Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Subtropen

Subtropen

Die Subtropen gehören zu den Klimazonen der Erde. Sie liegen in der geographischen Breite zwischen den Tropen in Äquatorrichtung und den gemäßigten Zonen in Richtung der Pole, ungefähr zwischen 25°-40° nördlicher Breite und 25°-40° südlicher Breite. Diese Gebiete haben typischerweise tropische Sommer und nicht-tropische Winter. Man kann sie unterteilen in trockene, winterfeuchte, immerfeuchte Subtropen. Eine weitverbreitete Definition definiert das Klima dort als subtropisch, wo die Mitteltemperatur im Jahr über 20 Grad Celsius liegt, die Mitteltemperatur des kältesten Monats jedoch unter der Marke von 20 Grad bleibt.

Trockene Subtropen

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Winterniederschläge
- ganzjährig arid
- Tageszeitenklima

Vegetation


- Artenvielfalt relativ gering
- Wüsten- und Steppenvegetation (oft Dornbuschgewächse)

Beispiele

Sahara-Wüste, Atacama-Wüste, Naher Osten

Winterfeuchte Subtropen. Mittelmeerklima

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Winterniederschläge
- nur Sommer-arid

Vegetation

Es dominiert ein spezifischer Formationstyp, die Hartlaubvegetation, die für die Mediterranen Gebiete des Mittelmeeres und Kaliforniens durch immergründe Eichenarten - Steineiche, Korkeiche und Kermeseiche sowie halbimmergrüne Mazedonische Eiche geprägt wird. In Australien sind besonders zwei Eukalyten, Jarrah (Eucalyptus marginata) und Marri (Eucalyptus calophylla), in mediterranen Regionen verbreitet. In Kalifornien kommen viele Nadelhölzer vor, unter denen dem Mammutbaum besonderes Interesse zukommt. In vielen Gegenden ist die Landschaft durch frühen Raubbau völlig waldlos. Die Wälder SW-Australiens, die Kapregion Südafrikas, Kalifornien und der Mediterran sind durch den hohen Endemitenreichtum unter den 25 Hotspots der Biodiversität der Erde.

Beispiele

Mittelmeerregion, Zentral-Chile, Kalifornien, Süd-West-Australien, Südafrika (Kapregion)

Sommerfeuchte Subtropen

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Niederschläge im Sommerhalbjahr

Vegetation


- Artenreicher Lorbeerwald mit zahlreichen Lianen aber weniger Epiphyten als in tropischen Wäldern. In Australien typischerweise Eukalyptuswälder. Im Kaukasus, Nord Iran und östlichen USA artenreiche Laubmischwälder mit hohen Anteil an Tertiären Arten. In Süd-Ost China, einem globalen Zentrum der Artenvielfalt sind viele usrprüngliche Gattungen die sonst ausgestorben sind erhalten (Afganistan)

Weblinks


- http://www.tu-berlin.de/~kehl/project/lv-twk/09-subtrop-wint4-twk.htm - Flora und Vegetation der (winterfeuchten) Subtropen
- [http://www.m-forkel.de/klima/subtropisch.html Vergleich des Winterregenklimas der Westseiten und des Subtropischen Ostseitenklimas] Kategorie:Klimazonen und Vegetation Kategorie:Meteorologie ja:亜熱帯

Klimazone

Die Erde wird anhand verschiedener Klimabedingungen aufgrund unterschiedlich intensiver Sonneneinstrahlung in unterschiedliche Zonen eingeteilt, die sich vom Nordpol zum Äquator erstrecken – und auf der Südhalbkugel spiegebildlich verlaufen.

Einteilung

Es existieren zwei Arten von Einteilungen für die Klimazone, eine grobere, die die Klimazonen nach geografischen Kriterien aufteilt, und eine feinere, die die tatsächlichen Klimaverhältnisse (Temperatur, Niederschlagsmenge) berücksichtigt.

Einteilung nach geografischen Kriterien

Einteilung nach klimatischen Kriterien


- Kalte Zone: Gebiete, in denen die Mitteltemperatur im wärmsten Monat 10 Grad Celsius nicht erreicht.
  - Eisklima
  - Tundrenklima
- Gemäßigte Zone: Gebiete, in denen der wärmste Monat wärmer als 10 Grad Celsius ist, die Jahresmitteltemperatur jedoch unter 20 Grad Celsius liegt.
  - Kaltgemäßigtes Klima
  - Kühlgemäßigtes Klima
  - Warmgemäßigtes Klima
- Subtropen: Gebiete mit einer Jahresmitteltemperatur über 20 Grad Celsius, jedoch einer Mitteltemperatur im kältesten Monat unter diesem Wert
- Tropen: Gebiete, in denen die Mitteltemperatur im kältesten Monat über 20 Grad Celsius liegt. Die Grobeinteilung richtet sich in diesem Fall nach der Temperatur, es gibt jedoch auch andere Einteilungen, die die tatsächlichen Klimabedingungen aufgrund der atmosphärischen Zirkulation, der Meereszirkulation (Genetische Klassifikation), oder der Klimawirkungen (effektive Klassifikation: dominierende Vegetation, allgemeine ökologische Kriterien) besser erfassen. Beispiel hierfür ist der Vergleich von Niederschlagsmengen und Evapotranspiration, was zur einer Differenzierung in
- aride,
- semihumide und
- humide Klimate führt. Es gibt hierbei keine beste oder generell zu bevorzugende Klassifikation der Klimazonen. Jede Art der Klassifikation hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile und diese können nur im Fall einer konkreten Anwendung in eine Richtung überwiegen. Geht man nur von den klimatischen Bedingungen aus, so bieten sich zur differenzierten Beschreibung lokaler Klimacharakteristika so genannte Klimadiagramme an.

Klimaklassifikationen – allgemeine Vorgehensweise

Alle Klimaklassifikationen versuchen, die regional sehr unterschiedlichen Klimate der Erde zusammenfassen und generalisiert wiederzugeben. Die kleinsträumlichen Unterschiede müssen hierbei den großen Regelhaftigkeiten des Klimas weichen. Es werden ähnliche Klimate zu größeren Räumen aggregiert, die innerhalb von bestimmten Grenz- und Richtwerten der gleichen Klimaparameter (und damit ungefähr das gleiche Klima) aufweisen. Generell unterscheidet man genetische und effektive, zum Teil auch ökoklimatische, etc. Klimaklassifikationen. Genetische Klimaklassifikationen stellen den Ursprung des Klimas, also deren Genese, in den Mittelpunkt. Räume gleicher Klimate werden also zum Beispiel nach der Kontinentalität bzw. Maritimität eines Teilraumes bestimmt. Zentrale Grundlage der genetischen Klimaklassifikationen ist die globale Windzirkulation. Eine frühe genetische Klimaklassifikation legte zum Beispiel Carl Troll vor.

Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger

Diese offiziellen in der Klimageographie verwendeten Klimaklassifikationen wurden von Wladimir Peter Köppen in dieser Art Einteilung entwickelt. […] Siehe dazu auch Klimatologie, Klassifikation. […] Die Zahlen geben die Reihenfolge in der Einordnung der Klassifizierung an.

Hauptgruppe

; A-Klimate : Tropische Regenklimate (kältester Monat < 18 °C). ; B-Klimate : Trockenklimate, (entweder mit Sommerregen, Regen ohne Periode oder Winterregen) mit hauptsächlicher Unterscheidung zwischen BS (Steppenklimate) und BW (Wüstenklimate). ; C-Klimate : Warmgemäßigte Regenklimate (kältester Monat zwischen 18 °C und −3 °C, wärmster Monat > 10 °C), mit ganzjährigen Niederschlägen, bzw. jahreszeitlich oder periodisch höher als in den B-Trockenklimaten. ; D-Klimate : Boreale Klimate, Schnee-Wald-Klimate, nur auf der Nordhalbkugel ausgebildet, kältester Monat < −3 °C und wärmster Monat > 10 °C. ; E-Klimate : kalte Klimate jenseits der Baumgrenze (polare, wie als auch Höhenbaumgrenze), mit häufig vorkommenden tundrenartigen Dauerfrostböden, wärmster Monat < 10 °C, mit Unterscheidung in EF (Ewiger Frost) und ET (Tundra).

Unterteilung nach dem Mengenverhältnis der Niederschläge


- w = wintertrocken, a) für die C- und D-Klimate im regenreichsten Monat der wärmeren Jahreszeit mehr als zehnmal soviel Niederschlag wie im regenärmsten Monat der kälteren Jahreszeit (Bsp.: Cw-Klimate), b) in der A-Klimate muss mindestens ein Monat mit weniger als 60 mm Niederschlag vorkommen um diese weitere Klassifikation zur Aw-Klimate zu bekommen.
- s = sommertrocken, a) bei der C- und D-Klimate muss der regenreichste Monat der kalten Jahreszeit hierfür mindestens dreimal soviel Niederschlag aufweisen wie der regenärmste Monat der warmen Jahreszeit in der jeweiligen Klimate), b) nur äußerst selten auch für die A-Klimate zutreffend, wenn der trockenste Monat im Verhältnis zum regenreichsten noch bis zu 30 mm Niederschlag aufweist, wird das „s“ erst an dritter Stelle neben „f“ gesetzt.
- f = steht dann für ausgesprochene Trockenzeit in der jeweiligen Klimate.
- m = Mittelform zwischen f und w im Bereich des tropischen Monsunklimas, Trockenzeit ist zwar vorhanden aber nur kurz und wenig effektiv.

Differenzierung der Sommerwärme und Winterkälte


- Gruppe für die C- und D-Klimate:
  - a = Temperatur des wärmsten Monats > 22 °C
  - b = wärmster Monat < 22 °C, aber noch mindestens 4 Monate > 10 °C
  - c = nur 1 bis 4 Monate > 10 °C, kältester Monat > –38 °C
  - d = bis zu 4 Monate > 10 °C, aber kältester Monat < –38 °C
- Gruppe für die B-Klimate:
  - h = heiß (Jahresmitteltemperatur > 18 °C)
  - k = winterkalt (Jahresmitteltemperatur < 18 °C, aber wärmster Monat > 18 °C)
  - k' = wie k, jedoch auch wärmster Monat < 18 °C
- Dritte Gruppe:
  - l = lau, alle Monate 10 °C bis 22 °C
  - i = isotherm, die Differenz der extremen Monate < 5 °C

Weblinks


- [http://www.payer.de/entwicklung/entw02.htm allgemeiner, sehr umfassender Artikel zu den einzelnen Klimazonenklassifikationen]
- [http://www.klimakarte.de/ Einleitung zur genetischen Klimazonenklassifikation]
- [http://www.wetter-und-klima.de/klimadiagramme/welt.htm Klimadiagramme]
- [http://www.tu-berlin.de/~kehl/project/lv-twk/05-intro-4-twk.htm Vegetationsökologie von Klimazonen]
- [http://www.die-klimazonen.de/ Die Klimazonen der Erde]
- [http://www.webgeo.de/beispiele/rahmen.php?string=1;k_600;1;;;;1-k_610-1 Lernmodul bei WebGeo] ! Kategorie:Klimatologie

Tropen

---- Die Tropen (v. gr.: tropai heliou Sonnenwendegebiete) sind a) strahlungsklimatisch betrachtet die Gebiete, die durch die beiden Wendekreise (23,5° nördliche und südliche Breite) begrenzt werden und in denen die Sonne mindestens einmal im Jahr im Zenit steht, b) im System der Atmosphärischen Zirkulation der Bereich zwischen den beiden subtropisch-randtropischen Hochdruckgürteln der Nord- und Südhalbkugel der Erde. c) der Bereich beiderseits des Äquators, der durch höhere tageszeitliche und geringere jahreszeitliche Temperaturschwankungen (25°C Jahresmittel) geprägt ist, da sich durch die ganzjährig hohe Einstrahlung keine thermischen Jahreszeiten bilden können, d) der Bereich bei dem die jährlichen Tageslängen nur sehr gering zwischen 10,5 und 13,5 Stunden schwanken. Als polwärtige Grenze der Tropen zu den Subtropen verwendete Köppen die 18°-Isotherme, Supan und Philippson die 20°-Isotherme des kältesten Monats. Diese Abgrenzungen beziehen sich aber nur auf die in geringer Höhe über dem Meeresspiegel gelegenen Warmtropen, die typischen Klimaeigenschaften der Tropen gelten aber auch für die höher gelegenen Gebiete. Wegen der Temperaturabnahme mit der Höhe spricht man dann, wenn die 18°- oder 20°-Isotherme unterschritten werden, aber rechnerisch sich ein höherer Wert ergäbe, von Kalttropen. Innerhalb der Tropen werden die äquatornahen immerfeuchten von den zu den Wendekreisen hin wechselfeuchten bzw. trockenen Tropen unterschieden, die sich in unterschiedlichen Vegetationszonen von den Tropischen Regenwäldern über die verschiedenen Savannentypen bis zu den Tropischen Halbwüsten und Wüsten zeigen. Als Ektropen werden diejenigen Gebiete bezeichnet, welche nicht in den Tropen liegen.

Siehe auch


- Tropischer Regenwald
- innertropische Konvergenzzone (ITC)
- Tropischer Wirbelsturm Kategorie:Tropen Kategorie:Meteorologie Kategorie:Ökosystem ja:熱帯 ko:열대

Äquator

Der Äquator (lat. "Gleichmacher") ist derjenige Großkreis einer Kugel oder eines Planeten, der von beiden Polen gleich weit entfernt ist. Es ist der einzige Breitenkreis, der gleichzeitig ein Großkreis ist, also die kürzeste Verbindung zwischen allen seiner Punkte darstellt. Ihm ist die geografische Breite 0° zugeordnet. Der Äquator der Erde, Durchmesser 12756 km, durchquert Afrika, die Malediven und den Indischen Ozean, Indonesien, das zentralpazifische Mikronesien sowie Südamerika. Er trennt dabei die Nord- von der Südhalbkugel. Der Mittelpunkt des Äquatorkreises fällt mit dem der Kugel zusammen. Wegen der leichten periodischen Bewegungen der Erdachse kann der momentane Äquator an einem Ort bis zu ca. 10 Meter vom mittleren Äquator entfernt sein. Die Länge des Äquators beträgt 40076,6 km. Der Äquator durchquert elf Staaten auf Landgebiet:
- Ecuador (hat seinen Namen auch vom Äquator)
- Kolumbien
- Brasilien
- São Tomé und Príncipe
- Gabun
- Republik Kongo
- Demokratische Republik Kongo
- Uganda
- Kenia
- Somalia
- Indonesien Daneben durchquert er noch einige Inselgruppen jeweils zwischen den Inseln, läuft aber nicht über deren Landfläche. Dazu gehören die Malediven und mehrere Inselgruppen des Pazifiks. Vier Hauptstädte liegen fast genau auf dem Äquator:
- Quito (20 km südlich des Äquators)
- Libreville (40 km nördlich des Äquators)
- São Tomé (35 km nördlich des Äquators)
- Kampala (35 km nördlich des Äquators) Im Koordinatensystem der Erde (analog auch auf Mond- oder Himmels-Globen) zählt die geografische Breite vom Äquator nach Norden positiv, nach Süden negativ. Im englischen Sprachraum wird stattdessen auch N oder S angefügt - z.B. 52°N für Berlin, 52°S für die Falklandinseln. Deutschland ist vom Äquator 47,4 - 54,9° (etwa 5300 bis 6100 km) entfernt. Entlang des Erdäquators und der Meridiane entspricht eine Bogenminute etwa einer Seemeile, abgekürzt sm (engl. nautical mile, NM). Ihr Wert von 1852 Meter ergibt sich aus dem mittleren Erdradius (6370 km). Auch die ursprüngliche Definition des Meter war an der Länge des Erdäquators bzw. der Meridiane (sollte 40.000.000 Meter entsprechen) ausgerichtet. Neben dem hier beschriebenen geographischen Äquator gibt es auch den durch die Magnetpole bestimmten magnetischen Äquator. Aquator ja:赤道 ms:Garisan Khatulistiwa th:เส้นศูนย์สูตร zh-min-nan:Chhiah-tō

Gemäßigte Zone

Als Gemäßigte Zonen bezeichnet man die Klimazonen zwischen den Wendekreisen und den Polarkreisen. Die gemäßigten Zonen liegen nach klimatischen Gesichtspunkten zwischen den Polargebieten und den Subtropen.

Klima

Die gemäßigten Zonen weisen eindeutige Jahreszeiten auf und existieren auf der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel. Das Klima reicht von mildem maritimen Klima, das durch geringe Temperaturschwankungen und große Niederschlagsmengen geprägt ist, bis zum Kontinentalklima, das sich durch hohe Temperaturschwankungen und relative Aridität auszeichnet. Meteorologisch wird der größte Teil der gemäßigten Zone durch die Westwindzone beschrieben.

Definition der Klimazonen in der gemäßigten Zone

Man teilt die gemäßigte Zone meist in drei verschiedene Subregionen ein: die warmgemäßigte, kühlgemäßigte und die kaltgemäßigte Zone. Das Jahresmittel liegt um 8 Grad Celsius.

Warmgemäßigte Zone

Für die warmgemäßigte Zone gibt es zwei unterschiedliche Definitionen: 1) Gebiete mit einer Mitteltemperatur im wärmsten Monat über 20 Grad Celsius 2) Gebiete mit einer Mitteltemperatur im wärmsten Monat über 10 Grad Celsius, im kältesten Monat über 0 Grad Celsius. Als Abgrenzung zu den Subtropen wird normalerweise die Grenze der Jahresmitteltemperatur von 20 Grad Celsius genannt; alles, was darunter liegt, gehört zur gemäßigten Zone oder der Kalten Zone. Beispiel: Nach der ersten Definition gehört z.B. die Rheinebene in Deutschland zur warmgemäßigten Zone, das norddeutsche Tiefland dagegen zur kühlgemäßigten Zone, da in der Rheinebene meist mittlere Julitemperaturen über 20 Grad gemessen werden. Nach der zweiten Definition gehören beide Gebiete zur warmgemäßigten Zone, da in beiden Fällen die durchschnittliche Januartemperatur über 0 Grad liegt.

Kühlgemäßigte Zone

Zur kühlgemäßigten Zone gehören Gebiete, die die Anforderungen für die warmgemäßigte Zone nicht erfüllen, also je nach Definition: 1) die Temperatur im wärmsten Monat über 10, aber unter 20 Grad Celsius erreicht 2) die Temperatur im wärmsten Monat über 10, die Temperatur im kältesten Monat jedoch unter 0 Grad Celsius liegt. Als Abgrenzung zum kaltgemäßigten Klima wird meist die Jahres-Mitteltemperatur von 0 Grad Celsius genannt. Eindeutige Beispiele für die kühlgemäßigte Zone sind beispielsweise das Klima im größten Teil Polens und West-Russlands, aber auch in einigen Teilen Deutschlands (z.B. Sachsen, Süd-Bayern).

Kaltgemäßigte Zone

Zur kaltgemäßigten Zone gehören alle Gebiete, die eine jährliche Mitteltemperatur von unter 0 Grad, gleichzeitig aber eine Mitteltemperatur im wärmsten Monat von über 10 Grad Celsius aufweisen. Alle Gebiete mit einer Mitteltemperatur von unter 10 Grad Celsius im wärmsten Monat gehören per Definition zur Kalten Zone. Beispiele für das kaltgemäßigte Klima sind die größten Teile Sibiriens und die nördliche Kola-Halbinsel.

Vegetation

Die Vegetation in den gemäßigten Zonen besteht hauptsächlich aus Nadelwäldern, Misch- und Laubwäldern, zur Mitte der Kontinente hin findet man jedoch auch Grassteppen und teilweise sogar Halbwüsten und Wüsten. Siehe auch: Klimazone, Tropen, kaltgemäßigtes Klima

Weblinks


- [http://www.m-forkel.de/klima/gemaesigt.html Überblick über die gemäßigte Zone] Kategorie:Klimazonen und Vegetation ja:温帯 ko:온대

Pol

Unter einem Pol versteht man im Allgemeinen eines von zwei (äußersten) Enden. Ebenfalls im allgemeinen Sinn wird oft das eine Ende als das extreme Gegenteil des anderen Endes betrachtet. Gleichwohl können sich beide Enden auch gegenseitig bedingen, ähnlich wie sprichwörtlich die "Zwei Seiten einer Medaille".

Verschiedene Verwendungen des Begriffs Pol


- Geografischer Pol, siehe Pol (Geografie)
- Magnetischer Pol, siehe Erdmagnetfeld
- Geomagnetischer Pol, siehe Pol (Geomagnetismus)
- Elektrischer Pol, siehe Pol (Elektrizität)
- Himmelspol
- Beide Pole ("Manie" und "Depression") der "Bipolaren Störung" (auch manisch-depressive Erkrankungen)
- Schnittpunkt aller in einer Ebene liegenden Kugeltangenten (siehe Pol (Mathematik))
- Polstelle einer mathematischen Funktion
- Mechanischer Drehpunkt spezieller Messinstrumente, beispielsweise eines Planimeters
- Sogenannter Gefäßpol eines Blutgefäßes (siehe auch Nephron, Niere)
- Hauptpol im Polplan (Statik) = der Punkt, um den sich eine Scheibe absolut dreht
- Nebenpol im Polplan (Statik) = der Punkt, um den sich zwei oder mehr Scheiben relativ zueinander drehen.

Abkürzungen


- PoL oder POL für Problem orientiertes Lernen
- Pol. für Polizei
- pol. für politisch
- Pol. für polarisiertes Licht
- pol als Sprachcode für polnische Sprache (nach ISO 639)
- pol. für poliert
- Dr. rer. pol. für Doktor der Politikwissenschaften

Namen


- Pol Bury, siehe Kinetische Kunst
- Grafen von Saint-Pol, de Pol, Greiner-Pol, Jean-Pol usw.
- Fluss in England: siehe Pol (Fluss)


Klima

Der Begriff des Klimas steht für die Gesamtheit aller meteorologischen Erscheinungen, die für den gemittelten Zustand der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das Wechselspiel aller Sphären der Erde geprägt. Es umfasst zudem unterschiedlichste Größenordnungen, wobei vor allem die zeitliche und räumliche Dimension des Klimabegriffs von entscheidender Bedeutung für dessen Verständnis sind. Die Wissenschaft, die die Gesetzmäßigkeiten des Klimas, dessen Eigenschaften, Entwicklung und Erscheinungsbild erforscht, bezeichnet man als Klimatologie.

Der Klimabegriff

Etymologie

Das Wort Klima (Mehrzahl: Klimata, Klimate) stammt vom griechischen Verb κλίνειν [klinein], welches übersetzt „neigen“ bedeutet. Dies bezieht sich auf die Schiefe der Erdekliptik. Im 20. Jahrhundert hat sich dabei das Begriffsverständnis von der Wettergesamtheit (Fedoroff 1927) hin zur Synthese des Wetters (WMO 1979) entwickelt.

Zeitliche Dimension

Als Abgrenzung zum Wetter (Zeitrahmen: Stunden bis wenige Tage) und zur Witterung (Zeitrahmen: einige Tage bis circa eine Woche, im Extremfall auch ein Monat oder eine Jahreszeit) versteht man Klima als einen über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten (meist 30 Jahre) statistisch bereinigten Zustand der Erdatmosphäre. Man bedient sich dieser statistischen Methoden, um kurzfristige Schwankungen des Wetters zu filtern und charakteristische Werte bezüglich verschiedener meteorologischer Größen zu erhalten, welche in ihrer Gesamtheit wiederum das Klima eines Ortes beschreiben. Hierbei stehen vor allem die Langzeittrends im Zentrum des Interesses, welche jedoch gegenläufig zu den Extremen bei langen Referenzzeiträumen verwischen. Basis für das Klima ist dabei jedoch immer das Wetter und die in Wetterstationen bzw. Wetter- und Umweltsatelliten erfassten Daten. Ausgehend von dieser Datenbasis stellen sich für die zeitliche Dimension des Klimabegriffs die Frage, wie wechselhaft das Wetter ist und welche Schwankungen daher die meteorologischen Größen aufweisen, welche das Wetter hinreichend beschreiben. Je größer diese Schwankungen sind, desto weniger repräsentativ ist eine statistische Auswertung der Daten eines kurzen Referenzzeitraumes. Der Anspruch ein vornehmlich ortspezifisches Klima und eben nicht nur zeitspezifische Wetterphänomene zu charakterisieren, ist in diesem Falle nicht aufrecht zu erhalten.
Doch auch Langzeitauswertungen verlieren durch diese Schwankungen partiell ihren Aussagegehalt, weshalb insbesondere ein Mittelwert im Allgemeinen nicht ausreicht, um das Klima zeitlich richtig einzuschätzen. Eine Niederschlagsverteilung von einem Starkregen innerhalb eines halben Jahrzehntes und sonstiger Dürre als Mittelwert der Jahresniederschläge auf die fünf Einzeljahre zu verrechnen, illustriert die verzerrenden Effekte, welche aus einer unzureichenden Anwendung dieser statistischen Methoden erwachsen können. Betrachtet man das Klima eines Ortes mit einem Referenzzeitraum von 1000 Jahren, so hat man sicher alle Extremereignisse gefiltert, jedoch gilt dies bei einem solch langen Zeitraum auch für alle kurzfristigen Schwankungen. Selbst wesentliche Trends, wie der kleinen Eiszeit, könnten durch die Wahl eines solchen Zeitraums schlicht übersehen werden. Betrachtet man jedoch die Datenlage in Bezug auf weit zurück liegende Zeitalter, so zeigt sich hierbei, dass die zur Verfügung stehenden Klimaarchive nur über sehr lange Referenzzeiträume eine Auskunft bieten. Das Bestreben diese Zeiträume zu reduzieren und so auch in Bezug auf die Klimageschichte kurzfristigere Trends in der Entwicklung des Klimas mit zu erfassen, ist eine wesentliche Bestrebung der Paläoklimatologie. Diese modifizierenden Einflüsse richten sich aber immer nach dem konkreten Anwendungsfall und können nicht von vornherein und allgemeingültig festgelegt werden. Man kann sie nur nach einer Auswertung der Daten beantworten, um hierüber den Bezugs- oder Referenzzeitraumraum festlegen zu können, welcher angepasst an die Datenlage eine repräsentative Ermittlung des jeweiligen Klimacharakters und der zugehörigen Entwicklungstrends ermöglicht. Ausgehend von der Problematik der Referenzzeiträume hat die World Meteorological Organization so genannte Klimanormalperioden festgelegt. Diese umfassen einen fest definierten Referenzzeitraum von 30 Jahren. Die festgelegten Intervalle sind die schon abgeschlossenen Zeiträume von 1931 bis 1960 und 1961 bis 1990, sowie die derzeitige Klimanormalperiode von 1991 bis 2020. Sie dienen unter anderem der Vergleichbarkeit der klimatischen Größen untereinander und werden hierbei vor allem zur Darstellung dieser Größen in Klimadiagrammen herangezogen. Viele Prognosen der zukünftigen Klimaentwicklung beziehen sich hierbei auf das Jahr 2050, also das Ende der nächsten Klimanormalperiode.

Räumliche Dimension

Der Begriff Klima wird oft mit dem Weltklima bzw. globalen Klima gleichgesetzt. Hierbei zeigt sich jedoch, dass globale Trends und Mittelwerte in keiner Weise repräsentativ für einzelne Standorte sein müssen. Eine globale Temperaturerhöhung von einem Grad Celsius ist also lediglich eine Abstraktion, welche sich jedoch nicht mit lokalen Wetterbeobachtungen decken muss, was auch über einen längeren Klimazeitraum in der Regel seine Gültigkeit behält. Ihr kann lokal eine Erhöhung oder Erniedrigung von weit größerem aber auch weit kleinerem Ausmaß entgegen stehen, weshalb auch beispielsweise ein lokaler „Rekordsommer“ auf globalem Niveau „verschwinden“ kann und umgekehrt.
Diese lokalen Effekte sind näher an den realen Auswirkungen der sehr abstrakten globalen Tendenzen und im Rahmen dessen, dass auch meteorologische Werte lokal und nicht global erfasst werden, von außerordentlichem Interesse. Nicht zuletzt werden auch die Einflüsse des Klimas auf den Menschen und dessen vitale Interessen, wie beispielsweise der Landwirtschaft, durch die lokalen Entsprechungen globaler Tendenzen geprägt. Weil sich aus den großen räumlichen Unterschieden auch Unterschiede in der Methodik ergeben, hat sich eine dreistufige Einteilung der Maßstäbe bewährt.
- Das Mikroklima beschränkt sich auf wenige Meter bis einige Kilometer, zum Beispiel ein Zimmer, eine Wiese oder ein Straßenzug.
- Das Mesoklima bezieht sich auf Landschaften oder Länder bis zu einigen hundert Kilometern Ausdehnung.
- Das Makroklima beschreibt kontinentale und globale Zusammenhänge. Während beim Wetter eine enge Bindung zwischen Größenordnung und Dauer eines Phänomens bestehen, zeigt sich dieser Zusammenhang bei klimatischen Betrachtungen nicht oder kaum.

Mikroklima

Mikroklima bezeichnet das Klima im Bereich der bodennahen Luftschichten bis etwa 2 Meter Höhe oder das Klima, dass sich in einem kleinen, klar umrissenen Bereich (zum Beispiel zwischen Gebäuden in einer Stadt) ausbildet. Es wird entscheidend durch die Nähe der Bodenoberfläche und die dortige Bodenreibung des Windes geprägt. Hier herrschen schwächere Luftbewegungen, aber größere Temperaturunterschiede. Die Verschiedenheit des Bodens, des Geländes, der Hanglage und des Pflanzenbewuchses kann auf engem Raum große Klimagegensätze hervorrufen. Das Mikroklima ist besonders für niedrig wachsende Pflanzen von Bedeutung, da sie ihr klimaempfindlichstes Lebensstadium in der bodennahen Luftschicht durchlaufen.
Aber nicht nur die Pflanzen, auch der Mensch ist dem Mikroklima direkt ausgesetzt. Insbesondere in nicht-natürlichen Lebensräumen wie Städten kann das Mikroklima durch die unterschiedlichen Baumaterialien, die Architektur, der Variabilität der Sonneneinstrahlung (Beschattung) oder die Modifikation des Windfeldes erheblich von den regionaltypischen Gegebenheiten abweichen, wobei diese Abweichungen sehr labil sind und sich auch durch kleine Eingriffe, wie den Bau oder Abriss eines Hauses, empfindlich und schlagartig ändern können. Da sich diese Einflüsse mit der Zeit nahezu überall ergeben und auch externe Faktoren sehr leicht einwirken kann, basieren Mikroklimate in der Regel nicht aus jahrzehntelangen Messreihen, sondern werden vielmehr durch Erfahrung und tabellierte Vergleichsdaten abgeschätzt.

Mesoklima

Zu den Mesoklimaten werden unterschiedlichste Einzelklimate zusammen gefasst, welche eine Ausdehnung zwischen einigen hundert Metern und wenigen hundert Kilometer besitzen, sich im Regelfall jedoch im unteren Kilometerbereich befinden. Aufgrund dieses breiten aber dennoch lokalen Spektrums, spielen hierbei viele Felder der angewandten Meteorologie und Klimatologie eine große Rolle. Beispiele hierfür sind das Stadtklima oder das Regenwaldklima. Generell werden alle Lokalklimate und Geländeklimate zu den Mesoklimaten gezählt, also beispielsweise das Lokalklimate von Ökosystemen, wobei bei diesen der Übergang zu den Mikroklimaten fließend ist.

Makroklima

Vom Makroklima spricht man bei großskaligen Effekten mit einer Ausdehnung von mehr als in etwa 500 Kilometern. Hierzu zählen daher vor allem die Elemente der globalen Zirkulation und des großen marinen Förderbandes. Auch das Weltklima selbst zählt hierzu. Als Orientierung in Abgrenzung zu Mesoklimaten werden alle die gesamte Erde umspannenden, sowie ozean- bzw. kontinentweit wirksamen Effekte zu den Makroklimaten gezählt. Weniger eindeutig, jedoch im Regelfall zutreffend, ordnet man auch überregionale Effekte wie den Monsun, den El Niño oder sehr große Regionalklimate wie den brasilianischen Regenwald mit zu den Makroklimaten. Alle Makroklimate stehen dabei in einer engen gegenseitigen Wechselwirkung und beeinflussen sich daher auf vielfältige Weise, wobei vor allem diese Wechselwirkungen noch nicht vollständig verstanden und Thema aktueller Forschung sind. Letztlich kann aufgrund dessen kein Makroklimat für sich allein betrachtet werden und in ihrem dynamischen Zusammenspiel führen sie direkt zum umfassenden Konzept des globalen Klimas.

Klimafaktoren

Unter Klimafaktoren versteht man verschiedenste Prozesse und Zustände, durch welche das Klima hervorgerufen, erhalten oder verändert wird. Man unterscheidet nach primären und sekundären Klimafaktoren, wobei die primären Klimafaktoren elementarer Natur sind und sich die sekundären Klimafaktoren demzufolge aus den primären Klimafaktoren ableiten. Zu Ersteren zählen die Sonnenstrahlung, die Land-Meer-Verteilung, die Zusammensetzung der Erdatmosphäre und die Höhe des Standortes. Zwar lassen sich diese oft auch auf Ursachen wie die Plattentektonik oder astrophysikalische Phänomene zurückführen, diese selbst sind jedoch nicht direkt am Klima beteiligt und werden daher nur indirekt zu den Klimafaktoren gezählt. Die sekundären Klimafaktoren beinhalten verschiedene Kreisläufe und Zirkulationssysteme der Erde, welche sich direkt oder indirekt aus den primären Klimafaktoren ergeben. Hierzu zählen vor allem die allgemeine Zirkulation der Atmosphäre, die Meeresströmungen, der Wasserkreislauf und bedingt auch der Kreislauf der Gesteine. Auch regionale Zirkulationssysteme wie El Niño, La Niña und Monsune werden hierzu gezählt. Zusätzlich differenziert man auch in einigen Anwendungsfällen danach, ob die Klimafaktoren bzw. deren Wandel anthropogenen oder natürlichen Ursprungs sind.

Klimasysteme

Die Klimasysteme stellen eine Erweiterung des Konzeptes der Klimafaktoren dar. Das Klimasystem der Erde setzt sich hierbei aus seinen verschiedenen Geosystemen zusammen: der Atmosphäre, der Lithosphäre, der Hydrosphäre, der Biosphäre, der Pedosphäre und der Kryosphäre. Die Schwankungen innerhalb und Wechselwirkungen zwischen den Geosystemen bezeichnet man hierbei als Klimarauschen. Der energetische Antrieb des Klimasystems liegt in der Solarstrahlung und zu einem geringen Anteil auch in der Erdwärme, wobei diese in Form des Vulkanismus einen wesentlich entscheidenderen Auswirkung auf die stoffliche Zusammensetzung der Erdatmosphäre und damit deren Strahlungshaushalt besitzt. Entscheidend für das Wechselspiel der Klimasysteme ist deren unterschiedliche zeitliche Dynamik. Betrachtet man das Klima in sehr kurzen Zeiträumen, beispielsweise den Klimanormalperioden, so kann man viele klimatisch entscheidende Faktoren vernachlässigen, da diese nur über sehr lange Zeiträume einem Wandel unterliegen. Die Drift der Lithosphärenplatten prägt auf lange Sicht die Land-Meer-Verteilung und den Meeresspiegel, beträgt aber nur rund 3 bis 20 Zentimeter pro Jahr und ist damit in kurzen Zeitspannen irrelevant. Man kann an diesem Beispiel erkennen, dass die klimatische Rolle eines Klimasystems immer einen bestimmten Zeitraum bzw. einer zeitlichen Trägheit zuzuordnen ist. Diese Trägheit kann im Falle der Lithosphäre Jahrmillionen betragen oder im Falle der Atmosphäre nur wenige Jahre bis Jahrzehnte. Insbesondere kann sich die Zusammensetzung der Atmosphäre sehr schnell ändern, wirkt ihrerseits jedoch nur in sehr langen Zeitskalen auf eine Veränderung der Zusammensetzung der Lithosphäre hin. Diese Skalen sind jedoch nicht zwingend, wie beispielsweise der Vulkanismus zeigt. Der Begriff des Klimasystems ist jedoch nicht allein auf das Klimasystem der Erde als Ganzes beschränkt, sondern kann auch auf niederskalige Systeme angewandt werden, wobei diese dann wiederum Teile des globalen Klimasystems darstellen. Beispiele hierfür sind das Land-Seewind System oder die Monsunsysteme.

Klimaelemente

Als Klimaelement bezeichnet man jede messbare Eigenschaft des Klimasystems der Erde, welche einzeln oder durch ihr Zusammenwirkungen das Klima auf unterschiedlichen Ebenen prägen und für dessen Charakterisierung genutzt werden können. Es handelt sich dabei meist um meteorologische Größen, welche im Zuge der Wetterbeobachtungen in Wetterstationen erfasst werden, aber auch Größen aus der Ozeanologie und den Geowissenschaften allgemein. Man unterscheidet sie nach danach, ob sie Bestandteile in den verschiedenen Haushalten des Klimasystems sind (Budget-Elemente) oder dies eben nicht sind (Nichtbudget-Elemente). Auch unterscheidet man nach Zustandsgrößen, Prozessgrößen und Feldgrößen. Klimaelemente:
- Luftdruck - gemessen durch Barometer;
- Luftfeuchtigkeit - gemessen durch Hygrometer;
- Wind - gemessen durch Anemometer;
- Niederschlag - gemessen durch Hydroskope (Regenmesser);
- Verdunstung, unterschieden nach potenzieller und realer Verdunstung - meist abgeleitet oder/und geschätzt aus anderen Größen wie Temperatur und Niederschlag;
- Ein- und Ausstrahlung - komplizierte Erfassung aus Messungen, Schätzungen und Berechnungen, siehe auch Globalstrahlung, Albedo und Milanković-Zyklen;
- Salzgehalt der Meere - gemessen durch Salinometer;
- Meeresströmungen;
- Wassertemperatur;
- Eisdicke bzw. Schneehöhe und deren Dichte. Nichtbudget-Elemente:
- Albedo
- Sonnenscheindauer
- Bewölkung - statistisch erfasst bzw. gemessen durch Radaraufnahmen;
- Rauhigkeitshöhe
- Zirkulationsindizes Durch globale Mittelwerte der Temperatur lässt sich beispielsweise feststellen, ob ein Jahr kälter oder wärmer war als ein langjähriger Durchschnitt. Gleiches gilt jedoch auch für die Monats-, Wochen und Tagesmitteltemperatur. Man kann sich jedoch auch auf andere Größe wie den Niederschlag beziehen. Eine andere Aufgabenstellung wäre es beispielsweise die Jahres-, Monats-, oder Tageshöchsttemperaturen mit einem klimatischen Mittelwert zu vergleichen, wobei bei letzterem jedoch nur ein sehr begrenzte Aussagefähigkeit besteht, da die Abweichung der Temperaturen eines Tages zu einem langjährigen Durchschnittswert stark abweichen.

Klimageschichte

Hauptartikel: Klimageschichte Das Klima der Erde wandelt sich über lange Zeiträume hinweg. So wechselten sich im Pleistozän immer wieder Warm- und Kaltzeiten gegenseitig ab und tun dies vielleicht auch noch bis heute (Holozän). Anhand von Klimaarchiven wie arktischen Eisbohrkernen, geologischen Ablagerungen (Sedimente), Fossilien und Jahresringen versteinerter Bäumen lassen sich diese Klimaveränderungen über viele Perioden zurückverfolgen. Je mehr man dabei in die Vergangenheit vordringt, desto weniger Datenmaterial steht zur Verfügung und man ist gezwungen immer größere Zeiträume zu betrachten, bis man schließlich Ungenauigkeiten erreicht, die mehrere Millionen Jahre ausmachen können. Dadurch werden Effekte wie die längerfristige Änderung der Solarkonstante, die Kontinentaldrift und die Erdbahnvariabilität von immer entscheidenderer Bedeutung, während diese bei kurzfristigen Klimawandelprozessen von anderen Faktoren überlagert werden und nur eine geringe Rolle spielen. Allein durch diese unterschiedliche zeitliche Perspektive wandelt sich jedoch auch der Klimabegriff, was bei einer Nichtberücksichtung dieses Effekts zu Widersprüchlichkeiten zwischen der Paläontologie/Geologie und der Klimatologie führen kann. Korrigiert man jedoch die zeitliche beziehungsweise teilweise auch räumliche Perspektive, so lösen sich diese Widersprüchlichkeiten in der Regel auf.

Klimawandel

Hauptartikel: Klimaveränderung und Globale Erwärmung In jüngerer Zeit steigen die Jahresmittelwerte der Temperatur, seit einem Tiefpunkt 1880, mit Schwankungen an. Daraus wird, neben vielen anderen Indizien und Faktoren, eine fortschreitende globale Erwärmung abgeleitet.

Aspekte

Die wichtigsten externen Ursachen von Klimaveränderungen liegen in der Variabilität der Sonneneinstrahlung, der Vulkanaktivität und gesonderten Großereignissen wie Meteoriteneinschlägen. Bei der Erdatmosphäre handelt es sich um ein chaotisches System, welches in bestimmten Fällen vergleichsweise plötzlich umschlagen kann, obwohl es vorher oft nur sehr träge auf bestimmte Einflüsse reagierte, beispielsweise in dem diese durch negative Rückkopplungen abgeschwächt wurden. Es gibt jedoch zahlreiche Effekte, die dazu führen, dass eine negative Rückkopplung sehr schnell in eine positive Rückkopplung umschlägt und so jegliche Trends der Klimaentwicklung mit einer potenziellen Unsicherheit behaftet sind. Dabei kann die Ursache des Umschlags selbst sogar in der Vergangenheit liegen. Der durch die statistischen Daten beschriebene Klimacharakter und das Klima selbst sind hier jedoch zu unterscheiden. Ziel der Klimatologie ist es den Unterschied zwischen beiden zu minimieren, jedoch kann dies aufgrund der Komplexität des Klimas und hierdurch bedingten Notwendigkeit einer Vereinfachung immer nur einen Näherungscharakter besitzen. Siehe auch: Treibhauseffekt, Ozonloch, Sommeranomalie

Klimafolgen

Als Klimafolgen bezeichnet man nicht die Folgen des Klimas, denn diese sind omnipotent und eindeutig, sondern die Folgen des Klimawandels, besonders in Bezug auf den Menschen. Siehe auch: Klimafolgen, Klimafolgenforschung

Klimamodelle

Hauptartikel: Klimamodell Ein Klimamodell ist ein Computer-Modell zur Berechnung und Vorhersage des Klimas für eine bestimmten Zeitabschnitt. Das Modell basiert in der Regel auf einem Meteorologiemodell, wie es auch zur numerischen Wettervorhersage verwendet wird. Dieses Modell wird jedoch für die Klimamodellierung erweitert, um alle Erhaltungsgrößen korrekt abzubilden. In der Regel wird dabei ein Ozeanmodell, ein Schnee- und Eismodell für die Kryosphäre und ein Vegetationsmodell für die Biosphäre angekoppelt. Klimamodelle stellen die komplexesten und rechenaufwendigsten Computermodelle dar, welche bisher entwickelt wurden. Die „Voraussagen“ der Klimamodelle sind naturgemäß unsicherer als die der Wettermodelle, da hier wesentlich größere Zeiträume in Betracht gezogen und eine große Zahl zusätzlicher Parameter berücksichtigt werden müssen. Aus diesem Grunde spricht man bei diesen Einzelmodellen auch von Klimaszenarien und nicht von Klimavorhersagen. Der Unterschied zwischen diesen ist, dass man für ersteres eine Vielzahl verschiedener Szenarien modelliert, einerseits mit anderen Modellen und andererseits mit anderen Vorwegannahmen. Eine Klimaprognose basiert also auf der Auswertung verschiedener Modellierungsversuche und ist auch aufgrund der schwierigen Vergleichbarkeit zwischen diesen nur sehr schwer zu erstellen. Da die einzelnen Szenarien, welche sich auch in der Struktur der Intergovernmental Panel on Climate Change widerspiegeln, unterschiedliche Endresultate aufweisen, kann auch eine darauf basierende Klimaprognose nur eine Spannweite von Möglichkeiten aufzeigen. Dies zeigt sich daher auch an der von der IPCC prognostizierten globalen Erwärmung mit einer Spannweite von 1,4 bis 5,8 °C zum Jahr 2100 (IPCC 2001). °C

Klimadiagramme

Hauptartikel: Klimadiagramm Ein Klimadiagramm bezeichnet die grafische Darstellung klimatischer Verhältnisse an einem bestimmten Ort im Jahresverlauf. Dabei werden üblicherweise die Klimaelemente Niederschlagsmenge und Temperatur berücksichtigt und als 30jährige Mittelwerte dargestellt. Üblicherweise wird das Walter-Lieth-Diagramm verwendet, welches auf dem Beispiel von Rio de Janeiro zu sehen ist. Häufig auftretend ist außerdem das Thermoisopletendiagramm, bei dem nur die Temperatur dargestellt wird. Diese ist bei diesem Diagramm jedoch für jede Stunde von jedem Tag im Jahr im einzelnen ablesbar.

Klimazonierung und Klimaklassifikation

Hauptartikel: Klimazone Gebiete gleicher klimatischer Bedingungen werden in Klimazonen eingeordnet und dadurch klassifiziert. Zur Einteilung der Erde in verschiedene Klimazonen gibt es dabei verschiedene Klassifikationen. Die Bekannteste ist diejenige von Wladimir Köppen. Die Klimazonen werden vor allem durch Klimadiagramme charakterisiert. Man unterscheidet in Abhängigkeit
- vom Ozean maritimes Klima und
- vom Festland kontinentales Klima. Man unterteilt kleinskalige Klimate unter anderem in
- Gebirgsklima (Orographie),
- Grenzflächenklima,
- Kleinklima, Lokalklima, Regionalklima, Standortklima,
- Landschaftsklima,
- Topoklima,
- Stadtklima und
- Waldklima.

Klima auf anderen Planeten

Der Klimabegriff ist zwar in Bezug auf die Erde am gründlichsten beschrieben und klassifiziert, jedoch sind dessen Grundprinzipien unabhängig vom Charakter des Klimas selbst und damit in letzter Konsequenz auch vom Planeten Erde. Vor allem im Bereich der Wetter- und Klimamodellierung werden daher Ansätze verfolgt, auch das Klima anderer Himmelskörper unseres Sonnensystems zu beschreiben (extraterrestrische Meteorologie). Da diese ein vollkommen anderes Set an Klimafaktoren und Eingangsvariablen für die klimatologischen Modelle aufweisen (siehe Atmosphäre und Planetenartikel), zeigen sich dabei Übertragungsprobleme. Hinzu kommt eine in vielen Fällen und Bereichen mangelhafte Datenlage. Der Nutzen dieser Projekte liegt jedoch nicht nur im Verständnis der fremdplanetaren Klimate in Bezug auf extraterrestrische Aktivitäten des Menschen, wie beispielsweise einem bemannten Marsflug, sondern auch in der Verbesserung terrestrischer Klimamodelle durch die Erprobung ihrer abgewandelten Entsprechungen an physikalisch völlig anders gearteten Systemen. Ein Beispiel hierfür ist das MAOAM-Projekt.

Klima im alltäglichen Sprachgebrauch

Es existieren zahlreiche Begriffe, die sich direkt oder indirekt auf das Klima beziehen, jedoch dabei auch oft auf einem falschen Verständnis des Klima- oder Umweltbegriffs basieren. Meist sind diese stark anthropogen geprägt und stellen daher eine wertende Verbindung zwischen den Auswirkungen des Klimas auf den Menschen und dem Klima selbst her.

Klimakiller und Klimaschädlinge

Das Klima als solches kann nicht getötet werden und man kann ihm auch nicht schaden. Auch Treibhausgase sind keine Klimakiller, da sie zwar das Klima beeinflussen, der Effekt des
Schadens aus einer solchen Beeinflussung sich jedoch auf einen rein subjektiven Bezug zur Natur durch den Menschen bezieht. Zudem sind Treibhausgase im Rahmen des natürlichen Treibhauseffektes dafür verantwortlich, dass die globale Durchschnittstemperatur am Boden 15 °C anstatt -18 °C beträgt, wie es ohne diesen derzeit der Fall wäre. Man könnte die Treibhausgase daher mit gleicher Berechtigung auch als Klimaretter oder Klimanützlinge bezeichnen, was jedoch ebenfalls keinerlei wissenschaftlichen Aussagewert besitzt. Das Klima existiert vollkommen unabhängig davon, ob die globale Durchschnittstemperatur 15 °C, 30 °C oder 100 °C beträgt. Eine Klimaänderung eines solch extremen Ausmaßes könnte man zwar zurecht als Menschheitskiller bezeichnen, da man annimmt, das bereits eine globale Durchschnittstemperatur von über 30 °C für größere Säugetierarten ein sicheres Aussterben zur Folge hat. Eine solche Temperatur wäre demgegenüber für Lebewesen mit einem höheren Temperaturoptimum auch eine Art Rettung, speziell vor dem Menschen, der großflächig deren Lebensräume bedroht. Für ein realitätsnahes und problemorientiertes Verständnis des Klimabegriffs sind solche Begleitbegriffe daher nutzlos.

Klimaschutz

Der Begriff des Klimaschutzes ist wie der Begriff des Umweltschutzes zwar ein offizieller Begriff, jedoch bezieht sich dieser ebenfalls auf eine rein anthropogene Betrachtung dessen was schützenswert ist und warum bzw. wofür es dies ist. Der Mensch definiert hierbei, vor was Klima oder Umwelt geschützt werden müssen, und was in der Folge nicht zu diesen gezählt wird. Diese ausgeschlossenen und mit einem Stigma behafteten Umweltbestandteile werden dann oft auch zu den Klimaschädlingen oder gar Klimakillern gezählt. Es besteht daher nur ein schmaler Grad zwischen einer sinnvollen Betrachtung des Klimawandels und dessen Folgen aus einer menschlichen Perspektive heraus einerseits und einem fehlerhaften Verständnis dessen was Klima und Klimawandel ist andererseits.

Klimakollaps und Klimaumschwung

Bei beiden Begriffen handelt es sich um potenziell richtige Begriffe, die jedoch auch nur dann richtig sind, wenn sie auf eine richtige Art und Weise genutzt und verstanden werden. Ein Klimaumschwung äußert sich nicht in besonders extremen Wetterereignissen, in Naturkatastrophen oder einem Jahrhundertsommer, sondern in einem langfristigen Wandel der Klimafaktoren und -elemente. Klimaumschwung und als Extrem hierzu der Klimakollaps sind nichts anderes als ihrerseits Extreme einer Klimaveränderung und als solche leiten sich diese auch aus den Eigenschaften der Erdatmosphäre und damit des Klimas ab, nicht jedoch aus dem, was lokal als ein besonders „heftiger“ Witterungswechsel empfunden wird. Eine Veränderung des Klimas und insbesondere Weltklimas kann nur durch vornehmlich statistische Modelle auf Basis langjähriger Messreihen nachvollzogen werden. Extremwetterereignisse sind räumlich begrenzt und stellen daher subjektive Einzelbeobachtungen dar, die niemals mit der Klimaveränderung als solches deut- oder begründbar sind. Es handelt sich lediglich um Symptome für diese und man kann sie daher als Warnzeichen verstehen. Selbst ein enorm schneller Klimakollaps benötigt Jahre bis Jahrzehnte und niemals Wochen bis Monate, wie in manch populären Darstellungen. Zudem fällt ein solcher Klimawandel nicht „vom Himmel“ und kann daher auch nicht im eigentlichen Sinne überraschend auftreten. Er hat auch immer Ursachen und kann bei Kenntnis und Modellierbarkeit dieser im voraus abgeschätzt werden.

Klimakatastrophe

Dieser Begriffs ist die anthropogene Entsprechung zu Klimakollaps bzw. Klimaumschwung und als solches ein zentrales Element der Klimafolgenforschung, wenn dieser Begriff hier auch in der Regel nicht verwendet wird. Das Klima selbst kann freilich keine Katastrophe erfahren, jedoch sind die Folgen eines sehr plötzlichen Klimawandels mit aller Berechtigung aus menschlicher Sicht als Katastrophe zu interpretieren, da sie unsere Lebensweise bzw. Lebensbedingungen elementar und hierbei in aller Regel negativ berühren.

Literatur

Begriff und Definition des Klimas


- Bernhardt, K:
Aufgaben der Klimadiagnostik in der Klimaforschung. Gerl. Beitr. Geophys. 96 (1987), 113-126.
- Hantel, M.; H. Kraus, C. D. Schönwiese:
Climate definition. Berlin: Springer Verlag 1987.

Lehrbücher


- Weischet, Wolfgang:
Einführung in die allgemeine Klimatologie. -- 6., überarb. Aufl. -- Stuttgart : Teubner, ©1995. - ISBN 3-519-03432-8
- Hupfer, Peter:
Unsere Umwelt: Das Klima. Globale und lokale Aspekte. Stuttgart; Leipzig: Teubner, 1996. - ISBN 3-8154-3521-8

Weblinks


- [http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=klima Ausführliche Informationen zu Klima, Klimawandel, Klimafolgen, Klimaschutz und Klimaskeptikerthesen beim Hamburger Bildungsserver]
- [http://www.payer.de/entwicklung/entw02.htm Grundgegebenheiten: Klima, Wetter, Wasser]
- [http://www.atmosphere.mpg.de/enid/660 ESPERE Klimaenzyklopädie]
- [http://www.klimadiagramme.de/ Klimadiagramme weltweit]
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/17515/1.html Telepolis: Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf über den Emmerich-Film "The Day after Tomorrow"]
- [http://www.realclimate.org/ englischsprachige Artikel zu aktuellen Fragen der Klimaforschung bei realclimate.org] Kategorie:Klimatologie ja:気候 ko:기후 simple:Climate


Pflanzen

Die Pflanzen bilden ein eigenes Reich innerhalb der Domäne der Eukaryoten. Mit ihnen befasst sich wissenschaftlich die Disziplin der Botanik. Pflanzen leben - im Gegensatz zu den heterotrophen Tieren und Pilzen - fast ausschließlich photoautotroph, das heißt, sie stellen die zum Wachsen und Leben notwendigen organischen Stoffe mit Hilfe des Sonnenlichts durch Photosynthese selbst her (Phototrophie), wobei sie als Kohlenstoffquelle ausschließlich Kohlenstoffdioxid nutzen (Autotrophie). Ausnahmen sind einige parasitische Pflanzen, die ihre Nahrung von anderen Pflanzen beziehen und im Laufe der Evolution ihr Chlorophyll (Blattgrün) verloren haben. Historisch hat sich die Definition des Begriffs Pflanze gewandelt. So werden heute Photosynthese betreibende Prokaryonten wie beispielsweise die Cyanobakterien (Cyanobacteria) nicht mehr zu den Pflanzen gezählt. Dies gilt auch für eine ganze Reihe von Protisten-Arten, beispielsweise die Rotalgen oder Braunalgen. Auch die Pilze wurden ursprünglich mit zu den Pflanzen gezählt, obwohl man heute weiß, dass sie näher mit den Tieren verwandt sind. Sie werden hier in ihr eigenes Reich gestellt. Heute folgt man in der Biologie fast ausschließlich dem phylogenetischen System, das die Pflanzen anhand ihrer Abstammung systematisch gruppiert. Demnach gelten nur die Grünalgen (Chlorophyta) neben den Landpflanzen (Embryophyta) als echte Pflanzen. All diese Organismen enthalten Chlorophyll a und Chlorophyll b und speichern die photosynthetisch produzierten Zucker in Form von Stärke in den Chloroplasten. Die Zellwände dieser Organismen bestehen aus Zellulose. Pflanzen treten oft in charakteristischen Gruppen, den so genannten Pflanzengesellschaften auf. Pflanzen können durch Abgabe allelopathischer Stoffe auf andere Pflanzen einwirken.

Systematik

Es ist zu beachten, dass die Unterteilung in Klassen, Abteilungen, etc. nicht nur einem ständigen Wandel unterworfen ist, sondern durch die damit etablierten Ränge heute auch als umstritten gilt. Vielerorts wird heute an einer ranglosen Taxonomie gearbeitet. Die Wikipedia folgt allerdings hier der klassischen Systematik. Grünalgen (Chlorophyta)
- Prasinophyta
- Pedinophyta
- Chlorophycota Landpflanzen (Embryophyta)
- Moose (Bryophyta)
  - Marchantiopsida
  - Jungermanniopsida
  - Laubmoose (Bryopsida)
  - Hornmoose (Anthocerotopsida)
- Gefäßpflanzen
  - Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta)
    - Urfarne (Psilophyta)
    - Bärlapppflanzen (Lycopsida)
    - Schachtelhalme (Equisetopsida)
    - Farne (Filicopsida)
  - Samenpflanzen (Spermatophyta)
    - Nadelholzgewächse (Coniferophyta)
    - Palmfarne (Cycadophyta)
    - Ginkgopflanzen (Ginkgophyta)
    - Gnetophyta
    - Blütenpflanzen (Magnoliophyta)

Bedeutung für den Menschen

In ihrer Bedeutung für den Menschen unterscheidet man zwischen wildwachsenden Pflanzen, darunter auch die willkürlich so genannten Unkräuter, und Kulturpflanzen. Zu den teils wild, teils kultiviert wachsenden Nutzpflanzen zählt man die Heilpflanzen (siehe auch Liste der Heilpflanzen) und die Küchenkräuter (siehe auch Kräuter). Bei Gewürzen handelt es sich meist um getrocknete Küchenkräuter (siehe auch Liste der Küchenkräuter und Gewürze). Kräuter für Aufgüsse und Tees werden sowohl frisch als auch getrocknet eingesetzt. Sehr häufig werden aromatische Pflanzen auch nur ihres Duftes wegen angepflanzt, wie es bei duftenden Blumen - insbesondere den Rosen - der Fall ist. Substanziell genutzt werden auch die in der Regel rauscherzeugenden Drogenpflanzen, die oft zu den Giftpflanzen zählen. Zierpflanzen werden dagegen aus ästhetischen Gründen angepflanzt; die meisten Zimmerpflanzen gehören in diese Kategorie, vernachlässigt man in geschlossenen Räumen angebaute Kräuter. Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches

Weblinks


- [http://www.pflanzenbestimmung.de/ Online Pflanzenbestimmung]
- [http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank.php Pflanzendatenbank]
- [http://www.pflanzen-portal.com Pflanzen-Portal] !Kategorie:Botanik zh-min-nan:Si̍t-bu̍t ja:植物 ko:식물 ms:Tumbuhan simple:Plant th:พืช

Atacama

Die Atacama gilt als die trockenste Wüste der Erde. Sie liegt in Südamerika im Norden Chiles und grenzt im Westen an den Pazifik, im Norden an Peru und im Osten an Bolivien und Argentinien. Die Región de Atacama bildet ist Region III innerhalb von Chile. Sie ist relativ dünn besiedelt. Die Atacama liegt im Regenschatten der Anden; etwaige Ostwinde sind trocken und bringen keine Niederschläge. Nahe der Küste verhindert eine kalte Meeresströmung, der Humboldtstrom, die Entwicklung von Regenwolken, so dass, anders als weiter nördlich oder südlich, kein Steigungsregen fällt. Das kalte Meerwasser bedingt allerdings, dass die Atacama kühl ist und insbesondere in Küstennähe oft Nebel vorherrscht. Durch die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño, das mit einem Zurückbleiben des Humboldtstromes einhergeht, kommt es relativ regelmäßig im Abstand von etwa 6-10 Jahren zu heftigen Niederschlägen. Diese führen dann für einen kurzen Zeitraum zum Erblühen der Wüste. Die Atacamawüste ist etwa 15 Millionen Jahre alt und ungefähr 50 mal trockener als z.B. der Death Valley in den USA.

Geschichte

USA USA Die Atacama ist trotz ihrer Wasserarmut schon früh besiedelt worden. Die Völker der Atacameños, der Aymara, der Chinchorros und der Diaguitas lebten um die spärlichen Oasen. Danach wurde das Gebiet Teil des Inkareiches. Im Jahr 1536 erreichte Konquistador Diego de Almagro als Erster der Gegend um Copiapó. Nach dem Zerfall der Inka-Herrschaft kam die Wüste unter spanische Herrschaft. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der südamerikanischen Staaten ließen die Atacama an Bolivien fallen. 1832 wird in Chañarcillo (50 km südlich von Copiapó) eine große Silberlagerstätte entdeckt, damit wird Chile zu einem der größten Silberproduzenten der Welt für Jahrzehnte. Nach dem um die reichen Nitratvorkommen der Wüste geführten Salpeterkrieg (1879 - 1884), den Chile mit britischer Ermutigung und Hilfe gegen Peru und Bolivien für sich entschied, konnte Chile sein Territorium auf Kosten Perus und Boliviens erheblich nach Norden erweitern. Bis dahin war die heutige Región de Atacama die nördlichste Provinz Chiles. Der Verlust des Zugangs zum Pazifischen Ozean stellt bis heute einen erheblichen diplomatischen Konfliktpunkt zwischen Chile und Bolivien dar. 1916 begann die Ausbeutung der Kupferlagerstätten bei Potrerillos.

Wissenschaftliche Nutzung

Potrerillos Aufgrund des extrem trockenen Wüstenklimas sind mehrere große Sternwarten auf den Bergen in der Wüste errichtet wurden. Die Sternwarten La Silla und Las Campanas liegen rund 50 km südlich von Vallenar. Auf dem Berg Cerro Paranal - 120 km südlich der Hafenstadt Antofagasta - hat die Europäische Südsternwarte das Very Large Telescope errichtet. Weitere Teleskope sind das auf der Chajnantor-Hochebene liegende Atacama Large Millimeter Array und das Atacama Pathfinder Experiment. Die USA nutzten die Atacamawüste zum Testen einiger ihrer Marssonden. Interessant sind auch die Atrapanieblas, Netze, in denen Küstennebel an Berghängen in der Atacama auffangen wird, der damit zur Wassergewinnung dient. In Chile laufen hierzu mehrere Pilotprojekte. Das Mineral Atacamit wurde 1801 in dieser Wüste entdeckt und nach ihr benannt.

Wirtschaft

Heute bilden die Vorkommen von Kupfer, Silber und Gold eine Wirtschaftsgrundlage Chiles.

Weblinks


- [http://www.atacamatravel.cl Atacama Bilder und Reisetips]
- [http://www.li.lu.free.fr/Suedamerika/SAII/ Fahrradtour durch die Atacama] Kategorie:Wüste in Südamerika Kategorie:Geographie (Chile) ja:アタカマ砂漠

Naher Osten

Der Nahe Osten (Arabisch الشرق الأوسط asch-scharq al-ausat, Hebräisch המזרח התיכון ha-mizrach ha-tichon) umfasst im geographischen Sinn die Länder der Arabischen Halbinsel sowie weitere angrenzende Staaten. Früher wurde das Gebiet des Osmanischen Reiches außerhalb Europas so bezeichnet. In dieser Bezeichnung äußert sich eine kontinental-europäische Sichtweise auf ein Gebiet, bei dem es sich im Wesentlichen um Westasien sowie um kleine Teile Nordafrikas handelt. Der Nahe Osten umfasst (meist) folgende Staaten und autonome Gebiete:
- Ägypten (im engeren, ungebräuchlichen Sinn nur der asiatische Teil, also der Sinai)
- Bahrain
- Irak
- Iran (nicht immer, da weder arabisch, noch ehemals osmanisch)
- Israel
- Jemen
- Jordanien
- Katar
- Kuwait
- Libanon
- Autonome Republik Nachitschewan
- Oman
- Palästinensische Autonomiegebiete
- Kurdische Autonome Region
- Saudi-Arabien
- Syrien
- Türkei
- Vereinigte Arabische Emirate
- Zypern Der Begriff Mittlerer Osten, den man immer häufiger in den Medien findet, wird meist als wörtliche Übersetzung des englischen Ausdrucks Middle East verwendet, welcher dasselbe geographische Gebiet bezeichnet und auch in den oben genannten arabischen und hebräischen Bezeichnungen erscheint (ausat ist der arabische, tichon der hebräische Begriff für "mittlere"). Im deutschen Sprachgebrauch ist die Verwendung des Begriffs dagegen missverständlich, da hier der Mittlere Osten ursprünglich ein abweichendes geographisches Gebiet bezeichnet. Zur Zeit des Osmanenreiches sprachen auch die Briten von Near East (Gebiet ohne den Iran). Middle East bezeichnete damals das Gebiet Iran, Afghanistan, Kaukasus, Zentralasien. Siehe auch: Nahostkonflikt, Orient, Semiten

Literatur


- Pawelka/Richter: Religion, Kultur und Politik im Vorderen Orient. VS Verlag, 2004, ISBN 3-531-14098-1
- V. Perthes: Geheime Gärten - Die neue arabische Welt. Goldmann, 2003, ISBN 3-442-15274-7
- V. Perthes: Vom Krieg zur Konkurrenz - Regionale Politik und die Suche nach einer neuen arabisch-nahöstlichen Ordnung. Nomos Verlag, 2000, ISBN 3-789-06712-1 Kategorie:Orient ja:中東 simple:Middle East zh-cn:中东地区

Mittelmeerklima

Der Begriff Mittelmeerklima bezeichnet mediterrane Klimate mit trockenen, heißen Sommern und regenreichen, milden Wintern. Dieses Klima wird auch als „Winterregenklima der Westseiten“ bezeichnet. Die folgenden beiden Beispiel-Klimadiagramme illustrieren dies: Klimadiagramm (Spanien).]] Spanien Die Mediterrane Hartlaubzone ist die zu diesem Klima gehörige Vegetationszone. Im Sommer wird das Klima vor allem vom Azorenhoch bestimmt, im Winter wird der Bereich zur Westwindzone mit „Winterregen“, da sich das Hochdruckgebiet nach Süden verschiebt. Regionen mit Winterregenklima der Westseiten sind:
- das Europäische Mittelmeer über Vorderasien bis zum Persischen Golf
- das Gebiet westlich der Sierra Nevada in Nordamerika
- die Gegend südlich der Atacama-Wüste in Südamerika sowie
- die Kapregion in Südafrika und
- die Kapregion in Südaustralien. Kategorie:Mittelmeer Kategorie:Klimatologie ja:地中海性気候

Hartlaubvegetation

Überbegriff für die Vegetationsformation der winterfeuchten Subtropen. Im engeren Sinn für die Formation des europäischen Mediterrans gebrauchter Begriff. Vom physignomischen Aspekt beschreibt der Begriff die Anpassung insbesondere von immergrünen Eichen an die sommerliche Trockenperiode, die durch ein skerenchymatisches Gewebe der Blätter vor Austrocknung schützt. Typform sklerophyller Bäume ist die Steineiche. Sie bildete einst ausgedehnte Hochwälder die durch die Jahrtausend währende Degradation mediterraner Wälder heute nicht mehr typisch angetroffen werden. Kategorie:Biotop Kategorie:Forstwirtschaft Kategorie:Ökosystem Kategorie:Wald Kategorie:Klimazonen und Vegetation

Steineiche

Die Steineiche (Quercus ilex) ist ein immergrüner Laubbaum (daher auch Grüneiche) aus der Familie der Buchengewächse. Innerhalb der Gattung der Eichen (Quercus) gehört diese Art der Untergruppe der Zerreichen (Cerris) an, zu der auch die Korkeiche gehört.

Biologische Charakterisierung

Der Baum erreicht eine Höhe von 5 bis 20 Metern. Sein Laub ist ausdauernd (immergrün). Die Steineichen erreichen ein Alter von 200 bis 500 Jahren. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten und die Früchte (Eicheln) werden durch Tiere wie bspw. Eichhörnchen verbreitet. Wirtschaftlich bedeutend ist die in Hainen (in Spanien dehesas genannt) angebaute Steineiche für die Schweinemast. Die Blätter sind seitlich zugespitzt.

Verbreitungsgebiet

Die Art ist in der mediterranen Klimazone verbreitet (Italien, Portugal, Spanien, Tunesien, Korsika). Bild:Quercus_ilex_rotundifolia_leaf.jpg|Blatt einer Steineiche (Quercus ilex subsp. rotundifolia) Bild:Quercus_ilex_rotundifolia_bark.jpg|Rinde einer Steineiche (Quercus ilex subsp. rotundifolia) Bild:quercus ilex2.jpg|Frucht einer Steineiche (Toskana / Italien)

Referenz

[http://www.itis.usda.gov/servlet/SingleRpt/SingleRpt?search_topic=TSN&search_value=506536 ITIS 506536]

Weblinks

Kategorie:Buchengewächse Kategorie:Baum

Korkeiche

Die Korkeiche (Quercus suber L., spanisch alcornoque, portugiesisch sobreiro) ist eine immergrüne Eichenart, die bis zu 20 Meter hoch wird. Sie wächst hauptsächlich in Südwest-Europa und Nordwestafrika. Der männliche Kork, den der Baum in den ersten Jahren bildet, ist wertlos. Er wird vorsichtig abgeschält, um die junge Rinde, die darunter liegt, nicht zu beschädigen. Ab dem 20. bis etwa zum 150. Jahr wird der weibliche Kork etwa alle 10 bis 12 Jahre vom Stamm geschält. Dann erst hat der Kork die Dicke, um daraus den teuren Flaschenkork herzustellen. Der erste Kork, der geschält wird, hat eine sehr rauhe Oberfläche und sehr schlechte Qualität. Erst die nachfolgenden Schälungen besitzen eine glattere Struktur und damit eine bessere Qualität. Die Korkeiche wird in Algerien, Frankreich, Italien, Marokko, Portugal, Spanien und Tunesien angebaut. Die europäische Korkindustrie produziert etwa 340.000 Tonnen Kork im Wert von 1,5 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 30.000 Menschen. Tunesien Etwa 50% des Weltkorkverbrauchs wächst in Portugal. Dort werden etwa 180.000 Tonnen jährlich hergestellt. Das Hauptanbaugebiet Portugals ist der Alentejo, wo man Korkeichenplantagen meist in Kombination mit Weidewirtschaft und Getreideanbau findet. Die Fabriken Portugals, in denen der Kork verarbeitet wird, liegen vor allem in der Nähe Lissabons und im Norden des Landes. Zur Markierung bekommen die frischgeschälten, rot leuchtenden Stämme in Portugal die Jahreszahl aufgemalt. Wenn zum Beispiel der Baum 2003 geschält wurde, bekommt die Eiche eine 3. Somit weiß der Bauer, dass die Korkeiche erst wieder 2012 geschält werden darf. Deutschland ist einer der wichtigsten Abnehmer des portugiesischen Korks. Die Platten bester Qualität werden zur Herstellung von Flaschenkorken verwendet. Die zweite Wahl wird zu Fußbodenkork oder Tapeten verarbeitet, der schlechteste Kork wird als Dämmmaterial oder Granulat verwendet. Das Granulat wird dann zum Beispiel als Fußbett für Sandalen gepresst.

Referenz

[http://www.itis.usda.gov/servlet/SingleRpt/SingleRpt?search_topic=TSN&search_value=19430 ITIS 19430] Kategorie:Buchengewächse Kategorie:Baum

Mazedonische Eiche

Die Mazedonische Eiche (Quercus trojana) ist ein halb-immergrüner Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse. Innerhalb der Gattung der Eichen (Quercus) gehört diese Art der Untergruppe der Zerreichen (Cerris) an, zu der auch die Zerreiche, Korkeiche und Steineiche gehört. Die Mazedonische Eiche ist ein halb-immergrünes paläoendemisches Relikt der Balkanhalbinsel und Süditaliens.

Kennzeichen

Kleiner halb-immergrüner Baum, 10-20 m hoch, durch die verhältnismäßig steifen, glänzenden, unbehaarten und gesägten schmalen länglichen Blätter und die ziemlich großen Fruchtbecher (2-2,5 cm breit) leicht unterscheidbar. Nüsse 3-4,5 cm lang, Blätter schmal, 3.7 cm lang mit 8-14 Zahnpaaren.

Verbreitung

Meridional-subtropisch. In den wärmeren Gebirgen in Südosteuropa verbreitet. Adamovic schreibt dazu (1929): :Eine fast immergrüne Eiche, die mazedonische Eiche (Quercus trojana) bewohnt nur die höheren Berge um Dubrovnik (Ragusa) (wie Snijeznica, Rigja, Stedro, Bjelotina) und der angrenzenden Herzegowina. Sie erinnert stark an die Zerreiche, hat aber schmälere und verhältnismäßig längere, härtere Blätter. In Montenegro und besonders in Albanien und den Puglien ist diese Eichenart häufiger anzutreffen. Die Mazedonische Eiche findet sich zumeist in der submontanen Stufe oberhalb der vollmediterranen Vegetation. Der Unterwuchs besteht überwiegend aus sommergrünen Elementen. Nur noch wenige immergrüne Elemente (Phillyrea und Juniperus oxycedrus) sind hierin vorkommend. Die Mazedonische Eiche ist auf Steinfluren und Felsentriften der Herzegowina, Montenegro, Makedonien und Albanien häufiger verbreitet.

Mischwälder mit der Mazedonischen Eiche

Albanien]] Eine bemerkenswerte Erscheinung im Waldgebilde Südosteruropas wird von der Makedonischen Eiche beherrscht. Man bezeichnet ihre Gesellschaft als Quercetum tojanae Em 58 em. Horvat 59. Neben Quaercus trojana geben andere Eichen (Q. pubescens, Q. cerris), Eschen (Fraxinus ornus) oder Buchenähnliche (Carpinus orientalis, Ostrya carpinifolia) den Ton an. Auch Acer obtusatum, Sorbus torminalis und S. ariaerlangen hohe Stetigkeit. Buxus smpervirens wächst oft als Bäumchen bis zu 3 m Höhe empor. Physiognomisch erinnert die Gesellschaft deshalb zuweilen an eine Pseudomacchie. Im Unterwuchs herrscht bunteste Mannigfaltigkeit, vor allem auf Kalkunterlage. Die Gesellschaft ist auf flachgründige, warme und trockene Hänge beschränkt. Kategorie:Buchengewächse

Raubbau

Unter Raubbau versteht man die Nutzung natürlicher Ressourcen (Natur- und Bodenschätze) ohne Rücksicht auf deren Folgen. Raubbau ist am kurzfristigen Gewinn orientiert, wobei er in der Folge eine langfristige Nutzung erschwert oder gar verhindert. Unter Raubbau an der Natur wird eine kaum oder gar nicht reversible Einflussnahme an der Natur verstanden. Mit Natur ist hier die Umwelt gemeint, die sich so entwickelt hätte, wenn der Mensch keinen weiteren Einfluss genommen hätte. Mit der Einflussnahme wird in der Regel ein negativer Effekt verbunden. Als Ursachen für Raubbau an der Natur gelten:
- schwache oder sehr stark zeitversetzte wirtschaftliche (und damit schwache) Rückkopplung auf die Verursacher.
- Gewinnabsicht
- wirtschaftliche Unterbewertung der Natur-Resourcen

Raubbau in Urwäldern

Eine klassische Form von Raubbau ist die Ausbeutung naturbelassener Wälder, so genannter Urwälder. Durch Kahlschlag des gesamten Areals oder selektiver Auswahl besonders begehrter Bäume wird das Ökosystem geschädigt oder zerstört.

Raubbau im Bergbau

Werden Lagerstätten von Bodenschätzen nicht planmäßig erschlossen, sondern durch unplanmäßiges Graben immer den bestern Vorkommen nach, dann kann dies nach einiger Zeit eine langfristige Nutzung des Vorkommens erschweren. Man spricht dann ebenfalls von Raubbau. Eine geplante Erschließung des Vorkommens durch einen Untertage-Bergbau wird durch den Raubbau erschwert.

Beispiele


- Abholzung
  - Abholzung von Regenwald
  - Abholzung von Wald am Mittelmeer: Die Gebiete von Griechenland, Italien und Spanien sollen Historikern zufolge dicht bewaldet gewesen sein, bis der Schiffbau zu einer Abnahme des Waldbestandes geführt hat, von dem sich diese Regionen bis heute nicht erholt haben sollen.
  - Abholzung von Bergwald mit der Folge von Muren und Überschwemmungen
- Goldgewinnung mit Kaliumcyanid
- Überfischung, Überweidung, Überdüngung
- Monokultur
- ...

Folgen

Man schreibt unterschiedliche Phänomene zumindest teilursächlich einem Raubbau an der Natur zu:
- Artensterben
- Verseuchung von Regionen (und damit Unbewohnbarmachung)
- Verwüstung, Verödung, Versalzung von Boden
- Seuchen und Plagen (z.B. durch massenhaftes Auftreten von Schädlingen einer in Monokultur angebauten Pflanze)
- Waldbrände
  - als Folge von Brandstiftung (zum Teil im Auftrag von Immobilien- und Grundstücks-Spekulanten, die sich dadurch neues Bauland erhoffen)
  - als Folge von Brandrodung (ebenfalls zur Bodengewinnung)
  - als Folge von Brandgefährdung (die berühmte Glasscherbe mit Linseneffekt)
  - als Folge ständiger Waldbrandbekämpfung, die das brennbare Material so stark anhäufen lässt, dass der einmal nicht sofort bekämpfte Waldbrand sich zum Flächenbrand ausweitet Kategorie:Bergbau

Mittelmeer

Das Europäische Mittelmeer (meist nur Mittelmeer bzw. auch Mittelländisches Meer genannt), das etwa 2,5 Mio. km² groß und bis zu 5.267 m tief ist, ist ein Mittelmeer zwischen Europa, Afrika und Asien das von einem eigenen schmalen Klimagürtel umschlossen und von einer eigenen Flora und Fauna geprägt wird.

Geographie

Das Europäische Mittelmeer, das auch ein Binnenmeer des Atlantiks ist, liegt als am stärksten von Festländern umgebenes bzw. vom Ozean getrenntes Mittelmeer zwischen den eben genannten Kontinenten. Im Westen ist es durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden, im Nordosten über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer und im Südosten über den Sueskanal (seit 1869) mit dem Roten Meer, einem Binnenmeer des Indiks. Zu diesem großflächigen Mittelmeer, das zu den ozeanischen Nebenmeeren gezählt wird, gehören neben zahlreichen kleinen Inseln, großen und kleinen Inselgruppen und Eilanden die großen Inseln Korsika, Sardinien, Sizilien, Kreta, Rhodos und Zypern; in das Europäische Mittelmeer ragt von Norden her die Apenninenhalbinsel mit dem Großteil Italiens; sie trennt das eigentliche Meer von der Adria.

Daten

Das Europäische Mittelmeer bedeckt etwa 2,5 Mio km² Fläche. Seine größte Meerestiefe liegt bei 5.267 m (siehe Meeresboden).

Römischer Name

In der Antike wurde das Europäische Mittelmeer von den Römern Mare Nostrum genannt, was Unser Meer bedeutet. Diese Namensgebung resultiert daraus, dass das Römische Reich (Imperium Romanum) zeitweise das gesamte Mittelmeer umschloss.

Geschichte / Geologie

Das Europäische Mittelmeer ist ein Überrest des Tethysmeeres des Erdmittelalters. Vor 6 Millionen Jahren schloss sich die Straße von Gibraltar aufgrund der plattentektonischen Kollision Afrikas mit Europa. Teile des Mittelmeeres trockneten wiederholt aus, so dass sich am Meeresboden mächtige tertiäre Gips- und Salzlager finden. Zuletzt war das Nebenmeer des Atlantiks während der Eiszeiten zumindest teilweise ausgetrocknet. Daher fand Henry Cosquer, ein französischer Taucher, 1985 nahe Marseille eine später nach ihm benannte Höhle mit prähistorischen Felszeichnungen, deren Eingang 36 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Im 2. Weltkrieg war das Europäische Mittelmeer Kriegsschauplatz (siehe hierzu unter Mediterranean Theatre of Operations).

Salinität

Der Salzgehalt des Europäischen Mittelmeeres liegt mit rund 38 Promille höher als der des Atlantiks. Dies ist eine Folge der starken Verdunstung, die nicht durch den Süßwasserzufluss der großen Flüsse und Ströme ausgeglichen wird. Daher fließt am Grund der Straße von Gibraltar ein kräftiger Salzwasserstrom in den Atlantik ab, während an der Oberfläche eine entsprechend zum Netto-Wasserverlust noch stärkere Gegenströmung salzärmeres und daher leichteres Ozeanwasser in das Mittelmeer transportiert.

Meereswelt

Meeresboden

Innerhalb des Europäischen Mittelmeeres bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich Schwellen, Tiefseebecken und ein Meerestief. Im Westteil des Meeres liegt das Algerisch-Provenzalische Becken, das bis zu 3.255 m tief ist. In seinem westlichen Mittelteil befindet sich das Tyrrhenische Becken im Tyrrhenischen Meer, das bis zu 3.758 m tief ist. In seinem östlichen Mittelteil liegt das Ionische Becken im Ionischen Meer, das in der Calypsotief - der tiefsten Stelle des Europäischen Mittelmeers - bis zu 5.267 m tief ist. Im Osten befindet sich das Levantische Becken im Levantischen Meer, das bis zu 4.517 m tief ist.

Horizontale Gliederung

Das Europäische Mittelmeer ist durch zahlreiche Nebenmeere, Golfe, Buchten und Meeresstraßen gegliedert; an seinem West- und Ostrand stößt es jeweils an eine Meerenge, die zum Ozean bzw. zu einem Binnenmeer überleiten. Im Westen ist das Europäische Mittelmeer durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden. Im Nordosten ist es über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer verbunden und im Südosten über den 1869 fertiggestellten Sueskanal auch mit dem Roten Meer, ein Binnenmeer des Indischen Ozeans. Das Marmarameer - nicht aber das Schwarze Meer - wird häufig noch zum Mittelmeer gezählt. Während sein Westteil keinen besonderen Namen trägt, ist das Europäische Mittelmeer durch eigene Nebenmeere und Buchten stark untergliedert: Im Norden liegt das Ligurische Meer mit dem Golf von Genua, im Mittelteil befinden sich das Tyrrhenische Meer, die Straße von Messina, das Ionische Meer, die Straße von Sizilien, die Kleine Syrte (Golf von Gabès), die Straße von Otranto, das Adriatische Meer, die Große Syrte, die Ägäis und im Ostteil das Levantische Meer.

Küsten

Bekannte Küstenabschnitte sind beispielsweise:
- Côte d’Azur
- Costa del Sol
- Riviera
- Sahel

Inselwelt

Die bedeutendsten Inseln, Inselgruppen und Halbinseln im Europäischen Mittelmeer sind (von West nach Ost): Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien, Malta, Peloponnes, Kreta, Dodekanes (Rhodos), Zypern. : Für weitere Inseln im Europäischen Mittelmeer siehe hier.

Zuflüsse

In das Europäische Mittelmeer bzw. in dessen Randmeere münden unter anderen diese Flüsse und Ströme, die bis auf den Muluja, einige kleinere Bäche bzw. Flüsse und insbesondere den Nil alle aus nördlichen Himmelsrichtungen einmünden:
- Arno - Ligurisches Meer
- Drin - Adria
- Ebro - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Ebros (Ewros) - Ägais
- Etsch - Adria
- Großer Mäander - Ägais
- Júcar - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Kleiner Mäander - Ägais
- Muluja (Wadi al-Muluyah) - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Nil - Levantinisches Meer
- Piave - Adria
- Po - Adria
- Rhône - Ligurisches Meer
- Segura - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Seman - Adria
- Strymon - Ägäis
- Tiber - Tyrrhenisches Meer

Staaten & Abhängige Gebiete

Anrainerstaaten sind:
- Im Norden: Gibraltar, Spanien, Frankreich, Monaco,