:: wikimiki.org ::
| Romanisierung |
Romanisierung
Romanisierung bedeutet in der Sprachwissenschaft die Wiedergabe eines fremden Schriftsystems durch lateinische Buchstaben bzw. eine Umschrift in lateinischen Buchstaben. Beispiele dafür sind:
- Pinyin als Umschrift für das Chinesische
- das Hepburn-System für das Japanische
- die Revidierte Romanisierung und McCune-Reischauer für das Koreanische
- auch eher unsystematische, nicht geplante Umschriften wie das Greeklish (siehe auch :en:Greeklish) können hierunter verstanden werden
Kategorie:Sprache
!Romanisierung
SprachwissenschaftSprachwissenschaft ist ein Sammelbegriff für alle Wissenschaften die in irgendeiner Form Sprache untersuchen. Sie ist ein Teilgebiet der Semiotik. Die Bezeichnung Linguistik wird vielfach synonym verwendet, im strengen Sinne ist Linguistik jedoch die Allgemeine Linguistik, und nur ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft.
Teilgebiete
- Allgemeine Linguistik, die Untersuchung von Sprache als abstraktes System
- Graphemik, die wissenschaftliche Untersuchung von Schrift als Sprachsystem
- Lexikologie, die Lehre von den Strukturierungen im Wortschatz
- Dialektologie, die Lehre von Dialekten
- Philologie, die sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung einzelner Sprachen
- Interlinguistik, die Untersuchung der internationalen Kommunikation, Sprachpolitik und den Plansprachen
- Paläolinguistik, die Untersuchung der Entstehung menschlicher Sprache
- Sprachphilosophie, die philosophische Betrachtung von Sprache und ihrer Verwendung
- Vergleichende Sprachwissenschaft, die vergleichende Untersuchung von Sprachen
- Kontrastive Linguistik, die synchron-vergleichende Untersuchung von Sprachen
- Historische Linguistik, die diachron-vergleichende Untersuchung von Sprachen
- Korpuslinguistik
Verwandte Wissenschaften
- Medienwissenschaft
- Kommunikationswissenschaft
- Ivar Aasen, begründete die neunorwegische Schriftsprache Landsmål (heute Nynorsk)
- Karl Bühler
- August Ferdinand Bernhardi
- Jacob Grimm & Wilhelm Grimm sind die Begründer der Deutschen Philologie
- Gustave Guillaume
- Wilhelm von Humboldt hat die Vergleichende Sprachwissenschaft begründet
- Antoine Meillet beschäftigte sich mit den indoeuropäischen Sprachen
- Ferdinand de Saussure gilt als Begründer des Strukturalismus und prägte den zweiseitigen Zeichenbegriff
- August Schleicher gilt als Begründer der Stammbaumtheorie in der vergleichenden Sprachforschung
- Johannes Schmidt gilt als Begründer der Wellentheorie
Weiterführende Angaben
Siehe auch
Portal:Sprache, Kommunikationswissenschaft, Relator, Sprachphilosophie, Konkomitanz
Weblinks
- [http://www.uni-duisburg-essen.de/germanistik/ E-Learning und Germanistik] (Webangebot der Germanistik der Universität Duisburg-Essen mit zahlreichen E-Learning-Kursen. Hier ist u.a. auch das Webangebot von Linse (Linguistik Server Essen) angesiedelt.)
- [http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/771860 Es werde Wort – und zwar schnell!] Ein Bericht über die „rasante Entwicklung von Sprache"
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249202.html Mathe ist sprachlos – Zum Erfassen mathematischer Prinzipien ist Sprache nicht notwendig.] Bericht in www.wissenschaft.de über eine Publikation im PNAS
Literatur
- Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. Kröner, Stuttgart, ISBN 3-520-45202-2.
- Csaba Földes: Interkulturelle Linguistik. Vorüberlegungen zu Konzepten, Problemen und Desiderata. Veszprém: Universitätsverlag/Wien: Ed. Praesens 2003 (Studia Germanica Universitatis Vesprimiensis, Supplement; 1). ISBN 3-7069-0230-3 und ISBN 963-9495-20-4.
- Ludger Hoffmann: Sprachwissenschaft: Ein Reader. de Gruyter, 2000. ISBN 3-11-016896-0.
- George Yule: The study of language. Cambridge University Press, 1996. ISBN 0-521-56851-X.
- Peter Koch: Wozu Linguistik? In: Florian Keisinger u. a. (Hrsg.): Wozu Geisteswissenschaften? Kontroverse Argumente für eine überfällige Debatte, Frankfurt a. M./New York 2003
Kategorie:Semiotik
Kategorie:Sprache
!
fiu-vro:Keeletiidüs
ja:言語学
ko:언어학
th:ภาษาศาสตร์
zh-min-nan:Gí-giân-ha̍k
Schriftsystem
Schrift dient der Kommunikation und der Konservierung von sprachlicher Information. Mit einem vereinbarten, festgelegten Zeichensystem werden Informationen auf einen Träger geschrieben und somit chiffriert und können von diesem wieder abgelesen, sprich dechiffriert werden.
Schrift bedeutet umgangssprachlich auch eine Schriftart (gestalteter Zeichensatz, Typografie), eine Schriftdatei (Computertechnik), eine Handschrift (Schriftbild : »ich kann deine Schrift nicht lesen«), schriftliche Werke (»Goethes Schriften zur Farbenlehre«) und dient als Eigenname für religiöse Texte (»Heilige Schrift«)
Siehe auch: Inschrift, Blindenschrift
Definition
Man unterscheidet:
- Alphabetschrift – die grundlegende Beziehung hier ist: ein Zeichen entspricht einem Laut (bzw. Phonem)
- Silbenschrift – hier entspricht weitgehend ein Zeichen einer Silbe
- Logogramme – ein Zeichen steht hier in der Regel für ein Wort bzw. für eine Aussage oder Anweisung
Alphabet- und Silbenschriften sind mehr oder weniger phonologisch, also lautbasiert. Logogramm- oder Ideogramm-Schriften sind hingegen eher bedeutungsbasiert: das Schriftzeichen entspricht eher einer bestimmten Bedeutung als einem bestimmten Laut. Beispiele für eine solche Schrift sind die arabischen Ziffern (1,2,3 ...), mathematische Symbole, Verkehrszeichen, Piktogramme, Gefahrensymbole. Diese sind international, also über Sprachgrenzen hinweg, verständlich.
Bei den Alphabetschriften unterscheidet man zwischen Alphabetschriften im engeren Sinne und Konsonantenschriften, bei denen nur die Konsonanten bezeichnet werden. Bei ersteren kann man noch zwischen solchen unterscheiden, in denen jeder Laut ein gleichberechtigtes Zeichen erhält, wie in der lateinischen Schrift, und solchen, in denen Vokale als obligatorische Hilfszeichen von Konsonanten auftauchen, wie in indischen Schriften. Diese sind also in gewisser Weise das Bindeglied zwischen Alphabetschriften im engeren Sinne und Konsonantenschriften, in gewisser Weise auch zu den Silbenschriften.
Manche Sprachen nutzen gemischte Schriften, die Züge von zwei oder allen drei Schriftsystemen haben, oder mehrere Schriften nebeneinander.
Eine Besonderheit bilden die Geheimschriften, die zur verschlüsselten Informationsübertragung verwendet werden.
Schriftfamilien
Entwicklung
Vor der Entwicklung der Schrift war Jahrtausende lang die mündliche Überlieferung von wesentlichen Inhalten üblich. Sie barg schon immer gewisse Risiken in sich. Eine mögliche Sinnentstellung des ursprünglichen Quelleninhaltes und das Weglassen oder Hinzufügen von Inhalten sind in der mündlichen Vermittlung des jeweils einzelnen Erzählers immanent enthalten. Psychologische, soziale und kulturelle Faktoren spielen bei der mündlichen Überlieferung eine wesentliche Rolle. Weltweit wurden seit jeher überlebenswichtige Informationen, aber auch geheimes Wissen, Rituale, Mythen, Legenden und Sagen mündlich weitergegeben (wie u.a. die Geschichte von der großen Sintflut), die einen ähnlichen Kern aufweisen, in ihren Details aber beträchtlich voneinander abweichen können.
Auch heute noch existieren Kulturen, in denen die mündliche Überlieferung von Traditionen und Wissen üblich ist. Bei den Aborigines in Australien steht das mündliche Zeugnis sogar im Vordergrund, obwohl sie in engem Kontakt mit einer schreibenden Kultur stehen. Die wortwörtliche Wiedergabe an nachfolgende Generationen trägt dazu bei, eigene Kultur und Werte zu bewahren, und charakterisiert zugleich eine Besonderheit dieser Kultur.
Gemeinsam mit der Fähigkeit des Lesens bilden Schreiben, Schrift und Rechnen die Grundlage von Tradition, Kultur und Bildung durch die mittelbare Weitergabe von Wissen.
Die Erfindung der Schrift gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation, da sie die Überlieferung von Wissen und kulturellen Traditionen über Generationen hinweg erlaubt, und deren Erhaltung (je nach Qualität des beschrifteten Materials) über einen langen Zeitraum garantiert.
Alle bekannten Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Indus-Kultur, Reich der Mitte, Amerika) werden mit der Verwendung der Schrift in Verbindung gebracht.
Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der sogenannten Uruk-III-Schicht. Sie werden somit ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen.
Nur wenige Forscher glauben, daß es sich bei den spärlichen Symbolzeichen der Vinča-Kultur, die in das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden, um eine tatsächliche Schrift handelt.
Die ägyptischen Hieroglyphen werden oft als eine aus Vorderasien importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und er vermutet eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika (Maya) wurde die Schrift ebenfalls unabhängig entwickelt.
Andere Ausprägungen der Schrift sind meistens direkte Übertragungen von einer Kultur zu einer anderen (etwa die Entwicklung des lateinischen aus dem griechischen Alphabet).
In einigen Fällen hat die Beobachtung, dass eine fremde Kultur eine Schrift besitzt, die Entwicklung einer eigenen Schrift bewirkt (die Silbenschrift der Cherokee).
Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ca. 20 000 Jahren voraus. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen Zeichen oder Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann aber erst gesprochen werden, wenn ein festgelegtes Zeichensystem zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagen kann, dass sie zum Zählen dienten. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi genannt, woraus sich das französische calcul (Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.
Zur Entwicklung der Schreibschrift in Deutschland siehe Schreibschrift
Schriftklassifikation
In der westlichen Welt gibt es verschiedene Schriftklassifikationsmodelle, die voneinander teils erheblich abweichen. Davon sind in Deutschland insbesondere zwei Modelle gebräuchlich:
DIN 16518
Die Norm DIN 16518 aus dem Jahr 1964 teilt Bleisatzschriften in elf Gruppen ein:
- Venezianische Renaissance-Antiqua (Stichwort Antiqua)
- Französische Renaissance-Antiqua
- Barock-Antiqua
- Klassizistische Antiqua
- Serifenbetonte Linear-Antiqua (Egyptienne)
- Serifenlose Linear-Antiqua (Grotesk)
- Antiqua-Varianten
- Schreibschriften
- Handschriftliche Antiqua
- Gebrochene Schriften
- Fremde Schriften
Die Schriftklassifikation entspricht dabei der historischen Entwicklung und berücksichtigt besonders detailliert die im deutschen und westeuropäischen Sprachbereich üblichen lateinischen Schriften. In anderen Ländern gibt es vergleichbare Einteilungen.
Matrix Beinert
Ein modernes Schriftklassifikationsmodell für das Electronic Publishing ist die Matrix Beinert, welche 2001 vom deutschen Typographen Wolfgang Beinert erarbeitet wurde. Sie ordnet westeuropäische Druck- und Bildschirmschriften sowie Bildzeichen in eine Matrix von neun Hauptgruppen.
Literatur
Eine besondere Herausforderung stellt die Entzifferung alter Schriften dar. Oft gelingt sie, wenn ein Text mit Übersetzungen gefunden wird, oder wenn man die Sprache oder einen Dialekt der Sprache kennt. Viele Schriften konnte man entziffern, eine Reihe geben aber noch Rätsel auf.
Bücher
- Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-520-45201-4
- Florian Coulmas: The Blackwell Encyclopedia of Writing Systems. Blackwell, New York, 1996, ISBN 0-631-21481-X
- Florian Coulmas: Writing Systems. An Introduction to their linguistic analysis. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-78737-8
- Werner Ekschmitt: Das Gedächtnis der Völker. Hieroglyphen, Schriften und Schriftfunde, Heyne, München 1980, ISBN 3-453-01058-2
- Ernst Doblhofer: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1993, ISBN 3-15-008854-2
- Carl Faulmann: Schriftzeichen und Alphabete aller Zeiten und Völker. Weltbild, Freiburg 2003 (Reprint von 1898), ISBN 3-8289-0799-7
- Karoly Földes-Papp, Vom Felsbild zum Alphabet - die Geschichte der Schrift von ihren frühesten Vorstufen bis zur modernen lateinischen Schreibschrift. Chr. Belser Verlag, Stuttgart, 1966, ISBN 3-811-20007-0
- Harald Haarmann: Geschichte der Schrift. C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47998-7
- Harald Haarmann: Universalgeschichte der Schrift. Campus Verlag, Frankfurt/Main; New York 1990, ISBN 3-593-34346-0
- Hans Jensen: Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart. 1987(Reprint). ISBN 3326002327
- Werner König: dtv-Atlas zur deutschen Sprache. Tafeln und Texte. München 1985, ISBN 3-423-03025-9
- Andrew Robinson: Die Geschichte der Schrift. 2004. ISBN 3491961297
Aufsätze
- Herbert E. Brekle: Vom Rinderkopf zum Abc. Spektrum der Wissenschaft, April 2005, S. 44 - 51 (2005),
Verweise
Schriftsprache, Medientheorie, Portal:Schrift, Alphabet, Analphabetismus, Buchdruck, Typografie, Manuskript, Orthografie, Schreiben, Schreibschrift, Schriftreform, Schriften der Welt, Sonderschrift, Geschichte der Schrift
Download von Schriften
- [http://www.omniglot.com/links/fonts.htm Omniglot]
- [http://www.vistawide.com/languages/foreign_language_fonts.htm Schriften für Fremdsprachen] - Zahlreiche Schriftarten für über 40 Sprachen kostenlos herunterladen
Weblinks
- [http://www.profil.at/index.html?/articles/0523/560/114219_s2.shtml Der Wiener Altorientalist und Archäologe Gebhard Selz über die Anfänge der Schrift]
- [http://www.typolis.de/version1/ www.typolis.de Typografie, Schrift und Gestaltung]
- http://www.schriftgrad.de/ - Alphabete, Typologie, Typografie, Schriftkunst, Glossar und vieles mehr
- http://www.schriften-lernen.de/ - Exotische Schriften lernen - leicht gemacht
- [http://www.holger-rada.de/themen/Schrift-%20und%20Druckgeschichte.pdf Schrift- und Druckgeschichte]
- [http://www.typolexikon.de/s/schriftklassifikation-bei.html Beinert, Wolfgang: Typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie, Die Schriftklassifikation Matirx Beinert]
- [http://www.designguide.at/typologie.html Typologie der Schrift]
Kategorie:Schrift
zh-min-nan:Bûn-jī hē-thóng
UmschriftEine Umschrift ist die Darstellung eines Lautes, Wortes oder Namens aus einer anderen Sprache mit den Buchstaben eines gegebenen Alphabetes (zumeist lateinisches Alphabet) oder einer Lautschrift.
Man unterscheidet:
# Transkription als aussprachebasierte Darstellung von Sprache mit Hilfe einer phonetisch definierten Lautschrift, oder eines anderen Basisalphabetes als Lautschriftersatz.
# Transliteration als buchstabengetreue Umsetzung eines Wortes aus einer anderen Schrift (z. B. Kyrillisch) in (lateinische) Buchstaben mit diakritischen Zeichen.
Um im Basisalphabet nicht vorkommende Laute darzustellen, werden oft noch nicht belegte oder selten verwendete Buchstabenkombinationen (wie nh, rh, gh) eingesetzt und gegebenenfalls mit diakritischen Zeichen ergänzt.
Beim Lesen einer solchen Umschrift, sind Kenntnisse der angewendeten Konventionen notwendig. Oft existieren mehrere Umschriftvarianten (z. B. im Falle des Chinesischen Pinyin: Peking, Beijing, ...) oder sich im Laufe der Zeit wandelnde Konventionen (Russisches "B" entweder traditionell als "W" oder international als "V").
Beispiele:
- Transkription des Namens des gegenwärtigen (2003) russischen Präsidenten (russ. Владимир Путин) auf Deutsch als Wladimir Putin, auf Französisch als Vladimir Poutine, auf Englisch als Vladimir Putin.
- Bei der Umschrift wurden früher außerdem Vornamen oft durch ihre deutsche Entsprechung ersetzt; z. B. ""Peter"" statt "Pjotr Tschaikowski" (russ. Пётр Ильич Чайковский) - Komponist (1840-1893). Tschaikowski hatte sich selbst so umschrieben.
- Selbst ein international bekannter Name wie der des russischen Staatsmannes Chruschtschow erscheint uns in anderen Sprachen möglicherweise sehr fremd (Original russisch: Хрущев, transliteriert: Chruščev). Transkriptionen :
- : Englisch: Khrushchev,
- : Französisch: Kroustchev,
- : Deutsch: Chruschtschow - -ow, weil das der deutschen Aussprache entspricht.
In Russland wird heute konsequent offiziell nur noch die französische Umschrift der russischen Namen verwendet, diese erscheint dann auch im Reisepass. Selbst deutschstämmige Namen werden dann "französisch" transkribiert geschrieben - aus Schulze wird dadurch "Choultse", aus dem Schneider wird "Chnaider" usw. Da die russische Sprache kein H kennt und die Russen es als ch oder g auszusprechen versuchen, wird aus dem deutschen "Hans" auf Russisch einmal "Chans", andersmal "Gans", was in der Umschrift dann nur noch schwer als "Hans" wiederzuerkennen ist.
Eine weitere Schwierigkeit bei der Umschrift von westlichen Personennamen aus dem Russischen ist, dass sehr oft den weiblichen Namen ein -a (im Tschechischen: ová) zugefügt wurde, bei der Anna Kurnikowa (- so die deutsche Umschrift, oder phonetisch Kurniková, doch mehrheitlich fr: Kournikova) mag es dort auch bleiben, doch bei Steffi Grafová oder Anna Franková wird es doch zur leichten Irritation und Befremdung führen können. Auch die Vornamen pflegen manche Übersetzer mit zu übersetzen, wohl wegen der besseren Verständlichkeit und Konjugierbarkeit (die Namen werden durch die Konjugation teilweise sehr stark verändert). Wer ist zum Beispiel Jan Pavol?
Durch die Verwendung einer Lautschrift wie des Internationalen Phonetischen Alphabetes sollen die Probleme der Mehrdeutigkeit behoben werden und soll die Aussprache direkt am Schriftbild abzulesen sein.
In der Wikipedia sollte die Duden-Transkription gewählt werden. Im Duden gibt es u. a. Transkriptionsrichtlinien für Georgisch, Griechisch, Russisch, Bulgarisch, Persisch und Arabisch.
Weblinks
- [http://www.unics.uni-hannover.de/ntr/russisch/umschrifttabelle.html Umschrift des russischen Alphabets]
Kategorie:Schrift
Kategorie:Sprachwissenschaft
PinyinPinyin (chin. 拼音 pīnyīn) ist die offizielle chinesische Romanisierung der chinesischen Sprache Mandarin in der Volksrepublik China. Eigentlich heißt es 汉语拼音文字/漢語拼音文字 Hànyǔ Pīnyīn Wénzì, dt. Zeichen zur Fixierung der Laute im Chinesischen. Diese phonetische Umschrift auf der Basis des lateinischen Alphabets wurde vom Staatsrat 1956 offiziell beschlossen und Ende 1957 genehmigt. Sie löste damit auf dem Festland die 1921 eingeführte nicht-lateinische Zhùyīn (oder Bopomofo)-Umschrift ab, die eher den japanischen Kana nachempfunden war.
Die durch die Pinyin-Umschrift angegebene Aussprache basiert auf dem Peking-Dialekt. Gleichzeitig wurden damit die vereinfachten chinesischen Schriftzeichen zum offiziellen Schriftsystem der VR China.
Hànyǔ Pīnyīn ist bei der Internationalen Standard Organisation ISO als ISO 7098:1991 registriert und damit als internationaler Standard anerkannt.
Zur Aussprache
Da die chinesischen Zeichen immer genau eine Silbe beschreiben, ist auch die Pīnyīn-Umschrift silbenbasiert. Die chinesische Silbe besteht aus einem Anlaut und einem Auslaut. Die Silbe 'ba' besteht aus dem Anlaut 'b' und dem Auslaut 'a'. Die meisten Auslaute können auch ohne Anlaut gesprochen werden. Da sich das chinesische und das deutsche Lautsystem in einigen Punkten erheblich unterscheiden, sind die Aussprachehinweise nur Näherungen (in eckigen Klammern jeweils die Aussprache nach dem Internationalen Phonetischen Alphabet).
Anlaute
- b - wie deutsches b, aber stimmlos wie in Bayern, Österreich, Schweiz
- p - behaucht (mit Atemdruck) wie auf englisch
- m - wie deutsches m [m]
- f - wie deutsches f [f]
- d - wie deutsches d, aber stimmlos wie in Bayern, Österreich, Schweiz
- t - behaucht wie auf englisch
- n - wie deutsches n [n]
- l - wie deutsches l [l]
- z - ähnlich wie ds in (Lan)ds(mann), beginnt stimmlos, nicht behaucht
- c - wie deutsches z, aber stark behaucht
- s - scharfes s, wie deutsches ß in (Mu)ß(e) [s]
- zh - wie z, aber mit nach hinten an den Gaumen gekrümmter Zungenspitze
- ch - wie zh, aber stark behaucht
- sh - ähnlich wie deutsches sch, aber mit gekrümmter Zunge wie bei zh und ch
- r - englisches "r" und französisches "j" gleichzeitig, Zunge gekrümmt wie bei sh, ch, zh (wird oft auf eine der beiden Komponenten reduziert)
- x - sagen wir... deutsches ch in (i)ch, deutsches s und deutsches sch gleichzeitig, und dann einen [j]-ähnlichen offglide dahinter (wie bei französisch gn)
- q - x mit t davor und stark behaucht
- j - wie q, aber nicht behaucht, und endet stimmhaft
- g - wie deutsches g, aber stimmlos wie in Bayern, Österreich, Schweiz
- k - wie deutsches k, aber sehr stark behaucht wie im Tirolerischen
- h - wie deutsches ch in (a)ch [x]; außer vor u, dort wie auf deutsch [h]
- y - wie deutsches j; wenn Auslaute mit i oder ü ohne Anlaut vorkommen, dann wird ein y davorgesetzt, das von den meisten nicht ausgesprochen wird, also i -> yi (ausgesprochen i, selten ji) oder iang -> yang (ausgesprochen jang), bei ü verschwinden die Punkte, also ü -> yu (ausgesprochen ü, selten jü) oder üe -> yue (ausgesprochen üe, selten jüe)
- w - wie auf englisch; wenn Auslaute mit u ohne Anlaut vorkommen, dann wird w davorgesetzt, also u -> wu oder uo -> wo (Aussprache analog zu y)
Auslaute
- a – wie deutsches a
- o – kurzes oa, (fast) wie uo
- e – ähnlich wie kurzes norddeutsches e und englisches er (Kehlkopf nach unten ziehen) , außer in ye, dort wie deutsch Bett und in der Silbe e (ein ungewohnter Zwielaut:
- i – wie deutsches i, außer nach z, c, s, zh, ch und sh, wo es extrem weit unten im Rachen gesprochen wird (Kehlkopf weit nach unten ziehen)
- ia, iao, ie, ian, in, iang, ing, iong – wie bzw. fast wie die Silben ya, yao, ye, yan, yang, ying, yong; in -ian und yan wird das a wie in englisch "an" ausgesprochen; e in -ie und ye wie deutsch Bett
- iu – Zwielaut aus deutsch ich und deutsch und
- u – wie deutsches u. Ein u nach y, j, q und x ist eigentlich ein ü (siehe übernächster Eintrag), da dort kein echtes u vorkommen kann.
- ua, uo, uai, ui, uan, uang – fast wie die Silben wa, wo, wai, wei, wan, wang
- ü – wie deutsches ü, kann mit anderen Auslauten kombiniert werden: üe (e wie deutsch Bett), üan (a wie in englisch an), ün; nach y, j, q und x (wo die Aussprache u nicht vorkommt) wird das ü vereinfacht als u geschrieben, der Buchstabe kommt also nur nach n und l vor
- ai – gesprochen wie norddeutsch ei in Osterei oder ai in Mai; fast wie englisch I und eye
- ei – wie englisch day
- er – kurzes e und r, wird manchmal zu r alleine verkürzt: na'er -> nar
- ao – fast wie deutsch au
- ou – ähnlich wie englisch low
- an, en, in, un – n wie auf deutsch, e meistens wie in deutsch Bett, u ist hier ein Zwielaut ähnlich wie deutsch gurgeln
- ang, eng, ing, ong – ng wie auf deutsch, recht nasal gesprochen; ong klingt eher wie deutsches -ung; e in eng siehe oben (aber ebenfalls nasal); nicht die nächste Silbe mit g beginnen, außer es steht extra da, wie in Yīngguó!
Besonderheiten
Bei den Anlauten y, j, q, und x beginnt ein mit u geschriebener Auslaut mit einem gesprochenen ü (Blau).
Der Anlaut y wird bei nachfolgendem u oder i nicht gesprochen ("pinyin" wird also "pinin" gesprochen).
Der Anlaut w wir wie ein u ausgesprochen, in der Kombination "wu" gar nicht.
Nach den Anlauten z, c, zh, sh und r wird das i alveolar, d.h. im Rachen, gebildet - "es bleibt einem im Halse stecken" (Gelb).
Die Auslaute ui, un und iu, werden uei, uen und iou gesprochen (Grün).
Nachfolgend einige Beispiele. Der Zeilentitel gibt den geschriebenen Anlaut, der Spaltentitel den geschriebenen Auslaut. In der Zelle findet sich eine Annäherung an die Aussprache in deutscher Lesart. Das "(i)", deutet ein alveolares i an. Das "ch" in der angenäherten Aussprache, wird wie das ch im ich gesprochen. Ein "-" bedeutet, dass es diese Silbe im pinyin nicht gibt.
Bezeichnung der Töne
Internationalen Phonetischen Alphabet
Außerdem werden in der chinesischen Sprache Töne für die Unterscheidung von Bedeutungen benutzt. Es gibt im Mandarin eigentlich 5 Töne, meist wird der "leichte Ton" aber nicht gezählt und man spricht von 4 Tönen. In der Pinyin-Umschrift werden diese durch diakritische Zeichen (also kleine Buchstaben-Markierungen) an den Vokalen dargestellt. Steht kein Zeichensatz mit Tonmarkierungen zur Verfügung, wird der Ton stattdessen oft durch eine Zahl charakterisiert, z.B. bedeutet hao3, die Silbe hao im 3. Ton (hǎo) zu sprechen.
Beim ersten Ton bleibt die Stimme gleichmäßig hoch, beim zweiten Ton steigt die Tonhöhe an (ähnlich wie deutsch "?"), beim dritten fällt die Stimme erst ab, um dann anzusteigen (ähnlich wie deutsch "?!?"), beim vierten fällt die Stimme (ähnlich wie deutsch "!"). Daneben gibt es auch Silben, die zu kurz und unbetont sind, um einen unterscheidbaren Ton zu haben; diese haben den sogenannten "leichten Ton", der nicht markiert wird.
Der 1. Ton wird durch ein Makron (ā), der 2. Ton durch ein Akut (á), der 3. Ton durch ein Caron (ǎ, Achtung, keine Breve – unten spitz, nicht rund) und der 4. Ton durch einen Gravis (à) dargestellt. Der leichte Ton wird meistens nicht markiert, aber gelegentlich durch einen Punkt oder Ring auf dem Vokal oder durch einen Punkt vor der Silbe (·ma) dargestellt. Finden sich mehrere Vokale in einer Silbe, wird die Tonmarkierung über dem dominierenden Vokal gesetzt, d.h. dem Vokal, bei dem der Mund am weitesten geöffnet ist. Der Vokal einer Silbe der in der folgenden Aufzählung weiter vorne steht, erhält das diakritische Zeichen: a, o, e, i, u, ü.
Wird Pīnyīn nur verwendet, um chinesische Eigennamen innerhalb nicht-chinesischer Texte wiederzugeben, so lässt man die Tonangaben gewöhnlich ganz weg. In Umschriften ganzer chinesischer Sätze oder Texte müssen die Töne aber markiert werden, da sich sonst oft durch die Homografie Mehrdeutigkeiten ergeben können.
Andere Umschriftsysteme
Neben Pīnyīn existieren noch zahlreiche andere Romanisierungen der chinesischen Schrift.
Das Wade-Giles-System ist das bekannteste. Bis vor kurzem wurde es von einigen großen amerikanischen Universitäten als offizielles Romanisierungssystem verwendet, wobei jede Universität jedoch eigene Lösungen (wie die Yale-Umschrift) für die Inkonsistenzen im System entwickelte, weswegen es niemals wirklich zu einem einzigen konsistenten Wades-Giles-System gekommen ist.
Daneben gibt es auch das von der chinesischen Regierung 1928 offiziell anerkannte Gwoyeu Romatzyh, das sich aber nie richtig durchsetzen konnte.
In Taiwan wurde im Jahr 2000 neben Zhùyīn, Yale und Hanyu Pinyin ein neues Umschrift-System (Tongyong Pinyin) eingeführt.
Hauptgründe für die heutige weite Verbreitung des Pīnyīn sind u.a. die in der VR China gedruckten, guten und sehr preiswerten Chinesisch-Lehrbücher für Ausländer, die heute rund um die Welt in Chinesisch-Kursen Verwendung finden und die durchgängig das Pīnyīn-System benutzen, außerdem die Tatsache, dass Hànyǔ Pīnyīn bei der Internationalen Standard Organisation ISO als ISO 7098:1991 registriert ist.
Pīnyīn in HTML
Die folgenden HTML-Kürzel können für die speziellen Zeichen des Pīnyīn verwendet werden:
Siehe auch
- Chinesische Schrift
Literatur
- Yǐn Bīnyōng 尹斌庸, Mary Felley [Fù Mànlì 傅曼丽]: Chinese romanization. Pronunciation and Orthography / Hànyǔ Pīnyīn hé zhèngcífǎ 汉语拼音和正词法 (Beijing, Sinolingua 1990), ISBN 7-80052-148-6 / ISBN 0-8351-1930-0. Yin Binyong war führend an der Entwicklung von Pinyin beteiligt.
Weblinks
- [http://www.foolsworkshop.com/ptou/ Pinyin-Unicode erstellen]
Kategorie:Chinesische Schrift
Kategorie:Chinesische Sprache
Kategorie:Transkription
ja:ピン音
ko:병음
th:พินอิน
Hepburn-SystemDas Hepburn-System (Japanisch: ヘボン式 Hebon-shiki – Hebon ist eine alte Abbildung des Namens Hepburn auf das japanische Lautsystem) ist eines der zwei wichtigsten Transkriptionssysteme für die japanische Sprache. Es ist fast ausnahmslos in wissenschaftlichen Arbeiten westlicher Autoren anzutreffen. Auch beispielsweise auf japanischen Bahnhofsschildern wird das Hepburn-System verwandt.
Das Hepburn-System ist benannt nach Dr. James Curtis Hepburn, einen US-amerikanischen Arzt und Missionar, der 1867 das erste Japanisch-Englische Wörterbuch, das 和英語林集成 (Waei gorin shūsei) zusammenstellte.
Das einheimische japanische Transkriptionssystem, das Nippon-System, leicht modifiziert auch als Kunrei-System bekannt, lehnt sich eng an die Systematik der japanischen Silbenschrift an. Es wird daher in Japan besonders von offiziellen Stellen bevorzugt, findet aber vereinzelt auch in westlichen Lehrbüchern Verwendung. In der Praxis ist das Hepburn-System jedoch wesentlich bedeutsamer.
Kana-Tabelle
Lange Vokale
Vokale sind normalerweise kurz. Lange Vokale werden (korrekterweise) mit einem Makron (¯) gekennzeichnet. Da dieses diakritische Zeichen auf Schreibmaschine und im Computer meist fehlt, wird häufig auch der Zirkumflex (^) verwendet. Mit folgenden Vokalkombinationen werden innerhalb eines Wortes lange Vokale dargestellt:
A + A
- お婆さん(おばあさん): o + ba + a + sa + n = obāsan - Oma
I + I
- 新潟(にいがた): ni + i + ga + ta = Nīgata - Niigata
- 美味しい(おいしい): o + i + shi + i = oishī - wohlschmeckend
- お爺さん(おじいさん): o + ji + i + sa + n = ojīsan - Opa
Allerdings wird ein langes ī oft als ii geschrieben (z. B. Niigata).
U + U
- 数学(すうがく): su + u + ga + ku = sūgaku - Mathematik
- 注意(ちゅうい): chu + u + i = chūi - Vorsicht
E + I
Bei sinojapanischen Wörtern (onyomi) wird e + i zu einem langen ē:
- 学生(がくせい): ga + ku + se + i = gakusē - Schüler
- 経験(けいけん): ke + i + ke + n = kēken - Erfahrung
- 制服(せいふく): se + i + fu + ku = sēfuku - Uniform
Bei Wörtern japanischen Ursprungs erfolgt keine Zusammenziehung:
- 姪(めい): me + i = mei - Nichte
- 招いて(まねいて): ma + ne + i + te = maneite - rufen und dann
Oft wird allerdings auch ein langes ē als ei geschrieben (z. B. Meiji).
E + E
- お姉さん(おねえさん): o + ne + e + sa + n = onēsan - (ältere) Schwester
O + U
- 学校(がっこう): ga + (t) + ko + u = gakkō - Schule
- 東京(とうきょう): to + u + kyo + u = Tōkyō - Tokyo
- 勉強(べんきょう): be + n + kyo + u = benkyō - lernen
- 電報(でんぽう): de + n + po + u = dempō - Telegramm
- 金曜日(きんようび): ki + n + yo + u + bi = kin-yōbi - (Wochentag der Venus) Freitag
O + O
- 大船(おおふな): o + o + fu + na = Ōfuna - Ōfuna
- 遠回り(とおまわり): to + o + ma + wa + ri = tōmawari - Umweg
- 大阪(おおさか): o + o + sa + ka = Ōsaka - Osaka
Dehnungszeichen
Mit einem langen Strich (ー) wird bei fremdsprachigen Ausdrücken ein langer Vokal angezeigt:
- セーラー: se + (Dehnungszeichen) + ra + (Dehnungszeichen) = sērā - Matrose (sailor)
- パーティー: pa + (Dehnungszeichen) + ti + (Dehnungszeichen) = pātī - Party
- レーナ(伶奈): re + (Dehnungszeichen) + na = Rēna - Lena
Weitere Schreibregeln
Partikel は und へ
Die Partikel は und へ werden im Japanischen wie わ und え ausgesprochen und entsprechend wa bzw. e geschrieben.
- 私は学校に行きます(わたしはがっこうにいきます)。: Watashi wa gakkō ni ikimasu. - Ich gehe jetzt zur Schule.
- ここは横浜です(ここはよこはまです)。: Koko wa Yokohama desu. - Hier ist Yokohama.
- 此処へ来ては行けません(ここへきてはいけません)。: Koko e kite wa ikemasen. - Hier darf man nicht herkommen.
End-n (ん)
Das End-n ん (Katakana: ン) wird vor m, b, p als m, ansonsten immer als n geschrieben.
- 音楽(おんがく): ongaku - Musik
- 勉強(べんきょう): benkyō - lernen
- 新聞(しんぶん): shimbun - Zeitung
- 電報(でんぽう): dempō - Telegramm
Heutzutage wird jedoch oft in allen Fällen n verwendet.
Kommt ein Vokal oder y-Laut nach einem n, wird im Allgemeinen ein Apostroph gesetzt, um Doppeldeutigkeiten zu vermeiden.
- 金曜日(きんようび): kin’yōbi - Freitag
- 慎一(しんいち): Shin’ichi - Shin’ichi (Name)
kleines tsu (っ)
Der Stopflaut, der durch das kleine tsu っ (Katakana: ッ) angezeigt wird, wird mit einer Konsonantenverdopplung geschrieben. Folgt allerdings ch wird nicht cch, sondern tch geschrieben:
- 学校(がっこう): gakkō - Schule
- 日本(にっぽん): Nippon - Japan (altertümliche Aussprache; 日本 wird in der Regel にほん (Nihon) gelesen)
- 仰る(おっしゃる): ossharu - sagen (höflich)
- 一致(いっち): itchi - übereinstimmen
Großschreibung
Am Satzanfang und bei Eigennamen wird groß geschrieben; gewöhnlich entsprechend den Gepflogenheiten im Englischen, was die genaue Definition von Eigenname entspricht.
- 私は学校に行きます(わたしはがっこうにいきます)。: Watashi wa gakkō ni ikimasu. - Ich gehe jetzt zur Schule.
- ここは横浜です(ここはよこはまです)。: Koko wa Yokohama desu. - Hier ist Yokohama.
Aussprache
Die Vokale und Konsonanten werden im Hepburn-System folgendermaßen ausgesprochen:
- a, n, h, m, g, d, b: wie im Deutschen
- e, o: kurze Vokale wie im Deutschen; auch langes ē und ō sind offen (ē wie ä in Käse, ō ähnlich wie in Boot)
- i: ähnlich wie im Deutschen aber nicht mit gespannten Lippen, zwischen stimmlosen Konsonanten und bei tiefem Tonakzent am Wortende meist verschluckt
- u: u mit nicht gerundeten Lippen; zwischen stimmlosen Konsonanten und bei tiefem Tonakzent am Wortende meist verschluckt
- k, t, p: ähnlich wie im Deutschen, aber nicht behaucht, d. h. man hört kein ganz kurzes "h" danach
- s: wie stimmloses s (Ast und Masse, aber nicht Sonne)
- sh: wie deutsches sch (Schiff)
- ch: wie deutsches tsch (Tscheche)
- ts: wie deutsches z (Zaun)
- f: Laut zwischen h und f; zwischen den nahezu geschlossenen Lippen durchpusten
- y: wie deutsches j (Jacke, jemand)
- r: wie mit der Zungesspitze gerolltes r mit nur einem Schlag; klingt häufig nach einem l
- w: wie w im Englischen (water)
- z: wie stimmhaftes s (sagen, Sonne)
- j: am Wortanfang wie dsch (Dschungel, Junkie), im Wortinneren wie das zweite g in Garage.
Der Verschlusslaut, der durch einen doppelten Konsonanten (außer nn und mm) oder tch dargestellt wird, wird wie im Italienischen ausgesprochen. Das heißt, dass der folgende Konsonant vorbereitet wird und der Luftstrom gestoppt wird. Der Doppeltkonsonant bedeutet nicht wie im Deutschen, dass ein davorstehender Vokal kurz ist, sondern der Konsonant selbst ist lang.
- 学校(がっこう): gakkō sprich: «ga» (kurze Pause) «kō»
Betonung
Die Betonung erfolgt wie bei vielen europäischen Sprachen durch Anheben der Tonhöhe, nicht wie im Deutschen durch Anheben der Lautstärke. Dabei können mehrere Silben in einem Wort betont sein. Die meisten Wörter im Japanischen sind auf der letzten Silbe betont, man liegt also oft richtig, wenn man sie «französisch» ausspricht (und dabei auf die kurzen Silben achtet). Das Hepburn-System gibt keinen Hinweis auf die Betonung der Wörter.
Die Betonung ist teilweise regional unterschiedlich (vgl. das Wort "Labor" im Deutschen), wobei die Betonung bei Dialekten völlig anders als bei der Hochsprache sein kann.
Transkription in der Wikipedia
Siehe Wikipedia:Namenskonventionen/Japanisch.
Abweichend vom Hepburn-System werden die Vokalkombinationen i + i und e + i gemäß der allgemein üblichen Schreibung grundsätzlich als ii und ei geschrieben, also:
- 新潟(にいがた): Niigata - Niigata
- 美味しい(おいしい): oishii - wohlschmeckend
- お爺さん(おじいさん): ojiisan - Opa
- 学生(がくせい): gakusei - Schüler
- 経験(けいけん): keiken - Erfahrung
- 制服(せいふく): seifuku - Uniform
Ansonsten gilt die in diesem Artikel beschriebene Schreibung.
Siehe auch
- JSL
- Umschrift
Weblinks
- [http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~hw3/pdf/umschrift-jap.pdf Regeln für die Umschrift des Japanischen in schriftlichen Arbeiten (Japanologisches Seminar der Universität Heidelberg)] (PDF)
Kategorie:Japanische Schrift
Kategorie:Transkription
ja:ローマ字
Revidierte RomanisierungDie revidierte Romanisierung des Koreanischen ist seit dem Jahr 2000 die offizielle Umschrift für die koreanische Sprache in Südkorea. Sie löst damit die seit 1984 geltende, auf McCune-Reischauer basierende Umschrift ab. Sie wurde von der Nationalen Akademie der koreanischen Sprache entwickelt und vom Ministerium für Kultur und Tourismus veröffentlicht.
Die revidierte Romanisierung benutzt keine diakritischen Zeichen mit Ausnahme des sehr sparsam eingesetzten Bindestrichs. Grund für Reduzierung der Sonderzeichen war es, die Ausgabe und Eingabe am PC zu erleichtern.
Unterschiede zu McCune-Reischauer
ㅓ und ㅡ werden mit zwei Vokalbuchstaben geschrieben: eo und eu. In McCune-Reischauer werden sie mit ŏ und ŭ geschrieben. Diese Zeichen gehören nicht zum Standardzeichensatz und können wegen ihrer Ähnlichkeit leicht verwechselt werden. Allerdings ist auch die neuen Umschreibung gerade für Deutsche irreführend, denn eu wird nicht wie beispielsweise wie im deutschen euch ausgesprochen, sondern ist ein einzelner Laut, der entfernt wie ein offenes Ö wie in öffnen gesprochen wird. Auch eo ist ein Laut und wird etwa wie das o in offen ausgesprochen.
ㅝ wird als wo geschrieben und ㅢ wird als ui geschrieben.
Aspirierte Konsonanten (ㅋ, ㅌ, ㅍ, ㅊ) haben keinen Apostroph (k, t, p, und ch) wie in McCune-Reischauer. Ihre unaspirierten Gegenstücke (ㄱ, ㄷ, ㅂ, ㅈ) werden wie stimmhafte englische Laute (g, d, b, und j) geschrieben. Am Ende eines Wortes werden sie jedoch als k, t, und p geschrieben, wenn sie so ausgesprochen werden. Weggefallen ist somit im Vergleich zu McCune-Reischauer die Lautveränderung der Konsonanten am Wortanfang: Statt "Pusan" schreibt man nun "Busan" und "Kimch'i" wird zu "Gimchi". Die Revidierte Romanisierung orientiert sich somit eher an der koreanischen Orthographie, McCune-Reischauer eher an der von Nicht-Muttersprachlern wahrgenommenen Phonologie.
ㅅ wird immer als s oder t geschrieben, nie als sh.
ㄹ ist r vor einem Vokal, l vor einem Konsonanten oder am Ende eines Wortes. Doppeltes ㄹ ist immer ll
Der Bindestrich kann verwendet werden, um Silben abzugrenzen, z. B. jeong-eum statt jeon-geum.
Der Bindestrich ist optional in Personennamen.
Die Umschrift der Familiennamen wird nicht angetastet. Lee (이) wäre I (Yi in korrektem McCune-Reischauer).
Kategorie:Koreanische Schrift
Kategorie:Transkription
Links
- [http://english.president.go.kr/warp/en/korea/language/revise/romanization.html Das System der Revidierten Romanisierung]
ja:文化観光部2000年式
ko:한국어의 로마자 표기법
Koreanische Schrift
Hangeul (oft auch Hangul geschrieben; 한글) ist das heutzutage am meisten verwendete Alphabet in Korea. Im Gegensatz der chinesischen Schrift handelt es sich hierbei tatsächlich um eine Alphabetschrift und gilt durch ihren logischen Aufbau als sehr einfach erlernbar. Sie umfasst heute 51 Zeichen – 14 Konsonanten, 10 Vokale sowie 27 aus den Grundzeichen zusammengesetzten Zeichen. Die Jamo genannten Buchstaben werden silbenweise zusammengefasst, so dass jede Silbe in einem unsichtbaren Quadrat steht (siehe Bild rechts). Auf diese Weise ist die Bildung mehrerer tausend orthographisch unterschiedlicher Silben möglich.
Image:Korean consonants.jpg|Konsonanten
Image:Korean vowels.jpg|Vokale
Namen
Die südkoreanische Bezeichnung Hangeul bedeutete ursprünglich große Schrift, der Begriff wurde 1912 von Ju Si-gyeong geprägt. Heute wird er auch oft als koreanische Schrift übersetzt, Südkoreaner nennen ihr Land Hanguk (한국, Han-Land) bzw. Namhan (남한, Süd-Han). Hangeul kann nicht mit Hanja geschrieben werden, nur für die Silbe Han mit der Bedeutung koreanisch existiert das Zeichen 韓.
In Nordkorea heißt die Schrift Chosŏn'gŭl (조선글), des leitet sich von der Eigenbezeichnung Chosŏn (Morgenstille) Nordkoreas ab.
Überblick
Hangeul knüpft insofern an die chinesische Schrift an, als dass jede Silbe in einem (quadratischen) Block dargestellt wird. Anders als dort setzt sich aber jeder dieser Blöcke aus Zeichen für Konsonanten und Vokale zusammen. Eine Silbe besteht mindestens aus einem initialen Konsonanten und einem Vokal, ein finaler Konsonant kann folgen. Eine besondere Rolle nimmt der Konsonant ieung (ㅇ) ein, welcher als Anlaut stumm ist. Mit ihm werden Worte geschrieben, die ausgesprochen mit einem Vokal beginnen. In seltenen Fällen gibt es auch zwei Auslaute. Folgt dann im selben Wort eine Silbe mit dem stummen Konsonanten, wird der erste Auslaut als Auslaut der aktuellen Silbe gesprochen und der zweite als Anlaut der nächsten. In anderen Fällen wird nach bestimmten Regeln nur der erste oder seltener auch nur der zweite Auslaut ausgesprochen.
Vokale dominieren als senkrechte (a, ya, eo, yeo, i) und waagerechte (o, yo, u, yu, eu) Linien die Darstellung. Sie werden durch kleinere anhängende, senkrecht zu ihnen stehende Striche differenziert. Der führende Konsonant ist zwingend erforderlich und wird davor oder darüber gesetzt. Ein abschließender Konsonant kommt gegebenenfalls unter die beiden vorhergehenden Zeichen.
Die Form der Konsonanten soll die jeweilige Stellung der Sprechwerkzeuge darstellen. So wird ein „N“ in Hangeul etwa wie das lateinische „L“ geschrieben (ㄴ) und symbolisiert die nach (links) oben zeigende Zunge, wie sie an die Zahnreihe anstößt. Komplementär dazu entspricht das Zeichen für „g/k“ dem Winkel, mit dem man das obige „L“ zu einem Quadrat ergänzen müsste (ㄱ). Hier stößt die nach oben gerundete Zunge mit ihrem Rücken gegen den Gaumen. Damit ist Hangeul ein seltenes Beispiel für eine landesweit benutzte Feature-basierte Schrift.
Heutzutage gelangen immer mehr amerikanische und sonstige westliche Ausdrücke in die koreanische Sprache und werden dann mit Hangeul umschrieben. Da dabei gewisse phonetische Regeln und Abkürzungsgewohnheiten der koreanischen Sprache berücksichtigt werden (müssen), ist eine deutliche lautmalerische Darstellung des Wortes nicht immer gegeben.
Geschichte
phonetisch]
Hangeul wurde neben anderen Reformen 1446 von König Sejong entwickelt. Ob er die Schrift selbst erschaffen hat oder ob Gelehrte dies in seinem Auftrag vollbracht haben, ist umstritten. König Sejong erkannte, dass eine annehmbare Alphabetisierung der einfachen Bevölkerung nicht mit den chinesischen Zeichen zu erreichen waren. Diese setzte oft jahrelange Studien voraus. Zwar wurden zu jener Zeit auch in Korea mehrere Schriftsysteme auf Basis der chinesischen Schrift entwickelt – Hyangchal (향찰/鄕札), Gukyeol (구결/口訣) und Idu (이두/吏讀) – doch anders als Hangeul konnte sich keine dieser Schriften durchsetzen. Die neue Schrift wurde am 9. Okober 1446 in einem Dokument, dem Hunmin Jeongeum, veröffentlicht. Dies wird in Südkorea heutzutage am 9. Oktober mit dem gesetzlichen Feiertag Hangeul-Tag gefeiert. In Nordkorea findet ein entsprechender Feiertag am 15. Januar statt.
Doch gerade das Potenzial zur Alphabetisierung der einfachen Bevölkerung führte dazu, dass Hangeul bei der Elite auf starken Widerstand stieß, die in den chinesischen Zeichen die einzig wahre Schrift sah. Hangeul galt als Schrift der Ungebildeten und seine Verwendung wurde zeitweise sogar verboten. Erst im 19. und 20. Jahrhundert erlebte es als Symbol eines sich gegen chinesische und vor allem japanische Einflussnahme richtenden koreanischen Nationalismus eine Aufwertung und wurde schließlich zum dominierenden Schriftsystem der koreanischen Sprache.
Die genaue Aussprache alter Hangeul-Schreibungen ist nicht mehr zweifelsfrei rekonstruierbar. Es ist aber anzunehmen, dass Konsonantencluster vorkamen – im Schriftbild sind sie vorhanden.
Legende
Hangeul-Tag
Der Legende zufolge kam König Sejong zu der Überzeugung, dass sein Land mächtig sein werde, wenn nur mehr seiner Untertanen lesen und schreiben könnten. Dazu war aber eine einfachere Schrift als die chinesische Schrift nötig. Sejong arbeitete eine solche Schrift aus, aber er wusste, dass er das Volk überzeugen musste, dass diese neue Schrift ein Geschenk des Himmels sei. So ging er mit einen Schreibpinsel und einen Topf voll Honig in den Palastgarten und malte auf die von den Platanenbäumen herabgefallenen Blätter mit Honig die neuen Zeichen.
Am nächsten Morgen lud Sejong seinen Wahrsager zu einem Spaziergang im Garten ein. Während der Nacht hatten Insekten die mit Honig bestrichenen Teile der Blätter weggefressen. Da lagen nun vierundzwanzig Blätter mit den neuen Buchstaben. Der Wahrsager bemerkte sie und hob sie auf und sagte zum König. „Vielleicht wollen uns die Götter etwas mitteilen.“ Er nahm die Blätter und grübelte einige Wochen darüber, bis er eines Tages in den Thronsaal stürzte und begeistert ausrief: „Die Götter haben uns eine Schrift gesandt, damit wir unsere Sprache schreiben können.“ König Sejong zeigte seine Bewunderung für den Scharfsinn und befahl, das Alphabet zu veröffentlichen. Und das Volk nahm diese einzigartige Schrift mit Begeisterung an.
Technische Entwicklung
Lange vor Hangeul wurde in Korea bereits mit beweglichen Buchstaben aus Metall gedruckt.
- 1900 baut I Won-ik (이원익) aus einer westlichen Schreibmaschine eine Hangeul-Schreibmaschine, die häufigen Gebrauch der Umstelltaste verlangt und mit der sich nur langsam tippen lässt.
- 1910 entwickelt I Won-ik in Hawaii eine neue Hangeul-Schreibmaschine.
- 1914 setzt der Pastor I Dae-wi (이대위) in San Francisco erstmals Hangeul in Linotype.
- Im November 1949 erfindet Gong Byeong-u (공병우) nach zweieinhalb Jahren Forschung eine effiziente Schreibmaschine, wobei er weniger auf das Aussehen der Schrift achtet als auf die Möglichkeit schnellen Tippens.
- Am 3. März 1950 ist seine 3[se]-beolsik-Schreibmaschine fertig.
- 1982 wird in Südkorea die bisherige Standard-Tastaturbelegung für Teletype 2[du]-beolsik auch zum Standard für Computertastaturen KS X 5003 sowie
- 1985 für Schreibmaschinen. Im selben Jahr automatisiert Gong Byeong-u in Philadelphia den 1980 von An Ma-tae (안마태) in Hollywood entwickelten, bis dahin von Hand betriebenen Lichtsatz.
Weitere Informationen zu koreanischen Tastaturen unter Jamo#Tastatur.
Lautsystem
Siehe auch: Jamo
Tabelle der Hangeul-Zeichen
Die Laute der koreanischen Sprache werden folgendermaßen unterschieden:
- 아음 ; 牙音 a-eum; „Backenzahnlaute“: Das Zeichen ㄱ zeigt die Zunge von der Seite, wie sie das Velum (den weichen Gaumen) berührt.
- 설음 ; 舌音 seol-eum; „Zungenlaute“: Die Zeichen ㄴ n, ㄷ d, ㅌ t, ㄹ l zeigen – ebenfalls von der Seite – wie die Zungenspitze den Alveolarrand berührt.
- 순음 ; 唇音 sun-eum; „Lippenlaute“: Die Zeichen ㅁ m, ㅂ b, ㅍ p geben den Umriss der Lippen von vorne wieder.
- 치음 ; 齒音 chieum; „Zahnlaute“: Das Zeichen ㅅ s, ㅈ j, ㅊ ch – ursprünglich geformt wie ein Keil /\ zeigt die seitliche Ansicht der Schneidezähne.
- 후음 ; 喉音 hueum; „Kehllaute“: Das runde Zeichen ㅇ, ㅎ h symbolisiert einen Querschnitt durch die Kehle.
Anlaute
Auslaute
Buchstabennamen
Andere Schriften in Korea
Die chinesischen Schriftzeichen, in Korea als Hanja (한자) bezeichnet, werden nur noch selten verwendet. Viele aus dem Chinesischen stammende Begriffe sind aber in ihrer Aussprache und damit in ihrer Schreibung in Hangeul identisch und können nur durch den Kontext unterschieden werden. Hanja haben hingegen eine einzige Bedeutung, daher werden selten die Hanja-Zeichen bei wichtigen Worten in Klammern hinter das jeweilige Wort in Hangeul gesetzt, oder der Text besteht aus einer Mischung aus Hangeul und Hanja. Auf Visitenkarten findet man fast immer den Namen in Hangeul und Hanja, um die Bedeutung des Names klar zustellen. Offiziell werden Hanja in Nordkorea nicht mehr verwendet, in der Praxis kommt es jedoch noch vor.
Die Unterscheidung von Hangeul und den Hanja bzw. der chinesischen Schrift ist auch ohne Kenntnisse der Sprache möglich, da Hangeul der beschriebenen, festen Form folgt, chinesische Zeichen aber aus Radikalen bestehen, die auch in der Zusammensetzung unterschiedlich sind.
Die Schrift kann mittels der Revidierten Romanisierung oder der McCune-Reischauer in die lateinische Schrift übertragen werden. Die Revidierte Romanisierung ist seit 2000 in Südkorea üblich, McCune-Reischauer ist außerhalb von Korea noch sehr verbreitet und wird in einer Variante in Nordkorea verwendet. Die McCune-Reischauer-Romanisierung verwendet einige Sonderzeichen und gilt als komplizierter. Die Umschriften geben die koreanische Sprache aber ungenauer wieder, außerdem werden koreanische Worte meist recht lang. Daher werden sie meist nur bei westlichen Bezeichnungen eingesetzt oder bei koreanischen Begriffen in westlichen Texten.
Die meisten Südkoreaner können Hangeul, eine große Zahl Hanja und lateinische Schrift fließend lesen und schreiben. Anders als beispielsweise in Japan, wo sich das Hepburn-System etablieren konnte, beherrschen nur wenige Koreaner eins der Systeme zur Romanisierung; sowohl Koreaner als auch Ausländer tendieren zu spontaner Romanisierung ohne ersichtliche Systematik; auch wird oft eine der wissenschaftlichen Romanisierungen zugrundegelegt, an der dann aber starke Änderungen vorgenommen werden, um sie den Bedürfnissen oder technischen Gegebenheiten des Benutzers anzupassen; siehe hierzu McCune-Reischauer#Sonderzeichen.
Siehe auch
- Tabelle der Hangeul-Zeichen
- Hunmin Jeongeum
- Jamo
Weblinks
- http://www.schrock.net/tim/hangul/computer/ – Hangeul unter Windows tippen
- http://www.korea.net/korea/kor_loca.asp?code=A020302 (englisch) – Artikel über Hangeul
- http://www.willi-stengel.de/hangul.htm Hangeul, der Schlüssel zur Kultur der Koreaner. Berichtet u. a. von der Unterdrückung der koreanischen Schrift unter japanischer Besatzung.
Kurse
- http://www.langintro.com/kintro/toc.htm – Ein guter Kurs (englisch)
- http://www.ganada.de/de/hangeul/index.htm – Ein Kurs auf deutsch
- [http://german.tour2korea.com/02Culture/KoreanLanguage/learn_korean_language.asp?konum=1&kosm=m2_7 Ein Kurs für Hangeul und Koreanisch]
- http://www.omniglot.com/writing/korean.htm – Ein weiterer Kurs (englisch)
Kategorie:Koreanische Schrift
ja:ハングル
ko:한글
Kategorie:SpracheArtikel über Sprachfamilien sollten unter :Kategorie:Sprachfamilie, Artikel zu einzelnen Sprachen unter :Kategorie:Einzelsprache, Artikel über Dialekte unter :Kategorie:Dialekt eingeordnet werden. Artikel zu sprachübergreifenden grammatischen Themen gehören in die :Kategorie:Grammatik.
Kategorie:Sprache, Schrift und Zeichen
als:Kategorie:Schprôche
ja:Category:言語
simple:Category:Languages
th:Category:ภาษา
zh-min-nan:Category:Gí-giân FreedmanA freedman is a former slave who has been manumitted or emancipated.
Millions of freedmen were created as a result of the Thirteenth Amendment to the United States Constitution as a result of the American Civil War, although there were freedmen all across the U.S. before the Emancipation Proclamation. To meet this demand, during reconstruction, a Freedmen's Bureau was created.
See also:
- Reconstruction
- Jim Crow
----
Freedmen were also a large social class in ancient Rome. It was the exceptional feature of ancient Rome that almost all slaves freed by Roman owners automatically received Roman citizenship. As citizens, needing a Roman name for the first time, freedmen customary took the nomen of their former owner, who now became their patronus. A precedent was set under the Claudian Civil Service where freedman were used as servants in the Roman bureaucracy. In addition, Claudius passed legislation concerning slaves, including a law that stated that sick slaves abandoned by their owners became freedmen if they recovered. Claudius was extensively criticized for using slaves as freedmen in the Imperial Courts.
Slaves were able to earn their freedom in more than one way. Some were freed in the wills (and therefore at the death) of their owners, some owners bought their slaves' freedom themselves, and other slaves bought themselves from their owner. A freedman was able to buy his own freedom through his peculium, or personal possessions.
otyo albergue en madrid Lektury narty sowacja House
|
|
|
| :: RELATED NEWS :: |
NWP
Der Jahresabschluss (Bilanz) eines Unternehmens muss stets nach dem Grundsatz der Vorsicht durchgeführt werden § 252 HGB [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/hgb/__252.html]. Ein solcher Grundsatz ist das Niederstwertprinzip:
Der Unternehmer soll im Zweifel sein Vermögen eher zu niedrig als zu hoch ansetzen, um z.B. die Ausschüttung von Scheingewinnen zu verhindern.
Vermögensgegenstände dürfen höchstens mit den Anschaffungskosten, vermindert durch Abschreibungen ausgewiesen werden. Die Anschaffungskosten sind somit die Höchstgrenze für die Bewertung (Bewertungsobergrenze
|
LPC
Die Abkürzung LPC steht für:
- LPC (Programmiersprache), die Programmiersprache LP-MUD C
- Local Procedure Call, eine interne Schnittstelle von Microsoft Windows auf Port 445
- Linear Predictive Coding, siehe Norbert Wiener, Kybernetik
- Low Pin Count, ein Bus in PC Systemen
- LPC Group
|
Bad Schwartau
Bad Schwartau ist eine Stadt in Schleswig-Holstein (Deutschland).
Bad Schwartau liegt am Fluss Schwartau unmittelbar nordöstlich von Lübeck. Erste urkundliche Erwähnung war 1177. 1895 wurde eine Solequelle entdeckt. 1900 wird
|
|
Wartislaw IX. (Pommern-Wolgast)
Herzog Wartislaw IX. von Pommern-Wolgast ( - um 1400; † 17. April 1457 in Wolgast) war der älteste Sohn des Herzogs Barnim VI. und der Veronika von Hohenzollern.
Er herrschte von 1417 bis zu seinem Tod 1457 und war mit Sophia von Sachsen-Laue
|
Robert Williams Wood
Robert Williams Wood ( - 2. Mai 1868 in Concord, Massachusetts; † 11. August 1955 in Amityville, New York) war ein amerikanischer Experimentalphysiker.
Ab Read More... |
Schleiden
----
Schleiden ist ein Ort in der Eifel im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.
| |