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Soundsystem (Jamaika)

Soundsystem (Jamaika)

Ein Soundsystem ist eine mobile Diskothek, vor allem in der jamaikanischen Kultur. Die ersten Soundsystems bildeten sich Anfang der 1960er, als Jamaikas "Volksmusik" eine starke Entwicklung erfuhr, und neue Musikrichtungen wie Ska und Rocksteady entstanden. Die ersten Plattenunterhalter, damals Soundman, heute Selector genannt, veranstalteten Dances in sogenannten "Dancehalls". Da die Dances sehr schnell großen Zuspruch fanden wichen die Soundsystems auf freie Plätze aus, die Lawn (deutsch: Rasen) genannt wurden. Zu dieser Zeit fingen Selectors an, auch ihre eigene Abspieltechnik und somit einen individuellen Sound zu besitzen. Pionier dieser Ära ist unteranderem "Sir Coxsone" Dodd. Vielen Quellen zufolge entwickelte sich bei jamaikanischen Soundsystems auch die Sprechgesangs-Technik, die u.a. die Grundlage für Rap/ Hip Hop bildete: Im Laufe der 1960er Jahre gingen viele DJs von reinen Ansagen der Stücke zu rhythmischem "Toasting" über (Pionier war hier v.a. U-Roy). Daher werden in Jamaika die Vokalisten oft "singjays" genannt. Ein Jamaikaner, Kool Herc, soll diese Art des Gesangs nach New York exportiert haben. In Jamaika selbst entwickelte sich daraus mit der Zeit der Dancehall Reggae bzw. Raggamuffin. Heutzutage gibt es auf der ganzen Welt Reggae-Soundsystems, die in der Regel aber selten ihre eigene Musikanlage besitzen, sondern Teams aus DJs/ Selectors und MCs/ Singjays darstellen. In der letzten Zeit gibt es zunehmend auch hierzulande Soundclashes, in denen zwei oder mehr Soundsystems in einer Art Wettbewerb, z.B. auch mit Hilfe ihrer Dubplates, miteinander messen. Auf diesen Soundclashes geht es darum das Publikum mit einer besonders herausragenden Zusammenstellung der Dubplates und einer originellen Art die einzelnen Dubplates zu mixen, zu begeistern. Der Gewinner des Clashes wird durch die Resonanz des Publikums (in der Reggaeszene "Massive" genannt) festgelegt. Das Soundsystem bei dem die "Massive" am lautesten jubelt gewinnt. Die Wurzeln des Soundclashes liegen ebenfalls in den 60er Jahren. In dieser Zeit wurden Clashes auf der Staße veranstaltet. Damals war die Lautstärke aber noch ein wesentlich wichtiger Faktor. Es galt das gegenüberstehende Soundsystem mit mehr Lautstärke regelrecht nieder zu schmettern, um z beweisen das man die leistungsstärkere Anlage hat. Kategorie:Reggae Bekannte Soundsystems: http://www.powpow.de/ http://www.supersonic-sound.de/ http://www.sentinelsound.de http://www.budadub.de http://www.scampylama.de

Jamaika

Jamaika (engl. Jamaica) ist ein selbstständiger Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations in der Karibik. Die Insel liegt südlich von Kuba und westlich von Haiti. Sie ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen.

Geografie und Natur

Großen Antillen Höchster Punkt ist die Blue Mountain Peak mit 2.256 m im Gebirge der Blue Mountains, der Tiefpunkt liegt auf Meereshöhe bei 0 m. Die Landschaft der Insel ist überwiegend von Bergland mit schmalen Ebenen entlang der Küsten gekennzeichnet, mit nur einer größeren Ebene im Süden. Das tropische Klima Jamaikas wird vom Nordostpassat geprägt. Die Temperaturunterschiede sind im Jahresverlauf gering. In Kingston beträgt die mittlere Monatstemperatur im Januar 25 °C und im Juli 27 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge ist hingegen regional sehr unterschiedlich. Mehr als 5.000 mm Regen fallen in den Bergen des Nordostens; in der Umgebung von Kingston an der wechselfeuchten Südküste liegt der Mittelwert bei 813 mm. Die niederschlagsreichsten Monate sind Mai, Juni, Oktober und November. Im Spätsommer und Frühherbst ziehen häufig Wirbelstürme über die Insel hinweg. Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Kingston 583.958 Einwohner, Spanish Town 145.018 Einwohner, Portmore 102.861 Einwohner, Montego Bay 82.867 Einwohner, Mandeville 47.115 Einwohner und May Pen 44.755 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Jamaika

Fauna

Jamaika beherbergt einige Tierarten, die es sonst nirgendwo gibt, wie die Jamaikaeule oder den Wimpelschwanz, ein Kolibri mit langen Schwanzfedern.

Bevölkerung

Jamaika hat etwa 2,7 Millionen Einwohner. Neben der Amtssprache Englisch wird Jamaika-Kreolisch (auch Patois genannt) gesprochen. Religionszugehörigkeit: Protestanten 61,3 % (Church of God 21,2 %, Baptisten 8,8 %, Anglikaner 5,5 %, Siebenten-Tags-Adventisten 9 %, Pentecostal 7,6 %, Methodisten 2,7 %, United Church of Christ 2,7 %, Brethren 1,1 %, Zeugen Jehovas 1,6 %, Moravian 1,1 %), Römisch-Katholisch 4 %, andere (darunter am bekanntesten Rastafaris) 34,7 %.

Geschichte

Bevor Christoph Kolumbus als erster Europäer die Insel 1494 erreichte, siedelte dort bereits das um 700 v. Chr. eingewanderte Volk der Arawak. 1509 besetzte Spanien die Insel und nannte diese Santiago. Die Kultur der Arawak zerfiel, stark dezimiert durch Krankheiten, Kriege und Sklaverei. 1517 brachten die Spanier die ersten afrikanischen Sklaven auf die Insel, die vorwiegend von der Gold- und Sklavenküste stammten. 1611 wurden erstmals mehr schwarzafrikanische als europäische Einwohner gezählt. Als Hauptstadt wählten sie New Sevilla (das spätere Spanish Town). schwarzafrikanische 1655 besetzten englische Truppen die Insel, 1670 ging sie formell durch den Vertrag von Madrid in den Besitz Großbritanniens über. Der Sklavenhandel und die Zuckerplantagen machten Jamaika über 150 Jahre lang zu einem der wertvollsten Besitztümer der Welt. Die Insel war auch eine bedeutende Anlaufstelle für Freibeuter und Piraten, insbesondere in Port Royal, bevor die Stadt 1692 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Die Hauptstadt wurde damals nach Kingston verlegt. Das britische Parlament schaffte am 1. August 1834 die Sklaverei offiziell ab. Die Lebensbedingungen der befreiten Sklaven waren damals katastrophal, da sie zwar die Freiheit erlangten, dennoch aber keinen oder kaum Besitz hatten und die Ressourcen der Insel fest in der Hand der Europäer lagen. Die Wut und Verzweiflung der Menschen manifestierte sich im Oktober 1865 im Aufstand von Morant Bay, angeführt von William Gordon. Der Aufstand wurde von den Briten mit massiver Gewalt niedergeschlagen und Jamaika daraufhin zur Kronkolonie erklärt. Im späten 19. Jahrhundert verlor Zucker an Bedeutung für den Handel und die Insel stellte teilweise auf den Anbau von Bananen um. Jamaika erreichte in den 1930er Jahren etwas lokale politische Kontrolle, es gab Unruhen und Aufstände gegen die britische Politik und im Jahr 1938 wurde die People's National Party (PNP) gegründet. Die ersten Wahlen mit allgemeiner, für alle Bürger gleichen Wahlberechtigung fanden 1944 statt. Im Jahr 1958 schlossen sich Jamaika und neun weitere britische Gebiete in der Karibik zur Westindischen Föderation zusammen. Jamaika schied 1961 wieder aus dem Bund aus, da die Wähler die Mitgliedschaft ablehnten. Die Unabhängigkeit von Großbritannien wurde am 6. August 1962 erlangt, Jamaika ist seitdem freies Mitglied des Commonwealth. Der erste Premierminister war Alexander Bustamante von der Jamaica Labour Party (JLP). Siehe auch:
- Liste der Generalgouverneure von Jamaika
- Liste der Premierminister von Jamaika

Politik

Die derzeitige Verfassung Jamaikas wurde 1962 durch einen gemeinsamen Ausschuss beider Parteien, die im Jamaikanischen Parlament vertreten sind. Es trat mit der jamaikanischen Unabhängigkeit von dem Vereinigten Königreich im gleichen Jahr in Kraft. Staatsoberhaupt von Jamaika ist Elizabeth II., die den Titel trägt "Königin von Jamaika". Sie wird vertreten durch einen Gouverneur General, der durch den Premierminister ernannt wird. Sowohl Königin als auch Gouverneur-General haben größtenteils zeremonielle Aufgaben. Das jamaikanische Parlament besteht aus einem Abgeordnetenhaus und einem Senat. Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses (auch als 'Members of Parliament' oder MPs bekannt) werden direkt gewählt, und der Führer der Mehrheitspartei im Abgeordnetenhaus wird Premierminister. Die Senatoren werden ernannt durch den Premierminister und den Oppositionsführer. Derzeit ist P. J. Patterson Premierminister, der das Amt übernahm mit dem Rücktritt 1992 von Michael Manley. Seitdem ist er dreimal wieder gewählt worden, zuletzt 2002. Die Verfassung schreibt vor, dass die nächste Parlamentswahl spätestens im Oktober 2007 zu erfolgen hat. Jamaika hat traditionell ein Zweiparteiensystem, mit der People's National Party und die Jamaican Labour Party im Parlament vertreten. Das Land ist ein Vollmitglied der Caribbean Community (CARICOM). Das Rechtssystem basiert auf englischem Common Law. Das letztinstanzliche Gericht ist der Justizausschuss des Privy Council in London. Stimmrecht: ab 18 Jahren, allgemein Parteien (engl. Namen): Jamaica Labor Party (JLP); National Democratic Movement (NDM); People's National Party (PNP)

Homosexualität

Die Menschenrechtssituation von Homosexuellen in Jamaika wird als äußerst gravierend gesehen. Artikel 76 des Gesetzes über „Straftaten gegen die Person“ ahndet Analverkehr (theoretisch auch zwischen Mann und Frau) als „abscheuliches Verbrechen der Sodomie (buggery)“ mit bis zu 10 Jahren Gefängnis, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit. Akte körperlicher Intimität zwischen Männern werden nach Artikel 79 mit bis zu 2 Jahren Haft bestraft, verbunden mit der Möglichkeit, zu schwerer Zwangsarbeit verurteilt zu werden. In neueren jamaikanischen Dancehall-Songs wird darüber hinaus regelmäßig zur Ermordung von Homosexuellen aufgerufen. Homophobe Gewalt kommt recht häufig vor. Nach Angaben von Amnesty International haben in den letzten Jahren in Großbritannien mehrere Jamaikaner alleine aufgrund ihrer Homosexualität Asyl erhalten. In den letzten 5 Jahren wurden über 30 Jamaikaner aufgrund ihrer Homosexualität ermordet.

Verwaltungsgliederung

Jamaika ist in drei Grafschaften (counties - ohne Verwaltungsrelevanz) eingeteilt. Dabei handelt es sich um Cornwall, Middlesex und Surrey. Diese teilen sich ihrerseits in 14 (kreisähnliche) parishes:

Wirtschaft

Die wichtigsten Exportgüter sind Tonerde und Bauxiterz sowie Zuckerrohr, Bananen und Rum. Die wichtigsten Industriezweige sind der Tourismus, Textilien, die Lebensmittelverarbeitung, die Alkoholherstellung aus Rohrzucker sowie die Baustoff- und Papierindustrie.

Kultur

Berühmte Jamaikaner


- Bob Marley, Musiker
- Lee Perry, Musiker
- Peter Tosh, Musiker
- Jimmy Cliff, Musiker
- Shaggy, Musiker
- Harry Belafonte, Musiker
- Sean Paul, Musiker
- Grace Jones, Musikerin, Schauspielerin
- Merlene Ottey, Leichtathletin
- Asafa Powell, Leichtathlet (Weltrekord 2005)
- Maurice Wignel, Leichtathlet
- Marcus Garvey, Journalist und Bürgerrechtler

Weblinks


- [http://www.jamaican-embassy-berlin.de/ Internetpräsenz der Botschaft Jamaikas in Berlin]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=68 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.jamaika-info.de - Reiseinformationen über Jamaika
- http://www.cabinet.gov.jm - Cabinet Office of the Government of Jamaica
- http://www.jamaicans.com - Coole Seite auch für Nicht-Jamaikaner
- http://www.jamaicaobserver.com - Tageszeitung
- http://www.jamaica-gleaner.com - Tageszeitung
- http://www.madtropics.de/jamaijka/jamaika.html
Kategorie:Insel (Karibik) Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Jamaika ja:ジャマイカ ko:자메이카 ms:Jamaika simple:Jamaica zh-min-nan:Jamaica

Rocksteady

Rocksteady bezeichnet den in Jamaika vorherrschenden Musikstil zwischen Mitte 1966 und Mitte 1968. Rocksteady entwickelte sich aus dem Ska. Auslöser für diese Weiterentwicklung waren angeblich eine Hitzewelle und die aufkeimende Gewalt der Rude boys in den Dancehalls. Der Beat wurde verlangsamt, um das Tanzen weniger anstrengend zu machen und die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Der Rocksteady ging dann seinerseits in den Reggae, bzw. in dessen Frühphase den Early Reggae, über. Gemeinsamkeiten zwischen Ska, Rocksteady und Reggae sind die starke Akzentuierung der Zählzeiten 2 und 4 durch die Rhythmusinstrumente (E-Gitarre, Klavier) und der "One Drop" genannte Schlagzeugrhythmus. Bei diesem wird die große Trommel statt auf die 1. auf die 3. Zählzeit gespielt und es werden viele Kantenschläge, sogenannte "Rim-Shots", verwendet. Ein Unterschied zum Ska ist das schon angesprochene langsamere Tempo. Daneben wurde die E-Bass-Begleitung, die im Ska meist dem Walking-Bass oder einem anderen simplen Schema folgte, synkopierter und Riff-artiger. Meist fand eine Dopplung der Basslinie durch eine abgedämpfte Leadgitarre statt, ein Element, das auch im Reggae oft zu finden ist. Der Rhythmusgitarre gab das langsamere Tempo mehr Raum für rhythmische Variationen. Die Bläser rückten im Gegensatz zum Ska in den Hintergrund oder verschwanden ganz. Sie wurden, wenn überhaupt, zu melodischen Einwürfen eingesetzt und kaum noch zur harmonischen Begleitung. Während der Rocksteady-Ära wurden Gesangstrios sehr populär. Zum Teil orientieren diese sich an einer langsamen, etwas schnulzigen Variante des amerikanischen Souls der mittsechziger Jahre. Hier sind die Techniques, die Uniques, die Melodians und die Paragons zu nennen. Einen rauheren und eigenständigeren Klang entwickelten die Ethopians, die Pioneers, Justin Hinds & the Dominoes sowie Desmond Dekker & the Aces. Einzelkünstler der Ära waren Alton Ellis, Dandy Livingstone, Ken Boothe und Prince Buster. Thematisch war Rocksteady sehr auf Liebeslieder fixiert, insbesondere bei den sich am Soul orientierenden Gruppen sowie bei Alton Ellis und Ken Boothe. Das zweite vorherrschende Thema waren die "Rude boys" oder "Rudies", in Banden organisierte Kriminelle, die in den Slums von Kingston ihr Unwesen trieben. Oft handelte es sich um Aufforderungen an sie, der Gewalt abzuschwören. Als ein dritter Themenkomplex können Lebensweisheiten und religiöse Themen genannt werden, so u.a. bei Justin Hinds. Als allererstes Rocksteady-Stück wird gelegentlich "Tougher Than Tough" von Derrick Morgan genannt. Weitere typische Songs dieser Ära sind: Prince Buster "Too Hot", Keith & Tex "Stop that Train", The Ethiopians "The Whip", Desmond Dekker "007 (Shanty Town)", Lee Perry "I'm the Upsetter", Justin Hinds "Save A Bread", The Gaylads "ABC Rocksteady", Alton Ellis "Rock Steady", The Paragons "The Tide is High", The Melodians "I'll get along without you", Dandy Livingstone "Rudy, A Message to you" und The Techniques "Queen Majesty". Kategorie:Musikgenre Kategorie:Ska Kategorie:Reggae

Clement

Clement (oder Clément) ist die französische Form des Vornamens Klemens, der - wie fast alle Vornamen - häufig auch als Familienname auftritt. Bekannte Personen dem Familiennamen Clement sind:
- Jacques Clément, Mörder des französischen Königs Heinrich III.
- René Clément, französischer Filmregisseur
- Wolfgang Clement, deutscher Politiker

Dancehall

Dancehall ist eine ursprünglich auf Reggae aufbauende Musikrichtung, die Ähnlichkeiten mit Rap hat. Dabei ist zu beachten, dass die Grundformen dieser Richtung im Reggae, insbesondere der Sprechgesang, musikhistorisch wesentlich früher zu datieren sind (Ende der 1960er Jahre) als die ersten Rap-Formen. Jamaikanischstämmige Reggae-Künstler (insbes. Kool Herc) sollen sogar maßgeblich bei der Entwicklung von Rap/ Hip Hop mitgewirkt haben.

Beschreibung

Gesungen wird auf beatlastigen (tanzbaren) Riddims, welche im Dancehall-Bereich meist unter Verwendung von Synthesizern und Drumcomputern produziert werden und die von einem Selector (entspricht dem DJ in den USA und Europa) eines Sound Systems gemixt werden. Über die Riddims wird meist auf Patois (Patwa) gesungen, bzw. gechattet. Der Sänger wird Deejay genannt. Liegt die Spezialisierung beim Singen, werden sie auch Singjays genannt. Ein Erkennungsmerkmal ist unter anderem, dass häufig beim Singen jeweils eine Strophe mit Hilfe der immer gleichen Aussprache der letzten Silbe einer Zeile gereimt wird. Der Sprechgesang im Dancehall wird auch als Toasting oder Chatting bezeichnet und unterscheidet sich insofern vom Rap, dass nicht nur rhythmisch gesprochen wird, sondern die Reime grundsätzlich auf einem stimmhaften Ton vorgetragen werden, der zusätzlich noch durch andere Töne variiert wird bzw. auch in kleinere Melodielinien übergehen kann.

Texte

Im Gegensatz zum teilweise stark von der Rastafari-Religion geprägten Roots-Reggae ist Dancehall kaum religiös ausgerichtet. Ohnehin wurde der Begriff des Dancehall ursprünglich für nicht-religiösen, partyorientierten Reggae geprägt, bei dem nicht zwangsläufig "getoastet", sondern auch gesungen wurde. Ähnlich dem amerikanischen Hip Hop finden sich auch viele Sexismen und gewaltverherrlichende Texte. Auffallend im Dancehall ist auch die starke homophobe Strömung, die besonders in den letzten Jahren für einiges Aufsehen und Proteste von Schwulenorganisationen gesorgt hat. Besonders häufige und aggressive entsprechende Thematisierungen finden sich bei den bekannten Interpreten Elephant Man und T.O.K. - bereits 1992 aber rief Buju Bantons Stück Boom Bye Bye heftige Kritik hervor. Hier muss allerdings angemerkt werden, dass diese Homophobie kulturell und religiös bedingt ist und ihre Wurzeln viele Jahre zurückgehen.

Dancehall in Europa

Dancehall-Riddims finden seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre mehr und mehr Eingang in die europäische Musikszene, in der sich muttersprachliche Künstler, beispielsweise aus Deutschland oder Frankreich, eigenständig des Dancehalls bedienen und sich auch von den Inhalten der jamaikanischen Szene abgrenzen. Beispiele hierfür sind Künstler wie Seeed, Gentleman und P. R. Kantate. Inzwischen hat sich Deutschland als eine der nicht-jamaikanischen Hochburgen des Dancehall etabliert, zusammen etwa mit Japan. Einige Riddims von Seeed wurden auch international bekannt, ihr "Doctor's Darling"-Riddim (ursprünglich Gregory Isaacs "Night Nurse", später: "Waterpumpee" bei Seeed" )wurde von jamaikanischen Berühmtheiten wie Tanya Stephens, Sizzla und Luciano verwendet.

Reggaeton

Die Musikrichtung Reggaeton ist eine eigenständige Version des Dancehall aus dem spanischsprachigen Lateinamerika. Sie wird vor allem in Puerto Rico und Panama produziert, ist aber in ganz Lateinamerika seit den 1990er Jahren beliebt.

Bedeutende Interpreten

Siehe auch

Ragga Raggamuffin Kategorie:Musikgenre Kategorie:Reggae

Raggamuffin

Ragga oder Raggamuffin ist eine Spielart des Reggae und eine insbesondere auf Jamaika besonders beliebte Musikrichtung. Hauptmerkmale sind der meist im Patois (Patwa), dem Jamaika-Kreolischen, gehaltene und auf wenige Töne beschränkte Sprechgesang und der hypnotische, basslastige Rhythmus. Ragga (Raggamuffin) ist eine Form des Dancehall und erfreut sich seit Mitte der 1980er Jahre zunehmender Beliebtheit. Als erster Raggamuffin-Titel gilt Under Me Sleng Teng von Wayne Smith/King Jammy aus dem Jahr 1985, der mit seiner durch Synthesizer erzeugten Bassline auch die Produktionsweise von jamaikanischer Tanzmusik revolutionierte. Der Begriff Raggamuffin wurde durch das Album "Raggamuffin HipHop" von Asher D. und Daddy Freddy begründet und etabliert. Ebenso wie die Kurzform Ragga durch die Alben Ragga Rock (mit Led Zeppelin) und Ragga House (mit Produzent Simon Harris). Ein wesentliches Merkmal des Ragga ist die Tatsache, dass verschiedenste Sänger unabhängig voneinander auf dem gleichen Instrumental, dem Riddim, eigene Titel singen bzw. toasten, was es so nur im Reggae gibt. Das beste Beispiel dafür ist ein Song mit dem Namen Real rock, ein Instrumentalstück von 1967 der Band Sound Dimension, welches bis heute in nahezu 300 verschiedenen Versionen von diversen jamaikanischen Künstlern besungen (Reggae-Fachausdruck: „gevoiced“) wurde. Ragga wird üblicherweise auf 45er-Vinyl-Singles gepresst. Beim Auflegen wird oft derselbe Riddim in verschiedenen Interpretationen aneinandergereiht. Dies verstärkt den hypnotischen Effekt. Auf trickreiches Mixing wird dabei verzichtet, zumal dies aufgrund des Plattenformats auch schwer möglich wäre. Siehe auch Dubplate. Die Texte drehen sich inhaltlich größtenteils um vier Themen: Sex (Slackness), Gewalt (Gunlyrics),Cannabiskonsum (Ganja-Tunes) und Politik/Religiosität (Consciousness).

Wichtige Vertreter


- Beenie Man
- Yellowman
- Sizzla
- Anthony B.
- Bounty Killer
- Cutty Ranks
- Buju Banton
- Elephant Man
- Vybz Kartel
- Capleton
- Tony Rebel
- Mr. Vegas
- Sean Paul
- Daddy Freddy
- Barrington Levy

Literatur


- Stasa Bader: Worte wie Feuer. Dancehall Reggae und Raggamuffin. Neustadt: Buchverlag Michael Schwinn, 1992. ISBN 3925077111
- René Wynands: Do The Reggae. Reggae von Pocomania bis Ragga und der Mythos Bob Marley. Pieper Verlag und Schott. 1995 ISBN 3-492-18409-X (Pieper), ISBN 3-7957-8409-3 (Schott) [http://www.oktober.de/reggae/ Online-Version]
- Norman C. Stolzoff: Wake the Town and Tell the People. Dancehall Culture in Jamaica. Durham; London: Duke University Press, 2000. ISBN 0-8223-2478-4 Kategorie:Reggae

Soundclash

Ein Soundclash ist eine Veranstaltung, bei der zwei oder mehrere Soundsystems ihr Können gegen- und miteinander testen. Dies ist vor allem im Reggae- und Dancehallbereich üblich. Es gibt mehrere Arten, wie solch eine Party ablaufen kann. Üblich ist meist, dass drei Runden absolviert werden müssen. In den ersten beiden Runden dürfen die Soundsystems meist abwechselnd zwei 10- bis 20-Minuten-Sets spielen. Je nach Soundclash scheiden die Soundsystems im K.O.-System aus, also bei mehreren Anwärtern spielen je zwei "gegeneinander" und eine Jury oder das Publikum entscheidet, wer in die nächste Runde kommt. Die dritte Runde besteht meist aus einer "Dub fi Dub"-Runde, in der nur abwechselnd je ein Dubplate gespielt werden darf, also ein Song, der extra exklusiv für das eine Soundsystem aufgenommen wurde und meist auf populären Reggae- oder Dancehall-Melodien beruht. Die Kriterien, nach denen die Soundsystems im Clash beurteilt werden, haben sich mit der Zeit stark geändert: In den 70ern waren vor allem Vorabversionen, bzw. speziell für das Soundsystem abgemischte Dubversionen wichtig, während heute besonders Dubplates mit "namecalling" (namentliches Erwähnen des Soundsystems in meist speziell hierzu umgedichteten Songtexten) erwartet werden. Bis Ende der 80er stand außerdem bei der Beurteilung klar die Performance des Deejays im Vordergrund, während heute die Auswahl der Lieder eine größere Rolle spielt. Speziell honoriert werden hier Dubplates von diversen Reggae-Legenden, besonders wenn sie bereits verstorben sind. Außerdem spielt die Exklusivität eine große Rolle; ein Dubplate gilt als besonders wertvoll, wenn kein anderes Soundsystem ein ähnliches besitzt. Je nach Soundclash gibt es unter Umständen weitere Regeln, wie zum Beispiel das Verbot, reguläre Songs spielen zu dürfen (also keine veröffentlichten Songs, sondern nur Dubplates o.ä.). Eine meist ungeschriebene Regel ist, dass kein Soundsystem einen Song spielen darf, der schon im Soundclash gespielt wurde. Gewinner ist meist das Soundsystem, was eine originelle, rare Auswahl an Songs auflegt und den "gegnerischen" Sound durch Kommentare des Deejays am besten spielerisch beleidigt. Mitschnitte berühmter Soundclashes auf Kassetten oder CDs sind in der Reggaeszene sehr beliebt. Die wohl bekanntesten Soundclashs sind der "World Clash" (New York City), der "UK Cup Clash" (London) und "Death before Dishonor" (Montego Bay, Jamaica). Einer der berühmtesten historischen Soundclashes fand am 23. Februar 1985 zwischen King Jammy und dem Black Scorpio Soundsystem in der Waltham Park Road in Kingston statt. Hierbei legte King Jammy zum ersten Mal das von ihm produzierte Stück Under Mi Sleng Teng von Wayne Smith auf, dessen neuartige, auf einem Casio-Synthesizer erzeugte Bassline das Publikum so begeisterte, dass Jammy einen triumphalen Sieg davon trug. Dieser Soundclash gilt als die Geburtstunde des "digitalen Reggae" oder Ragga. Soundclashes sind zu unterscheiden von den DJ-Battles der Hip-Hop-Kultur, bei denen die Turntablism-Fähigkeiten der DJs im Vordergrund stehen. Kategorie:Musikalische Veranstaltung

Dubplate

Das Dubplate ist eine spezielle Schallplatte, die von DJs verwendet wird, und als Einzelstück oder in sehr geringen Stückzahlen gefertigt wird. Ein Dubplate besteht aus einer dünnen Aluminiumplatte, die mit Azetat beschichtet ist, in welches das Audiomaterial geschnitten wird.

Begriff

Der Name ist zusammengesetzt aus den Wörtern dub (siehe Dub) und plate (deutsch: Platte, Scheibe, Blech). In Deutschland sind die Formen "die Dubplate" und "der Dubplate" auch gebräuchlich. Seltener gebrauchte Synonyme sind: Plate, One-Off (deutsch: einmalig) und Softwax (deutsch: weiches Wachs). Die getrennt geschriebenen Varianten Dub Plate und Dub-Plate werden auch verwendet.

Anwendung

Mit einem Dubplate kann ein Musikproduzent einem DJ neue, bisher noch nicht veröffentliche Musikstücke kurzfristig zur Verfügung stellen. Da DJs in bestimmten Musikgenres (z.B. Techno, Rap und Drum'n'Bass) fast ausschließlich mit Schallplatten arbeiten, kann der Produzent zu diesem Zweck weder eine CD-R noch ein DAT verwenden. Spielt der DJ das Dubplate in einem Club, kann der Produzent die klangliche Qualität unter Livebedingungen testen sowie den Erfolg beim Publikum beurteilen. Die Herstellung eines Dubplates kostet je nach Hersteller zwischen 30 und 60 Euro, und ist günstiger als das sehr aufwändige Pressen von regulären Schallplatten in einer solch geringen Stückzahl. Somit kann der Produzent das finanzielle Risiko minimieren. Der Nachteil ist, dass sich Dubplates nur eingeschränkt zum Scratchen eignen. Zum einen sind sie schwerer als Vinylschallplatten und können somit auf der Slipmat des Plattenspielers nicht so leicht bewegt werden. Zum anderen wird die Beschichtung beim Scratchen sehr schnell zerstört. Aber auch beim normalen Abspielen leidet das sehr weiche Material, so dass eine Dubplate meist schon nach rund 20 Abspielvorgängen deutlich schlechter klingt. Mittlerweile gibt es diese Dubplates auch aus Vinyl (siehe Abschnitt Dubplate#Herstellung), welche sich auch zum Scratchen eignen und dieselbe Haltbarkeit wie handelsübliche, gepresste LPs aufweisen.

Herstellung

Die Herstellung eines Dubplates bezeichnet man als Schneiden (englisch: to cut a dubplate), das Gerät zum Schneiden nennt man Cutter. Der Vorgang ist im Prinzip umgekehrt zum Abspielen einer Schallplatte. Das Dubplate liegt auf einer rotierenden Plattform, ähnlich einem Plattenspieler. Es gibt auch Dubplate-Cutter, die einfach auf einen handelsüblichen Plattenspieler aufgesetzt werden. Die Audiosignale bewegen eine Graviernadel aus Saphir, die das Audiosignal direkt in das Material schneidet. Der Vorgang erfolgt in Echtzeit entsprechend der Länge des Musikstücks. Meistens werden Dubplates mit einem Durchmesser von 10 Zoll gefertigt. Verwendet werden aber auch 12 Zoll (LP-Format) und 7 Zoll (Single-Format). Sie können entweder einseitig oder beidseitig bespielt sein. Die Kapazität einer Dubplate-Seite ist abhängig von der Umdrehungsgeschwindigkeit (rpm), dem Durchmesser und der Lautstärke. Mit 10-Zoll-Dubplates können im Schnitt zwischen 6 und 9 Minuten (bei 45 rpm) bzw. zwischen 9 und 12 Minuten (bei 33 rpm) Musik pro Seite aufgezeichnet werden. Bei 12-Zoll-Dubplates liegen die Zeiten etwa bei 10 bis 12 Minuten (bei 45 rpm) und 13 bis 15 Minuten (bei 33 rpm) pro Seite. In jüngster Zeit wird von vielen Herstellern das Schneiden von Vinyl-Rohlingen als Alternative zu den azetatbeschichteten Dubplates angeboten bzw. Dubplate-Cutter können inzwischen beide Materialien schneiden (siehe auch: Vinylrecorder). Diese geschnittenen Vinylschallplatten werden oftmals ebenso als Dubplate bezeichnet, da sie nicht wie reguläre Schallplatten gepresst werden.

Bedeutung in der Musikszene

Dubplates gelten in der Szene als Statussymbol, da sie meist exklusive Tracks enthalten, die nur ein DJs in seinen Sets spielt. Je ausgefallener die Dubplates des DJs sind, umso höher ist auch sein Ansehen aufgrund seiner Beziehungen zu wichtigen Produzenten, die ihm das Material zu Verfügung stellen. Sehr weit verbreitet sind Dubplates bei Reggae-Soundsystems, die sich bekannte Stücke von bekannten Interpreten in abgeänderter Form einsingen lassen. Beim Text dieser geänderten Versionen wird das jeweilige Soundsystem vom Interpreten ausgiebig erwähnt und „abgefeiert“. Insofern haben hier Dubplates noch einen erhöhten Statussymbol-Charakter. Jamaikanische Reggae-Künstler verdienen mittlerweile einen wesentlichen Teil ihres Einkommens mit dem Einsingen von Dubplates.

Bemerkungen

Das Dubplate ist nicht zu verwechseln mit
- der Negativform (Matrize bzw. Master), welche zum Pressen von Vinylschallplatten verwendet wird,
- einem White Label, welches erst nach einem Dubplate produziert wird.

Weblink


- [http://www.techno.de/mixmag/interviews/DubPlate.html Techno.de: Dubplate Pressure - Dubplates in der Drum'n'Bass-Szene (engl.)] Kategorie:Tonträger

Zeugnis

Als Zeugnis bezeichnet man:
- (veraltet) im Rechtswesen die Zeugenaussage ("Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen nächsten", Zehn Gebote),
- ein schriftliches Dokument, das eine Leistungsbewertung beurkundet,
  - spezieller, ein Arbeitszeugnis, Schulzeugnis oder sonstiges Ausbildungszeugnis mit oder ohne Leistungsbeurteilung.
- den anschaulichen Beweis eines Sachverhalts (Die Ruinen sind Zeugnis einer hohen Kultur.)
- in der Religion (emphatisch) einen persönlichen Bekehrungsbericht (Zeugnis ablegen)

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Események


- augusztus 14. - I. Duncan skót király elesik az unokatestvérével, Machbethhel vívott csatában, aki követi őt a skót trónon (1057-ig uralkodik).
- A szeldzsuk törökök Dandenakan mellett legyőzik a
1039

Események


- I. Péter magyar király serege a Német-római Birodalom határvidékét pusztítja.
- június 4. - III. Henrik német királlyá koronázása (1046-tól császár, 1056-ig uralkodik).
- I. Ferdinánd kasztíliai király Leon királya lesz, ezzel egyesül a Leóni Királyság és a Kasztíliai Királyság.
- I. Harald Anglia királya lesz.
- Megkezdődik a kijevi Sze
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Események


- Go-Szuzaku japán császár trónralépése.
- Hitvalló Edward sikertelen kísérlete az angol trón megszerzésére (1042-től király).

Születések

Halálozások


- május 15. - Go-Icsidzso japán császár (
- február - I. Ferdinánd (V. Alfonz fia) lesz Kasztília első királya (1065-ig uralkodik).
- február - I. Ramiro aragóniai király (III. Sancho fia) trónralépése (
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Események


- április 11. - Zoé bizánci császárnő férjhez megy, és új férjét IV. Mihály néven császárrá emeli (1041-ig uralkodik).
- május 10. - I. Kázmér lengyel herceg trónralépése
1033

Események


- február 2. - II. Konrád német-római császár Burgundia királya lesz.
- Béla herceg és Richeza lengyel hercegnő házassága.

Születések


- Donald skót király
- Canterb
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Események


- I. István magyar király megvakíttatja a lázadó Vazult, fiait pedig külföldre száműzi.
- augusztus/szeptember - IX. Benedek pápa megválasztása (megszakításokkal 1055-ig uralkodik).
- Domenico Fabiano
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