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Stausee
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Ein Stausee ist ein künstlich angelegter Wasserspeicher, der sich in einem Tal hinter einem Absperrbauwerk - zum Beispiel einer Talsperre oder Staustufe bzw. einem Wehr - befindet. Ein kleiner Stausee wird auch als Staubecken bezeichnet. Ein Stausee ist ein Teil einer Stauanlage. Als Stausee wird teils auch ein auf natürliche Weise entstandener See hinter einem Bergsturz, einer Gletscherzunge oder einem Lavastrom bezeichnet.
Allgemeines
Beide zuvor genannte Arten - künstlich oder natürlich - hindern das Wasser von Fließgewässern und den direkt auf die Wasseroberfläche auftreffenden Niederschlag am Weiterfließen, bis es wegen Hochwasser bzw. zum Zweck der Elektrizitätsgewinnung an der Talsperre abgelassen werden muss oder auf natürliche Weise zum Beispiel über den Lavastrom überläuft.
Während eine Talsperre mit ihrem Kraftwerk zum Zweck der Energieerzeugung errichtet wird, dient der Speicherraum eines Stausees dem Hochwasserschutz sowie der Trink- und Brauchwassergewinnung. Der eigentliche Stausee ist meist als Freizeit- und Erholungsgebiet ausgewiesen, so dass Wassersport der verschiedensten Art betrieben werden kann. Auch die Umgebung vieler Stauseen - Berge, Wälder und Orte - dient oft solchen Zwecken.
Siehe auch
- Liste der größten Stauseen der Erde
- Liste der Stauseen in Österreich
- Liste der Speicherseen in der Schweiz
- Liste der größten Talsperren der Erde
- Liste von Talsperren in Deutschland
- Liste der Talsperren der Welt
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Kategorie:Stausee
Tal
Ein Tal ist ein geomorphologisches Phänomen.
Fließende Wässer schaffen in Verbindung mit bestimmten tektonischen Prozessen (wie Aufwölbung der Erdoberfläche bzw. Gebirgsbildung) bestimmte Talprofile. Faktoren sind z.B. Stärke der Erosion bzw. Reliefenergie, Gesteinsart und Lagerungsverhältnisse der Gesteine. Täler können aber auch durch andere Gegebenheiten entstehen. Man unterscheidet z.B. zwischen Klamm, Canon, Kerbtal (V-Tal), Muldental und dem Kasten- oder Sohlental.
In Hochgebirgen mit früherer größerer Gletscherausdehnung unterscheidet man das U-Tal und das V-Tal. Das U-Tal, auch Trogtal genannt, wurde durch einen Gletscher geschliffen, das V-Tal (Kerbtal) entstand durch einen Bach, der sich immer tiefer in das Gebirge eingrub.
Das Wort geht zurück auf die indogermanische Wurzel "dhel-" = Biegung, Höhlung, Wölbung und ist mit dem Wort Delle verwandt.
Der tieftste Punkt beziehungsweise die tiefste Linie eines Tales wird als Talsohle bezeichnet. In Flusstälern wird sie durch den Fluss gebildet. Der Begriff Talsohle wird oft auch als Synonym für Tiefpunkte (z.B. der wirtschaflichen Lage) benutzt. Beispiele: „Wir haben die Talsohle erreicht“ oder „Wir durchschreiten die Talsohle“.
Kategorie:Geomorphologie
!Tal
AbsperrbauwerkEin Absperrbauwerk ist als Teil einer Stauanlage ein von Menschen geschaffenes Bauwerk, das zumeist im Lauf von Fließgewässern errichtet wird, um einen Stausee entstehen zu lassen und in Kraftwerken Elektrizität zu erzeugen.
Ein Absperrbauwerk kann beispielsweise im Rahmen von Talsperren unter anderen auch eine Verteidigungsanlage (zum Beispiel Porta Claudia), im Rahmen von Mauern (zum Beispiel Chinesische Mauer, Berliner Mauer) und Zäunen (zum Beispiel Grenzzaun der ehemaligen DDR) auch eine künstlich geschaffene Grenzanlage sein. Diesbezüglich ist auch eine Kombination von Dämmen, Erdwällen, Mauern und Zäunen (zum Beispiel Limes) möglich.
Absperrbauwerk-Arten:
- Damm
- Damm (Wall)
- Deich
- Talsperre
- Staudamm
- Erdwall
- Lawinenschutzbauten
- Mauer
- Talsperre
- Staumauer
- Staustufe
- Wehr
- Zaun
Kategorie:Staudamm
Kategorie:Staumauer
Kategorie:Wasserbau
Kategorie:Wehr
Staustufe
Eine Staustufe ist eine Anlage zum Aufstauen eines Flusses zur Regelung des Wasserstandes flussaufwärts und flussabwärts. Meistens liegen in einem staugeregelten Flußabschnitt mehrere Staustufen hintereinander. Eine Staustufe, hinter der ein Stausee entsteht, ist ein Teil einer Stauanlage.
Es handelt sich um eine Stauanlage, die im Wesentlichen nur den Fluss und nicht die ganze Talbreite absperrt. Sie besteht aus Absperrbauwerken (Wehr mit seitlichen Dämmen, ggf. einem Krafthaus und einer Schiffsschleuse) und der Stauhaltung.
Das Absperrbauwerk (Überlaufbauwerk) ist meist ein Wehr, seltener eine Staumauer oder ein Staudamm. Je nach Bauart wird zwischen verschiedenen Wehren unterschieden:
- Wehr mit freiem Überfall: Wehr, dessen Abfluss nicht vom Unterwasser beeinflusst wird
- Wehr mit unvollkommenem Überfall: Wehr, bei dem das Wasser von unten zurückstaut
- festes Wehr, ohne Klappen oder bewegliche Teile
- bewegliches Wehr mit beweglichen Verschlüssen zur Regulierung der Wassermenge
- Wehr mit scharfkantiger Krone: Überfall ist so geformt, dass das darüberfließende Wasser sich ablöst (Dreieckswehr)
- kombiniertes Wehr mit zwei oder mehr Abschnitten unterschiedlicher Bauart oder unterschiedlichen Abmessungen
Größere Wehre haben mehrere Wehrfelder mit Klappen, die getrennt voneinander bedient werden können. Aus Sicherheitsgründen müssen Wehre ein Feld mehr haben als erforderlich (n+1-Regel), damit eines gefahrlos ausfallen kann.
Wehranlagen an schiffbaren Gewässern verfügen über Schleusen, um der Schifffahrt die Überwindung des Höhenunterschieds zu ermöglichen.
Beispiele für durch Staustufen geregelte Flüsse sind:
- Oberrhein zwischen Basel und Iffezheim
- Main
- Mosel
- Elbe oberhalb Usti (Aussig)
- Donau zwischen Jochenstein und Wien (Details: Österreichische Donaukraftwerke AG)
- Neckar zwischen der Mündung in den Rhein und Plochingen
Sehr kleine Staustufen dienen der Abflussmessung (Pegel). Die Höhe des Wasserstandes über dem Überfall gibt Auskunft über die abfließende Wassermenge. Der Überfall eines Pegels enthält meist eine dreieckförmige Aussparung für kleine Wassermengen.
Im saloppen Ton von Radiomoderatoren ist eine Staustufe ein Gradmesser für einen Verkehrsstau auf der Straße.
Kategorie: Wasserbau
Kategorie: Wasserwirtschaft
StauanlageStauanlagen sind Einrichtungen zum Anheben des Wasserspiegels oder dienen der Speicherung von Wasser oder Schlamm. Nach DIN 19700, die diese Bezeichnung trägt, wird unterschieden zwischen Talsperren, Hochwasserrückhaltebecken, Staustufen, Pumpspeicherbecken und Sedimentationsanlagen. Auch Wehre sind Stauanlagen.
Als Stauanlagen gelten in der Schweiz nach Schweizer Bundesgesetz auch Bauwerke für den Rückhalt von Geschiebe, Eis und Schnee, wenn sie Wasser aufstauen können.
Stauanlagen setzen sich aus einem Absperrbauwerk - Talsperre, Staustufe oder Wehr - und einem Stausee (bei kleinen auch Staubecken genannt) zusammen. Sie können sich in oder neben einem Fließgewässer befinden (Hauptschluss oder Nebenschluss).
Der Bau und Betrieb von Stauanlagen benötigt in Deutschland eine wasserrechtliche Genehmigung. Je nach Art der Stauanlage können von ihr biologische, chemische oder physikalische Beeinträchtigungen der Eigenschaften eines Gewässers und seiner Aue ausgehen. Beim Neubau einer Stauanlage muss der Eingriff in Natur und Landschaft durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden.
Stauanlagen stellen ein erhebliches Gefährdungspotential für die Unterlieger dar und bedürfen deshalb einer sorgfältigen Planung und Ausführung, eines entsprechenden Betriebs und einer besonderen Überwachung. Die Betreiber sind in Deutschland verpflichtet, regelmäßig Sicherheitsberichte vorzulegen bzw. vertiefte Überprüfungen durchzuführen.
Literatur
- DIN 19700 "Stauanlagen", Beuth Verlag, Berlin, 2004-07
Weblinks
- [http://www.bwg.admin.ch/themen/sperren/d/stauanla.htm Stauanlagen in der Schweiz]
- http://www.lua.nrw.de/wasser/stauanl/stauverz.pdf - Stauanlagenverzeichnis Nordrhein-Westfalen
Kategorie:Wasserbau
Gletscher]]
Ein Gletscher ist eine bis zu mehrere hundert Meter dicke Eismasse, die sich durch das Eigengewicht in langsamem Fluss talwärts bewegt.
Etymologie
Das Wort Gletscher ist entlehnt aus Westalpen-romanisch glatscharju „Gletscher, [eigentlich:] Eisbehälter“. Dieses wiederum ist abgeleitet aus dem lateinischen glacies („Eis“).
In den Ostalpen ist vom Oberinntal bis zum Zillertal (Zamser Grund) die Bezeichnung Ferner (vgl. Firn) üblich; damit wurde also zunächst der Schnee von fern, d. h. aus dem letzten Jahr bezeichnet. Östlich des Zillertals (Venedigergruppe, Hohe Tauern) verwendet man die Bezeichnung Kees, die wahrscheinlich aus einer prä-indogermanischen Sprache stammt.
Gletscherentstehung
Ein Gletscher entsteht durch die Ansammlung von Schnee, der nicht schmilzt, sondern sich immer weiter ansammelt. Frisch gefallener Neuschnee bildet eine Schicht aus nur leicht verdichteten Schneekristallen und mit Luft gefüllten Hohlräumen. Fällt erneut Schnee, so legt er sich über diese bereits existierende Schicht und drückt die mit Luft gefüllten Hohlräume so zusammen, dass sie kleiner werden. Dieses Eis ist halb durchsichtig blau oder grün gefärbt. Gletschereis hat eine Dichte von bis zu 0,918 g/cm³, während die Dichte von Pulverschnee nur 0,06 g/cm³ beträgt. Der Luftgehalt von Pulverschnee beträgt also 90%, der von Gletschereis nur noch 2%. Der Luftgehalt von Firn bzw. Firneis, die Zwischenstufen im Entstehungsprozess von Gletschereis, beträgt 60 respektive 30%. Es tritt daher im Verlauf der Gletschereisbildung eine sehr starke Verdichtung auf.
Verdichtung
Je nach Entstehungsweise und Entwicklungsstadium unterscheidet man heute im Allgemeinen folgende Arten von Gletschern:
- Hanggletscher
- Talgletscher: Eismassen, die ein deutlich begrenztes Einzugsgebiet besitzen und sich unter dem Einfluss der Schwerkraft in einem Tal abwärts bewegen. Sowohl der Umfang des Schmelzwassers als auch die Fließgeschwindigkeit des Gletschers variieren im Jahresverlauf mit einem Maximum im jeweiligen Sommer. Obwohl Talgletscher nur etwa 1% der vergletscherten Gebiete der Erde ausmachen, sind sie wegen ihres imposanten Aussehens der bekannteste Gletschertyp (z.B. Aletschgletscher).
- Inlandeis oder Eisschild: Die größten Gletscher überhaupt. Eismassen, die so mächtig werden, dass sie das vorhandene Relief fast vollständig überdecken und sich auch weitgehend unabhängig von diesem bewegen. Einige Wissenschaftler unterscheiden jedoch zwischen den kleineren Gletschern und den großen Inlandeismassen, die sie deshalb nicht als Gletscher bezeichnen.
- Auslassgletscher:
- Plateaugletscher: Ein "kleines" Inlandeis, begrenzt auf Hochplateaus.
- Eisstromnetz: Wachsen Talgletscher so stark an, dass das Gletschereis die Talscheiden überfließen kann, spricht man von einem Eisstromnetz. Die Bewegung des Eises wird aber dennoch vor allem vom vorhandenen Relief gesteuert. Die Alpen bildeten auf dem Höhepunkt der jüngsten Vereisung solch ein Netz.
- Pultgletscher
- Kargletscher: Eismassen geringer Größe, die sich in einer Mulde, dem sogenannten Kar, befinden. Kargletscher besitzen keine deutlich ausgebildete Gletscherzunge. Bei Kargletschern handelt es sich um Überreste von Talgletschern, die ihre Zunge verloren haben.
Nährgebiete und Zehrgebiete
Talgletschern]]
Auf einem Gletscher gibt es immer ein Nährgebiet und ein Zehrgebiet. Im Nährgebiet bleibt der Schnee auch während der warmen Jahreszeit erhalten, so dass er sich durch Temperaturwechsel und Druck im Lauf mehrerer Jahre zu Gletschereis umformt, was in den Alpen etwa zehn Jahre in Anspruch nimmt. Durch das Fließen des Eises gelangt es mit der Zeit in tiefere und für die Sonnenstrahlung exponiertere Regionen, in denen das Gletschereis zu schmelzen beginnt und in Form von Gletscherabflüssen, meist Sturzbächen, talwärts abfließt. Diese Region wird als Zehrgebiet (Gletscherzunge) bezeichnet.
Die Größe des Nähr- und Zehrgebietes variiert jedes Jahr in Abhängigkeit der Schneemenge im Winter und des sommerlichen Witterungsverlaufs. Dadurch wird der Gesamthaushalt des Gletschers bestimmt, sprich ob er sich vergrößert oder verkleinert.
Gletscher und Klima
Obwohl Gletscher nur einen geringen Teil der Erdoberfläche ausmachen, ist weitgehend unumstritten, dass sie das lokale wie weltweite Klima sehr stark beeinflussen. Dabei sind zwei physikalische Eigenschhaften von Bedeutung:
- Die Albedo der Erdoberfläche erhöht sich massiv. Das heißt, eintreffendes Sonnenlicht wird zu nahezu 90% zurück gespiegelt, wodurch es seinen wärmenden Energieeintrag in die Biosphäre nicht entfalten kann. Ein einmal ausgedehnter Gletscher hat daher die Tendenz, weiter abzukühlen und durch das über ihm entstehende Hochdruckgebiet in Verbindung mit tiefen Temperaturen sich weiter auszudehnen.
- Der Gletscher wirkt als Massespeicher. Wasser wird in Form von Eis in den Gletschern gespeichert und so dem Wasserreservoir vorübergehend entzogen. Dadurch werden Wassermassen oberhalb in fester Form gehalten, die sonst weltweit zu einem Ansteigen des Meeresspiegels führen würden. Dies gilt im Besonderen für den süd-polaren Bereich. (Das Nordpoleis schwimmt und ragt nur soweit aus dem Wasser, wie es seiner Verdrängung entspricht. Durch das Abschmelzen des Nordpolareises kann also der Wasserspiegel der Meere nicht ansteigen.)
Die Wirkung des vermehrten Eintrags von Schmelzwasser auf die Meeresströmungen, insbesondere auf das Golfstromsystem, ist derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.
Heute schmelzen viele Gletscher in den Gebirgen aufgrund der Globalen Erwärmung. Sie sind ein Indikator für das Langzeitklima.
Gletscher als Landschaftsformer
Langzeitklima]]
Gletscher sind bedeutende Landschaftsformer; insbesondere während der Eiszeiten wurden viele Gebirge umgeformt und das abgetragene Gestein an anderer Stelle als Moränen wieder aufgehäuft. Gletscher stellen auch eine sichere Wasserversorgung vieler Flüsse in der niederschlagsarmen Sommerzeit dar.
In den Polargebieten münden viele Gletscher direkt ins Meer. Das von ihnen abbrechende Eis (Kalben des Gletschers) wird zu Eisbergen. Tafeleisberge haben einen anderen Entstehungsmechanismus.
10 % (15.000.000 km²) der Erdoberfläche werden zurzeit von Gletschereis bedeckt, während der letzten Eiszeit waren es 32 %. In Gletschern wird 75 % des Süßwassers gespeichert. Bei einem Abschmelzen des gesamten Gletschereises würde sich der Meeresspiegel weltweit um 70 m anheben. Das Eis in der Antarktis ist zum Teil über 40 Millionen Jahre alt. Ohne den schweren Eispanzer würden sich Teile der Antarktis aufgrund der Isostasie um bis zu 2.500 Meter anheben. Wird das Eis durch den Eigendruck stark komprimiert, verkleinern sich die Lufteinschlüsse in der Kristallstruktur. Dadurch werden alle Farben absorbiert, lediglich der blaue Anteil wird reflektiert: das Eis schimmert bläulich. Das letzte markante Gletscherwachstum fand während der „kleinen Eiszeit“ statt und endete vor etwa 150 Jahren. Seitdem verkleinert sich die Gletschermasse kontinuierlich, mit einem jedoch stark erhöhten Abschmelzen in den letzten Jahrzehnten.
Die Vorstellung, dass Gletscher die Landschaften dieser Erde wesentlich geformt haben, ist jedoch noch nicht sehr alt: Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein hielten die meisten Gelehrten daran fest, dass die Sintflut die Gestalt der Erde prägte.
Die Schweizerische Naturforschende Gesellschaft schrieb jedoch 1817 einen Preis für ein Thesenpapier zu dem Thema aus "Ist es wahr, dass unsere höheren Alpen seit einer Reihe von Jahren verwildern?" Und spezifizierte weiterhin, dass " eine unpartheyische Zusammenstellung mehrjähriger Beobachtungen über das teilweise Vorrücken und Zurücktreten der Glescher in den Quertälern, über das Ansetzen und Verschwinden derselben auf den Höhen; Aufsuchung und Bestimmung der hier und da durch die vorgeschobenen Felstrümmer kenntlichen ehemaligen tiefern Grenzen verschiedener Gletscher" gesucht sei.
Ausgezeichnet wurde 1822 eine Arbeit von Ignaz Venetz, der auf Grund der Verteilung von Findlingen und Moränen schloss, dass einst weite Teile Europas vergletschert waren. Seine These fand jedoch nur Gehör bei Jean de Charpentier, der wiederum 1834 diese These in Luzern vortrug und dem es gelang, Louis Agassiz davon zu überzeugen. Dem rhetorisch begabten Agassiz, der in den nachfolgenden Jahren intensive Studien zur Gletscherkunde betrieb, gelang es schließlich diese Auffassung als allgemeine Lehrmeinung durchzusetzen.
Gefahren durch Gletscher
Die von Gletschern ausgehenden Gefahren werden nach der Ursache in 3 Kategorien eingeteilt: Gefahren durch Längen- und Geometrieänderungen, Gefahren durch Gletscherhochwasser, Gefahren durch Gletscher- und Eisstürze. Durch Geometrieänderungen können Bauwerke, die sich unmittelbar am Gletscherrand befinden, gefährdet sein. Nach Gletscherrückgang freigelegte Moränen und Felswände können instabil werden, so dass es zu Rutschungen und Hangabstürzen kommt. Gletscherhochwasser sind nicht niederschlagsbedingte Hochwasserereignisse, die durch plötzliche Entleerung von durch den Gletscher aufgestaute Seen oder im Gletscher gespeicherten, verborgenen Wassertaschen entstehen. Diese Ausbrüche verursachen oft verheerende Flutwellen, die zu großen Schäden im Tal führen. Bei Hängegletschern kommt es regelmäßig zu großen Eisabbrüchen. Dadurch ausgelöste Eislawinen können eine Gefahr für Siedlungen und Verkehrswege darstellen.
Rekorde und andere Infos
Louis Agassiz
Größe:
- der größte Gletscher der Erde (ohne Inlandeis) ist der Lambert-Gletscher (Antarktis)
- der größte außerpolare Gebirgsgletscher der Erde ist mit 4.275 km² Fläche der Malaspina (Alaska)
- der größte europäische Gletscher ist mit 8.200 km² Fläche der Austfonna (Svalbard/Norwegen)
- der größte europäische Festlandgletscher ist mit ca. 500 km² Fläche der Jostedalsbreen (Norwegen)
- der größte und längste Alpen-Gletscher ist der Aletschgletscher (117,6 km² / 23,6 km)
- der größte Gletscher in Deutschland ist der Schneeferner an der Zugspitze
- der größte Gletscher in Österreich ist die Pasterze am Großglockner
- der größte Gletscher Südamerikas ist das Campo de Hielo Sur in Chile
Talhöhe:
- der in den Alpen am tiefsten in ein Tal reichende Gletscher ist mit bis etwa 1.400 m ü. NN der Glacier des Bossons am Mont Blanc
Äquatornähe:
- die äquatornächsten Gletscher befinden sich auf dem Mount-Kenya-Massiv (Afrika)
- der äquatornächste Gletscher, der sogar ins Meer kalbt, ist der Ventisquero San Rafael, ein Teil des Campo de Hielo Norte (Chile) nahe des 45. südlichen Breitengrads (entspricht auf der Nordhalbkugel etwa der Lage von Mailand)
Fließgeschwindigkeit:
- der am schnellsten fließende Gletscher der Erde ist der Kutiah Gletscher (Pakistan); 1953 wurde eine Fließgeschwindigkeit von 12 km in drei Monaten gemessen, das entspricht im Durchschnitt 112 m pro Tag.
- Alpen-Gletscher bewegen sich mit 30 bis 150 m pro Jahr
- Himalaya-Gletscher fließen mit 500 bis 1.500 m im Jahr, also 2 bis 4 m am Tag
- Grönland-Gletscher bewegen sie sich 3 bis 10 km pro Jahr bzw. zirka 10 bis 30 m am Tag
Literatur
- Erich Obst, Josef Schmithüsen, Friedrich Wilhelm: Lehrbuch der Allgemeinen Geographie, Bd.3/3, Schneekunde und Gletscherkunde; Gruyter Verlag; 1974; ISBN 3110049058
Siehe auch
- Gletscherschmelze - Das durch den Klimawandel verursachte Abschmelzen der Gletscher
- Exaration - Prozes der Gletschererosion
- Glazialmorphologie - Aufbau der Gletscher
- Gletschermilch - Endmoräne - Mittelmoräne - Gletscherzunge - Gletscherspalte - Bergschrund - Randkluft - Toteis - Nunatak - Glaziale Serie
- Gletscherforscher: Louis Agassiz
- Verschiedene Gletscher (siehe Kategorie Gletscher): Wildspitze - Schneeferner - Malaspinagletscher - Liste der Schweizer Gletscher
Weblinks
- [http://www.awi-bremerhaven.de/GPH/eLEARN/Gletscher.html Glaziologie für Anfänger beim Alfred Wegener Institut]
- [http://www.glaciers-online.net/ Glaciers-online: Grosser Gletscherkunde-Site, derzeit nur auf Englisch]
- [http://www.gletscherarchiv.de/ Dokumentation des Gletscherrückgangs]
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Kategorie:Geologie
Kategorie:Geomorphologie
Kategorie:Physische Geographie
FließgewässerEin Fließgewässer ist ein Oberflächengewässer des Binnenlandes, in dem sich im Gegensatz zu stehenden Gewässern wie Seen oder Tümpeln Wasser über lange Strecken in Bewegung befindet. Der Begriff umfasst dabei Gewässer, die im normalen Sprachgebrauch als Rinnsale, Bäche und Flüsse bekannt sind. Die fließende Bewegung ist Grundlage für Auswaschungen.
Die Erforschung der Binnengewässer, also der Gesamtheit von Stillgewässern und Fließgewässern, erfolgt in der Wissenschaft der Limnologie, einem Teilbereich der Ökologie.
Definitionen für Fließgewässer
In der Hydrologie sind Fließgewässer im Gegensatz zu stehenden Gewässern offene Ökosysteme und unterliegen aufgrund eines Gefälles der Schwerkraft. Sie münden fast immer in Meere oder in Ausnahmefällen in stehende Gewässer. Unterirdische fließende Gewässer und stehende Gewässer bezeichnet man als Grundwasser und Höhlengewässer.
Rechtlich gesehen, z.B. im Sinne des Landeswassergesetzes Nordrhein-Westfalen, sind Fließgewässer oberirdische Gewässer mit ständigem oder zeitweiligem Abfluss, die der Vorflut für Grundstücke mehrerer Eigentümer dienen.
Einteilung und Beschreibung der Fließgewässer
Kriterien zur Unterscheidung von Fließgewässern können die Breite, die Wasserführung, die Fließgeschwindigkeit und das Einzugsgebiet sein. Nach Breite des Wasserspiegels unterscheidet man
- Quellbäche (bis 1 m breit, Einzugsgebiet bis 2 km2)
- große Bäche (1-3 m breit, Einzugsgebiet 2-50 km2)
- kleine Flüsse (3-10 m breit, Einzugsgebiet bis 50-300 km2)
- große Flüsse und Ströme (mehr als 10 m breit, Einzugsgebiet größer als 3000 km2)
Die biologische Qualität von Fließgewässern wird anhand des Saprobiensystems in Gewässergüteklassen eingeteilt. Eine aktuell weitgehend akzeptierte ökologische Klassifikation bietet das River Continuum Concept.
In Abhängigkeit vom Wasserangebot (z.B. Niederschlag) kann es in einem Fließgewässer zu Hochwasserereignissen oder Niedrigwasserzeiten kommen. Aus Wasserstandsaufzeichnungen z.B. von Pegeln kann ein Mittelwasserstand bestimmt werden.
Kategorie:Limnologie
Kategorie:Biotop
Kategorie:Wasserwirtschaft
Kategorie:Gewässer
Kategorie:Fluss
simple:Stream
ElektrizitätElektrizität (von griechisch ήλεκτρο (ilektro) „Bernstein“) ist der Oberbegriff für alle Phänomene, die ihre Ursache entweder in ruhender elektrischer Ladung oder bewegter Ladung (Ströme) sowie deren elektrischen und magnetischen Feldern haben. Die Träger der elektrischen Ladung sind negativ geladene Elektronen und positiv geladene Protonen und Ionen. Gleichnamige Ladungen stoßen sich ab, ungleichnamige Ladungen ziehen einander an. Wegen der Wechselwirkungskräfte kommt der Elektrizität auch eine Bedeutung als Energieträger zu. Elektrische Ladungen sind die Quellen des elektrischen Feldes, bewegte Ladungen die Ursache für magnetische Felder.
Elektromagnetische Wellen (wie z.B. Licht) sind Erregungen des elektromagnetischen Feldes und können sich nach Entstehung unabhängig von Ladungsträgern im Raum (als Photonen) ausbreiten d.h. fortbewegen, sie wechselwirken aber auch mit Materie.
Bewegung elektrischer Ladung findet in elektrischen Leitern durch Bewegung freier Elektronen und in Flüssigkeiten durch Ionenbewegung statt. Bei den Festkörpern unterscheidet man zwischen Leitern, Nichtleitern und Halbleitern.
Elektrische Phänomene in der Natur
Halbleiter
Das wohl bekannteste und spektakulärste natürliche Auftreten von Elektrizität ist der Blitz. Mit einem Blitz entladen sich hohe, durch Reibung in den Gewitterwolken aufgebaute elektrostatische Ladungen. Im Verlauf einer solchen Entladung werden sowohl positive wie auch negative Ladungen bewegt.
Aber Elektrizität tritt auch in weniger spektakulärer Form auf. So beruht z. B. die Informationsverarbeitung im Nervensystem von Lebewesen zum Teil auf elektrischen Signalen.
Verschiedene Fische (z.B. der Zitterrochen und der Zitteraal) können hohe elektrische Spannungen aufbauen, um sich damit zu verteidigen. Umgekehrt gelingt es ihnen durch Wahrnehmung elektrischer Signale, die durch die Muskelbewegungen der Fische ausgelöst werden, ihre Beute zu orten.
Elektrizität im Alltag
Umgangssprachlich wird unter Elektrizität meist elektrische Energie verstanden. Zur Charakterisierung von elektrischer Energie wird im Sprachgebrauch meist nur von Strom oder Spannung gesprochen. Dies ist in vielen Fällen falsch, da Auswirkungen von Elektrizität nur bei gemeinsamer Betrachtung von Strom und Spannung zu erklären sind. So erzeugen beispielsweise piezoelektrischen Feuerzeugzünder sehr hohe Spannungen (~1 kV), sind jedoch wegen der geringen Stromstärke nahezu unschädlich. Analog dazu ist das Beispiel bei einer Autobatterie, die eine Spannung von 12 V liefert, aber dabei vergleichsweise hohe Ströme erzeugt.
Im heutigen Alltag ist Elektrizität im Sinne von elektrischer Energie kaum mehr entbehrlich, was dem Menschen meist erst durch Ausfälle von Versorgungsnetzen wieder bewußt wird. Seit über einem Jahrhundert bestimmen Anwendungen von Elektrizität, wie Licht, Wärme und Kraft mehr und mehr das menschliche Leben. Eine ständig wachsende Bedeutung erlangt heute elektrische Energie in der Kommunikations- und Informationstechnologie.
Elektrizität hat je nach Stärke unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Entscheidend für die Auswirkung ist die Stärke der Durchströmung in der Maßeinheit A(Ampere). Geringe Durchströmungen werden beispielsweise zur Förderung von Heilungsprozessen in der Elektrotherapie eingesetzt oder als Impulsgeber für das Herz (Herzschrittmacher). Starke Durchströmungen ab ca. 50 mA können gefährlich und tödlich wirken. Die Elektroschockpistole beispielsweise gibt mehrfach starke elektrische Impulse an das Opfer ab und verursacht schmerzhafte nicht kontrollierbare Muskelkontraktionen. Bei empfindlichen Personen können Atemlähmungen und Herzstillstand auftreten. Derartige Durchströmungen werden auch eingesetzt, um Menschen gezielt zu töten, wie dies auch mit dem elektrischen Stuhl geschieht.
Behandlung in den Naturwissenschaften
Die verschiedenen Phänomene der Elektrizität sind Betrachtungsgegenstände in Teilen der Physik und der Chemie:
- Elektrostatik - ruhende elektrische Ladungen, Ladungsverteilungen und elektrische Felder geladener Körper
- Elektrodynamik - elektromagnetische Wellen, elektrische und magnetische Felder, Potenziale und Dynamik elektrisch geladener Teilchen und Objekte
- Quantenelektrodynamik - quantenfeldtheoretische Beschreibung des Elektromagnetismus
- Festkörperphysik - Verhalten elektrischer Ladungen in Leitern, Halbleitern und Nichtleiter, sowie Thermo-, Pyro- und Piezoelektrizität
- Elektrochemie - Zusammenhang zwischen elektrischen und chemischen Vorgängen
Behandlung in den Ingenieurwissenschaften
Die Elektrotechnik bezeichnet denjenigen Bereich der Ingenieurwissenschaft und Technik, der sich mit allen Aspekten der Elektrizität befasst. Hierzu gehören die elektrische Energieerzeugung, die Energieübertragung sowie alle Arten ihrer Nutzung. Dies reicht von den elektrisch betriebenen Maschinen über alle Arten elektrischer Schaltungen für die Steuer-, Mess-, Regelungs- und Computertechnik bis hin zur Nachrichtentechnik.
Elektrizität als Energieträger
Die elektrische Energie berechnet sich als das Produkt aus elektrischer Spannung, Stromstärke und Zeitdauer.
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Gewinnung elektrischer Energie
Siehe dazu eigenständiger Artikel Stromerzeugung
Bei der Gewinnung oder auch Erzeugung elektrischer Energie werden verschiedene der oben beschriebenen Phänomene genutzt. Der größte Anteil des weltweiten (elektrischen) Energiebedarfs wird durch Generatoren in Kraftwerken erzeugt. Dabei kommen unterschiedliche Primärenergieträger zum Einsatz. Die verwendeten Generatoren sind vom Grundprinzip her identisch. Sie nutzen elektrodynamische Effekte zur Ladungstrennung und damit zur Spannungserzeugung. Elektrische Energie aus chemischen Prozessen wird meist in tragbaren Energiequellen, wie Batterieen und Akkumulatoren gewonnen. Genau so wie bei der Brennstoffzelle. Den photoelektrische Effekt nutzt die vergleichsweise junge Technologie der Photovoltaik mit den Solarzellen.
Transport elektrischer Energie
Der Transport elektrischer Energie geschieht in den meisten Fällen durch die Bewegung von Elektronen in Festkörpern.
Es werden dazu Leitungen aus Materialien mit einem geringen spezifischen Widerstand (meistens Metalle) verwendet. Kupfer und Silber gehören zu den besten Leitern, teilweise wird auch Aluminium wegen des geringeren Gewichtes verwendet . Durch den elektrischen Widerstand der Leitungen entstehen Leitungsverluste (Energieverluste) die um so höher sind, je höher die Stromstärke und je länger und dünner die Transportleitung ist. Bei höheren Spannungen kann die gleiche Energiemenge bei geringeren Stromstärken übertragen werden.
Die unvermeidbaren Verluste beim Transport können daher durch Verwendung von hohen Spannungen reduziert werden. Elektrische Hochspannungsleitungen werden z. B. mit Wechselspannungen im Bereich von 10kV bis 380kV betrieben. Zur Veränderung von Wechselspannungen werden Transformatoren eingesetzt. Da die Energie welche häufig in Kraftwerken erzeugt wird, teilweise recht weit von den Verbrauchern entfernt ist, hat der Energietransport einen großen Einfluss auf den Wirkungsgrad des Gesamtsystems.
Zur Zeit versucht man in ersten Pilotprojekten Supraleiter für den Transport elektrischer Energie zu verwenden, da in diesen die Elektronen nahezu widerstandsfrei transportiert werden.
Historische Daten
- Schon in der Antike war den alten Griechen bereits die elektrostatische Aufladung des Bernsteins bekannt, der von ihnen als elektron bezeichnet wurde. Diese Erkenntnis wird Thales von Milet zugeschrieben.
- 1. Jahrhundert v. Chr. Ein parthisches Tongefäß aus der Nähe von Bagdad, das 1936 von Dr. Wilhelm König gefunden wurde, enthält einen Eisenstab und einen Kupferzylinder, der mit Asphalt abgedichtet war. Versuche des Römer- und Pelizaeus-Museums in Hildesheim zeigten, dass mit dieser Anordnung und Traubensaft als Elektrolyt eine Spannung von 0,5 V erreicht werden konnte. Sie könnte zum galvanischen Vergolden verwendet worden sein.
- 1601 William Gilbert untersucht die elektrische Aufladung an vielen Substanzen und führt die Bezeichnung "Electrica" ein.
- 1672 Gottfried Wilhelm von Leibniz entdeckt elektrische Funken durch Reiben (Aufladen) einer kindskopfgroßen Schwefelkugel.
- 1720 Pieter van Musschenbroek, niederländischer Physiker, - 1692 in Leiden, erfindet die Leidener Flasche, den ersten Kondensator.
- 1752 Benjamin Franklin, amerikanischer Politiker, erfindet den Blitzableiter, interpretiert das Phänomen Pluspol und Minuspol.
- 1770 Luigi Galvani, italienischer Mediziner, beobachtet "tierische" Elektrizität an Froschschenkeln (elektrochemische Energie).
- 1776 Alessandro Volta, italienischer Physiker, erfindet das Elektrophor und die Batterie.
- André Marie Ampère (1775 - 1836), französischer Physiker, erfindet das Amperemeter, den elektrischen Telegraphen und den Elektromagneten. Er ist Begründer der Theorie vom Elektromagnetismus.
- Georg Simon Ohm (1789 -1854), deutscher Physiker, formuliert den grundlegenden Zusammenhang zwischen elektrischer Stromstärke und Spannung (siehe Ohmsches Gesetz).
- Hans Christian Ørsted (1777-1851) erkannte den Zusammenhang von Elektrizität und Magnetismus
- Michael Faraday (1791 - 1867), britischer Physiker, Begründer der Elektrodynamik (Induktionsgesetze), formulierte u.a. auch die Gesetze der Elektrolyse.
- James Prescott Joule (1818 - 1889), britischer Physiker, beobachtet und formuliert die Gesetzmäßigkeiten der Wärmeerzeugung durch stromdurchflossene Leiter.
- 1810-1812 - Humphry Davy (Chemiker - 1775-†1829), erzeugte zwischen zwei Kohlestiften, die mit einer Batterie als Stromversorger verbunden waren, einen Lichtbogen und schaffte damit die Grundlagen für die elektrischen Kohlebogenlampe.
- James Clerk Maxwell, schottischer Physiker (1831 - 1879), konzipiert die bis heute grundlegende Theorie der Elektrizität und des Magnetismus ruhender und bewegter Ladungen und Felder. Er stellte die Maxwell-Gleichungen zur Beschreibung elektromagnetischer Phänomene auf, die in leicht abgeänderter Form bis heute gültig sind. Aus Ihnen folgerte er die Existenz der elektromagnetischen Wellen. Er identifiziert das Licht als eine Erscheinungsform derartiger Wellen.
- 1833 Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Eduard Weber senden in Göttungen das erste Telegramm über eine 8000 Fuß lange Telegraphenleitung. "Michelmann kommt" soll der Text gewesen sein;
- 1844 nimmt Samuel F.B. Morse die erste Telegraphenlinie Amerikas in Betrieb.
- 1844 installiert Louis Joseph Deleuil erstmals die Beleuchtung eines öffentlichen Platzes, des Place de la Concorde in Paris, mit Bogenlicht
- 1866 Werner von Siemens entwickelt den Dynamo.
- 1877 erfindet Thomas Alva Edison den Phonographen, er verbessert unter anderem auch das Telefon und macht die elektrische Glühlampe anwendungstauglich, was zu einer Revolution der Strassenbeleuchtung und damit zur erstmaligen Erstellung grösserer Stromnetze führt (zeitgleich in Europa: Zénobe Gramme und Werner von Siemens).
- 1884 erste experimentelle Erzeugung elektromagnetischer Wellen durch Heinrich Hertz.
- 1886 Nikola Tesla begründet durch seinen Sponsor Westinghouse die heute gebräuchliche elektrische Energieübertragung mittels Wechselstrom.
- 1888 Heinrich Hertz (1857 - 1894) erzeugt elektromagnetische Wellen und weist diese in Experimenten nach.
- 1895 Guglielmo Marconi (1874-1937) führt in Bologna Funkversuche durch. Er baut hierbei auf den Entdeckungen von Hertz, Popow und Branly auf.
- 1896 Alexander Stepanowitsch Popow (1859-1905) gelingt auf funktechnischem Wege die Übertragung der Worte "Heinrich Hertz" während einer Demonstration vor der Russischen Physikalischen Gesellschaft.
- 1897 Ferdinand Braun (1850-1918) erfindet die später nach ihm benannte Braunsche Röhre (Kathodenstrahlröhre)
- 1948 Walter H. Brattain und John Bardeen und William Shockley entwickeln den Transistor
Weblinks
- [http://www.sengpielaudio.com/Rechner-ohm.htm Berechnung von Leistung Spannung Stromstärke Widerstand]
- [http://www.sengpielaudio.com/Rechner-ohmschesgesetz.htm Elektrische Berechnungen - Das ohmsche Gesetz und das magische Dreieck]
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/fields/2038.html Stromerzeugung in einzelnen Ländern und weltweit]
Siehe auch
- Strom
Physikalische Einheiten
- ;Ladung in C (Coulomb)
:
:Die kleinste elektrische Ladung ist die Elementarladung e (Naturkonstante), die Ladung eines Elektrons. Sie beträgt ca. 1,602 · 10 -19 C. Die nicht frei beobachtbaren Quarks haben noch kleinere, drittelzahlige Ladungen von .
- ;Stromstärke in A (Ampere)
:Ein Ampere ist die Stärke eines konstanten Stromes, der durch zwei parallele, geradlinige, unendlich lange und im Vakuum im Abstand von einem Meter voneinander angeordnete Leiter von vernachlässigbar kleinem, kreisförmigem Querschnitt fließend, zwischen diesen Leitern pro Meter Leiterlänge die Kraft von 2 · 10 −7 Newton hervorruft.
:
- ;Spannung in V (Volt)
:
- ;Widerstand in Ω (Ohm)
:
- ;Wirkleistung in W (Watt) (umgangssprachlich Leistung genannt; entspricht Arbeit pro Zeit)
:
:Im Gleichstromkreis:
:
:
:
:
:Im Wechselstromkreis:
:
:
- ;Wirkarbeit in kWh (Kilowattstunde), Wh (Wattstunde), Ws oder Joule
:
:
- ;Blindleistung in VAr (von Volt-Ampère-réactif)
:
:
- ;Scheinleistung in VA (Voltampere)
:
:
- ;Blindarbeit in VAs; VArh oder kVArh
:
- ;Scheinarbeit in VAs; VAh oder kVAh
:
Siehe auch: Internationales Einheitensystem
Kategorie:Bernstein
Kategorie:Elektrotechnik
ja:電気
ko:전기
simple:Electricity
Talsperre]
Eine Talsperre ist ein Absperrbauwerk und ein Teil einer Stauanlage. Es umfasst gewöhnlich einen Wasserspeicher (einen Stausee). Eine Talsperre kann auch eine Verteidigungsanlage sein.
Definition
Technisch-fachliche
Die technisch-fachliche Definition ist: Eine Talsperre ist eine Anlage zum Stauen von fließendem Wasser (Stauanlage), die über den Querschnitt des Wasserlaufes hinaus die ganze Talbreite abschließt. Im Gegensatz dazu schließt ein Wehr nur den Querschnitt eines Wasserlaufes auf dessen Breite ab. Der Stauraum dient als Speicher. (DIN 19700-11)
Juristische
Die juristische Definition ist den Wassergesetzen der Länder zu entnehmen, z. B. dem §84 SächsWG: Danach ist eine Talsperre eine Stauanlage von mehr als 5 m Höhe (gemessen von der Bauwerkskrone bis zum tiefsten Geländepunkt im Speicher) und mehr als 100.000 m³ Inhalt. (z.B. LWG NW § 105)
Funktion einer Talsperre
Talsperren dienen folgenden Hauptzwecken:
- Trinkwasserversorgung,
- Energieerzeugung,
- Brauchwasserversorgung (Industrie und Landwirtschaft),
- Hochwasserschutz,
- Niedrigwasseraufhöhung,
- Schiffbarmachung
- Wehranlage
Die Nutzung der Wasserflächen für Freizeit und Erholung ist meist zweitrangig.
Man unterscheidet folgende Ausführungen der Absperrbauwerke:
- Staudamm: Die Talsperre wird aus Gestein und Erde aufgeschüttet. Die Stabilität des Bauwerks ist durch das Eigengewicht und den flachen Böschungswinkel gegeben. Die Oberfläche auf der Wasserseite wird durch eine Lehm oder Tonschicht abgedichtet. Nur der Überlauf wird meist gemauert ausgeführt. Diese Sperren werden oft aber nicht ausschließlich für kleine Becken an kleinen Flüssen verwendet.
: Beispiele: Trinkwassertalsperre Frauenau, Stausee Göscheneralp, Mattmarksee.
- Gewichtsstaumauer oder Schwergewichtsmauer: Diese Mauern werden im Kern aus Mauerwerk oder Beton hergestellt. Die Oberfläche wird abgedichtet und die Mauerkrone befestigt. Auch diese Mauern stehen durch ihr Eigengewicht.
: Beispiele: Grande Dixence, Stausee Mooserboden, Rappbode-Talsperre, Sihlsee, Edertalsperre.
- Bogenstaumauer oder Gewölbestaumauer: Bei sehr hohen und nicht sehr breiten Tälern wendete man die Bogenstaumauern zuerst an. Die Mauer ist nicht gerade, sondern bildet einen gegen die Wasserseite vertikal und horizontal gespannten Bogen. Der durch das Wasser erzeugte Druck auf die Mauer wird über den Bogen auf die seitlich im Berg gelegenen Fundamente abgeleitet. Bei dieser Mauerform ist die Bindung an den Fels besonders wichtig. Bogenstaumauern werden beispielsweise bei Stauseen in der Schweiz und in Österreich am häufigsten angewendet.
: Beispiele: Kölnbreintalsperre, Lac de Mauvoisin, Zervreilasee.
- Pfeilerstaumauer: Das ist im Wesentlichen eine Betonstaumauer mit Pfeilern, die die Kräfte in den Untergrund ableiten, und materialsparenden Zwischenräumen.
: Beispiele: Lucendro, Oleftalsperre, Linachtalsperre
- Permafrost-Talsperren: Eine Sonderform der Staumauer ist in Russland im Permafrostboden des hohen Nordens errichtet worden. Die Mauer besteht aus Gestein und Erde. Als Bindemittel wurde nur Wasser verwendet. Solange der Permafrostboden nicht auftaut, wird die Mauer stabil sein, denn auftretende Risse, in die Wasser eindringt, frieren auf der Luftseite zu.
- Vorsperre: Oftmals haben Talsperren eine Vorsperre, hinter der sich ein "Vorbecken" befindet, um darin von den Zuflüssen mitgeführte Verunreinigungen zurückzuhalten (Baumstämme, Öl, Geröll), was insbesondere bei Anlagen zur Trinkwasserversorgung von Bedeutung ist. Gegen einen über das Sollmaß hinaus gehenden Wasserpegel hilft der Überlauf bzw. die Hochwasserentlastung.
Überwachung
Hinter Talsperren verbirgt sich eine große Gefahr in Form der aufgestauten Wassermengen.
Um die Sicherheit zu erhöhen und damit Talsperren-Katastrophen zu vermeiden, werden laufend Messungen und Kontrollen durchgeführt. Dadurch sollen Veränderungen frühzeitig erkannt werden um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen vornehmen zu können.
- Hochwasserentlastung:Die Hochwasserentlastung dient dem kontrollierten Ableiten von Hochwässern für den Fall, dass der Speicher bereits voll ist und im Einzugsgebiet des Speichers sehr viel Regen fällt. Durch Öffnungen in der Staumauerkrone, über welche eine Brücke führt, kann das Wasser im Hochwasserfall geordnet abfließen.
- Grundablässe:Durch die Grundablässe kann der Speicher bei Gefahr rasch geleert werden.
- Überwachung durch Begehung:Erfahrungsgemäß würden die meisten Veränderungen im Bereich von Talsperren und an den Talsperren selbst durch Beobachtung erkannt werden. Neben dem ständigen Fernüberwachen ist es sehr wichtig, die Talsperren und das umliegende Gelände regelmäßig vor Ort zu besichtigen. Das erfolgt in kurzen Abständen bei periodischen Begehungen.
- Meßtechnische Überwachung
:Mit einem umfangreichen Meßsystem wird erfasst, wie die Talsperre auf die Wasserdruckbelastung und andere äußere Einflüsse reagiert.
: - Wetterstationen: Wetterstationen liefern Temperatur- und Niederschlagswerte. Sie werden gebraucht, um das Verhalten der Sperre beurteilen zu können. Die Wetterwerte werden aber auch benötigt, den Speicherinhalt optimal zu nutzen.
: - Geodätische Messungen: Mindestens einmal jährlich werden geodätische Messungen durchgeführt. Das sind absolute Lage- und Höhenmessungen.
: - Wassermessungen:Das Messen der Sickerwässer ist bei Talsperren besonders wichtig. Vor allem der Untergrund von Sperren ist nie vollständig dicht. Sickerwässer im Untergrund gehören zum normalen Betrieb von Talsperren. Die Sickerwässer lassen Rückschlüsse auf Veränderungen im Sperrenkörper und im Sperrenuntergrund zu. Der Wasserdruck im Fundament von Sperren, der sogenannte Auftrieb, hat bei Beton-Gewichtsmauern besondere Bedeutung. Er wirkt aus dem Gebirgsfundament auf den Sperrenkörper. Durch ausreichendes Ableiten des Sickerwassers wird die Standsicherheit der Sperre gewährleistet. Der Druck auf die Sohle der Sperre wird ständig mit Piezometern oder Manometern gemessen.
: - Verformungsmessungen: Das Messen der Verformungen beruht auf dem physikalischen Prinzip, dass sich jedes Bauwerk verformt, wenn es belastet wird. Staumauern werden durch Wasserdruck und Temperaturschwankungen belastet. Die dadurch auftretenden Verformungen bei Talsperren sind jedoch so gering, dass sie mit freiem Auge nicht zu erkennen sind. Mit Hilfe verschiedener Spezialinstrumente werden alle Bewegungen registriert.
: - Extensometermessung: Bei der Extensometermessung wird die Längenänderung der Staumauer in verschiedene Richtungen der Staumauer registriert.
: - Lotmessung: Mit einem Lot im Inneren der Staumauer wird gemessen, ob sich die Dammkrone horizonal verschiebt.
: - Inklinometermessung: Das Inklinometer misst mögliche Veränderungen des Neigungswinkels einer Staumauer.
Berühmte Talsperren (als Wasserspeicher)
- Akosombo-Staudamm
- Drei-Schluchten-Damm
- Edertalsperre
- Eschbachtalsperre - erste deutsche Trinkwassertalsperre
- Hoover-Staudamm
- Itaipú
- Kölnbreinsperre
- Königin-Sirikit-Staudamm
- Lac du Der-Chantecoq
- Möhnetalsperre
- Assuan-Staudämme
- Rurtalsperre
- Große Dhünntalsperre
- Yesa-Talsperre
Die größten Stauseen der Erde
Hier befindet sich eine Liste der größten Stauseen der Erde.
Berühmte Talsperren (als Verteidigungsanlagen)
- Porta Claudia
Die älteste Talsperre der Erde
Die älteste noch teilweise erhaltene Talsperre der Erde ist das Sadd-el-Kafara im Wadi el Garawi bei Kairo, Ägypten (verschiedenen Angaben zufolge zwischen 2950 und 2500 v. Chr. erbaut)
Die ältesten Talsperren Deutschlands
- Mittlerer Pfauenteich (1298)
- Greifenbachstauweiher Geyer (1396)
- Großer Galgenteich (1465)
- Filzteich Schneeberg (1485)
- Oberer Großhartmannsdorfer Teich (1593)
- Kiliansteich (1610)
- Teufelsteich (1696)
- Oderteich (1722)
Siehe auch
- Damm
- Intze-Prinzip, Otto Intze
- Liste der Speicherseen in der Schweiz
- Liste von Talsperren in Deutschland
- Liste der Talsperren der Welt
- Liste der größten Stauseen der Erde
- Liste der größten Talsperren der Erde
- Talsperren-Katastrophen
- Von Stauseen überflutete Dörfer in der Schweiz
- Wasserkraft
- Wasserverband Eifel-Rur
Weblinks
- [http://www.structurae.de/de/structures/stype/s3.cfm Structurae: Staudämme, Talsperren und andere Stützbauwerke]
- [http://www.swissdams.ch/swisscod/Dams/damText/typesbarrages_d.asp Typen von Talsperren]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249516.html www.wissenschaft.de: Umweltprobleme mit Stauseen]
- [http://www.talsperren.net/Wissenswertes/Bauweise_von_Stauwerken/bauweise_von_stauwerken.html Bauweise von Stauwerken]
- [http://www.stromonline.ch/kraftwerk/1wasserkrschaub.html e-lernen Stausee und Stromproduktion]
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Kategorie:Wasserkraft
Kategorie:Wasserbau
ja:ダム
EnergieerzeugungDie Begriffe Energieumwandlung und Energieerzeugung werden im Allgemeinen zwar unterschiedlich verwendet, sind jedoch im naturwissenschaftlichen bzw. technischen Sinne nahezu identisch.
Energie kann in verschiedenen Formen wie zum Beispiel kinetischer Energie oder thermischer Energie auftreten und auch von einer Form in die andere umgewandelt werden. Verschiedene Arten solcher Energieumwandlungen werden im Artikel Energie aufgelistet und näher erläutert. Ein Beispiel ist die Reibung, die kinetische Energie in thermische umwandelt. Man kann formal davon sprechen, dass dabei Energie der einen Form vernichtet und gleichzeitig Energie der anderen Form erzeugt wird. Für die Gesamtenergie gilt dabei stets der Energieerhaltungssatz, für die einzelnen Energieformen gilt er jedoch nicht. Es ist daher möglich, kinetische Energie zu „vernichten“, weil es keinen Erhaltungssatz für kinetische Energie gibt, aber es muß dann gleichzeitig Energie gleichen Betrags in einer anderen Form „erzeugt“ werden, um den Erhaltungssatz für die Gesamtenergie zu erfüllen. Da dieser Zusammenhang jedoch meist nicht in dieser Form geläufig ist, sich Vernichtung der einen und Erzeugung der anderen Energieform insgesamt betrachtet gegenseitig aufheben und auch Ausdrücke wie Vernichtung von kinetischer Energie leicht falsch verstanden werden, verzichtet man in der Regel auf eine solche Terminologie (siehe aber z.B. den Sprachgebrauch bei Tosbecken).
Der Begriff der Energieerzeugung wird mehr oder weniger fachlich korrekt meist für eine spezielle Form der Energieumwandlung verwendet, bei welcher eine für den Menschen nicht oder schlecht nutzbare Energieform in eine für ihn besser oder sogar universell einsetzbare Energieform umgewandelt wird. Bei letzterer handelt es sich in der Regel um Elektrizität; gewonnen wird sie meist aus thermischer oder mechanischer Energie. Auch diese Energieformen unterliegen dabei bezüglich der Gesamtenergie dem Energieerhaltungsatz, es wird also im eigentlichen Sinne keine Energie erzeugt. Aus diesem Grund meidet man im wissenschaftlichen Sprachgebrauch den Begriff der Energieerzeugung, welcher dennoch in technischen Anwendungsfeldern und besonders in der Energiewirtschaft (Stromerzeugung), nach obiger Bedeutung, seine Anwendung findet.
Die gleiche Überlegung gilt in ähnlicher Weise auch für die Begriffe Energieverbrauch, Energieverschwendung, Energiesparen und Energieverlust.
In ihrer Freiheit werden Energieumwandlungen durch den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik eingeschränkt. Betrachtet man demnach ein abgeschlossenes System, so können immer nur Energieumwandlungen ablaufen, bei denen die Gesamtentropie mindestens gleich bleibt oder (wie in der Praxis stets der Fall) ansteigt. Die verschiedenen Energieformen weisen dabei einen unterschiedlichen Ordnungsgrad auf, weshalb auch beispielsweise Energieformen niedriger Ordnung wie die thermische Energie nicht beliebig in Energieformen höherer Ordnung wie der elektrischen Energie umgewandelt werden können. Hierzu kann es nur kommen, sofern andere Prozesse letztendlich dennoch ein Ansteigen der Gesamtentropie bedingen.
Beispiel 1: Ein Elektromotor hebt ein Gewichtsstück an, es wird elektrische Energie in potentielle Energie umgewandelt. Beide Energieformen tragen keine Entropie, so dass sie theoretisch vollständig ineinander umwandelbar wären (Gesamtentropie bliebe gleich). Technische Unzulänglichkeiten führen immer zu gewissen Verlusten (Umwandlungsverlusten), von denen der größte Teil als Wärme in Erscheinung tritt. Die mit dieser Wärme verbundene und im Prozess erzeugte Entropie stellt das vom Zweiten Hauptsatz in realen Prozessen geforderte Anwachsen der Gesamtentropie sicher. Die Verluste können mit hinreichendem Aufwand beliebig klein gemacht wenn auch in der Praxis nicht völlig vermieden werden.
Beispiel 2: Eine Dampfturbine treibt einen elektrischen Generator an, es wird thermische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Die der Turbine bei der Temperatur T1 zugeführte Wärme ΔQ1 trägt die Entropie ΔS1 = ΔQ1/T1 mit sich. Die erzeugte elektrische Energie ΔW trägt keine Entropie. Würde die gesamte Wärme in elektrische Energie umgewandelt, so würde dabei die Entropie ΔS1 verschwinden, was aber dem Zweiten Hauptsatz widerspräche. Die Turbine muß also eine Abwärme ΔQ2 mit der Temperatur T2 abgeben, welche mindestens die Entropie ΔS1 trägt. Es gilt daher für die Energie: ΔQ1 = ΔW + ΔQ2 und für die Entropie: ΔS2 ≥ ΔS1 ⇔ ΔQ2/T2 ≥ ΔQ1/T1. Aus der zweiten Gleichung folgt ΔQ2 ≥ ΔQ1 · T2/T1. Diese Abwärmeverluste ΔQ2 sind wegen des Zweiten Hauptsatzes zwingend notwendig und können bei vorgegebenen Temperaturen T1 und T2 durch keine technischen Massnahmen unterschritten werden. Dazu kommen noch technisch bedingte Umwandlungsverluste. Die Umwandlung von thermischer Energie in elektrische Energie oder eine andere entropiefreie Energieform ist daher grundsätzlich verlustbehaftet.
Kategorie:Physik
TrinkwasserUnter Trinkwasser versteht man Süßwasser mit einem hohen Maß an Reinheit, das für den menschlichen Gebrauch geeignet ist. Zudem müssen technische Anforderungen (Aggressivität gegen Rohrleitungen, Vermeidung von Ablagerungen) gewährleistet sein. Die Grenzwerte, die es erlauben, ein Wasser als Trinkwasser freizugeben, sind gesetzlich vorgegeben und am Gedanken der Gesundheitsvorsorge orientiert. In Deutschland wird die Beschaffenheit des Trinkwassers durch die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) geregelt. Die am 1. Januar 2003 in Kraft getretene novellierte Fassung stellt die Umsetzung der EG-Richtlinie "über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch" (98/83/EG) in nationales Recht dar.
Im Trinkwasser dürfen keine krankmachenden (pathogene) Keime enthalten sein. Das Wasser muss geruch- und farblos sowie appetitlich sein und von seiner Natur her zum Genuss anregen. Die Grenzwerte für Nitrate und Nitrite sind sehr niedrig. Verunreinigungen infolge von Überdüngung auf landwirtschaftlichen Flächen in den letzten Jahrzehnten führen in vielen Gegenden, deren Trinkwasserversorgung auf der Entnahme von Grundwasser beruht, zu Problemen.
Ebenso sollte ein Mindestmaß an Mineralien vorhanden sein. Die häufigsten Mineralien, die von Wasser aufgelöst werden, sind Calcium- und Magnesiumcarbonate sowie die Sulfate dieser Metalle. Deren Konzentrationen werden als Härte (deutsche Härte) des Wassers angegeben. Trinkwasser sollte mindesten 5° und soll höchstens 25° deutscher Gesamthärte (dH) haben. Der pH-Wert muss zwischen 6,5 und 9,5 liegen.
Wasserversorgung
Eine hygienische und sichere Trinkwasserversorgung ist vermutlich der entscheidende Beitrag zur Gesundheit und Seuchenvermeidung.
Der Mensch benötigt etwa 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag um zu überleben. In Mitteleuropa muss jedoch mit einem Gesamtwasserbedarf von ungefähr 150 bis 200 l/Einwohner am Tag (Waschen, Toiletten, Reinigung etc.) gerechnet werden. Zumeist wird aus technischen Gründen dazu auch Trinkwasser verwendet, da es auch wirtschaftlich kaum realisierbar ist, getrennte Leitungen für Trink- und Nutzwasser zu errichten und zu betreiben. Zudem sind die technischen Anforderungen heute an das Nutzwasser ähnlich hoch wie jene an Trinkwasser.
Wenn das Wasser in den Leitungen steht oder nicht entnommen wird, besteht immer akute Verkeimungsgefahr.
Nutzwasser
Trinkwasser wird meistens als Grundwasser aus Brunnen (siehe Brunnenbau, Artesischer Brunnen) und Quellen gewonnen, aber auch Oberflächenwasser (etwa aus Talsperren oder dem Bodensee) oder auch Flusswasser (direkt aus dem Gewässer entnommen oder als Uferfiltrat) aus Brunnen in Gewässernähe wird zu Trinkwasser aufbereitet. Der Transport zum Verbraucher erfolgt zumeist durch ein Wasserverteilungssystem, bestehend aus Behältern, Pumpen und Leitungen und in seltenen Fällen (zumeist in Notsituationen) durch Tankwagen oder mobile Gebinde (Flaschen, Fässer, Kunststoffsäcke).
In wasserarmen Küstenländern kommen auch Meerwasserentsalzungsanlagen zur Trinkwassergewinnung zum Einsatz.
Organisation der Wasserversorgung
Die Errichtung, Erhaltung und Betrieb von Wasserversorgungsanlagen erfolgt in den meisten Ländern durch Einzelpersonen, Betriebe und Unternehmungen, Wassergenossenschaften, Kommunen und Wasserverbände.
Literatur
- Giulio Morteani, Lorenz Eichinger: Arsen im Trinkwasser und Dearsenierung. Gesetzliche Vorschriften, Toxikologie, Hydrochemie. Wasser, Luft, Boden 48(6), S. 24 - 26,
- M. Exner: Die infektionsepidemiologische Bedeutung von Heliobacter pylori mit besonderer Berücksichtigung von unbehandelten Brunnenwasser als Infektionsreservoir. Hygiene und Medizin 29(11), S. 418 - 422 (2004),
Siehe auch
- Wasser, Leitungswasser, Grundwasser, Meerwasserentsalzung, Quellwasser
- Wasserrecht, Gewässerschutz, Wasserkrise
- Abwasser, Kläranlage, Pflanzenkläranlage, Belebtschlammverfahren, Anaerobe Abwasserreinigung
- Wasserwirtschaft, Mineralwasser, Heilwasser, Weltwassertag
Weblinks
- [http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/1888.pdf Umweltbundesamt zur Wasserliberalisierung (PDF-Dokument)]
- [http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/archiv/01/daten/glo7468.htm Agenda 21: Trinkwasserpreise in ausgewählten Ländern]
- [http://www.waterclick.de Aktuelles und Grundsätzliches zum Thema "Wasser"]
Kategorie:Wasserwirtschaft
Kategorie:Alkoholfreies Getränk
Kategorie:Wasser
FreizeitFreizeit ist die frei zur Verfügung stehende Zeit des Menschen, vor allem im Vergleich zur Arbeitszeit. Das Wort geht auf die spätmittelalterlichen Rechtsbegriffe "Freye-zeyt" und "frey zeit" und benannte damals die Zeit, in der kein Markt stattfand.
Freizeit als allgemeiner Begriff
Arbeitszeit
Eine strikte, auch räumliche (Städtebau) Trennung der Sphären von Arbeit und Freizeit ist ein Phänomen der Neuzeit.
Freizeit dient der Entspannung und der persönlichen Entfaltung, sofern diese nicht mit oben erwähnter Arbeitszeit in Verbindung zu bringen ist. In seiner Freizeit widmet sich der Mensch häufig seiner Familie, seinen Freunden und Dingen, die ihm Freude bereiten, Hobbys wie zum Beispiel dem Spielen, Lesen, Sport treiben, Einkaufen, der Musik, Kunst oder Wissenschaft. Er nutzt die Zeit für das, was ihm persönlich wichtig ist.
Die Funktionen der Freizeit sind vor allem Regeneration, Rekreation, Kompensation, Kommunikation, Interaktion, Partizipation, Ideation, Edukation, Suspension und Emanzipation.
Kritiker der Freizeit sind der Meinung, dass die Freizeit keine wirklich freie Zeit sei. Sie bleibe der Arbeit untergeordnet. In der Freizeit könne man nicht tun, was man will, denn man müsse sich erholen. "Im spätindustriellen Zeitalter bleibt den Massen nichts als der Zwang, sich zu zerstreuen und zu erholen, als ein Teil der Notwendigkeit, die Arbeitskraft wiederherzustellen, die sie in dem entfremdeten Arbeitsprozeß verausgabten. Das allein ist die 'Massenbasis' der Massenkultur. [...] Sie bedeutet eine weitgehende Standardisierung des Geschmacks und der Rezeptionsfähigkeit." (Adorno/Eisler)
Geschichte
Bereits bei den Griechen in der Antike wurde zwischen Arbeit und Freizeit unterschieden, wobei Freizeit oder Muße mit schole und die Arbeit mit der Negation von Muße a-scholia bezeichnet wurde. Die höheren Schichten der griechischen Gesellschaft mussten dank ihrer Sklaven keine körperliche Arbeit verrichten und konnten daher durch Lernen, Nachdenken und Gespräche (Rhetorik) Wissen und Weisheit erlangen.
Rhetorik
Aber auch die Sklaven und die Unterschicht verfügten über freie Zeit, die sie an ca. 60 Tagen im Jahr bei Olympischen Spielen oder anderen Festen verbrachten. Für alle Griechen galt, dass Freizeit nicht individuell genutzt werden konnte, sondern im öffentlichen Interesse zum Wohl des Staates lag.
Ähnliche Ansichten vertraten die Römer: auch hier wurde der Begriff für Arbeit "neg-otium" aus dem Begriff für Muße "otium" abgeleitet. Die herrschende "Otium-Schicht" hatte die Aufgabe, den Staat zu lenken und konnte auch individuellen Annehmlichkeiten nachgehen. Auch die Plebejer verfügten aufgrund der wirtschaftlichen Weiterentwicklung und der Sklavenhalterei über individuelle Freizeit. Um diese in ihrem Sinne zu kanalisieren, veranstalteten die Herrschenden "Brot und Spiele" oder Wagenrennen im Circus maximus, öffentliche Bäder sowie Parks und Sportarenen entstanden und veränderten auch architektonisch sichtbar das Stadtbild von Rom.
Comenius (1592-1670) beschäftigte sich mit dem Begriff Freizeit und forderte Erholungspausen zwischen der täglichen Schularbeit.
Karl Marx sah in der Freizeit (disponible Zeit) einen "großen Wert für die Emanzipation des Menschen, für die Wiedergewinnung der Menschlichkeit aus der Entfremdung. Eine Gesellschaft, die es schafft disponible Zeiten hervorzubringen, schafft auch Reichtum und zeigt unverkennbar die dialektischen Zusammenhänge von Arbeit und Freizeit. Freie Zeit ist von der Arbeit befreite Zeit, in der sich jedes Individuum besonders gut entfalten kann.".
Freizeitentwicklung ab 1800 in Deutschland
Mit der Industrialisierung nahm in erheblichem Maße auch die Arbeitszeit der Bevölkerung zu. Angestellte in den zahlreichen Fabriken und Manufakturen mussten teilweise bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten. Man beachte in diesem Zusammenhang auch, dass es zu dieser Zeit kein einheitlich festgelegtes Wochenende gab. War die Arbeitszeit in der Vergangenheit durch natürliche Bedingungen wie Jahreszeiten oder die Tageszeit begrenzt, so ermöglichte die Entwicklung des künstlichen Lichts, die Verwendung industrieller Maschinen und Motoren und die witterungsunabhängige Arbeit in großen Fabrikhallen die Arbeitszeit auf ein Höchstmaß auszudehnen. „Für die (…) Erwerbstätigen wurde die Arbeitszeit bis zur psychisch möglichen Grenze ausgedehnt.“ (Opaschowski, 1994, S. 27)
Der Grund für die ab etwa 1850 fortschreitende Verkürzung der Arbeitszeit war zunächst der gesundheitlich bedenkliche Zustand der Erwerbstätigen. Die für das Militär eingezogenen Rekruten waren in äußerst schlechter Verfassung. Der zweite weitaus umfassendere Grund war die zunehmende Technisierung der Produktion wodurch der Bedarf an menschlichen Arbeitskräften zusehends sank. Als ein dritter Grund sollte auch „der seit etwa 1860 propagierte Kampf um den Achtstunden-Arbeitstag“ (Prahl, 2002, S. 100) genannt werden. Auch wenn dieser erst 1918/19 erreicht werden sollte, so ist dies der Ursprung einer zunehmend an Bedeutung gewinnender Arbeiterbewegung.
Obwohl eine Einzelproduktion, wie etwa ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb im Mittelalter, allein durch die Abhängigkeit von der Natur eine arbeitsfreie Zeit garantiert, so wurde der Begriff der Freizeit, als die „Restzeit, die übrig bleibt, wenn man die Arbeit (…) erledigt hat“ (Giesecke, 1983, S. 14) erst durch die Industrialisierung festgelegt. Der eindeutig festgelegt Wechsel von Arbeit und Feierabend führte auch zu einem vollkommen neuen Zeitverständnis, welches als Grundlage auch des modernen Zeitempfindens zu bezeich-nen ist. Das "zeiteffektive Denken" weitete sich von den Unternehmen über die Familien bis hin zu den Schulen aus. In gleichem Maße wie die zeitliche Belastung stieg, wuchs auch das Bedürfnis nach einer Zeit der Erholung und Kompensation.
Dieses Bedürfnis durch die Erweiterung der Freizeit zu befriedigen war eines der vornehmlichen Ziele der entstehenden Arbeiterbewegung. „Eine Befreiung aus einem Leben, das neben Arbeit und Rekreation wenig Zeit für andere, zum Beispiel kulturelle und gesellige menschliche Tätigkeit ließ“ (Giesecke, 1983, S. 27), ist auch die Grundlage für das politische Mitwirken der unteren Schichten. Sah man vor der Jahrhundertwende in erster Linie das Risiko des zunehmenden Müßiggangs und der sittlichen Verwilderung, so machten sich zur Zeit der Weimarer Republik erste Stimmen breit, dass der Staat die Eingliederung aller Schichten in das Bürgertum zu unterstützen habe, um seinem demokratischen Anspruch gerecht zu werden.
Die durchschnittliche Zunahme von Freizeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts war jedoch eher unfreiwilliger Natur. Die Folgen des ersten Weltkrieges führten zu einer stark ansteigenden Arbeitslosigkeit. Die erkämpften Arbeitszeitverkürzungen in Form des Achtstundentages und der 48-Stunden-Woche wurden immer wieder missachtet so kam es nur sehr langsam zu einer reellen Entlastung der Erwerbstätigen.
Mit der gewonnenen Freizeit war zwar auch eine merkliche Entlastung zu spüren, dennoch kam es zum "Freizeit-Problem": Freizeit war bisher nur die Zeit der Reproduktion bzw. Rekreation der Arbeitskraft. Ein über diese Elemente hinausgehendes Freizeitverständnis musste sich noch entwickeln. Diese Suche ist auch der Ursprung einer frühen Freizeitpädagogik. Die "goldenen Zwanziger" waren auch in Bezug auf Freizeit eine Zeit des Ausprobierens und Feierns, zumindest für die Ober- und Mittelschicht.
Die nationalsozialistische Machtübernahme verhinderte dann den Höhepunkt des deutschen Freizeitbewegung. Obwohl sich auch die Nationalsozialisten die neue Freiheit aber besonders die Suche nach Orientierung zunächst zunutze machten, unterbanden sie schnell jede Form der freien Zeitgestaltung, als Zeit der Emanzipation und Privatheit.
Durch die Existenzbedrohung in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges trat die Freizeit in den Hintergrund. Die Arbeit bestimmte wieder das Leben und die Zeit nach der Arbeit galt erneut fast ausschließlich der Erholung. Erst in den fünfziger Jahren setzte die Diskussion um die 5-Tage- und die 40-Stundenwoche wieder ein. Daneben erhöhte sich in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs auch der "Freizeit-Etat" der einzelnen Familien. Dies machte sich besonders auch in der steigenden Verfügbarkeit von Freizeitmitteln (wie etwa Auto und Fernseher) bemerkbar.
Spätestens 1990 lässt sich eine, zumindest in den Grundzügen, der Industrialisierung ähnliche Entwicklung beobachten: „Die Arbeitszeiten wurden in den letzten Jahrzehnten in der BRD sichtbar verkürzt, doch gleichzeitig wurde die zu leistende Arbeit intensiviert.“ (Prahl, 2002, S. 112) Dies hatte zunächst eine wachsende Belastung für die Erwerbstätigen zur Folge, und so entwickelte sich die Freizeit erneut zu einer wichtigen Kompensationszeit. Daneben wuchs der Freizeitsektor zu einem wichtigen Wirtschaftfaktor.
Freizeit in der Soziologie
siehe Hauptartikel Freizeitsoziologie
Literatur
- Elisabeth Charlotte Welskopf: Probleme der Muße im alten Hellas. 1962.
- Theodor W. Adorno & Hanns Eisler: Komposition für den Film. München 1969.
- Hans Werner Prahl: Freizeitsoziologie. München 1978.
- Hans Werner Prahl: Soziologie der Freizeit. Paderborn: Ferdinand Schöningh 2002.
- Giesecke, H.: Leben nach der Arbeit – Ursprünge und Perspektiven der Freizeitpädagogik. München: Juventa 1983.
- Horst Opaschowski: Einführung in die Freizeitwissenschaft (2., völlig neu bearb. Auflage). Opladen: Leske+Budrich 1994.
- Horst Opaschowski: Feierabend? – Von der Zukunft ohne Arbeit zur Arbeit mit Zukunft!. Opladen: Leske+Budrich 1998.
Siehe auch
- Freizeitsoziologie
- Arbeit, Arbeitslosigkeit, Muße, Grundeinkommen
- Freizeitpädagogik
- Faulheit
- Simple living
- Do it yourself
- Soziologie
- Jugendfreizeit, Kinderfreizeit, Kirchenfreizeit
- Freizeit (Religion) - religiöse Angebote von Kirchen und Freikirchen
- Bundesjugendtreffen
- Betriebsausflug
- Bunter Abend
- Freizeitindustrie, Freizeitpark, Freizeitgesellschaft, Freizeitsport, Touristik und Freizeit
- Stadtplanung
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Kategorie:Zeitbegriff
ja:余暇
simple:Leisure
Wassersport
Wassersport ist ein Oberbegriff für Sportarten, die in oder auf dem Wasser stattfinden. Dazu gehören:
- Segeln (Regattasegeln, Fahrtensegeln, Hochseesegeln, Binnensegeln)
- Windsurfen, Kite-Surfen
- Wellenreiten
- Motorbootfahren (Motorboot, Motoryacht)
- Rudern
- Paddeln (Kanu, Kajak, Kanadier, Drachenboot)
- Schlauchbootfahren (Rafting)
- Wasserski
- Wassermotorrad (Jetski)
- Wasserball, Kanupolo
- Schwimmen, Synchronschwimmen
- Tauchen
- Seesport
- Wasserspringen
aber auch als Schlüsselwort für
- Urophilie
Urophilie
Wassersport findet in Küstengewässern, Binnengewässern, Still- und Fließgewässern, Seen, Flüssen, Wildwasser (Wildbächen und -flüssen), Kanälen, Stauseen, Freibädern oder in Schwimmhallen statt.
Die Mehrzahl der Wassersportler ist in Vereinen organisiert.
Einige Wassersportarten sind olympische Sportarten (Segeln, Rudern, Paddeln, Wasserball, Schwimmen).
Siehe auch: Sportart
Weblinks
Kategorie:Sportart
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Liste der Stauseen in ÖsterreichDies ist eine Liste der Stauseen in Österreich geordnet nach Fassungsvermögen:
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Österreich
Liste der Speicherseen in der SchweizListe der Speicherseen in der Schweiz mit einem Inhalt von über 10 Millionen m³, sortiert nach Gesamtinhalt.
Die Extrema sind jeweils fett hervorgehoben.
Siehe auch:
- Liste der Seen
- Liste der Seen in der Schweiz,
- Liste der größten Stauseen der Erde
- Liste der größten Talsperren der Erde
- Liste von Talsperren in Deutschland
- Liste der Talsperren der Welt
!Liste der Speicherseen in der Schweiz
Schweiz
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Liste der größten Talsperren der ErdeDie Liste der größten Talsperren der Erde zeigt einer Auswahl der höchsten und längsten Talsperren (nicht zu verwechseln mit Stausee) der Erde und im deutschsprachigen Raum. Sie umfasst Staumauern und -dämme. Angegeben ist die jeweilige maximale Höhe über der Gründungssohle und die Länge in Metern.
Eine "Liste der größten Stauseen der Erde" befindet sich hier.
Höhe
Höchste Talsperren der Erde
In dieser Liste befinden sich (bzw. gehören) die höchsten Talsperren der Erde ab 100 m Höhe:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste der Talsperren der Welt
Höchste Talsperren in Deutschland
In dieser Liste befinden sich die 3 höchsten Talsperren in Deutschland:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste von Talsperren in Deutschland
Höchste Talsperren in Österreich
In dieser Liste befinden sich die 3 höchsten Talsperren in Österreich:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste der Talsperren in Österreich
Höchste Talsperren der Schweiz
In dieser Liste befinden sich die 3 höchsten Talsperren der Schweiz:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste der Speicherseen in der Schweiz
Länge
Längste Talsperren der Erde
In dieser Liste befinden sich (bzw. gehören) die längsten Talsperren der Erde ab 1000 m Länge:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste der Talsperren der Welt
Längste Talsperren in Deutschland
In dieser Liste befinden sich die 3 längsten Talsperren in Deutschland:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste von Talsperren in Deutschland
Längste Talsperren in Österreich
In dieser Liste befinden sich die 3 längsten Talsperren in Österreich:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste der Talsperren in Österreich
Längste Talsperren der Schweiz
In dieser Liste befinden sich die 3 längsten Talsperren der Schweiz:
- Für weitere Talsperren - siehe: Liste der Speicherseen in der Schweiz
Anmerkungen
- 1 seit 1976 nur teilweise erbaut; fertig gestellter Teil 1993 vermutlich bei Flut zerstört; Weiterbau in Planung/Verhandlung
- 2 zur Zeit immer noch bzw. vermutlich noch in Bau
- 3 zur Zeit geplant oder in Bau
Siehe auch
- Liste der Talsperren der Welt
- Liste der größten Stauseen der Erde
- Liste von Talsperren in Deutschland
- Liste der Stauseen in Österreich
- Liste der Speicherseen in der Schweiz
- Liste der Seen
- See
Kategorie:Stausee
Talsperren
Liste der Talsperren der WeltIn dieser Liste sollen künftig alle größeren bzw. bedeutenden Talsperren der Erde länderweise und alphabetisch sortiert aufgeführt werden. Wenn bezüglich ihrer Auflistung deren Anzahl für ein Land zu groß wird, kann die Liste für dieses Land ausgegliedert werden, wie zum Beispiel für Deutschland und die Schweiz bereits geschehen.
Um zu erfahren, welches "die größten Stauseen der Erde" sind, klickt man hier, für "die größten Talsperren der Erde" hier.
Ägypten
- Assuan-Staudamm (Nassersee)
Algerien
- Beni-Badhel
- El Habra
- Ponteba
- Fergoug
- Cheurfas
- Oued Fodda
- Ghrib
- Bou-Hanifia
- Tichy Haf
- Derdeur-Staudamm
- Djorf Torba
- Beni Bahdel
- Meffrouch
Argentinien
- Frías-Talsperre
- Pati
- Chapetón
- Yacyreta-Apipe (mit Paraguay)
Australien
- 75-Miles Dam
- Briseis-Talsperre
- Dungowan Dam
- Gold Creek Dam
- Harvey Dam
- Lower Stony Creek Dam
- Victoria Dam
Belgien
- Wesertalsperre
- Gileppe-Talsperre
- Bütgenbacher Talsperre
- Robertviller Talsperre
Bosnien und Herzegowina
- Buško jezero (Buschko-See)
- Mratinje
Brasilien
- Camara-Talsperre
- Itaipú (mit Paraguay)
- L'Oros
- Tucurui
Burkina Faso
- Ziga-Stausee
China
- Banqiao-Staudamm
- Drei-Schluchten-Damm
- Ertan-Talsperre
- Gouhou
- Langtan-Damm
- Shuibuya-Damm
- Xiaolangdi
Costa Rica
- Boruca
Deutschland
- Liste von Talsperren in Deutschland
Frankreich
- Barrage du Puy Terrier
- Barrage de la Touche Poupard
- Bimont-Talsperre
- Bouzey
- Reservoir de Charmes
- François-Zola-Talsperre
- Talsperre von Gréoux
- Staudamm La Lauch
- Lac de Foret de Orient
- Lac de Pareloup
- Lac de Saint Cassien
- Lac de Saint Croix
- Lac de Vingeanne
- Lac du Der-Chantecoq
- Lac Vieilles des Forges
- Malpasset
- Pont-du-Roi-Talsperre
- Saint-Sernin-du-Bois
Georgien
- Enguri-Staudamm
Ghana
- Voltastausee
Großbritannien
- Bilberry-Staudamm
- Blackbrook-Staudamm
- Dale-Dyke-Staudamm
- Allt-na-Lairige dam
- Burrator dam
- Sheepstor dam
Guatemala
- Pueblo Viejo
Honduras
- El Cajón-Talsperre
- Conception dam
Indien
- Gopinatham-Talsperre
- Hirakud
- Idukki-Talsperre
- Koyna-Talsperre
- Machhu II
- Nanaksagar
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