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RepublikanerUnter dem Begriff Republikaner versteht man
- einen Anhänger der Staatsform der Republik als Gegensatz zu Monarchist
- die US-amerikanische Republikanische Partei (engl. republicans, auch Grand Old Party, abgekürzt GOP)
- die deutsche Partei Die Republikaner
- zumeist katholische Anhänger der irischen und/oder nordirischen Unabhängigkeit von Großbritannien, siehe Republikaner (Irland)
- bis 1828 der Name der Demokratischen Partei in den USA
Republik
Die Republik (über franz. république von lat. res publica »öffentliche Angelegenheit«, ursprünglich »Kriegskasse«) ist eine Staatsform, in der das Staatsoberhaupt gewählt wird, im Gegensatz zur Monarchie also nicht durch Erbfolge auf den Kreis der Familie des Monarchen beschränkt ist. Die Wahl kann direkt durch das Volk (zum Beispiel in Österreich oder Frankreich) oder durch Repräsentanten(Vertreter) des Volkes (zum Beispiel in Deutschland oder den USA) erfolgen. Die Wahl muss nicht demokratisch sein.
Die Idee der Republik besteht also wesentlich darin, Macht zur Vereitelung von Missbrauch zu teilen und zu begrenzen sowie sie jenen in die Hände zu geben, die Gewähr dafür bieten, dass politische Entscheidungen nicht von einer kleinen Gruppe (Königsfamilie, Junta, Partei etc.)
ausgeübt werden, sondern dass diese das Resultat einer politischen Führung sind, welche zumindest theoretisch den öffentlichen Konsens vertritt. Es muss hierbei deutlich gesagt werden, dass dies nur theoretisch der Fall ist, da oftmals bestimmte Teile der Gesellschaft über bzw. unterrepräsentiert sind.
Republikbegriffe
Wird die Regierung durch eine privilegierte Minderheit gewählt, wird die Staatsform aristokratische Republik bzw. Adelsrepublik genannt. Beispiele waren der polnisch-litauische Staat im 16. Jahrhundert und die Republik Venedig.
In Deutschland war der Begriff Freistaat lange als Synonym für Republik gebräuchlich. Die Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen führen dieses Wort noch als Namensbestandteil.
In der Geschichte gab es (z.B. in der Räterepublik) Versuche, die Staatsform Republik mit einem basisdemokratischen Regierungssystem zu verbinden. In der Regel haben heutige Republiken jedoch ein repräsentatives demokratisches Regierungssystem.
In Russland bezeichnet man mit Republik diejenigen Gliedstaaten, die ein höchstmögliches Maß an Autonomie genießen (siehe auch: Verwaltungsgliederung Russlands).
Entstehung
Die Republik als politisches Konzept zur Lenkung des Gemeinwesens und als Bezeichnung desselben tauchten erstmalig mit der antiken römischen Republik auf. Ihre Entstehung hat die Republik im wesentlichen dem auch heutzutage noch zu beobachtenden Phänomen zu verdanken, daß große oder gar uneingeschränkte Macht in den Händen eines einzelnen nicht selten zum Zweck persönlicher Bereicherung eingesetzt wird, einhergehend mit Unterdrückung und Ausbeutung der Beherrschten.
Eine solche Situation führte ca. 500 v. Chr. zum Aufstand der Bevölkerung Roms gegen die königliche Herrschaft und zur Vertreibung des Regenten. Es wurde beschlossen, fortan niemals wieder einen König zu dulden. An seiner Statt wurden Konsuln (von lat. "consules" ["Berater"]) zur Führung des Gemeinwesens bestimmt, deren Macht mehrfach begrenzt war: Zum einen wurden sie von der Bürgerschaft lediglich für ein Jahr gewählt (Prinzip der Annuität). Zum anderen wurden für jede Amtsperiode zwei Konsuln bestimmt (Prinzip der Kollegialität), wenngleich jeder mit voller Gewalt ausgestattet war. Zunehmend wurden die Konsuln auch dazu bestimmt, für gewisse Aufgaben Gehilfen einzusetzen.
Republiken heute
Sowohl das Staatsoberhaupt als auch die örtlichen Vertreter werden deshalb auch in den heutigen Republiken auf Zeit gewählt. Das Prinzip der Kollegialität klingt in Deutschland etwa für die Struktur der Bundesregierung in Art. 65 S. 3 GG an. Republiken bieten ihren Bürgern im allgemeinen große persönliche, finanzielle und politische Freiheiten.
Die weltweit kleinste souveräne Republik ist die Republik Nauru, die flächenmäßig größte ist die Russische Föderation, von der Bevölkerungszahl betrachtet die Republik Indien.
Republik: Gegensatz zur Monarchie
Anders als in der Monarchie werden politische Positionen nicht durch Geburtsrecht oder göttliches Recht gewährt. Die Republik wird somit als Gegenmodell zur Monarchie verstanden, in der das Staatsoberhaupt auf Lebenszeit eingesetzt wird. Eine neuere Ansicht, welche den Gedanken des Machteinsatzes zum Allgemeinwohl stärker betont, geht dahin, die Republik darüber hinaus als Absage an jede Herrschaft aus höherem Recht zu begreifen und setzt sie somit in Widerspruch etwa zum Führer-, Gottes-staat. Hiernach steht die Republik für einen rationalen Staat.
Republik im deutschen Verfassungsrecht
Nach der Weimarer Verfassung war das republikanische Prinzip in Art. 1 Abs. 1 WRV verankert. Es war symbolisch die Abkehr vom überkommenen Kaiserreich. Der republikanische Gedanke ist in allen Landesverfassungen der Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben. Das Grundgesetz nennt das republikanische Prinzip nicht explizit. Es wird vielmehr in Art. 20 Abs. 1 GG hineingelesen ("Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.") und durch Art. 28 Abs. 1 GG konkretisiert. Eine Definition des Begriffes ist kaum möglich, zu sehr werden die Vorstellungen vom Begriff der "Republik" heute von den Begriffen der "Demokratie" und des "Rechtsstaats" überdeckt. Die deutsche Verfassung sieht das republikanische Prinzip jedoch nicht ohne Funktion: In Verbindung mit der Ewigkeitsgarantie des Art. 79 Abs. 3 GG ist die Monarchie auf Dauer ausgeschlossen.
Begrifflicher Unterschied: Republik und Demokratie
Unterschied
Der bedeutende Unterschied in der Definition ist folgender:
- Republik: Die Staatsgewalt liegt beim Volk (Volkssouveränität).
- Demokratie: Das Entscheidungsverfahren, bei dem das Mehrheitsprinzip gilt.
Nichtdemokratische Republiken
Heute wird die Bezeichnung Republik in manchen Staaten als Beschönigung für Diktatur verwendet. Eine Vielzahl von Staaten bezeichnen sich seit dem Siegeszug des republikanisch-demokratischen gegenüber dem monarchischen Prinzip selbst als Republik, auch wenn das Staatsoberhaupt faktisch auf Lebenszeit regiert oder das Politische System kaum Machtschranken kennt. Beispiele sind eine Reihe von Diktaturen und Staaten des ehemaligen Ostblocks oder China.
Staaten mit hohem islamischen Bevölkerungsanteil nennen die Staatsform ihres Politischen Systems oft Islamische Republik, wodurch eine Rücksichtnahme auf islamische traditionelle religiöse Wertvorstellungen ausgedrückt werden soll. Auch hier ist das Kriterium für eine tatsächliche Republik die Wählbarkeit der Führung durch das Volk und die zeitliche Einschränkung der Machtausübung.
Übersicht: Mögliche Kombinationen und Beispiele
- Demokratie und Republik: Deutschland, Schweiz, USA
- Demokratie aber nicht Republik: konstitutionelle Monarchie, Großbritannien
- keine Demokratie aber Republik: Volksrepublik China, DDR
- keine Demokratie und keine Republik: Monarchien mit Erbfolge
Irreführende Definitionen zur Unterscheidung
Die Begriffe Republik und Demokratie sind häufig unscharf von einander getrennt.
Beispiel: Quelle: (nach Mayers großes Taschenlexikon):
- Republik: Ggs. zur Monarchie, Staatsvolk ist Träger der Staatsgewalt
- Demokratie: Volk als eigentl. Träger der Staatsgewalt (Mehrheitsmeinung).
Der Begriff Demokratie wird oft in einer missverständlichen Weise benutzt , die vermutlich auf das US-amerikanische Verständnis von "Democracy" zurückgeht, d.h. zur Abgrenzung gegenüber Staaten, welche weder eine republikanische Staatsform, noch eine freie Marktwirtschaft und eine offene Gesellschaft haben. In dem Zusammenhang wird auch der Begriff westliche oder liberale Demokratie verwendet. So gesehen verstecken sich hinter dem o.g. Demokratiebegriff, wie er v. a. von Medien und Politikern transportiert wird, republikanische Prinzipien.
Siehe auch: Regierungsform, Römische Republik, Demokratie
Übertragene Wortbedeutungen
"Gelehrtenrepublik", "Republik der freien Geister" u.ä.
Kategorie:StaatsformKategorie:Politischer Begriff
ja:共和制
simple:Republic
MonarchistEin Monarchist ist ein Anhänger / Befürworter der Staatsform der Monarchie. Der Plural lautet: Monarchisten
auch: "Royalist" (von frz.: "roi" = dt. König), Anhänger des Königs / des Königtums
Plural: Royalisten
-> Siehe auch:
- Monarchisten in Deutschland
- Monarchismus
- Royalismus
- Historische Personen des deutschen Monarchismus
- Liste monarchistischer Organisationen
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Politischer_Begriff
Republikanische Partei
Die Republikanische Partei (engl. Republican Party, auch als Republicans, oder Grand Old Party, GOP bezeichnet) ist eine der beiden großen Parteien der USA, neben der Demokratischen Partei. Derzeit gilt sie als die konservativere der beiden Parteien. Der aktuelle Präsident der USA, George W. Bush, wird von der Republikanischen Partei gestellt. Obwohl Bush auf den politischen Kurs der Partei am meisten Einfluss hat, ist nicht er, sondern Ken Mehlman Vorsitzender der Republican National Committee (seit Januar 2005). Die Republikaner kontrollieren auch das Legislative auf Bundesebene mit Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus. Ihr Wappentier ist der Elefant, und die inoffizielle Farbe (die bei Fernsehübertragungen von Wahlergebnissen auf der Landkarte erscheint) ist rot.
Geschichte
Die Republikanische Partei wurde am 28. Februar 1854 in Ripon, Wisconsin als Partei gegen die Ausbreitung der Sklaverei gegründet. Sie hatte nichts mit der namensähnlichen Demokratisch-Republikanischen Partei von Thomas Jefferson, mit denen sie häufig verwechselt wird und aus der die Demokratische Partei hervorging, zu tun. Die National-Republikanische Partei von Henry Clay kann auch nur indirekt als ihre Vorgängerin betrachtet werden, zumal viele in dieser Partei später bei den Whigs gearbeitet haben. Eine große Zahl des nördlichen Teils der Whig Party fand sich dann nach der republikanischen Parteigründung in der neuen Partei wieder, und brachte auch Bestandteile ihres früheren Parteiprogramms ein. Spätestens nach dem Ausbruch des US-Bürgerkriegs wechselten auch viele Demokraten der Nordstaaten (vor allem aus dem ländlichen Raum in Gegenden mit fruchtbarem Boden und wenig Landverpachtung), wegen der zunehmenden Dominanz des Südens in ihrer Partei, zu den Republikanern. Der erste Konvent der Partei fand am 6. Juli 1854 in Jackson, Michigan statt. Neben Mitgliedern der Whig-Partei kamen auch Teil der Free Soil Party und der American Party dazu.
In den Auseinandersetzungen um die Sklaverei sammelten sich deren Gegner bei den Republikanern, die 1860 auch die Wahl Abraham Lincolns (der 1846 für die Whigs schon in den Kongress gewählt worden war) zum ersten republikanischen Präsidenten durchsetzten. Sie behaupteten ihre Herrschaft im Weißen Haus bis 1884, als Grover Cleveland für die Demokraten wieder Präsident wurde. Seit ihrer Gründung stellten die Republikaner die überwiegende Mehrheit der US-Präsidenten.
Ursprünglich waren die Hauptbastionen der Republikaner der Nordosten, der mittlere Westen und die Westküste, während die Demokraten im Süden (wo die Republikaner als verhasste Yankees galten) in dem dünner besiedelten Teil des Westens (sofern das Gebiet als Staat dem Bund beigetreten war) dominierten. Heute hat sich dieses Verhältnis größtenteils umgekehrt.
Ideologie und Klientel der Republikanischen Partei
Die Republikaner sind, wie auch die Demokraten, eine Koalition verschiedener Interessengruppen, da die Koalitionsbildung in einem Mehrheitswahlsystem anders als beim Verhältniswahlsystem innerhalb der Parteien und nicht zwischen den Parteien stattfinden muss. Neben christlich-fundamentalistischen Kräften, die derzeit im Zentrum des Medieninteresses stehen, finden die Republikaner auch Unterstützung von Leuten, die für die Liberalisierung und Deregulierung der Wirtschaft eintreten, sowie für eine Politik der Aufrüstung und der selbstbewussten Verfolgung von nationalen Interessen, auch wenn diese innerhalb der UNO keinen Konsens finden. Traditionell erhalten sie viele Spenden nicht nur von Rüstungs- sondern auch von Tabakkonzernen und Ölfirmen. Umweltorganisationen und Firmen in den Neuen Medien bleiben ihr eher fern, aber seit den Kartellprozessen der Clinton-Regierung gegen Microsoft hat diese Firma, im Gegensatz zu ihren potentiellen Konkurrentinnen, ihre Spendentätigkeit deutlich erhöht. Mit Ausnahme der Gegenden mit reichen Vororten, wo die Partei eher für Steuersenkungen auftritt, nimmt sie ein starkes Profil gegen Abtreibung, homosexuelle Lebensgemeinschaften und Restriktionen beim Waffenbesitz ein. In den Auseinandersetzungen um die Gesundheitspolitik stehen Ärzte, Pharmafirmen, und Versicherungen eher den Republikanern näher, während Anwälte, denen ein Kostentreiben durch Klagen wegen Kunstfehler nachgesagt wird, eher auf Seite der Demokraten stehen. Weiter stehen die Republikaner für eine schnellere Exekutierung nach Verhängung der Todesstrafe.
Die Republikanische Partei rekrutiert ihre Wählerschaft tendenziell eher in den ländlichen Gebieten und in den Südstaaten der USA, während in den Küstenregionen und den größeren Städten (vor allem im Norden) eher demokratisch gewählt wird.
Präsidenten der Republikanischen Partei
- Abraham Lincoln, 1861–1865
- Ulysses Grant, 1869–1877
- Rutherford Hayes, 1877–1881
- James Garfield, 1881
- Chester Arthur, 1881–1885
- Benjamin Harrison, 1889–1893
- William McKinley, 1897–1901
- Theodore Roosevelt, 1901–1909
- William Taft, 1909–1913
- Warren G. Harding, 1921–1923
- Calvin Coolidge, 1923–1929
- Herbert Hoover, 1929–1933
- Dwight Eisenhower, 1953–1961
- Richard Nixon, 1969–1974
- Gerald Ford, 1974–1977
- Ronald Reagan, 1981–1989
- George H. W. Bush, 1989–1993
- George W. Bush, seit 2001
Siehe auch:
- Demokratische Partei
- Demokratisch-Republikanische Partei
- Liste der politischen Parteien in den USA
Weblinks
- [http://www.gop.com/ Republican National Committee]
Kategorie:US-amerikanische Partei
ja:共和党
ko:공화당 (미국)
simple:United States Republican Party
Demokratische ParteiUnter dem Begriff Demokratische Partei versteht man verschiedene Parteien in mehreren Staaten:
- Demokratische Partei (USA)
- Demokratische Partei (Polen)
- Demokratische Partei (Australien)
- Demokratische Partei (Japan)
- Demokratische Partei (Slowakei)
ja:民主党 (アメリカ)
Luettelo Jordanian kaupungeistaTämä on luettelo Jordaniassa sijaitsevista kaupungeista.
- Amman
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