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| Tempus |
TempusDas Tempus [] (lat. Zeit; Plural: Tempora []) gibt an, in welcher Zeit aus der Sicht des Sprechers das Besprochene (=die Proposition) stattfindet. Tempus ist (neben dem Modus) eine grundlegende Kategorie der Grammatik der Verbgruppe.
Das Tempus wird durch morphologische Kennzeichnung des Verbstamms (Konjugation) oder durch sekundäre Konjugation des Verbs realisiert, d.h. durch zusammengesetzte Konjugationsformen gebildet; außerdem beispielsweise auch durch Null-Flexion mittels Adverbien oder Kontextualisierung.
Eine andere grammatische Kategorie des Verbs ist der Aspekt. Er unterscheidet sich vom Tempus dadurch, dass er gewissermaßen den Grad der Vollendung einer Handlung angibt, unabhängig von ihrem absoluten zeitlichen Kontext.
Weitere grammatische verbale Kategorien sind die Diathese, die Modalität und die Aktionsart.
Theorie
Das Tempus kann relativ zum „Jetzt“ sein, also in Bezug zum Zeitpunkt des Sprechers. In der Theorie lassen sich so drei absolute Zeitebenen unterscheiden:
- Vergangenheit/Vor-Gegenwart
- Gegenwart
- Zukunft/Nach-Gegenwart
Diesen absoluten Zeitangaben stehen die so genannten relativen Tempora entgegen:
- Vorzeitigkeit (etwas weiter Richtung Vergangenheit)
- Nachzeitigkeit (etwas weiter Richtung Zukunft)
Dadurch lassen sich die drei Basiszeiten in der Theorie erweitern:
- Vor-Vergangenheit
- Vergangenheit
- Nach-Vergangenheit
- Gegenwart
- Vor-Zukunft
- Zukunft
- Nach-Zukunft
So kann man mit der Vor-Vergangenheit angeben, dass es etwas während vergangener Handlungen bereits Vergangenheit war, oder mit der Vor-Zukunft, dass etwas während einer zukünftigen Handlung vergangen sein wird. Dieses Verfeinerung lässt sich rein theoretisch noch weiter führen.
Umsetzung
Das Tempus wird in den meisten Sprachen der Welt grammatikalisiert, aber auf sehr unterschiedliche Weisen umgesetzt.
In den indoeuropäischen Sprachen drücken Verben oft das Tempus aus: Die Flexion des Verbes durch eine Stammänderung (ich sehe, ich sah) oder das Anbringen von Affixen (ich töt-e, ich töt-ete). Unter der Verwendung von Hilfsverben lassen sich ebenfalls Zeitenangaben ausdrücken, z.B. „Ich werde gehen“ oder „Ich habe gesehen“.
In einigen Sprachen ist das Tempus aber keine grammatische Formeigenschaft des Verbs. Diese Sprachen verwenden (optionale) Zeitadverbien wie „jetzt“, „heute“ oder „damals“, oder Adverbialsätze, um den zeitlichen Rahmen einer Aktion anzugeben, anstatt das Verb selbst zu verändern. Das Chinesische bildet ein Beispiel.
Auch welche Zeitformen überhaupt zur Verfügung stehen, ist generell sehr unterschiedlich; In vielen Sprachen existieren einige Zeitformen gar nicht oder nur in leidlicher Form. Die Nach-Zukunft im Deutschen beispielsweise hieße theoretisch „Auch wenn ich Alkohol im Blut gehabt haben werde, werde ich das Auto fahren!“, was aber in den Ohren vieler Deutscher i.d.R. unschön klingt. Statt dessen wird eine adverbiale Umschreibung vorgezogen: „Auch wenn ich Alkohol im Blut haben werde, werde ich danach Auto fahren!“
Unter Umständen hat eine Sprache mehrere verschiedene Formen für eine einzige Zeitebene, die untereinander weitgehend austauschbar und/oder nur jeweils für spezielle Fälle vorgegeben sind. So kennt das Deutsche zwei Vergangenheitstempora: Perfekt und Präteritum.
Andererseits wurden woanders viele Tempora entwickelt, die sich nicht in das theoretische Schema einordnen lassen und es erweitern. So kennt das italienische eine Zeitform für sehr weit entfernte Vergangenheit.
Oftmals gibt es Tendenzen dazu, die eigentliche Bedeutung von Zeiten zu zweckentfremden. So drückt das deutsche „Ich putz mir die Zähne (er steht auf und geht zum Badezimmer)“ aus dem Kontextwissen heraus eingentlich Zukunft aus, doch es wird grammatisch die simplere Gegenwart verwendet. Eine derartige Verwendung der Gegenwart ist besonders im Finnischen verbreitet, welches über kein Futur verfügt.
Ein Phänomen in den indoeuropäischen Sprachen ist, dass die grammatischen Kategorien Aspekt_(Linguistik) und Tempus sehr stark ineinander verwoben sind, zu merken an solche „Zeiten“ wie Imperfekt oder Perfekt obwohl es sich im Grunde um zwei verschiedene Eigenschaften des Verbs handelt.
Als Beispiel für ein Zeitensystem siehe das unten aufgeführte traditionelle Schema der Tempora (Zeitformen) der deutschen Grammatik.
Deskriptive Ansätze der Sprachforschung und -beschreibung finden - vor allem als umgangssprachliches, regionales und dialektales Phänomen - weitere Zeitformen im Deutschen vor, die in dem oben beschriebenen System keine Berücksichtigung finden und standardsprachlich als fehlerhaft gelten:
Präsensformen: Dazu gehören das Präsens (ich vergesse es), das Perfekt (ich habe es vergessen) und das Doppelte Perfekt (ich habe es vergessen gehabt).
Präteritumformen: Dazu gehören das Präteritum (ich vergaß es), das Plusquamperfekt (ich hatte es vergessen) und das Doppelte Plusquamperfekt (ich hatte es vergessen gehabt).
Die Futurformen: Dazu gehören das Futur I (ich werde es vergessen), das Futur II (ich werde es vergessen haben) und das Futur III(ich werde es vergessen gehabt haben).
Einige Wissenschaftler nennen das Doppelte Perfekt auch „gestecktes Perfekt“, das Doppelte Plusquamperfekt „gestecktes Plusquamperfekt“.
Während das doppelte Perfekt in der geschriebenen Sprache als nicht korrekt eingestuft wird, gilt die Verwendung des doppelten Plusquamperfekts durchaus als legitimes Mittel, eine Vor- Vorvergangenheit zu bilden.
Kategorie:Grammatik Kategorie:Zeitbegriff
ja:時制
Latein
Als Latein bzw. Lateinisch (lat. lingua Latina: „lateinische Sprache“) bezeichnet man die Sprache, die ursprünglich vom Volksstamm der Latiner gesprochen wurde, der Bewohner von Latium mit Rom als Zentrum.
Innerhalb der indogermanischen Sprachen gehört Latein zur Gruppe der italischen Sprachen. Es bildete die Grundlage für alle heutigen romanischen Sprachen.
Entwicklung
romanischen Sprachen
Ursprünglich in Rom und dem umliegenden Gebiet (Latium) gesprochen, wurde Latein später an humanistischen Gymnasien unterrichtet. Neben Griechisch war Latein die Amtssprache des römischen Reiches. Wegen der kulturellen Überlegenheit des Ostens verlor es dabei zeitweise in Nordafrika und selbst in Rom seine Vorrangstellung. So war die Liturgiesprache der römischen Christen bis um 300 das Griechische. In dieser Zeit drangen viele griechische Lehnwörter ins Lateinische ein.
Während der Spätantike begannen sich verschiedene Volkssprachen, aus denen im Mittelalter die romanischen Sprachen entstehen sollten, phonetisch und grammatikalisch von der lateinischen Hochsprache wegzuentwickeln. Doch noch im 6. Jahrhundert entstanden hochsprachliche lateinische Werke. Im Oströmischen Reich war Latein bis ins frühe 7. Jahrhundert neben Griechisch eine der beiden Amtssprachen.
Im Westen übernahmen die Germanen mit den Grundelementen der spätrömischen Verwaltung auch die lateinische Sprache, die in der Administration bis in die frühe Neuzeit vorherrschend blieb. Seit der Völkerwanderung und der Christianisierung der (zunächst zumeist arianischen) Germanenvölker wurde Latein im Westen des früheren Römischen Reiches und in den römisch-katholischen Folgestaaten die Sprache des Klerus (Kirchenlatein), der Rechtswissenschaft (Glossatoren) und der sich bildenden Hochschulen (studia generalia). Es bildete somit die Schriftsprache, vor allem für das kirchliche und weltliche Urkundenwesen (Diplomatik) im frühen Europa.
In völkerrechtlichen Verträgen (z. B. im Westfälischen Frieden von 1648) dominierte Latein bis in das 17. Jahrhundert hinein. Es bildet noch bis ins 20. Jahrhundert den Affixvorrat für die Fachterminologie in den Wissenschaften und verliert durch die fortschreitende Absorption in die englische und andere Sprachen lediglich an direkter, nicht jedoch an indirekter Bedeutung. Es wird noch an vielen Schulen unterrichtet.
Antike
Antike Schreibweise
Die lateinische Sprache wurde ursprünglich als scriptio continua, d. h. als zusammenhängender Fluss von Zeichen ohne Zwischenräume geschrieben. Auch Satzzeichen und Kleinbuchstaben wurden in der Antike nicht verwendet. Auf Wachstafeln war nämlich wenig Platz zum Schreiben, und Papyrus war teuer. Die antiken lateinischen Texte sind für uns heute daher schwer zu lesen.
Vergleiche folgendes Beispiel:
Alte Schreibweise:
AVREAPRIMASATAESTAETASQVAEVINDICENVLLO
SPONTESVASINELEGEFIDEMRECTVMQVECOLEBAT
POENAMETVSQVEABERANTNECVERBAMINANTIAFIXO
AERELEGEBANTVRNECSVPPLEXTVRBATIMEBAT
IVDICISORASVISEDERANTSINEVINDICETVTI
NONDVMCAESASVISPEREGRINVMVTVISERETORBEM
MONTIBVSINLIQVIDASPINVSDESCENDERATVNDAS
NVLLAQVEMORTALESPRAETERSVALITORANORANT
NONDVMPRAECIPITESCINGEBANTOPPIDAFOSSAE
NONTVBADIRECTINONAERISCORNVAFLEXI
NONGALEAENONENSISERANTSINEMILITISVSV
MOLLIASECVRAEPERAGEBANTOTIAGENTES
Heutige Schreibweise:
Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,
sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.
poena metusque aberant nec verba minantia fixo
aere legebantur, nec supplex turba timebat
iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti.
nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem,
montibus in liquidas pinus descenderat undas,
nullaque mortales praeter sua litora norant.
nondum praecipites cingebant oppida fossae,
non tuba directi, non aeris cornua flexi,
non galeae, non ensis erant: sine militis usu
mollia securae peragebant otia gentes.
Auszug aus Ovids Metamorphosen: Die Schöpfung (Das goldene Zeitalter)
Details zu den verwendeten Buchstaben finden sich in dem Artikel Lateinisches Alphabet. Siehe zu diesem Thema auch: Paläografie (dort Lateinische Paläografie), Capitalis, Versalschrift und Majuskel.
Antike Aussprache
Auf die antike Aussprache der lateinischen Sprache wird im Artikel Lateinische Aussprache eingegangen.
Literatur
Mit Antiker Literatur des Lateinischen beschäftigt sich u. a. der Artikel Lateinische Literatur.
Gegenwart
Auch heute ist Latein noch an vielen Gymnasien aller Fachrichtungen zu finden. Etwa ein Drittel aller Gymnasiasten im deutschen Sprachraum lernt Latein als erste, zweite oder dritte Fremdsprache. An humanistischen Gymnasien wird dem Lateinischen, neben dem Griechischen, noch eine herausgehobene Bedeutung zugemessen, was früher auf eine aktive Beherrschung des Lateinischen zielte.
Tatsächlich werden auch heute noch für zahlreiche Studiengänge das Latinum oder Lateinkenntnisse gefordert, insbesondere in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Fächern. Das Latinum ist als Studienvoraussetzung für die Fächer Medizin und Jura weitestgehend abgeschafft, häufig aber nicht in Fächern wie Anglistik, Philosophie oder sogar Musikwissenschaften.
Unabhängig von den Studienanforderungen wird von Befürwortern des Lateins betont, dass das Erlernen der lateinischen Sprache weiterhin Basis für die korrekte Verwendung von Fremdwörtern sei, das Erlernen anderer romanischer Sprachen wesentlich erleichtere und erhebliche Transfer-Effekte für die Denkschulung aufträten. Das Übersetzen lateinischer Texte fördere auf Grund der erheblichen Komplexität vieler lateinischer Sätze auch das logische Denken. Von den Gegnern ist hingegen zu hören, dass die Auseinandersetzung mit jeder Art von Grammatik, egal welcher Sprache, das strukturierte Denken fördere, und dass das Erlernen moderner romanischer Sprachen, welche im Gegensatz zu Latein noch gebraucht werden, mindestens ebenso gut dazu geeignet sei, die zahlreichen lateinischen Lehnwörter im Deutschen korrekt zu verwenden und andere romanische Sprachen zu erlernen. In der Tat sind viele gesamtromanische, also in allen romanischen Sprachen auftretende Wörter nicht im klassischen Latein vorhanden und müssen dann neu gelernt werden: guerra „Krieg“, testa „Kopf“, cavallo „Pferd“, mangiare/manger „essen“, andare - „gehen“ , boc(c)a/bouche „Mund“, blanco/blanc „weiß“, die Himmelsrichtungen etc. Viele dieser Wörter erklären sich nämlich aus dem umgangssprachlichen oder dem späten Latein oder stammen aus der Soldatensprache, also aus Varietäten, die nicht in der Schule gelehrt werden.
Aus deutschen und US-amerikanischen Untersuchungen geht hervor, dass zwischen absolviertem Lateinunterricht und der Beherrschung der englischen Sprache in Schrift und vor allem Wort eine signifikante Korrelation besteht. Ein kausaler Zusammenhang ist allerdings nicht nachgewiesen worden – möglicherweise macht eine hohe sprachliche Begabung eines Kindes die Wahl des als schwierig geltenden Latein wahrscheinlicher.
Da auch im modernen Lateinunterricht die Sprachproduktion eindeutig der Rezeption (Leseverstehen) untergeordnet ist, glauben viele, Latein falle Menschen mit ausgeprägter Begabung für Mathematik und formelle Denkvorgänge generell leichter als andere Fremdsprachen, wohingegen Menschen mit ausgeprägter Begabung für intuitives Erlernen von Sprachen andere Fremdsprachen leichter fänden. Dieser Zusammenhang lässt sich allerdings nicht häufig verifizieren: Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerleistungen in Latein überwiegend Hand in Hand mit denen in der Muttersprache und anderen Fremdsprachen gehen.
Modernes Latein
Auch heute werden deutsch-lateinische Lexika aufgrund neulateinischen Wortgutes herausgegeben, z. B. das „lexicon auxiliare“ oder das vom Vatikan herausgegebene „lexicon recentis latinitatis“, welches erst im Jahre 2004 eine Neubearbeitung erfuhr.
Der finnische Rundfunksender YLE (Yleisradio) verbreitet Wochennachrichten in neulateinischer Sprache. Radio Bremen veröffentlicht regelmäßig die Nuntii Latini in schriftlicher und gesprochener Version. Seit April 2004 veröffentlicht auch die deutschsprachige Redaktion bei Radio Vatikan Nachrichten auf Lateinisch. Dabei handelt es sich um ursprünglich deutsche Meldungen. Gero P. Weishaupt übersetzt sie für die Redaktion ins Lateinische. Sehr beliebt ist auch die lateinische Fassung der Asterix-Comics, die der deutsche Altphilologe Graf v. Rothenburg (Rubricastellanus) verfasst hat.
Der Autor Nikolaus Groß, beruflich seit zehn Jahren Deutsch-Lektor in der südkoreanischen Hauptstadt, hat 2004 eine komplett latinisierte Übertragung von Patrick Süskinds Das Parfum im Brüsseler Verlag der Fundatio Melissa, einem überregionalen Verein zur Pflege des gesprochenen Lateins, veröffentlicht. Dem Buch ist mit dem „Glossarium Fragrantiae“ eine größere Liste aktualisierter Neuschöpfungen beigegeben. Vom selben Wortartisten existiert des weiteren ein Buch über den Baron Mynchusanus (Münchhausen). 2003 erschien bereits der erste Teil der Harry Potter-Bücher von J. K. Rowling auf Latein (Harrius Potter et Philosophi Lapis). Daneben gibt es noch viele weitere Übersetzungen „klassischer“ Werke ins Lateinische, so zum Beispiel Karl Mays Winnetou III, oder Der kleine Prinz (Regulus) von St. Exupéry.
Durch das Internet ist die Verfügbarkeit alter lateinischer Texte sowie das Entstehen neuer lateinischer Texte erheblich begünstigt worden. Inzwischen gibt es sogar lateinische Fassungen von Popsongs. Daneben entstehen auch neue Popsongs in lateinischer Sprache, etwa Cursum Perficio, gesungen von Enya, Liberatio, eines von vielen lateinischen Musikstücken der Gruppe „Krypteria“, oder bei Gruppen der Dark Wave bzw. Gothic (Jugendkultur). Roma Ryan hat neben Cursum Perficio für Enya noch weitere Songs in lateinischer Sprache verfasst. In Internetforen wie Grex Latine Loquentium kommunizieren Teilnehmer aus vielen Ländern ausschließlich in Latein.
In der klassischen beziehungsweise neoklassischen Musik findet Latein ebenfalls Verwendung. So hat etwa der niederländische Komponist Nicholas Lens auf seinem Werk Flamma Flamma ein lateinisches Libretto vertont, für sein Werk Terra Terra hat Lens selbst ein Libretto in lateinischer Sprache verfasst. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Vertonungen lateinischer Gedichte wie z. B. von Jan Novák. Carl Orff unterlegte mehreren seiner Vokal-Kompositionen Texte in Latein oder Griechisch. Igor Strawinski ließ das nach Sophokles von Jean Cocteau in französischen Versen verfasste Libretto zu „Ödipus Rex“ von Jean Daniélou ins Lateinische übersetzen.
Das Lehrbuch Lingua Latina per se illustrata des dänischen Autors Hans H. Ørberg hat die bisher hauptsächlich für den Unterricht in modernen Sprachen eingesetzte einsprachige Lehrmethode auf den altsprachlichen Unterricht übertragen. Das Lehrbuch erfreut sich in verschiedenen Ländern einer steigenden Beliebtheit.
Latein in den Wissenschaften
In der Biologie erfolgt die Namensbildung der wissenschaftlichen Namen lateinisch und griechisch, wobei neuere Vorschläge vorsehen, die Regeln nur aus der lateinischen Sprache zu entnehmen. In der Medizin sind die anatomischen Fachbegriffe lateinisch, für die einzelnen Organe wird zusätzlich auch latinisiertes Griechisch verwendet. Die Krankheitsbezeichnungen leiten sich aus dem Griechischen ab. Zahlreiche Sprichwörter haben einen lateinischen Ursprung und sind teilweise auch in der deutschen Übersetzung zu geflügelten Worten geworden. In den Rechtswissenschaften existieren verschiedene lateinische Lehrsätze und Fachbegriffe (Latein im Recht). Auch in der Geschichtswissenschaft spielt vor allem Latein weiterhin eine große Rolle. In der Meteorologie werden lateinische Begriffe in der Wolkenklassifikation eingesetzt.
Latein in der katholischen Kirche
Latein ist neben Italienisch die Amtssprache des Vatikanstaats. Die katholische Kirche veröffentlicht alle amtlichen Texte von weltkirchlicher Bedeutung in Latein. Das gilt für die liturgischen Bücher, den Katechismus, den Codex des kanonischen Rechts sowie die päpstlichen Rechtsvorschriften (canones, decretales) und Rundschreiben (Enzykliken).
Bis zum zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) war Latein die offizielle Gottesdienstsprache und ist dies (laut Sacrosanctum Concilium) offiziell noch heute, wobei andere Sprachen jedoch gleichfalls erlaubt sind. Tatsächlich werden nur noch sehr wenige Gottesdienste in Latein gehalten. Der gegenwärtig amtierende Papst Benedikt XVI. bevorzugt bei seinen Messen aber das Lateinische vor dem Italienischen.
Siehe auch: Lateinische Kirche
Referenzlisten
- Lateinische Präpositionen
- Liste lateinischer Ortsnamen
- Liste lateinischer Präfixe
- Liste lateinischer Redewendungen
- Liste lateinischer Suffixe
- Liste von lateinischen Palindromen
- Lateinische Zahlwörter
Siehe auch
- Grammatik des Lateinischen
- Lateinische Aussprache
- Lateinische Sprichwörter
- Küchenlatein
- Vulgärlatein
- Mittellatein
- Lateinische Literatur
- Sprachen im Römischen Reich
- Jägerlatein
- Panlatinismus
Weblinks
- [http://www.commtec.de/wb/ Wörterbuch Latein-Deutsch-Latein auxilium online (mit Download-Möglichkeit)]
- [http://www.latein-pagina.de/iexplorer/stil.htm Lateinische Stilblüten]
- [http://www.thelatinlibrary.com/ The Latin Library – klassische Texte im Original]
- [http://www.albertmartin.de/latein/ Latein-Deutsch-, Deutsch-Latein-Wörterbuch mit hilfreichen Extras]
- [http://www.radiobremen.de/online/latein/ Nuntii latini bei Radio Bremen]
- [http://www.latein-pagina.de/ Latein-Pagina]
- [http://www.antikeundeuropa.de/Alte_Sprachen_heute/alte_sprachen_heute.html Alte Sprachen heute]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/a_chron.html Sammlung lateinischer Texte/bibliotheca Augustana]
- [http://www.music.indiana.edu/tml/ Lateinische Musiktraktate im Original]
- [http://www.lateinservice.de/index.htm Die deutsche Latein-Seite]
- [http://www.alcuinus.net/GLL/ Grex Latine Loquentium (Internetforum in lateinischer Sprache)]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.latein24.de/ Übersetzungen vieler klassischer lateinischer Texte bei Latein24.de]
Kategorie:Einzelsprache
-
als:Latein
ja:ラテン語
ko:라틴어
simple:Latin language
th:ภาษาละติน
zh-min-nan:Latin-gí
Modus (Grammatik)Der Modus (auch: die Aussageweise) ist ein Konjugationsparameter des Verbes.
Deutsche Verben können in drei Modi vorkommen:
- der Hauptmodus Indikativ (Wirklichkeitsform),
- Konjunktiv (Möglichkeits-, Wunsch- oder Wahrscheinlichkeitsform) und
- Imperativ (Befehlsform).
In anderen Sprachen gibt es teilweise noch weitere Modi, wie zum Beispiel den Optativ oder den Jussiv (zum Beispiel im Persischen).
Am häufigsten wird im Deutschen der Indikativ benutzt, aber auch der Konjunktiv hat viele Verwendungszwecke, beispielsweise für die Wiedergabe der indirekten Rede, die besonders in Nachrichtentexten und Berichten häufig vorkommt.
Siehe auch: Modalverb
Kategorie:Grammatik
ja:法 (文法)
KonjugationKonjugation (lat. conjugare, paarweise zusammenbinden) ist
#in der Grammatik die Flexion von Verben, siehe Konjugation (Grammatik)
#in der Biologie der Austausch von Genmaterial zweier Einzeller oder Bakterien, siehe Konjugation (Biologie).
#in der Mathematik eine mögliche Eigenschaft bestimmter Elemente einer Gruppe oder einer Körpererweiterung, siehe Konjugation (Mathematik). Für konjugiert und konjugiert komplex als mathematische Attribute, siehe auch im Glossar mathematischer Attribute.
#in der Chemie ein Bindungsphänomen, das in Molekülen mit (mehrfach) ungesättigten Kohlenstoffketten auftreten kann, siehe Konjugation (Chemie).
Konjugation (Grammatik)Die Konjugation nennt man die Flexion (Beugung) von Verben, zum Beispiel durch die Veränderung des Wortstammes oder das Anhängen von Wortendungen.
Konjugationsklassen
Man unterscheidet oft zwischen zwei Hauptklassen: Primäre Konjugation und sekundäre Konjugation.
Kaum eine Sprache hat Formen für alle Konjugationsklassen. So gibt es zum Beispiel im Chinesischen oder Japanischen weder Person noch Numerus. Das Englische wiederum hat keine eigenen Formen für die Modi.
Primäre Konjugation
Die primäre Konjugation flektiert das Verb, um es an andere Satzteile anzupassen (diese Anpassung heißt Kongruenz). Es gibt nur zwei Arten von primärer Konjugation: Person (1., 2. oder 3. Person) und Numerus (Singular, Dual, Plural).
Sekundäre Konjugation
Mit der sekundären Konjugation kann der Sprecher im Verb bestimmte Eigenschaften des ganzen Satzes (genauer gesagt: der Proposition) ausdrücken, nämlich Tempus und Aspekt (Zeit), Modus (Grammatik), Genus verbi (Aktiv, Passiv) und die Aktionsart.
Nicht-konjugierte Formen
Der Infinitiv gilt in der deutschen Sprache als nicht konjugiert, wird aber in heutigen linguistischen Theorien und Beschreibungen als flektiert betrachtet (er hat meist die Flektionsendung „en“, es gibt aber auch andere, wie „eln“ in „radeln“). Daneben gibt es in den indogermanischen Sprachen noch andere „nicht-konjugierte“ Verbformen außerhalb des oben dargestellten Systems; viele dieser Sprachen haben folgende nichtkonjugierte Formen:
Es gibt jedoch hierbei Unterschiede zwischen den indogermanischen Sprachen, im Neugriechischen gibt es zum Beispiel keinen Infinitiv.
In der englischen Sprache wird der Infinitiv mit „to“ gebildet: to go, to see.
In der russischen Sprache endet der Infinitiv fast immer auf ein ть (пoнимать). Die Infinitivform gibt weitere Eigenschaften des Verbs an (Aspekt: писать – написать, Rückbezüglichkeit: возвращаться).
Konjugation in den indogermanischen Sprachen
In den indogermanischen Sprachen wird die Form eines Verbs durch die folgenden Eigenschaften bestimmt:
: Person
: Numerus (Anzahl)
: Modus
: Tempus (Zeit)
: Genus (Diathese)
Dadurch ergeben sich sehr viele unterschiedliche Formen bei Verben, wobei nicht alle Kombinationen in einer Sprache vorkommen (der Imperativ zum Beispiel ist schon durch die zusätzliche Angabe des Numerus eindeutig gekennzeichnet). Jede dieser Formen ist durch Angabe von Modus, Tempus, Genus, Numerus und Person genau bestimmt.
: Beispiel:
: ihr werdet gelobt worden sein
: ist 2. Person Plural Indikativ Futur II Passiv von loben.
Sehr oft verwenden die Sprachen Hilfsverben, um Tempus oder Diathese auszudrücken:
: Beispiel mit Hilfsverb:
: Deutsch: ich liebe – ich habe geliebt
: Beispiel ohne Hilfsverb:
: Latein: amo – amavi
Oft genügt es beim Erlernen einer Sprache, sich ein paar wenige Formen pro Verb zu merken und dann mittels Regeln alle anderen Formen daraus zu bilden.
Im Speziellen bezeichnet man mit Konjugation in diesem Sinne auch die Gruppe von Verben, deren Formen mit einheitlichen Regeln gebildet werden können.
Beispiele:
Deutsch:
- schwache Konjugation (lieben – ich liebte, hoffen – ich hoffte)
- starke Konjugation (laufen – ich lief, sehen – ich sah)
Latein:
- a-Konjugation (amare, laudare)
- e-Konjugation (monere)
- i-Konjugation (audire)
- kurz-i-Konjugation (capere)
- konsonantische Konjugation (regere)
Siehe auch
Flexion, Deklination, Ablaut, regelmäßiges Verb, unregelmäßiges Verb, Bedingungssätze
Weblink
- [http://www.leconjugueur.com/ Online französische Verben konjugieren]
- [http://www.canoo.net/services/Controller?input=&service=inflection Online deutsche Verben konjugieren]
Kategorie:Grammatik
Kategorie:Linguistische Morphologie
ja:活用
VerbDas Verb (von latein.„verbum“: „Wort“ (siehe auch Indo-Europäischer Wortstamm wer-); auch Verbum, Zeitwort, Tätigkeitswort, oder – besonders im Elementarunterricht bei Kindern – Tuwort genannt) ist ein Wort, das normalerweise eine Handlung (zum Beispiel spielen, lachen, werfen), einen Zustand (glänzen) oder ein Geschehen (regnen, schneien, expandieren) ausdrückt.
Reihenfolge im Satz
Sprachen unterscheiden sich unter anderem in der Reihenfolge, in der die Bestandteile Subjekt, Prädikat und Objekt vorkommen.
Es gibt Sprachen, in denen die Wahl der Reihenfolge gar nicht oder nur teilweise eingeschränkt ist; im Deutschen sind im Aussagesatz sowohl die Bauweise Subjekt–Prädikat–Objekt: „Das Kind isst jetzt den Apfel“ als auch Objekt–Prädikat–Subjekt möglich: „Den Apfel esse ich jetzt nicht“. Selbst die Reihenfolge Prädikat–Subjekt–Objekt ist möglich: „Steht einer an der Straße und ruft: ‚Guck mal, ein Auto!‘“ Die Reihenfolge ist trotz der Freiheiten nicht willkürlich, sondern hat eine Bedeutung oder drückt eine Wichtung aus. Daneben hängt die Stellung auch von der Satzart (Aussagesatz, Fragesatz, Hauptsatz, Nebensatz) ab.
In der deutschen Sprache kann ein Verb andere Satzteile umklammern: einladen -> Ich lade die ganze Familie zum Geburtstag ein.
Es gibt auch Sprachen mit grammatisch fest vorgeschriebenen Reihenfolgen. So ist die Wortfolge eines Hauptsatzes im Englischen heute so vorgegeben: Subjekt–Verb–Objekt.
Transitive und intransitive Verben
Verben werden nach ihrem Gebrauch in transitive und intransitive unterschieden.
Transitive Verben beschreiben eine auf ein Objekt gerichtete Tätigkeit (z. B. „Sie liest die Zeitung.“) Sie haben ein Akkusativobjekt, das aber nicht immer sichtbar ist. Beispiele: „Herr Meier isst gerade.“ „Herr Meier isst den Salat.“
Intransitive Verben regieren kein Objekt. Beispiel: „Sie weint.“
Andere Satzergänzungen, z. B. Adverbiale, können hinzu kommen: „Ich wohne in der Stadt.“ „Die Tasse steht auf dem Tisch“. Hier sind „in der Stadt“ und „auf dem Tisch“ erforderliche Lokaladverbiale.
Es gibt auch einige Verben, die sowohl transitiv, als auch intransitiv sind. Z. B. sind dies: hängen, reißen, (ver-)brennen, riechen, schmecken, (zer-)brechen, stoppen, schmelzen, leuchten, scheinen, rauchen oder zünden.
Konjugation
Die Konjugation bezeichnet die Flexion (Rektion) von Verben in Person, Zahl, Zeit, Modus usw. Alles weitere siehe bei Konjugation.
Hilfsverben und Vollverben
Die größte Zahl der Verben sind Vollverben. Zur grammatischen Darstellung der zusammengesetzten Tempora (Zeiten), des Modus, des Passivs und in einigen Sprachen des Aspekts werden Hilfsverben verwendet (auch Kopula genannt). Hilfsverben gehören zu einer kleinen Klasse von Verben, die zusammen mit einem Vollverb eine grammatische Struktur bilden können. Die meisten Hilfsverben können auch selbständig gebraucht werden.
Beispiele für Vollverben
- Ich erschrecke.
- Du schreibst.
- Er gibt mir etwas.
- Ich belehre ihn.
Beispiele modaler Hilfsverben (Modalverben)
- Ich will schreiben.
- Ich möchte schreiben.
- Du darfst schreiben.
- Er kann schreiben.
- Sie muss schreiben.
- Es soll nicht essen.
Einige modale Hilfsverben können auch als Vollverb verwendet werden: Ich mag Kuchen. Er mag sein Brüderchen.
Ausdruck der Zeit mit Hilfsverben
- Ich hatte gekocht.
- Ich war mit dem Zug gefahren.
- Er ist damals durch Paris gefahren.
- Ich bin gelaufen.
- Ich werde ins Kino gehen. (Enthält zusätzlich Absichtserklärung.)
Iterativa
Iterativa (auch Frequentiva) sind Verben, die eine wiederholte Handlung ausdrücken.
Beispiele:
- clamitare (lat.) oft rufen (von clamare rufen)
- sticheln oft ein wenig stechen
Substantivierung
Auch in der deutschen Sprache können aus Verben durch die Substantivierung Substantive gebildet werden. Diese werden wie „normale“ Substantive verwendet (Deklination, Geschlecht). Substantivierte Infinitive haben immer sächliches Geschlecht und können nicht immer einen sinnvollen Plural bilden.
- gehen → das Gehen
- rennen → das Rennen (als Vorgang, Bedeutungserweiterung als Veranstaltung)
Substantivierung erfolgt gegebenenfalls auch durch Verwendung bestimmter Endungen.
- substantivieren → die Substantivierung
Auch aus von Verben abgeleiteten Partizipien können Substantive gebildet werden:
- gehen → gehend → der gehende Mann, die gehende Frau → der Gehende, die Gehende.
- verloben → der/die Verlobte.
Die Substantive behalten inhaltliche Eigenschaften des Verbes und erhalten syntaktische Eigenschaften der Substantive.
Bildung von Verben aus anderen Wörtern
In der deutschen Sprache und in einigen anderen können Verben aus Wörtern anderer Wortarten gebildet werden.
Beispiele:
- Aus Substantiv: der Geist -> herumgeistern, die Angst -> sich ängstigen
- aus Adjektiv: rot -> erröten, dumm->verdummen
Dabei tritt oft ein Bedeutungswandel auf, wie an den Beispielen zu sehen ist.
Verben können aus verschiedenen Wortarten zusammengesetzt sein: Er wollte darangehen, das Haus zu reparieren. Vergleiche aber als Wortgruppe: Ich will daran gehen und nicht hieran. Ich kann da gar nicht daran glauben.
Das Verb in der Morphologie, Semantik und Syntax
Das Verb ist semantisch, morphologisch und syntaktisch gekennzeichnet. Die semantische Kennzeichnung erfolgt durch das Merkmal der Prozessualität (Handlungen, bezeichnetes Geschehen, Nullprozess]]. Morphologisch ist das Verb durch einen Kanon von fünf spezifisch verbalen Kategorien und zwei nicht spezifischen Kategorien gekennzeichnet.
Spezifische verbale Kategorien
1. Aspekt
2. Genus verbi
3. Modus
4. Tempus
5. Person
Nichtspezifisch verbale Kategorien
6. Genus
7. Numerus
Syntaktisch ist das Verb durch die Position des Prädikats bezeichnet. Man unterscheidet infinite (ungebeugte), finite und partizipiale Formen des Verbs.
Slawische Sprachen (Slawinen) verfügen über Verben, die durch das Merkmal der Aspektualität gekennzeichnet sind. Die morphologische Kategorie des Aspekts ist ein System einander gegenüberstehender Formenreihen (Verbformen, Verbalformen), von denen eine den ganzheitlichen Prozess kennzeichnet (vollendeter Aspekt oder auch perfektiver Aspekt mit dem Merkmal der Totalität) und die andere das Merkmal des abgegrenzt ganzheitlichen Prozesses unausgedrückt lässt (unvollendeter oder auch imperfektiver Aspekt).
Die Aspektualität bezeichnet die Sichtweise des Sprechers auf ein Geschehen oder einen Sachverhalt.
Die Aspekte stehen in binärer Opposition zueinander. Das Merkmal des Prozesses der Totalität ist die abgegrenzte Ganzheitlichkeit. Die Form verhält sich dem gegenüber redundant (überflüssig).
Aktionsarten von Verben
Aktionsarten sind lexikalisch-grammatische Klassen von Verben, die eine bestimmte Modifikation der lexikalischen Bedeutung eines präfigierten Verbs (Verb mit Präfix) ausdrücken und dieses Verb in temporaler und quantitativer Hinsicht und in Bezug auf die Intensität durch spezielle Formenmittel modifizieren.
privative Opposition
Bei der privativen Opposition stehen sich ein merkmalhaftes, markiertes Glied (Glied 1) und ein nichtmarkiertes, merkmalloses Glied (Glied 2) gegenüber.
Aspekt: (Glied 1)+(Glied 2)+/- Totalität
Die Wahl des Aspekts ist objektiv bedingt durch die Situation und den Sachverhalt. Die Mehrheit der verben slawischer Sprachen tritt als Aspektpaar auf. Das Aspektpaar unterscheidet sich nur grammatisch, nicht lexikalisch. Die Bedeutung bleibt gleich. Das verb tritt lediglich in zwei Formen auf. Im Russischen zum Beispiel sind alle Verben durch das Merkmal der Aspektualität gekennzeichnet. Jedoch hat nicht jedes Wort einen Aspektpartner.
zweiaspektige Verben slawischer Sprachen haben ihren Ursprung meist
a) in einem Lehnwort oder
b) in Verben aus dem Altslawischen, die als Aspektsystem noch nicht ausgeprägt sind.
Aspektdefektivität
Von der Aspektdefektivität sind vollendete oder auch unvollendete Verben (Perfektiva oder Imperfektiva tantum) aber auch aterminative (nichtgrenzbezogene) Verben betroffen.
Bildung der Aspekte
Es gibt drei Möglichkeiten der Bildung von Aspekten.
1. durch Suffixe erfolgt Imperfektionierung
2. durch Präfixe erfolgt Perfektionierung
3. durch unterschiedliche Wurzeln erfolgt Suppletivierung
Siehe auch
- Ergativ
- Adjektiv, Substantiv
- Unregelmäßiges Verb bzw. Starkes Verb
- Regelmäßiges Verb bzw. Schwaches Verb
- verbal, nonverbal, verbalisieren, werben
Weblinks
-
- [http://www.verba.org www.verba.org] - Universaler Konjugator
- [http://www.verben.info www.verben.info] - Englische, spanische oder französische Verben uvm. online üben
- [http://www.soviseau.de/verben/verben.php www.soviseau.de/verben/verben.php] Scherzhafte Sammlung starker Verben
Kategorie:Grammatik
ja:動詞
simple:Verb
AdverbEin Adverb (Umstandswort) (Pl.: Adverbien) ist ein Wort, das ein Verb, ein Adjektiv, ein anderes Adverb oder einen ganzen Satz näher bestimmt. Adverbien zählen zu den Partikeln, sind also weder deklinierbar noch konjugierbar. Im Unterschied zu den Adjektiven werden sie auch nicht gesteigert. Sie sind dementsprechend unflektierbar.
Funktionen
In ihrer semantischen Funktion können Adverbien als
- Lokaladverbien (hier, draußen, links, dorther,...),
- Temporaladverbien (damals, selten, nachher,...),
- Kausaladverbien (nämlich, sonst, dennoch, deshalb,...),
- Interrogativadverbien (wo, wann, wie, warum, wozu, womit) und
- Modaladverbien (vielleicht, gerne, leider,...) auftreten.
In ihrer syntaktischen Funktion kommen sie als
- Prädikative (Er ist hier),
- Adverbiale (Sie arbeitet hier) oder
- Attribute (der Tisch hier) vor.
Die Grenze zu anderen Wortarten wie Konjunktionen oder Interrogativpronomen ist bei Adverbien nicht immer leicht zu bestimmen und differiert auch in der Lehre. Dies auch deshalb, weil es eine ganze Reihe von Adverbien gibt, die aus Ableitungen entstanden sind, wie etwa mittags, beispielsweise, verdientermaßen etc. Bisweilen werden zu den Adverbien sogar diskursive Partikeln wie bitte oder Modalpartikeln wie ja, aber gezählt, was zu weiteren Unklarheiten führen kann.
Von den Adverbien unterschieden werden gelegentlich die Adverbialen Bestimmungen, die eine Satzgliedfunktion, nicht dagegen eine Wortart beschreiben sollen. In Er spielt gut soll gut danach eine Adverbiale Bestimmung in Form eines Adjektivs sein, jedoch kein Adverb. Diese neuerdings vollzogene morphologische Unterscheidung bezieht sich vor allem auf den Fremdsprachenunterricht, wird aber auch dort regelmäßig nicht gemacht, was wegen der unterschiedlich ausgeprägten Flexion zu Verständnishürden führen kann. Für Muttersprachler spielt die Unterscheidung dagegen jedoch keine große Rolle und wird in den gängigen Grammatiken kaum erörtert.
Literatur
- Glück, Helmut (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Stuttgart: Metzler 2000 ISBN 347601519X
Kategorie:Grammatik
ja:副詞
simple:Adverb
KontextAls Kontext (lateinisch con-textus »Zusammenhang«, Plural: „Kontexte“) wird ein Zusammenhang oder Umfeld beispielsweise eines Wortes oder einer Handlung bezeichnet. Im Falle eines Wortes bezieht sich der Kontext auf das sprachliche Umfeld des Textes.
Im Rahmen der Diplomatik (Lehre der mittelalterlichen und frühzeitlichen Urkunden) wird als Kontext der Teil einer Urkunde bezeichnet, der zwischen den einleitenden und abschließenden Floskeln (Protokoll und Eschatokoll) eine allgemeine Einleitung (Arenga die Vorgeschichte der Urkunde (Narratio) und den eigentlichen Rechtssachverhalt (Dispositio) enthält sowie die Beglaubigungsmittel ankündigt (Corroboratio).
Kontext ist ein Fremdwort aus dem Lateinischen (contexo = zusammenweben, zusammensetzen; contextus = verflochten, fortlaufend).
Die Vorsilbe Kon heißt auf deutsch „zusammen“, das Wort text heißt so etwas wie Textur, auf deutsch übersetzt „das Gewebe“.
Siehe auch: Kontextualisierung, Szene, Umfeld, Sprache, Kultur, Konstruktivismus, Kontextmenü
Weblinks
- http://www.thomasgransow.de/Grundbegriffe/Kommunikation.htm
Kategorie:Literarischer Begriff
Kategorie:Historische Hilfswissenschaften
KategorieDie Kategorie (griechisch κατηγορία - [An-]Klage, Beschuldigung, auch Kategorie, Klasse) kann mehrere Bedeutungen haben:
#Das Ergebnis der Klassifizierung von Dingen, siehe Kategorie (Klassifikation) und Wikipedia:Kategorien
#in der Philosophie: Kategorie (Philosophie).
#in der Mathematik als Thema der Kategorientheorie und als Baire-Kategorie
#in der Psychologie die vom Individuum bei der Kategorisierung der Umwelt verwendeten Einheiten
Siehe auch: Genre, Prototyp, Systematik
ja:カテゴリ
Aspekt (Linguistik)Der Aspekt (Blickrichtung) bezeichnet in der Linguistik eine verbale Kategorie, die in bestimmten Sprachen ein morphologisches Mittel zur Beschreibung der internen zeitlichen Struktur oder anderer inhaltlicher Merkmale eines Vorgangs darstellen.
Arten des Aspekts
Neben der reinen Zeitstufe gibt es beispielsweise auch die Art und Weise, wie man einen Vorgang betrachtet: sie kann demnach vollendet oder unvollendet sein. Man unterscheidet deshalb
#einen perfektiven, also vollendeten Aspekt. Dieser kann ausdrücken:
##eine momentane oder punktuelle Handlung
##ein Resultat oder einen Effekt (die Handlung deutet auf das Ende eines Vorgangs)
##eine inchoative Handlung, sie weist auf den Beginn
#einen durativen, also unvollendeten Aspekt. Dieser kann ausdrücken:
##eine durative Handlung, sie bezeichnet eine Dauer ohne Rücksicht auf Anfang und Ende
##eine iterative Handlung, sie zeigt sich wiederholt ohne Rücksicht auf Anfang und Ende des jeweiligen Handlungsabschnitts
##eine inchoative Handlung, die eine Dauer anzeigt mit Blick auf den Beginn
Die Kategorie des Aspekts ist besonders stark in den slawischen und baltischen Sprachen sowie im Griechischen, aber auch in den romanischen Sprachen und im Englischen ausgeprägt.
Der Aspekt in der russischen Sprache
Die russische Sprache teilt ihre Verben in vollendete und unvollendete Formen, wobei die jeweiligen Formen nicht nach Regeln voneinander gebildet werden können. Für die Benutzung eines Verbs ist also die Kenntnis der zugehörigen unvollendeten bzw. vollendete Variante Voraussetzung. Dennoch gibt es einige Erkennungsmerkmale:
- Verben ohne Präfix sind in der Regel unvollendet. Durch Präfixierung werden sie vollendet, z.B. строить (uv) - построить (v) (deutsch: bauen), писать (uv) - написать (v) (deutsch: schreiben)
- Bei einigen vollendeten Verben wird durch Einschub von Suffixen hinter den Wortstamm die unvollendete Form gebildet, z.B. заказать (v) - заказывать (uv) (deutsch: bestellen), ответить (v) - отвечать (uv) (deutsch: antworten), спросить (v) - спрашивать (uv) (deutsch: fragen)
- Die Aspektformen vieler Verben ist auf unterschiedliche Wortwurzeln zurückzuführen, z.b. взять (v) - брать (uv) (deutsch: nehmen), сказать (v) - говорить (uv) (deutsch: sprechen)
Beispiele aus verschiedenen Sprachen
aus der englischen Sprache
- I drink tea in the morning. (gewohnheitsmäßige Handlung)
- I am drinking tea. (momentane Handlung)
aus der russischen Sprache
- vollendet: Она написала письмо. - Sie schrieb den Brief (fertig).
- unvollendet: Она писала письма. - Sie schrieb Briefe. (war dabei, Briefe zu schreiben)
aus der griechischen Sprache
...zu ergänzen...
Vom Aspekt ist die Aktionsart zu unterscheiden, die nicht wie der Aspekt morphologisch grammatikalisiert ist.
Siehe auch:
:Aorist, Verlaufsform
Kategorie:Syntax
ja:相 (言語学)
DiatheseMit dem Begriff Diathese (griechisch: Auseinanderstellen) werden bezeichnet:
- In der Sprachwissenschaft: die Unterscheidung von Aktiv und Passiv (auch Genus Verbi genannt), siehe Diathese (Linguistik).
- In der Medizin: Bezeichnung für bestimmte krankhafte Neigungen des Organismus, wie beispielsweise die Blutungsneigung, siehe Diathese (Medizin)
ModalitätModalität ist ein Begriff in der Sprachwissenschaft. Durch die Modalität verändert (=moduliert) der Sprecher die Information beziehungsweise die eigentliche Aussage eines Satzes (die Proposition), um bestimmte (subjektive) Effekte zu erzielen. Die meisten Sätze sind modal. Wichtige Linguisten im Bereich der Modalforschung sind John Lyons und Emile Benvéniste.
Häufige Arten der Modalität sind (modale Triggerwörter kursiv):
- Glaube
Ich glaube, dass sie schon da ist.
Sie ist wohl schon da.
Sie muss einfach schon da sein.
- Befehl, Bitte
Komm jetzt endlich!
Könntest Du vielleicht bitte kommen?
Du musst kommen.
- Hypothese
Ich hätte mir schon längst ein Auto gekauft, wenn der Ölpreis gefallen wäre.
- Fähigkeit
Ich kann heute nicht kommen.
- Zitat
Er hat gesagt, er habe die Arbeit schon erledigt.
In europäischen Sprachen wird Modalität auch durch spezielle Modalverben (können, müssen, dürfen) sowie den Modus (Grammatik) des Verbes (Konjunktiv) ausgedrückt. Das verleitet zu der Annahme, dass Modalität eine Eigenschaft des Verbes ist und mit Verben hinreichend ausgedrückt werden kann.
Diese Annahme ist in keiner Sprache richtig. Modalität ist eine Eigenschaft des ganzen Satzes. Von Adverbien und Modalpartikeln (ja, doch) über die Intonation bis hin zum Satzzeichen besteht eine Vielzahl sprachlicher Phänomene, die alle zur Modalitätsbildung herangezogen werden. Oft ist eine Kombination von über den Satz verteilten Elementen nötig, um eine bestimmte Modalität auszudrücken, so beispielsweise im Deutschen die Kombination des Modalverbes müssen und des Adverbes einfach, um "Glauben" auszudrücken.
Diese Komplexität macht Modalität zu einem der großen Probleme, an denen alle gegenwärtigen Systeme für Maschinelle Übersetzung scheitern.
Einteilung
F. R. Palmer teilt die verschiedenen Arten von Modalität wie folgt ein:
- Propositionalmodalität
::Epistemische Modalität
::Evidentialität
- Ereignismodalität
::Deontische Modalität
::Dynamische Modalität
Bei anderen Autoren wird dynamische Modalität auch als ontische Modalität bezeichnet.
Kategorie:Grammatik
OrigoZur Deixis (Pl. Deixeis) gehören in der Sprachwissenschaft diejenigen Ausdrucksmittel, mit denen ein Sprecher den Hörer in einem Verweisraum (Situation, Vorstellung, Text, Diskurs) orientiert. Basis ist die Hier-Jetzt-Ich-Origo (lat. hic-nunc-ego-Origo), wie sie Karl Bühler beschrieben hat. Das ist der Nullpunkt des Koordinatensystems, von dem aus gezeigt wird.
Arten von Deixis
- Personaldeixis (ich, du): Um zu wissen, auf wen/was diese Deixis zeigt, muss man wissen, wer der Sprecher bzw. Hörer ist, also die Gesprächssituation kennen.
- Objektdeixis (dieser, jener): Ein Demonstrativpronomen verweist auf Näheres (Proximal) oder Ferneres (Distal) mit Bezug auf den Sprecher oder Hörer (Medial).
- Lokale Deixis (hier, dort): Lokaladverbien können auch mit Bezug auf den Sprecher bzw. Hörer auf Näheres und Ferneres verweisen.
Ergänzung: "indirekte Deixis" siehe Diskussion.
- Temporale Deixis (jetzt, dann): Ein Bezug zum Äußerungszeitpunkt wird hergestellt. Hierher gehören auch die Tempusformen.
- Textdeixis bzw. Diskursdeixis bezieht sich auf vorangehende/folgende Elemente eines Textes: In vielen Sprachen können hierfür auch Demonstrativpronomina verwendet werden (Was ich sagen will, ist dies/Folgendes:...).
Ergänzung: Diskursdeixis als Lokal- oder Temporal-Deixis siehe Diskussion.
Manche Autoren sprechen von einer sozialen Deixis, die sich auf den sozialen Status der Kommunikatoren beziehen lasse (Sie, Du).
Stufen lokaler Deixis
In Anlehnung an die Person des Sprechers (1. Person) und des Hörers (2. Person) können die folgenden Stufen lokaler Deixis unterschieden werden:
#Nahdeixis, Proximal, Deixis der ersten Person: Es wird auf den Sprecher (ich), auf den Raum in der Nähe des Sprechers (hier) oder einen Gegenstand bzw. eine Person aus diesem Raum verwiesen (dies),
#Medial, Deixis der zweiten Person: Es wird auf den Hörer (du), den Raum in der Nähe des Hörers (spanisch: ahí) oder einen Gegenstand bzw. eine Person aus diesem Raum verwiesen (spanisch: eso, Italienisch: codesto); im Deutschen gibt es keine besonderen Ausdrucksmittel für die mediale lokale Deixis,
#Ferndeixis, Distal, Deixis der dritten Person: Es wird auf eine Person (die so genannte 3. Person), die weder Sprecher noch Hörer ist, auf einen Raum, der von Sprecher und Hörer entfernt ist (dort), oder auf einen Gegenstand bzw. eine Person aus diesem Raum (jener).
#Für manche Indianersprachen wird noch eine weitere (seltene) Stufe angenommen für einen Raum der sehr weit von Sprecher und Hörer entfernt ist (Obvial).
In den meisten Sprachen besteht mindestens eine Unterscheidung von Nah- und Ferndeixis. Verfügt eine Sprache bei der lokalen Deixis über mediale Ausdrucksmittel, verfügt sie auch über eine Unterscheidung von Distal und Proximal.
Literatur
- Holger Diessel: Demonstratives. Form, function and grammaticalisationBenjamins, Amsterdam, 1999 (Typological studies in language; Bd. 42) ISBN 1-556-19656-3
- Konrad Ehlich: Verwendungen der Deixis beim sprachlichen Handeln. Linguistisch-philologische Untersuchungen zum hebräischen deiktischen System, Lang, Frankfurt 1979, ISBN 3-8204-6308-9
- Stephen C. Levinson: Pragmatik, Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-22039-2
- Gisela Zifonun u.a.: Grammatik der deutschen Sprache, de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 1-556-19656-3
Kategorie:Kommunikation
Kategorie:Grammatik
AffixAffixe in der klassischen Linguistik
Ein Affix (v. lat.: ad-figere= anheften, (PPP:adfixum, verschliffen zu "affixum")) ist ein Morphem, das vor (Präfix), nach (Suffix), in (Infix) oder um (Zirkumfix) ein
anderes Morphem hinzugefügt wird.
- Suffix-Beispiel gehen: gehst.
Der Verbstamm ist geh-, das Suffix -en gibt die Infinitivform an. Das Suffix -st zeigt die zweite Person Singular Präsens an.
- Präfix-Beispiel gehen: begehen
Der Verbstamm ist geh-, das Suffix -en gibt die Infinitivform an. Das Präfix be- wandelt das intransitive Verb gehen in ein transitives.
- Zirkumfix-Beispiel gehen: gegangen
Hier gibt das Zirkumfix ge-en an, dass es sich um ein Perfekt-Partizip zum Verb gehen handelt. Das Zirkumfix "ge-en" ist typisch für die hochdeutsche und niederländische Sprache, während in den nördlichen Bereichen der Niedersächsischen Sprache das Präfix ge- - analog zu den skandinavischen Sprachen - entfallen ist.
Affixe in den Naturwissenschaften
Eine wohldefinierte Menge von Präfixen wird vor Messgrößen verwendet, um von einer (Mess-)Größe (z.B. Meter, Sekunde, Byte, Hertz, Joule,...) verschiedene Größenordungen zu erhalten. Siehe Liste der Vorsilben für Maßeinheiten
Affixe in der Informatik/Mathematik
Hier kennt man Präfix, Infix und Postfix, wobei das Postfix die Entsprechung zum Suffix in der klassischen Linguistik ist.
Seien a,b,c,... Elemente aus einem Alphabet,
Seien v,w Worte über einem Alphabet.
Dann bezeichnet man beispielsweise die Zeichenfolge "ab" in der Zeichenfolge
- "abw" als Präfix,
- "vabw" als Infix,
- "wab" als Postfix.
Demzufolge kann ein an verschiedenen Positionen notiertes Operationszeichen als Affix gesehen werden. So kann beispielsweise den "+"-Operator aufschreiben als
- Präfix: +(m,n)
- Infix: m+n oder
- Postfix: (m,n)+
Für (Rechen-)Operationszeichen verwendet man meist die Infix-Notation, für benannte Funktionen meist die Präfix-Notation: f(x), g(x,y).
Siehe auch
- Morphologie (Sprache)
- Präposition
- Liste griechischer Präfixe, Liste griechischer Suffixe
- Liste lateinischer Präfixe, Liste lateinischer Suffixe
Kategorie:Linguistische Morphologie
Kategorie: Mathematik
Kategorie: Physik
HilfsverbDas Verb (von latein.„verbum“: „Wort“ (siehe auch Indo-Europäischer Wortstamm wer-); auch Verbum, Zeitwort, Tätigkeitswort, oder – besonders im Elementarunterricht bei Kindern – Tuwort genannt) ist ein Wort, das normalerweise eine Handlung (zum Beispiel spielen, lachen, werfen), einen Zustand (glänzen) oder ein Geschehen (regnen, schneien, expandieren) ausdrückt.
Reihenfolge im Satz
Sprachen unterscheiden sich unter anderem in der Reihenfolge, in der die Bestandteile Subjekt, Prädikat und Objekt vorkommen.
Es gibt Sprachen, in denen die Wahl der Reihenfolge gar nicht oder nur teilweise eingeschränkt ist; im Deutschen sind im Aussagesatz sowohl die Bauweise Subjekt–Prädikat–Objekt: „Das Kind isst jetzt den Apfel“ als auch Objekt–Prädikat–Subjekt möglich: „Den Apfel esse ich jetzt nicht“. Selbst die Reihenfolge Prädikat–Subjekt–Objekt ist möglich: „Steht einer an der Straße und ruft: ‚Guck mal, ein Auto!‘“ Die Reihenfolge ist trotz der Freiheiten nicht willkürlich, sondern hat eine Bedeutung oder drückt eine Wichtung aus. Daneben hängt die Stellung auch von der Satzart (Aussagesatz, Fragesatz, Hauptsatz, Nebensatz) ab.
In der deutschen Sprache kann ein Verb andere Satzteile umklammern: einladen -> Ich lade die ganze Familie zum Geburtstag ein.
Es gibt auch Sprachen mit grammatisch fest vorgeschriebenen Reihenfolgen. So ist die Wortfolge eines Hauptsatzes im Englischen heute so vorgegeben: Subjekt–Verb–Objekt.
Transitive und intransitive Verben
Verben werden nach ihrem Gebrauch in transitive und intransitive unterschieden.
Transitive Verben beschreiben eine auf ein Objekt gerichtete Tätigkeit (z. B. „Sie liest die Zeitung.“) Sie haben ein Akkusativobjekt, das aber nicht immer sichtbar ist. Beispiele: „Herr Meier isst gerade.“ „Herr Meier isst den Salat.“
Intransitive Verben regieren kein Objekt. Beispiel: „Sie weint.“
Andere Satzergänzungen, z. B. Adverbiale, können hinzu kommen: „Ich wohne in der Stadt.“ „Die Tasse steht auf dem Tisch“. Hier sind „in der Stadt“ und „auf dem Tisch“ erforderliche Lokaladverbiale.
Es gibt auch einige Verben, die sowohl transitiv, als auch intransitiv sind. Z. B. sind dies: hängen, reißen, (ver-)brennen, riechen, schmecken, (zer-)brechen, stoppen, schmelzen, leuchten, scheinen, rauchen oder zünden.
Konjugation
Die Konjugation bezeichnet die Flexion (Rektion) von Verben in Person, Zahl, Zeit, Modus usw. Alles weitere siehe bei Konjugation.
Hilfsverben und Vollverben
Die größte Zahl der Verben sind Vollverben. Zur grammatischen Darstellung der zusammengesetzten Tempora (Zeiten), des Modus, des Passivs und in einigen Sprachen des Aspekts werden Hilfsverben verwendet (auch Kopula genannt). Hilfsverben gehören zu einer kleinen Klasse von Verben, die zusammen mit einem Vollverb eine grammatische Struktur bilden können. Die meisten Hilfsverben können auch selbständig gebraucht werden.
Beispiele für Vollverben
- Ich erschrecke.
- Du schreibst.
- Er gibt mir etwas.
- Ich belehre ihn.
Beispiele modaler Hilfsverben (Modalverben)
- Ich will schreiben.
- Ich möchte schreiben.
- Du darfst schreiben.
- Er kann schreiben.
- Sie muss schreiben.
- Es soll nicht essen.
Einige modale Hilfsverben können auch als Vollverb verwendet werden: Ich mag Kuchen. Er mag sein Brüderchen.
Ausdruck der Zeit mit Hilfsverben
- Ich hatte gekocht.
- Ich war mit dem Zug gefahren.
- Er ist damals durch Paris gefahren.
- Ich bin gelaufen.
- Ich werde ins Kino gehen. (Enthält zusätzlich Absichtserklärung.)
Iterativa
Iterativa (auch Frequentiva) sind Verben, die eine wiederholte Handlung ausdrücken.
Beispiele:
- clamitare (lat.) oft rufen (von clamare rufen)
- sticheln oft ein wenig stechen
Substantivierung
Auch in der deutschen Sprache können aus Verben durch die Substantivierung Substantive gebildet werden. Diese werden wie „normale“ Substantive verwendet (Deklination, Geschlecht). Substantivierte Infinitive haben immer sächliches Geschlecht und können nicht immer einen sinnvollen Plural bilden.
- gehen → das Gehen
- rennen → das Rennen (als Vorgang, Bedeutungserweiterung als Veranstaltung)
Substantivierung erfolgt gegebenenfalls auch durch Verwendung bestimmter Endungen.
- substantivieren → die Substantivierung
Auch aus von Verben abgeleiteten Partizipien können Substantive gebildet werden:
- gehen → gehend → der gehende Mann, die gehende Frau → der Gehende, die Gehende.
- verloben → der/die Verlobte.
Die Substantive behalten inhaltliche Eigenschaften des Verbes und erhalten syntaktische Eigenschaften der Substantive.
Bildung von Verben aus anderen Wörtern
In der deutschen Sprache und in einigen anderen können Verben aus Wörtern anderer Wortarten gebildet werden.
Beispiele:
- Aus Substantiv: der Geist -> herumgeistern, die Angst -> sich ängstigen
- aus Adjektiv: rot -> erröten, dumm->verdummen
Dabei tritt oft ein Bedeutungswandel auf, wie an den Beispielen zu sehen ist.
Verben können aus verschiedenen Wortarten zusammengesetzt sein: Er wollte darangehen, das Haus zu reparieren. Vergleiche aber als Wortgruppe: Ich will daran gehen und nicht hieran. Ich kann da gar nicht daran glauben.
Das Verb in der Morphologie, Semantik und Syntax
Das Verb ist semantisch, morphologisch und syntaktisch gekennzeichnet. Die semantische Kennzeichnung erfolgt durch das Merkmal der Prozessualität (Handlungen, bezeichnetes Geschehen, Nullprozess]]. Morphologisch ist das Verb durch einen Kanon von fünf spezifisch verbalen Kategorien und zwei nicht spezifischen Kategorien gekennzeichnet.
Spezifische verbale Kategorien
1. Aspekt
2. Genus verbi
3. Modus
4. Tempus
5. Person
Nichtspezifisch verbale Kategorien
6. Genus
7. Numerus
Syntaktisch ist das Verb durch die Position des Prädikats bezeichnet. Man unterscheidet infinite (ungebeugte), finite und partizipiale Formen des Verbs.
Slawische Sprachen (Slawinen) verfügen über Verben, die durch das Merkmal der Aspektualität gekennzeichnet sind. Die morphologische Kategorie des Aspekts ist ein System einander gegenüberstehender Formenreihen (Verbformen, Verbalformen), von denen eine den ganzheitlichen Prozess kennzeichnet (vollendeter Aspekt oder auch perfektiver Aspekt mit dem Merkmal der Totalität) und die andere das Merkmal des abgegrenzt ganzheitlichen Prozesses unausgedrückt lässt (unvollendeter oder auch imperfektiver Aspekt).
Die Aspektualität bezeichnet die Sichtweise des Sprechers auf ein Geschehen oder einen Sachverhalt.
Die Aspekte stehen in binärer Opposition zueinander. Das Merkmal des Prozesses der Totalität ist die abgegrenzte Ganzheitlichkeit. Die Form verhält sich dem gegenüber redundant (überflüssig).
Aktionsarten von Verben
Aktionsarten sind lexikalisch-grammatische Klassen von Verben, die eine bestimmte Modifikation der lexikalischen Bedeutung eines präfigierten Verbs (Verb mit Präfix) ausdrücken und dieses Verb in temporaler und quantitativer Hinsicht und in Bezug auf die Intensität durch spezielle Formenmittel modifizieren.
privative Opposition
Bei der privativen Opposition stehen sich ein merkmalhaftes, markiertes Glied (Glied 1) und ein nichtmarkiertes, merkmalloses Glied (Glied 2) gegenüber.
Aspekt: (Glied 1)+(Glied 2)+/- Totalität
Die Wahl des Aspekts ist objektiv bedingt durch die Situation und den Sachverhalt. Die Mehrheit der verben slawischer Sprachen tritt als Aspektpaar auf. Das Aspektpaar unterscheidet sich nur grammatisch, nicht lexikalisch. Die Bedeutung bleibt gleich. Das verb tritt lediglich in zwei Formen auf. Im Russischen zum Beispiel sind alle Verben durch das Merkmal der Aspektualität gekennzeichnet. Jedoch hat nicht jedes Wort einen Aspektpartner.
zweiaspektige Verben slawischer Sprachen haben ihren Ursprung meist
a) in einem Lehnwort oder
b) in Verben aus dem Altslawischen, die als Aspektsystem noch nicht ausgeprägt sind.
Aspektdefektivität
Von der Aspektdefektivität sind vollendete oder auch unvollendete Verben (Perfektiva oder Imperfektiva tantum) aber auch aterminative (nichtgrenzbezogene) Verben betroffen.
Bildung der Aspekte
Es gibt drei Möglichkeiten der Bildung von Aspekten.
1. durch Suffixe erfolgt Imperfektionierung
2. durch Präfixe erfolgt Perfektionierung
3. durch unterschiedliche Wurzeln erfolgt Suppletivierung
Siehe auch
- Ergativ
- Adjektiv, Substantiv
- Unregelmäßiges Verb bzw. Starkes Verb
- Regelmäßiges Verb bzw. Schwaches Verb
- verbal, nonverbal, verbalisieren, werben
Weblinks
-
- [http://www.verba.org www.verba.org] - Universaler Konjugator
- [http://www.verben.info www.verben.info] - Englische, spanische oder französische Verben uvm. online üben
- [http://www.soviseau.de/verben/verben.php www.soviseau.de/verben/verben.php] Scherzhafte Sammlung starker Verben
Kategorie:Grammatik
ja:動詞
simple:Verb
AdverbEin Adverb (Umstandswort) (Pl.: Adverbien) ist ein Wort, das ein Verb, ein Adjektiv, ein anderes Adverb oder einen ganzen Satz näher bestimmt. Adverbien zählen zu den Partikeln, sind also weder deklinierbar noch konjugierbar. Im Unterschied zu den Adjektiven werden sie auch nicht gesteigert. Sie sind dementsprechend unflektierbar.
Funktionen
In ihrer semantischen Funktion können Adverbien als
- Lokaladverbien (hier, draußen, links, dorther,...),
- Temporaladverbien (damals, selten, nachher,...),
- Kausaladverbien (nämlich, sonst, dennoch, deshalb,...),
- Interrogativadverbien (wo, wann, wie, warum, wozu, womit) und
- Modaladverbien (vielleicht, gerne, leider,...) auftreten.
In ihrer syntaktischen Funktion kommen sie als
- Prädikative (Er ist hier),
- Adverbiale (Sie arbeitet hier) oder
- Attribute (der Tisch hier) vor.
Die Grenze zu anderen Wortarten wie Konjunktionen oder Interrogativpronomen ist bei Adverbien nicht immer leicht zu bestimmen und differiert auch in der Lehre. Dies auch deshalb, weil es eine ganze Reihe von Adverbien gibt, die aus Ableitungen entstanden sind, wie etwa mittags, beispielsweise, verdientermaßen etc. Bisweilen werden zu den Adverbien sogar diskursive Partikeln wie bitte oder Modalpartikeln wie ja, aber gezählt, was zu weiteren Unklarheiten führen kann.
Von den Adverbien unterschieden werden gelegentlich die Adverbialen Bestimmungen, die eine Satzgliedfunktion, nicht dagegen eine Wortart beschreiben sollen. In Er spielt gut soll gut danach eine Adverbiale Bestimmung in Form eines Adjektivs sein, jedoch kein Adverb. Diese neuerdings vollzogene morphologische Unterscheidung bezieht sich vor allem auf den Fremdsprachenunterricht, wird aber auch dort regelmäßig nicht gemacht, was wegen der unterschiedlich ausgeprägten Flexion zu Verständnishürden führen kann. Für Muttersprachler spielt die Unterscheidung dagegen jedoch keine große Rolle und wird in den gängigen Grammatiken kaum erörtert.
Literatur
- Glück, Helmut (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Stuttgart: Metzler 2000 ISBN 347601519X
Kategorie:Grammatik
ja:副詞
simple:Adverb
Chinesische Sprache
Chinesisch – chinesisch: 汉语 und 中文 Pīnyīn: Hànyǔ und Zhōngwén – ist eine Untergruppe der sino-tibetischen Sprachfamilie. Es ist keine Einzelsprache, sondern aufgegliedert in verschiedene einzelne "Dialekte", die sich voneinander ebenso stark wie die verschiedenen slawischen oder die verschiedenen romanischen Sprachen unterscheiden. Manche sprechen daher lieber von den "sinitischen Sprachen". Andererseits bezeichnet man mit "chinesisch" mehr und mehr das weit verbreitete Mandarin, also eine klar abgegrenzte Sprache.
__TOC__
Die mündliche Kommunikation zwischen einem Sprecher des Mandarin und beispielsweise einem des Kantonesischen ist sehr schwierig bis unmöglich. Ermöglicht wird die Kommunikation aber über die Hochsprache Pǔtōnghuà und die chinesische Schrift, die in ganz China benutzt wird und die aufgrund ihres besonderen Charakters als logographischer Schrift unabhängig von der Aussprache verständlich ist, regional jedoch durch Einflüsse der "Dialekte" durchaus variieren kann.
Chinesisch in der einen oder anderen Variante wird heute von ca. 1,2 Milliarden Menschen gesprochen, von denen die meisten in der Volksrepublik China und Taiwan leben.
Die verschiedenen chinesischen Sprachen werden oft auch als Dialekte bezeichnet, obwohl sich, wie beschrieben, Sprecher verschiedener chinesischer Sprachen nicht verstehen können und diese Sprachen selbst wieder in Dialekte zerfallen. Dies wird mit der gemeinsamen Schrift und der Koexistenz in einem gemeinsamen Staat begründet. In der Linguistik wird aber in diesem Zusammenhang oft statt von Dialekten auch von verschiedenen chinesischen Sprachen gesprochen und das Chinesische als eine Gruppe von mindestens sechs verschiedenen Sprachen angesehen.
Die am weitesten verbreitete Variante ist Běifānghuà (北方话) (Mandarin, wörtl. "Sprache des Nordens"), welches die Muttersprache von ca. 850 Millionen Menschen ist. Weitere wichtige chinesische Sprachen sind Gan (20 Mio. Sprecher), Hakka (auf Mandarin: Kèjiā; 30 Mio. Sprecher), Jin (45 Mio. Sprecher), Min Bei (10 Mio. Sprecher), Min Nan (40 Mio. Sprecher), Wu (u.a. Shanghaiisch, 77 Mio. Sprecher), Xiang (36 Mio. Sprecher) und Yue (Kantonesisch, mehr als 80 Mio. Sprecher). [http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=China] [http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=Taiwan]
Der Language Code ist zh bzw. chi oder
zho (nach ISO 639). Für MIME e-mail und im HTTP-Protokoll wird optional eine genauere Unterscheidung mit einem angehängten Country Code (nach ISO 3166) vorgenommen, und damit zh-TW (Taiwan), zh-CN (VR China) und zh-SG (Singapur) unterschieden.
Die chinesischen Sprachen – am stärksten ausgeprägt das klassische Chinesisch der Antike – sind isolierende Sprachen, das heißt, die einzelnen Worte stehen als isolierte Einheiten nebeneinander und werden nicht verändert (z. B. durch Deklination oder Konjugation). Grammatische Merkmale wie Anzahl, Fall oder Zeit werden durch hinzugefügte kennzeichnende Worte ausgedrückt, wo es nötig ist. Ist der Gebrauch dagegen aus dem Kontext eindeutig, entfällt die Kennzeichnung gewöhnlich.
Im klassischen Chinesisch ist jede Silbe zugleich ein Morphem. Im modernen Chinesisch sind viele zwei- oder dreisilbige Wörter jedoch nur noch theoretisch in mehrere Morpheme zerlegbar, da sie durch langen, häufigen Gebrauch nicht mehr als zusammengesetzte Wörter empfunden werden.
Die chinesischen Sprachen sind auch Tonsprachen, das heißt, die Tonhöhe und ihr Verlauf, in der ein Wort gesprochen wird, ist bedeutungsunterscheidend. Die Anzahl der Töne variiert unter den verschiedenen Varianten. Mandarin hat 4 bzw. 5 Töne, der Shanghai-Dialekt (Wu) nur 2 ausgeprägte Töne, Kantonesisch (Yue, gesprochen in Guangdong und Hong Kong) hat 6 Töne, Min Nan hat sogar 8.
Neben der chinesischen Schrift gibt es mit dem Pīnyīn auch eine voll ausgebildete offizielle Romanisierung für das Mandarin-Chinesisch. Die anderen chinesischen Sprachen haben eigene Romanisierungs-Systeme.
Die chinesischen Sprachen haben andere, eigentlich nicht verwandte ostasiatische Sprachen sehr stark beeinflusst, vor allem Koreanisch, Japanisch und Vietnamesisch.
Literatur
- Bernhard Karlgren: Schrift und Sprache der Chinesen. 2. Aufl., Springer 2001, ISBN 3-540-42138-6.
- Li Dejin, Cheng Meizhen: Praktische chinesische Grammatik für Ausländer. Beijing, Sinolingua 1993, ISBN 7-8005-2218-0
- Zhang Wei, Xu Denan: Grammatik des modernen Chinesisch. Beijing, Verlag für Fremdsprachige Literatur 1985.
- Qian Wencai: Chinesisch-deutsche kontrastive Syntax. Hamburg, Helmut Buske 1985, ISBN 3-87118-623-6.
Lehrbücher
- Wei Chiao: Grundstudium Chinesisch 1. 2. Aufl., Dürr + Kessler 2004, ISBN 3-8018-0064-4.
- Ning-ning Loh-John: Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Chinesisch. Ein Standardwerk für Anfänger, 5. Aufl., Langenscheidt 1999, ISBN 3-468-26090-3.
- Assimil: Chinesisch ohne Mühe Bd. 1, ISBN 2-7005-1093-3/ ISBN 2-7005-1350-9
- Assimil: Chinesisch ohne Mühe Bd. 2, ISBN 2-7005-1094-1/ ISBN 2-7005-1351-7
- Cremerius, Ruth: Chinesisch für Deutsche, ISBN 3-87548-384-7
Wörterbücher
- Das neue chinesisch-deutsche Wörterbuch. Beijing, Shangwu yinshuguan 1985, ISBN 7-100-00096-3 (Bis heute das beste chinesisch-deutsche Wörterbuch. Wortschatz etwas veraltet).
- Chinesisch-deutsches Wörterbuch. Akademie der Wissenschaften der DDR 1986, ISBN 3-05-000170-4, ISBN 3-05-000171-2. (Ein weiteres hervorragendes Werk, leider etwas unhandlich, da zweibändig. Die chinesischen Zeichen sind handschriftlich eingetragen, der deutsche Text und Pinyin sehen aus wie auf einer mechanischen Schreibmaschine geschrieben.)
- Wilfried Fuchsenberger: Chinesisch-deutsches Universalwörterbuch. Beijing, Verlag für Fremdsprachige Literatur 2001, ISBN 7-119-01864-7. (Das neueste Wörterbuch größeren Umfangs. Die Übersetzungen sind leider teilweise ungenau oder sogar irreführend, der Satz lässt zu wünschen übrig.)
Siehe auch
- Sprache
- Chinesische Familiennamen
- Chinesische Dialekte
- Deutsch-chinesisches Wort- und Satzlexikon auf Wikibooks
Weblinks
- [http://dehanci.vitadata.org Deutsch-chinesisches Wort- und Satzlexikon (Datenbank)]
- [http://www.chinese-tools.com/ Chinese-tools.com: Chinesisch-Kurse, Wörterbuch, Transkriptor und mehr] (engl.)
- http://vcdic.drgao.de/index.php?page=search.php Metasuchmaschine für Chinesisch
- http://www.xuexizhongwen.de/linksammlung.htm Linksammlung zu mehreren Online-Chinesisch/Mandarin-Kursen
- [http://www.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/personal/lehmann/CL_Lehr/Spr_Welt/SW_Chin.html Zur chinesischen Sprache]
- [http://www.xuexizhongwen.de/ Chinesische Sprache und Computer]
- [http://www.chinafokus.de/themen/themen.php?kaid=44 Themenseite chinesische Sprache bei Chinafokus]
- [http://www.zanhe.com/ Schanghaiisch (Wu Sprache): Introduction and Development] (engl.)
- http://www.zhongwen.com/
- http://www.hantrainerpro.de
Kategorie:Sprachgruppe
!Chinesische Sprache
ja:中国語
ko:중국어
th:ภาษาจีน
zh-cn:汉语
zh-min-nan:Hàn-gí
zh-tw:漢語
Italienische Sprache
Italienisch ist eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen.
Innerhalb der romanischen Sprachen gehört das Italienische zur Gruppe der italoromanischen Sprachen. Unter den großen romanischen Sprachen steht die italienische Sprache dem Lateinischen in Lautung, Vokabular und Grammatik am nächsten.
Es wird von etwa 70 Millionen Menschen als Muttersprache oder zweite Muttersprache gesprochen, von denen der größte Teil in Italien lebt. Als zweite Muttersprache oder als nah verwandte Fremdsprache sprechen es unter anderem die Sarden, die Friauler, die Südtiroler und Trentiner Ladiner. Für die deutschsprachigen Südtiroler, die albanische Minderheit und andere Volksgruppen, wie die Slowenen im Hinterland von Monfalcone und Triest, ist es eine Fremdsprache.
Italienisch ist Amtssprache in folgenden Staaten:
- Italien (etwa 55 Mio. Muttersprachler)
- Schweiz (etwa 350.000 Muttersprachler)
- San Marino
- Vatikanstadt
Außerhalb der Landesgrenzen wird die italienische Sprache beziehungsweise italienische Mundarten in folgenden Regionen gesprochen:
- Kanton Tessin
- Graubünden
- Korsika
- Istrien
- Dalmatien, insbesondere in Split, dem ehemaligen Spalato. Insbesondere alte Menschen sind hier noch häufig zweisprachig.
- Nizza (Anmerkung: Obwohl Nizza historisch viele Verbindungen zu Italien hat, gehört die dort gesprochene Sprache zum Okzitanischen. Gleichwohl leben in Nizza viele Italiener bzw. Italienischstämmige.)
- Fürstentum Monaco (Anmerkung: die Monegassen sprechen wie die Bewohner San Remos eine romanische Sprachvariante, die dem Provençalischen näher steht als dem "florentinischen" Italienisch.)
- in Somalia und Eritrea dient Italienisch neben dem Englischen als Handelssprache.
Es existieren auch mehrere italienisch-sprachige Enklaven in Amerika, vor allem in den USA und Argentinien.
Zudem flossen italienische Wörter in verschiedene Terminologien ein, z.B. in die Musikersprache oder die Bankensprache.
Geschichte
Wie alle romanischen Sprachen stammt das Italienische vom Lateinischen ab. Zu Beginn des Mittelalters, nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches, blieb in Europa das Lateinische die Amtssprache und die Sprache der Kirche. Das Lateinische behauptete sich überdies als Schriftsprache. Gesprochen wurde allerdings – auch, als das Römische Reich noch bestand – eine vom Schriftstandard abweichende Sprachform, die man auch als Vulgärlatein oder Sprechlatein bezeichnet. Hieraus entwickelte sich die protoromanische Volkssprache und schließlich die romanischen Einzelsprachen.
So entstanden in Italien und seinen Nachbarländern neue Sprachen, z.B. die Oïl-Sprachen in Nordfrankreich, die Oc-Sprachen in Südfrankreich und die Sì-Sprachen in Italien, so benannt von Dante Alighieri nach der jeweiligen Bezeichnung für „ja“.
Die ersten schriftlichen Zeugnisse des italienischen volgare stammen aus dem späten achten oder frühen neunten Jahrhundert. Das erste ist ein Rätsel, das in der Biblioteca Capitolare di Verona gefunden wurde und als Indovinello veronese bezeichnet wird:
:Se pareba boves, alba pratalia araba, versorio teneba et negro semen seminaba.
:[Sie] schob Rinder, bebaute weiße Felder, hielt einen weißen Pflug und säte schwarzen Samen.
:(Gemeint ist die Hand; Rinder = Finger, weiße Felder = Seiten, weißer Pflug = Feder, schwarzer Samen = Tinte)
Die Verbreitung des volgare wurde durch praktische Notwendigkeiten begünstigt. Dokumente, die Rechtsangelegenheiten zwischen Personen betrafen, die kein Latein beherrschten, mussten verständlich abgefasst werden. So ist eins der ältesten Sprachdokumente des Italienischen das Placito cassinese aus dem 9. Jahrhundert. Das Konzil von Tours empfahl 813, die Volkssprache statt des Lateinischen bei der Predigt zu verwenden. Ein weiterer Faktor war das Aufkommen der Städte um die Jahrtausendwende, denn die Stadtverwaltungen mussten ihre Beschlüsse in einer für alle Bürger verständlichen Form abfassen.
Jahrhundertelang lebten sowohl die italienischen Volkssprachen als auch das Lateinische, das weiterhin von den Gebildeten benutzt wurde, nebeneinander fort. Erst im 12. Jahrhundert beginnt eine eigenständige italienische Literatur, zunächst in Sizilien am Hof Friedrichs II (Scuola siciliana). Schriftsteller prägten die weitere Entwicklung des Italienischen entscheidend, da sie erst einen überregionalen Standard schufen, um die Sprachdifferenzen zwischen den zahlreichen Dialekte zu überwinden. In erster Linie ist hier Dante Alighieri zu nennen, der eine leicht veränderte Form des florentinischen Dialekts in seinen Werken verwendete. Großen Einfluss auf die italienische Sprache im 14. Jahrhundert hatten weiterhin Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio, die man zusammen mit Dante als die tre corone der italienischen Literatur bezeichnet.
Im 16. Jahrhundert wurde in der Questione della lingua über Form und Status der italienischen Sprache diskutiert, massgeblichen Einfluss hatten hier Niccolò Machiavelli, Baldassare Castiglione und Pietro Bembo. Es setzte sich schließlich eine historisierende Form der Sprache durch, die auf das Toskanische des 13./14. Jahrhunderts zurückgeht.
Die wirkliche Vereinheitlichung, besonders der gesprochenen Sprache, erfolgte allerdings erst infolge der nationalen Einigung.
Dialekte und Sprachen
Die einzelnen Dialekte des Italienischen unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander, in einigen Fällen ist ihr Status als Dialekt oder eigenständige Sprache auch unter den Linguisten umstritten. Alle italienischen Dialekte und in Italien gesprochenen romanischen Sprachen gehen unmittelbar auf das (Vulgär-)Lateinische zurück. Insofern könnte man - etwas überspitzt - auch alle romanischen Idiome Italiens als "lateinische Dialekte" bezeichnen. Die italienischen Dialekte stellen also nicht etwa degenerierte Formen des Italienischen dar, sondern verfügen über eine eigene Sprachgeschichte. Man unterschiedet nord-, mittel- und süditalienische Dialekte. Die Dialektgrenzen liegen entlang einer Linie zwischen den Küstenstädten La Spezia und Rimini sowie Rom und Ancona. Einige italienische Dialekte wie das Sizilianische oder Venezianische können zudem auf eine eigene literarische Tradition verweisen (die sogenannte Scuola siciliana zur Zeit Friedrichs II), weshalb gelegentlich auch eine Einordnung dieser (und weiterer Dialekte) als eigenständige Sprache postuliert wird. Auch in Lautbildung und Wortschatz weist das Sizilianische so viele Eigentümlichkeiten auf, dass es eher eine dem Italienischen nah verwandte Sprache ist.
Hingegen ist die Einordnung beispielsweise des Sardischen oder Ladinischen (Dolomiten, Friaul) als Einzelsprache in der Sprachwissenschaft mittlerweile anerkannt. Das Friaulische steht anders als seit Mussolini offiziell dargestellt dem Französischen näher als dem Italienischen.
Phonetik
Die italienische Rechtschreibung spiegelt den Lautstand ähnlich wie die spanische oder die rumänische einigermaßen genau wider. Das heutige Italienisch gebraucht 21 Buchstaben des lateinischen Alphabets. Die Buchstaben k, j, w, x, y kommen nur in Latinismen, Gräzismen oder Fremdwörtern vor. Das j findet sich in historischen Texten zuweilen für ein (heute nicht mehr geschriebenes) doppeltes i. Anders als im Spanischen kennt das Italienische keine durchgehende Kennzeichnung der betonten Silbe. Lediglich bei endbetonten Wörtern wird ein Gravis (`) (Beispiel: martedì, città, ciò, più), bei e je nach Aussprache ein Akut (´) oder Gravis (`) gesetzt. (Beispiel: perciò, perché). In sehr seltenen Fällen wird auch bei a und o der Akut gesetzt. Der Zirkumflex findet sich zuweilen in Texten um die Verschmelzung zweier i anzuzeigen, Bsp. i principi (die Fürsten, von principe) vs. i principî (die Prinzipien, aus principii, von principio). Zur Klarheit wird der Akzent hin und wieder zur Bedeutungsunterscheidung gebraucht, teilweise auch in Wörterbüchern oder auf Landkarten.
Die Buchstaben g, c und Buchstabenkombinationen mit sc
Folgende Buchstabenkombinationen der italienischen Rechtschreibung sind besonders zu beachten:
- Folgt auf den Buchstaben g ein e oder ein i, so wird dieses g wie dsch (IPA: []) ausgesprochen
- Folgt auf den Buchstaben c ein e oder ein i, so wird dieses c wie tsch (IPA: []) ausgesprochen
- Sollte auf das i direkt ein weiterer Vokal folgen, bleibt es stumm - es führt zu der oben beschriebenen Veränderung des g bzw. des c, wird aber selbst nicht gesprochen
- Das h bleibt immer stumm, dadurch kann z. B. die beschriebene Wirkung von e oder i aufgehoben werden: d. h. Spaghetti wird // ausgesprochen. Spagetti (ohne h) würde wie // ausgesprochen werden.
- g und c vor a, o, u werden wie [] bzw. [] ausgesprochen.
- Die angeführten Regeln gelten auch im Falle der Doppelkonsonanten (siehe dort) gg und cc: bocca //, baccello //, bacchetta //, leggo //, leggio //
- Ähnlich verhält es sich mit der Buchstabenkombination sc(h): scambio //, scopa //, scuola //, schema //, schivo //, aber: scienza //, sciagura //. [] entspricht der deutschen Buchstabenkombination sch.
- Die Buchstabenfolge gl entspricht einem mouillierten "l", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: [] ), etwa wie in "brillant", "Folie".
- Die Buchstabenfolge gn entspricht einem mouillierten "n", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: []), etwa wie in "Kognak".
Vokale
Konsonanten
Allophone in Klammern
Doppelkonsonanten
Doppelkonsonanten werden im Italienischen als langer Konsonant ausgesprochen:
"mm" ist deutlich länger als "m", "rr" hat (im Bühnenitalienisch) vier Zungenanschläge gegenüber zwei bei "r". Bei den Verschlusslauten beginnt man die Aussprache des Konsonanten, verweilt kurz darauf und löst dann den Verschluss.
Bei Kombinationen mit Zischlauten // und // verweilt man zunächst kurz auf dem Verschluss und löst den Verschluss zusammen mit dem zweiten Bestandteil, dem Zischlaut: //,//.
Grammatik
Siehe Italienische Grammatik.
Literatur
Italienisch ohne Mühe heute, Assimil, ISBN 2700501136
Weblinks
- [http://www.italienisch-online.ch italienisch-online.ch] Italienische Grammatik, Vokabeln und Übungen
- http://bilder.pauker.at/pauker/DE/IT/wb - Deutsch ↔ Italienisch: Wörterbücher (incl. online Vokabeltrainer)
- http://www.italdict.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch (Open Source/Erweiterungen willkommen)
- http://pons.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch (auch in anderen Sprachen!)
- http://infoportal-deutschland.aus-stade.de/Italienisch/italienisch-deutsch.htm -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch
- [http://academic.brooklyn.cuny.edu/modlang/carasi/site/index.html Online-Kurs mit Soundausgabe]
- http://www.italienisch-online-lernen.de Grammatikaufgaben und Wortschatzübungen zur Italienischen Sprache
- http://www.vokabelheft.net Deutsch Italienisch Wörterbuch
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Italien
Kategorie:Schweizer Sprache
als:Italienische Sprache
ja:イタリア語
ko:이탈리아어
simple:Italian
Aspekt (Linguistik)Der Aspekt (Blickrichtung) bezeichnet in der Linguistik eine verbale Kategorie, die in bestimmten Sprachen ein morphologisches Mittel zur Beschreibung der internen zeitlichen Struktur oder anderer inhaltlicher Merkmale eines Vorgangs darstellen.
Arten des Aspekts
Neben der reinen Zeitstufe gibt es beispielsweise auch die Art und Weise, wie man einen Vorgang betrachtet: sie kann demnach vollendet oder unvollendet sein. Man unterscheidet deshalb
#einen perfektiven, also vollendeten Aspekt. Dieser kann ausdrücken:
##eine momentane oder punktuelle Handlung
##ein Resultat oder einen Effekt (die Handlung deutet auf das Ende eines Vorgangs)
##eine inchoative Handlung, sie weist auf den Beginn
#einen durativen, also unvollendeten Aspekt. Dieser kann ausdrücken:
##eine durative Handlung, sie bezeichnet eine Dauer ohne Rücksicht auf Anfang und Ende
##eine iterative Handlung, sie zeigt sich wiederholt ohne Rücksicht auf Anfang und Ende des jeweiligen Handlungsabschnitts
##eine inchoative Handlung, die eine Dauer anzeigt mit Blick auf den Beginn
Die Kategorie des Aspekts ist besonders stark in den slawischen und baltischen Sprachen sowie im Griechischen, aber auch in den romanischen Sprachen und im Englischen ausgeprägt.
Der Aspekt in der russischen Sprache
Die russische Sprache teilt ihre Verben in vollendete und unvollendete Formen, wobei die jeweiligen Formen nicht nach Regeln voneinander gebildet werden können. Für die Benutzung eines Verbs ist also die Kenntnis der zugehörigen unvollendeten bzw. vollendete Variante Voraussetzung. Dennoch gibt es einige Erkennungsmerkmale:
- Verben ohne Präfix sind in der Regel unvollendet. Durch Präfixierung werden sie vollendet, z.B. строить (uv) - построить (v) (deutsch: bauen), писать (uv) - написать (v) (deutsch: schreiben)
- Bei einigen vollendeten Verben wird durch Einschub von Suffixen hinter den Wortstamm die unvollendete Form gebildet, z.B. заказать (v) - заказывать (uv) (deutsch: bestellen), ответить (v) - отвечать (uv) (deutsch: antworten), спросить (v) - спрашивать (uv) (deutsch: fragen)
- Die Aspektformen vieler Verben ist auf unterschiedliche Wortwurzeln zurückzuführen, z.b. взять (v) - брать (uv) (deutsch: nehmen), сказать (v) - говорить (uv) (deutsch: sprechen)
Beispiele aus verschiedenen Sprachen
aus der englischen Sprache
- I drink tea in the morning. (gewohnheitsmäßige Handlung)
- I am drinking tea. (momentane Handlung)
aus der russischen Sprache
- vollendet: Она написала письмо. - Sie schrieb den Brief (fertig).
- unvollendet: Она писала письма. - Sie schrieb Briefe. (war dabei, Briefe zu schreiben)
aus der griechischen Sprache
...zu ergänzen...
Vom Aspekt ist die Aktionsart zu unterscheiden, die nicht wie der Aspekt morphologisch grammatikalisiert ist.
Siehe auch:
:Aorist | | |