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| Terry Fox |
Terry FoxTerrance Stanley Fox ( - 28. Juli 1958 in Winnipeg, Kanada; † 28. Juni 1981 in Thunder Bay, Kanada) war ein kanadischer humanitärer Leichtathlet und Aktivist für die Behandlung von Krebs. Man sieht ihn wegen seines Marathons der Hoffnung (Marathon of Hope) als einen von Kanadas größten Helden des 20. Jahrhunderts.
Lebenslauf
20. Jahrhundert, Kanada]]
Terry Fox wuchs in Port Coquitlam, British Columbia, nahe Vancouver an Kanadas Westküste auf. Wegen seiner großen sportlichen Aktivitäten und der damit verbundenen häufigen ärztlichen Untersuchungen diagnostizierte man ihm im Alter von nur 18 Jahren ein Knochen-Sarkom (Knochenkrebs). Es wurde ihm daher 1977 das rechte Bein 15 Zentimeter über dem Knie amputiert.
Aufgrund des Leidens der anderen Krebspatienten, denen Terry Fox im Krankenhaus begegnete (davon viele junge Kinder), entschied er sich, durch Kanada zu laufen, täglich die Strecke eines Marathons, um Geld für die Krebsforschung zu beschaffen. Diesen Lauf nannte er „Marathon der Hoffnung“ (Marathon of Hope).
Nach 18 Monaten und über 5.000 zur Vorbereitung gelaufenen Kilometern begann Terry Fox seinen Lauf am 12. April 1980 in Saint John's, Neufundland. Obwohl das Aufsehen der Aktion zu Beginn und damit auch die gesammelten Beträge recht gering waren, begannen die Spenden bald stärker zu fließen.
Am 1. September 1980 nach 143 Tagen und 5.373 gelaufenen Kilometern erreichte der Krebs seine Lungen, was ihn zwang, den Lauf zu unterbrechen. Er befand sich zu dem Zeitpunkt nahe Thunder Bay (Ontario). Am 28. Juni 1981 starb Terry Fox im Alter von 22 Jahren.
Ehrungen
Ehrungen zu Lebzeiten
- 19. September 1980: Terry Fox wird wegen seines Engagements für die Krebsforschung mit dem Order of Canada (Kanadischer Orden) im höchsten Leistungsgrad (Companion) ausgezeichnet, was ihn zum jüngsten Träger werden lässt
- 21. Oktober 1980: Verleihung des Order of the Dogwood (Dogwood-Orden), der höchsten zivilen Auszeichnung der kanadischen Provinz British Columbia
- 22. November 1980: Verleihung des Sword of Hope, der höchsten Ehre der American Cancer Society (USA)
- 18. Dezember 1980: Auszeichnung mit dem Lou Marsh Award, der jährlichen Ehrung durch kanadische Sportredakteure, für besondere athletische Leistung
- 23. Dezember 1980: Redakteure der kanadischen Presse, des Fernsehens und der Radiostationen wählen Terry Fox zum Kanadier des Jahres.
- 6. Juni 1981: Die Simon-Fraser-Universität Burnaby, British Columbia, gibt die Terry Fox Gold Medal (Terry-Fox-Goldmedallie) aus, mit der jährlich ein Student geehrt werden soll, der Zivilcourage angesichts von Elend gezeigt hat
posthume Ehrungen
- 17. Juli 1981: Die Regierung von British Columbia gibt einem 2.639 Meter hohen Gipfel in den Rocky Mountains den Namen Mount Terry Fox
- 30. Juli 1981: Der 83 Kilometer lange Abschnitt des transkanadischen Highways in Ontario, auf dem Terry Fox seinen Lauf beenden musste, wird zu seinen Ehren in Terry Fox Courage Highway umbenannt
- 30. Juli 1981: Die kanadische Regierung gründet den mit 5 Millionen kanadischen Dollar dotierten Terry Fox Humanitarian Award, um jährliche Stipendien an Studenten zu vergeben, die höchste Ideale und Bürgerqualitäten und humanitäre Dienste demonstriert haben, während sie exzellente Leistungen in akademischen, sportlichen oder Gemeindeherausforderungen zeigten
- 29. August 1981: Terry Fox wird posthum in die Canadian Sports Hall of Fame (kanadische Sportruhmeshalle) aufgenommen
- 13. April 1982: Eine Terry-Fox-Briefmarke wird von der kanadischen Post herausgegeben. Diese bricht dadurch mit der hausinternen Tradition, keine Gedenkmarken vor dem zehnten Todestag des Geehrten auszugeben.
- 26. Juni 1982: Am Terry Fox Courage Highway wird eine 2,7 Meter hohe Bronzestatue von Terry Fox, das Thunder Bay Monument, enthüllt.
- 18. Januar 1986: Die Port Coquitlam High School, an der Terry Fox 1976 seinen Abschluss machte, wird in Terry Fox Secondary School umbenannt. Dies ist nur eine von vielen Terry-Fox-Schulen.
- 1992: Die kanadische Küstenwache (CCGS) kauft einen neuen schweren Eisbrecher und nennt ihn CCGS Terry Fox
- 30. Juni 1999: In einer nationalen Umfrage des Dominion Institute und des Council for Canadian Unity wird Terry Fox zum größten Held Kanadas gewählt
- 17. Januar 2000: Terry Fox wird ein zweites Mal von der kanadischen Post mit einer Briefmarke geehrt. Sie ist Teil der "Millenium Collection", einer Sammlung von einflussreichen und herausstechenden Kanadiern des 20. Jahrhunderts
- 4. April 2005: Etwa 11 Millionen kanadische 1-Dollar-Münzen, die ein von Stan Witten designtes Bild von Terry Fox tragen, gehen in den Umlauf. Die Münze ist zum Gedenken an den 25. Jahrestag von Fox' Marathon of Hope. Weitere 9 Millionen werden für die Ausgabe im September 2005 geprägt. Die Terry-Fox-Münze ist die erste Münze der königlichen kanadischen Prägeanstalt, die einen Kanadier als Bild hat.
Wirkung
Aufgrund der öffentlichen Wirkung am Ende seines Lebens werden auch heute noch in Fox' Namen Spenden für die Krebsforschung gesammelt. In vielen Ländern der Erde gibt es jährliche Terry-Fox-Marathons.
Fox, Terry
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28. JuliDer 28. Juli ist der 209. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 210. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 156 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1353 - Anna von Schweidnitz wird zur Königin von Böhmen gekrönt.
- 1794 - Maximilien de Robespierre wird hingerichtet. Damit endet die Zeit des Terrors in Frankreich
- 1800 - Erstbesteigung des Großglockners, höchster Berg Österreichs
- 1821 - José de San Martín ruft die Unabhängigkeit Perus von Spanien aus.
- 1914 - Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg: Der erste Weltkrieg beginnt.
- 1924 - Erstmalige Übertragung eines Konzerts im Rundfunk
- 1945 - Ein Militärflugzeug rast in das Empire State Building. Dabei nimmt das Gebäude keinen Schaden, jedoch gibt es Todesopfer.
- 1951 - Der Disney-Film "Alice im Wunderland" hat in den USA Premiere.
- 1955 - Der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower läßt durch den Sprecher des Weißen Hauses, James Hagerty, verkünden, dass er als nationalen Beitrag der USA zum Internationalen Geophysikalischen Jahr einen Erdsatelliten in Auftrag geben werde.
- 1969 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Jugoslawien. In Kraft seit dem 26. Januar 1970
- 1977 - Antrag Spaniens auf Beitritt zu EG
- 1984 - Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Los Angeles.
- 1993 - Andorra wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 2001 - Dr. Alejandro Toledo Manrique wird Staatspräsident in Peru
- 2004 - Ärzte ohne Grenzen verkündet das Ende seiner 24-jährigen Tätigkeit in Afghanistan aufgrund anhaltender Gefährdung der Helfer durch die Propaganda der Koalitionstruppen unter Führung der USA.
- 2005 - Die IRA erklärt offiziell das Ende des bewaffneten Kampfes gegen die britischer Herrschaft in Nordirland.
Kultur
- 1929 - Uraufführung der Oper Lehrstück von Paul Hindemith in Baden-Baden.
Katastrophen
- 1566 - Durch einen Sturm sinken zahlreiche Schiffe der vor Gotland liegenden dänisch-lübeckischen Flotte. Etwa 6.000 Seeleute und Soldaten sollen dabei den Tod gefunden haben.
- 1943 - In Hamburg lösen die bis dahin schwersten Luftangriffe der Geschichte einen verheerenden Feuersturm aus.
- 1945 - New York, USA: Ein B-25 Bomber kollidiert mit dem Empire State Building zwischen dem 78. und 79. Stockwerk. 13 Tote, davon 10 Zivilisten.
- 1947 - Explosion des mit Ammoniumnitrat beladenen Frachtschiffs Ocean Liberty (Norwegen) im Hafen von Brest (Frankreich). 21 Tote, über 100 Verletzte und 2 Millionen Pfund Sterling Schaden an Land.
- 1948 - Bei einer Explosion auf dem Gelände der BASF-Nitrolackfabrik in Ludwigshafen am Rhein kommen 207 Menschen ums Leben.
- 1976 - Erdbeben der Stärke 8,2 in Tangshan, Volksrepublik China. Offiziell 242.000 Tote, inoffiziell bis zu 800.000 Tote.
- 1981 - Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran, ca. 1.500 Tote.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1456 - Jacopo Sannazaro, italienischer Dichter
- 1761 - Karl Joseph von Riccabona, Bischof von Passau
- 1783 - Friedrich Wilhelm Graf von Bismark, deutscher Generalleutnant und Militärschriftsteller
- 1804 - Ludwig Feuerbach, deutscher Philosoph
- 1812 - Józef Ignacy Kraszewski, polnischer Schriftsteller, Historiker und Publizist
- 1835 - Karl Beurmann, deutscher Afrikareisender
- 1859 - Franz Eugen Schlachter, Evangelist, Altphilologe und Übersetzer der Schlachter-Bibel
- 1866 - Beatrix Potter, britische Autorin
- 1868 - Leonhard Ragaz, Schweizer Theologe
- 1874 - Ernst Cassirer, deutscher Philosoph in der Emigration
- 1887 - Marcel Duchamp, französischer Maler und Objektkünstler
- 1893 - Meinrad Inglin, schweizer Schriftsteller
- 1893 - Rued Langgaard, dänischer Komponist und Organist
- 1900 - Hanns Otto Münsterer, deutscher Mediziner, Schriftsteller und Volkskundler
- 1902 - Karl Raimund Popper, österreichisch-britischer Philosoph
- 1903 - Ernst Wilhelm Bohle, NS-Gauleiter und Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP
- 1904 - Pawel Alexejewitsch Tscherenkow, russischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1907 - Dolf Sternberger, deutscher Politikwissenschaftler und Journalist
- 1907 - Earl Tupper, Erfinder der Tupperware
- 1909 - Aenne Burda, deutsche Verlegerin
- 1909 - Malcolm Lowry, britischer Schriftsteller
- 1910 - Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1915 - Charles H. Townes, US-amerikanischer Physiker
- 1915 - Richard Kerry, Vater von US-Präsidentschaftskandidat John Kerry
- 1922 - Jacques Piccard, Schweizer Tiefseeforscher und Ozeanograph
- 1924 - Luigi Musso, italienischer Rennfahrer
- 1924 - Wes Craven, amerikanischer Filmregisseur, -produzent
- 1925 - Baruch S. Blumberg, US-amerikanischer Mediziner
- 1925 - Rolf Ludwig, deutscher Schauspieler
- 1925 - Juan Schiaffino, uruguayischer Fußballspieler
- 1927 - Hans Bauer, deutscher Fußballspieler
- 1928 - Griselda Gambaro, argentinischer Dramatiker
- 1929 - Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy (JFK)
- 1936 - Milan Uhde, tschechischer Schriftsteller und Politiker
- 1938 - Alberto Fujimori, Präsident Perus
- 1938 - Chuan Leekpai, thailändischer Staatsmann und Premierminister
- 1938 - George Cummings, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Colin Higgins, australischer Schriftsteller
- 1941 - Ricardo Muti, italienischer Dirigent
- 1943 - Michael Bloomfield, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Jim Davis (Cartoonist), amerikanischer Zeichner ([[Garfield]])
- 1945 - Rick Wright, britischer Musiker
- 1946 - Jonathan Edwards (Musiker), US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1947 - Barbara Ferrell, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1949 - Peter Doyle, australischer Sänger
- 1949 - Simon Kirke, britischer Musiker
- 1949 - Steven Peregrine Took, britischer Musiker und Sänger
- 1951 - Veronika Fischer, deutsche Sängerin
- 1951 - Gregg Guiffria, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Santiago Calatrava, spanischer Architekt, Künstler und Bauingenieur
- 1953 - Krista Sager, deutscher Politiker
- 1954 - Gerd Faltings, deutscher Physiker und Mathematiker
- 1954 - Hugo Chávez, venezolanischer Staatspräsident
- 1957 - Georgi Parwanow, bulgarischer Historiker, Politiker und Staatspräsident
- 1960 - Chris Reece, US-amerikanischer Musiker (Social Distortion)
- 1960 - Harald Lesch, deutscher Physiker, Astronom, Philosoph, Autor und Fernsehmoderator
- 1962 - Torsten Gütschow, deutscher Fußballspieler
- 1965 - Lori Loughlin, US-amerikanische Schauspielerin
- 1975 - Imke Duplitzer, deutsche Degenfechterin
- 1977 - Emanuel Ginóbili, argentinischer Basketballspieler
Gestorben
- 450 - Theodosius II., Kaiser des oströmischen Reiches
- 1057 - Viktor II., Papst von 1055 bis 1057
- 1230 - Leopold VI., Herzog von Österreich und der Steiermark
- 1357 - Bartolus de Saxoferrato, italienischer Rechtsgelehrter
- 1527 - Rodrigo de Bastidas, spanischer Eroberer
- 1540 - Thomas Cromwell, englischer Staatsmann
- 1617 - Felix Platter, schweizer Arzt und Schriftsteller
- 1655 - Cyrano de Bergerac, französischer Schriftsteller
- 1720 - Johann Samuel Welter, deutscher Komponist
- 1721 - Pir Nureddin al-Dscherrahi, Gründer des Dscherrahi-Derwisch-Ordens in Istanbul
- 1741 - Antonio Vivaldi, italienischer Komponist
- 1750 - Johann Sebastian Bach, deutscher Komponist, Organist und Cembalist
- 1794 - Antoine de Saint-Just, französischer Revolutionär
- 1794 - Maximilien de Robespierre, französischer Politiker
- 1799 - Johann Georg Distler, österreichischer Geiger und Komponist
- 1811 - Heinrich Joseph von Collin, Schriftsteller
- 1817 - Jane Austen, englische Schriftstellerin
- 1818 - Gaspard Monge, französischer Mathematiker und Physiker
- 1842 - Clemens Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1844 - Joseph Bonaparte, König von Neapel und Spanien
- 1849 - Carlo Alberto I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen
- 1849 - Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich
- 1864 - Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist
- 1875 - Johann Baptist von Schweitzer, deutscher Politiker und Mitglied des Reichstages
- 1885 - Henri Milne-Edwards, französischer Naturforscher
- 1885 - Moses Montefiore, britischer Unternehmer und jüdischer Philanthrop
- 1897 - Etienne Vacherot, französischer Gelehrter und Philosoph
- 1930 - Allvar Gullstrand, schwedischer Mediziner, Nobelpreisträger für Medizin 1910
- 1942 - William Matthew Flinders Petrie, englischer Archäologe
- 1944 - Ernst Lejeune, deutscher Kaufmann und Münzsammler
- 1944 - Sir Ralph Howard Fowler, britischer Physiker
- 1946 - René Mazaud, französischer Rennfahrer
- 1951 - Kurt Bürger, Ministerpräsident von Mecklenburg
- 1957 - Edith Abbott, US-amerikanische Sozialwissenschaftlerin und Sozialreformerin
- 1958 - Jeanne Berta Semmig, deutsche Schriftstellerin und Dichterin
- 1963 - Carl Borgward, deutscher Automobilkonstrukteur
- 1965 - Kurt Hueck, deutscher Botaniker
- 1968 - Ángel Herrera Oria, Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 1968 - Corneille Heymans, belgischer Physiologe, Nobelpreis für Medizin 1938
- 1968 - José Arce, argentinischer Politiker
- 1968 - Otto Hahn, deutscher Physiker und Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1944
- 1969 - Frank Loesser, US-amerikanischer Komponist
- 1970 - John Barbirolli, britischer Dirigent
- 1975 - Walter Hellman, der am längsten amtierende Weltmeister im Damespiel
- 1976 - Lucie Mannheim, deutsche Schauspielerin
- 1994 - Erwin Ringel, österreichischer Tiefenpsychologe und Neurologe
- 1997 - Seni Pramoj, thailändischer Premierminister
- 1998 - Consalvo Sanesi, italienischer Formel 1-Rennfahrer
- 1998 - Zbigniew Herbert, polnischer Schriftsteller
- 1999 - Manfred Schmidt, Comic-Zeichner und humoristischer Reiseschriftsteller
- 2000 - Abraham Pais, niederländischer Physiker
- 2002 - Archer John Porter Martin, britischer Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1952
- 2004 - Curth Anatol Tichy, österreichischer Schauspieler
- 2004 - Eugene Roche, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Francis Crick, britischer Physiker und Biochemiker, Nobelpreisträger
- 2004 - Olivier von Winterstein, Intendant der Dresdner Philharmonie
- 2004 - Tiziano Terzani, italienischer Journalist
Feier- und Gedenktage
Nationaler Feiertag in Peru (1821)
Siehe auch
:27. Juli - 29. Juli
:28. Juni - 28. August
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0728
ja:7月28日
ko:7월 28일
simple:July 28
th:28 กรกฎาคม
Winnipeg
Winnipeg [] (49°53′ N 97°09′ W) ist eine kanadische Stadt und Hauptstadt der Provinz Manitoba.
Die Stadt liegt im Überschwemmungsgebiet beim Zusammenfluss des Red River und Assiniboine River in der Nähe des geographischen Zentrums Nordamerikas und wird durch den Red River Floodway (eine bei Hochwasser aktivierte Umleitung) vor Überflutungen geschützt. Es ist die größte Stadt der Provinz und beheimatet den Winnipeg International Airport. Trotz warmer Sommertemperaturen ist es im Winter eine der kältesten Städte der Welt. In 5 Monaten des Jahres liegen die Durschnittstemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes.
Geschichte
1738 wurde der erste Posten in der Gegend gegründet, Fort Rouge, welches jedoch später wieder aufgegeben wurde. Die Stadt Winnipeg wurde am 8. November 1873 formiert. Der Name Winnipeg kommt vom indianischen Namen des 55 Kilometer nördlich gelegen Winnipegsees, wobei "Win" schlammig und "nipee" Wasser bedeutet.
Zwischen den 1890ern und 1920ern erlebte Winnipeg einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Winnipeg in seiner heutigen Form wurde 1971 mit dem Unity Act geschaffen. Die Stadtteile St. James-Assiniboia, St. Boniface, Transcona, St. Vital, West Kildonan, Ost Kildonan, Tuxedo, Alt Kildonan, Nord Kildonan, Fort Garry und Charleswood wurden mit der eigentlichen Stadt Winnipeg verschmolzen.
Um Zersiedlung zu vermeiden beschränkte die Stadtverwaltung das Bauen auf ein festgelegtes und klar abgegrenztes Gebiet.
Demographie
1971
1971
Winnipeg beheimatet 619.544 Personen (2001), etwa 55 % der Gesamtbevölkerung von Manitoba. Zwischen 1996 und 2001 nahm die Bevölkerung von Winnipeg nur um 1067 zu. Winnipegs jährliche Wachstumsrate liegt seit 1971 bei 0,5 %. Der Großteil des Wachstums wird durch Wanderungsbewegungen von nahegelegen sub-urbanen Gegenden, Indianerreservaten und durch das Ausdehnen der Stadtgrenze auf benachbarte Städte generiert. Einst Kanadas viertgrößte Stadt, hinkte das Bevölkerungswachstum von Winnipeg seit den 1970ern hinterher, was zur Folge hatte, dass Winnipeg 2004 nur noch zehntgrößte Stadt des Landes war. Winnipegs Bevölkerung setzt sich ethnisch aus 87 % Europäern, 5 % Filipinos, 2 % Südasiaten, 2 % Schwarzen, 2 % Chinesen, 1 % Südostasiaten und 1 % Lateinamerikanern zusammen. Etwa 9 % der Bevölkerung sind Ureinwohner. [http://www12.statcan.ca/english/profil01/Details/details1pop2.cfm?SEARCH=BEGINS&PSGC=46&SGC=4611040&A=&LANG=E&Province=46&PlaceName=Winnipeg&CSDNAME=Winnipeg&CMA=&SEARCH=BEGINS&DataType=1&TypeNameE=City%20%2D%20Cit%e9&ID=8144]
Söhne und Töchter der Stadt
- Norman Cantor, Historiker
- Terry Fox, kanadischer Sportler und Aktivist
- Terry Jacks, kanadischer Sänger und Plattenproduzent
- Harold Kreis, Eishockeyspieler
- Guy Maddin, kanadischer Filmregisseur
- Anna Paquin, kanadisch-neuseeländische Schauspielerin
- Douglas Rain, kanadischer Schauspieler
- David Reimer, kanadischer Staatsbürger
- Terry Sawchuk, Eishockeytormann (NHL)
- Alfred Elton van Vogt, kanadischer Science Fiction Autor
- Aaron Funk, kanadischer Musiker
Städtepartnerschaften
Winnipeg unterhält eine Städtepartnerschaft mit Beerscheba in Israel.
Weblinks
- [http://www12.statcan.ca/english/profil01/Details/details1.cfm?SEARCH=BEGINS&ID=8144&PSGC=46&SGC=4611040&DataType=1&LANG=E&Province=46&PlaceName=Winnipeg&CMA=&CSDNAME=Winnipeg&A=&TypeNameE=City%20%2D%20Cit%e9&Prov= Winnipeg at Statistics Canada] (englisch)
Kategorie:Ort in Manitoba
Kategorie:Manitoba
ja:ウィニペグ
28. JuniDer 28. Juni ist der 179. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 180. in Schaltjahren) - somit bleiben 186 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1389 - Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje) (nach dem Julianischen Kalender, eigentlich: 15. Juni. Der 28. Juni ist allerdings auch nach dem Gregorianischem Kalender als Vidovdan Gedenktag in Serbien).
- 1519 - Wahl des spanischen Königs Karl I. zum römisch deutschen König Karl V. (was zur damaligen Zeit Vorstufe zur Erlangung der Kaiserwürde war) durch die Kurfürsten.
- 1762 - (nach dem Julianischen Kalender). Die zukünftige Katharina die Große stürzt ihren Gemahl, den bisherigen russischen Zaren Peter III., und übernimmt die Macht im Staate.
- 1914 - Attentat von Sarajevo: Am Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld ermordet der serbische Nationalist Gavrilo Princip den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und löst damit den Ersten Weltkrieg aus.
- 1919 - Der Vertrag von Versailles beendet den Ersten Weltkrieg, schafft aber auch die Saat für die nächsten Konflikte.
- 1921 - Erste Verfassung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen wird verabschiedet (Vidovdanverfassung)
- 1927 - Steglitzer Schülertragödie: Der Schüler Günther Scheller erschießt zuerst den Kochlehrling Hans Stephan und dann sich selbst. Spekulationen um das Lebensumfeld Schellers lösen eine große öffentliche Diskussion aus.
- 1939 - Eine Boeing 314 der Pan Am bringt im ersten transatlantischen Linienflug 40 Passagiere von Long Island, New York mit Zwischenstopp auf den Azoren und in Lissabon nach Marseille, Frankreich. Im September 1939 werden die Flüge aufgrund des beginnenden Zweiten Weltkrieges eingestellt.
- 1948 - Die britische Luftbrücke startet unter dem Namen "Plainfair".
- 1948 - Die Kominform Resolution führt zum Bruch zwischen Stalin und Tito.
- 1950 - Koreakrieg: Nordkoreanische Truppen besetzen Seoul.
- 1951 - Karl Du Mont wird erster Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Niederlanden
- 1956 - Ein Streik im polnischen Poznan wird blutig niedergeschlagen (siehe Arbeiterstreik in Posen/Posener Aufstand).
- 1968 - In der Bundesrepublik Deutschland treten die umstrittenen Notstandsgesetze in Kraft.
- 1981 - Teheran, Iran. Bombenanschlag auf die Zentrale der Islamisch-Republikanischen Partei. 75 Tote.
- 1992 - Die ersten demokratischen Wahlen in der Mongolei sehen die inzwischen demokratisierte MRVP, die schon 1924 als kommunistische Einheitspartei die Macht übernommen hat, als Sieger.
- 1992 - Syrien wird Mitglied in der ITU (Internationale Fernmeldeunion).
- 2001 - Slobodan Milošević wird von den jugoslawischen Behörden an das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausgeliefert.
- 2001 - Rumänien erhält einen Beobachterstatus in der OECD.
- 2004 - Der Irak erhält von der US-Zivilverwaltung seine Souveränität zurück.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1903 - Der Verein Deutscher Ingenieure gründet auf seiner Hauptversammlung in München das Deutsche Museum der Naturwissenschaften und Technik.
- 2005 - Der französische Ort Cadarache wird für den Bau des Versuchs-Reaktors Iter, der durch Kernfusion die Energieversorgung für eine Zukunft nach dem Aufbrauchen der Ölreserven sichern soll, ausgewählt.
Kultur
- 1963 - Uraufführung der Oper Figaro lässt sich scheiden von Giselher Klebe an der Hamburgischen Staatsoper.
- 1846 - Der Belgier Adolphe Sax erhält in Frankreich das Patent für das Saxophon.
Religion
- 1243 - Innozenz IV. wird als Nachfolger von Coelestin IV. als Papst inthronisiert.
Katastrophen
- 1948 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Fukui, Japan, fordert 5.390 Todesopfer.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Mike Tyson beißt seinem Kontrahenten Weltmeister Evander Holyfield bei einem "Box"-WM-Kampf in Las Vegas das halbe Ohr ab, worauf ihm für unbestimmte Zeit die Boxlizenz entzogen wird.
Geboren
Las Vegas
- 1170 - Waldemar II. genannt "der Sieger", König von Dänemark.
- 1243 - Go-Fukakusa, 89. Kaiser von Japan
- 1476 - Paul IV., Papst
- 1490 - Albrecht von Brandenburg, Kurfürst von Mainz und Markgraf von Brandenburg
- 1491 - Heinrich VIII., König von England
- 1577 - Peter Paul Rubens, flämischer Maler
- 1604 - Heinrich Albert, deutscher Liederdichter und Komponist
- 1712 - Jean-Jacques Rousseau, französisch-Schweizer Philosoph
- 1719 - Étienne-François de Choiseul, französischer Staatsmannn
- 1754 - Claude François de Malet, französischer General
- 1788 - Heinrich Gottlieb Kühn, Direktor der Königlichen Porzellanmanufaktur
- 1793 - Georg Friedrich Schömann, deutscher Altphilologe
- 1794 - John Biscoe, englischer Entdecker
- 1796 - Paul Camille von Denis, deutscher Ingenieur und Eisenbahnpionier
- 1796 - Peter Rigler, Wiederbegründer des Deutschen Ordens
- 1804 - Franz Julius Ferdinand Meyen, deutscher Mediziner, Botaniker und Universitätsprofessor
- 1807 - Anton Philipp Reclam, deutscher Verleger
- 1810 - Thekla von Gumpert, deutsche Kinder- und Jugendschriftstellerin
- 1811 - Georg von Adelmann, deutscher Mediziner
- 1815 - Robert Franz, deutscher Komponist
- 1824 - Paul Broca, Französischer Anthropologe und Arzt
- 1825 - Emil Erlenmeyer, deutscher Chemiker
- 1831 - Joseph Joachim, ungarischer Violinist, Dirigent und Komponist
- 1846 - Otto Piltz, deutscher Maler
- 1851 - Robert Friedberg, deutscher Nationalökonom und Politiker
- 1851 - Waldemar Mueller, Bankier, Politiker
- 1852 - Georg Loeschcke, Archäologe und klassischer Philologe
- 1865 - Otto Julius Bierbaum, deutscher Literat
- 1867 - Luigi Pirandello, italienischer Schriftsteller, Nobelpreisträger
- 1871 - Sergei Nikolajewitsch Bulgakow, russischer Ökonom und orthodoxer Theologe
- 1873 - Alexis Carrel, französischer Chirurg und Nobelpreisträger
- 1875 - Henri Léon Lebesgue, französischer Mathematiker
- 1876 - Robert Guérin, erster Präsident des Weltfußballverbandes FIFA
- 1883 - Ferdinand Weisheitinger, deutscher Humorist aus Bayern
- 1883 - Pierre Etienne Laval, französischer Politiker
- 1885 - Berthold Viertel, österreichischer Regisseur und Schriftsteller
- 1886 - Aloïse Corbaz, Schweizer bildende Künstlerin
- 1886 - Walther Veeck, Archäologe; Spezialist für die Merowingerzeit
- 1888 - Alfons von Czibulka, österreichischer Schriftsteller und Maler
- 1893 - Hugo Scharnberg, deutscher Politiker der CDU
- 1893 - Florence Henri, US-amerikanische Malerin und Fotografin
- 1895 - Kazimierz Sikorski, polnischer Komponist
- 1900 - Heinrich Busch, deutscher Pianist und Komponist
- 1901 - Alfred Müller-Armack, deutscher Nationalökonom und Kultursoziologe
- 1902 - Bertram Eugene Warren, US-amerikanischer Kristallograph
- 1902 - Richard Rogers, US-amerikanischer Musicalkomponist
- 1905 - Kurt Ulrich, deutscher Filmproduzent
- 1906 - Maria Goeppert Mayer, US-amerikanische Physik-Nobelpreisträgerin
- 1908 - Heinz Moog, österreichischer Schauspieler
- 1909 - Eric Ambler, britischer Schriftsteller
- 1911 - Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, Prinz und Ehemann der Königin der Niederlande
- 1912 - Carl Friedrich von Weizsäcker, deutscher Physiker und Philosoph
- 1912 - Sergiu Celibidache, rumänischer Dirigent
- 1912 - Stefan Dittrich, deutscher Politiker und MdB
- 1913 - Elton Britt, US-amerikanischer Musiker
- 1913 - Franz Antel, österreichischer Regisseur, Produzent und Autor
- 1913 - Paul Tröger, Deutscher Schachmeister
- 1914 - Lester Flatt, US-amerikanischer Musiker
- 1915 - Garoto, brasilianischer Musiker und Komponist
- 1915 - David Honeyboy Edwards, US-amerikanischer Delta-Blues-Musiker
- 1921 - P. V. Narasimha Rao, indischer Premierminister
- 1924 - George Morgan, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Jerome Pomus, US-amerikanischer Songschreiber
- 1925 - Giselher Klebe, deutscher Komponist
- 1926 - Mel Brooks, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1927 - F. Sherwood Rowland, US-amerikanischer Chemiker
- 1928 - Claus Biederstaedt, deutscher Schauspieler
- 1928 - John Stewart Bell, irischer Physiker
- 1928 - Hans Blix, ist ehemaliger Außenminister Schwedens sowie schwedischer Diplomat (Waffenkontrolleur im Irak)
- 1930 - Ignace Pierre VIII. Abdel-Ahad, Erzbischof der Kirchenprovinz Beirut
- 1930 - Joachim Hansen, deutscher Schauspieler
- 1931 - Jürg Federspiel, schweizerischer Schriftsteller
- 1931 - Ivan Nagel, ungarischer Theaterwissenschaftler
- 1934 - Helmut Hesse, deutscher Ökonom
- 1936 - Kurt Krenn, österreichischer Bischof
- 1938 - Gerhard Dickel, Kirchenmusikdirektor, Kantor, Organist und Musikprofessor
- 1939 - Hinrich Swieter, Landrat des Lankreises Aurich und SPD-Finanzminister der niedersächsischen Landesregierung
- 1940 - Eugen Cicero, rumänischer Musiker
- 1942 - Björn Thelin, schwedischer Musiker
- 1942 - Rupert Sheldrake, britischer Autor und Biologe
- 1942 - Chris Hani, südafrikanischer Politiker
- 1942 - Hans-Joachim Walde, deutscher Leichtathlet
- 1943 - Bobby Harrison, britischer Musiker
- 1943 - Klaus von Klitzing, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1944 - Bruce Johnston, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Aleksandar Ristic, Fußball-Trainer in Deutschland
- 1946 - Robert Lynn Asprin, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1948 - Kathy Bates, US-amerikanische Schauspielerin
- 1949 - Peter Gruss, Deutscher Biologe
- 1950 - Marlene Streeruwitz, österreichische Schriftstellerin
- 1952 - Pietro Mennea, italienischer Leichtathlet
- 1955 - Thomas Hampson, US-amerikanisher Sänger
- 1956 - Niki List, österreichischer Filmemacher
- 1957 - Georgi Parwanow, bulgarischer Staatspräsident
- 1966 - John Cusack, US-amerikanischer Schauspieler
- 1967 - Lars Riedel, deutscher Diskuswerfer
- 1969 - Stéphane Chapuisat, Schweizer Fußballspieler
- 1971 - Fabien Barthez, französischer Fußballspieler
- 1973 - André Lange, deutscher Bobsportler
- 1975 - Adrian Annus, ungarischer Leichtathlet
Gestorben
- 548 - Theodora I., Ehefrau des byzantinischen Kaisers Justinian I.
- 767 - Paul I., Papst seit 757, katholischer Heiliger
- 976 - Gero von Köln, zeitweise kultisch verehrter Erzbischof von Köln
- 1019 - Heimerad, deutscher Priester und Einsiedler
- 1189 - Mathilde von England, älteste Tochter von König Heinrich II.
- 1249 - Adolf I., Graf von Altena-Mark
- 1385 - Andronikos IV., byzantinischer Kaiser von 1376 bis 1379
- 1540 - Federico II. Gonzaga, Herzog von Mantua
- 1580 - Heinrich Krechting, radikaler Führer der Täuferbewegung in Deutschland
- 1632 - George Calvert Baltimore, englischer Staatsmann
- 1655 - Cyrano de Bergerac, französischer Schriftsteller
- 1768 - George Hadley, englischer Physiker und Meteorologe
- 1801 - Francis Wheatley, britischer Maler
- 1801 - Martin Johann Schmidt, österreichischer Barockmaler
- 1813 - Gerhard Johann David von Scharnhorst, preußischer General
- 1813 - Gerhard von Scharnhorst, preußischer General
- 1832 - Joseph Schreyvogel, österreichischer Schriftsteller
- 1836 - James Madison, US-amerikanischer Politiker, 4. Präsident der USA
- 1875 - Josef Misson, österreichischer Mundartdichter
- 1876 - August Wilhelm Ambros, österreichischer Musikhistoriker, Kritiker und Komponist
- 1889 - Maria Mitchell, US-amerikanische Astronomin und Frauenrechtlerin
- 1894 - Carl Faulmann, Schriftsetzer, Privatgelehrter und Stenograph
- 1914 - Franz Ferdinand von Österreich-Este, österreich-ungarischer Erzherzog und Thronfolger
- 1914 - Sophie Chotek, Reichsgräfin von Hohenberg österreich-ungarische Erzherzogin
- 1919 - Otto Techow, Architekt
- 1921 - Charles Joseph Bonaparte, US-amerikanischer Politiker
- 1922 - Welimir Chlebnikow, russischer Dichter
- 1928 - John Isaac Thornycroft, englischer Ingenieur
- 1936 - Alexander Berkman, litauischer Anarchist und Schriftsteller
- 1937 - Max Adler, österreichischer Soziologe und Vertreter des Austromarxismus
- 1940 - Italo Balbo, italienischer Politiker und General
- 1944 - Anton Breinl, österreichischer Zoologe und Mediziner
- 1944 - Philippe Henriot, französischer Politiker
- 1965 - Red Nichols, US-amerikanischer Jazzmusiker, Kornettist und Trompeter
- 1967 - Oskar Maria Graf, deutscher Schriftsteller
- 1971 - Franz Stangl, österreichischer Nationalsozialist, Leiter der Vernichtungslager Sobibor und Treblinka
- 1975 - Rod Serling, amerikanischer Drehbuch-Autor und Produzent
- 1979 - Mary Pickford, Schauspielerin der Stumm- und frühen Tonfilmzeit
- 1979 - Paul Dessau, deutscher Komponist und Dirigent
- 1980 - Yoshiro Irino, japanischer Komponist
- 1981 - Mohammed Beheschti, Ayatollah, iranischer Parteiführer
- 1981 - Peter Kreuder, deutscher Komponist, Pianist und Dirigent
- 1983 - Pietro Frua, italienischer Automobildesigner
- 1984 - Jigael Jadin, israelischer Archäologe, Politiker und 2. Generalstabschef der israelischen Armee
- 1985 - Mischa Spoliansky, deutscher Komponist
- 1988 - Kurt Raab, deutscher Schauspieler
- 1991 - Nikolas Vogel, österreichischer Kameramann
- 1992 - Michail Tal, lettischer Schachspieler
- 1993 - Boris Christoff, russisch-italienischer Opernsänger
- 1999 - Hilde Krahl, österreichische Schauspielerin
- 2000 - William Glock, britischer Musikförderer, Leiter von BBC Radio 3
- 2001 - Arno Reinfrank, deutscher Schriftsteller, Publizist und Übersetzer
- 2003 - Wim Slijkhuis, niederländischer Leichathlet
- 2004 - Marcel Jullian, französischer Autor, Publizist, Regisseur und Fernsehproduzent
- 2004 - Marie-Claire Mendes France, französische Menschenrechtlerin
- 2004 - Steve Vermaut, belgischer Radrennfahrer
- 2004 - Thomas Zereske, deutscher Kanusportler
Feier- und Gedenktage
- Heimerad
- Irenäus von Lyon
Siehe auch
- 27. Juni - 29. Juni
- 28. Mai - 28. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
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LeichtathletikLeichtathletik ist die Sammelbezeichnung für verschiedene Lauf-, Sprung- und Wurf-Disziplinen. Abzugrenzen ist die Leichtathletik von der Schwerathletik, die Sportarten wie Ringen und Gewichtheben umfasst, sowie dem Rasenkraftsport, bei dem das Stoßen und Schleudern von sehr unterschiedlichen schweren Gewichten im Mittelpunkt steht. Der Hammerwurf ist auch hier eine Disziplin.
Die Leichtathletik hatte ihre Ursprünge in der Urzeit, als Menschen schon sehr früh begannen zu Werfen, zu Springen und zu Laufen.
Disziplinen
Olympische Disziplinen
Bei olympischen Sommerspielen werden in 24 leichtathletischen Disziplinen insgesamt 46 Entscheidungen ausgetragen - 24 bei den Männern und 22 bei den Frauen.
Die 13 Laufdisziplinen werden, abgeleitet von den körperlichen Anforderungen, im Allgemeinen folgenden Gruppen zugeordnet:
- Sprint: 100 m, 200 m, 400 m, 100 m Hürden (nur Frauen), 110 m Hürden (nur Männer), 400 m Hürden, 4x100 m Staffel, 4x400 m Staffel
- Mittelstrecken: 800 m, 1500 m
- Langstrecken: 5000 m, 10 000 m, Marathonlauf (42,195 Km), 3000 m Hindernis (nur Männer)
Der Marathonlauf und das Gehen werden auf Straßenstrecken ausgetragen und zum Zieleinlauf ins Stadion geführt. Alle anderen Disziplinen werden auf einer ovalen 400-Meter-Bahn ausgetragen. Die Strecken 100 m, 100 m Hürden und 110 m Hürden werden nur auf einer Geraden ausgetragen, alle anderen Strecken bis 10 000 m unter Einbeziehung der Kurven.
Frauen durften erstmals bei den Olympischen Spielen 1928 in zunächst fünf Leichtathletik-Disziplinen starten (100 m, 800 m, Hochsprung, Diskuswerfen, 4x100 m). Die Laufstrecken wurden nach und nach denen der Männer weitgehend angeglichen. Mit dem Stand der Olympischen Spiele 2004 bestreiten Frauen alle Männerdisziplinen mit Ausnahme von 3000 m Hindernis und 50 km Gehen, und sie tragen den Mehrkampf als Siebenkampf statt als Zehnkampf aus. Unterschiede gibt es bei der Masse der Wurf- und Stoßgeräte sowie bei der Höhe der Hürden.
Ehemalige olympische Disziplinen
Männer
- Laufwettbewerbe
- Sprintstrecken: 60 m (1900, 1904)
- Langstrecken: 5 Meilen (1906 und 1908)
- Hürdenrennen: 200 m (1900 und 1904)
- Hindernislauf: 2500 m 1900), 2590 m (1904), 3200 m (1908), 4000 m (1900)
- Mannschaftslauf: 3000 m (1912, 1920, 1924), 5000 m (1900), 3 Meilen (1908), 4 Meilen (1904)
- Staffellauf: Olympische Staffel (1908), 4x1600-Meter-Lauf (1908)
- Querfeldeinlauf: Einzel (1912 bis 1924), Mannschaft (1912 bis 1924)
- Gehen: 1500 m (1906), 3000 m (1906, 1920), 3500 m (1908), 10 km (1908 bis 1952), 10 Meilen (1908)
- Sprungwettbewerbe
- Standdreisprung (1900, 1904)
- Standhochsprung (1900 bis 1912)
- Standweitsprung (1900 bis 1912)
- Wurfwettbewerbe
- Diskuswerfen, antiker Stil (1906 und 1908)
- Diskuswerfen, beidhändig (1912)
- Gewichtwurf (1904, 1920)
- Kugelstoßen, beidhändig (1912)
- Speerwerfen, Freistil (1906 und 1908)
- Speerwerfen beidhändig (1912)
- Steinwurf (1906)
- Dreikampf
- Fünfkampf (1906 bis 1924)
- Vielseitigkeits-Zehnkampf (1904)
- Tauziehen
Frauen
- 3000-Meter-Lauf (1984 bis 1992)
- 80 m (1932 bis 1968)
- Fünfkampf (1964 bis 1980)
Nicht-Olympische Wettbewerbe
- Laufwettbewerbe
- 1000-m-Lauf
- 3000-m-Lauf
- 10-km-Straßenlauf
- Halbmarathon
- 100-km-Lauf
- Schweden-Staffel (400-300-200-100m)
- Olympische Staffel (400-200-200-800m)
- 3x1000-m-Staffel
- 10.000-m Bahngehen
- Fünfkampf (Weitsprung, Speerwurf, 200-m-Lauf, Diskuswurf, 1500-m-Lauf) (nur Männer)
In diesen Wettbewerben wird auch eine deutsche Bestenliste geführt.
Daneben sind bei Cross- beziehungsweise Straßenläufen Wettbewerbe über beliebige Distanzen möglich.
Im Schüler-Bereich werden Wettbewerbe zum Teil über abweichende Distanzen ausgetragen (beispielsweise 50-m- und 75-m-Sprint, 60- und 80-m-Hürdenlauf)
Im angelsächsischen Raum werden darüberhinaus Wettbewerbe über Yard- und Meilen-Distanzen ausgetragen.
Formen der Leichtathletik für den Breitensport sind das Jogging und das Walking.
Training
Das Leichtathletik-Training ist sehr vielseitig und kann den individuellen Stärken des einzelnen Athleten angepasst werden. Begonnen wird in den Schülerklassen meist mit dem Mehrkampf, also mit dem Training vieler Disziplinen. Bilden sich dann im Jugendalter eindeutige Stärken aus, so wird mehr und mehr Disziplinen-spezifisch trainiert, ansonsten kann die "Königsdisziplin", der Zehnkampf bzw. Siebenkampf die erste Wahl sein.
Zum Training gehören Elemente wie Laufschulung, Koordination, allgemeine Kräftigung, Technikschulung, Ausdauertraining, Sprints und Sprungläufe sowie spezifisches Krafttraining.
Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Technik sind für alle Disziplinen wichtig, jedoch in unterschiedlichen Anteilen.
Wettkämpfe
Klasseneinteilung
Die internationale Leichtathletik-Föderation IAAF führt folgende Altersklassen (IAAF-Regel 141):
- Jugendliche (Jungen und Mädchen): Sportler, die am 31. Dezember des Wettkampfjahres 16 oder 17 Jahre alt sind
- Junioren (Männer und Frauen): Sportler, die am 31. Dezember des Wettkampfjahres 18 oder 19 Jahre alt sind
- Senioren: Ab dem 40. Geburtstag
- Seniorinnen: Ab dem 35. Geburtstag
Der Deutsche Leichtathletik-Verband DLV führt folgende Altersklassen:
- Senioren (Altersklassen ab m30, w30)
- Aktive
- Junioren (20,21 und 22)
- Jugend A (18 und 19, wJA / mJA)
- Jugend B (16 und 17, wJB / mJB)
- Schüler a / A (w14, w15 / m14, m15)
- Schüler b / B (w12, w13 / m12, m13)
- Schüler c / C (w10, w11 / m10, m11)
- Schüler d / D (w8, w9 / m8, m9)
Altersklassen werden weiter in 5-Jahresschritten unterteilt. Wenn der Wettkampf nicht speziell ausgeschrieben ist, werden Junioren und Senioren den Aktiven zugeordnet. Jüngere Wettkämpfer als 8-jährige werden gewöhnlich mit den älteren D-Schülern gemeinsam gewertet. In den Schülerklassen wird jeder Jahrgang getrennt gewertet, die Einteilung in A-D findet jedoch für Mannschaftswettbewerbe und Staffeln sowie für die Wettkampforganisation Anwendung.
Der Österreichische Leichtathletik-Verband ÖLV führt seit 2005 folgende Altersklassen [in Klammer die alte Bezeichnung]:
- Senioren (Altersklassen ab M30, W30)
- Allgemeine Klasse
- U23 (20, 21, 22)
- U20 (18, 19) [ehem. Junioren]
- U18 (16, 17) [ehem. Jugend]
- U16 (14, 15) [ehem. Schüler A]
- U14 (12, 13) [ehem. Schüler B]
etc.
Meisterschaften gibt es für U16, U18, U20, U23, AK, Senioren. Wie in Deutschland werden U23 und Senioren zur Allgemeinen Klasse gezählt, es sei denn, sie werden speziell in der Ausschreibung angeführt.
Wettkampfstätten
Leichtathletik-Wettkämpfe finden in einem Stadion oder in einer Halle, Geherwettkämpfe und sehr lange Laufwettbewerbe auf Straßen statt.
Stadien haben eine genormte ovale 400-Meter-Laufbahn, auch Rundbahn genannt. Bei frühen Olympischen Spielen wurden davon abweichende Bahnlängen verwendet: 1896 (Athen) - 333,33 Meter; 1900 (Paris) - 500 Meter; 1904 (St. Louis) - 536,45 Meter (eine Drittel-Meile; 1908 (London) - 536,45 Meter; 1912 (Stockholm) - 383 Meter; 1924 (Paris) - 500 Meter. Seit 1960 werden Rekorde in den Laufdisziplinen von der IAAF nur noch anerkannt, wenn sie auf einer 400-Meter-Bahn aufgestellt wurden.
Die Rundbahn hat in der Regel sechs Bahnen, in größeren Stadien acht (Wettkampfanlage Typ A).
Laufwettbewerbe werden fast nur noch auf Kunststoffbelägen ausgetragen, die Mitte der 1960er Jahre eingeführt wurden. Gleiches gilt für die Anlaufbahnen für Weitsprung, Stabhochsprung und Speerwurf sowie für die Hochsprung-Anlauffläche. Die Stoßsektoren sind zumeist Rasenflächen.
Die Sprung- und Wurfwettbewerbe werden in der Regel auf den Segmentflächen, welche von der Laufbahn (Rundbahn) begrenzt werden, ausgetragen. Die Wurf- und Stoßdisziplinen sowie der Hochsprung werden auf den Segmentflächen innerhalb der Rundbahn ausgetragen, der Weitsprung zumeist außerhalb der Bahn neben der Geraden (Kurzstrecke).
Im zielabgewandten Segment befindet sich der Wassergraben für den 3000-Meter-Hindernislauf.
Leichtathletikanlagen für die Sportdisziplinen Gehen, Laufen, Springen, Werfen und Stoßen werden unterteilt in
- Laufbahnen (Rundbahn, Kurzstreckenbahn, Hindernislaufbahn mit Wassergraben)
- Sprunganlagen (Hochsprunganlage, Stabhochsprunganlage, Weitsprunganlage, Dreisprunganlage)
- Kugelstoßanlage mit Stoßkreis und Stoßsektor
- Wurfanlagen (Diskuswurfanlage und Hammerwurfanlage mit Wurfkreis, Wurfsektor und Schutznetz/ -gitter (häufig zusammengefasst), Speerwurfanlage)
In Deutschland werden die wichtigsten Leichtathletikstadien auch für Fußballspiele genutzt, so etwa in dem Olympiastadion von Berlin. Die Tendenz geht zu einer Spezialisierung auf nur eine Sportart.
Mit einem Großspielfeld zusammengefasste Leichtathletikanlagen mit Rundbahn nennt man Stadion bzw. Wettkampfbahn.
Unterschieden werden die Wettkampfbahnen oder Wettkampfanlagen Typ A, Typ B und Typ C.
Geplant werden Wettkampfbahnen und Schulsportanlagen in der Regel von entsprechend spezialisierten Landschaftsarchitekten unter Beachtung der Regeln der Technik (u.a. DIN 18035 Sportplätze), der Internationalen Wettkampfregeln des DLV und der Informationshilfen des Bundesinstitut für Sportwissenschaft.
In Leichtathletikhallen sind die Rundbahnen von Ort zu Ort unterschiedlich lang, Rekorde werden nur auf 200-Meter-Bahnen anerkannt. In der Regel sind vier Einzelbahnen vorhanden, in einigen Hallen (beispielsweise Leipzig, Birmingham, Budapest) sechs.
Internationale Wettkämpfe
Traditionell dominieren auf den Sprintstrecken US-amerikanische Sportler, die Mittel- und Langstrecken werden von afrikanischen Läufern dominiert. Bei den Wurf- und Sprungdisziplinen sind die Siegerlisten weniger homogen. Die insgesamt erfolgreichsten Nationen bei internationalen Wettkämpfen sind die USA, Russland (beziehungsweise UdSSR) und Deutschland (beziehungsweise DDR).
Olympische Spiele
Einige Disziplinen der Leichtathletik wurden schon bei den Olympischen Spielen der Antike ausgeübt. Seit Beginn der Spiele der Neuzeit 1896 in Athen ist die Leichtathletik neben dem Schwimmen ein zentraler Bestandteil des olympischen Wettkampfprogramms und wird deshalb auch als olympische Kernsportart bezeichnet. Vor 1983 waren die Spiele sogar die einzige Gelegenheit, bei der Leichtathleten aus verschiedenen Kontinenten in den olympischen Disziplinen um Titel kämpfen konnten.
Weltmeisterschaften
Seit 1983 finden Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit dem kompletten olympischen Wettkampfprogramm statt. Zuvor gab es bereits 1976 in Malmö und 1980 in Sittard/NL Weltmeisterschaften. Bei diesen Meisterschaften wurden aber nur Wettkämpfe in einzelnen Disziplinen (1976: 50 km Gehen der Männer; 1980: 3.000 m und 400 m Hürden der Frauen) durchgeführt. Die IAAF veranstaltet sowohl für bestimmte Altersgruppen als auch für nicht olympische Disziplingruppen weitere Titelkämpfe. Die wichtigsten Veranstaltungen sind die
- Junioren-Weltmeisterschaften (seit 1986, alle 2 Jahre, Alter unter 20 Jahre),
- Jugend-Weltmeisterschaften (seit 1999, alle 2 Jahre, Alter unter 18 Jahre),
- Senioren-Weltmeisterschaften (seit 1975, alle 2 Jahre, Alter ab 40 Jahre),
- Senioren-Straßen-Weltmeisterschaften (seit 1992, alle 2 Jahre, Alter ab 40 Jahre)
- Hallen-Weltmeisterschaft (1987-2003, und seit 2004 jeweils alle 2 Jahre)
- Cross-Weltmeisterschaft (seit 1973, jährlich)
- Halbmarathon-Weltmeisterschaften (seit 1992, jährlich)
- Berglauf-Europameisterschaft (seit 1995, jährlich)
Europameisterschaften
Die Leichtathletik-Europameisterschaften gibt es schon wesentlich länger als die Weltmeisterschaften. Von 1934 bis 1966 wurden sie mit einer Kriegsunterbrechung immer zur "Halbzeit" einer Olympiade ausgerichtet. Nach Abweichungen (1969, 1971) setzte sich ab 1974 wieder dieser vierjährige Rhythmus durch.
Außerdem gibt es zu fast allen zuvor genannten speziellen Weltmeisterschaften Pedants in Form weiterer Europameisterschaften. Sie finden in den Jahren statt, in denen die entsprechende nur alle 2 Jahre veranstaltete Weltmeisterschaft nicht stattfindet. Die Hallen-EM (seit 1970) besitzt auch nur einen 2-jährigen Rhythmus, wobei sie 2004 ausgefallen ist und 2005 in Madrid stattfand. Die Cross-EM (seit 1994) findet jährlich statt.
Welt- und Europacup
So werden die Titelwettkämpfe der Nationalmannschaften, bei denen die Mannschaftsleistung als Summe der Einzelleistungen aus allen Disziplinwettkämpfen ausgezeichnet wird, genannt. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind sie aber keine Serien- sondern Einzelveranstaltungen. Der Weltcup fand von 1977 bis 1989 und seit 1992 alle vier Jahre statt. Eine Besonderheit des Weltcups als Resultat seiner zeitlichen Straffung (Dauer: 2 Tage) und der damit verbundenen Beschränkung auf 8 Teilnehmer pro Disziplin ist die Nominierung von Erdteilmannschaften neben wenigen Nationalmannschaften. Auch im Mannschaftssport ist die kontinentale Variante älter als ihre globale Entsprechung. Den Europacup gibt es bereits seit 1965. Er fand bis 1993 fast immer (1970 statt 1969 und 1971) alle zwei Jahre und danach jährlich statt. Nicht alle olympischen Disziplinen können im Welt- und Europacup berücksichtigt werden. In den von längerer Wettkampfdauer geprägten Disziplingruppen Mehrkampf, Marathonlauf und Gehen und in weiteren nicht olympischen Disziplinen werden eigene Manschaftswertungen durchgeführt. Im einzelnen sind dies der
- Hallen-Europacup (seit 2003)
- Mehrkampf-Europacup (seit 1973, die gleichen Jahre wie der Europacup)
- Geher-Weltcup (1961 - 1967, 1973 - 1999 und seit 2002 jeweils alle 2 Jahre, außerdem 1970)
- Geher-Europacup (1996 - 2000 und seit 2001 jeweils alle 2 Jahre)
- Berglauf World-Trophy (seit 1985, jährlich)
- 100km-Weltcup (seit 1988, ab 1990 jährlich)
Golden League
Die IAAF Golden League ist eine Serie aus sechs prestigeträchtigen Leichtathletik-Meetings. Gewinnt ein Athlet bei allen sechs Meetings den Wettkampf in seiner Disziplin, so kann er sich am Jackpot von 1 Million Dollar in Gold beteiligen.
Weltrekorde
Die Internationale Leichtathletik-Föderation IAAF führt 186 Weltrekorde, die sich wie folgt verteilen:
- Olympische Disziplinen
- :24 Männer-Weltrekorde
- :23 Frauen-Weltrekorde
- Nichtolympische Disziplinen
- :23 Männer-Weltrekorde
- :21 Frauen-Weltrekorde
- Junioren
- :26 Männer-Weltrekorde
- :26 Frauen-Weltrekorde
- Hallen-Weltrekorde
- :22 Männer-Weltrekorde
- :22 Frauen-Weltrekorde
Liste der aktuelle Weltrekorde: Siehe Leichtathletik-Weltrekorde
Doping
Doping ist ein Thema vor allem in Kraft- und Ausdauersportarten. Je mehr Technik und Konzentration Teil des Erfolges sind, umso weniger kann der Erfolg durch leistungssteigernde Mittel beeinflusst werden. In der Leichtathletik sind daher vor allem Kugelstoßen und Laufen anfällig für Doping.
Im Spitzensport in der Leichtathletik werden immer wieder auch Weltmeister und Goldmedaillengewinner des Dopings überführt, beispielsweise Ben Johnson oder Torri Edwards. In den Zeiten des kalten Krieges wurde im Ostblock systematisch gedopt, inbesondere im DDR-Sport, wo den Sportlern teilweise ohne ihr eigenes Wissen Dopingmittel verabreicht wurden. Hiervon war auch die Leichtathletik betroffen. Zu medialer Aufmerksamkeit brachte es der so genannte DDR-Doping-Opfer-Prozess, in dem 160 Sportler und Sportlerinnen aus der ehemaligen DDR gegen das NOK und das Unternehmen Jenapharm klagen. Ein Urteil bzw. eine außergerichtliche Einigung steht noch aus.
In den USA wurde 2003 bekannt, dass dort die Bay Area Laboratory Co-Operative intensiv mit Dopingmitteln handelte und Trainer und Athleten belieferte.
Erfolgreichste Leichtathleten aller Zeiten
Alle Leichtathleten mit vier und mehr Goldmedaillen bei Olympischen Spielen (einschließlich der Olympischen Zwischenspiele 1906):
#Raymond Clarence Ewry: 10 mal Gold; Stand-Weitsprung, -Hochsprung, Dreisprung; 1900 bis 1908 (einschließlich 1906)
#Paavo Nurmi: 9 mal Gold, 3 mal Silber; Mittelstreckenlauf, Langstreckenlauf, Geländelauf; 1920 bis 1928
#Carl Lewis: 9 mal Gold, 1 mal Silber; Weitsprung, Sprint; 1984 bis 1996
#Martin Sheridan: 5 mal Gold, 3 mal Silber, 1 mal Bronze; Kugelstoßen, Diskuswerfen, Steinwerfen, Standweitsprung, Standhochsprung; 1904 bis 1908 (einschließlich 1906)
#Ville Ritola: 5 mal Gold, 3 mal Silber; Langstreckenlauf, Hindernislauf, Crosslauf; 1924 und 1928
#Michael Johnson: 5 mal Gold; Sprint; 1996 und 2000
#Eric Valdemar Lemming: 4 mal Gold, 3 mal Bronze; Speerwerfen, Mehrkampf; 1900 bis 1912 (einschließlich 1906)
#Jim Lightbody: 4 mal Gold, 1 mal Silber, 2 mal Bronze; Sprint, Mittelstreckenlauf, Hindernislauf; 1904 bis 1908 (einschließlich 1906)
#Evelyn Ashford: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Sprint; 1984 bis 1992
#Hannes Kolehmainen: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Langstreckenlauf, Crosslauf; 1912 und 1920
#Meyer Prinstein: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Weitsprung, Dreisprung, Sprint; 1900 bis 1906
#Melvin Sheppard: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Sprint, Mittelstreckenlauf; 1908 bis 1912
#Emil Zátopek: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Langstreckenlauf, Marathon; 1948 und 1952
#Fanny Blankers-Koen: 4 mal Gold; Sprint, Hürdenlauf; 1948
#Betty Cuthbert: 4 mal Gold; Sprint; 1956 und 1960
#Robert Korzeniowski: 4 mal Gold; Gehen; 1996 bis 2004
#Alvin Kraenzlein: 4 mal Gold; Sprint, Hürdenlauf, Weitsprung; 1900
#Al Oerter: 4 mal Gold; Diskus; 1956 bis 1968
#Jesse Owens: 4 mal Gold; Sprint, Weitsprung; 1936
#Lasse Viren: 4 mal Gold; Langstreckenlauf; 1972 und 1976
#Bärbel Wöckel: 4 mal Gold; Sprint; 1976 und 1980
Siehe auch: Liste der Leichtathleten
Organisation
Leichtathletik treibenden Vereine in Deutschland gehören dem 1949 gegründeten Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) an. Die entsprechenden Verbände in Österreich und in der Schweiz sind der Österreichische Leichtathletik-Verband und der Schweizerische Leichtathletik Verband. Internationaler Dachverband ist die International Association of Athletics Federations (IAAF), die 1912 gegründet wurde und dem derzeit 210 nationale Verbände als Mitglieder angehören.
Sponsoring und Werbung
Wie kaum eine andere Sportart eignen sich Motive aus der Leichtathletik aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Klarheit für den Einsatz in der Werbung.
Unterschiedlichste Qualitäten lassen sich auch ohne den Einsatz von Stars ausdrücken, wie folgende Auswahl zeigt:
- Staffellauf: reibungslose Zusammenarbeit, Teamwork
- Stabhochsprung: Dynamik, Höchstleistung (hohe Ansprüche, Ziele), Abenteuer, Freiheit
- Hürdenlauf: Zielstrebigkeit, Überwinden von Hindernissen
- Kugelstoßen, Hammerwerfen: (geballte) Kraft
- Speerwerfen, Diskuswerfen: (kontrollierte) Kraft
- Sprint: Schnelligkeit (Schnellster, Erster, Bester)
- Langstreckenlauf: Ausdauer, Langlebigkeit, Wille und Einsatz
Weblinks
Leichtathletik-Verbände
- [http://www.iaaf.org Internationale Leichtathletik-Föderation (IAAF)] (englisch)
- [http://www.iaaf.org/newsfiles/23484.pdf Wettkampfregeln der IAAF] (englisch, PDF-Format)
- [http://www.european-athletics.org/index.php Europäische Leichtathletik-Assoziation (EAA)] (englisch)
- [http://www.european-athletics.org/index.php?inhalt=eaa/start&nav=nav/eaa Geschichte und Struktur]
- [http://www.european-athletics.org/index.php?inhalt=statistics/rec/rec&nav=nav/statistics Europarekorde]
- [http://www.leichtathletik.de Deutscher Leichtathletik-Verband]
- [http://www.leichtathletik.de/dokumente/ergebnisse/images/deutsche_rekorde.pdf Deutsche Rekorde als PDF-Datei]
- [http://www.oelv.at Österreichischer Leichtathletik-Verband]
- [http://www.oelv.at/statistik2/rekorde_ak_o.htm Österreichische Landesrekorde in der Übersicht]
- [http://www.swiss-athletics.ch Schweizerischer Leichtathletik-Verband]
- [http://www.swiss-athletics.ch/index.php?inhalt=statistik/rekorde&nav=nav/statistik&bild=statistik.jpg Übersichtsseite mit Links auf PDF-Dateien mit Rekorden]
- [http://www.ltlv.li/ Liechtensteiner Turn- und Leichtathletikverband]
- [http://www.ltlv.li/uploads/archiv/7_31032005_LR_Frauen_Maenner_Juniorinnen_Junioren_2003.pdf Liechtensteiner Rekorde als PDF]
Statistiken
- [http://www.algonet.se/~pela2/index.html Ewige Bestenliste (bis Platz 100) auf algonet.se] (englisch)
- [http://news.bbc.co.uk/sport1/hi/athletics/statistics/default.stm Aktuelle Ergebnisse internationaler Sportfeste auf BBC] (engl.)
Aktuelle Leichtathletik-Nachrichten
- [http://de.sports.yahoo.com/more/athletics.html Yahoo-Schlagzeilen (Leichtathletik)] (deutsch)
- [http://uk.sports.yahoo.com/more/athletics.html Yahoo-UK-Schlagzeilen (Leichtathletik)] (englisch)
- [http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/athletics/default.stm Leichtathletik-Nachrichten der BBC] (englisch)
- [http://www.leichtathletik.de/index.asp?pg=http://www.leichtathletik.de/kollektionen/collection_view_2.asp Schlagzeilen des DLV] (deutsch)
Termine
- [http://news.bbc.co.uk/sport1/hi/athletics/calendar/default.stm Kalender der internationalen Leichtathletik-Sportfeste auf BBC] (engl.)
Lesestoff
- [http://www.geocities.com/dikigoros2/olympia.htm Sport und Spiele - Von Olympia nach Athen]
Wettkampfregeln
- [http://www.gschendel.homepage.t-online.de///regeln.htm Regelinterpretationen von G. Schendel]
Kategorie:Leichtathletik
ja:陸上競技
ko:육상 경기
simple:Athletics
th:กรีฑา
20. Jahrhundert
Das 20. Jahrhundert begann am 1. Januar 1901. Allerdings erließ der damalige Kaiser Wilhelm II. ein Dekret, welches in Deutschland den Beginn des neuen Jahrhundert auf den 1. Januar 1900 legte. Das 20. Jahrhundert zählt zur Epoche der Neuzeit und endete am 31. Dezember 2000.
Ereignisse/Entwicklungen
- Erster Weltkrieg (1914–1918)
- sozialistische und kommunistische Revolutionen in Europa, Asien und Amerika (vergleiche Kommunistische Partei)
- Oktoberrevolution (1917)
- Novemberrevolution (1918)
- Chinesische Revolution (1949)
- infolge: Okkupation Tibets durch die chinesische Volksbefreiungsarmee (1951)
- Kubanische Revolution (1959)
- Zweiter Weltkrieg (1939–1945)
- Holocaust und Shoa
- Kalter Krieg (Beginn um 1945, Ende etwa 1991)
- Koreakrieg (1950–1953)
- Mauerbau (1961)
- Kubakrise (1962)
- Vietnamkrieg (1964-1975)
- Teilung Deutschlands, Gründung der Bundesrepublik und Verkündung des Grundgesetzes (1945–1949)
- Nahostkonflikt
- Palästinakrieg (1948)
- Sechs-Tage-Krieg (1967)
- Jom-Kippur-Krieg (1973)
- Intifada (ab 1987)
- die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet 1948 in Form einer UNO-Resolution die Gemeinsame Erklärung der Menschenrechte
- Viele ehemaligen Kolonien werden unabhängig.
- Kulturrevolution in der Volksrepublik China (1966-1976)
- Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986)
- Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990
Erfindungen und Entdeckungen
- Elektronik (erst mit Röhren, dann mit Transistoren)
- Röhre
- Transistor
- Computerchip
- Funktechnik
- Radio
- Fernseher
- Mobilfunk
- DNA-Struktur
- Gentechnik
- Flugzeug
- Raumfahrt
- Erste Mondlandung
- Kernenergie
- Kernreaktor
- Atombombe
- Internet
Persönlichkeiten
Politik und Adel
- Konrad Adenauer (Bundesrepublik Deutschland)
- Bhimrao Ramji Ambedkar
- Askar Akajew (Kirgisien)
- Salvador Allende (Chile)
- Jassir Arafat (Palästinenser)
- Kemal Atatürk (Türkei)
- Clement Attlee (Großbritannien)
- Menachem Begin (Israel)
- David Ben Gurion (Israel)
- Jean Bedel Bokassa
- Pieter Willem Botha (Südafrika, Apartheid)
- Elizabeth Bowes-Lyon (Großbritannien)
- Willy Brandt (Bundesrepublik Deutschland)
- Leonid Iljitsch Breschnew (UdSSR)
- George Herbert Walker Bush (USA)
- Heinrich Brüning (Weimarer Republik)
- Jimmy Carter (USA)
- Fidel Castro (Kuba)
- Nicolae Ceauşescu (Rumänien)
- Neville Chamberlain (Großbritannien)
- Jacques Chirac (Frankreich)
- Nikita Chruschtschow (UdSSR)
- Winston Churchill (Großbritannien)
- Dalai Lama Tibet
- Frederik Willem de Klerk (Südafrika)
- Deng Xiaoping (Volksrepublik China)
- Alexander Dubček (Tschechoslowakei)
- Friedrich Ebert (Deutschland)
- Dwight D. Eisenhower (USA)
- Ludwig Erhard (Bundesrepublik Deutschland)
- Valéry Giscard d'Estaing (Frankreich)
- Gerald Ford (USA)
- Francisco Franco (Spanien)
- Mahatma Gandhi (Indien)
- Hans-Dietrich Genscher (Deutschland)
- Mao Zedong (Volksrepublik China)
- Charles de Gaulle (Frankreich)
- Michail Gorbatschow (UdSSR)
- Paul von Hindenburg (Weimarer Republik)
- Adolf Hitler (Drittes Reich)
- Ho Chi Minh (Vietnam, Vietcong, Vietnamkrieg)
- Saddam Hussein (Irak)
- Juan Carlos (Spanien)
- John F. Kennedy (USA)
- Ruhollah Khomeni (Iran, | | |