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Real VideoRealVideo ist das Videodateiformat von RealMedia.
Mit RealVideo komprimierte Dateien sind verlustbehaftet. Die Qualität von RealVideo Dateien ist im Allgemeinen bei hohen Komprimierungen vergleichsweise gut, ältere Versionen sind bei geringen Komprimierungen im Vergleich mit zum Beispiel MPEG schlecht. Neuere Versionen sind von der Qualität jedoch vergleichbar mit MPEG-4-Videocodecs wie XviD oder DivX, sowie Windows Media Video 9.
RealVideo ist ein proprietäres Format und wird wie RealAudio von RealNetworks entwickelt und patentiert. Es wird vor allen Dingen in Streaming-Anwendungen benutzt (siehe RealMedia).
Für RealVideo 5 (RV10) und RealVideo G2 (RV20) existieren Open-Source-Encoder und Decoder im FFmpeg-Projekt.
Seit der Einführung von RealVideo 9 und des Starts der [https://helixcommunity.org Helix-Community] Ende 2002 pflegt der Hauptentwickler des RealVideo-Formates, Karl Olav Lillevold, einen direkten Kontakt zu den Endbenutzern durch das [http://forum.doom9.org Doom9-Forum], und gibt dort präzise Hilfe zur Verwendung der RealVideo-Codecs. Seitdem erfolgen auch in kürzeren Zeitabständen Aktualisierungen des Encoders.
Von RealVideo existieren derzeit vier untereinander nicht kompatible Versionen, welche sich durch einen FourCC, wie er auch im AVI-Format vorkommt, identifizieren:
- RV10: RealVideo 5, die erste Version von RealVideo, das Format ist identisch mit H.263
- RV20: RealVideo G2; RealVideo G2+SVT
- RV30: RealVideo 8
- RV40: RealVideo 9; RealVideo 9 EHQ; RealVideo 10
RealVideo kommt gewöhnlich im RealMedia-Container vor und trägt dann dessen Dateiendung .rv .ram .rm oder .rmvb; der MIME-Typ ist audio/x-pn-realvideo. Es kann jedoch auch in Matroska verwendet werden (Dateiendung .mkv).
RealVideo kann durch den für verschiedene Betriebssysteme kostenlos verfügbaren [https://producerapps.helixcommunity.org/cmdproducer/ Helix-Producer] erstellt werden. Für das Programm, das sich nur durch Konfigurationsdateien und Kommandozeile steuern lässt, gibt es verschiedene Front-Ends, welche auch Anfängern ermöglichen es zu verwenden.
Siehe auch: RealMedia, RealAudio
Weblinks
- [http://www.real.com/ RealNetworks Homepage]
- [https://helixcommunity.org Helix-Community]
- [http://forum.doom9.org/forumdisplay.php?forumid=76 RealVideo Doom9-Forum]
Kategorie:Videokompression
DateiformatEin Dateiformat oder Dateityp bestimmt die Form der Abspeicherung von Computerdaten. Die Notwendigkeit hierfür entspringt aus der Tatsache, dass für ein Betriebssystem Dateien gewöhnlich nur eindimensionale Aneinanderreihungen von Bytes sind. Solche beschränkten, linearen Strukturen können aber viele Arten von real anfallenden Daten nicht in einer offensichtlichen Weise beschreiben, sodass Konventionen ihre Interpretation als Repräsentanten von komplexeren Daten bestimmen. Eine Gesamtheit solcher Konventionen für eine "Art" von Dateien wird als Dateiformat bezeichnet.
In der Anfangszeit der PCs waren komplexe und komprimierte so genannte proprietäre Binärformate Standard, da Plattenspeicher teuer war und kommerzielle Softwareanbieter die Formatierung als Betriebsgeheimnisse hüteten. Auch stand der Datenaustausch mit anderen Programmen gleicher Funktion, aber unterschiedlicher Herkunft, nicht im Vordergrund. Zu den ersten Bestrebungen in Richtung austauschbarer Binärdaten gehörten die RIFF-Formate der 80er Jahre, zu denen z.B. das WAV-Format für Audiodaten gehört.
Seit einigen Jahren verbreitet sich mit XML ein Verfahren, das eine programm- und herstellerunabhängige Datenspeicherung ermöglicht. Voraussetzung dafür sind jedoch herstellerübergreifende Standards für die Verwendung dieser Technologie. Für sehr viele Anwendungsgebiete (z.B. Darstellung von Vektorgrafiken oder mathematischer Formeln) haben sich diese bereits etabliert. In anderen Bereichen sind die Entwicklungen noch im Gange. Das freie OpenOffice.org benutzt beispielsweise Open Document XML für seine Dateien. Aus Gründen der Platzersparnis werden XML-Daten oft komprimiert und liegen dann binär vor (z.B. im ZIP-Dateiformat).
Üblicherweise lässt sich das Format einer Datei aus der Dateiendung ablesen.
Siehe auch: Liste der Dateiformate | Liste der Dateiendungen | Digitales Vergessen
Weblinks
- [http://www.endungen.de endun.gen - the file extension database] (deutsch)
- [http://filext.com FILExt - The File Extension Source] (english)
- [http://www.wotsit.org Doku-Sammlung zu diversen Formaten] (english)
- [http://www.file-ext.com File Extensions Windows/OS2/Apple/UNIX] (english)
Kategorie:Datenformat
ja:ファイルフォーマット
RealMediaRealMedia ist die Sammelbezeichnung für die Dateiformate und die damit verbundenen Client- und Serverprodukte des Software-Herstellers RealNetworks.
Insbesondere meint Real Media das Audioformat RealAudio und das Videoformat RealVideo.
Verwendung
RealMedia wird vor allem als sogenanntes browse quality Format verwendet. Als Beispiel seien hier Webradios, die im RealAudio Format senden, sowie Video- und Audioproben im Internet genannt.
Besondere Bedeutung kommt den RealMedia-Formaten in Streaming-Angeboten im Internet zu. Sie lassen sich über die Protokolle RTSP, RTP, PNM, HTTP und UDP streamen und können mittels des so genannten SureStream-Verfahrens mehrere qualitativ unterschiedliche Versionen (mit unterschiedlicher Bandbreite) des gleichen Inhalts enthalten, so dass Benutzer mit verschiedener Netzanbindung (LAN, DSL oder ISDN) die für ihre Verbindung optimale Qualität erhalten.
RealMedia-Dateien haben die Dateiendungen .ra für Audio, .rv, .rm und .rmvb für Video und .ram und .rpm als Meta-Dateiformate, d.h. Dateien, die auf die eigentliche Multimediadatei verweisen.
Alternativen zu RealMedia sind beispielsweise Quicktime von Apple und Windows Media von Microsoft.
Kritik
Bemängelt wird, dass der RealPlayer (1999 in der version 7, aktuell ist 10) zahlreiche Informationen über das Internet austauschen will. Kritiker empfehlen daher die Verwendung von Real Alternative oder die Nutzung des aktuellen Players. Weiterführende Informationen finden sich hier: http://www.geekdot.com/RealPlayerHowto.htm
Siehe auch: Streaming Media, Real Audio, Real Video
Weblinks
- [http://www.real.com/ Real Networks Homepage]
- [http://home.hccnet.nl/h.edskes/finalbuilds.htm#realalt Real Alternative, freier Player ohne Werbung]
Kategorie:Datenformat
Real Player
Verlustbehaftete DatenkompressionAls Datenkompression oder auch Datenkomprimierung bezeichnet man Verfahren zur Reduktion des Speicherbedarfs von Daten (= der benötigten Bandbreite zum Übertragen der Daten).
Dabei wird die Datenmenge reduziert, indem die Signifikanz einzelner Zeichen erhöht bzw. die Entropie der Nachricht erhöht wird.
Bei verlustloser Komprimierung (z.B. ZIP, Kompilieren, ...) erfolt dies bei gleichbleibendem Informationsgehalt, bei verlustbehafteter Komprimierung (z.B. MP3, JPG) geht Information verloren.
Zu einem solchen Verfahren gehört eine Methode zur Reduktion der benötigten Speicherkapazität (Kompression bzw. Komprimierung) und der Wiederherstellung der Daten in ursprünglicher Form (Dekompression bzw. Dekomprimierung). Manchmal wird eine solche Datenkompression in der Nachrichtentechik auch als Quellenkodierung bezeichnet.
Informatik
Redundanz- und Irrelevanzreduktion
Die Datenkompression wird teils durch "günstigere Repräsentation", das heißt Vermeiden von Redundanz, teils durch Weglassen von Information erreicht. Wenn die Daten mit einem Dekompressionsverfahren wieder originalgetreu hergestellt werden, arbeitet es verlustfrei. Man spricht dann von Redundanzreduktion. Andernfalls ist es verlustbehaftet. In diesem Fall spricht man von Irrelevanzreduktion.
Bei der verlustfreien Kompression wird die originäre Information in eine komprimierte Information überführt. Diese Abbildung von nach ist eineindeutig, also eindeutig in beide Richtungen.
Die verlustbehaftete Komprimierung reduziert die Information. Es wird ein Modell zu Grunde gelegt, das entscheidet, welcher Anteil der Information für den Empfänger entbehrlich ist. Da eine solche Abbildung nicht mehr eindeutig ist, kann die ursprüngliche Information mittels Dekompression nicht mehr hergestellt werden.
Verfahren
Die theoretische Grundlage bildet die von Informationswissenschaftlern (Claude Shannon; Andrei Kolmogorow) erarbeitete Theorie der Information und Kommunikation (Informationstheorie). Diese beschreibt den Zusammenhang zwischen Informationsgehalt einer Zeichenkette auf der Basis von Zeichen durch den Begriff der Entropie der Zeichenkette, die im Allgemeinen auf eine bestimmte, minimale Länge gebracht werden kann.
Durch geeignete Kompressionsverfahren erreicht man gute Annäherungen an die Kanalkapazität.
In neuerer Zeit gibt es umgekehrt auch Ansätze, den Informationsgehalt auf die 'Nichtmehrverkürzbarkeit' zurückzuführen (Chaitin).
Einsatzgebiete
Speicherung von Text
Texte, sofern sie aus Buchstaben bestehen und nicht aus eingescannten Bildern, belegen wenig Speicherplatz. Eine Textdatei ohne Bilder ist selten größer als 10 MByte, die eine verlustfreie Kompression auf 1/5 bis 1/10 der Ursprungsgröße reduziert.
Beispiele:
Ausgangstext: AUCH EIN KLEINER BEITRAG IST EIN BEITRAG
Kodiertext: AUCH EIN KLEINER BEITRAG IST -4 -3
Hier wurde erkannt, dass die Wörter EIN und BEITRAG zweimal auftauchen, und dadurch angegeben, dass diese mit den gerade zurückliegenden übereinstimmen. Bei genauerer Betrachtung könnte dann auch das EIN in KLEINER entsprechend kodiert werden.
Verwandt ist die tokenbasierte Kompression. Häufig wiederkehrende Schlüsselwörter werden durch Abkürzungen, den Tokens, ersetzt.
Ausgangstext: Print "Hallo"; Print "Hier"
Kodiertext: 3F "Hallo"; 3F "Hier"
Verfahren der sog. Entropiekodierung:
- Huffman-Code (in modifizierter Form zum Beispiel für die Fax-Übertragung)
- Arithmetische Kodierung
Präcodierung
Präcodierung umfasst alle Techniken der Datenkompression, welche in Daten vorhandene statistische Abhängigkeiten ausnutzen. Diese Techniken bilden Symbole aus einem Alphabet auf Symbole eines anderen Alphabets ab bzw. unterstützen diesen Prozess.
Die Anzahl der Symbole kann sich dabei verändern (im Gegensatz z.B. zu Verfahren der Dekorrelation, welche ebenfalls Korrelationen im Signal auflösen).
Sehr verschiedene Algorithmen gehören zur Gruppe der Präcodierung: Lauflängencodierung, Phrasencodierung (besser bekannt als wörterbuchbasierte Codierung wie z.B. LZ77, LZ78 und LZW), Blocksortierung (auch bekannt als Burrows-Wheeler-Transformation), Quadtree-Codierung und andere.
Verfahren der sog. Präcodierung:
- LZW (Lempel-Ziv-Welch), als Weiterentwicklung von LZ78 (Lempel-Ziv, 1978) und LZ77
- RLE Lauflängenkodierung
Heutzutage stehen viele Datenkompressionsprogramme für den Rechnereinsatz zur Verfügung.
Speicherung von Bildern und Ton
Ton, Bild und Film sind Einsatzgebiete verlustbehafteter Kompression. Anders wären die oftmals enormen Datenmengen nicht zu handhaben. Bereits die Aufnahmegeräte begrenzen das Datenvolumen. Die Reduktion der gespeicherten Daten orientiert sich an den physiologischen Wahrnehmungseigenschaften des Menschen. Die Kompression durch Algorithmen bedient sich dabei typischerweise der Wandlung von Signalverläufen von Abtastsignalen in eine Frequenzdarstellung.
In der akustischen Wahrnehmung des Menschen werden Frequenzen oberhalb 20-25 kHz meist nicht mehr wahrgenommen und können bereits im Aufnahmesystem beschnitten werden, ebenso werden leise Nebentöne nur schwer wahrgenommen, so dass sie vom Kompressions-System entfernt werden können (siehe Psychoakustik). Die Verfahren Ogg Vorbis oder MP3 reduzieren das Datenvolumen um Faktoren bis zu 50. Bei einem Faktor von 10 sind für den Menschen kaum noch Qualitätsunterschiede zum Ausgangsformat wie zum Beispiel PCM festzustellen. Eine CD von einer Stunde Laufzeit enthält etwa 600 MByte Daten für HiFi-Stereo Ton. In einem datenreduzierten Format benötigen diese Daten aber nur wenig mehr als 60 MByte. Mit anderen Worten, eine im MP3-Format bespielte CD kann bis zu 10 Stunden hochqualitative Musik speichern und das bei einer Datenrate von nur etwa 1 MByte/min was etwas mehr als 128 kbit/s entspricht. Verzichtet man auf Stereo und nimmt weitere Qualitätsreduzierung in Kauf, ist zum Beispiel bei 24 kbit/s schon Musikgenuss per Webradio oder Internet-Telefonie realisierbar.
In der optischen Wahrnehmung des Menschen werden Farben weniger stark aufgelöst als Helligkeitsänderungen, daraus leitet sich die schon beim analogen Farbfernsehen bekannte YUV-422 Reduzierung ab. Kanten sind dagegen bedeutsamer und es existiert eine biologische Kontrastanhebung (Machsche Streifen). Mit moderater Tiefpassfilterung zur Farbreduktion, zum Beispiel durch den auf DCT-Transformation basierenden JPEG-Algorithmus oder den neueren auf Wavelet-Transformation basierenden JPEG2000-Algorithmus, verringert sich das Datenvolumen schnell um mehr als 90%. Besteht man auf verlustfreier Kompression, so lassen sich fotografisch (oder vergleichbar) erstellte Bilder wegen ihres typischen Rauschanteils nur ungenügend komprimieren. Daher kommen verlustfreie digitale Kompressionsformate, wie etwas das TIFF-Format, fast nur in der professionellen Fotografie und Bild-Gestaltung zur Anwendung. Das GIF-Format arbeitet auch verlustfrei, begrenzt aber den Farbraum auf 256 Farben, so dass es eher für Zeichnungen oder für die Endergebnisse eines Verarbeitungsprozesses geeignet ist. Wegen seiner großen Reduktion findet es auf vielen Webseiten Verwendung, weil es hier oft auf schnelle Ladezeiten ankommt und das GIF-Format auch Animationen erlaubt.
Filme werden mit etwa 25 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Da sich die Bilder nur beim Szenenwechsel deutlich ändern, beschränkt sich die Speicherung vornehmlich auf die Speicherung der Änderungen zwischen den Bildern. Es werden Formate wie MJPEG, MPEG sowie diverse andere Formate verwendet. Im Computersektor haben sich die Containerformate AVI (Microsoft) und MOV (Apple) etabliert, wobei der verwendete Codec nahezu frei wählbar ist, zum Beispiel von Intel die Indeo-Codierung, der Cinepak-Codec, der Sorenson-Codec oder in letzter Zeit die sehr weit verbreiteten Codecs XviD und DivX.
Kompressionsartefakte
DivX
Als Kompressionsartefakte bezeichnet man Signalstörungen, die durch die digitale, verlustbehaftete Datenreduktion verursacht werden.
Beispiele:
- schnarrende Stimme beim Mobilfunkempfang
- bei Bildkompression wie JPEG oder GIF:
- unscharfe Kanten (JPEG, JPEG2000)
- Unschärfe (JPEG, JPEG2000)
- Kästchenmusterbildung, auch Verblockung genannt (JPEG), siehe Bild rechts
- Ringing: ein kleine Fläche um einen Gegenstand mit hohem Kontrast, welcher deutlich aus der Umgebung heraussticht (JPEG, JPEG2000)
- Farbverfälschungen (JPEG, JPEG2000, GIF)
- Schwarz/Weiß-Konturen
- Farbkonturen
- bei Audiokompression, wie MP3:
- Pre-echo: vor einem lauten plötzlichen Geräusch (zum Beispiel Schlagzeug) sind deutliche Artefakte zu hören
- Post-echo: nach einem plötzlichen Geräusch sind deutliche Artefakte zu hören
- verwaschener Klang, insbesondere in Höhen und Tiefen, sowie bei bestimmten Instrumenten (Hi-hat)
- unpassende Lautstärkeänderungen
- Veränderung der Stereofonie, Verringerung des räumlichen Eindrucks
- bei Videokompression, wie MPEG:
- Farbverfälschungen (zum Beispiel:Bleeding)
- Wabernder Hintergrund
- Ringing
- Unschärfe, insbesondere bei Kanten
- Kästchenmusterbildung, auch Verblockung genannt
- Schwarz/Weiß-Konturen
- Farbkonturen
Speicherung von ausführbaren Dateien
Siehe UPX
Zeittafel der arithmetischen Kompressions-Algorithmen
:1949 Informationstheorie, Claude Shannon
:1949 Shannon-Fano-Entropiekodierung
:1952 Huffman, static
:1964 Kolmogorov complexity concept
:1975 Integer coding scheme, Elias
:1976 Arithmetic coding (Implementierung)
:1977 Lempel-Ziv-Verfahren LZ77
:1978 Lempel-Ziv-Verfahren LZ78
:1982 Lempel-Ziv-Storer-Szymanski
:1984 Lempel-Ziv-Welch-Algorithmus LZW
:1985 Apostolico, Fraenkel, Fibonacci coding
:1985 ARC-Programm (=LZW)
:1986 PKARC-Programm (=LZW)
:1986 Move-To-Front, (Bentley et.al., Ryabko)
:1989 PKZIP-Programm (=LZ77+Huffman)
Bekannte Methoden
Bilder
- JPEG
- GIF
- PNG
Audio
- MP3
- AAC
- (Ogg-)Vorbis
- Musepack
- WMA
- ATRAC
- Dolby Digital
- DTS
Video
- MPEG
- DivX
- XviD
- WMV
- MJPEG
Komprimierung / Archivierung
- Zip
- 7z
- BZIP2 (.bz2)
- GZIP (.gz)
Biologie
Auch in der Biologie gibt es Kompressionsalgorithmen. So wird bei Eukaryonten die Information für Proteine nicht immer in einer zusammenhängenden DNA-Sequenz codiert. Durch ein System von Introns und Exons und die Verarbeitung der mRNA durch alternatives Splicing kann eine DNA-Sequenz die Information für mehrere unterschiedliche Eiweiße tragen. Der jeweilige Kompressionsalgorithmus wird dabei durch den Spleißvorgang und seine Regulation definiert.
Siehe auch
- Bildkompression
- Audiokompression
- Codec
- Kanalcodierung
- Informationstheorie
- Liste der Datenkompressionsprogramme
- Liste der Dateiformate
Weblinks
- [http://de.wikibooks.org/wiki/Datenkompression Datenkompression (Wikibooks)]
- [http://www-user.tu-chemnitz.de/~mfie/compproj/index.htm Projektarbeit Datenkompression von Martin Fiedler]
- [http://www-nt.e-technik.uni-rostock.de/~ts/Datacompression/compression.html Data Compression - Systematisation by T.Strutz] (en)
- [http://www.faqs.org/faqs/compression-faq/ Data compression FAQ] (en)
- [http://www.ics.uci.edu/~dan/pubs/DataCompression.html Lelewer, Debra, A.; Hirschberg, Daniel, S.: "Data Compression"; ACM Computing Surveys, 19,3 (1987), 261-297], ausgezeichneter Übersichtsartikel (en)
- [http://datacompression.info Glossar zur Datenkompression] (en)
- [http://www.zdnet.de/downloads/weekly/13/weekly_265-wc.html www.zdnet.de], alle aktuellen Komprimierprogramme im Überblick (de)
!
ja:データ圧縮
ko:데이터 압축
simple:Data compression
th:การบีบอัดข้อมูล
MPEG-4MPEG-4 ist ein MPEG-Standard (ISO/IEC-14496), der unter anderem Verfahren zur Video- und Audiokompression beschreibt. Ursprünglich war das Ziel von MPEG-4, Systeme mit geringen Ressourcen oder schmalen Bandbreiten (Handy, Videophone, ...), bei relativ geringen Qualitätseinbußen zu unterstützen. Jedoch deckte der H.263 Standard der ITU diesen Bereich bereits sehr gut ab, so dass die MPEG-Entwickler in MPEG-4 für reine Videokompression H.263 fast vollständig übernahmen und sich mit MPEG-4 der weiteren Funktionalität auf Bildkomponenten (z.B. audiovisuelle Objekte, etwa Buttons für Perspektivwahl) widmeten.
Die Kosten der Reduktion sind komplizierte Algorithmen zur Kompression. Die erste Version des Standards MPEG-1 kam Mitte der 80er heraus. Es folgten MPEG-2 1994 und MPEG-4 1998. Letztere erweitert MPEG-2, um verschiedene „Video-Objekte” zu unterstützen, sowie 3D-Inhalte, künstliche Objekte und noch stärker verdichtete Kodierung.
Zusätzlich zur Videodekodierung wurden auch noch einige Audiostandards, wie das bereits in MPEG-2 standardisierte Advanced Audio Coding (AAC) sowie die Unterstützung für Digital Rights Management, welches unter der Bezeichnung IPMP (Intellectual Property Management and Protection) läuft, definiert. Außerdem gibt es verschiedene Container für MPEG-4. Der offizielle Container ist das MP4-Fileformat.
Seit 2005 vervollständigt MPEG-4 Audio Lossless Coding die Familie der MPEG-4-Audiocodecs.
Übersicht
MPEG-4 besteht neben den bekannten Audio- [14496-3] und Video-Codecs [14496-2] auch noch aus den Teilen:
- Systems [14496-1],
- Konformität (Conformance) [14496-4],
- Referenzsoftware [14496-5],
- DMIF [14496-6],
- optimierte Referenzsoftware [14496-7],
- Übertragung von MPEG-4-Inhalten über IP-Netzwerke [14496-8],
- Referenz-Hardwarebeschreibung [14496-9],
- AVC (Advanced Video Coding) [14496-10],
- Szenenbeschreibung (BIFS) und Anwendungs-Engine (MPEG-J) [14496-11],
- ISO File Format [14496-12],
- IPMP Erweiterungen [14496-13],
- MP4 File Format [14496-14],
- AVC File Format [14496-15],
- Animations-Framework Erweiterungen ("AFX") [14496-16],
- Streaming Text Format [14496-17],
- Font-Kompression und Streaming [14496-18],
- Synthesized Texture [14496-19],
- Lightweight Application Scene Representation ("LASeR") [14496-20]
- MPEG-J Erweiterungen für Rendering ("GFX") [14496-21]
sowie der
- "Open Font Format" Spezifikation [14496-22]
(Stand 07/2005).
Videodekodierung
Die folgende Abbildung zeigt das Blockschaltbild eines MPEG-4 „advanced simple profile” (ASP) Dekoders. Für „simple profile” (SP) kann der Teil der Globalen Bewegungskompensation einfach weggelassen werden.
Rendering
Variable Längendekodierung
Die Variable Längendekodierung (VLC) basiert auf dem Verfahren nach Huffman zur Redundanzreduktion. Die Kodeworte werden mit Hilfe eines so genannten „look-up-tables” dekodiert.
Inverses Abtasten
Aus der Variablen Längen Dekodierung erhält man ein eindimensionales Datenfeld QFS[n], dabei kann n Werte von 0 bis 63 annehmen. Diese Ausgabe wird an dieser Stelle in ein zweidimensionales Datenfeld konvertiert mit dem Bezeichner aus dem Blockschaltbild oben PQF[v][u]. Sowohl [v] als auch [u] reicht von 0 bis 7. In der folgenden Abbildung sind die drei definierten Muster zur Abtastung dargestellt.
Verfahren nach Huffman zur Redundanzreduktion
Inverse DC- und AC-Prädiktion
Diese anpassungsfähige Auswahl von DC- und AC-Prädiktionsrichtungen basiert auf einem Vergleich der horizontalen und vertikalen DC-Gradienten um den zu dekodierenden Block herum.
Inverse Quantisierung
Der Quantisierungsprozess an sich ist reversibel und somit ein Redundanz reduzierendes Verfahren. Allerdings stehen bei der Rekonstruktion der DCT-Koeffizienten eine beschränkte Anzahl von diskreten Werten zur Verfügung. Somit ist die inverse Quantisierung verlustbehaftet. Die beiden Vorteile des Quantisierungsprozesses sind:
#Für den Betrachter signifikante Koeffizienten, also jene die maßgeblich zum Qualitätserhalt des Bildes beitragen, bleiben trotz geringfügiger Abweichung erhalten. Nicht signifikante Koeffizienten werden gestrichen. Typischerweise resultiert dies darin, dass der überwiegende Anteil der 64 Koeffizienten in der 8x8-Matrix nach der inversen Quantisierung Nullen sind.
#Eine dünn besetzte Matrix mit einer beschränkten Anzahl von diskreten Werten kann effizient Komprimiert werden.
Inverse Diskrete Kosinustransformation
Die Inverse Diskrete Kosinustransformation (IDCT) ist ein Verfahren zur Irrelevanzreduktion.
Bekannte Codec-Implementierungen (MPEG-4-Codecs)
- Video
- DivX
- XviD
- HDX4
- 3ivx
- FFmpeg (u.a. auch MPEG-1, MPEG-2, viele Audio-Formate)
- Nero Digital Video
- Audio
- Nero Digital Audio
- Psytel AAC, der Vorgänger von Nero AAC
- FAAC, der Open Source AAC Encoder und FAAD2, der entsprechende Decoder
- Systems (BIFS)
- GPAC Project on Advanced Content, BIFS-Player, -Encoder sowie Authoring Werkzeuge für interaktive MPEG-4-Inhalte
Literatur
- Ian E. G. Richardson: H.264 and MPEG-4 Video Compression. ISBN 0-470-84837-5
- Fernando Pereira, Touradj Ebrahimi: The MPEG-4 Book ISBN 0-130-61621-4
- Aaron E. Walsh, Mikael Bourges-Sevenier: MPEG-4 Jump-Start ISBN 0–130-60036–9
Referenz-Software
- Implementation Modell 1 (IM1)
- IM1-2D
Transport
Weblinks
- [http://www.chiariglione.org/mpeg/standards/mpeg-4/mpeg-4.htm Offizieller Überblick über MPEG-4]
- [http://wwwam.hhi.de/mpeg-video/#MPEG4 The MPEG-4 Video Coding Standard] am Heinrich-Hertz-Institut Berlin
- [http://www.mpegif.com/ MPEG Industry Forum]
- [http://www.camgaroo.de/modules.php?name=News&file=article&sid=92 Was ist MPEG-4? Technische Hintergründe]
Siehe auch
- Moving Picture Experts Group
- MPEG-1
- MPEG-2
- MPEG-7
- Advanced Audio Coding
- MPEG-4 Audio Lossless Coding
Kategorie:Audiokompression
Kategorie:Videokompression
Kategorie:Multimedia
ja:MPEG-4
ko:MPEG-4
XviDXviD ist ein Open-Source-MPEG-4-Video-Codec, der ursprünglich auf dem OpenDivX-Quellcode basierte. Der zugrunde liegende Quellcode von OpenDivX stammte wiederum aus der MPEG-4-Referenzimplementierung des EU-Projekts MoMuSys. Das XviD-Projekt wurde von mehreren freiwilligen Programmierern gestartet, nachdem der Quellcode von OpenDivX geschlossen wurde. Auch der Name des Projekts ist eine Anspielung darauf (XviD ist DivX rückwärts). Durch den unverschlüsselt veröffentlichten Quelltext von OpenDivX bekamen die Programmierer nun die Möglichkeit, den Codec in den grundlegenden Eigenschaften zu verändern und zu optimieren. Zusammen mit DivX und HDX4 ist dieser Codec der bekannteste MPEG-4-Encoder.
Wegen patentrechtlicher Schwierigkeiten werden keine offiziellen kompilierten Versionen des Quelltextes vom XviD-Team bereitgestellt. Ein kommerzieller Vertrieb von XviD ist kostenlos, solange man sich an die GPL-Lizenzbedingungen hält. In einigen Staaten wie USA oder Japan fallen zusätzlich Gebühren für die o. a. Patente an.
Die momentane stabile Version ist 1.0.3 vom 20. Dezember 2004 und unterstützt das MPEG-4 Advanced Profile. Das heißt, XviD unterstützt nun Advanced Simple Profile Features wie B-Frames, Quarter Pixel Motion Compensation, Global Motion Compensation, Lumi Masking, Trellis Quantization und Custom Quant Matrizen.
Geschichte
Im Januar 2001 gründete DivXNetworks OpenDivX als Teil des Projektes Mayo, welches Open-Source-Multimedia-Projekte beherbergen sollte. OpenDivX war ein Open-Source-MPEG-4-Videocodec, der von Grund auf neu geschrieben wurde; allerdings wurde der Code unter eine einschränkende Lizenz gestellt und nur Mitglieder des DivX Advanced Research Centre hatten Schreibzugriff zum CVS. Im Frühjahr 2001 schrieb DARC-Mitglied Sparky eine verbesserte Version des Encoderkerns, genannt encore2, welcher dann vom CVS ohne Vorwarnung entfernt wurde. Die Erklärung von Sparky war: „Wir (unsere Vorgesetzten) entschieden, dass wir noch nicht bereit sind, es der Öffentlichkeit zu zeigen“ (übersetzt).
Im Juli 2001 fingen die Entwickler an, sich über einen Mangel an Aktivität in dem Projekt zu beschweren, da die letzte Quelltextveränderung schon Monate her war, Verbesserungen von Programmfehlern ignoriert wurden und die versprochene Dokumentation nicht erschienen war. Kurz danach veröffentlichte DARC eine Beta-Version ihres Closed Source und kommerziellen DivX-4-Codecs, welches auf encore2 basierte, mit der Erklärung „Was die Community wirklich will ist ein Winamp, nicht ein Linux“ (übersetzt). Manche warfen DivXNetworks vor, OpenDivX nur gestartet zu haben, um anderer Leute Ideen zu sammeln und sie dann in ihrem DivX-4-Codec zu benutzen; manche waren enttäuscht, dass die Codeentwicklung stagniert hatte, wollten aber daran weiter arbeiten, während andere wütend darüber waren, wie DivXNetworks ein so genanntes Open-Source-Projekt handhabt. Danach wurde ein Fork von OpenDivX erstellt, der die letzte Version von encore2 verwendet, den ein paar Leute sich herunter geladen hatten, bevor er entfernt wurde. Seitdem wurde der gesamte OpenDivX-Code ersetzt und XviD unter der GPL veröffentlicht.
Sigma-Designs-Kontroverse
Im Juli 2002 veröffentlichte Sigma Designs einen MPEG-4-Videocodec, genannt REALmagic MPEG-4 Video Codec. Nach kurzer Zeit fand man heraus, dass er viel XviD-Code enthielt. Sigma Designs wurde benachrichtigt und bestätigte, dass ein Programmierer REALmagic auf XviD aufgebaut hatte – versicherte aber auch, dass es allen GPL-Code ersetzen würde, um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden.
Als Sigma Designs den angeblich neugeschriebenen REALmagic-Codec veröffentlichte, haben ihn die XviD-Entwickler sofort dekompiliert und festgestellt, dass er immer noch XviD-Code enthielt; nur umgestellt in einem Versuch, die Herkunft zu verschleiern. Die XviD-Entwickler entschieden sich daraufhin, mit ihrer Arbeit an XviD aufzuhören und an die Öffentlichkeit zu gehen, um Sigma Designs zu zwingen, die Bestimmungen der GPL einzuhalten. Nachdem Slashdot [http://slashdot.org/articles/02/08/22/193237.shtml?tid=117] und The Inquirer [http://www.theinquirer.net/Default.aspx?article=5089] darüber berichteten, stimmte Sigma Designs zu, den Quelltext für ihren REALmagic MPEG-4 Video Codec zu öffnen.
Encoder
Bei der Installation des neuesten XviD-Pakets wird ein Encoder mitinstalliert, der es ermöglicht, Dateien einfach in den XviD-Standard umzuwandeln.
Außerdem kann mencoder aus dem mplayer-Paket verwendet werden, um XviD-Dateien zu erstellen.
Screenshots
Bild:Xvid2.png|Konfigurationsfenster
Bild:Xvid1.png|Fortgeschrittene Optionen
Bild:Xvid3.png|Profileinstellungen
Siehe auch
- Videokompression
- Videoformat
- DivX
- HDX4
- 3ivx
Weblinks
- [http://www.xvid.org/ Offizielle Webpräsenz] (englisch)
- [http://www.dvddemystifiziert.de/xvid/xvid.html Übersetung der XviD-FAQ]
- [http://www.koepi.org/ Windows-Binaries von Koepi] (englisch)
- [http://nic.dnsalias.com/ Windows-Binaries von Nic] (englisch)
Kategorie:Videokompression
Kategorie:Codec
ja:XviD
DivX
DivX (engl.: [], dt.: []) ist wie XviD oder HDX4 ein MPEG-4-kompatibler Video-Codec, der von DivXNetworks entwickelt wurde. Der Codec ist für seine Fähigkeit bekannt, große Videodateien bei guter Qualität vergleichsweise stark komprimieren zu können. Es gibt bereits Hardware-DVD-Player, die DivX-Videos abspielen können.
DivX ist nicht mit DIVX zu verwechseln, einem seinerzeit umstrittenen DVD-Mietsystem, das um 1998 vom US-Elektronikeinzelhändler Circuit City entwickelt wurde. Zuerst wurde der Codec DivX ;-) (mit dem Smiley) genannt – als eine höhnische Anspielung darauf, dass der Code aus dem gecrackten MPEG-4-Projekt von Microsoft stammte.
Ein typischer DVD-Film ist sechs bis acht Gigabyte groß, mit der DivX-Videokompression lässt sich der Film auf einer einzigen CD-ROM (650 – 700 MB) speichern. Die Qualität bleibt trotzdem relativ hoch, bei Szenen mit viel Bewegung können jedoch Kompressionsartefakte entstehen. Es gibt viele Programme, die aus einer normalen DVD eine DivX-Datei erstellen können (rippen). Die resultierende Datei kann dann auf Festplatte gespeichert werden oder auf CD oder DVD gebrannt werden.
Da DivX nur das MPEG-4-Simple-Profile unterstützt, empfiehlt es sich, einen zirka zwei Stunden dauernden Film in zwei 700 MB große Videosequenzen zu enkodieren, um eine gute Bildqualität zu erreichen. Sobald das MPEG-4-Advance-Profile vollständig unterstützt wird, sollte jedoch eine 700 MB große Videosequenz völlig für einen kompletten zweistündigen Film ausreichen. Erste Ansätze von MPEG-4-Advance-Profiles in Nero Digital und dem PowerEncoder von CyberLink zeigen dies schon heute! Damit ist es möglich, eine DVD nahezu ohne Qualitätsverlust auf ein Fünftel ihrer ursprünglichen Größe zu schrumpfen.
DivX 3.11 und frühere Versionen des Codecs entstanden, indem Microsofts MPEG-4-Codec gehackt wurde; dieser war durch einen französischen Hacker namens Jerome (Gej) Rota aus einer Betaversion des Windows Media Players extrahiert worden. Der Hack modifizierte den Microsoft-Codec, um das komprimierte Video nicht nur als ASF-Datei, sondern auch als AVI-Datei speichern zu können. Die von Rota gegründete Firma DivXNetworks, Inc. entwickelte später eine komplett neue Version, um in den USA Patentverletzungen zu vermeiden. DivXNetworks hat in den USA ein Patent auf den neuen Codec angemeldet.
- Man kann den aktuellen DivX-Codec in Version 6.0.3 für Windows 2000, Windows XP und bald auch für Mac OS X von der DivX-Website herunterladen.
- Den älteren DivX-Codec in Version 5.2.1 kann man noch für die Betriebssysteme Mac OS 9 und Mac OS X herunterladen.
- Für Windows 98 und Windows ME steht seit der DivX-Codec-Version 6.0 nurmehr der DivX-Player zum Download bereit.
Der DivX-Codec ist allerdings keine Freie oder Open-Source-Software. 2001 wurde jedoch von DivXNetworks eine offene Version (OpenDivX) veröffentlicht. Diese Version war Grundlage für den offenen XviD-Codec, der von einer unabhängigen Gruppe unterstützt wird. Alternativ kann zum Anschauen von MPEG-4-Videos FFDshow verwendet werden.
DivX-Formate
Der Erfolg von DivX im Heimbereich hat sich in den letzten Jahren soweit gesteigert, dass selbst DVD-Player im Niedrig-Preis-Segment DivX unterstützen.
Um sich weiter im Heimbereich zu festigen wird die Breite an Abspielmöglichkeiten weiter gesteigert, in dem der Codec auch für den Einsatz auf anderen Plattformen weiterentwickelt wurde.
So gibt es zusätzlich die Möglichkeit Filme im resourcen- und speicherschonenden Formaten für den Einsatz auf PDAs und Handheld zu komprimieren, als auch für den anspruchsvollen Heimkinoeinsatz in hochauflösenden Formaten (High Definition Television).
Filme mit hochauflösendem Bild verlangen mehr Leistung vom Prozessor, als auch mehr Speicherplatz. Jedoch wird man dennoch deutlich unter dem Bedarf eines vergleichbaren MPEG-2-Filmes bleiben.
Siehe auch
- Videokompression
- Videoformat
- Xvid
- HDX4
- 3ivx
Weblinks
- [http://www.divx.com/?lang=de divx.com] Offizielle Webpräsenz
- [http://www.netzwelt.de/news/69760-tutorial-divxfilme-erstellen-mit-dr.html netzwelt.de/...] Anleitung zum Erstellen von DivX-Filmen mit Dr. DivX
- Filmtrailer in hochauflösendem DivX-Format:
- [http://www.divx.com/hd/ divx.com/hd] vom Hersteller, 5 Kinofilme
- [http://swm.pp.se/hdtv/ swm.pp.se/hdtv] Samples von den Serien Alias (Folge: Reunion) und Las Vegas
- [http://www.gutenburger.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=4&id=23&Itemid=41 gutenburger.de/...] Inoffizielles Handbuch 'DivX R.T.F.M.', erschienen unter Creative Commons-Lizenz
- [http://www.oldversion.com/program.php?n=divx oldversion.com/...] Ältere Versionen von DivX
Kategorie:Videokompression
Kategorie:Codec
ja:DivX
Microsoft Windows Media VideoWindows Media Video (WMV) ist ein proprietärer Video-Codec von Microsoft und Teil der Windows Media-Plattform.
Neben dem Windows Media Player und vielen anderen Software-Playern beherrschen auch einige eigenständigen Hardware-Abspielgeräte das Dekodieren von WMV-Dateien.
Dateien, die WMV-kodierte Video-Streams enthalten, sind meist in Microsofts Container-Format Advanced Streaming Format (ASF) eingebettet. Diese Dateien haben meistens die Dateiendung .asf, im Falle einer Video-Datei können sie aber auch die Endung .wmv tragen.
Eine neue Variante von WMV ist das Windows Media Video High Definition-Format (WMVHD).
Das Windows Media Format unterstützt auch die Einbindung von Digital Rights Management (DRM), die dem Urheber von geistigem Eigentum die Regelung der Zugriffsrechte auf Tonmaterial ermöglichen soll. In der Praxis wird diese Technik häufig als Kopierschutzmaßnahme eingesetzt.
Siehe auch
- Videokompression
- Codec
- Microsoft Windows Media Audio, Microsoft NetShow
- Audio Video Interleave (AVI)
- Streaming Video
- FFDshow
Kategorie:Microsoft
Kategorie:Videokompression
ProprietärDas Eigenschaftswort proprietär (v. lat. proprius „eigen“) bedeutet zugehörig, eigen, eigentumsförmig.
Verschiedene Bedeutungen
# Im juristischen Sinne ist der Begriff „proprietär“ gleichbedeutend mit „urheberrechtlich geschützt“.
# Davon abweichend benutzt die Freie-Software-Bewegung den Begriff für Dinge, die nicht „frei“ sind. „proprietäre Software“ ist jegliche Software, die keine „freie Software“ ist. Mit dem urheberrechtlichen Schutz (siehe 1.) hat diese Definition jedoch wenig zu tun: So ist zum Beispiel ein urheberrechtlich geschütztes Programm, das unter der GPL lizenziert ist, hiernach „frei“, ein urheberrechtlich geschütztes Programm ohne offengelegten Quellcode hingegen „proprietär“. Bekannte Beispiele proprietärer Software sind: Microsoft Windows, Adobe Photoshop, AutoCAD oder Macromedia Flash.
# Man bezeichnet im IT-Bereich traditionell solche Dateiformate, Protokolle usw. als „proprietär“, die nicht allgemein anerkannten Standards entsprechen, also sozusagen „hauseigene“ Entwicklungen sind.
# Davon abweichend bezeichnet die Freie-Software-Bewegung Dateiformate, Protokolle usw. als „proprietär“, die nicht „offenen“ oder „freien“ Standards entsprechen, d.h. solchen Standards, die mit freier Software implementierbar sind. Beispiele für proprietäre Dateiformate sind das MS-Word-Format oder das WMA-Format. Beispiele für nicht proprietäre, offene Formate sind Ogg Vorbis, das Portable-Network-Graphics-Format oder das HTML-Format.
# Zudem ist das Nennwort „der Proprietär“ eine veraltete Bezeichnung für einen Eigentümer im allgemeinen Sinne.
Unterschiede zwischen Definition 3 und 4:
- Das Audiokompressionsformat „MPEG-1 Audio Layer-3“ („MP3“) ist nach 4. ein proprietäres Format, da es durch aktiv geltend gemachte Softwarepatente belastet und somit nicht länger frei implementierbar ist, nicht jedoch nach 3., da es ein ISO-Standard ist.
- Das patentfreie Gegenstück Ogg Vorbis hingegen ist zwar ein „freies Format“ nach 4., jedoch bisher von keiner großen Standardisierungsorganisation übernommen worden.
- Oft sind hauseigene Entwicklungen auch undokumentiert und patentbelastet und somit proprietär nach beiden Definitionen, so das WMA-Format.
Sicherheitshinweise
Proprietäre Software und proprietäre Datenformate (im Sinne von 2. und 3.) bergen potentiell eine Reihe von Gefahren, deren man sich bewusst sein sollte:
- Die technischen Einzelheiten sind oft gar nicht oder nur unzureichend dokumentiert, so dass beispielsweise die Qualität/Sicherheit von Verschlüsselungsalgorithmen nicht überprüft werden kann und die Anwender allein auf die Angaben des Herstellers vertrauen müssen.
- Beim Wechsel auf eine neuere Version einer Software können unvorhersehbare Änderungen auftreten, einerseits in der Software selbst, andererseits in den Datenformaten.
- Beim Datenaustausch mit Programmen anderer Hersteller (s. Interoperabilität) können Probleme auftreten.
- Der Benutzer wird an die Maßgaben der proprietären Software gebunden.
Grundsätzlich bestehen diese Gefahren auch bei nicht proprietärer Software. Jedoch hat der Benutzer die Möglichkeit mit mehr oder weniger Aufwand diese zu umgehen.
Etymologie
Das Wort proprietär kommt vom französischen proprietaire, vom lateinischen
proprietarius. Siehe auch lat. proprietas, Eigentum, und proprius, eigen.
ja:プロプライエタリ
Kategorie:Urheberrecht
RealNetworksReal Networks (ursprünglich Progressive Networks) ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das verschiedene Produkte im Streaming-Bereich anbietet.
Real Networks pflegt verschiedene strategische Partnerschaften, u.a. mit dem Musikmagazin Rolling Stone.
Produkte
Zur Produktpalette gehören u.a. der Streaming-Server Real Server, das Produktionstool Real Producer, der Streaming-Client Real Player sowie eine Reihe von Codecs wie Real Audio und Real Video. Weitere Produkte sind die Real Jukebox und die Spielesoftware Real Arcade (seit Oktober 2001).
Seit Mitte 2004 betreibt Real Networks auch den Online-Musikdienst Real Music Store, der auf dem zusammen mit Listen.com übernommenen Rhapsody basiert und als Konkurrenz zu Apples erfolgreichem iTunes Music Store konzipiert ist.
Geschichte und Entwicklung
Das damalige Progessive Networks entwickelte bereits 1994 ein Protokoll zum Übertragen von Audio- und Videodaten in Echtzeit: Real Audio.
Nachdem auch Microsoft und Apple in den Markt der Streaming-Lösungen einstiegen, geriet das Unternehmen zunehmend unter Druck und gab, wohl um Marktanteile für die hauseigenen Formate zu sichern, 2002 Teile des Quellcodes frei, die seitdem als Open Source im Helix-Project weiterentwickelt werden.
Derzeitiger CEO ist Rob Glaser.
Siehe auch
- Streaming Media
- Streaming Audio
- Streaming Video
Weblinks
- http://www.real.com
Kategorie:Softwarehersteller
Open SourceDer englische Ausdruck Open Source [] bzw. Quelloffenheit wird meist auf Computer-Software angewandt und meint, dass es jedem ermöglicht wird, Einblick in den Quelltext eines Programms zu haben.
Geschichte
Beeinflusst durch das 1997 publizierte Essay „The Cathedral and the Bazaar“ von Eric S. Raymond, entschied Netscape 1998 angesichts der wachsenden Dominanz von Microsoft am Browser-Markt, den Quelltext des Netscape Navigators freizugeben (aus dieser Freigabe entstand später das Mozilla-Projekt).
Kurz darauf beschlossen Raymond, Bruce Perens, ein Computer-Wissenschaftler, und Tim O'Reilly, Gründer und Vorstand des Computerbuch-Verlags O'Reilly, dass die freie Software-Gemeinde besseres Marketing benötigt. Um die Freie Software als geschäftsfreundlich und weniger ideologisch belastet darstellen zu können wurde dabei beschlossen, einen neuen Marketing-Begriff für Freie Software einzuführen - der Begriff Open Source wurde von da an flächendeckend im Marketing genutzt und war auch der Namensgeber für die von Raymond, Perens und Reilly gegründete Open Source Initiative (OSI).
Es wurden für die Wirtschaft angepasste Open-Source-Lizenzen geschaffen, welche weiterhin den Bedürfnissen des Open-Source-Umfelds genügten, aber auch für die Wirtschaft interessant sein sollten. Eine der bekanntesten Lizenzen, die aus diesen Bestrebungen hervorging, ist die Mozilla Public License.
Die Definition der Open Source Initiative
Die Open Source Initiative wendet den Begriff Open Source auf all die Software an, deren Lizenzverträge den folgenden drei charakteristischen Merkmalen entspricht:
; Die Software (d. h. der Programmcode) liegt in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form vor.: In der Regel handelt es sich bei dieser Form um die Quelltexte in einer höheren Programmiersprache. Vor dem eigentlichen Programm(ab)lauf ist es normalerweise notwendig, diesen Text durch einen so genannten Compiler in eine binäre Form zu bringen, damit das Computerprogramm vom Rechner ausgeführt werden kann. Binärprogramme sind für den Menschen im semantischen Sinne praktisch nicht lesbar.
; Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden.: Für Open-Source-Software gibt es keine Nutzungsbeschränkungen. Weder bezüglich der Anzahl der Benutzer, noch bezüglich der Anzahl der Installationen. Mit der Vervielfältigung und der Verbreitung von Open-Source-Software sind auch keine Zahlungsverpflichtungen gegen einen Lizenzgeber verbunden.
; Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden.: Durch den offengelegten Quelltext ist Verändern ohne weiteren Aufwand für jeden möglich. Weitergabe der Software soll ohne Lizenzgebühren möglich sein. Open-Source-Software „lebt“ förmlich von der aktiven Beteiligung der Anwender an der Entwicklung. So bietet sich Open-Source-Software zum Lernen, Mitmachen und Verbessern an.
Diese Charakteristika werden detaillierter in der Open Source Definition (OSD) der Open Source Initiative festgelegt.
Begriffsproblem Freie Software
In der eigentlichen Bedeutung unterscheidet sich die Open Source Definition nicht von Freier Software. Allerdings können beide Begriffe unterschiedliche Assoziationen auslösen, die ursprünglich nicht geplant waren.
Die Entscheidung, den Terminus Open Source zu etablieren, vorgeschlagen von Christine Peterson vom Foresight Institute, begründete sich zum Teil auf der möglichen Missinterpretation des Wortes frei. Die FSF verstand das Wort im Sinne von Freiheit („free speech, not free beer“ – „freie Rede, nicht Freibier“), jedoch wurde es oft fälschlicherweise mit kostenlos assoziiert, da der englische Begriff free beide Bedeutungen haben kann. Tatsächlich ist freie Software in den meisten Fällen wirklich auch kostenlos erhältlich. Man hoffte, dass die Verwendung der Bezeichnung Open Source diese Mehrdeutigkeit beseitigt und auch eine einfachere Vermarktung von Open Source vor Vertretern der Wirtschaft ermöglicht. Außerdem weckt der Begriff Open Source nicht zwangsläufig eine Assoziation mit der GNU-GPL, die aus wirtschaftlicher Sicht problematisch sein kann.
Seit der Einführung der neuen Bezeichnung wurde jedoch oft kritisiert, dass diese ebenfalls Verwirrung stiftet: Sie assoziiert die Verfügbarkeit des Quelltextes, sagt aber nichts über die Freiheit, ihn zu verwenden, verändern und weiterzugeben, aus. Kritisiert wird daher von der Free Software Foundation vor allem die Tatsache, dass der Begriff „Open Source“ die Einsicht in den Quellcode einer Software hervorhebt, nicht aber die Freiheit, diesen Quellcode auch beliebig weiterzugeben oder zu verändern. So nennt die „PGP Corporation“ die aktuelle Version ihres Kryptografieprogramms PGP z. B. „Open Source“, da der Quellcode betrachtet werden kann. Weitergabe und Veränderung dieses Quellcodes sind aber verboten, so dass das Programm nicht unter die Open Source Definition fällt. Aus diesem Grund ist die freie Implementation GnuPG entstanden, die mit der GPL den „Open Source“-Anforderungen gerecht wird.
Der Begriff Freie Software ist allerdings ebenfalls problematisch, da er häufig in Verbindung mit den Lizenzen der FSF (GNU-GPL, GNU LGPL und GNU-FDL) gebracht wird. Diese Lizenzen sind zwar auch nach Auffassung der OSI frei. Sie fordern allerdings, dass abgeleitete Werke die gleichen Freiheiten gewähren. Die GNU Free Documentation License ist hierbei besonders problematisch, unter anderem deswegen, weil sie die Möglichkeit bietet, die Modifikation ganz bestimmter Abschnitte zu verbieten. Die GNU-FDL erfüllt somit eine grundlegende Anforderung der Open Source Definition und der Definition Freier Software nicht.
Die Begriffe „Freie Software“ und „Open Source Software“ werden zwar synonym verwendet, allerdings bestehen Unterschiede in der Interpretation. Die meisten Menschen und Organisationen, die von „freier Software“ sprechen, sehen Lizenzen als unfrei an, wenn sie Einschränkungen enthalten wie eine Begrenzung des Verkaufspreises, die Pflicht zur Veröffentlichung eigener Modifikationen oder die Bestimmung, dass jede Modifikation der Software an den ursprünglichen Autor gesandt werden muss. Die Open Source Initiative dagegen akzeptiert solche Lizenzen als „Open Source“. Dies ist unter anderem deshalb problematisch, weil Software unter diesen Lizenzen nicht oder nur unter starken Einschränkungen in freie Software-Projekte wie Debian GNU/Linux integriert werden kann, was dem Autor eventuell bei der Auswahl der Lizenz gar nicht bewusst war. Oft wird deshalb auch dazu geraten, keine eigene Lizenz zu verwenden, deren rechtliche und praktische Probleme man unter Umständen nicht überschaut, sondern auf eine erprobte und anerkannte freie Lizenz wie die GPL, die LGPL oder die BSD-Lizenz zurückzugreifen.
Andere Definitionen
Der Begriff Open Source beschränkt sich nicht ausschließlich auf Software, sondern wird auch auf Wissen und Information allgemein ausgedehnt werden. Ein Beispiel dafür ist OpenCola.
Siehe auch
- Das Lizenzbewertungsmodell Open Source Definition
- Open-Source-Lizenz
- Softwarepatent
- Wissensgesellschaft bzw. Informationsgesellschaft
Literatur
Siehe den Extra-Artikel Literatur über Freie und Open-Source-Software.
Weblinks
- [http://www.opensource.org Open Source Initiative] (englisch)
- [http://www.gnu.org/philosophy/free-software-for-freedom.html Why "Free Software" is better than „Open Source“] – Statement des GNU-Projekts (englisch)
- [http://www.germany.fsfeurope.org/documents/whyfs.de.html Wir sprechen von Freier Software] - ein Statement der Free Software Foundation Europe
Kategorie:Freie Software
Kategorie:Urheberrecht
ja:オープンソース
ko:오픈 소스
ms:Kandungan terbuka
simple:Open source
th:โอเพนซอร์ส
FourCCDer FourCC (engl. Four Character Code) bezeichnet eine 4 Zeichen lange Zeichenkette im Header einer AVI-Datei, die angibt, in welchem Format die in der Datei enthaltenen Daten vorliegen. Hieraus ergibt sich somit auch die Information, welcher Codec für die Dekomprimierung bzw. Anzeige der Daten verwendet werden muss.
Durch eine Registrierung der verwendeten Zeichenketten bei Microsoft wird erreicht, dass diese nur einmal verwendet werden. Microsoft jedoch veröffentlicht diese Informationen nicht, sodass es oftmals nicht bekannt ist, welcher Codec oder Hersteller hinter einem bestimmten FourCCode steht.
Weblinks
- [http://www.fourcc.org The Almost Definitive FOURCC Definition List]
Kategorie:Datenformat
Kategorie:Microsoft
RealMediaRealMedia ist die Sammelbezeichnung für die Dateiformate und die damit verbundenen Client- und Serverprodukte des Software-Herstellers RealNetworks.
Insbesondere meint Real Media das Audioformat RealAudio und das Videoformat RealVideo.
Verwendung
RealMedia wird vor allem als sogenanntes browse quality Format verwendet. Als Beispiel seien hier Webradios, die im RealAudio Format senden, sowie Video- und Audioproben im Internet genannt.
Besondere Bedeutung kommt den RealMedia-Formaten in Streaming-Angeboten im Internet zu. Sie lassen sich über die Protokolle RTSP, RTP, PNM, HTTP und UDP streamen und können mittels des so genannten SureStream-Verfahrens mehrere qualitativ unterschiedliche Versionen (mit unterschiedlicher Bandbreite) des gleichen Inhalts enthalten, so dass Benutzer mit verschiedener Netzanbindung (LAN, DSL oder ISDN) die für ihre Verbindung optimale Qualität erhalten.
RealMedia-Dateien haben die Dateiendungen .ra für Audio, .rv, .rm und .rmvb für Video und .ram und .rpm als Meta-Dateiformate, d.h. Dateien, die auf die eigentliche Multimediadatei verweisen.
Alternativen zu RealMedia sind beispielsweise Quicktime von Apple und Windows Media von Microsoft.
Kritik
Bemängelt wird, dass der RealPlayer (1999 in der version 7, aktuell ist 10) zahlreiche Informationen über das Internet austauschen will. Kritiker empfehlen daher die Verwendung von Real Alternative oder die Nutzung des aktuellen Players. Weiterführende Informationen finden sich hier: http://www.geekdot.com/RealPlayerHowto.htm
Siehe auch: Streaming Media, Real Audio, Real Video
Weblinks
- [http://www.real.com/ Real Networks Homepage]
- [http://home.hccnet.nl/h.edskes/finalbuilds.htm#realalt Real Alternative, freier Player ohne Werbung]
Kategorie:Datenformat
Real Player
DateiendungDie Dateiendung oder Datei(namens)erweiterung ist der letzte Teil eines Dateinamens und wird gewöhnlich mit einem Punkt abgetrennt. Die Dateiendung wird oft eingesetzt, um das Format einer Datei erkennbar zu machen, ohne die Datei vorher einlesen zu müssen.
Beispiel: name.txt kennzeichnet eine einfache Textdatei.
Unter einigen gängigen Betriebssystemen, speziell Windows, werden Dateiendungen bestimmten Anwendungen zugeordnet (Dateizuordnungen). Wählt man eine Datei in einem Dateimanager an, wird diese mit der entsprechend zugeordneten Anwendung geöffnet. Andere Betriebssysteme, wie Mac OS, AmigaOS oder UNIX, haben andere Konzepte zur Bestimmung eines Dateiformats und verwenden die Dateiendung für andere Zwecke (z.B. für die Versionsangabe bei Bibliotheken).
Über die Dateiendung lässt sich nicht sicher bestimmen, ob eine Datei tatsächlich in dem angegebenen Dateiformat vorliegt. Dies geht nur, wenn man bzw. das Betriebssystem die Datei öffnet und die Informationen im Dateikopf auswertet.
Die eigentlich vorteilhaftere Kennzeichnung des Dateityps in separat gespeicherten Datei-Metadaten (eine Form von Out-of-band-Signalisierung) hat mit der zunehmenden Dominanz der Microsoft-Betriebssysteme an praktischer Bedeutung verloren.
Ein anderes Konzept zur Bestimmung des Dateiformats ist die Angabe des MIME-Typs.
Siehe auch
- Liste der Dateiendungen
- Liste der Dateiformate
- Dateiattribut
Weblinks
- http://filext.com/
- http://www.wotsit.org/
- http://www.endungen.de
Kategorie:Datenformat
ja:拡張子
Matroska
Das Matroska-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, der Container-Standard für Audio und Video zu werden.
Matroska hat seinen Ursprung in einem ähnlichen Projekt, MCF, aber unterscheidet sich von diesem dadurch, dass es auf EBML (Extensible Binary Meta Language), einer Binärversion von XML, basiert. Dies ist auch der Grund, warum die Entwickler einen bedeutenden Vorteil haben, wenn später das Format erweitert wird:
Ältere Parser können die neueren Dateien trotzdem noch lesen.
Matroska hat gegenüber älteren Containerformaten wie z. B. AVI bereits heute folgende Vorteile:
- Kapitelunterteilungen
- VobSub-Untertitel, das heißt Untertitel als Bilder wie auf DVDs
- Fehlerrobustheit
- wichtige Header können mehrfach gespeichert werden
- ein Index ist hilfreich, aber nicht notwendig, d.h. eine eventuelle Beschädigung ist nicht weiter schlimm
- Als Stream über das Internet sendbar (HTTP und RTP) (Streaming-Format)
- Variable Framerate
- Offizielle Unterstützung für
- Video: MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, RealVideo, WMV
- Audio: AAC, WAV, MP3 (CBR und VBR), Vorbis etc.
- Anhänge
Selbstverständlich werden auch grundlegende Dinge, die das AVI-Format schon seit langer Zeit bietet, unterstützt:
- Mehrere Audiostreams
- maximale Dateigröße liegt weit über allen aktuellen oder in naher Zukunft denkbaren Festplatten (rund 2^56 Bytes, also 67 Millionen Gigabyte)
Menüs, wie sie zum Beispiel DVDs haben, sind ebenfalls geplant.
Die Endung für Matroskadateien ist .mkv (für Video/Audio) und .mka (nur Audio).
Matroska ist absolut frei für jeden verfüg- und verwendbar, das heißt, die Spezifikationen des Bitstreams sind offen einzusehen, auch für jemanden, der daraus ein Closed-source-Projekt macht. Das Ziel des Projektes ist es, der Standard für Container zu werden und andere Containerformate wie AVI, OGM oder MP4 zu verdrängen.
Weblinks
- http://matroska.org/ Offizielle Webpräsenz
- http://sourceforge.net/projects/guliverkli/ Parser, De-/Muxer und Player (englisch)
- http://www.bunkus.org/videotools/mkvtoolnix/ Utensilien (englisch)
Kategorie:Datenformat
ja:MKV
KommandozeileDie Kommandozeile ist ein Eingabebereich für die Steuerung einer Software, insbesondere eines Betriebssystems, der typischerweise (aber nicht zwingend) im Textmodus abläuft. Die Kommandos oder Befehle werden als Worte eingegeben, oftmals sind diese aus dem Englischen entnommen, teilweise als Abkürzung wie z.B. bei DOS der Befehl "dir" für "directory" oder bei Unix-Systemen der Befehl "ls" für "list directory". Die Ausführung der Befehle wird meist direkt aus der Zeile durch zusätzlich angegebene Parameter gesteuert. Programme, die den Benutzer interaktiv befragen, sind auf dieser Ebene eher unüblich. Ein Kommandozeilenprogramm läuft somit typisch mit den gegebenen Parametern einmal ab, bevor eine erneute Befehls-Eingeabe möglich ist.
Erscheinungsformen
Ein Kommandozeileninterpreter, wie etwa Bash, csh oder command.com, kann typischerweise auch eine Kommandozeile bereitstellen. Kommandozeilen sind meist 2-farbig. Es gibt aber auch farbige Versionen wie etwa 4DOS/4NT.
Komfortlösungen zur Systemsteuerung mit Kommandozeile sind zum Beispiel Dateimanager (Norton-Commander, Midnight Commander, Total Commander) erweitern die einfache Befehlseingabe zu einer sehr leistungsfähigen Steuersoftware. Dabei wird die Kommandozeile mit einem oder mehreren Text-Fenster ergänzt, die per Menüleiste und Funktionstasten eine schnelle Übersicht über die vorhandenen Dateien und deren Attribute sowie eine schnelle Manipulation dieser Dateien erlauben.
Für X11 gibt es eine Reihe von grafischen Kommandozeilen wie z.B. xterm, aterm, eterm oder rxvt. Dem X11-Windowmanager Gnome liegt das Gnome Terminal bei; bei KDE gibt es die Konsole.
eine KDE-Konsole nach dem Ausführen des Befehls "ls -l"
Eingabevorgang
Technisch gesehen ist die Kommandozeile eine durch ein Programm angebotene Eingabezeile, die mit einem gewissen Umfang an Editorfähigkeiten ausgestattet ist. Die Eingabe wird beendet mit dem Betätigen der Wagenrücklauftaste (meist englisch als Return- oder Enter-Taste bezeichnet). Diese bewirkt das Senden des Carriage Return- oder Linefeed-Zeichens an das Programm, das die Eingabezeile geöffnet hat. Als Reaktion wird der vom Benutzer eingegebene Kommandozeilentext interpretiert; der Kommandozeileninterpreter (auch Shell oder Konsole genannt) führt bei fehlerfreier Erkennung der Eingabe die entsprechenden Kommandos aus. Anschließend erscheint eine erneute Prompt-Sequenz, welche signalisiert dass die Eingabe einer weiteren Kommandozeile möglich ist.
siehe auch: Befehlszeilenergänzung, Unix Kommandos, Terminal (Computer)
Kategorie:Benutzerschnittstelle
ja:キャラクターユーザインターフェース
ko:명령 선 공용영역
RealMediaRealMedia ist die Sammelbezeichnung für die Dateiformate und die damit verbundenen Client- und Serverprodukte des Software-Herstellers RealNetworks.
Insbesondere meint Real Media das Audioformat RealAudio und das Videoformat RealVideo.
Verwendung
RealMedia wird vor allem als sogenanntes browse quality Format verwendet. Als Beispiel seien hier Webradios, die im RealAudio Format senden, sowie Video- und Audioproben im Internet genannt.
Besondere Bedeutung kommt den RealMedia-Formaten in Streaming-Angeboten im Internet zu. Sie lassen sich über die Protokolle RTSP, RTP, PNM, HTTP und UDP streamen und können mittels des so genannten SureStream-Verfahrens mehrere qualitativ unterschiedliche Versionen (mit unterschiedlicher Bandbreite) des gleichen Inhalts enthalten, so dass Benutzer mit verschiedener Netzanbindung (LAN, DSL oder ISDN) die für ihre Verbindung optimale Qualität erhalten.
RealMedia-Dateien haben die Dateiendungen .ra für Audio, .rv, .rm und .rmvb für Video und .ram und .rpm als Meta-Dateiformate, d.h. Dateien, die auf die eigentliche Multimediadatei verweisen.
Alternativen zu RealMedia sind beispielsweise Quicktime von Apple und Windows Media von Microsoft.
Kritik
Bemängelt wird, dass der RealPlayer (1999 in der version 7, aktuell ist 10) zahlreiche Informationen über das Internet austauschen will. Kritiker empfehlen daher die Verwendung von Real Alternative oder die Nutzung des aktuellen Players. Weiterführende Informationen finden sich hier: http://www.geekdot.com/RealPlayerHowto.htm
Siehe auch: Streaming Media, Real Audio, Real Video
Weblinks
- [http://www.real.com/ Real Networks Homepage]
- [http://home.hccnet.nl/h.edskes/finalbuilds.htm#realalt Real Alternative, freier Player ohne Werbung]
Kategorie:Datenformat
Real Player
Kategorie:VideokompressionArtikel über Algorithmen zur Videokompression.
Kategorie:Kompressionsalgorithmus
Kategorie:Videotechnik Bolstern
Bad Saulgau liegt im Herzen Oberschwabens zwischen Donau und Bodensee. Seit 1990 trägt Saulgau die Bezeichnung Ort mit Heilquellen- und Kurbetrieb, seit 2000 trägt die Stadt das Prädikat Bad und liegt an der Schwäbischen Bäderstraße.
Geografie
Geografische Lage
Bad Saulgau liegt zwischen Donau und Bodensee.
Ausdehnung des Stadtgebiets
Bad Saulgau hat 13 Teilorte:
- Bierstetten mit Bierstetten und Steinbronnen
- Bogenweiler mit Haid, Bogenweiler und Sießen (Kloster Sießen)
- Bolstern mit Heratskirch
- Bondorf
- Braunenweiler mit Krumbach, Eggatsweiler, Figels und Ziegelhof
- Friedberg
- Fulgenstadt
- Großtissen
- Hochberg
- Lampertsweiler
- Moosheim
- Renhardsweiler
- Wolfartsweiler
Geschichte
Der Ort ist ein keltischer Siedlungsplatz, sein Name auf die Quellgöttin Sul zurückzuführen.
Die erste urkundliche Erwähnung, Sulaga, stammt aus dem Jahre 819.
Saulgau wurde im Jahre 1239 das Stadtrecht verliehen von Kaiser Friedrich II., das Marktrecht von König Rudolf I. im Jahre 1288.
1299 fiel Saulgau an das Haus Habsburg und gehörte somit bis 1806 zum damaligen Vorderösterreich.
Im Zuge der Neuordnung Europas durch Napoleon I., kam Saulgau an das Königreich Württemberg.
Zuerst Oberamt Saulgau, dann Kreisstadt, kam Saulgau im Zuge der Kreisreform im Jahre 1973 zum Landkreis Sigmaringen, dessen größte Stadt sie immer noch ist.
Seit dem Jahre 2000 ist der offizielle Name der Stadt Bad Saulgau.
Politik
Gemeinderat
Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- CDU - 14 Sitze
- FWV - 7 Sitze
- SPD - 6 Sitze
- Junge Liste - 2 Sitze
Städtepartnerschaften
Bad Saulgau pflegt eine Partnerschaft mit Chalais en Charente in Frankreich und hat gute Kontakte zum befreundeten Kōbe in Japan sowie zu Himmelberg in Kärnten, Österreich.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- Stadtkirche St. Johannes Baptist: Hochgotische Pfeilerbasilika, erbaut 1390-1402. Zur Ausstattung gehört das Bild Geißelung Christi von Otto Dix.
- Haus am Markt: alemannisches Fachwerkhaus aus der Zeit um 1400
- Kreuzkapelle: mittelalterliche Wallfahrtsstätte mit romanischem Großkreuz des späten 12. Jahrhunderts (auch Stauferchristus genannt)
- Kloster Sießen: 1260 gegründetes Kloster der Dominikanerinnen. Im 18. Jahrhundert wurden die Klostergebäude im Stil des Barock neu erbaut. Die barocke Klosterkirche wurde von Johann Baptist und Dominikus Zimmermann erbaut. Das Kloster wurde im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Seit 1860 werden die Gebäude als Kloster der Franziskanerinnen genutzt.
Bad Saulgau liegt an der Mühlenstraße Oberschwaben.
Naturdenkmäler
1977 wurde die schwefelhaltige Thermalquelle, die wärmste und ergiebigste in ganz Baden-Württemberg, erbohrt. Nach einem Provisorium wurde dann 1984 das Thermalbad, die Sonnenhof-Therme eröffnet. Bereits 1987 wurden über eine Million Badegäste im Thermalbad verzeichnet.
Das Schwarzachtal im Nordwesten wird auch als "Siebenmühlental" bezeichnet: Es befanden sich dort die Wolfenmühle, Eselsmühle, Neumühle, Schaulesmühle, Fanzenmühle, Lindenmühle und Dotschenmühle. Bis auf die Dotschenmühle, die Anfang der 80er Jahre abgebrochen wurde, bestehen die Gebäude alle noch als Wohnplätze. In der Wassermühle Franzenmühle aus dem 15. Jahrhundert wurde 1896 eine Francis-Turbine installiert, die auch heute noch Energie liefert.
Sport
- Volleyball
- Handball
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 446. Für die Stadt selbst gilt der Stadttarif 46.
Bad Saulgau liegt an der Zollernalbbahn, welche von Tübingen über Balingen, Sigmaringen und Herbertingen nach Aulendorf führt.
Ansässige Unternehmen
Bedeutende Industrieunternehmen:
- Claas Saulgau GmbH (früher Bautz), Hersteller von Futtererntemaschinen
- ClaasGuss GmbH, Saulgauer Eisenhütte
- Knoll Maschinenbau GmbH; produziert Maschinen und Geräte für metallverarbeitende Betriebe
- Platz GmbH; stellt Fertighäuser her.
1990 wurde die Rehabilitationsklinik im Kurgebiet beim Thermalbad eröffnet, ebenso die Psychosomatische Klinik. 1997 nahm die 3. Kurklinik, eine Mutter-Kind-Klinik, den Betrieb auf, wurde jedoch Ende April 2004 wegen Insolvenz wieder geschlossen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Anton Freiherr von Störck (1731-1803), in Saulgau geborener Mediziner, der die medizinische Fakultät in Wien leitete und zum Leibarzt der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia ernannt wurde.
Weitere Persönlichkeiten
- Willi Burth (1904-2001), Kinobesitzer und Erfinder des weltweit genutzten Teller-Filmspulsystems, das Zurückspulen von Filmrollen unnötig machte (englisch: platter system). 1987 Preisträger des Scientific and Engineering Award der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.
- Schwester Maria Innocentia Hummel ( - 1909 in Massing an der Rott, † 1946) wirkte im Kloster Sießen von 1931 bis zu ihrem Tod u.a. als Malerin: Ihre Kinderbilder dienten als Vorlage für die heute noch weltweit vertriebenen Hummel-Figuren. Im Hummelsaal des Klosters Sießen wird eine Dauerausstellung ihrer Werke gezeigt.
Weblinks
- [http://www.bad-saulgau.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt]
- [http://www.sonnenhof-therme.de/ Sonnenhof-Therme]
- [http://www.klostersiessen.de/ Kloster Sießen]
Kategorie:Landkreis Sigmaringen
Kategorie:Ort in Baden-Württemberg
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