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Schlacht In Der Wilderness

Schlacht in der Wilderness

Die Schlacht in der Wilderness vom 5. bis 6. Mai 1864 war die erste einer ganzen Serie von Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs zwischen den Nordstaaten unter Grant und den Südstaaten unter Lee von Mai 1864 bis April 1865.

Vorgeschichte

Nach seiner Ernennung zum Generalleutnant und Oberkommandierenden der US-Streitkräfte beschloss U.S. Grant persönlich nach Virginia zu gehen und dort den Befehl über die Streitkräfte zu übernehmen, mit denen er die konföderierte Armee von Nord-Virginia zu vernichten und den Krieg zu beenden dachte. Grant ließ General Meade als Oberbefehlshaber der Potomac-Armee im Amt, der ihm aber direkt unterstellt war und von ihm Befehle empfing. Anfang Mai 1864 verließ die Potomac-Armee ihre Winterquartiere, um den Konföderierten einmal mehr entgegen zu treten. Die Föderierten überquerten den Rapidan und betraten die "Wilderness"- jenen dicht bewachsenen Urwald, der schon ein Jahr zuvor einen Teil der Schlacht von Chancellorsville gesehen hatte. Die Konföderierten unter General Lee wollten sich dieses Gelände zunutze machen und hatten die Überquerung des Rapidan absichtlich nicht behindert. General Lee hoffte, die Unionsstreitkräfte auf dem Marsch durch das unwegsame Gelände attackieren zu können, wo ihre überlegene Artillerie nicht zum Tragen kommen konnte.

Erster Tag 5. Mai

Am 5. Mai trafen Lees Truppen auf die Vorhuten der Potomac-Armee. General Ewell stoppte mit seinem II.Korps das V. Korps von General Warren, während General Hills III. konföderiertes Korps weiter südlich vom II. Unionskorps des Generals Hancock ein wenig zurückgetrieben wurde, sich schließlich aber halten konnte.

Zweiter Tag 6. Mai

Am 6. Mai gelang es dem verstärkten Hanckock, Hills Korps noch weiter zurückzudrängen und ihm schwere Verluste zuzufügen. Lee konnte Hill lange Zeit keine Verstärkungen senden, da auch General Ewell in Bedrängnis war. Schließlich aber traf Longstreets Korps im Eilmarsch ein und griff Hancocks Truppen seinerseits an. Dieses Mal wurden die Truppen der Union zurückgedrängt, Longstreet eroberte den gesamten verlorenen Boden zurück und marschierte noch weiter. Er wurde jedoch bei einem erneuten Angriff von den eigenen Leuten schwer verwundet, der ihn begleitende General Micah Jenkins wurde getötet. Schließlich beruhigte sich der Kampf in diesem Teil des Schlachtfeldes, und der nördliche Teil der Front wurde aktiver. Hier attackierten Truppen aus Ewells Korps unter General Gordon die Flanke der Unionsarmee und traf sie schwer. Gordons Angriff ebbte jedoch mit zunehmender Dunkelheit ab.

Nachspiel

Nach zwei Tagen voller Kämpfe in dem dichten Gestrüpp der "Wilderness" standen sich die beiden Armeen wie in den Jahren davor angeschlagen gegenüber. Anders als bisher zog sich die Unionsarmee dieses Mal aber nicht zurück - Grant befahl, nach Südosten zu marschieren und sich zwischen Lees Armee und die konföderierte Hauptstadt Richmond zu schieben. Bereits am 8. Mai trafen die Armeen erneut aufeinander, dieses Mal bei Spotsylvania Court House. Wilderness Wilderness Wilderness

1864

Ereignisse


- 1. Februar: Ausbruch des Deutsch-Dänischen Krieges. In diesem Krieg wird zum ersten Mal das Schutzzeichen des Roten Kreuzes (rotes Kreuz auf weißem Grund), vom schweizer Arzt Dr. Louis Appia und vom Niederländer Charles Van de Velde, getragen
- 12. Februar: Auf dem Bodensee sinkt der Raddampfer Jura nach einem Zusammenstoss in dichtem Nebel mit der Stadt Zürich. Die Jura war von Konstanz nach Romanshorn unterwegs, die Stadt Zürich in umgekehrte Richtung. Die Jura ist heute noch auf dem Grund des Bodensees, zwischen Bottighofen und Münsterlingen
- 11. März: Der Dale-Dyke-Staudamm bei Sheffield in England bricht; die Flutwelle fordert etwa 270 Todesopfer
- 18. April: Erstürmung der Düppeler Schanzen durch die Preußen unter Prinz Friedrich Karl
- 9. Mai: Fertigstellung der Pfaffendorfer Brücke über den Rhein in Koblenz
- 21. Mai: Korfu wird Teil des geeinten Griechenlands
- August: Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf auf Initiative von Henri Dunant
- 30. Oktober: Unterzeichnung des Friedens von Wien. Österreich, Preußen und Dänemark beenden den Deutsch-Dänischen Krieg. Dänemark überläßt darin die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg den beiden deutschen Großmächten
- 31. Oktober: Nevada wird 36. Bundesstaat der USA
- Gründung des Schwarzwaldvereins in Freiburg im Breisgau

Politik


- 10. März: Kronprinz Ludwig Friedrich Wilhelm von Wittelsbach wird als König Ludwig II. von Bayern proklamiert
- 10. April: Ausrufung des österreichischen Erzherzogs Maximilian zum Kaiser von Mexiko

Kultur


- 8. Februar: Uraufführung der romantischen Oper Die Rheinnixen von Jacques Offenbach an der Hofoper in Wien
- 14. März: Uraufführung von Rossinis Petite Messe Solennelle
- 23. April: Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft
- 16. Dezember: Uraufführung der Operette Le Serpent à plumes von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper La belle Hélène (Die schöne Helena) von Jacques Offenbach am Théâtre des Variétés in Paris
- Erstausgabe der Zeitschrift HANSA erscheint

Geboren


- 1. Januar: Alfred Stieglitz, US-amerikanischer Fotograf († 1946)
- 8. Januar: Albert Victor, Prinz von Großbritannien und Herzog von Clarence und Avondale († 1892)
- 8. Januar: Julie Wolfthorn, deutsche Malerin († 1944)
- 13. Januar: Wilhelm Wien, deutscher Physiker, Nobelpreisträger († 1928)
- 27. Januar: John Walter Gregory, Geologe († 1932)
- 11. Februar: József Balassa, ungarischer Philologe († 1945)
- 14. Februar: Robert Ezra Park, US-amerikanischer Soziologe († 1944)
- 16. Februar: Hermann Stehr, deutscher Schriftsteller († 1940)
- 17. Februar: Andrew Paterson, australischer Dichter († 1941)
- 19. Februar: Jean Verdier, Erzbischof von Paris und Kardinal († 1940)
- 21. Februar: Henrique Maximiano Coelho Neto, brasilianischer Schriftsteller († 1934)
- 22. Februar: Jules Renard, französischer Schriftsteller († 1910)
- 29. Februar: Adolf Wallenberg, deutscher Internist und Neurologe († 1930)
- 29. Februar: Adolf Wölfli, schweizer Maler († 1930)
- 7. März: Wilhelm Arent, Dichter und Mäzen
- 10. März: Rudolf Heberdey, österreichischer Archäologe († 1936)
- 14. März: Alfred Redl, Oberst der österreichisch-ungarischen Armee und russischer Spion († 1913)
- 19. März: Charles Marion Russell, US-amerikanischer Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller († 1926)
- 23. März: Hjalmar Borgstrøm, norwegischer Komponist († 1925)
- 25. März: Alexej von Jawlensky, deutsch-russischer Künstler des Expressionismus († 1941)
- 25. März: Marie Soldat-Roeger, Violinvirtuosin († 1955)
- 30. März: Franz Oppenheimer, deutscher Soziologe und Nationalökonom († 1943)
- 9. April: Sebastian Ziani de Ferranti, britischer Ingenieur († 1930)
- 10. April: Eugen d'Albert, deutscher Komponist und Pianist († 1932)
- 10. April: Friedrich Wilhelm Nohe, 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes († 1940)
- 10. April: Michael Mayr, österreichischer Historiker und Politiker († 1922)
- 12. April: Theodor Rehbock, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe († 1950)
- 13. April: Berta Zuckerkandl-Szeps, österreichische Schriftstellerin, Journalistin und Kritikerin († 1945)
- 14. April: Heinz Tovote, deutscher Schriftsteller († 1946)
- 17. April: Karl Henckell, deutscher Schriftsteller († 1929)
- 21. April: Max Weber (Politiker), deutscher Ökonom und Soziologe († 1920)
- 24. April: Alois Wolfmüller, deutscher Erfinder, Ingenieur und Flugtechniker († 1948)
- 26. April: Bona Peiser, Deutschlands erste Volksbibliothekarin († 1929)
- 5. Mai: Hans Gerhard Gräf, deutscher Goethe-Forscher († 1905)
- 12. Mai: Cäsar Flaischlen, deutscher Lyriker und Mundartdichter († 1920)
- 13. Mai: Emil Gött, deutscher Schriftsteller († 1908)
- 15. Mai: Vilhelm Hammershøi, dänischer Maler († 1916)
- 16. Mai: Nathan Birnbaum, jüdischer Philosoph und Zionist († 1937)
- 22. Mai: Willy Stöwer, deutscher Marinemaler der Kaiserzeit († 1931)
- 25. Mai: Anne Löwenstein-Wertheim, britische Flugpionierin († 1927)
- 29. Mai: Sigismund Waitz, 1913 Weihbischof von Brixen, Erzbischof von Salzburg († 1941)
- 3. Juni: Albert Fraenkel, deutscher Arzt, Tuberkulose- und Herzforscher († 1938)
- 3. Juni: Otto Erich Hartleben, deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler († 1905)
- 3. Juni: Ransom Eli Olds, Gründer des Automobilherstellers Oldsmobile († 1950)
- 8. Juni: Herbert William Garratt, englischer Lokomotivkonstrukteur († 1913)
- 11. Juni: Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent († 1949)
- 13. Juni: Rudolf Kjellén, Professor
- 14. Juni: Alois Alzheimer, deutscher Psychiater († 1915)
- 22. Juni: Hermann Minkowski, deutscher Mathematiker und Physiker († 1909)
- 24. Juni: Heinrich Wölfflin, Schweizer Kunsthistoriker († 1945)
- 25. Juni: Oscar Baumann, Afrikaforscher, Philosoph, Ethnologe, Geograph und Karthograph († 1899)
- 25. Juni: Walther Hermann Nernst, deutscher Physiker und Chemiker († 1941)
- 29. Juni: Anton Beer-Walbrunn, deutscher Komponist († 1929)
- 12. Juli: Hans Chemin-Petit d. Ä., deutscher Komponist († 1917)
- 13. Juli: John Jacob Astor IV, US-amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Schriftsteller († 1912)
- 18. Juli: Ricarda Huch, deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin († 1947)
- 20. Juli: Erik Axel Karlfeldt, schwedischer Lyriker († 1931)
- 24. Juli: Frank Wedekind, deutscher Schriftsteller und Schauspieler († 1918)
- 9. August: Roman Dmowski, polnischer Politiker († 1939)
- 10. August: Carl Junker, Syndikus und Historiker († 1928)
- 23. August: Eleutherios Venizelos, griechischer Politiker und Regierungschef († 1936)
- 24. August: Hermann Weingärtner, deutscher Turner und Olympiasieger († 1919)
- 27. August: Helena Patursson, färöische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 1. September: Roger David Casement, irischer Unabhängigkeitskämpfer († 1916)
- 8. September: Jakob Johann von Uexküll, Biologe und Philosoph († 1944)
- 19. September: Carl Correns, deutscher Biologe
- 27. September: Andrej Hlinka, slowakischer Priester, Politiker und Nationalistenführer († 1938)
- 30. September: Max Laeuger, deutscher Künstler († 1952)
- 15. Oktober: Friedrich Gustav Piffl, österreichischer Erzbischof und Kardinal († 1932)
- 25. Oktober: Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist († 1956)
- 25. Oktober: John Francis Dodge, US-amerikanischer Automobilhersteller († 1920)
- 30. Oktober: Theodor Wiegand, deutscher Archäologe († 1936)
- 6. November: John Henry Mackay, schottisch-deutscher Schriftsteller († 1933)
- 11. November: Alfred Hermann Fried, Pazifist, Publizist, Friedensnobelpreisträger († 1921)
- 11. November: Maurice Leblanc, französischer Krimi-Schriftsteller († 1941)
- 24. November: Henri de Toulouse-Lautrec, französischer Maler († 1901)
- 26. November: Auguste Charlois, französischer Astronom († 1910)
- 27. November: Alfred Meyer-Waldeck, Verteidiger des deutschen Schutzgebietes Kiautschou († 1928)
- 8. Dezember: Camille Claudel, französische Bildhauerin († 1943)
- 14. Dezember: Emil Rungwerth, Heimatforscher († 1945)
- 24. Dezember: Stephan Elmas, türkisch-armenischer Komponist und Pianist († 1937)
- 31. Dezember: Hans am Ende, deutscher Maler († 1918)
- 31. Dezember: Robert Grant Aitken, US-amerikanischer Astronom († 1951)
- Carsten Egeberg Borchgrevink, norwegischer Polarforscher († 1934)
- Hans Frahm, Kunstmaler († 1940)

Gestorben


- 8. Januar: Victor Dourlen, französischer Komponist (
- 1780)
- 27. Januar: Leo von Klenze, deutscher Architekt (
- 1784)
- 14. Februar: William Dyce, britischer Maler (
- 1806)
- 10. März: Maximilian II., König von Bayern (
- 1811)
- 24. März: Karl Ernst Claus, Chemiker, der das Ruthenium entdeckte (
- 1796)
- 25. März: Ivar Fredrik Bredal, dänischer Komponist (
- 1800)
- 2. Mai: Giacomo Meyerbeer, eigentlich Jakob Meyer Beer Komponist und Dirigent (
- 1791)
- 9. Mai: John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten (
- 1813)
- 19. Mai: John Clare, englischer Dichter (
- 1793)
- 19. Mai: Nathaniel Hawthorne, amerikanischer Schriftsteller (
-  1804)
- 4. Juni: Nassau William Senior, englischer Ökonom (
- 1790)
- 18. Juni: Albert Knapp, deutscher Dichter (
-  1798)
- 23. Juni: Christian Ludwig Brehm, deutscher Pfarrer und Ornithologe (
- 1787)
- 25. Juni: Wilhelm I., König von Württemberg (
- 1781)
- 28. Juli: Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist (
- 1797)
- 4. August: David Hansemann, deutscher Politiker und Bankier (
- 1790)
- 24. August: Jakob Lorber, war österreichischer Schriftsteller und Musiker (
- 1800)
- 31. August: Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist (
- 1825)
- 8. September: Johannes von Geissel, Kardinal und Erzbischof von Köln (
- 1796)
- 15. September: John Hanning Speke, britischer Afrikaforscher (
- 1827)
- 1. Oktober: Juan José Flores, ecuadorianischer Staatspräsident (
- 1800)
- 20. Oktober: Carl Christian Rafn, dänischer Altertumsforscher (
- 1795)
- 23. November: Friedrich Georg Wilhelm Struve, deutscher Astronom, der in Russland arbeitete (
- 1793)
- 25. November: David Roberts, britischer Maler (
- 1796)
- 30. November: William Baikie, englischer Afrikaforscher (
- 1824)
- 4. Dezember: John Fowler, englischer Erfinder und Ingenieur (
- 1826)
- 8. Dezember: George Boole, britischer Mathematiker (
- 1815)
- 20. Dezember: Josef Proksch, tschechisch-deutscher Komponist (
- 1794)

Staatsoberhäupter

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Jakob Dubs, Bundespräsident der Schweiz, (1864) ko:1864년

Nordstaaten

Mit Nordstaaten werden jene Staaten der USA bezeichnet, die sich zur Union bekannten, als sich 1861/1862 elf Staaten des Südens abspalteten um die Konföderierten Staaten von Amerika zu gründen. Unentschlossene bzw. neutrale Staaten wie Maryland oder Kentucky wurden von beiden Parteien unter Druck gesetzt, sich der einen oder anderen Seite anzuschließen. Nach dem Einmarsch konföderierter Truppen in Maryland schloss sich dieser Staat, zwecks Selbstverteidigung seiner eigenstaatlichen Rechte, den Nordstaaten an, obwohl man in vielerlei Hinsicht mit dem Süden sympathisierte - eine Loslösung von der Union kam für Maryland jedoch nicht in Frage. Die Einteilung in Nord- und Südstaaten hat sich bis heute gehalten und begründet einen sozio-kulturellen Gegensatz, der durch alle Gesellschaftsschichten und Parteien geht und unausgesprochen seit der Phase der Reconstruction jede Politik zwischen den Einzelstaaten und dem Bund polarisiert. Nur im Westen der USA, der im amerikanischen Bürgerkrieg kaum eine Rolle spielte, ist diese Einteilung nicht anwendbar. siehe auch: Mason-Dixon-Linie Kategorie:Amerikanischer Bürgerkrieg

Konföderierte Staaten von Amerika

Konföderierte Staaten von Amerika (Confederate States of America - CSA) war der Name des Staatenbundes der südlichen Gliedstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika während der Bürgerkriegsjahre von 1861 bis 1865. Er ist nicht identisch mit den Südstaaten.

Hintergründe

Die Hintergründe der Sezession der Südstaaten sind in der unterschiedlichen demographischen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklung der Nord- und Südstaaten zu suchen. Profitierte der Norden in hohem Maße von der an Umfang zunehmenden Einwanderung weißer Immigranten aus Europa, so war diese im Süden nicht so stark. Im Norden setzte sich die Industrialisierung immer stärker durch, während der Süden überwiegend ein Agrarland blieb, dessen Plantagenwirtschaft (Erdnüsse, Zuckerrohr, Tabak, Baumwolle) auf der Notwendigkeit des Einsatzes schwarzer Sklaven beruhte. Der Kriegsgrund war nicht nur die Sklavenfrage. Die Gründe waren auch (oder: vor allem) wirtschaftlicher Natur, da der Norden seine Fertigprodukte im Süden absetzten musste, der Süden jedoch auf englische Fertigprodukte zurückgriff, da die Schiffe, die England mit Baumwolle aus dem Süden anfuhren, nicht leer zurückkehren konnten. Je mehr sich im Norden eine liberalere Einstellung hinsichtlich der Sklavenfrage herausbildete und sich sogar eine Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei (Abolitionismus) entwickelte, verschärfte sich der Konflikt zum Süden, der überwiegend an der Sklaverei festhielt. Als mit Abraham Lincoln ein Republikaner (und Gegner der Sklaverei) zum Präsidenten (1861-1865) gewählt wurde, erklärte South Carolina am 20. Dezember 1860 seinen Austritt aus der Union. Der Sezession South Carolinas folgten kurz darauf die Staaten: Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, and Louisiana. Mississippi am 9. Januar 1861; Florida am 10. Januar 1861; Alabama am 11. Januar 1861; Georgia am 19. Januar 1861; Louisiana am 26. Januar 1861; und Texas am 1. Februar 1861. Sie schlossen sich am 8. Februar 1861 in Montgomery zum Bund der Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. Hauptstadt wurde zuerst Montgomery, welches jedoch im gleichen Jahr von Richmond abgelöst wurde. Etwas später lösten sich auch Virginia (17. April 1861), Arkansas (6. Mai 1861), Tennessee (6. Mai 1861) und North Carolina (13. Mai 1861) aus der Union und schlossen sich der Südstaaten-Konföderation an. Also 11 der 15 Staaten, in denen Sklaverei erlaubt war. Die Gliedstaaten Missouri und Kentucky wurden sowohl von der Konföderation als auch von der Union als Bestandteil des jeweiligen Staates betrachtet, so dass Regimenter aus diesen Staaten auf beiden Seiten kämpften (daher auch die 13 Sterne in der Flagge der Konföderation, statt nur 11). Zum Präsidenten des neuen Staatenbundes wurde Jefferson Davis gewählt. Jefferson Davis Die Nordstaaten der USA verweigerten dem Süden die Anerkennung.

Der Verlauf des Bürgerkriegs

siehe Hauptartikel Sezessionskrieg Am 12. April 1861 kam es zum Angriff auf das noch von Bundestruppen des Nordens besetzte Fort Sumter bei Charleston (South Carolina), der anderntags mit der Niederlage des Nordens endete. Im nachfolgenden Sezessionskrieg erzielten die Südstaatentruppen unter General Robert Edward Lee verlustreiche Siege, wie die Schlacht von Bull Run, wurden schließlich aber von dem an Menschen- und Rüstungspotential überlegenen Norden geschlagen, wobei die Schlacht von Gettysburg allgemein als Wendepunkt angesehen wird. General Lee kapitulierte am 9. April 1865 im Appomattox Court House (Virginia) vor dem Nordstaatengeneral Ulysses Simpson Grant. Mit dieser Niederlage zerbrach die Konföderation, worauf die sezessionistischen Südstaaten zwischen 1868 und 1870 wieder in die Union der USA eingegliedert wurden.

Opfer und weitere Folgen

Der Sezessionskrieg kostete den Norden etwa 360.000, den Süden etwa 275.000 Menschenleben. Die lange nachwirkende Segregation(Rassentrennung) als Politik in den Südstaaten. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten(1876) durch die Nordstaaten (Reconstruction) haben erstere sehr schnell (Jim Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown vs. Board of Education of Topeka), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob und Martin Luther Kings Bewegung.

Nationalflaggen der Konföderierten Staaten

siehe auch: Flaggen der Sezessionsstaaten In den ersten 24 Tagen ihrer Existenz besaßen die Konföderierten Staaten keine offiziell anerkannte Nationalflagge. Als Jefferson Davis am 18. Februar 1861 als Präsident der provisorischen Regierung vereidigt wurde, wehte über dem Regierungsgebäude in Montgomery die Staatsflagge von Alabama. Die Soldaten der Parade für die Amtseinsetzung wurden von einer Kompanie der Infanterie angeführt, die wiederum die Staatsflagge von Georgia präsentierten. Erst am 4. März 1861 einigte man sich auf eine einheitliche (s.u.) Nationalflagge. Die ersten Nationalflaggen der Konföderierten Staaten „Stars and bars“ wurden mit einer ganz unterschiedlichen Anzahl von Sternen hergestellt. Da es eigentlich keine genauen Regelungen gab und sich die Zahl der Mitglieder ständig änderte, zeigte man z.T. zum gleichen Zeitpunkt verschiedene Flaggen. Nach dem Bürgerkrieg erhaltene Flaggen zeigten Versionen mit 8, 9, 10, 12, 14 und 15 Sternen im Eck. Die vorletzte Nationalflagge wurde als "stainless banner" bezeichnet, die die Kriegsflagge im linken oberen Eck enthielt. Um Verwechslungen mit der gänzlich weißen "Kapitulationsflagge" auszuschließen, wurde das "stainless banner" im Jahr 1865 durch einen roten, senkrechten Balken ergänzt.

Die Kriegsflagge der Konföderation

siehe auch Hauptartikel: Kriegsflaggen der Konföderierten Staaten von Amerika Als die Konföderierten Staaten von Amerika im Feburar 1861 ihre erste provisorische Regierung geformt hatten, war eine ihrer ersten Aufgaben, eine neue Nationalflagge zu schaffen. Aus zahlreichen Vorschlägen wurde schließlich am 4. März 1861 durch den Kongress die so genannte "stars and bars" - Flagge angenommen. Viele militärische Einheiten - sowohl in Regiments- als auch in Kompaniestärke - verwendeten diese Flagge sofort als Kriegsflagge. Die ersten größeren Schlachten des Krieges wurden unter der "stars and bars" - Flagge geschlagen. Zahlreiche Truppenteile der Konföderierten Armeen benutzten zudem ihre eigenen besonderen Kompaniefahnen. Da die Schlachtfelder meist durch den Pulverdampf der Kanonen stark "vernebelt" waren, fiel eine Unterscheidung zwischen Freund und Feind oft nicht leicht. In einigen Fällen ähnelte die "stars and bars"- Flagge der "stars and stripes" - Flagge der Nordstaaten - Armeen so sehr, dass eigene Einheiten beschossen wurden. Durch dieses "friendly fire" kam es nicht selten zu tragischen Todesfällen. Daher begannen Stabsoffiziere der Südstaaten über eine Kriegsflagge nachzudenken, die sich völlig von derjenigen der Unionsarmee unterscheiden sollte. Zudem bestand das Ziel, möglichst alle Truppenteile mit der gleichen Flagge auszustatten. Die bekannteste wurde im September 1861 in Virginia geschaffen. Man einigte sich unter Federführung von General P.G.T. Beauregard auf eine quadratische, rote Flagge, mit einem dunkelblauen "St. Andrews" - Kreuz, auf dem 12 weiße Sterne platziert wurden. Aus heraldischen Gründen wurde das Kreuz noch weiß eingefasst. Geplant war eine Herstellung in drei Größen: 48 inches Seitenlänge für die Infanterie, 36 inches für die Artillerie, sowie 30 inches für die Kavallerie. Im Laufe des Krieges hielt man sich jedoch nicht immer an diese Vorgaben. Erhaltene Nachkriegs-Flaggen zeigten sogar, dass anscheinend keinerlei 36 inch-Flaggen hergestellt worden waren. Vom November 1861 an wurden die ersten Exemplare der neuen Kriegsflagge an Einheiten in Centreville ausgeliefert. Kriegsflaggen mit 13 Sternen wurden erstmals im Mai 1862 produziert, obwohl Kentucky bereits im Dezember 1861 als dreizehnter Staat der Konföderation beigetreten war. Die erste Nationalflagge "stars and bars" behielt bis zum Ende des Krieges ihre Bedeutung als Flagge im Felde und wurde nie vollständig durch die neue Version ersetzt.

Flaggen der Marine


- Hoheitsflagge zur See Die Hoheitsflagge ("ensign") zur See entsprach in allem der allgemeinen Nationalflagge, die im entsprechenden Zeitraum gebraucht wurde. Am 26. Mai 1863 wurde jedoch eine Änderung der Flaggenproportionen angeordnet: So hatte das "stainless banner" zur See von diesem Zeitpunkt an ein Größenverhältnis von 2:3 aufzuweisen, im Gegensatz zur Nationalflagge an Land, die mit einem Verhältnis von 1:2 verwendet wurde.
- Der Gösch (Bugflagge) der Kriegsmarine Der Gösch der Kriegsmarine - auch als "Southern Cross" bezeichnet - ist eine rechteckige Version der Kriegsflagge. Ein weiterer Unterschied besteht in dem deutlich helleren Blauton ("navy blue") des "St. Andrews" - Kreuzes. Ursprünglich war eine ähnliche Version dieser Flagge als erste Nationalflagge der Konföderation geplant. Da jedoch das Kreuz nach Meinung der Regierungskomission zu stark an "Hosenträger" erinnerte, wurde der Vorschlag abgelehnt. Die Flagge wurde erst am 26. Mai 1863 eingeführt und bis zum Ende des Krieges benutzt. Zuvor (seit dem 4. März 1861) bestand der Gösch aus einer blauen Flagge, auf dem weisse Sterne - in der Anzahl der Konföderationsmitglieder - kreisförmig angeordnet waren. Neben der Kriegsmarine hatte die Armee von Tennessee den Gösch von 1863 als Kriegsflagge im Einsatz. Heutzutage ist das Modell das allgemein anerkannte Symbol des "Südens", wo es den Namen "Rebellen" - bzw. "Dixie" - Flagge trägt. Fälschlicherweise wird sie auch als "Konföderierten-Flagge" bezeichnet.
- Die "Zollflagge" Der so genannte "Confederate States Revenue Service" war eine Art Zollbehörde auf See, die die Aufgabe hatte, die Küsten gegen Schmuggler zu verteidigen. Eines der Privilegien dieser Behörde bestand in dem Recht, eine eigene Flagge führen zu dürfen. Bei der Wahl der neuen Flagge hielt man sich z.T. an die Version der "Nordstaaten", die senkrechte Farbbalken aufwies. In Gesamteindruck entstand eine Flagge, die sehr an die französische Trikolore erinnerte.

siehe auch


- Verfassung der USA, 13. Amendment (Ergänzung), USA (kurzer Absatz Geschichte)

Weblinks


- [http://docsouth.unc.edu/index.html Documenting the American South] Kategorie:Amerikanischer Bürgerkrieg ja:アメリカ連合国

Robert Edward Lee

Robert Edward Lee, (
- 19. Januar 1807 in Stratford, Virginia; † 12. Oktober 1870 in Lexington, Virginia) war ein General der US-Armee und im Sezessionskrieg (1861-1865) Oberbefehlshaber der Army of Northern Virginia in den Streitkräften der Südstaaten (Konföderierte Staaten von Amerika). Konföderierte Staaten von Amerika Lees Vater war der berühmte Lighthorse Harry Lee, der noch im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft hatte. Lee war verheiratet mit Mary Custis Lee, einer Enkeltochter George Washingtons.

Militärische Laufbahn

Er startete seine militärische Laufbahn 1825, als er in die amerikanische Militärakademie in West Point, New York eintrat. Diese verließ Lee 1829 als Zweitbester seines Jahrgangs (von insgesamt 46 Absolventen). Er war nicht nur derjenige, der die akademische Bestleistung erlangte, Lee war der erste Kadett, der die Akademie ohne einen einzigen Fehler abschloss. Er ging dann als Leutnant zu den Pionieren. Lee diente 18 Monate in Fort Pulaski auf Cockspur Island im US-Bundesstaat Georgia. 1831 wurde er nach Fort Monroe in Virginia als assistant engineer abkommandiert. In dieser Zeit heiratete er Mary Anna Randolph Custis, die Enkeltochter Martha Washingtons. Sie lebten gemeinsam im Custis Mansion an den Ufern des Potomac in Arlington, gegenüber von Washington, D.C.. Aus der Ehe gingen drei Söhne und vier Töchter hervor. Lee diente als assistant in the chief engineer's office in Washington von 1834 bis 1837. Im Sommer 1835 half er dabei, die Staatsgrenze zwischen Ohio und Michigan festzulegen. 1837 erhielt er schließlich sein erstes wichtiges Kommando. Als Oberleutnant der Pioniere überwachte Lee die Arbeiten am Hafen von St. Louis und an den oberen Flussläufen des Mississippi und Missouri. Als Ergebnis seiner dortigen Arbeit wurde er zum Hauptmann befördert. 1841 wurde Lee nach Fort Hamilton in New York Harbour abkommandiert, wo er die Verantwortung für den Bau der Befestigungsanlagen übernahm. Lee bewährte sich im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg von 1846 bis 1848. Er war einer von Winfield Scotts Haupthelfern beim Marsch von Veracruz nach Mexiko-Stadt. Er war wichtig bei einigen amerikanischen Siegen, indem er einen Weg fand, über den die Mexikaner angegriffen werden konnten und der von diesen nicht verteidigt wurde, weil er als unpassierbar galt. Lee wurde nach der Schlacht von Cerro Gordo im April 1847 zum Major befördert. Er kämpfte auch bei den Schlachten in Contreras, Cherubusco und Chapultepec und wurde später verwundet. Zum Ende des Krieges wurde er zum Oberstleutnant befördert. Nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg verbrachte Lee drei Jahre in Fort Carrol in Baltimore Harbor. Anschließend wurde er im Jahr 1852 Superintendent von West Point. Während seiner dreijährigen Tätigkeit dort verbesserte er die Gebäude, die Lehrgänge und verbrachte viel Zeit mit den Kadetten. 1855 wurde Lee Oberstleutnant des Zweiten Kavallerie Regimentes und zur texanischen Grenze gesandt. Dort half er beim Schutz der Siedler gegen die Angriffe der Apachen und Comanchen. Dies waren nicht die glücklichsten Jahre Lees, da er nur ungern lange Zeit von seiner Familie getrennt verbrachte, besonders als seine Frau ernsthaft erkrankte. Er versuchte sie so häufig wie möglich zu Hause zu besuchen. Zufällig befand sich Lee zur Zeit von John Browns Überfall 1859 auf Harpers Ferry, Virginia (heute West Virginia) in Washington. Ihm wurde dessen Verhaftung und die Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung übertragen. Nachdem ihm dieses rasch gelungen war, kehrte Lee zu seinem Regiment nach Texas zurück. Als Texas 1861 von der Union abfiel, wurde er nach Washington, DC zurückbeordert um weitere Befehle abzuwarten.

Bürgerkrieg

Washington, DC Am 18. April 1861, kurz vor Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs, bot Staatssekretär Francis Blair Lee im Auftrag des Präsidenten Abraham Lincoln das Kommando über die Unionsarmee der USA an. Lee war ein Gegner der Sezession. Allerdings entschied er aus Loyalität gegenüber seinem Heimatstaat Virginia, sich der Konföderation anzuschließen. Als der Krieg ausbrach, wurde er zum Kommandeur aller Truppen Virginias ernannt. Er wurde einer der ersten fünf Generale der Konföderierten Streitkräfte. Nach seinem Kommando über die Konföderierten Kräfte im westlichen Virginia übernahm Lee die Verantwortung für die Verteidigung der Küste in Carolina. Im Anschluss an diese Aufgaben wurde er Militärberater bei Jefferson Davis, dem Präsidenten der Konföderierten Staaten von Amerika, den er seit bedrohten. Nach dem Rückzug McClellans schlug Lee am 30. August 1862 eine weitere Unions-Armee in der Zweiten Schlacht von Bull Run. Anschließend fiel er in Maryland ein, zog sich aber nach der entgangenen Vernichtung durch McClellans überlegene Truppen in der Schlacht von Antietam wieder zurück. Vom Misserfolg McClellans enttäuscht, Lees Armee zu zerstören, ernannte Lincoln Generalmajor Ambrose E. Burnside zum Kommandeur der Army of the Potomac. Burnside befahl einen Angriff über den Fluss Rappahannock bei der Schlacht von Fredericksburg. Verzögerungen beim Bau von Ponton-Brücken über den Fluss brachten Lees Armee genügend Zeit, um eine starke Verteidigung zu organisieren. Der schließlich ausgeführte Angriff am 12. Dezember 1862 endete in einem Desaster für die Unions-Streitkräfte. Lincoln ernannte daraufhin General Joseph Hooker zum Kommandeur der Army of the Potomac. Hookers Vorstoß nach Westen, um Lee in den Rücken zu fallen, wurde durch Lees und Jacksons wagemutige Entscheidung, ihre Armee zu teilen und Hookers Flanke anzugreifen Mai 1863 bei Chancellorsville, Virginia, zum Stehen gebracht. Es war ein überwältigender Sieg des Südens über die größeren Streitkräfte des Nordens. Allerdings zahlte Jackson hierfür einen hohen Preis, da er schwer verwundet wurde. In der Hoffnung auf einen Sieg des Südens, der den Norden zwingen würde die Unabhängigkeit der Konfödertation anzuerkennen, marschierte Lee ein zweites Mal auf Unionsgebiet. Aber seine Versuche, die Unions-Streitkräfte in der Drei-Tage-Schlacht von Gettysburg, Pennsylvania, zu besiegen, schlugen fehl. Lee war genötigt sich zurückzuziehen und wurde, wie bereits nach Antietam, nicht energisch verfolgt. Nach seiner Niederlage in Gettysburg schickte Lee am 8. August 1863 ein Rücktrittsgesuch an Präsident Jefferson Davis. Dieser aber verweigerte Lees Ersuchen. 1864 versuchte der neue Oberkommandierende der Union Ulysses S. Grant Lees Armee zu vernichten und Richmond einzunehmen. Lee und seine Männer konnten jeden Vorstoß stoppen, aber Grant hatte genügend Charakter und Männer, um es jeweils ein wenig weiter östlich erneut zu versuchen. Es fanden Schlachten in Wilderness, Spottsylvania Courthouse und Cold Harbor statt. Nachdem es der Union nicht gelungen war, Petersburg, Virginia, einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt zur Versorgung der Hauptstadt Richmond, einzunehmen, kam es zur Belagerung von Petersburg (Juni 1864 bis April 1865). Am 31. Januar 1865 wurde Lee zum kommandierenden General der Konföderierten Streitkräfte ernannt. Anfang 1865 drängte er zur Annahme eines Planes, der es Sklaven erlauben sollte in der Konföderierten Armee zu dienen. Als Anreiz sollten sie im Gegenzug ihre Freiheit erhalten können. Dieser Plan trat in der kurzen Zeit, die der Konföderation noch blieb, nie in Kraft. Nachdem die Konföderierte Armee in monatelangen Kämpfen ermüdet worden war, nahmen die Unionstruppen am 2. April 1865 Petersburg ein. Lee gab die Verteidigung Richmonds auf und versuchte sich General Joseph Johnstons Armee in North Carolina anzuschließen. Seine Truppen wurden von der Unions-Armee umstellt und er kapitulierte gegenüber General Grant am 9. April 1865 am Appomattox Court House, Virginia.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg beantragte Lee die offizielle Nachkriegsamnestie. Sie wurde ihm allerdings nie gewährt, da der damalige Staatsekretär William H. Seward den Antrag direkt zu Akten legte; offenbar nahm er an, dass der Fall bereits bearbeitet würde. Lee interpretierte das Ausbleiben einer Antwort so, dass die Regierung sich das Recht vorbehalten wolle, ihn zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht zu stellen. Der Irrtum klärte sich erst auf, als das Dokument Jahrzehnte später gefunden wurde. Lees Beispiel, die Amnestie zu beantragen, war eine Ermutigung für viele andere ehemalige Konföderierte den Kriegsausgang zu akzeptieren und erneut Bürger der Vereinigten Staaten zu sein. Lee hatte vor dem Krieg gemeinsam mit seiner Frau im Haus ihrer Familie, dem Custis-Lee Mansion, gelebt. Das Grundstück wurde während des Krieges von Truppen der Union konfisziert und 1864 zum Friedhof ernannt; heute ist es Teil des Arlington National Cemetery. Nach Lees Tod entschied ein Gericht, dass die Enteignung illegal gewesen sei. Die US-Regierung bot der Familie daraufhin an, das Grundstück zu kaufen und diese willigte ein. Lee wurde am 2. Oktober 1865 Präsident des Washington College (heute Washington and Lee University) in Lexington (Virginia). Unter seiner Führung wurde das Washington College eines der ersten in den USA, welches Kurse in Wirtschaft, Journalismus und Spanisch anbot. Er starb am 12. Oktober 1870 in Lexington an einer Herzerkrankung. 1975 wurden Lee posthum durch einen Beschluss des US-Kongresses seine vollen Bürgerrechte zurückgegeben. Grund hierfür war die Entdeckung seines Treueeides durch einen Angestellten des National Archives im Jahr 1970.

Zitate


- There are few, I believe, in this enlightened age, who will not acknowledge that slavery as an institution is a moral and political evil.
- It is well that war is so terrible - otherwise we should grow too fond of it. (Schlacht von Fredericksburg, 13. Dezember 1862)
- We must forgive our enemies. I can truly say that not a day has passed since the war began that I have not prayed for them. (aus A Life of General Robert E. Lee von J. E. Cooke)
- My experience of men has neither disposed me to think worse of them, or indisposed me to serve them; nor in spite of failures, which I lament, of errors which I now see and acknowledge; or of the present aspect of affairs; do I despair of the future. The truth is this. The march of Providence is so slow, and our desires so impatient; the work of progress is so immense and our means of aiding it so feeble; the life of humanity is so long and are thus discouraged. It is history that teaches us to hope.
- My experience through life has convinced me that, while moderation and temperance in all things are commendable, abstinence from spiritous liquors is the best safeguard of morals and health.
- Lees Definition eines Gentleman:
  - The forebearing use of power does not only form a touchstone, but the manner in which an individual enjoys certain advantages over others, is a test of a true gentleman. The power which the strong have over the weak, the magistrate over the citizen, the employer over the employed, the educated over the unlettered, the experienced over the confiding, even the clever over the silly; the forebearing and inoffensive use of all this power or authority, or a total abstinence from it when the case admits it, will show the gentleman in a plain light. The gentleman does not needlessly and unnecessarily remind an offender of a wrong he may have committed against him. He cannot only forgive, he can forget; and he strives for that nobleness of self and mildness of character, which imparts sufficient strength to let the past be but the past. A true man of honor feels humbled himself when he cannot help humbling others
- Lees Ansichten zur Niederlage und Wiedereingliederung in die Vereinigten Staaten in einem Brief an den ehemaligen Gouverneur von Virginia Letcher nach dem Krieg:
  - The questions which for years were in dispute between the State and General Government, and which unhappily were not decided by the dictates of reason, but referred to the decision of war, having been decided against us, it is the part of wisdom to acquiesce in the result, and of candor to recognize the fact.
  - The interests of the State are therefore the same as those of the United States. Its prosperity will rise or fall with the welfare of the country. The duty of its citizens, then, appears to me too plain to admit of doubt. All should unite in honest efforts to obliterate the effects of war, and to restore the blessings of peace. They should remain, if possible, in the country; promote harmony and good feeling; qualify themselves to vote; and elect to the State and general Legislatures wise and patriotic men, who will devote their abilities to the interests of the country, and the healing of all dissensions. I have invariably recommended this course since the cessation of hostilities, and have endeavored to practice it myself.

Weblinks


-
- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/People/Robert_E_Lee/FREREL/home.html Douglas Southall Freeman, R.E. Lee (älteres Standardwerk, frei zugänglich)] Lee, Robert Edward Lee, Robert Edward Lee, Robert Edward Lee, Robert Edward Lee, Robert Edward

Generalleutnant

Bundeswehr

Der Generalleutnant ist ein Generalsrang, meist ein Divisionsgeneral. In der Bundeswehr ist er der zweithöchste Generalsrang. Seine Entsprechung bei der Marine ist der Vizeadmiral. Die Reihenfolge ist dabei:
- Brigadegeneral (1 Stern)
- Generalmajor (2 Sterne)
- Generalleutnant (3 Sterne)
- General (4 Sterne) In der Bundeswehr sind u.a. die Inspekteure der Teilstreitkräfte, der Chef des Planungsstabes im Bundesministerium der Verteidigung und die Kommandierenden Generale der Korps Generalleutnante, bzw. Vizeadmiral.

Preußische Armee - Reichswehr - Wehrmacht

Vizeadmiral In der Wehrmacht sowie schon vorher in der preußischen Armee und auch der Reichswehr war der unterste Generalsdienstgrad der
- Generalmajor, es folgten:
- Generalleutnant
- General (-der Kavallerie,-der Artillerie, -der Infanterie, -der Panzertruppen, etc. =sog. Waffen-Generale)
- Generaloberst - heute Vier-Sterne-General
- Generalfeldmarschall International ist der Generalleutnant meist auch in der Ebene Armeekorps zu finden.

Geschichtliche Bedeutung

Im 17. Jahrhundert war der Generalleutnant der höchste Dienstrang. Die Ränge wurden wie folgt, von oben nach unten, gezählt:
- Generalleutnant (Stellvertreter des Kaisers)
- Feldmarschall
- Generalfeldzeugmeister
- General der Kavallerie
- Feldmarschallleutnant (heute Generalleutnant)
- Generalfeldwachtmeister (Generalmajor) Die einzigen kaiserlich-habsburgischen Generalleutnante im 17. Jahrhundert waren: # Octavio Piccolomini # Raimund von Montecuccoli # Karl IV. von Lothringen # Ludwig Wilhelm von Baden # Eugen von Savoyen Kategorie:Dienstgrad (Bundeswehr) Kategorie:Militär (Österreich) Kategorie:Dienstgrad (NVA) Kategorie:Generalsdienstgrad

Virginia

Virginia [] ist heute ein US-Bundesstaat der südatlantischen Gruppe der USA mit einer Fläche von 105.711 km² und etwa 7,39 Millionen Einwohnern (2003). Es umfasst Teile der südatlantischen Küstenebene, des Piedmont und der Südappalachen. Der offizielle Name ist Commonwealth of Virginia und die Hauptstadt ist Richmond. Neben Virginia bezeichnen sich nur drei weitere Staaten (Kentucky, Massachusetts und Pennsylvania) der 50 Vereinigten Staaten als Commonwealth. West Virginia ist ein eigenständiger Staat, der sich im 19. Jahrhundert von Virginia lossagte.

Geschichte

Den Namen erhielt Virginia zu Ehren der englischen Königin Elisabeth I. von Walter Raleigh im Zuge seiner Expedition von 1584, als er die erste Ansiedlung auf Roanoke Island gründete. Da Elisabeth I. den Beinamen die „jungfräuliche Königin“ hatte (engl. Virgin Queen) und es aus der Sicht der Kolonialisten schließlich um die Besiedlung und Urbarmachung eines ebensolchen Landes ging, wurde dieser Name gewählt. Allerdings bezeichnete man damit einst ein Gebiet, welches die späteren Staaten Virginia, West Virginia, North Carolina, Kentucky, Tennessee und Ohio beinhaltete. Von den Ureinwohnern Virginias am besten bekannt sind die zur Algonkin-Sprachfamilie gehörenden Powhatan, die nahe der Küste lebten. Weitere Gruppen waren die zur Irokesen-Sprachfamilie gehörenden Nottaway und Meherrin südwestlich von diesen, die zur Sioux-Sprachfamilie gehörenden Monacan und Saponi, die im Vorland der Appalachen wohnten, und die Cherokee im äußersten Westen des Staates. Die erste englische Siedlung von Bestand war die 1607 von der Virginia Company gegründete Niederlassung Jamestown. Der zweite Gouverneur der Kolonie wurde Lord De La Warr. Deutsche Einwanderer aus dem Siegerland gründeten 1714 die Kolonie Germanna. Germanna wurde nach Deutschland (Germany) und der damaligen britischen Königin Anne benannt. Später schlossen sich die Bürger Virginias als zehnte den ursprünglich 13 Kolonien des jungen Staatbunds 1788 an. Als Heimat von vielen so genannten Gründungsvätern, insbesondere Patrick Henry, Thomas Jefferson, James Madison, George Mason und George Washington, spielte der Staat eine herausragende Rolle. Denn vier der ersten fünf Präsidenten kamen aus Virginia. Im amerikanischen Bürgerkrieg bzw. Sezessionskrieg war Richmond die Hauptstadt der Südstaaten (vergleiche Konföderierten Staaten von Amerika), denen das Land von 1861-1865 angehörte. Als sich diverse Staaten zur Konföderation umbildeten, trennten sich einige Landkreise, die bei der Union bleiben wollten, vom virginischen Stammland und formierten sich zu West Virginia, was 1870 vom Verfassungsgericht gebilligt wurde. 1990 wählte man Douglas Wilder zum ersten afro-amerikanischen Gouverneur eines Bundesstaates

Statistische Daten


- Gouverneur: Mark R. Warner (bis Januar 2007)
- Senatoren: John Warner (Republikaner) (bis Januar 2009) und George Allen, (Republikaner) (bis Januar 2007)
- Bruttosozialprodukt/Kopf 2001: $ 32.338 Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Virginia Beach - 440.098
- Norfolk - 237.835
- Chesapeake - 214.725
- Richmond - 192.494
- Arlington - 186.117
- Newport News - 181.913
- Hampton - 145.951
- Alexandria - 128.206
- Portsmouth - 99.291
- Roanoke - 92.352
- Suffolk - 76.586
- Lynchburg - 64.932
- Danville - 46.371
- Harrisonburg - 41.066
- Blacksburg - 39.212
- Manassas - 37.615
- Charlottesville - 36.605
- Leesburg - 34.828
- Petersburg - 32.757

Geographie

Petersburg Virginia wird umgrenzt von West Virginia, Maryland, und dem District of Columbia über den Potomac River im Norden, der Chesapeake Bay und dem Atlantik im Osten, durch North Carolina und Tennessee im Süden, sowie von Kentucky im Westen. Virginia teilt sich mit Maryland jeweils knapp eine Hälfte des ausgedehnten städtischen Ballungsraumes um den Bundesdistrict Washington D.C. Dazu gehört neben dem Flughafen Dulles International auch Arlington County, wo sich eine Vielzahl amerikanischer Bundesbehörden, darunter das Pentagon befinden. Der westliche Teil des Landes, entlang der Grenzen zu West Virginia und Kentucky gehört zu den Appalachen, deren höchster Berg innerhalb von Virginia der 1746 Meter hohe Mount Rogers ist. In den Appalachen befindet sich auch der Shenandoah National Park, einer der am meisten besuchten National Parks der USA.
- Liste der Städte in Virginia
- Liste der Countys in Virginia
- Liste der Flüsse in Virginia

Wirtschaft

Bedeutendes Tabak-, Baumwoll-, Mais- und Weizengebiet; Viehzucht, Austernfischerei; reiche Bodenschätze: Kohle-, Eisen-, Holz-, Papier-, Glas-, Tabakverarbeitung; Schiffbau.

Berühmte Persönlichkeiten Virginias

Schiffbau
- Arthur Ashe, Tennisspieler, Richmond
- Pearl Bailey, Sängerin, Newport News
- Warren Beatty, Schauspieler, Richmond
- George Bingham, Maler, Augusta City
- Rita Mae Brown, Schriftstellerin, Charlottesville
- Richard E. Byrd, Polarforscher, Winchester
- William Clark, Entdecker, Caroline City
- John Colter, Entdecker
- Joseph Cotten, Schauspieler, Petersburg
- Missy Elliott, Rapperin, Portsmouth
- Ella Fitzgerald, Jazz-Sängerin, Newport News
- William Henry Harrison, Präsident der USA, Charles City County
- Bruce Hornsby, Pianist und Singer-Songwriter, Williamsburg
- Chad Hugo, Musiker und Musikproduzent, Portsmouth
- Allen Iverson, Basketballspieler, Hampton
- Thomas Jefferson, Präsident der USA, Shadwell
- Henry Lee, US-amerikanischer Kavallerieoffizier, Generalmajor und Politiker, Dumfries
- Robert E. Lee, General der Konföderation, Stratford
- Meriwether Lewis, Entdecker, Ambemarle Cty
- Shirley MacLaine, Schauspielerin, Richmond
- James Madison, Präsident der USA, Port Conway
- Moses Malone, Basketballspieler, Petersburg
- Cyrus Hall McCormick, Erfinder, Rockbridge Cty
- James Monroe, Präsident der USA, Westmoreland
- Alonzo Mourning, Basketballspieler, Chesapeake
- Opechancanough, Stammesführer der Powhatan
- John Payne, Schauspieler, Roanoke
- Bill "Bojangles" Robinson, Tänzer, Richmond
- George C. Scott, Schauspieler, Wise
- Jeb Stuart, Reiter-General der Konföderation, Patrick Cty
- Thomas Sumter, General, Hanover Cty
- Zachary Taylor, Präsident der USA, Orange Cty
- John Tyler, Präsident der USA, Charles City
- Michael Vick, American Football Profi, Newport News
- Booker T. Washington, Pädagoge, Franklin Cty
- George Washington, Präsident der USA, Westmoreland
- Pharrell Williams, Musiker und Musikproduzent, Virginia Beach
- Woodrow Wilson, Präsident der USA, Staunton
- Tom Wolfe, Journalist und Schriftsteller, Richmond
- Phil Vassar, Country Musik Star, Lynchberg
- Mike Barr, American Football Profi, Forest
- Liste der Gouverneure von Virginia

Sonstiges


- Motto: Sic semper tyrannis. (Auf der Nationalflagge mit niedergeworfenem Tyrannen zu sehen.) :Das Wappen wurde von George Wythe entworfen, der auch die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben hatte. Das 1776 bereits allgemein verwendete Nationalsymbol wandelte man 1930 leicht ab.
- Staatsvogel: Roter Kardinal
- Hymne: Ehemals „Carry Me Back to Old Virginny“. :Dem Lied wurde in den 90er Jahren der Status wegen rassistisch fragwürdigen Inhaltes aberkannt.

Literatur


- Rubin, L. D. jr.: Virginia. A history, New York 1977
- Bodine, A. A.: Face of Virginia, 2. Aufl. Baltimore 1972

Weblinks


- [http://www.virginia.gov/cmsportal/ Offizielle Homepage des Bundesstaates Virginia]
- [http://www.virginia.org Homepage des Fremdenverkehrsamtes des Staates Virginia]
- [http://www.usembassy.de/usa/virginia.htm Grundlegende zweisprachige Informationen der amerikanischen Botschaft zu Virginia]
- [http://www.germanna.org/ Germanna (deutsche Kolonie)]
- [http://www.lva.lib.va.us Library of Virginia]
- [http://www.civilwartrails.org Civil War]
- [http://www.history.org Colonial Williamsburg]
- [http://www.vahistorical.org Virginia Historical Society]
- [http://www.apva.org Association for the Preservation of Virginia Antiquties]
- [http://www.historyisfun.org Jamestown/Yorktown]
- [http://www.nps.gov National Park Service] Kategorie:US-Bundesstaat ja:バージニア州 ko:버지니아 주

Konföderierte Staaten von Amerika

Konföderierte Staaten von Amerika (Confederate States of America - CSA) war der Name des Staatenbundes der südlichen Gliedstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika während der Bürgerkriegsjahre von 1861 bis 1865. Er ist nicht identisch mit den Südstaaten.

Hintergründe

Die Hintergründe der Sezession der Südstaaten sind in der unterschiedlichen demographischen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklung der Nord- und Südstaaten zu suchen. Profitierte der Norden in hohem Maße von der an Umfang zunehmenden Einwanderung weißer Immigranten aus Europa, so war diese im Süden nicht so stark. Im Norden setzte sich die Industrialisierung immer stärker durch, während der Süden überwiegend ein Agrarland blieb, dessen Plantagenwirtschaft (Erdnüsse, Zuckerrohr, Tabak, Baumwolle) auf der Notwendigkeit des Einsatzes schwarzer Sklaven beruhte. Der Kriegsgrund war nicht nur die Sklavenfrage. Die Gründe waren auch (oder: vor allem) wirtschaftlicher Natur, da der Norden seine Fertigprodukte im Süden absetzten musste, der Süden jedoch auf englische Fertigprodukte zurückgriff, da die Schiffe, die England mit Baumwolle aus dem Süden anfuhren, nicht leer zurückkehren konnten. Je mehr sich im Norden eine liberalere Einstellung hinsichtlich der Sklavenfrage herausbildete und sich sogar eine Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei (Abolitionismus) entwickelte, verschärfte sich der Konflikt zum Süden, der überwiegend an der Sklaverei festhielt. Als mit Abraham Lincoln ein Republikaner (und Gegner der Sklaverei) zum Präsidenten (1861-1865) gewählt wurde, erklärte South Carolina am 20. Dezember 1860 seinen Austritt aus der Union. Der Sezession South Carolinas folgten kurz darauf die Staaten: Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, and Louisiana. Mississippi am 9. Januar 1861; Florida am 10. Januar 1861; Alabama am 11. Januar 1861; Georgia am 19. Januar 1861; Louisiana am 26. Januar 1861; und Texas am 1. Februar 1861. Sie schlossen sich am 8. Februar 1861 in Montgomery zum Bund der Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. Hauptstadt wurde zuerst Montgomery, welches jedoch im gleichen Jahr von Richmond abgelöst wurde. Etwas später lösten sich auch Virginia (17. April 1861), Arkansas (6. Mai 1861), Tennessee (6. Mai 1861) und North Carolina (13. Mai 1861) aus der Union und schlossen sich der Südstaaten-Konföderation an. Also 11 der 15 Staaten, in denen Sklaverei erlaubt war. Die Gliedstaaten Missouri und Kentucky wurden sowohl von der Konföderation als auch von der Union als Bestandteil des jeweiligen Staates betrachtet, so dass Regimenter aus diesen Staaten auf beiden Seiten kämpften (daher auch die 13 Sterne in der Flagge der Konföderation, statt nur 11). Zum Präsidenten des neuen Staatenbundes wurde Jefferson Davis gewählt. Jefferson Davis Die Nordstaaten der USA verweigerten dem Süden die Anerkennung.

Der Verlauf des Bürgerkriegs

siehe Hauptartikel Sezessionskrieg Am 12. April 1861 kam es zum Angriff auf das noch von Bundestruppen des Nordens besetzte Fort Sumter bei Charleston (South Carolina), der anderntags mit der Niederlage des Nordens endete. Im nachfolgenden Sezessionskrieg erzielten die Südstaatentruppen unter General Robert Edward Lee verlustreiche Siege, wie die Schlacht von Bull Run, wurden schließlich aber von dem an Menschen- und Rüstungspotential überlegenen Norden geschlagen, wobei die Schlacht von Gettysburg allgemein als Wendepunkt angesehen wird. General Lee kapitulierte am 9. April 1865 im Appomattox Court House (Virginia) vor dem Nordstaatengeneral Ulysses Simpson Grant. Mit dieser Niederlage zerbrach die Konföderation, worauf die sezessionistischen Südstaaten zwischen 1868 und 1870 wieder in die Union der USA eingegliedert wurden.

Opfer und weitere Folgen

Der Sezessionskrieg kostete den Norden etwa 360.000, den Süden etwa 275.000 Menschenleben. Die lange nachwirkende Segregation(Rassentrennung) als Politik in den Südstaaten. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten(1876) durch die Nordstaaten (Reconstruction) haben erstere sehr schnell (Jim Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown vs. Board of Education of Topeka), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob und Martin Luther Kings Bewegung.

Nationalflaggen der Konföderierten Staaten

siehe auch: Flaggen der Sezessionsstaaten In den ersten 24 Tagen ihrer Existenz besaßen die Konföderierten Staaten keine offiziell anerkannte Nationalflagge. Als Jefferson Davis am 18. Februar 1861 als Präsident der provisorischen Regierung vereidigt wurde, wehte über dem Regierungsgebäude in Montgomery die Staatsflagge von Alabama. Die Soldaten der Parade für die Amtseinsetzung wurden von einer Kompanie der Infanterie angeführt, die wiederum die Staatsflagge von Georgia präsentierten. Erst am 4. März 1861 einigte man sich auf eine einheitliche (s.u.) Nationalflagge. Die ersten Nationalflaggen der Konföderierten Staaten „Stars and bars“ wurden mit einer ganz unterschiedlichen Anzahl von Sternen hergestellt. Da es eigentlich keine genauen Regelungen gab und sich die Zahl der Mitglieder ständig änderte, zeigte man z.T. zum gleichen Zeitpunkt verschiedene Flaggen. Nach dem Bürgerkrieg erhaltene Flaggen zeigten Versionen mit 8, 9, 10, 12, 14 und 15 Sternen im Eck. Die vorletzte Nationalflagge wurde als "stainless banner" bezeichnet, die die Kriegsflagge im linken oberen Eck enthielt. Um Verwechslungen mit der gänzlich weißen "Kapitulationsflagge" auszuschließen, wurde das "stainless banner" im Jahr 1865 durch einen roten, senkrechten Balken ergänzt.

Die Kriegsflagge der Konföderation

siehe auch Hauptartikel: Kriegsflaggen der Konföderierten Staaten von Amerika Als die Konföderierten Staaten von Amerika im Feburar 1861 ihre erste provisorische Regierung geformt hatten, war eine ihrer ersten Aufgaben, eine neue Nationalflagge zu schaffen. Aus zahlreichen Vorschlägen wurde schließlich am 4. März 1861 durch den Kongress die so genannte "stars and bars" - Flagge angenommen. Viele militärische Einheiten - sowohl in Regiments- als auch in Kompaniestärke - verwendeten diese Flagge sofort als Kriegsflagge. Die ersten größeren Schlachten des Krieges wurden unter der "stars and bars" - Flagge geschlagen. Zahlreiche Truppenteile der Konföderierten Armeen benutzten zudem ihre eigenen besonderen Kompaniefahnen. Da die Schlachtfelder meist durch den Pulverdampf der Kanonen stark "vernebelt" waren, fiel eine Unterscheidung zwischen Freund und Feind oft nicht leicht. In einigen Fällen ähnelte die "stars and bars"- Flagge der "stars and stripes" - Flagge der Nordstaaten - Armeen so sehr, dass eigene Einheiten beschossen wurden. Durch dieses "friendly fire" kam es nicht selten zu tragischen Todesfällen. Daher begannen Stabsoffiziere der Südstaaten über eine Kriegsflagge nachzudenken, die sich völlig von derjenigen der Unionsarmee unterscheiden sollte. Zudem bestand das Ziel, möglichst alle Truppenteile mit der gleichen Flagge auszustatten. Die bekannteste wurde im September 1861 in Virginia geschaffen. Man einigte sich unter Federführung von General P.G.T. Beauregard auf eine quadratische, rote Flagge, mit einem dunkelblauen "St. Andrews" - Kreuz, auf dem 12 weiße Sterne platziert wurden. Aus heraldischen Gründen wurde das Kreuz noch weiß eingefasst. Geplant war eine Herstellung in drei Größen: 48 inches Seitenlänge für die Infanterie, 36 inches für die Artillerie, sowie 30 inches für die Kavallerie. Im Laufe des Krieges hielt man sich jedoch nicht immer an diese Vorgaben. Erhaltene Nachkriegs-Flaggen zeigten sogar, dass anscheinend keinerlei 36 inch-Flaggen hergestellt worden waren. Vom November 1861 an wurden die ersten Exemplare der neuen Kriegsflagge an Einheiten in Centreville ausgeliefert. Kriegsflaggen mit 13 Sternen wurden erstmals im Mai 1862 produziert, obwohl Kentucky bereits im Dezember 1861 als dreizehnter Staat der Konföderation beigetreten war. Die erste Nationalflagge "stars and bars" behielt bis zum Ende des Krieges ihre Bedeutung als Flagge im Felde und wurde nie vollständig durch die neue Version ersetzt.

Flaggen der Marine


- Hoheitsflagge zur See Die Hoheitsflagge ("ensign") zur See entsprach in allem der allgemeinen Nationalflagge, die im entsprechenden Zeitraum gebraucht wurde. Am 26. Mai 1863 wurde jedoch eine Änderung der Flaggenproportionen angeordnet: So hatte das "stainless banner" zur See von diesem Zeitpunkt an ein Größenverhältnis von 2:3 aufzuweisen, im Gegensatz zur Nationalflagge an Land, die mit einem Verhältnis von 1:2 verwendet wurde.
- Der Gösch (Bugflagge) der Kriegsmarine Der Gösch der Kriegsmarine - auch als "Southern Cross" bezeichnet - ist eine rechteckige Version der Kriegsflagge. Ein weiterer Unterschied besteht in dem deutlich helleren Blauton ("navy blue") des "St. Andrews" - Kreuzes. Ursprünglich war eine ähnliche Version dieser Flagge als erste Nationalflagge der Konföderation geplant. Da jedoch das Kreuz nach Meinung der Regierungskomission zu stark an "Hosenträger" erinnerte, wurde der Vorschlag abgelehnt. Die Flagge wurde erst am 26. Mai 1863 eingeführt und bis zum Ende des Krieges benutzt. Zuvor (seit dem 4. März 1861) bestand der Gösch aus einer blauen Flagge, auf dem weisse Sterne - in der Anzahl der Konföderationsmitglieder - kreisförmig angeordnet waren. Neben der Kriegsmarine hatte die Armee von Tennessee den Gösch von 1863 als Kriegsflagge im Einsatz. Heutzutage ist das Modell das allgemein anerkannte Symbol des "Südens", wo es den Namen "Rebellen" - bzw. "Dixie" - Flagge trägt. Fälschlicherweise wird sie auch als "Konföderierten-Flagge" bezeichnet.
- Die "Zollflagge" Der so genannte "Confederate States Revenue Service" war eine Art Zollbehörde auf See, die die Aufgabe hatte, die Küsten gegen Schmuggler zu verteidigen. Eines der Privilegien dieser Behörde bestand in dem Recht, eine eigene Flagge führen zu dürfen. Bei der Wahl der neuen Flagge hielt man sich z.T. an die Version der "Nordstaaten", die senkrechte Farbbalken aufwies. In Gesamteindruck entstand eine Flagge, die sehr an die französische Trikolore erinnerte.

siehe auch


- Verfassung der USA, 13. Amendment (Ergänzung), USA (kurzer Absatz Geschichte)

Weblinks


- [http://docsouth.unc.edu/index.html Documenting the American South] Kategorie:Amerikanischer Bürgerkrieg ja:アメリカ連合国

Army of Northern Virginia

Die Army of Northern Virginia (Nord-Virginia-Armee) war ein wichtiger Großverband der Streitkräfte der Konföderierten. Sie existierte während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Zu dieser Zeit war es Brauch, größere Armeeeinheiten nach den Gebieten zu benennen, in denen sie hauptsächlich aktiv waren. Die Army of Northern Virginia war hauptsächlich im Norden des Bundesstaates eingesetzt. Ihr gehörten Truppen aus fast allen Staaten der Konföderation und auch aus Maryland an. Sie hatte drei Oberbefehlshaber (einen davon nur für kurze Zeit), deren berühmtester General Robert Edward Lee war. Am 9. April 1865 kapitulierte die Nord-Virginia-Armee bei Appomattox Court House in Virginia. Während der Kapitulationsverhandlungen brachten beide Oberbefehlshaber, Lee und Ulysses S. Grant, ihren gegenseitigen Respekt zum Ausdruck.

Oberbefehlshaber


- General Joseph E. Johnston (22. Oktober 1861 - 31. Mai 1862)
- Generalmajor Gustavus Woodson Smith (31. Mai 1862 - 1. Juni 1862)
- General Robert E. Lee (1. Juni 1862 - 9. April 1865)

Schlachten und Feldzüge


- Schlacht bei Seven Pines (Fair Oaks)
- Sieben-Tage-Feldzug
- Nord-Virginia Feldzug (2. Schlacht von Manassas)
- Maryland Feldzug (Schlacht von South Mountain, Schlacht von Antietam)
- Schlacht von Fredericksburg
- Schlacht bei Chancellorsville
- Gettysburg Feldzug (Schlacht von Gettysburg)
- Mine Run Feldzug
- Schlacht in der Wilderness
- Schlacht bei Spotsylvania Courthouse
- Schlacht von Cold Harbor
- Belagerung von Petersburg
- Appomattox Feldzug Northern Virginia

Army of the Potomac

Während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861 bis 1865) gab es auf beiden Seiten eine Army of the Potomac (Potomac-Armee) Die konföderierte Army of the Potomac unter dem Kommando von Brigadegeneral P. G. T. Beauregard nahm nur an der ersten Schlacht von Manassas teil. Sie wurde danach als I. Korps in die Army of Northern Virginia integriert, die von General Joseph E. Johnston geführt wurde. Die Army of the Potomac der Union war der größte Großverband der Streitkräfte der Vereinigten Staaten während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Sie entstand aus der Army of Northeastern Virginia. Während des Bürgerkrieges war es Brauch, größere Armeeeinheiten nach den Bereichen zu benennen, in denen sie hauptsächlich aktiv waren. Die Army of the Potomac war hauptsächlich rund um Washington, D.C. eingesetzt, weshalb hier der Name des Flusses Potomac gewählt wurde. Sie hatte vier Oberbefehlshaber, die bis auf den letzten allesamt wegen Unfähigkeit aus dem Amt entfernt wurden. Der letzte Oberbefehlshaber war Generalmajor George G. Meade, der im Juni 1863 ernannt worden war, nur Tage bevor die Army of the Potomac eine ihrer wichtigsten Schlachten zu schlagen hatte, die Schlacht von Gettysburg. Als General Ulysses S. Grant 1864 zum Oberbefehlshaber der Unionstruppen ernannt wurde, übernahm er auch indirekt die Führung der Army of the Potomac, als er dort sein Hauptquartier aufschlug, ließ Meade jedoch formell im Amt.

Oberbefehlshaber


- Generalmajor George B. McClellan (8. März 1862 - 9. November 1862)
- Generalmajor Ambrose E. Burnside (9. November 1862 - 26. Januar 1863)
- Generalmajor Joseph „Fighting Joe“ Hooker (26. Januar - 28. Juni 1863)
- Generalmajor George G. Meade (28. Juni 1863 - 27. Juni 1865)

Schlachten und Feldzüge


- Halbinselfeldzug (McClellan)
- Schlacht von Antietam (McClellan) (Sharpsburg)
- Schlacht von Fredericksburg (Burnside)
- Schlacht von Chancellorsville (Hooker)
- Schlacht von Gettysburg (Meade)
- Mine Run-Feldzug (Meade)
- Schlacht in der Wilderness (Meade)
- Schlacht bei Spotsylvania Courthouse (Meade)
- Belagerung von Petersburg (Meade)
- Richmond-Feldzug (Meade)
- Appomattoxfeldzug (Meade) Potomac

Schlacht bei Chancellorsville

Die Schlacht bei Chancellorsville fand zwischen dem 2. und 5. Mai 1863 etwa 16 km südlich des damaligen Fredericksburg in Virginia statt. Sie wurde geführt während des Amerikanischen Bürgerkrieges zwischen Unionstruppen unter General Joseph Hooker und den Konföderierten Truppen unter dem Kommando von General Robert E. Lee. Hooker war mit mehr als 110.000 Mann auf dem Vormarsch gegen Richmond, als er bei Chancellorsville, einem kleinen Gehöft inmitten der Wildnis, von Lee angegriffen wurde, der nur über 15.000 Mann verfügte. Der konföderierte General Thomas J. Jackson kam dagegen mit 66.000 Mann unter Umgehung der feindlichen Linien an den rechten Flügel der Unionstruppen und konnte sie aus ihren Stellungen vertreiben. Dabei wurde er jedoch tödlich verwundet. Thomas J. Jackson Am 3. Mai gelang es Lee jedoch nicht, Hooker im Zentrum der Linien entscheidend zu treffen oder gar durchzubrechen. Doch drängte er ihn über den Fluss Rappahannock zurück und griff am 4. Mai sogar General John Sedgwick an, der neue Truppen heranführen sollte. Sedgwick wurde aus seiner Stellung verdrängt und in die Flucht geschlagen. Infolge der Kämpfe zogen Unionssoldaten am 5. Mai wieder in ihre alten Quartiere über den Fluss.

Verluste


- Unionstruppen: 17.000 Mann, 120 Geschütze
- Konföderierte: 18.000 Mann, 7 Geschütze Chancellorsville Chancellorsville Chancellorsville

Richard Stoddert Ewell

Richard Stoddert Ewell (
- 8. Februar 1817 in Georgetown, District of Columbia, † 25. Januar 1872 in Spring Hill, Tennessee war ein General der Konföderierten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Nachdem er die Militärakademie in West Point 1840 als Dreizehnter von 42 (in seinem Abschlussjahrgang war unter anderem auch der spätere Oberkommandeur der US-Armee, William T. Sherman) abgeschlossen hatte, wurde er 2nd Lieutenant der US-Dragoner. Ewell zeichnete sich im Mexikanischen Krieg und bei Kämpfen gegen die Indianer aus und war zum Zeitpunkt der Sezessionskrise zum Captain aufgestiegen. Er gab sein Patent 1861 zurück und wurde Colonel der Konföderation. Zum Brigadegeneral befördert war er an der Ersten Schlacht von Bull Run beteiligt, allerdings an einem eher ruhigen Frontabschnitt. Anfang 1862 wurde er zum Generalmajor befördert und war einer von Stonewall Jacksons wichtigsten Untergebenen während des Shenandoahfeldzuges 1862. Ewell diente auch auf der Halbinsel unter Jackson, bevor er in der Eröffnungsphase der Zweiten Schlacht von Bull Run schwer verwundet wurde. Er verlor ein Bein, und es dauerte fast ein Jahr, bis er wieder ein Kommando übernahm. Als Robert E. Lee nach der Schlacht bei Chancellorsville im Mai 1863 seine Armee für den geplanten Marsch nach Norden reorganisierte übergab er dem genesenen und zum Generalleutnant beförderten Ewell das II. Korps der Armee von Nord-Virginia, das sich vor a