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Slowakei

Slowakei

Die Slowakei (slowakisch: Slovensko) ist ein Staat in Mitteleuropa, der 1992/1993 aus der Teilung der Tschechoslowakei hervorging. Er grenzt an Österreich, Tschechien, Polen, die Ukraine und Ungarn. Seit dem 29. März 2004 ist die Slowakei Mitglied der NATO. Sie gehört seit dem 1. Mai 2004 zur Europäischen Union.

Geographie

Europäischen Union Die Slowakei besteht im Norden und in der Mitte aus den zu den Karpaten gehörenden Gebirgen Tatry (deutsch Tatra) und Nízke Tatry (deutsch: Niedere Tatra), Malá Fatra und Veľká Fatra, Slovenské rudohorie (deutsch Slowakisches Erzgebirge) und viele andere. Hierbei bietet die Slowakei vor allem in der Tatra ein alpines Bild. Im Süden erstreckt sich das Land bis in die Ungarische Tiefebene. Die größten Flüsse der Slowakei sind Donau (an ihrem mittleren Abschnitt), Theiß (Tisa), Waag (Váh), March (Morava) und Gran (Hron). Die höchste Erhebung ist die Gerlsdorfer Spitze (Gerlachovský štít) in der Hohen Tatra mit 2.655 Meter. Siehe auch: Liste der Städte in der Slowakei, Liste der Flüsse in der Slowakei

Bevölkerung

Im Land leben etwa 5,43 Millionen Einwohner. Die Bevölkerungszahl hatte seit der Unabhängigkeit einen eher stagnierenden Verlauf. Mit einem Durchschnittsalter von 35,5 Jahren gehört die Slowakei zu den jüngeren Staaten Europas. Neben 85,8 % Slowaken besteht die Bevölkerung der Slowakei aus 9,7 % Ungarn, 1,7 % Roma, 0,8 % Tschechen, 0,4 % Ruthenen und 0,2 % Ukrainern (FAZ vom 28. April 2004). Siehe auch: Ethnische Entwicklung der Slowakei

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Slowakei Die Kelten (seit dem 5. Jahrhundert v. Chr.) im Gebiet der heutigen Slowakei wurden im ersten nachchristlichen Jahrhundert von den germanischen Quaden abgelöst. Die Slowakei war dann ein germanisches Gebiet an der Grenze des Römischen Imperiums (1.–5. Jahrhundert), auf dem sich zahlreiche römisch-quadische Kriege abspielten. Um 500 kamen die slawischen Vorfahren der heutigen Slowaken. Im 7. Jahrhundert war die Slowakei Teil des Hauptgebietes des Reiches des Samo, im 8. Jahrhundert entstand hier das Neutraer Fürstentum, das 833 Bestandteil des Hauptgebietes Großmährens wurde. Im 11. Jahrhundert wurde die Slowakei Bestandteil des Königreichs Ungarn, das seinerseits seit 1526 Bestandteil der österreichischen Monarchie und 1867 Bestandteil von Österreich-Ungarn wurde. Im 16. und 17. Jahrhundert bestand das Königreich Ungarn vorübergehend nur aus der heutigen Slowakei, weil die übrigen Gebiete von den Osmanen besetzt waren (dies betrifft vor allem das heutige Ungarn). 1918 bildeten die Slowaken zusammen mit den Tschechen die Tschechoslowakei, die auch ein Gebiet entlang der Grenze zu Ungarn umfasste, in dem noch heute eine ungarische Mehrheit lebt (gleichzeitig blieben slowakische Sprachinseln in Ungarn). Die Slowakei wurde erstmals 1938 bis 1945 vorübergehend selbstständig (faktisch ein Satellitenstaat Großdeutschlands). Danach wurde sie wieder Bestandteil (seit 1969 eine Teilrepublik) der Tschechoslowakei. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems hatte die föderative Tschechoslowakei aufgrund von abweichenden Interessen der beiden Teilrepubliken nur noch für kurze Zeit Bestand. In den ersten freien Wahlen setzte sich die Bewegung «Öffentlichkeit gegen Gewalt» (VPN) unter Vladimír Mečiar durch. Mečiar wurde anschließend zum ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der Slowakei. Am 23. April 1991 wurde er vom Parlament abgesetzt und durch Ján Čarnogurský (KDH) ersetzt. Mečiar verließ daraufhin die VPN und gründete die «Bewegung für eine demokratische Slowakei» (HZDS), die im Juni 1992 die Parlamentswahlen gewann. In Verhandlungen mit der tschechischen Teilrepublik einigten sich beide Seiten auf eine Teilung der Föderation in zwei unabhängige Staaten zum 1. Januar 1993. Die Teilung erfolgte einvernehmlich und friedlich. 1994 wurde Mečiar wegen Streitigkeiten innerhalb seiner eigenen Partei wieder vom Parlament abgesetzt und durch eine Regierung der Oppositionsparteien unter J. Moravčík ersetzt. Die vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1994 gewann jedoch wieder Mečiars HZDS. In den darauffolgenden Jahren drohte die Slowakei unter Mečiar in die politische Isolation abzurutschen. 1998 gewann zwar wieder Mečiars Partei die Neuwahlen, da sie jedoch nicht in der Lage war Koalitionspartner für die Regierung zu finden, stellte die «Slowakische Demokratische Koalition» (SDK) unter Mikuláš Dzurinda die neue Regierung. Diese Situation (Mečiar Wahlsieger, Dzurinda Regierungsschef) wiederholte sich bei den darauffolgenden Wahlen von 2002. Dzurindas Koalition bestand bei den Wahlen von 2002 allerdings bereits aus anderen Parteien und trug den Namen «Slowakische Demokratische und Christliche Union» (SDKÚ). Die erste Dzurinda-Regierung schaffte es, die Slowakei zurück in den Kreis der ersten EU- und der zweiten NATO-Beitrittsländer zu bringen. 2000 begannen die EU-Beitrittsverhandlungen, die am 1. Mai 2004 in der EU-Mitgliedschaft mündeten.

Zum Namen des Landes

Die Bezeichnung des Gebietes der Slowakei mit ihrem heutigen Namen ist seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen (Slováky) und seit dem 16. Jahrhundert häufig belegt (Slavonia, Sclavonic, Slowakei/Slowakey). Da das Gebiet der heutigen Slowakei schon seit dem Ende des 5. Jahrhunderts von Slawen besiedelt ist, für die ab dem 9. Jahrhundert die Selbstbezeichnung Slověne belegt ist (die in abgewandelter Form auch noch in der heutigen Selbstbezeichnung Slovák, der weiblichen Form Slovenka und dem Adjektiv slovenský steckt), ist der Name Slowakei wahrscheinlich älter. Die Ungarn bezeichneten den Teil des Königreichs Ungarns oberhalb der Theiß und der Donau seit dem 18. Jahrhundert inoffiziell als Oberungarn, den Rest des Landes inoffiziell als "Niederungarn". Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert bezeichnete Oberungarn nur die Ostslowakei sowie kleine angrenzende Gebiete des heutigen Nordungarns, die nicht von den Osmanen besetzt waren. Niederungarn bezeichnete vor allem die restliche Slowakei (West- und Mittelslowakei), aber auch den Rest des Landes. Analog zur Namensbildung Tschechische Republik ist (nicht nur) in Deutschland zu beobachten, dass auch von einer Slowakischen Republik gesprochen wird. Dies ist aber eine sachlich oder politisch nicht gerechtfertigte Analogiebildung, da es (im Unterschied zu Tschechei / Tschechien / Tschechische Republik) mit "die Slowakei" einen herkömmlich anerkannten Landesnamen gibt.

Politik

Bei dem am 17. und 18. Mai 2003 stattgefundenen Referendum zum EU-Beitritt stimmten 92,46 % der Slowaken für ein Ja. Die Wahlbeteiligung, schon vor der Wahl als Knackpunkt gefürchtet, lag bei 52,15 % der 4,2 Millionen Wahlberechtigten und machte damit die Abstimmung gültig. Mit der NATO-Osterweiterung am 29. März 2004 wurde die Slowakei Mitglied der NATO. Am 1. Mai 2004 wurde sie auch Mitglied der EU. Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl wurde am 3. April 2004 erwartungsgemäß kein Kandidat gewählt. Auf dem ersten Platz landete mit 32,73 % der umstrittene frühere Ministerpräsident Vladimír Mečiar, auf dem zweiten überraschend sein früherer Mitstreiter Ivan Gašparovič, der 22,28 % der Stimmen erhielt. Laut Umfragen sollte der Außenminister Eduard Kukan auf dem zweiten Platz landen, er erhielt aber lediglich 22,09 % und kann so nicht an der Stichwahl teilnehmen. Der bisherige Präsident Rudolf Schuster kam nur auf 7,24 %. In der Stichwahl am 17. April 2004 setzte sich dann Gašparovič gegen Mečiar mit etwa 60 % der Stimmen durch. Bei der Europawahl 2004 lag die Wahlbeteiligung bei 16,66 %.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung der Slowakei Die Slowakei ist in acht Landschaftsverbände ("kraje") eingeteilt:
- Banskobystrický kraj
- Bratislavský kraj
- Košický kraj
- Nitriansky kraj
- Prešovský kraj
- Trenčiansky kraj
- Trnavský kraj
- Žilinský kraj. Größte Städte (Stand: 31. Dezember 2004)

- Bratislava - 425.155
- Košice - 235.006
- Prešov - 91.767
- Nitra - 85.742
- Žilina - 85.268
- Banská Bystrica - 81.704
- Trnava - 69.140
- Martin - 59.449
- Trenčín - 56.850
- Poprad - 55.404
- Prievidza - 51.596

- Zvolen - 43.272
- Považská Bystrica - 42.320
- Nové Zámky - 41.469
- Michalovce - 39.842
- Spišská Nová Ves - 38.727
- Komárno - 36.731
- Levice - 36.310
- Humenné - 35.008
- Bardejov - 33.400
- Liptovský Mikuláš - 32.930
- Ružomberok - 30.058
Siehe auch Liste der Städte in der Slowakei und Liste traditioneller Regionen der Slowakei Liste traditioneller Regionen der Slowakei

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft der Slowakei Die Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft kann 14 Jahre nach dem Fall des Kommunismus und fast ein Jahr nach dem EU-Beitritt als abgeschlossen angesehen werden. Makroökonomische Stabilität wurde erreicht, strukturelle Reformen sind weit fortgeschritten, der Bankensektor ist fast vollständig in ausländischen Händen und ausländische Investitionen nehmen zu. Das Wirtschaftswachstum ist derzeit das höchste in Mitteleuropa, das nominelle Lohnniveau hingegen das geringste in Mitteleuropa. Die Wirtschaft ist stark exportorientiert. Trotz all dieser positiven Tatsachen hat die Slowakei immer noch eine sehr hohe Arbeitslosigkeit. Die aktuellen Wirtschaftsdaten der Slowakei sind:
- jährliches Wirtschaftswachstum Dez. 2004: 5,5 %
- Arbeitslosigkeit März 2005 : 17,5 % lt. Slowakischem Statistikamt (Stichprobe) bzw. 12,7 % lt. Arbeitsamt ("evidierte Arbeitslosigkeit")
- Durchschnittslohn (1. Quartal 2005): 16022 SKK = etwa 411 EUR (realer Zuwachs im Jahresvergleich: 7,2%)
- Wechselkurs: 1 SKK = etwa 1/39 EUR, Tendenz: Aufwertung der SKK
- Jahresinflation Dez. 2004: 5,9% Unter Finanzminister Ivan Mikloš wurde 2004 die Einfachsteuer (flat tax) eingeführt. Am 26. November 2005 ist das Land dem WKM II beigetreten. Siehe auch: Tourismus in der Slowakei

Feiertage

Weitere Themen


- Ethnische Entwicklung der Slowakei - Slowakische Sprache - Ostslowakei
- Tourismus in der Slowakei
- Liste traditioneller Regionen der Slowakei - Liste slowakischer Schriftsteller
- Liste der Flüsse in der Slowakei - Liste der Städte in der Slowakei
- Kfz-Kennzeichen (Slowakei) - Wiki-Projekt Ostmitteleuropa

Literatur


- Renata SakoHoess: DuMont Reisetaschenbuch Slowakei, 2002, ISBN 3-7701-4889-4
- Susanna Vykoupil: Slowakei - becksche Länderreihe, 1999, ISBN 3-4063-9876-6
- Gabriele Matzner-Holzer: Im Kreuz Europas: Die unbekannte Slowakei, Wien 2001, ISBN 3-8549-3047-X
- Ernst Hochberger: Das große Buch der Slowakei, Sinn 2003, ISBN 3-9218-8810-7

Weblinks


- [http://www.government.gov.sk Offizielle Website der Slowakischen Regierung (Slowakisch/Englisch)]
- [http://www.slowakei-net.de/ Informationen über die Slowakei]
- [http://www.slovakia-maps.com/ Landkarten der Slowakei]
- [http://www.slovensko.com/ Nachrichten aus der Slowakei (Englisch)]
- [http://www.collegium-carolinum.de/index.html Collegium Carolinum (CC)/ Institut zur Geschichte, Kultur und Politik der Tschechischen und der Slowakischen Republik]
- [http://www.destatis.de/download/d/veroe/laenderprofile/lp_slowakei.pdf Länderprofil Slowakei des Statistischen Bundesamts]
Kategorie:Staat !Slowakei Kategorie:Land in der EU fiu-vro:Slovakkia als:Slowakei ja:スロバキア ko:슬로바키아 simple:Slovakia th:ประเทศสโลวาเกีย zh-min-nan:Slovensko

Slowakische Sprache

Slowakisch (slowakisch slovenčina) wird von etwa 5 Millionen Slowaken in der Slowakei und etwa einer Million Auswanderer in Nordamerika gesprochen. Kleinere Sprachgruppen gibt es heute noch in Ungarn, Rumänien, Serbien, Tschechien, Kanada und den USA. Seit dem 1. Mai 2004 ist es eine der Amtssprachen der Europäischen Union. Slowakisch gehört – ebenso wie Tschechisch, Polnisch, Kaschubisch und Sorbisch – zu den westslawischen Sprachen. Slowaken und Tschechen verstehen sich relativ problemlos, allerdings tun sich jüngere Tschechen, die nach der Trennung der Slowakei und Tschechien sprachlich sozialisiert worden sind, schon deutlich schwerer.

Geschichte

Das Slowakische entstand im 10. Jahrhundert nach dem Untergang des Großmährischen Reiches aus der Sprache der slověne (ausgesprochen etwa [slowäne](offenes e) oder [slowene] (mittleres e)), das heißt der Bevölkerung dieses Reichs (siehe unter Slawen), in Form von mehreren Dialekten. Vom 10. bis zum 19. Jahrhundert wurde im Königreich Ungarn (dessen Bestandteil die Slowakei im 11. Jahrhundert geworden war) als Amts- und Literatursprache vorwiegend Latein verwendet. Außerdem wurde zum Teil Deutsch und Ungarisch verwendet. Daneben begann vor allem das Bürgertum der Slowakei im 13. und 14. Jahrhundert, die eigene Sprache als (parallele) Amtssprache zu verwenden, wobei man allerdings schon bald (am Ende des 14. Jahrhunderts) dazu überging, in dieser Funktion und später auch als Literatursprache das Tschechische einzusetzen. Die Gründe hierfür waren anfangs vor allem, dass es sich um eine bereits "fertige" Schriftsprache eines verwandten Landes mit einer berühmten Universität in Prag handelte, im 15. Jahrhundert auch der Einfluss tschechischer Hussiten in der Slowakei und später auch der Einfluss tschechischer protestantischer Emigranten in der Slowakei. Die tschechischen Texte wurden aber sehr oft (bewusst oder unbewusst) mit slowakischen Elementen versehen (so genanntes slowakisiertes Tschechisch, siehe auch Žilina). Im mündlichen Gebrauch wurden natürlich weiterhin die jeweiligen slowakischen Dialekte verwendet. Obwohl es schon im 16. Jahrhundert Versuche gab, eine slowakische Schriftsprache zu etablieren, wurde die erste richtige Schriftsprache erst 1787 von Anton Bernolák auf der Grundlage des westslowakischen Dialekts aus der Umgebung von Trnava festgelegt. Die heutige slowakische Schriftsprache wurde in den 1840er Jahren des 19. Jahrhunderts von Ľudovít Štúr auf der Basis eines mittelslowakischen Dialektes festgelegt (siehe Nationale Wiedergeburt der Slowaken). Die Tatsache, dass die Sprache erst so relativ spät kodifiziert wurde, ist verantwortlich dafür, dass das slowakische Formensystem einfacher ist als das tschechische. Seit dem 1. Mai 2004 ist Slowakisch eine der Amtssprachen in der EU.

Grammatik

Slowakisch ist eine stark flektierende Sprache mit sechs grammatischen Fällen. Hauptartikel Slowakische Grammatik

Aussprache

Grundregeln:
- Im Slowakischen wird grundsätzlich die erste Silbe betont.
- Die mit dem so genannten "Dĺžeň" (=Verlängerungszeichen) gekennzeichneten Buchstaben (á, é, í, ý, ó, ú, ŕ, ĺ) werden lang ausgesprochen. Die beiden seltenen Konsonanten ŕ, ĺ sind dabei deutlich lang auszusprechen. Lange und betonte Silben fallen nicht notwendigerweise zusammen, das heißt es gibt auch unbetonte Längen.
- Die mit dem so genannten "Mäkčeň" (=Weichheitszeichen) gekennzeichneten Buchstaben (ť, ď, ľ) werden weich ausgesprochen, das heißt in der Regel mit einem Anklang an ein j hinter dem Konsonanten artikuliert. Ferner werden mit diesem diakritischen Zeichen Zischlaute bezeichnet (š, č, ž, ň, dž). : Vor e und i werden d/t/n/l weich ausgesprochen, das heißt mit einem Anklang an ein j hinter dem Konsonanten artikuliert. Die Zunge geht dabei zum vorderen Gaumen. Von dieser Regel gibt es eine Reihe von Ausnahmen, vor allem in Fremdwörtern (zum Beispiel wird das Wort telefón wie auf Deutsch ausgesprochen), aber auch in einer kleineren Gruppe einheimischer Wörter wie teraz "jetzt". Die meisten Buchstaben werden ausgesprochen wie im Deutschen. Anders gesprochen werden (zum Teil aufgrund der vorstehend genannten Grundregeln): Noch zu beachten:
- die Vokale "e" und "o" sind im Gegensatz zum Deutschen immer etwa halboffen
- v wird am Ende der Silbe wie ein bilabiales u [u̯] ausgesprochen, zum Beispiel dievča [djiieu̯ča]
- Beachte: h wird immer ausgesprochen (nicht wie gähnen) und nähert sich im Auslaut an das ch, welches als eigener Buchstabe im Alphabet hinter dem h steht; ck = c + k (nicht wie Hacke); sch = s + ch (nicht wie Schule); sp = s + p (nicht wie speziell); st = s + t (nicht wie Stunde); eu = e + u (nicht wie Europa)

Die rhythmische Kürzung

Die als "rhythmische Kürzung" bekannte Regel ist für das Slowakische charakteristisch. Gemäß dieser Regel dürfen im Slowakischen zwei lange Silben nicht aufeinander folgen. Wenn zwei lange Silben aufeinderfolgen sollten, wird meistens die zweite gekürzt, zum Beispiel:
- krátky - normalerweise würde das "y" auch ein mit Dĺžeň geschrieben werden (Adjektivendung -ký), also "krátký", was aber durch die rhythmische Kürzung vermieden wird, denn "krá" ist schon eine lange Silbe
- biely - hier ist "bie" schon eine lange Silbe (-ie- ist nämlich ein Diphthong), somit kommt bei "y" kein Dĺžeň vor
- und so weiter. Es gibt allerdings auch eine Reihe von Ausnahmen, so etwa die Possessivadjektive auf (z.B. vtáčí / vtačí "zum Vogel gehörig"), Substantive mit den Suffixen -ie (z.B. prútie "Reisig") u.a.m., außerdem wird die Endung der 3. Person Plural auf -ia nie gekürzt. Die Menge der Ausnahmen nimmt jedoch im Alltagsgebrauch und entsprechend bei jeder Neukodifizierung der Sprache ständig ab. So hieß es z.B. noch vor 15 Jahren píšúci (schreibend), mliekáreň (Molkerei), kamzíčí (zur Gemse gehörend), seit etwa 1997 jedoch bereits píšuci, mliekareň, kamzičí usw.

Dialekte

Das gesprochene Slowakisch zerfällt in zahlreiche Dialekte. Diese lassen sich jedoch in 3 Hauptgruppen unterteilen:
- Ostslowakische Dialekte in den Regionen Spiš (deutsch Zips), Šariš (deutsch Scharosch), Zemplín (deutsch Semplin) und Abov (deutsch Abaujwar oder Neuburg),
- Mittelslowakische Dialekte in den Regionen Liptov (deutsch Liptau), Orava (deutsch Arwa), Turiec (deutsch Turz), Tekov (deutsch Barsch), Hont, Novohrad (deutsch Neuburg oder Neograd), Gemer (deutsch auch Gömör) und des historischen Komitats Zvolen (deutsch Altsohl)
- Westslowakische Dialekte in der Region Kysuce und den Komitaten Bratislava (deutsch Preßburg), Esztergom (deutsch Gran), Komárno (deutsch Komorn), Nitra (deutsch Neutra), Trenčín (deutsch Trentschin). Für eine genauere Beschreibung der Regionen siehe Liste traditioneller Regionen der Slowakei.

Unterschiede zum Tschechischen

Lautsystem

Das Slowakische und das Tschechische unterscheiden sich vor allem durch einige lautliche Entwicklungen. Eigene slowakische Laute, die es im Tschechischen nicht gibt, und die teilweise auch graphisch anders dargestellt werden, sind das ä, die Diphthonge ia/ie/iu und ô, das dz, das dž, sowie das ľ (zur Aussprache dieser Laute siehe unten). Wie im Tschechischen können l und r als Vokale auftreten, im Slowakischen gibt es dazu noch einen Unterschied zwischen langem und kurzem r oder l. (tschech.: vrba [vrba], slowak.: vŕba [vr:ba], dt.: Weide). Die Lautassimilierung sowie eine Art "liaison" bei der Aussprache ist (zumindest in der Schriftsprache) im Slowakischen viel deutlicher ausgeprägt als im Tschechischen.

Wortschatz

Der Wortschatz ist bis auf die lautlichen Differenzen zum großen Teil mit dem tschechischen identisch. Unterschiede betreffen im Wesentlichen die folgenden Bereiche: a) Fremdwörter sind im Tschechischen oft bewusst durch eigene Bildungen ersetzt worden, im Slowakischen aber gebräuchlich (vergleiche Sekunde = ts. vteřina = sl. sekunda, Januar/Jänner = ts. leden = sl. január, ähnlich auch die anderen Monatsnamen, Grammatik = ts. mluvnice = sl. gramatika usw., dt. Flasche = ts. láhev = sl. fľaša;); b) im Slowakischen gibt es eine kleine Zahl ungarischer Wörter, die im Tschechischen fehlen, vergleiche Nachricht = sl. chýr, ungar. hír, und Wörter der im Karpatenraum siedelnden Hirten, vergleiche Schafskäse = sl. bryndza (dies ist aus dem Rumänischen übernommen, wo es einfach Käse heißt); c) gewisse Bereiche des Grundwortschatzes (zum Beispiel dt.sprechen = ts. mluvit = sl. hovoriť; dt.ja(wohl) = ts. jo = sl. hej, dt. falls, wenn = ts. jestli = sl. ak; dt. auf Wiedersehen = ts. nashledanou = sl. dovidenia). Die Ähnlichkeiten gehen zum größeren Teil darauf zurück, dass das Tschechische vom 15. bis 18. Jahrhundert in weiten Teilen der Slowakei als Schriftsprache gebräuchlich war. Im 19. Jahrhundert entfernte sich die neue slowakische Schriftsprache (zum Teil auch bewusst) vom Tschechischen, in dieser Zeit wurden auch einzelne Wörter aus Dialekten in die Schriftsprache übernommen. Außerdem wurde vor allem in der Biologie eine eigene wissenschaftliche Terminologie gebildet. In der Zeit des gemeinsamen Staates Tschechoslowakei näherten sich die Sprachen wieder an. Von 1918 bis in die 1930er Jahre gingen die tschechoslowakischen Behörden von der Fiktion einer "tschechoslowakischen" Sprache aus, de facto wurde in dieser Zeit das Slowakische bewusst an das Tschechische herangeführt. Nachdem sich in den dreißiger Jahren deutlicher Widerstand gegen diese Politik gewandt hatte, wurde sie nach 1945 nicht wiederaufgenommen. Doch waren bis zum Ende der Tschechoslowakei terminologische Kommissionen bestrebt, den Fachwortschatz beider Sprachen möglichst ähnlich zu halten. Besonders großen Einfluss auf die heutige Ähnlichkeit des Wortschatzes der beiden Sprachen haben jedoch vor allem seit den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts tschechischsprachiges Fernsehen und Filme in der Slowakei.

Grammatik

Große Unterschiede bestehen hinsichtlich der Deklinations- und Konjugationsendungen in der Grammatik, die im allgemeinen im Slowakischen viel regelmäßiger und einfacher sind. Das Slowakische hat ursprünglich wie das Tschechische sieben grammatikalische Fälle besessen, aber während das Tschechische den Fall Vokativ (Fall für Anreden von Personen) aktiv verwendet, ist er im Slowakischen weitgehend außer Gebrauch gekommen. Er ist fast immer durch den Nominativ ersetzt, weicht aber in einigen Sonderfällen (meist alte Wörter wie zum Beispiel: syn -> synku, oder kmotor -> kmotre) ab. Schon seit einigen Jahren wird er nicht mehr in den Grammatiken aufgeführt. Ein anderer Unterschied besteht darin, dass auf dem Gebiet der Slowakei zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedliche Dialekte gesprochen werden, während die Bedeutung der Dialekte in Tschechien stark zurückgegangen ist.

Die slowakische Schrift und ihre diakritischen Zeichen

und so schreibt man sie im Web und in der Wikipedia: siehe dazu auch unter Slowakische Sonderzeichen

Textsammlungen

Beim Free Translation Project liegen zahlreiche Übersetzungen (Englisch-Slowakisch) aus dem Bereich freier Software vor: http://www.iro.umontreal.ca/contrib/po/HTML/team-sk.html Siehe auch: Sprache

Literatur


- Peter Rehder (Hrsg.): Einführung in die slavischen Sprachen, ISBN 3-534-06150-0
- Yvonne Tomenendal-Wollner: Slovenčina, ISBN 3-209-03181-9

Siehe auch


- [http://sk.wiktionary.org/wiki/Hlavná_stránka Slowakisches Wiki-Wörterbuch]

Weblinks


- [http://www.angelfire.com/sk3/quality/Slovak_declension.html Eine ausführliche Darstellung der slowakischen Deklination - auf Englisch]
- [http://kssj.juls.savba.sk/ Das slowakische Äquivalent des deutschen Duden - Universalwörterbuchs, 4. Auflage von 2003]
- [http://www.slovnik.sk/ Wörterbuch DE->SK, SK->DE, EN->SK, SK->EN]
- [http://korpus.juls.savba.sk/index.en.html Offizielles slowakisches Sprachkorpus (noch ziemlich neu; englisch)]
- [http://www.vykoupil.de/homeslowlit_beck_frame.htm Eine recht gute Darstellung der Geschichte der slowakischen Sprache]
- [http://www.bohemica.com/slovak/slovakgrammar.pdf Vereinfachte Übersicht der slowakischen Grammatik urspr. für die Peace Corps (slowakisch und englisch)]
- [http://www.eki.ee/letter/chardata.cgi?lang=sk+Slovak&script=latin alle notwendigen Details zur slowakischen Schrift, UniCode, HTML, Adobe, ISO, CodePage...] ! Kategorie:Einzelsprache ja:スロバキア語 ko:슬로바키아어

Mitteleuropa

Mitteleuropa oder Zentraleuropa bezeichnet eine Region in Europa zwischen Westeuropa, Osteuropa, Südosteuropa, Südeuropa und Nordeuropa. Es gibt wenig deutliche geographische Kriterien, die zur Abgrenzung herangezogen werden könnten. Der Begriff „Mitteleuropa“ kann auch politisch, kulturhistorisch oder naturräumlich definiert werden, wobei sich Verortung Mitteleuropas verschiebt und teils erhebliche Unterschiede auftreten können. Die Auffassung des Begriffes Mitteleuropa unterliegt auch dem geschichtlichen und politischen Wandel. Mitteleuropa wird daher niemals eindeutig zu definieren sein. Seit dem Ende des Kalten Krieges kommt der Definition Mitteleuropas erneut Aufmerksamkeit zu. Der Begriff Mitteleuropa macht deutlich, dass regionale Definitionen – neben dem praktischen und harmlosen Zweck der Ortsangabe – immer auch dem Zweck der Wertung und Abgrenzung dienen können, wodurch die Definition zum Streitobjekt, wenn nicht Kampfbegriff werden kann.

Geographische Abgrenzung Mitteleuropas

Kalten Krieges Bei der geographischen Abgrenzung können klimatische und naturräumliche Gegebenheiten (beispielsweise Vegetationstypen oder tektonische Erscheinungen) herangezogen werden. Die Naturwissenschaften definieren als Kriterium das ozeanische bis subkontinentale, gemäßigt warme Großklima. Eine grobe Abgrenzung Mitteleuropas ist im Westen und Nordwesten der Rhein, im Norden die Nordsee, Skagerrak, Kattegat und die Ostsee, oder die Eider, im Osten die Weichsel, im Süden die Hauptkämme der Karpaten und Alpen. Auch hier gibt es Zweifel, ob Flüsse wie die Eider oder die Weichsel ausreichen, um einen Teilkontinent zu definieren. Die geographische Einteilung bleibt unscharf. Im Gegensatz dazu findet man in Südeuropa mediterranes Klima (gemäßigt warm bis subtropisch), in Westeuropa gemäßigt warmes euozeanisches bis ozeanisches Klima, in Nordeuropa kühl-gemäßigtes bis subboreales Klima, in Osteuropa kontinentales bis eukontinentales Klima und entsprechende Naturräume vor. Auch hier gelingt kaum eine eindeutige Abgrenzung durch fließende Übergänge und lokale Begebenheiten wie Höhenlage und Geländeform. Diese Abgrenzung ist nicht deckungsgleich mit Staatsgrenzen oder Kulturen. Häufig werden die mittel- und osteuropäischen Länder gemeinsam betrachtet. Im EU-Jargon bezeichnet man die Region MOEL.

Kulturelle und politische Abgrenzung heute

MOEL Wenig Zweifel bestehen an der Zugehörigkeit der Niederlande, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Polen zu Mitteleuropa. Spielräume bei der Einteilung gibt es aber bereits durch kulturelle Verflechtungen und Überlagerungen in Teilen
- Ungarns, Rumäniens (Siebenbürgen) und der Ukraine, die innerhalb des Karpatenbogens liegen: mit Südosteuropa und Osteuropa;
- Sloweniens: mit Südosteuropa und Südeuropa;
- Kroatiens, sie sind streng genommen (nördlich der Save und Teile Slawoniens) mitteleuropäisch (gehören also zu Ostmitteleuropa), überschneiden sich aber auch mit Südosteuropa, Zentralkroatien und die Küste Dalmatiens sowie Istrien gehören zu Südosteuropa, haben aber auch mediterrane (südeuropäische) Einflüsse; Dies gilt aber auch bei der Einordnung von Regionen, die Staatsgrenzen überschreiten oder in Grenzgebieten liegen, wie
- Elsass (zu Frankreich in Westeuropa mit Einordnung der deutschen Kultur der Elsässer zu Mitteleuropa)
- Südtirol (zu Italien in Südeuropa mit Einordnung der deutschen Kultur der Südtiroler zu Mitteleuropa),
- Friesland (zu Deutschland und den Niederlanden in Mitteleuropa und zu Dänemark in Nordeuropa beziehungsweise Skandinavien. Häufig sind diese Gebiete wegen vielfacher Einflüsse mehrerer Regionen nicht eindeutig zuzuordnen und werden je nach politischer Intention oder „Heimatgefühl“ zugeordnet. Heute soll die Verortung eine Landes(-teils) zu „Mitteleuropa“ gleichzeitig auch eine tatsächliche oder angestrebte Nähe oder Zugehörigkeit zur Europäischen Union verdeutlichen. Auf diese Weise wird Mitteleuropa zum Politikum erhoben. Die Unschärfe der Abgrenzung zeigt jedoch deutlich, dass die Definition relativ beliebig ist. Im heutigen englischen Sprachraum wird häufig nur zwischen ost- und westeuropäischen Ländern unterschieden. Dabei werden die Länder Ostmitteleuropas (siehe auch: Visegrád-Länder) manchmal auch als "Central Europe" bezeichnet. Die Staaten Westmitteleuropas (Niederlande, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich) werden zu Westeuropa („Western Europe”) gerechnet. Diese Ost-/West-Einteilung verliert seit der EU-Osterweiterung an Bedeutung. In dem kleinen Bergland Österreich wiederum ist die (empfundene) Abgrenzung eine ganz andere: dort wird Mitteleuropa oft mit den Nachfolgestaaten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie gleichgesetzt. Mitunter werden zur Abgrenzung Mitteleuropas auch kulturreligiöse Kriterien herangezogen, genauer, das römisch-katholische Bekenntnis zum Protestantismus. Diese „Grenze” würde demnach durch Norddeutschland verlaufen, nach Ost- und Südosteuropa zum orthodoxen Bekenntnis (z.B. Weißrussland, Ukraine, Rumänien, Serbien und nach Süden (vor allem Bosnien) zum Islam.

Geschichte des Begriffs Mitteleuropa

Der Begriff Mitteleuropa war zunächst ein politischer Begriff, der jedoch unterschiedlichen Zielsetzungen gedient hat. Er kam in der Mitte des 19. Jh. auf, als Constantin Frantz eine Föderation „Mitteleuropa“ aus Deutschland, Polen und Donauslawen vorschlug, um ein Gegengewicht zu den Großmächten Russland und Amerika zu schaffen. Ähnliche Ideen waren auch in der Nationalliberalen Partei verbreitet, so bei Friedrich List und Heinrich von Gagern, die ein deutsch-österreichisch geführtes Mitteleuropa von Hamburg bis Triest propagierten. Zur selben Zeit – vor 1871 – wurde der Begriff auch in Österreich-Ungarn wichtig: als Alternative zur von vielen in Deutschland und Österreich propagierten großdeutschen Lösung, die vorsah, alle Deutschen – und nur diese – in einem Staat zusammenzufassen. In Österreich lehnte man dies mehrheitlich ab, da dies eine Zerschlagung des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarns bedeutet hätte. Die Regierung Österreichs schlug daher als Alternative die „mitteleuropäische Lösung“ der deutschen Frage vor: den Zusammenschluss Deutschlands mit ganz Österreich-Ungarn zu einem „70-Millionen-Reich“. Tatsächlich wurde 1871 das „kleindeutsche“ bismarcksche Deutsche Reich gegründet. Vor dem 1. Weltkrieg verbanden sich mit der Mitteleuropa-Idee vor allem wirtschaftliche Ziele, so forderte Walther Rathenau die Schaffung einer mitteleuropäischen Zollunion. Zu Beginn des 1. Weltkriegs plante Theobald von Bethmann Hollweg in seinem Septemberprogramm die Gründung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsverbandes. 1915 veröffentlichte Friedrich Naumann sein Buch Mitteleuropa. Er schlug darin einen Staatenbund vor, in dem Deutschland eine führende – jedoch nicht beherrschende – Rolle spielen sollte. Naumanns Idee fand in Deutschland großes Echo. Im Dritten Reich wurde der Begriff von den Nationalsozialisten vereinnahmt und zur Rechtfertigung ihrer großdeutschen Ideologie benutzt. Nach dem 2. Weltkrieg verlor der Begriff etwas an Bedeutung, da Europa nunmehr im Kalten Krieg in West- und Osteuropa geteilt war. Entsprechend dieser dualistischen Nomenklatur wurden die westlichen Staaten Mitteleuropas zu Westeuropa gerechnet und die östlichen Staaten zu Osteuropa. Allerdings wurde der Begriff Mitteleuropa oft und gern verwendet, wenn man die Teilung Europas in die zwei Blöcke thematisieren wollte; diese Teilung verlief durch die „Mitte Europas“. Auch im Zusammenhang mit polemisierenden Slogans wie „Mitteleuropa ist ein Pulverfass“ – eine Anspielung auf den extrem hohen Bestand an Atombomben in Ost- und Westdeutschland – hatte dieser Begriff seine Bedeutung. Erst nach Ende des Kalten Krieges kam dem Begriff wieder vermehrt Aufmerksamkeit zu; er diente nunmehr der Identitätsstiftung für die im Kalten Krieg als osteuropäisch bezeichneten Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes, insbesondere für Polen, Ungarn und die Tschechoslowakei, die sich friedlich in Tschechien und die Slowakei teilte, mit dem Zerfall Jugoslawiens auch für Slowenien und Kroatien. Insofern ändert sich die politische räumliche Auffassung des Begriffes Mitteleuropa wieder zu einer größeren Ausdehnung in Richtung Osten.

Die mitteleuropäische Zeitzone

Wenn man Mitteleuropa als die Region Europas definiert, in der die mitteleuropäische Zeit (MEZ) gilt, so gehören folgende Länder dazu: Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Dänemark, Deutschland, Frankreich (ohne Guyana, Réunion, Martinique und Guadeloupe), Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, San Marino, Schweiz, Schweden, Serbien und Montenegro, Slowakei, Slowenien, Spanien (ohne Kanarische Inseln), Tschechien, Ungarn und Vatikanstadt Diese großzügige Einteilung hat jedoch teilweise paradoxe Folgen.

Siehe auch

Europäische Gliederung:
- Europa
  - Mitteleuropa
    - Ostmitteleuropa
  - Nordeuropa
    - Nordwesteuropa
    - Nordosteuropa
  - Osteuropa
  - Südeuropa
    - Südosteuropa
  - Westeuropa Sonstiges:
- Himmelsrichtungen
  - Norden
  - Osten
  - Süden
  - Westen
- Kerneuropa
- Mittelpunkt Europas
- Geschichte des Waldes in Mitteleuropa
- Handbuch der Vögel Mitteleuropas
- Liste von Bäumen und Sträuchern in Mitteleuropa
- Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas

Weblinks


- [http://www.uni-mainz.de/FB/Geschichte/Osteuropa/Dateien/Geographie.pdf Uni Mainz, FB Geschichte, Osteuropa]
- [http://www.geo.uni-augsburg.de/sozgeo/schrift/online/mitteleu.htm Uni Augsburg, Sozialgeografische Schriften]
- [http://www.integrace.cz/integrace/tisk.asp?id=651 Aktuelle Problematik des Begriffs]
- [http://geogate.geographie.uni-marburg.de/parser/parser.php?file=/deuframat/deutsch/1/1_2/mommsen/start.htm Geschichte des Begriffs von 1840 bis 1945]
- [http://www.uni-graz.at/geowww/geo/geoweb_magazin_artikel_detail.php?recordID=113 Der Mitteleuropabegriff. Entwicklung und Wandel unter dem Einfluss zeitspezifischer Geisteshaltungen] aus dem geoWEB Magazin - Institut für Geographie und Raumforschung Kategorie:Europa ja:中央ヨーロッパ ko:중앙유럽

1992

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1992 ist „Internationales Jahr des Weltraums“ der Vereinten Nationen
- Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Bergulme (Ulmus glabra) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Fledermaus (Microchiroptera) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Das Große Zweiblatt (Listera ovata) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: René Felber wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Boutros Boutros-Ghali wird neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1. Januar: Das Gesetz über die Stasi-Akten tritt in Kraft
- 2. Januar: Aserbaidschan, Moldawien, Russland und die Ukraine heben die Preisbindung für die meisten Güter auf
- 3. Januar: Waffenstillstand zwischen Serbien und Kroatien
- 9. Januar: Bosnien und Herzegowina. Ausrufung der Republik
- 12. Januar: Bulgarien. Erneute Wahl von Schelju Schelew zum Staatspräsidenten
- 15. Januar: Slowenien und Deutschland nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 15. Januar: Slowenien wird von den Ländern der EG anerkannt
- 19. Januar: Deutschland nimmt zu Kroatien diplomatische Beziehungen auf
- 30. Januar: Kasachstan wird Mitglied in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 3. Februar: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Kirgisistan und Deutschland
- 4. Februar: Putschversuch in Venezuela
- 6. Februar: Nachbarschaftsvertrag zwischen Deutschland und Ungarn
- 7. Februar: Der Vertrag über die Europäische Union wird von den Außen- und Finanzminister der Mitgliedstaaten in Maastricht unterzeichnet
- 12. Februar: Friedenstruppen der Vereinten Nationen werden in Kroatien stationiert
- 12. Februar: Neue, jetzt demokratische, Verfassung in der Mongolei
- 14. Februar: Auf dem ehemaligen NVA-Übungsplatz Zingst wird der Start von Raketen des Typs MMR06-M zu Meßzwecken in der Hochatmosphäre wieder aufgenommen
- 27. Februar: Verhaftung von Jack Unterweger
- 27. Februar: Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien
- 2. März: Armenien, Turkmenien, Usbekistan, San Marino, Republik Moldau, Kasachstan, Kirgisistan, Armenien und Aserbaidschan werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 3. März: Georgien wird Mitglied im Schwarzmeerkooperationsrat
- 3. März: Kasachstan wird Mitglied in EAPR (Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat)
- 5. März: Georgien. Unter dem Vorsitz von Eduard Schewardnadse wird ein Staatsrat gebildet
- 6. März: Aserbaidschan. Rücktritt des Präsidenten Mutalibow
- 6. März: Die Ostseeanrainerstaaten gründen den Ostseerat
- 12. März: Ausrufung der Republik Mauritius
- 13. März: Burundi. Verkündung der neuen Verfassung
- 18. März: Microsoft bringt Windows 3.1 auf den Markt
- 18. März: Finnlands Parlament entscheidet sich für den Beitritt zur EU. Auch Norwegen beantragt im März die EU-Mitgliedschaft
- 22. März: Kroatien wird Mitglied in der OSZE
- 24. März: Georgien wird Mitglied der OSZE
- 24. März: Slowenien wird Mitglied der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 5. April: Eigenputsch in Peru durch Staatspräsident Alberto Fujimori, Auflösung des Parlaments, Suspendierung der Verfassung
- 6. April: Bosnien und Herzegowina. Anerkennung durch die EU
- 6. April: Anerkennung der Republik Bosnien und Herzegowina durch die USA und der EU
- 10. April: Um 7.30 Uhr wird auf dem ehemaligen NVA-Übungsplatz Zingst zum letzten Mal eine Rakete des Typs MMR06-M gestartet. Seit Oktober 1988 wurden insgesamt 62 dieser Flugkörper zu Messungen der Windgeschwindigkeit und der Temperatur in der Hochatmosphäre von Zingst gestartet
- 13. April: Ein schweres Erdbeben beschädigt weite Teile des Niederrheingebietes
- 17. April: Armenien tritt der OSZE bei
- 18. April: Maaouya Ould Sid'Ahmed Taya wird Staatspräsident in Mauretanien
- 22. April: Dr. Janez Drnovšek wird Ministerpräsident in Slowenien
- 23. April: General Than Shwe wird Staatsoberhaupt in Myanmar
- 26. April: Mazedonien trennt sich vom serbisch-jugoslawischen Dinar
- 29. April: In Los Angeles kommt es zu gewalttätigen Rassenunruhen, die sechs Tage anhalten und über 50 Menschen das Leben kosten
- 5. Mai: Bulgarien wird in den Europarat aufgenommen
- 5. Mai: Georgien wird Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF)
- 7. Mai: Slowenien wird Mitglied in der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- 17. Mai: Hans-Dietrich Genscher tritt mit 18 Amtsjahren aus Altersgründen zurück
- 18. Mai: Turkmenistan erhält eine neue Verfassung
- 22. Mai: Kroatien und Bosnien und Herzegowina werden Mitglieder der Vereinten Nationen
- 22. Mai: Kasachstan wird Mitglied in der UNESCO
- 24. Mai: Deutschland schließt mit Ägypten ein Abkommen über die Reduzierung und Restrukturierung der Auslandsschulden
- 27. Mai: Die Republik Moldau wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Mai: Slowenien wird Mitglied in der UNESCO
- 28. Mai: Armenien tritt dem IWF bei
- 29. Mai: Slowenien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- Mai: Das Erste Europäische Jugendchor Festival fand in Basel statt. Es ist ein großer Erfolg und wird alle 3 Jahre stattfinden
- 1. Juni: Kroatien wird Mitglied in der UNESCO
- 2. Juni: Kirgisistan wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Juni: Aserbaidschan wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Juni bis 14. Juni: Umwelt-Gipfel in Rio de Janeiro
- 5. Juni: Albanien wird in den NATO-Kooperationsrat aufgenommen
- 7. Juni: Aserbaidschan. Abulfaz Eltschibey wird Präsidenten
- 9. Juni: Armenien wird Mitglied in der UNESCO
- 12. Juni: Slowenien wird Mitglied der WIPO (Weltorganisaiton für geistiges Eigentum)
- 13. Juni: Slowenien wird Mitglied in der ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation)
- 15. Juni: Burkina Faso. Youssouf Quedraogo wird neuer Regierungschef
- 16. Juni: Slowenien wird Mitglied in der ITU (Internationale Fernmeldeunion)
- 19. Juni: Armenien tritt der Weltbank bei
- 20. Juni: Estland. Einführung der Landeswährung „Krone“
- 20. Juni: Paraguay gibt sich eine neue, jetzt demokratische, Verfassung
- 24. Juni: Waffenstillstand zwischen Georgien und Ossetien
- 25. Juni: Rumänien. Unterzeichnung des Bosporuskommuniqué
- 28. Juni: Erste demokratische Wahlen in der Mongolei
- 28. Juni: Syrien wird Mitglied in der ITU (Internationale Fernmeldeunion)
- 2. Juli: Die USA teilen mit, dass sie alle taktischen Atomwaffen aus Europa abgezogen haben
- 3. Juli: Estland. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 4. Juli: Grundsatzerklärung zwischen Kirgisistan und Deutschland
- 6. Juli: Gründung des gemeinnützigen Vereins C.A.R.M.E.N. e.V.
- 8. Juli: Dr. Thomas Klestil wird Bundespräsident in Österreich
- 9. Juli: OSZE-Gipfeltreffen in Helsinki
- 14. Juli: Abkommen auf dem Gebiet der Rechts- und Amtshilfe zwischen Deutschland und Schweden
- 15. Juli: Kasachstan wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfonds)
- 21. Juli: Friedensregelung zwischen Russland und der Republik Moldau
- 23. Juli: Luftverkehrsabkommen zwischen Dominikanische Republik und Deutschland
- 23. Juli: Unabhängigkeitserklärung Abchasiens
- 24. Juli: Kasachstan wird Mitglied bei der Weltbank
- 31. Juli: Georgien wird in die Vereinte Nationen aufgenommen
- 31. Juli: Georgien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 14. August: Beginn des Krieges zwischen Georgien und Abchasien
- 19. August: Die Deutsche Botschaft in Bischkek, Kirgisistan, wird eröffnet
- 22. August bis 26. August: Mehr als 1000 meist jugendliche Rechtsradikale führen Pogrome in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Rostock, Stadtteil Lichtenhagen, durch
- 27. August: Slowenien wird Mitglied im UPU (Weltpostverein)
- 1. September: Der erste österreichische Gedenkdiener tritt seinen Dienst im Museum Auschwitz-Birkenau an
- 4. September: Die „Deutsch-Omanische Gesellschaft“ wird in Bonn gegründet
- 12. September: Madagaskar. Die neue Verfassung wird angenommen
- 20. September: Estland. Parlaments- und Präsidentschaftswahlen
- 25. September: Bei den 1. Braunauer Zeitgeschichte-Tagen treffen sich Vertreter belasteter Städte in Braunau am Inn
- 29. September: Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Angola
- 30. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bolivien
- 5. Oktober: Estland. Lennart Meri wird Staatspräsident
- 5. Oktober: Kuwait. Wahlen zur Nationalversammlung
- 7. Oktober: Georgien wird Mitglied in der UNESCO
- 11. Oktober: Georgien. Eduard Schewardnadse wird Staatspräsident
- 14. Oktober: Neue Verfassung in Togo
- 25. Oktober: Litauen nimmt neue Verfassung an
- 25. Oktober: Parlamentswahlen in Litauen
- 23. November: Bei einem Brandanschlag in Mölln (Schleswig-Holstein) sterben zwei türkische Frauen und ein zehnjähriges Mädchen
- 26. November: Großbrand in der Wiener Hofburg
- 27. November: Putschversuch in Venezuela
- 6. Dezember: Kommunalwahlen in São Tomé und Príncipe
- 6. Dezember: Die Schweiz lehnt in einer Volksabstimmung den Beitritt zum EWR knapp ab ([http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/19921206/det388.html Resultate])
- 7. Dezember: Verfassungsänderung in Polen
- 12. Dezember: Rumänien. Freihandelsabkommen mit der EFTA
- 14. Dezember: Kroatien wird Mitglied im IWF, (Internationaler Währungsfond)
- 16. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Russland. In Kraft seit dem 18. Mai 1993
- 26. Dezember: Die Republik Niger bekommt eine neue Verfassung
- 30. Dezember: Bulgarien. Bildung der Regierung unter Ljuben Berov
- Weltkonferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro

Kultur


- Koblenz feiert sein 2000-jähriges Bestehen
- 19. Februar: Uraufführung des Musicals Crazy for You von George Gershwin am Schubert Theatre in New York
- 18. März: Uraufführung der Oper Eréndira von Violeta Dinescu in München
- 12. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Nepal. In Kraft seit dem 6. September 1993
- 29. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Nicaragua. In Kraft seit dem 25. Januar 1999
- 22. Dezember: Beschluß des Weltwassertags

Katastrophen


- 20. Januar: Straßburg, Frankreich. Ein Airbus A320 der Air Inter stürzte während des Anflugs wegen falsch voreingestellter Sinkrate ab. 87 Menschen starben, 9 Menschen überlebten
- 9. Februar: Nahe Diouloulou, Senegal. Eine aus Dakar kommende Convair CV 640 der Gambcrest stürzte beim Landeanflug ab, wobei 31 der 59 Menschen an Bord umkamen
- 13. März: Erdbeben in der Region Erzincan, Türkei, etwa 650 Tote
- 22. März: New York, USA. Wegen vereister Tragflächen stürzte eine Fokker F-28 der USAir beim Start ab. Von 51 Menschen an Bord starben 27
- 26. April: Iran. Beim Absturz einer Fokker F-27 der iranischen Luftwaffe nahe Saveh kamen alle 39 Insassen um
- 6. Juni: Nahe La Palma, Panama. Auf dem Flug von Panama-Stadt nach Cali, Kolumbien geriet eine Boeing 737 der COPA 20 Minuten nach dem Start in ein Unwetter und stürzte ab. Alle 47 Menschen starben
- 17. Juli: Jemen. Eine Antonow An-12 der Jemenitischen Luftwaffe stürzte beim Landeanflug auf Sana'a ab, wobei alle 57 Insassen ums Leben kamen
- 24. Juli: Indonesien. Beim Anflug auf Ambon (Molukken) zerschellte eine aus Ujung (Bali) kommende Vickers Viscount der Mandala Airlines mit 70 Menschen an Bord an einem Berg. Niemand überlebte
- 31. Juli: Nepal. Ein aus Bangkok, Thailand kommender Airbus A310 der Thai Airways verunglückt kurz vor der Landung in Kathmandu. Nach technischen Problemen prallte die Maschine beim zweiten Anflug gegen einen Berg. Alle 113 Menschen an Bord starben
- 31. Juli: Nanking, Volksrepublik China. Absturz einer Jakowlew Jak-42 der China General Aviation rund 600 Meter nach dem Start. 108 Menschen starben. 18 konnten gerettet werden
- 24. August: Hurrikan Andrew traf den US-Bundesstaat Florida, verursachte Schäden von 26,5 Milliarden Dollar und kostete 26 Menschen das Leben
- 27. August: Iwanowo, Russland. Beim Landeanflug verunglückte eine aus Donezk, Ukraine kommende Tupolew Tu-134 der Aeroflot. Dabei starben alle 84 Insassen
- 6. September: Donaueschingen, Deutschland. Busunglück auf der A 864. 27 Menschen kommen ums Leben
- 26. September: Lagos, Nigeria. Absturz eines nigerianischen Militärtransporters vom Typ Lockheed C-130 kurz nach dem Start wegen Triebwerksausfall. Alle 163 Soldaten starben
- 28. September: Kathmandu, Nepal. Ein Airbus A300 der Pakistan International Airlines prallte 20 km südlich des Flughafens gegen einen Berg. Alle 167 Menschen an Bord starben
- 4. Oktober: Eine Fracht-Boeing 747–200 der israelischen Fluggesellschaft El Al stürzte nach Ausfall von Triebwerken und Hydrauliksystem in Hochhäuser des Amsterdamer Vorortes Bijlmermeer. Mindestens 47 Menschen verbrannten in dem Flammenmeer. Als Fracht wurden nur Blumen und Parfüm angegeben. Erst viele Jahre später hat die Fluggesellschaft zugegeben, dass 240 kg der Chemikalie DMMP zur Erzeugung von Sarin sowie einige hundert Kilogramm Uran an Bord des Fluges von New York, USA über Amsterdam nach Tel Aviv, Israel waren
- 15. November: Dominikanische Republik. Eine Iljuschin Il-18 der kubanischen Aero Caribbean verunglückte bei der Landung in Puerto Plata. Keiner der 34 Insassen überlebte
- 24. November: Guilin, Volksrepublik China. Absturz einer aus Kanton (Guangzhou) kommenden Boeing 737 der China Southern Airlines beim Landeanflug 20 km vor dem Ziel. Alle 141 Menschen an Bord starben
- 12. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,5 in der Region Flores, Indonesien, ca. 2.500 Tote
- 13. Dezember: Zaire. Eine Fokker F-27 der Scibe Airlift Cargo Zaire stürzte beim Anflug auf Goma ab, wobei alle 37 Personen an Bord starben
- 21. Dezember: Faro, Portugal. Eine in Amsterdam, Niederlande gestartete McDonnell Douglas DC-10 der Martinair verunglückte während der Landung im Unwetter. 56 Menschen starben, 284 überlebten
- 22. Dezember: Libyen. Beim Anflug auf Tripolis stieß eine Boeing 727 der Libyan Arab Airlines mit einer MiG-23 zusammen. 157 Menschen starben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 8. Februar bis 23. Februar: XVI. Olympische Winterspiele in Albertville/Frankreich
- 9. Februar: In Orlando (Florida) findet das 42. NBA Allstar-Game statt. Magic Johnson nimmt trotz seiner AIDS-Erkrankung teil und wird MVP
- 16. Mai der VfB Stuttgart wird Deutscher Fußballmeister
- 10. bis 26. Juni: Fußball-EM in Schweden: Dänemark gewinnt das Finale gegen Deutschland mit 2:0
- 19. Juni: Evander Holyfield gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Larry Holmes im Caesars Palace, Las Vegas, durch Sieg nach Punkten
- 19. Juli: Deutschland (mit Steffi Graf und Anke Huber) gewinnt das Fed Cup-Finale gegen Spanien (im Frankfurter Waldstadion)
- 25. Juli bis 9. August: XXV. Olympische Sommerspiele in Barcelona/Spanien
- 13. November: Riddick Bowe gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Evander Holyfield im Thomas & Mack Center, Las Vegas, durch Sieg nach Punkten

Geboren


- 15. April: Richard Sandrak, US-amerikanischer Bodybuilder
- 15. April: Amy Diamond, schwedische Sängerin
- 18. Mai: Spencer Breslin, US-amerikanischer Schauspieler
- 29. Mai: Anne-Luise Tietz, deutsche Schauspielerin
- 9. Juni: Freddie Highmore, britischer Schauspieler
- 28. September: Skye McCole-Bartusiak, US-amerikanische Schauspielerin
- 5. Dezember: Giorgio Cantarini, italienischer Schauspieler

Gestorben


- 1. Januar: Giorgio Scarlatti, Rennfahrer (
- 1921)
- 1. Januar: Grace Hopper, US-amerikanische Informatikerin und Computerpionierin (
- 1906)
- 3. Januar: Judith Anderson, Schauspieler (
- 1897)
- 9. Januar: Jochen van Aerssen, deutscher Politiker (
- 1941)
- 13. Januar: Josef Neckermann, deutscher Versandkaufmann und Dressurreiter (
- 1912)
- 17. Januar: Charlie Ventura, US-amerikanischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon) (
- 1916)
- 20. Januar: Paul Tröger, deutscher Schachmeister (
- 1913)
- 20. Januar: Katrin Sello, Kunstkritikerin und Direktorin des Kunstvereins Hannover (
- 1941)
- 21. Januar: Edmund Collein, deutscher Architekt (
- 1906)
- 21. Januar: Champion Jack Dupree, Blues-Sänger und -Pianist (
- 1909)
- 25. Januar: Raban Graf Adelmann, deutscher Politiker (
- 1912)
- 26. Januar: José Ferrer, Schauspieler, Regisseur (
- 1912)
- 28. Januar: Arvo Ylppö, finnischer Neonatologe bzw. Kindermediziner (
- 1887)
- 29. Januar: Willie Dixon, US-amerikanischer Bluesmusiker (
- 1915)
- 31. Januar: Martin Held, deutscher Schauspieler (
- 1908)
- 3. Februar: Otto Arndt, SED-Funktionär und Minister für Verkehrswesen der DDR (
- 1920)
- 6. Februar: Felix Rexhausen, deutscher Journalist, Autor und Satiriker (
- 1932)
- 10. Februar: Alex Haley, US-amerikanischer Schriftsteller (
- 1921)
- 14. Februar: Elisabeth Schnack, Schweizer Schriftstellerin (
- 1899)
- 15. Februar: William Schuman, US-amerikanischer Komponist (
- 1910)
- 15. Februar: Hermann Axen, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees (ZK) der SED (
- 1916)
- 16. Februar: George MacBeth, schottischer Dichter und Schriftsteller (
- 1932)
- 16. Februar: Jânio Quadros, Präsident Brasiliens (
- 1917)
- 20. Februar: Muhammad Asad, islamischer Gelehrter (
- 1900)
- 28. Februar: Arsène Becuwe, belgischer Komponist und Dirigent (
- 1891)
- 2. März: Sandy Dennis, US-amerikanische Schauspielerin (
- 1937)
- 3. März: Eux Stocke, deutscher Unternehmer (
- 1895)
- 6. März: Maria Elena Vieira da Silva, portugiesisch-französische Malerin und Grafikerin (
- 1908)
- 8. März: Hubert Doppmeier, Politiker (
- 1944)
- 9. März: Menachem Begin, israelischer Politiker (
- 1913)
- 11. März: Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur (
- 1912)
- 12. März: Heinz Kühn, deutscher Politiker und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (
- 1912)
- 15. März: Sergio Guerri, Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1905)
- 17. März: Jack Arnold, US-amerikanischer Filmregisseur (
- 1916)
- 17. März: Monika Mann, deutsche Schriftstellerin (
- 1910)
- 20. März: Georges Delerue, französischer Filmkomponist (
- 1925)
- 21. März: Nikolai Nikolajewitsch Bogoljubow, russischer Physiker (
- 1909)
- 21. März: René König, deutscher Soziologe (
- 1906)
- 23. März: Friedrich August von Hayek, Ökonom, Nobelpreisträger (
- 1899)
- 27. März: Harald Sæverud, norwegischer Komponist (
- 1897)
- 27. März: James Edwin Webb, zweiter Administrator der NASA (1961: 1968) (
- 1906)
- 28. März: Nikolaos Platon, griechischer Archäologe, Ausgräber des minoischen Palastes auf Kreta (
- 1909)
- 29. März: Paul Henreid, österreichisch-amerikanischer Schauspieler und Regisseur (
- 1908)
- 30. März: Manolis Andronikos, griechischer Archäologe (
- 1919)
- 30. März: Werner Koch, deutscher Schriftsteller (
- 1926)
- 31. März: Hansmartin Decker-Hauff, deutscher Historiker und Genealoge. (
- 1917)
- 4. April: Samuel Reshevsky, US-amerikanischer Schachspieler (
- 1911)
- 6. April: Isaac Asimov, US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller (
- 1920)
- 7. April: Ace Bailey, kanadischer Eishockeyspieler (
- 1903)
- 8. April: Käte Hamburger, deutsche Germanistin und Philosophin (
- 1896)
- 8. April: Daniel Bovet, italienischer Pharmakologe (
- 1907)
- 10. April: Peter Dennis Mitchell, britischer Chemiker, Nobelpreisträger (
- 1920)
- 16. April: Werner Holtfort, deutscher Politiker (
- 1920)
- 18. April: Fritz Schlumpf, französischer Textilproduzent (
- 1906)
- 20. April: Benny Hill, britischer Komödiant (
- 1924)
- 20. April: Johnny Shines, US-amerikanischer Blues-Gitarrist (
- 1915)
- 23. April: Satyajit Ray, indischer Regisseur (
- 1921)
- 25. April: Werner Steinberg, deutscher Schriftsteller (
- 1913)
- 27. April: Olivier Messiaen, französischer Komponist und Organist (
- 1908)
- 28. April: Andrej Balantschiwadse, grusinischer Komponist (
- 1906)
- 28. April: Francis Bacon (Maler), irischer Maler (
- 1909)
- 6. Mai: Gaston Reiff, belgischer Leichtathlet (
- 1921)
- 6. Mai: Marlene Dietrich, deutsch-US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin (
- 1901)
- 8. Mai: Otto Šimánek, tschechischer Schauspieler (
- 1925)
- 8. Mai: Willi Dickhut, deutscher Kommunist und Mitbegründer der MLPD (
- 1904)
- 8. Mai: Sergei Wladimirowitsch Obraszow, russischer Puppenspieler (
- 1901)
- 10. Mai: Friedrich Kaulbach (Philosoph), deutscher Philosoph (
- 1912)
- 11. Mai: Wilhelm Senftleben, Bürgermeister (
- 1905)
- 11. Mai: Torsten Lamprecht, bei Angriff rechtsextremistischer Jugendlicher getötet
- 13. Mai: Gisela Elsner, deutsche Schriftstellerin (
- 1937)
- 18. Mai: Marshall Thompson, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1925)
- 20. Mai: Giovanni Colombo, Erzbischof von Mailand und Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1902)
- 23. Mai: Giovanni Falcone, Jurist, Mafia-Jäger (
- 1939)
- 23. Mai: Atahualpa Yupanqui, argentinischer Sänger, Songwriter, Gitarrist und Schriftsteller (
- 1908)
- 25. Mai: Daniel Biasone, US-amerikanischer Unternehmer, NBA-Teambesitzer, Basketballpionier (
- 1909)
- 25. Mai: Carl Mathieu Lange, deutscher Musiker (
- 1905)
- 30. Mai: Karl Carstens, deutscher Politiker, Bundespräsident der BRD (
- 1914)
- 30. Mai: Peter Müller (Boxer), deutscher Boxer (
- 1927)
- 30. Mai: Antoni Zygmund, US-amerikanischer Mathematiker (
- 1900)
- 31. Mai: Lutz Stavenhagen, deutscher Politiker (
- 1940)
- 2. Juni: Wilfried Dietrich, deutscher Ringer (
- 1933)
- 2. Juni: Franz Seidl, deutscher Politiker
- 3. Juni: William Maxwell Gaines, Gründer des MAD-Magazins und Herausgeber (
- 1922)
- 3. Juni: Johannes Baptist Lotz, deutscher Philosoph (
- 1903)
- 6. Juni: Werner Kreindl, österreichischer Schauspieler (SOKO 5113) (
- Tschechien und Slowakei und bis zum Zweiten Weltkrieg auch eines kleinen Teils der heutigen Ukraine. Nach 1948 gehörte sie zu den sozialistischen Ländern Osteuropas und zählte zum Ostblock. Die Tschechoslowakei bestand aus den Landschaften Böhmen, Mähren, Tschechisch Schlesien (das ehemalige Österreichisch Schlesien mit dem vorher preußischen Gebiet um Hlučín, aber ohne einen Gebietsstreifen östlich von Teschen, der an Polen fiel), die Slowakei und Karpatenrussland (Podkarpatská Rus, heute Karpatenukraine).

Geographie

Dieser