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Robert Baden-PowellRobert Stephenson Smyth Baden-Powell, 1. Baron Baden-Powell of Gilwell ( - 22. Februar 1857 in London; † 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia), ist der Gründer der Pfadfinderbewegung.
Pfadfinder
Für seine Armeezeit und seine Verdienste danach, wurden ihm, neben der Ernennung zum Baron 1929, zahlreiche britische und internationale Ehrungen und Auszeichnungen verliehen, darunter der "Order of Merit" (OM), "Order of St Michael and St George" (GCMG), "Royal Victorian Order" (GCVO) und Order of the Bath (KCB).
Kindheit
Robert Stephenson Smyth wurde als zwölftes von vierzehn Kindern geboren. Er wurde von seiner Mutter aufgezogen, da sein Vater, ein Pfarrer, starb, als er drei Jahre alt war. Sein aussergewöhnlicher Vorname setzt sich aus Namensteilen seiner Vorfahren Robert Stephenson, ein Eisenbahnpionier, und John Smyth, ein Kapitän, der in Diensten Elisabeth I. von England stand, zusammen. Rufname wurde später Bi-Pi (sein Rufname bei den Pfadfindern, auch: B.P.). Der Großvater weckte im jungen Robert die Abenteuerlust und die Freude an der Natur. So suchte er zusammen mit ihm oftmals den Hyde Park auf, von dem er äußerst genaue Karten zeichnete. Als sein Großvater starb, unternahm B.P. zahlreiche Streifzüge durch die Armenviertel der Stadt und lernte so das Leid und das Elend dieser Menschen kennen. Schon damals kam er zu der Überzeugung, etwas daran ändern zu müssen. Während seiner Schulzeit nutzte Baden-Powell jede freie Minute, um Spuren der Tiere zu suchen und den Wald kennenzulernen. In den Ferien ging er oft mit Freunden zum Campieren. Nach der Schule sollte er an die Universität gehen, bestand aber die Aufnahmeprüfung in Oxford nicht und meldete sich daraufhin bei der Armee. Die Aufnahmeprüfung bestand er bei der Kavallerie als zweit- und bei der Infanterie als viertbester.
Indien
Er wurde 1876 nach Indien versetzt, wo er in seiner Freizeit in den Dschungel schlich und die wilden Tiere beobachtete. Auch organisierte er Theateraufführungen innerhalb der Garnison, machte erste Erfahrungen mit Jugendgruppen und erkannte bereits früh die Fehler der britischen Kolonialherrschaft, welche die Inder, wie unterentwickelte Briten und nicht wie Menschen mit einer anderen, aber großen Kultur behandelte. Auch unternahm er wieder, nachdem er privat Hindi gelernt hatte, Streifzüge in die Armenviertel. Hier entwickelte er auch das berühmte "System der kleinen Gruppen": Er fasste die Soldaten in Gruppen von fünf bis acht Mann zusammen, diese wählten dann einen Patrouillenleiter aus ihren Reihen, so förderte er Verantwortungsbewußtsein und eigenständiges Denken der Soldaten. 1880 wurde ihm befohlen, das Schlachtfeld von Maiwand, Schauplatz einer fürchterlichen Niederlage der Briten im Krieg gegen die Afghanen, zu kartographieren. An diesem grausamen Ort mit seinen halbskelettierten Menschen und Pferden, den Hyänen, ... kamen ihm die ersten großen Zweifel am Sinn von Kriegen. Wegen seiner Fähigkeiten im Spurenlesen, die er in zahlreichen Fällen unter Beweis gestellt hatte, wurde er beauftragt, die Spurenleser (Scouts) auszubilden.
Afrika
Aufgund der explosiven Situation in Südafrika wurde er mit seinem Regiment, den 13. Husaren, dorthin versetzt. Er war auch hier durch sein in Indien verfasstes Buch "Nachrichtendienst und Kundschafterwesen" bereits eine Berühmtheit. Sein erster Auftrag war, als Reporter verkleidet, die Drakensberge, eine schier unüberwindbare natürliche Grenze zu den Burenstaaten, zu erkunden.
Er besuchte Zulus und auch Buren in Ihren Siedlungen und kehrte mit hervorragenden Karten und der Hoffnung auf eine friedliche Lösung zurück. 1885 wurde er, da sich die Lage beruhigt hatte, zusammen mit seinem Regiment nach England versetzt, doch las man bald wieder beunruhigende Nachrichten über Südafrika. Ein Zuluhäuptling namens Dinizulu sammelte in einem Geheimbund, der inzwischen ca. 16.000 Zulus umfasste, immer mehr Leute und führte sie in einen Zweifrontenkrieg gegen Briten und Buren. Da Briten und Buren die Zulus abwehren mussten, hatten Goldgräber, Sklavenhändler, ... freie Hand. Dies versetzte die Region noch weiter in Unruhe. Hier sollte erwähnt werden, dass auch 2.000 Zulus auf englischer Seite mitkämpften, diese hatten den Schotten John Dunn zu ihrem Häuptling gewählt.
Aufgrund seiner guten Ortskenntnisse und, wie damals vor allem Neider behaupteten, vielleicht auch weil sein Onkel Oberbefehlshaber war, wurde B.P. als Adjutant im Range eines Hauptmanns wieder nach Afrika versetzt. Dort fordete er als erstes, nach einem erschütternden Erlebnis, mit Erfolg die Ausbildung von Soldaten in Erster Hilfe. Er machte sich sofort auf die Suche nach Dinizulu, den er in seinem Versteck fand und den er dann zusammen mit nur einem Gefährten daraus vertrieb. Kurz darauf wurde Dinizulu gefasst und B.P. vorzeitig zum Major befördert. Seine Anhänger schlossen nach ihrer Festnahme ohne weiteren Widerstand Frieden mit den Briten.
Danach verbrachte er ein Jahr als Soldat auf Malta und zwei Jahre als Geheimagent mit dem Zeichnen von Befestigungsanlagen, ... auf dem Balkan, dann wurde er auf persönlichen Wunsch nach England zurückversetzt. 1895 wurde er aufgrund eines Bürgerkrieges im Volk der Ashanti wieder nach Afrika versetzt, diesen löste er, indem er König Pempreh, einen blutrünstigen Diktator, der erst 15 Jahre alt war, gefangensetzte. Dieser wandelte sich in der Gefangenschaft völlig und wurde 1919 Gründungsmitglied der Pfadfinder in Ghana. Kaum war Baden-Powell nach England zurückgekehrt, musste er schon wieder nach Afrika.
Im sogenannten Matabele-Land, nördlich von Transvaal, war eine Revolte der Einheimischen ausgebrochen und rasch waren die weit verstreut lebenden Briten entweder getötet worden oder in die Provinzhauptstadt Bulawayo geflohen, doch auch dieser drohte nun ein Angriff durch schätzungsweise 10.000 Matabele-Krieger, die sich in den umliegenden Bergen verschanzt hatten. Baden-Powell stellte sich gegen eine militärische Lösung, die ein Blutbad angerichtet hätte, und nahm den Anführer des Aufstandes, einen Medizinmann namens Uwini, der glaubte, aufgrund der Einwirkung eines Gottes unsterblich zu sein und alle Weißen töten zu müssen, gefangen. Hier erhielt er auch von den Matabele seinen Spitznamen: Impeesa (Der Wolf, der nie schläft). Da die Einheimischen an Uwinis Unsterblichkeit glaubten, setzten sie jedoch ihren Widerstand fort, erst als B.P. Uwini töten ließ, endete der Widerstand. Diese Entscheidung war nach B.P.'s eigener Aussage "eine der schwierigsten seines Lebens".
Burenkrieg
Am 14. Juni 1889 war B.P. wieder in Afrika: Der Burenkrieg war ausgebrochen. Schon zu Beginn des Krieges versuchten die Buren den inzwischen überall bekannten Baden-Powell gefangen zu nehmen, doch immer entkam er ihnen, manchmal in letzter Sekunde. Durch geschickte Täuschungsmanöver gelang es ihm, die Stadt Mafeking 217 Tage lang mit 700 Soldaten gegen 9.000 Buren zu halten, bis die Stadt entsetzt wurde. Hierbei wurden die Jungen der Stadt als Meldegänger und Spione eingesetzt, angeblich wurden hier seine Ideen für seine Bücher geboren. Durch diese Sache wurde er zum Kriegsheld in England, aber Baden-Powell empfand nur noch Verachtung für den Krieg und wehrte sich gegen diese Bezeichnung.
Durch die Gründung der S.A.C. (South African Constabulary), einer britisch-burischen Polizeitruppe, trug er viel zur wirklichen Befriedung des Landes bei. Zum Generalmajor befördert soll B.P. jetzt die gesamte britische Kavallerie nach dem Vorbild der S.A.C. organisieren und wird Generalinspekteur der Kavallerie.
Pfadfinder
Generalinspekteur
Am 7. Mai 1901 geht Baden-Powell offiziell in Pension. Er startet seinen eigenen Krieg. Den Krieg gegen den Krieg.
Erst 1907 findet er genug Zeit seine langgehegte Idee einer Jugendpfadfindertruppe umzusetzen und veranstaltet mit 20 Jungen aller sozialen Schichten auf Brownsea Island (Großbritannien) das erste Jugendzeltlager. Er teilte die Jugendlichen in sogenannte Patrouillen ein. Er schreibt die Pfadfindergesetze
- 1908 erschien sein Buch "Scouting for Boys", das als eines der bedeutendsten pädagogischen Werke des 20. Jahrhunderts gilt. Hier formuliert er erstmals den Lehrgrundsatz Learning by doing (Lernen durch Tun).
- 1909 übernahm König Eduard VII. das Patronat über die Pfadfinder, in Chile wird die erste Pfadfindergruppe außerhalb Englands gegründet und es gibt die ersten Pfadfinderinnen.
- Am 30. Oktober 1912 heiratete er Olave, die er auf einer Weltreise kennenlernte. Es folgt eine weiterer Ausbau der Pfadfinderbewegung.
- 1920 findet das erste Jamboree (Weltpfadfindertreffen) in London statt, 8.000 Pfadfinder aus 34 Nationen nehmen teil.
- 1929 sollen es schon 50.000 sein.
Am 8. Januar 1941 stirbt Baden-Powell im Alter von fast 84 Jahren in Nyeri/Kenia. In seinem letzten Brief hinterließ er der Pfadfinderbewegung ihre bis heute wichtigsten Sätze:
- "Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen als Ihr sie vorgefunden habt."
- "Der wahre Weg, um Glücklichkeit zu erlangen besteht darin, andere Menschen glücklich zu machen."
Literatur
- Walter Hansen: "Der Wolf, der nie schläft. Das abenteuerliche Leben des Lord Baden-Powell." Georgs-Verlag, Neuss-Holzheim, 3. Auflage 1997, ISBN 3-927349-17-8
- Tim Jeal "Baden-Powell, Founder of the Boy Scouts", Yale University Press, 2001, ISBN 0300091036
Weblinks
-
- http://www.pinetreeweb.com/B-P.htm
Baden-Powell, Robert
Baden-Powell, Robert
Baden-Powell, Robert
Baden-Powell, Robert
Baden-Powell of Gilwell, Robert Baden-Powell, 1. Baron
Baden-Powell, Robert
Baden-Powell, Robert
Baden-Powell, Robert
ja:ロバート・ベーデン・パウエル
ms:Robert Baden-Powell
Gilwell ParkGilwell Park ist ein in der Nähe von London liegender Pfadfinderzeltplatz.
Er wurde 1919 dem Gründer der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell, vom schottischen Kautschuk-Fabrikanten F. W. de Bois MacLaren geschenkt und diente seitdem als Ausbildungszentrum für Gruppenleiter. Noch heute finden dort Woodbadge-Kurse statt. Baden-Powell wurde 1929 zum Lord of Gilwell geadelt.
Weblinks
- [http://www.gilwellpark.org.uk/ Offizielle Website]
Kategorie:Pfadfinder
ja:ギルウェル・パーク
1857
- 9. Januar: Erdbeben unbekannter Stärke in Fort Tejon, Kalifornien, USA. 1 Toter
- um 1857 wurde ein fast 4.000 km langes Seekabel von Amerika nach England verlegt
Politik
- 1. Januar: Constant Fornerod wird Bundespräsident der Schweiz
- Ende der Präsidentschaft (1853–1857) von Franklin Pierce ( - 23. November 1804: † 8. Oktober 1869): vierzehnter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- Beginn der Präsidentschaft (1857–1861) von James Buchanan ( - 23. April 1791: † 1. Juni, 1868): Fünfzehnter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika)
- Dänische Bücher und der Gebrauch der dänischen Sprache sind wieder in Skåneland erlaubt: 199 Jahre nach Anfang der schwedischen Okkupation
Kultur
- 9. April: Uraufführung der Operette Le Docteur Miracle (Der Wunderdoktor) von Georges Bizet am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 30. April: Uraufführung der Operette Dragonette von Jacques Offenbach am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 6. Mai: Uraufführung der Oper Erzsébet von Ferenc Erkel in Budapest
- 20. August: Der französische Dichter Charles Baudelaire wird wegen „Beleidigung der öffentlichen Moral und der guten Sitten“ zu einer Geldstrafe verurteilt
- 3. Oktober: Uraufführung der Oper Maître Griffard von Léo Delibes am Théâtre-Lyrique in Paris
- 27. Dezember: Uraufführung der Oper Pianella von Friedrich von Flotow in Schwerin
Wirtschaft
- 20. Februar: Gründung der Reederei Norddeutscher Lloyd in Bremen
- 17. Januar: Wilhelm Kienzl, österreichischer Komponist († 1941)
- 23. Januar: Andrija Mohorovicic, kroatischer Geophysiker († 1936)
- 11. Februar: Georg Wertheim, Kaufmann († 1939)
- 12. Februar: Eugène Atget, französischer Fotograf († 1927)
- 13. Februar: Friedrich Adler (Politiker), Politiker († 1938)
- 18. Februar: Max Klinger, Bildhauer, Maler und Grafiker († 1920)
- 22. Februar: Heinrich Rudolf Hertz, deutscher Physiker († 1894)
- 22. Februar: Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung († 1941)
- 26. Februar: Emile Coué, französischer Autor, Autosuggestion, Medizin († 1926)
- 7. März: Julius Wagner-Jauregg, österreichischer Arzt und Psychiater († 1940)
- 10. März: Christian Berrenrath, deutscher Theologe, Offizial im Erzbistum Köln († 1941)
- 27. März: Karl Pearson, britischer Mathematiker und Philosoph († 1936)
- 30. März: Gabriela Zapolska, polnische Schriftstellerin († 1921)
- 5. April: Alexander I., Fürst von Bulgarien
- 14. April: Sir Victor Alexander Haden Horsley, britischer Physiologe und Neurologe († 1916)
- 20. April: Herman Bang, dänischer Schriftsteller († 1912)
- 25. April: Ruggiero Leoncavallo, italienischer Komponist († 1919)
- 27. April: Johannes Chrzaszcz, schlesischer Priester und Historiker († 1928)
- 30. April: Eugen Bleuler, Schweizer Psychiater († 1939)
- 5. Mai: António Teixeira de Sousa, portugiesischer Politiker († 1905)
- 13. Mai: Ronald Ross, englischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1932)
- 19. Mai: John Jacob Abel, US-amerikanischer Biochemiker († 1938)
- 31. Mai: Pius XI. (Papst), Papst († 1939)
- 2. Juni: Edward Elgar, englischer Komponist († 1934)
- 2. Juni: Karl Gjellerup, dänischer Schriftsteller
- 5. Juni: Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist († 1927)
- 6. Juni: Alexander Michailowitsch Ljapunow, russischer Mathematiker und Physiker († 1918)
- 14. Juni: Ignaz Petschek, böhmischer Bankier, Großindustrieller († 1934)
- 18. Juni: Arthur Hoffmann, Schweizer Politiker und Bundesrat († 1927)
- 30. Juni: Friedrich von Ingenohl, Chef der deutschen Hochseeflotte († 1933)
- 5. Juli: Clara Zetkin, deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin († 1933)
- 9. Juli: Friedrich II. (Baden), Großherzog des Großherzogtums Baden († 1928)
- 11. Juli: Alfred Binet, französischer Pädagoge und Psychologe († 1911)
- 23. Juli: Carl Meinhof, Pastor und ein bedeutender deutscher Afrikanist († 1944)
- 24. Juli: Henrik Pontoppidan, dänischer Schriftsteller († 1943)
- 30. Juli: Thorstein Bunde Veblen, US-amerikanisch-norwegischer Ökologe und Soziologe († 1929)
- 31. Juli: Ernest Chuard, Schweizer Politiker († 1942)
- 6. August: Ludwig von Höhnel, österreichischer Marineoffizier, Afrikaforscher und Geograph († 1942)
- 8. August: Cécile Chaminade, französische Pianstin und Komponistin († 1944)
- 8. August: Maurice Yvon, französischer Architekt († 1911)
- 15. August: Albert Ballin, Hamburger Reeder († 1918)
- 18. August: Eusebius Mandyczewski österreichischer Musikwissenschaftler und Komponist († 1929)
- 8. September: Georg Michaelis, deutscher Jurist und Politiker († 1936)
- 15. September: William H. Taft, 27. Präsident der USA († 1930)
- 17. September: Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski, russischer Pionier der Raumfahrt († 1935)
- 21. September: Johann Heinrich Louis Krüger, bearbeitete geodätische Aufzeichnung von Carl Friedrich Gauß († 1923)
- 22. September: Anita Augspurg, deutsche Juristin und Frauenrechtlerin († 1943)
- 26. September: Joachim von Bonin, deutscher Politiker († 1921)
- 30. September: Hermann Sudermann, Schriftsteller und Dramatiker († 1928)
- 5. Oktober: Fedor von Zobeltitz, deutscher Journalist und Schriftsteller († 1934)
- 31. Oktober: Axel Munthe, schwedischer Arzt und Autor († 1949)
- 7. November: Paul Mankiewitz, deutscher Bankier († 1924)
- 11. November: Nathan Stein, erster Jude als Gerichtspräsident († 1927)
- 16. November: Jón Sveinsson, isländischer Schriftsteller („Nonni“) († 1944)
- 22. November: George Robert Gissing, englischer Schriftsteller († 1903)
- 26. November: Ferdinand de Saussure, Schweizer Sprachwissenschaftler († 1913)
- 27. November: Charles Scott Sherrington, britischer Neurophysiologe († 1952)
- 28. November: Alfons XII. (Spanien), spanischer König († 1885)
- 3. Dezember: Joseph Conrad, polnisch-englischer Schriftsteller († 1924)
- 6. Dezember: Adalbert Matkowsky, Berliner Schauspieler († 1909)
- 8. Dezember: Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent von Braunschweig († 1920)
- 12. Dezember: Max Devrient, deutscher Schauspieler († 1929)
- 16. Dezember: Edward Barnard, US-amerikanischer Astronom († 1923)
- 19. Dezember: Siegmund Lustgarten, österreichischer Arzt († 1911)
- Frederic Cliffe, englischer Komponist († 1931)
- Augustine Henry, irischer Pflanzenjäger († 1930)
- 2. Januar: Andrew Ure, englischer Mediziner und Professor für Naturgeschichte und Chemie ( - 1778)
- 6. Januar: Albert Schwegler, Theologe, Philosoph und Historiker ( - 1819)
- 15. Februar: Michail Glinka, russischer Komponist ( - 1804)
- 9. März: Dominikus Savio, italienischer Heiliger ( - 1842)
- 21. März: William Scoresby, britischer Seefahrer und Forscher ( - 1789)
- 8. April: Heinrich Eduard Bethmann, deutscher Schauspieler und Theaterdirektor ( - 1774)
- 2. Mai: Alfred de Musset, französischer Schriftsteller ( - 1810)
- 14. Mai: Jacob Niclas Ahlström, schwedischer Kapellmeister und Komponist ( - 1805)
- 23. Mai: Augustin Louis Cauchy, französischer Mathematiker ( - 1789)
- 8. Juni: Karl Friedrich Nebenius, badischer Beamter ( - 1784)
- 15. Juni: Carl Czerny, österreichischer Pianist und Klavierpädagoge ( - 1791)
- 21. Juni: Louis Jacques Thénard, französischer Chemiker ( - 1777)
- 16. Juli: Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter ( - 1780)
- 19. Juli: Stefano Franscini, Schweizer Politiker ( - 1796)
- 10. August: John Wilson Croker, englischer Parlamentsredner, Dichter und Journalist ( - 1780)
- 12. August: William Conybeare, englischer Geologe und Paläontologe ( - 1787)
- 5. September: Auguste Comte, Begründer der Soziologie ( - 1798)
- 5. Oktober: Wenzel Scholz, österreichischer Schauspieler ( - 1787)
- 7. Oktober: Louis McLane, US-amerikanischer Außenminister ( - 1786)
- 9. Oktober: Josef Ressel, österreichischer Forstbeamter ( - 1793)
- 23. Oktober: Friedrich Kammerer, Erfinder des Streichholzes ( - 1796)
- 28. Oktober: Louis Eugène Cavaignac, Premierminister der zweiten französischen Republik ( - 1802)
- 26. November: Joseph Freiherr von Eichendorff, deutscher Dichter ( - 1788)
- 3. Dezember: Christian Daniel Rauch, deutscher Bildhauer ( - 1777)
ko:1857년
simple:1857
8. JanuarDer 8. Januar (in Österreich: 8. Jänner) ist der 8. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 357 Tage (in Schaltjahren 358 Tage) bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 871 - In der Schlacht von Ashdown besiegen Alfred der Große und sein Bruder Ethelred I. das dänische Invasionsheer.
- 1297 - François Grimaldi dringt als Franziskaner verkleidet in die Festung von Monaco ein und begründet damit die erste Übernahme Monacos durch die Grimaldis.
- 1867 - Afroamerikaner erhalten im District of Columbia das Wahlrecht.
- 1877 - Der Oglala-Häuptling Crazy Horse wird von der US-Kavallerie aufgespürt und muss fliehen.
- 1899 - Der erfolgreichste Fußballverein Österreichs, der SK Rapid Wien, wird gegründet.
- 1922 - Irland wird von Großbritannien anerkannt. Nordirland wird an Großbritannien abgetreten.
- 1926 - Abd al-Aziz ibn Saud lässt sich zum König von Hedschas und Nadschd, dem späteren Saudi-Arabien (1932) ausrufen.
- 1927 - Deutschland. Das Berghotel auf der Zugspitze wird eröffnet
- 1932 - Tokio, Japan. Misslungener Bombenanschlag auf Kaiser Hirohito.
- 1959 - Charles de Gaulle wird erster Staatspräsident der Fünften Republik in Frankreich.
- 1963 - Das deutsche Bundesurlaubsgesetz wird verkündet.
- 2001 - Côte d'Ivoire. Putschversuch gegen Staatspräsident Laurent Gbagbo
- 2002 - Estland. Ministerpräsident Mart Laar tritt zurück.
Wirtschaft
- 1889 - Herman Hollerith meldet das Patent für ein System zur Verarbeitung von Lochkarten an und begründet so die maschinelle Datenverarbeitung.
Kultur
- 1705 - Uraufführung der Oper Almira, Königin von Kastilien von Georg Friedrich Händel am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1734 - Georg Friedrich Händels Oper "Ariodante" wird in Covent Garden uraufgeführt.
- 1753 - Uraufführung der Oper Attilio Regolo von Niccolò Jommelli am Teatro delle Dame in Rom.
- 1812 - Uraufführung der Oper L'Inganno felice von Gioacchino Rossini am Teatro San Moisè in Venedig.
- 1839 - Uraufführung der Oper Romilda von Ferdinand Hiller am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1910 - Uraufführung der Operette Zigeunerliebe von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien.
- 1927 - Uraufführung der Oper Penthesilea von Othmar Schoeck an der Staatsoper in Dresden.
- 1954 - Elvis Presley nimmt in einem Tonstudio in Memphis/Tennesee die Stücke "I'll never stand in your way" und "That's allright Mama" auf.
- 1968 - Ein mutmaßlich Geistesgestörter ritzt mit einem Messer im Pariser Louvre das Gemälde "Die Jungfrau mit den Engeln" von Peter Paul Rubens durch.
Religion
- 1198 - Lotario Conti, Graf von Segni wird als Innozenz III. zum Papst gewählt und am 22. Februar inthronisiert.
Katastrophen
- 1962 - Eisenbahnkatastrophe bei Harmelen in den Niederlanden mit 93 Toten und 52 Verletzten.
- 1996 - Kinshasa, Demokratische Republik Kongo. Eine Antonow-AN32 der Zairian Airline stürzt in ein Stadtzentrum. 350 Menschen sterben.
- 2001 - Indonesien. Absturz einer Militärmaschine. Tod aller 10 Insassen.
Geboren
- 1587 - Johann Fabricius, Mediziner und Astronom
- 1601 - Baltasar Gracián, spanischer Jesuit, Prediger und Schriftsteller
- 1628 - François-Henri de Montmorency-Luxembourg, französischer Heerführer, Marschall von Frankreich
- 1632 - Samuel von Pufendorf, deutscher Naturrechtsphilosoph und Historiker
- 1663 - Johann Buxtorf, reformierter Theologe und Orientalist
- 1774 - Wilhelm von Türk, Kartograf, Verleger
- 1788 - Erzherzog Rudolf, römisch-katholischer Bischof und Kardinal
- 1792 - Lowell Mason, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge
- 1793 - Adolf Heinrich Schletter, Seidenwarenhändler, Konsul und Stifter
- 1793 - Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach, deutscher Naturwissenschaftler, Zoologe und Botaniker
- 1807 - Constantin Fürst von Waldburg-Zeil, Königlich Württembergischer Standesherr
- 1821 - James Longstreet, US-amerikanischer General der Konföderation
- 1822 - Alfredo Piatti, italienischer Cellovirtuose und Komponist
- 1823 - Alfred Russel Wallace, britischer Zoologe und Naturforscher
- 1824 - Wilkie Collins, britischer Autor, Verfasser der ersten Mystery Thriller
- 1830 - Gouverneur Kemble Warren, General der US-Armee
- 1830 - Hans Guido von Bülow, deutscher Komponist, Pianist, Dirigent und Kapellmeister
- 1831 - Victor-Lucien-Sulpice Lécot, Erzbischof von Bordeaux und Kardinal
- 1843 - Karl Eduard Heusner, deutscher Vizeadmiral
- 1849 - Stepan Ossipowitsch Makarow, russischer Admiral und und Polarforscher
- 1863 - Paul Scheerbart, deutscher Schriftsteller fantastischer Literatur und Zeichner
- 1864 - Albert Victor, Herzog von Clarence, Prinz von Großbritannien
- 1864 - Eduard VII., König von Großbritannien und Irland
- 1864 - Julie Wolfthorn, deutsche Malerin
- 1865 - Winnaretta Singer, Musikmäzenin
- 1867 - Emily Greene Balch, US-amerikanische Nationalökonomin, Friedensnobelpreisträgerin
- 1868 - Frank Dyson, englischer Astronom
- 1870 - Miguel Primo de Rivera, spanischer General und Diktator
- 1874 - Elisabeth Marie Auguste von Bayern, Prinzessin von Bayern
- 1875 - David Griffith, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 1884 - Viktor Geramb, österreichischer Volkskundler
- 1885 - John Curtin, australischer Politiker und Premierminister
- 1886 - Albrecht Janssen, deutscher Schriftsteller
- 1887 - Jack Akkersdijk, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - Richard Courant, deutscher Mathematiker
- 1889 - Paul Hartmann, deutscher Schauspieler
- 1890 - Fritz Saxl, österreichischer Kunsthistoriker
- 1891 - Walter Arndt, deutscher Zoologe und Mediziner
- 1891 - Walter Gotsmann, deutscher Maler und Naturschützer
- 1891 - Walther Bothe, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1894 - Maximilian Kolbe, polnischer Franziskaner-Minorit
- 1895 - Béla Zsolt, ungarischer Schriftsteller und Journalist
- 1897 - Walter Gramatté, deutscher Maler
- 1898 - Gerhard Bienert, deutscher Schauspieler
- 1899 - Alexander Nikolajewitsch Tscherepnin, russischer Komponist
- 1899 - Solomon West Ridgeway Dias Bandaranaike, Premierminister von Ceylon
- 1901 - Walter Dirks, Publizist, Schrftsteller und Journalist
- 1902 - Carl Rogers, US-amerikanischer Psychologe und Jugend-Psychotherapeut
- 1902 - Georgi Maximilianowitsch Malenkow, sowjetischer Politiker
- 1902 - Gret Palucca, deutsche Tänzerin und Tanzpädagogin
- 1904 - Karl Brandt, chirurgischer Begleitarzt von Adolf Hitler
- 1904 - Otto Spülbeck, römisch-katholischer Theologe und Bischof des Bistums Meißen
- 1904 - Tampa Red, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1905 - Carl Gustav Hempel, deutscher Philosoph
- 1905 - Giacinto Scelsi, italienischer Komponist
- 1905 - Grete Mosheim, deutsche Schauspielerin
- 1909 - Helmut Horten, deutscher Unternehmer
- 1909 - Nikolaos Platon, griechischer Archäologe, Ausgräber des minoischen Palastes auf Kreta
- 1909 - Willy Millowitsch, deutscher Theaterschauspieler und Kölner Original
- 1910 - Galina Sergejewna Ulanowa, russische Primaballerina
- 1912 - José Ferrer, puertoricanischer Schauspieler und Regisseur
- 1913 - Berthold Bahnsen, friesisch-deutscher Politiker
- 1914 - Ernst Oldenburg, Künstler
- 1918 - Sepp Bradl, österreichischer Schispringer
- 1921 - Leonardo Sciascia, Schriftsteller (Italien)
- 1923 - Bryce DeWitt, US-amerikanischer theoretischer Physiker
- 1923 - Joseph Weizenbaum, deutscher-amerikanischer Informatiker und Computerkritiker
- 1924 - Karl Schleinzer, österreichischer Politiker und Minister
- 1925 - Helmuth Hübener, deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1926 - Dieter Hasselblatt, Hörspielredakteur, Autor
- 1927 - Karlheinz Eber, Generalsekretär des CVJM-Landesverband Bayern
- 1928 - Rudi Schmitt, deutscher Politiker und MdB
- 1929 - Wolfgang Peters, deutscher Fußballspieler
- 1931 - Bill Graham, US-amerikanischer Impresario
- 1933 - Jean-Marie Straub, französischer Regisseur
- 1933 - Juan Marsé, spanischer Schriftsteller
- 1934 - Alexandra Ripley, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1934 - Jacques Anquetil, französischer Profi-Radrennfahrer
- 1935 - Elvis Presley, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Sänger
- 1936 - Jayonto N. Dixit, indischer Politiker und Außenminister
- 1936 - Robert May, australischer Physiker, Zoologe und Präsident der Royal Society
- 1937 - Shirley Bassey, britische Sängerin
- 1937 - Waldtraut Lewin, deutsche Schriftstellerin
- 1941 - Boris Vallejo, Illustrator
- 1941 - Graham Chapman, britischer Schauspieler und Schriftsteller
- 1941 - Little Anthony, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - John Peterson (Musiker), US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Junichiro Koizumi, japanischer Premierminister
- 1942 - Koizumi Junichirō, japanischer Premierminister
- 1942 - Stephen Hawking, britischer Physiker und Mathematiker
- 1943 - Lee Jackson, britischer Musiker
- 1944 - Terry Brooks, US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller
- 1945 - Heinrich-Wilhelm Ronsöhr, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Terry Sylvester, britischer Musiker
- 1946 - Robbie Krieger, US-amerikanischer Musiker (The Doors)
- 1947 - David Bowie, britischer Musiker
- 1947 - Igor Ivanov (Schachspieler), Schachprofi
- 1947 - Samuel Schmid, Schweizer Politiker
- 1947 - William Bonin, US-amerikanischer LKW-Fahrer, bekannt als "The Freeway Killer"
- 1948 - Mel Pritchard, britischer Musiker
- 1949 - Walter Witzel, deutscher Politiker und MdL
- 1949 - Wolfgang Puck, österreichischer Koch
- 1951 - Bernhard Rapkay, deutscher Europaabgeordneter
- 1951 - John McTiernan, US-amerikanischer Filmregisseur und Produzent
- 1951 - Kenneth Anthony, Ministerpräsident von St. Lucia
- 1952 - Klaus-Peter Flosbach, deutscher Politiker
- 1956 - Heinrich Leonhard Kolb, deutscher Politiker
- 1958 - Peter Sebastian, deutscher Sänger, Texter, Produzent und Rundfunkmoderator
- 1959 - Leo Lukas, österreichischer Kabarettist, Regisseur und Schriftsteller
- 1959 - Martin Langer, deutscher Kameramann
- 1959 - Paul Hester, australischer Musiker
- 1960 - Dave Weckl, Schlagzeuger
- 1961 - Calvin Smith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1961 - Roland Moed, deutscher Künstler,Schriftsteller
- 1967 - R. Kelly, US-amerikanischer Sänger und Komponist
- 1973 - Henning Solberg, norwegischer Autosportler und Rallye-Profi
- 1973 - Sean Paul, jamaikanischer Raggae-Sänger und Rapper
- 1974 - Jürg Grünenfelder, Schweizer Skirennläufer
- 1977 - Amber Benson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1977 - Anne Marie Lefrançois, kanadische Skirennläuferin
- 1978 - Leonardo Bertagnolli, italienischer Radrennfahrer
- 1979 - Sarah Polley, kanadische Filmschauspielerin
- 1980 - Annett Böhm, deutsche Judoka
- 1980 - Lucia Recchia, italienische Skirennläuferin
- 1985 - Elisabeth Pähtz, Schachspielerin
Gestorben
- 482 - Severin von Norikum, Mönch, Glaubensbote
- 1152 - Konrad I., Herzog von Zähringen, Gründer von Freiburg im Breisgau
- 1198 - Coelestin III., Papst
- 1324 - Marco Polo, venezianischer Händler und China-Reisender
- 1557 - Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach, Markgraf von Brandenburg-Kulmbach
- 1560 - Johannes á Lasco, Theologe und Reformator
- 1570 - Philibert Delorme, französischer Architekt der Renaissance
- 1598 - Johann Georg, Kurfürst von Brandenburg
- 1615 - Samuel Selfisch, Verleger und Buchhändler, Bürgermeister von Wittenberg
- 1642 - Galileo Galilei, italienischer Philosoph, Mathematiker, Physiker und Astronom
- 1664 - Moyse Amyraut, Theologe aus Frankreich
- 1674 - Justus van Egmont, niederländischer Maler
- 1713 - Arcangelo Corelli, italienischer Komponist
- 1717 - Franz Ernst von Hessen-Darmstadt, deutscher Adliger
- 1742 - Johann Christoph von Naumann, deutscher Ingenieur, Offizier und Architekt
- 1775 - John Baskerville, englischer Schriftentwerfer, Schreibmeister, Drucker
- 1794 - Justus Möser, deutscher Schriftsteller und Politiker
- 1815 - Edward Michael Pakenham, britischer General
- 1834 - Jacques Julien Houton de Labillardière, französischer Naturforscher und Reisender
- 1839 - Christian Jacob Wagenseil, Schriftsteller, Aufklärer und Publizist
- 1846 - Georg Friedrich Puchta, deutscher Jurist
- 1854 - William Carr Beresford, britischer General und portugiesischer Marschall
- 1864 - Victor Dourlen, französischer Komponist
- 1867 - Heinrich August Wilhelm Stolze, deutscher Stenograph
- 1868 - Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg, preußischer Politiker
- 1879 - Ferdo Livadic, kroatischer Komponist
- 1880 - Joshua Norton, selbst ernannter Kaiser der USA und Schutzherr von Mexiko
- 1896 - Paul Verlaine, französischer Lyriker
- 1902 - Ludwig Beckmann, Maler
- 1916 - Rembrandt Bugatti, italienischer Bildhauer
- 1917 - Rudolph Freiherr von Roman zu Schernau, Regierungspräsident von Oberfranken
- 1918 - Heinrich von Buz, deutscher Techniker und Industrieller
- 1919 - Peter Altenberg, Wiener Feuilletonist und Bohemien
- 1934 - Adolf Rettelbusch, Maler und trägt den Beinamen Brockenmaler
- 1938 - Christian Rohlfs, deutscher Maler des Expressionismus
- 1940 - Otto von Greyerz, Mundart-Schriftsteller und Professor für Sprache und Literatur
- 1941 - Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung
- 1942 - Joseph Franklin Rutherford, Leiter der Zeugen Jehovas
- 1943 - Simon Gfeller, Emmentaler Mundartdichter
- 1944 - Carl Christian Mez, deutscher Botaniker und Universitätsprofessor
- 1945 - Karl Ernst Krafft, war ein Schweizer Statistiker, Charakterologe und Wirtschaftsberater
- 1948 - Kurt Schwitters, deutscher Maler, Werbegrafiker und Universalkünstler
- 1948 - Richard Tauber, deutsch-österreichischer Tenor
- 1948 - Rudolf Noack, deutscher Fußballspieler
- 1950 - Joseph Schumpeter, österreichischer Ökonom und Autor
- 1954 - Franz Böhner, deutscher Politiker
- 1958 - Paul Pilgrim, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1958 - Viktor Geramb, österreichischer Volkskundler
- 1964 - Julius Raab, österreichischer Politiker und Bundeskanzler
- 1964 - Paul Sixt, deutscher Kapellmeister
- 1965 - Boris Wassiljewitsch Barnet, sowjetrussischer Filmregisseur und Schauspieler
- 1967 - Zbigniew Cybulski, polnischer Schauspieler
- 1969 - Albert Hill, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1976 - Zhou Enlai, chinesischer Politiker
- 1979 - Sara Carter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1986 - Pierre Fournier, Cellist
- 1990 - Terry-Thomas, britischer Schauspieler
- 1991 - Steve Clark, Gitarrist der englischen Band Def Leppard
- 1996 - François Mitterrand, französischer Staatspräsident
- 1997 - Melvin Calvin, US-amerikanischer Chemiker und Biochemiker
- 1998 - Rudolf Sigl, Ordinarius und Direktor des Instituts für Astronomische und Physikalische Geodäsie
- 2000 - Fritz Thiedemann, deutscher Springreiter
- 2001 - Alfred Neumann, deutscher Politiker, kurzzeitig Minister in der DDR
- 2002 - Alexander Michailowitsch Prochorow, Physik-Nobelpreis, sowjetischer Physiker
- 2002 - David McWilliams, irischer Musiker und Songwriter
- 2003 - Ron Goodwin, britischer Komponist
- 2005 - Margarethe Bacher, saarländische Spitzenköchin
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Severin von Norikum, Mönch, Glaubensbote (katholisch)
Siehe auch
- 7. Januar - 9. Januar
- 8. Dezember - 8. Februar
- Januar -Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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NyeriNyeri ist eine Stadt im südlichen Zentrum von Kenia mit 130.562 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005), die etwa 100 Kilometer nördlich von Nairobi entfernt am Fuße der Aberdares im Anblick des Mount Kenya liegt. Die ehemalige Garnison ist heute Verwaltungszentrum der Region. Die meisten Menschen, die hier leben, gehören dem Volk der Kikuyu an.
Ein kleines Museum im Hotel "Outspan" - dem Ausgangspunkt zum berühmten Baumhotel "Treetops", wo 1952 die heutige engl. Königin Elizabeth II. vom Tod ihres Vaters erfuhr - erinnert an Robert Baden-Powell, den Gründer der Pfadfinder, der in diesen Räumen des Hotels in Nyeri seine letzten Lebensjahre verbrachte und mit seiner Frau Olave Baden-Powell auf dem Friedhof der Stadt beerdigt ist.
Söhne und Töchter der Stadt
- Wangari Muta Maathai ( - 1. April 1940), kenianische Wissenschaftlerin, Professorin, Frauenrechtlerin, seit 1977 Umweltaktivistin ("Green Belt Movement") und derzeit stellv. Ministerin für Umweltschutz. Friedensnobelpreis 2004.
Kategorie:Ort in Kenia
Kategorie:Pfadfinder
Kenia
Kenia (Kisuaheli, engl.: Kenya) ist ein Staat im Osten Afrikas. Er grenzt an den Sudan, Äthiopien, Somalia, Tansania, Uganda und den Indischen Ozean.
Nationalfeiertag ist der 12. Dezember.
Der Staat gliedert sich in die sieben Provinzen: Central, Coast, Eastern, North-Eastern, Nyanza, Rift Valley und Western sowie den Hauptstadtdistrikt.
Geographie
12. Dezember]
Kenia liegt bei 1° 00' Nord und 38° 00' Ost.
Zentral-Kenia wird vom Rift Valley durchzogen. Die höchste Erhebung befindet sich mit 5.199 m im Mount-Kenya-Massiv, der tiefste Punkt liegt bei 0 m an der 480 km langen Küste des Indischen Ozeans; dort sind teilweise Korallenbänke vorgelagert. Die längsten Flüsse des Landes sind: Tana, Athi und Kerio.
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Nairobi 2.750.561 Einwohner, Mombasa 799.727 Einwohner, Nakuru 259.934 Einwohner, Eldoret 218.472 Einwohner und Kisumu 216.479 Einwohner.
Siehe auch: Liste der Städte in Kenia
Bevölkerung
Kenia nimmt mit etwa 33 Millionen Einwohnern (2005) Rang 36 unter allen Ländern der Erde ein. Das Land wird von verschiedenen Bantuvölkern (Kikuyu, Luhya, Kamba, Kisii) sowie einigen nilotischen und hamito-nilotischen (Kalenjin, Luo, Massai, Iteso) Völkern bewohnt. Daneben gibt es noch kleinere ethnische Gruppen wie die el-Molo, Njemps und Rendille, die der ursprünglichen Einwohnergruppe der Kuschiten angehören. Die el-Molo am Turkanasee z.B. haben kaum noch 1.000 Anghörige und vermischen sich so mit den umliegenden Ethnien, dass sie wohl aussterben werden.
An der Küste gibt es wegen der Kontakte über See arabische, indische bis hin zu chinesischen Gruppen und Einmischungen.
Aus der jüngeren Geschichte (Kolonialzeit) sind natürlich auch Europäer vorwiegend englischer Herkunft zu finden.
Sprachen und Dialekte
Die wichtigsten Sprachen von insgesamt 42 Volksguppen (die Linguisten führen ganz genau 61 Sprachvarianten incl. indischer Dialekte auf):
- Kikuyu Sprache der größten Volksgruppe, um Nairobi; berühmte Kikuyus: Jomo Kenyatta und Mwai Kibaki
- Luhya Sprache der gleichnamigen zweitgrößten Volksgruppe im Westen um Kakamega (Provinzhauptstadt)
- Luo, die Sprache der drittgrößten Ethnie, wird am Viktoriasee um Kisumu gesprochen
- Kalenjin ist eine mehrere Sprachen umfassende Sprachgruppe, z.B. das Tugen, die Sprache der Ethnie, aus der der zweite Präsident Daniel arap Moi entstammt. Die meisten der kenianischen "Wunderläufer" sind Kalenjin, besonders aus der Etnie der Nandis.
- Kisuaheli = Swahili (Sprache) (unten findet sich ein Link zu Ausspracheregel und Lexikon), zweite Amtssprache Kenias, an der Küste um Mombasa und lingua franca Ostafrikas, ist die vor allem auf dem Land meist gesprochene Sprache
- Die Sprache der Maas(s)ai und verwandter Völker wie die Samburu oder Njemps ist das Maa.
- Englisch ist die offizielle Amtssprache und weitverbreitet
- "Sheng (Sprache)" ist die Jugendsprache in den Slums.
Religion
70 % der Bevölkerung sind Christen,davon 53 % Anhänger der über 200 verschiedenen afrikanischen Kirchen, ferner Protestanten. Mindestens 18 % werden Anhängern traditioneller afrikanischer Religionen zugerechnet. Daneben gibt es über 9 % Muslime der sunnitischen Richtung, vor allem an der Küste.
Geschichte
siehe Geschichte Kenias
Politik
Die beiden ersten Präsidenten Kenias waren Jomo Kenyatta (1964-1978) und Daniel arap Moi (1978-2002).
Nachdem Moi im Dezember 2002 aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht mehr antreten konnte, versuchte er Uhuru Kenyatta, den Sohn des ersten Präsidenten, zum Präsidentenamt zu verhelfen, was ihm aber nicht gelang. Stattdessen gewinnt am 27. Dezember 2002 Oppositionsführer Mwai Kibaki, Mois früherer Vizepräsident, die Präsidentschaftswahlen. Die von Kibaki angeführte Regenbogen-Koalition (NARC) erhält bei den gleichzeitig durchgeführten Parlamentswahlen ebenfalls die absolute Mehrheit (122 von 210 Mandaten).
In wie weit sich diese Regierung tatsächlich demokratisch entwickelt, bleibt abzuwarten. Insbesondere scheint es nicht zu gelingen, die Korruption unter Kontrolle zu bringen, auch wenn verschiedentlich korrupte Richter oder Beamte vor Gericht gestellt und entlassen wurden.
Die aktuelle Demokratisierungsbewegung macht sich am Streit um eine neue Verfassung fest. Sie wurde in einem emotional heftigen und jahrelangen öffentlichen Diskussionsprozess, einer Art "Nationalversammlung", entwickelt. Einer der größten Streitpunkte ist die starke Stellung des Präsidenten gegen die Vorstellung von der mit einem starken Ministerpräsidenten geteilten Macht. Im November 2005 erfolgt über die neue Verfassung, ein Werk in 21 Kapiteln, 290 Artikeln und sechs "Fahrplänen", ein Referendum. Die Verfassung spricht sich für einen starken Präsidenten aus. Hier haben viele gesellschaftliche Gruppierungen Stellung bezogen, denn dem neuen Verfassungsentwurf kann man nun nur noch pauschal zustimmen oder ihn ablehnen. So ruft z. B. die katholische Bischofskonferenz, die eher zum "Yes-Flügel" (ihr Zeichen: die Banane) gehört, die Kenianer auf abzustimmen. Einer der Bischöfe, Philip Sulumeti, war sogar führend an diesem Prozess beteiligt. Zündstoff bietet auch der Artikel 288, der im 6. Fahrplan sogar die die Zeit festlegt, in der alle Menschenrechtsverletzungen der bisherigen Regierungen von einer Untersuchungskommission aufgegriffen und verfolgt werden müssen. Zum "No-Lager" (ihr Zeichen: die Orange) gehören z. B. die frühere Staatspartei KANU mit ihrem Vorsitzenden Uhuru Kenyatta (ein Kikuyu), aber auch ein anderer Sohn einer ehemaligen Politgröße Oginga Odinga, der an der Regenbogenkoalition beteiligte Raila Odinga (ein Luo), der gern das (nach der neuen Verfassung, starke)
Ministerpräsidentenamt übernehmen würde.
Die Volksbefragung, die am 21. November 2005 stattfand und tags darauf ausgezählt war, ergab mit 58% eine
eindeutige Ablehnung der neuen Verfassung durch die kenianische Bevölkerung. Die Wahlbeteiligung war mit ca. 40%
schwächer als erwartet.
Diese schwierigen und ernsthaften Bemühungen und Entwicklungen zu einem demokratischen Staat werden im Westen kaum wahrgenommen. Aids, Armut, Katastrophen und Korruption überlagern dieses sprießende und selbstbewusste bürgerschaftliche Engagement zumeist.
Bildung
2003 löste die Regierung Kibaki ihr Wahlversprechen ein und schaffte das Schulgeld für die "Primary Schools" ab. Damit ermöglichte sie zum ersten Mal den Zugang zur Bildung für Kinder aus ärmeren Familien. Jedoch blieben Investitionen im Bildungssektor aus, und das Schulsystem ist kaum im Stande, der steigenden Anzahl von Schülern gerecht zu werden.
Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist auf 1:100 gefallen, ein qualitativ guter Unterricht daher kaum möglich. Zudem nimmt die Zahl der Lehrer kontinuierlich ab. Allein durch die Immunschwächeerkrankung (AIDS) scheiden jede Woche fünf Lehrer aus dem Schuldienst aus.
Weiterführende Schulen, sowie Universitäten sind kostenpflichtig und daher für große Teile der Bevölkerung unzugänglich. Auch an den Universitäten fehlt es an nötigen Geldern, daher sind Streiks der Dozenten oder Studenten häufig.
Wirtschaft
Kaffee- und Tee-Export, Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil und Bekleidung, Ernährung und Genussmittel), Tourismus (Nationalparks und Wildreservate). In den letzten Jahren konnte im gleichen Maße, wie der Kaffee an Bedeutung verlor, die Blumen-Industrie gewinnen. Kenia hat 2003 Israel als größten Blumenexporteur der Welt abgelöst. Viele Blumen, besonders Rosen, die wir hier kaufen können, haben den langen Flugweg vom Äquator hinter sich.
Kultur
Israel
Zu den bekannten Autoren zählen Meja Mwangi, Grace Ogot und Ngugi wa Thiong'o. Grace Ogot war eine der ersten Schriftstellerinnen Ostafrikas. Mwangi stellt in seinen frühen Romanen die überaus harten Lebensbedingungen in der Hauptstadt Nairobi dar. Ngugi Wa Thiong'o gilt als einer der überragenden Autoren Afrikas. Sein bekanntestes Werk, Verbrannte Blüten, ist ein politischer Roman.
Liste afrikanischer Schriftsteller (nach Ländern)
Nationalparks
Kenia besitzt eine Vielzahl an Nationalparks, die ein wichtiges Standbein für den Tourismus darstellen.
Weblinks
- [http://www.wildlife-photo.org Tier- und Vogelfotographie von Kenia]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=79 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.inwent.org/v-ez/lis/kenia/seite1.htm (Sehr offene Information für Entwicklungshelfer)
- [http://www.trivago.de/kenia_93 Keniainformationen bei trivago]
- http://www.bwanamitch.de/ (Beste private Site! Ein Muss für alle Reisenden nach Kenia und ins südliche Afrika)
- http://www.nationmedia.com/dailynation/nmgindex.asp (Die Tageszeitung "Daily Nation" online lesen)
- http://www.eastandard.net/ (Die Tageszeitung "Standard" online lesen)
- http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=Kenya (Exakter Spachkatalog Kenias)
- http://research.yale.edu/cgi-bin/swahili/main.cgi?right_frame_src=http%3A//research.yale.edu/swahili/serve_pages/pronunciation.php (Kisuaheli: Aussprache, Lexikon)
- Christus, Dreadlocks und Mau-Mau [http://www.monde-diplomatique.de/pm/2005/01/14.mondeText.artikel,a0025.idx,6]
- World legal Institue [http://www.loc.gov/law/guide/kenya.html]
Kategorie:Staat
ja:ケニア
ko:케냐
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th:ประเทศเคนยา
zh-min-nan:Kenya
PfadfinderZur Pfadfinderbewegung gehören weltweit mehr als 38 Millionen Kinder und Jugendliche in zahlreichen nationalen und internationalen Jugendverbänden. Die Anzahl der ehemaligen Mitglieder, also der Menschen, die bisher der Pfadfinderbewegung angehört haben, wird heute auf etwa 300 Millionen geschätzt. Nur in 6 Staaten (Kuba, Andorra, Volksrepublik China (mit Ausnahme von Hongkong und Macao), Nordkorea, Laos, Myanmar) gibt es nach Angaben von WOSM keine Pfadfinderverbände.
Der Schutzpatron der Pfadfinder ist der Ritter St. Georg, der einen Drachen getötet haben soll. Nach seinem Vorbild sollen Pfadfinder ritterlich und ehrlich handeln, anderen Menschen Freund sein, Hilfsbedürftige und Schwache unterstützen und die Umwelt schützen. Das Symbol der männlichen Pfadfinder ist die Lilie, graphisch wird aber eigentlich eine Fleur-de-Lis verwendet, das der weiblichen ein Kleeblatt.
Trotz des christlichen Schutzpatrons stehen die Pfadfinderorganisationen Menschen aller Glaubensrichtungen offen.
Kleeblatt
Die Pfadfindermethode
Kleeblatt
Die World Organization of the Scout Movement (WOSM) beschreibt in ihrer Ordnung die Pfadfinderbewegung als „eine freiwillige, nicht-politische Erziehungsbewegung für junge Menschen, die offen ist für alle, ohne Unterschiede von Herkunft, Rasse oder Glaubensbekenntnis, übereinstimmend mit dem Ziel, den Prinzipien und der Methode, die vom Gründer der Bewegung entwickelt wurden.“ (übersetzt aus: [http://www.scout.org/wsrc/ll/docs/constitution_E.pdf WOSM-Constitution] (pdf, 47 kB) – auch im Folgenden zitiert).
Ziel der Pfadfinderbewegung ist es, „zur Entwicklung junger Menschen beizutragen, damit sie ihre vollen körperlichen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Persönlichkeiten, als verantwortungsbewusste Bürger und als Mitglieder ihrer örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaft einsetzen können.“
Die Prinzipien der Pfadfinderbewegung beschreiben einen Verhaltenskodex, der für alle Mitglieder gleichermaßen gilt und damit die Bewegung charakterisiert. WOSM bezeichnet die drei Grundprinzipien als Verpflichtungen:
- die Pflicht gegenüber Gott,
- die Pflicht gegenüber Dritten und
- die Pflicht gegenüber sich selbst.
Anstelle von „Pflicht gegenüber Gott“ wird häufig auch von einer Verpflichtung gegenüber einer höheren Macht gesprochen, um nicht-monotheistische Religionen mit einzubeziehen. Auf keinen Fall ist in ihr eine Beschränkung auf den christlichen Gott zu sehen.
Die pfadfinderische Methode, mit deren Hilfe das Ziel der Pfadfinderbewegung erreicht und die oben genannten Prinzipien erfüllt werden sollen, ist ein System fortschreitender Selbsterziehung aus vier Elementen:
- Pfadfindergesetz und Pfadfinderversprechen,
- Learning by doing (Lernen durch Selbermachen),
- Bildung kleiner Gruppen,
- Fortschreitende und attraktive Programme verschiedenartiger Aktivitäten.
Die Pfadfindermethode umfasst die genannten vier Elemente als Ganzes, wenn einzelne Elemente weggelassen werden, wird keine Pfadfinderarbeit mehr geleistet.
Pfadfindergesetz (in einigen Verbänden: Pfadfinderregeln) und Pfadfinderversprechen dienen vor allem der Verpflichtung auf die gemeinsamen Werte der Pfadfinderbewegung, wobei das in allen Verbänden ähnliche Pfadfindergesetz den Wertekanon festlegt, während durch das persönlich abzulegende Versprechen die Selbstverpflichtung des Einzelnen auf diesen Kanon und die Bindung an die Pfadfinderbewegung verstärkt werden. Mit der Betonung des „Learning by doing“ (Lernen durch Selbermachen) wird das erfahrungs- und handlungsorientierte Lernen als zentrale Lernmethode der Pfadfinderbewegung festgelegt. Hauptziel der Bildung kleiner Gruppen wie beispielsweise der Sippen ist die frühzeitige Übernahme von Verantwortung und die Erziehung zu Selbständigkeit um zur Entwicklung des Charakters beizutragen. Damit werden die Anerkennung von Verantwortlichkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Führung gefördert. Die fortschreitenden und attraktiven Programme verschiedenartiger Aktivitäten bewirken dabei eine stufenweise Erweiterung des jeweiligen Horizonts sowie eine langfristige Bindung an die jeweilige Gruppe. Zu den Aktivitäten können Spiele, der Erwerb sinnvoller Fertigkeiten und der Dienst im Gemeinwesen gehören; sie finden weitgehend in engem Kontakt mit Natur und Umwelt statt. Dabei werden die Interessen der Teilnehmer berücksichtigt.
Obwohl die hier verwendeten Formulierungen von Ziel, Prinzipien und pfadfinderischer Methode von WOSM stammen, können sie zu großen Teilen auch auf die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) und auf Pfadfinderverbände, die weder WAGGGS noch WOSM angehören, übertragen werden. Ein Vergleich der Formulierungen und Ansätze von WOSM und WAGGGS findet sich auf der [http://www.wagggs.org/newsroom/documents/pdf/WOSM/Fundamental%20Principles.pdf WAGGGS-Homepage] (pdf, 308 kB).
Diese allgemeinen Ausführungen zur Pfadfindermethode werden im Alltag der Gruppen in einer Vielfalt von einzelnen Elementen umgesetzt. Zu den häufigsten unter ihnen zählen:
- regelmäßige Gruppenstunden in festen Gruppen, Entwicklung gemeinsamer Rituale, gemeinsame Kleidung (Pfadfinderkluft)
- Zeltlager, Fahrten und internationale Begegnungen
- frühzeitige Übernahme von Verantwortung (beispielsweise als Gruppenleiter/Sippenführer) und gleichberechtigte Partizipation aller in Entscheidungsprozessen
- damit einhergehend: freiwillige Selbstverpflichtung durch das Pfadfinderversprechen
- Einübung von Pfadfindertechniken, Basteln und Werken
- musisch-kulturelle Aktivitäten wie gemeinsames Singen und Musizieren
- Naturerlebnis in Spielen und Erkundungen, Kennen Lernen von ökologischen Zusammenhängen
- gesellschaftliches Engagement (beispielsweise durch Hilfsaktionen oder Altpapiersammlungen).
Geschichte der Pfadfinderbewegung
Geschichte der Weltpfadfinderbewegung
ökologischen
Gründung und weltweite Ausbreitung
1899 veröffentlichte der englische General Baden-Powell für die britische Armee das Buch „Aids to Scouting“ (Anleitung zum Kundschafterdienst), das aufgrund des Heldenstatus, den er im Burenkrieg errungen hatte, bei den Jugendlichen in England großes Interesse auslöste. Als Baden-Powell nach seiner Rückkehr nach England feststellte, dass überall nach seinem Buch „Kundschafter“ gespielt wurde, versuchte er, aus diesem Spiel ein – heute würde man sagen erlebnispädagogisches – Konzept zur Jugenderziehung zu entwickeln. Zur Erprobung dieses Konzepts veranstaltete er 1907 (31. Juli - 09. August) ein erstes Lager auf Brownsea Island. Daran nahmen 20 Jungen aus verschiedenen sozialen Schichten teil. Sie trugen einheitliche Uniformen, um die sozialen Unterschiede zu verwischen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen veröffentlichte Baden-Powell 1908 eine für Jugendliche überarbeitete Version von „Aids to Scouting“: Scouting for Boys.
Obwohl das in „Scouting for Boys“ Dargestellte eigentlich nur die Methodik der schon existierenden Jugendverbände ergänzen sollte, entstanden auch außerhalb dieser Verbände viele Pfadfindergruppen. Um diese Bewegung in England zusammenzufassen wurde noch 1908 die Boy Scout Association gegründet. Gleichzeitig entstanden in vielen anderen Ländern ebenfalls Pfadfindergruppen, so dass es schon vor dem Ersten Weltkrieg auf allen Kontinenten – mit Ausnahme der Antarktis – Pfadfindergruppen gab.
Für diesen großen Erfolg und die rasche Ausbreitung der Pfadfinderidee gibt es mehrere Gründe. Maßgeblich in Großbritannien, den Dominions und den britischen Kolonien waren die gezielten Pressekampagnen und die Lobbyarbeit, die Baden-Powell gemeinsam mit Arthur Pearson, dem Verleger von „Scouting for Boys“, betrieb. Schon vor der Publikation versandten beide zahlreiche Werbebriefe an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Großbritannien, unter anderem auch an Angehörige des Königshauses. Gleichzeitig mit der Buchveröffentlichung wurde die wöchentlich erscheinende Jungenzeitschrift „Scouting“ gestartet, die schon zum Ende des Jahres 1908 eine Auflage von 110.000 Exemplaren erreichte. Daneben entstanden auch weitere Zeitschriften zu diesem Thema, die ähnliche Auflagen erzielten.
Die durch diese Kampagnen erzielte Begeisterung wurde natürlich auch außerhalb von Großbritannien und seinen Kolonien wahrgenommen und in Presseveröffentlichungen herausgestellt. Dieses Interesse führte in Verbindung mit dem so wahrgenommenen Erziehungsziel „guter Staatsbürger“, das bürgerliche Wertvorstellungen bediente, zur Gründung von Pfadfinderverbänden in anderen Ländern, meist durch Pädagogen oder an der Erziehung interessierten Menschen. Zum Export der Pfadfinderidee in andere Länder existieren daneben auch einige Anekdoten, so die von dem unbekannten Pfadfinder, der den späteren Gründer der Boy Scouts of America durch den Londoner Nebel führte und dafür keine Belohnung annahm mit der Begründung: „I’m a scout. (Ich bin Pfadfinder.)“
Nicht vernachlässigt werden darf auch, dass die Gründungszeit der Pfadfinderbewegung in einen Zeitraum fällt, in dem die Jugend als eigenständige Lebensphase entdeckt wurde und verschiedene pädagogische Konzepte zum Umgang mit dieser Altersstufe entstanden. Parallel zur Pfadfinderbewegung entstanden zahlreiche weitere Jugendverbände und -organisationen, wie beispielsweise der CVJM, der deutsche Wandervogel oder die Arbeiterjugendbewegung. In Deutschland fiel die Gründungsphase der Pfadfinderbewegung zeitlich ungefähr mit der ersten Phase der Reformpädagogik und ihren zahlreichen Schulgründungen zusammen.
Ausbau der Pfadfinderbewegung
Das erste große Pfadfindertreffen fand 1909 mit mehr als 11.000 Teilnehmern im Kristallpalast in London statt. Baden-Powell war sehr erstaunt, als er dort auch Mädchen traf, die ihm erklärten, dass sie Pfadfinderinnen seien. Für sie wurden 1910 die Girl Guides (Pfadfinderinnen; in den USA Girl Scouts) gegründet, die unter der Leitung von seiner Schwester Agnes Baden-Powell standen. 1912 übernahm Olave Baden-Powell, Baden-Powells Frau, diese Aufgabe.
Da auch die jüngeren Brüder bei den Pfadfindern mitmachen wollten, wurde 1914 die Wölflingsarbeit eingeführt. Bereits 1916 wurde diese Arbeitsform grundlegend überarbeitet. Für die älter werdenden Pfadfinder wurde 1919 als dritte Altersstufe die Roverarbeit entwickelt. Im gleichen Jahr wurde Baden-Powell der Gilwell Park geschenkt, den er als Zentrum für die Ausbildung von Pfadfinderführern nutzte. Bereits sechs Wochen nach der Übergabe fand dort der erste Woodbadgekurs statt.
1920 wurde in London für die männlichen Pfadfinder das Boy Scouts International Bureau gegründet, in dem die Pfadfinderverbände weltweit zusammenarbeiteten und das später seinen Namen in World Organization of the Scout Movement (WOSM) änderte. Für die internationale Zusammenarbeit zwischen den Pfadfinderinnen war bereits 1919 der International Council entstanden, aus dem 1928 die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) hervorging. Olave Baden-Powell wurde 1932 von WAGGGS zur Chief Guide of the World gewählt.
1941 starb Baden-Powell mit fast 84 Jahren in Nyeri in Kenia. In seinem letzten Brief hinterließ er der Pfadfinderbewegung ihren bis heute wohl wichtigsten Satz: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.“
1977 starb Olave Baden-Powell, Chief Guide of the World.
Veranstaltungen und Zentren
1977
Nur zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fand 1920 in London das erste Weltpfadfindertreffen statt. An diesem Jamboree nahmen etwa 8.000 Pfadfinder aus 27 Ländern teil. Sie ernannten Baden-Powell spontan zum Chief Scout of the World. Seitdem werden in der Regel im Vier-Jahres-Rhythmus Welt-Jamborees abgehalten. Weitere wichtige Jamborees waren das 1947 nach der durch den Zweiten Weltkrieg erzwungenen Pause abgehaltene Jamboree de la Paix in Frankreich und das Jubilee Jamboree 1957 in England zum fünfzigsten Jubiläum der Pfadfinderbewegung und hundertsten Geburtstag von Baden-Powell. 1979 fiel das Welt-Jamboree wegen der islamischen Revolution im Iran erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Stattdessen wurde ein World Jamboree Year durchgeführt. Beim Welt-Jamboree 1983 in Kanada durften erstmals Mädchen aus koedukativen WOSM-Mitgliedsverbänden teilnehmen.
1931 fand in Kandersteg das erste World Scout Moot für Rover statt, ein Treffen der älteren Pfadfinder. 1939 trafen sich in Ungarn 4.000 Pfadfinderinnen zum ersten Weltlager der Pfadfinderinnen Pax Ting. Seit den 1960er Jahren führt WAGGGS keine Weltlager mehr durch.
Neben die Jamborees und die World Scout Moots traten in der zweiten Hälfte zwei jährlich abgehaltene internationale Veranstaltungen, an denen Gruppen von ihrem Heimatort aus teilnehmen können: 1958 das Jamboree-on-the-Air, bei dem über Funk kommuniziert wird, und 1997 das Jamboree On The Internet.
Parallel zum Aufbau dieses Netzwerks von Veranstaltungen entstanden zahlreiche Pfadfinderzentren, von denen die wichtigsten von den Weltverbänden betrieben werden. Zu ihnen zählt auch der oben schon erwähnte Gilwell Park, obwohl er heute dem britischen Pfadfinderverband gehört. Im schweizerischen Kandersteg wurde 1923 das International Scout Chalet als Weltzentrum von WOSM gegründet (heute: Kandersteg International Scout Center). WAGGGS eröffnete 1932 mit Our Chalet in Adelboden in der Schweiz sein erstes Weltzentrum, 1939 folgte Our Ark in London (1963 in Olave House umbenannt, 1990 aufgegeben). Dazu kamen 1957 Our Cabaña in Morelos in Mexiko, 1966 Sangam in Pune in Indien und 1990 Pax Lodge in London (als Ersatz für Olave House).
Modernisierung und Abspaltungen
Bereits in der Gründungsphase der Pfadfinderbewegung entstanden in vielen Ländern verschiedene konkurrierende Pfadfinderverbände, die aber in der Regel keinen längeren Bestand hatten oder in Dachverbänden zusammengefasst wurden. Außerhalb Deutschlands kam es erst ab den 1960er Jahren zu einer erneuten und sich verstärkenden Aufsplitterung in verschiedene Pfadfinderverbände, die aber nur einen geringen Anteil an der Gesamtzahl aller Pfadfinder ausmachen. Hauptgrund für diese Entwicklung waren die Modernisierungsbestrebungen der großen Verbände, die von Einzelnen als Aufgabe des ursprünglichen Pfadfindertums nach Baden-Powell wahrgenommen wurden.
Aus diesen Gegenbewegungen entstanden zwei kleine internationale Dachverbände. 1978 wurde die Union Internationale des Guides et Scouts d’Europe gegründet, die insbesondere die religiöse Bindung und Ausrichtung der Pfadfindergruppen fördert. 1996 entstand die World Federation of Independent Scouts, deren Ziel es ist, Pfadfinderverbänden, die nicht Mitglied von WOSM oder WAGGGS sind, ein internationales Dach zu bieten.
Die Reaktionen auf diese Abspaltungen fallen sehr unterschiedlich aus, auf nationaler Ebene reichen sie vom Ignorieren der Gruppen über die Zusammenarbeit mit ihnen bis hin zu Gerichtsverfahren um den in einigen Ländern als Marke geschützten Begriff Pfadfinder. WOSM akzeptiert diese Gruppen in der Regel als Pfadfinder, bedauert aber ihre Nichtmitgliedschaft im Weltverband.
Pfadfinder in totalitären Staaten: Zwischen Verbot und Kollaboration
In der Vergangenheit wurden wiederholt in totalitären Staaten die Pfadfinderverbände verboten, in die staatlichen Jugendorganisationen eingegliedert oder unter staatliche Kontrolle gestellt. Da in den zwei letzten Fällen in der Regel die politische Unabhängigkeit des betroffenen Verbandes eingeschränkt wurde, suspendierten die Weltverbände die Mitgliedschaft der betroffenen Verbände oder schlossen sie ganz aus. Die Begründung für die Verbote oder die staatlichen Kontrollmaßnahmen fielen in Abhängigkeit vom politischen System des jeweiligen Staates sehr unterschiedlich aus. In sozialistischen Staaten wurde der Pfadfinderbewegung vorgeworfen, sie sei eine bürgerliche reaktionäre Bewegung, während in durch den Faschismus geprägten Staaten argumentiert wurde, durch ihre Internationalität sei die Pfadfinderbewegung sozialistisch geprägt.
Insbesondere die aus den sozialistischen Staaten geflüchteten Pfadfinder gründeten Exilverbände, die zum Teil noch heute existieren. Zum Teil sind diese Gruppen an die jeweiligen Nationalverbände angeschlossen worden, teilweise sind sie selbständig geblieben. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde 1990 von WOSM ein Informationsbüro in Moskau gegründet. In allen ehemals sozialistischen Staaten entstanden daraufhin Pfadfindergruppen, die oft an die Traditionen aus der Zeit vor ihrem Verbot anknüpften. Häufig wurde dieser Neuaufbau von den Exilgruppen unterstützt.
Unter staatliche Kontrolle gestellt wurden kurz nach dem zweiten Weltkrieg beispielsweise die polnischen, ungarischen und jugoslawischen Verbände, die daraufhin ihr Erziehungssystem an staatlichen Vorgaben orientieren mussten. Sie wurden deshalb aus WOSM ausgeschlossen. In Polen und Ungarn entstanden im jetzt staatlichen Pfadfinderverband parallele Untergrundstrukturen, die weiterhin nach der urspr | | |