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Rosa Parks
Rosa Lee Parks ( - 4. Februar 1913 in Tuskegee, Alabama (USA); † 24. Oktober 2005 in Detroit, Michigan) war eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin. Sie wurde am 1. Dezember 1955 in Montgomery, Alabama verhaftet, weil sich die farbige Amerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen. Ihr ziviler Ungehorsam gegen dieses rassendiskrimierende Rechtsinstitut löste den Montgomery Bus Boycott aus, der neben den Protesten im Fall Emmett Till als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gilt.
Kindheit und Jugend
Parks wurde als Rosa Louise McCauley in Tuskegee, Alabama geboren. Sie und ihr Bruder wurden von ihrer Mutter, einer Lehrerin, allein großgezogen, nachdem der Vater die Familie 1915 verlassen hatte und in den Norden gezogen war. Die meiste Zeit ihres Lebens arbeitete sie als Näherin. Bis zum elften Lebensjahr wurde sie von ihrer Mutter unterrichtet, danach besuchte sie die Montgomery Industrial School for Girls und die Booker T. Washington High School, beides Schulen ausschließlich für Farbige.
Bürgerrechtsaktivitäten
In den frühen 1950er Jahren wurde sie in der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv und arbeitete neben ihrem Beruf als Näherin als Sekretärin für den NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) in Montgomery.
NAACP
Die Rassentrennung war damals in Montgomery stark ausgeprägt; so gab es z.B. Schulen, Parkbänke oder Aufzüge „Whites only“ und „Coloreds only“ (nur für Weiße/Farbige). Die Busse waren ebenfalls getrennt, allerdings nicht vollständig. Es waren vorn vier Reihen für Weiße reserviert, die oft leerblieben, aber von den farbigen Passagieren nicht benutzt werden durften. Der hintere Teil, der für sie reserviert war, war meist überfüllt. Außerdem gab es einen mittleren Abschnitt, den schwarze Personen benutzen durften, allerdings war eine komplette Reihe zu räumen, sobald auch nur ein weißer Passagier in dieser Reihe sitzen wollte (um die Trennung aufrechtzuerhalten).
Am 1. Dezember 1955 trat genau dieser Fall ein. Ein weißer Fahrgast verlangte die Räumung der (für Farbige reservierten) Sitzreihe, in der sich Parks befand. Die übrigen Personen machten den Platz frei, doch die damals 42-jährige weigerte sich, da sie nicht die übrige Fahrt hindurch stehen wollte. Der Busfahrer rief daraufhin die Polizei und bestand auf ihrer Verhaftung. So wurde Parks wegen Störung der öffentlichen Ruhe verhaftet, angeklagt und zu einer Strafe von 14 $ verurteilt.
Teilweise als Antwort auf ihre Verhaftung organisierte Martin Luther King, zu diesem Zeitpunkt ein relativ unbekannter Baptistenprediger, den Montgomery Bus Boycott, der später die Behörden dazu zwang, die Segregation innerhalb von Bussen und Zügen aufzugeben, und der als Auslöser vieler anderer Proteste der Bürgerrechtsbewegung in Amerika gilt.
Rosa Parks wurde dadurch zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung. Dadurch wurde sie aber auch zur Zielscheibe von Drohungen und ständigen Telefonanrufen, die bei ihrem Mann, Raymond Parks, zu einem Nervenzusammenbruch führte. Daraufhin zog das Paar 1957 nach Detroit um. Sie blieb jedoch weiterhin in der Bürgerrechtsbewegung aktiv.
Diskussionen zur Rolle Parks
Obwohl nur wenige Historiker am Beitrag Parks oder ihrem Mut zweifeln, sind einige Details ihrer Geschichte in Frage gestellt worden und werden noch diskutiert. So hat Parks selbst in ihrer Autobiografie, "My Life", angegeben, sie sei nicht einfach müde nach einem Arbeitstag gewesen, wie oft erzählt werde, sondern habe es satt gehabt, ständig nachgeben zu müssen.
Einige Quellen behaupten, sie hätte sich bewusst in den "weißen" Abschnitt des Busses gesetzt, um zu protestieren. Tatsächlich aber war der mittlere Teil des Busses mit "colored", also "farbig" markiert, sie saß im vorgesehenen Bereich, der allerdings als Pufferzone für die weißen Passagiere fungierte.
Andere Quellen versuchen ihre freiwilligen Aktivitäten beim NAACP herunterzuspielen, um sie mehr als gewöhnliche Frau mittleren Alters und weniger als politische Aktivistin darzustellen.
Rosa Parks war nicht die erste Farbige, die sich weigerte, ihren Sitz an eine weiße Person aufzugeben. Irene Morgan hatte dies bereits zehn Jahre zuvor getan, und setzte damit durch, dass zwischenstaatlicher Bus- und Bahnverkehr von der Rassentrennung ausgenommen wurde. Der Fall Parks wurde zum Meilenstein, weil er sich auf alle Rassentrennungsgesetze bezog, nicht nur auf den zwischenstaatlichen Handel.
Der NAACP hatte bereits vorher Klagen gegen die Gesetzgebung aufgrund ähnlicher Fälle erwogen, aber die Angeklagten hatten dem enormen Druck nicht standhalten (Claudette Colvin) können oder waren aus anderem Grund ungeeignet (wie bei der achtzehnjährigen Mary Louise Smith, deren Vater angeblich Alkoholiker war).
Ehrungen und Auszeichnungen
1983 wurde Rosa Parks in die Michigan Women's Hall Of Fame für ihre Aktivitäten in der Bürgerrechtsbewegung aufgenommen.
1999 erhielt sie für ihren lebenslangen Kampf gegen den Rassismus die Goldenen Ehrenmedaille des Kongresses (Congressional Gold Medal of Honor), neben der Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung in den USA.
2001 wurde ihr zu Ehren das Rosa Parks Library and Museum in Montgomery, Alabama eröffnet. Es ist Rosa Parks' Geschichte und deren Zusammenhang mit der Bürgerrechtsbewegung gewidmet.
2005 Laut einstimmigem Beschluss des US-Senats wurde die am 24. Oktober 2005 verstorbene US-Bürgerrechtlerin vor ihrer Beisetzung im Kapitol öffentlich aufgebahrt. Sie war die erste Frau in den USA, welcher diese besondere Ehrung zu teil wurde. Zu ihrer Beisetzung am 2. November 2005 hat US-Präsident George W. Bush Trauerbeflaggung angeordnet.
Raubüberfall von 1994
Am 30. August 1994 wurde Rosa Parks in ihrer Wohnung in Detroit überfallen und ausgeraubt. Die damals 81-Jährige fragte den Täter, Joseph Skipper, ob er wisse, wer sie sei. Skipper, selbst ein Farbiger, antwortete, er wisse es, aber es sei ihm egal, und schlug sie mehrfach, bis sie zu Boden ging. Er entkam mit 53 $, wurde jedoch später gefasst. Der Fall erregte Aufsehen und Entrüstung in ganz Amerika.
Klage gegen die Band OutKast
1999 verklagte der Anwalt Parks' die Hip-Hop-Band OutKast wegen der Verwendung ihres Namens in dem Lied "Rosa Parks", scheiterte jedoch. 2001 versuchte er es mit Unterstützung des Anwalts Johnnie Cochran erneut; das Verfahren wurde wieder abgewiesen, jedoch im Jahr 2003 neu aufgerollt. 2004 setzten die Verwandten Parks' einen unparteiischen Repräsentativen für sie ein, da sie fürchteten, die Anwälte und Fürsorger Parks' seien nur auf ihren eigenen finanziellen Vorteil aus. Ihre Nichte, Rhea McCauley sagte dazu : "Meine Tante würde niemals solche Mühen auf sich nehmen, junge Künstler dermaßen zu behindern. Wir als Familie befürchten, dass unsere Tante in ihren letzten Tagen von Fremden umringt ist, die nur darauf aus sind, aus ihrem Namen Kapital zu schlagen."
Am 15. April gaben die Anwälte von Parks und OutKast bekannt, man habe sich außergerichtlich geeinigt. Im Zuge dieser Einigung verpflichtete OutKast sich zu einer Beteiligung an einer Tribut-CD für Rosa Parks.
Weblinks
- [http://montgomery.troy.edu/museum/ Rosa Parks Library and Museum] (engl.)
- [http://www.sueddeutsche.de/,kulm1/kultur/artikel/153/63090/ Als die Geschichte sitzenblieb] auf den Seiten der Süddeutschen Zeitung
- [http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/movabletype/mt-search.cgi?search=Rosa%20Parks&SearchField=keywords Artikel-Sammlung zu Rosa Parks]
- [http://www.allgambian.net/news-stories_285.html Biografie bei http://www.allgambian.net/] (engl.)
Parks, Rosa
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ja:ローザ・パークス
ko:로자 파크스
1913
Katastrophen
- 17. Oktober: Johannisthal, Deutschland. Das deutsche Marine-Luftschiff LZ 18 stürzt ab
Politik
- 1. Januar: Eduard Müller wird Bundespräsident der Schweiz
- 18. März: Georg I., König von Griechenland, wird von einem griechischen Revolutionär in Thessaloniki ermordet
- 24. Mai: Vermählung der Prinzessin Viktoria Luise von Preussen mit Herzog Ernst August von Hannover
- 29. Juni: Anfang des 2. Balkankriegs: Offensive Bulgariens gegen Mazedonien
- 29. Juli: Anerkennung der Unabhängigkeit Albaniens durch Europa
- 10. August: Das Abkommen von Bukarest besiegelt die Niederlage Bulgariens im Zweiten Balkankrieg
- 18. Oktober: Einweihung des Völkerschlachtdenkmals bei Leipzig durch Kaiser Wilhelm II.
- Die Zabern-Affäre
Wirtschaft
- 23. Dezember: In den USA wird durch einen Kongressbeschluss das Federal Reserve System eingeführt
Wissenschaft und Technik
- Niels Bohr postuliert sein Atommodell mit der Quantelung der Atomradien
- William Henry Bragg veröffentlicht die nach ihm benannte Reflexionsbedingung für Röntgenstralinterferenzen in Festkörpern (in: Proc. Roy. Soc. London (A) 88 (1913), 428)
- Kasimir Fajans und Frederick Soddy stellen die radioaktive Verschiebungssätze auf
- Henry Moseley stellt das nach ihm benannte Gesetz zur charakteristischen Strahlung der Elemente unter Einbeziehung des bohrschen Atommodells auf
- Charles Fabry entdeckt die Ozonschicht
Kultur
- 22. Januar: Uraufführung der komischen Oper Tante Simona von Ernst von Dohnányi an der Hofoper in Dresden
- 29. Mai: Le sacre du printemps wird in Paris uraufgeführt
- 24. August: In Kopenhagen wird die Kleine Meerjungfrau, die zum Wahrzeichen der Stadt wird, enthüllt
- 11. Oktober: Erster Freideutscher Jugendtag der Jugendbewegung auf dem Hohen Meißner
- 11. Oktober: Uraufführung der Operette Die ideale Gattin von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 21. Oktober: Uraufführung der Oper Der Jahrmarkt von Sorotschinzy (Orig.: Sorotschinskaja jarmarka) von Modest Petrowitsch Mussorgski am Freien Theater in Moskau
- 15. Dezember: Uraufführung der Oper Parisina von Pietro Mascagni am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 20. Dezember: Uraufführung des Operettenschwanks Der Nachtschnellzug von Leo Fall am Johann-Strauß-Theater in Wien
- 21. Dezember: Das erste Kreuzworträtsel der Welt erscheint in der Wochenendbeilage der Zeitung New York World
- In Babylon wird die Tempelanlage Zikkurat (der „Turm zu Babel“) wiederentdeckt
- The International Exhibition of Modern Art
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2. Januar: Josef Pekarek, österreichischer Fußballspieler († 1992)
- 5. Januar: César Marcelak, französischer Radrennfahrer († 2005)
- 6. Januar: Edward Gierek, polnischer kommunistischer Politiker, Staats- u. Parteichef 1970–80 († 2001)
- 6. Januar: Loretta Young, US-amerikanische Schauspielerin († 2000)
- 8. Januar: Berthold Bahnsen, friesisch-deutscher Politiker († 1971)
- 9. Januar: Richard Milhous Nixon, US-amerikanischer Politiker, 37. Präsident der USA († 1994)
- 10. Januar: Gustáv Husák, slowakischer Politiker und Staatspräsident († 1991)
- 10. Januar: Mehmet Shehu, albanischer Politiker und Premierminister († 1981)
- 12. Januar: Willi Birkelbach, deutscher Politiker
- 15. Januar: Lloyd Bridges, Schauspieler († 1998)
- 18. Januar: Danny Kaye, US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Sänger († 1987)
- 20. Januar: Karl Bewerunge, deutscher Politiker und MdB († 1993)
- 22. Januar: William John Conway, Kardinal und Erzbischof von Armagh († 1977)
- 24. Januar: Norman Dello Joio, US-amerikanischer Komponist
- 24. Januar: Wolf von Niebelschütz, deutscher Schriftsteller und Historiker († 1960)
- 25. Januar: Jürgen Aschoff, deutscher Biologe († 1998)
- 25. Januar: Witold Lutosławski, Polnischer Komponist und Dirigent († 1994)
- 28. Januar: Ernst Cramer, deutscher Publizist, Vorstand der Axel-Springer-Stiftung
- 29. Januar: Peter von Zahn, Rundfunk- und Fernsehjournalist († 2001)
- 3. Februar: Paula Acker, SED-Funktionärin († 1989)
- 4. Februar: Richard Seaman, britischer Rennfahrer († 1939)
- 4. Februar: Rosa Parks, US-amerikanische Bürgerrechtlerin († 2005)
- 9. Februar: Astrid Krebsbach, deutsche Tischtennisspielerin († 1995)
- 12. Februar: Walter Smetak, Schweizer Komponist († 1984)
- 15. Februar: Willy Vandersteen, belgischer Comic-Künstler († 1990)
- 16. Februar: Richard Jaeger, deutscher Politiker († 1998)
- 17. Februar: René Leibowitz, französischer Dirigent, Musikpädagoge, Schriftsteller und Komponist († 1972)
- 18. Februar: Arthur Axmann, HJ-Reichsjugendführer († 1996)
- 19. Februar: Wolf Schmidt, deutscher Journalist, Kabarettist und Schauspieler († 1977)
- 20. Februar: Rolf Italiaander, Schriftsteller († 1991)
- 21. Februar: Benjamin Bloom, US-amerikanischer Universitätsprofessor († 1999)
- 25. Februar: Gert Fröbe, deutscher Schauspieler († 1988)
- 25. Februar: Stephan László, österreichischer Bischof († 1995)
- 25. Februar: Victor-Emanuel Preusker, deutscher Politiker und Bankier († 1991)
- 26. Februar: Hermann Lenz, deutscher Schriftsteller († 1998)
- 27. Februar: Kazimierz Sabbat, Polnischer Jurist, Unternehmer und Politiker († 1989)
- 1. März: Hans Schwartz, deutscher Fußballspieler († 1991)
- 5. März: Josef Stroh, deutscher und österreichischer Fußballspieler († 1991)
- 5. März: Karl Ewald Böhm, deutscher Schriftsteller und Leiter der Zensurbehörde der DDR († 1977)
- 6. März: Alexander Iwanowitsch Pokryschkin, sowjetischer Pilot († 1985)
- 15. März: Jack Fairman, Autorennfahrer († 2002)
- 16. März: Rudi Schuricke, deutscher Sänger und Schauspieler († 1973)
- 18. März: H. S. Amerasinghe, Politiker aus Sri Lanka († 1980)
- 18. März: Hamilton Shirley Amerasinghe, UN-Politiker und Diplomat aus Sri Lanka († 1980)
- 18. März: René Clément, französischer Filmregisseur († 1996)
- 18. März: Werner Mölders, deutscher Luftwaffenoffizier im Zweiten Weltkrieg († 1941)
- 19. März: Günter Neumann, deutscher Komponist, Autor und Kabarettist († 1972)
- 21. März: George Abecassis, britischer Rennfahrer († 1991)
- 21. März: Paul Fröhlich, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR († 1970)
- 21. März: Werner Höfer, deutscher Journalist († 1997)
- 25. März: Josef Siedler, baden-württembergischer Politiker († 2005)
- 26. März: Bruce Low, niederländischer Schlager- und Gospelsänger († 1990)
- 26. März: Paul Erdös, Mathematiker († 1996)
- 30. März: Rudolf Noack, deutscher Fußballspieler († 1948)
- 3. April: Per Borten, norwegischer Politiker und Ministerpräsident († 2005)
- 5. April: Ruth Smith, färöische Malerin und Grafikerin († 1958)
- 6. April: Carmen Cavallaro, US-amerikanischer Musiker und Filmschauspieler († 1989)
- 10. April: Stefan Heym, deutscher Schriftsteller († 2001)
- 11. April: Egon Franke, deutscher Politiker († 1995)
- 15. April: Bärbel Inhelder, Schweizer Entwicklungspsychologin († 1997)
- 15. April: Hans Egon Holthusen, deutscher Dichter († 1997)
- 15. April: Lotte Strauss, deutsche Pathologin († 1985)
- 18. April: Werner Steinberg, deutscher Schriftsteller († 1992)
- 20. April: Willi Hennig, deutscher Zoologe, Phylogenetiker († 1976)
- 21. April: Josef Meinrad, österreichischer Kammerschauspieler († 1996)
- 21. April: Kai-Uwe von Hassel, deutscher Politiker († 1997)
- 21. April: Norbert Frýd, Schriftsteller und Publizist († 1976)
- 25. April: Earl Bostic, US-amerikanischer Altsaxophonist und Komponist († 1965)
- 26. April: Sigrid Hunke, Religionswissenschaftlerin und Germanistin († 1999)
- 27. April: Philip Hauge Abelson, US-amerikanischer Physiker und Chemiker († 2004)
- 27. April: Werner Sanß, Theologe und Friedensaktivist († 2004)
- 28. April: Reg Butler, britischer Bildhauer († 1981)
- 2. Mai: Pietro Frua, italienischer Automobildesigner († 1983)
- 3. Mai: Lothar Malskat, Maler, bekannt als „Fälscherkönig“ († 1988)
- 5. Mai: Grażyna Bacewicz, polnische Komponistin († 1969)
- 6. Mai: Stewart Granger, Schauspieler († 1993)
- 11. Mai: Robert Jungk, Publizist, Journalist und einer der ersten Zukunftsforscher († 1994)
- 13. Mai: William R. Tolbert Jr., Präsident von Liberia († 1980)
- 15. Mai: Heinz Haber, deutscher Physiker und Astronom († 1990)
- 15. Mai: Herbert Stockmann, deutscher Maler und Graphiker († 1947)
- 16. Mai: Woody Herman, US-amerikanischer Jazzmusiker, Klarinettist und Bandleader († 1987)
- 18. Mai: Charles Trenet, französischer Sänger, Komponist, Dichter und Maler († 2001)
- 18. Mai: Neelam Sanjiva Reddy, indischer Politiker und Staatspräsident († 1996)
- 18. Mai: Nicolás Gómez Dávila, kolumbianischer Philosoph († 1994)
- 20. Mai: Isaak Pomerantschuk, russischer Physiker († 1966)
- 20. Mai: Isolde Oschmann, SED-Funktionärin der DDR
- 20. Mai: William Hewlett, Mitbegründer von Hewlett-Packard († 2001)
- 24. Mai: Roland Kohlsaat, deutscher Comiczeichner, Illustrator und Autor († 1978)
- 24. Mai: Willi Daume, NOK-Präsident († 1996)
- 26. Mai: Annemarie Ackermann, deutsche Politikerin und MdB († 1994)
- 26. Mai: Peter Cushing, Schauspieler († 1994)
- 26. Mai: Pierre Daninos, französischer Humorist und Schriftsteller († 2005)
- 27. Mai: Alfred Otto Wolfgang Schulze, Fotograf, Maler und Grafiker († 1951)
- 27. Mai: Wols, deutscher Maler, Zeichner, Grafiker († 1951)
- 31. Mai: Peter Frankenfeld, Schauspieler, Sänger und Entertainer († 1979)
- 1. Juni: Patrick Dalzel-Job, britischer Marineoffizier († 2003)
- 4. Juni: Arved Deringer, deutscher Politiker und MdB
- 6. Juni: Arno Behrisch, deutscher Politiker († 1989)
- 10. Juni: Tichon Nikolajewitsch Chrennikow, russischer Komponist
- 11. Juni: Vince Lombardi, Coach des American Footballs († 1970)
- 13. Juni: Manfred Lehmbruck, deutscher Architekt († 1992)
- 17. Juni: Felix Hartlaub, deutscher Schriftsteller († 1945)
- 18. Juni: Clifford Coffin, US-amerikanischer Fotograf († 1972)
- 18. Juni: Hermann Müller, deutscher Politiker († 1991)
- 18. Juni: Oswald Teichmüller, deutscher Mathematiker († 1943)
- 20. Juni: Laure Wyss, Schweizer Journalistin und Schriftstellerin († 2002)
- 21. Juni: Josef Brinkhues, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland († 1995)
- 25. Juni: Wilhelm Sandfuchs, Kirchenjournalist († 1999)
- 26. Juni: Maurice V. Wilkes, britischer Informatiker
- 28. Juni: Franz Antel, österreichischer Regisseur, Produzent und Autor
- 30. Juni: Herta Heuwer, Erfinderin der Currywurst in Berlin († 1999)
- 3. Juli: Dorothy Kilgallen, US-amerikanische Schauspielerin und Fernsehmoderatorin († 1965)
- 10. Juli: Helmut Eschwege, deutscher Historiker und Dokumentarist († 1992)
- 12. Juli: Willis Eugene Lamb, US-amerikanischer Physiker
- 13. Juli: Maersk Mc-Kinney Moller, dänische Reeder und Großindustrieller
- 14. Juli: Fritz Erler, deutscher SPD-Politiker († 1967)
- 14. Juli: Gerald Ford, 40. Vizepräsident und 38. Präsident der USA
- 14. Juli: Mary Henle, Vertreterin der Gestalttheorie
- 16. Juli: Peter Van Eyck, Schauspieler († 1969)
- 17. Juli: Herman Felhoelter, US-amerikanischer Franziskanerpater und 'Kriegsheld' († 1950)
- 17. Juli: Roger Garaudy, französischer Schriftsteller, Philosoph und früherer Kommunist
- 17. Juli: Wilhelm Fresenius, deutscher Chemiker († 2004)
- 19. Juli: Ernst Scholz, Minister für Bauwesen der DDR († 1986)
- 22. Juli: Klaus Schmid-Burgk, deutscher Politiker und MdB († 1984)
- 23. Juli: Michael Foot, britischer Politiker
- 29. Juli: Erich Priebke, SS-Offizier, am Massaker bei den ardeatinischen Höhlen beteiligt
- 29. Juli: Hermann Barche, deutscher Politiker und MdB
- 1. August: Hajo Herrmann, Rechtsanwalt
- 1. August: Heinz Ellenberg, Biologe, Botaniker, Landschaftsökologe († 1997)
- 10. August: Wolfgang Paul, Physiker und Nobelpreisträger († 1993)
- 13. August: Makarios III. (Zypern), zypriotischer Geistlicher und Politiker († 1977)
- 15. August: Heinz Trökes, deutscher Maler und Grafiker († 1997)
- 16. August: Menachem Begin, israelischer Politiker († 1992)
- 17. August: Oscar Galvez, argentinischer Rennfahrer († 1989)
- 18. August: Gaetano Kanizsa, Psychologe († 1993)
- 18. August: Romain Maes, belgischer Radrennfahrer († 1983)
- 19. August: Armidio Gasparini, katholischer Ordensmann, Priester und Missionsbischof († 2004)
- 19. August: Philipp von Bismarck, deutscher Politiker und MdB
- 26. August: Boris Pahor, slowenischer Schriftsteller
- 26. August: Julius Döpfner, Kardinal († 1976)
- 30. August: Richard Stone, britischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger († 1991)
- 31. August: Bernard Lovell, englischer Astronom und Wegbereiter der Radioastronomie
- 2. September: Agnes-Marie Grisebach, deutsche Schriftstellerin
- 3. September: Alan Ladd, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1964)
- 4. September: Joseph Anthony De Palma, Bischof von De Aar († 2005)
- 4. September: Kenzo Tange, Japanischer Architekt († 2005)
- 6. September: Leonidas da Silva, brasilianischer Fußballspieler († 2004)
- 12. September: Ettore Cella, Schweizer Schauspieler und Regisseur († 2004)
- 12. September: Jesse Owens, US-amerikanischer Leichtathlet († 1980)
- 14. September: Jacobo Arbenz Guzman, Präsident Guatemalas († 1971)
- 15. September: Hans Filbinger, deutscher Politiker (CDU)
- 17. September: Heinz Kapelle, Führer des KJVD in Berlin († 1941)
- 17. September: Robert Lembke, deutscher Journalist und Fernsehmoderator († 1989)
- 17. September: Mira Lobe, bedeutende österreichische Kinderbuchautorin († 1995)
- 18. September: Karl Reinthaler, österreichischer Politiker († 2000)
- 19. September: Anton Donhauser, deutscher Politiker († 1987)
- 19. September: Frances Farmer, US-amerikanische Schauspielerin († 1970)
- 25. September: Hermann Krings, deutscher Philosoph († 2004)
- 26. September: Berthold Beitz, deutscher Unternehmer
- 27. September: Albert Ellis, Psychologe, Psychotherapeut
- 29. September: Stanley Kramer, US-amerikanischer Regisseur und Filmproduzent († 2001)
- 30. September: Samuel Eilenberg, Polnischer Mathematiker († 1998)
- 2. Oktober: Annette Rogers, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 6. Oktober: Alexej Matschawariani, georgischer Komponist († 1995)
- 6. Oktober: Meret Oppenheim, Schweizer surrealistische Künstlerin und Lyrikerin († 1985)
- 8. Oktober: Franz Stadler, deutscher Funktionär, ADAC-Präsident 1972-89 († 2000)
- 10. Oktober: Claude Simon, französischer Schriftsteller († 2005)
- 15. Oktober: Wolfgang Lüth, U-Boot-Kommandant im Zweiten Weltkrieg († 1945)
- 16. Oktober: Cesar Bresgen, österreichischer Komponist († 1988)
- 18. Oktober: Wilhelm Schröder, Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR († 1967)
- 19. Oktober: Vinícius de Moraes, brasilianischer Dichter und Gitarrist († 1980)
- 20. Oktober: Grandpa Jones, US-amerikanischer Country-Musiker († 1998)
- 20. Oktober: Johann Kurz, Priester, Rektor des Knabenseminars Hollabrunn († 1985)
- 22. Oktober: Bao Dai, letzter Kaiser von Vietnam, 13 († 1997)
- 22. Oktober: Hans-Peter Tschudi, Schweizer Politiker († 2002)
- 22. Oktober: Robert Capa, ungarisch-französischer Fotograf († 1954)
- 25. Oktober: Klaus Barbie, Nationalsozialist. 'Schlächter von Lyon' († 1991)
- 26. Oktober: Charlie Barnet, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist († 1991)
- 2. November: Burt Lancaster, US-amerikanischer Film-Schauspieler († 1994)
- 3. November: Marika Rökk, ungarische Filmschauspielerin († 2004)
- 5. November: Gisela Andersch, deutsche Malerin, Graphikerin und Collagekünstlerin († 1987)
- 5. November: Vivien Leigh, britische Film- und Theaterschauspielerin († 1967)
- 7. November: Albert Camus, französischer Schriftsteller († 1960)
- 8. November: Ludwig Elsbett, Erfinder des Elsbett-Motor († 2003)
- 8. November: Rudolf Harbig, deutscher Leichtathlet († 1944)
- 9. November: Günter von Roden, Historiker und Archivar und Stadtarchivdirektor in Duisburg († 1999)
- 9. November: Hedy Lamarr, Schauspielerin und Erfinderin († 2000)
- 9. November: Sepp Kerschbaumer, Aktivist des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS) († 1964)
- 10. November: Álvaro Barreirinhas Cunhal, portugiesischer Politiker ( - 2005)
- 13. November: Jack Dyer, Fußballspieler Australiens († 2003)
- 20. November: Libertas Schulze-Boysen, gehörte zur NS-Widerstandsgruppe 'Rote Kapelle' († 1942)
- 21. November: Max Sefrin, stellvertretender Ministerpräsident und Minister der DDR
- 21. November: Volker von Collande, deutscher Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur († 1990)
- 22. November: Benjamin Britten, englischer Komponist († 1976)
- 24. November: Geraldine Fitzgerald, irisch-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin († 2005)
- 27. November: Lewis Coser, US-amerikanischer Soziologe († 2003)
- 30. November: Elisabeth Scherer, deutsche Schauspielerin
- 1. Dezember: Hans Glinz, Schweizer Sprachwissenschaftler und Germanist
- 3. Dezember: Gerry Healy, trotzkistischer Politiker († 1989)
- 4. Dezember: Johann Cilenšek, deutscher Komponist († 1998)
- 6. Dezember: Eleanor Holm, US-amerikanische Schwimmerin († 2004)
- 9. Dezember: Friedrich Dickel, Minister des Inneren der DDR († 1993)
- 10. Dezember: Morton Gould, US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist († 1996)
- 11. Dezember: Jean Marais, französischer Schauspieler († 1998)
- 11. Dezember: Mary Martin, US-amerikanische Schauspielerin († 1990)
- 18. Dezember: Alfred Bester, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor († 1987)
- 18. Dezember: Willy Brandt, deutscher Politiker, Bundeskanzler der BRD († 1992)
- 21. Dezember: Heinz Conrads, österreichischer Schauspieler und Wienerlied-Interpret († 1986)
- 22. Dezember: Rudolf Krämer-Badoni, deutscher Schriftsteller († 1989)
- 25. Dezember: Henri Nannen, deutscher Verleger und Publizist († 1996)
- 29. Dezember: Pierre Werner, luxemburgischer Politiker († 2002)
- 2. Januar: Julius Euting, Bibliothekar ( - 1839)
- 2. Januar: Léon-Philippe Teisserenc de Bort, franz. Meteorologe und Entdecker der Stratosphäre ( - 1855)
- 4. Januar: Alfred Graf von Schlieffen, Generalfeldmarschall im Deutschen Reich ( - 1833)
- 4. Januar: Alfred von Schlieffen, preußischer Generalfeldmarschall ( - 1833)
- 4. Januar: Fredrik Hjalmar Johansen, norwegischer Polarforscher ( - 1867)
- 5. Januar: Louis Paul Cailletet, französischer Physiker ( - 1832)
- 20. Januar: Karl Wittgenstein, Unternehmer ( - 1847)
- 4. Februar: Franz Xaver Nagl, österreichischer Priester und Theologe ( - 1855)
- 17. Februar: Joaquin Miller, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1839)
- 20. Februar: Robert von Lieben, österreichischer Physiker ( - 1878)
- 22. Februar: Ferdinand de Saussure, Schweizer Sprachwissenschaftler ( - 1857)
- 22. Februar: Francisco Madero, mexikanischer Revolutionär und Präsident Mexikos ( - 1873)
- 24. Februar: Wilhelm Kress, Flugpionier und Konstrukteur ( - 1836)
- 26. Februar: Bernhard Draeseke, deutscher Komponist ( - 1835)
- 28. Februar: Henry James, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1843)
- 1. März: Carl Jatho, evangelischer Pfarrer ( - 1851)
- 10. März: Harriet Tubman, US-amerikanische Widerstandskämpferin ( - 1826)
- 11. März: Carl Diercke, deutscher Kartograf ( - 1842)
- 18. März: Georg I., König von Griechenland ( - 1845)
- 30. März: Hans Arnold, deutscher Bildhauer ( - 1860)
- 31. März: John Pierpont Morgan, US-amerikanischer Unternehmer und Bankier ( - 1837)
- 1. April: Otto March, deutscher Architekt ( - 1845)
- 6. April: Adolf Slaby, erste Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin ( - 1849)
- 14. April: Carl Hagenbeck, deutscher Tierhändler und Zoodirektor ( - 1844)
- 18. April: Lester Frank Ward, US-amerikanischer Soziologe ( - 1841)
- 19. April: Hugo Winckler, deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler ( - 1863)
- 27. April: Gabriel von Seidl, deutscher Architekt und Vertreter des Historismus ( - 1848)
- 29. April: Erich Schmidt, deutscher Literaturhistoriker ( - 1853)
- 16. Mai: Louis Perrier, Schweizer Politiker ( - 1849)
- 25. Mai: Alfred Redl, Oberst der österreichisch-ungarischen Armee und russischer Spion ( - 1864)
- 4. Juni: Léon Deubel, Französischer Lyriker ( - 1879)
- 26. Juni: Jonathan Hutchinson, englischer Chirurg und Pathologe ( - 1828)
- 8. Juli: Louis Hémon, französischer Schriftsteller ( - 1880)
- 21. Juli: Hermann Credner, deutscher Geowissenschaftler ( - 1841)
- 29. Juli: Tobias Asser, niederländischer Jurist und Politiker ( - 1838)
- 29. Juli: Tobias Michael Carel Asser, niederländischer Jurist und Politiker ( - 1838)
- 1. August: Lesja Ukrainka, ukrainische Dichterin, Dramaturgin und Übersetzerin ( - 1871)
- 8. August: Hermann Harry Schmitz, Verfasser grotesker Erzählungen und Einakter sowie Essayist ( - 1880)
- 13. August: August Bebel, führender deutscher Sozialdemokrat ( - 1840)
- 31. August: Erwin Bälz, Leibarzt der Kaiserlichen Familie in Japan ( - 1849)
- 25. September: Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur ( - 1864)
- 29. September: Rudolf Diesel, Erfinder des Dieselmotors ( - 1858)
- 10. Oktober: Gregorio María Aguirre García, Erzbischof von Toledo und Kardinal ( - 1835)
- 14. Oktober: Norbert Hanrieder, österreichischer Mundartdichter und Priester ( - 1842)
- 16. Oktober: Ralph Rose, US-amerikanisc
Tuskegee (Alabama)Tuskegee ist eine US-amerikanische Stadt in Alabama im Macon County. Sie hat etwa 11.600 Einwohner (Stand 2004) auf einer Fläche von 40,7 km². Die Stadt liegt bei den geographischen Koordinaten 32,44° Nord, 85,71° West.
Geschichte
Im zweiten Weltkrieg wurden hier die sogenannten Tuskegee-Flieger ausgebildet. Diese Männer waren die ersten farbigen Kampfpiloten des USAAC (Die Rassentrennung in den US-Streitkräften galt bis 1948). Trotz, oder gerade wegen zahlreicher Schikanen, von seiten der Vorgesetzten, der Ausbilder und der Bevölkerung wurden sie eine der besten Einheiten des Krieges, und verloren bei 1.500 Einsätzen keinen der Bomber die sie beschützten. Der Preis waren über 60 Gefallene. 32 Flieger gerieten in deutsche Gefangenschaft.
1995 wurde ihnen mit dem TV-Film "The Tuskegee Airmen" ein Denkmal gesetzt. Die Piloten werden unter anderem von Lawrence Fishburn und Cuba Godding Jr. gespielt.
Söhne und Töchter der Stadt
- Rosa Parks, verhaftet, weil sich die farbige Amerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen
- Lionel Richie, US-amerikanischer Sänger
Kategorie: Ort in Alabama
ja:タスキーギ
AlabamaDer Begriff Alabama bezeichnet
- einen Bundesstaat der USA, siehe Alabama (Bundesstaat)
- eine Country-Rock-Formation, siehe Alabama (Band)
- ein nordamerikanischer Indianerstamm, siehe Alabama (Volk)
- eine Anzahl von Schiffen der US Navy, siehe USS Alabama
- ein Kaperschiff aus dem 19. Jahrhundert, siehe CSS Alabama
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen M | | |