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Redstone (Rakete)

Redstone (Rakete)

Redstone ist die Bezeichnung der ersten amerikanischen ballistischen Mittelstreckenrakete, die noch auf der Technologie der deutschen A-4 Rakete basierte. Die Entwicklung dieses Raketentyps wurde auf dem Redstone Arsenal in Huntsville (Alabama) unter Beteiligung der deutschen Raketentechnikergruppe unter Walter Dornberger und Wernher von Braun durchgeführt. Die Rakete konnte einen nuklearen Sprengkopf von ca. 3000kg (Sprengkraft 3750 KT) über 320 km tragen. Die Stationierung erfolgte in Deutschland und der Türkei (wo sie nach der Kubakrise abgebaut wurden). Der Erststart erfolgte 20. August 1953. Bis zum letzten Start am 30. November 1965 erfolgten 56 Starts bei 28 Fehlstarts. Auf Grund der relativ erprobten Technologie konnte kurzfristig nach dem Sputnik-Schock eine Trägerrakete abgeleitet werden, mit deren Hilfe diverse Satelliten (unter anderem auch der erste amerikanische Satellit Explorer 1) und die ersten bemannten suborbitalen Raumflüge mit Mercury-Kapseln durchgeführt wurden.

Varianten


- Die Redstone-Variante für Wiedereintrittstests für Interkontinentalraketen wurde als Jupiter-C bezeichnet. Sie bestand aus der Redstone-Rakete und zwei Feststoffoberstufen. Zwischen 1956 und 1957 starteten drei Raketen.
- Die Redstone-Variante für den Start des ersten amerikanischen Erdsatelliten wurde als Juno-1 bezeichnet. Sie bestand aus der Redstone-Rakete und drei Feststoffoberstufen. 1958 starteten sechs Raketen. Drei Starts davon misslangen.
- Die Redstone Mercury für den Start der Mercury-Kapseln besaß nur eine Antriebsstufe.
- Daneben gab es noch die Redstone Sparta. Sie wurde für einige suborbitale Testflüge 1966 in Woomera und zum Start von Australiens ersten künstlichen Erdsatelliten Wresat eingesetzt.

Weblinks


- [http://www.astronautix.com/lvs/jupiterc.htm Jupiter C]
- [http://www.astronautix.com/lvs/redrcury.htm Redstone Mercury]
- [http://www.astronautix.com/lvs/sparta.htm Redstone Sparta] Kategorie:Raketentyp Kategorie:Mittelstreckenrakete ja:レッドストーン

Mittelstreckenrakete

Als Mittelstreckenraketen bezeichnet man im deutschen Sprachraum ballistische Raketen mit einer Reichweite von rund 1.000 bis 5.500 km. Nach international üblicher Klassifizierung fallen zwei Klassen von ballistischen Raketen in diesen Bereich:
- MRBMs (Medium Range Ballistic Missiles) für Raketen mit einer Reichweite von rund 1.000 bis 2.750 km (siehe MSBS M1)
- IRBMs (Intermediate Range Ballistic Missile) für Raketen mit Reichweiten von 2.750 bis 5.500 km. Zu ihnen zählen unter anderem die US-amerikanische Pershing II und die sowjetische SS-20. Im Zusammenhang mit dem Nato-Doppelbeschluss werden oft BGM-109 Tomahawk Marschflugkörper den Mittelstreckenraketen zugeordnet, obwohl sie nicht auf ballistischen Bahnen fliegen und auch keinen Raketenantrieb haben. Vergleichbar war nur die Bedrohungslage durch vergleichbare Angriffs-Entfernungen, kurze Reaktionszeiten, Treffgenauigkeit und insbesondere Stationierung auf deutschem Territorium. In den Medien wurden diese Marschflugkörper (engl. Cruise Missile) den Mittelstreckenraketen oft gleichgesetzt. Dies führte zu der Anfang der 1980er üblichen deutschen Formel "Pershing II und Cruise Missile". Für eine Liste der internationalen Klassifizierung von ballistischen Raketen, siehe: Ballistische Raketen

Weblinks


- [http://www.peterhall.de/lexikon/lexikon3.html US-amerikanische und sowjetische Mittelstreckenraketen] !Mittelstreckenrakete

Rakete

Eine Rakete (vom italienischen rocchetta = Spindel) ist ein Flugkörper mit Rückstoßantrieb (Raketenantrieb), der von der Umgebung unabhängig ist und daher auch im luftleeren Raum beschleunigt werden kann. Im Gegensatz zu Geschossen haben Raketen eine lange Beschleunigungsphase. Wegen der dadurch deutlich geringeren Belastungen kann die Struktur der Rakete sehr leicht gehalten werden. Bei Raketen reichen die Größenordnungen von den allbekannten Feuerwerksraketen der Silvesternacht über militärische Raketen bis hin zu der riesigen Energija oder der Saturn V, die im Apollo-Projekt - dem bemannten Flug zum Mond - eingesetzt wurde.

Geschichte

Der erste überlieferte Raketenstart fand 1232 im Kaiserreich China statt. Im Krieg gegen die Mongolen setzten die Chinesen in der Schlacht von Kai-Keng eine Art Rakete ein: Dabei schossen sie eine Vielzahl simpler, von Schwarzpulver angetriebener Geschosse auf die Angreifer ab. In Europa fand der erste dokumentierte Start einer Rakete 1555 im rumänischen Hermannstadt statt. Der Flugkörper verfügte bereits über ein Drei-Stufen-Antriebssystem.

Aufbau

Jede Rakete besteht aus den folgenden Baugruppen:
- Triebwerk (Raketentriebwerk bestehend aus Brennkammer, Düse (z.B. Aerospike-Düse), Pumpensystem und Kühlung)
- Stabilisierungs- und/oder Steuereinheit
- Nutzlast (Sprengkopf, Satellit, Mannschaft, Rückkehrmodul usw.) Die Baugruppen werden durch die Hülle zusammengehalten. Dabei können einzelne Baugruppen auch mehrfach vorkommen (Mehrstufenrakete).

Triebwerk

Für eigenstartfähige Flugkörper werden wegen des hohen Beschleunigungsbedarfs chemische Raketentriebwerke verwendet. Bereits erprobte Kernenergie-Raketentriebwerke wurden aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen nicht eigesetzt. Elektrische Raketentriebwerke funktionieren nur im Vakuum und werden nur für bereits gestartete Raumsonden und Satelliten verwendet (Ionenantrieb).

Steuer und Lenkeinrichtungen

Ungelenkte Raketen

Ungelenkte Raketen werden durch den Abschusswinkel ausgerichtet und während des Fluges lediglich aerodynamisch stabilisiert. Dies erfolgt durch Drall oder Leitwerke, wobei auch Leitwerke Drall erzeugen können. Die Leitwerke befinden sich dabei stets am hinteren Ende der Rakete, hinter dem Schwerpunkt. Für Hobbybastler von Bedeutung sind Modellraketen.

Gelenkte Raketen

Gelenkte Raketen unterliegen während des Fluges einer Kursüberwachung und haben die Möglichkeit, den Kurs zu korrigieren. Dabei kann die Kurskorrektur autonom oder durch eine wie auch immer geartete Leitstation erfolgen. Die Kurskorrektur wird meist durch ein die Raumlage überwachendes Kreiselsystem eingeleitet. Dies kann durch folgende Steuerglieder erfolgen:
- Leitwerke wirken auf die umgebende Luft und können damit bei Flügen in der Atmosphäre auch nach Brennschluß genutzt werden
- Strahlruder wirken direkt im ausgestoßenen Gasstrom
- schwenkbare Expansionsdüse(n)
- Steuertriebwerke Im militärischen Bereich werden gelenkte Raketen als Flugkörper bezeichnet.

Hülle

Die Hülle von Raketen muss zu Gunsten des Treibstoffes und der Nutzlast möglichst leicht sein. Um nach Abbrand einer gewissen Treibstoffmenge möglichst wenig Totlast mitzuführen, werden größere Raketen mehrstufig ausgelegt. D.h. nach Brennschluss einer Stufe wird diese abgetrennt und die nächste Stufe zündet, dabei kann die Abtrennung (meist Absprengen) auch durch Zündung der nachfolgenden Stufe erfolgen. Die Auslegung der Hülle hängt sehr stark vom Anwendungsbereich der Rakete ab. Für Flüge in der Atmosphäre muss die Hülle aerodynamisch günstig ausgelegt werden, weiterhin wirken bei hoher Geschwindigkeit erhebliche aerodynamische Kräfte auf die Hülle ein und es kann zu erheblichen thermischen Belastungen durch Reibung kommen.

Anwendungen


- als Waffe (von der Raketenpistole zur Interkontinentalrakete), dann gegen die Menschenrechte verstoßend
- Raumfahrt
- Höhenforschung
- Technische Experimente
- Seerettung
- Leitungsbau (zum Schießen von Vorseilen über Täler)
- Feuerwerk
- Notsignale
- zur Simulation von Druckkräften auf die Spitze hoher Bauwerke (als 1957 die Freileitungsmaste der Leitung über die Straße von Messina fertiggestellt wurden, wurde die Eigenschwingdauer dieser Konstruktionen ermittelt, indem man an ihrer Spitze Raketen befestigte und diese zündete, Quelle Turmbauwerke, Bauverlag GmbH, Wiesbaden (Deutschland), 1966)

Trägerraketen, Höhenforschungsraketen und militärische Raketen

Für mehr Informationen zu Trägerraketen siehe den Hauptartikel Trägerrakete (Auswahl, siehe auch Liste der Raketentypen)
- USA: Aerobee, Vanguard, Thor, Atlas, Redstone, Saturn, Scout, Titan, Delta, Pegasus, Space Shuttle, Booster von Trägerraketen
- Russland/Sowjetunion/GUS: MMR06, R-7, Sojus, N1, Zyklon, Zenit, Kosmos, Proton, Energija, Angara, Volna
- Deutschland: Rheinbote (1943), A4 (1942), Rheintochter, Schmetterling, Wasserfall, Enzian
- Frankreich Diamant
- Großbritannien Blue Streak, Black Knight, Black Arrow, Skylark
- Europa: Ariane 1-3, Ariane 4, Ariane 5, Cirrus, Meteor, Europa, Vega, Monica, Zenit (Schweizer Höhenforschungsrakete)
- Volksrepublik China: Chang Zheng (Langer Marsch), Feng Bao
- Nordkorea: Taepodong
- Japan: My - Serie, N-Serie,Kappa oder J - Serie, H-1, H-2
- Indien: SLV, ASLV, PSLV, GSLV
- Pakistan: Hatf V (Ghauri)
- Israel: Shavit
- Brasilien: VLS-1

Raketenunfälle

Hauptartikel: Katastrophen der Raumfahrt Obwohl bei der Entwicklung und Erprobung von Raketen sich viele Explosionen ereigneten, gab es, da im Regelfall sehr strenge Sicherheitsmaßnahmen angewandt wurden, nur wenige Raketenunfälle mit Personenschaden.

Tödliche Raketenunfälle, bei denen Personen am Boden Opfer waren

Tödliche Raketenunfälle bei bemannten Raumfahrtmissionen

Literatur:

Geschichte


- Volkhard Bode, Gerhard Kaiser: Raketenspuren. Peenemünde 1936-1996 - Eine historische Reportage mit aktuellen Fotos. Christoph Links Verlag - LinksDruck GmbH, Berlin, 1996 ISBN 3-86153-112-7
- Gerhard Reisig: Raketenforschung in Deutschland. Wie die Menschen das All eroberten. Agentur Klaus Lenser, Münster, 1997, ISBN 3-89019-500-8
- Michael J. Neufeld: Die Rakete und das Reich. Wernher von Braun, Peenemünde und der Beginn des Raketenzeitalters. Henschel Verlag, Berlin, 1999, ISBN 3-89487-325-6
- Harald Lutz: Die vergessenen Raketenexperimente von Cuxhaven. Sterne und Weltraum 44(3), S. 40 - 45 (2005), ISSN 0039-1263

Siehe auch


- Liste der Raketentypen, Rakete (militärisch)
- Marschflugkörper, Raketengleichung, Raketenantrieb, Raketentreibstoff, Höhenforschungsrakete, Experimentalrakete, Amateurrakete, Treibsatz, Wasserrakete, Raketenstartplatz, Weltraumbahnhof, Raketengrundgleichung, Raketenkamera, Rettungsrakete, Pogoeffekt, Space Shuttle, ESA, NASA
- William Congreve (Erfinder), Wernher von Braun, Conrad Haas, Robert Goddard, Hermann Oberth, Sergej Koroljow, Konstantin Ziolkowski, Berthold Seliger, Abdul Kalam, Reinhold Tiling
- Mannheimer Rakete (Musik)

Weblinks


- [http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp?catId=83781 Raketenstart 1555 in Europa] Kategorie:Rakete Rakete ja:ロケット ms:Roket

Redstone Arsenal

Das Redstone Arsenal in Huntsville im Madison County, Alabama ist ein Gelände der US-Armee. Bekannt ist es heute vor allem durch das hier beheimatete Marshall Space Flight Center der NASA. Der Name Redstone leitet sich aus der überwiegend roten Erde der Umgebung ab.

Geschichte

Im Zweiten Weltkrieg

NASA Mitte 1941, während der weltweiten Kriegseskalation, beschloss der amerikanische Kongress zusätzliche Waffenproduktionsstätten zu erbauen. Redstone Arsenal war eine von zwei Waffenfabriken zur Herstellung von chemischen Waffen in Huntsville. Die zweite hieß Huntsville Arsenal. Während im Huntsville Arsenal mehrere Chemiefabriken zur Herstellung der Kampfstoffe gebaut wurden, gehörte zum Redstone Arsenal eine Befüllungsanlage für Granaten. Für die Armeebediensteten gab es eine kleine Barackensiedlung, wo auch eine Krankenstation und eine Poststelle zu finden waren. Für die Verwaltung und Unterbringung der Offiziere entstand ein größeres Gebäude. Zur Verbindung der Fabriken untereinander im gesamten Huntsville-Areal wurde ein 75 Meilen langes Schienensystem aufgebaut. Schiene Ende 1941 begann die Beschaffung der Rohstoffe und die Rekrutierung von Arbeitern. Am 5. Februar 1942 eröffnete offiziell die Produktionsstätte. Nun begann auch der Bau eines großen Waffenlagers. Die Produktion von verschiedenfarbigen Nebelstoffen und Brandbeschleunigern begann in den Chemiefabriken von Huntsville im März 1942. Kurz darauf wurden auch die Produktionslinien zur Erzeugung von Chlor- und Senfgas gestartet. Auch die Munitionsbefüllung auf dem Redstone Arsenal konnte nun beginnen. Senfgas, Armeesekretär Wilber Brucker; Obere Reihe v.l.n.r.: ABMA Commander Major General J. B. Medaris, Assistenssekretär der Marineluftfahrt James H. Smith sowie Lieutenant General James M. Gavin und W. E. Martin - beide zuständig für Forschung und Entwicklung in der Armee]] Ab September 1942 wurden auch Rauchgashandgranaten mit Nebelstoffen in unterschiedlichen Farben gefertigt. Kurz darauf konnte die Produktion auch auf größere Rauchkanister ausgedehnt werden. Tränengasgranaten und Phosphorgeschosse kamen 1943 dazu. Anfang 1943 ging die erste Testschussanlage für Granaten in Betrieb, und Mitte des Jahres konnte ein größeres Gelände mit Zielen für Testbombenabwürfe eröffnet werden. Zwischen März 1942 und September 1945 wurden trotz mehrerer tödlicher Unfälle auf dem Gelände des Redstone Arsenals mehr als 45,2 Millionen Munitionseinheiten produziert. Mitte 1944 arbeiteten 6.707 Zivilarbeiter auf dem Gelände. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Waffenproduktion eingestellt, und das Gelände diente zeitweise als Zwischenlager für die nie eingesetzten chemischen Waffen, bis deren Vernichtung begonnen werden konnte.

Die Raketen-Ära

Mit dem sogenannten Fred Project, einem Programm zur Entwicklung von Flüssigtreibstoffen zum Antrieb von Raketen, kam der erste Kontakt zur Raketenindustrie zustande. In Florida konnten zwei JB-2-Raketen, ähnlich der deutschen V1-Rakete, erfolgreich getestet werden. Nachdem zwischenzeitlich sogar Autos in den alten Produktionsstätten gefertigt wurden, entschloss sich die US-Armee im Oktober 1948, hier ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Raketen zu errichten. 1949 siedelten sich mehrere Firmen, die Raketentreibstoff entwickelten, hier an. Der erste Auftrag war die Konstruktion eines Raketenmotors für eine panzerbrechende Rakete. 1949 Am 28. Oktober 1949 wurde beschlossen, dass die Gruppe um Dr. Wernher von Braun, die ihre Raketentests in Fort Bliss in Texas durchführte, nach Huntsville verlegt werden sollte. Sie kam im April 1950 an. Während der ersten zehn Jahre beschäftigte sich die Armee nun mit der Entwicklung militärischer Kurz- und Langstreckenraketen. Doch als der Wettlauf ins All begann, wurde auch hier die Weltraumfahrt mehr und mehr unterstützt. Mit der Unterstützung der Raketeneinheit vom Redstone Arsenal gelang es den USA am 31. Januar 1958, mit Explorer 1 ihren ersten Satelliten mit einer Jupiter-C Rakete ins All zu befördern. Am 1. Juli 1960 ging das Redstone Arsenal Weltraumprogramm offiziell mit der Gründung des Marshall Space Flight Centers auf die NASA über. Die US-Armee entwickelte nun nur noch Raketen zu militärischen Einsatzzwecken. Militärische Raketen, die im Redstone Arsenal entwickelt wurden:
- Honest John (Artillerie-Rakete großen Kalibers) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/HONEST_JOHN.html]
- Corporal (Boden-Boden-Rakete auch mit nuklearem Gefechtskopf) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/corporal/welcome.html]
- LaCrosse (Boden-Boden-Rakete auch mit nuklearem Gefechtskopf) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/Lacrosse.html]
- Loki (Boden-Luft-Rakete)
- Major (vorm. Hermes) (Boden-Boden-Rakete)
- Nike (Nike Ajax, Nike Hercules) (Boden-Luft-Rakete) [http://www.redstone.army.mil/history/nikesite/welcome.html]
- Redstone (Boden-Boden-Rakete auch mit nuklearem Gefechtskopf, später auch bei der NASA zur Weltraumfahrt eingesetzt) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/redstone/welcome.html]
- Hawk (Boden-Luft-Rakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/HAWK.html]
- Dart (Panzerabwehrrakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/Dart.html]
- Vanguard
- Sergeant (Boden-Boden-Rakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/sergeant.html]
- LittleJohn (Boden-Boden-Artillerie-Rakete auch mit nuklearem Gefechtskopf) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/LITTLEJOHN.html]
- Jupiter (Boden-Boden-Rakete auch mit nuklearem Gefechtskopf, basierend auf der Redstone) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/jupiter/chapter1.html]
- Redeye (Boden-Luft-Rakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/REDEYE.html]
- Pershing (Boden-Boden-Rakete auch mit nuklearem Gefechtskopf) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/pershing/welcome.html]
- Dragon (Panzerabwehrrakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/Dragon.html]
- Lance (Boden-Boden-Rakete auch mit nuklearem Gefechtskopf) [http://www.redstone.army.mil/history/lance/welcome.html]
- TOW (Panzerabwehrrakete) [http://www.redstone.army.mil/history/tow/welcome.html]
- Patriot (Boden-Luft-Rakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/PATRIOT.html]
- Stinger & Avenger (Boden-Luft-Rakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/STINGER.html]
- Javelin (Panzerabwehrrakete) [http://www.redstone.army.mil/history/systems/JAVELIN.html]

Weblinks


- [http://www.redstone.army.mil/ Homepage des Redstone Arsenals] (englisch)
- [http://www.redstone.army.mil/history/welcome.html Sehr ausführliche Geschichte des Redstone Arsenals] (englisch) Kategorie:Militärische Einrichtung (USA)

Walter Dornberger

Dr. Walter Robert Dornberger (
- 6. September 1895 in Gießen; † 27. Juni 1980 in Obersasbach) war ein Generalmajor der deutschen Wehrmacht und Chef des gesamten deutschen Raketenwaffen-Programms Walter Dornberger schlug direkt nach der Schule eine militärische Laufbahn ein. Im ersten Weltkrieg sammelte er eine Anzahl von Kriegsauszeichnungen. Er wurde in die Reichswehr der Weimarer Republik übernommen und Ende er 1920er Jahre zum Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Berlin abkommandiert. Hier erwarb er sich den akademischen Grad des Diplomingenieurs. wurde,so kam er 1930 als Hauptmann zum Raketenbau, am 24. Juli 1935 wurde er als Major zum Abteilungschef im Heereswaffenamt berufen. 1935 erhielt er die Ehrendoktorwürde der TH Berlin Dornberger förderte den jungen Wernher von Braun. 1936 wird ihm die verantwortliche Leitung der Raketenentwicklung für Heer und Luftwaffe übertragen. Nach der deutschen Kapitulation stellte sich Walter Dornberger, am 12. Mai 1945 gemeinsam mit Wernher von Braun den US-Amerikanern. Doch Walter Dornberger wurde in England festgehalten, er sollte als Kriegverbrecher verurteilt werden. Die USA bemühte sich um seine Freilassung, wurde jedoch bis Juli 1947 in Wales als Kriegsgefangener inhafitiert. Ein Aufseher des Kriegsgefangenenlagers erinnert sich, dass: "...Walter Dornberger war der absolut meist gehaßte Mann im Lager. Er stand sehr oft unter Hausarrest. Tatsächlich haßten ihn sogar seinen eigenen Leute... Nur einmal habe ich ihn unter Bewachung auf dem Aufmarschplatz gesehen. Er ging nie hinaus zu den Bauernhöfen in der Gegend, wie die anderen Gefangenen. Viele Gefangene wollten mit ihm nichts zu tun haben." [http://www.islandfarm.fsnet.co.uk/Generalmajor%20Dr.%20Walter%20Dornberger.htm] 1947 durfte er nach Amerika ausreisen, wo er zwei Jahre als Berater der US-Luftwaffe auf dem Wright-Flugplatz in Ohio tätig war. Danach wechselte er in die Privatwirtschaft zur Bell-Aircraft Company nach Buffalo und war ab 1959 bis zu seiner Pensionierung in der Geschäftsleitung tätig. Insgesamt waren damals unter Dornberger und Wernher von Braun 41 deutsche Raketenforscher in den USA tätig, die mit ihren Familien auch die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielten. 1984 erhielt die US-Raketenstellung in Gießen (ehem. Truppenübungsplatz "Hohe Warte") durch den Oberbürgermeister Goemerd Dornbergers Namen. "Als Bundeskanzler Helmut Schmidt Mitte der Siebzigerjahre eine westliche "Raketenlücke" ausmachte, wurden die neuen Pershing-II und Marschflugkörper in Westeuropa stationiert. Auch unsere Stadt Gießen erlangte 40 Jahre nach der Kriegszerstörung vom 6. Dezember 1944 wieder zentrale militärische Bedeutung. Die ersten Patriot-Raketen in Europa wurden in der Stellung bei der "Hohen Warte" stationiert. Benannt wurde die Raketenstellung nach Walter R. Dornberger, einem NS-Generalmajor und hauptverantwortlichen Leiter von Hitlers Raketenprogramm V1 und V2 in Peenemünde. Tausende KZ-Häftlinge mußten hier Sklavenarbeit leisten."

Werke


- V2 - der Schuß ins All (1952)

Weblinks


- Dornberger, Walter Dornberger, Walter Dornberger, Walter Dornberger, Walter Dornberger, Walter Dornberger, Walter Dornberger, Walter

Sprengkopf

Ein Sprengkopf (auch Gefechtskopf) ist eine Explosivwaffe, die in militärischen Konflikten eingesetzt wird, insbesondere zur Zerstörung gegnerischer Panzerfahrzeuge oder Gebäude. Sprengköpfe, die mit Massenvernichtungswaffen bestückt sind, können jedoch auch Leben auf großen Flächen auslöschen. Üblicherweise wird ein Sprengkopf von einer Rakete oder einem Torpedo ins Ziel getragen. Der konventionelle Sprengkopf selbst besteht im Allgemeinen aus einer Sprengladung und einem Zünder. Im Aufbau unterscheiden sich Sprengköpfe je nach Anwendungszweck stark. Sprengköpfe können Träger von Massenvernichtungswaffen sein, so von
- chemischen Kampfstoffe, z.B. Nervengas, siehe Chemiewaffen
- biologischen Kampfstoffe, z.B. Anthrax, siehe Biowaffen
- Atomwaffen Der Einsatz dieser drei Sprengkopfarten ist durch internationale Abkommen geächtet. Zünderarten sind der Aufschlagzünder, der Abstandszünder (Annäherungszünder), der die Annäherung an ein Ziel misst, um zu zünden, Zeitzünder oder Kombinationen von diesen wie der Abstandszerlegezünder oder der Aufschlagzünder mit Verzögerung.

Siehe auch


- Nuklearwaffen
- Interkontinentalrakete
- MIRV
- Circular Error Probable Kategorie:Explosionswaffe

Kubakrise

Die Kubakrise 1962 wird als der Höhepunkt und gleichzeitig als Wendepunkt in der Geschichte des Kalten Krieges und des Wettrüstens angesehen. Sie war jener Zeitpunkt in der Weltgeschichte, an dem die beiden Supermächte USA und Sowjetunion kurz vor einer nuklearen Eskalation standen. Nie zuvor in der Weltgeschichte war ein Atomkrieg so wahrscheinlich wie zu diesem Zeitpunkt.

Vorgeschichte

Seit dem Beginn des Kalten Krieges war es Ziel beider Supermächte, die für zwei gegensätzliche Wirtschaftssysteme und Ideologien standen, dem jeweiligen Gegner mit immer neuen Waffentechnologien die eigene Überlegenheit zu demonstrieren. Die strategischen Konzepte gingen soweit, dass die Option eines nuklearen Erstschlags nicht ausgeschlossen wurden. Dabei sollte der Gegner durch massiven Einsatz von Kernwaffen innerhalb kürzester Zeit vernichtet werden, so dass die Möglichkeit eines nuklearen Gegenschlags nicht mehr möglich wäre. Konventionelle Waffen eigneten sich nicht zu einer solchen Offensive, da die Feuerkraft nicht ausreichend war den Gegner handlungsunfähig zu machen. Mit der, zu dieser Zeit, verfügbaren Raketentechnologie (siehe Interkontinentalrakete) konnten Ziele in einer Entfernung von 14.000 km vernichtet werden. So wäre es durchaus möglich gewesen, dass Territorium des Gegners, mit Raketen vom heimischen Territorium aus zu erreichen. Die zur Verfügung stehenden Bomberflotten, B-52 bzw. Tu-95 wären zu derartigen Angriffen ebenfalls in der Lage gewesen. Der Nachteil dieser beiden Angriffsmethoden war eine lange Vorwarnzeit und damit die Möglichkeit des Gegners Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Um diese Vorwarnzeiten zu verringern mußten Nuklearraketen möglichst nahe am Territorium des jeweiligen Gegners stationiert werden. Diese Voraussetzungen schufen die USA 1959 mit der Stationierung von nuklearen Mittelstreckenraketen des Typs Jupiter in Italien. Zu diesem Zeitpunkt bestand für die Sowjetunion keine Möglichkeit, eigene nukleare Mittelstreckenraketen in Reichweite des Territoriums der USA zu stationieren. Erst mit der Flucht von Diktator Fulgencio Batista im Januar 1959 aus Kuba und der faktischen Anerkennung des Sieges der Guerilla unter Fidel Castro sah die Sowjetunion eine Möglichkeit diesen taktischen Nachteil auszugleichen. Castro bildete eine Revolutionsregierung, in der verschiedene oppositionelle Gruppen, darunter auch Kommunisten, vertreten waren. Batista war von den USA unterstützt worden. Die neue Regierung, unter Castro, hielt die Beziehung zu den USA aufrecht. Castro bat die USA um ein Darlehen. Diese Bitte wurde von der amerikanischen Regierung unter Eisenhower nicht nur abgelehnt, sondern die USA entschieden sich im März 1959, den Sturz Castros durch Unterstützung der Opposition, durch Terror- und Sabotageakte sowie Mordanschläge zu betreiben. Für die USA kam Castro als Partner nicht in Frage, so dass Castro andere, von den USA unabhängige Handelspartner benötigte. In der UdSSR wurde diese Entwicklung aufmerksam beobachtet. Mit der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen, im Mai 1959, rückte Kuba in die Reichweite sowjetischen Interessen. Kuba sicherte sich einen starken Wirtschaftspartner und hegte die Hoffnung, ein Vorbild für die nationale Unabhängigkeit in Lateinamerika werden zu können. In den USA wurde das allerdings als ein nicht akzeptabler Versuch, den Kommunismus in Süd- und Mittelamerika salonfähig zu machen, betrachtet. Der Export von Erdöl nach Kuba und Importe aller Waren aus Kuba wurden am 19. Oktober 1960 per Dekret der Regierung Dwight D. Eisenhower verboten. Das Politbüro unter Chruschtschow reagierte auf dieses Embargo mit der Zusage wirtschaftlicher und militärischer Unterstützung. Diese Zusagen werden heute als Anlass zur Durchführung der Schweinebuchtinvasion am 17. April 1961 bezeichnet. Die militärische Aktion endete in einem Fiasko für die USA und zeigte deutlich, zu welchen Maßnahmen die USA unter der Regierung Kennedy bereit war Castro zu stürzen. Das Bündnis zwischen der Sowjetunion und Kuba war für beide Staaten vorteilhaft. Die UdSSR konnte ihr taktisches Defizit, die Erreichbarkeit des gegnerischen Territoriums mit Nuklearraketen, gegenüber den USA ausgleichen und Kuba betrachtete die Sowjetunion als wichtigsten Handelspartner und Schutzmacht, die das überleben der Regierung Castro sicherte.

Unmittelbare Vorgeschichte

Von 1959 an stationierten die USA in Italien 30 und in der Türkei 15 Atomraketen die auf die UdSSR gerichtet waren. Im April 1962 wurden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit. Wegen ihrer leichten Angreifbarkeit durch ungeschützte Aufstellung konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden. Im Mai 1962 begann die UdSSR, unter dem Decknamen Operation Anadyr, im Geheimen auf Kuba Atomraketen sowie 40000 Soldaten der Roten Armee zu stationieren, die die Insel vor einer drohende US-amerikanische Invasion schützen sollten. Gleichzeitig konnte die Sowjetunion das militärische Gleichgewicht wieder herstellen, dass mit der Stationierung der Mittelstreckenraketen in Italien und der Türkei zu Gunsten der USA verschoben war. Im August 1962 entdeckte die CIA nach Agentenhinweisen mithilfe des US-Spionageflugzeuges U-2 erstmals in der Provinz Pinar del Río Raketenabschussvorrichtungen.

Die Krise im Oktober 1962

Zur eigentlichen Krise kam es erst im Oktober 1962.

Sonntag, 14. Oktober

US-Präsident John F. Kennedy gibt erneut die Genehmigung für Luftaufnahmen durch die Spionageflugzeuge Lockheed U-2. Lockheed U-2 Lockheed U-2

Montag, 15. Oktober

Auf den ausgewerteten Photos wird der direkte Beweis für die Existenz von Atomraketen erbracht. Es handelt sich um SS-4 Mittelstreckenraketen, die auch Washington erreichen können.

Dienstag, 16. Oktober

John F. Kennedy wird vom Sicherheitsberater McGeorge Bundy informiert, und beruft sofort seinen Beraterstab (Executive Commitee, ExComm) ein. Verschiedene Möglichkeiten der Reaktion werden erörtert, darunter Hinnehmen der Stationierung, diplomatische Lösungsversuche und die militärischen Möglichkeiten der Seeblockade, des Luftangriffes und der Invasion. Alle Beratungen und Ergebnisse werden vor der Öffentlichkeit (und somit auch vor der Sowjetunion) geheim gehalten.

Mittwoch, 17. Oktober

17. Oktober Weitere Luftaufnahmen beweisen die Existenz von mindestens 16, höchstens 32 Raketen (Typ SS-4 und SS-5) mit einer Reichweite von bis zu maximal 4500 km. Diese Raketen hätten die wichtigsten Industriestädte der USA sowie Washington erreichen können, die Vorwarnzeit hätte im Falle eines Angriffs 5 Minuten betragen. Außerdem werden IL-28 Bomber montiert.

Donnerstag, 18. Oktober

Der sowjetische Außenminister Andrej Gromyko ist zu Besuch (schon seit längerem geplant) bei Kennedy. Gromyko beteuerte - wider besseres Wissen - dass die Sowjetunion keine Offensivwaffen auf Kuba stationieren würde. Aber er wiederholte mehrfach die alte sowjetische Forderung, West-Berlin müsse entmilitarisiert werden. Dadurch erhärtete sich die amerikanische Annahme, die Sowjetunion wolle durch ihr Vorgehen auf Kuba die eigene Position in neuen Berlinverhandlungen verbessern. Eine Auffassung, die auch die Westalliierten teilten und die sich als Fehlinterpretation entpuppte.

Samstag, 20. Oktober

Kennedy und die ExComm entscheiden sich zu einer Seeblockade Kubas, trotz Protesten der Hardliner unter Kennedys Beratern, die eine direkte Invasion fordern.

Sonntag, 21. Oktober

Die Regierungen von Kanada, Großbritannien, Frankreich und Westdeutschland werden informiert. Kennedy ruft die Chefs großer Zeitungen an, um eine verfrühte Berichterstattung zu unterbinden.

Montag, 22. Oktober

Einer der wichtigsten Tage der Krise: Die US-Streitkräfte werden in erhöhte Alarmbereitschaft (Defense Condition II) versetzt, weitere US-Soldaten werden zur Vorbereitung einer Invasion nach Florida verlegt, und ca. 200 Schiffe rund um Kuba in Stellung gebracht. In einer Fernsehansprache verkündet Kennedy den Beginn der Seeblockade für den 24. Oktober. Ferner fordert er den sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow zum Abzug der Raketen aus Kuba auf und droht im Falle eines Angriffs mit einem atomaren Gegenschlag. Im Kreml wird das schlimmste befürchtet, womöglich eine Invasion auf Kuba. Zitat Kennedy: „It shall be the policy of this nation to regard any nuclear missile launched from Cuba against any nation in the Western Hemisphere as an attack by the Soviet Union on the United States, requiring a full retaliatory response upon the Soviet Union." ("Es soll die Verfahrensweise dieser Nation sein, jegliche Atomrakete, die von Kuba aus auf irgendeine Nation der westlichen Hemisphäre abgeschossen wird, als einen Angriff der Sowjetunion auf die Vereinigten Staaten zu betrachten, der einen völligen Vergeltungsschlag auf die Sowjetunion erfordert.")

Dienstag, 23. Oktober

Chruschtschow verkündet, die Blockade nicht zu akzeptieren.

Mittwoch, 24. Oktober

Die von John F. Kennedy als "Quarantäne" bezeichnete Seeblockade aus US-amerikanischen Kriegsschiffen beginnt, es kommt zu einer ersten Zuspitzung, wenngleich die amerikanischen Schiffe nicht ohne den Befehl des Präsidenten schießen dürfen, da eine mögliche Eskalation befürchtet wird, sollten die sowjetischen Schiffe versuchen, den Sperrgürtel (mit Radius von 500 Meilen) zu durchbrechen. Doch alle sowjetischen Schiffe drehen ab, nachdem der Radius der Blockade verkleinert wurde, um ihnen mehr Zeit zu geben. Trotzdem ist bei der sowjetischen Regierung keine Bereitschaft zum Einlenken zu erkennen.

Freitag, 26. Oktober

Trotz Blockade geht die Stationierung der Raketen auf Kuba weiter. ExComm debattiert über militärische Schritte. Die Hardliner plädieren für Luftschläge und - falls nötig - eine Invasion. Kennedy erreicht ein Schreiben von Chruschtschow, in dem dieser anbietet, die Raketen von Kuba abzuziehen, falls eine Invasion von Kuba durch die Amerikaner ausgeschlossen werden würde. Dies wird ihm von Kennedy zugesichert.

Samstag, 27. Oktober

27. Oktober Der "schwarze Samstag". Morgens wird in den USA ein Test einer Trägerrakete durchgeführt, über den das ExComm nicht informiert war. Ein US-amerikanisches Aufklärungsflugzeug, von Major Rudolph Anderson, wird über Kuba abgeschossen wobei der Pilot getötet wird. Er sollte der einzige Tote in der Krise sein. Der dritte Weltkrieg schien unmittelbar bevorzustehen. Jeder rechnete binnen weniger Stunden mit einem Gegenschlag. Kennedy erklärt sich noch einmal zu weiteren Verhandlungen bereit. Er teilt der Sowjetunion mit, dass er auch einem Abzug der in der Türkei stationierten US-amerikanischen Raketen zustimmen würde, wie es bereits im zweiten - schon förmlicheren - Schreiben der Sowjetunion gefordert worden war. Diese Möglichkeit hält er vor den meisten Mitgliedern des ExComm, die mehrheitlich einen Krieg fordern, geheim. Im Hintergrund findet ein Geheimtreffen zwischen Robert "Bobby" Kennedy und dem Sowjetbotschafter Dobrynin statt.

Sonntag, 28. Oktober

Die Geheimdiplomatie ist erfolgreich. Chruschtschow lenkt ein und erklärt sich bereit, die Raketen zu entfernen. Im Gegenzug erklärt die USA: keine Invasion auf Kuba und - was nicht öffentlich werden darf - Abbau der Raketen in der Türkei. Der Rückzug der sowjet. Raketen wird über Radio Moskau von Chruschtschow bekanntgegeben. Die Krise ist beendet.

Folgen der Krise

Die beiden Staaten haben sich folgende Bedingungen auferlegt: Die Sowjetunion zieht ihre Raketen aus Kuba ab. Dagegen erklären die USA, keine weitere militärische Invasion Kubas zu unternehmen, und ziehen ihrerseits die US-amerikanischen Raketen aus der Türkei zurück. Der Abzug aus der Türkei findet etwas später und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Gründe der USA dafür sind erstens, die NATO-Partner nicht zu brüskieren und zweitens, innerhalb der USA einen Propagandaeffekt erzielen und sich selbst als Sieger der Krise darstellen zu können. Die Kubakrise verdeutlichte ganz klar die Gefahr einer nuklearen Auseinandersetzung zwischen den beiden großen Supermächten des Kalten Krieges. Sie hatte zur Folge, dass beide Länder über Möglichkeiten zur Krisenbewältigung nachdachten. Es wurde ein so genannter Heißer Draht zwischen Washington und Moskau eingerichtet. Auf diese Weise sollte in einer Krisensituation sofortige Verhandlungen möglich sein, sodaß eine Eskalation abgewendet werden kann. Allerdings kam der Heiße Draht nie zum Einsatz; selbst bei den zahlreichen Störfällen, die ebenfalls beinahe zu einem Atomkrieg zwischen den Blöcken geführt hätten. Es gab später auch keinen direkten Konflikt mehr zwischen den Supermächten, dafür wurden aber in anderen Ländern weiterhin sogenannte Stellvertreterkriege geführt. Außerdem wurden in verschiedenen Abkommen eine gegenseitige Rüstungskontrolle und Atomwaffensperrverträge festgeschrieben. Trotz dieser Fortschritte wurde das Wettrüsten nach der Kubakrise noch angeheizt. Auf sowjetischer Seite war man bestrebt, den Rückstand hinsichtlich der Anzahl von Interkontinentalraketen auszugleichen, was auch 1968 mit der Herstellung des strategischen Mächtegleichgewichts gelang. Auf amerikanischer Seite überwog bei den Regierungsberatern die Auffassung, die USA seien aus der Krise gestärkt hervorgegangen. Sprichwörtlich wurde der Ausspruch Dean Rusks: „Wir standen uns Auge in Auge gegenüber, und ich glaube, der andere hat geblinzelt.“ Das ist ein Ausdruck der amerikanischen Überzeugung, dass eine Entschlossenheit und eine harte Handhabung eines Konfliktes zu einem Erfolg für die USA führt. In dem Ausgang der Kubakrise sahen viele Amerikaner eine Bestätigung dafür. Daß diese Haltung auch beinahe zu einem Atomkrieg geführt hätte, wurde dabei außer Acht gelassen. Nicht zuletzt deswegen wird angenommen, dass die unnachgiebige Haltung der USA während des Vietnamkriegs eine indirekte Folge des Ausgangs der Kubakrise war. Mit den Ereignissen der Kubakrise befasst sich das Buch „Thirteen Days“ von John F. Kennedys Bruder Robert, sowie der darauf basierende, gleichnamige Film Thirteen Days.

Zitate


- „Das ist so als würden die Sowjets Raketen in Mexiko aufstellen, oder in Kuba“ -- D. Eisenhower, 1959, anlässlich der Aufstellung amerikanischer Atomraketen in der Türkei
- „Man sollte die Amerikaner spüren lassen, wie es ist, von feindlichen Nuklearbasen umgeben zu sein“ -- Chruschtschow im Mai 1962 zu seinen engsten Vertrauten angesichts der in der Türkei und Italien stationierten US-Atomraketen
- „Die beiden mächtigsten Nationen der Welt waren zum Kampf gegeneinander angetreten, jede mit dem Finger auf dem Knopf. Man hatte gedacht, dass ein Krieg unvermeidlich war. ... Doch die Episode endete mit einem Triumph des gesunden Menschenverstandes.“ -- aus Chruschtschows Autobiografie „Chruschtschow erinnert sich“
- „Es ist ganz natürlich, dass, wenn sie dir einen Schlag versetzen, eine physische Abwehr von deiner Seite kommen muss. ... Man weiß, dass der gewinnt, der zuerst losschießt.“ -- der sowjetische U-Boot-Kommandant Nikolaj Schumkow
- „Zurückhaltung? Warum ist es ihnen so wichtig, den Russen das Leben zu retten? ... Wenn bei Kriegsende zwei Amerikaner und ein Russe am Leben bleiben, dann haben wir gewonnen.“ -- General Thomas Power, US Befehlshaber, strategisches Bomberkommando
- „Wir standen so nah am nuklearen Abgrund. Und verhinderten den atomaren Schlagabtausch nicht etwa durch ein gekonntes Management, sondern durch schieres Glück. Keiner von uns begriff damals wirklich, wie nah wir am Rand der Katastrophe standen.“ -- Robert McNamara, Verteidigungsminister zur Zeit der Krise
- „Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende“ -- John F. Kennedy, Präsident der USA zur Zeit der Krise

weitere Informationen

siehe auch
- Wassili Alexandrowitsch Archipow

Literatur


- Bernd Greiner. „Kuba-Krise, 13 Tage im Oktober: Analysen, Dokumente, Zeitzeugen“, Hamburg 1988
- Christof Münger. „Kennedy, die Berliner Mauer und die Kubakrise. Die westliche Allianz in der Zerreißprobe 1961-1963“, Paderborn 2003
- Aleksandr Fursenko et al. „One hell of a gamble: Krushchev, Kenndy and Castro 1958-1962“, New York 2000

Film


- "Thirteen Days", USA 2000. Regie: Roger Donaldson, in den Hauptrollen Kevin Kostner, Bruce Greenwood und Seven Culp. Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Robert Kennedy.
- "The Cuban Missile Crisis", USA 2000. Interviews und Hintergrundinformationen.
- The Fog of War: Eleven Lessons from the Life of Robert S. McNamara
- [http://www.hpol.org/jfk/cuban/ Tapes of debates between JFK and his advisors during the crisis]

Weblinks


- [http://www2.gwu.edu/~nsarchiv/nsa/cuba_mis_cri/index.htm National Security Archive] - Freigegebenes Geheimmaterial
- [http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,2016564,00.html] - ZDF Infoseite zur Kubakrise
- [http://www.kuba-krise.de] - Allgemeine Informationen zur Kubakrise
- [http://www.peterhall.de/cuba62/cuba1.html] - militärische Aspekte der Kubakrise
- [http://www.geschi.de/artikel/kubakrise.shtml] - der Ablauf der Krise, detaillierter als in diesem Artikel
- [http://mitglied.lycos.de/wikipedia/public/stuff/Die%20Kubakrise.zip Gründe der Stationierung] - Referat, etwa 7min über die Gründe der Stationierung von Raketen auf Kuba Kategorie:1962 Kategorie:Kalter Krieg Kategorie:politische Krise Kategorie:Kubanische Geschichte ja:キューバミサイル危機

1953

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Philipp Etter wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Sowjetunion gibt der Volksrepublik China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück
- 1. Januar: Die DDR erklärt das neue Jahr offiziell zum Karl-Marx-Jahr
- 1. Januar: Ausrufung der Republik Malediven
- 30. Januar: Spanien wird Mitglied in der UNESCO
- 1. März: Sendebeginn von Radio Liberty (damals: Radio Liberation)
- 6. März: Erster Staatsbesuch des Kanzlers Konrad Adenauer in den USA
- 9. März: In Moskau wird der verstorbene Staatschef Josef Stalin an der Seite von Staatsgründer Lenin im Beisein von etwa 1,5 Millionen Menschen beigesetzt
- 18. März: Der Deutsche Bundestag in Bonn verabschiedet das deutsch-israelische Wiedergutmachungsabkommen
- 1. Mai: Nepal wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Mai: Die Deutsche Welle nimmt ihren Sendebetrieb auf
- 7. Mai: Vorzeitige Haftentlassung für den ehemaligen Heeresgruppenkommandeur Erich von Manstein
- 2. Juni: Krönung von Königin Elisabeth, der Zweiten in der Westminster Abbey
- 14. Juni: In Kolumbien wird Präsident Laureano Gómez Castro von einer Militärjunta gestürzt
- 17. Juni: Volksaufstand in der DDR
- 19. Juni: Die deutschstämmigen Ethel und Julius Rosenberg werden wegen Atomspionage in den USA hingerichtet
- 27. Juni: Libysch-Arabische Dschamahirija wird Mitglied in der UNESCO
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland hebt den Visumzwang für einreisende Besucher aus Mitgliedsstaaten des Europarates auf
- 7. Juli: Chile wird Mitglied in der UNESCO
- 26. Juli: Kuba. Eine Guerillatruppe unter der Führung des Rechtsanwalts Fidel Castro unternimmt einen (fehlgeschlagenen) Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago de Cuba
- 27. Juli: Ende des Koreakriegs
- 1. August: Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung
- 17. August: Gründungstreffen von Narcotics Anonymous (Selbsthilfegemeinschaft für Drogensüchtige) in Los Angeles, USA
- 21. August: Malediven. Wiederherstellung des Sultanats
- 6. September: Afghanistan. Mohammad Daud („Roter Prinz“) wird Premierminister
- 14. Oktober: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden wird kein Visum mehr benötigt
- Kurt Sieveking löst mit dem Hamburg Block, einem Wahlbündnis von CDU, FDP und Deutscher Partei die Regierung von Max Brauer ab und wird neuer Erster Bürgermeister

Wirtschaft


- 2. Januar: Volkswagen senkt die Preise für den VW Käfer von 4.400 DM auf 4.200 DM
- 1. März: Gründung von Burson-Marsteller, heute eine der weltweit größten Agenturen für Public Relations
- 17. Dezember: Die Kokerei Hassel, Deutschlands erster Kokereineubau nach dem Krieg, wird in Betrieb genommen

Wissenschaft und Technik


- Eugene Aserinsky und Nathaniel Kleitman entdecken an der University of Chicago den REM-Schlaf
- 25. April: Francis Crick und James Watson veröffentlichen ihre Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA in Nature 171 unter dem Titel Molecular Structure of Nucleic Acids: A Structure for Deoxyribose Nucleic Acid
- 12. August: Die Sowjetunion zieht mit der Zündung einer Wasserstoffbombe im Rüstungswettlauf mit den USA gleich

Kultur


- 3. Januar: Uraufführung des Theaterstücks En attendant Godot (Warten auf Godot) von Samuel Beckett in Paris
- 19. Januar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein im Shubert Theater in New Haven
- 25. Februar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein in New York
- 9. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Vereinigte Staaten von Amerika
- 4. Mai: Uraufführung der Oper Irmelin von Frederick Delius im New Theatre in Oxford
- 7. Mai: Uraufführung des Musicals Can-Can von Cole Porter im Schubert Theater in New York
- 25. Mai: Uraufführung der Oper The Harpies von Marc Blitzstein in New York
- 26. Mai Auf dem vom Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) organisierten Köner 'Neuen Musikfest werden erstmals Kompositionen von Robert Beyer und Herbert Eimert präsentiert, die im 1952 gegründeten Studio für elektronische Musik in Köln entstanden sind
- 23. Juni: Uraufführung der Oper Die Dekabristen von Juri Alexandrowitsch Schaporin am Bolschoi-Theater in Moskau
- 17. August: Uraufführung der Oper Der Prozeß von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen
- 25. Dezember: Uraufführung der Oper Sevil von Fikrät Ämirov in Baku
- Nikolaus Harnoncourt gründet gemeinsam mit seiner Frau Alice Harnoncourt das Ensemble Concentus Musicus Wien
- Der Malteserorden und der Caritasverband gründen den Malteser Hilfsdienst

Katastrophen


- 5. Januar: Nutt's Corner, Belfast, Irland. Nach einem planmäßigen Flug von Northolt stürzte eine Vickers Viking neben der Landebahn ab. 30 Menschen starben, 9 überlebten das Unglück
- 1. Februar: Hollandsturmflut in den Niederlanden (Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde). 1482 Menschen kommen ums Leben
- 3. März: Auf einem Überführungsflug verunglückte eine Comet der Canadian Pacific beim Start in Karatschi. Alle 11 Insassen kamen ums Leben. Dies war der erste tödliche Unfall eines Passagier-Jets
- 18. März: Ein Erdbeben in der Westtürkei tötet 250 Menschen
- 2. Mai: Kalkutta, Indien. Eine Comet der BOAC zerbrach in der Luft, während eines starken Monsunregens, 14 Minuten nach dem Start vom Flughafen Kalkutta. Alle 43 Personen starben
- 18. Juni: Tokio, Japan. Eine C-124 der U.S. Air Force verunglückte. 129 Personen starben
- 14. Oktober: Frankfurt am Main, Deutschland. Ein Flugzeug verliert Treibstoff während des Starts und verunglückt. Alle 44 Menschen an Bord sterben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Die International DN Ice Yacht Racing Association (IDNIYRA) wird gegründet
- 29. Mai: Erstbesteigung des 8.844 m hohen Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay
- 3. Juli: Erstbesteigung des Nanga Parbat, den neunthöchsten Berges der Erde durch Hermann Buhl

Sonstiges


- 27. Oktober: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Wiederau wird gesprengt

Geboren


- 5. Januar: George Tenet, Direktor der CIA
- 6. Januar: Malcolm Young, australischer Musiker
- 6. Januar: Manfred Kaltz, deutscher Fußballspieler und Nationalspieler
- 6. Januar: Thomas Mirow, deutscher Politiker
- 7. Januar: Dieter-Lebrecht Koch, deutscher Europaabgeordneter
- 7. Januar: Dieter Hoeneß, Profi-Fußballer und Manager von Hertha BSC Berlin
- 7. Januar: Robert Longo, US-amerikanischer Künstler
- 9. Januar: Danny Morrison, nordirischer Journalist und Schriftsteller
- 10. Januar: Guido Kratschmer, deutscher Leichtathlet
- 10. Januar: Pat Benatar, US-amerikanische Rock-Sängerin
- 12. Januar: Friedrich Ostendorff, deutscher Politiker und MdB
- 14. Januar: Wolfgang Böck, österreichischer Schauspieler
- 15. Januar: Kent Hovind, US-amerikanischer Kreationist
- 16. Januar: Reinhard Jirgl, deutsche Schriftsteller
- 16. Januar: Reinhard Göhner, deutscher Politiker
- 19. Januar: Jürgen Gelsdorf, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 19. Januar: Holger Rupprecht, Bildungsminister von Brandenburg
- 20. Januar: Marita Breuer, deutsche Schauspielerin
- 20. Januar: Hermann-Josef Arentz, deutscher Politiker und MdL
- 21. Januar: Paul Allen, Unternehmer
- 22. Januar: Winfried Berkemeier, deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Myung-Whun Chung, südkoreanischer Dirigent und Pianist
- 22. Januar: Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 23. Januar: Antonio Villaraigosa, Bürgermeister Los Angeles, USA
- 23. Januar: Alister McGrath, Professor für historische Theologie in Oxford
- 24. Januar: Ulrich Holbein, deutscher Schriftsteller
- 26. Januar: Reinhard Bütikofer, deutscher Politiker
- 26. Januar: Robertas Sutkus, litauischer Schach-Großmeister im Fernschach
- 26. Januar: Anders Fogh Rasmussen, Ministerpräsident von Dänemark
- 26. Januar: Lucinda Williams, US-amerikanische Sängerin und Liedtexterin
- 28. Januar: Chris Carter (Musiker), Gründungsmitglied des Musikprojektes Throbbing Gristle
- 31. Januar: Andreas Lukoschik, deutscher Fernsehmoderator, Schauspieler und Autor
- 31. Januar: Gertrude Lübbe-Wolff, Richterin am Bundesverfassungsgericht
- 1. Februar: Jerzy Potz, polnischer Eishockeyspieler und -trainer († 2000)
- 2. Februar: Louis Sclavis, französischer Klarinettist, Saxophonist, Komponist und Bandleader
- 2. Februar: Wolfgang Wahlster, Informatiker
- 3. Februar: Ferdinand Schmatz, österreichischer Schriftsteller
- 4. Februar: Ulrike Längle, österreichische Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin
- 5. Februar: Gerhard Oppitz, deutscher Pianist
- 5. Februar: Xaver Paul Thoma, Komponist für Neue Musik
- 8. Februar: Donnie Munro, schottischer Musiker
- 8. Februar: Mary Steenburgen, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. Februar: John Shirley, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 11. Februar: Jeb Bush, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Florida
- 14. Februar: Hans Krankl, Fußballer, Sänger
- 16. Februar: Roberta Williams, Designerin für Computerspiele
- 17. Februar: Alexandra Dinges-Dierig, deutsche Politikerin
- 19. Februar: Barbara Schnitzler, deutsche Schauspielerin
- 20. Februar: Riccardo Chailly, italienenischer Dirigent
- 21. Februar: Dagmar Roth-Behrendt, deutsche Politikerin und Mitglied des EU-Parlaments
- 21. Februar: Christine Ebersole, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 21. Februar: William Petersen, US-amerikanischer Schauspieler und Produzent
- 22. Februar: Evelyn Kaufer, deutsche Leichtathletin
- 25. Februar: Martin Kippenberger, deutscher Maler und Installationskünstler († 1997)
- 25. Februar: José María Aznar, spanischer Politiker, Ministerpräsident
- 28. Februar: Gabriele Hiller-Ohm, deutsche Politikerin
- 28. Februar: Falko Daim, österreichischer Archäologe
- 28. Februar: Franz Voves, österreichischer Politiker
- 28. Februar: Paul Krugman, US-amerikanischer Ökonom und Schriftsteller
- 1. März: Rolf Danneberg, deutscher Leichtathlet
- 1. März: Klaus Wanninger, Schriftsteller und Theologe
- 2. März: Petra Wernicke, deutsche Politikerin
- 3. März: Zico, brasilianischer Fußballspieler; Trainer der japanischen Fußball-Nationalmannschaft
- 3. März: Dagmar Freitag, deutsche Politikerin und MdB
- 3. März: Josef Winkler (Autor), österreichischer Schriftsteller
- 4. März: Lothar Kremershof, Eishockeyspieler († 2003)
- 5. März: Gardi Hutter, deutschSchweizer Schauspielerin und Autorin
- 5. März: Richard Sanderson, Sänger
- 6. März: Wolfgang Grams, Terrorist der Roten Armee Fraktion (RAF) († 1993)
- 7. März: Siw Inger, schwedische Sängerin
- 9. März: Horst Rasch, deutscher Politiker
- 9. März: Anna Henkel-Grönemeyer, Schauspielerin († 1998)
- 10. März: Paul Haggis, kanadischer Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur
- 10. März: Cho Hun Hyeon, südkoreanischer Go-Profi
- 10. März: Ronnie Earl, US-amerikanischer Blues-Gitarrist
- 11. März: Willi Winter, Kabarettist
- 12. März: Alwin Fitting, deutscher Arbeitnehmervertreter der RWE Power AG
- 12. März: Jürgen Fritz, deutscher Keyboarder
- 12. März: Ron Jeremy, US-amerikanischen Pornodarsteller
- 15. März: Kumba Ialá, demokratisch gewählter Präsident von Guinea-Bissau
- 15. März: Karl Heinrich Wüthrich, Schweizer Jurist
- 16. März: Rainer Knaak, deutscher Schachspieler
- 16. März: Richard Stallman, Gründer des GNU-Projektes
- 18. März: Harald Schartau, deutscher Politiker
- 19. März: Hans Rinn, ehemaliger deutscher Rennrodler
- 24. März: Mathias Richling, deutscher Kabarettist, Autor und Schauspieler
- 26. März: René Weller, ehemaliger deutscher Boxer
- 26. März: Tatjana Prowidochina, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 27. März: Annemarie Moser-Pröll, österreichische Skiläuferin
- 28. März: Melchior Ndadaye, burundischer Politiker († 1993)
- 29. März: Joergen Emborg, dänischer Jazzpianist und -Komponist
- 29. März: Georg Klein, deutscher Schriftsteller
- 29. März: Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie und Mitglied im Nationalen Ethikrat
- 29. März: Margit Weihnert, sächsische Politikerin und Diplomagrarpädagogin
- 1. April: Barry Sonnenfeld, US-amerikanischer Kameramann und Filmregisseur
- 6. April: Patrick Doyle, britischer Komponist
- 6. April: Christopher Franke, Pionier der Elektronischen Musik
- 8. April: Heinrich Meier (Philosoph), deutscher Philosoph
- 10. April: David Moorcroft, britischer Leichtathlet
- 10. April: Heiner Lauterbach, deutscher Schauspieler
- 11. April: Andrew Wiles, britischer Mathematiker
- 11. April: Elvira Possekel, deutsche Leichtathletin
- 11. April: Guy Verhofstadt, Premierminister Belgiens
- 12. April: Reinhard Gerer, österreichischer Koch
- 14. April: Matthias Frings, Journalist, Fernsehmoderator und Schriftsteller
- 17. April: Frithjof Schmidt, deutscher Europaabgeordneter
- 19. April: Sara Simeoni, ehemalige italienische Leichtathletin
- 20. April: Marie-Luise Dött, Politikerin und MdB
- 22. April: Thommie Bayer, deutscher Schriftsteller, Musiker und Maler
- 25. April: Giorgio Battistelli, italienischer Avantgarde-Komponist
- 25. April: Jakob Paul Gillmann, Schweizer Schriftsteller und Vermessungsingenieur
- 28. April: Kim Gordon, Bassistin, Sängerin, Gitarristin
- 28. April: Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller († 2003)
- 29. April: Karin Jöns, deutsche Europaabgeordnete
- 29. April: Jan A. P. Kaczmarek, polnischer Komponist
- 30. April: Merrill Osmond, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1. Mai: Detlev Samland, deutscher Politiker
- 2. Mai: Waleri Abissalowitsch Gergijew, russischer Dirigent
- 2. Mai: Domitien Ndayizeye, Staatspräsident von Burundi seit 2003
- 5. Mai: Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG
- 6. Mai: Tony Blair, britischer Politiker und Premierminister
- 6. Mai: Paul Rübig, österreichischer Politiker
- 6. Mai: Graeme Souness, schottischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 8. Mai: Alex Van Halen, Schlagzeuger und Perkussionist
- 9. Mai: Johannes Singhammer, deutscher Politiker
- 10. Mai: Silke Stokar von Neuforn, deutsche Politikerin
- 10. Mai: Ralf Rothmann, deutscher Schriftsteller
- 11. Mai: Helma Orosz, deutsche Politikerin
- 11. Mai: Thomas Middelhoff, Vorsitzender des Vorstandes der Bertelsmann AG
- 14. Mai: Norodom Sihamoni, König von Kambodscha
- 15. Mai: Mike Oldfield, Multi-Instrumentalist und Komponist
- 15. Mai: Jacques Cornu, Schweizer Motorrad-Strassenrennfahrer
- 16. Mai: Pierce Brosnan, irischer Schauspieler
- 16. Mai: Kitanoumi Toshimitsu, japanischer Sumo-ringer und der 55. Yokozuna
- 17. Mai: Rolf Gnadl, deutscher Politiker, seit 1992 Landrat des Wetteraukreises
- 18. Mai: Renée Schröder, Biochemikerin
- 20. Mai: Roland Gerber, deutscher Fußballspieler
- 20. Mai: Dick Decloe, kanadischer Eishockeyspieler
- 22. Mai: Doris Barnett, deutsche Politikerin, MdB
- 22. Mai: Helmut Holter, deutscher Politiker
- 22. Mai: Bum-Kun Cha, südkoreanischer Fußball-Nationalspieler
- 24. Mai: Nell Campbell, australische Schauspielerin und Sängerin
- 24. Mai: Alfred Molina, britischer Schauspieler
- 25. Mai: Daniel Passarella, argentinischer Fußballer
- 25. Mai: Gaetano Scirea, Fußballspieler († 1989)
- 29. Mai: Danny Elfman, US-amerikanischer Film-Musikkomponist
- 30. Mai: Eduard Stapel, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD)
- 31. Mai: Bruno Frick, Schweizer Politiker der (CVP)
- 1. Juni: Caspar Memering, deutscher Fußballspieler
- 2. Juni: Cornel West, Intellektueller afro-amerikanischer Herkunft
- 3. Juni: Martin Bartenstein, Unternehmer, Minister
- 8. Juni: Bonnie Tyler, walisische Sängerin
- 10. Juni: John Edwards (USA), US-amerikanischer Politiker, Senator von North Carolina
- 11. Juni: Wera Jakowlewna Komissowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 13. Juni: Tim Allen, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Juni: Antonia Rados, österreichische Fernsehjournalistin
- 16. Juni: Malcom Mortimore, Musiker
- 20. Juni: Ulrich Mühe, deutscher Schauspieler
- 21. Juni: Benazir Bhutto, Regierungschefin von Pakistan
- 21. Juni: Gabor Gergely, ungarischer Tischtennisspieler
- 22. Juni: Cyndi Lauper, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 23. Juni: Nicola Calipari, Mitarbeiter des italienischen Auslandsgeheimdiensts SISMI († 2005)
- 25. Juni: Udo Samel, deutscher Schauspieler
- 25. Juni: Patrick Roth, deutscher Schriftsteller und Regisseur
- 26. Juni: Paul Simonon, englischer Punk-Musiker von The Clash
- 26. Juni: Magnus F. Andersson, schwedischer Komponist und Posaunist
- 27. Juni: Hans Reckers, ehem. Präsident der LZB Hessen
- 1. Juli: Jadranka Kosor, kroatische Politikerin und Journalistin
- 1. Juli: Peter Baumgartner, Professor für Wirtschaftspädagogik
- 5. Juli: Jörg Tauss, deutscher Politiker und MdB
- 13. Juli: Johnny Clegg, britischer Gitarrist, Sänger, Tänzer und Komponist
- 14. Juli: Bebe Buell, eine amerikanische Musikerin und ein ehemaliges Fotomodell
- 15. Juli: John Denham (Politiker), britischer Parlamentarier
- 15. Juli: Jean-Bertrand Aristide, ehemaliger Staatspräsident Haitis
- 16. Juli: Andrea Wolfmayr, österreichische Schriftstellerin und Politikerin
- 17. Juli: Robin Merrill, englischer Sänger, Filmschauspieler, Fernsehmoderator
- 18. Juli: Bernhard Koloczek, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 20. Juli: Thomas L. Friedman, US-amerikanischer Journalist
- 21. Juli: Thomas Emmrich, Bekanntester Tennisspieler der DDR
- 21. Juli: Harald Nickel, deutscher Fußballspieler
- 22. Juli: Peter Ehmke, deutscher Fußballspieler
- 23. Juli: Matthias Brücken, deutscher Fußballspieler
- 24. Juli: Ute Berg, deutsche Politikerin, MdB
- 24. Juli: Jon Faddis, US-amerikanischer Jazztrompeter, Bandleader und Komponist
- 26. Juli: Felix Magath, deutscher Fußballtrainer und -spieler
- 27. Juli: Christoph Kotanko, österreichischer Journalist
- 28. Juli: Krista Sager, deutsche Politikerin
- 29. Juli: Geddy Lee, kanadischer Musiker
- 29. Juli: Teresa Orlowski, Produzentin von Pornografie und ehemalige Pornodarstellerin
- 29. Juli: Ken Burns, US-amerikanischer Regisseur
- 30. Juli: Heribert Prantl, deutscher Journalist
- 31. Juli: James Read, US-amerikanischer Schauspieler
- 2. August: Peter-Michael Kolbe, deutscher Ruderer
- 6. August: Monica Morell, Schweizer Schlagersängerin
- 8. August: Nigel Mansell, britischer Rennfahrer
- 8. August: Rolf Beilschmidt, deutscher Leichtathlet
- 8. August: Grégoire Solotareff, französischer Autor und Illustrator von Kinderbüchern
- 9. August: Carl-Ludwig Thiele, deutscher Politiker
- 9. August: Robert Cray, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger
- 11. August: Wolfgang Hohlbein, deutscher Schriftsteller
- 11. August: Hulk Hogan, Profi-Wrestler und Schauspieler
- 12. August: Carlos Mesa, bolivianischer Politiker
- 12. August: Franz Posch, österreichischer Volksmusiker
- 13. August: Jimmy McCulloch, britischer Musiker († 1979)
- 13. August: Carla Bodendorf, deutsche Leichtathletin
- 14. August: Ulla Meinecke, Vertreterin des deutschsprachigen Chansons
- 15. August: Mark Thatcher, britischer Unternehmer
- 15. August: Joaquin Montanes, Fußballspieler
- 17. August: Herta Müller, deutsche Schriftstellerin
- 17. August: Manfred Kolbe, deutscher Politiker und MdB
- 19. August: Nanni Moretti, italienischer Regisseur, Produzent und Schauspieler
- 24. August: Elfi Zinn, deutsche Leichtathletin
- 24. August: Sascha Anderson, deutscher Lyriker und Prosaautor
- 26. August: Paolo Di Lauro, Anführer der italienischen Camorra
- 27. August: Gabriele Haefs, eine deutsche literarische Übersetzerin
- 27. August: Alex Lifeson, kanadischer Musiker
- 27. August: Willy de Ville, Rockmusiker, Bluesmusiker
- 28. August: Ditmar Jakobs, deutscher Fußballspieler
- 30. August: Werner Schnappauf, bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- 1. September: Ahmad Schah Massoud, Mujaheddin-Kämpfer Afghanistans († 2001)
- 2. September: Gerhard Thiele, deutscher Astronaut
- 2. September: John Zorn, US-amerikanischer Komponist und Bandleader
- 3. September: Jean-Pierre Jeunet, französischer Regisseur
- 4. September: Fatih Terim, türkischer Fußballspieler und Trainer
- 6. September: Herwig Mitteregger, Schlagzeuger und Sänger
- 10. September: Amy Irving, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. September: Günther Krause, deutscher Politiker
- 14. September: Uli Becker (Schriftsteller), deutscher Schriftsteller
- 17. September: Lale Akgün, deutsche Politikerin
- 19. September: Grażyna Szapołowska, Schauspielerin
- 20. September: Joachim Unseld, deutscher Verleger
- 20. September: Renato Curi, italienischer Fußballspieler († 1977)
- 20. September: Ricardo Moar, spanischer Fußball-Funktionär
- 21. September: Reinhard Marx, Bischof
- 22. September: Ségolène Royal, französische Politikerin
- 23. September: Vera Dominke, deutsche Politikerin und MdB
- 27. September: Claudio Gentile, italienischer Fußballer und Trainer
- 28. September: Gerold Reichenbach, deutscher Politiker, sowie MdB
- 28. September: Otmar Hasler, Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein
- 30. September: Deborah Allen, US-amerikanische Country-Musikerin
- 1. Oktober: Klaus Wowereit, deutscher Politiker, Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1. Oktober: Grete Waitz, norwegische Leichtathletin und Sportlegende
- 4. Oktober: Birgit Fischer (Politikerin), deutsche Politikerin und MdB
- 4. Oktober: Andreas Vollenweider, Schweizer Musiker und Komponist
- 7. Oktober: Ronald Worm, deutscher Fußballspieler
- 7. Oktober: Tico Torres, Schlagzeuger der Rockband Bon Jovi
- 9. Oktober: Helmut Roleder, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 9. Oktober: Tony Shalhoub, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Oktober: Midge Ure, Rock-Gitarrist, Sänger und Songschreiber
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