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Spanischer Bürgerkrieg

Spanischer Bürgerkrieg

Der Spanische Bürgerkrieg wurde zwischen Juli 1936 und April 1939 zwischen der republikanischen Regierung Spaniens und den Putschisten unter General Francisco Franco ausgetragen. Er endete mit dem Sieg der Anhänger Francos und dessen bis 1975 währender Diktatur.

Ursachen

Die Ursachen für den Ausbruch des Krieges sind in den extremen sozialpolitischen und kulturellen Verwerfungen zu finden. Das Land erlitt seit Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche gewalttätige Konflikte, die ungelöst blieben. Sie häuften und verschärften sich, als nach der Niederlage im Spanisch-Amerikanischen Krieg das Ansehen der alten Institutionen voll und ganz verloren gegangen war. Den Anhängern der Zweiten Republik war es weder gelungen, die gravierenden sozialen Missstände zu verbessern, noch den Verfechtern einer autoritären Staatsordnung etwas entgegen zu setzen. Spanien war von mehreren strukturellen Brüchen betroffen:
- die völlig unterprivilegierte Stellung der Land- und Industriearbeiterschaft, die zum Teil nach radikalen Möglichkeiten suchte
- die Weigerung der katholischen Kirche, ihr kulturelles Monopol aufzugeben
- das auf heftigen Widerstand treffende Bestreben der Basken und Katalanen, sich von Madrid zu emanzipieren
- die Gegnerschaft der ökonomischen Eliten gegenüber sozialen Veränderungen, in denen sie eine Bedrohung ihrer Macht sahen In der neueren spanischen Geschichte hatten friedliche Lösungen kaum eine Tradition. So standen sich katholisch-nationalistische, bürgerlich-liberale und sozialrevolutionäre Gruppierungen in langer Feindschaft gegenüber, die während der verspäteten Wirtschaftskrise erneut kulminierte. Der Putsch der republikfeindlichen Militärs löste auf der anderen Seite eine Revolution aus, die hauptsächlich von den Anarchisten getragen wurde. Der Bürgerkrieg geriet schon rasch in das internationale Beziehungsgeflecht Europas, das den Verlauf der Ereignisse entscheidend beeinflussen sollte.

Anfänge

Initiiert durch eine Militärrevolte in Marokko begann am 17. Juli 1936 der Militäraufstand gegen die Regierung Spaniens. Die Aufständischen stützten sich, neben Teilen des spanischen Militärs auf der iberischen Halbinsel, auf die spanischen Kolonialtruppen in Nordafrika, einem Heer marokkanischer Söldner, und hofften, schnell die Kontrolle über die Hauptstadt Madrid und alle wichtigen Städte zu erlangen. In den darauffolgenden Tagen wurde jeder Soldat vor die Entscheidung gestellt, für welche Seite er kämpfen sollte. 80 % des Offizierscorps, die Mehrheit der Unteroffiziere aber nur 4 Divisionsgeneräle, entschieden sich für den Putsch. Die Regierungstruppen hatten die Mehrheit der Generäle und der Marine auf ihrer Seite, doch konnten sie das Fehlen eines intakten Offiziers- und Unteroffizierscorps in den entscheidenden ersten Monaten nicht kompensieren. Die Aufständischen errangen bald die Kontrolle über die Städte Sevilla, Cádiz, Jerez de la Frontera, Córdoba, Saragossa, Oviedo sowie über Galicien, Mallorca und das carlistische Navarra; sie scheiterten jedoch in den Provinzen Madrid, Valencia und Barcelona, Sitz von 70 % der spanischen Industrie und der Mehrheit der Bevölkerung. Es folgte ein sich bis 1939 hinziehender Bürgerkrieg. Am 28. März 1939 zogen Franco-Truppen in Madrid ein, der Krieg wurde am 01. April 1939 offiziell als beendet erklärt. Anführer des Militärputsches war General Sanjurjo, der bereits 1932 mit einem Putsch gescheitert war und sich deshalb zu der Zeit im Exil in Portugal befand. Auf dem Rückflug aus dem Exil verunglückte der General jedoch tödlich, was zu einem Machtvakuum bei den Nationalspaniern führte. Dieses wurde durch ein Triumvirat der Generäle Franco, Mola und Queipo de Llano gefüllt und schließlich wurde Francisco Franco zum provisorischen Staatsoberhaupt und Oberkommandeur (Generalisimo) der Streitkräfte bestimmt. Queipo de Llano

Kriegsparteien

Den Aufständischen standen die der Regierung loyal gebliebenen Truppen, Sozialdemokraten, Sozialisten, Kommunisten und anarchosyndikalistische Gruppen gegenüber. Die europäischen Mächte wie Großbritannien und Frankreich waren offiziell neutral, verhängten aber trotzdem ein Waffenembargo gegen Spanien. Neben dem faschistischen Italien unter Benito Mussolini und dem nationalsozialistischen Deutschland unter Adolf Hitler, die Truppen und Waffen zur Unterstützung Francos schickten, unterstützen zum Beispiel die USA die Nationalisten Francos durch Lieferung von Lastkraftwagen und den Bau einer Raffinerie. Auch Portugal half Franco. Die Sozialisten erhielten, ebenfalls das Embargo verletzend, in größerem Umfang Unterstützung in Form von Waffen, Ausrüstungen, Piloten, Ausbildern und Geheimdienstpersonal der GPU durch die Sowjetunion sowie von Mexiko und unterschiedlichsten idealistischen Freiwilligen aus vielen Ländern, zusammen als Internationale Brigaden bekannt. Die amerikanischen Freiwilligen bildeten die Abraham-Lincoln-Brigade, die Kanadier das Mackenzie-Papineau Bataillon (die "Mac-Paps"). Die deutschen und österreichischen Freiwilligen kämpften im "Thälmann-Bataillon" und im "Bataillon Edgar André", die schließlich zusammen mit dem polnischen Dombrowski-Bataillon zur 11. Internationalen Brigade zusammengefasst wurden. Die anarcho-syndikalistischen deutschen Kräfte, teilweise organisiert in der FAUD (Freie Arbeiterunion Deutschlands), bestanden vorwiegend aus emigrierten Saarländern. Sie kämpften in "wilden Centurien" vor allem im Ebrotal (Katalonien), weitgehend den spanischen anarchistischen Verbänden der CNT-FAI direkt unterstellt, der auch der legendäre Buenaventura Durruti angehörte, und der marxistischen Arbeitereinheitspartei POUM. Sie wurden im Verlauf des Krieges Opfer der beginnenden stalinistischen Säuberungen, die auf Betreiben der Sowjetunion auch in Spanien gegen "Linksabweichler" und Trotzkisten durchgeführt wurden. Die Liquidierung fast aller anarcho-syndikalistischen Kämpfer aus Deutschland, unter tatkräftiger Mitwirkung der KPD-Exilorganisation und der in der DDR zu antifaschistischen Helden erklärten Interbrigadisten, ist bis heute nicht erforscht und ungesühnt geblieben. Die Tatsache, dass ein großer Teil der Liquidierten oder "Verschwundenen" Saarländer waren, ist heute auch im Saarland weitgehend unbekannt. Unter den bekannteren Ausländern waren Ernest Hemingway und George Orwell, der seine Erfahrungen in Mein Katalonien (Homage to Catalonia) beschrieb. Der Roman Wem die Stunde schlägt (For Whom the Bell Tolls) von Hemingway wurde angeregt durch seine Erlebnisse in Spanien. André Malraux organisierte die ausländischen Luftstreitkräfte der Spanischen Republik, die ihm in erster Linie von der Sowjetunion und in geringem Umfang durch Jean Moulin aus Frankreich zur Verfügung gestellt wurden. Er verarbeitete seine Erlebnisse in Spanien zu dem Roman "Die Hoffnung". Egon Erwin Kisch schrieb eine Reihe von Reportagen; Bertolt Brecht "Die Gewehre der Frau Carrar". Arthur Koestler veröffentlichte seine Aufzeichnungen später unter dem Titel "Ein spanisches Testament". Auch Gustav Regler nahm zeitweilig als Politkommissar der XII. Brigade am spanischen Bürgerkrieg teil, über den er später in dem Roman "Das große Beispiel" schrieb. Alfred Kantorowicz nahm ebenfalls als Offizier am Bürgerkrieg teil und veröffentlichte sein Spanisches Kriegstagebuch zunächst in London und New York. Karl Otten veröffentlichte seine Erlebnisse eines deutschen Exilanten, der vom spanischen Bürgerkrieg auf Mallorca überrascht wurde unter dem Titel "Torquemadas Schatten". Willy Brandt war als Korrespondent norwegischer Zeitungen im Februar 1937 nach Barcelona gekommen und übernahm zeitweilig Aufgaben bei der kleinen linksmarxistischen POUM, dem spanischen Gegenstück zur deutschen SAP, in der Brandt zu dieser Zeit aktiv war. Der Fotograf Robert Capa dokumentierte den Kampf der Antifaschisten gegen die Falange. Norman Bethune erlernte hier die Behandlung von Kriegsverletzungen.

Der internationale Aspekt

Der Spanische Bürgerkrieg besaß einen gewichtigen internationalen Aspekt. Da er die ideologischen Konfliktlinien Europas widerspiegelte und die kontinentale Machtkonstellation in Bewegung brachte, hing der Kriegsverlauf und das Schicksal der Republik entscheidend von der Haltung der anderen europäischen Mächte ab. Auf der einen Seite unterstützten die faschistischen Mächte Italien und Deutschland offen die Putschisten, während die liberalen Demokratien Frankreich und Großbritannien eine Nichteinmischungspolitik praktizierten, die allerdings den Siegeszug der Aufständischen begünstigte. Die Sowjetunion dagegen belieferte die Republik bis 1938 mit Waffen und Beratern, wobei sie nichts unversucht ließ, der Regierung ihren Stempel aufzudrücken, die Stellung der zuvor unbedeutenden spanischen KP auszubauen und die Soziale Revolution abzuwürgen. Letzteres geschah, um die Gunst der liberalen kapitalistischen Mächte zu gewinnen, die Stalin in der zu erwartenden Auseinandersetzung gegen den Faschismus auf seine Seite zu ziehen versuchte. So wurde Spanien zu einem militärischen und politischen Labor für die schwelende Systemkonkurrenz in Europa, die in den Zweiten Weltkrieg mündete. Die legitime spanische Regierung wurde zu einem frühen Opfer der Appeasement-Haltung der führenden Demokratien, die nicht zuletzt einem antikommunistischen Kalkül geschuldet war. Die Putschisten wären ohne das Eingreifen Mussolinis und Hitlers nie so weit gekommen. Und der Krieg, der die Soziale Revolution erst möglich gemacht hatte, sollte ihr Schicksal auch besiegeln.

Die faschistischen Staaten

Für das NS-Regime war der Bürgerkrieg ein neues Schlachtfeld im weltweiten Konflikt gegen den "Bolschewismus". Neben der lautstark vorgetragenen ideologischen Komponente taten sich vor allem strategische und militärische Gründe für das NS-Engagement auf. Spanien sollte von keinem Regime regiert werden, das dem Deutschen Reich feindlich gegenüberstehen würde. Hier spielten schon Hitlers Kriegsvisionen eine Rolle. Dies vor dem Hintergrund, dass im Juli 1936 Frankreich ebenfalls eine Volksfront-Regierung hatte, die erste Annäherungen mit der Sowjetunion vollzogen hatte - was aber bald auf britischem und innenpolitischem Druck ein Ende fand. Außerdem konnten hier erste technische Erfahrungen mit dem Kriegsgerät gemacht werden, das man bald auf dem ganzen Kontinent einsetzen wollte - allen voran die Luftwaffe, die bei der Bombardierung von Guernica eine Generalprobe dafür ablieferte, wie man ganze Städte in Schutt und Asche legte und von 1937 an sämtliche Militäroperationen der Rebellen mit ihren Luftangriffen begleitete. Hinzu kamen wirtschaftliche Motive: Spanien besaß eine Reihe von Rohstoffen, die für die Rüstungsindustrie relevant waren und die man sich per Abkommen mit dem Franco-Regime aneignen wollte. Konkurrent hierbei war Großbritannien. Neben dem Deutschen Reich mischte sich auch Italien ins spanische Kriegsgeschehen ein, und zwar in weit größerem Umfang als die deutsche Seite, womit sich für Mussolini neben dem Abessinienkrieg eine zweite Bühne für militärische Kraftpoben darbot. Das konnte Hitler nur recht sein, hatte er doch hiermit einen größeren Spielraum in Mitteleuropa, vor allem in Österreich. Tatsächlich beschleunigte die sozialpolitische Blockbildung, die den Bürgerkrieg auslöste, das Zusammengehen der beiden faschistischen Staaten. Die Italiener wussten, anders als die Deutschen, schon im Vorfeld über die Absichten der spanischen Generale Bescheid.

Die europäischen Demokratien

Großbritannien spielte schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts im Mittelmeerraum eine bedeutende Rolle. Aber wegen der Probleme des Empire und der Reduktion seiner militärischen Potentiale nach dem Ersten Weltkrieg wollte man sich am Kontinent möglichst schadlos halten. Zumal die 1931 gegründete neue Republik bei den britischen (wie auch US-amerikanischen) Eliten nicht sehr angesehen war, da man sie sozialistischer Tendenzen verdächtigte und die Ergebnisse der Sozialen Revolution die Interessen britischer Geschäftsleute unmittelbar berührte. So hegten die konservativen Spitzenpolitiker Sympathien für die Putschisten, da diese die Eigentumsverhältnisse unangetastet ließen. Mit der Nichteinmischungspolitik sollte Spanien quasi "neutralisiert" werden, d.h. der Konflikt sollte auf die Iberische Halbinsel beschränkt und das Land weder "kommunistisch" noch zu einem militärischen Aktivposten der faschistischen Konkurrenten werden. Trotz nicht unbedeutender Spannungen intensivierten sich die Handelsbeziehungen zwischen dem Empire und dem Franco-Regime, vor allem nach der Einnahme des Baskenlandes. 60 % aller spanischen Auslandsinvestitionen kamen aus Frankreich. Hier herrschte im Juli 1936 auch eine ähnlich gestaltete Regierung, sodass das Nachbarland sich als Bündnispartner für Spanien geradezu anbot. Tatsächlich war die Dritte Republik ebenso gespalten wie die spanische und darum arg geschwächt. Weite Teile des bürgerlichen Lagers waren eindeutig auf Seiten der Putschisten, während die Linken mit der legitimen Regierung sympathisierten. Um den Bürgerkrieg nicht im eigenen Land austragen zu müssen, wagte Paris nicht, direkte Hilfe zu senden, zumal man sich außenpolitisch eng an Großbritannien binden musste. Die Kontroverse ging quer durch die Regierung, die Organisationen und die Meinungsbildung und spiegelte - stärker noch als in Großbritannien - die sozialpolitische Polarisierung der westlichen Demokratien wider. Diese Blockade machte es dem Land unmöglich, einer benachbarten Demokratie zu Hilfe zu kommen.

Die Sowjetunion

Die Sowjetunion als damals einziger kommunistischer Staat der Welt hatte 1935 seinen über die Komintern in den Westen importierten Konfrontationskurs völlig aufgegeben und strebte nun, in die geostrategische Defensive überwechselnd, eine Allianz mit den parlamentarischen Demokratien an. Die offene Unterstützung für die Republik kam darum erst dann ins Rollen, als klar wurde, dass die Westmächte sich nicht für die spanische Republik einsetzen würden und die faschistischen Staaten schon längst ihre Mittel ins Spiel gebracht hatten. Auch spätere Vorstöße der Sowjets, London und Paris zu einem Vorgehen gegen Italien und das Deutsche Reich zu bewegen, scheiterten und isolierten Moskau mehr und mehr. Diese Entwicklung ist eine Voraussetzung für das Zustandekommen des Hitler-Stalin-Paktes von 1939. Über Stalins genaue Motive, den Bürgerkrieg nun doch zu einem Stellvertreterkrieg ausufern zu lassen (und 1938 die Hilfe prompt wieder einzustellen), wird noch spekuliert. Fest steht, dass die Sowjetunion der einzige potente Bündnispartner für Madrid blieb und die Republik somit faktisch in die Abhängigkeit von Moskau geriet. Dies hatte gravierende innenpolitische Konsequenzen. Es folgte der Aufstieg der spanischen KP, die der Sozialen Revolution feindlich gesonnen war und vor allem Mitglieder in der Mittelschicht und im Kleinbürgertum gewann. Rechtssozialisten und Liberale fanden in der PCE einen idealen Bündnispartner. Das Militärwesen wurde von den Kommunisten völlig dominiert. Somit verschob sich im Laufe des Krieges das Kräfteverhältnis im republikanische Lager weg von der Revolution hin zu einer autoritären Machtkontrolle, die den Niedergang der Zweiten Republik allerdings nicht aufhalten konnte.

Der Krieg: 1936

Die letzten Hoffnungen auf ein schnelles Ende wurden am 21. Juli, dem fünften Tag des Aufstandes, zerstört, als die Nationalisten die Marinebasis El Ferrol in Nordwestspanien eroberten. Das ermutigte die anderen faschistischen Länder Europas zur Unterstützung Francos, der bereits am Tag zuvor Kontakt zu Deutschland und Italien aufgenommen hatte. Am 26. Juli beschlossen die Achsenmächte den Nationalisten beizustehen. Die Achsenmächte leisteten Franco von Anfang an finanzielle Hilfe. Seine nationalistischen Kräfte errangen mit der Eroberung Toledos am 27. September einen weiteren wichtigen Sieg. Zwei Tage später erklärte sich Franco selbst zum Generalísimo (Generalissimus) und Caudillo (Führer). Die Nationalisten begannen im Oktober eine Großoffensive Richtung Madrid. Der zunehmende Widerstand durch die Regierung und die Ankunft "Freiwilliger" aus der Sowjetunion brachte den Vormarsch aber am 8. November zum Stehen. Inzwischen hatte sich die Regierung am 6. November von Madrid, heraus aus der Kampfzone, nach Valencia zurückgezogen. Die Achsenmächte erkannten das Francoregime nach der Befreiung der in der Festung von Toledo eingeschlossenen nationalspanischen Soldaten am 18. November offiziell an und am 23. Dezember schickte Italien eigene "Freiwillige", um für die Nationalisten zu kämpfen.

Der Krieg: 1937

Mit durch die italienischen Truppen und Kolonialtruppen aus Marokko verstärkten Kräften versuchte Franco im Januar und Februar 1937 nochmals Madrid zu erobern, scheiterte jedoch erneut. Málaga wurde am 8. Februar erobert und am 28. April betraten Francos Truppen Guernica, zwei Tage nach der Bombardierung durch die deutsche Luftwaffe. Danach begann aber die Regierung, sich mit steigender Effizienz zu wehren. Im Mai begann die Regierung eine Kampagne zur Rückeroberung Segovias, um Franco zu zwingen, Truppen von der Madridfront abzuziehen und so deren Vormarsch zu stoppen. Mola, Francos stellvertretender Kommandeur, wurde am 3. Juni bei einem Flugzeugabsturz getötet und Anfang Juli begann die Regierung sogar eine starke Gegenoffensive bei Brunete im Gebiet von Madrid, um die Hauptstadt zu entlasten. Die Nationalspanier konnten diese jedoch mit einigen Schwierigkeiten und unter Einsatz der Legion Condor abweisen. Danach konnte Franco die Initiative zurückerlangen. Er konnte in Aragón eindringen und eroberte die Städte Santander und Gijón, was die Eliminierung der Nordfront bedeutete. Am 28. August erkannte der Heilige Stuhl Franco, unter dem Druck Mussolinis, an, und Ende November ging die Regierung, als die Nationalisten bedrohlich nahe an Valencia herankamen, nach Barcelona.

Der Krieg: 1938

Während des Januar und Februar kämpften die beiden Parteien um den Besitz der Stadt Teruel, wobei die Nationalisten sie ab dem 22. Februar endgültig halten konnten. Am 14. April brachen die Nationalisten zum Mittelmeer durch, und zwar an der selben Stelle wo die spanische Sagengestalt El Cid einst im Kampf gegen die Mauren das Mittelmeer erreicht haben soll. Das republikanische Gebiet wurde somit in zwei Teile geteilt. Im Mai bat die Regierung um Frieden, doch Franco verlangte die bedingungslose Kapitulation und so ging der Krieg weiter. Die Regierung begann jetzt eine Großoffensive, um ihre Gebiete wieder miteinander zu verbinden: Die Ebroschlacht begann am 24. Juli und dauerte bis zum 26. November. Die Offensive war ein Misserfolg und legte den endgültigen Ausgang des Krieges fest. Acht Tage vor Jahresende schlug Franco zurück, indem er starke Kräfte für eine Invasion Kataloniens aufbot.

Der Krieg: 1939

Invasion 1939 das Ende des Bürgerkriegs]] Die Nationalisten eroberten innerhalb kürzester Zeit Katalonien während der ersten zwei Monate des Jahres 1939. Tarragona fiel am 14. Januar Barcelona am 26. Januar und Girona am 5. Februar. Fünf Tage danach wurde der letzte Widerstand in Katalonien gebrochen. Am 27. Februar erkannten die Regierungen von Großbritannien und Frankreich das Francoregime widerstrebend an. Nur noch Madrid und einige andere Hochburgen verblieben den Regierungskräften. Am 28. März fiel Madrid, mit Hilfe von Franco-freundlichen Kräften (die berüchtigte "fünfte Kolonne"), an Franco. Am folgenden Tag gab Valencia ebenfalls auf, das fast zwei Jahre unter dem Beschuss der Nationalisten ausgehalten hatte. Als die letzten republikanischen Kräfte aufgegeben hatten, verkündete Franco am 1. April den Sieg.

Soziale Revolution

Zwei Augenzeugen über ihre Eindrücke der sozialen Revolution:
- „Und dann, als wir um die Ecke in die Ramblas (die Hauptverkehrsader Barcelonas) einbogen, kam eine gewaltige Überraschung: schlagartig breitete sich die Revolution vor unseren Augen aus. Es war überwältigend. Es war, als wären wir auf einem Kontinent gelandet, der sich von allem unterschied, was ich bisher gesehen hatte.“ - Franz Borkenau
- „Man hatte das Gefühl, plötzlich in einer Ära der Gleichheit und Freiheit aufgetaucht zu sein. Menschliche Wesen versuchten, sich wie menschliche Wesen zu benehmen und nicht wie ein Rädchen in der kapitalistischen Maschine.“ - George Orwell In den von zumeist in der CNT organisierten Anarchisten und Anarchistinnen - sowie den 20.000 Frauen der Mujeres Libres, den von trotzkistischen Anhängern der Linken Opposition kontrollierten Gebieten (Aragón, Katalonien) fand, zusätzlich zu den militärischen Erfolgen, eine umfangreiche soziale Revolution statt. Arbeiter und Landarbeiter kollektivierten Landbesitz und Industrie und setzten Räte ein - parallel zur (nicht funktionierenden) Regierung. Sowohl die PCE als auch die demokratischen Parteien waren gegen diese Revolution. Mit dem Fortschreiten des Krieges gelang es der Regierung und der kommunistischen Partei über ihren Zugang zu sowjetischen Waffen die Kontrolle über die kriegswichtige Produktion zurückzuerlangen. Dies geschah sowohl diplomatisch als auch mit Gewalt. Während der berüchtigten Maitage 1937 töteten hunderte oder tausende antifaschistischer Kämpfer einander beim Kampf um die Kontrolle strategischer Punkte in Barcelona. Eine Schlüsselfigur der Anarchisten war der Metallarbeiter Buenaventura Durruti, der schon 1936 erschossen wurde.

Warum Franco?

Vor dem Kriegsausbruch hätte wohl auch im nationalen Lager niemand damit gerechnet, daß General Franco für 39 Jahre dem spanischen Staat vorstehen würde. Die politischen Ansichten von Katholiken, den beiden monarchistischen Strömungen (Alfonsinos, Carlistas), konservativen Republikanern, Falangisten und Kleinbauern waren in der Tat sehr unterschiedlich und deshalb war der Aufstand zunächst auch als rein militärische Erhebung geplant, ohne Einbeziehung politischer Gruppen. Dies ließ sich nicht mehr aufrechterhalten, als der Putsch in den Bürgerkrieg überging. Nach dem Tod von General Sanjurjo bildete sich so unter dem Vorsitz der Generäle Franco, Mola und Queipo de Llano eine aus Militärs bestehende Verteidigungsjunta mit Sitz in Burgos, während Monarchisten und Falange ihre eigenen Kommandostrukturen, Milizeinheiten, Akademien und Propagandaorgane behielten oder neu gründeten. Dies war für die Fortführung des Krieges nicht ungefährlich, denn die konservativen Monarchisten, Katholiken und Agrarier hatten mit der sozialrevolutionären Falange nicht viel gemein und es kam sowohl zu schweren Differenzen in der Führungsebene als auch zu Ausschreitungen gegen die jeweils andere Seite. In dieser Situation entschied sich die Junta, einen provisorischen Staatschef und Oberkammandierenden zu ernennen, General Franco. Um die Gegensätze zu überwinden vereinigte dieser 1937 die Traditionalisten und die Falange zu Falange Espanola Tradicionalista, der spanischen Einheitspartei bis 1975. Wer sich gegen diese Vereinigung aussprach, fand sich nicht selten im Exil oder in einer spanischen Botschaft irgendwo in Lateinamerika wieder. Ab 1937 gab es auch eine technische Junta, eine Art Zivildirektorium, welche sich den nicht-militärischen Aufgaben widmete. Warum nun also Franco? General Franco verstand es anders als die Republikspanier, die verschiedenen Parteien auf sich zu vereinigen. Auch wenn viele enttäuscht waren- die Monarchisten wegen des Ausbleibens der Restauration, die Falange wegen der ausbleibenden sozialen Revolution, die konservativen Republikaner wegen der sich abzeichnenden Diktatur- konnte Franco doch alle auf den kleinsten gemeinsamen Nenner vereinigen: Stellenwert der Kirche, Privateigentum, staatlich gelenkter Ausgleich zwischen Arbeitgebern- und nehmern, autoritär-korporative Strukturen, Traditionsübernahme des Spaniens der katholischen Könige Für dies stand Franco und weitergehende Schritte wären nicht möglich gewesen, ohne eine Gruppe, die das nationale Lager unterstützt hatte, zu verprellen.

Historische Bewertung

Barcelona Die historische Bewertung des spanischen Bürgerkrieges fällt zum Teil sehr unterschiedlich aus. Für die Verteidiger der Spanischen Republik mag ein auf spanisch, englisch und französisch verlesener verzweifelter Hilferuf stehen, den der große Cellist Pau Casals während eines Konzerts in Barcelona am 17. Oktober 1938 über das Radio an die demokratischen Staaten der Welt richtete und dessen Hellsicht durch den weiteren Gang der Geschichte aufs Furchtbarste bestätigt werden sollte: : „Machen Sie sich nicht des Verbrechens schuldig, dem Mord an der Spanischen Republik tatenlos zuzusehen. Wenn Sie es zulassen, dass Hitler in Spanien siegt, werden Sie die nächsten sein, die seinem Wahnsinn zum Opfer fallen werden. Der Krieg wird ganz Europa, wird die ganze Welt erfassen. Kommen Sie unserem Volk zu Hilfe!“ Auf der anderen Seite stehen Bewertungen wie diejenige des amerikanischen Historikers Stanley G. Payne, dessen Buch "The Spanish Civil War, the Soviet Union and Communism" von Antony Beevor wie folgt zusammengefasst wurde (in: "The Times Literary Supplement" vom 11. März 2005, zitiert in der "Welt" vom 15. März 2005): : „[Das Buch liefert eine Neueinschätzung des ...] großen Mythos, nach welchem der spanische Bürgerkrieg ein Kampf zwischen Demokratie und Faschismus gewesen sei. [...] [Der wichtigste Aspekt...] ist die abschreckende Mahnung, daß viele linke Führer die Aussichten auf einen Bürgerkrieg begrüßt haben. Sie glaubten irrtümlich, dass ein Konflikt zu einem wesentlich schnelleren Sieg der Revolution führen würde als der russische Bürgerkrieg, vor allem, weil sie annahmen, daß sie Hilfe von außen bekämen. Waren sie gedankenlos gegenüber dem erwartbaren schrecklichen Leiden, oder war es revolutionäre Besessenheit? Auf jeden Fall war es eine schreckliche Fehleinschätzung, die zu einer fundamentalen Unehrlichkeit führte. Der Krieg in Spanien war nie ein Krieg zwischen liberaler Demokratie und Faschismus... Es gab nur zwei Möglichkeiten: eine stalinistische Diktatur, die all ihre Rivalen innerhalb der Linken zerschmettert hätte, oder das grausame - reaktionäre, militärische und klerikale - Regime mit oberflächlich faschistischem Putz, das der siegreiche Franco zuwege brachte.“ Aus sowjetischer Sicht wurde hier erstmals das Konzept der Volksfront, das die Komintern 1935 beschlossen hatte, angewandt, indem der Faschismus in Europa gestoppt werden sollte durch die Zusammenarbeit kommunistischer, sozialistischer, sowie nicht-faschistischer bürgerlicher Kräfte unter Zurückstellung der sozialen Revolution bei Ausbau reformerischer Politik. Von Seiten der Anhänger des Anarchosyndikalismus, der linksmarxistischen POUM oder trotzkistischer Gruppen lag gerade darin der Fehler, nicht sofort zur sozialen Revolution übergegangen zu sein und stattdessen die partielle Zusammenarbeit mit bürgerlichen Kräften gesucht zu haben. Die Frage, ob eine soziale Revolution angesichts der Realität des Faschismus in Spanien und Europa Erfolg gehabt hätte, bleibt offen. Siehe auch: Guernica, Geschichte Spaniens, Spanien, Liste von ausländischen Teilnehmern am Spanischen Bürgerkrieg, Liste von Kriegen, Liste von Schlachten

Literatur


- Walther L. Bernecker: Krieg in Spanien 1936 - 39, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1936-39, Darmstadt 1991, ISBN 3-534-08021-1
- Pierre Boué, Émile Témime: Revolution und Krieg in Spanien. Geschichte des spanischen Bürgerkrieges, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1987,
- # ISBN 3-518-07718-X
- # ISBN 3-518-27718-9
- Bernd Drücke u.a. (Hrsg.): Abel Paz und die Spanische Revolution. Interviews und Vorträge, Verlag Edition AV, Frankfurt/M. 2004, ISBN 3-936049-33-5
- Hans Magnus Enzensberger: Der kurze Sommer der Anarchie. Buenoventura Durrutis Leben und Tod; Roman, Suhrkamp, Frankfurt/M. 2002, ISBN 3-518-36895-8
- Harry Fisher: Comrades. Bericht eines US-Interbrigadisten im spanischen Bürgerkrieg, Pahl-Rugenstein, Bonn 2001, ISBN 3-89144-284-X
- Patrik von ZurMühlen: Spanien war ihre Hoffnung. Die deutsche Linke im Spanischen Bürgerkrieg, Dietz, Berlin, 1985, ISBN 3-8012-3012-0
- George Orwell: Mein Katalonien. Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg, Diogenes-Verl., Zürich 2000, ISBN 3-257-20214-8
- Heleno Saña: Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im Spanischen Bürgerkrieg, Edition Nautilus, Hamburg, 2001, ISBN 3-89401-378-8
- Augustin Souchy: Nacht über Spanien. Bürgerkrieg und Revolution in Spanien, Trotzdem-Verl., Grafenau 1992, ISBN 3-922209-51-3
- Hugh Thomas: The Spanish civil war, Penguin Paperback, London, 2003, ISBN 0-14-101161-0
- Pierre Vilar: Der Spanische Bürgerkrieg 1936-1939, Wagenbach, Berlin, 2002, ISBN 3-80312-334-8

Filme


- Land and Freedom (1995) von Ken Loach
- Fünf Patronenhülsen (1960) von Frank Beyer
- The Spanish Earth (1937) von Joris Ivens
- La lengua de las mariposas (1999) von José Luis Cuerda
- El Perro Negro: Stories from the Spanish Civil War (2004) von Péter Forgács

Weblinks


- [http://www.glasnost.de/autoren/behrend/spanien.html "In Spanien stand's um unsre Sache schlecht..."] - Text über die Barrikadenkämpfe in Barcelona und ihre Ursachen
- [http://www.library.brandeis.edu/specialcollections/SpanishCivilWar/posters.html Spanish Civil War Posters] - Sammlung von Plakaten aus dem spanischen Bürgerkrieg
- [http://www.english.uiuc.edu/maps/scw/links.htm Linksammlung] (englisch)
- [http://lacucaracha.info/ La Cucaracha - the spanish civil war 1936 - 1939] - u. a. ein Tagebuch zum Kriegsverlauf, Lieder (englisch, teilweise deutsch)
- [http://mitglied.lycos.de/jpmarat/spanien/index.html Erlebnisse in Spanien] - Eine illegale Broschüre über den spanischen Bürgerkrieg
- [http://webdoc.gwdg.de/edoc/p/fundus/html/heft_3.html 60 Jahre Spanischer Bürgerkrieg] - Beiträge zu einer Vortragsreihe (PDF)
- [http://www.anarchismus.at/spanien.htm Textarchiv zur Sozialen Revolution in Spanien] (aus anarchistischer Sicht)
- [http://www.anarchismus.at/galerien/spanien1.html Buch mit Fotos und erläuternden Text zur Sozialen Revolution und Bürgerkrieg in Spanien]
- [http://www.harryfisher.net Harry Fisher] - Seite zu Ehren des Veteranen der Abraham Lincoln Brigade im Spanischen Bürgerkrieg
- [http://users.erols.com/mwhite28/spain_cw.htm Darstellung der Entwicklung der Frontlinien während des Spanischen Bürgerkriegs]
- [http://www.russadir.net/musica/militares/plantilla.html Lieder des Spanischen Bürgerkriegs] (span.) ! ja:スペイン内戦

1939

Ereignisse


- 2. Januar: Der Postsparkassendienst wird im gesamten Deutschen Reich eingeführt
- Der erste Skybeamer wird zur Flugsicherung des unter Hochspannungspotential stehenden Sendemastes des Deutschlandsenders in Herzberg an der Elster eingesetzt

Politik


- 1. Januar: Kleinbetriebe im Deutschen Reich sind ab sofort zur ordentlichen Buchführung verpflichtet
- 1. Januar: Philipp Etter wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Namensänderungsverordnung für Juden im Dritten Reich tritt in Kraft
- 1. Januar: Das im Vorjahr eingeführte Pflichtjahr für arbeitslose ledige weibliche Jugendliche unter 25 Jahren gilt ab sofort für alle
- 1. Januar: Das am 30. April 1938 beschlossene Jugendschutzgesetz und die Arbeitszeitverordnung treten in Kraft
- 15. März: Vertrag über die Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren wird unterzeichnet
- 22. März: Litauen tritt das Memelland an Deutschland ab
- 28. März: Truppen des Generals Franco erobern Madrid
- 31. März: Freundschafts- und Nachbarschaftsvertrag zwischen Italien und San Marino
- 3. April: Führerweisung Hitlers: Angriffskrieg gegen Polen (Fall Weiß)
- 7. April: Das faschistische Italien annektiert Albanien
- 11. Mai: Der japanische-russische Grenzkonflikt verschärft sich erneut
- 14. Juni: Der Landesname von Siam wird auf Veranlassung des Diktators General Pibul Songkhram in Thailand (Prathet Thai = "Land der Freien") geändert
- 23. August: Hitler-Stalin-Pakt (Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UdSSR)
- 31. August: Verkleidete SS-Angehörige verüben einen fingierten Überfall auf den Sender Gleiwitz und liefern damit die Rechtfertigung für den Kriegsangriff auf Polen am nächsten Morgen
- 1. September: Einmarsch reichsdeutscher Truppen in Polen und damit Auslösung der Beistands- (englisch-französische Garantieerklärung)und Kooperationspakte (Hitler-Stalin-Pakt; Beginn des 2. Weltkrieges in Europa
- 3. September: Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens an das Großdeutsche Reich)
- 3. September: Der britische Passagierdampfer „Athenia“ wird von einem deutschen U-Boot ohne Vorwarnung versenkt
- 4. September: In Deutschland wurde für Frauen zwischen 18 und 25 die halbjährige Reichsarbeitsdienstpflicht eingeführt
- 17. September: Einmarsch der UdSSR in Ostpolen
- 28. September: Deutschland/Russland. Deutsch-sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag
- 31. Oktober: Umsiedlungsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Lettland
- 8. November: Missglücktes Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller durch Georg Elser
- 30. November: Ausbruch des dreimonatigen Winterkrieges: Der Einfall der Roten Armee in Finnland führt zunächst zu einem Debakel für die UdSSR, bei dem 200.000 sowjetische Soldaten und lediglich 25.000 Finnen ums Leben kommen; Finnland wahrt letztlich seine Unabhängigkeit. Die Durchbrechung der Mannerheimlinie Anfang 1940, die als unüberwindbar galt, gilt aber als eine der strahlendsten und damals in ihrer wahren Bedeutung verkannten Leistung der Roten Armee. Der Erfolg wurde zum großen Teil durch das menschenverachtende Verheizen der sowjetischen Truppen durch Stalin erreicht
- 14. Dezember: Die Sowjetunion wird aufgrund des Überfalls auf Finnland aus dem Völkerbund ausgeschlossen. Weitere Maßnahmen unterbleiben: Die USA erklären ein „moralisches Embargo“, selbst dieses ist nach wenigen Wochen vergessen

Wissenschaft/Technik


- 29. Januar: Karl Bode erreichte mit seinem Hubschrauber 3.427 m Höhe.: Weltrekord
- 27. August: Erich Warsitz steuert als Pilot eine Heinkel He 178, das erste Düsenflugzeug, angetrieben durch ein Heinkel S3B Strahltriebwerk
- 24. Oktober: Das erfolgreichste US-Starrluftschiff, der in Deutschland gebaute Zeppelin LZ 126/ZR-3 „USS Los Angeles“ wird außer Dienst gestellt

Kultur


- 4. Februar: Uraufführung der Operette Die ungarische Hochzeit von Nico Dostal in Stuttgart
- 14. Februar: Uraufführung der Oper Marionetter von Hilding Rosenberg an der Königlichen Oper in Stockholm
- 7. Oktober: Uraufführung der Oper Die Kathrin von Erich Wolfgang Korngold an der Königlichen Oper in Stockholm
- Billie Holiday singt im New Yorker Café Society erstmals Strange Fruit
- In den USA erscheint das erste Batman-Comic

Katastrophen


- 25. Januar: Erdbeben der Stärke 8,3 in Chillán, Chile, rund 28.000 Tote
- 13. September: Der Minenkreuzer „La Tour D'Auvergne“ (Frankreich) sinkt nach der Explosion der an Bord lagernden Seeminen in Casablanca (Marokko). 215 Mann der 396 Mann starken Besatzung kommen ums Leben
- 13. Dezember: Der Zerstörer „Duchess“ sinkt westlich von Schottland nach einer Kollision mit dem Schlachtschiff „Barham“. 129 Tote
- 22. Dezember: Auf dem Bahnhof in Genthin kollidieren zwei D-Züge. 196 Menschen sterben bei dieser Katastrophe
- 26. Dezember: Erdbeben der Stärke 7.8 in Erzincan, Türkei ca. 30.000 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Franz Hummel, deutscher Komponist und Pianist
- 3. Januar: Dieter B. Herrmann, Astronom und Physiker
- 3. Januar: Bobby Hull, kanadischer Eishockeyspieler
- 5. Januar: Rustam Ibrahimbekov, aserbaidschanischer Filmautor
- 6. Januar: Waleri Lobanowski, sowjetischer und ukrainischer Fußball-Trainer († 2002)
- 7. Januar: Helga Seibert, deutsche Verfassungsrichterin
- 7. Januar: Rosina Wachtmeister, österreichische Künstlerin
- 9. Januar: Friedel Keim, deutscher Musiker
- 10. Januar: Franz Winzentsen, Experimental- und Animationsfilmemacher
- 10. Januar: Sal Mineo, Schauspieler und Sänger († 1976)
- 10. Januar: Scott McKenzie, US-amerikanischer Sänger
- 11. Januar: Ann Heggtveit, kanadische Skirennläuferin
- 12. Januar: Helmut Eisendle, österreichischer Psychologe und Schriftsteller († 2003)
- 13. Januar: Norbert Geis, deutscher Politiker
- 14. Januar: Jean-Christophe Ammann, Schweizer Kunsthistoriker und Kurator
- 14. Januar: Ute Starke, Turnerin, Weltmeisterin
- 16. Januar: Ralph Gibson, US-amerikanischer Photograph
- 19. Januar: Ulrich Irmer, deutscher Politiker, MdB und MdEP
- 21. Januar: Heinz Hornig, deutscher Fußballspieler
- 21. Januar: Engelbert Kupka, deutscher Politiker
- 21. Januar: Friedel Lutz, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Alfredo Palacio, ecuadorianischer Kardiologe, Präsident von Ecuador
- 23. Januar: Sonny Chiba, japanischer Schauspieler
- 24. Januar: Renate Garisch-Culmberger, deutsche Leichtathletin
- 24. Januar: Joseph Vilsmaier, deutscher Filmregisseur
- 24. Januar: Karsten Schmidt, deutscher Jurist
- 24. Januar: Jan Lichardus, deutsch-slowakischer Vorgeschichtsforscher († 2004)
- 25. Januar: Otto Wesendonck (Bildhauer), deutscher Bildhauer
- 29. Januar: Germaine Greer, australische Intellektuelle, Autorin und Publizistin
- 29. Januar: Hans-Joachim Hecht, deutscher Schachspieler
- 1. Februar: Fritjof Capra, österreichischer Physiker, Esoteriker und Buchautor
- 5. Februar: Robert Antretter, deutscher Politiker und MdB
- 5. Februar: Evžen Zámečník, tschechischer Komponist und Professor
- 7. Februar: Hermann Lause, deutscher Schauspieler († 2005)
- 8. Februar: Egon Zimmermann, ehemaliger österreichischer Skirennläufer
- 8. Februar: Peter Röhlinger, Oberbürgermeister von Jena
- 9. Februar: Reiner Pfeiffer, deutscher Journalist
- 9. Februar: Janet Suzman, südafrikanische Schauspielerin
- 10. Februar: Adrienne Clarkson, Journalistin, Autorin und Diplomatin
- 10. Februar: Roberta Flack, US-amerikanische Popsängerin, Pianistin und Songschreiberin
- 12. Februar: Jürgen Vahlberg, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 12. Februar: Ray Manzarek, US-amerikanischer Musiker (The Doors)
- 13. Februar: Waleri Iljitsch Roschdestwenski, russischer Kosmonaut
- 14. Februar: Johanna Dohnal, österreichische Politikerin (SPÖ)
- 14. Februar: Razzy Bailey, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 15. Februar: William Van Horn, Zeichner, der seit 1988 Disney-Comics zeichnet
- 16. Februar: Czesław Niemen, polnischer Rocksänger († 2004)
- 16. Februar: Adelheid D. Tröscher, Tochter von Tassilo Tröscher
- 21. Februar: Ulrich Briefs, deutscher Volkswissenschaftler († 2005)
- 27. Februar: Franco Sbarro, Designer und Entwickler von Kraftfahrzeugen
- 27. Februar: Kenzo Takada, japanischer Modedesigner
- 28. Februar: Daniel Chee Tsui, chinesisch-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 28. Februar: Erika Pluhar, österreichische Schauspielerin, Sängerin und Autorin
- 1. März: Dieter Asmus, deutscher Maler und Grafiker
- 1. März: Leo Brouwer, kubanischer klassischer Gitarrist und Komponist
- 3. März: Ariane Mnouchkine, französische Theater- und Filmregisseurin, Theaterleiterin und Autorin
- 4. März: Hans Jürgen Wenzel, deutscher Komponist, Dirigent und Hochschullehrer
- 5. März: Wolf Bauer, deutscher Politiker, MdB
- 6. März: Adam Osborne, britischer Erfinder des Laptops († 2003)
- 6. März: Peter Glotz, deutscher Politiker († 2005)
- 9. März: Jochen Pützenbacher, deutscher Hörfunkmoderator
- 9. März: Jean-Pierre Chevènement, französischer Politiker
- 10. März: Irina Press, ehemalige sowjetische Leichtathletin der 1960er Jahre
- 13. März: Gerbert Hübsch, deutscher Bundesrichter
- 13. März: Youhanna Fouad El-Hage, Erzbischof, Bischof von Tripoli († 2005)
- 13. März: Neil Sedaka, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber,
- 14. März: Yves Boisset, französischer Regisseur und Drehbuchautor
- 14. März: Keiji Nakazawa, Mangaka
- 17. März: Giovanni Trapattoni, Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 17. März: Nurcholis Madjid, muslimischer Denker und Gelehrter Indonesiens († 2005)
- 18. März: Peter Kraus, deutscher Schauspieler und Sänger
- 19. März: Peter Marzinkowski, deutscher Spiritanerpater und Bischof in der Zentralafrikanischen Republik
- 22. März: Dietz-Rüdiger Moser, deutscher Volkskundler
- 23. März: Boris Iwanowitsch Tischtschenko, russischer Komponist
- 23. März: Pepe Lienhard, Schweizer Bandleader
- 26. März: Jens Reich, Mitglied im Nationalen Ethikrat Deutschlands
- 26. März: James Caan, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. März: Eugen Brixel, österreichischer Komponist für Blasmusik († 2000)
- 28. März: Carl-Dieter Spranger, deutscher Politiker
- 29. März: Terence Hill, italienischer Schauspieler
- 30. März: Christine Wolter, deutsche Schriftstellerin
- 30. März: Robert Herbin, französischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 31. März: Volker Schlöndorff, deutscher Filmregisseur und Produzent
- 31. März: Karl-Heinz Schnellinger, deutscher Fußballspieler
- 31. März: Swiad Gamsachurdia, georgischer Dissident und Staatspräsident († 1993)
- 1. April: Wilhelm Bungert, deutscher Tennisspieler
- 1. April: Witali Semjonowitsch Dawydow, ehem. russischer Eishockeyspieler (Verteidiger)
- 2. April: Marvin Gaye, US-amerikanischer Soul- und R&B-Sänger († 1984)
- 3. April: Rudolf Vesper, deutscher Ringer
- 3. April: Henning Venske, deutscher Schauspieler, Kabarettist, Moderator und Schriftsteller
- 5. April: Moses Ali, ugandischer Politiker
- 6. April: Heinz Grossekettler, deutscher Volkswirt
- 6. April: Cor Veldhoen, niederländischer Fußballer († 2005)
- 7. April: Francis Ford Coppola, US-amerikanischer Regisseur und Produzent
- 9. April: Gernot Roll, deutscher Kameramann
- 12. April: Alan Ayckbourn, britischer Dramatiker
- 13. April: Seamus Heaney, Irischer Schriftsteller
- 15. April: Marty Wilde, britischer Rock'n'Roll-Sänger
- 16. April: Dusty Springfield, britische Soulsängerin († 1999)
- 18. April: Marcia Haydée, brasilianische Tänzerin
- 19. April: Peter Berthold, deutscher Biologe, Ethnologe und Zoologe
- 20. April: Gro Harlem Brundtland, norwegische Politikerin
- 20. April: Peter S. Beagle, US-amerikanischer Romanautor und Songschreiber
- 20. April: Katherine V. Forrest,
- 21. April: Dirk Schneider, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages († 2001)
- 21. April: Helen Prejean, US-amerikanische Ordensschwester und Aktivistin gegen die Todesstrafe
- 22. April: Theodor Waigel, deutscher Politiker
- 22. April: Jason Miller, US-amerikanischer Schauspieler und Dramatiker († 2001)
- 23. April: Ray Peterson, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Sänger
- 23. April: Lee Majors, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 24. April: Christian Breuer, deutscher Fußballspieler
- 25. April: Tarcisio Burgnich, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- 27. April: João Bernardo Vieira, guinea-bissauischer Politiker
- 27. April: Stanisław Dziwisz, polnischer katholischer Geistlicher, Erzbischof von Krakau
- 28. April: Burkhard Driest, deutscher Schauspieler und Drehbuchautor
- 1. Mai: Johano Strasser, deutscher Politologe, Publizist und Schriftsteller
- 2. Mai: Sumio Iijima, japanischer Physiker
- 2. Mai: Heinz Troll, Republikaner
- 4. Mai: Amos Oz, israelischer Schriftsteller
- 5. Mai: Karl-Heinz Wildmoser, Münchener Großgastronom, Hotelier
- 5. Mai: Dieter Wiesmann, Schweizer Liedermacher und Apotheker
- 7. Mai: Volker Braun, deutscher Schriftsteller
- 7. Mai: Rudolf Bayer, emeritierter Professor
- 7. Mai: Ruud Lubbers, niederländischer Politiker, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
- 8. Mai: Hans Eugen Frischknecht, Schweizer Komponist
- 8. Mai: Otis Drayton, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 9. Mai: Pierre Desproges, französischer Humorist, Autor und Fernseh-Kabarettist († 1988)
- 9. Mai: Ion Ţiriac, Geschäftsmann und ehemaliger Sportler
- 9. Mai: Ralph Boston, US-amerikanischer Leichtathlet
- 10. Mai: Uwe Wandrey, deutscher Schriftsteller
- 12. Mai: Ron Ziegler, Pressesprecher im Weißen Haus unter Richard Nixon († 2003)
- 13. Mai: Peter Frenkel, deutscher Leichtathlet
- 13. Mai: Hildrun Claus, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 13. Mai: Harvey Keitel, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Mai: Veruschka von Lehndorff, Fotomodell, Schauspielerin
- 17. Mai: José Antonio Abreu, Venezolanischer Komponist
- 18. Mai: Hark Bohm, deutscher Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor
- 18. Mai: Giovanni Falcone, Jurist, Mafia-Jäger († 1992)
- 19. Mai: Livio Berrutti, italienischer Leichtathlet
- 19. Mai: Tomasz Sikorski, polnischer Komponist († 1988)
- 21. Mai: Heinz Holliger, Oboist und Komponist
- 22. Mai: Dieter Prochnow, deutscher Schauspieler
- 23. Mai: Reinhard Hauff, deutscher Regisseur
- 23. Mai: Michel Colombier, französischer Filmkomponist († 2004)
- 25. Mai: Ian McKellen, britischer Film- und Theaterschauspieler
- 25. Mai: Klaus Naumann, General
- 26. Mai: Manfred Kanther, deutscher Politiker
- 27. Mai: Don Williams, US-amerikanischer Country-Sänger
- 28. Mai: Wilfried Lorenz, deutscher Mediziner
- 29. Mai: Bernd Schmidbauer, deutscher Politiker und MdB
- 5. Juni: Manuel de Elías, mexikanischer Komponist
- 6. Juni: Louis Andriessen, niederländischer Komponist und Lehrer
- 7. Juni: Hans-Christian Ströbele, deutscher Politiker
- 8. Juni: Norman Davies, britischer Historiker
- 8. Juni: Dietrich Bahner, deutscher Politiker und MdB
- 8. Juni: Günter Amendt, deutscher Sozialwissenschaftler, Sexualtherapeut, Drogenexperte
- 8. Juni: Manfred Overhaus, von 1993 bis 2004 Staatssekretär im Bundesfinanzministerium
- 9. Juni: Dick Vitale, US-amerikanischer Sportreporter
- 11. Juni: Jackie Stewart, britischer Rennfahrer
- 11. Juni: Herbert Knoblich, deutscher Politiker
- 13. Juni: Siegrun Klemmer, deutsche Politikerin und MdB
- 15. Juni: Brian Jacques, britischer Schriftsteller
- 16. Juni: Heinz Tesar, österreichischer Architekt
- 17. Juni: Carlo Cercignani, italienischerPhysiker
- 17. Juni: Krzysztof Zanussi, polnischer Filmproduzent und Regisseur
- 17. Juni: Hanna Johansen, Schweizer Schriftstellerin
- 19. Juni: Horst Haitzinger, politischer Karikaturist
- 20. Juni: Konrad Spindler, deutscher Prähistoriker und Erforscher der Ötzi-Mumie († 2005)
- 20. Juni: Winfried Opgenoorth, Künstler
- 24. Juni: HA Schult, Objekt- und Aktionskünstler
- 25. Juni: Ernst Ulrich von Weizsäcker, deutscher Naturwissenschaftler und Politiker
- 26. Juni: Smangaliso Mkhatshwa, südafrikanischer Priester und Politiker
- 28. Juni: Hinrich Swieter, Finanzminister der niedersächsischen Landesregierung († 2002)

2. Halbjahr


- 1. Juli: Muhammad Baqir al-Hakim, Irakischer Geistlicher und Oppositionsführer († 2003)
- 1. Juli: Karen Black, US-amerikanische Schauspielerin
- 2. Juli: Hildebrand Diehl, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden
- 2. Juli: Michael Anthony Foster, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 3. Juli: Brigitte Fassbaender, deutsche Sängerin und Regisseurin
- 3. Juli: Joachim Ziesche, Eishockeyspieler (Stürmer)
- 3. Juli: László Kovács (Politiker), ungarischer Politiker
- 4. Juli: Roland Klick, deutscher Regisseur und Drehbuchautor
- 5. Juli: Hermann Bachmaier, deutscher Politiker und MdB
- 5. Juli: Ulrike von Möllendorff, Fernsehmoderatorin
- 6. Juli: Mary Peters, britische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 9. Juli: Peter Märthesheimer, deutscher Drehbuchautor († 2004)
- 9. Juli: Günter Tolar, österreichischer Schauspieler, Fernsehmoderator und Autor
- 10. Juli: Horst Langer, deutscher Tischtennisspieler
- 11. Juli: Dieter Blumenwitz, deutscher Völkerrechtler († 2005)
- 12. Juli: Erwin Kräutler, Indio- und Missionsbischof von Altamira (Brasilien)
- 12. Juli: Klaus Liebscher, österreichischer Bankdirektor und Gouverneur der OeNB
- 15. Juli: Seyyed Alī Chāmene'ī, politischer und religiöser Führer des Iran
- 15. Juli: Aníbal Cavaco Silva, portugiesischer Politiker
- 15. Juli: Richard Fehr, Stammapostel der Neuapostolischen Kirche
- 15. Juli: Peter Hacker, englischer Philosoph am St. John's College in Oxford
- 17. Juli: Milva, italienische Sängerin und Schauspielerin
- 18. Juli: Brian Auger, britischer Jazz- und Rockorganist
- 18. Juli: Gert von Kunhardt, deutscher Gesundheitstrainer
- 21. Juli: Helmut Haller, deutscher Fußballspieler
- 21. Juli: Bertold Klappert, deutscher Professor für Systematische Theologie
- 21. Juli: John Negroponte, US-Politiker: Nachrichtendienstdirektor; ehem. Botschafter
- 22. Juli: Terence Stamp, britischer Schauspieler
- 24. Juli: Günter Endruweit, deutscher Soziologe
- 24. Juli: Klaus Schlüter, Minister ohne Geschäftsbereich der DDR
- 24. Juli: Jürgen Hubbert, Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG
- 26. Juli: John Howard (Politiker), 25. Premierminister von Australien
- 27. Juli: William Eggleston, US-amerikanischer Fotograf
- 28. Juli: Beat Brechbühl, Schweizer Schriftsteller
- 29. Juli: Gian Piero Reverberi, italienischer Komponist und Musikproduzent
- 30. Juli: Karl Mannsfeld, deutscher Politiker
- 2. August: John W. Snow, 73. Finanzminister der Vereinigten Staaten von Amerika
- 2. August: Helga Schuchardt, liberale Politikerin
- 2. August: Wes Craven, US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor
- 5. August: Irene von Oranien-Nassau, Schwester der Königin Beatrix der Niederlande
- 9. August: Flemming Hansen, dänischer Politiker der Konservativen Volkspartei
- 9. August: Romano Prodi, italienischer Wirtschaftswissenschaftler, Präsident der EU-Kommission
- 10. August: Maria Luisa Lopez-Vito, Pianistin
- 11. August: Helmar Müller, deutscher Leichtathlet
- 11. August: Attila Bozay, ungarischer Komponist († 1999)
- 12. August: Pam Kilborn, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 12. August: George Hamilton, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 13. August: Erika Berger, Dt. Fernsehmoderatorin und Sexberaterin
- 13. August: Alfred Mechtersheimer, ehemaliger Friedensforscher und Sozialwissenschaftler
- 14. August: Andreas Birkmann, deutscher Politiker
- 16. August: Seán Brady, irischer Bischof
- 17. August: Ed Sanders, US-amerikanischer Beatnik-Poet, Sänger, Aktivist, Autor und Herausgeber
- 17. August: Luther Allison, US-amerikanischer Blues-Gitarrist († 1997)
- 18. August: Marita Lorenz, angebliche Geliebte Castros
- 19. August: Ginger Baker, britischer Schlagzeuger
- 19. August: Max Lorenz, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 20. August: Fernando Poe Jr., philippinischer Filmstar und Präsidentschaftskandidat († 2004)
- 20. August: Erhard Bungeroth, Richter am Bundesgerichtshof von 1988 bis 2004
- 21. August: Festus Mogae, Präsident von Botsuana
- 25. August: John Badham, britischer Filmregisseur
- 25. August: Robert Jager, US-amerikanischer Komponist und Professor
- 26. August: Ulrich Schmalz, deutscher Politiker und MdB
- 26. August: Dagmar Koller, österreichische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin
- 27. August: Hans Heinrich Formann, Dramatiker
- 27. August: Nikola Pilić, kroatischer Tennisspieler und Tennistrainer
- 30. August: John Peel, britischer Radiomoderator und DJ († 2004)
- 30. August: Robert Hoffmann, österreichischer Schauspieler
- 30. August: Heinz-Werner Arens, Präsident des Landtags Schleswig-Holstein
- 31. August: Karl Lohmann, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
- 31. August: Gerhart Kreft, Richter am Bundesgerichtshof
- 2. September: Nicolino Locche, argentinischer Boxer († 2005)
- 2. September: Joachim Bäse, deutscher Fußballspieler
- 2. September: Jack Lang, französischer KulturPolitiker
- 2. September: Henry Mintzberg, Professor für Betriebswirtschaft und Management
- 3. September: Vivi Bach, dänische Sängerin, Schauspielerin, TV-Moderatorin und Schriftstellerin
- 4. September: Erwin Teufel, deutscher Politiker
- 5. September: George Lazenby, Schauspieler, James-Bond-Darsteller
- 6. September: Klaus Tonndorf, deutscher Politiker
- 6. September: David Allan Coe, US-amerikanischer Country-Musiker
- 7. September: Christine Bergmann, deutsche Politikerin
- 12. September: Horst Mehrländer, deutscher Politiker
- 13. September: Arleen Augér, US-amerikanische Sopranistin († 1993)
- 13. September: Richard Kiel, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. September: Gerhard Dobesch, österreichischer Althistoriker, Keltologe und Altphilologe
- 16. September: Udo Steiner, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 16. September: Breyten Breytenbach, Schriftsteller, Anti-Apartheid-Aktivist und Maler
- 17. September: Jutta Appelt, deutsche Politikerin
- 18. September: Jorge Sampaio, Staatspräsident von Portugal
- 18. September: Frankie Avalon, US-amerikanischer Musiker und Schauspieler
- 18. September: Steve Marcus, US-amerikanischer Saxophonist († 2005)
- 20. September: Peter Radford, britischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 21. September: Jorge Más Canosa, Unternehmer und Exilkubaner in den USA († 1997)
- 23. September: Janusz Gajos, polnischer Schauspieler
- 23. September: Roy Buchanan, US-amerikanischer Bluesrock-Gitarrist († 1988)
- 24. September: Dieter Schwarz, deutscher Unternehmer
- 25. September: Harald Ringstorff, ab 1998 Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- 25. September: Georg Fülberth, deutscher Politikwissenschaftler
- 26. September: Maria Gommers, niederländische Leichtathletin und Olympionikin
- 28. September: Stuart Kauffman, Biologe und Forscher auf dem Gebiet komplexer Systeme
- 28. September: Václav Kubička, ehemaliger Bundestrainer der deutschen Turner († 2005)
- 29. September: Fikret Abdić, bosnischer Politiker, Kriegsherr und Unternehmer
- 29. September: Otto Schneitberger, deutscher Eishockeyspieler
- 29. September: Tommy Boyce, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Musiker († 1994)
- 29. September: Larry Linville, US-amerikanischer Schauspieler († 2000)
- 30. September: Bata Illic, Schlagersänger
- 1. Oktober: George Archer, US-amerikanischer Golfer († 2005)
- 2. Oktober: Heinz Zander, deutscher Maler
- 5. Oktober: A. R. Penck, deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer
- 6. Oktober: Jean-François Ntoutoume Emane, Premierminister von Gabun
- 8. Oktober: Paul Hogan, australischer Schauspieler und Comedian
- 8. Oktober: Dieter Ordelheide, deutscher Ökonom († 2000)
- 8. Oktober: Sonny Barger, Gründer der Hells Angels
- 10. Oktober: Bernd Bauchspieß, deutscher Fußballer
- 10. Oktober: Norbert Henke, Vorsitzender Richter am Bundesozialgericht a.D
- 11. Oktober: Bernd Cullmann, deutscher Leichtathlet
- spanisch Reino de España, katalanisch Regne d'Espanya, galicisch Reino de España, baskisch Espainiako Erresuma) liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein.

Geographie

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, von der Spanien sechs Siebtel einnimmt. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. Spanien ist das drittgrößte Land Europas. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán und die Islas Columbretes. Die Zugehörigkeit der Insel Perejil ist zwischen Marokko und Spanien nicht geklärt. Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört. Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1020 km. Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus. Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden. A Coruña Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia. Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro. Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:
- Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
- Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien
- Vegetation der Gebirge je nach Höhe: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Kastanien, Wiesen, Tundra Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.

Bevölkerung

Sprachen

In Spanien werden überwiegend Spanisch (Español/Castellano, "Kastilisch"), Katalanisch (Català) und Galicisch (Gallego), sowie das Baskische (Euskara) gesprochen. Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Regionen diesen Status genießen. Ferner wird in der Autonomen Region València eine Variation des Katalanischen, Valencianisch (Valencià), und auf den Balearen wird eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquin (Mallorquí/Balear), gesprochen. Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch (Bable), Aragonesisch (Fabla aragonesa) und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen. Portugiesisch Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig. Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich. In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Religion

Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 92 % der Bevölkerung (Stand: 2000) gehören offiziell der römisch-katholischen Kirche an. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da also in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt somit keine finanziellen Vorteile. Innerhalb der katholischen Kirche gibt es die in sich sehr stark geschlossene Gruppierung Opus Dei. Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung. Siehe auch: Katholische Kirche in Spanien, Islam in Spanien, Protestantismus in Spanien, Judentum in Spanien

Größte Städte

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2004)

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Spaniens Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land auch durch die jahrhundertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) und der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.

Politik

Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Thronfolger ist Prinz Felipe de Borbón y Grecia, der gleichzeitig den Titel
Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid. Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs. Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament (Cortes Generales). Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 350 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt. Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt "Regierungspräsident") und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt. Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero vom sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE). Sitz des Regierungspräsidenten ist der Palacio de la Moncloa in Madrid. Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union (bis 1992: „Europäische Gemeinschaft“). Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten, Baskische Befreiungsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA)

Autonome Regionen

Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens Spanien gliedert sich administrativ in 17 autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei autonomen Städte Ceuta und Melilla. Die autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 (52 mit Ceuta und Melilla) Provinzen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind. Kämpfe gibt es u. a. um die Autonomie des Baskenlandes, deren blutige Form die ETA betreibt. Katalonien strebt auf politischem Wege die Unabhängigkeit an.

Wirtschaft

Währung

Die Währung in Spanien ist seit dem 01.01.1999 der Euro. Der Umtauschkurs zur vorigen Währung, den Peseten,
pesetas (PTS), beträgt: 1€ = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern die nicht allzu häufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z.B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,12 €, also rund 6.000 €. 500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3,0051 Euro. Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschließendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschließendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden. In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren).

Bruttosozialprodukt

Das Bruttosozialprodukt beträgt 596,5 Mrd. US$ bei einer Wachstumsrate von 2,0 %. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt 14.580 US$. Das Bruttoinlandsprodukt wird
- zu 66% mit Dienstleistungen,
- zu 30% von der Instustrie und
- zu 3% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt betragen 0,96%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,4%, die Inflationsrate bei 3,1%. Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich
- zu 29% aus der Einkommensteuer,
- zu 35% aus der Körperschaftssteuer zusammen. Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3% des Bruttoinlandsprudukts.

Landwirtschaft

36% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1% der Anbaufläche betrieben. 144 000 km