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TestpilotEin Testpilot ist ein erfahrener Pilot, der ein Flugzeug testet. Dabei werden in der Regel die Grenzbereiche aufgesucht. So erfliegen Testpiloten maximale und minimale Geschwindigkeiten, maximale Startgewichte, erproben das Überzieh- und Trudelverhalten. Auch werden Avioniksystem und gegebenenfalls Waffensysteme im Fluge durch Testpiloten erprobt. Testpiloten sind entweder bei Flugzeugherstellern, Fluggesellschaften, dem Militär oder bei privaten Firmen angestellt.
Immer wieder kommt es bei Testflügen zu schweren Unfällen, weil sich Flugzeuge in bestimmten Fluglagen nicht mehr beherrschen lassen (z.B. durch Ausfall von Systemen), oder anders reagieren als vorhergesehen.
Aufgrund verbesserter Computer und Simulationen lassen sich jedoch Flugverhalten und Reaktion von neuen Flugzeugen immer besser vorhersagen. Dadurch reduziert sich das Risiko für den Testpiloten deutlich.
Erstflüge von Flugzeugen werden ebenfalls von Testpiloten durchgeführt.
Um Testpilot zu werden, muss man neben einem naturwissenschaftlichen Studium und einer Pilotenausbildung eine der vier zivilen und zwei militärischen Testpilotenschulen,
- die International Test Pilots School in Woodford, England
- die National Test Pilot School in Mojave-Wüste, Kalifornien
- die Empire Test Pilots School in Boscombe Down, England
- die École du Personnel Navigant d'Essais et de Réception (EPNER) in Istres, Frankreich
- die US Air Force Test Pilot School auf der Edwards AFB in der Mojave-Wüste, Kalifornien
- die US Navy Test Pilot School in Patuxent River, Maryland
absolvieren.
In Russland findet man das Zentrum der Raumfahrtausbildung und Flugerprobung im Michail Gromow Luftfahrtforschungsinstitut in Schukowski in der Nähe von Moskau.
Berühmte Testpiloten
- Ernst Udet
- Heinrich Dittmar - erster Flug mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1000 km/h
- Hanna Reitsch
- Chuck Yeager – erster Überschallflug
- Neil Armstrong
- Michail Michailowitsch Gromow
- Mark Lasarewitsch Gallai
Die ersten sieben Astronauten des NASA-Weltraumprogramms Alan Shepard, Virgil Grissom, John Glenn, Scott Carpenter, Walter Schirra, Donald Slayton, Gordon Cooper waren durchweg militärische Testpiloten.
Kategorie:Dienstleistungsberuf
Kategorie:Luftfahrtpersonal
!
Pilot
Ein Pilot ist eine Person, die berechtigt und in der Lage ist, ein Luftfahrzeug zu steuern.
Verantwortlicher Pilot
Der 'Verantwortliche Flugzeugführer' (Engl.: Pilot in Command, Abk. PIC), der 'Kommandant' ist, wer ein Luftfahrzeug führt, eine gültige Erlaubnis in besitzt, und über die fliegerärztliche Tauglichkeit verfügt.
Der verantwortliche Pilot ist derjenige, der nicht nur für die Steuerung des Luftfahrzeugs, sondern auch für die Einhaltung von Vorschriften und die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung für Luftfahrzeug und Insassen verantwortlich ist, und dazu auch das Weisungsrecht gegenüber an Bord befindlichen Personen ausübt.
Man unterscheidet je nach Luftfahrzeug
- den Luftsportgeräteführer, der Luftsportgeräte fliegt (nur D)
- den Flugzeugführer, der ein Flugzeug fliegt
- den Verkehrsflugzeugführer, der ein kommerzielles Verkehrsflugzeug fliegt
- den Privatflugzeugführer, der ein privates Flugzeug fliegt
- den Hubschrauberführer ("Hubschrauberpilot"), der einen Hubschrauber steuert
- den Luftschiffführer, der ein Luftschiff fährt
Privatpilot
Bereits das Fliegen eines Segelflugzeuges oder Gleitschirmes erfordert eine Fluglizenz. Man unterscheidet in Deutschland zwischen der Sportpilotenlizenz (SPL) für Ultraleichtflugzeuge (in der Schweiz Ecolightflugzeuge) und Gleitschirme, der Privatpilotenlizenz (PPL) für Flugzeuge und der Segelfluglizenz (GPL) für Segelflugzeuge.
Der Privatpilot ist zwar verantwortlicher Luftfahrzeugführer, darf aber keine kommerziellen Personen- oder Gepäcktransporte durchführen. Die Privatpilotenlizenz ist jedoch in Ausnahmen gewerblich nutzbar (Flugzeug- und Bannerschlepp, als Fluglehrer, für Fotoflüge).
Da es für Segelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge in Deutschland keinen Berufspilotenschein (CPL) gibt, erwirbt man mit der Segelfluglizenz und der Sportpilotenlizenz quasi einen national gültigen Berufspilotenschein für Segelflugzeuge, bzw. Ultraleichtflugzeuge.
Berufspilot
Während Piloten in den Anfängen der Luftfahrt Pioniere waren, entstand mit den ersten kommerziellen Flügen der Beruf 'Pilot'. Heutzutage unterscheidet man Berufsflugzeugführer, die kommerziell in der Luftfahrt tätig sind, und Verkehrsflugzeugführer, die meist bei Fluggesellschaften fliegen. Für kommerzielle Flüge mit einmotorigen Flugzeugen bis 5,7t MTOW die von einem Piloten geflogen werden können, ist der Berufspilotenschein vorgeschrieben, dagegen benötigen Flugzeugführer für den kommerziellen Betrieb von mehrmotorigen Flugzeugen, von Flugzeugen für deren Betrieb eine mehrköpfige Besatzung vorgeschrieben ist bzw. deren Abfluggewicht über 5,7t MTOW liegt, die allgemeine Transport Piloten Lizenz, den ATPL.
Sind für den Betrieb des Luftfahrzeuges mehrere Personen erforderlich, so arbeiten zusammen
- der Flugkapitän oder Kommandant / Pilot in Command als verantwortlicher Luftfahrzeugführer eines Verkehrsflugzeugs, der die Verantwortung für die Sicherheit von Luftfahrzeug und Insassen trägt, und hierzu die Entscheidungs- und Weisungsbefugnis hat. Das Rangabzeichen des Kapitäns sind vier Streifen.
- der Kopilot (Erster Offizier), der den Flugkapitän unterstützt und vertritt. Er führt ebenfalls selbstständig Flüge durch, und trägt als Rangabzeichen drei Streifen.
- und der Flugingenieur, der nicht das Luftfahrzeug steuert, sondern dessen technische Systeme bedient.
Früher gehörte oft auch ein Funker und ein Navigator zur Besatzung. Heute ist ein Zweimanncockpit mit Kommandant und Ersten Offizier üblich.
Grundvoraussetzung für die Flugausbildung und die Tätigkeit als Pilot ist die Flugtauglichkeit, auch 'Medical' genannt. Man unterscheidet im Gebiet der Joint Aviation Authorities (JAA):
- Klasse 1 für gewerbsmässige Piloten
- Klasse 2 für nichtgewerbsmässige Piloten
Der Fliegerarzt stellt das 'Fliegerärztliche Tauglichkeitszeugnis' / Medical aus, das von dem Piloten mitzuführen ist. Der Pilot ist selbst in der Verantwortung, ob er aktuell flugtauglich ist. Sollte er Zweifel haben, ob er flugtauglich ist, muss er sich an die zuständige und lizenzführende Stelle oder besser seinen Fliegerarzt wenden.
Online Berechnung der Gültigkeitsdauer eines Medicals http://www.aviation.ch/medical/.
Flugausbildung
Die Flugausbildung für die verschiedenen Arten von Piloten ist detailliert von der Joint Aviation Authorities geregelt und erfolgt in einer Flugschule, z.B. in einem Luftsportverein oder an einer Verkehrsfliegerschule. Im Rahmen der Ausbildung wird meist das Allgemeine Funksprechzeugnis erworben, welches den Piloten zur Durchführung des Sprechfunks berechtigt.
Fluglizenz
Im Gebiet der Joint Aviation Authorities (JAA) werden von der zuständigen Luftfahrtbehörde nach Abschluss der jeweiligen Flugausbildung mit der Prüfung folgende Lizenzen ausgestellt:
- Ultraleichtfluglizenz, SPL (englisch: Sport Pilot; national, nicht JAA-geregelt)
- Segelfluglizenz, GPL (englisch: Glider Pilot; national, nicht JAA-geregelt)
- Lizenz für Privatflugzeugführer, PPL-N bis 750kg/2t MTOW (englisch: Private Pilot; national)
- Lizenz für Privatflugzeugführer, ICAO-konform (alter PPL-A) oder gemäß JAR-FCL
- Lizenz für Berufsflugzeugführer, CPL (englisch: Commercial Pilot)
- Lizenz für Verkehrsflugzeugführer, ATPL (englisch: Air Transport Pilot)
Wenn es sich um ein Flugzeug (englisch: Airplane) handelt, wird ein '(A)' angehängt, bei einem Hubschrauber ein '(H)'.
Die Fluglizenz ist während des Fluges von dem Piloten mitzuführen.
Die Ausbildung und Lizensierung von Piloten ist in Deutschland in der LuftPersV geregelt.
Literatur
- Andreas Fecker: Piloten. München ISBN 3765472220
Siehe auch
- Testpilot, Liste von Berufen, Bekannte Piloten und Luftschiffer: siehe unter Flugpionier
- Fliegersprache, G-Hose
- Portal:Luftfahrt, Luftfahrt, Flugverkehr, Flugzeug, Hubschrauber, Fluggerät
- Joint Aviation Authorities
- Pilotenkanzel
- Pilotentest
- LuftPersV
Weblinks
- Allgemein
- [http://www.pilotsweb.com Pilotsweb (Englisch)]
- Ausbildung
- [http://www.wie-werde-ich-pilot.de Wie werde ich Pilot?]
- [http://www.lufthansa-pilot.de/ Lufthansa-Pilot]
- [http://www.pilotenboard.de/ Pilotenboard.de - Forum insb. für Piloten-Einstellungstests]
- [http://www.us-ppl.de/ Pilotenausbildung im Ausland]
- Zivilluftfahrt
- [http://www.vcockpit.de/start.php Berufsverband der Verkehrsflugzeugführer und Flugingenieure in Deutschland (Vereinigung Cockpit)]
- Militär
- [http://www.bundeswehr-karriere.de/C1256D9600308C25/vwContentFrame/N25SCGSS554MENRDE Deutsche Bundeswehr]
- [http://www.bmlv.gv.at/karriere/flieger/personal/kar_flie_pilot.shtml Österreichisches Bundesheer]
- [http://www.vbs-ddps.ch/internet/luftwaffe/de/home/airforcepilot.html Schweizer Luftwaffe]
Kategorie:Luftfahrtpersonal
Kategorie:Verkehr
Kategorie:Dienstleistungsberuf
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Kategorie:Beruf
StartgewichtDas Startgewicht (auch Startmasse, Abfluggewicht bzw. -masse) eines Flugkörpers ist das Gewicht, das der Flugkörper im Moment des Lösens vom Boden oder einen Trägersystem besitzt. Es setzt sich aus dem Rüstgewicht (Rüstmasse) und der Zuladung zusammen. Während des Fluges verringert sich das Gewicht des Flugkörpers durch den Kraft- und Schmierstoffverbrauch ständig.
Das maximale Startgewicht hingegen ist das höchst zulässige Gewicht, bei dem sich der Flugkörper unter gegebenen äußeren Bedingungen sicher vom Boden oder Trägersystem lösen kann.
Das maximale Startgewicht (MTOW) kann bei Flugzeugen durch die Verwendung von Starthilferaketen oder Katapulte (siehe auch Flugzeugträger) erhöht werden. Bei Starts von Flugplätzen in großen Höhen (zum Beispiel Quito), bei hohen Temperaturen oder bei kurzen Landebahnen verringert sich das maximale Startgewicht.
Kategorie:Luftfahrt
AvionikAvionik – zusammengesetzt aus Aviatik (von lat. avis = Vogel) und Elektronik – ist ein Begriff aus der Luft- und Raumfahrttechnik, eine Bezeichnung für die Gesamtheit der elektrischen und elektronischen Geräte an Bord eines Flugzeuges.
So zählt dazu die Flugfunkanlage, die Navigationsgeräte wie VOR, ILS, NDB, DME und ADF, aber auch GPS, Trägheitsnavigationsgeräte und elektrische Kompassanlagen. Hinzu kommen Autopilot, Flight Management System und die Elektronik für Fly-by-Wire. Als Anzeigeinstrumente im Cockpit findet man die Bildschirme des EFIS, ECAM oder EICAS. In modernen Flugzeugen sind noch viele weitere Computer und Geräte eingebaut.
Meist sind die Geräte in einem bestimmten Bereich unterhalb des Kabinenbodens oder in der Nähe des Cockpits zusammengefasst, dem Avionics Compartment.
Kategorie:ElektronikKategorie:Luftfahrttechnik
FluglageDie Fluglage ist die Lage im dreidimensionalen Raum, die ein Luftfahrzeug gerade einnimmt. Sie ist von besonderer Bedeutung für die Flugsteuerung, da eine stabile Fluglage für den normalen Flug aufgrund der Aerodynamik nur innerhalb gewisser Grenzen eingenommen werden kann.
Die Fluglage wird beschrieben über die drei Achsen, um die sich das Luftfahrzeug drehen kann. Die Schräglage im Kurvenflug überschreitet normalerweise nicht 30°, um unnötigen Luftwiderstand zu vermeiden; der Anstellwinkel liegt üblicherweise im Bereich von -5° und +10°. Der Schiebewinkel soll normalerweise Null sein, es sei denn, es handelt sich um einen Seitengleitflug.
Seitengleitflug
Beim Instrumentenflug (IFR) zeigt der künstliche Horizont die Fluglage an, so dass der Pilot – aber auch der Autopilot – das Flugzeug mit diesen Informationen sicher steuern kann. Für den Piloten ist es nicht immer möglich, die Fluglage ohne Instrumente einzuschätzen. Schlechte Sicht oder Dunkelheit kann den Blick zu Bezugspunkten auf dem Boden (z.B. Horizont) verhindern. Auch die durch Flugmanöver auf den Piloten einwirkenden Kräfte lassen keinen Rückschluss auf die Fluglage des Fluggerätes zu.
Sollte das Flugzeug in eine unkontrollierte Fluglage kommen, kann es trudeln und muss vom Piloten wieder abgefangen werden. Im Kunstflug werden absichtlich extreme Fluglagen demonstriert.
Kategorie:Flugsteuerung
Pilot
Ein Pilot ist eine Person, die berechtigt und in der Lage ist, ein Luftfahrzeug zu steuern.
Verantwortlicher Pilot
Der 'Verantwortliche Flugzeugführer' (Engl.: Pilot in Command, Abk. PIC), der 'Kommandant' ist, wer ein Luftfahrzeug führt, eine gültige Erlaubnis in besitzt, und über die fliegerärztliche Tauglichkeit verfügt.
Der verantwortliche Pilot ist derjenige, der nicht nur für die Steuerung des Luftfahrzeugs, sondern auch für die Einhaltung von Vorschriften und die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung für Luftfahrzeug und Insassen verantwortlich ist, und dazu auch das Weisungsrecht gegenüber an Bord befindlichen Personen ausübt.
Man unterscheidet je nach Luftfahrzeug
- den Luftsportgeräteführer, der Luftsportgeräte fliegt (nur D)
- den Flugzeugführer, der ein Flugzeug fliegt
- den Verkehrsflugzeugführer, der ein kommerzielles Verkehrsflugzeug fliegt
- den Privatflugzeugführer, der ein privates Flugzeug fliegt
- den Hubschrauberführer ("Hubschrauberpilot"), der einen Hubschrauber steuert
- den Luftschiffführer, der ein Luftschiff fährt
Privatpilot
Bereits das Fliegen eines Segelflugzeuges oder Gleitschirmes erfordert eine Fluglizenz. Man unterscheidet in Deutschland zwischen der Sportpilotenlizenz (SPL) für Ultraleichtflugzeuge (in der Schweiz Ecolightflugzeuge) und Gleitschirme, der Privatpilotenlizenz (PPL) für Flugzeuge und der Segelfluglizenz (GPL) für Segelflugzeuge.
Der Privatpilot ist zwar verantwortlicher Luftfahrzeugführer, darf aber keine kommerziellen Personen- oder Gepäcktransporte durchführen. Die Privatpilotenlizenz ist jedoch in Ausnahmen gewerblich nutzbar (Flugzeug- und Bannerschlepp, als Fluglehrer, für Fotoflüge).
Da es für Segelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge in Deutschland keinen Berufspilotenschein (CPL) gibt, erwirbt man mit der Segelfluglizenz und der Sportpilotenlizenz quasi einen national gültigen Berufspilotenschein für Segelflugzeuge, bzw. Ultraleichtflugzeuge.
Berufspilot
Während Piloten in den Anfängen der Luftfahrt Pioniere waren, entstand mit den ersten kommerziellen Flügen der Beruf 'Pilot'. Heutzutage unterscheidet man Berufsflugzeugführer, die kommerziell in der Luftfahrt tätig sind, und Verkehrsflugzeugführer, die meist bei Fluggesellschaften fliegen. Für kommerzielle Flüge mit einmotorigen Flugzeugen bis 5,7t MTOW die von einem Piloten geflogen werden können, ist der Berufspilotenschein vorgeschrieben, dagegen benötigen Flugzeugführer für den kommerziellen Betrieb von mehrmotorigen Flugzeugen, von Flugzeugen für deren Betrieb eine mehrköpfige Besatzung vorgeschrieben ist bzw. deren Abfluggewicht über 5,7t MTOW liegt, die allgemeine Transport Piloten Lizenz, den ATPL.
Sind für den Betrieb des Luftfahrzeuges mehrere Personen erforderlich, so arbeiten zusammen
- der Flugkapitän oder Kommandant / Pilot in Command als verantwortlicher Luftfahrzeugführer eines Verkehrsflugzeugs, der die Verantwortung für die Sicherheit von Luftfahrzeug und Insassen trägt, und hierzu die Entscheidungs- und Weisungsbefugnis hat. Das Rangabzeichen des Kapitäns sind vier Streifen.
- der Kopilot (Erster Offizier), der den Flugkapitän unterstützt und vertritt. Er führt ebenfalls selbstständig Flüge durch, und trägt als Rangabzeichen drei Streifen.
- und der Flugingenieur, der nicht das Luftfahrzeug steuert, sondern dessen technische Systeme bedient.
Früher gehörte oft auch ein Funker und ein Navigator zur Besatzung. Heute ist ein Zweimanncockpit mit Kommandant und Ersten Offizier üblich.
Grundvoraussetzung für die Flugausbildung und die Tätigkeit als Pilot ist die Flugtauglichkeit, auch 'Medical' genannt. Man unterscheidet im Gebiet der Joint Aviation Authorities (JAA):
- Klasse 1 für gewerbsmässige Piloten
- Klasse 2 für nichtgewerbsmässige Piloten
Der Fliegerarzt stellt das 'Fliegerärztliche Tauglichkeitszeugnis' / Medical aus, das von dem Piloten mitzuführen ist. Der Pilot ist selbst in der Verantwortung, ob er aktuell flugtauglich ist. Sollte er Zweifel haben, ob er flugtauglich ist, muss er sich an die zuständige und lizenzführende Stelle oder besser seinen Fliegerarzt wenden.
Online Berechnung der Gültigkeitsdauer eines Medicals http://www.aviation.ch/medical/.
Flugausbildung
Die Flugausbildung für die verschiedenen Arten von Piloten ist detailliert von der Joint Aviation Authorities geregelt und erfolgt in einer Flugschule, z.B. in einem Luftsportverein oder an einer Verkehrsfliegerschule. Im Rahmen der Ausbildung wird meist das Allgemeine Funksprechzeugnis erworben, welches den Piloten zur Durchführung des Sprechfunks berechtigt.
Fluglizenz
Im Gebiet der Joint Aviation Authorities (JAA) werden von der zuständigen Luftfahrtbehörde nach Abschluss der jeweiligen Flugausbildung mit der Prüfung folgende Lizenzen ausgestellt:
- Ultraleichtfluglizenz, SPL (englisch: Sport Pilot; national, nicht JAA-geregelt)
- Segelfluglizenz, GPL (englisch: Glider Pilot; national, nicht JAA-geregelt)
- Lizenz für Privatflugzeugführer, PPL-N bis 750kg/2t MTOW (englisch: Private Pilot; national)
- Lizenz für Privatflugzeugführer, ICAO-konform (alter PPL-A) oder gemäß JAR-FCL
- Lizenz für Berufsflugzeugführer, CPL (englisch: Commercial Pilot)
- Lizenz für Verkehrsflugzeugführer, ATPL (englisch: Air Transport Pilot)
Wenn es sich um ein Flugzeug (englisch: Airplane) handelt, wird ein '(A)' angehängt, bei einem Hubschrauber ein '(H)'.
Die Fluglizenz ist während des Fluges von dem Piloten mitzuführen.
Die Ausbildung und Lizensierung von Piloten ist in Deutschland in der LuftPersV geregelt.
Literatur
- Andreas Fecker: Piloten. München ISBN 3765472220
Siehe auch
- Testpilot, Liste von Berufen, Bekannte Piloten und Luftschiffer: siehe unter Flugpionier
- Fliegersprache, G-Hose
- Portal:Luftfahrt, Luftfahrt, Flugverkehr, Flugzeug, Hubschrauber, Fluggerät
- Joint Aviation Authorities
- Pilotenkanzel
- Pilotentest
- LuftPersV
Weblinks
- Allgemein
- [http://www.pilotsweb.com Pilotsweb (Englisch)]
- Ausbildung
- [http://www.wie-werde-ich-pilot.de Wie werde ich Pilot?]
- [http://www.lufthansa-pilot.de/ Lufthansa-Pilot]
- [http://www.pilotenboard.de/ Pilotenboard.de - Forum insb. für Piloten-Einstellungstests]
- [http://www.us-ppl.de/ Pilotenausbildung im Ausland]
- Zivilluftfahrt
- [http://www.vcockpit.de/start.php Berufsverband der Verkehrsflugzeugführer und Flugingenieure in Deutschland (Vereinigung Cockpit)]
- Militär
- [http://www.bundeswehr-karriere.de/C1256D9600308C25/vwContentFrame/N25SCGSS554MENRDE Deutsche Bundeswehr]
- [http://www.bmlv.gv.at/karriere/flieger/personal/kar_flie_pilot.shtml Österreichisches Bundesheer]
- [http://www.vbs-ddps.ch/internet/luftwaffe/de/home/airforcepilot.html Schweizer Luftwaffe]
Kategorie:Luftfahrtpersonal
Kategorie:Verkehr
Kategorie:Dienstleistungsberuf
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Kategorie:Beruf
England
England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.
Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.
Geografie
England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.
Politik
Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution).
Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.
Heraldik
Liste der britischen Premierminister
Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund.
Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.
> Konstitutionelle Demokratie
Geschichte Sport Verwaltungsgliederung
Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)
Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands
Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung
Traditionelle Grafschaften Englands
Traditionelle Grafschaften Englands
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs)
1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung.
Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar.
Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.
Großstädte
Verwaltungsgrafschaften Englands
In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet.
Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende
Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town".
Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann.
Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands).
Siehe auch: Greater London, Unitary Authority
Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200)
Kultur
Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.
Weblinks
als:England
ja:イングランド
ko:잉글랜드
ms:England
simple:England
th:แคว้นอังกฤษ
zh-min-nan:England
Mojave-Wüste
Die Mojave-Wüste (Mojave Desert), auch bekannt als Mohave-Wüste, ist eine Wüste im Westen Nordamerikas. Zu ihrer Fläche von 35.000 km² gehören Teile Kaliforniens, Utahs, Nevadas und Arizonas. Die Wüste bildet ein typisches amerikanisches Wüstenbecken, das vom Tehachapi-Gebirge und den Höhenzügen des San Bernardino begrenzt wird. Ihre westlichen Ränder sind sehr deutlich erkennbar, da sie von den beiden größten kalifornischen Kontinentalfalten, der San-Andreas-Spalte und der Garlock-Falte gebildet werden.
Garlock-Falte
Die Mojave hat eine Niederschlagsmenge von maximal 150 Millimetern pro Jahr. In dieser Wüste befindet sich einer der heißesten Orte, das Death Valley. Hier werden in den Monaten Juli bis August durchschnittlich Temperaturen über 45 °C erreicht. Außerdem befindet sich hier der Mojave National Preserve, ein Wüstenschutzgebiet. Die wichtigste Wasserquelle der Wüste ist der Mojave River, welcher in den abflusslosen Mojave Sink übergeht.
In der Mojave-Wüste existieren einige verlassene Städte, so genannte Geisterstädte. Die bekannteste ist die kalifornische Stadt Calico, in der früher nach Silber gesucht wurde. Weitere Geisterstädte entstanden zu Zeit des Baus der Route 66 sowie des US-Highway 91, welche durch die Mojave-Wüste führen. Andere Fernstraßen in der Mojave sind der US Highway 395, die Interstate 15 und die Interstate 40. Die wichtigsten Städte sind Las Vegas (Nevada) und die kalifornischen Städte Victorville, Barstow und Needles.
Typisch für die Mojave-Wüste ist der Joshua Tree. Diese Kakteen kommen nur in dieser Wüste vor. Neben einigen Säugetieren leben in der Mojave zahlreiche Reptilien, unter denen die Klapperschlangen (Mojave Green und Western Diamondback) die bekanntesten sind.
Siehe auch: Mohave (Indianerstamm)
Image:Mojave_Kelso.jpg|Kelso Sanddünen
Image:Mojave_AftonCanyon.jpg|Afton Canyon
Image:Mojave_DustDevil.jpg|Windhose
Image:Mojave_CoyoteDryLake.jpg|Wasserloch, Coyote Dry Lake
Image:Mojave_Rainbow2.jpg|Rainbow Canyon in der Nähe von Barstow
Image:Mojave_Amboy.jpg|Amboy-Krater
Image:Kingston Range from Emigrant Pass.jpg|Kingston Range
Bild:California Scottys Mountains Joshua tree.jpg|Joshua Trees
Weblinks
Kategorie:Wüste in Nordamerika
Kategorie:Kalifornien
ja:モハーヴェ砂漠
IstresIstres ist eine Stadt im französischen Departement Bouches-du-Rhône in der Provence-Alpes-Côte d'Azur. Die im 10. Jahrhundert gegründete Stadt hat etwa 40.300 Einwohner.
Ihre deutsche Partnerstadt ist Radolfzell am Bodensee.
Kategorie:Ort in Provence-Alpes-Côte d'Azur
ja:イストル
Frankreich
Frankreich (franz.: La France) ist ein demokratischer, noch immer stark zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. Es grenzt an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Marteen aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Surinam hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien.
Geographie
Hauptartikel: Geographie Frankreichs
Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg Europas ist der Mont Blanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet.
Mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern im Großraum Paris (Region Île-de-France). Die Großräume um Marseille, Lille und Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner.
Siehe auch: Städte in Frankreich, Nationalparks in Frankreich
Geschichte
Nationalparks in Frankreich
Hauptartikel: Geschichte Frankreichs
Durch die Französische Revolution 1789 wurde die mehr als 1.200 Jahre währende Monarchie gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische, napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Seit der Niederlage Napoleons III. 1870 ist Frankreich endgültig Republik.
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war Frankreich einer der Hauptgegner Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten Kolonien, Vietnam und Algerien, nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit 1958 (Fünfte Republik) hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt. Beim europäischen Einigungsprozess spielt Frankreich heute gemeinsam mit Deutschland eine tragende Rolle.
Politik
Politisches System
Frankreich ist eine zentralistisch organisierte Demokratie mit einem semi-präsidentiellen Regierungssystem. In der Verfassung der V. Republik nimmt der direkt durchs Volk gewählte Staatspräsident eine starke Stellung ein. Er ernennt den Premierminister und das Kabinett, hat gegenüber Gesetzbeschlüssen des Parlaments ein Veto-Recht und kann die Nationalversammlung auflösen. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 577 vom Volk gewählten Abgeordneten und dem indirekt gewählten Senat mit 331 Mitgliedern.
Siehe auch:
Politisches System Frankreichs, französische Regierung, Francophonie, französische Präsidenten, französische Premierminister, Cohabitation, Finanzministerium
Aktuelle politische Lage
Finanzministerium
Momentan stellt die Partei UMP unter Führung des früheren Wirtschaftsministers und aktuellen Innenministers Nicolas Sarkozy mit 363 Sitzen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung.
Am 29. Mai 2005 wurde die neue EU-Verfassung mit 54,87% Gegenstimmen von der Bevölkerung abgelehnt. Darauf trat die Regierung des seit 2002 amtierenden Premierministers Jean-Pierre Raffarin zurück. Als neuer Premierminister wurde Dominique de Villepin eingesetzt.
Seit dem 27. Oktober 2005 wird Frankreich von einer Welle gewalttätiger Ausschreitungen heimgesucht. Angefangen in der Pariser Banlieue, griffen die Unruhen inzwischen auf viele, über das gesamte Land verteilte, Großstädte wie Lille, Rouen, Nizza oder Marseille über. Auslöser war der Tod zweier Jugendlicher im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois, welche sich vor der Polizei in einem Starkstromhaus verstecken wollten.
Die Regierung hat zwischenzeitlich den Notstand ausgerufen und es somit den Präfekten der Départements ermöglicht, in besonders stark betroffenen Gebieten Ausgangssperren zu verhängen.
Bisher haben die Ausschreitungen einem Menschen das Leben gekostet und viele Schwerverletzte hervorgebracht.
Außen- und Sicherheitspolitik
Frankreich war 1949 Gründungsmitglied des Nordatlantikvertrages (NATO) und erhielt militärischen Schutz durch die USA. Mit der Machtübernahme von de Gaulle 1958 änderten sich die Beziehungen zu den USA und zu der von den USA dominierten NATO. Unter de Gaulles Führung entwickelte sich Frankreich 1960 zu einer Atommacht und verfügte ab 1965 mit der Force de Frappe über Atomstreitkräfte, die zunächst 50 mit Atombomben (Kernwaffen) ausgestattete Flugzeuge in Dienst stellte. 1968 hatte Frankreich bereits 18 Abschussrampen für Mittelstreckenraketen aufgestellt, die 1970 und 1971 mit Atomsprengköpfen ausgestattet wurden. 1968 verlässt Frankreich den militärischen Teil der NATO, bleibt aber im politischen Teil des Bündnisses integriert. In den 1970er Jahren erweiterte Frankreich ihre Atommacht auch auf See. Vier Atom-U-Boote verfügten über jeweils 16 atomar bestückten Mittelstreckenraketen.
In der aktuellen Außenpolitik bemüht sich Frankreich um ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn Deutschland (siehe auch „Kerneuropa“) und steht mit diesem gemeinsam der Vormachtstellung der USA mit einer gewissen Skepsis gegenüber.
Dies führte zu einem Austritt Frankreichs aus der militärischen Organisation der NATO und vielen Eigeninitiativen Frankreichs in weltpolitischen Entscheidungen.
Hinzu kommt ein Engagement auch nach Ende der Kolonialherrschaften in Afrika, wo Frankreich bis heute in vielen Ländern die bestimmende Ordnungsmacht geblieben ist.
Frankreich ist zudem ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat mit Vetorecht.
Die Todesstrafe wurde in Frankreich 1981 abgeschafft.
Siehe auch: Fremdenlegion, Gendarmerie Nationale
Administrative Gliederung
Frankreich ist in 26 Regionen aufgeteilt, welche sich ihrerseits in 100 Départements untergliedern. Zweiundzwanzig dieser Regionen befinden sich im europäischen Kernland (France métropolitaine), darunter auch die Mittelmeerinsel Korsika, welche allerdings als collectivité territoriale einen Sonderstatus hat. Die übrigen vier Regionen bestehen aus jeweils nur einem Département und werden daher Départements et régions d'outre-mer (D.R.O.M.) genannt (bis zur Verfassungsänderung 2003 Départements d'outre-mer, Abk. D.O.M.). Im Deutschen spricht man von Überseedépartements. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Guadeloupe (971), Martinique (972), Französisch-Guayana (973) und La Réunion (974).
Abgesehen davon gibt es
- die Départementskörperschaft (Collectivité départementale, Abk. C.D.) Mayotte (976)
- die Gebietskörperschaft (Collectivité territoriale, Abk. C.T.) Saint-Pierre und Miquelon (SPM)
- die vier Überseeterritorien (Territoires d'outre-mer, Abk. T.O.M.) Französisch Polynesien (P), Neukaledonien (NC), Wallis und Futuna (WF) und die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, T.A.A.F.)
- die Îles éparses und die Insel Clipperton
Die D.R.O.M. sind wie das französische Kernland Teil der EU, für die T.O.M. gilt das nicht. Auch in Frankreich erlassene Gesetze gelten in den TOM nur, wenn dies ausdrücklich erwähnt ist.
Siehe auch: Liste der französischen Regionen, Liste der französischen Départements (nach Regionen geordnet)
Demographie
Zum 1. Januar 2004 wurde die Bevölkerung, einschließlich der Menschen in den Überseegebieten, auf 61,9 Millionen geschätzt. Nach Deutschland nimmt Frankreich in der EU den zweiten Platz bei der Bevölkerungszahl ein. Innerhalb der EU hat Frankreich einen Bevölkerungsanteil von 13 %.
Im Jahre 2003 kamen auf 792.600 Geburten 560.300 Sterbefälle, das entspricht einem Überschuss von 232.300 Personen. 2004 betrug die Geburtenrate 1,9.
Am Stichtag 1. Januar 2004 waren 16,2 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre, gegenüber 14,6 % im Jahre 1994. Im selben Zeitraum ist der Anteil der unter 20-Jährigen von 26,7 % auf 25,3 % gesunken.
2003 wurden 280.300 Ehen geschlossen, das sind 6.000 (-2,1 %) weniger als 2002, wobei das Durchschnittsalter bei den Männern 30,4 Jahre und bei den Frauen 28,3 Jahre betrug.
Die Kindersterblichkeit beträgt zur Zeit 4,28 ‰.
Der durchschnittliche männliche französische Staatsbürger hat eine Lebenserwartung von 76,7 Jahren, während die Frauen auf 83,8 Jahre kommen.
Ethnische Gruppen
- Franzosen
- Bretonen
- Basken
- Italiener (einschließlich Korsen)
- Elsässer/Alemannen, Rheinfranken/Franken
- Flamen (Niederfranken)
- 4,5 Millionen Araber
- Katalanen
- Flamen
- Polen
- andere Ausländer
Neben der (einzigen) Amtssprache Französisch gibt es zahlreiche Minderheitssprachen, über deren Sprecherzahlen aber keine auch nur halbwegs gesicherten Daten vorliegen:
- Bretonisch,
- Deutsch in den Dialekten
- Elsässisch (Elsass)
- Rheinfränkisch bzw. Lothringisch (nördliches und östliches Lothringen),
- Niederfränkisch bzw. Flämisch (Flandern, an der Grenze zu Belgien),
- Baskisch (in den zentralen und östlichen Pyrenäen),
- Katalanisch (im Roussillon),
- Korsisch,
- Italienisch (an der französischen Riviera),
- Okzitanisch (in Südfrankreich) mit dem Dialekt
- Provenzalisch (nur noch wenige Sprecher)
- Polnisch
Daneben existieren in Nordfrankreich mehrere enger mit dem Französischen verwandte romanische Oïl-Sprachen, die teilweise als französische Dialekte angesehen werden: Picard, Normannisch, Gallo, Poitevin-Saintongeais, Champanois und Morvandiau.
Religionen
Frankreich ist offiziell ein laizistischer Staat, das heißt, Staat und Religionsgemeinschaften sind vollkommen voneinander getrennt. Da von staatlicher Seite keine Daten über die Religionszugehörigkeit der Einwohner erhoben werden, beruhen alle Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung auf Schätzungen oder den Angaben der Religionsgemeinschaften selbst und weichen deshalb oft erheblich voneinander ab, weshalb auch die folgenden Zahlen mit Vorsicht zu behandeln sind.
85 % der Franzosen sind katholisch (also etwa 51 Mio.) und etwa 8 % Muslime (etwa 4,8 Mio.). Daneben gibt es protestantische und jüdische Minderheiten, die zusammen etwa 3 % ausmachen. 4 % gehören keiner Religion an, Tendenz davon steigend. Das sind jedoch Schätzungen.
Bildungswesen
Wie in fast allen europäischen Staaten (Ausnahme: z. B. Deutschland) herrscht eine Bildungspflicht, die im Ggs. zur Schulpflicht auch durch Hausunterricht (Homeschooling) oder durch selbstständiges Lernen abgegolten werden kann. Die Zahl der unbeschulten Kinder und Jugendlichen wird gegenwärtig auf etwa 10.000 geschätzt.
Der Staat bietet folgende Schulformen an:
Lernen
- Vorschule: Maternelle
- Grundschule: école élémentaire
- weiterführende Schulen: collège (das mit dem brevet abgeschlossen wird), gefolgt von
- lycée
- lycée professionnel
- oder CFA für Auszubildende in Betrieben
- Hochschulreife:
- baccalauréat nach insgesamt 12 Schuljahren; nach elf Schuljahren wird je nach Schulzweig (naturwissenschaftlich, wirtschaftlich oder literarisch) schon ein Teil der Prüfungen bewältigt
- baccalauréat professionnel nach 13 Schuljahren für Abgänger des lycée professionnel oder des CFA
- Studium (1. und 2. Jahr):
- Normalweg: DEUG
- Eliteweg: classe préparatoire (zur Vorbereitung auf Grande école)
- Studium (3. und 4. Jahr):
- Normalweg: licence und maîtrise oder école d'ingenieur oder école de commerce
- Eliteweg: Grande école (ENS, ENA etc.)
- Studium (5. Jahr):
- DESS oder DEA. Letzteres dient auch zur Auswahl für eine eventuell sich anschließende Doktorarbeit (thèse)
Im Zuge der europaweiten Harmonisierung der Studienabschlüsse im Rahmen des Bologna-Prozess wird auch an französischen Hochschulen das System LMD eingeführt. LMD bedeutet, dass nacheinander die Licence bzw. Bachelor (nach 3 Jahren), der Master (nach 5 Jahren) und das Doktorat (nach 8 Jahren) erworben werden können. Die bisherigen nationalen Diplome (DEUG, Maîtrise, DEA/DESS) werden an manchen Universitäten übergangsweise noch bescheinigt, fallen ab Ende 2006 aber weg.
Siehe auch: Schulsystem in Frankreich, Liste der Bildungsminister von Frankreich, Liste der Universitäten in Frankreich, École Polytechnique (Paris), Kindergeld
Wirtschaft
Traditionell ist in Frankreich die Wirtschaftspolitik von vergleichsweise starken staatlichen Eingriffen gelenkt. Hier spielt die historische Rolle des Merkantilismus – im Speziellen des Colbertismus – im Land eine Rolle.
Frankreich ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die Schlüsselindustrien, besonders Energiewirtschaft, sind bislang unter staatlicher Kontrolle; Frankreich ist ein bedeutender Produzent von Atomstrom, und Deutschland sein wichtigster Kunde. In Frankreich wird ca. 80 Prozent der Elektrizität mit Atomkraftwerken produziert. Damit hat Frankreich neben Litauen momentan (Anfang 2005) den höchsten Prozentsatz an Atomstromproduktion der Welt. (Siehe auch: Liste der Kernkraftanlagen)
Wein steht in der französischen Ausfuhrliste an fünfter Stelle: nach Autos, Flugzeugen, pharmazeutischen Produkten und Elektronik. (Siehe auch: Weinbaugebiete in Frankreich)
- Tourismus (z. B. Logis de France)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im 1. Quartal 2004 um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 4. Quartal 2003 waren es 0,6 Prozentpunkte.
Die Erwerbstätigenstruktur hat sich gegenüber früher grundlegend gewandelt, so arbeiteten 2003 nur mehr 4 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, in der Industrie waren es 24 %, wohingegen 72 % im Dienstleistungsbereich tätig waren.
Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Frankreichs (2003): Es exportiert 14,9 % seines Exportvolumens nach Deutschland, das seinerseits am Import mit 19,1 % beteiligt ist.
Die Inflationsrate betrug 2,1 % (2004).
Die Arbeitslosenzahl belief sich im Januar 2005 auf 10 %, das sind 2.716.000 Erwerbslose.
Die größten französischen Unternehmen 2003 (ohne Banken und Versicherungen)
# Total – Umsatz 104,7 Mrd. € – 11.000 Beschäftigte
# Carrefour – Umsatz 70,5 Mrd. € – 419.000 Beschäftigte
# PSA Peugeot Citroën – Umsatz 54,2 Mrd. € – 200.000 Beschäftigte
# France Télécom – Umsatz 46,1 Mrd. € – 222.000 Beschäftigte
# EDF – Umsatz 44,9 Mrd. € – 167.000 Beschäftigte
# Suez – Umsatz 39,6 Mrd. € – 171.000 Beschäftigte
# Les Mousquetaires – Umsatz 38,4 Mrd. € – 112.000 Beschäftigte
# Renault – Umsatz 37,5 Mrd. € – 140.000 Beschäftigte
# Publicis Groupe – Umsatz 32,2 Mrd. € – 35.000 Beschäftigte
# Saint-Gobain – Umsatz 29,6 Mrd. € – 172.000 Beschäftigte
# Groupe Auchan – Umsatz 28,7 Mrd. € – 156.000 Beschäftigte
# Veolia Environnement – Umsatz 28,6 Mrd. € – 257.000 Beschäftigte
# Centres Leclerc – Umsatz 27,2 Mrd. € – 84.000 Beschäftigte
Kultur
Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Musik gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO und der WTO mit Nachdruck seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt („diversité culturelle“): Kultur ist keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden kann.
Landesweite Pflege und Erhalt des reichen materiellen kulturellen Erbes wird als Aufgabe von nationalem Rang angesehen. Dieses Verständnis wird durch staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen, wirksam in die Öffentlichkeit transportiert. Im jährlichen Kulturkalender fest verankerte Tage des nationalen Erbes, der Musik oder des Kinos beispielsweise finden lebhaften Zuspruch in der Bevölkerung. Großzügig zugeschnittene kulturelle Veranstaltungen entsprechen dem Selbstverständnis Frankreichs als Kulturnation und von Paris als Kulturmetropole. Die Förderung eines kulturellen Profils der regionalen Zentren in der Provinz wird verstetigt.
Siehe auch: Liste französischer Schriftsteller, Liste französischer Komponisten, Burgen und Schlösser in Frankreich
Nationalparks
Die heutigen Nationalparks haben eine Gesamtfläche von 992.000 ha. Die Kernbereiche, die rund 371.000 ha ausmachen, stehen unter strengem Schutz.
Es gibt 30 regionale Naturparks, die eine Fläche von 5.020.000 ha haben.
- Naturreservat Cap Sizun
- Regionalpark Armorique
- Naturreservat Les Sept lles
- Naturreservat Cap Frehel
- Naturreservat Pointe d' Arcay
- Naturreservat Golfe du Morbihan
- Regionalpark Briere
- Naturreservat Baie de Bourgneuf
- Naturreservat St. Denis-du-Payre
- Naturreservat Baie de l' Aiguillon
- Naturreservat Banc d' Arguin
- Vogel-Naturreservat Marquenterre
- Naturreservat Vallee de La Grande Pierre et de Vitain
- Naturreservat Le Lac de La Foret d'Orient
- Pyrenäen -Nationalpark
- Regionalpark Vosges du Nord
- Regionalpark Volcans d'Auvergne
- Nationalpark Cevennen
- Naturreservat und Vogelschutzpark Villars-les-Dombes
- Regionalpark Pilat
- Regionalpark Vercors
- Naturreservat Aiguilles Rouges
- Naturreservat Marais du Bout du Lac d' Annecy
- Nationalpark Vanoise
- Nationalpark Ecrins
- Regionalpark Luberon
- Nationalpark Mercantour
- Naturreservat und Regionalpark Camargue
- Nationalpark Port-Cros
- Korsischer Regionalpark
- Scandola Naturreservat
- Korsischer Nationalpark
Sport
Die populärste Sportart Frankreichs ist der Fußball. Als identitätsstiftendes Band gerade zwischen den verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen Frankreichs gilt die französische Fußball-Nationalmannschaft, die so genannte équipe tricolore (siehe auch: Fußball in Frankreich). Aktuell stellt Lyon den französischen Fussballmeister.
Weitere populäre Sportarten sind der Radsport (insbesondere im Juli, während der dreiwöchigen Tour de France), Rugby, Leichtathletik, Formel 1 (Großer Preis von Frankreich in Magny Cours) und Tennis (French Open in Paris).
In Frankreich fanden bereits mehrmals Olympische Spiele statt: Sommerspiele 1900 und 1924 in Paris, Winterspiele in Chamonix 1924, Grenoble 1968 und Albertville 1992.
Siehe auch: Skigebiete in Frankreich
Medien
Die wichtigsten französischen Printmedien sind die nationalen Tageszeitungen:
- Le Monde und Libération (linksorientiert, Druckauflage 2003 ca. 500.000 bzw. 200.000 Exemplare)
- Le Figaro (konservativ, Auflage: 450.000 Exemplare)
- Les Echos, La Tribune (Wirtschaft, 180.000 bzw. 125.000 Exemplare)
- L'Humanité (kommunistisch, 74.000 Exemplare)
- La Croix (katholisch, 114.000 Exemplare)
- L'Equipe (Sport, 485.000 Exemplare und damit die meistgelesene Zeitung überhaupt mit sieben Lesern pro Ausgabe)
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine in Frankreich:
- Le Nouvel Observateur (400.000 Exemplare)
- L'Express (400.000 Exemplare)
- Le Point (400.000 Exemplare)
- L'événement du Jeudi
Größte Regionalzeitung ist die Ouest France mit einer Druckauflage von 900.000 Exemplaren.
Bedeutend ist auch das jeweils mittwochs erscheinende Investigations- und Satireblatt Le Canard enchaîné mit einer Auflage von 550.000 Exemplaren.
Feiertage
Militär
Frankreich hat eine Berufsarmee mit 300.000 Soldaten.
Siehe auch
- Chronologie französischsprachiger Zeitungen und Zeitschriften
- Französische Küche
- Nachrichtendienste Frankreichs
- Liste bedeutender Franzosen
- Liste der Präsidenten Frankreichs
- Die schönsten Dörfer Frankreichs
- Weinbaugebiete in Frankreich
Literatur
- Alfred Pletsch: Länderkunde Frankreich. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 2. Auflage 2003, ISBN 3534116917
- Wilfried Loth: Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, 1995 ISBN 3-596-10860-8
- Bernhard Schmidt, Jürgen Doll, Walther Fekl, Siegfried Loewe und Fritz Taubert: Frankreich-Lexikon. Schlüsselbegriffe zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Kultur, Presse- und Bildungswesen. 2. überarbeitete Auflage 2005, 1224 Seiten, ISBN 3-503-06184-3
- Ralf Nestmeyer: Französische Dichter und ihre Häuser. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-458-34793-3
Weblinks
20px Portal:Frankreich
- [http://www.diplomatie.gouv.fr/index.de.html Website des französischen Außenministeriums]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=46 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.frankreich-forum.de/ Frankreich Forum]
- [http://www.lesvilles.de/ Lokalportal für alle französischen Regionen und Städte]
- [http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanistik/ Romanistik im Internet: Kultur, Literatur und Politik]
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Maryland
Maryland ist ein Bundesstaat der USA an der Atlantikküste. Seine Hauptstadt seit 1694 ist Annapolis.
Geographie
Annapolis
Maryland liegt in der Mitte der Ostküste. An der tief ins Land schneidenden Chesapeake Bay liegen wichtige Häfen, wie Baltimore und Annapolis, das Sitz der Marineakademie der USA ist. Die Bucht war lange Zeit einer der ertragreichsten Fischgründe der Welt, doch die Überfischung und Wasserverschmutzung ließ die legendären Austernbänke fast vollkommen verschwinden. In dem relativ kleinen Staat liegen die Extreme nahe beinander: Hier die Metropole Baltimore, dort die abgelegenen Hügel der Appalachen und an der Küste beschauliche Fischerdörfer.
Geschichte
Lord Baltimore, der 1632 für das Land eine Bewirtschaftungskonzession erhielt, benannte der Überlieferung nach das Gebiet nach Königin Henrietta Maria, der Ehefrau des englischen Königs Karl I.
Am 25. März 1634 ließen sich die ersten Siedler in dem Gebiet nieder. Maryland war die einzige katholische unter den sonst strikt protestantischen britischen Kolonien in Nordamerika. Die Maryland-Toleranz-Akte war eines der ersten Gesetze, das ausdrücklich andere (christliche) Konfessionen tolerierte und gilt infolgedessen als Vorläufer des 1. Amendments.
Die berühmte Mason-Dixon-Linie, zugleich die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland, wurde dort in den 1760er-Jahren gezogen, um Zwistigkeiten zwischen den Familien Penn und Calvert zu schlichten.
Ursprünglich hatte die königliche Charta - aufgrund einer fehlerhaften Landkarte - Maryland den Potomac River und das Territorium nördlich des 40. Breitengrads zugesprochen, wodurch ausgerechnet Philadelphia, die größte Stadt Pennsylvanias, zu Maryland gehört hätte.
Daraufhin beauftragten die herrschenden Familien Marylands und Pennsylvanias, Calvert und Penn, die Geometer, Charles Mason und Jeremiah Dixon mit dem Vermessen einer neuen gültigen Grenze. Die später nach ihnen benannte Linie ist auch die traditionelle und gern zitierte Abgrenzung zwischen den so genannten Nord- und Südstaaten geworden.
1788 löste sich Maryland als eine der ersten 13 Kolonien vom Mutterland los.
Die Amerikanische Hauptstadt Washington D.C. entstand in einem zu diesem Zweck von Maryland abgetrennten Distrikt.
Im Krieg von 1812 wurde Maryland Kriegsschauplatz, als die Briten vergeblich neuen Zugriff auf die Kolonien zu gewinnen suchten. Die britischen Truppen scheiterten bei der Zerstörung der Schiffswerft und der Einnahme der Stadt Baltimore aufgrund des beharrlichen Widerstandes einer Hafenbefestigung. Das erbitterte Gefecht inspirierte den Augenzeugen Francis Scott Key zum Verfassen des The Star-Spangled Banner, das zum Text der amerikanischen Nationalhymne wurde.
Während des Sezessionskrieges blieb Maryland weitgehend neutral. Als sich abzeichnete, dass es sich infolge der Vorkehrungen des Nordens nicht von der Union lossagen würde, bezog man Maryland nicht in die Emanzipationsproklamation ein. Noch Jahre nach Ende des Bürgerkrieges herrschte hier die Sklaverei.
Politik
Im Moment amtiert Robert L. Ehrlich als Gouverneur (Republikaner, bis Januar 2007). Die Senatorin Barbara A. Mikulski (Demokraten, bis Jan. 2007) und ihr Kollege Paul S. Sarbanes (Demokraten, bis Jan. 2007) vertreten die Interessen Marylands in Washington.
- Liste der Gouverneure von Maryland
Bevölkerung
In Maryland leben 5.508.909 Einwohner, davon 62,1 % Weiße (darunter 15,7 % mit deutschen Vorfahren), 27,9 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 4,3 Hispanics, 4,0 Asiaten, 0,3 % Indianer.
Das Pro-Kopf-Einkommen 2002 betrug 32.680 US-Dollar.
Städte und Einwohnerzahlen
Liste der Gouverneure von Maryland
- Einwohner: 5.386.079
- Bruttosozialprodukt pro Kopf: $ 35.279
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Baltimore - 636.251
- Gaithersburg - 58.091
- Rockville - 57.100
- Frederick - 57.009
- Bowie - 53.840
- Hagerstown - 37.536
- Annapolis - 36.217
- Salisbury - 26.148
- College Park - 25.350
- Greenbelt - 22.176
- Laurel - 21.048
- Cumberland - 20.957
- Liste der Städte in Maryland
- Liste der Countys in Maryland
Wirtschaft
Agrarsektor: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und Eier, Molkereiprodukte, Rinder, Sojabohnen und Getreide. Industrie: Elektroartikel, Medizintechnik, Biotechnologie Lebensmittelindustrie, Chemieprodukte, Druckereien und Verlage, Maschinenbau, Kohle, Tourismus.
Sehenswürdigkeiten
Tourismus
- Chesapeake Bay mit all seinen Vorzügen zum Segeln, Angeln und sonstigen Wassersportmöglichkeiten
- Baltimore
- Blackwater-Naturreservat
- "Preakness Stakes", berühmtes Pferderennen in Baltimore
- Antietam National Battlefield (Gedenkstätte der blutigsten Schlacht des Sezessionskrieges)
- Frederick
- St. Michels - malerische Hafenstadt
- Ocean City, 10 Meilen langer Atlantikstrand und Rummelplatz, besonders überlaufen während des Springbreaks
- Assateaque Island National Seashore - Naturschutzgebiet mit unberührten Stränden und Marschlandschaften
- Fort Meade (Sitz der National Security Agency)
- Annapolis (Haupt- und Hafenstadt, Marineakademie)
Berühmte Persönlichkeiten
National Security Agency
- Spiro Theodore Agnew, Vizepräsident, Baltimore
- Toni Braxton, Sängerin, Anne Arundel Cty
- John Wilkes Booth, Schauspieler, Attentäter Lincolns, Harford County
- James M. Cain, Schriftsteller, Annapolis
- Charles Carroll, Politiker, Annapolis
- Philip Glass, Komponist, Baltimore
- Linda Harrison, Schauspielerin und Fotomodell
- Billie Holiday, Jazz und Bluessängerin, Baltimore
- Johns Hopkins, Finanzmagnat, Anne Arundel Cty
- Francis Scott Key, Rechtsanwalt, Dichter, Carroll Cty
- Barry Levinson, Regisseur und Produzent, Baltimore
- Benji Madden, Musiker der Band Good Charlotte, Charles Cty
- Joel Madden, Musiker und Sänger der Band Good Charlotte, Charles Cty
- Thurgood Marshall, Jurist, Baltimore
- Babe Ruth, Baseballspieler, Baltimore
- Upton Sinclair, Autor, Baltimore
- Leon Uris, Schriftsteller, Baltimore
- John Waters, Regisseur, Baltimore
- Frank Zappa, Sänger und Produzent, Baltimore
- David Hasselhoff, Sänger und Schauspieler, Baltimore
Sonstiges
David Hasselhoff
- Staatsflagge: (siehe oben) Diese beinhaltet die Wappen der Familien Calvert und Crossland. Der Gründungsvater des Staates, der zweite Lord Baltimore, hieß eigentlich Cecil Calvert. Das schwarz-goldene Wappen gehört der Familie Calvert. Die rot-weißen Insignien stehen für die Familie Crossland.
- Staatsmotto: "Fatti maschii parole femine", sinngemäß = starke Heldentaten, sanfte Aussagen.
- Hymne: "Maryland, My Maryland." Die Melodie der Hymne stammt von dem deutschen Lied "O Tannenbaum".
- Staatsvogel: Baltimoretrupial (Icterus galbula)
Weblinks
- [http://www.maryland.gov/ Offizielle Homepage der Regierung Marylands]
- [http://www.state.md.us/ Offizielle Homepage des Staates]
- [http://www.mdisfun.org/ Tourismus-Behörde]
- [http://www.maryland.com/ Kommerzielles Touristikcenter]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:メリーランド州
ko:메릴랜드 주
ms:Maryland
simple:Maryland
Michail GromowMichail Gromow ist
- der russische Pilot Michail Michailowitsch Gromow
- der russische Mathematiker Michail (Misha) Gromow
Ernst UdetErnst Udet ( - 26. April 1896 in Frankfurt am Main; † 17. November 1941 in Berlin) war nach Manfred von Richthofen der zweiterfolgreichste deutsche Jagdflieger im Ersten Weltkrieg.
Ersten Weltkrieg
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Leben
Udet konnte sich schon sehr früh in seinem Leben für das noch junge Flugwesen begeistern. Zusammen mit ein paar Freuden gründete er 1904 in München einen „Aero-Club“, in dem er sich mit Flugzeugmodellen beschäftigte. Später hatte er sogar die Möglichkeit, einige Flugstunden zu nehmen, die ihm sein vermögender Vater bezahlte.
Nach seinem eher durchschnittlichen Abschneiden in der Schule trat er zu Beginn des Ersten Weltkrieges freiwillig dem Militär bei, in dem er kurzzeitig als Motorradmelder tätig war. Danach finanzierte er sich eine Pilotenausbildung, in Folge dessen er zur Luftwaffe versetzt wurde. In einem Zweisitzer flog er bis 1916 Beobachtungsflüge über der Westfront.
Ernst Udet war ein draufgängerischer Pilot, der jedoch auch ein gebrechliches Gemüt hatte. Nach mehreren riskanten Flugmanövern und einem Absturz erlitt er sogar einen Nervenzusammenbruch. Im März 1916 versetzte man ihn in eine Fliegerabteilung, die mit den berühmten Fokker E.III-Jagdflugzeugen ausgerüstet war. Udet schien zu Beginn ein eher ungeeigneter Kampfpilot zu sein, da er es nicht fertig brachte, feindliche Maschinen abzuschießen. Nachdem er sich jedoch der Tatsache bewusst wurde, dass seine Zurückhaltung die eigenen Kameraden gefährden könnte, entschloss auch er sich, aktiv an Luftkämpfen teilzunehmen. Am 18. März 1916 errang er seinen ersten Luftsieg, als er einen feindlichen Bomber abschoss. Häufig zielte er bei seinen Angriffen darauf ab, das Leben seiner Gegnern zu verschonen und nur die Maschinen zu treffen.
Nach seinem dritten Luftsieg am 24. Dezember 1916 wurde er mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet. 1917 übergab man ihm das Kommando für die Jagdstaffel 37 (Jasta 37), die er bis zum März 1918 führte. Kurz darauf wurde er von Manfred von Richthofen in seine berühmte Jagdstaffel 11 geholt, in der er zu einem der besten deutschen Kampfpiloten aufstieg. Im April 1918 verlieh man ihm für seine Leistungen den prestigeträchtigen Orden Pour le Mérite.
Nachdem Richthofen gefallen war und Udet unverständlicherweise nicht das Kommando über dessen Jagdstaffel erhielt, übernahm er die Führung von Jasta 4, die in Marville bei Verdun stationiert war. Im August 1918 gelang ihm der Abschuss von 20 feindlichen Flugzeugen. Seine letzten beiden Luftsiege erzielte er einen Monat später. Ernst Udet überlebte den Krieg als zweitbester deutscher Jagdpilot; er konnte insgesamt 62 Abschüsse für sich verbuchen.
Nach dem Ersten Weltkrieg verdiente Udet sein Geld mit Schauflügen. Im Sommer 1921 gründete Udet, trotz der Einschränkungen des Versailler Vertrags, mit Mitteln des amerikanischen Geldgebers William Pohl die Udet Flugzeugbau GmbH, die er jedoch schon 1925 verließ. Danach widmete er sich vermehrt Kunst- und Schauflügen, in denen er oftmals spektakuläre Flugmanöver vollbrachte.
1925]
1933 trat Udet, nachdem er von Hermann Göring überredet wurde, der NSDAP bei. 1935 wurde er Oberst in der neu gegründeten deutschen Luftwaffe, und ein Jahr darauf erhielt er den Führungsposten im Technischen Amt des Reichsluftfahrtministeriums. In dieser Zeit hatte er den Rang eines Generaloberst inne. Am 1. Februar 1939 ernannte Göring ihn zum Generalluftzeugmeister.
Udet konnte in der Zwischenkriegszeit in den USA der Vorführung eines Sturzkampfflugzeugs beiwohnen. Er war von der Effektivität dieses Konzeptes derart beeindruckt, dass er alle Bomberprojekte zurückstellen ließ, die nicht sturzkampftauglich waren. Er forcierte im Besonderen die Entwicklung und Beschaffung des Jagdflugzeuges Messerschmitt Bf 109, des Sturzkampfflugzeugs Junkers Ju 87 (Stuka) und des mittleren Bombers Junkers Ju 88.
In seiner Funktion als Generalluftzeugmeister gab er auch am 4. April 1940 den schriftlichen Befehl zur Verschrottung der Luftschiffe LZ127 "Graf Zeppelin" und LZ130 "Graf Zeppelin II", sowie zur Sprengung der Luftschiffhallen auf dem Flugplatz Rhein-Main.
Nach den Misserfolgen in der Luftschlacht um England und den damit verbundenen Anfeindungen durch Göring und einigen anderen NS-Größen starb er am 17. November 1941 durch Suizid. Hitler veranlasste ein Staatsbegräbnis. Der Suizid wurde geheim gehalten. Für die Öffentlichkeit starb Udet an den Folgen einer bei der Erprobung einer neuen Waffe erlittenen schweren Verletzung.
Sonstiges
Des Teufels General
Der in dem Theaterstück "Des Teufels General" von Carl Zuckmayer vorkommende General Harras (verfilmt mit Curd Jürgens in der Hauptrolle) hat Ernst Udet zum Vorbild, mit dem Zuckmayer befreundet war.
Udets Kampf gegen Georges Guynemer
Udet schilderte als Beispiel für die im Ersten Weltkrieg manchmal ausgeübte Ritterlichkeit seinen Kampf gegen das französische Fliegerass Georges Guynemer. Nach Udets Bericht kämpfte Guynemer im Juni des Jahres 1917 verbissen mit dem Deutschen, er schoss ihn jedoch trotz seiner Überlegenheit nicht ab, als er bemerkte, dass Udet eine Ladehemmung hatte. Also flog Guynemer auf Udets Maschine zu, warf ihm einen ritterlichen Gruß zu und verschwand dann wieder über alliiertes Gebiet.
Die wohl auch von Udet bevorzugte Interpretation war, dass die Jagdflieger sich als moderne Ritter der Lüfte sahen, die auch im Kampf mit dem Feind es an Fairness und Ritterlichkeit nicht fehlen lassen wollten und nach dem ungeschriebenen Ehrenkodex der Piloten das Bekämpfen eines wehrlos gewordenen Feindes unehrenhaft war.
Es gibt jedoch keine Schilderung dieses Vorfalls durch Udets Gegner Georges Guynemer. Dieser angebliche Vorfall hat durch spätere Filme das Klischee der Ritterlichkeit der Flieger des ersten Weltkriegs populär gemacht.
Udet war eng befreundet mit dem Schauspieler Heinz Rühmann, mit dem er seine Liebe zur Fliegerei teilte.
Literatur
- Hans Merlin: Der Teufelsflieger, Heyne Verlag, ISBN 3-45300-353-5
Weblinks
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/UdetErnst/ Biografie (DHM)]
- [http://www.luftfahrtgeschichte.com/buch16.htm Biografie #2 (Luftfahrtgeschichte)]
Udet, Ernst
Udet, Ernst
Udet, Ernst
Udet, Ernst
Udet, Ernst
Udet, Ernst
Udet, Ernst
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Chuck Yeager
Charles Elwood "Chuck" Yeager ( - 13. Februar 1923 in Myra, West Virginia) ist ein Fliegerveteran des Zweiten Weltkrieges und Testpilot. Als erster Mensch erreichte er erwiesenermaßen eine Geschwindigkeit über Mach 1.
Anders als bei allen mutmaßlich früheren, nicht belegten Flügen mit Überschallgeschwindigkeit war für das Durchbrechen der Schallmauer mit der Bell X-1 kein Sturzflug nötig.
Der Testpilot
Den Geschwindigkeitsrekord brach Yeager mit der Bell X-1 am 14. Oktober 1947 in der Flughöhe von 45.000 Fuß. Er erreichte die Geschwindigkeit von 1080 km/h unter Temperatur- und Luftdruckbedingungen, bei denen die Schallgeschwindigkeit 1060 km/h beträgt, d. h. er durchbrach die Schallmauer.
Sein Flugzeug war ein experimentelles Raketenflugzeug, dem man den Spitznamen Glamouros Glennis, nach Yeagers Ehefrau, gegeben hatte. Die Bell X-1 befindet sich heute in der ständigen Ausstellung des Smithsonian Institution's National Air And Space Museum. In der Folgezeit stellte Yeager noch weitere Geschwindigkeits- und Höhenrekorde auf.
Militärkarriere
Chuck Yeagers Flugkarriere begann mit seinem Eintritt in den USAAC 1939. Obwohl er bei seinem ersten Flug luftkrank wurde, galt bald seine ganze Leidenschaft der Fliegerei. Bis Ende des Vietnamkrieges gehörte er zum Militär. Er absolvierte niemals das College, war laut eigenem Bekunden bescheiden in seinen Ansprüchen und wurde als einer der talentiertesten Piloten der USA betrachtet. Yeager schied im Rang eines Brigadegenerals aus der US-Luftwaffe aus.
Verfilmung
In dem US-Film Der Stoff, aus dem die Helden sind wird Chuck Yeager von Sam Shepard gespielt.
Werke
- Yeager, Chuck: Press on! : further adventures in the good life. - Toronto : Bantam Books, 1988. - ISBN 0-553-25674-2
- Yeager, Chuck: Yeager : an autobiography. - Toronto : Bantam Books, 1986 - ISBN 0-553-05333-7
Literatur
- Martin, Michael: Chuck Yeager. - San Diego, Cal. : Lucent Books, 2004
- Williams, Colleen M.: Chuck Yeager. - Philadelphia : Chelsea House Publ., 2003
Weblinks
-
- http://www.chuckyeager.com/
Yeager, Charles Elwood
Yeager, Charles Elwood
Yeager, Charles Elwood
Yeager, Charles Elwood
Yeager, Charles Elwood
ja:チャック・イェーガー
Neil Armstrong
Wikipedia:Formatvorlage Raumfahrer)]]
Neil Alden Armstrong ( - 5. August 1930 bei Wapakoneta, Ohio) ist ein US-amerikanischer Testpilot und Astronaut. Er war der erste Mensch, der den Mond betrat.
Biografie
Jugend und Ausbildung
Neil Armstrong wurde 1930 in Wapakoneta, Ohio, USA geboren, sein Vater war staatlicher Rechnungsprüfer. Ein Urgroßvater von ihm stammte aus Ladbergen (Nordrhein-Westfalen). In jungen Jahren war er Pfadfinder. Bereits als Jugendlicher war er fasziniert vom Fliegen, mit 16 erwarb er die Pilotenlizenz. Nach der Schule begann er an Purdue-Universität ein Studium, um Flugzeugingenieur zu werden.
Militärdienst
Armstrong wurde 1950 in den Korea-Krieg geschickt. Er diente dort als Kampfflieger für die US-Marine, für die er 78 Einsätze flog. Dabei wurde er einmal abgeschossen, konnte sich jedoch mit seinem Fallschirm retten. 1952 verließ er die Marine, um als Testpilot dem National Advisory Committee for Aeronautics (NACA), dem Vorläufer der NASA beizutreten. Dort steuerte er unter anderem auch das Raketenflugzeug X-15. Im gleichen Jahr schloss Armstrong auch sein Studium ab, das er für den Wehrdienst unterbrochen hatte.
Er war einer der neun Testpiloten, die am 28. Juli 1958 von der US-Luftwaffe für das Projekt Man in Space Soonest ausgewählt wurden, die erste Astronautengruppe der Geschichte. Dieses Projekt wurde jedoch kurz darauf abgesagt, als die NASA gegründet wurde und alle Aktivitäten der amerikanischen Weltraumfahrt übernahm.
Bei der NASA
Für die erste Astronautengruppe (Mercury Seven), die von der NASA ausgewählt wurde, kam Armstrong nicht in Frage, da er zu diesem Zeitpunkt bereits wieder Zivilist war. Es durften aber nur Militärangehörige für diese Gruppe ausgewählt werden.
Bei der zweiten Astronautengruppe kam er jedoch zum Zug und wurde am 17. September 1962 mit acht anderen zukünftigen Raumfahrern der Öffentlichkeit vorgestellt. In der ersten Zeit als Astronaut übernahm er als Spezialgebiet die Simulatoren.
Erster Raumflug
Nachdem Armstrong Ersatzmann für Gemini 5 war, machte er seinen ersten Raumflug am 12. März 1966 als Kommandant von Gemini 8. Während dieser Mission koppelten er und sein Kollege David Scott zum ersten Mal zwei Raumschiffe im All aneinander, jedoch geriet Gemini 8 stark ins Taumeln. Ar | | |