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Silicium
Silizium (fachsprachlich: Silicium; engl.: silicon) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Si und der Ordnungszahl 14.
Allgemeines
Silizium steht in der 4. Hauptgruppe (Tetrele) des Periodensystems der Elemente und zählt zu den Halbmetallen. Reines, elementares Silizium besitzt eine grau-schwarze Farbe und weist einen typischen metallischen Glanz auf.
Halbmetall
Es ist im Handel sowohl als feinkörniges Pulver als auch in größeren Stücken erhältlich.
Hochreines Silizium für Solarpanels oder Halbleiter weist einen typischen metallischen, bronzenen bis bläulichen Glanz auf.
Solarpanel
Elementares Silizium ist für den menschlichen Körper ungiftig, in gebundener silikatischer Form ist Silizium für den Menschen essentiell. Siliziummangel führt unter anderem zu Wachstumsstörungen des Knochengerüstes. Der menschliche Körper enthält etwa 20 mg/kg Körpergewicht Silizium, der Wert nimmt im Alter jedoch ab.
Silizium weist wie nur wenige andere Stoffe eine sog. Dichteanomalie auf, seine Dichte ist in flüssiger Form höher als in fester.
Geschichte
Entdeckung des Elements
Im Jahr 1811 stellten der Chemiker Joseph Louis Gay-Lussac und der französische Adlige Baron Louis Jacques Thénard (vgl. Thénards Blau) vermutlich erstmals unreines und amorphes Silizium durch Umsetzung von Siliziumtetrafluorid mit elementarem Kalium her. Ein ähnliches Vorgehen wurde 1824 von Jöns Jakob Berzelius in Schweden durch Umsetzung eines Hexafluorosilikates mit elementarem Kalium beschritten. Berzelius reinigte das so erhaltene amorphe Silizium durch Waschen auf, erkannte als erster die elementare Natur des Siliziums und gab ihm auch seinen Namen.
Der Begriff Silizium leitet sich vom lateinischen Wort silex (Kieselstein, Feuerstein) ab. Er bringt zum Ausdruck, dass Silizium häufiger Bestandteil vieler Minerale ist. In der Tat ist Silizium mit einem Anteil von etwa 26 Gewichtsprozent nach Sauerstoff und noch vor Aluminium das zweithäufigste Element der Erdkruste.
Der englische Begriff silicon wurde 1831 von dem Engländer Thomas Thompson vorgeschlagen. Die Endung -on soll dabei auf die chemische Verwandtschaft zum Kohlenstoff (carbon) hinweisen.
Die erstmalige Herstellung reinen, kristallinen Siliziums gelang im Jahre 1854 dem französischem Chemiker Henri Etienne Sainte-Claire Deville mittels Elektrolyse.
Silizium in der Menschheitsgeschichte
Siliziumhaltige Verbindungen spielten in der Menschheitsgeschichte eine wichtige Rolle. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit ist zum Beispiel Obsidian als besonders geeignetes Werkzeugmaterial abgebaut und durch Handel weithin verbreitet worden. Auch Flintstein wurde in Kreidegebieten in Belgien und Dänemark bergmännisch gewonnen. In gewaltigen Steinsetzungen wie Stonehenge wird religiöse und astronomische Bedeutung vermutet.
Astgeflecht-Lehmbau für Herde, Öfen, Gebäude, luftgetrocknete, später gebrannte Kacheln und Ziegel und Tongefäße werden die folgende Verwendung des Siliciums darstellen.
Mit den Städtegründungen aus Ziegelbauwerken wird dann auch die Unterjochung der Bauern eingesetzt haben, die wohl die am längsten ununterbrochen andauernde Bearbeitung des Siliciums zu fruchtbarem Boden bis heute fortgeführt haben.
Sichere Bearbeitung und Handhabung gewaltigster Gesteinmassen wird in ägyptischer Zeit vollendet.
Bei der Metallgewinnung, insbesondere bei der Stahlherstellung werden der Herde und Öfen, wird Silicat-Schlacke als Schutz vor Sauerstoffzutritt und als Form aus Ton oder Sand eingesetzt und dabei womöglich die Glasherstellung entdeckt.
Gewölbebauten im Orient aus gebrannten Ziegeln werden von den Römern zu hohen Aquädukten und Innenräumen von bis zu 40 Meter Spannweite weiter entwickelt. Ein unter Wasser härtender Zement aus gebrannten Silicaten wird von ihnen entdeckt. Straßenbau für hohe Belastung und Dauerhaftigkeit auf Schotterunterbau wird in römischer Zeit entwickelt. Glasfenster machen Gebäude für die Römer auch in den nördlichen Besatzungsgebieten bewohnbar und werden von den Einheimischen übernommen.
In Sandstein und Mauerstein wird der Gewölbebau in der Gotik zu höchster Vollendung gebracht.
Mit Beginn der Neuzeit erweitern Fernrohr und Mikroskop den Sehsinn für Makro- und Mikrokosmos, Brillen gestatten Sehfehler zu korrigieren.
Entdeckung der Porzellanherstellung im 18, Jh.
Im 19 Jh. werden Stahl-(Silicium als Legierung, Flussmittel, Formsand, Sauerstoffschutz), Zement-, Glas-Herstellung als Großindustrien entwickelt, ebenfalls die Kunstdüngerherstellung.
Säure-, basen-, feuerfeste Glasbehälter gestatten, die Forschung in der Chemie zu erweitern.
Wie für die Glühlampe werden evakuierte Glaskolben in Röntgen-, Kino-, Radio-, Fernsehgeräten verwendet.
1947 entdecken John Bardeen, Walter Brattain und William Shockley den regelbaren elektrischen Widerstand, den Transistor, zunächst an einem Germaniumkristall. und es dauert einige Zeit, bis das verbindungsfreudige Silicium in die für Halbleitereigenschaften notwendige Reinheit isoliert werden kann.
1956 entwickeln unabhängig von einander Robert Noyce bei Fairschild und Jack S. Kilby bei Texas Instruments die Integrierte Schaltung.
1970 wird bei Intel die pogrammierbare Integrierte Schaltung, die Vorstufe zum Mikroprozessor entwickelt.
November 2005 werden erste erfolgversprechende Versuchsergebnisse mit Siliciumlasern berichtet.
Vorkommen
Etwa 26 Gewichtsprozent der Erdrinde bestehen aus Silizium, es tritt in der Natur ausschließlich als Oxid auf, und zwar entweder in Form von Siliziumdioxid oder in Form silikatischer Mineralien.
Intel
Wesentliches Bauelement aller Silizium-Sauerstoff-Verbindungen sind dabei immer SiO4-Tetraeder. Durch Polykondensation solcher SiO4-Tetraeder, die über gemeinsame Ecken, Kanten oder Flächen verknüpft werden, können komplexe Ketten, Ringe, Schichten und andere Vernetzungsmuster ausgebildet werden.
So bestehen Sand und Quarz vorwiegend aus Siliziumdioxid. Viele Halbedelsteine bestehen im wesentlichen aus Siliziumdioxid, etwa der Bergkristall, Amethyst, Rosen-und Rauchquarz, Achat, Jaspis und Opal.
Mit vielen Metalloxiden bildet Silizium Silikate aus. Beispiele für silikathaltige Gesteine sind Glimmer, Asbest, Ton, Schiefer, Feldspat und Sandstein.
Neben der bereits erwähnten essentiellen Natur des Siliziums, gibt es eine Reihe von Lebewesen, die siliziumdioxidhaltige Strukturen erzeugen. Am bekanntesten sind dabei die Kieselalgen (Diatomeen), welche sich durch enzymkatalysierte Kondensation von Monokieselsäure Si(OH)4 ein Exoskelett aus Siliziumdioxid aufbauen. Auch die Blätter des Schachtelhalms erhalten durch ein Siliziumdioxidgerüst zusätzliche Stabilität.
In der Fauna bilden auch viele Schwämme und Radiolarien Exoskelette aus Siliziumdioxid. Siehe auch Kieselsäure.
Gewinnung und Verwendung
Elementares Silizium findet in unterschiedlichen Reinheitsgraden Verwendung in der Metallurgie (Ferrosilizium), der Photovoltaik (Solarzellen) und in der Mikroelektronik (Halbleiter, Computerchips). Demgemäß ist es in der Wirtschaft gebräuchlich, elementares Silizium anhand unterschiedlicher Reinheitsgrade zu klassifizieren. Man unterscheidet Simg (metallurgical grade, Rohsilizium, 98-99 % Reinheit), Sisg (solar grade, Solarsilizium, 99.99 % Reinheit) und Sieg (electronic grade, Halbleitersilizium, Verunreinigungen < 1 ppb).
Rohsilizium
Im industriellen Maßstab ist elementares Silizium durch Reduktion von Siliziumdioxid mit Kohlenstoff im Lichtbogenofen bei Temperaturen von etwa 2000 °C erhältlich.
Von diesem industriellen Rohsilizium (Simg) wurden im Jahr 2002 etwa 4,1 Millionen Tonnen hergestellt. Es ist für metallurgische Zwecke ausreichend sauber und findet Verwendung als Legierungsbestandteil für Weißblech und Stähle (Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit) sowie als Ausgangsstoff für die Silanherstellung über das Rochow-Verfahren, welche schließlich im Wesentlichen zur Herstellung von Silikonen dienen. Zur Herstellung von Ferrosilizium für die Stahlindustrie (Desoxidationsmittel im Hochofenprozess) wird zweckmäßigerweise obige Reaktion unter Anwesenheit von elementarem Eisen durchgeführt.
Weltweit stellen aufgrund der hohen Anfangsinvestitionen und langen Bauzeiten für die notwendigen Öfen nur wenige Firmen Rohsilizium her. Die Hauptproduzenten sind Hemlock aus den USA, Wacker-Chemie aus Deutschland, Tokuyama aus Japan, die REC Gruppe aus Norwegen und ASiMI aus Japan (Stand 2004/2005).
Solarsilizium
Für photovoltaische Anwendungen muss das Rohsilizium jedoch weiter zum Solarsilizium (Sisg) gereinigt werden.
Dazu wird es im Siemens-Verfahren zunächst mit gasförmigen Chlorwasserstoff bei 1100 °C in einem Wirbelschichtreaktor zu Trichlorsilan (Silicochloroform) umgesetzt.
Nach aufwändigen Destillationsschritten wird das Silicochloroform in Anwesenheit von Wasserstoff in einer Umkehrung der obigen Reaktion an beheizten Reinstsiliziumstäben wieder thermisch zersetzt. Das elementare Silizium wächst dabei auf die Stäbe auf. Der dabei freiwerdende Chlorwasserstoff wird in den Kreislauf zurückgeführt. Als Nebenprodukte fällt Siliciumtetrachlorid an, welches entweder zu Trichlorsilan umgesetzt und in den Prozess zurückgeführt, oder in der Sauerstoffflamme zu pyrogener Kieselsäure verbrannt wird.
Eine chlorfreie Alternative zu obigem Verfahren stellt die Zersetzung von Monosilan dar, welches ebenfalls aus den Elementen gewonnen werden kann und nach einem Reinigungsschritt an beheizten Oberflächen oder beim Durchleiten durch Wirbelschichtreaktoren wieder zerfällt.
Das auf diesen Wegen erhaltene polykristalline Solarsilizium ist für die Herstellung von Solarpanels geeignet und besitzt eine Reinheit von > 99.99 %. Hier werden genau wie beim Einsatz in der Mikroelektronik die halbleitenden Eigenschaften des Siliziums ausgenutzt.
Halbleitersilizium
Wirbelschichtreaktor
Für Anwendungen in der Mikroelektronik wird hochreines, monokristallines Halbleitersilizium (Sieg) benötigt. Insbesondere müssen Verunreinigung mit Elementen, welche auch als Dotierelemente geeignet sind, mithilfe des Tiegelziehens oder Zonenschmelzens unterhalb kritischer Werte gebracht werden.
Beim Tiegelziehen (Czochralski-Verfahren) wird das im Siemensverfahren erhaltene Solarsilizium in Quarztiegeln geschmolzen. Ein Impfkristall aus hochreinem, monokristallinen Silizium wird in diese Schmelze gebracht und langsam unter Drehen aus der Schmelze herausgezogen, wobei hochreines Silizium in monokristalliner Form auf dem Kristall wächst und nochmals Verunreinigungen in der Schmelze zurückbleiben. Physikalischer Hintergrund dieses Reinigungsverfahrens ist die Schmelzpunkterniedrigung.
Alternativ wird beim Zonenschmelzen mit Hilfe einer (ringförmigen) elektrischen Induktionsheizung eine Schmelzzone durch einen Siliziumstab gefahren, wobei sich ein Großteil der Verunreinigungen in der Schmelze lösen und mitwandern.
Hochreines, kristallines Silizium ist das Grundmaterial schlechthin für die Mikroelektronik. Alle gängigen Computer-Chips, Speicher, Transistoren etc. verwenden hochreines Silizium als Ausgangsmaterial. Diese Anwendungen beruhen auf der Tatsache, dass Silizium ein Halbleiter ist. Durch die gezielte Einlagerung von Fremdatomen (Dotierung), wie beispielsweise Arsen, Antimon, Bor oder Phosphor, können die elektrischen Eigenschaften von Silizium in einem weiten Bereich verändert werden. Dadurch lassen sich verschiedenste elektronische Schaltungen realisieren. Wegen der zunehmenden Bedeutung der elektronischen Schaltungen spricht man auch vom Silizium-Zeitalter. Auch die Bezeichnung Silicon Valley ("Silizium-Tal") für die Hightech-Region in Kalifornien weist auf die enorme Wichtigkeit des Siliziums in der Halbleiter- und Computerindustrie hin.
Reaktivität und Verbindungen
In allen in der Natur auftretenden und der überwiegenden Zahl der synthetisch hergestellten Verbindungen bildet Silizium ausschließlich Einfachbindungen aus.
Die lange Jahre als gültig angesehene Doppelbindungsregel, wonach Silizium als Element der 3. Periode keine Mehrfachbindungen ausbildet, muss mittlerweile jedoch als überholt angesehen werden, da inzwischen eine Vielzahl synthetisch hergestellter Verbindungen mit Si-Si-Doppelbindungen bekannt sind. Im Jahr 2004 wurde die erste Verbindungen mit einer formalen Si-Si-Dreifachbindungen strukturell charakterisiert.
Silizium tritt in chemischen Verbindungen in der Regel vierwertig auf, es sind allerdings auch synthetisch hergestellte Verbindungen des zweiwertigen Siliziums (Silylene) bekannt. Demgemäß ist das Siliziumatom in Verbindungen in der Regel vierfach koordiniert. Daneben existieren aber mittlerweile eine Reihe von Verbindungen in denen Silizium eine fünf- oder sechsfache Koordination aufweist.
Silizium stellt in aller Regel den elektropositiven Partner einer chemischen Verbindung dar, obwohl auch Verbindungen mit formal negativiertem Silizium existieren. Besonders erwähnenswert ist die Inversion der Bindungspolarität von Element-Wasserstoff-Bindungen beim Übergang von Kohlenstoff (Elektronegativität (EN=2,55)) zum Silizium (EN=1,9, (Wasserstoff, (EN=2,1)), weshalb Siliziumwasserstoffverbindungen eine gänzlich andere Reaktivität als Kohlenwasserstoffe aufweisen.
Kohlenwasserstoffe
Daneben bildet Silizium in den Siliciden auch echte Anionen aus.
Die gesamte Chemie des Siliziums ist im Wesentlichen durch die hohe Affinität des Siliziums zum Sauerstoff geprägt.
binäre Verbindungen
- Siliziumcarbid
- Siliziumdioxid
- Siliziumnitrid
- Silicide
Silikate
- Zirkon und alle anderen Silikate
Siliziumhalogenide
- Siliziumtetrafluorid
- Siliziumtetrachlorid
- Trichlorsilan (Silicochloroform)
Siliziumwasserstoffe
- Monosilan
- Silane
Organische Siliziumverbindungen
- Tetramethylsilan (TMS, NMR-Standard)
- Methylchlorsilane (Bausteine für Silikone)
- Phenylchlorsilan
Polymere Siliziumverbindungen
- Silikone (Silicone, Polyorganosiloxane)
- Polysilane
Sonstiges
Werden SiO4-Tetraeder durch organische Reste modifiziert und polymerisiert, erhält man die Silikone (Silicone), die zu den wichtigsten industriellen Kunststoffen gehören. Silikone und Silizium selbst werden von Nichtfachleuten öfters verwechselt, da die englischen Namen (silicone und silicon) sehr ähnlich sind.
Poröses Silizium kann unter Lasereinstrahlung und Zunahme von Sauerstoff hochexplosiv sein, wie Forscher der Technischen Universität München zufällig entdeckt haben. Sprengungen im Mikrometerbereich sind möglich. Die Detonationsgeschwindigkeit und Detonationsenergie sind höher als bei TNT und Dynamit.
Allerdings waren dazu Temperaturen um den absoluten Nullpunkt notwendig. Ob diese Eigenschaft in Zukunft technisch genutzt werden oder sogar das Dynamit ersetzen kann, ist allerdings noch fraglich. Denn um poröses Silizium reaktionsfähig zu machen sind Temperaturen von unter -180 °C erforderlich. Die Verwendung von flüssigem Sauerstoff steigert den Effekt noch, denn durch bessere Versorgung der Siliziumoberfläche mit Sauerstoff erreicht man einen möglichst vollständige Verbrennung des Materials.
Mögliche Einsatzgebiete wären im Weltraum zu suchen, wo solche Temperaturen vorherrschen. Durch die hohe Präzision ließen sich z. B. Satelliten vom Mutterschiff abtrennen. Denkbar wäre ein Einsatz auch in der Automobilindustrie zur schnelleren Zündung für Airbags.
Siehe auch
Glas, Sand, Gestrecktes Silizium
Literatur
- Silicon and siliceous structures in biological systems, Tracy L. Simpson, Benjamin E. Volcani (Engl.), New York : Springer-Verlag, 1981. ISBN 0387905928 ISBN 3540905928
Weblinks
- http://www.3sat.de/nano/cstuecke/12119/ Silizium als Energiequelle
- [http://www.weltderwunder.de/wdw/Technik/Hightech/Sprengstoff/2_SupersprengstoffausSilizium/ Silizium als Sprengstoff (Welt der Wunder)]
Kategorie:Chemisches Element
Kategorie:Gruppe-14-Element
Kategorie:Periode-3-Element
Kategorie:Halbmetall
Kategorie:Halbleiter
Kategorie:Sprengstoff
ja:ケイ素
ko:규소
th:ซิลิคอน
Englische Sprache
Die englische Sprache (Englisch) ist eine germanische Sprache. Sie gehört, wie auch das Deutsche und das Niederländische, dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen an.
In einem eigenen Artikel gibt es mehr zur Geschichte der englischen Sprache.
Englisch ist heute die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, während es sich bei Mandarin-Chinesisch um die meistgesprochene Sprache handelt.
Die englische Sprache wird in sehr vielen Ländern als erste Fremdsprache in den Schulen gelehrt (siehe Englisch (Schule)) und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele dieser Organisationen haben daneben noch andere offizielle Sprachen. Englisch gilt als Weltsprache.
Heute wird Englisch weltweit von etwa 340 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, das heißt, etwa 340 Millionen Menschen sind anglophon. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 510 Millionen Sprecher.
Verbreitung
Amtssprache
Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt:
Englisch ist zudem Amtssprache bei der Europäischen Union, bei der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten und bei den Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung
Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Gibraltar
- Hongkong
- Israel
- Malaysia
- St. Martin
- Somalia
- Zypern
Sprachwissenschaftliche Einordnung
Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen.
Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder minder auf.
Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen.
Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, so dass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat.
Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen.
Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z.B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft.
Der Language Code ist en beziehungsweise eng (nach
ISO 639);
der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang
und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.
Sprachvarianten der englischen Sprache
Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese in verschiedenen Gegenden zahlreiche Varianten entwickelt.
Nach der bekanntesten und fremdartigsten Variante des Englischen spricht man oft auch von einer Pidginisierung, wenn eine Sprache sich durch ihre weite Verbreitung in mehrere Sprachen aufzuteilen beginnt, die untereinander kaum noch kompatibel sind.
Folgende Sprachvarianten werden unterschieden:
- Siehe auch: Internationale Klassifizierungen (Englische Sprache)
Eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen haben sich auf englischem Substrat entwickelt.
Das Eindringen von Anglizismen in andere Sprachen wird manchmal mit abwertenden Namen wie "Denglisch" (Deutsch und Englisch) oder "Franglais" (Französisch und Englisch) versehen. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in anderen Sprachen.
- Siehe auch: Englische Sprache in anderen Sprachen
Der scherzhafte Begriff "Engrish" bezeichnet ebenfalls keine Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich auf das unbeholfene Englisch, das gelegentlich in asiatischen Ländern anzutreffen ist, hier insbesondere bei Japanern, die den Lateral "l", der im Japanischen nicht vorkommt, durch "r" ersetzen.
Ähnliche/Verwandte Wörter
Deutsch und Niederländisch
Überraschend sind die sehr zahlreichen englischen Wörter, bei denen die Verwandtschaft mit dem Deutschen und dem Niederländischen durch Bedeutungsverschiebung oder -verengung oft nicht ins Auge fällt.
Dänisch
Französisch
Textsammlungen
Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.
Siehe auch
- Englische Grammatik
- Ghoti
- Liste englischer Redensarten
- Englische Phonetik
- Englische Sprache in der Werbung
- Liste von Sprachen nach der Zahl ihrer Muttersprachler
- Chronologie englischsprachiger Medien
Literatur
- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002. ISBN 3423032391
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521297192
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285402
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285410
- Michael McCarthy, Felicity O'Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000. ISBN 0194371468
Weblinks
- http://dict.leo.org/ – umfangreiches und ständig erweitertes Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Online-Wörterbuch
- http://www.odge.de/ - Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit über 420.000 Übersetzungen (auch ungewöhnliches)
- http://www.dict.cc/ – Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit mittlerweile über 400.000 Übersetzungen
- http://www.dict.org/ – greift auf mehrere Wörterbücher zu, die das dict-Protokoll benutzen
- http://www.EnglishTensesWithCartoons.com Englishe Zeiten
- http://www.phon.ucl.ac.uk/home/estuary/index.html - Estuary English
- http://www.wordorigins.org/ – Die Herkunft einiger hundert englischer Wörter
- http://www.etymonline.com/ – Online Etymology Dictionary, Erklärungen zur Herkunft einiger tausend englischer Wörter
- http://www.englisch-hilfen.de/ – kostenlose Nachhilfe mit Erklärungen und Übungen
- http://www.ego4u.de/ – Englische Grammatik Online
- http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-5-spaltensystem&englisch-lernen=lernhilfen – kostenloses Grammatiksystem der englischen Sprache zum Selbstlernen
- http://www.quickdic.de/ – Wörterbuch zum Herunterladen
- http://www.phrasen.com/ – Wörterbuch der englischen Redewendungen
- http://www.urbandictionary.com - Slang Dictionary
- http://www.woerterbuch.info/ – Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen
- http://www.alt-usage-english.org/audio_archive.shtml - Sprachfiles für Indisch-, Britisch-, Austrailienenglish und noch vieles mehr
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Chemisches ElementStoffe, die ausschließlich aus Atomen mit gleicher Anzahl an Protonen im Kern (Kernladungszahl) bestehen, bezeichnet man als chemische Elemente. Sie treten im Universum mit einer bestimmten Elementhäufigkeit auf. Im Gegensatz zu den Elementen stehen die Verbindungen und die Stoffgemische.
Früher war die Definition dieses Begriffs intuitiver, aber unpräziser:
Robert Boyle definierte ein chemisches Element als einen Reinstoff, der mit chemischen Methoden nicht weiter zerlegt werden kann.
Diese Definition hat den Nachteil, dass man nie sicher sein kann, ob man die chemischen Methoden völlig ausgeschöpft hat. Hätte man es z. B. im Labor nicht geschafft, Wasser zu zerlegen, so hätte man es als Element einordnen müssen.
Der heutige Element-Begriff, der für die Stoffe eine Einteilung nach ihren Bestandteilen, den Atomen, vornimmt, ist abstrakter, dafür aber präzise.
Seine praktische Bedeutung liegt darin, dass er Atome mit gleichem chemischen Verhalten (dem Verhalten bei chemischen Reaktionen) zusammenfasst. Das physikalische Verhalten von Atomen ein und desselben Elements kann dabei durchaus unterschiedlich sein, z. B. können die Atome eines Elements sich in der Masse unterscheiden (Isotope) und bei nuklearen Reaktionen unterschiedlich verhalten.
Nach der Kernladungszahl (auch Ordnungszahl) ihrer Atome ordnet man die Elemente im Periodensystem der Elemente (PSE) an. Dieses System wurde vom russischen Gelehrten Dmitri Iwanowitsch Mendelejew zeitgleich mit dem deutschen Lothar Meyer 1869 begründet.
Kernladungszahl und Masse
Die Erklärungen dafür, dass die Massezahl nicht genau dem Vielfachen der Masse des Wasserstoffatoms entspricht, sind:
- Protonen und Neutronen, die den Hauptanteil der Masse bilden, sind fast, jedoch nicht genau, gleich schwer.
- Natürliche Elemente bestehen aus einer Mischung von Atomen mit unterschiedlicher Neutronenzahl. Eine Atomart überwiegt meist bei weitem, diese bestimmt dann die Massenzahl (Ausnahme Chlor Cl mit der 35,5-fachen Masse)
- Das natürliche Mischverhältnis ist bei einem Element meist gleich (Ausnahme ist Blei, das unterschiedliche durchschnittliche Atommassen zeigt, wenn man es aus verschiedenen Lagerstätten gewinnt)
- Bei sehr genauen Messungen zeigt sich die Bindungsenergie als Massendefekt, so dass die Kernmasse stets minimal kleiner ist als die Summe der Massen der Protonen und Neutronen.
Rein- und Mischelemente
Der Kern des Wasserstoffs besteht fast immer aus nur einem Proton. Wasserstoff mit einem Proton und einem Neutron im Kern (Deuterium) tritt in natürlichem Wasserstoff mit einem Anteil von 0,015 % auf.
Der Heliumkern besteht aus zwei Protonen und zwei Neutronen. Es existieren aber auch Helium-Atome, die zwei Protonen, aber nur ein Neutron, enthalten. Diese treten in natürlichem Helium jedoch nur mit einem Anteil von 0,000137 % auf.
Chlor (17 Protonen) besteht aus einer Mischung aus Atomen mit 18 Neutronen (75,8 %) und 20 Neutronen (24,2 %).
Chemische Elemente, die nur aus einer Atomart bestehen, heißen Reinelemente, wenn sie dagegen aus zwei oder mehr Atomarten bestehen, heißen sie Mischelemente.
Atome des gleichen Elements mit unterschiedlicher Neutronenzahl nennt man Isotope.
Chemische Verbindungen
Chemische Elemente können, bis auf wenige Ausnahmen, chemische Verbindungen eingehen.
Dabei sind mehrere der elementaren Atome zu Molekülen zusammengeschlossen.
Natürliche oder künstliche Stoffe sind entweder Elemente oder Verbindungen.
Gewöhnliches Wasser H2O ist eine Verbindung aus den Elementen Wasserstoff H (2 Atome pro Molekül) und Sauerstoff (1 Atom pro Molekül). Metalle wie Eisen Fe oder Kupfer Cu sind dagegen stets Elemente.
Elemente können auch eine Verbindung mit sich selbst eingehen. Bei vielen Gasen wie Chlor Cl oder Fluor F verbinden sich zwei Atome desselben Elements zu einem Molekül, also Cl2 bzw. F2.
Die Entstehung von Elementen
Bereits beim Urknall entstanden die leichten Elemente Wasserstoff (ca. 75%) und Helium (ca. 25%), zusammen mit geringen Mengen Lithium und Beryllium.
Schwerere Elemente entstehen im Universum durch Kernreaktionen in den Sternen (meist durch Kernfusion). Am Anfang steht der Wasserstoff mit einem Atomgewicht von ca. 1,0 (ein Proton). In Hauptreihen-Sternen, wie auch unserer Sonne, verschmilzt unter hoher Temperatur (mehrere Millionen C°) und hohem Druck Wasserstoff zu Helium. (Atomgewicht ca. 4,0) Dabei verschmelzen 4 Wasserstoffatomkerne über mehrere Zwischenstufen zu einem Heliumatomkern. Dieser ist ein wenig leichter als die vier Protonen zusammen, die Massendifferenz wird als Energie in Form von (Gamma-)Strahlung frei.
Die Fusion geht auf diese Art (Atome mit geringerer Protonenzahl und Atomgewicht verschmelzen zu höheren unter Abgabe von Energie) in den meisten Sternen bis zum Kohlenstoff, in massereichen bis zum Eisen weiter. Die Energieausbeute wird dabei immer geringer. Eisen ist der am dichtesten gepackte Atomkern, bei Fusionsreaktionen darüber hinaus wird Energie verbraucht anstatt freigesetzt. Sterne sind auf Energiegewinnung aus Kernfusion angewiesen, um ihren Gravitationskollaps aufzuhalten, daher können derartige Reaktionen nicht in nennenswertem Umfang stattfinden.
Elemente schwerer als Eisen entstehen in Sternen am Ende ihrer Lebensdauer. Dabei fangen Atomkerne Neutronen ein und werden so in Elemente höherer Ordnungszahl umgewandelt. Dies geschieht im sogenannten s-Prozess (bei massearmen Sternen) oder im r-Prozess (bei massereichen Sternen während einer Supernova).
Ein Stern verliert am Ende seiner Lebensdauer große Mengen Material (kontinuierlich durch Sonnenwind oder explosiv in einer Supernova), dadurch gelangen die entstandenen Elemente zurück in das interstellare Medium. Jüngere Sternensysteme enthalten daher bereits von Anfang an auch geringe Mengen schwererer Elemente, die z.B. Planeten wie in unserem Sonnensystem bilden können.
Liste chemischer Elemente
A Actinium - Aluminium - Americium - Antimon - Argon - Arsen - Astat
B Barium - Berkelium - Beryllium - Bismut - Blei - Bohrium - Bor - Brom
C Cadmium - Cäsium - Calcium - Californium - Cer - Chlor - Chrom - Curium
D Darmstadtium - Dubnium - Dysprosium
E Einsteinium - Eisen - Erbium - Europium
F Fermium - Fluor - Francium
G Gadolinium - Gallium - Germanium - Gold
H Hafnium - Hassium - Helium - Holmium
I Indium - Iod - Iridium
J Jod siehe Iod
K Kalium - Kobalt - Kohlenstoff - Krypton - Kupfer
L Lanthan - Lawrencium - Lithium - Lutetium
M Magnesium - Mangan - Meitnerium - Mendelevium - Molybdän
N Natrium - Neodym - Neon - Neptunium - Nickel - Niob - Nobelium
O Osmium
P Palladium - Phosphor - Platin - Plutonium - Polonium - Praseodym - Promethium - Protactinium
Q Quecksilber
R Radium - Radon - Rhenium - Rhodium - Roentgenium - Rubidium - Ruthenium - Rutherfordium
S Samarium - Sauerstoff - Scandium - Schwefel - Seaborgium - Selen - Silber - Silizium - Stickstoff - Strontium
T Tantal - Technetium - Tellur - Terbium - Thallium - Thorium - Thulium - Titan
U Unnilpentium ( - ) - Unnilquadium ( - ) - Ununoctium - Ununhexium - Ununquadium - Ununbium - Ununtrium - Ununpentium - Ununseptium - Ununnilium ( - ) - Uran
V Vanadium
W Wasserstoff - Wolfram
X Xenon
Y Ytterbium - Yttrium
Z Zink - Zinn - Zirkonium
- veralteter Name
weitere Darstellungsformen
- Sortierung nach Symbol
- Liste der chemischen Elemente nach der Ordnungszahl
- Periodensystem
- Periodensystem mit Elektronenkonfiguration
Literatur
- Lucien F. Trueb: Die chemischen Elemente. Ein Streifzug durch das Periodensystem. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7776-1356-8
Weblinks
- [http://www.chemieseite.de/ www.chemieseite.de] enthält ausführliche Beschreibungen der Hauptelemente.
- [http://chemlab.pc.maricopa.edu/periodic/lyrics.html] Lied der chemischen Elemente
Kategorie:Chemie
Siehe auch
- Elektronegativitäten der Elemente,
- Elementnamensgebungskontroverse,
- Systematische Elementnamen,
- Verdampfungswärme der chemischen Elemente
- Nebulium
- Kalzium ist ein Computerprogramm für das Betriebssystem Linux, das sehr viele Informationen zum Periodensystem und den Elementen bietet.
- Phlogiston
- Nukleosynthese
ja:元素
ko:화학 원소
ms:Unsur kimia
simple:Element
th:ธาตุเคมี
Ordnungszahl
Die Ordnungszahl, auch Atomnummer oder Kernladungszahl, gibt die Anzahl der Protonen in einem Atomkern an. Ihr Formelzeichen ist Z. Atome mit gleicher Ordnungszahl gehören zum selben Element und haben somit das gleiche Verhalten bei chemischen Reaktionen.
Sie wird links unten neben dem Elementsymbol angegeben, Beispiele:
:1H (Wasserstoff) oder 8O (Sauerstoff)
Da aber das Elementsymbol eindeutig die Ordnungszahl bestimmt, wird die Ordnungszahl selten – meist nur in tabellarischen Übersichten – in dieser Form angegeben.
Siehe auch: Massenzahl, Isotop, Periodensystem
Kategorie:Atomphysik
Kategorie:Kernphysik
als:Ordnungszahl
ja:原子番号
ko:원자 번호
th:เลขอะตอม
HalbmetallDie Halbmetalle stehen im Periodensystem zwischen den Metallen und den Nichtmetallen. Sie können von der elektrischen Leitfähigkeit und vom Aussehen her weder den Metallen noch den Nichtmetallen zugeordnet werden. Alle Halbmetalle sind Feststoffe bei Normalbedingungen. Beim Schmelzen findet eine Volumenverringerung statt, im Gegensatz zu den Metallen.
Zu den Halbmetallen gehören die folgenden Elemente:
Zu den Halbmetallen werden diejenigen Elemente gezählt, die den elektrischen Strom nur unter bestimmten Bedingungen oder in bestimmten Kristallstrukturen leiten. Sie sind zu unterscheiden in metallische Leiter und Halbleiter. Metallische Leiter leiten den Strom auch bei tiefen Temperaturen und zeigen mit steigender Temperatur einen ansteigenden Widerstand. Sie besitzen einen positiven Temperaturkoeffizienten des Widerstandes.
Halbleiter zeigen bei niedrigen Temperaturen einen hohen elektrischen Widerstand, der sich mit steigender Temperatur verringert. Aus der obigen Aufzählung der Halbmetalle gehören die Elemente Bor, Silizium, Germanium und Tellur zu den Halbleitern.
Im Periodensystem finden sich die Halbmetalle in einer Diagonalen zwischen Bor und Polonium. Elemente, die rechts oberhalb dieser Linie liegen, sind Nichtmetalle; Elemente, die links unterhalb dieser Linie liegen, sind Metalle.
Kategorie:Stoffgruppe
ja:半金属
SolarpanelEin Solarmodul ist eine Anwendung der Fotovoltaik und wandelt Strahlungsenergie in elektrische Energie um. Als wichtigste Bauelemente enthält es mehrere Solarzellen. Das Solarmodul wird durch seine elektrischen Anschlusswerte charakterisiert. Diese hängen von der Verschaltung der Solarzellen innerhalb des Moduls ab. Das Solarmodul wird einzeln oder zu Gruppen verschaltet in einer Fotovoltaikanlage betrieben.
Um den vielfältigen Anforderungen bei der Erstellung einer solchen Anlage für solar erzeugten Strom gerecht zu werden, werden die Solarzellen in einem Verbund aus mehreren Materialien und Bauteilen eingebettet. Dieser Verbund erfüllt folgende Zwecke:
- Erzeugung von elektrischer Energie
- praxisgerechte elektrische Anschlussmöglichkeit
- Schutz der spröden Solarzelle vor mechanischen Einflüssen
- Schutz vor Witterungseinflüssen
- Berührungsschutz der elektrisch leitenden Bauteile
- einfache Handhabungs- und Befestigungsmöglichkeit
Es gibt verschiedene Bauformen von Solarmodulen mit verschiedenen Arten von Solarzellen. Im folgenden wird anhand des weltweit am häufigsten eingesetzten Modultyps der Aufbau erklärt.
Verbund
Aufbau eines typischen Solarmoduls
- Die Vorderseite ist eine Glasscheibe (meist so genanntes ESG (Einscheiben-Sicherheits-Glas)).
- Darauf folgt eine transparente Kunststoffschicht (Ethylen-Vinylacetat, EVA), in der die Solarzellen eingebettet sind,
- mono- oder polykristalline Solarzellen, die, verbunden durch Lötbändchen, elektrisch miteinander verschaltet sind,
- Rückseitenkaschierung mit einer witterungsfesten Kunststoffverbundfolie aus Polyvinylfluorid (Tedlar) und Polyester,
- Anschlussdose mit Freilaufdiode (auch Bypassdiode genannt, Erläuterung siehe unten) und elektrischer Anschlussmöglichkeit,
- Aluminiumprofil-Rahmen zum Schutz der Glasscheibe bei Transport, Handling und Montage, für einfache Befestigungsmöglichkeiten durch standardisierte Befestigungssysteme, Versteifung des Verbundes.
Herstellung eines Solarmoduls
Die Fertigung eines Solarmoduls erfolgt weitgehend mit der optisch aktiven Seite nach unten. Als erstes wird ein entsprechendes Glas gereinigt und bereitgelegt. Auf dieses kommt dann eine zugeschnittene Bahn EVA-Folie. Die Solarzellen werden mittels Lötbändchen zu einzelnen Strängen (sogenannte Strings)verbunden und auf der Scheibe mit der EVA-Folie exakt positioniert. Nun werden die Querverbinder, die die einzelnen Stränge miteinander verbinden und zum Ort der Anschlussdose führen, positioniert und verlötet. Danach wird alles nacheinander mit einer zugeschnittenen EVA-Folie und einer Tedlarfolie bedeckt. Als nächster Produktionsschritt erfolgt das Laminieren des Moduls bei einem Unterdruck und ca. 150 °C. Beim Laminieren bildet sich aus der bis dahin milchigen EVA-Folie eine klare, dreidimensional vernetzte und nicht mehr aufschmelzbare Kunststoffschicht, in der die Zellen nun eingebettet sind und die fest mit der Glasscheibe und der Rückseitenfolie verbunden ist. Nach dem Laminieren werden die Kanten gesäumt, die Anschlussdose wird gesetzt und mit den Freilaufdioden bestückt. Nun wird das Modul noch gerahmt, vermessen und nach seinen elektrischen Werten klassifiziert und abschließend verpackt.
Technische Merkmale
Die Daten eines Solarmoduls werden genauso wie die Daten einer Solarzelle für standardisierte Testbedingungen angegeben (siehe dort).
Laminieren
Gebräuchliche Abkürzungen für die Bezeichnungen sind:
- SC: Short Circuit - Kurzschluss
- OC: Open Circuit - Leerlauf
- MPP: Maximum Power Point - Betriebspunkt maximaler Leistung
Die Kennwerte eines Solarmoduls sind:
- Leerlaufspannung
- Kurzschlussstrom
- Spannung im bestmöglichen Betriebspunkt
- Strom im bestmöglichen Betriebspunkt
- Leistung im bestmöglichen Betriebspunkt
- Füllfaktor
- Koeffizient für die Leistungsänderung mit der Zelltemperatur
- Modulwirkungsgrad
Da eindringende Feuchtigkeit durch Korrosionserscheinungen die Lebensdauer eines Moduls stark verkürzen kann und zudem evtl. einen elektrisch leitenden Kontakt mit den stromdurchflossenen Bauteilen des Solarmoduls ermöglicht, sind ausreichende Randabstände äußerst wichtig.
Die Freilauf- oder Bypass-Diode
Werden mehrere Module in Reihe betrieben, so muss parallel zu jedem Modul eine Diode geschaltet werden. Maximaler Strom und Spannung der Diode entsprechen den Strom- und Spannungswerten eines Moduls, gängige Gleichrichterdioden mit 3 Ampere / 100 Volt sind geeignet. Die Freilaufdiode ist so an den Anschlussklemmen jedes Moduls geschaltet, dass sie im normalen Betriebszustand (Modul liefert Strom) in Sperrrichtung gepolt ist (Kathode = mit Ring markierte Seite der Diode an Pluspol des Moduls). Wenn das Modul durch Verschattung oder durch einen Defekt keinen Strom liefert, würde sich die Spannung an den Klemmen umpolen und das Modul beschädigen, zumindest jedoch die Leistung der in Reihe geschalteten Module einer Kette verringern. Durch die Freilaufdiode wird die Verpolung verhindert.
Weitere Arten von Solarmodulen
- laminierte Glas-Glas-Module
- Glas-Glas-Module in Gießharztechnik
- Dünnschicht-Module (CdTe, CIS, a-Si)
- Fluoreszenz-Kollektor Dieser stellt eine besondere Nutzung von Solarzellen dar. Hier wird die einfallende Strahlung in einer Kunststoffplatte eingefangen. Der Kunststoff ist mit fluoreszierenden Farbstoffen dotiert. Die Solarstrahlung wird vom Farbstoff absorbiert und regt diesen zum Leuchten an. Die dabei emittierte, langwelligere Strahlung verlässt die Platte hauptsächlich an einer Stirnseite, an allen anderen Seiten wird sie durch Totalreflexion oder Spiegelung weitestgehend im Material gehalten. Die entsprechende Stirnseite wird mit Solarzellen bestückt, die optimal auf die durch den Farbstoff emittierte Wellenlänge abgestimmt werden können. Durch das Stapeln mehrerer verschiedener Kunststoffplatten, die jeweils auf einen anderen Wellenlängenbereich optimiert werden, kann der Wirkungsgrad erhöht werden.
Recycling
Trotz einer Lebensdauer der Solarmodule von 20-30 Jahren fallen schon jetzt (2004) mehrere hundert Tonnen Elektroschrott jährlich an. Die weltweit einzige Versuchsanlage zum Recycling von kristallinen Siliziumsolarzellen steht in Freiberg. Dort werden bei Temperaturen um 600°C die im Modul enthaltenen Kunststoffe verbrannt und zurück bleiben Glas, Metall, Füllstoffe und die Solarzelle. Diese kann unter leichten Materialverlusten zu einer neuwertigen Solarzelle werden.
Siehe auch
Modul, Solarstrom, SolarWorld AG
Kategorie:Solarenergie
Kategorie:Umwelttechnik
Kategorie:Elektrische Energie
1811
- 15. Mai: Paraguay erhält die Unabhängigkeit von Spanien
- Am 18. Mai besiegen die Bewohner Uruguays unter José Gervasio Artigas, dem späteren Nationalhelden, bei Las Piedras entscheidend die spanische Kolonialmacht
- 5. Juli: Venezuela wird unabhängig
- 16. Dezember: Erdbeben unbekannter Stärke in Arkansas und New Madrid, Missouri, USA. Die Zahl der Todesopfer ist nicht bekannt
- Amadeo Avogadro stellt die Vermutung auf, dass ideale Gase zweiatomig sein müssen (in Journal de Physique 73 (1811),58)
- Die Alma Mater Viadrina in Frankfurt (Oder) schließt ihre Pforten
- Friedrich Ludwig Jahn eröffnet in Berlin in der Hasenheide den ersten Turnplatz
- der Schneider von Ulm (Albrecht Ludwig Berblinger) fällt beim Versuch, die Donau mit einem selbstgebastelten Gleitflugzeug zu überqueren, ins Wasser
- die Kruppwerke werden von Friedrich Krupp mit der Errichtung eines Gußstahlwerks in Essen gegründet
Kultur
- 29. Januar: Uraufführung der Oper Demophoon von Peter Joseph von Lindpaintner in München
- 27. Februar: Uraufführung der Oper La Victime des arts ou La Fête de famille von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 26. Oktober: Uraufführung der Oper L'Equivoco stravagante von Gioacchino Rossini am Teatro dal Corso in Bologna
- Der Roman „Sense and Sensibility“ („Vernunft und Gefühl“) der englischen Schriftstellerin Jane Austen erscheint
- 16. Januar: Johann Dzierzon, Schlesischer Priester und Naturforscher († 1906)
- 17. Januar: Joshua Norton, Norton I, Kaiser der Vereinigten Staaten und Schutzherr von Mexiko († 1880)
- 21. Januar: Roderich Benedix, deutscher Schauspieler, Theaterleiter und Stückeschreiber († 1873)
- 4. Februar: Aristide Cavaillé-Coll, französischer Orgelbauer der Romantik († 1899)
- 13. Februar: François-Achille Bazaine, Marschall von Frankreich († 1888)
- 14. Februar: Domingo Faustino Sarmiento, Präsident von Argentinien († 1888)
- 20. Februar: Henry Hastings Sibley, US-amerikanischer Politiker († 1891)
- 24. Februar: Friedrich Daniel Bassermann, Unternehmer und Politiker († 1855)
- 3. März: Hugo von Ritgen, deutscher Architekt († 1889)
- 11. März: Urbain Leverrier, französischer Mathematiker († 1877)
- 17. März: Karl Gutzkow, deutscher Schriftsteller
- 20. März: Napoleon II. (Herzog von Reichstadt), Sohn des Napoléon Bonaparte († 1832)
- 23. März: Karl Gottfried Wilhelm Taubert, deutscher Komponist († 1891)
- 24. März: Fanny Lewald, deutsche Schriftstellerin († 1889)
- 28. März: Johannes Nepomuk Neumann, Bischof von Philadelphia († 1860)
- 30. März: Robert Wilhelm Bunsen, deutscher Chemiker († 1899)
- 22. April: Ludwig Otto Hesse, deutscher Mathematiker († 1874)
- 11. Mai: Jean-Jacques Challet-Venel, Schweizer Politiker († 1893)
- 20. Mai: Ernst Methfessel, deutscher Komponist († 1886)
- 30. Mai: Wissarion Grigorjewitsch Belinski, russischer Literaturkritiker, Publizist, Linguist und Philosoph
- 7. Juni: James Young Simpson, schottischer Arzt
- 17. Juni: Jón Sigurðsson, zweiter Präsident Islands († 1879)
- 28. Juni: Georg von Adelmann, deutscher Mediziner
- 10. Juli: Jakob Eisendle, Südtiroler Bauer und Erfinder († 1888)
- 13. Juli: George Gilbert Scott, Englischer Architekt (Neugotik) († 1878)
- 16. Juli: Benjamin Franklin Baker, US-amerikanischer Komponist († 1889)
- 18. Juli: Karl Ludwig von Littrow, deutscher Astronom († 1877)
- 18. Juli: William Makepeace Thackeray, englischer Schriftsteller († 1863)
- 19. Juli: Vinzenz Lachner, deutscher Komponist und Dirigent († 1893)
- 20. Juli: James Bruce, 8. Earl of Elgin, englischer Kolonialbeamter und Diplomat († 1863)
- 5. August: Ambroise Thomas, französischer Komponist († 1896)
- 23. August: Auguste Bravais, Französischer Physiker und Mitbegründer der Kristallographie († 1863)
- 30. August: Théophile Gautier, bedeutender französischer Dichter, Erzähler und Kritiker († 1872)
- 4. September: Ludwig Müller-Uri, deutscher Glaskünstler († 1888)
- 9. September: Joseph Kleutgen, katholischer Theologe († 1883)
- 17. September: August Theodor Blanche, schwedischer Schriftsteller († 1868)
- 28. September: Friedrich Hecker, badischer Revolutionär der Märzrevolution († 1881)
- 30. September: Kaiserin Marie Luise Augusta Katharina, Königin von Preußen, Frau von Wilhelm I. - 1811, †1890
- 8. Oktober: Philipp Heinrich Bethmann, deutscher Bankier († 1877)
- 22. Oktober: Franz Liszt, ungarischer Pianist und Komponist († 1886)
- 24. Oktober: Ferdinand Hiller, deutscher Komponist († 1885)
- 25. Oktober: Evariste Galois, französischer Mathematiker († 1832)
- 27. Oktober: Isaac Merrit Singer, US-amerikanischer Unternehmer und Erfinder († 1875)
- 29. Oktober: Adalbert von Preußen, preußischer Prinz († 1873)
- 29. Oktober: Louis Blanc, französischer Sozialist († 1882)
- 7. November: Karel Jaromír Erben, tschechischer Dichter und Historiker († 1870)
- 10. November: Louis Kufferath, deutscher Komponist († 1882)
- 13. November: Juri Arnold, russischer Komponist († 1898)
- 16. November: John Bright, britischer Politiker († 1889)
- 20. November: Ernst Merck, Unternehmer, Politiker († 1863)
- 21. November: Zeng Guofan, Chinesischer Staatsmann († 1872)
- 24. November: Ulrich Ochsenbein, Schweizer Politiker († 1890)
- 28. November: Maximilian II., König von Bayern († 1864)
- 3. Dezember: Eduard Bendemann, deutscher Maler († 1864)
- Oktober: Alexander Bain (Uhrmacher), schottischer Erfinder († 1877)
- 1. Januar: Franziska von Hohenheim, morganatische,zweite Ehefrau Herzog Karl Eugens von Württemberg ( - 1748)
- 8. Januar: Friedrich Nicolai, deutscher Schriftsteller und Verleger ( - 1733) in Berlin
- 3. Februar: Johann Beckmann, deutscher Landwirt und Theologe ( - 1739)
- 13. März: Franz Paul von Herbert, bekannter Kunstmäzen und gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der Aufklärung in Österreich ( - 1759)
- 10. Juni: Karl Friedrich von Baden, Großherzog von Baden ( - 1728)
- 11. Juni: Adolf Müllner: deutscher Schriftsteller ( - 1774)
- 23. Juli: Wilhelm René de l'Homme de Courbière, preußischer General, der durch den Satz „il existe encore un Roi de Graudenz“ berühmt wurde. ( - 1733)
- 28. Juli: Heinrich Joseph von Collin, Schriftsteller ( - 1771)
- 30. Juli: Miguel Hidalgo, mexikanischer Priester und Revolutionär ( - 1753)
- 31. August: Louis Antoine de Bougainville, französischer Seefahrer und Schriftsteller ( - 1729)
- 8. September: Peter Simon Pallas, deutscher Naturforscher ( - 1741)
- 31. Oktober: Christian Gotthilf Salzmann, war evangelischer Pfarrer und Pädagoge ( - 1744)
- 21. November: Heinrich von Kleist, deutscher Dichter und Schriftsteller ( - 1777)
- 21. November: Henriette Vogel, Geliebte Heinrich von Kleists ( - 1773)
- Adam Weishaupt, deutscher Gründer des Ordens der Illuminaten ( - 1748)
ko:1811년
Louis Jacques ThénardLouis Jacques Thénard ( - 4. Mai 1777 in Louptire, nahe Nogent-sur-Seine (Aube), † 21. Juni 1857 in Paris) war ein französischer Chemiker.
Leben
Paris
Er entdeckte das Wasserstoffperoxid und Thénards Blau, einen Farbstoff für Porzellan. Zusammen mit Gay-Lyssac arbeitete er über Bor, Chlor, Iod, Kalium, und Ester. Neben zahlreichen Veröffentlichungen schrieb er ein vierbändiges Standard-Lehrbuch der Chemie.
Sein Vater, ein armer Bauer, schaffte es, ihn auf die Akademie in Sens zu schicken.
Mit sechzehn Jahren ging er nach Paris, um Pharmazie zu studieren. Dort hörte er Vorlesungen von Antoine François Fourcroy und Louis Nicolas Vauquelin und erhielt in bescheidenem Umfang Zutritt zu Vauquelins Laboratorium. Er machte so schnelle Fortschritte, dass er nach zwei oder drei Jahren den Platz seines Lehrers bei den Vorlesungen einnehmen konnte. Fourcroy und Vauquelin waren so angetan von ihm, dass sie 1797 die Stelle eines Chemielehrers für ihn einrichteten und 1798 eine Stelle als Repetitor an der École Polytechnique.
Vauquelin gab 1804 seine Professur am Collège de France auf und nutzte erfolgreich seinen Einfluss, die Stelle an Thénard zu vergeben. Sechs Jahre später, nach Fourcroys Tod, wurde er zum Vorsitzenden des Bereichs Chemie an der Ecole Polytechnique gewählt. Auch als Mitglied der Akademie wurde er Fourcroys Nachfolger. 1825 empfing er von König Charles X. den Titel eines Barons, 1832 machte ihn Louis Philippe zum Mitglied des Erbadels. Von 1827 bis 1830 vertrat er das Département von Yonne in der Deputiertenkammer. Als Vizepräsident des Conseil Superieur de l'Instruction Publique (etwa: Hoher Rat für öffentliche Erziehung) hatte er großen Einfluss auf die wissenschaftliche Ausbildung in Frankreich.
Er starb am 21. Juni 1857 in Paris. In seinem Geburtsort wurde 1861 eine Statue zur Erinnerung an ihn errichtet und 1865 änderte man den Name seiner Heimatstadt in Louptire-Thénard.
Vor allem anderen war Thénard Lehrer. Wie er selbst sagte, müssen der Professor, die Assistenten, das Labor und alles andere den Studenten gewidmet werden. Wie die meisten großen Lehrer veröffentlichte er ein Lehrbuch. Sein Traité de chimie élémentaire, théorique et pratique (4 Bände, Paris, 1813-1816) galt ein viertel Jahrhundert lang als Standardwerk und hat vielleicht mehr zum Fortschritt der Chemie beigetragen als seine zahlreichen Entdeckungen.
Kurz nach seiner Anstellung als Repetitor am Polytechnikum begann er eine lebenslange Freundschaft mit Joseph Louis Gay-Lussac. Die zwei führten viele Forschungen gemeinsam durch. Sorgfältige Analysen brachten ihn dazu, Claude-Louis Berthollets theoretische Ansichten über die Zusammensetzung von Metalloxiden anzufechten. Berthollet, weit davon entfernt, die Korrekturen eines Jüngeren abzulehnen, lud ihn ein, Mitglied der Société d'Arcueil zu werden.
Thénards erste Veröffentlichung von 1799 befasste sich mit den Verbindungen des Arsens und Antimons mit Sauerstoff und Schwefel. Eine seiner wichtigsten Arbeiten, 1807 begonnen, befasste sich mit zusammengesetzten Äthern. Außerdem verdienen seine Untersuchungen der Sebacinsäure und der Gallenflüssigkeit Erwähnung, ebenso seine Entdeckung des Wasserstoffperoxids. 1799 stellte er das noch heute bekannte Thénards Blau her.
Thenard, Louis Jacques
Thenard, Louis Jacques
Thenard, Louis Jacques
Thenard, Louis Jacques
Thenard, Louis Jacques
ja:ルイ・テナール
Thénards BlauDas Pigment Thénards Blau (Kobaltblau oder Cobaltblau, Dumonts Blau, Coelestinblau, Leithners Blau, Cobaltaluminat) ist ein Cobaltaluminiumspinell mit der Formel CoAl2O4. Es wurde 1795 von Leithner durch Glühen von Aluminiumsulfat und Kobaldnitrat (Co(NO3)2) entdeckt. Die industrielle Erzeugung wurde durch den Pariser Universitätsprofessor Louis Jacques Thénard veranlaßt.
Das tiefblaue Pigment wird oft in keramischen Glasuren (in China schon zur Zeit der Tang-Dynastie) und für Ölfarben verwendet. Das besondere an diesem Blauton ist seine extrem intensive Farbe, welche weit außerhalb des Farbraums fototechnischer Reproduktionsmöglichkeiten liegen und auch drucktechnisch nur durch den Einsatz von Sonderfarben, nicht jedoch im klassischen Vierfarbdruck, wiedergegeben werden kann. Nur wenige Farben besitzen eine solche Ausstrahlung und Anziehungskraft für den Menschen wie dieses Blau.
Weblinks
- [http://www.seilnacht.com/Lexikon/Cobalt.htm Cobaltpigmente]
- [http://www.lambdasyn.com/synfiles/thenardsblau.htm Synthese von Thenards Blau]
Kategorie:Mineral
Kategorie:Pigment
Kalium
Kalium, (von Kali aus arab. al qalja = Pflanzenasche) ist ein chemisches Element der 1. Hauptgruppe des Periodensystems mit der Ordnungszahl 19.
Geschichte
Am 19. November 1807 berichtete Davy, es sei ihm gelungen, durch Elektrolyse von schwach angefeuchteten Ätzalkalien zwei verschiedene Metalle zu gewinnen; das eine Metall nannte er Sodium (dies ist noch heute die französische und englische Bezeichnung für Natrium), weil es in Soda enthalten ist, das andere Potassium (= englische und französische Bezeichnung für Kalium), weil man es aus Pottasche gewinnen kann.
Im deutschen Sprachgebiet wird das Sodium Davys seit 1811 nach einem Vorschlag von Berzelius als Natrium bezeichnet, während man für das Potassium Davys den von Klaproth 1796 eingeführten Ausdruck Kalium (von arab.: al-qali = Asche, aus Pflanzenasche gewinnbar) übernahm.
Vorkommen
Kalium kommt in der Natur nur als Kation in Kaliumverbindungen vor.
Im Meerwasser liegt die durchschnittliche Konzentration bei etwa 0,38 gK+/l.
Natürlich vorkommende kaliumhaltige Minerale sind:
- Sylvin - KCl
- Sylvinit - KCl - NaCl
- Carnalit - KCl - MgCl2 - 6 H2O
- Kainit - KCl - MgSO4 - 3 H2O
- Schönit - K2SO4 - MgSO4 - 6 H2O
- Polyhalit - K2SO4 - MgSO4 - MgSO4 - 2 CaSO4
- Orthoklas (Kalifeldspat) - K[AlSi3O8]
Eigenschaften
Mineral
Analog den anderen Alkalimetallen reagiert Kalium mit anderen Elementen und Verbindungen sehr heftig und kommt in der natürlichen Umwelt nur in gebundener Form vor.
Chemisch ist es reaktionsfähiger als Natrium.
Kalium reagiert heftig mit Wasser unter Bildung von Kaliumhydroxid und Freisetzung von Wasserstoff. Bei Luftzutritt entzündet sich der Wasserstoff, es kann dabei zu Verpuffungen und Explosionen kommen. In trockenem Sauerstoff verbrennt es unter violetter Flamme zu Kaliumhyperoxid KO2. An feuchter Luft reagiert es mit Wasser und Kohlenstoffdioxid weiter zu Kaliumcarbonat. In flüssigem Ammoniak ist Kalium, wie alle Alkalimetalle, unter Bildung einer blauvioletten Lösung gut löslich. Mit den Halogenen Brom und Iod setzt sich Kalium unter Detonation zu den entsprechenden Halogeniden um.
Die Entsorgung von Kalium geschieht durch vorsichtiges Einbringen kleiner Stücke des Metalls in einem großen Überschuss an tert-Butanol, in dem es sich unter Bildung des Alkoholats auflöst.
An der Luft überzieht sich die silberweiß glänzende Schnittfläche des frischen Metalls innerhalb von Sekunden mit einer bläulich schimmernden Oxidschicht. Metallisches Kalium wird deshalb unter Schutzgas oder Paraffinöl aufbewahrt. Im Gegensatz zu Natrium kann Kalium bei längerer Lagerung dennoch Krusten aus Oxiden, Peroxiden und Hydroxiden bilden, die das Metall in Form rötlich-gelber Schichten überziehen und die bei Berührung oder Druck explodieren können. Eine sichere Entsorgung ist dann nicht mehr möglich, hier bietet sich nur noch der Abbrand des kompletten Gebindes unter kontrollierten Bedingungen an.
Kalium besteht zu 0,012% aus dem radioktiven Isotop K40 welches einen wesentlichen Beitrag zur natürlichen Radioaktivität liefert.
Verwendung
Kalium wird hauptsächlich in schnellen Brütern in Form einer Na-K-Legierung als Kühlflüssigkeit eingesetzt. Ansonsten hat metallisches Kalium nur geringe technische Bedeutung,
da es durch das billigere Natrium ersetzt werden kann.
- Dotierung von Wolframdrähten zur Herstellung von Glühlampenwendeln
- NaK Wärmelegierung (Siehe Natrium)
- Kaliumluftfilter ( Kalipatronen ) u.a. auf U-Booten zur Luftfilterung im Einsatz
Biologische Bedeutung
Wasserlösliche Kaliumsalze werden überwiegend als Düngemittel verwendet, da Pflanzen die im Boden vorkommenden Kaliumsilicate schlecht aufschließen können.
Wichtige kaliumhaltige Düngemittel:
- Kornkali mit MgO
- Patentkali
- Kaliumsulfat
- Nitrophoska
- Hakaphos
Kalium ist ein essentieller Mineralstoff, der tägliche Bedarf des Menschen liegt bei ungefähr 2.000 mg. Kaliumreiche Lebensmittel sind u.a. Pilze, Bananen, Bohnen, Käse, Spinat und Kartoffeln, in denen es mit bis zu 5g Kalium/100 g Lebensmittel vorkommt.
Im Körper spielt Kalium eine herausragende Rolle bei der Regulation des Membranpotentials. Die intrazelluläre Kaliumkonzentration liegt bei ungefähr 150 mmol/l, extrazellulär finden sich 4 mmol/l. Die Konzentration an Natrium liegt intrazellulär bei ca. 10 mmol/l, extrazellulär bei 140 mmol/l. Diese Konzentrationsunterschiede werden durch die Na/K-ATPase aufrecht erhalten und sind für die Funktion der Zelle lebenswichtig. Ein dauerhaftes Verschieben dieser zellulären Konzentrationen kann bei erhöhter (Hyperkaliämie) oder erniedrigter (Hypokaliämie) Blutkaliumkonzentration auftreten und führt zu Krankheitssymptomen, die lebensbedrohend sein können. Die in den USA zu Hinrichtungen verwendete Giftspritze enthält Kaliumchlorid, das zu einer Lähmung der Herzmuskulatur und damit zum Tode führt.
Kalium gehört zu den wichtigsten Elektrolyten der Körperflüssigkeit und ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mit verantwortlich. Bei Hochleitungssportler kann es durch übermäßiges Ausschwitzen von Kalium, zu Krämpfe und Erschöpfunszustände kommen.
Nachweis von Kalium
Neben dem spektroskopischen Nachweis kann man in Wasser gelöste Kalium-Ionen mit ionenspezifischen Elektroden nachweisen. Die meisten Kaliumelektroden nutzen die spezifische Komplexierung von Kalium durch Valinomycin C54H90N6O18, welches in einer Konzentration von etwa 0,7 % in eine Kunststoffmembran eingebettet ist.
Verbindungen
In seinen Verbindungen kommt Kalium nur als 1-wertiges Kation vor:
- Kaliumbromid
- Kaliumcarbonat (Pottasche)
- Kaliumchlorat
- Kaliumchlorid
- Kaliumchromat
- Kaliumcyanid
- Kaliumdichromat
- Kaliumfluorid
- Kaliumhydrid
- Kaliumhydroxid
- Kaliumhyperoxid
- Kaliumiodat
- Kalium-Natrium-Tartrat (Seignette-Salz)
- Kaliumnitrat
- Kaliumpermanganat
- Kaliumpolysulfid
- Kaliumsulfat
- Kaliumthiocyanat
- Kaliumhexacyanoferrat(III)
Weblinks
- [http://www.vitaminwelten.com/index.php?id=88 Vitaminwelten GmbH Vitalstoff-Bibliothek: Kalium]
- [http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~tlehmann/sonderab/kalium.html Entsorgung von Kalium]
- http://www.m-ww.de/gesund_leben/ernaehrung/mineral_spuren/kalium.html
Kategorie:Chemisches Element
Kategorie:Alkalimetall
Kategorie:Periode-4-Element
ja:カリウム
ko:칼륨
simple:Potassium
th:โพแทสเซียม
1824
- Nicolas Léonard Sadi Carnot veröffentlicht seine Arbeit über den Kreisprozess Carnot-Prozess in der Thermodynamik
- Ferdinand August von Spiegel wird Erzbischof von Köln
- Reduktion der preußischen Provinzen von zehn auf neun durch Zusammenlegung von Ost- und Westpreußen zur Provinz Preußen
- 1. Januar: In Preußen werden die ersten öffentlichen Briefkästen aufgestellt
- 16. September: Karl X. wird König von Frankreich
Kultur
- 7. Mai: Die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven wird in Wien uraufgeführt
- 8. Januar: Wilkie Collins, britischer Autor, Verfasser der ersten Mystery Thriller († 1889)
- 21. Januar: Friedrich Feustel, Bayreuther Bankier und Förderer der Bayreuther Festspiele († 1891)
- 21. Januar: Thomas Jonathan Jackson, Südstaaten-Kommandeur im amerikanischen Bürgerkrieg († 1863)
- 7. Februar: William Huggins, britischer Astronom († 1910)
- 14. Februar: Winfield Scott Hancock, US-amerikanischer General († 1886)
- 19. Februar: Oktavio Philipp von Boehn, preußischer General der Infanterie († 1899)
- 22. Februar: Pierre Jules César Janssen, französischer Astronom († 1907)
- 2. März: Friedrich Smetana, tschechischer Komponist († 1884)
- 8. März: Friedrich Wilhelm Dörpfeld, deutscher Pädagoge (Herbartianer) († 1893)
- 12. März: Gustav Robert Kirchhoff, deutscher Physiker († 1887)
- 15. März: Jules Chevalier, französischer Priester und Autor († 1907)
- 20. März: Theodor von Heughlin, Afrika- und Polarforscher († 1876)
- 27. März: Johann Hittorf, deutscher Physiker und Chemiker († 1914)
- 29. März: Ludwig Büchner, jüngerer Bruder des Revolutionärs Georg Büchner († 1899)
- 29. April: Albert Emil Brachvogel, deutscher Schriftsteller († 1878)
- 11. Mai: Jean-Léon Gérôme, französischer Historienmaler († 1905)
- 18. Mai: Wilhelm Hofmeister, deutscher Botaniker und Professor († 1877)
- 23. Mai: Ambrose Everett Burnside, General der Unionsarmee im Amerikanischen Bürgerkrieg († 1881)
- 24. Mai: Emanuel Leutze, US-amerikanischer Maler († 1868)
- 30. Mai: Gustav Simon, Chirurg und Autor medizinischer Bücher († 1876)
- 7. Juni: Bernhard von Gudden, deutscher Mediziner († 1886)
- 23. Juni: Carl Reinecke, deutscher Komponist († 1910)
- 26. Juni: William Thomson, britischer Physiker († 1907)
- 28. Juni: Paul Broca, französischer Anthropologe und Arzt († 1880)
- 3. Juli: Albrecht Theodor Middeldorpf, Mediziner, Begründer der Galvanokaustik († 1868)
- 6. Juli: Adolphe van Soust de Borkenfeldt, belgischer Dichter und Kunsthistoriker († 1877)
- 10. Juli: Rudolf von Bennigsen, liberaler deutscher Politiker († 1902)
- 12. Juli: Eugène Boudin, französischer Maler († 1898)
- 16. Juli: Ludwig Friedländer, deutscher Altphilologe († 1909)
- 27. Juli: Alexandre Dumas (Sohn), französischer Schriftsteller († 1885)
- 31. Juli: Antoine d'Orléans, duc de Montpensier, französischer Offizier († 1890)
- 4. August: Domingo Santa María González, chilenischer Politiker und Präsident († 1889)
- 6. August: William Palmer, Serienmörder († 1856)
- 11. August: Martin Gropius, deutscher Architekt († 1880)
- 27. August: Louis Katzenstein, deutscher Maler († 1907)
- 4. September: Anton Bruckner, österreichischer Komponist († 1896)
- 11. September: Jakob Bernays, deutscher Philologe und philosophischer Schriftsteller († 1881)
- 15. September: Moritz Lazarus, deutscher Philosoph († 1903)
- 27. September: Benjamin Apthorp Gould, US-amerikanischer Astronom († 1896)
- 14. November: Anton Burger, deutscher Maler, Zeichner und Radierer († 1905)
- 18. November: Franz Sigel, Kriegsminister der badischen Revolutionäre († 1902)
- 21. November: Theodor Richter, deutscher Chemiker († 1898)
- 24. November: Frederick Miller, Begründer der US-amerikanischen Miller Brewing Company († 1888)
- 14. Dezember: Pierre Puvis de Chavannes, französischer Maler († 1898)
- 17. Dezember: John Kerr, schottischer Physiker († 1907)
- 21. Dezember: Jenny Bürde-Ney, deutsche Sängerin († 1886)
- 24. Dezember: Peter Cornelius, deutscher Komponist († 1874)
- 10. Januar: Viktor Emanuel I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen ( - 1759)
- 26. Januar: Théodore Géricault, französischer Maler ( - 1791)
- 29. Januar: Joachim Nettelbeck, war Seefahrer und Schriftsteller ( - 1739)
- 1. Februar: John Lempriere, englischer Lexikograph, Geistlicher und College-Direktor ( - um 1765)
- 9. Februar: Anna Katharina Emmerick, Ordensschwester (im Augustinerorden) und Mystikerin ( - 1774)
- 20. Februar: Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien, preußischer General ( - 1760)
- 21. Februar: Eugène Beauharnais, Stiefsohn Napoleons, Sohn der Joséphine de Beauharnais, General, Herzog ( - 1781)
- 3. März: Giovanni Battista Viotti, berühmter italienischer Violinist und Komponist ( - 1755)
- 18. März: Ferdinand Franz Wallraf, deutscher Kunstsammler ( - 1748)
- 30. März: Per Ulrik Kernell, schwedischer Schriftsteller der Romantik ( - 1797)
- 19. April: George Gordon Byron, 6. Baron Byron of Rochdale, englischer Dichter, Enkel von John Byron ( - 1788)
- 4. Mai: Joseph Joubert, französischer Moralist und Essayist ( - 1754)
- 10. Juni: Johann Kaspar Coqui, Fabrikant und Magdeburger Kommunalpolitiker ( - 1747)
- 15. Juni: Paul Brigham, US-amerikanischer Politiker, Jurist und Gouverneur von Vermont ( - 1746)
- 17. Juni: Ferdinand III., Großherzog von Toskana ( - 1769)
- 19. Juli: Agustin de Iturbide, mexikanischer Kaiser (hingerichtet) ( - 1783)
- 8. August: Friedrich August Wolf, deutscher Altphilologe und Altertumswissenschaftler ( - 1759)
- 15. August: Carl Arnold Kortum, deutscher Arzt und Schriftsteller ( - 1745)
- 21. August: Gustav Graf von Schlabrendorf, politischer Schriftsteller ( - 1750)
- 27. August: Johann Christian Woyzeck, deutscher Mann und Vorlage für die Hauptfigur in Georg Büchners Drama „Woyzeck“ ( - 1780)
- 16. September: Georg Friedrich Rebmann, deutscher Publizist ( - 1768)
- 16. September: Giacomo Tritto, italienischer Komponist und Musiklehrer ( - 1733)
- 16. September: Ludwig XVIII., französischer König ( - 1755)
- 30. Oktober: Charles Robert Maturin, irischer prot | | |