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| Théodore De Bèze |
Théodore de BèzeThéodore de Bèze (latinisiert Theodor Beza) ( - 24. Juni 1519 in Vézelay, Burgund; † 13. Oktober 1605 in Genf) war ein Genfer Reformator französischer Herkunft.
Reformator
Er stammte aus einer Adelsfamilie; sein Vater Pierre de Bèze war in Vézelay Landvogt. Von seinem neunten Lebensjahr an wohnte er in Orléans und Bourges im Haus Melchior Volmars, eines deutschen Philologen, der ihn mit dem Protestantismus bekannt machte. Nach einem Rechtsstudium in Orléans zog er nach Paris, wo ihm die Einkünfte aus zwei Pfründen eine sorgenfreie Existenz als lateinischer Dichter ermöglichten (Poemata juvenilia, Paris 1548).
Nach inneren Kämpfen und einer schweren Krankheit begab er sich 1548 nach Genf, heiratete und trat zur reformierten Kirche über. Zehn Jahre wirkte er dann als Lehrer der griechischen Sprache in Lausanne und vollendete die von Clément Marot begonnene gereimte Übersetzung der Psalmen, den sogenannten Genfer Psalter, dessen modernisierte Fassung später zur Grundlage für den Kirchengesang der reformierten Gemeinden in Frankreich wurde.
Als Mitstreiter von Johannes Calvin verfasste er polemische Schriften über die Prädestination und das Abendmahl, teilte aber auch dessen Ansicht über die Bestrafung der Ketzer und suchte z.B. in einem Buch De haereticis a civili magistratu puniendis (1554) die Hinrichtung von Michel Servet zu rechtfertigen. Er erwarb sich in der reformierten Schweiz ein so hohes Vertrauen, dass er 1557 und 1558 mehrfach Mitglied von Delegationen an die protestantischen Fürsten Deutschlands war, welche diese um Fürsprache am französischen Hof zugunsten der bedrohten Waldenser in Piemont und der in Paris inhaftierten Reformierten ersuchten.
1558 ließ er sich endgültig in Genf nieder, wurde dort Pfarrer und Professor der Theologie und verteidigte Calvin 1559 und 1560 in mehreren, zum Teil beißend ironischen Schriften gegen die Angriffe der Lutheraner Joachim Westphal und Tilemann Hesshus. Sein diplomatisches Talent kam nun vielfältig zum Einsatz für die Ziele der reformierten Kirche.
Nachdem er 1559 den König Anton von Navarra für die Reformation gewonnen hatte, besuchte er 1561 auf dessen Verlangen mit Petrus Martyr Vermigli das berühmte Religionsgespräch zu Poissy, wo er mit Kühnheit und rhetorischer Gewandtheit die Reformation verteidigte. Beim Kolloquium von Saint Germain eiferte er 1562 gegen die Bilderverehrung und wirkte nach Ausbruch der Hugenottenkriege als Feldprediger im Gefolge des Prinzen Condé.
Nach dem Vertrag von 1563 trat er in Genf wieder in seine Ämter ein und galt nach Calvins Tod 1564, dessen Nachfolger als Präsident des Konsistoriums er war, als der führende Theologe dieser Kirche. 1571 nahm er an der allgemeinen Nationalsynode der französischer Reformierten zu Nîmes teil. 1585 argumentierte er bei einem Religionsgespräch in Montbéliard mit dem württembergischen Theologen Jakob Andreae gegen die lutherische Ansicht von der Allgegenwart des Leibes und Blutes Christi.
Nach dem Tod seiner ersten Gattin Claude Desnoz im Jahre 1588 heiratete der 69jährige eine zweite Frau, die verwitwete Genuesin Caterina del Piano. Nachdem er schon 1580 vom Vorsitz im Konsistorium zurückgetreten war, legte er 1598 sein Lehramt und 1600 sein Predigtamt nieder. Franz von Sales suchte ihn vergeblich zur Rückkehr in die katholische Kirche zu bewegen. Als Jesuiten 1597 das Gerücht verbreiteten, Bèze sei gestorben und habe sich noch vor seinem Ende zum katholischen Glauben bekannt, schrieb er dagegen ein Spottgedicht.
Eine Statue von Théodore de Bèze steht am Genfer Reformationsdenkmal.
Werke
- kritische Textausgaben des Neuen Testaments
- Dialogi de praedestinatione, de coena sacra contra Io. Westphalium, Tilemannum Heshusium, Castellionem ...
- Icones id est verae imagines virorum doctrina et pietate illustrium(Genf 1580)
- Vita Calvini (1575)
- Histoire ecclésiastique des églises réformées au royaume de France, depuis l'an 1521 jusqu'en 1563 (Genf 1580; Bèze zugeschrieben)
Weblinks
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- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D11048.html Artikel im Historischen Lexikon der Schweiz]
Beze, Theodore de
Beze, Theodore de
Beze, Theodore de
Beze, Theodore de
Beze, Theodore de
Beze, Theodore de
Beze, Theodore de
Beze, Theodore de
24. Juni
Der 24. Juni ist der 175. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 176. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 190 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- Ende der jährlichen Spargelsaison in Deutschland
- 972 - Schlacht bei Zehden (Cedynia).
- 1314 - Schlacht bei Bannockburn.
- 1497 - Gründung von St. John's, der ersten europäischen Siedlung in Nordamerika, benannt nach Johannes dem Täufer.
- 1509 - Heinrich VIII. wird zum König von England gekrönt.
- 1812 - Napoléon greift Russland an. Die Grande Armée überschreitet mit ca. 400.000 Soldaten die Memel.
- 1813 - Britische Truppen zwingen in der Schlacht bei Beaver Dams eine zahlenmäßig überlegene amerikanische Abteilung zur Kapitulation.
- 1841 - Die Berliner Schwermaschinenfabrik August Borsig liefert ihre erste Lokomotive aus.
- 1859 - Schlacht bei Solferino.
- 1929 - Erneuerung des ausgelaufenen Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrages zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit 5 Jahre).
- 1932 - Gewaltloser Militärputsch in Thailand führt in eine konstitutionelle Monarchie.
- 1939 - Der Landesname von Siam wird auf Veranlassung des Diktators General Pibul Songkhram in Thailand (Prathet Thai = "Land der Freien") geändert.
- 1945 - Sowjetische Truppen besetzen die Freie Republik Schwarzenberg.
- 1948 - Beginn der Berliner Blockade.
- 1948 - Einführung der Westmark mit Aufdruck "B" in den drei Westsektoren Berlins.
- 1952 - Die erste Ausgabe der BILD Zeitung erscheint mit einer Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren
- 1963 - Porsche stellt den Sportwagen 911 vor.
- 1969 - Frankreich. Jacques Chaban Delmas wird Ministerpräsident.
- 1992 - Waffenstillstand zwischen Georgien und Ossetien
- 1997 - Israel. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu übersteht Misstrauensvotum.
- 2001 - Ilir Meta wird Regierungschef in Albanien.
- 2002 - Albanien. Das Parlament wählt den ehemaligen Verteidigungsminister Dr. Alfred Moisiu zum Präsidenten
- 2002 - Neuer Investitionsförderungs und -schutzvertrag zwischen Deutschland und Thailand
- 2003 - Finnland. Matti Vanhanen wird Ministerpräsident
- 2003 - Letzter Flug einer Concorde im Dienste der Air France.
- 2004 - Deutschland. Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft den Premierminister von Armenien, Andranik Markarjan.
Kultur
- 1854 - Uraufführung der Oper Alfonso und Estrella von Franz Schubert in Weimar.
- 1937 - Uraufführung der Oper Don Juan de Mañara von Eugène Goossens im Covent Garden in London.
Katastrophen
- 1902 - Das deutsche Torpedoboot "S 42" sinkt in der Elbemündung nach der Kollision mit dem britischen Dampfer "Firsby". Von den 16 Mann Besatzung des Torpedobootes kommen 5 Mann ums Leben.
- 1950 - Lake Michigan, USA. Eine DC-4 der Northwest Airlines explodierte und stürzte in den Lake Michigan, ca. 30 km nördlich von Benton Harbor. Alle 58 Menschen starben.
- 1975 - New York, USA. Eine Boeing 727 der Eastern Air Lines, planmäßig von New Orleans kommend, wird bei der Landung auf dem John F. Kennedy International Airport von einem Blitz getroffen. Die Verkehrsmaschine zerbrach und fing Feuer. 115 der 124 Menschen an Bord starben.
- 2002 - Volksrepublik China. Hochwasserkatastrophe in der Provinz Shanxi. Über 500 Tote.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Rudi Völler tritt als Teamchef der deutschen Fußballnationalmannschaft nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft in der Vorrunde der Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal von seinem Amt zurück. Auch Assistenz-Trainer Michael Skibbe tritt von seinem Posten zurück und wird in Zukunft beim DFB wieder Jugend-Koordinator.
- 2004 - Fußball: England scheidet bei EM in Portugal gegen Gastgeber Portugal mit 7:8 n.E. im Viertelfinale aus.
Geboren
- 1316 - Philipp V., König von Frankreich
- 1360 - Nuno Álvares Pereira, portugiesischer Mönch und Heerführer
- 1386 - Johannes Capistranus, Wanderprediger
- 1489 - Lorenz Fries, Würzburger fürstbischöflicher Rat, Historiker und Chronist
- 1499 - Johannes Brenz, deutscher Theologe und Reformator
- 1519 - Théodore de Bèze, Genfer Reformator französischer Herkunft
- 1532 - Edzard II. Graf von Ostfriesland
- 1542 - Johannes vom Kreuz, spanischer Karmelit, Mystiker
- 1593 - Abraham von Franckenberg, schlesischer Mystiker
- 1687 - Johann Albrecht Bengel, deutscher Theologe
- 1738 - Johann Friedrich Wilhelm von Charpentier, deutscher Geologe
- 1740 - Juan Ignacio Molina, chilenischer Priester und Naturforscher
- 1769 - August Ferdinand Bernhardi, deutscher Sprachforscher und Schriftsteller
- 1770 - Albrecht Ludwig Berblinger, deutscher Flugpionier
- 1777 - John Ross, britischer Konteradmiral und Polarforscher
- 1783 - Johann Heinrich von Thünen, deutscher Autor
- 1795 - Ernst Heinrich Weber, deutscher Physiologe und Anatom
- 1838 - Gustav von Schmoller, deutscher Ökonom
- 1842 - Ambrose Bierce, US-amerikanischer Schriftsteller, Journalist und Lebenskünstler
- 1850 - Horatio Herbert Kitchener, britischer General und Politiker
- 1852 - Victor Adler, österreichischer Politiker
- 1864 - Heinrich Wölfflin, schweizer Kunsthistoriker
- 1882 - Carl Diem, deutscher Sportfunktionär und -wissenschaftler
- 1883 - Fritz Löhner-Beda, Librettist, Schlagertexter und Schriftsteller
- 1883 - Victor Franz Hess, österreichisch-US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1887 - Matthias Brauer, Historiker und Reichstagsabgeordneter
- 1888 - Gerrit Rietveld, niederländischer Architekt
- 1892 - Gregor Ebner, während des NS-Regimes ärztlicher Leiter aller Heime des Lebensborn e.V
- 1893 - Hans Sachtleben, deutscher Zoologe, Entomologe
- 1895 - Jack Dempsey, US-amerikanischer Boxer
- 1897 - Adrienne Thomas, deutsch-österreichische Autorin
- 1904 - Kurt Kusenberg, deutscher Kunstkritiker und Schriftsteller
- 1911 - Ernesto Sabato, argentinischer Schriftsteller
- 1911 - Juan Manuel Fangio, argentinischer Autorennfahrer
- 1915 - Fred Hoyle, britischer Astronom und Mathematiker
- 1919 - Eugen Oker, deutscher Spielekritiker und Schriftsteller
- 1922 - Manny Albam, dominikanischer Jazz-Baritonsaxophonist und Arrangeur
- 1923 - Harvey Patton, deutscher Science-Fiction-Autor
- 1924 - Kurt Furgler, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1927 - Martin L. Perl, US-Amerikanischer Physiker
- 1928 - Wolfgang Altenburg, deutscher General
- 1930 - Claude Chabrol, französischer Filmregisseur
- 1930 - Clemens Zintzen, deutscher Altphilologe
- 1939 - HA Schult, deutscher Aktionskünstler
- 1942 - Arthur Brown, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Eduardo Frei Ruiz-Tagle, chilenischer Politiker und Staatspräsident
- 1944 - Jeff Beck, US-amerikanischer Gitarrist
- 1947 - Mick Fleetwood, US-amerikanischer Musiker (Fleetwood Mac)
- 1948 - Georg Boomgaarden, deutscher Diplomat und Botschafter in Spanien und Andorra
- 1948 - Annemarie Lütkes, deutsche Juristin und Politikerin
- 1949 - Brigitte Mohnhaupt, Terroristin in der Roten Armee Fraktion (RAF)
- 1949 - Ulrich Steinwedel, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 1951 - Raelene Boyle, australische Leichtathletin und Olympionikin
- 1961 - Dennis Dannell, US-amerikanischer Musiker (Social Distortion)
- 1961 - Susanne Helm, deutsche Leichtathletin
- 1964 - Günther Mader, österreichischer Skirennläüfer
- 1967 - Richard Z. Kruspe, deutscher Musiker
- 1970 - Glenn Medeiros, US-amerikanischer Popmusiker
- 1972 - Robbie McEwen, australischer Radrennfahrer
Gestorben
- 1195 - Albrecht der Stolze, 1190 bis 1195 Markgraf von Meißen
- 1322 - Matteo I. Visconti, politischer Anführer Mailands
- 1439 - Friedrich IV., Herzog
- 1519 - Lucretia Borgia, italienische Fürstin
- 1707 - Kaspar Stieler, deutscher Gelehrter und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
- 1766 - Adrien-Maurice de Noailles, Marschall von Frankreich
- 1768 - Johann Julius Hecker, Begründer des ersten preußischen Lehrerseminars
- 1768 - Maria Leszczynska, Ehefrau des französischen Königs Ludwig XV.
- 1830 - Georg IV., König von Großbritannien, Irland und Hannover
- 1843 - Johann Friedrich Kind, deutscher Schriftsteller
- 1860 - Jérôme Bonaparte, König des Königreiches Westphalen
- 1866 - Wilhelm Ferdinand Ermeler, Berliner Industrieller und Geheimer Kommerzienrat
- 1880 - Jules Antoine Lissajous, französischer Physiker
- 1882 - Joachim Raff, schweizer Komponist
- 1894 - Marie François Sadi Carnot, französischer Politiker und Staatspräsident.
- 1908 - Stephen G. Cleveland, 22. und 24. Präsident der USA
- 1922 - Walther Rathenau, deutscher Großindustrieller und Reichsaußenminister
- 1925 - Max Wiese, deutscher Bildhauer und Professor an der Kunstakademie in Hanau
- 1935 - Carlos Gardel, argentinischer Tango-Sänger
- 1943 - Alice Rühle-Gerstel, deutsche Schriftstellerin
- 1943 - Otto Rühle, sozialdemokratischer, später kommunistischer Politiker und Schriftsteller
- 1952 - Botho Henning Elster, deutscher Generalmajor
- 1953 - George Herbert Walker, Bankier
- 1957 - Herman Peltzer, niederländischer Fußballspieler
- 1969 - Oskar Sima, österreichischer Theater- und Filmschauspieler
- 1971 - Hans Mersmann, deutscher Musikforscher
- 1975 - Luigi Raimondi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1976 - Imogen Cunnigham, US-amerikanische Fotografin
- 1976 - Rudolf Sieber, deutscher Filmproduzent und Ehemann von Marlene Dietrich
- 1978 - Mstislaw Wsewolodowitsch Keldysch, sowjetischer Mechaniker, Aeronautiker und Mathematiker
- 1980 - Varahagiri Venkata Giri, indischer Politiker und Staatspräsident
- 1982 - Jakob Streitle, deutscher Fußballspieler
- 1982 - Paul Benthien, deutscher Tischtennisspieler
- 1991 - Franz Hengsbach, deutscher katholischer Geistlicher, Bischof von Essen
- 1993 - Archie Williams, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1999 - Wilhelm Sandfuchs, Kirchenjournalist
- 2002 - Frank Ripploh, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 2002 - Pierre Werner, Luxemburgischer Politiker
- 2004 - Mariana Frenk-Westheim, deutsche Schriftstellerin
Feier- und Gedenktage
- Kirchenjahr: Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers (Johannistag)
Siehe auch
:23. Juni - 25. Juni
:24. Mai - 24. Juli
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0624
ja:6月24日
ko:6월 24일
simple:June 24
th:24 มิถุนายน
Vézelay
Vézelay [] ist ein französischer Wallfahrtsort im Département Yonne, etwa 100 km westlich von Dijon. Hier beginnt einer der französischen Jakobswege.
Der Ort mit knapp 500 Einwohnern ist auf einem Hügel gelegen. Gegen Mitte 9. Jahrhundert wurde eine Benediktinerabtei gegründet. Die Reliquien der Heiligen Maria von Magdala wurden 882 nach Vézelay überführt. Mit der Basilika Sainte-Marie-Madeleine besitzt Vézelay eine der bedeutendsten Sakralbauten der Romanik des 12. Jahrhunderts. Das Schiff wurde um 1140 errichtet, der Narthex 1145-1150. Die Skulpturen des Hauptportals der Kirche sind von außergewöhnlich hoher Qualität. Querschiff und Chor sind bereits gotischen Stils und stammen aus dem Ende des 12. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert wurde der Bau von Viollet-le-Duc durchgreifend restauriert.
Hügel und Kirche von Vézelay zählen seit 1979 zum Weltkulturerbe.
Söhne und Töchter der Stadt
- Théodore de Bèze, Genfer Reformator französischer Herkunft
Literatur
Alain Erlande-Brandenburg: Vézelay. Gisserot 2002. ISBN 2-87747-619-7
Weblink
- [http://whc.unesco.org/pg.cfm?cid=31&id_site=84&l=en UNESCO-Weltkulturerbe] (engl.)
- [http://www.art-roman.net/vezelay/vezelay.htm Romanische Sakralbauten in Frankreich, Vézelay] (franz.)
Kategorie:Ort im Burgund
Kategorie:Wallfahrt
Kategorie:Romanisches Bauwerk
13. OktoberDer 13. Oktober ist der 286. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 287. in Schaltjahren) - somit bleiben 79 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 54 - Nero Claudius Caesar Drusus Germanicus wird Kaiser von Rom
- 1307 - Die Mitglieder des Templerordens werden von Guillaume de Nogaret auf Geheiß von Philipp dem Schönen in ganz Frankreich inhaftiert.
- 1792 - Grundsteinlegung zum Weißen Haus.
- 1812 - Bei dem Versuch einer Invasion in Kanada erleiden die Amerikaner in der Schlacht von Queenston Heights eine schwere Niederlage gegen zahlenmäßig weit unterlegene britisch-indianische Truppen.
- 1913 - Schiffsunglück an der Strombrücke zu Magdeburg Magdeburg
- 1923 - Käthe Kollwitz stellt in Berlin auf einer Ausstellung der Preußischen Akademie der Künste ihren Holzschnittzyklus "Krieg" aus.
- 1923 - Kemal Atatürk verlegt die Hauptstadt der Türkei nach Ankara.
- 1943 - Italien erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.
- 1945 - Gründung der CSU in Würzburg
- 1948 - Der Bergmann Adolf Hennecke fördert in einer Schicht 24,4 m³ Kohle und überbietet damit das Tagessoll um 387%. Er wird dadurch zum Auslöser der so genannten Hennecke-Bewegung.
- 1970 - Fidschi wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1974 - Eröffnung des ersten IKEA-Markts in Deutschland
- 1977 - Entführung der Lufthansamaschine Landshut nach Mogadischu und Befreiung durch die GSG9 am 18. Oktober, siehe Operation Feuerzauber.
- 1980 – Die ersten deutschen Greenpeace-Aktivisten blockieren ein Verklappungsschiff, das Giftmüll im Meer entleeren soll
- 1982 - Helmut Kohl gibt in Bonn seine Regierungserklärung ab.
- 1991 - Bulgarien. Erste Parlamentswahlen nach der neuen Verfassung.
- 2003 - Die Außenminister Joschka Fischer, Deutschland, Dominique de Villepin, Frankreich, und Lydie Polfer, Luxemburg, eröffnen das Pierre-Werner-Institut in Luxemburg.
Wissenschaft, Technik
- 1884 - Die Internationale Meridiankonferenz in Washington D.C. legt den Nullmeridian auf die Sternwarte in Greenwich. Protagonist ist Sir Sandford Fleming.
- 1930 - Major Nello Marinelli, Italien, fliegt mit einem von Corradino d'Ascanio konstruierten Koaxialhubschrauber 1078 m weit, was einen Weltrekord darstellt.
- 1930 - Der Erstflug der Junkers Ju 52/1m erfolgt mit der Werknummer 4001 als Ju 52ba.
- 2000 - Freigabe des Quellcodes von OpenOffice.org durch Sun Microsystems [http://www.heise.de/newsticker/meldung/12462/]
Kultur
- 1830 - Uraufführung der Oper "Der Gott und die Bajadere" von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1836 - Uraufführung der Oper "Le Postillon de Lonjumeau" (Der Postillon von Lonjumeau) von Adolphe Adam in Paris
- 1847 - Uraufführung der Oper "Konradin von Ferdinand Hiller" in Dresden.
- 1927 - Uraufführung des Schauspiels "Schinderhannes" von Carl Zuckmayer
- 1962 - Uraufführung des Dramas "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" von Edward Albee in New York
- 1982 - Uraufführung der Oper "Candide" von Leonard Bernstein an der New York City Opera an New York.
Katastrophen
- 1972 - Moskau, Russland. Absturz einer Ilyushin-62 der russischen Aeroflot. Alle 176 Menschen sterben.
- 1972 - In den Anden - im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Chile - stürzt ein Flugzeug mit 45 Insassen ab, darunter eine Rugbymannschaft. 16 werden nach 72 Tagen gerettet. Das Unglück wurde 1993 unter dem Titel Überleben! verfilmt.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1474 – Mariotto Albertinelli, italienischer Maler
- 1498 – Claude de France, französische Königin, Gemahlin von Franz I.
- 1563 – Franz von Carácciolo, Ordensstifter, Namenspatron am 4. Juni
- 1592 – Christian Gueintz, Pädagoge und Sprachgelehrter
- 1713 – Allan Ramsay, schottischer Maler
- 1734 – Maciej Kamieński, polnischer Komponist
- 1748 – Johann Dominicus Fiorillo, deutscher Maler und Kunsthistoriker
- 1776 – Peter Barlow, britischer Mathematiker und Physiker
- 1798 – Hermann Vilhelm Bissen, dänischer Bildhauer (Schleswig, Deutschland)
- 1806 – Otto Unverdorben, Kaufmann und Apotheker in Dahme (Mark) und entdeckte 1826 den Farbstoff Anilin
- 1812 – Franz Rieger, Orgelbaumeister und der Begründer der Orgelbaufirma Franz Rieger & Söhne, Jägerndorf
- 1818 – Louis Appia, Chirurg und Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz
- 1821 – Oscar Byström, schwedischer Komponist
- 1821 – Rudolf Virchow, deutscher Arzt und ein Begründer der modernen Pathologie
- 1828 – Johanna Jachmann-Wagner, deutsche Opernsängerin
- 1830 – Georg Kruse, deutscher Schauspieler und Schriftsteller
- 1842 – Stanislas-Arthur-Xavier Touchet, Bischof von Orléans und Kardinal
- 1843 – Otto Lueger, Professor der Wasserbautechnik
- 1855 – Eduard Flegel, deutscher Afrikareisender
- 1856 – Ludwig Herterich, deutscher Maler
- 1858 – Dumitru Ionescu, rumänischer Politiker, Regierungschef 1921–1922
- 1862 – John Roger Commons, US-amerikanischer Ökonom und Soziologe
- 1862 – Mary Henrietta Kingsley, britische Forschungsreisende
- 1864 – Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist
- 1866 – Georg Walther Groddeck, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1867 – Pierre Bonnard, französischer Maler des Symbolismus
- 1867 – Ramón Maximiliano Valdés, Staatspräsident von Panama
- 1878 – Stepan Schaumjan, armenischer Arbeiterführer und Politiker (Georgien)
- 1886 – Ben Stom, niederländischer Fußballspieler
- 1887 – Jozef Tiso, slowakischer Theologe und Staatspräsident 1939-1945
- 1893 – René Guiette, französischer Maler des Kubismus
- 1893 – Hans Severus Ziegler, deutscher Publizist, Intendant, Lehrer und nationalsozialistischer Politiker
- 1895 – Kurt Schumacher, deutscher Politiker
- 1895 – Robert Wagner, nationalsozialistischer Politiker
- 1897 – Renee Stobrawa, deutsche Filmschauspielerin, „Die Degenhardts“ (Dresden)
- 1901 – Paolo Dezza, italienischer Ordensgeneral, Kardinal
- 1904 – Jutta Hecker, deutsche Schriftstellerin
- 1906 – Karl Holzamer, deutscher Philosoph
- 1907 – Yves Allegret, französischer Regisseur
- 1909 – Art Tatum, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1911 – Migjeni, albanischer Dichter
- 1914 – Robert Walker, amerik. Filmschauspieler, „Der Fremde im Zug“
- 1915 – Cornel Wilde, amerik. Filmschauspieler, „Die größte Schau der Welt“, „Der Todesmutige“
- 1915 – Terry Frost, britischer Künstler
- 1918 – Colin Pittendrigh, US-amerikanischer Biologe und Mitbegründer der Chronobiologie
- 1919 – Hans Hermann Groër, österreichischer Bischof und Kardinal
- 1919 – Tsahai, Prinzessin von Äthiopien
- 1921 – Yves Montand, Schauspieler und Chansonnier
- 1925 – Lenny Bruce, amerikanischer Rocksänger
- 1925 – Margaret Thatcher, britische Politikerin, erste Premierministerin
- 1926 – Ray Brown, US-amerikanischer Jazz-Bassist
- 1927 – Anita Kerr, US-amerikanische Sängerin
- 1927 – Lee Konitz, Musiker
- 1927 – Turgut Özal, türkischer Politiker
- 1929 – Wolfgang Klähn, deutscher Maler
- 1930 – Rudolf Schenda, deutsch-schweizerischer Volkskundler und Erzählforscher
- 1931 – Raymond Kopa, französischer Fußballspieler
- 1932 – Dusan Makavejev, Jugoslawischer Filmregisseur
- 1932 – Raymond Kopa, französischer Fußballspieler
- 1934 – Nana Mouskouri, griechische Sängerin
- 1936 – Christine Nöstlinger, österreichische Schriftstellerin
- 1936 – Hans-Joachim Meyer, Minister für Bildung und Wissenschaft der DDR
- 1937 – Rudolf Seiters, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1937 – Sami Frey, französischer Schauspieler
- 1938 – Christiane Hörbiger, österreichische Schauspielerin
- 1940 – Chris Farlowe, englischer Rhythm-and-Blues-Sänger
- 1940 – Klaus Lemke, deutscher Film- und Fernsehregisseur
- 1940 – Peter Eckardt, deutscher Politiker und MdB
- 1941 – Martin Mayer, deutscher Politiker
- 1941 – Paul Simon, US-amerikanischer Musiker
- 1943 – Peter Sauber, Teamchef und Gründer Sauber-Petronas
- 1944 – Jörg Berger, deutscher Fußballspieler
- 1944 – Robert Lamm, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1947 – Sammy Hagar, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber (Van Halen)
- 1948 – Nusrat Fateh Ali Khan, pakistanischer Musiker
- 1948 – Peter David Spencer, britischer Musiker (Smokie)
- 1949 – Craig McGregor, britischer Musiker
- 1949 – Rick Vito, Gitarrist
- 1950 – Annegret Richter, deutsche Leichtathletin
- 1950 – Rolf Rüssmann, deutscher Fußballspieler
- 1951 – John Edward Coley, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1954 – Mordechai Vanunu, israelischer Ingenieur und Nukleartechniker
- 1954 – Wolfgang Fellner, Journalist und Medienmacher
- 1956 – Chris Carter, Produzent und Drehbuchautor
- 1957 – Christian Köckert, deutscher Politiker
- 1959 – Marie Osmond, US-amerikanische Sängerin
- 1960 – Pe Werner, deutsche Sängerin
- 1963 – Anne Bennent, deutsche Schauspielerin
- 1965 – Johan Museeuw, belgischer Radrennfahrer
- 1966 – Baja Mali Knindža, serbischer Musiksänger
- 1967 – Javier Sotomayor, kubanischer Hochspringer
- 1968 – Sophie von Kessel, deutsche Schauspielerin
- 1969 – Nancy Kerrigan, US-amerikanische Eiskunstläuferin
- 1971 – Pyrros Dimas, griechischer Gewichtheber
- 1973 – Niki Marty, Schweizer Sportschütze
- 1977 – Judith Sylvester, deutsche Volleyballerin
- 1977 – Katrin Wagner, deutsche Kanutin
- 1978 – Jan Simak, tschechischer Fußballspieler
- 1980 – Ashanti Douglas, US-amerikanische Sängerin
- 1982 – Ian Thorpe, australischer Schwimmer und Olympiasieger
Gestorben
- 54 - Tiberius Claudius Drusus Germanicus, Kaiser von Rom
- 1494 - Andreas von Leuben, katholischer Heiliger
- 1498 - Heinrich von Rübenach OP, Weihbischof in Köln
- 1605 - Théodore de Bèze (latinisiert Theodor Beza), französischer Theologe und Schriftsteller
- 1653 - Christoph Martin von Degenfeld, bedeutender Feldherr im Dreissigjährigen Krieg
- 1673 - Christoffer von Gabel, dänischer Staatsmann, Statthalter der Färöer und Kopenhagens
- 1715 - Nicolas Malebranche, französischer Philosoph
- 1794 - Jean Pierre Claris Florian, französischer Schriftsteller
- 1812 - Sir Isaac Brock, britischer General und kanadischer Nationalheld
- 1815 - Joachim Murat, war König von Neapel, Marschall von Frankreich
- 1817 - Julius Caesar Ibbetson, englischer Maler
- 1822 - Antonio Canova, italienischer Bildhauer und einer der Hauptvertreter des italienischen Klassizismus
- 1825 - Maximilian I. (Bayern, König), König von Bayern von 1806-1825
- 1859 - Rudolf Oeser, war Pfarrer und Volksschriftsteller
- 1865 - Pjotr Gulak-Artemowskij, ukrainischer Schriftsteller
- 1869 - Charles Augustin Sainte-Beuve, französischer Literaturkritiker und Schriftsteller
- 1873 - Emil von Sydow, deutscher Geograph und Kartograph
- 1882 - Arthur de Gobineau, französischer Adeliger
- 1891 - Thomas Johann Heinrich Mann, Lübecker Kaufmann und Vater der beiden Schriftsteller Thomas und Heinrich Mann
- 1899 - Aristide Cavaillé-Coll, französischer Orgelbauer der Romantik
- 1910 - Julius Ferdinand Blüthner, deutscher Klavierbauer
- 1912 - Evaristo Carriego, argentinischer Dichter und Journalist
- 1924 - Anatole France, französischer Schriftsteller und Journalist
- 1928 - Dagmar von Dänemark, Frau Zar Alexanders III. von Russland
- 1930 - Hans Gamper, Gründer des Fußballklubs FC Barcelona
- 1931 - Ernst Didring, schwedischer Schriftsteller
- 1940 - Friedrich Wilhelm Nohe, war 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes (1904-1905)
- 1941 - Frantisek Bílek, tschechischer Bildhauer, Graphiker und Keramiker
- 1944 - Hans-Jürgen Graf von Blumenthal, deutscher Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1947 - Sidney James Webb, englischer Politiker
- 1949 - August Aichhorn, österreichischer Pädagoge
- 1950 - Henryk Adamus, polnischer Cellist und Komponist
- 1956 - Robert Lehr, deutscher Politiker (CDU)
- 1957 - Erich Auerbach, deutscher Literaturwissenschaftler
- 1961 - Dun Karm, maltesischer Geistlicher und Dichter
- 1961 - Zoltan Korda, ungarisch-amerikanischer Regisseur
- 1961 - Maya Deren, US-amerikanische Regisseurin
- 1965 - Paul Hermann Müller, schweizerischer Chemiker, Nobelpreis für Medizin 1948
- 1968 - Manuel Carneiro de Sousa Bandeira, brasilianischer Lyriker
- 1969 - Helene Wessel, deutsche Politikerin (Zentrumspartei, später GVP und SPD)
- 1981 - Philippe Étancelin, französischer Rennfahrer
- 1987 - Gisela Andersch, deutsche Malerin, Graphikerin und Collagekünstlerin
- 1987 - Walter Houser Brattain, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreis für Physik 1956
- 1990 - Le Duc Tho, vietnamesischer Politiker, Nobelpreis für Frieden 1973
- 1991 - Donald Houston, britischer Schauspieler
- 1995 - Herbert Weißbach, deutscher Komödiant und Schauspieler
- 1996 - Henri Nannen, deutscher Verleger und Publizist
- 2003 - Bertram Brockhouse, kanadischer Physiker
- 2005 - István Eörsi, ungarischer Lyriker, Dramatiker, Prosaautor und politischer Essayist
Feier- und Gedenktage
- früher: Tag der Aktivisten in der DDR
- früher: Tag der Seeverkehrswirtschaft in der DDR
Namenstag
- Lubentius
- Eduard
Siehe auch
- 12. Oktober - 14. Oktober
- 13. September - 13. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1013
ja:10月13日
ko:10월 13일
simple:October 13
th:13 ตุลาคม
Genf
Genf (franz.: Genève) ist die zweitgrösste Stadt der Schweiz. Sie liegt am südwestlichen Rand der französischsprachigen Schweiz am Ausfluss der Rhône aus dem Genfersee. Genf ist Sitz vieler internationaler Organisationen, u.a. UNO, CERN, IKRK, WHO, IAO, ITU, WIPO, WMO, WOSM und des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen UNHCR.
Einwohner: 184'758 (Ende 2003), davon ca. 44 % Nichtschweizer. Agglomeration Genf: 640'000 Einwohner (2000).
Geschichte
- in der Keltenzeit Hauptstadt der Allobroger
- in der Römerzeit Brückenkopf
- ca. 400-1536 Bischofssitz
- im 5. und 9. Jh. Sitz der burgundischen Könige, siehe dazu Burgund und Burgunder (Volk)
- 1026 1033? Genf gehört zum burgundischen Reichsteil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation
- Genf wird ein bischöfliches Territorium innerhalb des HRR
- 1526 Städtebund mit Bern und Freiburg im Üchtland
- 1536 Reformation und Ausrufung der unabhängigen Genfer Republik. Genf wird zugewandter Ort der Schweizerischen Eidgenossenschaft
- 1559 Gründung der Akademie durch Johannes Calvin
- 1781 Bürgertum und Arbeiterschaft erringen die Vorherrschaft, Annahme einer repräsentativ-demokratischen Verfassung
- 1782 Mit Hilfe bernisch-savoyischer Truppen ergreift das Patriziat erneut die Macht; viele Industrielle als Exponenten des Bürgertums gehen in die Emigration
- 1798-1814 Genf wird von Frankreich annektiert
- 1815 Genf wird schweizerisch und Hauptstadt des neu gebildeten, gleichnamigen Kantons (Kanton Genf)
- 1864 Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz
- 1873 Gründung der Universität Genf
- 1920-46 Sitz des Völkerbundes
Jährlich am 12. Dezember wird mit der Escalade de Genève die misslungene Eroberung durch Savoyen im Jahre 1602 gefeiert.
Siehe auch: Geschichte des Kantons Genf
Sehenswürdigkeiten
- Romanisch-gotische Kathedrale St. Peter (ca. 1232 vollendet)
- Geburtshaus von Jean-Jacques Rousseau
- Rathaus (spätes 15. Jh.)
- Sitz der UNO (Völkerbundpalast, Palais des Nations), war bis 1939 Sitz des Völkerbundes (erbaut von Hannes Meyer)
- Internationales Reformationsdenkmal (1917)
- Servetus-Gedenkstein (1903)
- Englischer Garten
- Botanischer Garten
- Internationaler Autosalon
- Fontäne - Jet d'Eau
- Internationales Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum
- Jardin botanique de genève et Le Bois-de-la-Bâtie
Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Genf vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 2000 den Wakkerpreis.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
siehe: Söhne und Töchter von Genf
Zeitweilige Bewohner
- Ernest Ansermet
- Louis Appia
- Théodore Agrippa d'Aubigné
- Théodore de Bèze
- Johannes Calvin
- Michel de Certeau
- Albert Cohen
- Henri Dufour
- Ubbo Emmius
- Agénor Étienne de Gasparin
- Wladímir Iljítsch Uljánow (Lenin)
- Ferdinand Hodler
- Marcel Junod
- Bénédict Turrettini
- Voltaire
- Jean Ziegler
Siehe auch: :Kategorie:Genfer
:Kategorie:Genfer
Wirtschaft
Verkehr
Der ÖPNV wird in der Stadt durch die TPG abgewickelt.
Internationale Verträge, die den Namen der Stadt tragen
- Genfer Abkommen
- Genfer Abrüstungskonferenz
- Genfer Konvention
- Genfer Wellenplan
Siehe auch
- Genfer Bibelgesellschaft
- Genfer Initiative
- Genfer Psalter
- Neue Genfer Übersetzung
Weblinks
- [http://www.ville-geneve.ch Offizielle Website der Stadt Genf]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D2903.html Artikel Genf (Gemeinde)] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.salon-auto.ch Autosalon]
Bild:Genf_intl.jpg|Internationales Viertel Genf
Bild:Schweiz_Genf_Jet-D'Eau.jpg|Wahrzeichen der Stadt - Jet d'Eau
Bild:Schweiz_Genf_IRK-Museum.jpg|Eingang zum Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Genf
Kategorie:Schweizer Gemeinde
Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz)
Kategorie:Rotes Kreuz
ja:ジュネーヴ
simple:Geneva
LandvogtEin Landvogt ist im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit ein Vertreter eines Feudalherrschers in einem bestimmten Gebiet, der Landvogtei, das er für den Landesherrn zu verwalten hat. In dessen Auftrag übt er die Vogteirechte aus: Er hat den Vorsitz im Landgericht und er muss die Landesverteidigung organisieren. Im Krieg führte er das Lehensaufgebot des Landes. Amtsitz des Landvogtes war eine landesherrliche Burg.
Besonders lange hielt sich die mittelalterliche Institution der Landvogtei in den beiden Markgraftümern Ober- und Niederlausitz. Im 14. Jahrhundert von den brandenburgischen Askaniern eingeführt, waren die Landvögte auch unter den böhmischen Königen (bis 1620/35) und unter den sächsischen Kurfürsten die höchsten Beamten der Landesherren. Ende des 17. Jahrhunderts verlor das Amt aber an Bedeutung und wurde zu einem bloßen Titel der sächsischen Kurprinzen (Thronfolger).
Siehe auch: Vogt, Vogtei
Kategorie:Mittelalter
Kategorie:Neuzeit
Kategorie:Politischer Begriff
Orléans
Orléans ist eine Stadt in Zentralfrankreich. Die Stadt an der Loire ist Universitäts- und Bischofssitz mit einer eindrucksvollen Kathedrale und hat rund 115.000 Einwohner. Orléans ist Sitz der Präfektur des Loiret.
Loiret
Geschichte
Orléans wurde während der Regierungszeit des Kaisers Aurelian gegründet und ihr Name stellt eine lautliche Weiterentwicklung seines Namens dar.
In merowingischer Zeit wurde Orléans kurzfristig zum eigenständigen Königreich, konnte aber wie Paris nicht als solches dauerhaft bestehen (511 bis 613). Später war es eine Verwaltungseinheit im Rahmen einer Grafschaft. Zum Ende des Mittelalters, konnten die Herren von Orléans zumindest wieder den Titel Herzog erlangen. 1428 und 29 war die Stadt im Hundertjährigen Krieg letzte Bastion der Franzosen gegen die Engländer. Am 8. Mai wurde sie unter Führung von Jeanne d'Arc, die in diesem Zusammenhang den Beinamen "Jungfrau von Orléans" erhielt, von der Belagerung befreit. In der Neuzeit war Orléans der Name einer Seitenlinie der Bourbonen die mit Louis-Philippe von 1830 bis 1848 auf den französischen Thron kam.
1848
Entwicklung der Einwohnerzahl:
Herren von Orléans
- 511 - 524 Chlodomer, als König
- 524 - 561 Chlothar I., als König, in Personalunion
- 561 - 592 Guntram I., als König, in Personalunion
- um 827 Matfrid, als Graf
- ??? - 834 Odo, als Graf
- 852 - ??? Robert, als Graf
(Liste wird noch ergänzt)
Siehe auch: Herzog von Orléans Jeanne d'Arc
Sehenswürdigkeiten
Jeanne d'Arc
Mittelpunkt der Altstadt ist die Place du Martroi, auf dem sich seit 1855 ein Reiterstandbild von Jeanne d'Arc befindet. Bekannteste Sehenswürdigkeit von Orléans ist die mächtige Cathédrale Ste-Croix (Heiligkreuzkathedrale) aus dem Jahre 1278. Sie befindet sich östlich der Place du Martroi und wurde an der Stelle einer aus dem 10. Jh. stammenden Kirche erbaut.
Städtepartnerschaften
- Münster (Westfalen)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter
- Alfred Cornu, französischer Physiker
- Eucherius von Orléans, Bischof von Orléans
- Charles Péguy, französischer Schriftsteller
- Jeanne Berta Semmig, Schriftstellerin ( - 1867 - † 1958)
- Marie Touchet, Geliebte des Königs Karl IX. von Frankreich
Weblinks
- http://www.ville-orleans.fr/
Kategorie:Ort in Centre
Kategorie:Fränkisches Reich
Kategorie:Historisches Territorium
ja:オルレアン
Bourges
Bourges ist eine Stadt in Frankreich mit ca. 76.000 Einwohnern. Sie ist Hauptstadt des Départements Cher in der Region Centre und Sitz eines Erzbistums. Bourges liegt nur einige Kilometer entfernt von der theoretischen Mitte Frankreichs .
Bourges ist nach dem gallischen Stamm der Bituriger benannt. Im Altertum hieß die Stadt Avaricum (bzw. Avaric auf keltisch). Im Mittelalter war Bourges Sitz einer Grafschaft und ab dem 14. Jahrhundert Hauptstadt des Herzogtums Berry.
Die bedeutende gotische Kathedrale Saint-Étienne (erbaut 1195-1255) gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO. St.-Etienne ist eine fünfschiffige Basilika ohne Querschiff mit doppelten Chorumgang. Einzigartig sind die Glasmalereien aus dem 13. Jahrhundert sowie die innovative Gewölbekonstruktion.
Söhne und Töchter der Stadt
- Philippe Basiron, Komponist, Organist und Kleriker
- Louis Lacombe, französischer Komponist
- Ludwig XI., König von Frankreich
- Jean-Christophe Rufin, Arzt, Reisender, Schriftsteller und humanitärer Aktivist
Städtepartnerschaften
Es bestehen Städtepartnerschaften mit:
- Augsburg (Deutschland),
- Aveiro (Portugal),
- Forli (Italien),
- Koszalin (Polen),
- Palencia (Spanien) und
- Peterborough (England).
Bourges besser zu kennen:
- [http://berrichou.free.fr/ Berrichou] (Französisch und Deutsch)
Kategorie:Ort in Centre
ja:ブールジュ
Orléans
Orléans ist eine Stadt in Zentralfrankreich. Die Stadt an der Loire ist Universitäts- und Bischofssitz mit einer eindrucksvollen Kathedrale und hat rund 115.000 Einwohner. Orléans ist Sitz der Präfektur des Loiret.
Loiret
Geschichte
Orléans wurde während der Regierungszeit des Kaisers Aurelian gegründet und ihr Name stellt eine lautliche Weiterentwicklung seines Namens dar.
In merowingischer Zeit wurde Orléans kurzfristig zum eigenständigen Königreich, konnte aber wie Paris nicht als solches dauerhaft bestehen (511 bis 613). Später war es eine Verwaltungseinheit im Rahmen einer Grafschaft. Zum Ende des Mittelalters, konnten die Herren von Orléans zumindest wieder den Titel Herzog erlangen. 1428 und 29 war die Stadt im Hundertjährigen Krieg letzte Bastion der Franzosen gegen die Engländer. Am 8. Mai wurde sie unter Führung von Jeanne d'Arc, die in diesem Zusammenhang den Beinamen "Jungfrau von Orléans" erhielt, von der Belagerung befreit. In der Neuzeit war Orléans der Name einer Seitenlinie der Bourbonen die mit Louis-Philippe von 1830 bis 1848 auf den französischen Thron kam.
1848
Entwicklung der Einwohnerzahl:
Herren von Orléans
- 511 - 524 Chlodomer, als König
- 524 - 561 Chlothar I., als König, in Personalunion
- 561 - 592 Guntram I., als König, in Personalunion
- um 827 Matfrid, als Graf
- ??? - 834 Odo, als Graf
- 852 - ??? Robert, als Graf
(Liste wird noch ergänzt)
Siehe auch: Herzog von Orléans Jeanne d'Arc
Sehenswürdigkeiten
Jeanne d'Arc
Mittelpunkt der Altstadt ist die Place du Martroi, auf dem sich seit 1855 ein Reiterstandbild von Jeanne d'Arc befindet. Bekannteste Sehenswürdigkeit von Orléans ist die mächtige Cathédrale Ste-Croix (Heiligkreuzkathedrale) aus dem Jahre 1278. Sie befindet sich östlich der Place du Martroi und wurde an der Stelle einer aus dem 10. Jh. stammenden Kirche erbaut.
Städtepartnerschaften
- Münster (Westfalen)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter
- Alfred Cornu, französischer Physiker
- Eucherius von Orléans, Bischof von Orléans
- Charles Péguy, französischer Schriftsteller
- Jeanne Berta Semmig, Schriftstellerin ( - 1867 - † 1958)
- Marie Touchet, Geliebte des Königs Karl IX. von Frankreich
Weblinks
- http://www.ville-orleans.fr/
Kategorie:Ort in Centre
Kategorie:Fränkisches Reich
Kategorie:Historisches Territorium
ja:オルレアン
PfründeDie Pfründe, Plural Pfründen, auch Präbende genannt, bezeichnet ursprünglich eine Schenkung, dann das Einkommen aus einem Kirchenamt, im Besonderen die durch eine natürliche oder juristische Person gewährte Nahrung, Verköstigung oder Unterhaltszahlung. Übertragen wird der Begriff auch für das Kirchenamt selbst (mit einem selbständigen Einkommen für den Amtsinhaber) oder für eine Abgabe zur Finanzierung dieses Kirchenamtes gebraucht.
Auch ein für Träger öffentlicher Ämter oft zu günstigen Bedingungen durch Einkauf oder eine Stiftung gesicherter Unterhalt in einem Kloster, Heim oder Krankenhaus kann als Pfründe bezeichnet werden.
Heute wird das Wort jedoch meist als fette Pfründe im Sinne eines Amts, das wesentlich mehr einbringt, als man als Leistung dafür erbringen muss, verwendet. Es leitet sich aus dem Mittellateinischen praebenda für „Unterhalt“ her.
Weblinks
- [http://lehre.hki.uni-koeln.de/drw-cgi/kleioc?_kleioprot=0010KlDRW&_1=datendrw&prevterm=pfruenddieberei&execterm=pfruende&nextterm=pfundiglehen&doexec=Volldarstellung&cat2use=lemmata Ausschnitt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch]
- [http://www.bfh.simons-moll.de/bfh_1987/XX870722B.HTM Beispiel: BFH-Urteil vom 13.5.1987 (II R 225/82) BStBl. 1987 II S. 722]
Kategorie:Rechtsgeschichte
Kategorie:Mittelalter
1548
Politik und Weltgeschehen
- Geharnischter Reichstag zu Augsburg
- 15. Mai: Verkündung des Augsburger Interims durch Kaiser Karl V. mit Zulassung von Priesterehe und Laienkelch
Religion
- Gründung der Kongregation des Oratoriums
- Durch Papst Paul III. wird die Schweizergarde wieder ins Leben gerufen
- 5. Januar: Francisco Suárez, portugiesischer Theologe und Philosoph († 1617)
- 29. September: Wilhelm V., Herzog von Bayern von 1579 bis 1597 († 1626)
- Giordano Bruno, italienischer Philosoph (verbrannt 1600)
- 12. Februar: Hermann Bonnus, evangelischer Reformator ( - 1504)
- 10. April: Gonzalo Pizarro, spanischer Konquistador, hingerichtet in Cuzco ( - 1502)
- 6. August: Georg Rhaw, deutscher Buchdrucker und Thomaskantor ( - 1488)
- 7. September: Catherine Parr, sechste und letzte Gattin von König Heinrich VIII. ( - 1514)
- 27. Dezember: Francesco Spiera, Rechtsgelehrter aus Italien ( - 1502)
ko:1548년
Lausanne
Lausanne [] ist die Hauptstadt des Schweizer Kantons Waadt sowie Hauptstadt des Distrikts Lausanne. Der frühere deutsche Name Losanen wird heute nicht mehr verwendet. Der italienische und der rätoromanische Name der Stadt ist Losanna, die neulateinischen Namen lauten Lausonium bzw. Lousonna. Lausanne liegt in der französischsprachigen (welschen) Schweiz am Genfersee. Es ist bezüglich der Einwohnerzahl die fünftgrösste Stadt der Schweiz, ein bedeutendes Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum sowie eine wichtige Verkehrsdrehscheibe in der Westschweiz. Zudem ist Lausanne der Sitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und kann als Sporthauptstadt bezeichnet werden.
Geographie
Lausanne liegt auf 495 m ü. M. (Stadtzentrum) im Waadtländer Mittelland, an den durch mehrere Täler gegliederten Hängen am nördlichen Ufer des Genfersees. Im Bereich des Stadtzentrums treffen die heute grösstenteils überdeckten Bäche Louve und Flon zusammen. Durch ihre Täler wird das Stadtzentrum in die drei Hügel Cité, Le Bourg und Saint-Laurent unterteilt.
Die Fläche des 41.4 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Waadtländer Mittellandes nördlich des Genfersees. Der Gemeindeboden umfasst in seinem südlichen Teil den dicht besiedelten Hang von Lausanne, begrenzt durch die Mündungen der beiden Flussläufe Chamberonne (im Westen) und Vuachère (im Osten) in den Genfersee. Vom Seeufer erstreckt sich das Stadtgebiet über den flachen, je nach Lage bis 500 m breiten Uferrandstreifen nordwärts den Hang hinauf bis auf die Hochflächen von La Blécherette (620 m ü. M.), in das Waldgebiet Bois de Sauvabelin (663 m ü. M.) und auf die Terrasse von Vennes (bis 700 m ü. M.).
Chamberonne
Von diesem Hauptteil des Stadtgebietes erstreckt sich ein schmaler Streifen nach Nordosten über den Hang von Montblesson zwischen den Tälern von Flon Morand und Chandelar, beide im Einzugsgebiet der Paudèze, bis auf die Hochflächen des Jorat. Hier befindet sich der Passübergang Chalet-à-Gobet (873 m ü. M.) der Hauptstrasse Lausanne-Moudon. Daran schliesst sich nördlich das ausgedehnte Waldgebiet des Bois du Jorat an, in dem sich nur wenige kleine Rodungsinseln befinden (Chalet des Enfants, Chalet Boverat, Les Saugealles und Moille Saugeon). Der höchste Punkt der Stadt Lausanne ist zugleich auch die höchste Erhebung des Jorat (929 m ü. M.). Über die Hochfläche des Jorat verläuft die europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhône im Süden und Rhein im Norden. Der nördlichste Teil des Stadtgebietes umfasst das Quellgebiet und den Oberlauf des Flusses Talent, der zum Einzugsgebiet des Rheins gehört.
Daneben besitzt Lausanne eine Exklave im Gebiet von Vernand. Diese wird im Westen und Norden durch das in die Hochfläche eingetiefte Tal der Mèbre (eines Zuflusses der Chamberonne) begrenzt und umfasst den Wald Bois de Vernand sowie das Industrie- und Gewerbegebiet Vernand.
Von der Gemeindefläche entfielen 1997 42.9 % auf Siedlungen, 39.6 % auf Wald und Gehölze, 17.3 % auf Landwirtschaft und 0.2 % auf unproduktives Land.
Stadtgliederung
Talent
Das Stadtzentrum von Lausanne umfasst die Quartiere La Cité, Le Bourg, La Palud, Saint-Laurent und Le Pont. Bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts bildeten diese Gebiete die eigentliche Stadt Lausanne. Danach dehnte sich die Stadt immer weiter aus, und die umliegenden ehemaligen Dörfer und Weiler wurden in das Stadtgebiet inkorporiert, beziehungsweise sind zu Wohnquartieren geworden. Dazu zählen: Ouchy, Vidy und Cour nahe dem Seeufer, Malley auf der untersten Terrasse westlich der Stadt, La Blécherette und Bellevaux auf der Hochfläche nördlich der Stadt, Chailly (570 m ü. M.) in einer Talmulde der Vuachère, La Sallaz (616 m ü. M.), Vennes und Rovéréaz an den Hängen östlich des Tals des Flon.
Ferner gehören im ländlichen nördlichen Stadtgebiet die unterdessen teilweise ebenfalls durch Neubausiedlungen ergänzten Weiler Montblesson (737 m ü. M.) am Hang östlich des Flon Morand, Vers-chez-les-Blancs (837 m ü. M.), La Vulliette (850 m ü. M.) und Chalet-à-Gobet (861 m ü. M.) auf der Hochfläche des Jorat sowie ganz im Norden Montheron (723 m ü. M.) und La Râpe (711 m ü. M.) am Talent, La Bérallaz (737 m ü. M.) südlich und Chalet Marin (736 m ü. M.) nördlich des Taleinschnitts des Talent zu Lausanne. Die Exklave Vernand umfasst die Weiler Vernand-Dessus (645 m ü. M.), Vernand-Dessous (613 m ü. M.) und Le Boulard (560 m ü. M.) sowie die Industrie- und Gewerbezonen Vernand und Bel-Air.
Nachbargemeinden von Lausanne sind Saint-Sulpice, Chavannes-près-Renens, Renens, Prilly, Romanel-sur-Lausanne, Le Mont-sur-Lausanne, Epalinges, Jouxtens-Mézery, Crissier, Cheseaux-sur-Lausanne, Morrens, Cugy, Bretigny-sur-Morrens, Bottens, Froideville, Montpreveyres, Savigny und Pully.
Bevölkerung
Lausanne zählte Ende 2004 115'985 Einwohner mit permanentem Wohnsitz in der Stadt. Dazu kommen 11'202 weitere Personen, entweder Schweizer mit Hauptwohnsitz in einer anderen Gemeinde oder Saisonniers (nur mit vorübergehender Aufenthaltsgenehmigung). Lausanne ist damit bevölkerungsmässig die fünftgrösste Stadt der Schweiz. Die Agglomeration Lausanne zählt heute rund 312'000 Einwohner.
Von den Bewohnern sind 78.8 % französischsprachig, 4.3 % deutschsprachig und 4.0 % italienischsprachig (Stand 2000). Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung betrug 2002 36.2 %. Zu den grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen gehören die Italiener, Spanier und Portugiesen.
Die Bevölkerungszahl von Lausanne stieg seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis ungefähr 1960 sehr stark an. Im Jahr 1946 wurde die 100'000-Einwohner-Grenze überschritten. Der Höchststand wurde 1970 mit mehr als 137'000 Einwohnern verzeichnet. Aufgrund der Wirtschaftskrise in den 1970er Jahren verbunden mit der Abwanderung von ausländischen Arbeitskräften nahm die Bevölkerung im nachfolgenden Jahrzehnt um gut 10'000 Personen ab. Danach pendelte die Einwohnerzahl im Bereich von 128'000; seit 1990 weist der Trend wieder leicht nach unten.
Fast der gesamte Hang von Lausanne ist heute überbaut, weist aber einige grössere Freiflächen (Parkanlagen, kleine Waldgebiete) auf. Das Siedlungsgebiet von Lausanne ist lückenlos mit denjenigen von Renens, Prilly, Le Mont-sur-Lausanne, Epalinges und Pully zusammengewachsen.
Wirtschaft
1990
Neben Genf ist Lausanne das bedeutendste Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Westschweiz. Rund 83 % der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor beschäftigt, der sekundäre Sektor vereinigt rund 17 % der Beschäftigten auf sich und weniger als 1 % arbeitet im primären Sektor.
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es an den Südhängen unterhalb der Altstadt mehrere kleinere Weinbaugebiete und Ackerflächen. Mit der Ausdehnung des Siedlungsgebietes ist der Rebbau mittlerweile fast völlig verschwunden. Auf den Hochflächen des Jorat wird heute Viehzucht und Milchwirtschaft betrieben. Dank der grossen Waldfläche des Bois du Jorat spielt auch die Forstwirtschaft eine gewisse Rolle.
Der industrielle Sektor hatte vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Bedeutung. Industrie- und Gewerbezonen entstanden entlang der Eisenbahnlinie im Westen der Stadt und am Hangfuss in der Nähe des Genferseeufers. Mit dem vergrösserten Platzbedarf der Industrie wurden aber einige Betriebe in die Vorstädte, insbesondere an den westlichen und nordwestlichen Rand von Lausanne verlegt (Renens, Crissier, Bussigny-près-Lausanne).
20. Jahrhundert
Heute konzentriert sich die in Lausanne ansässige Industrie hauptsächlich auf das Baugewerbe, das Ingenieurwesen, auf Metall-, Nahrungsmittel- und Tabakindustrie, auf die Präzisionsmechanik, die Elektronik und die Optik sowie auf graphische Betriebe und das Druckerei- und Verlagswesen.
Das Dienstleistungsgewerbe ist auf Handel, Tourismus, Verwaltung, Banken und Versicherungen sowie auf Transport und Verkehr ausgerichtet. Lausanne ist Sitz verschiedener international und national bedeutender Institutionen, der kantonalen, der Bezirks- und der Stadtverwaltung. Seit 1874 befindet sich das Bundesgericht in Lausanne. Ferner haben auch zahlreiche Konsulate und das Sekretariat des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) ihren Sitz in der Stadt. Wichtige Forschungseinrichtungen sind das Centre de Recherches européennes – Fondation Jean Monnet pour l'Europe, das Centre de recherches sur les lettres romandes, das Institut Benjamin Constant und das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaften.
Politik
Die kommunalen Behörden haben ihren Sitz seit dem 16. Jahrhundert im Hôtel de Ville de la Palud. Der Gemeinderat (Conseil communal) besteht aus 100 Mitgliedern, die im Proporzwahlsystem alle vier Jahre vom Volk gewählt werden. Die Exekutive, der Stadtrat, setzt sich aus sieben sogenannten Magistraten (Conseillers municipaux) zusammen, die bis 1981 vom Gemeindeparlament, seither ebenfalls vom Volk gewählt werden. Stadtpräsident (Syndic) ist Daniel Brélaz von der Grünen Partei der Schweiz.
Bildungseinrichtungen
Lausanne hat eine wichtige Funktion als Bildungszentrum der Westschweiz. Zu den bedeutendsten Bildungseinrichtungen zählen die Universität ( Université de Lausanne), die 1890 gegründet wurde und sich heute in Dorigny befindet, sowie die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL; Eidgenössische Technische Hochschule - Lausanne). Letztere entstand 1946, nachdem die vorher zur Universität gehörende Ingenieurschule mit einer neu gegründeten Architektenschule zusammengefasst wurde. Die Gebäude der EPFL stehen auf dem Gemeindegebiet von Ecublens.
Daneben gibt es zahlreiche Berufsschulen, darunter die Hotelfachschule ( Ecole Hôtelière de Lausanne, EHL), die Ingenieurschule des Kantons Waadt (Ecole d'ingénieurs du Canton de Vaud, EIVD), die Haute Ecole de Gestion du Canton de Vaud (HEG-Vd; Verwaltung), die Krankenpflegeschule des Schweizerischen Roten Kreuzes und ein Konservatorium.
Sport
Ecole Hôtelière de Lausanne, EHL
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat seinen Hauptsitz in Lausanne und seit 1993 befindet sich dort auch das Olympische Museum.
Daneben ist Lausanne Sitz verschiedener Sportweltverbände, so der International Table Tennis Federation, der Fédération Internationale de Volleyball, der International Baseball Federation, der Fédération Internationale d'Escrime (Fechten), der International Equestrian Federation (Reitsport), der Fédération Internationale des Luttes Associées (Ringen), der International Dance Sport Federation (Tanzsport) und der Fédération Internationale de Natation Amateur (Schwimmen).
Die Stadt besitzt bedeutende Sportanlagen, die sich vor allem in der Nähe des Seeufers und auf den Hügeln oberhalb von Lausanne befinden. Dazu zählen das Olympiastadion La Pontaise und das Centre Intercommunal de Malley mit rund 10000 Plätzen. Auf der Höhe von Chalet-à-Gobet an der Gemeindegrenze zu Epalinges liegt ein Golfplatz.
Lausanne war einer von sechs Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 1954.
Tourismus
Fußball-Weltmeisterschaft 1954
Dank seiner sonnigen Lage am Hang über dem Genfersee, der malerischen Altstadt, den zahlreichen Museen, kulturellen Einrichtungen und Anlässe weist Lausanne einen bedeutenden Tourismus auf, welcher der Stadt auch willkommene Einnahmen bringt.
Kulturelle Einrichtungen und Anlässe
Zu den kulturellen Einrichtungen gehören das Stadttheater, das Théâtre de Beaulieu und das [http://www.vidy.ch/ Théâtre de Vidy], daneben zahlreiche weitere kleinere Theatersäle und Konzertsäle, sowie die Cinémathèque suisse. Ferner besitzt Lausanne ein Stadtarchiv, eine Stadtbibliothek, mehrere Volksbibliotheken, die Kantons- und die Universitätsbibliothek und verschiedene Fachbibliotheken.
Seit 1968 findet in Lausanne das Festival de la Cité, seit 1973 der Prix de Lausanne (ein Tanzwettbewerb) statt. Daneben gibt es den Concours de Lausanne der neuen Choreographie, das Béjart Ballett, alljährliche Konzerte mit klassischer Musik, Jazz, Rock und Volksmusik. Jeweils im September wird der Comptoir Suisse abgehalten.
Museen
Als Kulturzentrum der Westschweiz besitzt Lausanne eine Reihe bedeutender Museen. Darunter sind das Kunstmuseum (zeigt seit 1841 die im Besitz des Kantons Waadt stehenden Kunstsammlungen), das Kantonale Museum für Archäologie und Geschichte (mit Sammlungen seit 1852), das Musée de l'Elysée (ein Museum der schweizerischen Photographie) und das Musée Olympique (dokumentiert die neuzeitliche olympische Bewegung seit 1896) zu nennen. Die Fondation de l'Hermitage zeigt wechselnde Kunstausstellungen. Im weiteren verfügt die Stadt über zahlreiche Privatmuseen, Kunstgalerien und weitere Ausstellungen.
Erholungszonen
Fast das gesamte Seeufer auf dem Stadtgebiet ist als ausgedehnte Erholungszone mit Freizeit- und Sportanlagen, Schwimmbad, Seebad, Bootshafenanlagen, Campingplatz und Spielwiesen gestaltet. Es handelt sich hierbei um das umgestaltete Gelände, das 1964 für die Schweizerische Landesausstellung Expo 64 Lausanne benutzt wurde. Das überbaute Stadtgebiet wird durch mehrere Parks und Grünanlagen aufgelockert, beispielsweise durch den Botanischen Garten am isolierten Hügel Montriond, den Parc de Valency, das Gebiet bei Monrepos und die Esplanade de Montbenon. Zu den weiteren Naherholungsräumen zählen der Wald von Sauvabelin und das Gebiet um Chalet-à-Gobet.
Verkehr
1964
Lausanne ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt im Westschweizer Mittelland. Es liegt an der alten Haupt- und Handelsstrasse von Genf über den Pass Chalet-à-Gobet nach Bern. Weitere schon in früher Zeit wichtige Verbindungen bestanden entlang des Genfersees nach Vevey und Montreux sowie nach Norden in Richtung Cossonay, Orbe und Yverdon.
Zu Beginn der 1960er Jahre erfolgte der Bau der Autobahn A1 von Genf nach Lausanne, die bei Lausanne-Vidy endete. Die Strecke wurde 1964 rechtzeitig für die Landesausstellung in Lausanne in Betrieb genommen. Heute läuft der Abschnitt zwischen der Verzweigung Ecublens und Lausanne-Vidy unter der Bezeichnung A1A als westlicher Stadtzubringer Lausanne. Die nördliche Umfahrung von Lausanne, ein Streckenabschnitt der A9 (Lausanne-Sion) mit mehreren Brückenbauwerken über die Täler wurde 1974 eröffnet. 1981 ka | | |