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Salah Ad-Din Al-Bitar

Salah ad-Din al-Bitar

Salah ad-Din al-Bitar (
- 1912 in Damaskus, Syrien; † 21. Juli 1980 in Paris) war syrischer Ministerpräsident und pan-arabischer Nationalist. Er war sunnitischer Moslem.

Leben

Salah ad-Din al-Bitars Familie gehörte zur Mittelschicht seines Landes. Er entwickelte sich früh zu einem arabischen Nationalisten und war versessen darauf, die Kolonialmacht Frankreich aus Syrien zu vertreiben. Sein Leben und seine Aktivitäten sind eng mit denen Michel Aflaqs verflochten. Nachdem er seinen Schulabschluss in Damaskus erreicht hatte, ging er mit 'Aflaq an die Pariser Sorbonne, wo er Physik studierte. Als er 1932 aus Frankreich zurückkehrte, lehrte er an staatlichen Schulen. Beide Männer brachten ihr nationalistisches Gedankengut in den Unterricht, wurden deshalb nach mehrmaligen Ermahnungen entlassen und waren in dieser Zeit finanziell von ihren Familien abhängig. Seine Freundschaft zu Aflaq führte dazu, dass er immer mehr in die Politik eingebunden wurde. 1943 kandidierte er erfolglos für das syrische Parlament als Vertreter (deputy) von Damaskus. 1946 wurde er Chefredakteur der Parteizeitung "al-Baath". 1947 war er zusammen mit Michel Aflaq Gründer der Baath-Partei, die sich 1952 mit Akram al-Hauranis Sozialistischer Partei zur Sozialistischen Arabischen Bath-Partei vereinigte. 1954 kandidierte er -diesmal erfolgreich- für das Parlament als Vertreter Damaskus'. 1956 wurde er Außenminister und blieb dies bis zur Bildung der Vereinigten Arabischen Republik 1958. Dabei gewann er 1957 gewann er internationale Anerkennung als Spitze der syrischen Delegation in der UNO. Während seiner politischen Aktivitäten wurde er mehrmals gefangen genommen: 1945 während der Quwatli-Regierung, 1949 von Zaim sowie 1952 und 1954 von Shishakli. Nach der Machtergreifung der Baath-Partei 1963, 1964 und Anfang 1966 wurde Bitar sogar Ministerpäsident Syriens, fiel aber im Frühjahr 1966 endgültig parteiinternen Säuberungen ("Korrekturbewegungen") einer linken Allianz aus drusischen und alawitischen Militärs (General Salah al-Jadid) zum Opfer, die zum Bruch zwischen syrischer und irakischer Baath-Partei führten und Bitar zunächst ins libanesische Exil verdrängten. Nach einer weiteren "Korrekturbewegung" (Generalleutnant Hafiz al-Assad, welcher am 23. November 1970 Premier- und Verteidigungsminister wurde) kehrte Bitar 1970 nach Damaskus zurück, ging aber nur wenige Monate später endgültig nach Paris ins Exil, wo er am 21. Juli 1980 einem Attentat erlag. Bitar, Salah ad-Din al- Bitar, Salah ad-Din al- Bitar, Salah ad-Din al- Bitar, Salah ad-Din al- Bitar, Salah ad-Din al- Bitar, Salah ad-Din al-

1912

Ereignisse

Katastrophen


- 15. April: Untergang der Titanic
- 2. Juli: Atlantic City, New Jersey, USA. Das erste amerikanische Luftschiff explodierte. 5 Tote
- 9. August: Ein Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran ca. 5.500 Tote

Politik


- 1. Januar: Die Mongolei und Tibet erklären ihre Unabhängigkeit
- 1. Januar: Das Fernsprechwesen in Großbritannien wird verstaatlicht
- 1. Januar: Ludwig Forrer wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Proklamation der Republik China durch Sun Yat-sen, die bis zum Sieg Mao Zedongs 1949 existiert
- 6. Januar: New Mexico wird 47. Bundesstaat der USA
- 12. Januar: Reichstagswahlen
- 12. Februar: Abdankung des letzten chinesischen Kaisers Puyi 溥儀 auf Druck von Yuan Shikai
- 13. März: Das Royal Flying Corps wird gegründet
- 8. Oktober: Beginn des 1. Balkankrieges
- 18. Oktober: Ende des italienisch-türkischen Krieges durch den Vertrag von Lausanne. Das Osmanische Reich verzichtet auf seinen nordafrikanischen Besitz (im heutigen Libyen) zu Gunsten Italiens
- 28. November: Albanien. Ausrufung der Unabhängigkeit
- 3. Dezember: Vorläufiger Waffenstillstand im 1. Balkankrieg
- Ruhrstreik: Militär wird eingesetzt

Wissenschaft und Technik


- 18. Januar: Robert Falcon Scott erreicht als Zweiter den Südpol
- 1. März: eröffnung der ersten Hamburger U-Bahnlinie zwischen Rathaus und Barmbek
- 10. April: Jungfernfahrt der Titanic
- 1. August: Inbetriebnahme der Jungfraubahn-Station Jungfraujoch
- Victor Franz Hess entdeckt die Höhenstrahlung (Kosmische Strahlung) mit Hilfe von Ballonflügen in der Erdatmosphäre (veröffentlicht in: Physikalische Zeitschrift 13 (1912), 1084)
- Max von Laue veröffentlicht die Entdeckung der Röntgenstrahlinterferenz (in: Münchener Berichte 1912, 303)

Kultur


- 15. März: Uraufführung der Oper Das Spielwerk und die Prinzessin von Franz Schreker an der Hofoper in Wien
- 13. April: Uraufführung der musikalischen Komödie Die Brautwahl von Ferruccio Busoni am Opernhaus Hamburg
- 18. August: Uraufführung der Oper Der ferne Klang von Franz Schreker in Frankfurt am Main
- 29. Februar: Uraufführung der Oper Leila von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 25. September: Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler verkündet in Leipzig die Errichtung der Deutschen Bücherei

Religion


- Felix von Hartmann wird Erzbischof von Köln

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 5. Mai: Beginn der V. Olympischen Sommerspiele in Stockholm

Geboren


- 1. Januar: Kim Philby, britischer Geheimagent und sowjetischer Spion († 1988)
- 1. Januar: Victor George Reuther, US-Gewerkschaftführer († 2004)
- 3. Januar: Wolf von Aichelburg, rumänisch-deutscher Schriftsteller († 1994)
- 7. Januar: Günter Wand, deutscher Dirigent († 2002)
- 8. Januar: José Ferrer, Schauspieler, Regisseur († 1992)
- 10. Januar: Buddy Johnson, US-amerikanischer Musiker († 1984)
- 10. Januar: Maria Mandel, Wächterinn im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau († 1948)
- 14. Januar: Maria Neubaum, deutsche Lyrikerin und Dramatikerin († 1978)
- 14. Januar: Rudolf Hagelstange, deutscher Schriftsteller († 1984)
- 15. Januar: Michel Debré, französischer Politiker († 1996)
- 16. Januar: Heinrich Drimmel, österreichischer Politiker und Jurist († 1991)
- 19. Januar: Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch, Nobelpreisträger für Wirtschaft († 1986)
- 21. Januar: Konrad Bloch, deutscher Biochemiker und Nobelpreisträger († 2000)
- 28. Januar: Jackson Pollock, US-amerikanischer Maler († 1956)
- 1. Februar: Albin Kitzinger, deutscher Fußballspieler († 1970)
- 2. Februar: Hans Leussink, deutscher Bundesminister für Bildung und Wissenschaft (1969–1972)
- 4. Februar: Louis-Albert Vachon, emeritierter Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 6. Februar: Eva Braun, Lebensgefährtin und Ehefrau von Adolf Hitler († 1945)
- 7. Februar: Matthias Heidemann, deutscher Fußballspieler († 1970)
- 8. Februar: Horst Ademeit, deutscher Militärpilot († 1944)
- 11. Februar: Juan Carlos Aramburu, Erzbischof von Tucumán und Buenos Aires († 2004)
- 11. Februar: Rudolf Firkušný, tschechischer Pianist († 1994)
- 13. Februar: Antonia Pozzi, italienische Dichterin († 1938)
- 14. Februar: Josef Schwammberger, SS-Oberscharführer († 2004)
- 17. Februar: Andre Norton, US-amerikanische Schriftstellerin († 2005)
- 18. Februar: Heinz Kühn, deutscher Politiker und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen († 1992)
- 19. Februar: Thomas Mancuso, US-amerikanischer Mediziner († 2004)
- 20. Februar: Pierre Boulle, französischer Schriftsteller († 1994)
- 23. Februar: Aenne Brauksiepe, deutsche Politikerin († 1997)
- 24. Februar: Ulrich de Maizière, Generalinspekteur der Bundeswehr
- 26. Februar: Hans Sachs, deutscher Jurist, Mitglied im TV-Quiz Was bin ich? († 1993)
- 3. März: Klaus Gysi, Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR († 1999)
- 8. März: Aloys Odenthal, Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus († 2003)
- 10. März: Paul Janes, deutscher Fußballspieler († 1987)
- 13. März: Carl Raddatz, deutscher Film- und Theaterschauspieler († 2004)
- 14. März: Werner-Viktor Toeffling, Maler und Bühnenbildner († 2001)
- 15. März: Louis Boon, belgischer Schriftsteller († 1979)
- 19. März: Adolf Galland, deutscher Luftwaffenoffizier und Jagdflieger († 1996)
- 22. März: Agnes Martin, US-amerikanische Künstlerin († 2004)
- 22. März: Karl Malden, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. März: Wernher von Braun, deutscher-US-amerikanischer Raketentechniker und Raumfahrtpionier († 1977)
- 27. März: James Callaghan, britischer Premierminister († 2005)
- 28. März: Marina Michailowna Raskowa, sowjetische Pilotin († 1943)
- 29. März: Hanna Reitsch, deutsche Flugpionierin und Fliegerin († 1979)
- 31. März: Hermann Höcherl, deutscher Politiker († 1989)
- 1. April: Joseph Parecattil, Erzbischof von Ernakulam und Kardinal († 1987)
- 8. April: Alois Brunner, Organisator des Massenmordes an den Juden in Wien, Griechenland und Frankreich
- 8. April: Sonja Henie, norwegische Eiskunstläuferin († 1969)
- 9. April: Franz Seybold, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer († 1978)
- 9. April: Lew Sinowjewitsch Kopelew, russischer Schriftsteller († 1997)
- 11. April: Gusti Wolf, österreichische Kammerschauspielerin
- 14. April: Robert Doisneau, französischer Fotograf († 1994)
- 15. April: Kim Il-sung, kommunistischer Machthaber Nordkoreas († 1994)
- 18. April: Max Waldmeier, Schweizer Astronom und Sonnenforscher († 2000)
- 19. April: Gerhart Ziller, Minister für Maschinenbau der DDR († 1957)
- 19. April: Glenn Theodore Seaborg, US-amerikanischer Chemiker und Atomphysiker († 1999)
- 19. April: Rudolf Fischer, Schweizer Rennfahrer († 1976)
- 21. April: Hermann Withalm, österreichischer Politiker und Vizekanzler († 2003)
- 21. April: Marcel Camus, französischer Regisseur († 1982)
- 22. April: Helmut Artzinger, deutscher Politiker und MdB († 1996)
- 22. April: Kathleen Ferrier, britische Opernsängerin († 1953)
- 26. April: Alfred Elton van Vogt, kanadischer Science Fiction Autor († 2000)
- 30. April: Julius Axelrod, US-amerikanischer Mediziner und Neurochemiker († 2004)
- 1. Mai: Otto Kretschmer, deutscher U-Boot-Kommandant († 1998)
- 2. Mai: Axel Springer, Gründer und Inhaber des Axel Springer Verlags († 1985)
- 6. Mai: Ellen Müller-Preis, österreichische Florettfechterin
- 8. Mai: Gertrud Fussenegger, österreichische Schriftstellerin
- 9. Mai: Frank Seiboth, deutscher Politiker († 1994)
- 12. Mai: Archibald Cox, US-amerikanischer Professor für Verfassungsrecht († 2004)
- 13. Mai: Gil Evans, kanadischer Jazzmusiker († 1988)
- 16. Mai: Pjotr Andrejewitsch Abrassimow, Botschafter der UdSSR in der DDR
- 16. Mai: Studs Terkel, US-amerikanischer Schriftsteller und Radiomoderator
- 17. Mai: Percy Young britischer Musikschriftsteller und Komponist († 2004)
- 18. Mai: Hermann Langbein, Schriftsteller († 1995)
- 18. Mai: Perry Como, US-amerikanischer Sänger († 2001)
- 18. Mai: Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur († 1992)
- 18. Mai: Walter Sisulu, Antiapartheid-Kämpfer und südafrikanischer Politiker († 2003)
- 22. Mai: Herbert Charles Brown, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 2004)
- 26. Mai: János Kádár, Kommunist und ungarischer Politiker († 1989)
- 27. Mai: John Cheever, US-amerikanischer Schriftsteller († 1982)
- 28. Mai: Patrick White, australischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger († 1990)
- 31. Mai: Alfred George Deller, britischer Sänger und Dirigent († 1979)
- 1. Juni: Herbert Tichy, Schriftsteller, Geologe, Journalist und Bergsteiger († 1987)
- 5. Juni: Josef Neckermann, deutscher Versandkaufmann und Dressurreiter († 1992)
- 12. Juni: Willi Brundert, Widerstandskämpfer und deutscher Kommunalpolitiker († 1970)
- 14. Juni: Annibale Bugnini, katholischer Geistlicher († 1982)
- 16. Juni: Willibald Schmaus, deutscher und österreichischer Fußballspieler († 1979)
- 19. Juni: Alfred Jensch, Chefkonstrukteur bei Carl Zeiss in Jena († 2001)
- 23. Juni: Alan Turing, britischer Mathematiker und Kryptoanalytiker († 1954)
- 28. Juni: Carl Friedrich von Weizsäcker, deutscher Physiker und Philosoph
- 28. Juni: Stefan Dittrich, deutscher Politiker und MdB († 1988)
- 30. Juni: Ludwig Bölkow, deutscher Ingenieur und Unternehmer († 2003)
- 1. Juli: Inge von Wangenheim, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin († 1993)
- 4. Juli: Gerhard Schaffran, Bischof von Dresden-Meißen († 1996)
- 4. Juli: Joe Bain, US-amerikanischer Ökonom († 1991)
- 6. Juli: Heinrich Harrer, Autor, Forschungsreisender, Bergsteiger
- 10. Juli: Hans Meyers, deutscher Künstler und Autor
- 11. Juli: Sergiu Celibidache, rumänischer Dirigent († 1996)
- 11. Juli: Alois Lugger, österreichischer Politiker († 2005)
- 14. Juli: Willard Motley, US-amerikanischer Schriftsteller († 1965)
- 14. Juli: Woody Guthrie, US-amerikanischer Gewerkschafter und Liedermacher († 1967)
- 18. Juli: Lilly Stepanek, österreichische Schauspielerin († 2004)
- 21. Juli: Karl W. Deutsch, Politikwissenschaftler († 1992)
- 24. Juli: Kurt Hager, Mitglied des ZK der SED in der DDR († 1998)
- 27. Juli: Igor Markevitch, russischer Komponist und Dirigent († 1983)
- 31. Juli: Milton Friedman, Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 3. August: Otto Siffling, deutscher Fußballspieler († 1939)
- 4. August: David Raksin, US-amerikanischer Komponist von Filmmusik († 2004)
- 4. August: Raoul Wallenberg, schwedischer Diplomat († 1947?)
- 10. August: Jorge Amado, lateinamerikanischer Autor († 2001)
- 10. August: Peter Nellen, deutscher Politiker († 1969)
- 11. August: Eva Ahnert-Rohlfs, deutsche Astronomin († 1954)
- 13. August: Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler († 1997)
- 14. August: Erwin Strittmatter, deutscher Schriftsteller († 1994)
- 15. August: Wendy Hiller, britische Schauspielerin († 2003)
- 18. August: Otto Ernst Remer, deutscher Wehrmachtsoffizier († 1997)
- 18. August: Volker Gwinner, deutscher Komponist und Organist († 2004)
- 23. August: Gene Kelly, US-amerikanischer Schauspieler und Tänzer († 1996)
- 25. August: Erich Honecker, deutscher Politiker, Staatsratsvorsitzender der DDR († 1994)
- 27. August: Ruth Cohn, Vertreterin der humanistischen Psychologie
- 29. August: Emil Schumacher, deutscher Maler († 1999)
- 29. August: Sohn Kee-chung, erster koreanische Medaillengewinner bei Olympischen Spielen († 2002)
- 30. August: Edward Mills Purcell, US-amerikanischer Physiker († 1997)
- 5. September: John Cage, US-amerikanischer Komponist († 1992)
- 5. September: Kristina Söderbaum, Schauspielerin († 2001)
- 7. September: David Packard, Mitbegründer des Technologiekonzern Hewlett-Packard († 1996)
- 15. September: Gisela Hernández Gonzalo, kubanische Komponistin († 1971)
- 19. September: Kurt Sanderling, deutscher Dirigent
- 21. September: Chuck Jones, Comiczeichner und Filmregisseur von Zeichentrickfilmen († 2002)
- 28. September: Raban Adelmann, deutscher Politiker und MdB († 1992)
- 29. September: Michelangelo Antonioni, italienischer Filmregisseur, Autor und Maler
- 5. Oktober: Karl Hass, deutscher SS-Offizier, verurteilt als Kriegsverbrecher († 2004)
- 6. Oktober: Erwin Weiss, österreichischer Komponist († 2004)
- 7. Oktober: Peter Walker, britischer Rennfahrer († 1984)
- 8. Oktober: Anton Benya, österreichischer Politiker († 2001)
- 9. Oktober: Friedrich Beermann, deutscher Politiker († 1975)
- 12. Oktober: Hermann Graf, deutscher Jagdflieger († 1988)
- 14. Oktober: Helmut Schelsky, deutscher Soziologe († 1984)
- 15. Oktober: Genrich Saulowitsch Altschuller, russischer Ingenieur und Wissenschaftler († 1998)
- 17. Oktober: Johannes Paul I., Papst (†1978)
- 18. Oktober: Aurelio Sabattani, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 2003)
- 21. Oktober: Don Byas, Jazz Tenorsaxophon Spieler († 1972)
- 21. Oktober: Georg Solti, ungarischer Dirigent († 1997)
- 25. Oktober: Luigi Raimondi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1975)
- 26. Oktober: Don Siegel, Regisseur († 1991)
- 26. Oktober: Lotti Huber, deutsche Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin († 1998)
- 27. Oktober: Conlon Nancarrow, mexikanischer Komponist († 1997)
- 27. Oktober: Heinz Nickelsburg, deutscher Tischtennisspieler
- 31. Oktober: Jean Améry, österreichischer Schriftsteller († 1978)
- 3. November: Alfredo Stroessner, ehemaliger Präsident und Diktator Paraguays
- 5. November: Carl Baumann, deutscher Künstler († 1996)
- 6. November: Max Prantl, Dichter und Maler († 1957)
- 7. November: Ernst Lehner, deutscher Fußballspieler († 1986)
- 11. November: Roberto Mattá, chilenischer Maler und Bildhauer († 2002)
- 12. November: Bernardino Echeverría Ruiz, Erzbischof von Guayaquil und Kardinal († 2000)
- 15. November: Erich Mirek, deutscher Schauspieler († 2004)
- 18. November: Walter Schulz, deutscher Philosoph († 2000)
- 20. November: Otto von Habsburg, deutsch-österreichischer Politiker und Autor
- 21. November: Eleanor Powell, US-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin († 1982)
- 23. November: Franz Amrehn, deutscher Politiker († 1981)
- 23. November: Jean Hengen, Erzbischof von Luxemburg († 2005)
- 24. November: Francis Durbridge, britischer Schriftsteller und Drehbuchautor († 1998)
- 26. November: Eugène Ionesco, französischer Dramatiker († 1994)
- 27. November: Samuel Mitja Rapoport, deutscher Biochemiker († 2004)
- 28. November: Heinz Galinski, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland († 1992)
- 28. November: Morris Louis, US-amerikanischer Maler († 1962)
- 1. Dezember: Hans Hauschulz, SED-Politiker († 1951)
- 1. Dezember: Minoru Yamasaki, US-amerikanischer Architekt († 1986)
- 3. Dezember: Helmut Kindler, Verleger
- 8. Dezember: Jura Soyfer, österreichischer Schriftsteller († 1939)
- 9. Dezember: Hans Mock, deutscher und österreichischer Fußballspieler († 2001)
- 12. Dezember: Thorbjørn Egner, Zeichner († 1990)
- 13. Dezember: Luiz Gonzaga, Sänger, Akkordeonspieler und Komponist († 1989)
- 15. Dezember: Ray Eames, Designerin († 1988)
- 20. Dezember: Rudolf Gebhardt, deutscher Kunstflieger († 1998)
- 21. Dezember: Walter Krause, Politiker († 2000)
- 29. Dezember: Peggy Glanville-Hicks, australische Komponistin († 1990)
- 30. Dezember: Arthur Sarnoff, US-amerikanischer Zeichner
- Isser Harel, israelischer Geheimdienstchef († 2003)

Gestorben


- 3. Januar: Felix Dahn, deutscher Professor für Rechtswissenschaften, Schriftsteller, Historiker (
- 1834)
- 15. Januar: Henry du Pré Labouchère, britischer Politiker (
- 1831)
- 16. Januar: Georg Heym, deutscher Schriftsteller, Vertreter des frühen Expressionismus (
- 1887)
- 25. Januar: Karl Junker, Maler, Bildhauer und Architekt (
- 1850)
- 29. Januar: Herman Bang, dänischer Schriftsteller (
- 1857)
- 1. Februar: Hugo Bußmeyer, deutscher Komponist (
- 1842)
- 10. Februar: Joseph Lister, britischer Mediziner (
- 1827)
- 16. Februar: Nikolai von Japan, russischer Mönch und orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan (
- 1836)
- 21. Februar: Osborne Reynolds, britischer Physiker (
- 1842)
- 22. Februar: Richard Andree, deutscher Geograph und Ethnograph (
- 1835)
- 6. März: Heinrich Kämpchen, deutscher Schriftsteller (
- 1847)
- 17. März: Lawrence Oates, britischer Polarforscher (
- 1880)
- 20. März: Edward Adrian Wilson, englischer Polarforscher, Arzt und Ornithologe (
- 1872)
- 29. März: Robert Falcon Scott, britischer Marineoffizier und Südpolarforscher (
- 1868)
- 30. März: Karl May, deutscher Schriftsteller (
- 1842)
- 6. April: Giovanni Pascoli, italienischer Dichter (
- 1855)
- 9. April: Gottfried Straßer, Pfarrer und Dichter (
- 1854)
- 10. April: Ernst Christian Achelis, evangelischer Theologe (
- 1838)
- 12. April: Clara Barton, US-amerikanische Philanthropin (
- 1821)
- 15. April: Benjamin Guggenheim, US-amerikanischer Geschäftsmann (
- 1865)
- 15. April: Edward John Smith, Kapitän der Titanic (
- 1850)
- 15. April: Isidore Strauss, US-amerikanischer Geschäftsmann und Politiker. (
- 1845)
- 15. April: Jacques Futrelle, amerikanischer Schriftsteller (
- 1875)
- 15. April: John Jacob Astor IV, US-amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Schriftsteller (
- 1864)
- 20. April: Bram Stoker, irischer Schriftsteller (
- 1847)
- 25. April: Wacław Rolicz-Lieder, polnischer Lyriker (
- 1866)
- 29. April: Subh-i-Azal, Führer der Bábisten (
- 1830)
- 14. Mai: August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Dramatiker (
- 1849)
- 14. Mai: Friedrich VIII. (Dänemark), war König von Dänemark von 1906 bis 1912 (
- 1843)
- 18. Mai: Eduard Strasburger, Botaniker und Professor (
- 1844)
- 26. Mai: Jan Blockx, belgischer Komponist (
- 1851)
- 28. Mai: Paul Emile Lecoq de Boisbaudran, französischer Chemiker (
- 1838)
- 30. Mai: Wilbur Wright, US-amerikanischer Flugpionier und Flugzeugbauer (
- 1867)
- 5. Juni: Quintin Steinbart, Schulleiter (
- 1841)
- 12. Juni: Frédéric Passy, französischer Friedensnobelpreisträger und Politiker (
- 1822)
- 1. Juli: Harriet Quimby, US-amerikanische Flugpionierin (
- 1875)
- 10. Juli: Adolf Deucher, Schweizer Politiker (
- 1831)
- 13. Juli: Marc-Emile Ruchet, Schweizer Politiker (
- 1853)
- 13. Juli: Robert Stock, Pionier der Telekommunikation (
- 1858)
- 17. Juli: Henri Poincaré, französischer Mathematiker und Theoretischer Physiker (
- 1854)
- 30. Juli: Anton Fischer, Erzbischof von Köln, Kardinal (
- 1840)
- 30. Juli: Mutsuhito, 122. Kaiser von Japan (
- 1852)
- 7. August: François-Alphonse Forel, Schweizer Arzt, Naturforscher (
- 1841)
- 10. August: Paul Wallot, deustcher Architekt (
- 1841)
- 13. August: Jules Massenet, französischer Opernkomponist (
- 1842)
- 16. August: Johann Martin Schleyer, katholischer Priester, Lyriker und Philanthrop (
- 1831)
- 20. August: József Samassa, Erzbischof von Eger und Kardinal (
- 1828)
- 20. August: William Booth, Gründer und erster General der Heilsarmee (
- 1829)
- 7. September: Martin Kähler, deutscher protestantischer Theologe (
- 1835)
- 9. September: Berta Behrens, deutsche Schriftstellerin (
- 1848)
- 13. September: Nogi Maresuke, war General in der kaiserlichen Armee Japans (
- 1849)
- 24. September: Adolf Marschall von Bieberstein, deutscher Politiker (
- 1842)
- 6. Oktober: Auguste Beernaert, belgischer Politiker und Regierungschef (
- 1829)
- 7. Oktober: Jakob Minor, österreichischer Literaturhistoriker (
- 1855)
- 22. November: Ansgar von Reichenbach und Steegen, Forschungsreisender, Mäzen und Esoteriker (
- 1849)
- 28. November: Otto Brahm, deutscher Kritiker, Theaterleiter und Regisseur (
- 1856)
- 2. Dezember: Otis Bardwell Boise, US-amerikanischer Komponist (
- 1844)
- 9. Dezember: Carl Justi, deutscher Philosoph und Kunsthistoriker (
- 1832)
- 12. Dezember: Luitpold von Bayern, Prinzregent von Bayern (
- 1821)

Nobelpreise


- Physik: Gustaf Dalén
- Chemie: Victor Grignard und Paul Sabatier
- Medizin: Alexis Carrel
- Literatur: Gerhart Hauptmann
- Friedensnobelpreis: Elihu Root

Weblinks


- http://www.dhm.de/lemo/html/1912/ (Lebendiges virtuelles Museum Online) ja:1912年 ko:1912년 simple:1912 th:พ.ศ. 2455

Syrien

Die Arabische Republik Syrien ( al-Dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) ist ein autoritär geführter Staat in Vorderasien. Sie grenzt an Israel, den Libanon, die Türkei, den Irak, Jordanien und das Mittelmeer. Syrien kommt von "sūrī" und heißt übersetzt etwa "Land der Rosen". Nach der syrischen Hauptstadt Damaskus ist auch die in der Parfümherstellung verwendete Damaszenerrose benannt. Eine andere Meinung zu der Namensableitung ist die nach dem alten Reich Assyrien, dessen Kern aber in Mesopotamien lag.

Geografie

Landschaft und Wüsten

Syrien erreicht auf etwa 150 Kilometer die Ostküste des Mittelmeeres, direkt nördlich des kleinen Staates Libanon. Entlang dieser Küste erstreckt sich eine schmale Ebene. Parallel zu ihr verläuft - in etwa 20 km Abstand zur Küste - das Alawiten-Gebirge, dessen Ostabhang steil zur fruchtbaren Orontes-Ebene abfällt. Eine von Norden nach Süden verlaufende Gebirgskette trennt das Orontes-Tal von der syrischen Hochebene. Diese wird weiter südlich vom Antilibanon-Gebirge mit dem 2.814 Meter hohen, mit Schnee bedeckten Gipfel des Hermon (arab.: , Dschabal asch-Schaich) gegen Westen abgeschirmt. Hier entspringen kleinere Flüsse, die das ganze Jahr über Wasser führen und Oasenbildung ermöglichen; darunter der Barada, der die Damaskus umgebende Oase Ghuta bewässert. Auf der Hochebene im Osten und Südosten Syriens dehnt sich die Syrische Wüste, die in ihrem Zentrum von kleineren Hügelketten unterbrochen wird und allmählich gegen die Euphratsenke abfällt. Im Nordosten Syriens durchschneidet der Euphrat die Nordausläufer der Wüste Shamiyah; an sie schließt sich eine fruchtbare Ebene, die Dschezire, an. Im Südosten erhebt sich das vulkanische Massiv des Hauran mit dem Dschabal ad-Druz (Jabal ad Duruz, 1.735 Meter) als Mittelpunkt und der westlich gelegenen Hauran-Ebene. Die bedeutendsten Flüsse Syriens sind der Euphrat (676 Kilometer) und der Orontes (325 Kilometer).

Klima

Das Klima ist subtropisch, trocken und warm. Im Osten herrscht heißes, trockenes kontinentales Steppen- und Wüstenklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag unter 150 Millimeter. Im Westen an der Küste ist Mittelmeerklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 600 bis 800 Millimeter.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Aleppo 2.139.714 Einwohner, Damaskus 1.576.797 Einwohner, Homs 735.871 Einwohner, Latakia 431.606 Einwohner und Hama 348.862 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Syrien

Tier- und Pflanzenwelt

Die Tier- und Pflanzenwelt Syriens ist durch die jahrtausendelange Besiedelung des Landes stark verarmt. Außer Nutztieren gibt es keine größeren Säugetiere mehr. Selbst Dromedare findet man heute kaum noch. Lediglich die Vogelwelt ist noch vielfältig. 354 Vogelarten wurden in Syrien dokumentiert. Syrien ist ein wichtiges Durchzugsland für Zugvögel. Bemerkenswert sind erst im Jahre 2002 in Syrien wiederentdeckte Waldrappen, die zu den gefährdetsten Vogelarten überhaupt zählen. Die natürliche Pflanzenwelt ist durch Abholzung und Überweidung schon seit dem Altertum stark degradiert. Wald findet man kaum noch im Lande. Die Aleppokiefer und die Libanonzeder kommen noch in Restbeständen vor. Dagegen sind Öl- und Feigenbäume häufig angepflanzt zu finden.

Bevölkerung

Feigenbäume Die mehrheitsbevölkerung in syrien bilden araber , zweitgrößte volksgruppe bilden die kurden , laut angeblich syrischen geheimdokumenten , sollen bei der letzen volkszählung 1999 2,8 millioen in syrien gelebt haben , daneben leben noch armenier und assyrer im land Etwa 89 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime; rund 3 % sind Alawiten, 2 % sind Drusen und gut 1 % sind schiitische Ismaeliten oder seltener Imamiten; etwa 6 % sind Christen verschiedener Konfessionen. Die meisten sind syrisch-orthodox, die Maroniten etwas über 2 %, nämlich rund 424.000.
- [http://www.catholic-hierarchy.org/country/scsy1.html] Andere bekennen sich zur Armenische Apostolischen Kirche und der mit Rom unierten Syrisch-Katholische und Griechisch-Katholoischen Kirchen. Gläubige der alten apostolischen Kirche des Ostens und der Assyrischen Kirche des Ostens zählen um die 30.000 und leben Hauptsächlich um den Fluss Khabur im mesopotamischen Teil Syriens. Die wenigen Hundert noch in Syrien verbliebenen Juden leben überwiegend in den Städten, erwähnenswert ist auch die 12.000 starke yezidische gemeinde. Daneben gibt es zahlreiche arabisch-sprachige Flüchtlinge: 482.000; davon 476.000 Palästinenser und 170.000 Binnenflüchtlinge (Ende 2002) sowie ca. 40.000 chaldo-asssyrische Flüchtlinge aus dem Irak. Die Bevölkerung Syriens ist im Laufe des 20. Jahrhunderts sehr stark gewachsen. Nach dem 1. Weltkrieg betrug die Bevölkerung wohl nicht viel mehr als 1.500.000 Menschen. Um 1970 war sie dann auch auf rund 6.000.000, etwa das vierfache, angewachsen. Heute ist sie mit 18.000.000 etwa zwölf mal so groß wie nach dem 1. Weltkrieg. Auffällig ist auch, dass es mehr als 15 Millionen Syrer außerhalb Syriens gibt. Dies ist zum Vergleich zu der Einwohnerzahl eine enorm hohe Zahl.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Syriens

Von den Anfängen bis zur Unabhängigkeit 1946

Syrien wurde nacheinander von den Kanaanäern, Hurritern, Phöniziern, Hebräern, Aramäern, Assyrern, Babyloniern, Persern, Griechen und Nabatäern beherrscht, ehe es 64 v. Chr. römische Provinz wurde. 395 fiel es ans Byzantinische Reich. Im 7. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Arabern erobert (Eroberung Damaskus' im Jahre 635). Unter den Umayyaden war Damaskus von 661 bis 750 Sitz des Kalifen. Nach der Eroberung durch die Mamluken 1260 und den Kreuzzügen wurde es schließlich 1517 Teil des Osmanischen Reichs. 1920 errichtete König Faisal, der dritte Sohn des Scherifen von Mekka ein unabhängiges arabisches Königreich Syrien, dessen Grenzen größtenteils auf das Sykes-Picot-Abkommen von 1916 zurückgingen. Bereits wenige Monate später wurde er von Frankreich gestürzt. Französische Truppen besetzten das Land, und der Völkerbund stellte Syrien und den Libanon gemäß der Konferenz von San Remo unter französisches Mandat. Ursprünglich wollte Frankreich keinen geeinten syrischen Staat, sondern beabsichtigte eine Aufteilung in vier Staaten mit eigener Regierung, wobei religiöse und konfessionelle Gesichtspunkte eine Rolle spielen sollten. Diese Absichten lösten Mitte 1925 einen Aufstand der Drusen aus, worauf Frankreich mit Bombardierungen reagierte. Der wachsende innere und auch äußere Druck (seitens Großbritanniens) führten schließlich dazu, dass zunächst die Gebiete um Damaskus und Aleppo zum Staat Syrien zusammengeschlossen wurden. Neben der Zulassung von politischen Parteien wurde auch eine Verfassung ausgearbeitet. 1937 kamen die Gebiete um Latakia und der Drusenstaat zum Staatsgebiet hinzu. In Anlehnung an das Abkommen zwischen dem Irak und Großbritannien von 1922 wurde 1936 ein Vertrag mit Frankreich geschlossen, in dem die Unabhängigkeit Syriens in Aussicht gestellt wurde. Dieser Vertrag wurde von Frankreich allerdings nicht ratifiziert. 1939 trat Frankreich das Gebiet um Alexandrette an die Türkei ab - offenbar, um die Türkei als Verbündeten im Zweiten Weltkrieg zu gewinnen. Nachdem Paris von deutschen Truppen besetzt worden war und die französische Verwaltung sich auf die Seite des Vichy-Regimes unter Marschall Pétain geschlagen hatte, marschierten "freifranzösische" Truppen in Syrien ein. Im Auftrag Charles de Gaulles wurde das Mandat für beendet und Syrien 1944 für unabhängig erklärt. Es folgte später die Anerkennung durch die Sowjetunion, die Vereinigten Staaten und Großbritannien. 1945 wurde Syrien Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga. Frankreich war jedoch immer noch militärisch präsent, was zu antifranzösischen Demonstrationen führte und in der französischen Bombardierung von Damaskus gipfelte. Nachdem der britische Premierminister Winston Churchill mit der Entsendung von Truppen gedroht und die Vereinten Nationen Frankreich zum Rückzug aufgefordert hatten, lenkte Frankreich ein: bis zum 17. April 1946 hatten die letzten französischen Truppen das Land verlassen.

Die Syrische Arabische Republik

Am 17. April 1946 wird die Syrische Arabische Republik ( al-dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) ausgerufen. Seither ist der 17. April syrischer Nationalfeiertag. Die ersten Jahre der jungen Republik sind durch politische Instabilität und Regierungskrisen gekennzeichnet. Dazu trägt auch die Niederlage im ersten Palästinakrieg 1948 bei. Der Aufstieg des Panarabisten Gamal Abdel Nassers in Ägypten nährt auch in Syrien Hoffnungen auf die Schaffung eines gemeinsamen arabischen Staats. Im Vorfeld des Sueskriegs bilden beide Länder ein gemeinsames Oberkommando; nach schweren Spannungen zwischen der Ba'ath-Partei und der Kommunistischen Partei wird aus Furcht einer kommunistischen Machtübernahme eine Delegation nach Ägypten entsendet, wo die Vereinigung der beiden Staaten beschlossen wird. Am 1. Februar 1958 wird der Zusammenschluss Ägyptens und Syriens zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR) bekanntgegeben. Da von Anfang an die ägyptische Seite dominiert und die wichtigsten Politikbereiche bestimmt, wächst die Unzufriedenheit in Syrien. Hinzu treten wirtschaftliche Probleme. Ein Putsch syrischer Offiziere im September 1961 bedeutet schließlich das Ende der Vereinigten Arabischen Republik. Nach einem weiteren Putsch im Mai 1963 erlangt die Ba'ath-Partei zum ersten Mal die Macht in Syrien, die jedoch weiterhin zerstritten ist. Nach dem verlorenen Sechs-Tage-Krieg gegen Israel im Juni 1967 und dem Verlust des Golans folgt eine Phase, die von allgemeiner Niedergeschlagenheit gekennzeichnet ist.

Hafiz al-Assad

Aus den jahrelangen Machtkämpfen innerhalb der Ba'ath-Partei tritt am 16. November 1970 schließlich Hafiz al-Assad als Sieger hervor. Assad, unter Salah Dschadid noch Verteidigungsminister, lässt den Altpräsidenten und einige seiner Anhänger verhaften, nachdem er selbst einst aus politischen Gründen einige Zeit im Gefängnis verbringen musste. 1971 lässt er sich mit 99,2 Prozent der Stimmen (ohne Gegenkandidaten) zum Staatspräsidenten wählen; im selben Jahr wird er Generalsekretär der Ba'ath-Partei. 1973 wird eine neue Verfassung verabschiedet, in der die Position des Staatspräsidenten weiter aufgewertet wird. Des weiteren soll die Schari'a fortan eine der Hauptgrundlagen der Gesetzgebung sein. Außerdem wird festgelegt, dass der Staatspräsident Muslim sein muss, um die Sunniten zu beruhigen, denen die Alawiten, zu denen auch al-Assad gehört, zu mächtig geworden waren. Im Oktoberkrieg von 1973 gelingt es der syrischen Armee, einen kleinen Teil der von Israel besetzten Golanhöhen zurückzuerobern. Ein Kennzeichen von Assads Politik ist die Unterdrückung der islamistischen Opposition. Es kommt unter anderem zu Terroranschlägen, die auf das Konto der Muslimbrüder gehen. Nach einem weiteren Anschlag in der Militärakademie 1979, dem 50 alawitische Kadetten zum Opfer fallen, geht die Regierung verschärft gegen die Muslimbrüder vor. Zu einem folgenschweren Aufstand, wiederum von Muslimbrüdern initiiert, kommt es im Februar 1982 in der mittelsyrischen Stadt Hama. Die Armee greift mit Panzern und Luftwaffe ein, es kommt zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf große Teile der Altstadt zerstört werden. Etwa 1.000 Soldaten und zwischen 10.000 und 30.000 Zivilisten verlieren ihr Leben (Siehe Demozid). Der Niederschlagung des Aufstands folgt eine umfangreiche Verhaftungswelle, die der fundamentalistischen Opposition das Rückgrat bricht. In der Folge ist al-Asads Machtposition sehr stark und kaum gefährdet. 1994 kommt Assads ältester Sohn Basil, der sein Nachfolger werden sollte, bei einem Autounfall in der Nähe des Flughafens von Damaskus ums Leben.

Baschschār al-Assad

Nach dem Tod des syrischen Präsidenten Hafiz al-Assad am 10. Juni 2000 wird am 10. Juli 2000 sein zweitjüngster Sohn Baschschār al-Assad mit einer Mehrheit von 97,29 % (offizielles Wahlergebnis) zum nächsten Präsidenten gewählt. Baschschār gilt als liberaler als sein Vater, da er unter anderem in London studierte und auch dort heiratete. Erstes Anzeichen eines neuen politischen Kurses war die Freilassung von 600 politischen Gefangenen im November 2000. Allgemein erhofft sich die Bevölkerung eine weitere Öffnung des Landes, wie sie von Hafiz al-Assad in den 1990er Jahren begonnen wurde. Unter Baschar wurde unter anderem die Benutzung des Internets erlaubt. Allerdings kam es im September 2001 erneut zu einer Inhaftierungswelle gegen bekannte Oppositionelle. Im Frühjahr 2004 wurden nach Demonstrationen und Zusammenstößen mit den Sicherheitsdiensten hunderte syrischer Kurden, darunter auch Kinder, verhaftet. Im Februar 2005 wurde in Beirut ein Autobombenanschlag auf Rafiq Hariri, den ehemaligen und langjährigen Regierungschef des Libanon verübt. Da es Hinweise auf Geheimdienst-Aktivitäten gab, wächst in jüngster Vergangenheit der Druck auf Syrien. Insbesondere die USA machen dessen Führung für das Attentat verantwortlich. Doch auch Frankreich fordert von Syrien die volle Souveränität Libanons zurück.
Im Mai 2005 gab Präsident Assad diesen Forderungen teilweise nach.

Neuere Politik

Verhältnis zu Israel

In Folge des Sechstagekrieges im Jahr 1967 besetzte Israel die Golan-Höhen, von wo immer wieder syrischer Beschuss erfolgt war. Seit damals herrscht zwischen den beiden Ländern lediglich ein Waffenstillstand, Syrien erkennt den israelischen Staat nicht an (zum Beispiel ist in seinen Atlanten nur von "Palästina" die Rede). Der Abschluss eines Friedensvertrags, der eine völkerrechtliche Anerkennung beinhalten könnte, ist für die syrische Seite eng an die Rückgabe der Golanhöhen geknüpft, die wiederum für Israel von immenser strategischer Wichtigkeit sind. Anderseits beschuldigt Israel die syrische Regierung, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. Im Oktober 2003 flog die israelische Luftwaffe einen Angriff gegen ein vermutetes Terroristen-Ausbildungslager südlich von Damaskus, der von vielen Staaten verurteilt wurde.

Verhältnis zu Libanon, USA und UNO

Syrien betrachtete sich lange als Schutzmacht des kleinen Nachbarstaates, der fast die gesamte Landgrenze mit Syrien gemeinsam hat. Die langjährige Besetzung größerer Teile des Libanon galt offiziell als Unterstützung gegen Israel und wurde von der pro-syrischen Regierung des Omar Karame bis zuletzt befürwortet. Die letzten Einheiten der syrischen Armee verließen den Libanon Ende April 2005, als es dort nach dem Mord an Expremier Rafik Hariri (14. Februar) schwere Vorwürfe an den syrischen Geheimdienst und tagelange Massenproteste gab. Sie führten auch zum Rücktritt der Regierung Karame. Im April 2005 beauftragte die UNO ihren Spitzendiplomaten Detlev Mehlis, den bis dato ungeklärten Mord in Beirut an Ex-Premier Hariri zu untersuchen. Am 20. Oktober 2005 berichtete Mehlis dem Sicherheitsrat über eine klare Mittäterschaft syrischer Geheimdienstkreise an dem Anschlag in Beirut, bei dem außer Hariri 21 Menschen umkamen. Syrien hatte eine Verwicklung stets verneint und sprach von einem Komplott des Westens - insbesondere weil die USA auch Kontakte zu den Attentätern vom 11/9 vermuteten. Siehe [http://www.rundschau-online.de/kr/KrCachedContentServer?ksArtikel.id=1129873265707&openMenu=1039082845263&calledPageId=1039082845263 Chronik der Ereignisse]. Am 31. Oktober forderte der Sicherheitsrat in einer einstimmigen Resolution von Syrien volle Kooperation zur Aufklärung des Hariri-Mordes. Er verzichtete zwar auf die lange diskutierten Sanktionen, behielt sich aber weitere Schritte und eine Untersuchung von UNO-Ermittlern vor. Die Hauptforderung war, es müssten alle verdächtigen Personen vernommen werden, zu denen auch Bruder und Schwager des syrischen Präsidenten Assad gehören. Laut UN-Chefermittler Mehlis (siehe 20.Oktober) habe Syrien "bisher den Daumen auf viele wichtige Informationen gehalten" und ihn an Befragungen gehindert. Die von USA, England und Frankreich eingebrachte Resolution wurde nach Abmilderung einstimmig beschlossen und verpflichtet alle Staaten, Verdächtigen die Einreise zu verweigern und ihre Bankguthaben einzufrieren. Während Syriens Außenminister al-Sharaa in New York einen Eklat verursachte und in Damaskus gegen die Resolution demonstriert wurde, stimmten ihr der Libanon und auch arabische Staaten zu. [http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=356&Alias=wzo&cob=205315 Weblink]. Die Abmilderung des vom Westen eingebrachten Resolutionsentwurfs war auf Druck Russlands und Chinas erfolgt. So wurde auf die offene Androhung von Sanktionen gegen Syrien verzichtet, doch behielt sich der Sicherheitsrat "weitere Maßnahmen" vor, falls sich Syrien nicht an die Vorgaben hält. Auch die Aufforderung an die syrische Führung, jede Unterstützung des Terrorismus zu beenden, wurde gestrichen. Die heftige Protestwelle in Syrien gegen die UNO-Beschlüsse und die USA wurde vom Westen als gesteuert angesehen. Auch die Reden des syrischen Außenministers trugen zur weiteren Isolierung des Landes bei, von dem erst kurz zuvor strengere Grenzkontrollen zum Irak und gegen den Übertritt von Terroristen gefordert worden waren.

Verwaltungsgliederung

Syrien ist seit 1987 in 14 Gouvernorate (muhafazat, singular: muhafazah) unterteilt, die nach dem jeweiligen Hauptort benannt sind:
#Madinat Dimaschq (Stadt Damaskus) #Rif Dimaschq #al-Qunaitira #Dara #as-Suwaida #Homs #Tartus #Latakia(syrisch Lāz'iyye)
  1. Hama
  2. Idlib
  3. Aleppo
  4. ar-Raqqa (syrisch er-Ra'a ausgesprochen)
  5. Dair az-Zaur (syrisch Dēr ez-Zōr)
  6. al-Hasaka
al-Hasaka
Anteile an der Syrischen Wüste haben die Regionen Nr. 2, 6 (jeweils Ostteil) und vor allem 13; weitere Wüstengebiete liegen in den Gouvernoraten Nr. 12 und 14. Der Bezirk Qunaitra (Kuneitra) auf den Golanhöhen ist seit 1967 größtenteils von Israel besetzt. Die Region um Iskenderūn (Alexandrette), bis zur Eingliederung in die Türkei Sandschak Alexandrette genannt, gehört seit 1939 zur Türkei, wird allerdings ebenfalls von Syrien beansprucht.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft kann unter günstigen Bedingungen bis zu einem Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen und ist für das Land extrem wichtig. Erdöl, Textilien und Nahrungsmittel sind Syriens Hauptexportgüter, welche Syrien eine positive Handelsbilanz bescheren. Der Tourismus beschränkt sich hauptsächlich auf Kultur- und Sprachtouristen, obwohl es eine gewisse touristische Infrastruktur und fast 200 km Küste gibt. Wichtige Industriegebiete sind die Regionen um Aleppo, Damaskus und das Gebiet zwischen Homs und Hama. Die syrische Wirtschaft ist stark vom Export von Erdöl abhängig. Sie machen 70 Prozent der Exporterlöse aus und aus ihnen speist sich die Hälfte des Budgets. Da das Erdöl in Syrien vermutlich in einigen Jahren ausgehen will und die syrischen Machthaber eine breiter diversifizierte Wirtschaft errichten wollen, streben sie einen Strukturwandel und den Umbau zu einer funktionierenden Marktwirtschaft an. Dieser soll mit jährlichen Privatinvestitionen von bis zu fünf Mrd. Dollar, Zusatzeinnahmen aus dem Ölexport und Investitionen aus dem Ausland finanziert werden. Die Wirtschaftspolitiker sehen in den nächsten fünf bis zehn Jahren die beste Gelegenheit für Strukturänderungen. Zu den im neuen Fünfjahresplan festgeschriebenen weitrechenden Veränderungen gehört unter anderem eine umfassende Steuerreform, Privatisierung, der Abbau von Monopolen, Deregulierung wichtiger Sektoren und die Reduzierung des öffentlichen Sektors. Der Internationale Währungsfond lobte die Bemühungen der syrischen Wirtschaftspolitiker bereits, vor allem die Anpassung des syrischen Pfunds an einen realistischen Wechselkurs.

Kultur

Sport

siehe Hauptartikel Syrischer Fußball

Feiertage

In Syrien gibt es wie in Deutschland sowohl staatliche als auch religiöse Feiertage. Grundlage für die staatlichen Feiertage ist dabei wie in mittlerweile fast allen arabischen Ländern die christliche Zeitrechnung, für die islamischen Feiertage die Hidschra-Zeitrechnung nach dem Mondkalender. Da das Mondjahr elf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr, „wandern“ die islamischen Feiertage jedes Jahr entsprechend „nach vorn“. Hier eine Übersicht über die Feiertage 2005, die veränderlichen Feiertage sind mit einem Stern (
- ) gekennzeichnet:
- Christliches Neujahr (ʿĪd ra's as-sana al-mīlādiyya): 1. Januar
- Opferfest (ʿĪd al-adhā): 21. Januar
-
- Islamisches Neujahr (ʿĪd ra's as-sana al-hidschriyya), 1426: 10. Februar
-
- Tag der Revolution (Thaurat ath-thāmin min ādār): 8. März
- Muttertag (ʿĪd al-umm): 21. März
- Katholische Ostern (ʿĪd al-fash): 27. März
-
- Tag des Truppenabzugs (ʿĪd al-dschala'), Nationalfeiertag: 17. April
- Geburtstag des Propheten Muhammad (ʿĪd al-maulad an-nabawī asch-scharīf): 21. April
-
- Tag der Arbeit (ʿĪd al-'ummāl al-'ālamī): 1. Mai
- Orthodoxe Ostern (ʿĪd al-fash): 1. Mai
-
- Märtyrertag (Dhikrī asch-schuhadā'): 6. Mai
- Fest des Fastenbrechens (ʿĪd al-fitr), Ende des Ramadan: 3. November
-
- Weihnachten (ʿĪd al-mīlād al-madschid): 25. Dezember (Quelle: US-Botschaft in Damaskus, http://damascus.usembassy.gov/wwwhholi.html)

Bekannte Syrer

Weblinks


- [http://www.travel-images.com/syria.html Syrien - Bilder]
- [http://www.arte-tv.com/de/GALLERIE_20PHOTO_20_3A/184466,CmC=486468,CmPage=184466,CmPart=com.arte-tv.www,view=introduction.html Syrien auf dem Schachbrett des Nahen Ostens]
- [http://www.spirit-of-the-moment.com/compositions/Syrien/index.html Reisebilder sortiert nach Themen und Orten aus Syrien, Jordanien und dem Libanon] Kategorie:Staat Kategorie:Nahost Kategorie:Mittelmeer ja:シリア ko:시리아 ms:Syria simple:Syria th:ประเทศซีเรีย zh-min-nan:Syria

1980

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Das Birkhuhn (lat. Lyrurus tetrix) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Politik


- 1. Januar: Georges-André Chevallaz wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neue Verkehrsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR
- 1. Januar: Eine Neuregelung der elterlichen Sorgfaltspflicht tritt in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft
- 1. Januar: Die DDR wird für 2 Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
- 2. Januar: Das sowjetische Militär beginnt eine Großoffensive im Afghanienkrieg
- 5. Januar: Die USA verhängen wegen des Einmarsches in Afghanistan Sanktionen gegen die Sowjetunion
- 13. Januar: In Karlsruhe wird von linken und ökologischen Gruppen die Bundespartei Die Grünen (heute Bündnis 90/Die Grünen) gegründet
- 16. Januar: Botswana wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Januar: São Tomé und Príncipe wird Mitglied in der UNESCO
- 20. Februar: Erste Wahl in Simbabwe nach der neuen Verfassung
- 6. März: St. Lucia wird Mitglied in der UNESCO
- 6. April: Wiedereinführung der Sommerzeit
- 18. April: Südrhodesien wird als Simbabwe unabhängiger Staat. Die weiße Minderheitsregierung Ian Smiths (1964–1980) war international kaum anerkannt und mit Sanktionen belegt
- 30. April: Beatrix von Oranien-Nassau wird Königin der Niederlande und folgt damit ihrer Mutter Juliana von Oranien-Nassau
- 2. Mai: Die Panchayat-Ordnung (Einparteiensystem) wird in Nepal beibehalten
- 4. Mai: Jugoslawien. Tod von Staatspräsident Josip Broz Tito in Ljubljana
- 4. Mai- Das „Übereinkommen von Helsinki über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets“ (Helsinki-Abkommen) tritt in Kraft
- 17.: 18. Mai: Demonstrationen gegen das neue Regime in Südkorea werden in Gwangju brutal niedergeschlagen. 207 Menschen sterben und rund 1000 werden schwer verletzt
- 4. Juni: Polizei und BGS räumen die „Republik Freies Wendland“, ein von Atomkraftgegenern errichtetes Dorf im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland und Kiribati nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 3. Juli: Der Deutsche Bundestag verabschiedet das „Gesetz zur vorläufigen Regelung des Tiefseebergbaus“
- 15. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Portugal
- 18. Juli: Malediven werden Mitglied in der UNESCO
- 23. Juli: Israel erklärt Jerusalem zur ewigen Hauptstadt, die Knesset bestätigt dies sieben Tage später
- 30. Juli: die Inselgruppe Vanuatu wird unabhängig von Frankreich und dem Vereinigten Königreich
- 12. August: Paraguay wird Mitglied in der ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración)
- 14. August: In der Danziger Lenin-Werft beginnt ein Streik, der sich auf Polen ausweitet. Die Forderungen: Mehr Freiheit und bessere Lebensqualität
- 25. August: Simbabwe wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. September: Das Militär putscht unter General Kenan Evren zum dritten Mal in der Türkei. Der Putsch wird unterstützt von der NATO und den USA. Die NATO stationiert anschließend schnelle Eingreiftruppen in Kurdistan, in Van und Batman. Kenan Evren begründet den Putsch mit: “zu den Quellen des Kemalismus zurückkehren” zu wollen und “die separatistischen Umtriebe zu bekämpfen”. Der Putsch richtet sich eindeutig gegen die aufkeimende kurdische Befreiungsbewegung und gegen linke und kommunistische Kräfte. Tausende von politischen Gefangenen werden gefoltert und zum Tode verurteilt. Die PKK zog sich schon ein Jahr zuvor teilweise aus Nordkurdistan in den Libanon zurück, nach dem Putsch werden alle Gruppen ins Ausland gerufen. Türkische oppositionelle Gruppen gehen auch ins Exil, die meisten nach Europa
- 16. September: St. Vincent und die Grenadinen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. September: Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Portugal und der Bundesrepublik Deutschland
- 17. September: Kriegsbeginn zwischen Irak und Iran
- 17. September: In Danzig wird die Gewerkschaft Solidarność gegründet
- 22. September: Beginn des Ersten Golfkrieges zwischen Iran und Irak
- 22. September: Simbabwe wird Mitglied in der UNESCO
- 24. September - Der Verkauf von Kalbfleisch wird in Italien generell verboten, nachdem in Proben das Hormon Östrogen entdeckt worden ist.
- 26. September: Bombenattentat auf dem Münchner Oktoberfest, 13 Tote, über 200 Verletzte
- 29. September: Tonga wird Mitglied in der UNESCO
- 5. Oktober: Bundestagswahl. Helmut Schmidt bleibt Kanzler und setzt sich gegen Franz Josef Strauß durch
- 13. Oktober: die Gründung der europäischen „Arianespace“ tritt in Kraft (siehe 26. März). Die Verhandlungen der beteiligten Firmen und ESA-Staaten wurden 1979/80 geführt
- 23. Oktober - Nikolaj Tichonow übernimmt nach dem Rücktritt Alexej Kossygins das Amt des sowjetischen Ministerpräsidenten.
- 4. November: Ronald Reagan gewinnt die US-Präsidentschaftswahlen
- 12. Dezember: In Berlin-Kreuzberg schlägt der Konflikt um die Politik der Flächensanierung in offene Unruhen um

Wissenschaft und Technik


- 26. März: Gründung der Arianespace durch Europas Raumfahrt-Firmen. Sie soll Produktion, Verkauf und Starts der ESA-Trägerraketen Ariane managen. Die vom Vorgänger ELDO entwickelte Ariane 1 hatte ihren Erststart zu Weihnachten 1979. Das Statut tritt am 13. Oktober 1980 in Kraft
- 23. Mai: Schon der 2.Start einer Ariane-Rakete (Erststart Dez.1979) misslingt wegen Schwingungen in der untersten, von Frankreich gebauten Stufe. Sie muss samt ihrer Ladung (u. a. bundesdeutscher Forschungssatellit Firewheel) gesprengt werden
- 7. August: Das erste Solarenergie-Flugzeug Grossamer Penguin absolviert seinen Jungfernflug
- 12. November: Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Saturn vorbei und liefert viele Messungen und Fotos von Saturn, seinen Ringen und Monden

Kultur


- 21. Januar: Die Chinesische Mauer wird unter Denkmalschutz gestellt
- 14. April: Der Film Die Blechtrommel gewinnt einen Oscar für den besten ausländischen Film des Jahres 1979
- 2. Juni: Ernő Rubiks „Zauberwürfel“ beginnt seinen Siegeszug in deutschen Spielzeugläden
- 5. August: Einweihung der Deutschen Schule Manila, Philippinen
- 1. September: Gründung der Deutschen Schule Oslo, Norwegen
- 5. September: Uraufführung der Oper Satyagraha von Philip Glass an der Stadschouwburg an Rotterdam
- 8. September: Gründung der Deutschen Schule New York, USA
- 28. Oktober: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg. In Kraft seit dem 1. März 1982
- Veröffentlichung der ökumenischen Einheitsübersetzung der Bibel
- Gründung der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Katastrophen


- 1. Januar: Schweres Erdbeben auf den Azoren, 52 Tote, mehr als 300 Verletzte
- 14. März: Warschau, Polen. Absturz einer Iljuschin Il-62 der polnischen LOT während des Landeanflugs. Alle 87 Menschen starben
- 18. März: Auf dem Raketenstartplatz Plessezk in Nordrussland explodiert bei den Startvorbereitungen während der Betankung eine Wostok-2M-Rakete und tötet 50 Personen
- 27. März: Ein Sturm zerstört die norwegische Versorgungs- und Wohnplattform Alexander Kielland im Ekofisk-Feld in der Nordsee, 123 Menschen sterben
- 22. April: Das Fährschiff „Don Juan“ (Philippinen) sinkt nach der Kollision mit einem Tanker. 313 Tote
- 25. April: Teneriffa, Kanaren, Spanien. Eine Boeing 727 der britischen Dan Air Services prallte während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 146 Menschen starben
- 18. Mai: Der Vulkan Mt. Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus, dank rechtzeitiger Evakuierung sterben nur 57 Menschen
- 27. Juni: Sizilien, Italien. Absturz einer Douglas DC-9 der Aero Transporti Italiani kurz vor Sizilien ins Mittelmeer. Alle 81 Menschen an Bord starben. Eine Mitschuld eines in der Nähe abgehaltenen Militärmanövers konnte nie bewiesen werden
- 1. bis 14. August: Hurrikan