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Roentgenium
Roentgenium (deutsch auch Röntgenium) ist ein chemisches Element, das zu den Transactinoiden gehört. Es wird auch als Eka-Gold bezeichnet.
Geschichte
Roentgenium wurde erstmals 1994 an der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) bei Darmstadt von einem internationalen Forscherteam um Sigurd Hofmann erzeugt. Mit Hilfe des Teilchenbeschleunigers UNILAC wurden Nickelatome auf hohe Geschwindigkeiten gebracht und damit Bismutatome beschossen, durch Kernfusion entstand das neue Element Roentgenium, das mit Hilfe des Geschwindigkeitsfilters SHIP isoliert und nachgewiesen werden konnte. Folgende Formel symbolisiert die Reaktion:
Zuerst erhielt es den provisorischen Namen „Unununium“, welcher die drei Einsen der Atomzahl bezeichnet. Am 18. Mai 2004 schlug die GSI vor, es nach dem deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen zu benennen. Die offizielle Benennung durch die IUPAC erfolgte am 1. November 2004, wurde aber – um an Röntgens Entdeckung der „X-Strahlen“ am 8. November 1895 zu erinnern – erst am 8. November der Öffentlichkeit bekanntgegeben.
Eigenschaften
Über die Eigenschaften des 111. Elementes ist bisher nur wenig bekannt. Das einzige nachgewiesene Isotop Rg-272 besitzt eine Halbwertszeit von lediglich 0,0015 Sekunden. In der Natur kommt Roentgenium nicht vor, sondern muss künstlich hergestellt werden.
Weblinks
- [http://www.iupac.org/news/archives/2004/naming111.html IUPAC Pressebericht] (engl.)
Kategorie:Chemisches Element
Kategorie:Gruppe-11-Element
Kategorie:Periode-7-Element
Kategorie:Übergangsmetall
ja:ウンウンウニウム
Chemisches ElementStoffe, die ausschließlich aus Atomen mit gleicher Anzahl an Protonen im Kern (Kernladungszahl) bestehen, bezeichnet man als chemische Elemente. Sie treten im Universum mit einer bestimmten Elementhäufigkeit auf. Im Gegensatz zu den Elementen stehen die Verbindungen und die Stoffgemische.
Früher war die Definition dieses Begriffs intuitiver, aber unpräziser:
Robert Boyle definierte ein chemisches Element als einen Reinstoff, der mit chemischen Methoden nicht weiter zerlegt werden kann.
Diese Definition hat den Nachteil, dass man nie sicher sein kann, ob man die chemischen Methoden völlig ausgeschöpft hat. Hätte man es z. B. im Labor nicht geschafft, Wasser zu zerlegen, so hätte man es als Element einordnen müssen.
Der heutige Element-Begriff, der für die Stoffe eine Einteilung nach ihren Bestandteilen, den Atomen, vornimmt, ist abstrakter, dafür aber präzise.
Seine praktische Bedeutung liegt darin, dass er Atome mit gleichem chemischen Verhalten (dem Verhalten bei chemischen Reaktionen) zusammenfasst. Das physikalische Verhalten von Atomen ein und desselben Elements kann dabei durchaus unterschiedlich sein, z. B. können die Atome eines Elements sich in der Masse unterscheiden (Isotope) und bei nuklearen Reaktionen unterschiedlich verhalten.
Nach der Kernladungszahl (auch Ordnungszahl) ihrer Atome ordnet man die Elemente im Periodensystem der Elemente (PSE) an. Dieses System wurde vom russischen Gelehrten Dmitri Iwanowitsch Mendelejew zeitgleich mit dem deutschen Lothar Meyer 1869 begründet.
Kernladungszahl und Masse
Die Erklärungen dafür, dass die Massezahl nicht genau dem Vielfachen der Masse des Wasserstoffatoms entspricht, sind:
- Protonen und Neutronen, die den Hauptanteil der Masse bilden, sind fast, jedoch nicht genau, gleich schwer.
- Natürliche Elemente bestehen aus einer Mischung von Atomen mit unterschiedlicher Neutronenzahl. Eine Atomart überwiegt meist bei weitem, diese bestimmt dann die Massenzahl (Ausnahme Chlor Cl mit der 35,5-fachen Masse)
- Das natürliche Mischverhältnis ist bei einem Element meist gleich (Ausnahme ist Blei, das unterschiedliche durchschnittliche Atommassen zeigt, wenn man es aus verschiedenen Lagerstätten gewinnt)
- Bei sehr genauen Messungen zeigt sich die Bindungsenergie als Massendefekt, so dass die Kernmasse stets minimal kleiner ist als die Summe der Massen der Protonen und Neutronen.
Rein- und Mischelemente
Der Kern des Wasserstoffs besteht fast immer aus nur einem Proton. Wasserstoff mit einem Proton und einem Neutron im Kern (Deuterium) tritt in natürlichem Wasserstoff mit einem Anteil von 0,015 % auf.
Der Heliumkern besteht aus zwei Protonen und zwei Neutronen. Es existieren aber auch Helium-Atome, die zwei Protonen, aber nur ein Neutron, enthalten. Diese treten in natürlichem Helium jedoch nur mit einem Anteil von 0,000137 % auf.
Chlor (17 Protonen) besteht aus einer Mischung aus Atomen mit 18 Neutronen (75,8 %) und 20 Neutronen (24,2 %).
Chemische Elemente, die nur aus einer Atomart bestehen, heißen Reinelemente, wenn sie dagegen aus zwei oder mehr Atomarten bestehen, heißen sie Mischelemente.
Atome des gleichen Elements mit unterschiedlicher Neutronenzahl nennt man Isotope.
Chemische Verbindungen
Chemische Elemente können, bis auf wenige Ausnahmen, chemische Verbindungen eingehen.
Dabei sind mehrere der elementaren Atome zu Molekülen zusammengeschlossen.
Natürliche oder künstliche Stoffe sind entweder Elemente oder Verbindungen.
Gewöhnliches Wasser H2O ist eine Verbindung aus den Elementen Wasserstoff H (2 Atome pro Molekül) und Sauerstoff (1 Atom pro Molekül). Metalle wie Eisen Fe oder Kupfer Cu sind dagegen stets Elemente.
Elemente können auch eine Verbindung mit sich selbst eingehen. Bei vielen Gasen wie Chlor Cl oder Fluor F verbinden sich zwei Atome desselben Elements zu einem Molekül, also Cl2 bzw. F2.
Die Entstehung von Elementen
Bereits beim Urknall entstanden die leichten Elemente Wasserstoff (ca. 75%) und Helium (ca. 25%), zusammen mit geringen Mengen Lithium und Beryllium.
Schwerere Elemente entstehen im Universum durch Kernreaktionen in den Sternen (meist durch Kernfusion). Am Anfang steht der Wasserstoff mit einem Atomgewicht von ca. 1,0 (ein Proton). In Hauptreihen-Sternen, wie auch unserer Sonne, verschmilzt unter hoher Temperatur (mehrere Millionen C°) und hohem Druck Wasserstoff zu Helium. (Atomgewicht ca. 4,0) Dabei verschmelzen 4 Wasserstoffatomkerne über mehrere Zwischenstufen zu einem Heliumatomkern. Dieser ist ein wenig leichter als die vier Protonen zusammen, die Massendifferenz wird als Energie in Form von (Gamma-)Strahlung frei.
Die Fusion geht auf diese Art (Atome mit geringerer Protonenzahl und Atomgewicht verschmelzen zu höheren unter Abgabe von Energie) in den meisten Sternen bis zum Kohlenstoff, in massereichen bis zum Eisen weiter. Die Energieausbeute wird dabei immer geringer. Eisen ist der am dichtesten gepackte Atomkern, bei Fusionsreaktionen darüber hinaus wird Energie verbraucht anstatt freigesetzt. Sterne sind auf Energiegewinnung aus Kernfusion angewiesen, um ihren Gravitationskollaps aufzuhalten, daher können derartige Reaktionen nicht in nennenswertem Umfang stattfinden.
Elemente schwerer als Eisen entstehen in Sternen am Ende ihrer Lebensdauer. Dabei fangen Atomkerne Neutronen ein und werden so in Elemente höherer Ordnungszahl umgewandelt. Dies geschieht im sogenannten s-Prozess (bei massearmen Sternen) oder im r-Prozess (bei massereichen Sternen während einer Supernova).
Ein Stern verliert am Ende seiner Lebensdauer große Mengen Material (kontinuierlich durch Sonnenwind oder explosiv in einer Supernova), dadurch gelangen die entstandenen Elemente zurück in das interstellare Medium. Jüngere Sternensysteme enthalten daher bereits von Anfang an auch geringe Mengen schwererer Elemente, die z.B. Planeten wie in unserem Sonnensystem bilden können.
Liste chemischer Elemente
A Actinium - Aluminium - Americium - Antimon - Argon - Arsen - Astat
B Barium - Berkelium - Beryllium - Bismut - Blei - Bohrium - Bor - Brom
C Cadmium - Cäsium - Calcium - Californium - Cer - Chlor - Chrom - Curium
D Darmstadtium - Dubnium - Dysprosium
E Einsteinium - Eisen - Erbium - Europium
F Fermium - Fluor - Francium
G Gadolinium - Gallium - Germanium - Gold
H Hafnium - Hassium - Helium - Holmium
I Indium - Iod - Iridium
J Jod siehe Iod
K Kalium - Kobalt - Kohlenstoff - Krypton - Kupfer
L Lanthan - Lawrencium - Lithium - Lutetium
M Magnesium - Mangan - Meitnerium - Mendelevium - Molybdän
N Natrium - Neodym - Neon - Neptunium - Nickel - Niob - Nobelium
O Osmium
P Palladium - Phosphor - Platin - Plutonium - Polonium - Praseodym - Promethium - Protactinium
Q Quecksilber
R Radium - Radon - Rhenium - Rhodium - Roentgenium - Rubidium - Ruthenium - Rutherfordium
S Samarium - Sauerstoff - Scandium - Schwefel - Seaborgium - Selen - Silber - Silizium - Stickstoff - Strontium
T Tantal - Technetium - Tellur - Terbium - Thallium - Thorium - Thulium - Titan
U Unnilpentium ( - ) - Unnilquadium ( - ) - Ununoctium - Ununhexium - Ununquadium - Ununbium - Ununtrium - Ununpentium - Ununseptium - Ununnilium ( - ) - Uran
V Vanadium
W Wasserstoff - Wolfram
X Xenon
Y Ytterbium - Yttrium
Z Zink - Zinn - Zirkonium
- veralteter Name
weitere Darstellungsformen
- Sortierung nach Symbol
- Liste der chemischen Elemente nach der Ordnungszahl
- Periodensystem
- Periodensystem mit Elektronenkonfiguration
Literatur
- Lucien F. Trueb: Die chemischen Elemente. Ein Streifzug durch das Periodensystem. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7776-1356-8
Weblinks
- [http://www.chemieseite.de/ www.chemieseite.de] enthält ausführliche Beschreibungen der Hauptelemente.
- [http://chemlab.pc.maricopa.edu/periodic/lyrics.html] Lied der chemischen Elemente
Kategorie:Chemie
Siehe auch
- Elektronegativitäten der Elemente,
- Elementnamensgebungskontroverse,
- Systematische Elementnamen,
- Verdampfungswärme der chemischen Elemente
- Nebulium
- Kalzium ist ein Computerprogramm für das Betriebssystem Linux, das sehr viele Informationen zum Periodensystem und den Elementen bietet.
- Phlogiston
- Nukleosynthese
ja:元素
ko:화학 원소
ms:Unsur kimia
simple:Element
th:ธาตุเคมี
EkaEka- ist die Bezeichnung für ein chemisches Element, welches im Periodensystem unter einem anderen Element steht. Der Begriff Eka wird vor allem benutzt, solange das darunterstehende Element noch nicht entdeckt ist. So hieß Germanium bis zu seiner Entdeckung Eka-Silizium.
EKA ist ebenso die Abkürzung für "Erwachsene Kinder aus alkoholkranken Familien", sie gehören zu den Al-Anon/ Al-Ateen Familiengruppen der Anonymen Alkoholiker.[http://www.al-anon.de Al-Anon].
Taiso Eka (chin. Dazu Huike) ist der Name des 2. Zen-Patriarchen.
Kategorie:Chemisches Element
Gold
Gold (von indogermanisch ghel: glänzend, (gelb) ) ist ein chemisches Element und ein so genanntes Edelmetall, das chemische Kürzel Au für Gold ist auf die lateinische Bezeichnung Aurum zurückzuführen. Gold besteht aus nur einem stabilen Isotop. Das Schwermetall ist weich wie Zinn und von bemerkenswerter Farbigkeit. Es wird von Säuren im Allgemeinen nicht angegriffen; eine Ausnahme bildet das Säuregemisch „Königswasser“, eine Mischung aus Salzsäure und Salpetersäure. In wässrigen Cyanidlösungen ist Gold leicht unter Aufnahme von Sauerstoff als Komplexverbindung löslich. In sauren hydrothermalen Lösungen ist Gold relativ gut physikalisch löslich. Des Weiteren löst es sich leicht in vielen Metallen zu Legierungen. Einige der ungewöhnlichen Eigenschaften wie die goldgelbe Farbe und hohe Duktilität, lassen sich nach neueren Berechnungen am besten mit dem relativistischen Effekt erklären.
Gold wird seit Jahrtausenden für Schmuck und in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel verwendet. Es gehört zu den Münzmetallen.
Goldsynthese
Gold entsteht bei Kernverschmelzungsprozessen in Supernovae.
Die seit Mitte des 20. Jahrhunderts von Menschenhand initiierten Kernverschmelzungs- und -spaltungsprozesse bestätigen die Machbarkeit des langgehegten Traumes der Alchimisten. Die Ausführung der Goldsynthese ist jedoch in Anbetracht der Ausbeute und Kosten vollkommen unwirtschaftlich.
So bezeichnet die Gewinnung von Gold eigentlich das Konzentrieren der natürlichen Vorkommen.
Gold als Mineral
Gold kommt in der Natur als gediegenes Mineral vor. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem, hat eine Härte von 2,5 bis 3, eine sattgelbe Farbe, die entsprechend als "goldgelb" bekannt ist, und ebensolche Strichfarbe. In feiner Verteilung ist es je nach Korngröße gelblich, ockerbraun bis purpurviolett und wird dann als Goldpurpur bezeichnet. Mit zunehmender Temperatur verliert Feingold an Farbintensität und ist hellgelb glühend, bevor es schmilzt. Das geschmolzene Metall ist zitronengelb, leicht grünlich und erhält seine intensive gelborange Farbe erst wieder, wenn es vollständig abgekühlt ist.
Beimengungen von Kupfer lassen es rosa oder rötlich erscheinen, senken die Schmelztemperatur und steigern zugleich Härte, Festigkeit und Polierbarkeit beträchtlich. Steigende Silberanteile verändern die Farbe des reinen Goldes über hellgelb nach hellgrün und schließlich zu weiß; Schmelztemperatur und Härte verändern sich dabei nur sehr wenig. Die meisten Metalle, so auch die bekannten Platinmetalle, Quecksilber und die Eisenmetalle führen als Beimischungen dagegen in steigenden Anteilen zu einer Entfärbung in Form einer eher schmutziggelbgrauen bis grauweißen Legierung. Zugleich tragen sie aber auch zu einer erheblich größeren Härte und Festigkeit bei.
Da Gold ein relativ reaktionsträges Element ist, behält es gewöhnlich seinen Glanz und Farbe und ist daher in der Natur leicht zu erkennen. Es wird manchmal mit Quarz vergesellschaftet in Hydrothermaladern gefunden, zuweilen auch zusammen mit Kupfererzen.
Verwitterung und Erosion goldhaltiger Gesteine führen oft zur Ablagerung des relativ schweren Metalls am Boden fließender Gewässer. Dies kann zu relativ ausgedehnten Lagerstätten führen, die aus jedem geologischen Zeitalter stammen können.
Der Bestandteil an der Erdkruste ist mit etwa 0,01 ppm (entsprechend 0,000001 Prozent) extrem gering. Aufgrund des hohen Preises, der für echtes Gold gezahlt wird, lohnt sich die Ausbeutung jedoch schon bei relativ niedrigem Goldgehalt.
Vorkommen
Die Vorkommen sind über die ganze Welt verstreut; circa 40 Prozent des heute bergmännisch geförderten Golderzes kommen aus den USA, Südafrika und Australien.
Bisher wurden etwa 2/3 der bekannten Goldvorräte ausgebeutet. Die jährliche Förderung beträgt heute etwa 2300 Tonnen, etwa hundertmal mehr als im letzten Jahrhundert. Dies ist insbesondere auf die Verbesserung der Fördertechnik zurückzuführen, die wiederum durch die große Nachfrage nach Gold getrieben wurde. Inzwischen lohnt sich der Abbau von Gestein, das nur ein Gramm Gold pro Tonne Gestein enthält. So wurden auch alte Abraumhalden mittels neuer verfeinerter Goldgewinnungsmethoden nochmals ausgebeutet. Bedeutende Goldmengen fallen bei der Raffination anderer Metalle, wie Kupfer, Nickel oder der anderen Edelmetalle an, so dass unter Umständen erst diese "Verunreinigungen" ein Vorkommen interessant machen. In kleinen Mengen kommt Gold auch in Deutschland vor. So kann man zum Beispiel in Theuern im Thüringer Wald noch heute Gold waschen. Auch auf den Geröllbänken des Hoch- und Oberrheines wie beispielsweise bei Istein finden sich geringe Mengen, insbesondere Flitter. Deutschlands größte Goldlagerstätte mit historischem Goldbergwerk befindet sich im nordhessischen Korbach. Des weiteren sind in den Klärschlämmen der Städte bemerkenswerte Goldspuren enthalten, die von der Nutzung, Verarbeitung und Verschleiß von Goldlegierungen, (Abrieb von Zahnfüllungen, Schmuckkettenglieder, Verlust, etc.) stammen.
Klärschlämmen
In Europa sind die rumänischen Golderzvorkommen heute von wirtschaftlicher Bedeutung. Fast alle europäischen Flüsse führen Spuren von Gold mit sich. Die größte verfügbare Goldreserve ist jedoch das Salzwasser der Ozeane, worin es in geringsten Konzentrationen als Chlorid-Komplex gelöst ist. Dieses gigantische Volumen im Kubikkilometer-Maßstab stellt eine nicht uninteressante Größe dar und übertrifft das bisher bergmännisch geförderte Gold bei weitem. Nach dem ersten Weltkrieg versuchten einige deutsche Forscher, dieses Gold unter anderem durch elektrolytische Verfahren zu gewinnen. Wegen Unwirtschaftlichkeit wurden diese Versuche allerdings eingestellt. Nicht zu vergessen ist eine wichtige Quelle des Edelmetalls die Wiederverwendung aus alten edelmetallhaltigen Materialien, wie Elektronikschrott, Galvanikschlämmen, Pigmenten, Filterstäuben, Schlacken, Dental- und Schmuckverarbeitungsabfälle.
Das Angebot an Gold unterliegt starken Schwankungen, zum Beispiel ist die Balance von Angebot und Nachfrage auch durch spekulative Erscheinungen ständig in Bewegung. Auf internationale Entwicklungen zum Beispiel die Öffnung des Ostblocks, kriegerische Spannungen, aktuell die wirtschaftliche Entwicklung Asiens oder Änderung der Währungsparitäten zueinander, reagiert das Goldangebot/Nachfrage-Verhältnis dynamisch, zum Teil mit erheblichen Preisveränderungen.
Verwendung
Asien
Gold dient in Form von Goldmünzen und Barrengold als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken der Welt eingelagert, auch wenn heute die Stabilität einer Währung nicht mehr auf der Deckung durch Goldreserven beruht. Eine natürliche Anwendung findet Gold darüberhinaus in der Schmuckindustrie, die es zu Ringen, Ketten, Armbändern und anderem Schmuck verarbeitet. Der Edelmetallgehalt wird durch die Repunze beglaubigt.
Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und ästhetischen Qualitäten wird es in der Zahnheilkunde als Füll- oder Ersatzmaterial für kariöse Zähne eingesetzt. Auch die Elektronikindustrie setzt Gold aufgrund der Zuverlässigkeit der Eigenschaften, Korrosionsbeständigkeit und guten Verarbeitbarkeit ein: So werden Verbindungsdrähtchen zwischen Chips und ihren Gehäusebeinchen aus hochraffiniertem Feingold gefertigt, wobei sich beispielsweise ein Gramm des Edelmetalls problemlos zu einem Drähtchen von mehr als drei Kilometer Länge ausziehen lässt.
Goldfolie, auch Blattgold genannt, wird seit der Antike verwendet. Hergestellt aus hochgoldhaltigen Legierungen, wird es dünner als die Wellenlänge des sichtbaren Lichtes gewalzt und geschlagen. Im Auflicht glänzt es goldgelb, im Gegenlicht scheint grünlich-blau die Lichtquelle durch und bildet auch das Schlagmuster des Metalls ab, weshalb es auch meistens auf einer entsprechend präparierten Unterlage aufgetragen wird. Verwendet wird es, um nichtmetallischen Gegenständen, hier Bilderrahmen, Büchern (Goldschnitt), Mobiliar, Figuren, Architekturelementen, Stuck, Ikonen etc., das Aussehen von echtem Gold zu verpassen.
Gold reflektiert infrarote, rote und gelbe Wellenlängen des Lichts bedeutend besser als die energiereicheren blauen blauvioletten und ultravioletten Lichtstrahlen; deshalb werden wärmereflektierende Beschichtungen, Gläser, Optiken und Spiegel damit bedampft.
Im Speisenbereich dient es in Form von Blattgold und Blattgoldflocken als Lebensmittelfarbe E 175 zum Vergolden von Speisen, zum Beispiel für Überzüge von Süßwaren und zur Verzierung von Pralinen, und in Getränken, zum Beispiel Goldwasser. Metallisches Gold gilt als ungiftig.
Goldwasser
Goldverbindungen können zum Teil sehr giftig wirken. Die farblosen Goldcyanide und die zitronengelbe Tetrachlorogoldsäure zählen dazu. Einige Goldsalze werden heilend zur Rheumatherapie eingesetzt. Goldinjektionen wurden früher gegen Rheuma verabreicht; in neuerer Zeit jedoch verdrängen preigünstigere Medikamente eine Behandlung mit Gold. Allerdings hat med. Gold nebenwirkungen - es schädigt die Leber, das Blut und die Nieren, bei unsachgemäßer, bzw. nicht ärztlich-kontrollierter Einnahme.
Dekorativ findet Gold vielfältige Anwendungen, zum Beispiel in galvanischen Beschichtungen von Metallen und Kunststoffen. Auf Porzellanglasuren, Zahnersatzkeramiken und Glas lassen sich Goldpigmente einbrennen. Historisch war die Feuervergoldung von Metallen mit Hilfe der Gold-Quecksilber-Legierungen, so genannter Amalgame, nachweislich schon in der Antike die einzig brauchbare Methode, um dauerhafte Vergoldungen auf Silber, Bronze, oder anderen Unedelmetallen herzustellen. Diese Methode scheidet heute aufgrund der starken Giftwirkung der Quecksilberdämpfe aus. Die Feuervergoldung ist mittlerweile auf Grund gesetzlicher Bestimmungen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz auch zur Restaurierung verboten. Mit der Entwicklung galvanischer Vergoldungsbäder im späten 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert wurde dieser Bereich in den Möglichkeiten qualitativ erweitert und ersetzt.
Goldpigmente wurden historisch in der Glasherstellung seit dem 16. Jahrhundert eingesetzt (Goldrubinglas), sind allerdings heute weitgehend durch preiswertere Verfahren ersetzt.
Geschichte
galvanischer
galvanischer
Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Dies liegt einerseits daran, dass Gold die auffallende gelbe Farbe zeigt, sehr oft gediegen, also als Element in der Natur vorkommt und nicht erst aus Erzen chemisch isoliert werden muss.
Außerdem lässt sich Gold sehr gut mechanisch bearbeiten. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderaten Schmelztemperaturen und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv. Aufgrund seiner Farbigkeit, der Korrosionsbeständigkeit, der der Beständigkeit des Glanzes zugrunde liegt, und Seltenheit und auffallender Schwere, wurde es in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet. Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit. In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem Zweitem Jahrtausend vor Christus nachweisen. Es wurde etwa im Goldenen Hut von Schifferstadt oder der Himmelsscheibe von Nebra verarbeitet.
Seit alters her war Gold in Europa, Asien und Afrika sehr begehrt. Die Fahrt der Argonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis stellt die wohl früheste dokumentierte weite Seefahrt der Griechen dar.
Das Alte Testament spricht vom Goldenen Kalb, das sich die Israeliten als Götzenbild herstellten, während Moses die Zehn Gebote empfing, und vom Goldland Ophir. Die Gier nach Gold wurde zum Grund für Kriege und Eroberungszüge.
Die Ägypter beuteten Vorkommen in Oberägypten und Nubien aus. Die Römer ihrerseits nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien, Rumänien und Germanien.
Der Traum der Alchemisten des Mittelalters war die Herstellung von Gold.
Auch in Südamerika und Mesoamerika begannen die Menschen schon früh mit der Goldgewinnung und Goldverarbeitung. So verfügten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des 1. Jahrtausends über eine hochentwickelte Kultur der Goldverarbeitung, die die Legierungsbildung (Tumbago und Vergoldung) einschloss. Für rituelle Zwecke wurden Gegenstände von mehreren Kilogramm Gold hergestellt.
Die ersten Goldfunde in Mittel- und Südamerika lockten nach den Fahrten von Christoph Kolumbus europäische, insbesondere spanische Eroberer an, die die indigenen Kulturen zerstörten und das Gold in Galeonen nach Europa schafften. Spanien wurde so vorübergehend zur reichsten Nation Europas.
Immer wieder lockten Goldfunde große Mengen an Abenteurern an. Im 19. Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen in die Fundgebiete großer Goldmengen.
Beispiele sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 oder der Goldrausch 1897 am Klondike-River in Alaska. Auch in Australien und Südafrika kam es zum Goldrausch. Kaum einer der Goldsuchenden wurde jedoch durch bergmännischen Goldabbau oder Goldwäsche reich.
In den 1920er Jahren versuchte der Chemiker Fritz Haber Gold aus Meerwasser zu gewinnen. Die durchschnittliche Ausbeute war mit 0,004 Milligramm Gold pro Tonne Meerwasser jedoch zu gering für eine wirtschaftliche Verwertung. Auch heute führt der schwankende Goldpreis oft zu sozialen Verwerfungen: So hat der fallende Goldpreis zu einer starken Verarmung der Bevölkerung in Afrika geführt, die von der Goldproduktion lebt. Im brasilianischen Amazonasraum ist der informelle Goldabbau durch Garimpeiros oft mit schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen verbunden.
Mit kerntechnischen Methoden kann man Gold in der Goldsynthese prinzipiell auch künstlich herstellen.
Wert
Garimpeiro
Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen.
So bedeutet der Stempeleindruck "750" in Goldschmuck, dass das Metall 750 von 1000 Gewichtsanteilen reines Gold enthält.
Die Reinheit kann aber auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,995.
Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt, aber ein bestimmtes, unter dem Namen Gold Fixing in London bekanntes Verfahren, das 1919 erstmals angewandt wurde, ermöglicht die Herausgabe eines Goldpreises zweimal täglich.
Gold als Währung oder Währungsdeckung
Historisch wurde Gold als Währung eingesetzt. Eine Geldeinheit entsprach einer bestimmten Menge Gold. In Deutschland war während des Deutschen Reichs von 1871 bis 1918 das gesetzliche Zahlungsmittel die Goldmark, wobei einem Gramm Gold genau 4,20 Goldmark entsprachen. Dieses System konnte im Zuge des verlorenen ersten Weltkrieges und der damit verbundenen Reparationen nicht aufrecht erhalten werden.
Siehe auch Goldwährungssystem
Als Relikt aus dieser Zeit wird noch heute die Versicherungssumme und der Beitrag in der Gebäudeversicherung in Mark 1914 ausgedrückt und per Indexzahlen auf aktuelle Werte hochgerechnet.
Lange Zeit entsprach in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Unze Gold 20,67 Dollar. Später, im Bretton-Woods-System wurde diese Äquivalenz auf 35 Dollar angehoben.
Am 17. März 1968 wurde der Goldpreis gespalten und ein zweigliedriges System wurde eingeführt. Der eine Preis konnte sich frei dem Markt anpassen, der andere war fix.
Am 21. Januar 1980 war der Preis auf einem Rekordhoch von 850 US-Dollar, am 21. Juni 1999 auf einem Tiefstand von 252,90 US-Dollar (London Fixing). Eine steigende Nachfrage ließ den Preis 2004 über die 420-Dollar-Marke ansteigen.Im Jahr 2005 stieg der Goldpreis weiter und erreichte im September mehr als 475 Dollar und im November mehr als 492 Dollar. Viele Experten erwarten, daß Inflationsängste in Euroland und den USA den Goldpreis weiter deutlich in die Höhe treiben werden.
Wegen der Funktion von Gold als Währungsreserve war der Goldbesitz in den USA zeitweise verboten. Von 1933 bis 1975 waren nur Schmuck und Münzsammlungen erlaubt. Präsident Franklin D. Roosevelt konfiszierte Gold über Executive Order 6102 und Präsident Richard Nixon unterband, dass nichtamerikanische Nationalbanken Dollars zu einem fixen Preis gegen Gold wechseln konnten.
Gold wird oft als langfristige Wertanlage angesehen. Dies gilt speziell in Zeiten von Hyperinflation. Jedoch kann der Goldpreis von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, etwa Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen, um Leerverkäufe zu provozieren, oder verkauft; die Goldproduktion wird hochgefahren. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf, die Goldproduktion wird heruntergefahren.
Da Gold einen geringen Nutzwert hat und seine Produktion sich daher kaum dem Verbrauch anpassen muss, ist der Goldpreis sehr volatil, dass heißt, er schwankt auch innerhalb kurzer Zeiträume beträchtlich.
Aus diesem Grund gilt Gold heute als ungeeignet zur Währungsdeckung, zumal mit wachsender Geldmenge als Gegenreaktion der Zentralbank auf die normalerweise sinkende Umlaufgeschwindigkeit auch die Goldmenge als Deckung ständig mitwachsen müsste. Dies funktioniert normalerweise nicht.
Wenn das kompensierende Geldmengenwachstum durch Goldmangel gestoppt würde, wäre entweder eine Deflation wegen Mangel an Zahlungsmitteln die Folge oder das Abrücken von der Golddeckung. Letzteres ist wie oben beschrieben in der Geschichte mehrmals passiert.
Deflation durch Gold
- Die Deflation ab 1929 in Europa wurde vor allem dadurch ausgelöst, dass aufgrund zurückgegangener Goldreserven (es handelte sich nur um geliehenes Gold) dazugehörige Geldscheine eingezogen und nicht wieder ausgegeben wurden.
- Im Mittelalter wurde Gold als Währung direkt eingesetzt. Da es kaum Goldminen gab, wuchs die Goldmenge kaum an. Dies hatte zur Folge, dass Gold selbst immer mehr wert wurde, es entstand eine Dauerdeflation. Man vermutet, dass erst durch die Entdeckung Amerikas 1492 und durch das von dort nach Europa strömende Gold der Goldwert wieder sank und somit diese Dauerdeflation beendete.
Die Bezeichnung Gold
Mit Gold, welches für wertvoll und kostbar steht, bezeichnet man auch andere wertvolle Sachen. Meist wird ein Adjektiv davor gesetzt, wie zum Beispiel "Schwarzes Gold" für Öl.
Beispiele:
- Schwarzes Gold - Öl, Kohle
- Weißes Gold - Marmor, Kochsalz, Kokain, Baumwolle, Porzellan, Elfenbein
- Blaues Gold - Trinkwasser (bes. in armen Gebieten)
- Rotes Gold - Wein
- Flüssiges Gold - Whisky
- Gold des Meeres (Meeresgold) - Korallen
- Gold des Nordens - Bernstein
- Ackergold - Kartoffel
- Katzengold - Pyrit
Siehe auch
- Gold/Tabellen und Grafiken
- Goldstandard
- Goldschmied
- Kupellation
- Kolloidales Gold
Weblinks
Kategorie:Chemisches Element
Kategorie:Gold
Kategorie:Gruppe-11-Element
Kategorie:Periode-6-Element
Kategorie:Mineral
Kategorie:Übergangsmetall
Kategorie:Schwermetall
ja:金
ms:Emas
simple:Gold
th:ทองคำ
1994
Jahreswidmungen
- 1994 ist „Internationales Jahr der Familie“ von den Vereinten Nationen
- 1994 ist „Internationales Jahr des Sports und des Olympischen Ideals“
- Die Eichenrotkappe (Leccinum quercinum) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Eibe (Taxus baccata) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
Januar bis Dezember
- 1. Januar: Otto Stich wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Deutsche Bahn AG wird gegründet
- 1. Januar: Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet und das Abkommen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) tritt in Kraft
- 1. Januar: Aserbaidschan. Die eigene Währung, der Manat, wird einzige Landeswährung (früher war auch der Rubel gesetzliches Zahlungsmittel)
- 1. Januar: Freihandelsabkommen zwischen Mexiko, USA und Kanada
- 1. Januar: Mexiko. Aufstand in Chiapas
- 2. Januar: Mit der Besetzung mehrerer Gemeinden in Chiapas beginnt der Aufstand der Zapatisten in Mexiko
- 20. Januar: Kasachstan wird Mitglied bei der ADB (Asiatische Entwicklungsbank)
- 31. Januar: Das historische Opernhaus „Gran Teatro del Liceo“ in Barcelona wird durch einen Brand zerstört
- 5. Februar: Burundi. Cyprien Ntaryamiras wird Staatspräsident
- 10. Februar: Vanuatu wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Februar Deutschland In Hamburg-Billstedt wird der erste Fixerraum in Deutschland eingerichtet
- 17. Februar: Belgien wird zum Bundesstaat. Verfassungsänderung
- 1. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ungarn
- 1. März: Südafrika tritt seine Exklave Walfischbai an Namibia ab
- 3. März: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Weißrussland
- 7. März: Georgien unterzeichnet den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen
- 7. März: Erste freie Parlamentswahlen in Kasachstan
- 12. März: Erstmals weiht die Church of England 2 Frauen zu Priesterinnen, nachdem in der Generalversammlung der anglikanischen Kirche die Ordination von Frauen bereits 1975 für möglich erklärt wurde
- 18. März: In Washington unterzeichnen Vertreter von Bosnien und Kroatien einen Föderationsvertrag
- 20. März: Tunesien. Zine El Abidine Ben Ali wird als Staatspräsident in seinem Amt bestätigt
- 22. März: Steven Spielbergs Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ wird mit sieben Oscars ausgezeichnet
- 1. April: Ungarn stellt Antrag auf Beitritt zur EU, die Stiftung der Leucorea wird in der Lutherstadt Wittenberg gegründet
- 5. April: Kurt D. Cobain, Sänger der Grungeband Nirvana stirbt durch einen Kopfschuss in seinem Haus in Seattle
- 6. April: Das Flugzeug mit dem Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsident Cyprien Ntaryamira an Bord wird beim Landeanflug auf Kigali abgeschossen
- 11. April: Andorra. Aufnahme in den Europarat
- 11. April: Litauen wird assoziierter Partner der WEU
- 15. April: Gründung der WTO
- 27. April: Erste freie Wahlen in Südafrika
- 29. April: Freundschafts- und Kooperationsvertrag zwischen der Mongolei und der Volksrepublik China
- 4. Mai: Ägypten. Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens unter Schirmherrschaft Mohamed Hosni Mubaraks
- 9. Mai: Finnland tritt dem PfP (Partnership for Peace Programm) bei
- 10. Mai: Nelson Mandela wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas
- 12. Mai: Armenien. Waffenstillstand um Berg-Karabach
- 14. Mai: Waffenstillstand zwischen Georgien und Abchasien
- 17. Mai: Erste freie Wahlen in Malawi
- 27. Mai: Kasachstan unterzeichnet das Rahmendokument „Partnerschaft für den Frieden“ der NATO
- 1. Juni: Unterzeichnung Kirgisistans des PfP (Partnership for Peace) der NATO in Brüssel
- 6. Juni: Äthiopien. Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung
- 6. Juni: US-Präsident Bill Clinton besucht Riga, Lettland
- 11. Juni: § 175 StGB, der die männliche Homosexualität unter 18 Jahren unter Strafe stellte, wurde in Deutschland gestrichen
- 12. Juni: Österreich entscheidet sich in einem Referendum für den EU-Beitritt
- 24. Juni: Russland und die Europäische Union unterzeichnen ein umfangreiches Partnerschafts- und Kooperationsabkommen
- 8. Juli: Gründung der Wirtschaftsunion zwischen Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan
- 26. Juli: Lennart Meri, Estland, und Boris Jelzin, Russland, unterzeichnen in Moskau das Abkommen über den Abzug der russischen Truppen in Estland
- August: Der Bundesnachrichtendienst führt die „Operation Hades“ durch, einen von der Behörde inszinierten Plutoniumschmuggel. Der Skandal wurde schon 1995 aufgedeckt und machte unter der Bezeichnung „Plutonium-Affäre“ weltweit Schlagzeilen
- 1. August: Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft)
- 10. August: Abkommen zwischen der Republik Moldau und Russland über den Abzug der restlichen Truppen, hauptsächlich der 14. Russischen Armee innerhalb von 3 Jahren
- 26. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kroatien. In Kraft seit dem 23. Januar 1998
- 27. August: Republik Moldau. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 31. August: Die letzten russischen Truppen verlassen Estland
- 31. August: Abschluss des Abzugs der Truppen der Sowjetunion aus Lettland
- 31. August: Die letzten russischen Truppen ziehen aus Deutschland ab
- 2. September: Bulgarien. Rücktritt von Ministerpräsident Ljuben Berov
- 11. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verteidigt die CDU ihre absolute Mehrheit, die SPD verliert, die PDS gewinnt hinzu. FDP und Neues Forum sind nicht mehr im Landtag vertreten
- 28. September: Schweden/Estland. Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Mit ihr verlieren 852 Menschen ihr Leben. Größte zivile Schiffahrtskatastrophe nach Ende des 2. Weltkrieges
- 1. Oktober: Burundi. Sylvestre Ntibantunganya wird neuer Staatspräsident
- 1. Oktober: Te Beretitenti wird als Staatspräsident von Kiribati gewählt
- 3. Oktober: Fernando Henrique Cardoso wird Präsident von Brasilien
- 11. Oktober: Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts erklärt den Kohlepfennig für verfassungswidrig
- 12. Oktober: Die Bohrung des Kontinentalen Tiefbohrprojekts wird nach 9.101 Metern offiziell eingestellt
- 16. Oktober: Finnland. Die Finnen entscheiden sich für einen Beitritt zur EU
- 17. Oktober: Bulgarien. Auflösung des Parlaments
- 26. Oktober: Jordanien schließt Friedenvertrag mit Israel in Wadi Araba
- 28. Oktober: Andorra. Aufnahme in die Weltorganisation für geistiges Eigentum
- 10. November: Irak erkennt die Grenzen Kuwaits an
- 12. November: Frau Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird Staatsoberhaupt in Sri Lanka
- 13. November: Die Schweden entscheiden sich in einem landesweiten Referendum für den Beitritt zur EU
- 16. November: Emomali Rachmonow wird Staatspräsident in Tadschikistan
- 20. November: Angola. Unterzeichnung des Protokolls von Lusaka
- 22. November: Waffenstillstand in Angola
- 28. November: Norwegen. Volksentscheid gegen einen Beitritt zur EU
- 2. Dezember: In Frankfurt am Main wird erstmals im Bundesgebiet ein Fixerraum für Heroinsüchtige eingerichtet
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 5. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Budapest
- 8. Dezember: Äthiopien. Neue demokratische Verfassung
- 11. Dezember: Parlamentswahlen in Turkmenistan
- 12. Dezember: Südafrika wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 15. Dezember: Palau wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Albanien beantragte die Aufnahme in die NATO
- 16. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kasachstan. In Kraft seit dem 5. Juni 2003
- Genozid in Ruanda: Hutus morden fast eine Million Tutsis
- Die FIFA führt die Golden-Goal-Regelung ein
Kultur
- 11. Februar: Der Techno-Club Aufschwung Ost wird in Kassel eröffnet
- Erstmaliges stattfinden der Shanghai Biennale
Katastrophen
- 3. Januar: Irkutsk, Russland. Absturz einer Tupolew Tu-154 der Baikal Air kurz nach dem Start Richtung Moskau wegen Triebwerksproblemen. Alle 125 Menschen an Bord und einer am Boden starben
- 17. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 6,7 in Kalifornien, USA. 60 Tote
- 15. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf Sumatera, Indonesien. 207 Tote
- 23. März: Nahe Meschduretschensk, Sibirien, Russland. Absturz eines Airbus A310 der Aeroflot auf dem Weg von Moskau nach Hong Kong nachdem die Piloten ihre Kinder ans Steuer gelassen hatten. Keiner der 75 Insassen überlebte
- 23. März: Pope Air Force Base, North Carolina, USA. Kollision einer General Dynamics F-16 mit einer Lockheed C-130 Hercules beim Landeanflug. Während die Hercules sicher landen und sich der Pilot der F-16 mit dem Schleudersitz retten konnte, stürzte seine Maschine auf das Flugfeld, fing Feuer und schleuderte in eine Gruppe Fallschirmspringer und ihre vollgetankte Lockheed C-141 Starlifter, die ebenfalls in Brand geriet. 24 Soldaten starben, über 100 wurden verletzt
- 26. April: Nagoya, Japan. Ein aus Taipeh, Taiwan kommender Airbus A300 der taiwanischen China Airlines stürzte beim Landeanflug ab. Die Piloten hatten nicht bemerkt, dass der Autopilot versehentlich auf Durchstarten eingestellt war und steuerten vergeblich dagegen. 264 Menschen starben, 7 überlebten das Unglück
- 2. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf Java_(Indonesien). 277 Tote
- 6. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 in Kolumbien. 795 Tote
- 6. Juni: Xi'an, Volksrepublik China. Eine Tupolew Tu-154 der China Northwest Airlines stürzte 10 Minuten nach dem Start ab. Alle 160 Menschen an Bord starben
- 27. Juni: Im japanischen Matsumoto werden sieben Menschen getötet und mehr als 200 verletzt, als Mitglieder der Aum-Sekte Saringas freisetzen
- 1. Juli: Tidjikja, Mauretanien. Eine in Nouakchott gestartete Fokker F-28 der Air Mauretanie machte im Sandsturm eine Bruchlandung. Dabei ging die Maschine in Flammen auf. 80 Menschen starben, 13 konnten mit schweren Verletzungen gerettet werden
- 2. Juli: Charlotte, North Carolina, USA. Absturz einer aus Columbia, South Carolina kommenden Douglas DC-9 der USAir nach einem missglückten Startabbruch in schlechtem Wetter auf dem Flughafengelände. 37 Menschen starben, 20 konnten gerettet werden
- 9. Juli: Dammbruch am Lake Blackshear (Flint River Dam) bei Warwick im Crisp County in Georgia, USA mit 15 Toten
- 7. August: Der Tirlyan-Staudamm in Baschkirien, Region Beloretsk im Südural in Russland bricht. Es gibt bis zu 37 Tote
- 18. August: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in Algerien. 159 Tote
- 8. September: Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Eine Boeing 737 der USAir aus Chicago stürzte während des Landeanflugs ab, nachdem das Seitenruder außer Kontrolle geraten war. Alle 132 Menschen an Bord starben
- 20. September: München. Wassereinbruch während des U-Bahn-Tunnel-Baus zur Neuen Messe: Die Truderinger Straße im Stadtteil Trudering gibt nach. Ein Bus der Linie 192 fällt rückwärts in die Baugrube. Zwei Passagiere und ein Bauarbeiter, der den Busfahrer warnen wollte, sterben. Die Leichen können erst ein halbes Jahr später geborgen werden. Nach der Eröffnung der Linie enthüllt OB Christian Ude 1999 einen Gedenkstein für die Opfer
- 28. September: Schweden/Estland. Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Mit ihr verlieren 852 Menschen ihr Leben. Grösste zivile Schiffahrtskatastrophe nach Ende des 2. Weltkrieges
- 31. Oktober: Nahe Roselawn, Indiana, USA. Eine in Indianapolis gestartete ATR-72 der American Eagle Airlines geriet beim Anflug auf Chicago durch vereiste Steuerflächen außer Kontrolle und stürzte ab. Alle 68 Insassen starben
- 14. November: Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf Mindoro, Philippinen, 78 Tote
- 11. Dezember: In den Philippinen explodiert an Bord einer 747–200 der Philippine Airlines eine Bombe: ein Toter, zehn Verletzte
- 29. Dezember: Van, Türkei. Eine aus Ankara kommende Boeing 737 der Turkish Airlines prallte beim Landeanflug im Schneetreiben gegen einen Berg. Von 76 Insassen starben 57
Wissenschaft
- 10. Mai: Ringförmige Sonnenfinsternis (USA, Marokko)
- 3. November: Totale Sonnenfinsternis (Bolivien, Paraguay, Brasilien)
Sport
- 17. März: Der Finne Toni Nieminen steht auf der Skiflugschanze in Planica als erster Skispringer einen Sprung auf über 200 Meter
- 6. Mai: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Phil Jackson im Convention Center, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen KO
- 24. September: Oliver McCall gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis in der Wembley Arena, London, Großbritannien, durch technischen K.O
- 2. Oktober: Die nauruische Fußballnationalmannschaft gewinnt in Denigomodu ihr bisher einziges Länderspiel gegen die Landesauswahl der Salomonen sensationell mit 2:1
- Die Fußball-WM in den USA gewinnt Brasilien vor Italien
- 5. November: George Foreman wird - 20 Jahre nach Rumble in the Jungle - erneut Boxweltmeister
- 13. November: Michael Schumacher wird erster deutscher Formel 1 Weltmeister mit insgesamt 92 Punkten. Einen mehr als sein damaliger Konkurrent Damon Hill
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 23. Februar: Dakota Fanning, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. Mai: Pauline Ducruet, Tocher von Stéphanie von Monaco und Daniel Ducruet
- 1. Juni: Tilly Mandelbrot, französische Schauspielerin
- 1. Januar: Walter Eckhardt, deutscher Politiker ( - 1906)
- 1. Januar: Marianne Bruns, deutsche Schriftstellerin ( - 1897)
- 1. Januar: Werner Schwab, österreichischer Schriftsteller ( - 1958)
- 3. Januar: Frank Belknap Long, US-amerikanischer Autor von Horror-, Science-Fiction ( - 1903)
- 10. Januar: Sven-Erik Bäck, schwedischer Komponist ( - 1919)
- 12. Januar: Samuel Bronston, aus Bessarabien stammender, amerikanischer Filmproduzent ( - 1908)
- 13. Januar: Johan Jørgen Holst, norwegischer Politiker der Arbeiderparti ( - 1937)
- 14. Januar: Zino Davidoff, ukrainisch-Schweizer Unternehmer ( - 1906)
- 15. Januar: Gabriel-Marie Garrone, Erzbischof von Toulouse und Kardinal ( - 1901)
- 17. Januar: Helen Stephens, US-amerikanische Leichtathletin ( - 1918)
- 17. Januar: György Cziffra, ungarischer Pianist ( - 1921)
- 18. Januar: Rolf Singer, Mykologe ( - 1906)
- 20. Januar: Matt Busby, schottischer Fußballspieler und Trainer ( - 1909)
- 22. Januar: Telly Savalas, Schauspieler ( - 1924)
- 22. Januar: Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler, Pantomime und Regisseur ( - 1910)
- 23. Januar: Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen ( - 1929)
- 26. Januar: Wilhelm Muster, österreichischer Schriftsteller und literarischer Übersetzer ( - 1916)
- 27. Januar: Reuben Mattus, US-amerikanischer Unternehmer ( - 1913)
- 28. Januar: Rosa Jochmann, österreichische Politikerin ( - 1901)
- 29. Januar: Ulrike Maier, österreichische Skirennläuferin ( - 1967)
- 31. Januar: Erwin Strittmatter, deutscher Schriftsteller ( - 1912)
- 31. Januar: Pierre Boulle, französischer Schriftsteller ( - 1912)
- 2. Februar: Marija Gimbutas, Archäologin ( - 1921)
- 5. Februar: Hermann Abs, deutscher Bankier ( - 1901)
- 6. Februar: Joseph Cotten, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1905)
- 6. Februar: Ignace Strasfogel, US-amerikanischer Komponist ( - 1909)
- 6. Februar: Jack Kirby, Comiczeichner ( - 1917)
- 7. Februar: Witold Lutosławski, polnischer Komponist und Dirigent ( - 1913)
- 9. Februar: Howard M. Temin, US-amerikanischer Biologe ( - 1934)
- 11. Februar: Joseph Marie Anthony Cordeiro, Erzbischof von Karachi und Kardinal ( - 1918)
- 11. Februar: Paul Feyerabend, österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker ( - 1924)
- 11. Februar: William Conrad, US-amerikanischer Schauspieler und Sprecher ( - 1920)
- 12. Februar: Donald Judd, US-amerikanischer Maler, Bildhauer und Architekt ( - 1928)
- 13. Februar: Edgar Ott, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1929)
- 14. Februar: Hertha Firnberg, erste sozialdemokratische Ministerin Österreichs ( - 1909)
- 16. Februar: François Marty, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1904)
- 17. Februar: Gretchen Frazer, ehemalige US-amerikanische Skifahrerin ( - 1919)
- 18. Februar: Annemarie Ackermann, deutsche Politikerin ( - 1913)
- 18. Februar: Gudrun Loewe, deutsche Prähistorikerin ( - 1914)
- 21. Februar: Derek Jarman, britischer Filmregisseur ( - 1942)
- 22. Februar: Papa John Creach, US-amerikanischer Geiger ( - 1917)
- 22. Februar: Hans Hürlimann, Schweizer Politiker ( - 1918)
- 22. Februar: Lore Lorentz, deutsche Kabarettistin ( - 1920)
- 23. Februar: Csilla von Boeselager, Mitbegründerin des ungarischen Malteser-Caritas-Dienstes ( - 1941)
- 24. Februar: Emil Obermann, deutscher Journalist, langjähriger Moderator der ARD-Diskussionssendung Pro und Contra ( - 1921)
- 24. Februar: Dinah Shore, US-amerikanische Sängerin ( - 1917)
- 26. Februar: Leopold Kohr, Philosoph, Träger des alternativen Nobelpreis ( - 1909)
- 1. März: Gert Prokop, Schriftsteller ( - 1932)
- 1. März: Herbert Schade, deutscher Leichtathlet ( - 1922)
- 3. März: Roman Haubenstock-Ramati, Komponist ( - 1919)
- 4. März: John Candy, kanadischer Komiker und Schauspieler ( - 1950)
- 6. März: Tengis Abuladse, georgischer Filmregisseur ( - 1924)
- 8. März: Devika Rani, indische Filmschauspielerin und Produzentin ( - 1907)
- 9. März: Charles Bukowski, US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller ( - 1920)
- 9. März: Fernando Rey, spanischer Schauspieler ( - 1917)
- 9. März: Wilhelm Brese, deutscher Politiker ( - 1896)
- 9. März: Karl Wilhelm Berkhan, deutscher Politiker ( - 1915)
- 10. März: Robert Shea, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1933)
- 13. März: Eva Gräfin Finck von Finckenstein, deutsche Politikerin) ( - 1903)
- 13. März: Sandra Paretti, Schriftstellerin ( - 1935)
- 15. März: Jürgen von Manger, deutscher Schauspieler, politischer Kabarettist und Komiker ( - 1923)
- 17. März: Ellsworth Vines, ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler ( - 1911)
- 17. März: Walter Janka, deutscher Verleger, SED-Mitglied in der DDR ( - 1914)
- 18. März: Peter Borgelt, deutscher TV- und Theaterschauspieler ( - 1927)
- 18. März: Günter Mittag, Mitglied des ZK der SED ( - 1926)
- 23. März: Giulietta Masina, italienische Schauspielerin ( - 1921)
- 24. März: Hans Jakob, deutscher Fußballspieler ( - 1908)
- 25. März: Max Petitpierre, Schweizer Politiker (FDP) ( - 1899)
- 26. März: Owen McCann, Erzbischof von Kapstadt und Kardinal ( - 1907)
- 28. März: Eugène Ionesco, französischer Dramatiker ( - 1912)
- 29. März: Paul Grimault, französischer Zeichentrickfilmer und Regisseur ( - 1905)
- 30. März: Florian Kuntner, Bischof ( - 1933)
- 31. März: Léon Degrelle, belgischer Faschist ( - 1906)
- 1. April: Robert Doisneau, französischer Fotograf ( - 1912)
- 4. April: Herbert Schwiete, Bürgermeister von Paderborn ( - 1918)
- 4. April: Jérôme Lejeune, französischer Mediziner ( - 1926)
- 5. April: Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Grunge-Band Nirvana ( - 1967)
- 6. April: Dieter Oesterlen, deutscher Architekt und Hochschullehrer ( - 1911)
- 6. April: Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi ( - 1955)
- 6. April: Juvénal Habyarimana, Präsident von Ruanda (1973–1994) ( - 1937)
- 7. April: Golo Mann, deutscher Historiker, Schriftsteller und Philosoph ( - 1909)
- 8. April: Hans Bodensteiner, deutscher Politiker ( - 1912)
- 14. April: Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist ( - 1921)
- 15. April: John Curry, Eiskunstläufer ( - 1949)
- 16. April: Ralph Ellison, US-amerikanischer Autor ( - 1914)
- 18. April: Roger Sperry, US-amerikanischer Neurobiologe ( - 1913)
- 19. April: Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller ( - 1932)
- 20. April: Jean Carmet, französischer Schauspieler ( - 1920)
- 22. April: Richard Nixon, US-amerikanischer Politiker, 37. Präsident der USA ( - 1913)
- 26. April: Ōyama Masutatsu, Begründer des Kyokushin-Karate-Stiles ( - 1923)
- 30. April: Roland Ratzenberger, Formel 1 Pilot ( - 1960)
- 1. Mai: Ayrton Senna, Formel-1-Rennfahrer und dreifacher Formel-1-Weltmeister ( - 1960)
- 3. Mai: Hermann Mathias Görgen, deutscher Politiker und MdB ( - 1908)
- 4. Mai: Edwin Rausch, deutscher Psychologe ( - 1906)
- 7. Mai: Chaim Bar-Lew, israelischer Generalstabschef während des Zermürbungskrieges ( - 1924)
- 8. Mai: George Peppard, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1928)
- 9. Mai: Anni Albers, deutsch-amerikanische Textilkünstlerin, Weberin und Grafikerin ( - 1899)
- 9. Mai: Heinz-Werner Meyer, deutscher Gewerkschafter, DGB-Vorsitzender ( - 1932)
- 10. Mai: John Wayne Gacy, US-amerikanischer Serienmörder ( - 1942)
- 12. Mai: John Smith, britischer Politiker ( - 1938)
- 12. Mai: Erik H. Erikson, deutsch-US-amerikanischer Psychologe und Psychoanalytiker ( - 1902)
- 13. Mai: Duncan Hamilton, Formel-1-Rennfahrer ( - 1920)
- 16. Mai: Alfred Nier, US-amerikanischer Physiker ( - 1911)
- 19. Mai: Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy ( - 1929)
- 19. Mai: Luis Ocaña, spanischer Profi-Radfahrer ( - 1945)
- 20. Mai: Ludwig Volkholz, Politiker ( - 1919)
- 21. Mai: Giovanni Goria, italienischer Politiker und Ministerpräsident ( - 1943)
- 23. Mai: Joe Pass, US-amerikanischer Jazzgitarrist ( - 1929)
- 26. Mai: George Ball, US-amerikanischer Jurist, Politiker und Diplomat ( - 1909)
- 27. Mai: Klaus Beckmann, deutscher Politiker ( - 1944)
- 29. Mai: Erich Honecker, deutscher Politiker ( - 1912)
- 30. Mai: Juan Carlos Onetti, uruguayischer Schriftsteller ( - 1909)
- 4. Juni: Jean Daetwyler, Schweizer Dirigent und Komponist ( - 1907)
- 9. Juni: Jan Tinbergen, niederländischer Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler ( - 1903)
- 10. Juni: Edward Kienholz, US-amerikanischer Objektkünstler ( - 1927)
- 16. Juni: Hans Paul Bahrdt, deutscher Soziologie ( - 1918)
- 16. Juni: Raph, französisch-argentinischer Rennfahrer ( - 1910)
- 17. Juni: Kurt Hessenberg, deutscher Komponist und Musikpädagoge ( - 1908)
- 20. Juni: Jay Miner, Chipdesigner, gilt als Vater des Amiga ( - 1932)
- 21. Juni: William Wilson Morgan, US-amerikanischer A
Gesellschaft für SchwerionenforschungDie Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt-Wixhausen ist ein Forschungsinstitut, das 1969 gegründet wurde, um Forschung an und mit Schwerionenbeschleunigern zu betreiben. Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland (90 %) und das Land Hessen (10 %). Die GSI ist in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren eingegliedert.
Die GSI unterhält drei Anlagen:
- UNILAC ist ein Linearbeschleuniger, der ionisierte Atome (Ionen) bis zu etwa 20 % der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen kann. Er wird vor allem als Vorstufe für den SIS benutzt.
- SIS ist ein Synchrotron, der die Ionen bis zu 90 % der Lichtgeschwindigkeit bringen kann.
- ESR ist ein Speicherring, der bei Bedarf die von SIS beschleunigten Ionen aufnehmen und speichern kann.
Zusätzlich zu den Ionenbeschleunigern befinden sich an der GSI noch zwei Hochenergie Lasersysteme zur Erzeugung heisser und dichter Plasmen:
- nhelix erreicht Leistungen bis zu 10 Gigawatt (Nanosecond High Energy Laser for Heavy Ion Experiments)
- Phelix ist der "Grosse Bruder" des nhelix und soll Leistungen bis zu einem Petawatt erbringen (Petawatt High Energy Laser for Heavy Ion Experiments)
An den bei GSI stattfindenden Experimenten sind auch Forscher verschiedenener deutscher und ausländischer Universitäten und Forschungszentren beteiligt. Der Schwerpunkt liegt in der Atom- und der Kernphysik, aber auch praktische Anwendung wie zum Beispiel Strahlentherapie kommen hier zum Zuge.
Zu den großen Erfolgen der GSI zählen unter anderen die Synthese der chemischen Elemente Hassium, Meitnerium, Darmstadtium, Roentgenium und Ununbium.
Entwicklung
Im Februar 2003 gab die Bundesregierung die Zusage, den Ausbau der GSI zu einem internationalen Beschleunigerzentrum für die Forschung mit Ionen- und Antiprotonenstrahlen (FAIR für Facility for Antiproton and Ion Research) zu 75% zu finanzieren. Die fehlenden 25% der Kosten sollen von internationalen Partnern getragen werden.
Es ist geplant, dieses Zentrum von 2006-2012 zu bauen. Der Ausbau soll 675 Mio. Euro kosten. Kernstück ist ein Doppelringbeschleuniger mit 1100 m Umfang. Im Jahr 2014 sollen erste Experimente durchgeführt werden.
Die bestehende GSI-Anlage mit dem SchwerIonen-Synchrotron SIS dient als Vorbeschleuniger für den neuen Beschleunigerkomplex FAIR. In dessen Zentrum steht die Synchrotron-Doppelring-Anlage SIS 100/300. An diese schließen sich an: der Hochenergie-Speicherring HESR, der Collector-Ring CR und Recycled-Experimental-Storage-Ring RESR, der Neue-Experimentier-Speicherring NESR sowie der Super-Fragment-Separator SFRS. Dabei können bis zu fünf große Forschungsprogramme mit unterschiedlichen Anforderungen parallel durchgeführt werden.
Mit dem Projekt will man neue Einblicke in die Struktur der Materie und die Evolution des Universums ermöglichen, aber auch im Anwendungs- und Innovationsbereich arbeiten.Die Anlage soll mit hochenergetischen Antiprotonenstrahlen Erkenntnisse zur Entstehung der schweren Elemente gewinnen sowie grundlegende Fragen über die Starke Kraft zwischen den elementaren Bausteinen der Materie klären. Außerdem soll durch die Erzeugung eines Quark-Gluon-Plasmas ein Zustand der Materie näher untersucht werden, der Sekundenbruchteile nach dem Urknall bei der Entstehung des Universums für kurze Zeit bestanden hat. Abgebremste Antiprotonen eröffnen der Atomphysik ein völlig neues Forschungsgebiet, nämlich die exakte Vermessung von Antiatomen (Antiwasserstoff). Davon erhoffen sich die Physiker Rückschlüsse auf Symmetrieverletzungen zwischen den Naturgesetzen unserer Welt und einer Welt, die aus Antimaterie besteht.
Weblinks
- [http://www.gsi.de Homepage der GSI]
Kategorie:Forschungsinstitut
Kategorie:Unternehmen (Darmstadt)
Darmstadt
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine kreisfreie Stadt im Süden von Hessen, Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die Stadt gehört zum Rhein-Main-Gebiet.
Darmstadt ist nach Frankfurt am Main, Wiesbaden und Kassel die viertgrößte Stadt des Landes Hessen. Die geographisch nächsten größeren Städte sind Frankfurt am Main, etwa 30 km nördlich und Mannheim, etwa 45 km südlich.
Darmstadt bildet eines der neun Oberzentren des Landes Hessen.
Die Einwohnerzahl der Stadt Darmstadt überschritt 1937 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Geografie
Großstadt
Naturräumlich treffen in Darmstadt vier Einheiten aufeinander: Der Westen des Stadtgebiets befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene. Daran schließt sich im südlichen Stadtgebiet nach Osten hin der schmale Saum der Bergstraße an, die hier ihren Beginn hat. Der Südosten des Stadtgebiets zählt bis etwa zur Mathildenhöhe zum Vorderen Odenwald. Der Nordosten Darmstadts hingegen zählt zum Naturraum Messler Hügelland.
Nachbarstädte und -gemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Darmstadt. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle — mit Ausnahme von Egelsbach und Langen (Hessen), die Teil des Kreises Offenbach sind — im Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Erzhausen, Egelsbach, Langen (Hessen), Messel, Dieburg, Groß-Zimmern, Roßdorf (bei Darmstadt), Ober-Ramstadt, Mühltal, Seeheim-Jugenheim, Pfungstadt, Griesheim und Weiterstadt
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Darmstadt ist in neun Stadtteile gegliedert: Darmstadt-Mitte, Darmstadt-Nord, Darmstadt-Ost, Bessungen, Darmstadt-West, Arheilgen, Eberstadt, Wixhausen und Kranichstein. Die Stadtteile sind zu statistischen Zwecken in „Statistische Bezirke“ unterteilt.
Siehe auch:
Liste der Stadtteile von Darmstadt (mit Karte)
Geschichte
siehe Geschichte der Stadt Darmstadt.
Der Name „Darmstadt“
Der Ursprung des Namens Darmstadt ist ungeklärt. Die älteste erhaltene Erwähnung der Ansiedlung unter der Bezeichnung Darmundestat stammt aus dem 11. Jahrhundert, mehrere Jahrhunderte nach Gründung der Siedlung. Die Erklärungsversuche zum Ursprung des Namens sind sehr unterschiedlich. Die Lokalpresse bevorzugt die Erklärung, dass Darmstadt die befestigte Siedlung eines königlichen Wildhübners mit Namen Darimund war. Andere Deutungen sehen den Namen als Ableitung der Begriffe darre für Tor oder Hindernis un | | |