Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Stefan Banach

Stefan Banach

Stefan Banach (
- 30. März 1892 in Krakau; † 31. August 1945 in Lemberg) war ein polnischer Mathematiker.

Leben

Mathematiker Sein Vater war Stefan Greczek (wobei dies nicht völlig gesichert ist), seine Mutter Katarzyna Banach. Er wuchs in einer Pflegefamilie auf (bei Franciszka Plowa und ihrer Tochter, Maria Puchalska). Von 1902 bis 1910 besuchte er das Vierte Gymnasium in Krakau. Nach der Matura arbeitete er in einer Krakauer Buchhandlung und studierte gleichzeitig als Autodidakt Mathematik. Zwischen 1911 und 1913 war er Student am Polytechnikum in Lemberg und legte dort ein Teilexamen, das so genannte Halbdiplom (Vordiplom), ab. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs arbeitete er als Aufseher beim Straßenbau. Nach seiner Rückkehr nach Krakau verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Nachhilfestunden. Er studierte weiterhin Mathematik auf eigene Faust. Im Jahre 1916 lernte der Mathematiker Hugo Steinhaus Banach zufällig kennen und begann, sich für ihn zu interessieren. Ihre Bekanntschaft mündete in eine gemeinsame Publikation und eine langjährige Zusammenarbeit. Durch Steinhausens Bemühungen erhielt Banach 1920 bis 1922 eine Assistenzstelle am Lehrstuhl für Mathematik an der Abteilung für Mechanik des Polytechnikums Lemberg, bei Antoni Łomnicki. 1922 legte er an der Jan Kazimierz-Universität in Lemberg seine Doktorprüfung ab. Der Titel seiner Doktorarbeit war "Sur les opérations dans les ensembles abstraits et leur application aux équations intégrales" (Über Operationen in abstrakten Mengen und ihre Anwendung auf Integralgleichungen) (Fundamenta Mathematicae 3, 1922). Mit den fundamentalen Sätzen, die diese Arbeit enthält, schuf er ein neues Gebiet der Mathematik, die Funktionalanalysis. Er habilitierte sich im Jahre 1922 an der Jan Kazimierz-Universität (Beschluss des Abteilungsrates vom 30. Juni) und wurde dort am 22. Juli des gleichen Jahres außerordentlicher Professor. 1927 wurde er Ordinarius. Zwischen 1922 und 1939 war er Inhaber des zweiten Lehrstuhls für Mathematik an der Jan Kazimierz-Universität. Nach dem Einmarsch der Roten Armee 1939 und später der Deutschen blieb er an der nach dem Ukrainer Iwan Franko umbenannten Universität als Inhaber des ersten Lehrstuhls für Mathematische Analysis (1939-1941 und 1944-1945). Zwischen 1939 und 1941 war er zusätzlich Dekan der Philosophischen Fakultät dieser Universität. Er galt als exzellenter Dozent und war auch Autor vieler Lehrbücher, darunter sogar Schulbücher für Mittelschulen. Seine ersten Arbeiten widmete er unter anderem den Fourierreihen. In der ersten gemeinsam mit Steinhaus verfassten Arbeit behandelte er die Frage nach der Konvergenz im Mittel der Teilsummen einer Fourierreihe und konnte sie definitiv negativ beantworteten. Außerdem arbeitete er über orthogonale Funktionen und Reihen, die Maxwell-Gleichungen, Ableitungen messbarer Funktionen und über Maßtheorie. In seiner Doktorarbeit und in der Monographie "Théorie des opérations linéaires" (Theorie der linearen Operationen) definierte er axiomatisch diejenigen Räume, die später nach ihm benannt wurden, die Banachräume. Er legte die endgültigen Grundlagen zur Funktionalanalysis und bewies ihre fundamentalen Sätze. Er führte die entsprechende Terminologie ein, die heute auf der ganzen Welt in der Funktionalanalysis verbindlich ist, und hielt zum ersten Male eine Vorlesung über dieses Gebiet. 1924 formulierte er zusammen mit seinem polnisch-amerikanischen Kollegen Alfred Tarski einen Satz, der als Banach-Tarski-Paradoxon berühmt wurde, und der zu den spektakulärsten Aussagen der modernen Mathematik zählt. Er schuf über sechzig wissenschaftliche Arbeiten und fand zahlreiche neue Theoreme, die sich als von fundamentaler Bedeutung für viele Gebiete der Mathematik erwiesen. Banachs Arbeitsstil, seine außergewöhnliche wissenschaftliche Intuition, seine Direktheit und Offenheit erlaubten ihm, zusammen mit Steinhaus die mathematische Schule von Lemberg zu begründen. 1924 wurde er korrespondierendes Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften, ab 1931 war er ordentliches Mitglied der Warschauer Wissenschaftlichen Gesellschaft, in der Wissenschaftlichen Gesellschaft Lemberg ab 1923 angenommenes, ab 1927 aktives Mitglied, 1919 Gründungsmitglied der polnischen mathematischen Gesellschaft, 1932 bis 1936 ihr Vizepräsident, 1939 bis 1945 ihr Präsident. 1930 erhielt er den Wissenschaftspreis der Stadt Lemberg. In den Jahren 1936 bis 1939 war er Vizepräsident des Mathematischen Komitees des Rates für exakte und angewandte Wissenschaften. 1939 sprach ihm die Polnische Akademie der Wissenschaften ihren großen Preis zu. Im gleichen Jahr wurde er korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der Ukrainischen Sowjetrepublik. In der deutschen Besatzungszeit verdiente er den Lebensunterhalt für seine Familie (seine Gattin Lucja und sein Sohn Stefan, später ein bekannter Neurochirurg), indem er für das Rudolf-Weigl-Institut für Bakteriologie Blut für die Fütterung von Läusen spendete. Am 31. August 1945 verstarb er in Lemberg an Lungenkrebs und wurde im Riedl-Monument auf dem Łyczakowski-Friedhof in Lemberg bestattet. Die Polnische Mathematische Gesellschaft schuf 1946 einen wissenschaftlichen Preis zu seinen Ehren. In Universitätstädten wurden Straßen nach ihm benannt, 1972 wurde das internationale Banach-Zentrum für Mathematik gegründet. Banach gilt heute allgemein als mathematisches Genie.

Weitere Themen


- Banach-Tarski-Paradoxon
- Banach-Raum
- Satz von Hahn-Banach
- Liste bedeutender Mathematiker
- Fixpunktsatz von Banach

Weblinks


-
- [http://www-gap.dcs.st-and.ac.uk/~history/Mathematicians/Banach.html Leben und Schaffen] (englisch)
- [http://matwbn.icm.edu.pl/kstresc.php?tom=1&wyd=10 Théorie des opérations linéaires] (französisch) Übersetzung von 1932 Banach, Stefan Banach, Stefan Banach, Stefan Banach, Stefan Banach, Stefan ja:ステファン・バナフ ko:스테판 바나흐

30. März

Der 30. März ist der 89. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 90. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 276 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1814 - Kräfte der sechsten Koalition marschieren im Krieg gegen Napoleon in Paris ein.
- 1856 - Der Frieden von Paris beendet den Krimkrieg zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und Piemont-Sardinien andererseits.
- 1863 - Prinz Wilhelm von Glücksburg-Sonderburg wird als Georg I. König von Griechenland.
- 1867 - Alaska wird für 7.2 Millionen US-Dollar vom Russischen Zarenreich erworben. Amerikanische Medien bezeichnen das als Verrücktheit.
- 1912 - Frankreich errichtet ein Protektorat über Marokko.
- 1940 - Im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg erklärt Japan Nanking zur Hauptstadt der neuen Marionettenregierung.
- 1945 - Sowjetische Truppen marschieren in Wien ein und erobern Danzig.
- 1947 - Qazi Mohammed wird zusammen mit seinen Ministern in Mahabad hingerichtet. Damit endet die Republik Mahabad.
- 1972 - Burundi. König Mwami Ntaré V. kehrt nach Amnestiezusicherung aus dem Exil zurück. Wenig später wird er hingerichtet.
- 1975 - Die zweitgrößte Stadt Südvietnams, Da Nang, wird im Vietnamkrieg von den kommunistischen Truppen erobert.
- 1978 - Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky besucht als erster westlicher Regierungsschef die DDR.
- 1981 - US-Präsident Ronald Reagan wird nach einer Rede vor Gewerkschaftern in Washington bei einem Attentat angeschossen.
- 1992 - Jamaika. Percival James Patterson wird neuer Premierminister.
- 1998 - Rückkehr von Prinz Ranariddh aus dem Exil nach Kambodscha
- 2000 - Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher treffen in Tiflis ein. Genscher wird Ehrenbürger Georgiens.
- 2001 - In Peking wird das Ergebnis der Volkszählung bekanntgegeben. Demnach leben in der Volksrepublik China (ohne Hongkong und Macao) 1.265.830.000 Menschen .

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1723 - Uraufführung der Oper "Erminia" von Giovanni Bononcini am King's Theatre in London.
- 1786 - Uraufführung der Oper "Il Giulio Sabino" von Luigi Cherubini am King's Theatre in London.
- 1812 - Uraufführung der Oper "Conradin von Schwaben" von Conradin Kreutzer in Stuttgart.
- 1878 - Uraufführung der Operette "Das verwunschene Schloss" von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien.
- 1935 - Uraufführung der Operette "Herz über Bord" von Eduard Künneke in Zürich und Düsseldorf.
- Bei der von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles veranstalteten Oscar-Verleihung sind die großen Gewinner
  - 1955 - "Die Faust im Nacken" von Elia Kazan mit Marlon Brando in der Hauptrolle (acht "Academy Awards")
  - 1976 - "Einer flog über das Kuckucksnest" mit Jack Nicholson in der Hauptrolle (fünf "Academy Awards")
  - 1989 - "Rain Man" von Barry Levinson mit Dustin Hoffman und Tom Cruise in den Hauptrollen (vier "Academy Awards")
  - 1992 - "Das Schweigen der Lämmer" von Jonathan Demme mit Jodie Foster und Anthony Hopkins (fünf "Academy Awards").
- 1987 - Vincent van Goghs Gemälde "Sonnenblumen" wird für 36 Millionen Euro an eine japanische Firma verkauft.

Religion


- 1492 - Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien unterzeichnen ein Dekret, dass alle Juden Spanien verlassen müssen, sofern sie nicht zum katholischen Glauben übertreten.

Katastrophen


- 1965 - Bei einem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Saigon sterben 22 Menschen.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik Leichtathletik Leichtathletik Leichtathletik Leichtathletik
- 1135 - Moses Maimonides, jüdischer Philosoph und Arzt
- 1432 - Mehmed II. ,(der Eroberer) türkischer Sultan
- 1633 - Friedrich II., Landgraf von Hessen-Homburg
- 1699 - Johann Michael Breunig, Barockkomponist
- 1746 - Francisco José de Goya y Lucientes, spanischer Maler
- 1757 - Jean François Pilâtre de Rozier, französischer Luftfahrtpionier
- 1775 - Hieronymus Graf von Colloredo-Mannsfeld, österreichischer General in den Napoleonischen Kriegen
- 1787 - Georg Christian Kessler, Gründer der ersten deutschen Sektkellerei
- 1798 - Luise Hensel, deutsche Dichterin
- 1804 - Salomon Sulzer, österreichischer Kantor und Kirchenmusiker
- 1811 - Robert Wilhelm Bunsen, deutscher Chemiker
- 1818 - Friedrich Wilhelm Raiffeisen, deutscher Sozialreformer
- 1820 - Anna Sewell, britische Schriftstellerin
- 1844 - Paul Verlaine, französischer Dichter
- 1853 - Vincent van Gogh, niederländischer Maler
- 1857 - Gabriela Zapolska, polnische Schriftstellerin
- 1863 - Joseph Caillaux, französischer Regierungschef
- 1864 - Franz Oppenheimer, deutscher Soziologe und Nationalökonom
- 1868 - Koloman Moser, österreichischer Maler, Grafiker und Kunsthandwerker
- 1872 - Sergej Nikiforowitsch Wassilenko, russischer Komponist
- 1880 - Sean O'Casey, irischer Dramatiker
- 1882 - Melanie Klein, österreichisch-britische Psychoanalytikerin
- 1891 - Josefa Berens-Totenohl, deutsche Schriftstellerin, Malerin und Lehrerin
- 1891 - Leo Reuss, deutsch-österreichischer Schauspieler und Regisseur
- 1892 - Erhard Milch, deutscher General und Leiter des Luftwaffenbeschaffungsamtes in Berlin
- 1892 - Stefan Banach, polnischer Mathematiker
- 1894 - Sergei Wladimirowitsch Iljuschin, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1895 - Jean Giono, französischer Schriftsteller
- 1895 - Josef Bürckel, NS-Gauleiter von Saarpfalz
- 1898 - Heinz Risse, deutscher Schriftsteller
- 1904 - E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics
- 1906 - Hedwig Pistorius, österreichische Schauspielerin
- 1913 - Frankie Laine, US-amerikanischer Sänger
- 1922 - German Germanowitsch Galynin, russischer Komponist
- 1922 - Virgilio Noè, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1923 - Herbert Asmodi, deutscher Schriftsteller
- 1924 - Milko Kelemen, kroatischer Komponist und Musikpädagoge
- 1925 - Hans Reichelt, stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates und Minister der DDR
- 1926 - Ingvar Kamprad, Gründer des Möbelkonzerns IKEA
- 1928 - Tom Sharpe, südafrikanisch/britischer Autor
- 1930 - Rolf Harris, australischer Sänger und Songschreiber
- 1934 - Hans Hollein, österreichischer Architekt und Designer
- 1937 - Warren Beatty, US-amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur und -produzent
- 1940 - Jerry Lucas, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1940 - Uwe Timm, deutscher Schriftsteller
- 1942 - Graeme Edge, britischer Musiker
- 1945 - Eric Clapton, britischer Gitarrist
- 1948 - Jim Dandy, US-amerikanischer Sänger
- 1948 - Eddie Jordan, irischer Formel 1-Manager
- 1949 - Hans Zach, deutscher Eishockeytrainer
- 1949 - José Natividad González Parás, Gouverneur des Bundesstaats Nuevo León in Mexiko
- 1950 - Robbie Coltrane, schottischer Schauspieler
- 1951 - Wolfgang Niedecken, deutscher Musiker
- 1952 - Klaus Pohl, deutscher Schauspieler und Dramatiker
- 1952 - Samuel McFaden, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Lene Lovich, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1962 - MC Hammer, US-amerikanischer Rapper
- 1965 - Paul Harather, Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 1965 - Piers Morgan, britischer Reporter und Chefredakteur
- 1968 - Céline Dion, franko-kanadische Popsängerin
- 1973 - Jan Koller, tschechischer Fußballspieler
- 1976 - Obadele Thompson, Leichtathlet aus Barbados
- 1979 - Norah Jones, US-amerikanische Sängerin
- 1980 - Anna Ohura, japanische Pornodarstellerin
- 1982 - Louis Marcel Powell de Aquino, brasilianischer Gitarrist
- 1986 - Merita Lumiani, italienische Opernsängerin

Gestorben


- 1425 - Wilhelm II., Sohn Markgraf Friedrich des Strengen
- 1559 - Adam Riese, deutscher Mathematiker
- 1707 - Sébastien Le Prestre de Vauban, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1746 - Ignaz Kögler, Deutscher Jesuit und China-Missionar
- 1762 - Johann Georg Bergmüller, deutscher Maler
- 1764 - Pietro Locatelli, italienischer Violinenvirtuose und Komponist
- 1824 - Per Ulrik Kernell, schwedischer Schriftsteller der Romantik
- 1830 - Ludwig I., Großherzog von Baden
- 1840 - George Bryan Brummell, britischer Dandy, Freund Georg IV.
- 1842 - Élisabeth Vigée-Lebrun, französische Malerin
- 1844 - Johannes Scharrer, Unternehmer und Politiker
- 1863 - Auguste Bravais, französischer Physiker und Mitbegründer der Kristallographie
- 1873 - Benedict Augustin Morel, französischer Psychiater
- 1874 - Carl Julian von Graba, königlich dänischer Justizrat
- 1891 - Ferdinand Henry, leitender preußischer Militärbeamter
- 1898 - Wilhelm Heinrich Schüßler, deutscher Arzt
- 1911 - Ellen Swallow Richards, US-amerikanische Chemikerin und Ökologin
- 1912 - Karl May, deutscher Schriftsteller
- 1913 - Hans Arnold, deutscher Bildhauer
- 1914 - John Henry Poynting, englischer Physiker
- 1922 - Ernst Otto Taschenberg, deutscher Naturwissenschaftler und Professor
- 1925 - Rudolf Steiner, Goethe-Forscher, Philosoph
- 1935 - Ludwig Maria Hugo, Bischof von Mainz
- 1939 - Ludwig Fulda, deutscher Germanist, Philosoph und Autor
- 1941 - Elisabeth Baumann-Schlachter, Schweizer Schriftstellerin
- 1943 - Maria Restituta, Ordens- und Krankenschwester
- 1947 - Arthur Machen, walisischer Fantasy-Schriftsteller
- 1950 - Léon Blum, französischer Politiker
- 1954 - Thomas Schneider, Automobolist
- 1956 - E. C. Bentley, britischer Schriftsteller
- 1957 - Max Amann, deutscher Politiker und Verleger
- 1960 - Joseph Haas, deutscher Komponist
- 1961 - Philibert Jacques Melotte, britischer Astronom
- 1965 - Philip Showalter Hench, US-amerikanischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1966 - Erwin Piscator, deutscher Regisseur und Theaterleiter
- 1968 - Bobby Driscoll, US-amerikanischer Schauspieler
- 1969 - Stanislav Ledinek, Schauspieler und Synchronsprecher
- 1970 - Heinrich Brüning, deutscher Politiker und Reichskanzler
- 1971 - Werner Peters, deutscher Theater-, Film- und Fernsehschauspieler und Synchronsprecher
- 1973 - Yves Giraud-Cabantous, französischer Rennfahrer
- 1975 - Peter Bamm, deutscher Schriftsteller und Chirurg
- 1979 - José María Velasco Ibarra, Staatspräsident Ecuadors
- 1984 - Karl Rahner, katholischer deutscher Theologe
- 1985 - Sœur Sourire (= Jeanine Deckers), belgische Dominikanerin und Sängerin
- 1986 - Helga Anders, österreichische Schauspielerin und Synchronspecherin
- 1986 - James Cagney, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1988 - Edgar Faure, französischer Regierungschef
- 1994 - Florian Kuntner, Bischof
- 1999 - Juri Walentinowitsch Knorosow, sowjetischer Ägyptologe
- 2000 - Rudolf Kirchschläger, Diplomat, Politiker, österreichischer Bundespräsident
- 2002 - Elizabeth Bowes-Lyon, britische Königinmutter (Queen Mum)
- 2002 - Manolis Andronikos, griechischer Archäologe
- 2003 - Eduardo Urculo, spanischer Künstler
- 2003 - Michael Jeter, US-amerikanischer Schauspieler
- 2003 - Rudolf Walter Leonhardt, deutscher Publizist
- 2003 - Walentin Sergejewitsch Pawlow, russischer Politiker
- 2004 - Walter A. Christen, schweizerischer Filmemacher
- 2004 - Willy Tröger, deutscher Fußballnationalspieler
- 2005 - Andreas von Arnim, deutscher Unternehmer
- 2005 - Fritz Gruber, deutscher Fotosammler, Gründer der Photokina

Feier- und Gedenktage


- Diemut
- Dodo
- Johannes (Johannes Klimakos)
- Patto

Siehe auch


- 29. März - 31. März
- 30. Februar - 30. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0330 ja:3月30日 ko:3월 30일 simple:March 30 th:30 มีนาคม

Krakau

] Krakau (polnisch Kraków []) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen und liegt an der oberen Weichsel im südlichen Polen – rund 250 km südlich der Landeshauptstadt Warschau. Sie ist Industrie-, Wissenschafts- und Kulturzentrum des südlichen Landesteils, der von Landwirtschaft und Weinbau geprägt ist. Eine Vielzahl an Bauwerken der Gotik, der Renaissance, des Barock und späterer Epochen prägt das Bild der alten Stadt.

Geschichte

5. bis 10. Jahrhundert

Die Geschichte Krakaus beginnt vor der Gründung des polnischen Staates als Hauptstadt des vistulischen Stammes. 10. Jahrhundert Nach dem Gründungsmythos der Stadt errichtete Stammesfürst Krak die Stadt auf dem Wawelhügel über einer Drachenhöhle, nachdem er den dort hausenden Drachen getötet hat. Aus dieser Zeit stammen zwei Grabhügel, in denen nach der Überlieferung Krak und seine Tochter Wanda ihre letzte Ruhestätte gefunden haben sollen. Die ersten Überlieferungen beziehen sich auf Slawen, die sich am Weichselufer ansiedelten. Im 9. Jahrhundert gehörte Krakau wahrscheinlich zeitweise zum Großmährischen Reich. Im Jahre 966 wurde Krakau von dem arabisch-jüdischen Kaufmann Ibrahim ibn Jakub zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Um das Jahr 990 wurde Krakau von Mieszko I. erobert und kam damit unter die Herrschaft der polnischen Piasten.

10. Jahrhundert

Ende des 10. Jahrhunderts war Krakau bereits ein bedeutender Handelsplatz und wurde im Jahre 1000 von Boleslaw I. dem Tapferen (Bolesław I Chrobry) zum Bischofssitz gemacht. Die ersten steinernen Gebäude wurden errichtet (eine Burg auf dem Wawelhügel und diverse romanische Sakralbauten).

11. Jahrhundert bis 13. Jahrhundert


- 1038 verlegte Kazimierz der Erneuerer die Hauptstadt Polens von Gnesen nach Krakau.
- 1079 erschlug König Boleslaw II. der Kühne (Bolesław II Śmiały) in der Michaeliskirche den Erzbischof Stanislaus. Stanislaus wurde zu einem der ersten Schutzpatrone Polens.
- Von 1138 bis 1320 waren die Krakauer Fürsten im Rahmen der Senioratsverfassung den übrigen polnischen Teilfürsten übergeordnet.
- Im 13. Jahrhundert wurde es von tatarischen Plünderern verwüstet. Besonders verheerend war der erste Anstrum der Tataren im Jahr 1241, den nur die Wawelburg und der Stadtteil Okół überstanden haben.
- 1257 wurde Krakau nach Magdeburger Stadtrecht von Bolesław dem Schüchternen neugegründet und in der heute noch in der Altstadt zu sehenden Weise wieder aufgebaut. In dieser Zeit wurden die Marktplätze und das schachbrettartige Straßennetz der Altstadt geformt, in das ältere Fragmente, wie die Marienkriche oder die Grodzka-Strasse, eingebettet wurden.
- 1320 wurde in der Wawelkatedrale zum ersten Mal seit der Teilung im Jahre 1138 wieder ein polnischer König gekrönt, Władysław Ellenlang. Krakau blieb Krönungs- und Begräbnisstätte der polnischen Könige bis 1734.
- Seit 1150 existierte eine Lateinschule unter der Direktion des Krakauer Erzbistums, und Kasimir III. der Große (Kazimierz III Wielki) gründete 1364 die Krakauer Universität (die spätere Jagiellonen-Universität), die nach der Universität Prag die zweitälteste in Mitteleuropa ist.
- Kazimierz der Große gründete zwei Vorstädte von Krakau Kazimierz (1335) und Kleparz (1366)
- Die Stadtregierung Krakaus untersteht jahrhundertelang dem Krakauer Erzbischof als Fürstbistum.
- Während der Herrschaft von Wladyslaw II. Jagiello (Władysław II Jagiełło) wurde Krakau ein Mitglied der Hanse, verließ diese aber 1478 wieder.

14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert

16. Jahrhundert
- Nach der polnisch-litauischen Union 1385 entwickelte sich Krakau als Hauptstadt einer der größten europäischen Kontinentalmächte ökonomisch, kulturell, wissenschaftlich und urbanistisch.
- 13851572: Unter der Herrschaft der Jagiellonen, die unter anderem auch familiäre Beziehungen mit Habsburg unterhielten, wuchs Krakau weiter und wurde unter Sigismund I. dem Alten (Zygmunt I Stary) und Sigismund II. August (Zygmunt II August) zum Machtzentrum Polen-Litauens (siehe auch Geschichte Polens). Zu dieser Zeit zählte Krakau ca. 30.000 Einwohner. Aus dieser kulturellen Blütezeit der Stadt ist noch heute eine Vielzahl von Baudenkmälern und Kunstschätzen der Renaissance erhalten. Insbesondere der Schloßkomplex auf dem Wawelhügel und die befestigte Altstadt - Barbakane, Tuchhallen etc.

15. Jahrhundert


- 1475 warb der bayerische Herzog Georg der Reiche von Bayern um die Hand von Hedwig Jagiellonica (Jadwiga Jagiellonka), der Tochter von König Kasimir IV. Jagiellonicus (Kazimierz IV Jagiellończyk). Nach einer zweimonatigen Reise fand in Landshut die Landshuter Fürstenhochzeit statt.
- 1488 gründete der Humanist Conrad Celtes die Sodalitas Litterarum Vistulana, eine Gelehrtengesellschaft nach Vorbild der Römischen Akademie.
- 1489 beendete Veit Stoß (poln. Wit Stwosz) aus Nürnberg die Arbeit am Hochaltar der Krakauer Marienkirche.
- Vor 1500 richtete Johann Haller die erste Druckerpresse in Krakau ein.
- Veit Stoß fertigt den Marmorsarkophag für Kasimir IV. Jagiellonicus.

16. Jahrhundert

16. Jahrhundert von Krakau]] Nikolaus Kopernikus studierte in Krakau. 1505 sind im Balthasar-Beheim-Kodex die Statuten der deutschsprachigen Bürger-Gilden beschrieben. 1520 veranlasst Johann Beheim die Herstellung der heute noch größten polnischen Kirchenglocke, der Sigismund-Glocke. Im gleichen Zeitraum ist Hans Dürer, der jüngere Bruder des Albrecht Dürer, Hofmaler bei Sigismund I. dem Alten. Hans von Kulmbach fertigt den Altar der Johanniskirche. Mitte des 16. Jh. wurde begonnen, die deutschsprachige Stadtregierung durch eine polnische zu ersetzen. 1572 stirbt der letzte Jagiellonenkönig, Sigismund II. August (Zygmunt II August). 1596 verlegt der polnische und zeitweise schwedische König sowie zeitweise Zar von Russland Sigismund III. Vasa (Zygmunt III Waza) die Residenz nach Warschau, das bis 1526 (dem Jahr des Erlöschens des masowischen Piastenhauses) Hauptstadt des Herzogtums Masowien war und danach an die polnische Krone zurückfiel. Sigismund bevorzugte die Nähe Warschaus zu seinem schwedischen Erbkönigreich und zu seinen russischen Ambitionen. Die Bedeutung Krakaus nimmt ab, beschleunigt durch die Plünderung während der schwedischen Invasion und durch die Pest, die 20.000 Opfer fordert.

17. Jahrhundert bis 19. Jahrhundert

Im Zuge der Polnischen Teilungen wird Krakau 1815 als Republik Krakau zunächst ein Satellitenstaat Österreich-Ungarns, später annektiert und 1846 Galizien zugeschlagen. Unter der relativ liberalen Herrschaft Österreichs entwickelte sich Krakau erneut zum Zentrum polnischer Kunst und Kultur. In diese Zeit fiel das Wirken von Jan Matejko, Stanisław Wyspiański, Jan Kasprowicz, Stanisław Przybyszewski, Juliusz Kossak und Wojciech Kossak, Stanisław Ignacy Witkiewicz und Leon Chwistek. Krakau wurde das Zentrum der neoromantischen Bewegung Junges Polen sowie des polnischen Modernismus. In Krakau und Warschau etablierten sich nationale Befreiungsbewegungen. Siehe auch Geschichte von Galizien.

20. Jahrhundert

20. Jahrhundert Im Ersten Weltkrieg kämpften Krakauer Truppen innerhalb der Mittelmächte, also an der Seite Österreich-Ungarns und des Deutschen Reiches. Nach dem Ersten Weltkrieg ging Krakau im neuen polnischen Staat auf. Im September 1939 wurde Krakau von der deutschen Wehrmacht besetzt und zur Hauptstadt der deutschen Besatzungsregierung gemacht. Unter Gouverneur Hans Frank wurden die Konzentrationslager Plaszów und Auschwitz in unmittelbarer Nähe errichtet. Obwohl die Besatzer einige Schäden anrichteten, blieb Krakau von Bombardements und großen Zerstörungen weitgehend verschont. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterdrückten die polnische kommunistische Regierung und die UdSSR die bürgerlichen und aristokratischen Strömungen der Krakauer. Aus ideologischen Überlegungen heraus wurden in unmittelbarer Nachbarschaft das damals weltgrößte Stahlwerk und die sozialistische Trabantenstadt Nowa Huta (deutsch: Neue Hütte) errichtet. Die Regierung erhoffte sich durch einen größeren Anteil an „sozialistischen Arbeitern" dem Einfluss der „kapitalistischen Intellektuellen" zu beseitigen. Nowa Huta wurde während der Samtenen Revolution zu einem Brennpunkt des sozialen und politischen Geschehens. Bis in die 90er Jahre hinein schädigten die Emissionen des Stahlwerks die historische Substanz der alten Stadt..

Jüngste Vergangenheit


- 1978 wird Krakau UNESCO-Weltkulturerbe.
- Anfang der 1990er: Durch westliche Hilfe gelingt es, die schädlichen Immissionen des Stahlwerkes zu stoppen und den historischen Stadtkern vor weiteren Schäden durch Kohlebefeuerung mittels Installation elektrischer Heizsysteme zu schützen.
- 2001: Das größte Problem der Stadt ist neben der vor allem in Nowa Huta und der ganzen Region herrschenden hohen Arbeitslosigkeit der Verkehr im inneren Stadtring der modernen Stadt. Trotz knapper Finanzen gelingt es, wenn schon der Autobahnring nie komplett fertig wurde, wenigstens die Entlastungsbrücke für die Stadtteile auf der Südseite der Weichsel (Podgorze) fertigzustellen. Krakau positioniert sich nach wie vor als Wissenschafts- und Kulturstandort, es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass Pläne wie die Sonderwirtschaftszone „Technologiepark“ oder „Einkaufszentrum Hauptbahnhof“ wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Probleme, oder der erwartete New-Economy-Aufschwung, ausblieben, oder in ihrer Realisierung erheblich zurückgeworfen wurden.
- 2002/2003: Mit Hilfe von EU-Geldern wurden diverse Verkehrsprojekte begonnen. Dazu gehören weitere Brücken im und um das Stadtgebiet, der Aus- und Neubau eines Ringstraßensystems, Entlastungsbrücken- und Tunnel für sehr stark frequentierte Kreuzungen und Verkehrskreisel.

Architektur

Da nach der Zerstörung durch die Tataren im Hochmittelalter keine wesentlichen Zerstörungen erfolgten und sich die Industrialisierung eher außerhalb abspielte, ist Krakau reich an Beispielen aller Epochen ab dem Hochmittelalter, vor allem Renaissance, aber auch Jugendstil und Neogotik sind zu finden (Collegium Novum). Bausünden wurden erfreulich wenige begangen, allerdings existiert eine bemerkenswerte Investitionsruine, das unvollendete Hochhaus Szkieletor. Seit dem Jahr 2002 werden viele Baulücken im Stadtgebiet durch angepasste Neubauten geschlossen.

Kulturelles Leben, Veranstaltungen

Die bekanntesten Theater


- das Alte Theater (Teatr Stary)
- das Slowacki-Theater
- die Oper
- die Operette
- Theater „Bagatela“ Bekannte Regisseure und Schauspieler Krakaus sind Andrzej Wajda und Jerzy Stuhr.

Kabarett

Krakau ist bekannt für seine alte Tradition des literarischen Kabaretts, die bis heute gepflegt wird. Bekannteste Kabarett-Theater sind Piwnica pod baranami und Jama Michalika. Ein neues, junges Kabarett ist Loch Camelot. Im Piwnica pod baranami hatte die legendäre Chansonsängerin Polens Ewa Demarczyk ihre ersten Auftritte. Sie ist dem Kabarettkeller bis heute eng verbunden.

Die wichtigsten Veranstaltungen


- Stündliches Trompetensignal vom Turm der Marienkirche (von einem Trompeter gespielt)
- Internationales Festival der Seemannslieder (Shanties) - (Februar)
- Internationales Festival des Alternativ- und Experimentaltheaters - Krakowskie Reminiscencje Teatralne - (März)
- Tage der Orgelmusik - (April)
- Internationales Festival der Kurzfilme - (Mai)
- Juvenalia - Studentenfestival - (Mai)
- Festival der Jüdischen Kultur - (Juni) - eine der Höhepunkte des Krakauer Kulturjahres
- Jazzfestival im „Pod Baranami“ - (Juli)
- Festival „Klassische Musik an historischen Orten“ - (August)
- Festival der Jazztrompeter - Miles Davis Memorial Night - (September)
- Festival „Genius Loci“ in Kazimierz - (Oktober)
- Wettbewerb der Krakauer Weihnachtskrippen - (Dezember)

Bildung

Krakau ist ein Bildungszentrum. Es gibt 12 Hochschulen mit ca. 10.000 Bediensteten und 51.000 Studenten. Links zu Bildungseinrichtungen:

- [http://www.ae.krakow.pl/ Akademia Ekonomiczna]
- [http://www.uci.agh.edu.pl/ Akademia Górniczo-Hutnicza]
- [http://www.cyf-kr.edu.pl/KRAKOW/AM/ Akademia Muzyczna]
- [http://www.ar.krakow.pl/ Akademia Rolniczna]
- [http://www.cyf-kr.edu.pl/KRAKOW/UM/PWST/ Państwowa Wyższa Szkoła Teatralna]
- [http://www.pk.edu.pl/ Politechnika Krakowska]
- Jagiellonen-Universität [http://www.uj.edu.pl/ Uniwersytet Jagielloński]
- [http://www.wsp.krakow.pl/ Wyższa Szkoła Pedagogiczna]
- [http://www.wszib.krakow.pl/ Wyższa Szkoła Zarządzania i Bankowości]
- [http://www.v-lo.krakow.pl/ V Liceum Ogólnokształcące im. Augusta Witkowskiego] (Oberschule)
- [http://www.nowodworek.krakow.pl/ I Liceum Ogólnokształcące im. Nowodworskiego] (Oberschule)
- [http://www.xiii-lo.krakow.pl/ XIII Liceum Ogólnokształcące im. Bohaterów Westerplatte] (Oberschule)

Sehenswürdigkeiten

Krakau ist auch das Ziel vieler polnischer und internationaler Touristen. Die Stadt ist bei Besuchern auf Grund ihrer südlichen Atmosphäre sehr beliebt. Jagiellonen-Universität

Jüdisches Viertel und Ghetto

Der Stadtteil Kazimierz (Kasimir) war einst eine selbständige Stadt. In Kasimir gab es früher einen hohen jüdischen Bevölkerungsanteil. Das ehemalige jüdische Viertel ist heute überwiegend saniert und zu einem Anziehungspunkt für Besucher geworden, jedoch wird es kaum mehr von Juden bewohnt. Nur noch etwa 150, vor allem ältere Juden sind derzeit noch ansässig, das jüdische Zentrum nimmt somit an, dass es bald keine Juden mehr in Kazimierz geben wird. Das ehemalige Ghetto (bzw. die Reste davon wie Teile der Mauer und die Ghetto-Apotheke) befindet sich dagegen südlich der Weichsel im Stadtteil Podgórze. In den Strassen des Ghettos wurden aufgrund der erhaltenen historischen Bausubstanz zahlreiche Aufnahmen für den Kinofilm Schindlers Liste gedreht.

Überblick


- über 100 Kirchen und Klöster
- 28 Museen mit den bedeutendsten Ausstellungsstücken aus ganz Polen
- jüdisches Viertel Kazimierz (Drehort für den Film „Schindlers Liste“)
- über 200 Kellerkneipen
- eine große Investitionsruine, das Hochhaus Szkieletor

Königlicher Weg

Der königliche Weg beginnt nördlich der Altstadt am Denkmal der Grunwaldschlacht, welches an den Sieg der Polen über den deutschen Ritterorden erinnert. Man überquert die innere Ringstraße um die Altstadt und steht vor der Barbakane, die als größter gotischer Wehrturm Europas gilt. Weiter kommt man zu den Resten der Stadtmauer mit dem Krakauer Florianstor. Durch dieses letzte erhaltene Stadttor betritt man die Altstadt. Im Verlauf der Floriansstraße kommt man am Apothekenmuseum vorbei und erreicht den größten europäischen Marktplatz des Mittelalters. Krakauer Florianstor Am und um den Hauptmarkt (polnisch Rynek Główny) liegen mehrere Sehenswürdigkeiten, dazu gehören die Krakauer Marienkirche mit dem berühmten Hochaltar des Nürnbergers Veit Stoß, die Krakauer Barbarakirche, die Sukiennice (Tuchhallen) mit Gemäldegalerie und Souvenirläden, der Krakauer Rathausturm, die Krakauer Adalbertkirche und weitere Denkmäler und Bürgerhäuser. Etwas abseits des Marktplatzes liegt der alte Teil der Jagiellonen-Universität. Entlang der Grodzkastraße kommt man an weiteren Kirchen vorbei. Dazu gehören die Krakauer Dominikanerkirche, die Krakauer Peter-und-Paul-Kirche, die Krakauer evangelische Kirche. Am Ende des Weges sieht man das überwältigende Wawel-Schloss auf dem Wawelhügel am Ufer der Weichsel mit dem feuerspeienden Denkmal des Wawel-Drachen.

Museen

Die wichtigsten der 28 Museen
- Das Nationalmuseum (Leonardo da Vinci, Rembrandt)
- „Bunkier Sztuki“ (Moderne Kunst)
- Galerie der Tuchhallen Sukiennice (Malerei 19. Jhdt)
- Jan-Matejko-Haus
- Das Manggha-Haus (nein, keine japanischen Comics, aber schon japanische Sammlungen)
- Archäologisches Museum mit den Daueraustellungen: 1000 Jahre Krakau und Ägypten
- Pharmazeutisches Museum
- Trakl-Museum (Sterbezimmer, im Militärhospital)

Lokale Küche

Die lokale Küche ist teilweise noch von der K.u.K.-Vergangenheit geprägt, aber mittlerweile abgesehen davon so breit und international wie in jeder vergleichbaren Stadt. Besonders hervorzuheben ist der neueste Trend zu altpolnischer bäuerlicher und adeliger Küche. Die Portionen sind sehr großzügig bemessen. Die Mehlspeisen sind deutlich österreichisch geprägt. Eine Spezialität sind die krautgefüllten Pfannkuchen (pierogi), die in den unterschiedlichsten Variationen in fast jedem Restaurant bestellt werden können.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- Alexander Abusch, Journalist, Schriftsteller und Politiker in der DDR
- Stefan Banach, polnischer Mathematiker
- Daniel Bogusz, polnischer Fussballspieler
- Boleslaw III. (Polen), Co-Herzog (1102-1107), Herzog von Polen (1107-1138)
- Krzysztof Borek, polnischer Komponist
- Carl Carl, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- Ewa Demarczyk, polnische Sängerin und Schauspielerin
- DJ Tomekk, deutscher Hip-Hop-Musiker und Musikproduzent
- Robert Gadocha, polnischer Fußballspieler
- Mordechaj Gebirtig, jiddisch-polnischer Poet und Komponist
- Henryk Grossmann, deutscher Ökonom jüdisch-polnischer Herkunft
- Ludwig Gumplowicz, Einer der Gründungsväter der europäischen Soziologie
- Friedrich Halm, österreichischer Dichter und Dramatiker
- Wojciech Has, polnischer Filmregisseur
- Roman Haubenstock-Ramati, Komponist
- Zvi Hecker, israelischer Architekt
- Jerzy Hoffman, polnischer Filmregisseur
- Josef Hofmann, österreichischer Pianist
- Stanislaus Hosius, deutsch-polnischer Theologe
- Roman Ingarden, polnischer Philosoph
- Johann I. (Polen), König von Polen (1492-1501)
- Heiliger Kasimir von Polen, katholischer Heiliger, zweiter Sohn von Kasimir IV.
- Johann II. Kasimir (Polen), König von Polen
- Antoni Kątski, Klaviervirtuose und Komponist
- Zygmunt Konieczny, polnischer Komponist
- Ewa Lipska, polnische Dichterin und Autorin
- Franciszek Macharski, Erzbischof von Krakau und Kardinal
- Jan Matejko, polnischer Maler
- Edward Ochab, polnischer Politiker
- Karin Reschke, deutsche Schriftstellerin
- Jan Rokita, polnischer Politiker der Partei "Bürgerplattform"
- Sigismund II. (Polen), König von Polen, Großfürst von Litauen, letzter König der Jagiellonen
- Jerzy Stuhr, polnischer Schauspieler und Regisseur
- Grzegorz Turnau, polnischer Liedermacher
- Karl Freiherr von Urban, österreichischer Feldmarschallleutnant
- Vladislav II. (Böhmen und Ungarn), König von Polen
- Wanda Wasilewska, polnische und sowjetische Politikerin.
- Wladyslaw II. (Polen), Oberherzog von Polen, Herzog von Schlesien

Berühmte mit Krakau verbundene Personen


- Veit Stoß (Polnisch: Wit Stwosz)
- Oskar Schindler
- Johannes Paul II., als Karol Wojtyła in Wadowice bei Krakau geboren
- Jerzy Hoffman
- Nigel Kennedy
- Georg Trakl
- Czesław Miłosz
- Stanisław Lem
- Stanislaus von Krakau
- Valentin Faltin (Polnisch: Walenty Falten)
- Roma Ligocka
- Piotr Skrzynecki, Gründer des Piwnica pod baranami
- Roman Polanski

Verkehr (lokal)

Das Straßenbahn- und Autobusnetz ist dicht. Besonders die Außenbezirke verbindet die Straßenbahn mit dem Zentrum. Eine Schnellstraßenbahn ist in Planung – teilweise als U-Bahn konzipiert.

Verkehr (Fernverkehr)

Endpunkt der Autobahn A4. Internationaler Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice in Balice mit Linienverbindungen u.a. nach Chicago, Frankfurt am Main, Wien. Eisenbahnverbindungen (u.a. nach Breslau und Danzig über Warschau, aber auch in die Ukraine über Przemyśl, nach Prag und Budapest sowie Wien und Bratislava und auch (neuerdings) Berlin über Posen, im Sommer Direktverbindung bis Hamburg. Linienbusverkehr, international und ins Umland. Die Weichsel wird höchstens für Ausflugsdampfer benutzt.

Umgebung


- Nationalpark in Ojców (ca. 24 km entfernt) mit dem ehemaligen Jagdschloss Pieskowa Skala der Krakauer Könige
- Wieliczka mit dem ältesten Salzbergwerk der Welt (17 km entfernt)
- Abtei von Tyniec
- der westlich der Innenstadt gelegene Stadtwald, Las Wolski, mit zoologischem Garten
- Kloster im Las Wolski
- Zakopane
- Auschwitz, polnisch Oswiecim

Partnerstädte

Krakau unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Bordeaux (Frankreich)
- Bratislawa (Slowakei)
- Cusco (Peru)
- Edinburgh (Schottland)
- Fez (Marokko)
- Florenz (Italien)
- Frankfurt am Main (Deutschland), seit dem 6. Dezember 1991
- Göteborg (Schweden)
- Innsbruck (Österreich)
- Leipzig (Deutschland)
- Löwen (Belgien)
- Lemberg (Ukraine)
- Mailand (Italien)
- Nürnberg (Deutschland), seit 1979
- Orleans (Frankreich)
- Rochester (USA)
- Sevilla (Spanien)
- Solothurn, (Schweiz)
- Wilna (Litauen)
- Zagreb (Kroatien), seit 1975

Klima und Wetter

Krakau liegt an der Schwelle vom atlantischen See- zum Kontinentalklima. Je nach vorherrschender Windrichtung wird das Wetter beeinflusst. Westwinde (~40 %) bringen vor allem im Sommer feuchtes Wetter mit Regen, während Ostwinde (~22 %) besonders im Winter trockene und sehr kalte Witterung hervorrufen. Der Wind weht durchschnittlich mit 11 km/h. Die mittlere Temperatur im Januar beträgt etwa -2 °C, wobei Tiefsttemperaturen von mehr als -20 °C keine Seltenheit sind. Die mittlere Temperatur im Juli beträgt etwa +19 °C, das Thermometer kann aber auch +35 °C und mehr erreichen. Allgemein ist das Wetter sehr ruhig mit geringen täglichen Schwankungen. An sehr heißen Sommertagen kann es zu kräftigen Gewittern kommen. In den letzten Jahren haben in der Region die Extremwettererscheinungen zugenommen. Dazu gehören Sturzregen mit 50 l/m² oder auch kleine Tornados. Im Rekordsommer 2003 wurden Staubteufel beobachtet.

Weblinks


- [http://www.krakow.pl/de/ Magical Kraków - Offizielle Seite der Stadt]
- [http://www.krakau.zaprasza.net Touristeninformation]
- [http://www.cracowonline.com/ Krakau Online]
- [http://www.krakow4u.pl/ger_index.php?parametr=ger_glowna_s Cracow4u]
- [http://www.krakow-info.com/ Krakau-Info]
- [http://wikitravel.org/en/article/Krakow kracow in Wikitravel] (engl.)
- [http://public-transport.net/bim/Krakow.htm Straßenbahn in Krakau]
- [http://www.go-cracow.com Krakau für Touristen] Kategorie:Ort in Polen (dt.) Kategorie:Weltkulturerbe als:Krakau ja:クラクフ

31. August

Der 31. August ist der 243. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 244. in Schaltjahren) - somit bleiben 122 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1888 - Der Londoner Serienmörder "Jack the Ripper" begeht seinen ersten Mord.
- 1897 - Einweihung des Kaiser-Wilhelm I.-Denkmals am Deutschen Eck in Koblenz.
- 1914 - Die Schlacht bei Tannenberg endet mit einem Sieg für die deutschen Truppen.
- 1926 - Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrag zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit drei Jahre)
- 1939 - Der fingierte Überfall auf den Sender Gleiwitz durch Angehörige der SS markiert den Schlusspunkt in Hitlers Eskalationspolitik gegenüber Polen und liefert die Rechtfertigung für den Angriff auf Polen am folgenden Morgen.
- 1942 - Generalstreik in Luxemburg gegen die deutsche Besatzungsmacht
- 1950 - Verbot der Zeugen Jehovas in der DDR. Es folgen Hunderte von Verhaftungen und Schauprozesse.
- 1962 - Trinidad und Tobago werden unabhängig von England.
- 1980 - Geburtsstunde der Solidarność: Polens Vizepremier Jagielski und Streikführer Wałęsa unterzeichnen in Danzig das Augustabkommen.
- 1987 - Dschibuti wird Mitglied in der UNESCO.
- 1990 - Auf dem Weg zur Deutschen Wiedervereinigung wird in Berlin der Einigungsvertrag unterzeichnet.
- 1991 - Kirgisistan wird unabhängig.
- 1991 - Usbekistan wird unabhängig.
- 1992 - Pascal Lissouba wird Präsident der Republik Kongo.
- 1994 - Die letzten russischen Truppen verlassen Estland und Lettland.
- 1994 - Die letzten alliierten Streitkräfte (aus der Sowjetunion) verlassen Berlin.
- 1994 - Sinn Féin, der politische Arm der Irisch-Republikanische Armee, ruft erstmals einen einseitigen Waffenstillstand aus.
- 1997 - Lady Di stirbt bei einem Autounfall in einem Tunnel in Paris zusammen mit ihrem Lebensgefährten Dodi Fayed.
- 2004 - Grundsteinlegung für eine neue, parallel zum Rügendamm verlaufende Brücke. Die entstehende Brücke soll die längste Deutschlands werden.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik


- 1951 - Die erste Langspielplatte mit 33 1/3 Umdrehungen in der Minute wird in Düsseldorf von der Deutschen Grammophon vorgestellt.

Kultur


- 1916 - Otto Walter findet in Aigeira den Kopf der berühmten Zeus-Statue.
- 1928 - In Berlin findet die Uraufführung der Dreigroschenoper im Theater am Schiffbauerdamm statt.

Religion

Katastrophen


- 1950 - London, Großbritannien. Auf dem Flughafen verunglückte eine Vickers Viking wegen starken Nebels. 28 Tote.
- 1968 - Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran, 12.000 bis 20.000 Tote
- 1974 - Zugunglück im Bahnhof von Zagreb in Kroatien, mehr als 150 Tote
- 1986 - Cerritos, nahe Los Angeles, Kalifornien, USA. Kollision einer Douglas DC-9 der Aeromexico im Landeanflug mit einer Piper PA 28. 82 Menschen starben.
- 1997 - Die Explosion eines Sprengsatzes im "Ochotny Rjad"-Einkaufszentrum unter der Manege in Moskau fordert 1 Todesopfer 40 weitere Personen werden verletzt.
- 1999 - Buenos Aires, Argentinien. Eine Boeing 737 der Lineas Aereas Privadas Argentinas, mit annähernd 100 Menschen an Bord, schießt beim Start über die Start- und Landebahn hinaus auf einen Golfplatz, wo sie Feuer fängt. 80 Menschen sterben, 26 können mit zum Teil schweren Verletzungen gerettet werden.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 12 - Caligula, römischer Kaiser von 37 bis 41
- 161 - Commodus, römischer Kaiser von 180 bis 192.
- 1760 - Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral
- 1777 - Jean Pierre Joseph d'Arcet, französischer Chemiker
- 1797 - James Ferguson, schottischer Ingenieur und Astronom
- 1798 - Georg Friedrich Puchta, deutscher Jurist
- 1802 - Karl Freiherr von Urban, österreichischer Feldmarschallleutnant
- 1821 - Hermann von Helmholtz, deutscher Physiker
- 1830 - Edmund Kretschmer, deutscher Komponist
- 1842 - Josef Riehl, österreichischer Unternehmer
- 1843 - Georg von Hertling, deutscher Politiker und Philosoph
- 1863 - Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski, russischer Pionier der Farbfotografie
- 1870 - Maria Montessori, Schweizer Pädagogin
- 1874 - Edward Thorndike, amerikanischer Psychologe
- 1878 - Frank Jarvis, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1879 - Alma Mahler-Werfel, österreichisch-US-amerikanische Künstlerin, Lebensgefährtin von Gustav Mahler, Oskar Kokoschka und Franz Werfel
- 1879 - Yoshihito, 123. Tennō (Kaiser) von Japan
- 1880 - Eduard Edert, deutscher parteiloser Politiker und Schriftsteller, MdB 1949-1953
- 1880 - Wilhelmina, Königin der Niederlande
- 1893 - Lilly Laskine, französische Harfenistin
- 1895 - Karl Fiehler, Politiker der NSDAP und Münchener Oberbürgermeister von 1933 bis 1945
- 1897 - Fredric March, US-amerikanischer Schauspieler
- 1906 - Raymond Sommer, französischer Rennfahrer
- 1908 - William Saroyan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1909 - Walter Zawadil, deutscher Politiker MdB 1949-1953
- 1913 - Bernard Lovell, britischer Astrophysiker
- 1915 - Alice Schwarz-Gardos, israelische Journalistin
- 1918 - Lucrecia Kasilag, philippinische Komponistin
- 1918 - Alan Jay Lerner, US-amerikanischer Liedtexter (My Fair Lady)
- 1922 - August Graf Kageneck, deutscher Journalist
- 1924 - Harry Meyen, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1925 - Marvin Davis, US-amerikanischer Unternehmer
- 1928 - James Coburn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1928 - Jaime Lachica Sin, emeritierter Erzbischof von Manila und Kardinal
- 1938 - Martin Bell, britischer Nachrichtensprecher und Politiker
- 1941 - Wolfgang Hilbig, deutscher Schriftsteller
- 1942 - Raymond Ranjeva, Jurist aus Madagaskar und Vizepräsident des Internationalen Gerichtshofes
- 1945 - Van Morrison, britischer Sänger und Songschreiber
- 1945 - Itzhak Perlman, israelischer Violinist
- 1948 - Harald Ertl, österreichisch-deutscher Formel-1-Rennfahrer
- 1948 - Rudolf Schenker, deutscher Musiker und Songschreiber (Scorpions)
- 1948 - Holger Osieck, deutscher Fußballtrainer und -funktionär
- 1949 - Richard Gere, US-amerikanischer Schauspieler
- 1949 - David Politzer, US-amerikanischer Physiker
- 1949 - Rick Roberts, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Robert Kotscharjan, armenischer Politiker, Regierungschef und Staatspräsident
- 1955 - Edwin Moses, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1961 - Neill Archer, englischer Tenor
- 1969 - Nathalie Bouvier, französische Skirennläuferin
- 1970 - Arie van Lent, Fußballer mit holländischer und deutscher Staatsbürgerschaft
- 1972 - Chris Tucker, US-amerikanischer Schauspieler
- 1976 - Roque Junior, brasilianischer Fußballspieler
- 1982 - Patrick Nuo, Schweizer Sänger
- 1982 - Ian Crocker, US-amerikanischer Schwimmer

Gestorben

Ian Crocker
- 1056 - Theodora III., Kaiserin von Byzanz
- 1234 - Go-Horikawa, 86. Kaiser von Japan
- 1287 - Konrad von Würzburg, deutscher Lyriker, Epiker und didaktischer Dichter
- 1422 - Heinrich V., König von England aus dem Haus Lancaster
- 1528 - Mathis Gothart-Nithart, deutscher Maler und Graphiker,Baumeister,Wasserkunstmacher
- 1667 - Johann Rist, Dichter und Prediger
- 1688 - John Bunyan, Baptistenprediger und Schriftsteller aus England
- 1688 - Maria Magdalena von Oettingen, 2.te Frau des Markgrafen Wilhelm von Baden
- 1709 - Andrea Pozzo, italienischer Maler
- 1762 - Momozono, 116. Kaiser von Japan
- 1795 - André Danican Philidor, Schachspieler
- 1799 - Nicolas-Henri Jardin, französischer Architekt
- 1801 - Nicola Sala, italienischer Komponist
- 1811 - Louis Antoine de Bougainville, französischer Seefahrer und Schriftsteller
- 1832 - Antoine-Léonard de Chézy, französischer Orientalist und Mitbegründer der Indologie
- 1834 - Karl Ludwig Harding, deutscher Astronom
- 1864 - Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist
- 1867 - Charles-Pierre Baudelaire, französischer Dichter der Moderne
- 1883 - Levin Schücking, deutscher Schriftsteller
- 1900 - John Bennet Lawes, britischer Agrikulturchemiker
- 1902 - Mathilde Wesendonck, deutsche Schriftstellerin
- 1913 - Erwin Bälz, Leibarzt der Kaiserlichen Familie und Mitbegründer der modernen Medizin in Japan
- 1915 - Greene Vardiman Black, US-amerikanischer Mediziner
- 1920 - Wilhelm Wundt, deutscher Philosoph und Psychologe
- 1927 - Andranik Torosi Ozanyan, armenischer Widerstandskämpfer
- 1928 - Bruno Wille, deutscher Philosoph, Journalist und Schriftsteller
- 1930 - Eduard Meyer, deutscher Althistoriker
- 1939 - Wilhelm Bölsche, deutscher Schriftsteller und Naturforscher
- 1940 - Raymond Smith Dugan, US-amerikanischer Astronom
- 1941 - Marina Iwanowna Zwetajewa, russische Dichterin und Schriftstellerin
- 1945 - Stefan Banach, polnischer Mathematiker
- 1948 - Andrei Alexandrowitsch Schdanow, sowjetischer Politiker
- 1948 - Janus Djurhuus, ausgebildeter Jurist, färöische Dichter
- 1954 - Robert Kotscharjan, armenischer Politiker, Regierungschef und Staatspräsident
- 1955 - Eberhard Koebel, Autor, Gründer der Jungenschaft
- 1955 - Willi Baumeister, deutscher Maler
- 1956 - Yves Nat, französischer Pianist und Komponist
- 1958 - Hans Ehrenberg, deutscher Theologe
- 1959 - Josef Oesterle, deutscher Politiker
- 1963 - Georges Braque, französischer Maler des Kubismus
- 1965 - Edward Elmer Smith, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1966 - Kasimir Edschmid, deutscher Schriftsteller
- 1966 - Willi Hammelrath, Gründer der Arbeiterhochschule Burg Vondern
- 1967 - Ilja Ehrenburg, sowjet-russischer Schriftsteller
- 1967 - Juan Vitalio Acuña Núñez, kubanischer Revolutionär
- 1967 - Tamara Bunke, Guerilliera in Lateinamerika
- 1969 - Ottmar Gerster, deutscher Komponist
- 1969 - Rocky Marciano, US-amerikanischer Boxer
- 1973 - John Ford, US-amerikanischer Regisseur
- 1985 - Frank MacFarlane Burnet, australischer Mediziner
- 1986 - Henry Moore, englischer Bildhauer und Maler
- 1986 - Jorge Alessandri, chilenischer Politiker
- 1986 - Urho Kaleva Kekkonen, finnischer Politiker
- 1992 - Wolfgang Güllich, deutscher Sportkletterer
- 1993 - Siegfried Schürenberg, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1995 - Gertrud Luckner, christliche Widerstandskämpferin, Pazifistin
- 1995 - Horst Janssen, deutscher Zeichner und Grafiker
- 1997 - Diana Frances Spencer, Ehefrau des englischen Thronfolgers Prince Charles
- 1997 - Dodi Fayed, auch Dodi Al-Fayed, Freund und Begleiter von Prinzessin Diana (
- 15. April 1955)
- 2002 - Lionel Hampton, US-amerikanischer Jazz-Vibraphonist und Bandleader (
- 20. April 1908)
- 2004 - Carl Wayne, britischer Sänger und Schauspieler
- 2005 - Józef Rotblat, polnischer Dichter und Nobelpreisträger
- 2005 - Michael Sheard, schottischer Schauspieler
- 2005 - Emil Rudolf Greulich, deutscher Schriftsteller

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Malaysia
- Nationalfeiertag in Kirgisistan
- Nationalfeiertag in Trinidad und Tobago
- Nikodemus

Siehe auch


- 30. August - 1. September
- 31. Juli - 30. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0831 ja:8月31日 ko:8월 31일 simple:August 31 th:31 สิงหาคม

Lemberg

Lemberg (ukrainisch Львів bzw. transkribiert Lwiw, polnisch Lwów, russisch Львов/Lwow, litauisch Lvovas, neulateinisch Leopolis, ungarisch Ilyvó, französisch Léopol, tschechisch Lvov, slowakisch Ľvov, jiddisch Lemberig, Lemberyk oder Lemberek) ist eine Stadt in der westlichen Ukraine (Galizien, Oblast Lwiw). Sie liegt am Fluss Poltwa, etwa 80 km von der Grenze zu Polen entfernt. Es ist die wichtigste Stadt der ukrainischsprachigen Westukraine. Manche Westukrainer, die sich gegenüber der weitgehend russischsprachigen Bevölkerung in der Ostukraine als die eigentlichen Ukrainer sehen, bezeichnen es sogar als die „heimliche Hauptstadt der Ukraine“. Der Stadtverwaltung unterstehen neben der Stadt Lwiw noch die Stadt Wynnyky (ukrainisch Винники) und beiden Siedlungen städtischen Typs Brjuchowytschi (ukrainisch Брюховичі) und Rudne (ukrainisch Рудне). Die Altstadt befindet sich auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes . Lwiw/Lemberg ist seit langer Zeit vom Zusammenleben mehrerer Völker geprägt. Bis ins 20. Jahrhundert gab es neben Polen einen großen Anteil an jüdischer, ukrainischer, deutscher und sogar armenischer Bevölkerung, heute leben in Lwiw neben (fast ausschließlich) Ukrainern auch Russen, Weißrussen und Polen.

Geschichte

Weißrussen Weißrussen Weißrussen Weißrussen Lemberg teilt weitgehend die Geschichte der Ukraine bzw. Galiziens/Polens 1250 errichtete der altrussische Fürst Danilo Romanovič an der Stelle des heutigen Lemberg eine Burg für seinen Sohn Lew. Von diesem Lew (ukrainisch Löwe) hat die Stadt ihren Namen. Auch im Wappen und in zahlreichen Steinskulpturen der Stadt taucht der Löwe immer wieder auf. Nach der Zerstörung des Kiewer Reiches durch die Mongolen fielen seine westlichen Gebiete, darunter Lwiw, 1340/1349 an Polen. 1356 erhielt die Stadt vom polnischen König Kasimir dem Großen die Stadtrechte, 1387, nach einem kurzen ungarischen Intermezzo, kam sie wieder an Polen. Von 1569 bis 1772 war Lemberg Hauptstadt der Woiwodschaft Ruthenia, einer administrativen Einheit des Polnisch-Litauischen Gemeinwesens (Adelsrepublik). In der frühen Neuzeit entwickelte sich der Ort bald zu einem wichtigen Handelsplatz, sowie neben Krakau, Posen und Warschau zu einem Zentrum polnischen Kultur- und Geisteslebens im ukrainisch-sprachigen Umland. 1772 fiel die Stadt mit der polnischen Teilung an das Habsburgerreich. Lemberg war Hauptstadt des Königreichs Galizien und Lodomerien und viertgrößte Stadt im Habsburgerreich. Die 1784 von Joseph II. gegründete Universität Lemberg ist die älteste in der Ukraine. Nach dem 1. Weltkrieg fiel Lemberg nach teilweise heftigen Kämpfen zwischen den Polen und den Ukrainern an Polen zurück. Die Stadt hatte damals 361.000 Einwohner, die meisten davon Polen, ein weiteres Drittel Juden außerdem Deutsche und Armenier. In den Zwischenkriegsjahren blieb es sowohl eine Hochburg polnischer Kultur als auch ein Brennpunkt ukrainischen Nationalgefühls. In den Jahren 1939 bis 1941 wurde es nach dem Überfall der Sowjetunion auf Polen in die Sowjetukraine eingegliedert, 1941 wurde es durch Hitlers Überfall auf die Sowjetunion Teil des deutschen Generalgouvernements und kam 1945 unter sowjetische Herrschaft. Die meisten in der Stadt und ihrer Umgebung ansässigen Polen wurden vertrieben, viele von ihnen ließen sich in Niederschlesien nieder. Seit 1991 ist es Teil der unabhängigen Ukraine, doch gehen immer wieder autonomistische Bestrebungen von der Region Galizien aus, nicht zuletzt, weil man sich an Lemberg als Hauptstadt eines eigenen Königreiches erinnert.

Wirtschaft

Verkehr

Für den ÖPNV der Stadt stehen die Lemberger Straßenbahn und Obusse zur Verfügung, sowie die privatwirtschaftlich betriebenen Marschrutki (Sammeltaxis).

Kultur

Buchmesse Lemberg, Buchmarkt

Die größte Buchmesse der Ukraine, das Lemberger Buchforum, wächst. 2005 war der Kulturpalast zu klein, die Messe breitete sich für viel mehr Besucher (60.000) und Aussteller (700 Verlage) als davor in den Hof und bis in die Innenstadt aus. Der Buchmarkt in ukrainischer Sprache setzt sich oft nur mit staatlicher Förderung gegen russische Bücher durch. Die Buchhandelskette Bukwa (Der Buchstabe) mit bereits 22 großen Buchläden in der gesamten Ukraine mildert erhebliche Vertriebsprobleme. Die Zahl der ukrainischsprachigen Verlage wächst aber: Im Verlegerverband sind rund 350 Verlage, die regelmäßig Bücher veröffentlichen. 2004 wurden 14.970 Neuerscheinungen registriert, Gesamtauflage: 52,8 Millionen Exemplare. Außerhalb des recht lukrativen Schulbuchgeschäfts beträgt allerdings die Durchschnittsauflage eines Titels 300 Stück. Es gibt einen großen ukrainischen Stand auf der Frankfurter Buchmesse, die wie weltweit an anderen Buchmessenstandorten auch in Lemberg vom Auswärtigen Amt unterstützt und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut einen Gemeinschaftsstand für Neuerscheinungen und Übersetzungen ukrainischer Autoren ins Deutsche hat. Verlage wie Suhrkamp haben eigene Regale mit deutschen Gegenwartsautoren. Die Deutschen Botschaft in Kiew lädt die Germanistik-, Verlags-, Presse-und Übersetzerszene an den Messestand ein. Deutsche Bücher sind für die meisten Ukrainer unerschwinglich, neuerdings viel eher zu haben: Eine Agentur in Kiew, die Sprachbücher des Hueber Verlags vertreibt, bietet preiswerte Remittenden und bestellt alle lieferbaren Bücher aus Deutschland. Auf der Frankfurter Buchmesse haben ukrainische Autoren eigene Diskussionsforen.

Städtepartnerschaften


- Freiburg im Breisgau (Deutschland) seit 1989
- Rzeszów (Polen) seit 1992 Rzeszów Rzeszów

Persönlichkeiten

Wappen

Der Wappen der Stadt ist ein Löwe, doch nicht irgendein Löwe - es ist ein freundlicher Löwe, der lacht. In der Stadt gibt es über 5.000 solcher Löwen.

Weblinks


- http://www.lviv.ua
- [http://www.city-adm.lviv.ua/ Stadtverwaltung (ukrainisch & englisch)]
- http://www.lvivbest.com/
- http://www.lwow.com.pl
- [http://www.freiburg.de/2/209/20900/lviv.php?lang=d Städtepartnerschaft Freiburg]
- [http://www.ukrtelecom.ua/ua/offers/web_cam/dpm_lviv.html Webcam der UkrTelecom] Kategorie:Ort in der Ukraine Kategorie:Oblast Lemberg ja:リヴィフ

Polen

Die Republik Polen (poln. Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Polens Grenzen sind 3582 km lang, wobei 467 km auf die Grenze zu Deutschland im Westen, 790 km auf die zu Tschechien und 539 km auf die zu der Slowakei im Süden, 529 auf die zur Ukraine und 416 auf die zu Weißrussland im Osten, 103 km auf die zu Litauen und 210 auf die zur russische Exklave Kaliningrad im Nordosten sowie 528 auf die Ostsee-Küste im Norden entfallen. Flächenmäßig ist Polen der neuntgrößte Staat in Europa. Der Name "Polen" kommt von dem westslawischen Stamm der Polanen, deren Siedlungsgebiet sich im zentralpolnisc