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Pioneer 11

Pioneer 11

Pioneer 11 ist eine US-amerikanische Raumsonde der Pioneer-Reihe, welche die Erforschung der Planeten Jupiter und Saturn zur Aufgabe hatte.

Mission

Genau ein Jahr nach dem Start der baugleichen Schwestersonde Pioneer 10 sollte auch "Pioneer 11" den Vorstoß in das äußere Sonnensystem wagen. Der Missionsbeginn war bewusst verzögert, um mögliche Schwierigkeiten bei "Pioneer 10" berücksichtigen zu können. Da es diese aber kaum gab, konnte für "Pioneer 11" grünes Licht gegeben werden. Sollte die Sonde nach dem Vorbeiflug am Jupiter noch funktionsfähig sein, sollte sie den zweiten Riesenplaneten Saturn ansteuern. Wie auch bei der Pioneer 10 befindet sich an Bord der Pioneer 11 eine Pioneer-Plakette, die eine Botschaft der Menschheit enthält.

Verlauf


- "Pioneer 11" startete am 6. April 1973 mit einer Atlas-Centaur-Rakete.
- Der Vorbeiflug an Jupiter fand am 3. Dezember 1974 in 43.000 km Abstand zur Oberfläche statt. Dabei gewann die Sonde rd. 500 Bilder und zahlreiche Daten.
- Der Vorbeiflug an Saturn fand am 1. September 1979 in 21.000 km Abstand statt. Dabei wurden rd. 400 Bilder gemacht. Die Sonde entdeckte Details der Saturnringe und einen neuen Saturnmond. "Pioneer 11" war die erste Sonde, die den Planeten Saturn passierte.
- Am 23. Februar 1990 passierte "Pioneer 11" als viertes irdisches Raumfahrzeug nach Pioneer 10, Voyager 1 und Voyager 2 die Neptunbahn und drang dann in den interstellaren Raum vor.
- Wegen Treibstoffmangels wurde die Mission zum 30. September 1995 eingestellt. Eine letzte Telemetrie von "Pioneer 11" erhielt die NASA am 24. November 1995.

Ergebnisse

Obwohl die Sonde "Pioneer 11" den ersten Vorbeiflug am Saturn erfolgreich meisterte, wurden die wissenschaftlichen Ergebnisse der Mission bald durch diejenigen der beiden "Voyager"-Sonden erweitert und übertroffen. Dies lag daran, dass "Pioneer 11", genau wie "Pioneer 10" nur teilweise die wissenschaftliche Erforschung des äußeren Sonnensystems als Ziel hatte. Ihre Aufgabe lag vielmehr darin, den Durchbruch zu Jupiter und zu Saturn überhaupt zu schaffen, damit sich die nachfolgende Generation von "Voyager"-Sonden die Planeten genauer anschauen konnte. "Pioneer 11" ist diejenige Sonde, welche das Sonnensystems mit der geringsten Geschwindigkeit verlässt. Da sie die bisher letzte Sonde war, die in den interstellaren Raum überhaupt vordrang und dazu noch aufgrund des aufwendigen Saturn-Manövers diejenige mit den niedrigsten Energiereserven war, spielten auch die zwischen 1990 und 1995 gewonnenen Messergebnisse im interstellaren Raum (im Gegensatz zu denen der "Voyager"-Sonden) keine Rolle mehr.

Weblinks


- [http://www.bernd-leitenberger.de/pioneer10-11.html Pioneer 10 und 11] (dt.)
- [http://www.science-at-home.de/platte.php Erklärung zu der Plakette an Bord der Pioneer-Sonde] (dt.)
- [http://spaceprojects.arc.nasa.gov/Space_Projects/pioneer/PNhome.html NASA Pioneer Seite (englisch)]
Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen, Pioneer-Anomalie Kategorie:Sonde ins äußere Planetensystem ko:파이어니어 11호

Raumsonde

] Eine Raumsonde ist ein unbemannter Flugkörper, der zu Erkundungszwecken ins Weltall geschickt wird. Im Gegensatz zu einem (Erd)Satelliten verlässt sie die Umlaufbahn (Orbit) der Erde und fliegt ein entferntes Ziel im Weltraum an, um dieses zu untersuchen (z. B. Mars, Asteroiden, Kometen, Jupitermonde). Wegen der oft jahrelangen Dauer von Raumsondenmissionen werden an die technischen Einrichtungen von Raumsonden höchste Anforderungen gestellt. Die Komponenten von Raumsonden werden aufwändigst getestet und im Reinraum zusammengebaut, was die hohen Kosten von Raumsonden erklärt. Ein großes Problem bei Raumsonden gegenüber erdumkreisenden Satelliten ist der große Erdabstand, der lange Laufzeiten der von der Bodenstation ausgesandten Steuerbefehle bewirkt. Aus diesen Grund müssen Raumsonden über Systeme verfügen, die sie in gewissem Umfang von Bodenstationen unabhängig machen. Für Raumsondenmissionen muss der Einschusswinkel mit einer Genauigkeit von unter 1 Bogensekunde festgelegt werden. Die Navigation von Raumsonden muss mit höchster Genauigkeit erfolgen. Sie erfolgt mit Hilfe des Dopplereffekts und der Signallaufzeiten. Auf diese Weise wird ihre Position mit einer Genauigkeit von unter 1 Meter - unabhängig von ihrer Entfernung zur Erde - ermittelt. Die Energieversorgung erfolgt bei Raumsonden zum Mond und zu den inneren Planeten Merkur bis Mars meist mit Solarzellen, die über einen Akkumulator gepuffert sind. Für Raumsonden mit kurzer Lebensdauer werden auch Akkumulatoren verwendet. Raumsonden für den Flug zu äußeren Planeten verwenden für die Stromversorgung stets Isotopenbatterien, da mit wachsenden Abstand von der Sonne Solarzellenflächen immer ineffizienter werden. Je nach Aufgabenstellung unterteilt man Raumsonden in:
- Vorbeiflugsonden - Sonden, die nur einen Vorbeiflug an einem Himmelskörper durchführen
- Orbiter - Sonden, die eine Umlaufbahn um einen Himmelskörper einschlagen
- Lander - Sonden, die auf einem Himmelskörper landen, hier ist weitere Unterteilung sinnvoll:
  - Hydrobot - eine Sonde, die selbständig die Tiefen unbekannter Gewässer erkunden kann
  - Kryobot - eine Sonde, die sich durch Eis hindurchschmilzt um dieses und darunterliegende Medien zu erkunden
  - Penetrator - eine Raumsonde, die sich bei einer ungebremsten Landung bis zu einigen Metern in den zu untersuchenden Himmelskörper bohrt
  - Rover - ein mobiles Landegerät, mit dem größere Regionen erkundet werden können
- Probenrückführung (engl. Sample Return) - Sonden, die Proben eines Himmelskörpers oder im Weltraum eingesammelte Partikel zur Erde zurückführen. Zuvor könnte ggf. eine Landung auf dem Himmelskörper nötig sein Eine vollständige Liste aller Raumsonden mit Missionsbeschreibungen ist unter Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen verfügbar. Kategorie:Raumsonde

Pioneer

vorbei.]] Unter dem Namen Pioneer (dt.: Pionier) werden insgesamt 19 verschiedene Raumsonden der NASA zusammengefasst, die zwischen 1958 und 1978 zur Erforschung des Mondes, der Sonne, des Jupiters, des Saturns und der Venus gestartet wurden.

Mission

Die "Pioneer"-Mission standen allesamt unter dem Motto der Grundlagenforschung. Wissenschaft stand zunächst an zweiter Stelle, wichtiger war die Erprobung der Technik. Denn im Jahre 1958 befand sich die Raumfahrt noch in den Kinderschuhen. "Pioneer" 0-4 und A-D hatten den Mond zum Ziel, "Pioneer 5" war ein interplanetarer Testflug, "Pioneer" 6-9 und E dienten zur Erforschung der Sonne, "Pioneer" 10-11 zum Vorstoß ins äußere Sonnensystem (zu den Riesenplaneten Jupiter und Saturn), "Pioneer-Venus" 1-2 flogen zur Venus. Für die letzten vier Sonden des "Pioneer"-Programmes gibt es eigene Artikel:
- Pioneer 10
- Pioneer 11
- Pioneer-Venus 1-2

Verlauf

Pioneer-Venus Den Anfang machte die US-Luftwaffe: Drei 38 kg schwere Sonden hatte sie konstruiert. Ziel war zunächst ein Vorbeiflug am Mond. Alle Sonden waren bereits mit optischen Systemen ausgerüstet.
- "Pioneer 0" explodierte mitsamt der Thor-Able-Rakete nach 77 Sekunden am 17. August 1958.
- "Pioneer 1" startete am 11. Oktober 1958, doch konnte die Sonde die Erdumlaufbahn nicht verlassen. Nach 114.000 Kilometern (fast ein Drittel der Entfernung Erde-Mond) machte die Sonde kehrt und verglühte tags darauf in der Erdatmosphäre.
- "Pioneer 2" erreichte aufgrund einer Fehlzündung am 8. November 1958 nur eine Entfernung von 1.500 km und verglühte dann in der Erdatmosphäre. 8. November Danach war das US-Heer an der Reihe. Zu den beteiligten Wissenschaftlern zählte auch Wernher von Braun. Die beiden Sonden, die unter seiner Aufsicht konstruiert worden waren, hatten ein Gewicht von nur 6 kg und trugen nur ein wissenschaftliches Experiment: Einen Strahlendetektor.
- "Pioneer 3" fiel nach Start mit einer Juno II-Rakete am 6. Dezember 1958 nach Erreichen eines Erdabstandes von 102.000 km, ähnlich wie "Pioneer 1", wieder zur Erde zurück.
- Mit dem Start von "Pioneer 4" auf einer Juno II-Rakete gelang den USA am 4. März 1959 der entscheidende Durchbruch: Der Mond wurde in 60.000 km Abstand passiert. Die Sonde verließ danach den Wirkungsbereich der Erdschwerkraft und drang als erstes US-amerikanisches Raumfahrzeug in den interplanetaren Raum vor. Dennoch waren die USA zu spät: Lunik 1 hatte dieselbe Mission bereits am 4. Januar 1959, also zwei Monate vorher, durchgeführt. 1959 Um mit der Sowjetunion gleichzuziehen, bereitete die neue Weltraumbehörde NASA 1959 den Start von vier Mondorbitern vor, allesamt rd. 170 kg schwer. Diese Vierergruppe war ein einziger Fehlschlag und wurden in der Öffentlichkeit geheim gehalten. Daher auch die widersprüchlichen Bezeichnungen.
- "Pioneer A", n.a.A. "Pioneer P-1" (wird auch oft gar nicht aufgeführt!) explodierte 24. September 1959 mit der Atlas-Able-Rakete bei Triebwerkstests vor dem Start.
- "Pioneer B", n.a.A. "Pioneer P-3" wird am 26. November 1960 45 Sekunden nach dem Start durch das Versagen der Nutzlastverkleidung der Atlas-Able Rakete zerstört.
- "Pioneer C", n.a.A. "Pioneer P-30" explodierte mit der Atlas-Able-Trägerrakete am 25. September 1960.
- "Pioneer D", n.a.A. "Pioneer P-31" explodierte mitsamt der Atlas-Able-Rakete am 15. Dezember 1960. 15. Dezember Im Jahr 1960 testete die NASA auch einen Prototypen für eine interplanetare Raumsonde. Obwohl hierfür nur ein einziges - 43kg schweres - Exemplar zur Verfügung stand, klappte alles:
- "Pioneer 5" startete am 11. März 1960 mit einer Thor-Able-Rakete. Der Kontakt konnte regelmäßig bis zum 30. April 1960 gehalten werden, danach empfing man noch bis zum 24. Juni 1960 unregelmäßig Signale von der Sonde, doch das Ziel war erreicht. 24. Juni Danach trat ihm Rahmen der Ranger Mondsonden und des Mariner Programmes (Venus und Mars) eine Pause bei den "Pioneers" ein. Erst im Jahre 1965 wurden neue Sonden gebaut. Dabei wurde der interplanetare Raum zum Ziel, in welchem ein Sonden-Netzwerk zur Sonnenerkundung aufgebaut werden sollte.
- "Pioneer 6" startete am 16. Dezember 1965 mit einer Delta-Rakete
- "Pioneer 7" startete am 17. August 1966 mit einer Delta-Rakete
- "Pioneer 8" startete am 13. Dezember 1967 mit einer Delta-Rakete
- "Pioneer 9" startete am 8. Dezember 1968 mit einer Delta-Rakete
- "Pioneer E" startete am 27. August 1969, doch explodierte die Delta-Rakete kurz nach dem Start und die Sonde wurde zerstört. Die anderen Sonden arbeiteten aber zufriedenstellend. Die Experimente umfassten Messungen von Staubpartikeln, verschiedenen Strahlen und Magnetfeldern. Die Sonde "Pioneer 7" wurde 1986 auch zur Beobachtung des Halleyschen Kometen aus 12 Mill. km Entfernung eingesetzt. Als erste verlor die NASA am 18. Mai 1983 den Kontakt zu "Pioneer 9". Die anderen drei Sonden arbeiteten bis Mitte der 90er Jahre. Der Kontakt zu "Pioneer 7" brach am 31. März 1995 ab, zu "Pioneer 8" am 22. August 1996. Auch zu "Pioneer 6" war nach 1995 die Kommunikation teilweise unterbrochen. Ein letzter Kontakt zu "Pioneer 6" wurde am 8. Dezember 2000 etabliert - 35 Jahre nach dem Start. Dies stellt einen absoluten Rekord in punkto Lebensdauer dar.

Weblinks


- [http://www.bernd-leitenberger.de/pioneer.html Das Pioneer Programm] (dt.)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/pioneer.php extrasolar-planets.com - Pioneer Sonden] (dt.) Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen, Deep Space Network, Pioneer-Anomalie
Kategorie:Sonnensonde Kategorie:Mondsonde Kategorie:Venussonde Kategorie:Sonde ins äußere Planetensystem

Planet

Ein Planet ist ein Himmelskörper, der nicht selbst leuchtet und sich in einer keplerschen Umlaufbahn um einen Stern bewegt. Der Name stammt vom griechischen „plánetes“ und bedeutet „die Umherschweifenden“ bzw. „der Wanderer“ (altgriechisch). Früher wurden Planeten auch als Wandelsterne bezeichnet. Die meisten Planeten des Sonnensystems werden von Monden umkreist. Die erste weiche Landung auf einem anderen Planeten gelang der Menschheit am 15. Dezember 1970 mit der sowjetischen Sonde Venera-7. Mit Venera-3 und Venera-4 gelangen zuvor erste harte und fast-weiche Planeten-Landungen am 1. März 1966 und am 18. Oktober 1967, wobei Venera-4 über die gesamte Betriebszeit von 96 Minuten aus der Venus-Atmosphäre erfolgreich Daten übertrug. Ende des 20. Jahrhunderts wurde der erste Planet außerhalb des Sonnensystems (Exoplaneten) entdeckt, der den Stern 51 Pegasi umkreist. Die Zahl der bekannten Exoplaneten stieg seither stark an.

Planeten unseres Sonnensystems

Hauptartikel: Sonnensystem
- Erdähnliche (felsige) Planeten (inneres Planetensystem):
  - 1 Merkur
  - 2 Venus
  - 3 Erde
  - 4 Mars
- Iovianische Planeten / Gasriesen (äußeres Planetensystem):
  - 5 Jupiter
  - 6 Saturn
  - 7 Uranus
  - 8 Neptun
- Transneptunische Objekte (TNOs):
  - 9 Pluto Zusätzlich könnte das Objekt 2003UB313 als zehnter Planet in diese Liste aufgenommen werden. Jedoch ist der Status des Objekts bislang noch nicht von der AIU endgültig geklärt. Die mittleren Abstände der Planeten zur Sonne lassen sich recht genau mit der Titius-Bodeschen Reihe angeben. Zwischen Mars und Jupiter klafft hier eine Lücke, die durch den Asteroidengürtel gefüllt wird; allerdings tritt der Abstand des Neptuns nicht in der Reihe auf.

Gruppierung

Der Asteroidengürtel trennt das innere vom äußeren Planetensystem. Der große Bereich der TNOs wird mitunter auch als eine dritte Zone angesehen. Damit zählen Merkur, Venus, Erde und Mars zu den inneren Planeten, und Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto zu den äußeren Planeten, wobei der Status von Pluto als Planet allerdings umstritten ist. Diese Unterscheidung ist nicht zu verwechseln mit der Gruppierung in die unteren Planeten, welche die Sonne innerhalb der Erdbahn umlaufen – also Merkur und Venus – und in die oberen Planeten, die sich außerhalb der Erdbahn bewegen.

Merkregeln

Um sich die Planeten und ihre Reihenfolge zu merken gibt es auch einige Merksprüche.

Definition

Es gibt bis heute kein klar definiertes Unterscheidungsmerkmal zwischen Planeten und Asteroiden. So ist der Planeten-Status von Pluto aufgrund seiner geringen Größe und seiner stark elliptischen sowie gegen die Ekliptik geneigten Bahn umstritten. Viele Astronomen rechnen ihn dem Kuipergürtel zu, einem Reservoir von Kometen und Asteroiden, das im Inneren bis an die Neptun-Bahn heranreicht. Kürzlich entdeckte ähnlich große Himmelskörper im Kuipergürtel, insbesondere 2003UB313, haben die Diskussion um Plutos Status neu entfacht.

Die zwei häufigsten Definitionsversuche

1. Eine plausible Erklärung zur Definition eines Planeten gibt das California Institute of Technology, das eng mit der NASA zusammen arbeitet: :Ein Objekt im Sonnensystem wird als Planet bezeichnet, wenn es eine größere Masse hat als alle anderen Objekte zusammen, die sich im selben Orbit befinden. Somit ist die Erde ein Planet, da sie schwerer ist als alle Asteroiden, die dieselbe Umlaufbahn wie die Erde haben. :Problem: Pluto ist zwar das größte Objekt in seiner Umgebung, jedoch nicht schwerer als die Summe seiner Nachbarobjekte, weshalb er laut dieser Definition nicht als Planet eingestuft werden kann. Zählt man Pluto zu Neptuns Umlaufbahn, dann wird dies noch deutlicher. Danach hätte unser Sonnensystem anstatt neun also nur acht Planeten. 2. Andere definieren Planeten als :Gesteinskugel, die sich auf Grund der eigenen Gravitation zu einer solchen geformt hat. :Problem hierbei: Diese Definition würde zwar die meisten Asteroiden und Kometen ausschließen, doch würden alle großen Monde, auch der Erdenmond, dazu zählen und unser Sonnensystem hätte hunderte von Planeten. Die für die Namensgebung von Himmelskörpern zuständige Internationale Astronomische Union (IAU), hat im Jahr 2004 ein Komitee eingesetzt, das verbindliche Kriterien für die Definition eines Planeten erarbeiten soll. Im Sommer 2006 sollen die Ergebnisse dieser Arbeiten veröffentlicht werden. Die wichtigsten bekannten Eigenschaften der Planeten des Sonnensystems sind unter Planet (Tabelle) tabellarisch erfasst.

Geschichte der Entdeckung

Planeten des Sonnensystems

Die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sind mit bloßem Auge am Nachthimmel erkennbar und erscheinen heller als die meisten Fixsterne. Sie waren bereits in der Antike bekannt und wurden von vielen Kulturen mit ihren Hauptgöttern identifiziert. Die noch heute verwendeten Namen stammen aus der römischen Mythologie. Obwohl es bereits in der Antike Vertreter des Heliozentrischen Weltbilds gab (zum Beispiel Aristarchos von Samos), wurde bis Mitte des 16. Jahrhunderts allgemein angenommen, dass sich die Planeten mitsamt der Sonne um die Erde bewegen (Geozentrisches Weltbild). 1543 veröffentlichte Nikolaus Kopernikus, angeregt durch Aristarchos, sein Werk „Von den Umdrehungen der Himmelssphären“, in dem er die Sonne in den Mittelpunkt stellte und die Erde als weiteren Planet erkannte. Unter günstigen Bedingungen ist Uranus auch mit bloßem Auge zu erkennen, und er wurde bereits 1690 fälschlicherweise als Stern katalogisiert. Er wurde erst 1781 von Sir Friedrich Wilhelm Herschel als Planet erkannt. Mit Hilfe der älteren Beobachtungen gelang es Johann Elert Bode die Umlaufbahn genau zu bestimmen. Anhand von Bahnstörungen des Uranus berechneten Urbain Jean Joseph Leverrier und John Couch Adams unabhängig die Bahn eines weiteren Planeten, dies führte am 23. September 1846 zur Entdeckung Neptuns durch Johann Gottfried Galle. Durch den neu entdeckten Planeten konnten jedoch nicht sämtliche Unregelmäßigkeiten in der Uranus-Bahn erklärt werden. Schließlich wurde 1930 von Clyde W. Tombaugh ein weiteres Objekt entdeckt und später Pluto genannt, der bislang als neunter Planet gilt. Die Existenz eines weiteren Planeten (Transpluto oder Planet X) im Sonnensystem galt lange als unwahrscheinlich. Seit Ende der 1990er Jahre werden zusehends Objekte jenseits der Neptun- beziehungsweise der Plutobahn entdeckt. Diese transneptunischen Objekte werden gelegentlich von der Presse ebenfalls als Planet bezeichnet. So zum Beispiel Quaoar (2002), Orcus (2004) Sedna (2004) oder 2003UB313 (2005).

Exoplaneten

Hauptartikel: Exoplanet Die ersten Planeten überhaupt, die außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurden, umkreisen den Pulsar mit dem Namen PSR 1257+12. Durch genaue Messungen der Wiederkehrzeit des Strahls, der uns vom Pulsar erreicht, konnten 1994 drei Planeten mit Massen von 0,02, 4,3 und 3,9 Erdmassen nachgewiesen werden. Auf diesen Planeten ist Leben, wie wir es von der Erde kennen, praktisch ausgeschlossen. Der erste Exoplanet in einem Orbit um einen sonnenähnlichen Stern wurde 1995 von Professor Michel Mayor vom Departement für Astronomie der Universität Genf und seinem Mitarbeiter Didier Queloz mit Hilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Der Planet rotiert im 4,2-Tagestakt um den ca. 40 Lichtjahre entfernten Stern Pegasus 51 und hat 0,46 Jupitermassen. Im Mai 2005 waren 156 extrasolare Planeten in 136 Systemen bekannt, darunter 13 Systeme mit zwei, zwei Systeme mit 3 und 1 System mit 4 Planeten (keine mit mehr). Im Umkreis von ca. 100 Parsec wurden bis jetzt um 7% der Sterne Planeten gefunden. Die meisten der bis jetzt entdeckten Systeme sind aber nicht mit unserem Sonnensystem vergleichbar, es handelt sich meist um Gasriesen, die ihren Zentralstern in einer sehr engen Umlaufbahn umkreisen. Solche Planeten werden von Astronomen hot Jupiters genannt. Nach einer Theorie sind sie, wie Jupiter, in relativ großem Abstand von ihrem Zentralstern in der Akkretionsscheibe entstanden, dann aber nach innen gewandert. Nach einer anderen Theorie sind sie jedoch wie Sterne aus einer Gaswolke kondensiert. Exoplaneten im Orbit um sonnenähnliche Sterne konnten bis 2005 nicht mit Teleskopen direkt beobachtet werden, da sie sehr lichtschwach sind. Sie werden von dem um ein Vielfaches helleren Stern, um den sie kreisen, überstrahlt. Das Auflösungsvermögen von erdgestützten Teleskopen reicht heute noch nicht dazu aus, um zwei so relativ nahe beieinander liegende Objekte mit so großem Helligkeitsunterschied wie einem Planet und seinem Stern getrennt darzustellen. Man nutzt daher verschiedene indirekte Methoden wie die Transitmethode, bei der durch die Bedeckungen des Sterns durch den Planeten periodische Helligkeitsabsenkungen des Sterns verursacht werden, falls die Umlaufbahn so liegt, dass der Planet von uns aus gesehen genau vor dem Stern vorbeizieht. Eine andere Methode ist die Radialgeschwindigkeitsmethode, bei der der Planet durch seinen Schwerkrafteinfluss am Stern zieht (beide kreisen um den gemeinsamen Schwerpunkt) und somit von der Erde aus diese periodische Bewegung eine abwechselnden Blauverschiebung und Rotverschiebung (Doppler-Effekt) des Spektrums des Sterns bewirkt. Am 10. September 2004 gab das European Southern Observatory bekannt, dass möglicherweise erstmals eine direkte Aufnahme eines Planeten beim 225 Lichtjahre entfernten Braunen Zwerg 2M1207 gelungen ist. Am 30. April 2005 berichtete das ESO, im Februar und März 2005 mit dem Very Large Telescope aufgenommene Fotos zeigten zusammen mit den älteren Aufnahmen, dass sich 2M1207 und sein Begleiter, durch die Schwerkraft aneinander gebunden, tatsächlich gemeinsam bewegten. Dies könne als Beleg dafür gewertet werden, dass tatsächlich der erste fotografische Nachweis eines Exoplaneten gelungen sei.

Charakteristische Formeln


- mittlere Materiendichte: \bar=\frac, wobei m = Planetenmasse, R = Radius; (\bar \geq 3\frac gesteinig, \bar \leq 2\frac gasartig)
- Kreisbahngeschwindigkeit vk um den Planeten herum: v_k=\sqrt, wobei G = Gravitationskonstante, m, R wie oben
- Fluchtgeschwindigkeit ve: v_e=\sqrt \cdot v_k = \sqrt, wobei G, m, R wie oben

Sonstiges

Im Gegensatz zur Astronomie betrachtet die Astrologie auch die Sonne als einen „Planeten“, die Erde dagegen nicht. Der englische Komponist Gustav Holst, selbst Hobby-Astronom, schrieb die symphonische Suite „Die Planeten“. Sie gehört zu den bekanntesten Programmmusiken. Die einzelnen Titel orientieren sich an astrologischen Planeten-Symbolen, beispielsweise „Mars, der Mittler des Krieges“ oder „Neptun, der Mystische“. Das Projekt Aerovita.net wagte sich noch einen Schritt weiter und verwendete unter anderem die Planeten wie auch die Sonne und deren jeweiligen Klang, um einen neuen Weg in der Musik einzuschlagen.

Siehe auch


- Tabelle der Eigenschaften der Planeten
- Titius-Bode-Reihe
- Astronomische Objekte
- Astronomie
- Kosmologie
- Universum
- Galaxie

Literatur


- Die Zeit: Ausgabe vom 01.08.2005: Transpluto will in den exklusiven Sonnensystem-Planetenklub: Jan Osterkamp: Artikel im Onlineangebot der Zeitung erhältlich: http://apollo.zeit.de/wo/article.php?id=784848

Weblinks


- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/nineplanets.html Die Neun Planeten – Multimedia-Tour durch das Sonnensystem]
- [http://solarsystem.dlr.de/RPIF/ RPIF-Bildbibliothek]
- [http://www.planeten.ch/ Informationen zu allen Planeten des Sonnensystems, sowie ihren Monden und über alle extrasolaren Planeten]
- [http://www.wissenschaft24.info/planeten-forschung.php4 Aktueller und allgemeinverständlicher Newsletter zur Planetenforschung]
- [http://www.gps.caltech.edu/~mbrown/ Informationen über Sedna, 2004 DW, Quaoar und 2003 UB313– California Institute of Technology]
- [http://exoplanets.org 'Planet Search Project' (University of California) – lokalisierte die meisten Exoplaneten]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/257763.html wissenschaft.de: „Es waren einmal neun Planeten…“] Artikel vom 22.09.2005 der sich auf Nature-Veröffentlichung bezieht

Videos


- Real Video Streams: (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=031210.rm Wie entstehen Gasplaneten?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010121.rm&g2=1 Gibt es einen 10. Planeten?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=000326.rm&e=14:25.00 Sind die Planetenbahnen stabil?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990117.rm Gibt es extrasolare Planeten?] Kategorie:Planetologie als:Planet ja:惑星 ko:행성 ms:Planet simple:Planet th:ดาวเคราะห์ zh-min-nan:He̍k-chheⁿ

Jupiter (Planet)

---Sidenote START---
Jupiter, benannt nach dem römischen Gott Jupiter, ist der fünfte und größte Planet unseres Sonnensystems. In der Astronomie verwendet man das Zeichen Sonnensystem für Jupiter

Allgemeines

Jupiter ist der innerste der Gasriesen des Sonnensystems und läuft auf einer annähernd kreisförmigen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0489 um die Sonne. Sein sonnennächster Punkt, das Perihel, liegt bei 4,95 AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 5,459 AE. Seine Umlaufbahn ist mit 1,305° leicht gegen die Ekliptik geneigt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Jupiter 11 Jahre 215 Tage und 3 Stunden. Jupiter ist nachts von der Erde aus mit bloßen Auge zu erkennen. An seiner maximalen Helligkeit gemessen ist Jupiter nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Objekt am Himmel. (Bei günstiger Planetenkonstellation kann er sogar heller sein als die Venus). Daher war er bereits in der Antike bekannt. Eine der ersten Personen, die Jupiter mit einem Fernrohr beobachteten, war 1610 Galileo Galilei. Dabei entdeckte er die vier größten Jupitermonde Ganymed, Kallisto, Io und Europa. Diese vier Monde werden auch heute noch als Galilei'sche Monde bezeichnet. Galilei entdeckte dabei die erste Bewegung von Himmelskörpern, die nicht direkt um die Erde zentriert ist. Es war unter anderem diese Entdeckung, die zu seiner Unterstützung des heliozentrischen Weltbildes führte und ihn in Schwierigkeiten mit der Inquisition brachte. Jupiter zählt zu der äußeren Gruppe der massereichen Gasriesen, die nach ihm als die jupiterähnlichen (iovianischen) Planeten bezeichnet werden. Eine genauere Beschreibung seines Aufbaus findet sich im entsprechenden Abschnitt. Jupiter ist der massenreichste Planet in unserem Sonnensystem. Mehr noch: Er besitzt 2,5 mal soviel Masse wie alle 8 anderen Planeten zusammen. Seine Masse reicht sogar aus die Sonne ins schlingern zu bringen: Der gemeinsame Schwerpunkt von Jupiter und Sonne liegt etwa 1,068 Sonnenradien außerhalb des Sonnenzentrums (und damit oberhalb der Sonnenoberfläche). Jupiter ist aber nicht nur der schwerste, sondern mit einem Durchmesser von etwa 143.000 km auch der größte Planet unseres Sonnensystems. Er hat mit 1,326 g/cm3 wie alle Gasriesen eine geringe mittlere Dichte. Interessanterweise besitzt Jupiter fast die Maximalausdehnung eines "kalten" aus Wasserstoff bestehenden Körpers. Kalt meint in diesem Zusammenhang einen Himmelskörper, der nicht wie ein Stern Wasserstoff zu Helium verbrennt. Körper aus Wasserstoff mit mehr Masse als Jupiter besitzen auf Grund ihrer erhöhten Gravitation ein kleineres Volumen. Solche Objekte nennt man auch braune Zwerge oder im angelsächsischen Sprachraum "failed stars". Der Übergang zwischen braunen Zwergen und Planeten ist fließend. Für einen "echten Stern" hätte Jupiter aber etwa 70 mal schwerer sein müssen. Trotz seiner enormen Größe ist Jupiter in unserem Sonnensystem der sich am schnellsten drehende Planet. Er vollendet eine Rotationsperiode in weniger als 10 Stunden, was auf Grund der Fliehkräfte eine Abflachung des Jupiters an den Polen und die Entstehung eines "Bauches" am Äquator zur Folge hat. Die Abflachung kann leicht mit einem Amateurteleskop beobachtet werden.

Aufbau

Atmosphäre

Hauptbestandteile der Atmosphäre sind Wasserstoff, Helium und in geringerer Menge Ammoniak und Methan. Desweiteren wurden Spuren von Sauerstoff, Kohlenstoff, Schwefel, Neon und fast allen anderen Elementen gefunden. Die Atmosphäre beinhaltet außerdem Spuren von Ammoniak, Wasser, Schwefelwasserstoff, Oxide und Sulfine. Die äußersten Schichten der Atmosphäre beinhalten Kristalle aus gefrorenem Ammoniak. Insgesamt gleicht Jupiters Zusammensetzung sehr der Gasscheibe, aus der sich vor etwa 4,5 Milliarden Jahren die Sonne entwickelt hat. Ähnlichkeiten im Aufbau zu Saturn lassen sich erkennen, während die beiden anderen Gasriesen Uranus und Neptun aufgrund ihrer geringeren Schwerkraft wesentlich weniger Wasserstoff und Helium besitzen. Diese beiden Elemente sind zu leicht, um von ihnen festgehalten zu werden. Die Atmosphäre geht ohne Phasenübergang mit zunehmender Tiefe in einen flüssigen Zustand über, da sich der Druck über den kritischen Punkts der Atmosphärengase erhöht. Auffällig sind die hellen und dunklen Bänder und der Große Rote Fleck - ein riesiger Antizyklon, der in seiner Längsrichtung zwei Erddurchmesser groß ist. Er ist sehr stabil und wird bereits seit 300 Jahren mit nur leichten Veränderungen beobachtet. Zum Vergleich: Auf der Erde lösen sich Windwirbel in der Atmosphäre üblicherweise innerhalb einiger Wochen wieder auf. Der Große Rote Fleck ist aufgrund seiner Größe bereits in einem Amateurteleskop sichtbar. Antizyklon Jupiter unterliegt nach neuen Forschungsergebnissen einem 70-jährigen Klimazyklus. In diesem Zeitraum kommt es zur Ausbildung etlicher Wirbelstürme - Zyklone und Antizyklone, die nach gewisser Zeit wieder zerfallen. Zudem verursacht das Abflauen der großen Stürme Temperaturunterschiede zwischen Polen und Äquator von bis zu 10 °C, die bisher wegen der ständigen Gasvermischung durch die Stürme verhindert wurden. Bis zum Jahr 2011 sollten die meisten Wirbelstürme auf Jupiter vorübergehend verschwunden sein. Allerdings dürfte der Große Rote Fleck diese Entwicklung aufgrund seiner großen Energie überleben. Die letzte Klimaveränderung dieser Art auf Jupiter konnte bereits 1939 beobachtet werden. Gasplaneten wie Jupiter beziehen einen Teil ihrer Energie aus der adiabatischen Kontraktion des Gases. Durch die daraus resultierende Temperaturerhöhung steigt der Druck, bis der Planet sich im Gleichgewicht befindet. Dieser Prozess wird Kelvin-Helmholtz-Mechanismus genannt. Die so entstehende Wärme wird langsam in den Weltraum abgestrahlt. Deshalb schrumpft der Planet beständig. Jupiter bezieht aus dieser Kontraktion eine Energie von etwa 400 Milliarden Watt was in etwa der Energie entspricht, die er durch die absorbierte Sonneneinstrahlung erhält.

Innerer Planetenaufbau

Mit zunehmender Tiefe der Atmosphäre ist der Wasserstoff, aus dem Jupiter zur Hauptsache besteht, aufgrund des hohen Drucks flüssig, aber ohne Phasenübergang, so dass keine definierte Oberfläche existent ist, da der Druck in den Tiefen der Atmosphäre jenseits des kritischen Punkts ansteigt. Unter diesen Bedingungen ist die Unterscheidung zwischen Gas und Flüssigkeit nicht mehr möglich. Ab etwa 25 % des Jupiterradius geht der Wasserstoff bei einem Druck jenseits von 300 Millionen Erdatmosphären in eine metallische Form über. Es wird vermutet, dass Jupiter unterhalb dieser metallischen Wasserstoffschicht einen Gestein-Eis-Kern hat, der aus schweren Elementen besteht.

Ringe

kritischen Punkts Jupiter hat ein sehr schwach ausgeprägtes Ringsystem, das schon seit der Pioneer 11-Mission 1974 vermutet wurde und 1979 von Voyager 1 erstmals fotografiert werden konnte. Als die Sonde am 5. März 1979 in den Jupiterschatten eintauchte, waren sie im Gegenlicht zu erkennen. Lange Zeit blieb die Herkunft der Ringe unbekannt, und eine erdgebundene Beobachtung erwies sich als ausserordentlich schwierig, da die Ringe aus Staubkörnchen bestehen, die zum Großteil nicht größer sind als die Partikel des Rauches einer Zigarette. Hinzu kommt, dass die Staubteilchen nahezu schwarz und daher kaum sichtbar sind: Sie haben eine Albedo von lediglich 0,05, verschlucken also 95% des auftreffenden, dort ohnehin schon schwachen Sonnenlichts. Ein weiterer Grund für die geringen Ausmaße der Ringe ist die Tatsache, dass sich die Ringe langsam spiralförmig auf Jupiter zubewegen und in ferner Zukunft schließlich von ihm „aufgesaugt“ werden. Die spiralförmige Rotation hat unterschiedliche Ursachen. Zum einen bewirkt das starke Magnetfeld des Jupiter ein elektrisches Aufladen der Staubteilchen. Diese stoßen mit anderen geladenen Teilchen zusammen, die Jupiter zum Beispiel aus dem Sonnenwind einfängt, was schließlich zu einer Abbremsung der Teilchen führt. Ein zweiter Effekt, der ebenfalls eine Abbremsung der Staubpartikel bewirkt, ist die Absorption und anschliessende Reemission von Licht. Dabei verlieren die Staubpartikel Bahndrehimpuls. Diesen Effekt nennt man Poynting-Robertson-Effekt. Beide Effekte zusammen bewirken, dass der Staub innerhalb eines Zeitraumes von etwa 100.000 Jahren aus den Ringen verschwindet. Poynting-Robertson-Effekt Der Ursprung der Ringe konnte erst durch die Galileo-Mission geklärt werden. Der feine Staub stammt wahrscheinlich von den kleinen felsigen Monden des Jupiters. Die Monde werden ständig von kleinen Meteoriten bombardiert. Durch die geringe Schwerkraft der Monde wird ein Großteil des Auswurfs in die Jupiterumlaufbahn geschleudert und füllt damit die Ringe ständig wieder auf. Der Hauptring (Main Ring) zum Beispiel besteht aus dem Staub der Monde Adrastea und Metis. Zwei weitere schwächere Ringe (Gossamer-Ringe) schließen sich nach außen hin an. Das Material für diese Ringe stammt hauptsächlich von Thebe und Amalthea. Außerdem konnte noch ein extrem dünner Ring in einer äußeren Umlaufbahn entdeckt werden. Dieser Ring umkreist Jupiter in gegenläufiger Richtung. Der Ursprung dieses Ringes ist noch nicht geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass er sich aus interplanetarem Staub zusammensetzt. Innerhalb des Hauptringes befindet sich ein Halo aus Staubkörnern, der sich in einem Gebiet von 92.000 bis 122.500 km, gemessen vom Zentrum Jupiters, erstreckt. Der Hauptring reicht von oberhalb der Halogrenze ab 130.000 km bis etwa an die Umlaufbahn von Adrastea heran. Oberhalb der Umlaufbahn von Metis nimmt die Stärke des Hauptrings merklich ab. Die Dicke des Hauptrings ist geringer als 30 km. Der von Amalthea gespeiste innere Gossamer-Ring reicht von der äußeren Grenze des Hauptrings bis zu Amaltheas Umlaufbahn bei etwa 181.000 km vom Jupiterzentrum. Der äußere Gossamer-Ring reicht von 181.000 km bis etwa 221.000 km und liegt damit zwischen den Umlaufbahnen von Amalthea und Thebe.

Magnetfeld

Thebe Jupiter hat ein sehr ausgeprägtes Magnetfeld. Die Stärke des Feldes beträgt auf Höhe der Wolken etwa 1,2×10-3 Tesla. Es ist somit fast 10 mal so stark wie das Erdmagnetfeld und enthält etwa die 20.000fache Energie des Erdmagnetfeldes. Der magnetische Nordpol des Jupiters liegt in der Nähe seines geographischen Südpols. Die Achse des Nordpols ist um 11° in Relation zu seiner Rotationsachse geneigt. Die fiktive Achse zwischen dem magnetischen Nordpol und dem magnetischen Südpol geht nicht direkt durch das Zentrum des Planeten, sondern leicht daran vorbei, ähnlich wie es bei der Erde der Fall ist. Die genaue Entstehung des Magnetfeldes ist bei Jupiter noch ungeklärt, jedoch gilt als gesichert, dass der metallische Wasserstoff sowie die schnelle Rotationsperiode Jupiters eine entscheidende Rolle spielen. Auf der sonnenzugewandten Seite erstreckt sich das Magnetfeld etwa 6 Millionen km weit in das Weltall, während es auf der der Sonne abgewandten Seite gut 700 Millionen km ins Weltall hinausreicht. Der Grund für diese Asymmetrie ist der Sonnenwind, der eine Stoßfront bildet. Dadurch wird aus Sicht der Sonne das Magnetfeld vor dem Planeten gestaucht und dahinter gedehnt. Die ständige Wechselwirkung mit dem Sonnenwind führt dazu, dass die genauen Ausmaße des Magnetfeldes stark schwanken können, daher sind die hier genannten Werte als ungefähre Richtwerte zu verstehen. Besonders stark können etwaige Fluktuationen auf der sonnenzugewandten Seite sein. Bei schwachem Sonnenwind kann das Magnetfeld dort bis zu 16 Millionen km weit ins All reichen. Die Fluktuationen des Magnetfeldes wurden unter anderem von den beiden Voyager Sonden untersucht. Den vom Magnetfeld eingenommenen Raum nennt man Magnetosphäre. Die Magnetosphäre Jupiters ist derart groß, dass sie am irdischen Nachthimmel die dreifache Fläche der Sonne oder des Mondes einnähme, sofern sie leuchten würde. Damit ist sie von der Sonne abgesehen der mit Abstand größte Himmelskörper im ganzen Sonnensystem. Das starke Magnetfeld fängt beständig geladene Teilchen ein, so dass sich Ringe und Scheiben aus geladenen Teilchen um Jupiter bilden. Diese geladenen Teilchen können zum Beispiel aus dem Sonnenwind stammen. Ein vergleichbarer Effekt findet sich auf der Erde in Form des van-Allen-Gürtels. Eine weitere Quelle für geladene Teilchen sind die Monde des Jupiters. So findet man beispielsweise einen Ring aus geladenen Schwefelatomen um Io herum, während sich um Europa herum ein Torus aus Wassermolekülen gebildet hat. Durch Fluktuationen im Magnetfeld entsteht ständig Strahlung die von Jupiter ausgeht. Diese sogenannte Synchrotronstrahlung kann im Dezimeterwellenbereich gemessen werden und führt auch zur Wasserverdampfung auf Europas Oberfläche. Auch die vulkanische Aktivität auf Io könnte ein Produkt des Jupitermagnetfeldes sein. Man vermutet, dass das Magnetfeld an Io zerrt. Die dadurch entstehende Reibung führt zu einer Erwärmung des Mondes. Dieses Zusammenhang konnte bisher allerdings noch nicht abschließend bewiesen werden. Das Magnetfeld läßt sich grob in drei Teile einteilen: Der innere Bereich ist ringförmig und erstreckt sich etwa 20 Jupiterradien weit. Innerhalb dieses Teiles lassen sich unterschiedliche Regionen unterscheiden, die durch verschiedene Elektronen- und Protonenkonzentrationen definiert sind. Der mittlere Teil des Magnetfeldes erstreckt sich von 20 Jupterradien bis etwa 50 Jupiterradien. Dieser Teil ist durch schnelle Rotation um Jupiter und damit hohe Fliehkräfte scheibenförmig abgeplattet. Die äußere Region des Magnetfeldes ist vor allem durch die Wechselwirkung des Magnetfeldes mit dem Sonnenwind geprägt und ihre Form damit abhängig von dessen Stärke.

Rotationsverhalten

Jupiter rotiert nicht wie ein starrer Körper. Die Äquatorregionen benötigen für eine Rotation 9 h 50 m 30 s und die Polregionen 9 h 55 m 41 s. Die Äquatorregionen werden als System I und die Polregionen als System II bezeichnet. Seine Rotationsachse ist dabei nur sehr gering um 3,13° gegen seine Umlaufbahn um die Sonne geneigt. Jupiter hat somit im Gegensatz zu anderen Planeten keine ausgeprägten Jahreszeiten.

Funktion

Der Jupiter hat eine wichtige Funktion in unserem Sonnensystem. Da er schwerer als alle anderen Planeten zusammen ist, ist er eine wichtige Komponente des Massengleichgewichtes des Sonnensystems. Er stabilisiert durch sein Gewicht den Asteroidengürtel. Ohne den Jupiter würde alle 100.000 Jahre ein Asteroid aus dem Asteroidengürtel die Erde treffen und Leben dadurch unmöglich machen. Die Existenz eines jupiterähnlichen Planeten in einem Sonnensystem ist dadurch Voraussetzung für Leben auf einem dem Stern näheren Planeten.

Monde

Übersicht aller Jupitermonde: Liste der Jupitermonde Jupiter besitzt 63 bekannte Monde (Stand: Mai 2004). Sie können in mehrere Gruppen unterteilt werden: Die Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto mit Durchmessern zwischen 3122 km und 5262 km (Erddurchmesser 12.740 km) wurden 1610 unabhängig voneinander durch Galileo Galilei und Simon Marius entdeckt, alle anderen Monde mit Ausnahme der 1892 entdeckten Amalthea erst im 20. oder 21. Jahrhundert. Die Galileischen Monde sind die größten Jupitermonde und haben planetennahe, nur wenig geneigte Bahnen. Dies trifft auch auf Metis, Adrastea, Amalthea und Thebe zu, die aber mit Größen von 20 km bis 131 km wesentlich kleiner sind. Man vermutet, dass diese inneren acht Monde gleichzeitig mit Jupiter entstanden sind. Io hat einen Durchmesser von 3160 km und umkreist Jupiter in einem Abstand von 421 600 km. Sie besteht aus einem Eisenkern und einem Mantel. Io besitzt eine Atmosphäre, die aus Vulkangasen besteht. Da in ihrem Inneren geologische Prozesse ablaufen, befinden sich auf ihrer Oberfläche zahlreiche Vulkane. Europa besitzt einen Eisenkern und einen Steinmantel, über dem wahrscheinlich ein 100km tiefer Ozean liegt, dessen oberste 10 bis 20 km zu einer Eiskruste gefroren sind. Ihr Duchmesser beträgt 3138 km, ihre Entfernung zum Jupiter 670.900 km. Ganymed befindet sich in einer Entfernung von 1.070.000 km. Sein Durchmesser liegt bei 5268 km. Er besteht aus einem Eisenkern, einem Felsmantel und einem Eismantel. Außerdem besitzt er ein eigenes Magnetfeld. Kallisto hat einen Durchmesser von 4806 km und hat einen Abstand von 1.883.000 km zu Jupiter. Sie besteht aus einem Eisen-Stein-Gemisch und einer Eiskruste. Forscher fanden auf ihr Anzeichen für Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen, die zu den Grundvoraussetzungen für Leben gehören. Auch im Innern von Kallisto gibt es wahrscheinlich Schichten aus flüssigem Wasser. Die restlichen Monde sind kleine bis kleinste Objekte mit Radien zwischen 1 km und 85 km, die vermutlich von Jupiter eingefangen wurden. Sie tragen teilweise noch Zahlencodes als vorläufige Namen, bis sie von der Internationalen Astronomischen Union IAU endgültig benannt sind.

Sichtbarkeit

Hauptartikel: Jupiterpositionen bis 2021 In der folgenden Tabelle sind die Sichtbarkeiten des Jupiter für die Jahre 2004 bis 2006 angegeben. Neben dem Datum der Opposition ist jeweils auch die scheinbare Helligkeit, der Abstand zur Erde und der Winkeldurchmesser des Jupiter bei der Opposition angegeben.

Kulturgeschichte

In der Astrologie steht Jupiter unter anderem für Expansion, Glück, Religion und Philosophie. Jupiter wird dem Element Feuer, dem Sternzeichen Schütze und dem 9. Haus zugeordnet.

Siehe auch


- Shoemaker-Levy 9
- Asteroidengürtel
- Trojaner (Astronomie)

Weblinks


- [http://www.raumfahrer.net/astronomie/sonnensystem/jupiter.shtml Raumfahrer.net: Planet Jupiter]
- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/1999j1.html Bericht zur Entdeckung von Jupitermonden]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/joviansatfact.html NASA: Jovian Satellite Fact Sheet] (Englisch)
- [http://www.ifa.hawaii.edu/~sheppard/satellites/jupsatdata.html Liste der Jupitermonde] (Englisch)
- [http://www.solarviews.com/germ/jupiter.htm Beschreibung Jupiters]

Videos

Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=000102.rm Was nützt uns Jupiter?] Kategorie:Jupiter (Planet) als:Jupiter (Planet) ja:木星 ko:목성 ms:Musytari simple:Jupiter (planet) th:ดาวพฤหัสบดี

Saturn (Planet)

---Sidenote START---
Der Saturn ist der sechste und zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem. Sein Zeichen ist Sonnensystem. Er wird zu den jupiterähnlichen (iovianischen) Planeten gerechnet und ist mit bloßem Auge sichtbar. Daher war er schon im Altertum bekannt.

Umlaufbahn

Saturn läuft auf einer annähernd kreisförmigen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0565 um die Sonne. Sein sonnennächster Punkt, das Perihel, liegt bei 9,041 AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 10,124 AE. Seine Umlaufbahn ist mit 2,485° leicht gegen die Ekliptik geneigt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Saturn 29 Jahre 166 Tage und 22 Stunden.

Aufbau

Saturn gehört zu den großen Gasplaneten. Seine Atmosphäre enthält wie die des Jupiter überwiegend Wasserstoff und Helium, jedoch in einer anderen Zusammensetzung. Dadurch besitzt er eine sehr geringe durchschnittliche Dichte von nur 0,687 g/cm³. Das ist geringer als die Dichte von Wasser unter Normalbedingungen. Das heißt, dass der Saturn in einem ausreichend großen Wasserbecken schwimmen würde. Diese Eigenschaft teilt kein anderer Planet unseres Sonnensystems mit ihm. Während die Jupiteratmosphäre diese Elemente im gleichen Verhältnis wie die Sonne enthält, ist der Heliumanteil bei Saturn wesentlich geringer. Dies hängt mit der niedrigeren Temperatur Saturns zusammen, durch die das Helium größtenteils auskondensieren konnte. Die eher detailarme, gelblich-braune Wolkendecke enthält überwiegend gefrorene Ammoniakkristalle. Mit zunehmender Tiefe der Atmosphäre, die wie bei Jupiter hauptsächlich aus Wasserstoff besteht, geht diese aus dem gasförmigen Zustand aufgrund des hohen Drucks in den flüssigen Zustand über, aber ohne Phasenübergang, so dass keine definierte Oberfläche existent ist, da der Druck in den Tiefen der Atmosphäre jenseits des kritischen Punkts ansteigt. Unter diesen Bedingungen ist die Unterscheidung zwischen Gas und Flüssigkeit nicht mehr möglich. Weiter in der Tiefe geht der Wasserstoff schließlich in die metallische Form über. Diese Schichten haben jedoch im Gegensatz zum Jupiter aufgrund der kleineren Masse andere Dickenverhältnisse. So beginnt im Saturn die metallische Schicht erst bei 47 Prozent des Radius (Jupiter: 25 Prozent). Sein Gesteinskern hat jedoch einen Masseanteil von 25 Prozent, der des Jupiter lediglich 4 Prozent. Das Innere des Gesteinskerns ist sehr heiß, es herrscht eine Temperatur von 12.000 Kelvin. Als Grund dafür wird unter anderem der Kelvin-Helmholtz-Mechanismus (langsame gravitationsbedingte Kompression) angenommen.

Rotationsverhalten

Saturn rotiert nicht wie ein starrer Körper. Die Äquatorregionen rotieren schneller (eine Rotation in 10 Stunden, 13 Minuten und 59 Sekunden) als die Polregionen (10 Stunden, 39 Minuten und 22 Sekunden). Die Äquatorregionen werden als System I und die Polregionen als System II bezeichnet. Aus In-Situ-Messungen des Saturnmagnetfeldes von Raumsonden wurde für das Saturninnere eine noch etwas langsamere Rotationsperiode von 10 Stunden, 45 Minuten und 45 Sekunden hergeleitet. Seine Drehachse ist 26,73° gegen seine Umlaufbahn geneigt.

Saturnringe

Drehachse Hauptartikel: Saturnringe Den Saturn umgibt ein auffälliges Ringsystem, das bereits in einem kleinen Teleskop einen grandiosen Anblick bietet.

Monde

Übersicht aller Saturnmonde: Liste der Saturnmonde Von den 48 bekannten Monden ist Titan der größte mit einem Durchmesser von 5.150 km. Die vier Monde Rhea, Dione, Tethys und Iapetus besitzen einen Durchmesser zwischen 1.050 km und 1.530 km. Dione, Thetys und Calypso bewegen sich dabei, mit jeweils 60 Grad Versatz, auf derselben Bahn um den Saturn. Die Ende 2004, von Astronomen der University of Hawaii, entdeckten Monde S/2004 S16 und S/2004 S17 sind mit einem Radius von jeweils ~ 2 km die bislang kleinsten des Saturns. Eine wahre Besonderheit stellen die Monde Janus und Epimetheus dar. Sie tauschen alle vier Jahre ihre Umlaufbahn aus.

Geschichte der Erforschung

Im Jahre 1610 schickte der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei an seinen Bekannten Giuliano de Medici eine verschlüsselte Nachricht folgenden Inhalts: Smaismrmilmepoetaleumibunenvgttavrias. Dieser konnte das Wortungetüm jedoch nicht entziffern, und so mußte Galilei die Lösung nachliefern. Sie lautet: :Altissimum planetam tergeminum observavi – :Den obersten Planeten habe ich dreigestaltig gesehen. Galilei hatte kurz zuvor erstmals den Saturn durch ein Fernrohr beobachtet und geglaubt, zwei Monde des Saturn entdeckt zu haben. 1656 konnte der niederländische Physiker und Astronom Christiaan Huygens (16291695) beim Blick durch ein leistungsstärkeres Fernrohr das Phänomen enträtseln: Galilei hatte den Ring des Saturn in seinem kleinen Fernrohr nicht deutlich genug erkannt und ihn für Saturntrabanten gehalten. Ein Jahr zuvor hatte Huygens bereits den größten Saturnmond Titan entdeckt. Giovanni Domenico Cassini entdeckte 1671 bzw. 1672 die Saturnmonde Japetus und Rhea, 1684 Tethys und Dione. Cassini entdeckte 1675 auch die nach ihm benannte Teilung in den Saturnringen.

Forschungsmissionen

Als erste Sonde überhaupt flog Pioneer 11 am 1. September 1979 in 21.000 km Entfernung am Saturn vorbei. Trotz der sehr primitiven technischen und wissenschaftlichen Ausrüstung der Sonde gelangen zirka 400 Fotos und andere Messungen vom Saturn. Nachdem am 13. November 1980 die Raumsonde Voyager 1 den Saturn besucht hatte, kam knapp ein Jahr später am 26. August 1981 die Schwestersonde Voyager 2 beim Ringplaneten an. Beide Sonden lieferten erstmalige und einmalige Bilder aus nächster Nähe des Saturns, seiner Ringe und seiner vielen Monde. Im Juni 2004 erreichte die Raumsonde Cassini-Huygens das Saturnsystem nach siebenjährigem Flug. Der Orbiter (Cassini) führte eine zusätzliche Landungssonde (Huygens) mit sich, die am 14. Januar 2005 auf dem Mond Titan weich landete.

Sichtbarkeit

Hauptartikel: Saturnpositionen bis 2021 In der folgenden Tabelle sind die Sichtbarkeiten des Saturn für die Jahre 2003 bis 2006 angegeben. Neben dem Datum der Opposition ist jeweils auch die scheinbare Helligkeit, der Abstand zur Erde und der Winkeldurchmesser des Saturn bei der Opposition angegeben.

Kulturgeschichte

Da der Saturn mit bloßem Auge sichtbar ist und als Wandelstern auffällt, wurde er schon im Altertum mit mythologischen Deutungen belegt. Bei den Römern wurde er mit dem Gott Saturn und im antiken Griechenland mit dem Gott Kronos assoziiert. Die Astrologie übernahm für die Deutung des Saturn insbesondere die charakterlichen Symbolisierungen der Eigenschaften Abgrenzung, Verfestigung und Erstarrung, wie sie sich aus der griechisch-römischen Mythologie für die Götter Saturn bzw. Kronos ergaben.

Literatur


- Ute Kehse: Polarlichter sind einzigartig - Cassini und Hubble werfen 25 Jahre alte Theorien über den Haufen (Bericht über einen Artikel in der Zeitschrift Nature): 19. Februar 2005, Onlineportal der Zeitschrift Bild der Wissenschaft: Artikel online abrufbar unter http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249343.html

Weblinks


- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/saturn.html Die Neun Planeten: Saturn]
- [http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/saturn/index.xml Saturn und die aktuelle Mission Cassini-Huygens]
- [http://www.anderegg-web.ch/astro/saturn.htm Der Planet Saturn: Wissenswertes und Flash-Film]
- [http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/planets/saturnpage.html NASA-Seite zum Saturn] (Englisch)
- [http://history.nasa.gov/SP-474/sp474.htm Voyager 1 and 2 - Atlas of Six Saturnian Satellites] (Karten von sechs Saturnmonden nach Aufnahmen der Voyager-Sonden, Englisch)
- [http://www.ifa.hawaii.edu/~sheppard/satellites/satsatdata.html Liste der Saturnmonde] (Englisch)

Video

Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=000730.rm Warum hat der Saturn Ringe?] Kategorie:Saturn (Planet) ja:土星 ko:토성 ms:Zuhal simple:Saturn (planet) th:ดาวเสาร์ zh-min-nan:Thó·-chheⁿ

Pioneer 10

Pioneer 10 ist eine US-amerikanische Raumsonde der Pioneer-Reihe, die am 3. März 1972 um 1:49 UTC an Bord einer Atlas Centaur gestartet wurde. Die 258 Kilo schwere Sonde hat neben Kommunikationsinstrumenten 14 Messinstrumente an Bord. Da die Sonde das Sonnensystem auf ihrer Flugbahn verlassen wird, wurde eine Goldplatte, genannt Pioneer-Plakette, mit einer Botschaft an eventuelle außerirdische intelligente Lebewesen angebracht. Auf dieser Platte sind ein Mann und eine Frau sowie ein Koordinatensystem mit binären Zahlen, welches unsere Position in Relation zu 14 Pulsaren und dem Zentrum der Milchstraße angibt, abgebildet. Die Verfasser hoffen, dass damit unsere Position in der Milchstraße feststellbar ist. Außerdem ist ein Wasserstoffmolekül sowie unser Sonnensystem mit der Sonne und den 9 Planeten dargestellt. Pioneer 10 war die erste Raumsonde, die am 3. Dezember 1973 am Planeten Jupiter vorbeiflog und Nahaufnahmen sowie weitere Daten zurücksandte. Seit der Begegnung mit Jupiter befindet sich die Sonde auf einer Bahn, auf der sie das Sonnensystem mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,5 AE pro Jahr verlässt. Die generelle Flugrichtung ist der Stern Aldebaran (im Sternbild Stier), den sie nach einer Flugstrecke von etwa 68 Lichtjahren in etwa 2 Millionen Jahren erreichen könnte. Auf diesem Teil der Mission wurde der Sonnenwind sowie die Kosmische Strahlung untersucht, bis Pioneer 10 am 30. März 1997 von der NASA aus Kostengründen offiziell für „tot“ erklärt wurde. Sporadische Kontaktaufnahmen, bei denen auch weiter vereinzelte Daten von der Sonde übermittelt wurden, waren bis zuletzt am 3. März 2002 erfolgreich. Weitere Kontaktierungen (etwa am 14. Juli 2002 oder am 22. Januar 2003) ergaben Signale an der Grenze der Empfangsempfindlichkeit, bedingt durch die schwächer werdende Stromversorgung durch die Radioisotopengeneratoren der Sonde und die zunehmende Entfernung. Der letzte Versuch, Kontakt aufzunehmen, scheiterte dann am 7. Februar 2003. Ende 2002 war die Sonde mehr als 12 Milliarden Kilometer und damit doppelt so weit wie der Planet Pluto von der Erde entfernt. Funksignale von der Sonde brauchten fast einen halben Tag, um uns zu erreichen.

Weblinks


- [http://www.bernd-leitenberger.de/pioneer10-11.html Pioneer 10 und 11] (dt.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumsonden/pioneer10.shtml Raumfahrer.net: Goodbye Pioneer 10 - ein Nachruf (dt.)]
- [http://www.science-at-home.de/platte.php Erklärung zu der Plakette an Bord der Pioneer-Sonde (dt.)]
- [http://spaceprojects.arc.nasa.gov/Space_Projects/pioneer/PNhome.html NASA Pioneer Seite (engl.)]
Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen, Pioneer-Anomalie Kategorie:Sonde ins äußere Planetensystem

Pioneer 10

Pioneer 10 ist eine US-amerikanische Raumsonde der Pioneer-Reihe, die am 3. März 1972 um 1:49 UTC an Bord einer Atlas Centaur gestartet wurde. Die 258 Kilo schwere Sonde hat neben Kommunikationsinstrumenten 14 Messinstrumente an Bord. Da die Sonde das Sonnensystem auf ihrer Flugbahn verlassen wird, wurde eine Goldplatte, genannt Pioneer-Plakette, mit einer Botschaft an eventuelle außerirdische intelligente Lebewesen angebracht. Auf dieser Platte sind ein Mann und eine Frau sowie ein Koordinatensystem mit binären Zahlen, welches unsere Position in Relation zu 14 Pulsaren und dem Zentrum der Milchstraße angibt, abgebildet. Die Verfasser hoffen, dass damit unsere Position in der Milchstraße feststellbar ist. Außerdem ist ein Wasserstoffmolekül sowie unser Sonnensystem mit der Sonne und den 9 Planeten dargestellt. Pioneer 10 war die erste Raumsonde, die am 3. Dezember 1973 am Planeten Jupiter vorbeiflog und Nahaufnahmen sowie weitere Daten zurücksandte. Seit der Begegnung mit Jupiter befindet sich die Sonde auf einer Bahn, auf der sie das Sonnensystem mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,5 AE pro Jahr verlässt. Die generelle Flugrichtung ist der Stern Aldebaran (im Sternbild Stier), den sie nach einer Flugstrecke von etwa 68 Lichtjahren in etwa 2 Millionen Jahren erreichen könnte. Auf diesem Teil der Mission wurde der Sonnenwind sowie die Kosmische Strahlung untersucht, bis Pioneer 10 am 30. März 1997 von der NASA aus Kostengründen offiziell für „tot“ erklärt wurde. Sporadische Kontaktaufnahmen, bei denen auch weiter vereinzelte Daten von der Sonde übermittelt wurden, waren bis zuletzt am 3. März 2002 erfolgreich. Weitere Kontaktierungen (etwa am 14. Juli 2002 oder am 22. Januar 2003) ergaben Signale an der Grenze der Empfangsempfindlichkeit, bedingt durch die schwächer werdende Stromversorgung durch die Radioisotopengeneratoren der Sonde und die zunehmende Entfernung. Der letzte Versuch, Kontakt aufzunehmen, scheiterte dann am 7. Februar 2003. Ende 2002 war die Sonde mehr als 12 Milliarden Kilometer und damit doppelt so weit wie der Planet Pluto von der Erde entfernt. Funksignale von der Sonde brauchten fast einen halben Tag, um uns zu erreichen.

Weblinks


- [http://www.bernd-leitenberger.de/pioneer10-11.html Pioneer 10 und 11] (dt.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumsonden/pioneer10.shtml Raumfahrer.net: Goodbye Pioneer 10 - ein Nachruf (dt.)]
- [http://www.science-at-home.de/platte.php Erklärung zu der Plakette an Bord der Pioneer-Sonde (dt.)]
- [http://spaceprojects.arc.nasa.gov/Space_Projects/pioneer/PNhome.html NASA Pioneer Seite (engl.)]
Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen, Pioneer-Anomalie Kategorie:Sonde ins äußere Planetensystem

6. April

Der 6. April ist der 96. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 97. in Schaltjahren) - somit bleiben 269 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 402 - Schlacht bei Pollentia - die Römer unter Stilicho schlagen die Westgoten unter Alarich
- 1320 - Mit der Declaration of Arbroath erklärt Schottland seine Unabhängigkeit von England.
- 1652 - Gründung von Kapstadt als Versorgungsstation für Segelschiffe am Kap der guten Hoffnung auf ihrer Handelsroute nach Indonesien.
- 1782 - Rama I. besteigt als König den Thron von Siam.
- 1841 - John Tyler wird 10. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
- 1869 - Der Kunststoff Zelluloid wird patentiert.
- 1909 - Robert Edwin Peary, Matthew Henson und vier Inuit sollen als erste Menschen den Nordpol erreicht haben.
- 1917 - Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen 3 Tage zuvor erklären die Vereinigten Staaten dem Deutschen Reich den Krieg.
- 1941 - Invasion der deutschen Wehrmacht in Jugoslawien und Griechenland.
- 1948 - Finnland. Freundschafts- und Beistandsvertrag mit der UdSSR.
- 1973 - Neun europäische Staats- und Regierungschefs beschließen in Paris eine Wirtschafts- und Währungsunion, die 1980 vollendet sein soll
- 1980 - Einführung der Sommerzeit in der Bundesrepublik Deutschland.
- 1992 - Anerkennung der Republik Bosnien und Herzegowina durch die USA und die EU
- 1994 - Der Völkermord in Ruanda beginnt mit dem Abschuss eines Flugzeuges mit dem Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsidenten Cyprien Ntaryamira an Bord.
- 1994 - Frankreich. Einweihung es Eurotunnels unter dem Ärmelkanal durch Königin Elizabeth II. und Staatspräsident François Mitterrand.
- 1999 - Deutschland. Drei Flugzeuge mit insgesamt 600 Kosovo-Albanern an Bord treffen in Nürnberg ein.
- 2002 - Dr. José Manuel Durão Barroso wird Ministerpräsident von Portugal.

Wirtschaft


- 1865 - Im badischen Mannheim wird die BASF gegründet.
- 1965 - Der erste kommerzielle Nachrichtensatellit, Early Bird, wird auf der Spitze einer Delta-D-Rakete gestartet.
- 1999 - Die Pharmakonzerne Astra AB aus Schweden - an der die Wallenberg-Dynastie gut 20 % hält - und Zeneca Group PLC aus Großbritannien fusionieren unter dem neuen Namen AstraZeneca zu einem der größten Pharmakonzerne der Welt.

Wissenschaft, Technik


- 1973 - Die Raumsonde Pioneer 11 startet mit einer Atlas-Centaur-Rakete zur Erforschung der Planeten Jupiter und Saturn ins All.

Kultur


- 1327 - Der italienische Dichter Francesco Petrarca sieht nach eigenen Angaben in der Kirche von St. Claire in Avignon zum ersten Mal die verheiratete Laura. Die Liebe zu ihr lässt ihn in den Folgejahren 317 Sonette schreiben.
- 1813 - Uraufführung der Oper Les Abencérages, ou L'Étendard de Grenade (Das maurische Fürstengeschlecht der A. oder Die Standarte von Granada) von Luigi Cherubini an der Grand Opéra Paris.
- 1837 - Uraufführung der romantischen Oper Die Höhle bei Waverley von Conradin Kreutzer am Josephstädter Theater in Wien.
- 1867 - Uraufführung der Oper Dózsa György von Ferenc Erkel in Budapest.
- 1960 - Die Oper "Die sieben Todsünden des Kleinbürgers" von Kurt Weill wird in Frankfurt am Main uraufgeführt.
- 1974 - Die Musikgruppe ABBA gewinnt mit Waterloo den Grand Prix Eurovision de la Chanson.

Religion


- 1830 - Joseph Smith gründet die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (meist besser bekannt als "Die Mormonen").

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1896 - Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit - 295 Männer aus 13 Nationen nehmen daran teil - werden in Athen durch König Georg I. eröffnet.

Geboren


- 1420 - Georg von Podiebrad, böhmischer König
- 1483 - Raffaelo Santi (Raffael), italienischer Maler
- 1664 - Arvid Horn, schwedischer Politiker und Premierminister
- 1725 - Pascal Paoli, korsischer Freiheitskämpfer
- 1740 - Chamfort, französischer Schriftsteller
- 1806 - Friedrich Wilhelm Ritschl, deutscher Philologe
- 1812 - Aaron Bernstein, deutscher Schriftsteller
- 1812 - Alexander I. Herzen, russischer Publizist
- 1815 - Robert Volkmann, deutscher Komponist
- 1860 - Carl Miller, Kommunalpolitiker in Magdeburg
- 1870 - Oskar Vogt, deutscher Hirnforscher
- 1874 - Harry Houdini, österreichisch-US-amerikanischer Magier
- 1878 - Erich Mühsam, deutscher Dichter
- 1883 - Vernon Dalhart, US-amerikanischer Sänger und Country-Musiker
- 1884 - Walter Huston, kanadischer Schauspieler
- 1885 - Carlos Salzédo, französischer Komponist
- 1888 - Dan Andersson, schwedischer Arbeiterdichter und Lyriker
- 1888 - Gerhard Ritter, deutscher Historiker
- 1888 - Hans Richter, deutscher Künstler
- 1890 - Anton Herman Gerard Fokker, niederländischer Flugzeugbauer
- 1892 - Donald Wills Douglas, US-amerikanischer Flugzeugbauer und Industrieller
- 1892 - Hermann Schäfer, deutscher Politiker
- 1893 - Robert Noorduyn, Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1895 - Dudley Nichols, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1897 - Fritz Erpenbeck, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Harold E. Edgerton, US-amerikanischer Ingenieur (Erfinder des Stroboskops)
- 1904 - Erwin Komenda, Automobildesigner
- 1904 - Kurt Georg Kiesinger, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1909 - Hermann Lang, deutscher Rennfahrer
- 1913 - Carmen Cavallaro, US-amerikanische Musiker und Filmschauspieler
- 1914 - Thor Heyerdahl, norwegischer Anthropologe und Abenteurer
- 1915 - Tadeusz Kantor, polnischer Theaterkünstler
- 1918 - Hans Hürlimann, schweizerischer Politiker
- 1918 - Oskar Kusch, deutscher U-Boot-Kommandant im 2. Weltkrieg
- 1921 - Andrew Imbrie, US-amerikanischer Komponist
- 1921 - Arnold Marquis, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1921 - Heinrich Schmid, schweizerischer Sprachwissenschaftler
- 1925 - Helga Deen, Holocaust-Opfer
- 1926 - Gil Kane, Cartoonist
- 1926 - Ian Paisley, Politiker Großbritanniens
- 1927 - Gerry Mulligan, US-amerikanischer Musiker
- 1928 - Hermann Ebeling, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1928 - James Watson, US-amerikanischer Biochemiker
- 1929 - André Previn, US-amerikanischer Dirigent und Komponist
- 1932 - Günter Herburger, deutscher Schriftsteller
- 1932 - Helmut Griem, deutscher Schauspieler
- 1934 - Ingo Insterburg, deutscher Musikkabarettist
- 1937 - Merle Haggard, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Richard Heß, deutscher Künstler
- 1937 - Billy Dee Williams, Schauspieler
- 1938 - Hedy West, US-amerikanische Musikerin
- 1938 - Paul Daniels, Zauberkünstler
- 1941 - Hans W. Geißendörfer, deutscher Regisseur, Autor und Produzent
- 1942 - Barry Levinson, hat 1988 für Rain Man den Oscar für die beste Regie gewonnen
- 1943 - Julie Rogers, britische Sängerin
- 1944 - Bernd Spier, deutscher Schlagersänger
- 1944 - Christine Lucyga, deutsche Politikerin und MdB
- 1944 - Michelle Gilliam Phillips, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Tony Connor, britischer Musiker
- 1947 - John Ratzenberger, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - Christel Riemann-Hanewinckel, deutsche Politikerin
- 1948 - Friederike Roth, deutsche Schriftstellerin
- 1949 - Horst Ludwig Störmer, deutscher Physiker
- 1952 - David Hanselmann, deutscher Sänger
- 1952 - Patrick Hernandez, belgischer Sänger
- 1953 - Christopher Franke, Musiker und war Mitglied der erfolgreichen Gruppe Tangerine Dream
- 1957 - Maurizio Damilano, italienischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1963 - Derrick May, Mitbegründer des Detroit Techno
- 1964 - Juliet Cuthbert, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1965 - Frank Black, US-amerikanischer Musiker
- 1965 - Theresia Bauer, deutsche Politikerin
- 1967 - Chantal Bournissen, Schweizer Skirennläuferin
- 1970 - Olaf Kölzig, deutscher NHL-Eishockeyspieler
- 1973 - Niels Annen, deutscher Politiker
- 1980 - Tanja Poutiainen, finnische Skirennläuferin

Gestorben


- 885 - Method von Saloniki, Slawenapostel
- 912 - Notker I. Balbulus, Dichter und Gelehrter
- 1147 - Friedrich II. (Schwaben), Herzog von Schwaben
- 1199 - Richard I., Herzog von Aquitanien, Herzog von Poitiers, englischer König
- 1520 - Raffael, Maler und Baumeister der Hochrenaissance
- 1528 - Albrecht Dürer, deutscher Maler und Grafiker
- 1551 - Joachim von Watt, Schweizer Humanist, Mediziner und Gelehrter
- 1590 - Francis Walsingham, begründete den britischen Geheimdienst
- 1732 - Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Erzbischof des Bistums Trier und des Bistums Mainz
- 1762 - Hermann Werner von Bossart, Priester, Diplomat und Domherr in Köln
- 1790 - Ludwig IX., Gemahl der Henriette Karoline von Pfalz-Zweibrücken
- 1829 - Niels Henrik Abel, norwegischer Mathematiker
- 1833 - Adamantios Korais, griechischer Gelehrter und Schriftsteller
- 1838 - Friedrich Lennig, Dialektdichter
- 1842 - Johann Anton André, deutscher Komponist und Musikverleger
- 1856 - Adolphe Monod, Schweizer reformierter Erweckungsprediger
- 1884 - Emanuel Geibel, deutscher Lyriker
- 1906 - Alexander Lange Kielland, norwegischer Autor
- 1907 - Bernhard Hammer, Schweizer Politiker
- 1910 - Michael Rua, zweiter Generaloberer der Salesianer Don Boscos
- 1912 - Giovanni Pascoli, italienischer Dichter
- 1913 - Adolf Slaby, erste Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin
- 1919 - Johann Knief, deutscher Lehrer, Redakteur und Politiker
- 1923 - Michel de Klerk, niederlande Architekt aus den niederlanden
- 1943 - Johannes Wüsten, bildender Künstler, Schriftsteller
- 1944 - E. O. Plauen, deutscher Zeichner
- 1944 - Isolde Kurz, Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1947 - Herbert Backe, deutscher Reichsminister für Ernährung in der Endphase des Dritten Reichs
- 1947 - Václav Kaprál, tschechischer Komponist
- 1951 - Halfdan Cleve, norwegischer Komponist
- 1958 - Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller
- 1959 - Anton Diel, deutscher Politiker
- 1961 - Jules Bordet, belgischer Biologe und Immunologe
- 1962 - Wilhelm Schmidt (Bayern), deutscher Politiker und MdB
- 1963 - Karl Scharnagl, Oberbürgermeister von München
- 1963 - Otto von Struve, russisch-amerikanischer Astronom
- 1966 - Emil Brunner, Schweizer reformierter Theologe
- 1970 - Sam Sheppard, Arzt, Justitzopfer
- 1971 - Igor Fjodorowitsch Strawinski, Russisch-US-amerikanischer Komponist
- 1971 - Igor Strawinsky, russisch-US-amerikanischer Komponist
- 1972 - Heinrich Lübke, deutscher Politiker und Bundespräsident
- 1974 - James Charles McGuigan, Erzbischof von Toronto und Kardinal
- 1974 - Willem Marinus Dudok, niederlande Architekt aus den niederlanden
- 1983 - Lutz Heck, Biologe und Zoodirektor
- 1984 - Ral Donner, US-amerikanischer Sänger
- 1990 - Alfred Sohn-Rethel, deutscher Volkswirtschaftler und Industriesoziologe
- 1991 - David Lean, britischer Filmregisseur
- 1991 - Heinrich Draeger, deutscher Politiker und MdB
- 1992 - Isaac Asimov, US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller
- 1993 - Inge von Wangenheim, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin
- 1994 - Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi
- 1994 - Dieter Oesterlen, deutscher Architekt und Hochschullehrer
- 1994 - Juvénal Habyarimana, Staatspräsident von Rwanda
- 1996 - Greer Garson, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1997 - Stephan Hermlin, deutscher Dichter
- 1998 - Tammy Wynette, US-amerikanische Country-Sängerin
- 2000 - Bernardino Echeverría Ruiz, Erzbischof von Guayaquil und Kardinal
- 2000 - Habib Bourguiba, Präsident Tunesiens
- 2002 - Martin Sperr, niederbayerischer Dramatiker und Schauspieler
- 2003 - Anita Borg, US-amerikanische Computerwissenschafterin und Frauenrechtlerin
- 2003 - Hans Ringier, schweizerischer Unternehmer
- 2004 - Axel Dünnwald-Metzler, deutscher Unternehmer
- 2005 - Konrad F. Reiss, deutscher Manager
- 2005 - Rainier III., Fürst von Monaco regierte 55 Jahre

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Methodius, Bischof, Glaubensbote bei den Slawen (orthodox)

Siehe auch


- 5. April - 7. April
- 6. März - 6. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0406 ja:4月6日 ko:4월 6일 simple:April 6 th:6 เมษายน

Atlas (Rakete)

Die Atlas, einst entwickelt als ballistische Interkontinentalrakete, ist eine Trägerrakete, die v.a. in den 1960er Jahren beim Mercury- und Gemini-Programmen eingesetzt wurde. Weiterentwicklungen der Atlas-Rakete sind auch heute noch als Trägerraketen für Satelliten im Einsatz.

Geschichte

Interkontinentalrakete

Die Entwicklung der Atlas begann im März 1946, als die Firma Convair mit dem Bau einer Interkontinentalrakete mit einer Reichweite von 8000 km beauftragt wurde (Projekt MX-774 oder Hiroc). Das Projekt wurde aber nach kurzer Zeit aus Geldgründen auf Eis gelegt, jedoch 1951 angesichts der sowjetischen Aufrüstung wiederbelebt (als Projekt MX-1593 oder Atlas). Der erste Start einer Atlas fand am 11. Juni 195