Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Thüringer Landtag

Thüringer Landtag

Der Thüringer Landtag ist das Landesparlament des Freistaats Thüringen. Er nimmt damit im politischen System Thüringens die Rolle der Legislative auf Landesebene ein. Er verabschiedet Landesgesetze, wählt den Ministerpräsidenten Thüringens und kontrolliert die Arbeit der Regierung. Sitz des Landtags ist Erfurt. Landtagspräsidentin ist die CDU-Abgeordnete Dagmar Schipanski. Im am 13. Juni 2004 gewählten Landtag nimmt die CDU 45 Sitze ein und verfügt damit über die absolute Mehrheit; die Die Linkspartei - PDS hat 28 Sitze und die SPD-Fraktion besteht aus 15 Abgeordneten.

Wahlrecht

Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt. Wahlberechtigt sind im Wesentlichen alle Deutschen, die am Wahltag 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Thüringen ihren Wohnsitz haben oder sich dort gewöhnlich aufhalten. Die Wahl der 88 Abgeordneten erfolgt nach den Grundsätzen einer mit der Personenwahl verbundenen Verhältniswahl. In 44 Wahlkreisen werden 44 Wahlkreisabgeordnete direkt gewählt; die andere Hälfte der Abgeordneten wird über die Landeslisten der Parteien gewählt. Erringt eine Partei oder eine Wählervereinigung weniger als 5 Prozent der abgegebenen Stimmen, werden diese bei der Sitzverteilung nicht berücksichtigt (Fünf-Prozent-Hürde).

Wahlergebnisse seit 1990

Bei den vier seit 1990 stattgefunden Landtagswahlen ging immer die CDU als stärkste Kraft hervor. Nach einer CDU- FDP-Koalition von 1990 bis 1994 und einer Großen Koalition von 1994 bis 1999 wird Thüringen seit 1999 von der CDU allein regiert. Die nächste Landtagswahl findet voraussichtlich 2009 statt. siehe auch: Wahlergebnisse und Landesregierungen in Thüringen

Präsidenten des Thüringer Landtags


- 1. Wahlperiode (1990 bis 1994): Gottfried Müller
- 2. Wahlperiode (1994 bis 1999): Frank-Michael Pietzsch
- 3. Wahlperiode (1999 bis 2004): Christine Lieberknecht
- 4. Wahlperiode (seit 2004): Dagmar Schipanski

Abgeordnete des 4. Thüringer Landtags (2004)


- Dieter Althaus CDU
- Matthias Bärwolff Die Linkspartei
- Andreas Bausewein SPD
- Dagmar Becker SPD
- Gustav Bergemann CDU
- Sabine Berninger Die Linkspartei
- André Blechschmid Die Linkspartei
- Werner Buse Die Linkspartei
- Christian Carius CDU
- Birgit Diezel CDU
- Sabine Doht SPD
- Hans-Jürgen Döring SPD
- Antje Ehrlich-Strathausen SPD
- Volker Emde CDU
- Petra Enders Die Linkspartei
- Wolfgang Fiedler CDU
- Dr. Ruth Fuchs Die Linkspartei
- Heiko Gentzel SPD
- Michael Gerstenberger Die Linkspartei
- Prof. Dr. Jens Goebel CDU
- Manfred Grob CDU
- Evelin Groß CDU
- Günter Grüner CDU
- Christian Gumprecht CDU
- Gerhard Günther CDU
- Dr. Roland Hahnemann Die Linkspartei
- Ralf Hauboldt Die Linkspartei
- Dieter Hausold Die Linkspartei
- Susanne Hennig Die Linkspartei
- Michael Heym CDU
- Uwe Höhn SPD
- Gudrun Holbe CDU
- Mike Huster Die Linkspartei
- Siegfried Jaschke CDU
- Margit Jung Die Linkspartei
- Dr. Karin Kaschuba Die Linkspartei
- Dr. Birgit Klaubert Die Linkspartei
- Christian Köckert CDU
- Eckehard Kölbel CDU
- Dr. Michael Krapp CDU
- Dr. Peter Detlef Krause CDU
- Horst Krauße CDU
- Thomas Kretschmer CDU
- Tilo Kummer Die Linkspartei
- Dagmar Künast SPD
- Frank Kuschel Die Linkspartei
- Annette Lehmann CDU
- Benno Lemke Die Linkspartei
- Ina Leukefeld Die Linkspartei
- Christine Lieberknecht CDU
- Christoph Matschie SPD
- Mike Mohring CDU
- Kersten Naumann Die Linkspartei
- Maik Nothnagel Die Linkspartei
- Eckhard Ohl SPD
- Michael Panse CDU
- Birgit Pelke SPD
- Dr. Werner Pidde SPD
- Walter Lothar Pilger SPD
- Egon Primas CDU
- Bodo Ramelow Die Linkspartei
- Michaele Reimann Die Linkspartei
- Jürgen Reinholz CDU
- Wieland Rose CDU
- Dr. Johanna Scheringer-Wright, Die Linkspartei
- Prof. Dr. Dagmar Schipanski CDU
- Fritz Schröter CDU
- Dr. Hartmut Schubert SPD
- Gottfried Schugens CDU
- Jörg Schwäblein CDU
- Heidrun Sedlacik Die Linkspartei
- Reyk Seela CDU
- Diana Skibbe Die Linkspartei
- Dr. Volker Sklenar CDU
- Harald Stauch CDU
- Carola Stauche CDU
- Christina Tasch CDU
- Heike Taubert SPD
- Tamara Thierbach Die Linkspartei
- Andreas Trautvetter CDU
- Klaus von der Krone CDU
- Marion Walsmann CDU
- Wolfgang Wehner CDU
- Siegfried Wetzel CDU
- Katja Wolf Die Linkspartei
- Henry Worm CDU
- Dr. Klaus Zeh CDU
- Christine Zitzmann CDU

Weblinks


- [http://www.landtag.thueringen.de Offizielle Homepage] Thueringen Landtag

Landesparlament

Landesparlament ist der Sammelbegriff für die Parlamente der Bundesländer.

Deutschland

In den meisten Bundesländern heißt das Landesparlament Landtag. Die Zusammensetzung der Landtage wird in Landtagswahlen festgelegt, die Legislaturperiode liegt je nach Bundesland bei 4 bzw. 5 Jahren. In den Stadtstaaten existieren statt Landtag andere Bezeichnungen: Abgeordnetenhaus und Bürgerschaft. Der gewählte Abgeordnete eines Landtages wird als Mitglied des Landtages (MdL) bezeichnet. Hauptaufgaben der Landesparlamente sind die Kontrolle der Landesregierung, der Erlass von Gesetzen und die Gestaltung und Freigabe des Landeshaushaltes. Wegen der letzteren Funktion wird der Landtag auch oft als Haushaltsgesetzgeber bezeichnet.

Wie gewählt wird

Das Bundesland ist in Wahlkreise (nicht identisch mit Landkreisen) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke, die über jeweils ein Wahllokal verfügen. Außer in Bremen, Hamburg und dem Saarland wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt. Danach gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhangs- und Ausgleichsmandat). Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen entscheidet sich der Wähler mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste, wobei in Baden-Württemberg die Liste nach den Stimmergebnissen der Kandidaten in ihren Wahlkreisen gebildet wird. In Bremen, im Saarland und - bis einschließlich der Wahl vom 29. Februar 2004 - in Hamburg gibt es nur eine reine Listenwahl. In den anderen Bundesländern gibt es wie bei der Bundestagswahl zwei separate Stimmen für Direktmandat und Landesliste, wobei in Bayern Erst- und Zweitstimmen für die Berechnung der Sitzverteilung zusammengezählt werden. Infolge eines Volksentscheides vom 13. Juni 2004 wird in Hamburg ab der nächsten Bürgerschaftswahl (voraussichtlich Anfang 2008) als ersten Bundesland ein Wahlverfahren eingeführt, in dem den Wählern mehr Einflussnahme auf die personelle Zusammensetzung des Landesparlamentes durch die Wahl in offenen Listen in Mehrmannwahlkreisen gegeben wird. Die Fraktion der Nichtwähler stärkt automatisch die Parteien, die mehr Direktmandate haben als es ihrer prozentualen Gewichtung entspricht.

Die einzelnen Landesparlamente in Deutschland

Deutsche Bundesländer mit Landtagen


- Land Baden-Württemberg: Landtag von Baden-Württemberg
- Freistaat Bayern: Bayerischer Landtag
- Land Brandenburg: Landtag Brandenburg
- Land Hessen: Hessischer Landtag
- Land Mecklenburg-Vorpommern: Landtag Mecklenburg-Vorpommern
- Land Niedersachsen: Niedersächsischer Landtag
- Land Nordrhein-Westfalen: Landtag Nordrhein-Westfalen
- Land Rheinland-Pfalz: Landtag Rheinland-Pfalz
- Saarland: Landtag des Saarlandes
- Freistaat Sachsen: Sächsischer Landtag
- Land Sachsen-Anhalt: Landtag Sachsen-Anhalt
- Land Schleswig-Holstein: Landtag Schleswig-Holstein
- Freistaat Thüringen: Thüringer Landtag

Deutsche Stadtstaaten


In den Stadtstaaten gibt es andere Bezeichnungen:
- Land Berlin: Abgeordnetenhaus von Berlin
- Freie Hansestadt Bremen: Bremische Bürgerschaft
- Freie und Hansestadt Hamburg: Hamburgische Bürgerschaft

Statistiken deutscher Landesparlamente

Sitzverteilung

siehe: Sitzverteilung in den deutschen Landesparlamenten

Frauenanteil

Anteil der weiblichen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Landesparlamenten:
(Stand - wenn nicht ausdrücklich erwähnt - Januar 2003)
- Baden-Württemberg: 22,6 %
- Bayern (21. September 2003): 26,7 %
- Berlin: 33,3 %
- Brandenburg: 33,0 %
- Bremen: 45,0 %
- Hamburg (29. Februar 2004): 37,2 %
- Hessen (2. Februar 2003): 30,9 %
- Mecklenburg-Vorpommern: 32,4 %
- Niedersachsen (2. Februar 2003): 33,3 %
- Nordrhein-Westfalen (22. Mai 2005): 28,7 %
- Rheinland-Pfalz: 31,7 %
- Saarland: 33,3 %
- Sachsen: 35,0 %
- Sachsen-Anhalt: 31,3 %
- Schleswig-Holstein: 37,1 %
- Thüringen: 34,1 %

Österreich

In Österreich tragen alle Landesparlamente die Bezeichnung Landtag, auch das der Gemeinde Wien.

Siehe auch


- Landtag (historisch)
- Landtag (Österreich)

Weblinks

Kategorie:Politischer Begriff Kategorie:legislative

Freistaat

Freistaat ist ein im 19. Jahrhundert von Sprachpuristen (Philipp von Zesen) eingeführtes deutsches Synonym für Republik (frz. république). In der Weimarer Republik war es der amtliche Name der meisten Länder des Deutschen Reiches mit Ausnahme der Republik Baden, des Landes Thüringen, des Volksstaates Hessen des Freien Volksstaates Württemberg, der Freien und Hansestadt Lübeck, der Freien und Hansestadt Hamburg und der Freien Hansestadt Bremen). Artikel 17 der Weimarer Verfassung verlangte: "Jedes Land muß eine freistaatliche Verfassung haben." Heute führen drei der deutschen BundesländerBayern, Sachsen und Thüringen – diese Bezeichnung in ihren amtlichen Namen; die Bezeichnung Freie Stadt, die in den Namen der Stadtstaaten Freie Hansestadt Bremen und Freie und Hansestadt Hamburg vorkommt, ist erheblich älter und knüpft an mittelalterliche städtische Freiheiten an. Die Bezeichnung betont, dass das Land nicht von einem Souverän, sondern von seinen freien Bürgern regiert wird in Form einer parlamentarischen Demokratie. Privilegien oder rechtliche Besonderheiten hat der Freistaat gegenüber der Bundesrepublik Deutschland keine, solange er nicht den Rechtsfrieden infrage stellt. Die relativ weit verbreitete Annahme, der Begriff Freistaat solle eine besondere Unabhängigkeit des betroffenen Bundeslandes gegenüber dem Bund betonen, ist weitgehend richtig. Jedes der 16 Bundesländer ist momentan ein Territorialstaat, wenn auch kein Nationalstaat, wobei sich Nationalstaat stets nach dem freien Willen derer definiert, die sich selbst als Nation betrachten. Bayern stellt in dieser Definition des Freistaates eine Besonderheit dar, da die bayerische Landesverfassung sowohl die deutsche als auch die bayerische Staatsangehörigkeit kennt, die Bayern demnach also Doppelstaatler sind. Kategorie:Deutschland Kategorie:Bayern Kategorie:Sachsen Kategorie:Thüringen

Weblinks


- [http://www.thueringen.de/de/lzt/thueringen/blaetter/freistaat/content.html Geschichte des Begriffes "Freistaat"]

Legislative

Die Legislative (v. lat.: lex, legis (f.) = Gesetz; auch gesetzgebende Gewalt) ist in einer Demokratie eine der drei Gewalten neben Exekutive und Judikative. Als vierte nichtstaatliche Gewalt wird sehr oft die mediale Gewalt genannt, hier haben die Medien die Aufgabe die drei staatlichen Gewalten zu überprüfen. die Legislative ist zuständig für die Beratung und Verabschiedung von Gesetzen (Gesetzgebung) im inhaltlichen und formellen Sinn sowie für die Kontrolle der Exekutive und der Judikative (In Österreich: kontrolliert nur die Exekutive, die Judikative bleibt unabhängig). In einer repräsentativen Demokratie mit Gewaltenteilung steht die Legislative den Parlamenten zu. In Staaten mit Elementen direkter Demokratie tritt im Einzelfall auch das Volk als Gesetzgeber auf (Volksgesetzgebung).
- In der Bundesrepublik Deutschland bilden der Bundestag und Bundesrat sowie die Länderparlamente die Legislative. Die Kreistage, Stadträte und Gemeinderäte bilden die Gesetzgebung (Legislative) der Kommunen. Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden.
- In der Schweiz bilden der Nationalrat und der Ständerat die Legislative.
- In Österreich bilden der Nationalrat und der Bundesrat die Legislative.
- In Polen bilden Sejm und Senat die Legislative Kategorie:Legislative

Erfurt

Erfurt ist die Landeshauptstadt und größte Stadt des Freistaates Thüringen, eines der sechzehn Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland. Die Universitätsstadt ist eines der drei Oberzentren des Landes, katholischer Bischofssitz, Sitz des Bundesarbeitsgerichts und hat den Status einer Kreisfreien Stadt. Die nächsten größeren Städte sind Leipzig, 105 km Luftlinie nordöstlich, Kassel, 115 km westlich, Hannover, 180 km nordwestlich und Frankfurt am Main, 190 km südwestlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Erfurt überschritt etwa 1906 die Grenze von 100 000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Geografie

Erfurt liegt nur 45,5 km südöstlich des geografischen Mittelpunkts von Deutschland, womit es seit der Wiedervereinigung von BRD und DDR (3. Oktober 1990) die zentralste Großstadt des Staats ist. Erfurt liegt im Süden des Thüringer Beckens, in einem weiten Becken des Flusses Gera, einem Nebenfluss der Unstrut. Im Süden wird das Stadtgebiet von bewaldeten Höhen (dem Steiger) umgrenzt. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 21 km und von Ost nach West 22,4 km.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Erfurt. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
- im Landkreis Weimarer Land: Niederzimmern, Utzberg und Mönchenholzhausen (alle Verwaltungsgemeinschaft Grammetal) sowie Klettbach (Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld)
- im Ilm-Kreis: Kirchheim (Thüringen) und Rockhausen (beide Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg) sowie Ichtershausen
- im Landkreis Gotha: Ingersleben und Gamstädt (beide Verwaltungsgemeinschaft Nesse-Apfelstädt-Gemeinden) sowie Nottleben und Zimmernsupra (Verwaltungsgemeinschaft Nesseaue)
- im Landkreis Sömmerda: Witterda (erfüllende Gemeinde ist Elxleben), Elxleben, Walschleben (Verwaltungsgemeinschaft Gera-Aue), Riethnordhausen (Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt) sowie Nöda, Alperstedt, Großrudestedt, Udestedt, Kleinmölsen und Großmölsen (alle Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Aue)

Stadtgliederung

Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Aue Das Stadtgebiet Erfurts gliedert sich in 53 Stadtteile. Hiervon bilden 36 zugleich eine Ortschaft im Sinne des § 45 der Thüringer Kommunalordnung. Die Ortschaften wurden durch die Hauptsatzung der Stadt Erfurt eingerichtet. Dabei handelt es sich meist um räumlich getrennte Dörfer, die ehemals selbständige Gemeinden waren. Für 33 Ortschaften gibt es jeweils einen vom Volk anlässlich einer Bürgerversammlung gewählten Ortschaftsrat, der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 4 und 10 Mitglieder hat. Drei Ortschaften bilden mit benachbarten Ortschaften einen gemeinsamen Ortschaftsrat. Vorsitzender dieses Gremiums ist der ebenfalls vom Volk gewählte Ortsbürgermeister. Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.
- Liste aller Erfurter Stadtteile beziehungsweise Ortschaften

Geschichte

Altertum und Mittelalter

Erfurt ist eine alte germanische und slawische Siedlung. Spuren erster Besiedlung finden sich bereits aus vorgeschichtlicher Zeit. Im frühen 9. Jahrhundert wurde Erfurt ein bedeutender Handels- und Umschlagplatz zwischen fränkischen und slawischen Waren. Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 742, durch Missionserzbischof Bonifatius aus Mainz mit der Bitte an Papst Zacharias um Bestätigung von „Erphesfurt“. Dadurch wurde der Bischofssitz gegründet. Das Bistum wurde 755 mit dem von Mainz vereinigt, danach traten die Erzbischöfe von Mainz als Herren in Erfurt auf. 805 erhob Karl der Große Erfurt zum Stapelplatz für die Slawen. Anschließend wurde eine erste, der Hl. Maria geweihte Kirche errichtet. Erfurt war unter den Karolingern und Ottonen eine Königspfalz. Im 13. Jahrhundert entstand ein fast selbständiger Rat, der die früheren mainzischen Beamten fast ganz aus der Verwaltung verdrängte. Seitdem erlebte die Stadt einen großen Aufschwung und wurde bald der Mittelpunkt des Handels von ganz Thüringen. 1392 eröffnete die dritte Universität auf deutschem Boden in Erfurt ihre Pforten. Universität Einer der bekanntesten Absolventen der Universität Erfurt war Martin Luther, der hier von 1501 bis 1505 studierte und seinen Magister der philosophischen Fakultät erhielt. Ebenfalls in der Umgebung Erfurts kam ihm die stürmische Erleuchtung. In der Nähe von Stotternheim (10 km von Erfurt entfernt) wurde Luther 1505 bei einem schweren Unwetter beinahe vom Blitz getroffen und legte sein sogenanntes „Stotternheimer Gelübde“ („Heilige Anna, ich will Mönch werden“) ab. Sein Leben widmete er fortan der Kirche und trat dem Augustinerorden als Mönch bei. Bis 1511 lebte und predigte Luther in Erfurt. In den Reformationskriegen litt die Universität sehr. Zahlreiche Auseinandersetzungen gab es mit den sächsischen Landesherren, die mehrmals erfolglos die Stadt belagerten. Doch wurden immer die Straßen durch die Sachsen gesperrt, so dass der Handel abgeschnitten war. Deshalb musste Erfurt 1483 einen Schutzvertrag abschließen und jährlich 1.500 Gulden bezahlen. 1509 und 1510 erhob sich das Volk gegen die Verschwendungssucht des Rates. Im Mittelalter war Erfurt eine bedeutende Handelsstadt. Ein wesentlicher Quell des Wohlstandes war der Handel mit Färberwaid. Mit dem Aufkommen effizienterer Farbstoffe nahm die Bedeutung der Stadt ab.

Neuzeit

1664 erfolgte die Eroberung Erfurts durch französische und Reichsexekutionstruppen des Mainzer Kurfürsten und Erzbischof Johann Philipp von Schönborn und damit Beginn der kurmainzischen Herrschaft. Sachsen verzichtete auf seine Schutzherrschaft. Erfurt wurde nun zusammen mit Eichsfeld von einem Mainzer Statthalter regiert. 1802 kamen Stadt- und Landgebiet Erfurt gemäß dem preußisch-französischen Vertrag als Entschädigung zum Königreich Preußen, wurde jedoch 1806 durch die Truppen Napoleons besetzt. Dieser erklärte 1807 Erfurt mit Blankenhain zu einer kaiserlichen Domäne. 1808 empfing Napoléon Zar Alexander I. und die Fürsten des Rheinbundes zum Erfurter Fürstenkongress (auch Erfurter Kongress). 1814 endete nach erfolgreicher Belagerung durch preußische, österreichische und russische Truppen die französische Besetzung und 1815 wurde Erfurt aufgrund des Wiener Kongresses wieder dem Königreich Preußen zugesprochen, welches den größten Teil des Erfurter Landgebietes und das Blankenhainer Gebiet an Sachsen-Weimar-Eisenach abtrat. 1816 wurde die Universität Erfurt geschlossen. Im gleichen Jahr wurde Erfurt Stadtkreis (kreisfreie Stadt) und Sitz der preußischen Bezirksregierung (Regierungsbezirk Erfurt), welche dem Oberpräsidenten der preußischen Provinz Sachsen in Magdeburg unterstand. Der Stadtkreis Erfurt wurde jedoch bereits 1818 wieder mit dem Landkreis Erfurt verbunden. Am 1. Januar 1872 schied die Stadt erneut aus dem Landkreis Erfurt aus und wurde kreisfrei. Die Festung wurde 1873 aufgehoben und abgerissen. Mit der Ansiedlung wichtiger Maschinenbaubetriebe wurde Erfurt im ausgehenden 19. Jahrhundert ein bedeutender Industriestandort. Im Oktober 1891 fand in Erfurt der Erfurter Parteitag der deutschen Sozialdemokraten, die sich seit 1890 „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ SPD nannten statt. 1894 wurde eine thüringische Gewerbeausstellung abgehalten. 1906 wurde Erfurt mit 100 000 Einwohnern Großstadt. Als 1920 das Land Thüringen mit der Landeshauptstadt Weimar gebildet wurde, wurden die preußischen Gebiete Thüringens einschließlich Erfurt nicht miteinbezogen. Am 13. April 1945 besetzten Einheiten der 3. US-Armee unter Befehl des Generals George S. Patton die Stadt und damit erfolgte zum 1. Juli die Einstellung der Tätigkeit der preußischen Bezirksregierung. Die Stadt wurde dem Land Thüringen zugeordnet. Am 3. Juli übernahmen schließlich Einheiten der sowjetischen Armee aufgrund des 1. Londoner Zonenprotokolls von 1944 und den Beschlüssen der Konferenz von Jalta die Stadt. Erfurt wurde Bestandteil der sowjetischen Besatzungszone und am 7. Juli Landeshauptstadt. 1932 wurde der Landkreis Erfurt dem benachbarten Landkreis Weißensee eingegliedert, doch entstand 1952 erneut ein Landkreis Erfurt. Gleichzeitig wurde Erfurt, nach Auflösung des Landes Thüringen, Sitz des neu gebildeten Bezirks Erfurt. Bei der Kreisreform 1994 wurde der Landkreis Erfurt aufgelöst und sein Gebiet in die neuen Landkreise Weimarer Land, Gotha, Ilm-Kreis (Arnstadt) und Sömmerda eingegliedert. Erfurt selbst blieb seit 1872 stets eine kreisfreie Stadt. 1970 kam Bundeskanzler Willy Brandt nach Erfurt und traf den stellvertretenden Staatsratsvorsitzenden Willi Stoph und zeigte sich am Fenster des Hotels „Erfurter Hof“, das gegenüber dem Bahnhof liegt. Die Menge begrüßte ihn mit "Willy, Willy" Rufen. 1991 wurde Erfurt Landeshauptstadt des Freistaats Thüringen und im Jahr 1994 erfolgte die Neugründung der Erfurter Universität; ebenfalls in diesem Jahr wurde das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen, das seit 1973 bestand, zum Bistum Erfurt erhoben. Am 26. April 2002 hat der Name Erfurts durch den Amoklauf von Erfurt am Gutenberg-Gymnasium tragische Berühmtheit erlangt.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Erfurt eingemeindet:
- 1. April 1911: Ilversgehofen
- 1937: Teile von Marbach
- 1. April 1938: Hochheim und Melchendorf sowie Teile von Salomonsborn und Bindersleben
- 1. Januar 1950: Bischleben, Dittelstedt und Rhoda
- 1. Juli 1950: Bindersleben, Gispersleben-Viti, Gispersleben-Kiliani, Marbach, Möbisburg und Schmira
- 1. April 1994: Alach, Ermstedt und Frienstedt
- 1. Juli 1994: Büßleben, Egstedt, Hochstedt, Kerspleben, Kühnhausen, Linderbach-Azmannsdorf, Mittelhausen, Molsdorf, Niedernissa, Schwerborn, Stotternheim, Tiefthal, Töttleben, Vieselbach, Waltersleben und Windischholzhausen.
- Oktober 1994: Töttelstädt siehe auch den Unterpunkt Einwohnerentwicklung

Religionen

Im Jahre 742 gründete Bonifatius das Bistum Erfurt, das jedoch kurz darauf dem Bistum Mainz eingegliedert wurde. Somit gehörte die Bevölkerung der Stadt Erfurt über viele Jahrhunderte zum Bistum Mainz. Im 14. Jahrhundert hatte die Stadt über 20 Pfarreien sowie 3 Kollegiatstifter und über 10 Klöster. Später besaß Erfurt 80 Kirchen und 36 Klöster. Viele davon sind heute noch gut erhalten. Anfang des 16. Jahrhundert war Martin Luther Student an der Universität Erfurt. Die Stadt wandte sich später mehrheitlich der Reformation zu. Daher gab es innerhalb der Stadt starke Spannungen zwischen den Konfessionen. 1530 konnte im so genannten Hammelburger Vertrag die Gleichberechtigung der Konfessionen erreicht werden. Danach behielten die Protestanten acht Kirchen. Sie wurden von einem Senior geleitet. 1563 wurde ein Evangelisches Ministerium eingerichtet, dem als oberste Kirchenbehörde die Verwaltung der Protestanten oblag. Im 16. Jahrhundert setzte die Gegenreformation ein, infolge dessen die Stadt wieder mehrheitlich katholisch wurde. Nach dem Übergang der Stadt Erfurt an Preußen wurden in der Folgezeit auch die kirchlichen Strukturen neu geordnet. Ab 1821 gehörten die Pfarrgemeinden der Stadt zum Bistum Paderborn. Nach dem Preußischen Konkordat von 1929 erfolgte eine Neuordnung der Gebiete der katholischen Bistümer. Die Gemeinden in Erfurt kamen zum Bistum Fulda. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Bischof immer schwerer, seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Bistums wahrzunehmen. Ebenso erging es dem Bischof von Würzburg, dem die südlichen Pfarrgemeinden Thüringens zugeordnet waren. 1946 wurde daher in Erfurt für die östlichen Gebiete der Bistümer Fulda und Würzburg ein Generalvikar eingesetzt, der 1953 zum Weihbischof und 1967 zum Bischöflichen Kommissar ernannt wurde. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete ausgegliedert und per Dekret des Heiligen Stuhls am 20. Juli 1973 dem Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen zugeordnet und damit formell von ihren bisherigen Bistümern abgetrennt. Leiter dieses Bischöflichen Amtes wurde ein Apostolischer Administrator, der Titularbischof war. Am 14. Juni 1994 wurde das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen zum Bistum erhoben und der Kirchenprovinz Paderborn zugeordnet. Die Rechtswirksamkeit erfolgte zum 7. Juli 1994. Die Pfarrgemeinde in Erfurt gehört somit heute zum Dekanat Erfurt innerhalb des Bistums Erfurt. Die wenigen Protestanten, die nach der Gegenreformation noch in Erfurt waren, wurden nach dem Übergang an Preußen Glieder der mit der Bildung der Provinz Sachsen errichteten Provinzialkirche Sachsen. 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Danach gehörten alle Kirchengemeinden Erfurts zur Evangelischen Kirche in Preußen, beziehungsweise dessen Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als summus episcopus war. Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden Erfurts gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Erfurt innerhalb der Propstei Erfurt-Nordhausen, deren Sitz sich in Erfurt befindet. Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch noch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Freie evangelische Gemeinde, eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten (Adventisten), eine Missionsgemeinde und das Christus-Zentrum. Ferner sind die Neuapostolische Kirche, die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas sowie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Erfurt vertreten. Erfurt ist darüber hinaus auch der Sitz der jüdischen Gemeinde von Thüringen, die ca. 650 Mitglieder zählt. Von diesen leben 350 in Erfurt selbst. In der Stadt findet sich die einzige in der DDR gebaute Synagoge.

Politik

Die Verwaltung der Stadt Erfurt oblag zunächst in den Händen eines vom König eingesetzten Vogts und des Bistums Mainz. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich aus einem Ausschuss der Rat der Stadt, der 1212 erstmals genannt wird. Mitglieder des Rats waren die Ratsherren und eine unterschiedliche Anzahl von Ratsmeistern. Bis 1800 gab es mehrere Änderungen beim Rat und dem Oberhaupt der Stadt. Nach dem Übergang an Preußen wurde ab 1822 die preußische Städteordnung eingeführt. Danach stand an der Spitze der Stadt meist ein Oberbürgermeister. Daneben gab es auch weiterhin einen Rat. Während der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den „Rat der Stadt“ beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung, die ebenfalls vom Volk gewählt wurde. 1952 wurde das Stadtgebiet aufgrund eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung in die Stadtbezirke Mitte, Süd, Ost und West (ab 1957 Mitte, Nord und Süd) eingeteilt. Diese Einteilung blieb bis 1990 bestehen. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein Präsident des Rates beziehungsweise „Ratspräsident“. Dieses Amt hatte zunächst Karl-Heinz Kindervater (CDU) inne. Der Rat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt. Er ist heute auch Vorsitzender des Stadtrates. Die Oberbürgermeister seit 1817:
- 1817 - 1833: Dr. Wilhelm August Türk
- 1833 - 1850: Karl Friedrich Wagner
- 1850 - 1851: Dr. Hermann Mallinckrodt, amtierender Oberbürgermeister
- 1851 - 1871: Freiherr Carl von Oldershausen
- 1871 - 1889: Richard Breslau
- 1890 - 1895: Gustav Schneider
- 1895 - 1919: Dr. Hermann Schmidt
- 1919 - 1933: Dr. Bruno Mann
- 1933 - 1934: Theodor Pichier (NSDAP)
- 1935 - 1936: Dr. Max Zeitler (NSDAP)
- 1936 - 1945: Walter Siegfried Kießling (NSDAP)
- 1945 (15. April - 7. Juli): Otto Gerber (parteilos), kommissarischer Oberbürgermeister
- 1945 - 1946: Hermann Jahn (KPD)
- 1946 - 1961: Georg Boock (SED)
- 1961 - 1969: Rudolf-Dietrich Nottrodt (SED)
- 1969 - 1982: Heinz Scheinpflug (SED)
- 1982 - 1989: Rosemarie Seibert (SED)
- 1989 - 1990: Siegfried Hirschfeld (SED)
- 1990 - heute: Manfred Otto Ruge (CDU) Dem Erfurter Stadtrat gehören seit der Kommunalwahl 2004 neben dem Oberbürgermeister noch 50 Mitglieder an, und zwar:
- 20 Stadträte der CDU
- 17 Stadträte der PDS
- 8 Stadträte der SPD
- 5 Stadträte der Grünen

Wappen

Das Wappen der Stadt Erfurt zeigt ein silbernes, sechsspeichiges Rad, wobei zwei Speichen senkrecht stehen, vor rotem Grund. Auf dem ältesten Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert war der Patron von Mainz, der hl. Martin abgebildet. Das sechsspeichige Rad erscheint etwa von der Mitte des 17. Jahrhunderts an im Siegel. Auf Münzen, Denksteinen, in Druckwerken usw. ist das Rad als Stadtwappen um 1285 erstmals zu finden. Dieses Wappen ist dem des Erzbistums Mainz entlehnt, zu dem die Stadt über 1 000 Jahre, von 755 bis 1803, gehörte. Die Bedeutung des Mainzer Rades ist bis heute nicht eindeutig geklärt: Die volkstümliche Erklärung ist die verbreitete Sage vom Erzbischof Willigis, der angeblich der Sohn eines armen Wagenbauers gewesen sei und trotz des Spotts der adligen Mainzer Domherren das weiße Rad im roten Feld als Wappen geführt haben soll. Andere Erklärungen beziehen sich auf das Zeichen des Rades in der Mythologie der Griechen und Römer sowie das Rad als Feldzeichen einer römischen Legion – diese sind jedoch unwahrscheinlich, da der bedeutendste geistliche Würdenträger des Reiches, der Mainzer Erzbischof, sicher nicht auf ein heidnisches Symbol zurückgegriffen haben wird. Weitere Erklärungen sehen das Rad als „Kreuz oder Christusmonogramm im Nimbuskreis“, als symbolische Darstellung für einen Wagen – nämlich den Wagen der Kirche oder als mit einem Siegelrand umgebenen Bischofsring.

Städtepartnerschaften

Erfurt unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Piacenza (Italien), seit 1971
- Győr (Ungarn), seit 1971
- Wilna Vilnius (Litauen), seit 1972
- Kalisz (Polen), seit 1982
- Mainz (Rheinland-Pfalz), seit 1988
- Lille (Frankreich), seit 1991
- Shawnee (US-Staat Kansas), seit 1993
- Lowetsch (Bulgarien), seit 1996 (Erneuerung der früheren Beziehungen)
- San Miguel de Tucumán (Argentinien), seit 1993
- Haifa (Israel), seit 2000
- Yan'an (Volksrepublik China), seit 2000 Kooperationsstädte
- Essen, seit 1990
- Augsburg, seit 1993

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Im Westen der Stadt befindet sich der Flughafen Erfurt, von dem wochentägliche Linienflüge nach Düsseldorf, Hamburg, Köln und München angeboten werden. Air Berlin führt Shuttleflüge nach Nürnberg durch, wo Anschlüsse zu weiteren Flughäfen in Deutschland und der Mittelmeerregion bestehen. Die täglichen Linienflüge der irischen Ryanair nach London-Stansted (angeboten seit Januar 2004) sind im Januar 2005 eingestellt worden. Die Autobahn A 4 bildet die südliche Stadtgrenze Erfurts. Im Südwesten der Stadt wird die A 4 von der A 71 gekreuzt, die in südlicher Richtung bis nach Schweinfurt und in nördlicher Richtung zur A 38 GöttingenLeipzig führen soll. Ferner führen die Bundesstraßen B 4 und B 7 durch das Stadtgebiet. Die Stadt ist auch ein Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof. Von hier führen Bahnstrecken nach GothaKassel, Nordhausen, Sangerhausen, Weimar–Leipzig und in Richtung ArnstadtSuhlSchweinfurt. Den Öffentlichen Personennahverkehr bedienen mehrere Stadtbahn- und Buslinien der Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG). Einen weiteren Beitrag zur Beförderung von Personen und Gütern leistet die in Erfurt beheimatete Firma Erfurter Industriebahn (EIB).

Medien


- In Erfurt erscheinen als Tageszeitungen die Thüringer Allgemeine und die Thüringische Landeszeitung. Beide haben mehrere Lokalausgaben in nahezu ganz Thüringen.
- Der Kinderkanal von ARD und ZDF hat in Erfurt seinen Sitz für Geschäftsleitung und Redaktionen, sowie ein Studio im Landesfunkhaus des MDR für Live-Produktionen und Aufzeichnungen.
- Der MDR betreibt in Erfurt ein Landesfunkhaus für die Produktion von Hörfunkprogrammen und diversen TV-Sendungen, unter anderem für das tägliche Lokalnachrichtenformat „Thüringen Journal“.
- Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat seit Januar 2004 ihren Sitz in Erfurt.
- Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) betreibt in Erfurt seit April 2004 ihre Geschäftsstelle.
- Den 2. Thüringer Privat-Radiosender Landeswelle Thüringen gibt es seit dem 21. März 1995.
- Das selbstverwaltete und nichtkommerzielle Lokalradio Radio F.R.E.I. welches im offenen Hörfunkkanal (Bürgerradio) Funk-Werk für Erfurt und Weimar ein festes Sendefenster hat.
- Die private regionale Fernsehstation Erfurt-TV für das Gebiet Erfurt und Arnstadt.
- Medienapplikations- und –gründerzentrum Erfurt MAGZ

Wirtschaft

Erfurt war ein bedeutender Industriestandort, aber nach 1990 mussten viele alte Betriebe, wie die Optima schließen. Nur wenige existierende Firmen der Wirtschaft Erfurts haben noch Wurzeln in der Vorkriegszeit. Eine davon ist die Maschinenbaufirma Müller Weingarten AG. Dieser Betrieb beruht in Erfurt auf dem ehemaligen Zweigwerk der Berlin-Erfurter Maschinenfabrik Henry Pels & Co., 1902 von Henry Pels gründet. Anfangs produzierte das Werk Scheren, Lochstanzen und kombinierte Maschinen, später auch Pressen. Im 3. Reich wurde das Werk 1936 als jüdisches Eigentum zwangsweise an die Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG von Günther Quandt verkauft. Bis 1939 wuchs die Belegschaft auf 1 000 Beschäftigte an. 1946 erfolgte die Umwandlung in eine Sowjetische Aktiengesellschaft. Ab 1953 hieß der Betrieb „VEB Pressen- und Scherenbau Henry Pels“. 1970 entstand daraus das „Kombinat Umformtechnik“, eine Zusammenfassung von 19 Betrieben des Umformmaschinenbaus. Das Werk in Erfurt war 1985 mit 5 500 Mitarbeitern einer der großen Arbeitgeber Erfurts. 1990 wurde daraus die Treuhandfirma Umformtechnik GmbH. 1994 erhielt diese einen neuen Besitzer, den Skoda-Konzern aus Pilsen. 2001 erfolgte die Übernahme durch die Müller Weingarten AG. Zur Zeit hat das Werk ungefähr 500 Mitarbeiter und ist im Pressenbau für die Automobilindustrie tätig. Zu erwähnen ist das 1936 von der Telefunken GmbH gegründete Werk für Sender- und Empfängerröhren. Dieses hieß nach der Verstaatlichung „VEB Funkwerk Erfurt“, welches weiterhin Rundfunkröhren und Messtechnik baute. 1978 ging es im Kombinat VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ auf und begann mit der Produktion von Halbleitern. 1989 hatte das Werk 8 700 Mitarbeiter. 1992 wurde aus dem VEB u.a. die Thesys Gesellschaft für Mikroelektronik mbH gegründet, die heute als X-FAB Semiconductor Foundries GmbH in Erfurt mit ca. 600 Mitarbeitern Halbleiterprodukte produziert. Auch die Fabrik der Condomi AG für die Produktion von Kondomen beruht auf einer alt eingesessenen Erfurter Firma, nämlich die Gummiwarenfabrik Richter & Käufer, die schon 1929 Latexprodukte produzierte. Nach dem Krieg wurde das Unternehmen unter dem Namen „VEB Plastina“ verstaatlicht. Die Produktpalette umfasste damals neben Kondomen auch Badekappen und Babysauger. 1997 kam die Fabrik zur Condomi AG und hat heute ungefähr 200 Mitarbeiter. Die Erfurter Malzwerke GmbH gründen auf einer der größten und ältesten Malzfabriken Deutschlands, der 1869 gegründeten Malzfabrik Wolff. Seit 1993 ist Getreide AG Rendsburg neuer Eigentümer. Die Braugold Brauerei hat ihre Wurzeln in den Erfurter Brauereien Büchner und Baumann, die 1920 mit der Riebeck Brauerei aus Leipzig zur Riebeck Brauerei Erfurt fusionierten. Diese wurde 1948 als VEB verstaatlicht und produzierte ab 1956 Bier mit dem neuem Markennamen „Braugold“. 1969 wurde die Braugold Brauerei Stammbetrieb des VEB Getränkekombinates Erfurt. Seit 1996 gehört der Betrieb wieder als Braugold Brauerei Riebeck GmbH & Co. KG zur Riebeck-Gruppe.

Ansässige Unternehmen


- Erfurter Wohnungsbaugenossenschaft Borntal eG

Öffentliche Einrichtungen

Erfurt ist Sitz folgender Behörden und Einrichtungen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Bundesarbeitsgericht
- Handwerkskammer
- Hauptzollamt
- Industrie- und Handelskammer (IHK)
- Kreiswehrersatzamt
- Oberfinanzdirektion

Bildung


- Universität Erfurt
- Die Fachhochschule Erfurt ist eine Neugründung des Landes Thüringen. Vorgängereinrichtungen waren die Ingenieurschulen für Bauwesen und Gartenbau.
- Edith-Stein-Schule
- Priesterseminar Erfurt

Freizeit- und Sportanlagen

Erfurt hat zahlreiche Parks und Naherholungsgebiete, z.B.:
- Thüringer Zoopark Erfurt
- ega Cyriaksburg (Erfurter Gartenbauausstellung) In Erfurt befinden sich zahlreiche Sportanlagen, in denen nationale und internationale Wettkämpfe stattfinden:
- Steigerwaldstadion mit 20.000 Zuschauerplätzen
- Eissportzentrum bestehend aus einer Eisschnelllaufhalle ( Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle) und einer Eishockeyhalle
- Radrennbahn Andreasried

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Radrennbahn

Theater


- Theater Erfurt (Opernhaus, bis 2003 auch Schauspielhaus)
- Theater Waidspeicher Puppentheater Erfurt e.V.
- Kabarett „Die Arche“ e.V.
- Die Schotte
- Theaterfirma Erfurt
- Kabarett „Das Lachgeschoss“
- Neues Schauspiel Erfurt
- Galli-Theater Erfurt
- Erfreuliches Theater Erfurt (Puppentheater)

Museen


- Angermuseum (Erfurt)
- Naturkundemuseum Erfurt
- Aquarium am Nettelbeckufer
- Museum für Thüringer Volkskunde
- Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“
- Druckereimuseum
- Museum Neue Mühle
- Wasserburg Kapellendorf
- Schloss und Park Molsdorf
- Deutsches Gartenbaumuseum Erfurt
- Elektromuseum

Bauwerke

Deutsches Gartenbaumuseum]] Deutsches Gartenbaumuseum Deutsches Gartenbaumuseum

Kirchen und Klöster


- Domplatz mit Dom und Severikirche, den Wahrzeichen der Stadt
- Peterskirche auf dem Erfurter Petersberg
- Augustinerkloster
- Ägidienkirche
- Lorenzkirche und Bartholomäusturm
- Allerheiligenkirche
- Kaufmannskirche
- Predigerkirche
- Barfüßerkirche (Ruine)
- Schottenkirche St. Nikolai-St. Jakobus

Profane Bauwerke


- Haus zum „Güldenen Krönbacken“
- Haus zum Sonneborn
- Krämerbrücke, in deren Verlauf die Via Regia die Gera überquerte (die einzige bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen)
- Kakteen-Haage, älteste Kakteengärtnerei Europas
- Zitadelle Petersberg (Festung) auf dem Erfurter Petersberg
- Cyriaksburg
- Rathaus
- Ehemalige kurmainzische Statthalterei
- Gebäudekomplex „Engelsburg“ - Ursprung der Dunkelmännerbriefe
- Erfurter Hauptbahnhof

Regelmäßige Veranstaltungen


- April: Frühlingsfest auf dem Domplatz
- Juni: Altstadtfest sowie Waidfest
- Juli: Trienale
- Juli/August: Zooparkfest
- Sommer: Krämerbrückenfest
- Sommer: Erfurter Gartenbauausstellung (ega)
- August/September: Domstufenfestspiele
- August: Lichterfest (ega)
- September: Biermarkt (ega)
- Herbst: Oktoberfest (Domplatz)
- Dezember: Weihnachtsmarkt

Clubs / Diskos


- C1 (ClubEins) – Club/Diskothek
- Club Centrum – Club/Diskothek
- Spot Erfurt – Club/Diskothek
- Engelsburg – versch. Veranstaltungen
- Joue Joue Club – Club
- uni k.u.m. – versch.Veranstaltungen
- Fun/Lollipop - Diskothek/Tanzbar
- Seven Sisters - Club/Bar
- Stadtgarten - Club/Live
- Presseklub - Club/Bar

Persönlichkeiten

Ehrenbürger


- 1998 Gunda Niemann-Stirnemann (
- 7. September 1966 in Sondershausen), Eisschnellläuferin
- 2002 Andreas Müller (
- 22. Februar 1971 in Erfurt), Leichtathletik- Behindertensport

Söhne und Töchter der Stadt

Erfurter tragen auch den Spitznamen „Puffbohnen“. Folgende Persönlichkeiten sind somit echte „Puffbohnen“, sie wurden in Erfurt geboren:
- Thomas von Erfurt (
- um 1300, † ), Magister Regiens und Rektor der Schulen St.Severi und St.Jakob
- Samuel Selfisch, (
- 8. November 1529 - † 8. Januar 1615 in Wittenberg), Verleger und Buchhändler
- Johannes Thal (
- 1542, † 18. Juli 1583 in Peseckendorf), Arzt und Botaniker
- Hiob Ludolf (
- 24. Juni 1624, † 8. April 1704 in Frankfurt am Main), Begründer der Äthiopistik, eines Teilbereichs der Afrikanistik
- Johann Aegidius Bach (
- 9. Februar 1645, † November 1716 in Erfurt), Bratschist und Altist in der Stadtmusikanten-Kompagnie Erfurt
- Johann Ambrosius Bach (
- 24. Februar 1645, † 20. Februar 1695 in Eisenach), Musikant (Vater von Johann Sebastian Bach)
- Johann Bernhard Bach (
- 23. Mai 1676, † 11. Juni 1749 in Eisenach) Komponist (Cousin von Johann Sebastian Bach)
- Christian Reichart (
- 4. Juli 1685, † 30. Juli 1775 in Erfurt), Begründer des Gartenbaus in Deutschland
- Daniel Triller (
- 10. Februar 1695, † 22. Mai 1782 in Wittenberg), Mediziner
- Franz Vollrath Buttstedt (
- 1738, † 1814 in Rothenburg ob der Tauber), Organist, Komponist („Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“)
- Johann Jakob Bernhardi (
- 7. September 1774, † 13. Mai 1850 in Erfurt), Botaniker
- Johann August Karl Soller (
- 14. März 1805, † 6. November 1853 in Berlin), Architekt und Schinkelschüler
- Anton Dominik Fernkorn (
- 17. März 1813, † 16. November 1878 in Wien), Bildhauer
- Otto Ribbeck (
- 23. Juli 1827, † 18. Juli 1898 in Leipzig), klassischer Philologe
- Max Weber (
- 21. April 1864, † 14. Juni 1920 in München), Soziologe
- Alfred Weber (
- 30. Juli 1868, † 2. Mai 1958 in Heidelberg), Soziologe und Nationalökonom
- Dr. Erich Köhler (
- 27. Juni 1882, † 23. Oktober 1958 in Wiesbaden), Politiker (DVP, CDU), MdB, Bundestagspräsident 1949-1950
- Dr. Erich Zeigner (
- 17. Februar 1886, 5. April 1949 in Leipzig) Ministerpräsident von Sachsen 21. März - 29. Oktober 1923
- Kurt Pinthus (
- 29. April 1886, † 11. Juli 1975 in Marbach am Neckar), Schriftsteller und Journalist
- Walter Rein (
- 10. Dezember 1893 in Erfurt-Stotternheim, † 18. Juni 1955 in Berlin), Komponist
- Hildegard Domizlaff (
- 26. Januar 1898, † 22. Februar 1987), Bildhauerin, Holzschnitt- und Schmuckkünstlerin
- Reinhard Gehlen (
- 3. April 1902, † 8. Juni 1979 in Berg), Nachrichtendienstler (1956-68 Präsident des Bundesnachrichtendienstes)
- Wolfgang Pohle (
- 28. November 1903, † 27. August 1971 in München), Industrieller und Politiker
- Wilhelm Schröder (
- 18. Oktober 1913, † 2. Mai 1967), Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR
- Wolf Schneider (
- 7. Mai 1925), Journalist (Süddeutsche Zeitung, Stern, Die Welt, Leiter Henri-Nannen-Schule)
- Peer Schmidt (
- 11. März 1926), Schauspieler und Synchronsprecher.
- Hermann Oxfort (
- 27. Oktober 1927, † 8. August 2003 in Berlin), Berliner Bürgermeister und Justizsenator (FDP)
- Günter Wickert (
- 14. November 1928, † 7. Oktober 1994), Markt- und Meinungsforscher
- Dieter Hennig (
- 11. Mai 1943), Maler, Grafiker und Objektkünstler
- Werner Nekes (
- 29. April 1944), Filmregisseur
- Dr. Karin Schubert (
- 16. August 1944), Politikerin der SPD
- Manfred Ruge (
- 7. Oktober 1945), Politiker (CDU), seit Mai 1990 Oberbürgermeister von Erfurt
- Christine Westermann (


Dagmar Schipanski

Dagmar Schipanski, Prof. Dr.-Ing. habil. (
- 3. September 1943 in Sättelstädt/Thüringen) ist eine deutsche Wissenschaftlerin und Politikerin (CDU). Nach ihrem Abitur 1962 studierte sie Angewandte Physik in Magdeburg, wurde 1967 Diplomingenieurin und war dann bis 1985 Assistentin bzw. Oberassistentin an der TH Ilmenau. 1976 promovierte sie auf dem Gebiet der Festkörperelektronik. 1985 wurde sie in Ilmenau Dozentin und 1990 Professorin. Bis 1993 war sie Dekanin der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der TH Ilmenau sowie 1995/96 Rektorin der mittlerweile zur Technischen Universität erhobenen Einrichtung. Sie erhielt 1996 das Verdientskreuz der Bundesrepublik Deutschland. 1999 wurde sie als Parteilose als Kandidatin der beiden Unionsparteien CDU und CSU für das Amt des Bundespräsidenten aufgestellt (s. Bundespräsidentenwahl 1999). Nach ihrer Niederlage gegen Johannes Rau wurde sie im Kabinett Vogel im Sommer desselben Jahres Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Thüringen (bis 2004). Im Jahr 2000 trat sie der CDU bei und wurde Mitglied des Präsidiums der CDU. 2002 bis 2004 war sie Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Seit 8. Juli 2004 ist sie Präsidentin des Thüringer Landtags. Seit 2000 ist sie die Vorsitzende der Deutschen Krebshilfe e.V., seit 2003 Vorsitzende des Vorstandes der Lennart-Bernadotte-Stiftung. Seit 1998 sitzt sie dem Verwaltungsrat des MDR vor

Weblinks


- Schipanski, Dagmar Schipanski, Dagmar Schipanski, Dagmar Schipanski, Dagmar Schipanski, Dagmar

13. Juni

Der 13. Juni ist der 164. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 165. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 201 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1878 - Auf dem Berliner Kongress wird der osmanisch-russische Vorfrieden von San Stefano revidiert.
- 1886 - Ludwig II. ertrinkt im Starnberger See.
- 1944 - Bei einem Testflug stürzt eine in Peenemünde gestartete A4-Rakete in Südschweden ab.
- 1992 - Slowenien wird Mitglied in der ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation)
- 1995 - Auflösung des Unterhauses in Nepal
- 1995 - In der ganzen Bundesrepublik Deutschland werden Razzien gegen die im Untergrund erscheinende Zeitschrift Radikal durchgeführt.
- 1999 - Einmarsch der ersten mit UN-Mandat ausgestatteten KFOR-Truppen in das Kosovo.
- 1999 - Belgien. Der Coca-Cola-Konzern ruft 15 Millionen Flaschen seiner Getränke zurück.
- 2000 - Staatsstreich auf den Salomonen
- 2002 - Afghanistan. Erste Ratsversammlung aller afghanischen Stammesführer in Kabul.
- 2004 - Landtagswahlen in Thüringen und Wahlen zum Europaparlament, Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt, im Saarland und in Baden-Württemberg.
- 2004 - Ein 4 kg schwerer Meteorit trifft das Haus von Phil und Brenda Archer in Ellerslie, einem Vorort von Auckland (Neuseeland). Das Dach und eine Couch werden beschädigt.
- 2005 - Irisch wird in der Europäischen Union als Amtssprache eingeführt.

Kultur


- 1743 - Uraufführung der Oper Demofoonte von Niccolò Jommelli in Padua.
- 1985 - Durch einen Brandanschlag wird im Kunsthaus Zürich das "Bildnis des spanischen Königs Philipp IV." von Peter Paul Rubens total zerstört.
- 2005 - Michael Jackson wird von den Geschworenen in Santa Monica in allen 10 Anklagepunkten des Kindesmissbrauchs freigesprochen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1991 - Das IOC vergibt die Olympischen Winterspiele 1998 an Nagano in Japan.
- 1997 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Paul Ashley in Oberhausen, Deutschland, durch KO

Geboren


- 823 - Karl der Kahle, fränkischer Kaiser
- 1592 - Tobias Michael, deutscher Komponist und Thomaskantor
- 1615 - Innozenz XII. (Papst), unter dem Namen Innozenz XII. Papst von 1691 bis 1700
- 1692 - Joseph Highmore, britischer Maler
- 1752 - Fanny Burney, Englische Schriftstellerin
- 1767 - Josef Speckbacher, Tiroler Freiheitskämpfer
- 1773 - Thomas Young, englischer Physiker und Arzt
- 1775 - Anton Radziwill, preußischer Politiker und Komponist
- 1786 - Winfield Scott, US-amerikanischer Militär und Oberbefehlhaber
- 1809 - Heinrich Hoffmann, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1820 - Julius Faucher, deutscher Journalist, Freihändler und Manchester-Liberaler
- 1821 - Albert de Broglie, Französischer Historiker, Publizist und Staatsmann
- 1831 - James Clerk Maxwell, schottischer Physiker und Chemiker
- 1854 - Charles Parsons, britischer Ingenieur, Erfinder und Konstrukteur
- 1863 - Friedrich Heine, deutscher Unternehmer
- 1863 - Josef Venantius von Wöss, österreichischer Kirchenmusiker, Komponist und Verlagsredakteur
- 1864 - Rudolf Kjellén, Professor
- 1865 - Karl Blossfeldt, deutscher Fotograf
- 1865 - William Butler Yeats, irischer Dichter
- 1870 - Jules Bordet, belgischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1872 - Hans Erlwein, deutscher Baumeister
- 1875 - Paul Neumann, österreichischer Schwimmer
- 1876 - William Sealey Gosset, englischer Statistiker
- 1884 - Anton Drexler, deutscher Politiker, Mitbegründer der Deutschen Arbeiterpartei
- 1884 - Burrill Crohn, Arzt und Entdecker des Morbus Crohn
- 1887 - André François-Poncet, französischer Politiker und Diplomat
- 1887 - Bruno Frank, deutscher Schriftsteller
- 1888 - Elisabeth Schumann, deutsche Sängerin
- 1888 - Fernando Pessoa, portugiesischer Dichter und Schriftsteller
- 1893 - Dorothy L. Sayers, englische Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1893 - Reinhold Tiling, deutscher Ingenieur, Pilot und Raketenpionier
- 1894 - Richard Döcker, deutscher Architekt
- 1897 - Paavo Nurmi, finnischer Läufer und Olympiasieger
- 1899 - Carlos Chávez Ramírez, mexikanischer Komponist und Musikpädagoge
- 1901 - Emil Belzner, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1901 - Tage Erlander, schwedischer Politiker, Premierminister
- 1904 - Hermann Stoll, deutscher Geologe und Prähistoriker
- 1905 - František Bartoš, tschechischer Komponist
- 1908 - Tom Wiggins, US-amerikanischer Musiker
- 1910 - Gonzalo Torrente Ballester, spanischer Schriftsteller
- 1910 - Mary Wickes, US-amerikanische Schauspielerin
- 1911 - Luis Walter Alvarez, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1918 - Helmut Lent, Flieger der Deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg
- 1920 - Walter Ernsting, deutscher Science-Fiction-Schriftsteller
- 1927 - Attila Zoller, deutscher Musiker
- 1927 - Slim Dusty, australischer Sänger und Songwriter
- 1928 - Giacomo Biffi, emeritierter Erzbischof von Bologna und Kardinal
- 1928 - John Forbes Nash Jr., US-amerikanischer Mathematiker, Nobelpreisträger
- 1930 - Armando Hart, kubanischer Revolutionär und Politiker
- 1933 - Peter Bickhardt, Vertreter der kirchlichen Oppositionsbewegung in der DDR
- 1935 - Christo, US-amerikanischer Künstler
- 1936 - Christian Meyer-Oldenburg, deutschsprachiger Science-Fiction-Autor
- 1936 - Helena Ruzicková, war eine tschechische Schauspielerin
- 1937 - Erich Ribbeck, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1939 - Siegfried Fischbacher, Magier (Siegfried und Roy)
- 1939 - Tom Cheek, US-amerikanischer Baseball-Ansager
- 1939 - Siegrun Klemmer, deutsche Politikerin und MdB
- 1940 - Bobby Freeman, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1940 - Gojko Mitic, Schauspieler und Regisseur
- 1941 - Esther Ofarim, israelische Schauspielerin und Sängerin
- 1943 - Ludwig Güttler, deutscher Trompeten-Virtuose
- 1943 - Malcolm McDowell, britischer Schauspieler
- 1947 - Alan G. Lafley, US-amerikanischer Manager
- 1949 - Dennis Locorriere, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Ulla Schmidt, deutsche Politikerin und MdB
- 1950 - Gerd Zewe, deutscher Fußballspieler
- 1951 - Howard Lees, kanadischer Musiker
- 1953 - Tim Allen, US-amerikanischer Schauspieler
- 1954 - Andrzej Lepper, polnischer Politiker
- 1954 - Robert Donaldson, US-amerikanischer Musiker
- 1957 - Michal Bajor, polnischer Sänger und Schauspieler
- 1957 - Rolf Brendel, deutscher Musiker
- 1962 - Cezary Pazura, polnischer Schauspieler
- 1963 - Bettina Bunge, deutsche Tennisspielerin
- 1963 - Josef Heiß, deutscher Eishockeyspieler
- 1966 - Grigori Jakowlewitsch Perelman, russischer Mathematiker
- 1968 - Deniece Lisa Maria Pearson, britische Sängerin
- 1969 - Swetlana Kriweljowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1970 - Mikael Ljungberg, schwedischer Ringer-Olympiasieger
- 1974 - Steve-O, US-amerikanischer Aktionskünstler
- 1975 - Johannes Grenzfurthner, österreichischer Künstler, Autor, Kurator
- 1977 - Rainer Schönfelder, österreichischer Skirennläufer
- 1980 - Sarah Connor, deutsche Sängerin
- 1982 - Kenenisa Bekele, äthiopischer Langstreckenläufer in der Leichtathletik
- 1986 - Ashley Olsen, US-amerikanische Schauspielerin
- 1986 - Mary-Kate Olsen, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 1036 - Az-Zahir, siebenter Kalif der Fatimiden
- 1231 - Antonius von Padua, portugiesisch-italienischer Franziskaner und Heiliger
- 1645 - Musashi Miyamoto, japanischer Samurai
- 1675 - Christian von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein, Hofbeamter und Politiker
- 1676 - Adelheid von Savoyen, Kurfürstin von Bayern
- 1787 - Josef Bárta, tschechischer Komponist
- 1810 - Johann Gottfried Seume, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1825 - Johann Peter Melchior, Bildhauer
- 1846 - Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes
- 1849 - Angelica Catalani, Opernsängerin
- 1856 - Ernst Alban, deutscher Augenarzt, Maschinenbauer und Pionier des Dampfmaschinenbaus
- 1860 - August Thieme, dt. Dichter
- 1871 - Jean Eugène Robert-Houdin, französischer Magier
- 1875 - Heinrich Louis d'Arrest, deutscher Astronom in Berlin, Leipzig und Kopenhagen
- 1881 - Edouard Imer, französischer Maler
- 1884 - Anton Zwengauer, deutscher Maler
- 1886 - Bernhard von Gudden, deutscher Mediziner
- 1886 - Ludwig II., König von Bayern (ertrunken)
- 1900 - Nikolaus Friedrich Peter, Großherzog von Oldenburg
- 1901 - Leopoldo Alas, spanischerSchriftsteller
- 1908 - Tom Wiggins, blinder, US-amerikanischer Musiker und Komponist
- 1920 - Essad Pasha Toptani, albanischer Großgrundbesitzer und Premierminister
- 1934 - Theodor Däubler, deutscher Schriftsteller
- 1938 - Charles Édouard Guillaume, Schweizer Physiker
- 1947 - Rudolf Friedrichs, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
- 1958 - Johan Bierens de Haan, niederländischer Biologe und Ethologe
- 1960 - Carl Keenan Seyfert, Astronom
- 1965 - Martin Buber, jüdischer Religionsphilosoph
- 1968 - Theodor Bogler, Keramiker, Architekt und Benediktiner-Pater
- 1972 - Clyde McPhatter, US-amerikanischer Sänger
- 1972 - Georg von Bekesy, ungarisch-US-amerikanischer Physiker und Physiologe
- 1980 - Walter Rodney, Historiker und Politiker aus Guyana
- 1982 - Ibn Abd Chalid Al-Aziz, von 1975 bis 1982 König von Saudi-Arabien
- 1983 - Helmut Kraatz, Mediziner
- 1986 - Benny Goodman, US-amerikanischer Jazzmusiker (Klarinettist, Bandleader)
- 1986 - Dean Reed, amerikanischer Schauspieler und Sänger der DDR
- 1991 - Karl Bielig, deutscher Politiker und MdB
- 1993 - Deke Slayton, US-amerikanischer Astronaut
- 1998 - Birger Ruud, norwegischer Skispringer
- 2001 - Rajzel Zychlinski, jiddische Dichterin
- 2002 - Yousuf Karsh, Fotograf
- 2003 - Hein ten Hoff, deutscher Sportler ("Gentleman-Boxer")
- 2004 - Jennifer Nitsch, deutsche Schauspielerin
- 2005 - Lane Smith, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Álvaro Barreirinhas Cunhal, portugiesischer Politiker

Feier- und Gedenktage


- Antonius von Padua, Mönch und Kirchenlehrer

Siehe auch

:12. Juni - 14. Juni :13. Mai - 13. Juli :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0613 ja:6月13日 ko:6월 13일 simple:June 13 th:13 มิถุนายน

2004

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2004 ist „Internationales Jahr zum Gedenken an den Kampf gegen die Sklaverei und an ihre Abschaffung“ (UNESCO)
- 2004 ist „Internationales Jahr des Reis“ (UNO)
- 2004 ist „Internationales Jahr der Technik
- 2004 ist „Internationales Jahr der Erziehung durch Sport
- Ewe ist Afrikanischer Stamm des Jahres (Ghana, Togo, Benin) (Internationale Stämme Mission)
- Jahreslosung: „Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“ (Markus 13:31)
- Das Alpenglöckchen (Soldanella alpina) ist Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg/Deutschland)
- Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Weißtanne (Abies alba) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Siebenschläfer (Myoxus glis) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Der Storchschnabel (Geranium) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Natur


- 19. April: Partielle Sonnenfinsternis (südliches Afrika)
- 4. Mai: Totale Mondfinsternis
- 8. Juni: Der erste Venustransit (Sonnendurchgang) seit 1882 ist in Mitteleuropa von 7:20 Uhr bis 13:23 MESZ zu beobachten
- 5. Oktober: In Deutschland wird mit 27,25 °C der wärmste 5. Oktober seit 125 Jahren gemessen
- 11. Oktober: Am frühen Morgenhimmel ist die Venus dem Mond besonders nahe und gut zu beobachten
- 14. Oktober: Partielle Sonnenfinsternis (Nordost-Asien, Nord-Pazifik)
- 28. Oktober: Totale Mondfinsternis
- 5. Dezember: Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Gemarkung Waldkirch erschüttert den gesamten südwestdeutschen Raum. Trotz einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala kam es nur zu kleineren Sachschäden
- 26. Dezember: Seebeben im Indischen Ozean und Tsunami-Flutwelle. Verheerende Schäden in den Küstenregionen im Golf von Bengalen, Südasien und Südostasien. Siehe Erdbeben im Indischen Ozean 2004

Politik

Januar


- 1. Januar: Joseph Deiss wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Irland übernimmt von Italien die Präsidentschaft im europäischen Rat
- 1. Januar: Die Mehrwertsteuer wird in Kap Verde eingeführt
- 1. Januar: Der niederländische Außenminister Jaap de Hoop Scheffer wird NATO-Generalsekretär
- 13. Januar: Helmut Kohl erhält den Internationalen Adalbertpreis
- 14. Januar: