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SportbootEin Sportboot ist ein Fahrzeug, das dem Freizeitvergnügen auf dem Wasser und zuweilen auch repräsentativen Zwecken dient und i.d.R. nicht gewerblich genutzt wird.
Zu technischen Merkmalen und Eigenschaften von Sportbooten siehe den Artikel Boot.
Die Schifffahrtsstraßenordnungen kennen den Begriff "Sportboot" nur mittelbar. Sie unterscheiden vielmehr zwischen "Fahrzeugen" und "Kleinfahrzeugen", "Segelfahrzeugen" und "Maschinenfahrzeugen", sowie auf Binnengewässern zwischen "gewerblicher" und "nicht-gewerblicher" Nutzung.
Kleinfahrzeuge sind nach der deutschen Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung Boote unter Segeln, Motor oder Rudern sowie Amphibien- und Luftkissenfahrzeuge von weniger als 20 m Länge. Schlepper, Fähren und Boote, die für mehr als 12 Personen zugelassen sind, gelten unabhängig von ihrer Länge als "Fahrzeuge".
Zu den Regelungen über die Führerscheinpflicht siehe den Artikel Sportbootführerschein.
Siehe auch: Wasserfahrzeug, Ruderboot, Kanu, Motorboot, Segelschiff, Yacht, Surfbrett
Kategorie:Bootstyp
Kategorie:Wassersport
Boot
Ein Boot ist ein Fahrzeug, welches nach dem archimedischen Prinzip auf dem Wasser, oder als U-Boot exakt ausbalanciert, (ebenfalls nach dem Archimedischen Prinzip), in einer von der Besatzung exakt definierbaren Tiefe im Wasser schwimmt.
Ein Boot unterscheidet sich von einem Floß durch seinen Antrieb.
Ein Floß wird lediglich durch die Strömung des Wassers fortbewegt und verfügt manchmal über Steuerungen, jedoch nie über einen eigenen Antrieb. Die Geschwindigkeit des Floßes im Vergleich zu dem ihm umgebenden Wasser bleibt also immer gleich Null.
Boote hingegen werden, wie auch Schiffe nicht durch die Strömung des Wassers fortbewegt, sondern über andere Antriebe (Segel, Motor oder auch das Rudern und Paddeln). Ein Boot oder Schiff hat also eine Geschwindigkeit und/oder Fahrtrichtung, die von der Geschwindigkeit und/oder Richtung des ihn umgebenden Wassers abweicht.
Ein Boot/Schiff wird aber nicht zum Floß, wenn der Antrieb ausfällt, sondern wird durch einen Ausfall oder die Beseitigung des Antriebes nur zu einem kaputten oder stillgelegtem Boot/Schiff.
Der Rumpf/Schiffskörper eines Bootes /Schiffes ist aus Holz, Stahl, Kunststoff, GFK oder gar Beton, manchmal sogar aus Kombinationen der o.a. Materialien, gefertigt.
Boote können nach ihrer Bauweise (Holzboot, Schlauchboot), ihrem Antrieb (Motorboot, Paddelboot, Ruderboot, Segelboot), nach ihrem Verwendungszweck (Fischerboot, Rettungsboot, Sportboot, Rennboot, Sumpfboot, Amphibienfahrzeug), nach ihren hydrodynamischen Eigenschaften (Gleiter, Halbgleiter, Verdränger) oder auch nach der Zahl der Rümpfe (1 = Monohull, 2 = Katamaran, 3 = Trimaran) unterschieden werden.
Wobei Schlauchboote eine Sonderform des Bootes darstellen, da sie, wie Flöße, gemäß ihrer Bauart, schon im [[Material
SportbootführerscheinSportbootführerscheine sind Befähigungs- und Berechtigungsnachweise (ab Sportküstenschifferschein: Zertifikat) für das Führen von Sportbooten. Abhängig vom Geltungsbereich sowie der Nutzungs- und Antriebsart des Fahrzeugs sind in Deutschland unterschiedliche Sportboot-Führerscheine erforderlich.
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Amtliche Sportbootführerscheine (Deutschland)
Sportbootführerschein-Binnen (SBF-Binnen)
Amtliche Erlaubnis zum Führen eines Sportfahrzeugs auf Bundeswasserstraßen im Geltungsbereich der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung zu nichtgewerblichen Zwecken. Es wird unterschieden, ob der Inhaber ein Motorboot, ein Segelboot oder ein Surfbrett führen darf. Ab einer Motorleistung von 3,68 kW ist der SBF-Binnen (Motor) Pflicht. Der Führerschein berechtigt zum Führen von Fahrzeugen mit einer LüA (Länge über Alles ohne Ruder und Bugspriet) von unter 15 m.
Für reine Segelboote besteht in Deutschland im allgemeinen keine Führerscheinpflicht, mit den Ausnahmen der Gewässer in Berlin (ab 3 m² Segelfläche), dem Bundesland Sachsen (ab 6 m² Segelfläche) und dem Bodensee (hier ist ab 12 m² Segelfläche das Bodenseeschifferpatent D vorgeschrieben), jedoch verlangen viele Bootsverleiher aus Gründen der Versicherung oder als Nachweis der Fähigkeit die Vorlage des Führerscheins.
- Voraussetzungen und Erwerb
- Allgemein
- Lebensalter: Segeln/Surfen mind. 14 J.; Motor mind. 16 J.
- Tauglichkeit: Ärztliches Zeugnis (Sehfähigkeitstest/Allgem.Gesundheitszustand)
- Zuverlässigkeit: KFZ-Führerschein oder Führungszeugnis oder Erklärung des Erziehungsberechtigten
- Prüfungen
- Theorie - Aufgaben: Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, Seemannschaft, Fahrzeugführung (freitextlicher Fragebogen und ggf. mündliche Prüfung)
- Praxis - Aufgaben: Manöver und Knotenkunde
Literatur (SBF-Binnen)
- Sportbootführerschein Binnen - Segel/Motor, Mit offiziellen Prüfungsfragen; Heinz Overschmidt, Ramon Gliewe, Delius-Klasing Verlag, Bielefeld, ISBN 3-7688-0657-X, 11. Auflage 2004
- Sportbootführerschein Binnen - Segel - Motor, Mit offiziellen Prüfungsfragen; Axel Bark, Delius-Klasing Verlag, Bielefeld, ISBN 3-7688-0979-X
Sportbootführerschein-See (SBF-See)
Der SBF-See ist die amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von motorisierten Sportbooten auf den Seeschifffahrtsstraßen (3 Seemeilen Zone und Fahrwasser innerhalb der 12 Seemeilen Zone). Er ist vorgeschrieben beim Führen von Fahrzeugen mit einer Motorleistung von mehr als 3,68 kW zu nichtgewerblichen Zwecken.
- Voraussetzungen und Erwerb
- Allgemein
- Lebensalter: mindestens 16 Jahre
- Tauglichkeit: Ärztliches Zeugnis (Sehfähigkeit/Allgem.Gesundheitszustand)
- Zuverlässigkeit: KFZ-Führerschein oder Führungszeugnis oder Erklärung des Erziehungsberechtigten
- Prüfungen
- Theorie - Aufgaben: Navigation, Seemannschaft, Kollisionsverhütungsregeln, Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung, Wetterkunde und Fahrzeugführung (Freitextlicher Fragebogen und ggf. mündliche Prüfung)
- Praxis - Aufgaben: Manöver und Knotenkunde
Die theoretische Prüfung ist in zwei Teile gegliedert, ein theoretischer Fragenteil und ein Kartenteil, in welchem man (recht triviale) navigatorische Grundkenntnisse anhand einer Seekarte beweisen muß. Bei beiden Prüfungsteilen sind die Fragen samt Musterantworten vorab bekannt und im Handel erhältlich. Bei Nichterreichen einer bestimmten Punktzahl kann es auch eine mündliche Nachprüfung geben. Darüber hinaus wird in einer praktischen Prüfung Grundkenntnisse im Umgang mit einem Motorboot geprüft. In bestimmten Bundesländern (z. B. Berlin) kann die praktische Prüfung auch vor Ort abgenommen werden, so daß man nicht zum Meer fahren muß.
Mit dem SBF-See ist man berechtigt, auch Segelfahrzeuge beliebiger Länge zu führen. Die Prüfung des SBF-See umfaßt nahe keinerlei Stoff zur Segel-Theorie, geschweige denn eine praktische Ausbildung.
Bevor jetzt jemand mit gerade bestandenen SBF See eine große Yacht chartert und auf das Meer hinausfährt (was er rechtlich gesehen darf, sofern er einen Vercharterer findet), sollte er folgendes bedenken: Der SBF-See bescheinigt die Mindestqualifikation, die der Führer eines Sportbootes auf Seeschifffahrtsstraßen benötigt. Die Kenntnisse in Navigation und Schiffahrtsrecht, welche für das Befahren von Küsten- und Hochseerevieren erforderlich sind, sind weit mehr als bei dem Sportbootführerschein See vermittelt werden. Und der Umgang mit einer großen Yacht will auch geübt sein. Also sollte der Inhaber eines SBF See nach bestandener Führerscheinprüfung sich weiter in dem Fach vertiefen oder die freiwilligen Führerscheine zum Sportküstenschiffer, Sportseeschiffer oder Sporthochseeschiffer machen. Zusätzlich fordert die aktuelle Rechtslage von einem Schiffsführer, dass er eine Ausbildung in Seefunk entsprechend seiner Funkanlage an Bord besitzt.
Wenn man einen Unfall mit der Yacht verursacht, und "nur" den SBF-See hat, dann kann dies im ungünstigen Fall durch das Seeamt als mangelnde Qualifikation bemängelt werden. Das kann weitreichende Auswirkungen z. B. bzgl. des Versicherungsschutzes haben.
Literatur (SBF-See)
- Sportbootführerschein See, Mit amtlichen Fragenkatalog; Heinz Overschmidt, Axel Barke, Delius-Klasing Verlag, Bielefeld, ISBN 3-7688-0736-3, 25. überarbeitete Auflage 2004
Seeamt
Seeamt
Sportküstenschifferschein (SKS)
Der SKS ist der amtliche, freiwillige, empfohlene Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in Küstengewässern (alle Meere bis 12 sm Abstand von der Festlandküste). Der Sportküstenschifferschein ist ein reiner Befähigungsnachweis. Er erweitert nicht die Berechtigungen, welche man mit dem Sportbootführerschein See erworben hat,
er ist also ein reiner Erfahrungsnachweis.
- Voraussetzungen und Erwerb
- Allgemein
- Lebensalter: mindestens 16 Jahre
- Besitz des SBF-See
- Nachweis von 300 sm auf Yachten in Küstengewässern
- Prüfungen
- Theorie - Aufgaben: Navigation (auch Kartenaufgaben), Seemannschaft, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde (Freitextlicher Fragebogen und ggf. mündliche Prüfung)
- Praxis - Aufgaben: Manöver, Knotenkunde u. a.
Der Prüfungsstoff des SKS ist deutlich umfangreicher als der des SBF-See.
Die theoretische Prüfung ist in zwei Teile gegliedert, ein theoretischer Fragenteil und ein Kartenteil, in welchem man
umfangreiche navigatorische Kenntnisse anhand einer Seekarte beweisen muß. Auch Fragen zu Strom und Gezeiten werden hier gestellt. Bei dem Fragenteil sind die Fragen samt Musterantworten vorab bekannt und im Handel erhältlich. Der Kartenteil ist nicht veröffentlicht und daher nicht vorab bekannt. Allerdings sind vergleichbare Musteraufgaben im Handel erhältlich. Bei Nichterreichen einer bestimmten Punktzahl kann es auch eine mündliche Nachprüfung geben. Darüber hinaus werden in einer praktischen Prüfung umfangreiche Kenntnisse bzgl. der Führung einer seegängigen Yacht geprüft. Zwischen der theoretischen und der praktischen Prüfung dürfen maximal 24 Monate liegen.
Der SKS ist alternativ auch in einer Variante nur unter Motor ausstellbar, in dem Falle wird die Prüfung auf einem Motorboot und nicht auf einer Segelyacht abgenommen, auch die Prüfungsfragen unterscheiden sich. Die Variante "mit Motor und unter Segel" ist jedoch mit Abstand die gebräuchlichste.
Sportseeschifferschein (SSS)
Der SSS ist der amtliche, freiwillige, empfohlene Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in küstennahen Seegewässern (alle Meere bis 30 sm und Ost- und Nordsee, Kanal, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer). Dieser Führerschein ist zum Führen von gewerblich genutzten Sportbooten mit max. 13 Mann Besatzung und Traditionsschiffe von 15 bis 25 m Rumpflänge mit mehr als 25 Mann Besatzung in küstennaher Fahrt vorgeschrieben.
- Voraussetzungen und Erwerb
- Allgemein
- Lebensalter mind. 16 J.
- Besitz des SBF-See
- Nachweis von 1.000 sm auf Yachten in küstennahen Seegewässern als Wachführer oder dessen Vertreter, bzw. 700 sm ohne Nennung einer Funktion wenn zuvor die Prüfung zum Sportküstenschiffer abgelegt wurde.
- Prüfungen
- Theorie - Aufgaben: Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht, Wetterkunde (Freitextlicher Fragebogen und ggf. mündliche Prüfung)
- Praxis - Aufgaben: Manöver, Radar u. a.
Der Prüfungsstoff des SSS ist nochmals deutlich umfangreicher als der des SKS.
Wiederum findet eine theoretische Prüfung statt, bei der keinerlei Fragen vorher bekannt sind. Der Prüfling kann prinzipiell aus nahezu allen Fragen der Navigation, der Seemannschaft, der Navigation (außer astronimischer Navigation) und der Wetterkunde geprüft werden. Daher ist die Prüfung sehr umfangreich und zeitaufwendig. Oft wird die theoretische Prüfung daher in zwei Teile aufgeteilt. Auch die wiederum auf einer seegängigen Yacht durchgeführte praktische Prüfung ist deutlich umfangreicher als die des SKS und umfaßt z. b. auch Radar-Kenntnisse. Zwischen der theoretischen und der praktischen Prüfung dürfen maximal 36 Monate liegen.
Auch der SSS ist alternativ auch in einer Variante nur unter Motor ausstellbar.
Sporthochseeschifferschein (SHS)
Der SHS ist der amtliche, freiwillige, empfohlene Führerschein zum Führen von Yachten sowie Ausbildungs- und Traditionsschiffen "mit Antriebsmaschine" oder "mit Antriebsmaschine und unter Segel" in der weltweiten Fahrt (alle Meere).
Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren, der Sportseeschifferschein, ein Erfahrungsnachweis von 1.000 sm auf Yachten im Seebereich als Wachführer (NICHT dessen Vertreter).
- Voraussetzungen und Erwerb
- Allgemein
- Lebensalter mindestens 18 Jahre
- Besitz des Sportseeschifferscheines
- Nachweis von 1.000 sm auf Yachten im Seebereich nach Erwerb des Sportseeschifferscheins als Skipper, Coskipper oder Wachführer (im Gegensatz zum SSS genügt stellvertretende Wachführung nicht). Die Prüfung darf bereits bei Nachweis von 500 sm abgelegt werden, die Scheinausstellung erfolgt dann bei Nachweis der noch fehlenden Meilen.
- Prüfung
- Theorie-Aufgaben: Navigation (v. a. astronomische Navigation, Schifffahrtsrecht (u.a. internationales Seerecht), Wetterkunde (u. a. tropische Wirbelstürme)
- Praxis-Aufgabe: Handhabung des Sextanten
Traditionsschifferschein (TSS)
Zusatzeintrag in den Sportseeschifferschein oder Sporthochseeschifferschein welcher das Führen von Traditionsschiffen bis 55 m Rumpflänge mit mehr als 25 Mann Besatzung in den Fahrgebieten des SSS oder SHS erlaubt.
Die praktische Qualifizierung zum Traditionsschiffer erfolgt durch Borddienstzeiten oder Fahrzeiten auf Traditionssegelschiffen, welche durch das Führen eines Erfahrungsnachweises dokumentiert werden. Die Aufgaben des Erfahrungsnachweises müssen vollständig behandelt und die Ausführung mit Einzelnachweisen belegt werden! Die Ausführung der Aufgaben des Praxis-Trainingsnachweises soll nach 4 Jahren abgeschlossen sein.
Bodenseeschifferpatent (BSP)
Siehe Bodenseeschifferpatent.
Die Prüfungsabnahme, die Erteilung, die Ausstellung und die Verwaltung übernehmen entweder Prüfungsausschüsse, die Verwaltungsstelle oder der Koordinierungsausschuß des (Deutschen Segler-Verbandes e.V. (DSV) und/oder des Deutschen Motoryachtverbandes e.v. (DMYV). Diese Organe handeln im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Dem Inhaber des Sportbootführerscheins wird sowohl eine Fahrerlaubnis erteilt als auch ein Führerschein ausgestellt und ausgehändigt. Ein Führerschein stellt immer den Auszug über eine existente Fahrerlaubnis dar. Er dokumentiert lediglich die Existenz einer Fahrerlaubnis. Es handelt sich um einen Lichtbildausweis, der mit Auflagen (z. B. Sehhilfe) versehen werden kann. Sportbootführerscheine kann man - wie den Kfz-Führerschein- als Ausweis verwenden. Sie sind ebenso während des Führens mitzuführen. Das Nichtmitführen oder der Nichtbesitz kann als Ordnungswidrigkeit nach der jeweiligen Verordnung (Sportbootführerscheinverordnung Binnen, ~See usw.) mit einem Bußgeld geahndet werden. Es handelt sich nicht um seemännische Patente sondern um Fahrerlaubnisse.
Verbandsführerscheine des DSV
Jüngstensegelschein
Auszug aus der Jüngstensegelschein-Vorschrift des Deutschen Segler-Verbandes
vom 24. März 1973 in der Fassung vom 31. August 2003
Der Deutsche Segler-Verband erteilt durch seine Verbandsvereine oder die von ihm anerkannten Segelschulen Jüngstensegelscheine, die als Befähigungsnachweis zur Führung von altersgerechten Segelbooten dienen. Der Jüngstensegelschein wird mit Vollendung des siebzehnten Lebensjahres ungültig.
Der Jüngstensegelschein gilt nur für Segler in ausgewählten, begrenzten Revieren unter fachkundiger Aufsicht und berechtigt zur Teilnahme an Regatten, die auch für Inhaber von Jüngstensegelscheinen ausgeschrieben sind.
Bezüglich der Auswahl des Reviers muss dafür gesorgt werden, dass dieses von der geographischen Lage und der Art des übrigen Schiffsverkehrs her für das Jüngstensegeln geeignet ist.
Für die Erteilung eines Jüngstensegelscheins müssen folgende Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sein:
- a) Alter: Die Prüfung zum Jüngstensegelschein kann abgelegt werden nach Vollendung des siebenten Lebensjahres und bis zur Vollendung des vierzehnten Lebensjahres.
- b) Zustimmung der gesetzlichen Vertreter.
- c) Deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze, beziehungsweise 15 Minuten Dauerschwimmen im schwimmtiefen Wasser.
Sportsegelschein
Der Sportsegelschein ist ein Spezifikum für Regattasegler. Die Führerscheine "A" (Binnenfahrt), "R" (Revierfahrt)", "BR" (Küstenfahrt), "BK" (Große Küstenfahrt) und "C" (Seefahrt) werden seit einigen Jahren (ca. 1999) nicht mehr ausgestellt. Sie wurden durch die amtlichen Sportbootführerscheine ersetzt. Auf Regatten des DSV muss entweder der dem Fahrtgebiet entsprechende Verbandsführerschein oder ein Sportbootführerschein vorliegen.
Die Ausbildungen sind bei Segelschulen bzw. Motorbootfahrschulen im In- und Ausland möglich; Prüfungen sind meistens auch im Ausland möglich.
Siehe auch
- Kapitän
- Patent
- Befähigungszeugnis
- Seefunk
- LRC
- SRC
- ROC
- GOC
- UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
- Bodenseeschifferpatent
Weblinks
- [http://www.esys.org/esys/schein1.html Übersicht des Europäischen Segel-Informationssystem (ESYS)]
- [http://www.kommerell.de/segeln/sss/ Informationen zum Sportseeschifferschein]
- [http://www.sportbootschulen.de/ Verband Deutscher Sportbootschulen]
- [http://www.gshw.de/ Gemeinsame Kommission für historische Wasserfahrzeuge e.V.]
- [http://www.dsv.org/ Deutscher Seglerverband e.V.]
- [http://www.dmyv.de/ Deutscher Motoryachtverband e.V.]
Kategorie:Segeln
Kategorie:Wassersport
Kategorie:Ausweis
RuderbootRuderboote sind Wasserfahrzeuge, die mit Hilfe von Riemen oder Skulls bewegt werden.
Heutzutage sind Ruderboote hauptsächlich im Freizeitbereich und im Sport zu finden. In den Zeiten der Segelschiffe waren Ruderboote als bewegliche Einheiten in flachen Gewässern in Gebrauch, für den Kapitän war z.B. die Gig vorgesehen.
Sportboote
Sportruderboote bestehen aus Faserverbundwerkstoffen, Kohlefaser und/oder Holz. Bauteile sind i.d.R. je ein Luftkasten am Bug und am Heck. Für jedes Ruder (Skull, Riemen) gibt es einen Ausleger, an dessen Ende sich eine Dolle befindet, in die das Ruder gelegt wird. Der Ruderer sitzt mit dem Rücken in Fahrtrichtung auf einem Rollsitz, der auf zwei Rollbahnen rollt. Zwischen den Rollbahnen befindet sich ein Trittbrett, über das der Ruderer ins Boot steigt.
Stemmbrett, Rollbahnen, Ausleger, und Dollen werden im Sport individuell auf jeden Ruderer eingestellt. Dieser Vorgang wird Trimmen genannt. Einige Größen: Der Dollenabstand in Skullbooten sollte sich zwischen 156 cm und 160 cm bewegen, oder das Doppelte des Innenhebels des Ruders minus ca. 14 cm. In Riemenbooten beträgt der Dollenabstand zwischen 83 cm, und 87 cm, oder 30 cm kürzer als der Innenhebel. Die Dollhöhe (Höhe der Dollen über dem Rollsitz) sollte zwischen 15 cm und 16 cm betragen, der Höhenunterschied zwischen den Dollen beträgt ca. 1cm. Der Anlagewinkel (Abweichung der Ruderblätter von der Senkrechten) sollte bei Maconrudern zwischen 4° und 5° betragen.
Der Höhenunterschied zwischen den Dollen kommt dadurch zustande, dass der Ruderer die Ruder leicht übereinander führt, da die Ruder ansonsten in der Mitte zusammenstossen würden.
Am Heck des Ruderboots befindet sich ein so genanntes Schwert, dass dafür sorgt, dass das Ruderboot gerade fährt. Bei gesteuerten Booten befindet sich hier außerdem noch das Steuerruder. Das Steuerruder wird mittels zweier Drähte oder Seile vom Steuermannsplatz oder bei Booten ohne eigenen Steuermann, vom Schlagmann (bei Rennbooten) oder vom Platz im Bug (bei Wanderbooten) mittels Fußsteuerung bewegt.
Gig-Boote
Gig-Boote werden in fünf Gruppen nach Breite und Bauweise unterteilt und sind weitaus breiter als die normalen Wettkampfboote. Die Gig-Boote kommen in der Regel im Breitensport zum Einsatz.
Hersteller
Die bekanntesten Bootswerften neben der deutschen Empacher GmbH, die ihre Boote traditionell in Neongelb lackieren, sind Filippi (Italien; weiss-blau), die Berliner Bootsbaugesellschaft (BBG, Deutschland/ehemals DDR; rot) und Stämpfli (Schweiz; rot-weiß).
Siehe auch
Rudern, Tretboot, Floß, Kanu, Kajak, Schlauchboot
Weblinks
- [http://www.kapprodd.com Kappproodbåt Stockholm Ruderbootswerft in Deutschland und Schweden]
- [http://www.empacher.de Empacher Bootswerft]
- [http://www.filippiboats.it Bootswerft Filippi]
- [http://www.bbg-bootsbau.de Berliner Bootsbau GmbH]
- [http://www.staempfli-boats.ch Stämpfli Racing Boats AG]
- [http://www.baumgarten-bootsbau.de Baumgarten Bootsbau]
Kategorie:Bootstyp
Kategorie:Rudern
Kategorie:Muskelkraftbetriebenes Fahrzeug
Kanu
Das Wort Kanu ist (im deutschsprachigen Raum) der Oberbegriff für alle Wassersportgeräte, die mit Paddeln in Blickrichtung bewegt werden. Im englischem Sprachraum ist im Ursprungsgebiet in Nordamerika mit einem Kanu meist ein Kanadier bzw. Canadier bezeichnet, während zum Beispiel in Großbritannien ein Kanu eher der deutschen Definition entsprach, und das nordamerikanische Canoe als open, Canadian, oder Indian canoe bezeichnet wurde. Der Begriff Canadier in Europa entstand aus einem Missverständnis als das 'Open Canadian Style' Kanu aus Kanada, dem damals von der American Canoe Association anerkannten offenem Kanu, stellvertretend für alle Kanus angesehen wurde. Das Kanu aus Maine aus Holz und Tuch, welches erst 1934 anerkannt wurde, wurde dann auch als Kanadier bezeichnet. In der französischen Sprache wird der Kanusport auch als Canoë-Kayak bezeichnet.
Einbaumfunde von 6000 - 4000 v. Chr. gibt es in Schottland. Den Ursprung des Kanus datiert man auf ca. 4000 v.Chr. Ein Ur-Kanu wurde auch am Euphrat gefunden, das etwa dieses Alter hat. Das Einbaum ist jedoch kein direkter Vorfahre der heutigen Kanusportboote. So sind Kajaks, Canadier und Faltboote aus den Fellbooten der Eskimos und den Rindenbooten der Indianer Noramerikas weiterentwickelt worde. Die ersten Ausführungen bestanden aus Tierhaut und Knochen bzw. Birkenrinde oder Holz. Auch Faltboote bestehen aus einem Innengestell mit Bespannung, und sind sowohl als Kajaks als auch als Canadier erhältlich. Manche Schlauchboote werden zu den Kanus gezählt.
Die Kajaks (ursprüglich immer gedeckte, also bauartbedingt oben geschlossene Kanus) stammen ebenso wie die Umiaks von den Inuit, die Canadier von den Indianern Nordamerikas. Drachenboote stammen aus Asien, Auslegerkanus und Pirogen aus der Südsee.
Den Fahrer eines Kanus bezeichnet man als Kanuten bzw. als Kanutin. Kajaks werden mit einem Doppelpaddel und Canadier mit einem Stechpaddel bewegt.
Die Hauptmerkmale der Fahreigenschaften sind Schnelligkeit, Wendigkeit und Kippstabilität. Heute kennt man im Kanusport vielfältige Bootsformen / Liste der Bootsklassen und Liste der Sportarten.
Heute werden Kajaks und Canadier vor allem aus GFK, PE, PVC und Aluminium gefertigt jedoch nur noch selten aus Holz oder gar als lederbespannte Spantenkonstruktion aus Weide, Schilf oder gar Knochen.
Siehe auch
- Deutscher Kanu-Verband
- Verband Deutsche Kanuschulen
Weblinks
- [http://www.harpoon-boats.de Selbstbau von Kajaks und Canadiern] mit CanoeWiki [http://harpoon-boats.de/wiki/]
Kategorie:Kanusport
Kategorie:Bootstyp
Kategorie:Outdoor
Kategorie:Muskelkraftbetriebenes_Fahrzeug
ja:カヌー
Segelschiff
Ein Segelschiff ist ein Schiff, das ganz oder vornehmlich aufgrund seiner Segel durch die Kraft des Windes bewegt wird. Segelschiffe waren seit dem Altertum bis zum 19. Jahrhundert die wichtigsten Verkehrsmittel für den Transport von Gütern und Personen über längere Distanzen. Sie wurden seit dem 19. Jahrhundert durch Dampfschiffe und Motorschiffe abgelöst. Bis in das 19. Jahrhundert hinein waren auch die meisten Kriegsschiffe Segelschiffe. Kleine Segelschiffe werden als Segelboot bezeichnet.
Aufbau und Klassifizierung
Segelschiffe haben mindestens einen Mast und mindestens ein Segel. Man unterscheidet zwei Arten von Segeln:
- Rahsegel, die an einer Rahe hängen und quer zur Fahrtrichtung orientiert sind,
- und Schratsegel, die in Richtung der Schiffslängsachse gesetzt werden. Zu den letztern gehören auch:
- Hochsegel, dreieckiges Segel, das hinter oder am Mast gefahren wird und dessen untere Kante von einem Baum aufgespannt wird.
- Gaffelsegel, die viereckig sind und sich zwischen Gaffel (oben) und Baum (unten) befinden.
- Lateinersegel, dreieckige Segel, deren Rahe vornehmlich längs zur Fahrtrichtung ausgerichtet ist, schräg am Mast hängt und sich mit einem Teil vor dem Mast befindet.
- Luggersegel, die zwischen Gaffelsegel und Lateinersegel anzuordnen sind.
- Sprietsegel, viereckige Segel, die mit einer Stange (Spriet) von der vorderen unteren Ecke am Mast zur hinteren oberen Ecke aufgespannt werden. Diese Segel werden meist ohne Baum gefahren.
- Krebsscherensegel
- Spreizgaffelsegel
- Stagsegel
Historische Entwicklung
Die Entwicklung der Segelschiffe begann vermutlich in Ägypten. Segelboote sind uns das erste Fortbewegungsmittel im Wasser. Vornehmlich für die Fahrt auf dem Nil, aber auch für Fahrten über das Mittelmeer und das Rote Meer wurden Schiffe mit einem Mast und einem großen Rahsegel eingesetzt. Das Segel war bereits drehbar gelagert, so dass die Schiffe auch bei seitlichem Wind segeln konnten.
Die Phönizier und Griechen entwickelten ab ca. 1000 v. Chr. zwei Grundtypen von seegängigen Segelschiffen:
- das Lastschiff mit geräumigem Rumpf und einem Mast sowie einem großen Rahsegel, das ausschließlich gesegelt wurde, und
- die Galeere, die für die Marschfahrt einen Mast mit einem mittelgroßen Rahsegel hatte, während des Kampfes und bei Flaute aber mit Riemen gerudert wurde.
Insbesondere mit den Lastschiffen wurden bereits weite Reisen durchgeführt. So segelte der Karthager Hanno um 600 v. Chr. entlang der Westküste Afrikas bis zum Äquator. Der Grieche Pytheas aus Massilia, dem heutigen Marseille, umsegelte die britischen Inseln und kam vermutlich auch nach Helgoland. Die Römer nahmen diese Schiffstypen auf und entwickelten sie weiter. Die Lastschiffe erhielten einen Bugspriet, an dem ebenfalls ein Rahsegel hing.
In Mittel- und Nordeuropa wurden Langschiffe entwickelt, die zunächst gerudert wurden. Bereits die Sachsen und Angeln, die als Angelsachsen gegen Ende des römischen Reiches über die Nordsee nach England auswanderten, hatten die Langschiffe mit einem Mast und einem Rahsegel besegelt.
Die Wikinger entwickelten diesen Schiffstyp zur Perfektion weiter (Wikingerlangschiff). Nach zeitgenössischen Berichten waren die schlanken Wikingerschiffe schneller als ein berittener Bote. So konnten die Wikinger bei ihren Überfällen im frühen Mittelalter das Überraschungsmoment nutzen. Sie fuhren bereits über das offene Meer nach Island, Grönland und Nordamerika.
Nach dem Ende der Wikingerzeit wurde im Norden aus den breiteren offenen Handelsschiffen die Hansekogge entwickelt. Auch sie hatte nur einen Mast, bildete aber das Rückgrat des Fernhandels der Hanse. Gegen Ende des Mittelalters wurden auch zwei- und dreimastige Schiffe gebaut, z. B. die Hulk. Aus ihnen wurde in Spanien und Portugal die Karavelle entwickelt, mit der Christoph Kolumbus, Ferdinand Magellan und Vasco da Gama ihre Entdeckungsreisen unternahmen.
Seit dem 17. Jahrhundert verwendete man immer spezialisiertere Formen, u. a.
- Linienschiffe (als Kriegsschiffe mit mehreren Kanonendecks),
- Fregatten (leichter armierte Schiffe von erhöhter Schnelligkeit)
In China erreichte der Segelschiffbau schon im 15. Jahrhundert unter Admiral Zheng He ein sehr hohes Niveau. Damals wurden in Nanking so genannte Schatzschiffe von über 120 m Länge und 50 m Breite gebaut, die über bis zu neun Masten hatten. Sie wurden für Fernfahrten z. B. nach Indien, Arabien und Afrika eingesetzt. Diese Schiffe waren hinsichtlich der Größe nur mit den Großseglern Europas und Amerikas im 19. Jahrhundert vergleichbar.
Segelschiffstypen
19. Jahrhundert
19. Jahrhundert
- Bark
- Brigantine
- Brigg
- Schoner
- Galeasse, Dreimaster mit Lateinersegeln und Riemen.
- Galeere (Segelbenutzung i.d.R. nur für die Marschfahrt, nicht im Gefecht)
- Galeone
- Gulet
- Hansekogge
- Holk
- Karacke
- Karavelle
- Klipper
- Kraweel
- Lädine
- Linienschiff
- Vollschiff
- Windjammer
- Ewer
- Dau
- Dschunke
Segelschiff-Modelle: Albin Vega
Siehe auch:
- Segelbootsklassen
- Schiffstypen
- Entwicklungsgeschichte des Segelschiffs
- Segelyacht
Kategorie:Schiffstyp
!
Kategorie:Wassersport
ja:帆船
zh-min-nan:Phâng-chûn
SurfbrettEin Surfbrett ist ein aus einem schwimmfähigen Material hergestelltes Brett, das als Sportgerät dient.
Es gibt unterschiedliche Bauarten, zum Wellenreiten oder zum Windsurfen. An jedem Surfbrett ist mindestens eine Finne (Wassersport) angebracht, die mittig auf der Rumpfseite des Hecks befestigt ist und der Richtungsstabilität dient. Wellenreitbretter haben heute üblicherweise 3 Finnen. Windsurfbretter der Longboard- und Formulaklasse haben ein bewegliches Schwert nahe der Mitte des Brettes, außerdem besitzt jedes Windsurfbrett einen Mast mit einem Segel.
Die Größe eines Surfbrettes wird üblicherweise in Feet (Fuß) und Inch (Zoll) angegeben, das Volumen (welches den Auftrieb angibt) in Litern (bei Windsurfbrettern).
Windsurfen
Beim Windsurfen unterscheidet man die Brettarten nach dem Einsatzbereich:
- Wave: Wavebretter gibt es im Bereich von ca. 75 bis 95 Litern. Sie sind klein, wendig, und bieten im Normalfall nicht genügend statischen Auftrieb, um das Gewicht des Surfers und des Riggs zu tragen. Dieser fehlende Auftrieb wird aber durch den hydrodynamischen Auftrieb beim fahren wieder ausgeglichen, zumal Wavebretter einige Erfahrung im Windsurfen voraussetzen.
- Freeride: Freeridebretter erfreuen sich großer Beliebtheit bei den meisten Gelegenheits- und Hobbysurfern, da sie unkompliziertes Handling bieten und leicht zu halsen sind. Mit Brettvolumina, die zwischen 85 und 150 Litern liegen, decken sie den größten Bereich bei den Windsurfbrettern ab, und werden von Surfern jedes Alters und Gewichtes gefahren. Ihr Einsatzzweck ist hauptsächlich "normales" Fahren, ob zur Entspannung oder um das einzigartige Gefühl des "Dahingleitens" zu erleben.
- Freestyle: Diese Bretter zeichnen sich durch hohe Drehfreudigkeit und Manövrierbarkeit aus und liegen im Volumenbereich von ca. 95 bis 120 Litern. Sie werden vornehmlich zum Ausführen von speziellen Manövern wie diversen Sprüngen, Rotationstricks und Segeltricks benutzt.
- Freemove: Bretter dieser Kategorie verbinden Eigenschaften von Wave- und Freestylebrettern und verstehen sich als eine Art "allrounder". Ihre Volumina liegen circa zwischen 85 und 105 Litern, und gehören damit meist auch zu den "Sinkerbrettern".
- Formula: Formulabretter sind im Vergleich zu den obigen Brettarten breiter, und voluminöser, sind auf Geschwindigkeit und "Höhe laufen" optimiert, und kommen im professionellen Wettkampf öfter vor als im Hobbybereich. Merkmale der Brettkonstruktion sind hohe Kippstabilität bei gleichzeit relativ wenig Reibung: Der Surfer verlagert das Gewicht derart, dass nur eine Hälfte des Brettes Wasserkontakt hat, verringert somit also die Reibung, und kann trotzdem bei Halsen und Wenden leichter das Gleichgewicht halten.
- Speed: Die speziellen Bretter dieser Kategorie finden im Hobbybereich weniger Verbreitung und werden zumeist von Profis (z.B. Finian Maynard, Bjorn Dunkerbeck) eingesetzt um neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen.
Wellenreiten
Beim Wellenreiten werden grundsätzlich zwei verschiedene Brettarten unterschieden: das Longboard und das Shortboard (auch Funboard genannt). Wie der Name schon sagt wird in der Länge unterschieden. Von einem Longboard spricht man normalerweise, wenn die Länge 8 Fuß überschreitet. Kürzere Surfbretter werden als Shortboard bezeichnet.
- Beim Longboard werden zusätzlich diejenigen unter 9 Fuß oft auch als Malibu bezeichnet. Longboards sind meist relativ dick und haben eine gerundete Spitze, auch Nose genannt.
- Unter 8 Fuß gibt es verschiedenste Formen, sie werden allgemein als Shortboard bezeichnet:
- Bis zu 8 Fuß lang sind Guns (Gewehr) die sehr schlank und spitzig gestaltet sind und für große Wellen verwendet werden.
- Dann gibt es Mini-Malibus, die kürzer als 8 Fuß sind, von der Form aber einem Longboard gleichen.
- Evolution Boards sind für Anfänger gedacht, um einen Einstieg mit Shortboards zu erleichtern. Diese sind breiter, länger und dicker als normale Shortboards von der Form her aber ähnlich mit spitz zulaufender Nose.
- Standard Shortboards haben eine Länge zwischen 6 Fuß und 7 Fuß und werden je nach Können und Erfahrung eingesetzt. Diese werden meist für sportliche Wettbewerbe verwendet.
- Noch kürzere Surfbretter werden Fish (Fisch), Frog (Frosch) oder Egg (Ei) genannt.
Das Kernmaterial bei Surfbrettern ist meist aus Epoxy. Die Beschichtung ist meist aus Glasfaser. Neuerdings wird bei Wellenreitbrettern ein Kern verwendet der in der Mitte eine heliumgefüllte Blase enthält, was das Gewicht der Surfbretter zusätzlich reduziert. Um die Längsstabilität zu gewährleisten wird längs ein dünnes Stück Holz eingebaut, der Stringer.
Bodyboard
Ein Bodyboard (oder auch boogieboard) ist eine Art kurzes Surfbrett zum Wellenreiten.
Im Gegensatz zum Surfbrett kniet oder liegt man jedoch auf einem Bodyboard. Erfunden von Tom Morey in den 1970ern , der mit seiner Firma (morey-boogie) 25 Jahre ein Patent darauf hatte, inzwischen gibt es auch jede Menge anderer Hersteller.
Es gibt einfache Anfängerboards für Kinder bis hin zu Professional Boards die bis zu 400 Euro kosten.
Es besteht aus Schaumstoff bzw. Hartschaum PE oder PP bei den stabileren mit Stringern wie beim Surfbrett. Es kann in fast allen Wellen von 0,5 - 5 Meter benutzt werden, vor allen für steile Beachbreaks mit schnell brechenden Wellen wie z.B. in Puerto Escondido in Mexico. Am besten noch mit speziellen Bodyboardflossen Chuchil oder Redley an den Füssen zum schnelleren reinpaddeln.
Vorteil: leicht zu transportieren keine Verletzungsgefahr durch das Board selbst, kein Stress mit Airlines wg. Transport und macht immer und überall Riesen Spaß.
Kitesurfen
Beim Kite-Surfen unterscheidet man zwischen Directional-Boards und Bi-Directional-Boards:
- Ein Directional-Board besitzt 2-3 Fußschlaufen und kann, wie der Name schon sagt, nur in eine Richtung gefahren werden. Möchte man in die andere Richtung fahren, muss man entsprechend umsteigen. Dies ist grundsätzlich während der Fahrt möglich (Halse), allerdings setzt dies etwas Geschick voraus. Alternativ muss die Fahrt unterbrochen und das Brett gedreht werden. Der große Vorteil dieses Typs ist, dass es mehr Volumen und daher mehr Auftrieb auf dem Wasser besitzt und dadurch für Anfänger besser geeignet ist (da man bei Lenkbewegungen nicht sofort untergeht). Auch die größeren Finnen ermöglichen ein leichteres und Fehler verzeihendes Fahren.
- Ein Bi-Directional-Board besitzt 2 Fußschlaufen und ist (fast) symmetrisch gebaut. Daher kann in beide Richtungen ohne Fußwechsel gefahren werden. Da dieser Typ weniger Volumen und kleinere Finnen besitzt, muss schneller und mehr über die Kante gefahren werden als bei Directionals. Beinahe jeder Fortgeschrittene fährt diesen Board-Typ.
- Ein Waveboard besitzt wie das Bi-Drectional 2 Fußschlaufen ist aber extra für das Kitesurfen in der Welle hergestellt. Vorteil ist das es sich leichter in die welle hinein trehen lässt
Siehe auch: Segeln, Windsurfen, Kitesurfen, Wellenreiten
Kategorie:Bootstyp
Kategorie:Wassersport
Kategorie:Surfen
Kategorie:Sportgerät
ja:サーフィン
Kategorie:Wassersport
Kategorie:Sportart
Wikipedia:Articles for deletion/Aethyr clans
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