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Ranger (Raumfahrt)
Ranger (engl. f. Förster) ist der Name von neun US-amerikanischen Raumsonden, die zwischen 1961 und 1965 zum Mond geflogen sind.
Mission
Bereits im Rahmen des Pioneer-Programmes waren neun US-Sonden zum Mond geflogen. Allein der Vorbeiflug von "Pioneer 4" war am 4. März 1959 war ein Erfolg, die anderen acht Sonden waren allesamt Fehlschläge.
Nach der Ankündigung von US-Präsident John F. Kennedy im April 1961, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond zu bringen, intensivierte die NASA ihre Bemühungen. Das Programm "Ranger" war ein Allzweckprogramm. Es diente der Einübung von Manövern im Raum sowie bei der Vorbereitung der Landung. Das "Ranger"-Projekt gliedert sich wiederum in drei Blöcke:
- Block I aus den Sonden 1-2, 306 kg schwer, sollten Erdsatelliten bleiben, jedoch in den mondnahen Raum und darüber hinaus vorstoßen (mit einem Apogäum von rd. 1 Mill. km)
- Block II, bestehend aus den 330-340 kg schweren Sonden 3-5, sollte auf dem Mond aufschlagen und unmittelbar vorher Bilder übermitteln. Zuvor sollte die Muttersonde eine etwa 40 kg schwere Instrumentenkapsel ausstoßen, die geschützt in einem kugelförmigen Gehäuse aus Balsaholz den Aufschlag nach mehrmaligem Hüpfen unbeschadet überstehen sollte. An Bord der Kapsel befand sich unter anderem ein einfaches Seismometer.
- Block III bestand aus den Sonden 6-9 mit einem Gewicht von 365 kg. Hier wurde nach den Fehlschlägen von Block II auf eine "weich" landende Instrumentenkapsel verzichtet und statt dessen mit Hilfe von sechs Kameras die Gewinnung hochauflösender Aufnahmen vor dem Aufschlag angestrebt.
Verlauf
Block I (Systemerprobung in der Erdumlaufbahn)
- "Ranger 1" startete am 23. August 1961 und konnte aufgrund eines Fehlers in der Rakete einen niedrigen Erdorbit nicht verlassen. Der Satellit verglühte am 30. August 1961, nachdem bereits drei Tage zuvor die Kommunikation abgebrochen war.
- Ranger 2" startete am 18. November 1961 und erlitt ein ähnliches Schicksal wie "Ranger 1". Der Satellit verglühte am 20. November 1961
Block II (Landung einer Kapsel)
- "Ranger 3" startete am 26. Januar 1962, doch flog die Sonde aufgrund zu hoher Geschwindigkeit in 36.000 km Abstand am Mond vorbei in eine Sonnenumlaufbahn. Die Sonde übermittelte keine Bilder.
- "Ranger 4" startete am 23. April 1962, doch brach der Kontakt zu dieser Sonde noch am selben Tag ab. Die Sonde schlug am 26. April 1962 stumm auf dem Mond auf. "Ranger 4" war trotz des Fehlschlags das erste US-Raumfahrzeug, das die Mondoberfläche erreichte.
- "Ranger 5" startete am 18. Oktober 1962, auch hier gab es noch am selben Tag einen Kommunikationsabbruch. Die Sonde flog in rd. 700 km Entfernung am Mond vorbei und geriet dann in eine Sonnenumlaufbahn.
Block III (Nahaufnahmen der Mondoberfläche)
- "Ranger 6" startete am 30. Januar 1964 und schlug am 2. Februar 1964 auf dem Mond auf. Die Kameras ließen sich unmittelbar vor dem Aufschlag nicht aktivieren.
- "Ranger 7" startete am 28. Juli 1964 und schlug am 31. Juli 1964 auf dem Mond auf. Dabei übermittelte die Sonde unmittelbar vor dem Aufschlag 4.300 Bilder.
- "Ranger 8" startete am 17. Februar 1965 und schlug am 20. Februar 1965 auf dem Mond auf. Die Sonde übertrug 7.300 Bilder.
- "Ranger 9" startete am 21. März 1965, schlug am 24. März 1965 auf und übermittelte 5.800 Bilder, die auch live im US-Fernsehen gezeigt wurden.
Ergebnis
"Ranger" war mit sechs Fehlschlägen (Erfolgsquote 33%) erfolgreicher als das Pioneer-Mondprogramm. Insgesamt waren die 252 Mill. Dollar für die "Rangers" das Lehrgeld, welches die USA für die Mondlandung zu bezahlen hatten. Zum Schluss lief das Programm dann doch noch zufriedenstellend. Nachfolgeprogramme waren Surveyor und Lunar Orbiter.
Weblinks
- [http://www.bernd-leitenberger.de/ranger.html Die Ranger Mondsonden] (dt.)
Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen
Kategorie:Mondsonde
Raumsonde]
Eine Raumsonde ist ein unbemannter Flugkörper, der zu Erkundungszwecken ins Weltall geschickt wird. Im Gegensatz zu einem (Erd)Satelliten verlässt sie die Umlaufbahn (Orbit) der Erde und fliegt ein entferntes Ziel im Weltraum an, um dieses zu untersuchen (z. B. Mars, Asteroiden, Kometen, Jupitermonde).
Wegen der oft jahrelangen Dauer von Raumsondenmissionen werden an die technischen Einrichtungen von Raumsonden höchste Anforderungen gestellt. Die Komponenten von Raumsonden werden aufwändigst getestet und im Reinraum zusammengebaut, was die hohen Kosten von Raumsonden erklärt.
Ein großes Problem bei Raumsonden gegenüber erdumkreisenden Satelliten ist der große Erdabstand, der lange Laufzeiten der von der Bodenstation ausgesandten Steuerbefehle bewirkt. Aus diesen Grund müssen Raumsonden über Systeme verfügen, die sie in gewissem Umfang von Bodenstationen unabhängig machen.
Für Raumsondenmissionen muss der Einschusswinkel mit einer Genauigkeit von unter 1 Bogensekunde festgelegt werden. Die Navigation von Raumsonden muss mit höchster Genauigkeit erfolgen. Sie erfolgt mit Hilfe des Dopplereffekts und der Signallaufzeiten. Auf diese Weise wird ihre Position mit einer Genauigkeit von unter 1 Meter - unabhängig von ihrer Entfernung zur Erde - ermittelt.
Die Energieversorgung erfolgt bei Raumsonden zum Mond und zu den inneren Planeten Merkur bis Mars meist mit Solarzellen, die über einen Akkumulator gepuffert sind. Für Raumsonden mit kurzer Lebensdauer werden auch Akkumulatoren verwendet.
Raumsonden für den Flug zu äußeren Planeten verwenden für die Stromversorgung stets Isotopenbatterien, da mit wachsenden Abstand von der Sonne Solarzellenflächen immer ineffizienter werden.
Je nach Aufgabenstellung unterteilt man Raumsonden in:
- Vorbeiflugsonden - Sonden, die nur einen Vorbeiflug an einem Himmelskörper durchführen
- Orbiter - Sonden, die eine Umlaufbahn um einen Himmelskörper einschlagen
- Lander - Sonden, die auf einem Himmelskörper landen, hier ist weitere Unterteilung sinnvoll:
- Hydrobot - eine Sonde, die selbständig die Tiefen unbekannter Gewässer erkunden kann
- Kryobot - eine Sonde, die sich durch Eis hindurchschmilzt um dieses und darunterliegende Medien zu erkunden
- Penetrator - eine Raumsonde, die sich bei einer ungebremsten Landung bis zu einigen Metern in den zu untersuchenden Himmelskörper bohrt
- Rover - ein mobiles Landegerät, mit dem größere Regionen erkundet werden können
- Probenrückführung (engl. Sample Return) - Sonden, die Proben eines Himmelskörpers oder im Weltraum eingesammelte Partikel zur Erde zurückführen. Zuvor könnte ggf. eine Landung auf dem Himmelskörper nötig sein
Eine vollständige Liste aller Raumsonden mit Missionsbeschreibungen ist unter Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen verfügbar.
Kategorie:Raumsonde
1961
Jahreswidmungen
- Internationales Jahr der Gesundheit und medizinischen Forschung
Politik
- 1. Januar: Friedrich Traugott Wahlen wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar Der Hamburger Senat wählt aus seiner Mitte den bisherigen Finanzsenator Paul Nevermann (SPD) zum neuen Ersten Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Max Brauer, der am Tag zuvor zurückgetreten war
- 3. Januar: Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA
- 19. Januar: Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy
- 6. Februar: Zypern wird Mitglied in der UNESCO
- 15. März: Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd kündigt den Austritt Südafrikas aus dem Commonwealth an. Der Austritt erfolgt am 31. Mai
- 18. März: Franz Josef Strauß wird neuer Vorsitzender der CSU
- 17. April: Von den USA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht (Kuba)
- 18. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Afghanistan. In Kraft seit dem 14. Juni 1963
- 27. April: Sierra Leone wird unabhängig
- 27. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Niederlande. In Kraft seit dem 21. April 1962
- 30. Mai: Dominikanische Republik. Tod des Diktators Trujillo
- 31. Mai: Südafrika (vorher Südafrikanische Union) wird zur Republik, Staatsoberhaupt (vorher Queen Elizabeth II) wird als Präsident Charles Robert Swarts
- 3. Juni: Gipfeltreffen Kennedy und Chruschtschow in Wien
- 12. Juni: Aktivisten des Befreiungsausschuss Südtirol sprengen in Bozen Strommasten. Ihr Ziel ist die Autonomie Südtirols
- 19. Juni: Kuwait wird unabhängig
- 20. Juli: Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga
- 13. August: Baubeginn der Berliner Mauer
- 27. August: Vertrag über die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden
- 11. September: Es beginnt der bewaffnete Aufstand in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer
- 17. September: Bei der Bundestagswahl 1961 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit
- 18. September: Der amtierende UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant
- 27. September: Sierra Leone wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 28. September: die Vereinigte Arabische Republik zwischen Ägypten und Syrien löst sich nach Austritt Syriens auf
- 1. Oktober: Unabhängigkeit von Westkamerun und Vereinigung mit Ostkamerun
- 3. Oktober: Irland wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: Mauretanien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Mongolei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Syrien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- 30. Oktober: Auf der russischen Insel Nowaja Semlja wird die Zar-Bombe gezündet, die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe
- 9. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Pakistan. In Kraft seit dem 30. Dezember 1962
- 12. November: Stalingrad wird in Wolgograd umbenannt
- 3. Dezember: Albanien bricht die Beziehungen zur Sowjetunion ab
- 9. Dezember: Sansibar und Tanganyika schließen sich zu Tansania zusammen
- 14. Dezember: Vereinigte Republik Tansania wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Gründung von Umkhonto We Sizwe, dem militanten Arm des African National Congress, der sich gegen die Apartheid in Südafrika einsetzte
- 18. Dezember: Indien besetzt die letzten portugiesischen Kolonialgebiete aus seinem Territorium
- 20. Dezember: Dominikanische Republik. Erste freie Wahlen
Wissenschaft und Technik
- 12. April: Der erste bemannte Weltraumflug der Geschichte startet: Die Raumkapsel Wostok mit dem Kosmonauten Juri Gagarin an Bord
- Nach Tausenden bekannten Fällen von Missbildung Dysmelie wird das 1957 von einer Stolberger Firma auf den Markt gebrachte Contergan vom Markt genommen
- 5. Mai: Als 1. Amerikaner fliegt Alan Shepard ins All
Kultur
- 20. Mai: Uraufführung der Oper Elegy for Young Lovers von Hans Werner Henze in Schwetzingen
- 8. September: Unternehmen Stardust von Karl-Herbert Scheer erscheint als Nr. 1 der Serie Perry Rhodan
- 25. September: Uraufführung der Oper Alkmene von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin
- 15. Oktober: Uraufführung der Oper Leonce und Lena von Kurt Schwaen an der Deutschen Oper Berlin
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper Das lange Weihnachtsmahl von Paul Hindemith am Nationaltheater in Mannheim
- Max Frisch schreibt das Theaterstück „Andorra“, das allerdings in einem fiktiven, und nicht dem realen Land Andorra spielt. Mehr hierzu siehe Andorra (Drama)
- Exquisite Wein-Ernte in Bordeaux
- Perry Rhodan (heute erfolgreichste Science-Fiction- und Heftroman-Serie der Welt) erscheint zum ersten mal
Umwelt
- 11. September: Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird in der Schweiz gegründet
Katastrophen
- 15. Februar: Brüssel, Belgien. Absturz einer Boeing 707 beim Landeanflug. Alle 72 Personen an Bord starben, ebenso eine Person vom Bodenpersonal
- 11. Juli: Flughafen Stapleton, Denver, Colorado, USA. Eine DC-8 der United Airlines mit 129 Menschen an Bord, hatte ein hydraulisches Problem während des Fluges. Während der Notlandung auf dem Flughafen Stapleton platzten zwei Reifen und das Flugzeug fing an sich zu drehen und fing Feuer. Die Brandbekämpfung und Rettung der Personen wurde von einer unterbesetzten und schlecht ausgestatteten Abteilung des Flughafens begonnen. Auf die Hinzuziehung der Städtischen Feuerwehr oder auf ein Hilfeersuchen an die sich in der Nähe befindliche Basis der U.S. Air Force wurde verzichtet. Sieben Monate vor der Katastrophe hatte ein Inspektor festgestellt, dass die Flughafen-Feuerwehr und die Notfall-Ausrüstung ungenügend war. Insbesondere bemängelte er die unzureichende Wasserkapazität und die fehlende Schaum-Löschanlage. Die städtischen Beamte von Denver lobten trotzdem die Erfolge und Anstrengungen der Flughafen-Feuerwehr. 17 Menschen starben (eine davon vom Bodenpersonal), 84 Menschen kamen mit Verletzungen davon
- 12. Juli: Casablanca, Marokko. Absturz einer tschechischen Ilyushin-18
- 16. Juli: Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines
- 1. September: Eine Lockheed L-049 der TWA stürzte bei Hinsdale, Illinois, USA, ab. 78 der 89 Personen starben dabei
- 10. September: Beim Autorennen,Großer Preis von Monza verunglückt der deutsche Rennfahrer Graf Berghe von Trips tödlich. Auch 16 Zuschauer sterben
- 10. September: Shannon, Irland. Absturz einer DC-6 der President Airlines
- 12. September: Rabat, Marokko. Absturz einer Caravelle der Air France
- 10. September: Flug Düsseldorf: USA, stürzt bei der Zwischenlandung in Irland ab. 83 Tote, davon 65 Deutsche
- 31. Oktober: der Hurrikan Hattie zerstört die Hauptstadt von Belize
- 1. November: Eine Douglas DC-7C der brasilianischen Fluggesellschaft Panair do Brasil stürzte beim Landeanflug auf Recife, Brasilien ab. Alle 45 Personen werden dabei getötet
- 8. November: Richmond, Virginia, USA. Absturz einer Lockheed Constellation der Imperial Airlines
- 30. November: Sydney, Australien. Eine Vickers Viscount der Ansett Australia stürzte aufgrund von starken Turbulenzen bei Sydney ab. Alle 15 Insassen starben
Sonstiges
- 12. Juli: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Nürnberg-Kleinreuth wird gesprengt
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Sven Regener, deutscher Musiker und Schriftsteller
- 1. Januar: Mirwais, französischer Musiker und Musikproduzent
- 1. Januar: Zübeyir Aydar, Vorsitzender des Volkskongresses Kurdistan
- 2. Januar: Ingo Lenßen, Rechtsanwalt und Schauspieler
- 3. Januar: Susanne Riess-Passer, österreichische Politikerin
- 6. Januar: Toru Tanabe, japanischer Opernsänger und Schauspieler
- 7. Januar: Roland Suso Richter, Filmregisseur
- 8. Januar: Calvin Smith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Januar: Julia Louis-Dreyfus, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Januar: Maja Tschiburdanidse, georgische Schachspielerin
- 18. Januar: Mark Messier, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler in der NHL
- 21. Januar: Manfred Müller (Landrat), deutscher Lokalpolitiker im Kreis Paderborn
- 21. Januar: Cornelia Pröll, österreichische Skirennläuferin
- 24. Januar: Karl-Heinz Smuda, deutscher Hörfunkjournalist
- 24. Januar: Guido Buchwald, deutscher Profi-Fußballspieler und Fußballtrainer
- 24. Januar: Christa Kinshofer, deutscher Skirennläuferin
- 24. Januar: Wulf R. Halbach, Medien- und Kommunikationswissenschaftler
- 24. Januar: Nastassja Kinski, deutsche Schauspielerin
- 26. Januar: Wayne Gretzky, kanadischer Eishockeyspieler
- 26. Januar: Benjamín Rausseo, venezolanischer Komiker und Entertainer
- 30. Januar: Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 30. Januar: Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker († 2004)
- 2. Februar: Lauren Lane, Schauspielerin
- 4. Februar: Stewart O'Nan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. Februar: Dietmar Bär, deutscher Schauspieler
- 6. Februar: Malu Dreyer, deutscher Politiker
- 6. Februar: Bernd Dittert, ehemaliger deutscher Bahnradfahrer, Bundestrainer im Bahnradsport
- 8. Februar: Ellen Arnhold, Fernsehmoderatorin der ARD
- 8. Februar: Vince Neil, US-amerikanischer Musiker
- 10. Februar: Eva Pfaff, ehemalige deutsche Tennisspielerin
- 10. Februar: Alexander Payne, US-amerikanischer Filmregisseur
- 11. Februar: Andreas Krautscheid, deutscher Politiker und MdB a.D., Rechtsanwalt
- 17. Februar: Ariane Ehrat, Schweizer Skirennläuferin
- 18. Februar: Armin Laschet, deutscher Europaabgeordneter
- 18. Februar: Hagen Liebing, Musiker und leitender Musikredakteur bei dem Stadtmagazin Tip Berlin
- 19. Februar: Justin Fashanu, britischer Fußballspieler († 1998)
- 20. Februar: Imogen Stubbs, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Andreas Modl, Bundesreferent für das American Karate System im Deutschen Karate Verband
- 21. Februar: Martha Hackett, US-amerikanischer Schauspielerin
- 24. Februar: Erna Solberg, norwegische konservative Politikerin
- 25. Februar: Hermann Gröhe, Mitherausgeber Chrismon
- 28. Februar: Mark Latham, australischer Politiker und Vorsitzender der Australian Labor Party
- 28. Februar: Klaus-Peter Willsch, deutscher Politiker und MdB
- 1. März: Albert Mülleder, österreichischer Domkapellmeister zu Wiener Neustadt († 1999)
- 2. März: Ingeborg Gräßle, deutsche Politikerin
- 4. März: Sabine Everts, deutsche Leichtathletin
- 8. März: Larry Murphy, ehem. kanadischer Eishockeyspieler
- 10. März: Mike Bullard, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 15. März: Sabine Baeß, deutsche Eiskunstläuferin
- 15. März: Max Julen, Schweizer Skirennfahrer, Olympiasieger
- 16. März: Todd McFarlane, kanadisch/US-amerikanischer Comiczeichner
- 18. März: Heidi Preuss, ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin
- 18. März: Richard Biggs, ein US-amerikanischer Fernseh- und Theaterschauspieler († 2004)
- 19. März: Rune Bratseth, norwegischer Fußballspieler
- 20. März: Maja Maranow, deutsche Schauspielerin
- 20. März: Ingrid Arndt-Brauer, eine deutsche Politikerin
- 22. März: Ingolf Roßberg, gegenwärtiger Oberbürgermeister von Dresden
- 23. März: Petra Selg, deutsche Politikerin
- 23. März: Steve Holmes, Rumänisch-deutscher Pornodarsteller
- 24. März: Nina Hoger, deutsche Schauspielerin
- 24. März: Jörg Baberowski, deutscher Historiker
- 27. März: Tony Rominger, ehemaliger Schweizer Radrennfahrer
- 28. März: Barbara Wussow, österreichische Fernsehschauspielerin
- 29. März: Michael Winterbottom, britischer Filmregisseur
- 1. April: Regine Mösenlechner, deutsche Skirennläuferin
- 2. April: Karina Thayenthal, deutsche Schauspielerin
- 3. April: Eddie Murphy, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker
- 7. April: Marco Rima, Schauspieler und Kabarettist
- 9. April: Robert Zoller, österreichischer Skirennläufer
- 12. April: Lisa Gerrard, australische Musikerin und Sängerin
- 13. April: Uwe Hübner, deutscher Radio- und Fernsehmoderator
- 14. April: Robert Carlyle, schottischer Schauspieler
- 15. April: Kerstin Walther, deutsche Leichtathletin
- 15. April: Luca Barbarossa, italienischer Sänger
- 18. April: Franco Cesarini, Schweizer Komponist und Dirigent
- 19. April: Kirsten Emmelmann, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 23. April: Frank Lippmann, deutscher Fußballspieler
- 23. April: Dirk Bach, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 25. April: Frank De Winne, belgischer Astronaut
- 26. April: Joan Chen, chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin
- 27. April: Karl Alpiger, Schweizer Skirennläufer
- 28. April: Julia Jones, Dirigentin
- 30. April: Thomas Schaaf, deutscher Fußballer und Trainer
- 30. April: Franky van der Elst, ehemaliger belgischer Fußballspieler
- 30. April: Isiah Thomas, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1. Mai: Clint Malarchuk, kanadischer Eishockeyspieler
- 2. Mai: Stephen Daldry, Theater- und Filmregisseur
- 3. Mai: Leyla Zana, kurdische Politikerin und Menschenrechtsaktivistin
- 4. Mai: Luis Herrera, kolumbianischer Radrennfahrer
- 6. Mai: George Clooney, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur
- 7. Mai: Hans-Peter Bartels, deutscher Politiker
- 8. Mai: Janet McTeer, britische Schauspielerin
- 9. Mai: John Corbett, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Mai: Henry Arnold, deutscher Schauspieler, Musiker und Regisseur
- 10. Mai: Johanna ter Steege, niederländische Schauspielerin
- 12. Mai: Thomas Dooley, US-amerikanischer Fußballprofi
- 13. Mai: Dennis Rodman, US-amerikanischer Basketballer, NBA-Spieler
- 14. Mai: Ulrike Folkerts, deutsche Schauspielerin
- 14. Mai: Urban Priol, deutscher Kabarettist, Schriftsteller sowie Radio- und Fernseh-Moderator
- 14. Mai: Tim Roth, englischer Schauspieler
- 14. Mai: Jean Leloup, frankokanadischer Musiker
- 15. Mai: Katrin Cartlidge, britische Schauspielerin († 2002)
- 16. Mai: Gerhard Papke, deutscher Politiker
- 17. Mai: Enya, irische Musikerin
- 21. Mai: Ewald Stadler, österreichischer Politiker
- 22. Mai: Edgar Mann, deutscher Komponist und Pianist
- 24. Mai: Friedrich Wilhelm Küppersbusch, deutscher Journalist und Fernsehproduzent
- 24. Mai: Maria Rosa Quario, italienische Skirennläuferin
- 24. Mai: Johannes Zweytick, österreichischer Winzer und Politiker
- 27. Mai: Peri Gilpin, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Mai: Kerstin Hensel, Autorin
- 29. Mai: Melissa Etheridge, US-amerikanische Sängerin und Rockmusikerin
- 31. Mai: Lea Thompson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. Juni: Gabriele Zange, deutsche Eisschnellläuferin
- 1. Juni: Paul Coffey, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. Juni: Sophie Rois, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1. Juni: Werner Günthör, Schweizer Leichtathlet
- 3. Juni: Norbert Gstrein, österreichischer Schriftsteller
- 3. Juni: Lawrence Lessig, Rechtswissenschaftsprofessor, Creative Commons-Erfinder
- 4. Juni: Rainer Castor, Science-Fiction-Autor für die Perry-Rhodan-Serie
- 4. Juni: Ferenc Gyurcsány, ungarischer Geschäftsmann, Politiker und Ministerpräsident
- 5. Juni: Anke Behmer, deutsche Leichtathletin
- 5. Juni: Ramesh Krishnan, indischer Tennisspieler
- 5. Juni: Mary Kay Bergman, US-amerikanische Synchronsprecherin († 1999)
- 7. Juni: Mike Pratt, britischer Komponist, Musiker und Schauspieler († 1976)
- 8. Juni: Kurt Artner, österreichischer Sportschütze
- 8. Juni: Earl Strickland, US-amerikanischer Poolbillard-Spieler
- 9. Juni: Lisa del Bo, belgische Sängerin
- 9. Juni: Michael J. Fox, kanadischer Regisseur und Filmschauspieler
- 9. Juni: Michael Meister, deutscher Politiker und MdB
- 10. Juni: Ingo Reidl, deutscher Komponist und Produzent
- 12. Juni: Hannelore Kraft, deutsche Politikerin
- 14. Juni: Boy George, britischer Sänger
- 14. Juni: Dirk Schlegel, deutscher Fußballspieler
- 15. Juni: Laurent Cantet, Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann
- 16. Juni: Robert Schneider, österreichischer Schriftsteller
- 17. Juni: Denis Lavant, französischer Schauspieler
- 17. Juni: Thomas Haden Church, US-amerikanischer Schauspieler
- 18. Juni: Randy Spears, amerikanischer Pornodarsteller
- 18. Juni: Alison Moyet, Sängerin
- 20. Juni: Karin Enke, deutsche Eisschnellläuferin
- 22. Juni: Jimmy Somerville, britischer Musiker
- 23. Juni: Karsten Speck, deutscher Entertainer und Schauspieler
- 24. Juni: Susanne Beyer, deutsche Leichtathletin
- 25. Juni: Ricky Gervais, britischer Comedian, Radiomoderator und Schauspieler
- 26. Juni: Greg LeMond, US-amerikanischer Radrennfahrer
- 28. Juni: Irina Wanka, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 29. Juni: Greg Hetson, Gitarrist
- 30. Juni: Undine Bremer, deutsche Leichtathletin
- 1. Juli: Diana Frances Spencer, Ehefrau des englischen Thronfolgers Prince Charles († 1997)
- 1. Juli: Carl Lewis, Leichtathlet, Olympiasieger
- 6. Juli: Benita Fitzgerald-Brown, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 8. Juli: Toby Keith, US-amerikanischer Country-Sänger
- 10. Juli: Ulla Kock am Brink, TV-Moderatorin
- 14. Juli: Kyle Gass, US-amerikanischer Musiker
- 15. Juli: Christoph Matschie, deutscher Politiker
- 15. Juli: Jean Christophe Grangé, französische Schriftsteller
- 15. Juli: Forest Whitaker, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 16. Juli: Paulus Hochgatterer, österreichischer Schriftsteller und Psychoanalytiker
- 17. Juli: Zbigniew Zamachowski, polnischer Schauspieler
- 19. Juli: Ralf Göbel, deutscher Politiker und MdB
- 22. Juli: Ibo Bekirovic, deutscher Sänger († 2000)
- 23. Juli: Alex Capus, Schweizer Schriftsteller
- 23. Juli: Woody Harrelson, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Juli: Juri Schlünz, deutscher Fußballspieler
- 28. Juli: Cornelia Yzer, deutsche Politikerin
- 30. Juli: Achdé, französischer Comic-Zeichner und Nachfolger von Morris
- 30. Juli: Laurence Fishburne, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. Juli: Isabel Varell, deutsche Sängerin, Schauspielerin und TV-Moderatorin
- 31. Juli: Volker G. Schmitz, deutscher Fernsehmoderator
- 1. August: Danny Blind, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 2. August: Gustav Weder, Schweizer Bobfahrer
- 3. August: Uschi Zietsch, deutsche Fantasy- und Science-Fiction-Autorin
- 3. August: Jochen Feldmann, deutscher Physiker
- 4. August: Barbara Mansion, deutsche Schriftstellerin
- 4. August: Barack Obama, Politiker aus Chicago sowie Professor für Rechtswissenschaft
- 7. August: Gesine Lötzsch, deutsche Politikerin
- 7. August: Carlos Vives, kolumbianischer Sänger und Schauspieler
- 8. August: The Edge, Gitarrist der irischen Band U2
- 12. August: Andreas Suchanek, deutscher Wirtschaftsethiker
- 12. August: Kristin Krohn Devold, norwegische konservative Politikerin
- 12. August: Andrea Maria Dusl, österreichische Filmregisseurin
- 12. August: Tatjana Wladimirowna Samolenko, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 12. August: Gottardo Gottardi, Schweizer Schach-Großmeister im Fernschach
- 15. August: Dietmar Mögenburg, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 20. August: Maren Winter, deutsche Schriftstellerin
- 20. August: Greg Egan, Sciencefiction-Schriftsteller
- 21. August: Stephen Hillenburg, Erfinder der Zeichentrick-Figur Spongebob Schwammkopf
- 21. August: Gerardo Barbero, Schachgroßmeister († 2001)
- 22. August: Thomas Hoeren, Professor für Informations- und Medienrecht
- 22. August: Debbi Peterson, US-amerikanische Musikerin
- 28. August: Ad Freundorfer, deutscher Künstler
- 31. August: Neill Archer, englischer Tenor
- 31. August: Bruce Guthro, kanadischer Folksänger
- 1. September: Gitta Schüßler, deutsche Politikerin
- 3. September: Michael Schulz (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 6. September: Willy Astor, bayerischer Kabarettist, Musiker und Komponist
- 6. September: Pål Waaktaar, norwegischer Popmusiker
- 7. September: Peter Lehmann (Informatiker), deutscher Wirtschaftinformatiker
- 10. September: Jörg Freimuth, deutscher Leichtathlet
- 12. September: Mylène Farmer, franko-kanadische Popsängerin
- 13. September: Dave Mustaine, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 15. September: Dan Marino, NFL-Quarterback bei den Miami Dolphins
- 18. September: James Gandolfini, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. September: Reinhard Grindel, deutscher Politiker
- 19. September: Katsu Aki, japanischer Mangaka
- 20. September: Erwin Koeman, niederländischer Fußballspieler
- 22. September: Scott Baio, amerikanischer Schauspieler
- 22. September: Catherine Oxenberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. September: Daúde, brasilianische Sängerin, Schauspielerin und Fotomodell
- 25. September: Heather Locklear, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. September: Irvine Welsh, britischer Schriftsteller
- 27. September: Andy Lau, Schauspieler und Multitalent aus Hongkong
- 28. September: Jordanka Donkowa, bulgarische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 29. September: Roger David, deutscher IT-Unternehmer
- 30. September: Eric Stoltz, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1. Oktober: Thomas von Heesen, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 4. Oktober: Kazuki Takahashi, japanischer Mangaka
- 6. Oktober: Katrin Dörre, deutsche Leichtathletin
- 7. Oktober: Matthias Brandt, deutscher Theater- und Fernsehschauspieler
- 10. Oktober: Danuta Stenka, polnische Schauspielerin
- 11. Oktober: Alfred Dorfer, österreichischer Schauspieler und Kabarettist
- 17. Oktober: Rainer Heller, Bürgermeister von Detmold
- 18. Oktober: Wynton Marsalis, einer der bedeutendsten Trompeter unserer Zeit
- 20. Oktober: Kate Mosse, britische Schriftstellerin
- 20. Oktober: Ian Rush, ehemaliger walisischer Fußballspieler
- 23. Oktober: Andoni Zubizarreta, spanischer Fußball-Torhüter und Rekordnationalspieler
- 25. Oktober: Chad Smith, Schlagzeuger der kalifornischen Funk-Rockband Red Hot Chili Peppers
- 29. Oktober: Cornelia Oschkenat, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 30. Oktober: Karl Christoph Klauer, deutscher Sozial- und Kognitionspsychologe
- 31. Oktober: Larry Mullen Junior, irischer Musiker
- 31. Oktober: Peter Jackson, neuseeländischer Regisseur, Produzent und Autor
- 31. Oktober: Alonzo Babers, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 2. November: K.d. lang, kanadische Country- und Pop-Sängerin
- 5. November: Helmut de Raaf, deutscher Eishockeytormann und -trainer
- 6. November: Craig Goldy, ist ein Gitarrist
- 8. November: Leif Garrett, US-amerikanischer Schauspieler und Popsänger
- 12. November: Nadia Comăneci, rumänische Turnerin
- 15. November: Christian Stückl, deutscher Intendant und Regisseur
- 17. November: Wolfram Wuttke, deutscher Fußballspieler
- 19. November: Meg Ryan, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. November: Martin Andermatt, Schweizer Fußballtrainer
- 22. November: Randal L. Schwartz, US-amerikanischer Systemadministrator
- 23. November: Masamune Shirow, japanischer Manga-Zeichner
- 24. November: Hartmut Engler, deutscher Sänger und Pop-Musiker
- 24. November: Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerrin
- 26. November: Dirk Michaelis, Sänger und Komponist
- 27. November: Norbert Dickel, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 28. November: Alfonso Cuarón, mexikanischer Regisseur
- 2. Dezember: Gaby Köster, deutsche Schauspielerin und Kabarettistin
- 6. Dezember: Manuel Reuter, deutscher Automobilrennfahrer
- 6. Dezember: Chris Valentine, ehem. kanadischer Eishockeyspieler und Trainer
- 8. Dezember: Elfi Eschke, deutsche Schauspielerin
- 10. Dezember: Mark McKoy, Leichtathlet und Olympiasieger
- 11. Dezember: Dave King, irischer Musiker
- Trabant der Erde.
Von ihr abgesehen ist er der einzige Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde, und damit auch der am besten erforschte.
Trotzdem birgt er noch viele Geheimnisse, etwa zu seiner Entstehung und manchen Geländeformen. Die spätere Entwicklung und sein innerer Aufbau sind jedoch seit einigen Jahren weitgehend geklärt. Das Zeichen des Mondes ist eine Mondsichel: Gelände
Bahn und Rotation des Mondes
Scheinbare Bewegung von der Erde aus gesehen
Von der (rotierenden) Erdoberfläche aus betrachtet, umkreist der Mond die Erde von Osten nach Westen auf einer Bahn, die um 5,1 Grad gegen die Sonnenbahn geneigt ist. Seine scheinbare Bewegung ähnelt damit der der Sonne; sie dauert etwa 24 Stunden und 50 Minuten. Der Zeitpunkt des Mondauf- und -untergangs ist damit jeden Tag etwa 50 Minuten später. In 29 Tagen geht der Mond 28 Mal auf. Für einen Beobachter auf der Nordhalbkugel steht der Mond (wie auch die Sonne) an seinem höchsten Bahnpunkt im Süden, für einen Beobachter auf der Südhalbkugel im Norden (und die sichtbaren Oberflächenstrukturen erscheinen im Vergleich zur Nordhalbkugel auf den Kopf gestellt, wie man beispielsweise bei den in Neuseeland gedrehten „Der Herr der Ringe“-Filmen in einigen Szenen gut sehen kann). In Äquatornähe kann man den Mond an seinem höchsten Punkt im Zenit sehen.
Mondbahn
Die Bahn des Mondes um die Erde ist eine Ellipse der numerischen Exzentrizität 0,055; das heißt, die größte und die kleinste Entfernung vom Zentrum weicht jeweils um 5,5 Prozent von einer wirklichen Kreisbahn ab. Der mittlere Bahnradius – die große Halbachse – misst 384.400 Kilometer. Den erdnächsten Punkt der Bahn nennt man Perigäum. Er befindet sich 356.410 km vom Erdmittelpunkt entfernt. Der erdfernste Punkt heißt Apogäum und ist 406.740 km vom Erdmittelpunkt entfernt. Die Durchgänge des Mondes durch die Bahnebene der Erde (die Ekliptik) nennt man Mondknoten, wobei der aufsteigende Knoten den Eintritt in die Nord-, der absteigende den in die Südhemisphäre beschreibt.
Der Mond umläuft zusammen mit der Erde die Sonne, durch die Bewegung um die Erde pendelt der Mond jedoch um eine gemeinsame Ellipsenbahn. Die Variation der Gravitation während dieser Pendelbewegung führt zusammen mit geringeren Störungen durch die anderen Planeten zu Abweichungen von einer exakten Keplerellipse um die Erde.
- Das Perigäum umläuft die Erde direkt mit einer Periode von 8,85 Jahren.
- Die Mondknoten umlaufen die Erde aufgrund einer Präzessionsbewegung retrograd, also gegen die Umlaufrichtung des Mondes, mit einer Periode von 18,61 Jahren. Sie bewirken daher eine schwache Modulation der Erdpräzession mit eben dieser Periode, die als Nutation bezeichnet wird.
Bahnperiode
Die Dauer eines Bahnumlaufs des Mondes (Monat) kann man nach verschiedenen Kriterien festlegen, die jeweils unterschiedliche Aspekte abdecken.
- Nach einem siderischen Monat (27,32 d) nimmt der Mond wieder die gleiche Stellung zu den Fixsternen ein (von der Erde aus beobachtet).
- Nach einem synodischen Monat (29,53 d; Periode der Mondphasen) erreicht der Mond wieder die gleiche Stellung zur Sonne (von der Erde aus beobachtet).
- Einen drakonitischen Monat (27,2122 d) benötigt er, um wieder durch den gleichen Knoten seiner Bahn zu laufen; er ist wichtig für die Sonnen- und Mondfinsternisse.
- Einen anomalistischen Monat (27,555 d) benötigt der Mond von einem Perigäumdurchgang zum nächsten.
Mondphasen
Das Aussehen des Mondes variiert im Laufe seines Bahnumlaufs und durchläuft die Mondphasen
Mondphase
- Neumond – der Mond steht zwischen der Sonne und der Erde
- zunehmender Mond (abends sichtbar)
- Vollmond – die Erde steht zwischen der Sonne und dem Mond
- abnehmender Mond (morgens sichtbar)
right
Die nicht von der Sonne beleuchteten Teile der erdzugewandten Mondseite sind dabei nie völlig dunkel, sondern werden durch das Erdlicht – den Widerschein der Erdoberfläche und der Erdatmosphäre – indirekt ein wenig aufgehellt. Diese Aufhellung wird auch als aschgraues Mondlicht bezeichnet und ist am besten bei schmaler Mondsichel zu sehen. Seine Ursache wurde schon von Leonardo da Vinci richtig erkannt. Mit einem Fernglas selbst geringer Vergrößerung sind in dem Erdschein sogar Einzelheiten erkennbar, denn aufgrund des größeren Durchmessers und des höheren Rückstrahlungsvermögens der Erde ist die „Vollerde“ rund 50 mal so hell wie der Vollmond. Messungen des aschgrauen Mondlichts erlauben Rückschlüsse auf Veränderungen der Erdalbedo.
Mondrotation
Durch die Gezeitenwirkung, die durch die Gravitation der Erde entsteht, hat der Mond seine Rotation der Umlaufzeit (siderischer Monat) angepasst (gebundene Rotation), das heißt bei einem Umlauf dreht er sich im gleichen Drehsinn einmal um die eigene Achse. Daher ist von der Erde aus immer dieselbe Seite zu sehen. Die Rückseite des Mondes konnte 1959 erstmals durch Raumsonden beobachtet werden.
Wegen der gebundenen Rotation würde ein Beobachter auf dem Mond die Erde immer an der selben Stelle des Himmels sehen (abgesehen von leichten Schwankungen, die durch Librationen verursacht sind). Die Erde geht also niemals „auf“ oder „unter“. Ein Beobachter auf der Mondrückseite kann die Erde dagegen niemals sehen. Wegen des Fehlens einer richtigen Atmosphäre ist der Mondhimmel nicht farbig, sondern schwarz. Sterne kann man jedoch auch auf dem Mond nur nachts sehen, oder wenn man die Augen gegen die Umgebung abschirmt, denn die Lichtempfindlichkeit des menschlichen Auges stellt sich auf die hell leuchtende Mondoberfläche ein und kann die Sterne nicht mehr wahrnehmen. Die Erde erscheint als bläuliche Scheibe, fast viermal größer als der Mond von der Erde aus. Sie rotiert (in knapp 24 Stunden) und durchläuft Phasen, die den Mondphasen entsprechen und diesen entgegengesetzt sind. Bei Neumond herrscht „Vollerde“ und bei Vollmond „Neuerde“.
Die Sonne wandert vom Mond aus gesehen sehr langsam über den Sternenhimmel. Von Sonnenaufgang bis zum Höchststand der Sonne dauert es eine Woche, und von dort eine weitere Woche bis zum Sonnenuntergang, worauf eine 14-tägige Nacht folgt. Ein Tag-Nacht-Zyklus auf dem Mond dauert somit einen Monat.
Finsternisse
Verfinsterungen zwischen Sonne, Mond und Erde treten auf, wenn die drei Himmelskörper auf einer Linie liegen, das heißt, nur bei Vollmond oder Neumond, und wenn sich der Mond in einem der zwei Mondknoten befindet. Das passiert nur zwei mal pro Jahr.
Mondfinsternis
Verfinsterung
Bei einer Mondfinsternis, die nur bei Vollmond auftreten kann, steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Sie kann auf der gesamten Nachtseite der Erde beobachtet werden und dauert maximal 3 Stunden 40 Minuten.
Man unterscheidet
- totale Mondfinsternis, bei welcher der Mond völlig in den Erdschatten wandert. Die Totalität dauert höchstens 100 Minuten. Betrachtet man die geometrischen Verhältnisse bei einer totalen Mondfinsternis, so sollte der Mond im Kernschatten der Erde liegen, der sich theoretisch knapp 1,4 Millionen Kilometer in den Raum erstrecken sollte, tatsächlich aber wegen der starken Streuung durch die Erdatmosphäre nur etwa 250.000 Kilometer weit reicht. Der Mond wird deshalb auch bei totalen Finsternissen nicht völlig verdunkelt. Da die Erdatmosphäre die blauen Anteile des Sonnenlichts stärker streut als die roten, erscheint der Mond bei totalen Finsternissen als dunkle rotbraune Scheibe; daher auch die gelegentliche Bezeichnung "Blutmond".
- partielle Mondfinsternis, bei der nur ein Teil des Mondes von der Erde abgeschattet wird, das heißt ein Teil des Mondes bleibt während des gesamten Verlaufs der Finsternis sichtbar.
- Halbschattenfinsternis, bei welcher der Mond nur (ganz oder teilweise) in den Halbschatten der Erde eintaucht. Halbschattenfinsternisse sind ziemlich unauffällig; es zeigt sich lediglich eine leichte Vergrauung derjenigen Mondseite, die dem Kernschatten der Erde am nächsten ist.
Vom Mond aus gesehen stellt sich eine Mondfinsternis als Sonnenfinsternis dar. Dabei verschwindet die Sonne hinter der schwarzen Erdscheibe. Bei einer totalen Mondfinsternis herrscht auf der ganzen Mondvorderseite totale Sonnenfinsternis, bei einer partiellen Mondfinsternis ist die Sonnenfinsternis auf dem Mond nur in einigen Gebieten total, und bei einer Halbschatten-Mondfinsternis herrscht auf dem Mond partielle Sonnenfinsternis. Ringförmige Sonnenfinsternisse gibt es auf dem Mond wegen des im Verhältnis zur Sonne viel größeren scheinbaren Durchmessers der Erdscheibe nicht; lediglich durch die beschriebene Lichtstreuung in der Erdatmosphäre wird der Rand der schwarzen Scheibe zu einem kupferrot schimmernden Ring, der dem Mond die entsprechende Farbe verleiht.
Sonnenfinsternis
Erdatmosphäre]]
Bei einer Sonnenfinsternis, die nur bei Neumond auftreten kann, steht der Mond zwischen Sonne und Erde. Sie kann nur in den Gegenden beobachtet werden, die den Kern- oder Halbschatten des Mondes durchlaufen; diese Gegenden stellen sich meist als lange, aber recht schmale Streifen auf der Erdoberfläche dar.
Man unterscheidet:
- totale Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonnenscheibe einige Minuten lang vollständig bedeckt und die Erde den Kernschatten (Umbra) des Mondes durchläuft;
- partielle Sonnenfinsternis, bei welcher der Mond die Sonnenscheibe nicht vollständig bedeckt; der Beobachter befindet sich dabei im Halbschatten (Penumbra) des Mondes;
- ringförmige Sonnenfinsternis, wenn der Mond durch zu große Erdferne die Sonnenscheibe nicht ganz abdeckt (siehe auch: Durchgang).
Sarosperiode
Bereits den Chaldäern war (um ca. 1000 v. Chr. ?) bekannt, dass sich Finsternisse nach einem Zeitraum von 18 Jahren und 11 Tagen, der Sarosperiode, wiederholen. Nach 223 synodischen bzw. 242 drakonitischen Monaten (von lat. draco, Drache, altes astrologisches Symbol für die Mondknoten, da man dort einen mond- und sonnenfressenden Drachen vermutete) besteht wieder fast die selbe Stellung von Sonne, Erde und Mond zueinander, so dass sich eine Finsternisstellung nach 18 Jahren und 11,33 Tagen erneut ergibt.
Die Ursache dieser Periode liegt darin begründet, dass bei einer Finsternis sowohl die Sonne als auch der Mond nahe der Knoten der Mondbahn liegen müssen, welche in 18 Jahren einmal um die Erde laufen. Thales hat diese Periode, die er bei einer Orientreise kennenlernte, für seine Finsternisprognose 585 v. Chr. benutzt. Durch sie konnten die Griechen die militärisch überlegenen Perser besiegen.
Da die Übereinstimmung der 223/242 Monate nicht exakt ist, reißt die Sarosperiode etwa alle 1.300 Jahre ab und eine neue beginnt, in der sich die vorigen Finsternisse nicht mehr wiederholen.
Selenologie und Selenografie
Perser
Die Selenologie oder „Geologie des Mondes“ beschäftigt sich mit seiner Entstehung, seinem Aufbau und seiner Entwicklung sowie mit der Entstehung der beobachteten Strukturen und der dafür verantwortlichen Prozesse, während die Aufgabe der Selenografie in der Erstellung von Mondkarten besteht.
Eigenschaften und Entwicklung des Mondes
Hauptartikel: Entstehung des Mondes
Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 km und weist mit 3,345 g/cm3 eine geringere Dichte als die Erde auf. Aufgrund seines im Vergleich zu anderen Planeten recht großen Größenverhältnisses zur Erde bezeichnet man Erde und Mond deshalb gelegentlich auch als Doppelplanet. Seine im Vergleich zur Erde geringe mittlere Dichte blieb auch lange ungeklärt und sorgte für zahlreiche Theorien zur Entstehung des Mondes.
Das heute weithin anerkannte Modell zur Entstehung des Mondes besagt, dass vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein Himmelskörper von der Größe des Mars nahezu streifend mit der Erde kollidierte. Dabei wurde viel Materie, vorwiegend aus der Erdkruste und dem Mantel des einschlagenden Körpers, in eine Erdumlaufbahn geschleudert, ballte sich dort zusammen und formte schließlich den Mond. Nach aktuellen Simulationen bildete sich der Mond in einer Entfernung von rund drei bis fünf Erdradien, also in einer Höhe zwischen 20.000 und 30.000 Kilometern. Durch den Zusammenstoß und die freiwerdende Gravitationsenergie bei der Bildung des Mondes wurde dieser aufgeschmolzen und vollständig von einem Ozean aus Magma bedeckt. Im Laufe der Abkühlung bildete sich eine Kruste aus den leichteren Mineralen aus, die noch heute in den Hochländern vorzufinden sind. Auf der Erde wird der Pazifik teilweise als Überrest dieses Ereignisses betrachtet.
Die „junge“ Mondkruste wurde bei größeren Einschlägen immer wieder durchschlagen, so dass aus dem Mantel neue Lava in die entstehenden Krater nachfließen konnte. Es bildeten sich die Maria, die erst einige hundert Millionen Jahre später vollständig erkalteten. Das sog. „Große Bombardement“ endete erst vor 3,8 bis 3,2 Milliarden Jahren, nachdem die Anzahl der Meteoriteneinschläge vor etwa 3,9 Milliarden Jahren deutlich zurückgegangen war. Danach ist keine starke vulkanische Aktivität nachweisbar, doch konnten einige Astronomen vereinzelte Leuchterscheinungen beobachten.
Im November 2005 konnte ein [http://idw-online.de/pages/de/news138356 internationales Forscherteam] der ETH Zürich sowie der Universitäten Münster, Köln und Oxford erstmals die Geburtsstunde des Mondes präzise datieren. Dafür nutzten die Wissenschaftler eine Analyse des Isotops Wolfram-182 und berechneten das Alter des Mondes auf (4.527 ± 10) Millionen Jahre.
Innerer Aufbau des Mondes
Wolfram
Wolfram
Unser Wissen über den Aufbau des Mondes beruht im Wesentlichen auf den Daten der vier von den Apollo-Missionen zurückgelassenen Seismometer, die diverse Mondbeben und Erschütterungen durch Meteoriteneinschläge aufzeichneten, sowie den Kartierungen der Oberfläche, des Gravitationsfeldes und der mineralischen Zusammensetzung durch die Clementine- und die Lunar Prospector-Mission.
Der Mond besitzt eine 70 (an der Mondvorderseite) bis 150 km (Rückseite) dicke Kruste, die von einer mehrere Meter dicken Regolithschicht bedeckt ist. Darunter liegt ein fester Mantel aus Basaltgesteinen. Es gibt Anzeichen für eine Unstetigkeitsfläche in 500 Kilometer Tiefe, an der ein Wechsel der Gesteinszusammensetzung vorliegen könnte. Der 200 bis 400 Kilometer große eisenhaltige Kern dürfte Temperaturen um 1.600 Grad Celsius aufweisen.
Die gebundene Rotation des Mondes hat auch Einflüsse auf Form und inneren Aufbau. Der Mond ist in Richtung Erde lang gezogen und sein Massenschwerpunkt liegt etwa 2 Kilometer näher zur Erde als sein geometrischer Mittelpunkt.
Mondbeben
eisen
Die zurückgelassenen Seismometer der Apollomissionen registrieren etwa 500 Mondbeben pro Jahr. Die Beben sind im Vergleich zu irdischen Beben sehr schwach, das stärkste erreichte eine Stärke von knapp 5 auf der Richterskala, die meisten liegen aber bei einer Stärke von 2. Die seismischen Wellen der Beben können ein bis vier Stunden lang verfolgt werden, sie werden im Mondinneren also nur sehr schwach gedämpft.
Mehr als die Hälfte der Beben entstehen in einer Tiefe von 800 bis 1.000 Kilometer und weisen Häufigkeitsspitzen beim Apogäum- und Perigäum-Durchgang auf, das heißt alle 14 Tage. Auch sind Beben aus der oberflächennahen Region des Mondes bekannt. Die Ursache liegt darin, dass sich der Aufbau des Mondes dem Mittelwert der durch die Erde verursachten Gravitation angepasst hat. Durch die Beben werden die inneren Spannungen abgebaut, die am erdnächsten und erdfernsten Punkt der Mondbahn ihr Maximum erreichen. Der Ursprung der Beben verteilt sich nicht gleichmäßig über eine komplette Mantelschale, sondern die meisten Beben entstehen an nur etwa 100 Stellen, die jeweils nur wenige Kilometer groß sind. Der Grund für diese Konzentration ist noch nicht bekannt.
Mascon
Durch ungewöhnliche Einflüsse auf die Bahnen der Lunar-Orbiter-Missionen erhielt man Ende der 1960er erste Hinweise auf Schwereanomalien, die man Mascons (Mass concentrations, Massenkonzentrationen) nannte. Durch Lunar Prospector wurden diese Anomalien näher untersucht, sie befinden sich meist im Zentrum der Krater und sind vermutlich durch die Einschläge entstanden. Möglicherweise handelt es sich um die eisenreichen Kerne der Impaktoren, die aufgrund der fortschreitenden Abkühlung des Mondes nicht mehr bis zum Kern absinken konnten. Nach einer anderen Theorie könnte es sich um Lavablasen handeln, die als Folge eines Einschlags aus dem Mantel aufgestiegen sind.
Mondoberfläche
Die Oberfläche des Mondes ist nahezu vollständig von einer trockenen, aschgrauen Staubschicht, dem Regolith, bedeckt, der scheinbare „Silberglanz“ wird einem irdischen Beobachter durch den Kontrast zum Nachthimmel nur vorgetäuscht – in Wirklichkeit hat der Mond sogar eine besonders geringe Albedo (Rückstrahlfähigkeit).
Die Mondoberfläche zeigt Kettengebirge, Gräben und Rillen (Fossa), flache Dome und große Magma-Ebenen, jedoch keinerlei aktive Tektonik wie die Erde.
Regolith
Der Mond besitzt keine nennenswerte Atmosphäre, deshalb schlagen ständig Meteoriten jeder Größe ohne vorherige Abbremsung auf der Oberfläche ein und pulverisieren die Gesteine. Der durch diesen Prozess entstehende Regolith bedeckt bis auf die jungen Krater die gesamte Oberfläche mit einer mehrere Meter dicken Schicht, welche die Detailstruktur des Untergrundes verbirgt. Diese Deckschicht erschwert die Untersuchung der Strukturen und ihrer genauen Entstehungsgeschichte erheblich.
Der Regolith entsteht im Wesentlichen aus dem normalen Oberflächenmaterial, aber er hat auch Beimengungen, die durch Einschläge an die jeweilige Position verfrachtet wurden. Obwohl er gemeinhin als Mondstaub bezeichnet wird, entspricht der Regolith eher einer Sandschicht. Die Korngröße reicht von Staubkorngröße direkt an der Oberfläche über Sandkörner wenig tiefer bis hin zu Steinen und Felsen, die erst später hinzukamen und noch nicht vollständig zermahlen sind. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind kleine glasige Erstarrungsprodukte von Einschlägen. An manchen Stellen besteht der Regolith fast zur Hälfte aus diesen Agglutinaten, das heißt Glaskügelchen, die wesentliche Bestandteile des normalen mineralischen Regoliths enthalten. Sie entstehen, wenn die geschmolzenen Impaktprodukte erst nach dem Auftreffen auf die Regolithschicht erstarren.
Im Mondmeteoriten Dhofar 280, der im Jahr 2001 im Oman gefunden wurde, wurden neue Eisen-Silizium-Mineralphasen identifiziert. Eine dieser Mineralphasen (Fe2Si), die damit erstmals in der Natur eindeutig nachgewiesen wurde, ist nach dem Forscher Bruce Hapke als Hapkeit benannt worden. Bruce Hapke hatte in den 1970ern die Entstehung derartiger Eisen-Verbindungen durch Weltraum-Erosion (engl. Space Weathering) vorhergesagt. Weltraum-Erosion ist für die zeitliche Veränderung speziell auch der optischen Eigenschaften (Reflexivität) der Oberfläche von atmosphärelosen Körpern verantwortlich.
Der Mond hat kein nennenswertes Magnetfeld, d. h. die Teilchen des Sonnenwindes – vor allem Wasserstoff, Helium, Neon, Kohlenstoff und Stickstoff – treffen nahezu ungehindert auf der Mondoberfläche auf und werden im Regolith implantiert, ähnlich der Ionenimplantation, die in Wissenschaft und Technik angewandt wird. Auf diese Weise bildet der Mond-Regolith eine Art „Klima“-Archiv des Sonnenwindes, vergleichbar den Gletschern in Grönland und der Antarktis für das irdische Klima. Dazu kommt noch, dass die kosmische Strahlung etwa einen Meter tief in die Mondoberfläche eindringt und dort durch Kernreaktionen (hauptsächlich Spallationsreaktionen) neue Elemente gebildet werden. Folge davon ist, dass Gesteine des Mondregoliths z. B. bedeutend mehr Edelgase enthalten als irdische Gesteine oder auch als Meteoriten aus dem Asteroidengürtel. Insbesondere das 3He könnte eines Tages für Fusionskraftwerke sogar wirtschaftlich bedeutend werden.
Da der Mondregolith durch Einschläge ab und zu umgewälzt wird, haben die einzelnen Bestandteile meist eine komplexe Bestrahlungsgeschichte hinter sich. Man kann jedoch durch radiometrische Datierungsmethoden für Mondproben oft herausfinden, zu welchem Zeitpunkt diese direkt oder nahe der Oberfläche waren und der kosmischen Strahlung und dem Sonnenwind ausgesetzt waren. Damit lassen sich Erkenntnisse über die kosmische Strahlung und den Sonnenwind zu diesen Zeitpunkten gewinnen.
Maria
Sonnenwind
Die dunklen Tiefebenen der Mondvorderseite, die 16 Prozent der Mondoberfläche bedecken, hielt man früher für Meere. Sie werden deshalb nach Giovanni Riccioli als Maria (Singular Mare) bezeichnet. Sie bestehen aus 3,1 bis 3,8 Milliarden Jahre alten dunklen Basalten, weisen nur wenige Krater auf und sind von einer 2 bis 8 Meter dicken Regolithschicht bedeckt, die reich an Eisen und Magnesium ist.
Sie sind vermutlich durch große Einschläge in der Frühphase des Mondes entstanden. Da in diesem Entwicklungsstadium der Mantel noch flüssig war, sind sie anschließend mit Lava aus dem Inneren vollgelaufen. (siehe auch: Liste der Maria des Erdmondes)
Die Maria weisen, mit Ausnahme der Krater, nur sehr geringe Höhenunterschiede von maximal 100 Meter auf. Zu diesen Erhebungen gehören die Dorsa (Rücken), flache Aufwölbungen die sich über mehrere Dutzend Kilometer erstrecken.
Terrae
Die Hochländer wurden früher als Kontinente angesehen und werden deshalb als Terrae bezeichnet. Sie weisen deutlich mehr Krater als die Maria auf und werden von einer bis zu 15 Meter dicken Regolithschicht bedeckt, die reich an hellem aluminiumreichen Anorthosit ist.
Sie sind selenologisch älter als die Maria, die untersuchten Gesteine wurden auf 3,8 bis etwa 4,5 Milliarden Jahre datiert und sind vermutlich die Reste der ursprünglichen Mondkruste. Aus der Samarium-Neodym-Isotopensystematik von mehreren Mond-Anorthositen konnte ein Kristallisationsalter von 4,456 ± 0,04 Milliarden Jahren für diese Gesteine bestimmt werden, was als Bildungsalter der ersten Kruste und als Beginn der Kristallisation des ursprünglichen Magmaozeans interpretiert wird.
In den Hochländern gibt es mehrere Gebirge, die Höhen von etwa 10 Kilometern erreichen. Sie sind möglicherweise dadurch entstanden, dass der Mond infolge der Abkühlung geschrumpft ist und sich dadurch Faltengebirge aufwölbten. Nach einer anderen Erklärung könnte es sich um die Überreste von Kraterwällen handeln. Sie sind nach irdischen Gebirgen benannt worden, zum Beispiel Alpen, Apenninen, Kaukasus und Karpaten. (Siehe auch: Liste der Berge und Gebirge des Erdmondes)
Krater
Die Krater entstanden großteils durch Asteroiden-Einschläge (Impaktkrater) vor etwa 3 bis 4,5 Milliarden Jahren in der Frühzeit des Mondes. Der Nomenklatur von Riccioli folgend, werden sie vorzugsweise nach Astronomen, Philosophen und anderen Gelehrten benannt. Ihre Größen reichen von 2.240 km Durchmesser, wie im Fall des Südpol-Aitken-Beckens, bis hin zu Mikrokratern, die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden. Mit irdischen Teleskopen kann man allein auf der Vorderseite mehr als 40.000 Krater mit Größen von mehr als 100 Meter unterscheiden, auf der Rückseite gibt es jedoch ein Vielfaches mehr. (Siehe auch: Liste der Krater des Erdmondes)
Vulkanische Krater dürften sehr selten sein, doch werden vereinzelte Gasaustritte registriert.
Mondrillen
Auf der Mondoberfläche gibt es auch Rillenstrukturen (Rima), über deren Ursprung vor dem Apolloprogramm lange spekuliert wurde. Man unterscheidet
- gerade Rillen,
- bogenförmige Rillen und
- mäanderförmige Rillen.
Seit den Untersuchungen der Hadley-Rille durch Apollo 15 geht man davon aus, dass es sich bei den mäanderförmigen Rillen um Lavakanäle handelt, die zum Teil „überdacht“ waren. Die Decken sind jedoch im Laufe der Mondentwicklung eingestürzt und zu Regolith zermahlen worden. Die Entstehungsgeschichte der anderen Rillenformen ist deutlich unsicherer, sie könnten aber als Risse in der erkaltenden Lava entstanden sein.
Rückseite des Mondes
Über die Rückseite des Mondes war vor den ersten Raumfahrtmissionen nichts bekannt, da sie von der Erde nicht sichtbar ist, erst Lunik 3 lieferte die ersten Bilder. Sie unterscheidet sich in mehreren Aspekten von der Vorderseite. Sie besteht fast nur aus Hochländern, hat aber deutlich mehr Krater, unter anderen das große Südpol-Aitken-Becken, ein 13 km tiefer Krater mit 2.240 km Durchmesser. Untersuchungen der Clementine-Mission und des Lunar Prospector legen die Vermutung nahe, dass hier ein sehr großer Einschlagkörper die Mondkruste durchstoßen und möglicherweise Mantelgesteine freigelegt hat.
Die Mondkruste ist an der Mondrückseite mit 150 km gegenüber 70 km an der Vorderseite auch etwa doppelt so dick.
Es gibt noch keine Erklärung für diese fundamentalen Unterschiede zwischen Vorder- und Rückseite des Mondes.
Der oft verwendete Ausdruck „Dunkle Seite des Mondes“ (Dark Side of the Moon) für die Rückseite des Mondes ist im eigentlichen Wortsinn falsch, da die Rückseite im Laufe der Mondrotation sehr wohl von der Sonne beschienen wird.
Wasser
Der Mond ist ein extrem trockener Körper. In den Apollo-Proben kommt Wasser, im Gegensatz z. B. zu einigen chondritischen Meteoriten, nicht mal in Form hydratisierter Minerale vor. Man schätzt, dass die gesamte Wassermenge des Mondes nur etwa der Wassermenge des Zürichsees entspricht. Umso erstaunlicher ist es, dass das Nachbarobjekt, die Erde, der wasserreichste Körper des inneren Sonnensystems ist.
Die Lunar-Prospector-Sonde hat Hinweise auf Wassereis in den Kratern der Polarregionen des Mondes gefunden; dieses Wasser könnte aus Kometenabstürzen stammen. Da die polaren Krater aufgrund der geringen Neigung der Mondachse gegen die Ekliptik niemals direkt von der Sonne bestrahlt werden, könnte es sein, dass dort noch im Regolith gebundenes Wassereis vorhanden ist.
Der Versuch, durch den gezielten Absturz des Prospectors in einen dieser Polarkrater eindeutige Beweise zu erhalten, ist allerdings fehlgeschlagen. Es gibt bis heute keine zweifelsfreien Beweise.
Atmosphäre
Der Mond hat keine Atmosphäre im eigentlichen Sinn, sondern nur eine Exosphäre. Sie besteht zu etwa gleichen Teilen aus Helium, Neon, Wasserstoff sowie Argon und hat ihren Ursprung in eingefangenen Teilchen des Sonnenwindes. Ein sehr kleiner Teil entsteht auch durch Ausgasungen aus dem Mondinneren, wobei insbesondere 40Ar, das durch Zerfall von 40K im Mondinneren entsteht, von Bedeutung ist. Interessanterweise wird ein Teil dieses 40Ar aber durch das im Sonnenwind mittransportierte Magnetfeld wieder auf die Mondoberfläche zurückgetrieben und in die oberste Staubpartikelschicht übernommen. Da 40K früher häufiger war und damit mehr 40Ar ausgaste, kann durch Messung des 40Ar/36Ar-Verhältnisses von Mondmaterial bestimmt werden, zu welcher Zeit es in der obersten Schicht des Mondregoliths lag. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen den eingefangenen Atomen und dem Verlust durch temperaturbedingtes Entweichen.
Masse des Mondes
Die Bestimmung der Mondmasse stellt kein einfaches Problem dar, da sie sich nicht direkt aus dem Gravitationsgesetz ergibt.
Umkreist ein Körper der Masse ein Gravitationszentrum der Masse im Abstand der beiden Massenmittelpunkte, so gilt durch Gleichsetzung der Terme für die Zentripetal- und die Gravitationskraft
:.
Die Masse des umkreisenden Körpers hebt sich in dieser Gleichung heraus und es bleibt nur die Masse des umkreisten Körpers übrig. Daher lässt sich mit dieser Gleichung nur die Masse eines Planeten bestimmen, sofern dieser über einen Mond verfügt, der sich näherungsweise in einer Kreisbahn um den Planeten bewegt; dies gilt ebenso für Sterne, deren Masse über die sie umkreisenden Planeten bestimmt werden kann.
Erde und Mond stellen ein Zweikörpersystem dar, beide Partner umkreisen ihren gemeinsamen Schwerpunkt . Beim Zweikörpersystem aus Erde und Sonne fällt dieser Schwerpunkt praktisch mit dem Sonnenmittelpunkt zusammen, da die Sonne sehr viel massereicher als die Erde ist. Bei Erde und Mond ist der Massenunterschied jedoch nicht so groß, daher liegt ihr gemeinsamer Schwerpunkt nicht im Zentrum der Erde, sondern deutlich davon entfernt (aber immer noch unter der Oberfläche).
Wir bezeichnen nun als den Abstand des Erdmittelpunktes zum Schwerpunkt und als den Abstand des Mondmittelpunktes von demselben. Da Erde und Mond sich beide um drehen, gilt für beide Himmelskörper die gleiche Winkelgeschwindigkeit . Damit unterliegen Erde und Mond jeweils der Zentripetalkraft
: beziehungsweise .
Die zwischen beiden Himmelskörpern wirkende Gravitationskraft ergibt sich mit dem Gravitationsgesetz zu
:
Durch Gleichsetzen der Terme für Zentripetal- und Gravitationskraft erhalten wir hieraus die Gleichungen
:
und
:.
Setzen wir diese Beziehungen ins Verhältnis zueinander, so zeigt die Rechnung
: ,
dass das Massenverhältnis von Erde und Mond gerade dem Verhältnis von zu entspricht. Somit geht es nur darum, wie groß und sind – also wo sich der Schwerpunkt des Systems befindet.
Ohne den Mond und dessen Schwerkraft würde die Erde eine elliptische Bahn um die Sonne durchlaufen. Tatsächlich bewegt sich allerdings der Schwerpunkt des Systems Erde, Mond auf einer elliptischen Bahn.
Die Rotation um den gemeinsamen Schwerpunkt erzeugt so eine leichte Welligkeit in der Erdbahn, welche eine kleine Verschiebung der von der Erde aus gesehenen Position der Sonne verursacht. Aus von Astronomen gemessenen Daten dieser Verschiebung wurde zu etwa 4.700 km berechnet, also 1.671 km unter der Erdoberfläche; der Radius der Erde beträgt 6.371 km. Da der Mond keine genaue Kreisbahn um die Erde beschreibt, berechnen wir über den mittleren Bahnradius, abzüglich . Es gilt also = 384.405 km − 4.700 km = 379.705 km.
Damit ergibt sich für das Massenverhältnis
: ,
womit der Mond etwa 81 Mal leichter als die Erde ist. Durch Einsetzen der Erdmasse ergibt sich die Masse des Mondes zu
:.
Sonstiges
Einflüsse des Mondes auf die Erde
Gravitationsgesetz
Der Mond verursacht durch seine Gravitation auf der Erde Gezeitenwirkungen. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr.
Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt und der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen, der sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert. Hierdurch bedingt wird die Erde eines fernen (und langen) Tages dem Mond immer dieselbe Seite zuwenden (vgl. Gebundene Rotation). Der Mond wird dann etwa doppelt so weit von der Erde entfernt sein wie heute.
Der Mond stabilisiert durch seinen Anteil am Gesamtsystem des Erde-Mond-Systems auch die Drehachse der Erde, deren Lage ohne diesen Einfluss nicht über viele 100 Millionen Jahre konstant hätte bleiben können. Wäre die Erdachse nicht über diese langen Zeiträume stabil geblieben, hätte dies gravierende Konsequenzen für die Evolution und das Leben auf der Erde gehabt.
Ein Einfluss des Mondes auf die Menschen und andere Lebewesen auf der Erde ist noch umstritten. Allerdings wird in der Land- und Forstwirtschaft seit alters her darauf geachtet, dass bestimmte Arbeiten in der Natur zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden. In neuerer Zeit werden dazu Mondkalender benutzt. Als streng wissenschaftliche Tatsache gesichert gilt der Einfluss des Mondes als Navigationshilfe für einige Arten von Zugvögeln und nachtaktiven Insekten.
Mondregenbogen
Auch bei Nacht kann durch Zusammentreffen von Mondlicht und Regentropfen ein so genannter Mondregenbogen entstehen, der analog zum physikalischen Prinzip des Regenbogens der Sonne funktioniert.
Mondregenbogen
Mondhalo
An kalten Herbst- und Winternächten kann es zur Bildung eines so genannten Hofes des Mondes kommen. Es handelt sich dabei um ein grünliches gelbes Halo rund um den Mond herum. Dafür sind Eiskristalle in Luftschichten verantwortlich, die aus dünnem Höhennebel oder Dunst entstanden sind und das auf die Erde fallende Licht in einem sehr schwachen Winkel ablenken und dadurch eine Art leuchtenden Ring-Effekt für den Betrachter hervorrufen.
Mondtäuschung
Als Mondtäuschung bezeichnet man den Effekt, dass der Mond in Horizontnähe größer aussieht als im Zenit. Dies ist keine Folge der Lichtbrechung an den Luftschichten, sondern eine optische Täuschung, die von der Wahrnehmungspsychologie untersucht und erklärt wird.
Eigentumsverhältnisse
Der Weltraumvertrag verbietet Staaten, einen Eigentumsanspruch auf Weltraumkörper wie den Mond zu erheben. Der Vertrag gilt zwar nur für Staaten, aber das 1979 entworfene und am 11. Juli 1984 in Kraft getretene Agreement Governing the Activities of States on the Moon and Other Celestial Bodies[http://www.oosa.unvienna.org/SpaceLaw/moontxt.html] der Vereinten Nationen, (Artikel 11, Absatz 2 und 3) schließt jedwede solche Ansprüche eindeutig aus.
Der Amerikaner Dennis M. Hope meldete trotzdem 1980 beim Grundstücksamt von San Francisco seine Besitzansprüche auf den Mond an. Da niemand in der nach amerikanischem Recht ausgesetzten Frist von acht Jahren Einspruch erhob, behauptet Hope, die Grundstücke über seine dafür gegründete Lunar Embassy legal vertreiben zu können. Aufgrund des Outer Space Treaty können jedoch keine Staaten Ansprüche anmelden, deshalb ist nach Ansicht aller Organisationen (Vereinte Nationen, Internationale Astronomische Union) auch eine Ausweitung innerstaatlichen Rechts nicht erlaubt. Die Grundstücksverkäufe könnten sogar als Betrug gewertet werden, es gibt aber noch keine gerichtliche Klärung dieser Frage.
Der Deutsche Martin Jürgens aus Westerkappeln in Westfalen erhebt ebenfalls Anspruch auf den Mond. Laut einer Schenkungsurkunde vom 15. Juli 1756, ausgestellt und unterzeichnet von König Friedrich dem Großen von Preußen, wurden die Rechte am Mond an die Familie Jürgens als Dank für geleistete Dienste übertragen („Jetzo soll ihm der Mond gehören“). In dieser Urkunde wurde festgelegt, dass der Himmelskörper jeweils an den jüngsten Sohn weitervererbt werden soll. Die Familie Jürgens verfügt so über die ältesten verbrieften Eigentumsrechte am Mond. Allerdings bleibt die Frage, wer Friedrich dem Großen das Recht verliehen hat, den Mond zu „verschenken“.
Mögliche koorbitale Objekte
In den Librationspunkten L4 und L5 soll es zwei Staubwolken, die Kordylewskische Wolken geben.
Geschichte der Mondbeobachtung
Es liegt in der Natur des Menschen, sich über seine Umwelt Gedanken zu machen.
Der Mond mit seinen selbst mit bloßem Auge erkennbaren Details ist nach der Sonne das mit Abstand hellste Objekt des Himmels; zugleich kann man seinen einzigartigen Helligkeits- und Phasenwechsel zwischen Vollmond und Neumond sehr gut beobachten.
Mit der Erfindung des Fernrohrs begann seine intensive Erforschung um 1650 – mit Höhepunkten durch Hieronymus Schröters Selenotopografie 1791, die langbrennweitige Fotografie ab 1890 und die Raumfahrt in den 1970ern.
Mythologische Anfänge
1970
Die älteste bekannte Darstellung des Mondes ist eine 5.000 Jahre alte Mondkarte aus dem irischen Knowth. Als weitere historisch bedeutende Abbildung in Europa ist die Himmelsscheibe von Nebra zu nennen.
Das Stein-Monument Stonehenge diente eventuell als Observatorium und war so gebaut, dass damit auch Bahneigenschaften des Mondes vorhersagbar oder bestimmbar gewesen sind.
In allen archäologisch untersuchten Kulturen gibt es Hinweise auf die große kultische Bedeutung des Mondes für die damaligen Menschen. Der Mond stellte meist eine zentrale Gottheit dar, als weibliche Göttin, zum Beispiel bei den Thrakern Bendis, bei den Ägyptern Isis, bei den Griechen Selene, Artemis und Hekate sowie bei den Römern Luna und Diana, oder als männlicher Gott wie beispielsweise bei den Sumerern Nanna, in Ägypten Thot, in Japan | | |