrhundert konnte, unter anderem durch daneben gefundene Werkstattabfälle, als die Werkstatt des Pheidias identifiziert werden, in der die monumentale Zeusstatue für den Tempel verfertigt wurde. Sogar das Stadion, in dem die Wettläufe stattfanden, liegt außerhalb der eigentlichen Altis. Die größte Anlage war das Hippodrom, das, vom benachbarten Fluss Alpheios weggespült, nicht erhalten ist.
Der Heratempel
Der Tempel der Hera (Heraion) liegt im Nordteil der Altis und ist der älteste Peripteraltempel im Heiligtum und einer der frühsten dorischen Tempel in Griechenland. Errichtet wurde das Heraion um 600 v. Chr. An dieser Stelle befand sich wahrscheinlich zuvor ein älterer Kultplatz. Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. wurde der Tempel durch ein Erdbeben zerstört und wurde danach nicht mehr wiederhergestellt. Der im Grundriss ca. 50 x 20 m große Bau war anfangs mit Holzsäulen ausgestattet, die mit der Zeit gegen steinerne Säulen ausgetauscht wurden. Noch während der Römischen Kaiserzeit wurden zwei Holzsäulen vom Reiseschriftsteller Pausanias beobachtet. Der Tempel besaß außerdem einen Steinsockel mit einer altertümlichen Lehmziegelaufmauerung und abschließend ein Holzgebälk für ein lakonisches Dach.
Pausanias berichtet über zwei Kultbilder im Inneren des Tempels: einer sitzenden Hera und einem stehenden Zeus. Der Tempel wurde außerdem genutzt, um eine Vielzahl von Gegenständen, wie zahlreiche Götterbilder und andere Weihgeschenke, aufzubewahren. Einer der wenigen Gegenstände, die heute noch erhalten sind, ist der Hermes des Praxiteles. Im Heraion war auch der Tisch untergebracht, auf dem die Siegerkränze während der olympischen Wettkämpfe ausgelegt wurden. Heutzutage wird am Heratempel das Olympische Feuer entzündet.
Der Zeustempel
Olympische Feuer
Zwischen 470 v. Chr. und 456 v. Chr. errichtete der Baumeister Libon den Zeustempel im dorischen Stil. Der Ringhallentempel mit seinen 6 auf 13 Säulen (die Ecksäulen doppelt gezählt) war am Stylobat gemessen 64 mal 28 Meter groß und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der frühklassischen Architektur. Die Giebelfelder des Tempels waren mit Marmorskulpturen ausgestattet. Auf der Ostseite ist als Thema eine lokale Sage - die Wettfahrt zwischen Oinomaos und Pelops - dargestellt, auf der rückwärtigen Westseite der Kampf der Lapithen gegen die Kentauren. Die Metopen der "inneren Fronten" über Pronaos und Opisthodom zeigten in Reliefs die zwölf Taten des Herakles. In der Cella des Tempels stand die über 12 m hohe Zeus-Statue des Phidias, die in der Antike zu einem der Weltwunder gezählt wurde.
Etwa hundert Meter westlich des Tempels liegt die Werkstatt des Phidias, in der dieser die Zeusstatue schuf. In byzantinischer Zeit wurde der Bau als Kirche weitergenutzt.
Das Stadion
byzantinischer
Das Stadion wurde nach den Ausgrabungen, 1961 wieder in der Gestalt hergerichtet, die es im 4. Jh. v. Chr. erhalten hatte (Stadionphase III). Gegenüber dem früheren Stadion (II) war es um 75 Meter nach Nordosten verschoben worden. Insgesamt war die Anlage des Stadions 213 Meter lang. Die Länge der Laufbahn betrug, zwischen den noch heute erhaltenen Rillen der Start- und Zielschwellen gemessen, 192,28 Meter, ihre Breite etwa 31 bis 32 Meter. Sie ist von einfachen Graswällen umgeben, auf denen rund 45.000 Zuschauer Platz fanden. Aus Stein war lediglich eine kleine Tribüne errichtet, die den Kampfrichtern und der obersten Priesterin des Heratempels vorbehalten war, die als einzige Frau den den Spielen beiwohnen durfte. Als Zugang für die Athleten diente ein überwölbter Gang, der von der Altis unter dem westlichen Besucherwall hinduchführt. Das antike Längenmaß eines Stadions war 600 Fuß lang und entspricht, regional unterschiedlich, einer Länge zwischen 176,50 m und 197 m. Bei den Wettkämpfen wurde in Richtung Zeusaltar, d.h. in Richtung der Altis gelaufen.
Wiederentdeckung und Ausgrabung
Bereits am 14. August 1723 regte der Kunstschriftsteller Bernard de Montfaucon in einem Brief an Quirini, den Erzbischof von Korfu, der als Kenner der Antike galt, zur Ausgrabung von Olympia an.
1766 suchte der englische Theologe und Reisegelehrte Richard Chandler den Ort auf. Johann Joachim Winckelmann fasste 1768 Pläne, in Olympia zu graben, doch ereilte ihn bald darauf plötzlich der Tod. Der Franzose Fauvel gab 1787 eine erste topographische Skizze und Beschreibung der Umgebung. Es folgten mehrere bedeutende englische Archäologen: 1805 Oberst Leake, 1806 Dodwell und Gell, die eine erste kleine Grabung auf den Resten des Zeustempels vornahmen, 1811 Cockerell, 1813 Lord Spencer Stanhope und sein Architekt Allason, die auf Grundlage systematischer Messungen einen topographischen Lageplan erstellten. Eine Gruppe französischer Gelehrter legte 1829 unter der archäologischen Federführung des Bildhauers Dubois und des Architekten Abel Blouet in knapp zwei Monaten große Teile des Zeustempels frei.
Eine systematische Freilegung weiter Bereiche der antiken Stätte erfolgte aber erst durch die deutsche Ausgrabung 1875 bis 1881 unter dem Direktorium in Berlin, dem die Archäologen Ernst Curtius und Friedrich Adler sowie der Geheime Legationsrat Dr. Busch vom Auswärtigen Amt angehörten. Die Leitung am Ausgrabungsort wechselte mehrmals. Die Archäologen Gustav Hirschfeld und Adolf Boetticher erkrankten in der Sumpfgegend des Tals an Malaria. Es folgten die Archäologen R. Weil, Georg Treu, später Adolf Furtwängler und Karl Purgold, sowie als Architekten und Bauführer Richard Bohn und Wilhelm Dörpfeld. Die ausführliche Beschreibung Olympias durch Pausanias (2. Jh. n. Chr.) ermöglichte dabei die Identifizerung fast aller ausgegrabenen baulichen Reste. Die Funde wurden in einem neu errichteten Museum am Rand der Ausgrabungsstätte untergebracht. Bis 1897 wurde eine umfassende, wissenschaftliche Publikation der Ausgrabung vorgelegt.
Die Grabungen wurden durch das Deutsche Archäologische Institut ein Jahr nach den Olympischen Spielen in Berlin von 1936 wieder aufgenommen und dauern mit Unterbrechungen bis heute an. So wurde beispielsweise in aufwändigen Grabungen das Stadion freigelegt, restauriert und 1961 wieder eingeweiht. Ebenfalls freigelegt wurde die Werkstatt des Bildhauers Phidias. Die Ausgrabungen werden seit 1975 von Helmut Kyrieleis geleitet.
Das alte Olympia als Austragungsstätte der Olympischen Spiele 2004
Bei den Olympischen Spielen 2004, deren Hauptaustragungsort Athen war, wurde das antike Olympia erneut auch Austragungsort von Wettkämpfen. Trotz der Proteste des "Zentralen Archäologischen Rates", der Schaden an den Ausgrabungsstätten befürchtete, fand dort der Wettkampf im Kugelstoßen statt.
Literatur
- Wilhelm Dörpfeld: Alt-Olympia. Berlin 1935.
- Alfred Mallwitz: Olympia und seine Bauten. Darmstadt 1972.
Weblinks
- [http://www.wenjuckts.de/olympia Ein Rundgang durch das antike Olympia]
Kategorie:Griechischer Tempel
Olympia (Griechenland)
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Olympische Wettkampfstätte
Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)
ja:オリンピア (ギリシャ)
Pierre de CoubertinPierre de Coubertin ( - 1. Januar 1863 in Paris; † 2. September 1937 in Genf) war ein französischer Pädagoge, Historiker und Sportfunktionär.
Sportfunktionär
Sportfunktionär
Coubertin wurde als drittes Kind von Charles Louis de Frédy und Agathe-Gabrielle de Mirville nahe Versailles geboren und entstammte einer alteingesessenen Adelsfamilie.
Er studierte an der Sorbonne Kunst, Philologie und Rechtswissenschaften. Die für ihn vorgesehene Offizierskarriere trat er nicht an, widmete sich stattdessen der Pädagogik.
Studienreisen führten ihn nach Kanada, in die USA und nach England. Dort kam er mit den Ideen von Thomas Arnold in Berührung.
Er kam schließlich zu der Überzeugung, dass in der Erziehung neue Wege unabwendbar seien und wollte durch die sportliche Ausbildung den ganzen Menschen in der Einheit von Körper, Geist und Seele erfassen und formen.
Ab 1880 trat er - beeinflusst durch die archäologischen Ausgrabungen im griechischen Olympia - für eine Wiederbelebung der Olympischen Spiele ein, mit welchen er nationale Egoismen überwinden und zum Frieden und zur internationalen Verständigung beitragen wollte. Der Grenzen überwindende Fortschritt im gesellschaftlichen Bereich sollte durch ein sportliches Rekordstreben nach dem Motto: "Höher, weiter, schneller" symbolisiert werden. Nach Coubertins olympischem Idealbild sollten nur erwachsene, männliche Einzelkämpfer teilnehmen ähnlich dem antiken Vorbild. Frauen von der Teilnahme an den Spielen auszuschließen, konnte er allerdings in der sich emanzipierenden Welt auf Dauer nicht durchsetzen.
Coubertin gründete 1894 das Internationale Olympische Komitee (IOK) und wurde selbst Generalsekretär. Vor 60.000 Zuschauern wurden schließlich am 6. April 1896 in Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet, an denen 295 männliche Sportler (ausschließlich Amateure) aus 13 Nationen teilnahmen.
1913 entwirft er die Olympischen Ringe, die ab 1920 Symbol der Olympischen Spiele wurden.
Von 1896 bis 1925 war Coubertin Präsident des IOC, danach wurde er auf Lebenszeit zum Ehrenpräsidenten aller Olympischen Spiele ernannt.
Literatur
- Callebat, Louis: Pierre de Coubertin. - Paris : Fayard, 1988. - ISBN 2-213-02149-X
- Eyquem, Marie-Thérèse: Pierre de Coubertin : ein Leben für die Jugend der Welt. - Dortmund : Schropp, 1972. - ISBN 3-920866-00-2
- Müller, Norbert: Bibliographie Pierre de Courbetin. - Lausanne : CIPC, 1991. - ISBN 3-88500-328-7
Weblinks
-
- http://www.olympic.org/uk/passion/museum/permanent/coubertin/index_uk.asp - Die Lebensgeschichte Coubertins von der offiziellen Seite.
Coubertin, Pierre de
Coubertin, Pierre de
Coubertin, Pierre de
Coubertin, Pierre de
Coubertin, Pierre de
Coubertin, Pierre
Coubertin, Pierre
ja:ピエール・ド・クーベルタン
Olympische SommerspieleDie Zeittafel der Olympischen Spiele der Neuzeit führt alle Olympischen Sommerspiele auf.
Die Olympischen Sommerspiele heissen offiziell "Spiele der (z.B.) XVIII. Olympiade". Eine Olympiade ist der Zeitraum von vier Jahren zwischen den Spielen. Daher berücksichtigt die offizielle Zählung auch die kriegsbedingt ausgefallenen Spiele.
Das gilt nicht für die Olympische Winterspiele. Die ausgefallenen Winterspiele werden nicht mitgezählt.
Zeittafel Olympische Spiele der Neuzeit
- Badminton
- Baseball
- Basketball
- Bogenschießen
- Boxen
- Fechten
- Fußball
- Gewichtheben
- Handball
- Hockey
- Judo
- Kanu
- Kanuslalom
- Leichtathletik
- Moderner Fünfkampf
- Radsport
- Reiten
- Ringen
- Rudern
- Rhythmische Sportgymnastik
- Schießen
- Schwimmen
- Segeln
- Softball
- Synchronschwimmen
- Taekwondo
- Tennis
- Tischtennis
- Turnen
- Volleyball
- Wasserball
- Wasserspringen
Olympische Bewerbungen (Wahlgänge)
Siehe auch
- Olympische Spiele
- Sport
- World Games
- World Games 2005.
Kategorie:Olympische Spiele
Sommerspiele
ja:夏季オリンピック
ko:하계 올림픽
1924
- 18. April: Frankreich. Raoul Pescara fliegt mit seinem Hubschrauber über 736 m (Weltrekord)
- 24. April: England, kurz vor der Küste über dem Kanal verunglückt eine Fokker F-3 der KLM. 3 Tote
- Die Mordserie des Friedrich Haarmann wird aufgeklärt
Politik
- 1. Januar: Ernest Chuard wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Großdeutsche Volksgemeinschaft wird als Ersatzorganisation für die nach dem Fehlschlag des Hitlerputsches in München verbotene NSDAP gegründet
- 9. Januar: Ein rechter Trupp unter dem Kommando Edgar Jungs ermordet in Speyer Heinz Orbis. Bischof Dr. Ludwig Sebastian verweigert Heinz Orbis kirchliches Begräbnis
- 21. Januar: UdSSR. Tod Lenins (Wladímir Iljítsch Uljánow)
- 12. Februar Die deutsche Reichsregierung erlässt die Verordnung zur Schaffung der Deutschen Reichsbahn als staatliches Unternehmen
- 12. Februar: Mit dem Sturm auf das Bezirksamt in Pirmasens endet die separatische Episode in der Pfalz. Es kommen 23 Menschen zu Tode, es gibt viele Verletzte
- 22. Februar: In Magdeburg wird das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ als Organisation aller republiktreuen Frontkämpfer gegründet
- 3. März: Die Türkei beschließt die Abschaffung des Kalifats
- 29. März: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bayern
- 4. Mai: Bei Reichstagwahlen in der Weimarer Republik erringen die radikalen Parteien (Kommunisten und Nationalsozialisten) starke Gewinne
- 1. September Die Verträge für den Dawes-Plan zur Zahlung der Reparationen durch Deutschland werden unterschrieben
- 30. August Aufgrund der Forderungen des Dawes-Plans Gesetz zur Gründung der privatwirtschaftlichen Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft
- 26. November: Die Mongolische Volksrepublik wird gegründet.
- Max Brauer wird als Nachfolger des verstorbenen Bernhard Schnackenburg Oberbürgermeister von Altona
- Gründung des „Rotfrontkämpferbundes“ den die KPD als Gegenorganisation zum Reichsbanner gründete. Führer waren Ernst Thälmann und Willy Leow
- Deutscher Tag in Halle. Sammlung von rechtsradikalen Frontsoldaten und Freikorpskämpfer zum Sturz der Republik
- „Bevölkerungsaustausch“ (wechselseitige Vertreibung) zwischen Türkei und Griechenland (siehe Vertrag von Lausanne)
Wissenschaft und Technik
- 11. Mai: Die erste Kölner Messe wird vom Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnet und findet auf dem neu errichteten Messegelände am Deutzer Ufer statt
- 14. Juni: Der erste Radiosender Ostpreußens (Ostmarken-Rundfunk AG) nimmt in Königsberg den Betrieb auf, s. Geschichte des Hörfunks
- 2. Dezember: Die erste Funkausstellung in Berlin wird eröffnet
- Louis de Broglie veröffentlicht seine These, dass Elektronen auch Welleneigenschaften besitzen
- Albert Einstein verallgemeinert die von Satyendra Nath Bose aufgestellte Statistik (Bose-Einstein-Kondensation, erst 1995 experimentell nachgewiesen)
- Patrick Maynard Stuart Blackett macht Kernreaktionen in einer Nebelkammer sichtbar
- August Pfund entdeckt die ihm benannte Serie im Spektrum des Wasserstoffs
- Hans Berger gelingt das erste Elektroenzephalogramm (EEG) des Menschen
Luftfahrt
- Erstflug der Latécoère Laté 15
- 27. August: Der Zeppelin LZ126 (später ZR-3 „USS Los Angeles“), Teil deutscher Reparationsleistungen, landet auf dem US-Marineflugplatz Lakehurst
Kunst und Kultur
- 1. Januar: Uraufführung des Films Menschen und Masken in Berlin
- 1. Januar: Die Krolloper in Berlin wird eröffnet
- 18. März: Der Stummfilm „Der Dieb von Badgad“ wird in den USA uraufgeführt
- 27. März: Uraufführung der Oper Irrelohe von Franz Schreker in Köln
- 17. Juni: Uraufführung der Oper Abenteuer des Casanova von Volkmar Andreae in Dresden
- 11. November: Uraufführung der Oper Das Herz Ilsées von Rudolf Karel am Nationaltheater in Prag
- 15. November: Uraufführung der Komödie Don Gil von den grünen Hosen von Walter Braunfels an der Staatsoper München
- 1. Dezember: Uraufführung des Musicals Lady Be Good von George Gershwin am Liberty Theatre in New York
- 25. Dezember: Der Spielfilm „Quo Vadis“ wird in Berlin uraufgeführt
- Schlager des Jahres ist „Warte, warte nur ein Weilchen“ von Walter und Willi Kollo
Katastrophen
- 10. Januar: Untergang des U-Bootes L 24 nach einer Kollision mit dem Linienschiff „Resolution“ (beide Großbritannien. Alle 48 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen ums Leben
- 16. Januar: Strandung des Leichten Kreuzers „Tacoma“ USA vor dem Hafen von Veracruz (Mexiko). 5 Tote, 20 Verletzte und Totalverlust des Kreuzers
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 4. Mai: VIII. Olympische Spiele der Neuzeit in Paris
- Gründung des Weltschachverbandes FIDE
- Reichsarbeitersportwoche in Lübeck
- 1. Januar: Klaus Junge, deutscher Schachmeister († 1945)
- 1. Januar: Jacques Le Goff, französischer Historiker
- 1. Januar: Charles Munger, US-amerikanischer Manager
- 1. Januar: Arthur C. Danto, US-amerikanischer Philosoph und Kunstkritiker
- 3. Januar: André Franquin, belgischer Comiczeichner († 1997)
- 3. Januar: Otto Beisheim, Kaufmann, Unternehmer, Gründer des Unternehmens Metro
- 4. Januar: Marianne Werner, deutsche Leichtathletin
- 6. Januar: Katy Jurado, mexikanische Schauspielerin († 2002)
- 6. Januar: Earl Scruggs, US-amerikanischer Musiker
- 7. Januar: Geoffrey Bayldon, britischer Schauspieler
- 8. Januar: Karl Schleinzer, österreichischer Politiker und Minister († 1975)
- 9. Januar: Carola Braunbock, deutsche Schauspielerin († 1978)
- 9. Januar: Josef Angenfort, deutscher Widerstandskämpfer und Politiker (KPD und DKP)
- 10. Januar: Eduardo Chillida, Bildhauer († 2002)
- 10. Januar: Max Roach, Jazz-Schlagzeuger
- 11. Januar: Slim Harpo, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1970)
- 12. Januar: Olivier Gendebien, Rennfahrer († 1998)
- 15. Januar: Georg Ratzinger (Kirchenmusiker), deutscher katholischer Geistlicher und Kirchenmusiker
- 16. Januar: Aleksandar Tišma, serbischer Schriftsteller († 2003)
- 19. Januar: Georgia Kullmann, deutsche Schauspielerin († 2005)
- 19. Januar: Friedl Hofbauer, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin
- 20. Januar: Slim Whitman, US-amerikanischer Countrysänger
- 21. Januar: Benny Hill, britischer Komödiant († 1992)
- 21. Januar: Telly Savalas, Schauspieler († 1994)
- 22. Januar: Ortvin Sarapu, neuseeländischer Schachspieler estnischer Herkunft. († 1999)
- 22. Januar: Ján Chryzostom Korec, Slowak. Jesuit, Bischof von Nitra und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 22. Januar: J. J. Johnson, US-amerikanischer Jazz-Musiker († 2001)
- 23. Januar: Eugen Glombig, deutscher Politiker († 2004)
- 23. Januar: Paul Feyerabend, österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker († 1994)
- 24. Januar: Guillermo Suárez Mason, argentinischer General († 2005)
- 26. Januar: James McCord, einer der 5 Einbrecher des Watergate-Hotels
- 26. Januar: Alice Babs, schwedische Schlager- und Jazzsängerin
- 27. Januar: Sabu, indischer Schauspieler († 1963)
- 27. Januar: Rauf Denktaş, türkisch-zypriotischer Politiker
- 29. Januar: Edi Finger, Sportjournalist und erster österreichischer TV-Sportreporter († 1989)
- 30. Januar: Hans Künzi, Schweizer Politiker (FDP) († 2004)
- 31. Januar: Tengis Abuladse, georgischer Filmregisseur († 1994)
- 2. Februar: Elfi von Dassanowsky, österreichische Sängerin, Pianistin und Filmproduzentin
- 2. Februar: Sonny Stitt, US-amerikanischer Saxophonist († 1982)
- 3. Februar: Edward Palmer Thompson, britischer Historiker, Sozialist und Friedensaktivist († 1993)
- 3. Februar: Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern, Chef des „Fürstlichen Hauses Hohenzollern“
- 3. Februar: Robert Schlienz, deutscher Fußball-Nationalspieler († 1995)
- 3. Februar: Bully Buhlan, deutscher Jazz- und Schlagersänger, Pianist, Schlagerkomponist und Schauspieler († 1982)
- 3. Februar: Andrzej Szczypiorski, polnischer Schriftsteller († 2000)
- 4. Februar: Karl Adam (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler († 1999)
- 5. Februar: Alexander Matwejewitsch Matrossow, eine Symbolfigur der Roten Armee und Held der Sowjetunion († 1943)
- 5. Februar: Hilde Sochor, Schauspielerin
- 8. Februar: Khamtay Siphandone, Präsident von Laos
- 11. Februar: John Patty, ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler
- 14. Februar: Ralf Arnie, Komponist († 2003)
- 19. Februar: David Bronstein, russischer Schachgroßmeister
- 19. Februar: František Vláčil, († 1999)
- 20. Februar: Sidney Poitier, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Februar: Robert Gabriel Mugabe, Chef der ZANU-Partei und Staatsoberhaupt von Simbabwe
- 21. Februar: Silvano Piovanelli, Erzbischof von Florenz und Kardinal
- 23. Februar: Claude Sautet, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur († 2000)
- 26. Februar: Erwin Hegemann, Künstler († 1999)
- 27. Februar: Heimo Erbse, deutscher Komponist und Opernregisseur († 2005)
- 28. Februar: Christopher C. Kraft, US-amerikanischer Raumfahrtingenieur
- 29. Februar: Will Elfes, deutscher Bildhauer und Musiker († 1971)
- 1. März: Deke Slayton, US-amerikanischer Astronaut († 1993)
- 2. März: Wolf in der Maur, österreichischer Journalist und Herausgeber († 2005)
- 2. März: Günter Waldorf, österreichischer Maler
- 3. März: Johnson Aguiyi-Ironsi, 1966 Militärdiktator und Staatspräsident von Nigeria († 1966)
- 3. März: Ottmar Walter, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 3. März: Lys Assia, Schweizer Sängerin und Schauspielerin
- 4. März: Fritz Hofmann (Politiker), Schweizer Politiker († 2005)
- 6. März: Oskar Marczy, deutscher Politiker
- 7. März: Hans Schicker, bekanntester Geigenbauer in Freiburg des 20. Jhdts. († 2001)
- 7. März: Eduardo Paolozzi, ein schottischer Graphiker und Bildhauer († 2005)
- 11. März: Erich Schmitt, deutscher Karikaturist († 1984)
- 11. März: Franco Basaglia, italienischer Psychiater († 1980)
- 11. März: Jozef Tomko, Kardinal
- 13. März: Karl Ahrens, deutscher Politiker
- 16. März: Wolfgang Kieling, deutscher Schauspieler († 1985)
- 18. März: Alexandre José Maria dos Santos, Erzbischof von Maputo und Kardinal
- 20. März: Walter Klingenbeck, deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus († 1943)
- 22. März: Al Neuharth, Manager
- 24. März: Karl-Heinz Günther, deutscher Kriminalschriftsteller († 2005)
- 27. März: Sarah Vaughan, US-amerikanische Jazz-Sängerin († 1990)
- 28. März: Gerhard Fritsch, österreichischer Schriftsteller († 1969)
- 30. März: Milko Kelemen, kroatischer Komponist, Begründer der Zagreber Biennale (1959)
- 2. April: Ludwig Leo, Architekt
- 2. April: Hans Faillard, Professor für Biochemie und physiologische Chemie († 2005)
- 3. April: Doris Day, Schauspielerin und Sängerin
- 3. April: Marlon Brando, US-amerikanischer Schauspieler († 2004)
- 6. April: Rewol Samuilowitsch Bunin, russischer Komponist († 1976)
- 7. April: Johannes Mario Simmel, österreichischer Schriftsteller
- 8. April: Günter Pfitzmann, deutscher Schauspieler und Kabarettist († 2003)
- 8. April: Fritz Molden, österreichischer Widerstandskämpfer, Journalist, Verleger und Diplomat
- 10. April: Wolfgang Menge, deutscher Reporter und Drehbuchautor
- 12. April: Raymond Barre, französischer Politiker
- 13. April: Stanley Donen, US-amerikanischer Regisseur und Choreograf
- 15. April: Neville Marriner, britischer Dirigent und Geiger
- 17. April: Kazimierz Dejmek, polnischer Theaterregisseur († 2002)
- 18. April: Clarence Gatemouth Brown, US-amerikanischer Blues-Gitarrist († 2005)
- 19. April: Werner Kohlmeyer, deutscher Fußballspieler († 1974)
- 19. April: Masaru Kawasaki, japanischer Komponist und Professor
- 21. April: Annemarie Griesinger, deutsche Sozialpolitikerin
- 23. April: Ruth Leuwerik, Star des Wirtschaftswunder-Kinos der 1950er Jahre
- 23. April: Maria von Wedemeyer, Verlobte von Dietrich Bonhoeffer († 1977)
- 25. April: Brigitte Freyh, deutsche Politikerin
- 27. April: Lena Stumpf, deutsche Leichtathletin
- 28. April: Kenneth Kaunda, Präsident Sambias von 1964 bis 1991
- 29. April: Zizi Jeanmaire, Balletttänzerin
- 30. April: Ilja Prachař, tschechischer Schauspieler († 2005)
- 1. Mai: Grégoire Kayibanda, ruandischer Politiker († 1976)
- 1. Mai: Wiktor Petrowitsch Astafjew, russischer Schriftsteller († 2001)
- 2. Mai: Kurt Ludwig, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1995)
- 2. Mai: Günter Wöhe, Experte für Betriebswirtschaftslehre
- 3. Mai: Ken Tyrrell, britischer Rennfahrer und Gründer des Tyrrell-Formel 1-Teams († 2001)
- 3. Mai: Jehuda Amichai, deutsch-israelischer Lyriker († 2000)
- 4. Mai: Uwe Faerber, deutscher Musikwissenschaftler
- 4. Mai: Otto Grünmandl, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller († 2000)
- 6. Mai: Patricia Kennedy Lawford, Mitglied der Kennedy-Familie
- 7. Mai: Marjorie Boulton, englische Literaturwissenschaftlerin
- 9. Mai: Bulat Schalwowitsch Okudschawa, russischer Dichter und Liedermacher († 1997)
- 11. Mai: Antony Hewish, britischer Radioastronom und Nobelpreisträger
- 11. Mai: Jörg Mauthe, österreichischer Journalist, Schriftsteller und Kulturpolitiker († 1986)
- 11. Mai: Luděk Pachman, tschechisch-deutscher Schachspieler († 2003)
- 15. Mai: Chargesheimer, Fotograf
- 20. Mai: Otto Häuser, satirischer Schriftsteller
- 21. Mai: Ludwig von Friedeburg, deutscher Soziologe
- 21. Mai: Alois Derfler, Präsident des österreichischen Bauernbundes († 2005)
- 22. Mai: Charles Aznavour, französischer Autor, Komponist, Sänger und Schauspieler
- 22. Mai: Claude Ballif, französischer Komponist († 2004)
- 23. Mai: Antje Huber, deutsche Politikerin
- 23. Mai: Karlheinz Deschner, deutscher Schriftsteller und Religionskritiker
- 25. Mai: Heinrich Aigner, CSU-Bundestagsabgeordneter († 1988)
- 25. Mai: Walter Schultheiß, deutscher Schauspieler, Autor und Maler
- 25. Mai: István Nyers, ungarischer Fußballspieler († 2005)
- 28. Mai: Alfonso Prinz zu Hohenlohe, deutscher Adliger und Star des internationalen Jet-Sets († 2003)
- 30. Mai: Kurt Rebmann, ehemaliger Generalbundesanwalt († 2005)
- 30. Mai: Kurt Tiedke, Politiker in der DDR
- 31. Mai: Gisela May, deutsche Schauspielerin und Diseuse
- 1. Juni: Rudi Piffl, deutscher Tischtennisspieler
- 1. Juni: Helmut Sakowski, Schriftsteller aus der DDR
- 2. Juni: Benjamin DeMott, US-amerikanischer Autor, Kulturkritiker und Professor († 2005)
- 3. Juni: Horst Sölle, Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel der DDR
- 3. Juni: Torsten N. Wiesel, schwedischer Neurobiologe
- 4. Juni: Heinz Westphal, deutscher Politiker († 1998)
- 4. Juni: Dennis Weaver, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. Juni: Donald Watts Davies, Physiker († 2000)
- 8. Juni: Carl-Heinz Kliemann, deutscher Maler, Grafiker und Collagekünstler
- 8. Juni: Rolf Schneebiegl, deutscher Musiker der volkstümlichen Musik
- 10. Juni: Friedrich Ludwig Bauer, deutscher Pionier der Informatik
- 12. Juni: George H. W. Bush, 41. Präsident der USA von 1989–1993
- 14. Juni: James Whyte Black, britischer Pharmakologe, Nobelpreisträger für Medizin
- 15. Juni: Ezer Weizmann, israelischer Präsident († 2005)
- 16. Juni: Adam Hanuszkiewicz, polnischer Theaterregisseur
- 16. Juni: Radovan Richta, tschechischer Philosoph († 1983)
- 16. Juni: Robert Gist, US-amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler († 1998)
- 16. Juni: Lucky Thompson, US-amerikanischer Saxophonist und Komponist († 2005)
- 17. Juni: Ernst Wimmer, Politiker, Kommunist, Theoretiker und Journalist († 1991)
- 18. Juni: George Mikan, US-amerikanischer Basketballspieler († 2005)
- 19. Juni: Luděk Kopřiva, tschechischer Schauspieler († 2004)
- 20. Juni: Chet Atkins, Country-Musiker und Schallplattenproduzent († 2001)
- 20. Juni: Fritz Koenig, deutscher Bildhauer
- 20. Juni: Rainer Barzel, deutscher Politiker
- 20. Juni: Josip Uhac, Diplomat des Vatikans und Bischof der römisch-katholischen Kirche († 1998)
- 20. Juni: Audie Murphy, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1971)
- 21. Juni: Marga López, mexikanische Schauspielerin († 2005)
- 23. Juni: Wilfried Hasselmann, deutscher Politiker († 2003)
- 24. Juni: Kurt Furgler, Schweizer Politiker (CVP
- 25. Juni: Sidney Lumet, US-amerikanischer Filmregisseur
- 26. Juni: Karl-Heinz Krause, deutscher Bildhauerei
- 27. Juni: Herbert Weiz, Minister für Forschung und Technik und stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates der DDR
- 3. Juli: Peter Sandloff, deutscher Komponist und Filmkomponist
- 5. Juli: Edward Idris Cassidy, australischer Kardinal
- 5. Juli: Helga Wex, deutsche Politikerin († 1986)
- 7. Juli: Dieter Nowka, deutscher Komponist
- 8. Juli: Anton Schwarzkopf, deutscher Konstrukteur von Attraktionen und Achterbahnen († 2001)
- 8. Juli: Johnnie Johnson, US-amerikanischer Musiker und Komponist († 2005)
- 11. Juli: Helga Timm, deutsche Politikerin
- 12. Juli: Heinz von Cramer, Hörspielregisseur und Autor
- 13. Juli: Donald Osterbrock, US-amerikanischer Astronom
- 18. Juli: Wolfram Dorn, deutscher Politiker
- 19. Juli: Rudolf Braunburg, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 21. Juli: Rebula Alojz, slowenischer Schriftsteller und Übersetzer
- 22. Juli: Hans Tuppy, Wissenschafter, österreichischer Politiker
- 27. Juli: Otar Taktakischwili, georgischer Komponist († 1989)
- 27. Juli: Inge Konradi, österreichische Film-, Kammer- und Theaterschauspielerin († 2002)
- 28. Juli: Luigi Musso, Formel-1-Rennfahrer († 1958)
- 30. Juli: Otto Borst, deutscher Historiker († 2001)
- 1. August: Georges Charpak, polnischer Physiker
- 2. August: O. F. Weidling, Talkmaster und Conférencier im Fernsehen der DDR († 1985)
- 2. August: James Baldwin, US-amerikanischer Schriftsteller († 1987)
- 3. August: Leon Uris, US-amerikanischer Schriftsteller († 2003)
- 4. August: Dom Um Romão, brasilianischer Schlagzeuger und Perkussionist († 2005)
- 6. August: Günter Caspar, Cheflektor des Aufbau Verlages († 1999)
- 6. August: Hans Neubert, deutscher Maler und Grafiker
- 9. August: Alex Quaison-Sackey, ghanaischer Politiker und Diplomat
- 12. August: | | |