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US Army Rangers

US Army Rangers

Die Rangers gehören dem Army Special Operation Command an und stellen nach dem Special Forces Command (Airborne), besser bekannt als "Green Berets", den zahlenmäßig größten Teil der Spezialtruppen der US Army.

Aufgaben

Die Ausbildung und Ausrüstung der Rangers ist auf eine Reihe von Aufgaben ausgelegt, sowohl auf spezielle als auch auf klassische militärische Operationen. Grundsätzlich handelt es sich bei den Rangers um leichte Infanterie mit der Aufgabe, schnell und unbemerkt tief ins gegnerische Territorium einzudringen und ihr Einsatzgebiet ebenso zu verlassen, um dort Informationen zu beschaffen, Überfälle auszuführen, gegnerische Operationen zu stören, Landepunkte für nachfolgende Einheiten zu sichern und Personal und Ausrüstung zu bergen. Darüber hinaus sind die Rangers in der Lage, alle Operationen zu übernehmen, die Luftlande-, Fallschirmjäger- oder leichte Infanterie-Einheiten ausführen können. Allerdings ist ihre Fähigkeit zum Kampf gegen gepanzerte Einheiten wegen der leichten Bewaffnung eingeschränkt. Ähnliches gilt für Luftabwehr- und Artilleriekapazitäten. Darüber hinaus verfügen die Rangers nur über geringe eigene Nachschubkapazitäten und sonstige Kampfunterstützung, was sie bei längeren Einsätzen im hohen Maß vom Aufbau einer Unterstützungs-Infrastruktur abhängig macht. Auf strategischer Ebene sollen Ranger-Einheiten innerhalb kürzester Zeit weltweit stationierbar sein, so dass mindestens ein Bataillon jederzeit einen hohen Grad an Gefechtsbereitschaft aufrecht erhält (Ranger Ready Force - RRF). Auch die übrigen Bataillone sollen 18 Stunden nach Alarmierung marschbereit sein.

Organisation

Die Rangers der US Army sind im 75th Ranger Regiment mit Hauptquartier in Fort Benning, Georgia, zusammengefasst. Die Stabskompanie mit rund 130 Mitgliedern umfasst Stabs-, Feuerleit-, Ausbildungs- und medizinisches Personal sowie eine große Fernmeldeabteilung und drei Aufklärungsteams, die jeweils sechs Mann stark sind. Die Aufklärungsteams sind meist die ersten Rangers, die sich während einer Operation in das Zielgebiet begeben, im Regelfall per Luftlandung. Dort verschaffen sie sich ein erstes Bild der Lage, markieren und sichern den Absprungort für die Ranger-Haupttruppe. Die wesentlichen Bestandteile des Ranger-Regiments sind die drei aktiven Bataillone mit einem Personal-Sollbestand von jeweils rund 580 Rangers. Allerdings liegt die Gesamtzahl etwas höher, da rund 15 Prozent der Soldaten sich jederzeit auf Lehrgängen befinden. Jedes Bataillon besteht aus drei Infanterie-Kompanien und einer Stabskompanie. Jede Kompanie verfügt über drei Infanterie-Züge und einen Zug, der mit schweren Waffen ausgerüstet ist. Das 1st Ranger Battalion ist in Hunter Airfield, Georgia, das 2nd Ranger Battailon in Fort Lewis, Washington, das 3rd Ranger Battalion in Fort Benning, Georgia, stationiert. Darüber hinaus existiert unter dem Dach des Regiments eine Ranger-Ausbildungsbrigade mit drei Ausbildungsbataillonen. Je nach Aufgabe kann das Regiment spezielle Teams zusammenstellen, die beispielsweise für Tauchgänge, Sabotageaktionen, Luftabwehr oder die Zusammenarbeit mit anderen Truppengattungen speziell ausgebildet und ausgerüstet sind. Die Rangers sind besonders im Einnehmen feindlicher Flugfelder ausgebildet und arbeiten oft mit der 82nd Airborne Division sowie den US Air Force Special Operation Units zusammen.

Ausrüstung

Standardmäßig sind Ranger-Bataillone nur mit leichter Ausrüstung versehen, was die unauffällige Beweglichkeit im Gelände, die Luftverlade- und Luftlandefähigkeit erhöhen soll. Neben M16-Sturmgewehr als Infanteriewaffe, teilweise mit M203-Granatwerfern, verfügen die Rangers über spezielle leichte Panzerabwehrwaffen, 60, 81 und 120mm-Mörser, Maschinenegewehre (M240B), Granatwerfer und Boden-Luft-Raketenwerfer vom Typ "Stinger". Pro Bataillon sind als Fahrzeuge lediglich zwei leichte Trucks vorgesehen.

Geschichte

Stinger Die Rangers berufen sich auf die Tradition der ersten Siedler in den USA, die unter Ausnutzung des Geländes gegen Indianer und britische oder französische Truppen kämpften. Namenspatron sind Rogers' Rangers, die unter Robert Rogers auf britischer Seite im Franzosen- und Indianerkrieg kämpften. Auch im amerikanischen Bürgerkrieg waren Ranger-Einheiten, vor allem auf konföderierter Seite, hinter feindlichen Linien im Einsatz. Die moderne Ranger-Truppe wurde am 19. Juni 1942 in Nordirland aufgestellt. Als Vorbild dienten die britischen Commandos, die auch massiv Ausbildungshilfe leisteten. Um den neuen Verband von den Commandos abzugrenzen, wählte man den Namen "Rangers". Der erste Kommandeur war Major William O. Darby. Die Rangers kämpften im Zweiten Weltkrieg auf vielen Kriegsschauplätzen in Nordafrika, Italien und in der Normandie. Auf dem pazifischen Kriegsschauplatz waren sie vor allem in Indien aktiv. Als Luftlande-Einheiten operierten Rangers erstmals im Koreakrieg. In Vietnam waren sie als Kämpfer und als Ausbilder verbündeter vietnamesischer Truppen aktiv. Anfang 1974 wurde das 75th Ranger Regiment aufgestellt. Einsätze seitdem umfassen unter anderem Grenada (1983), Panama, Irak (1991) und Somalia (1993).

Literatur

Hartmut Schauer: US Rangers - Geschichte einer Elitetruppe, ISBN 3613011360

Weblinks


- [http://www.globalsecurity.org/military/agency/army/75rr.htm Rangers auf globalsecurity.org] Rangers Rangers

Green Berets

Green Berets ist die informelle Bezeichnung für das Special Forces Command (Airborne) der US Army, die wahrscheinlich am besten bekannte Spezialeinheit der US Army, der ebenfalls das 1st Special Forces Operational Detachment (Airborne) DELTA angehört. Wegen ihres hohen Bekanntheitsgrades werden die Green Berets oft mit anderen Spezialtruppen der U.S. Army verwechselt. Prinzipiell sind alle Spezialtruppen dem U.S. Army Special Operations Command (USASOC) untergeordnet. Neben den Green Berets unterstehen z.B. die US Army Rangers und die Night Stalkers dem USASOC. In der Terminologie der US Army werden Spezialtruppen mit "Special Operations Forces" bezeichnet, da der naheliegende Term: "Special Forces" bereits als Eigennamen für die Green Berets vergeben ist.

Aufgaben

Stärker als bei allen anderen US-Spezialtruppen überschneidet sich das Aufgabengebiet der "Green Berets" mit dem von Geheimdiensten. Die wesentlichen Szenarien sind der Einsatz im Ausland (Foreign Internal Defense), unkonventionelle Kriegsführung, spezielle Aufklärung, direkte Kampfhandlung und Terrorismus-Abwehr. Der Einsatz im Ausland stellt die wichtigste Operationsform in Friedenszeiten dar. "Green Berets" unterstützen Militär und Polizei befreundeter Staaten mit Ausbildung auf den Gebieten militär- und polizeitechnischer Fähigkeiten, Menschenrechte und humanitärer sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dieser Ansatz behält auch im Kriegsfall seine Bedeutung, wenn Green Berets im gegnerischen oder umkämpften Territorium US-freundliche Truppen, Milizen oder Guerilla-Einheiten aufstellen, ausbilden und anführen. Unkonventionelle Kriegsführung umfasst zahlreiche verdeckte Operationen in gegnerisch kontrolliertem oder politische schwierigem Umfeld, unter anderem Guerilla-Kriegsführung gegen wichtige Ziele hinter gegnerischen Linien, psychologische Kriegsführung und Propaganda sowie Sabotage. Weitere Aufgaben umfassen die Koordination gemeinsamer Einsätze mit verbündeten Streitkräften anderer Nationalität, Such- und Rettungsoperationen, Sicherheitsberatung, friedenserhaltende und humanitäre Einsätze, Minenräumung und Kampf gegen Drogenhandel.

Organisation

Das Special Forces Command (Airborne) entspricht in seiner Größe etwa einer kompletten Division und bildet damit die größte Einheit der Spezialtruppen der US Army. Aufgrund ihrer speziellen Aufgaben sind die "Green Berets" jedoch nur ansatzweise wie eine klassische militärische Einheit organisiert. Kleinere oder größere Truppen sind jederzeit auf der ganzen Welt stationiert oder im Einsatz. Das Special Forces Command (Airborne) umfasst sieben Special Forces Groups, zwei von ihnen gehören der Nationalgarde an und sind, vereinfacht dargestellt, Reserve-Einheiten. Jede Gruppe besteht aus drei Bataillonen, einer Unterstützungskompanie und einer Stabskompanie. Die genaue Größe der Bataillone ist unbekannt, wahrscheinlich besteht jedes aber aus drei Kompanien. Der Bataillonsstab wird als Operational Detachment C bezeichnet. Jede Kompanie verfügt über drei Operational Detachments Alpha oder "A Teams". Der Kompaniestab wird als Operational Detachment B bezeichnet. Jedes A Team besteht aus zwölf "Green Berets": zwei Offizieren und zehn Unteroffizieren (Kommandeur und Stellvertreter sind Offiziere, zwei Aufklärer/ Gefechtseinsatz, zwei Funker, zwei Spreng-Pioniere, zwei Waffenspezialisten und zwei Sanitäter mit chirurgischer Ausbildung). Alle Mitglieder sprechen mehrere Sprachen und sind in der Lage, mehrere technisch-militärische Aufgaben im Team wahrzunehmen. Sie operieren verdeckt und können sich ohne Versorgung unbegrenzte Zeit in gegnerischem Gebiet, geführt durch den Stab einer Armeegruppe bis zu einer Tiefe von 800 km, aufhalten und zu Lande, zu Wasser und durch die Luft bewegen. Das Team kann sich in zwei Untergruppen teilen. Ihre Aufgabe ist es, Personen auf gegnerischem Gebiet zu rekrutieren, Partisaneneinheiten zu formieren und diese zum Einsatz gegen kleinere gegnerische Einheiten und Objekte zu bringen. Der Stabschef der Partisanenformation wird aus den Ortsansässigen bestimmt. Parallel zu ihren direkten Aufgaben trainieren A Teams während ihrer Einsätze bei jeder Gelegenheit verbündete Einheiten bis zu Bataillonsgröße. Ein A Team pro Kompanie verfügt über eine Kampftaucher-Zusatzausbildung und ein weiteres über eine spezielle Fallschirmjäger-Ausbildung für Sprünge mit extrem niedriger Schirmöffnungshöhe. B Teams sind elf Mann stark und übernehmen praktisch die gesamte Arbeit eines Kompaniestabs. Darüber hinaus sind sie in der Lage, verbündete Einheiten von bis zu Regimentsstärke zu führen.
- Das Hauptquartier der 1st Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Lewis, Washington. Sie wurde 1960 aufgestellt, 1974 deaktiviert und 1984 wieder aktiviert.
  - Das 1. Bataillon ist auf der Torii Station, Okinawa, stationiert. Seine Hauptaufgabe sind gemeinsame Übungen mit verbündeten Streikräften und das Stellen von Bereitschaftskräften für schnelle Krisenreaktion im Pazifikraum. Das Bataillon umfasst rund 250 Soldaten. Es ist die einzige US-Kampfeinheit in Japan.
  - Das 2. und 3. Bataillon wurden 1984 in Fort Lewis, Washington, aufgestellt. Ansonsten ist lediglich bekannt, dass das 3. Bataillon mehrere Einsätze in Thailand absolviert hat.
- Das Hauptquartier der 3rd Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Bragg, North Carolina. Sie wurde 1990 aufgestellt. Ihr wichtigstes Einsatzgebiet ist der afrikanische Kontinent. Dort trainieren ihre Mitglieder gemeinsam mit verbündeten europäischen Soldaten seit 1997 afrikanische Soldaten mit dem Ziel, eine Truppe aufzustellen, die innerhalb kurzer Zeit Friedens- und humanitäre Einsätze ausführen kann.
- Das Hauptquartier der 5th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Campbell, Kentucky. Sie wurde 1960 aufgestellt und ist seitdem ununterbrochen aktiv. Sie war in Vietnam eingesetzt, später im Nahen Osten, in Somalia, Pakistan und Bosnien.
- Das Hauptquartier der 7th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Bragg, North Carolina. Sie wurde 1957 als 77th Special Forces aufgestellt und 1960 in ihre jetzige Form überführt. Nach Einsätzen in Vietnam war die Gruppe vor allem in Südamerika aktiv, unter anderem in Panama, El Salvador, Honduras sowie in verschiedenen anderen Staaten im Kampf gegen den Drogenhandel. Eine Kompanie ist in Puerto Rico stationiert.
- Das Hauptquartier der 10th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Carson, Columbia. Das 1. Bataillon ist in Böblingen in der Panzerkaserne stationiert. Sie besteht aus rund 1.100 Soldaten.
- Das Hauptquartier der 19th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Camp Williams, Utah. Sie gehört der Nationalgarde an. Operationsschwerpunkt ist Südostasien.
- Das Hauptquartier der 20th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Birmingham, Alabama. Sie gehört der Nationalgarde an. Operationsschwerpunkt ist Südamerika

Literatur


- Hartmut Schauer: US 'Green Berets' - Soldaten aus dem Dunkel, ISBN 3613010526
- Tom Clancy: Special Forces - Die Spezialeinheiten der U.S. Army, ISBN 3453869125

Weblinks


- [http://www.soc.mil/hqs/hqs_home.htm U.S. Army Special Operations Command - Homepage]
- [http://www.specialoperations.com/Army/Special_Forces/default.html SOC - Green Berets auf einer Spezialtruppen Fanpage] Kategorie:Militärischer Verband (USA) Kategorie:Spezialeinheit

Spezialeinheit

Eine Spezialeinheit stellt die Elite eines polizeilichen oder militärischen Verbandes dar. Vorläufer der militärischen Sondereinheiten waren die Kommandos des Zweiten Weltkriegs.

Einheiten

Auswahl polizeilicher und militärischer Einheiten in alphabetischer Reihenfolge: Siehe auch: Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine

Literatur


- David Bohrer: US-Eliteverbände, ISBN 361302151X
- Eldar Mike: Israels geheime Marinekommandos, 2000, ISBN 3613020122
- Yers Keller / Frank Fosset: Frankreichs Elite, ISBN 361302103X
- Frank B. Metzner / Joachim Friedrich: Polizei-Sondereinheiten Europas, ISBN 3613022494
- Hartmut Schauer: US Air Commandos - Die "Special Forces" aus der Luft, ISBN 3613022435
- Terry White: Eliteverbände der Welt, ISBN 3613016885
- Rojahn, Christoph: Militärische Antiterroreinheiten als Antwort auf die Bedrohung des internationalen Terrorismus und Instrument nationaler Sicherheitspolitik - das Beispiel Amerika, München 2000, ISBN 3896758411
- Tom Clancy / John Gresham: Special Forces Die SPezialeinheiten der U.S. Army ISBN 3453212649

Weblinks


- [http://www.spezialeinheiten.com Spezialeinheiten.com - Infos zu Spezialeinheiten aus aller Welt]
- [http://www.sondereinheiten.de Sondereinheiten.de - Deutsche Spezialeinheiten im Internet]
- [http://www.sek-team.net SEK-TEAM.net - Spezialeinheiten im Visier]
- [http://www.defence-net.de Defence-Net.de - Terrorismus & Terrorbekämpfung]
- [http://www.spezialeinheiten.net Internationale Spezialeinheiten und deren Einsätze]
- [http://www.specialoperations.com/ Special Operations]
- [http://www.hotbarrel.de/ Ehemahlige Fallschirmjäger Kommando-Kompanie]
- [http://www.se-v.de/ Soforthilfe nach gravierenden Unfällen e.V.]
- [http://www.doppeladler.com/misc/ Website mit Artikeln über das Eko Cobra, das Jagdkommando und das 160th SOAR] Kategorie:Militärischer VerbandKategorie:Polizeilicher Verband !

US Army

Die US-Armee (engl. United States Army) ist der Teil der US-Streitkräfte, der für militärische Operationen zu Lande verantwortlich ist. Die Bezeichnung US Army wird sehr häufig synonym zum gesamten amerikanischen Militär verwendet. Das so bezeichnete amerikanische Heer wurde 1775 vor der Gründung der Vereinigten Staaten im Zuge des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges eingerichtet. Sie unterteilt sich in drei Teile: Aktive Armee, Reserve und Nationalgarde. Alle drei Teile haben an jedem Krieg der USA seit dem 1. Weltkrieg teilgenommen. Der Gebrauch der Armeereserve und der Nationalgarde nahm nach dem Vietnamkrieg zu. Sie nahmen am zweiten Golfkrieg, den militärischen Maßnahmen im Kosovo und dem dritten Golfkrieg teil. Das europäische Hauptquartier der US-Armee (Englische Abkürzung: USAREUR) ist in Heidelberg, deren übergeordnete Kommandoeinheit ist das United States European Command) (USEUCOM) in Stuttgart. Siehe auch: Streitkräfte der USA Streitkräfte der USA

Rekrutierung und Ausbildung

Ausbildung

Rekruten aus Übersee werden der 1. Rekrutierungsbrigade der US-Armee zugerechnet.

Struktur

1. Rekrutierungsbrigade der US-Armee

Einheiten

Die US-Armee ist in mehreren, zum Teil überlappenden Ebenen organisiert. Auf strategischer Ebene sind die stehenden Armeen die größten Strukturen. Zur Zeit existieren 5 Armeen:
- 1. Armee (östl. USA, Reservearmee)
- 3. Armee (Zentralkommando: u.a. Katar, Kuwait)
- 5. Armee (westl. USA, Reservearmee)
- 7. Armee (Europa)
- 8. Armee (Korea) Die nächstkleineren Einheiten sind die Heeresabteilungen (Korps). Zurzeit existieren vier Korps:
- 1. Korps in Fort Lewis (Washington) mit
  - 3. Brigade, 2. Infanteriedivision
  - 1. Brigade, 25. Infanteriedivision
- 3. Korps in Fort Hood (Texas) mit
  - 1. Kavalleriedivision in Fort Hood (Texas)
  - 4. Infanteriedivision in Fort Hood (Texas)
  - 7. Infanteriedivision in Fort Carson (Colorado)
  - 3. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Carson (Colorado)
  - 24. Infanteriedivision in Fort Riley (Kansas)
  - 1. Brigade, 1. Infanteriedivision in Fort Riley (Kansas)
  - 3. Brigade, 1. Panzerdivision in Fort Riley (Kansas)
- 5. Korps in Heidelberg mit
  - 1. Infanteriedivision ("The Big Red One") in Würzburg
  - 1. Panzerdivision ("Old Ironsides") in Wiesbaden
- 18. Luftlandekorps in Fort Bragg (North Carolina) mit:
  - 3. Infanteriedivision in Fort Stewart (Georgia)
  - 10. Bergdivision in Fort Drum (New York)
  - 82. Luftlandedivision ("All-Americans") in Fort Bragg (North Carolina)
  - 101. Luftlandedivision ("Screaming Eagles") in Fort Campbell (Kentucky)
  - 2. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Polk (Louisiana)
  - 11. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Irwin (Kalifornien) Bis auf das in Heidelberg stationierte 5. Korps haben alle anderen Abteilungen ihre Hauptquartiere in den USA. Die Korps sind jeweils an ihr Operationsgebiet angepasst, verfügen jedoch grundsätzlich über die Fähigkeit, militärische Aufgaben aller Art über längere Zeit auszuführen.

Grundlegender Aufbau der operativen Ebene

Hierarchie

Anmerkungen

1. Die Mannschaften und Unteroffiziere der US Army werden als enlisted bezeichnet. Ab der Soldstufe E4 (CPL/SPC) beginnt die Dienstgradgruppe der Non-Commissioned Officer (NCO), welche ab der Soldstufe E6 (SSG) auch Staff oder Senior NCO (SNCO) genannt wird. 2. Die US Army rekrutiert ihre Offiziere über mehrere interne und externe Organisationen und Institutionen:
- United States Military Academy in West Point (New York)
- Absolventen der Militärakademien der anderen amerikanischen Streitkräfte können und dürfen sich dazu entschließen, ins Offizierskorps der Army berufen zu werden
- Mannschaftsgrade oder College-Absolventen die erfolgreich die Officer Candidate School (OCS) bestehen.
- College-Absolventen, die achtsemestrige Army-Reserve Officer Training Corps-Kurse (ROTC) an einer Universität durchlaufen haben.
- Anwälte, Ärzte, Krankenschwestern, Tierärzte und Prediger dürfen sofort in ihr entsprechendes berufliches Korps berufen werden.
- Mannschaftsgrade dürfen, wenn sie nach Meinung mehrerer Offiziere dazu geeignet sind (z.B. wegen besonderer Pflichterfüllung und/oder wegen herausragender Führungseigenschaften), zu Felde zu Offizieren befördert werden. Audie Murphy wurde auf diese Art und Weise zum Offizier gemacht. Offiziere erhalten ihre Einberufung ins Offizierskorps vom US-Präsidenten. Zunächst werden sie als Reserveoffiziere berufen. Auf Befördeung zum Major hin können sie vom Präsidenten der regulären Armee zugeteilt werden, sofern dafür das Einverständnis und darüber hinaus eine Empfehlung des Senats vorliegt. [http://www4.law.cornell.edu/uscode/10/531.html]. Offiziere werden einer Teilstreitkraft zugewiesen bis sie den Rang eines Brigadier General erreicht haben. Ab diesem Zeitpunkt wird von ihnen ein Mindestmaß an Kompetenz erwartet, sodass sie befähigt sind, Soldaten aus jeder beliebigen Teilstreitkraft zu kommandieren. Sobald Offiziere ihr Patent erhalten haben, durchlaufen sie eine intensive mehrstufige militärische Weiterbildung, die mit teilstreitkraftspezifischen Maßnahmen einhergeht und sich bis zum Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas fortsetzen kann. Ein Nachweis der spezifischen Weiterbildung ist bei der Beförderung zu bestimmten Rängen unabdingbar. 3. Der Laufbahngruppe des Warrant Officer ist eine Besonderheit. Nach Ernennung auf Befehl des Secretary of the Army wird er nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Two (CW2) durch den Präsidenten vereidigt (Offizierspatent). Der Warrant Officer entspricht ungefähr einem Offizier, ihm werden nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Four (CW4) geringfügige Privilegien zugestanden. Jedoch ist er nur Spezialist auf seinem Fachgebiet und kann keine Kommandogewalt über Truppen ausüben. Aus den Reihen der Warrant Officer rekrutieren sich in der Army sehr viele Hubschrauberpiloten. Am ehesten ist ein Warrant Officer mit einem Offizier des militärfachlichen Dienstes der Bundeswehr zu vergleichen. Warrant Officers werden hauptsächlich an der US Army Warrant Officer Candidate School in Fort Rucker, Alabama rekrutiert. 4. Der Posten/Rang Sergeant Major of the Army ist einzigartig. Er ist in beratendender Funktion für den Generalstabschef der Army tätig und unterrichtet ihn in Angelegenheiten, die die Mannschaftsgrade in besonderem Maße betreffen. 5.Der Specialist (SPC; Soldstufe E-4) entspricht dem Rang des Corporal. Er hat aber technische Fähigkeiten, die außerhalb des Verantwortungsbereichs des Corporal liegen. Im Gegenzug wird bei einem Corporal mehr Wert auf seine Führungsqualität im Gefecht gelegt, was erklärt, warum ein Specialist in der Befehlskette der USA im Gegensatz zur Soldstufe unter dem Corporal steht. 6. Die Tätigkeiten der Soldaten der Army werden mit der Military Occupational Specialty (MOS) festgelegt. Dies sind Tätigeitsbeschreibungen, wie beispielsweise Panzerfahrer, Infanterist oder Hubschrauberpilot.

Der Generalstab des amerikanischen Heeres

Im Gegensatz zur Bundeswehr wird die US-Armee von einem Generalstab befehligt. Ihm ist der Vereinigte Generalstab der USA (Joint Chiefs of Staff) übergeordnet. Gegenwärtig sind im Generalstab des Heeres vertreten:
- Der Minister des Heeres: Francis J. Harvey
- Der Staatssekretär des Heeres: Raymond F. DuBois
- Generalstabsvorsitzender des Heeres: General Peter Schoomaker
- Der Stellvertretende Generalstabsvorsitzender des Heeres: General Richard M. Cody
- Der Sergeant Major des Heeres: Sergeant Major Kenneth O. Preston Der Posten des Sergeant Major of the Army wurde eingeführt, um Mehrheitsverhältnisse im Generalstab mit einer Person, die der Truppe noch recht nahe steht und somit am wahrscheinlichsten in ihrem Sinne bezüglich Einsatzbereitschaft entscheidet, zu erzwingen.

Ausrüstung der US-Armee

Infanterieausrüstung

Gemäß häufiger Bekundungen und interner Doktrin stützt sich die Kampfkraft der US Army auf einen bestmöglich ausgerüsteten und ausgebildeten Soldaten, weswegen sie sich wie keine andere Teilstreitkraft der Welt auf technische, moralische und natürliche Verbesserungen am individuellen Soldaten konzentriert. Diese Entwicklung hat jedoch die Kriegsführung der Army stetig und überproportional verteuert.

Handwaffen


- Bajonett
- M16 (Sturmgewehr)

- M40 (Handgranate)
- M4 (Sturmgewehr)

- M9 (Pistole)

- Colt M1911 (Diese Pistole wurde offiziell durch die Beretta ersetzt, findet aber durch Beliebtheit und Verbreitung noch vielfach Anwendung)
- M203 (Granatwerfer) für das M16 und das M4

- M240 (Maschinengewehr)
- M249 SAW (Maschinengewehr)

- M60 (Maschinengewehr)
- Mk19 (Maschinengranatwerfer)
- M224 (Mörser)
- M252 (Mörser)
- Molle West(Taktische-Kampfweste)

Waffen gegen gepanzerte Fahrzeuge


- TOW

- FGM-148 Javelin

Sonstiges


- GPS
- Joint Service Lightweight Integrated Suit Technology (JSLIST) (System zum Schutze des Soldaten vor der Kriegsführung mit Massenvernichtungswaffen
- M40/42 (Gasmaske)
- M256 Chemical Agent Detector

Fahrzeuge

Gepanzerte Fahrzeuge


- M1 Abrams

- M2 Bradley

- M113

- MLRS

- M6 Linebacker

- M120 (Mörserfahrzeug)

Artillerie


- Haubitze M102
- M109 Paladin

- Haubitze M119
- Haubitze M198

Flugabwehr


- MIM-104 Patriot
- M1097 Avenger

Transport- und Versorgungsfahrzeuge


- Heavy Expandable Multipurpose Tactical Truck (HEMTT)

- Hummer oder Humvee (HMMWV: High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle)

- Jeep

- Dodge W 200 M 880 Series

- 5-Ton-Truck

- CUCV

- M1070
- Palletized Load System/PLS

Andere Fahrzeuge


- M88 Hercules
- M93 Nuclear, Biological and Chemical Reconaissance System)
- Stryker

Fluggerät

Da die militärische Luftfahrt bis zum Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg im amerikanischen Militär nur eine untergeordnete Rolle spielte, unterstand sie bis dahin der US-Armee. 1941 wurde sie in die am 20. Juni des selben Jahres gegründete US Air Force, die 1943 den anderen Teilstreikräften gleichgestellt wurde, ausgegliedert. Deswegen besaß die US-Armee bis dahin nur ein sehr kleines Luftschlagkontingent. Desweiteren erging in diversen Abkommen der amerikanischen Teilstreitkräfte untereinander ein Verbot an die Army, überhaupt die Planung solcher Fluggeräte anzugehen. Zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Abkommen war die militärische Nutzung von Hubschraubern noch nicht abzusehen. Im Vertragswerk ist von "Festflügelkampfflugzeugen" die Rede. Diese Vertragslücke nutzten sowohl die Army als auch das Landkontingent der Marines, die sonst Kampfflugzeuge nur auf den Schiffen der US Navy nutzen dürfen, zur Anschaffung militärischer Hubschrauber aller Art.

Hubschrauber/Helikopter

Die Army setzt militärische Hubschrauber aller Art ein:
- Kampfhubschrauber:
  - AH-64 Apache

  - AH-1 Cobra

  - MH-6 Little Bird nur im 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR)
- Transporthubschrauber:
  - CH-47 Chinook (Truppen und Material)

  - UH-60 Black Hawk (in mehreren Ausführungen)
- Hubschrauber zur Aufklärung und Beobachtung
  - OH-58 Kiowa

Manöver, Übungen

Alle Einheiten der US-Armee sind zur Durchführung regelmäßiger Übungen verpflichtet, die theoretisch überall stattfinden dürfen, meistens aber auf armeeeigenem Gelände, mit dem der Großteil der Einheit nicht vertraut ist. Allerdings gibt es auch zentrale Manöverplätze. Diese sind in den USA das Joint Readiness Training Center (JRTC) in Fort Polk, Louisiana und das National Training Center (NTC) in Fort Irwin, Kalifornien. In Europa gibt es die Truppenübungsplätze in Grafenwöhr zum Training mit scharfer Munition im Joint Multinational Training Center (JMTC), früher ETC (European Training Center) bzw. GTA (Grafenwoehr Training Area), und in Hohenfels zum Feindmanövertraining im Combat Maneuver Training Center (CMTC), früher HTA (Hohenfels Training Area). Daneben werden jährliche regionale Manöver durchgeführt, bei der vornehmlich die einzelnen Divisionen, die in Deutschland stationiert sind, gegeneinander antreten. Diese wurden bis 1989 im sehr großen Rahmen abgehalten und nannten sich bis dahin REFORGER, Return of the Forces to Germany. Damals wurden ganze Divisionen aus den USA zur fiktiven Unterstützung gegen den Feind eingeflogen. So kam zur Verstärkung für das damalige 5. Korps (Frankfurt) mit der 3. Panzer- und der 8. Infanteriedivision zusätzlich die 2. Panzerdivision, wobei das 7. Korps (Stuttgart) mit der 1. Panzer- und der 3. Infanteriedivision, das von der 1. Infanteriedivision unterstützt wurde die Truppen des Warschauer Paktes simulierte. Mit diesen gigantischen Manövern wollte die US-Regierung ihre Entschlossenheit zur Unterstützung des NATO-Partners Deutschland im Falle eines sowjetischen Angriffs zeigen.

Traditionen

Wie alle anderen Teilstreitkräfte des US-Militärs legt die Army großen Wert auf Geschichte und pflegt ihre Traditionen weitläufig. Ein nicht geringer Teil ihres Budgets fließt an ihre eigenen historischen und sozialen Institutionen.

Vereidigung

Nach der Grundausbildung müssen alle Rekruten einen Eid schwören oder eine Eidesstattliche Versicherung ableisten: I swear to protect the Constitution of the United States from all enemies, both foreign and domestic, (so help me God). zu deutsch: Ich schwöre, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten sowohl vor ihren inneren als auch auswärtigen Feinden beschützen werde, (so wahr mir Gott helfe). Dieser Eid bekräftigt weniger die Verteidigung des unmittelbaren Nationalstaats USA als der Verfassung der USA und ist eine Manifestierung der Bedenken ihrer Begründer. Die religiöse Beteuerung ist zwar freiwillig, wird aber von offizieller Seite unterstützt. So wird sie in keiner Werbung für die Streitkräfte ausgelassen.

Hymne der United States Army

March along, sing our song
with the Army of the free
Count the brave,
count the true,
who have fought to victory.
We're the Army and proud of our name;
We're the Army and proudly proclaim:
First to fight for the right, and to build the Nation's might,
And the Army Goes Rolling Along
Proud of all we have done,
Fighting till the battle's won,
And the Army Goes Rolling Along
Chorus:
Then it's hi, hi, hey! The Army's on its way
Count off the cadence loud and strong (two, three)
For wher-e'er we go, You will always know
that the Army Goes Rolling Along
Valley Forge, Custer's ranks, San Juan hill and Patton's tanks,
And the Army went rolling along.
Minute men from the start,
Always fighting from the heart,
And the Army keeps rolling along.
Chorus:
Men in rags, men who froze, still that Army met its foes,
And the Army went rolling along.
Faith in God, then we're right,
And we'll fight with all our might,
As the Army keeps rolling along.
Unter dem umgangssprachlichen Namen (US) Army Hymn ist dieser Marsch bekannt. Tatsächlich heißt das Lied Mighty is Our Army, es wurde von Ralph Lee Bowerman komponiert.

Soldatenschwur/Warrior's creed

Ende der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts brachte das Pentagon einen inoffiziellen Soldatenschwur in Umlauf, der keinesfalls mit der tatsächlichen Vereidigung zu verwechseln ist. Sein Wortlaut ist absichtlich pathetisch gewählt und soll an jene erinnern. I am an American Soldier.
I am a Warrior and a member of a team.
I serve the people of the United States
and live the Army Values.
I will always place the mission first.
I will never accept defeat.
I will never quit.
I will never leave a fallen comrade.
I am disciplined, physically and mentally tough,
trained and proficient in my warrior tasks and drills.
I always maintain my arms, my equipment and myself.
I am an expert and I am a professional.
I stand ready to deploy, engage and destroy
the enemies of the United States of America
in close combat.
I am a guardian of freedom
and the American way of life.
I am an American Soldier.
Generell werden nur die vier fett markierten Zeilen zitiert.

Veteranenorganisationen

Die
US Army betreibt die umfangreichste Veteranenfürsorge unter den US-Streitkräften. Damit will sie das Bild des verdienten, gemeinen Infanteristen pflegen. Allerdings legt die Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit ein insgesamt stärkeres Augenmaß auf die Army als auf die Air Force und die Navy, während das Marine Corps nicht nur diesbezüglich eine Sonderstellung innehat.
- Amerikanische Legion

Weblinks


- [http://www.army.mil/ Homepage der United States Army]
- [http://www.hqusareur.army.mil/ Homepage der US Army, Europe]
- [http://www.usarmygermany.com Homepage der US Army Germany]
- [http://www.vcorps.army.mil/ Homepage des 5. Korps, Heidelberg]
- [http://www.army.mil/fact_files_site/ Übersicht Ausrüstung der US Army auf ebenjener Website]
- [http://www.panzerbaer.de/archiv/us_ftx_reforger_1987-a.htm Panzerbaer.de mit einer Galerie zu
REFORGER 1987]
- [http://www.army.mil/symbols/Downloads/ArmySongCombined.mp3 Download einer Kurzfassung der
Army Hymn, ca. 600 kB]
- [http://www.army.mil/symbols/ Traditionen der
US Army] Army Kategorie:Heer ja:アメリカ陸軍

Infanterie

Als Infanterie bezeichnet man zu Fuß kämpfende Verbände von Soldaten. Die Infanterie wurde in ihrer Geschichte verschieden eingesetzt, bildet jedoch heutzutage bei den meisten Armeen die große Basis der Streitkräfte. Sie trägt die Hauptlast im Gefecht, und ist aber trotzdem vielseitig einsetzbar. Wurden früher vor allem eine große Anzahl Fußsoldaten als Infanterie bezeichnet, steht der Begriff heutzutage für eine bestimmte Gattung von Soldaten in einem Heer, für welche Mobilität und Schlagkraft von großer Bedeutung sind. Innerhalb dieser Truppengattung stellt die militärische Ausbildung eine äußerst große physische und psychische Herausforderung dar, da sehr viel Wert auf Vielfältigkeit gesetzt wird. Eine veraltete Bezeichnung für die Infanterie ist auch Fußvolk, dieser Begriff wird heutzutage häufig mit einer spöttischen Konotation verwandt.

Einsatzaufstellung

Im 17. bis zum 19. Jahrhundert wurden Infanteriearmeen vor allem als große Massen von Fußsoldaten in den Kampf geschickt. Die Weiterentwicklung der Feuerwaffen und das Ziel, ein Höchstmaß an Feuerwirkung zu erzielen, führten im 17. Jahrhundert zur Linientaktik als Hauptkampfform der Infanterie. Aufgrund höherer Feuergeschwindigkeit, größerer Reichweiten und besserer Treffgenauigkeit der neuen Handwaffengeneration entwickelte sich diese neue Taktik bis zum Jahre 1792 zu der so genannten Tirailleur- oder Kolonnentaktik weiter, die bis zum deutsch-französischen Krieg 1870/71 als Gefechtsform das Bild zahlloser Schlachten dieser Zeit prägt. Mit dem Aufkommen von Mehrladern wurde nun das Schützengefecht in Form von Schützenlinie und Schützenschwarm die Hauptkampfform der Infanterie. Die Infanterie operiert meist in achtköpfigen Gruppen.

Ausbildung und Bewaffnung

Jeder Infanterist ist in Häuserkampf, Nahkampf und Territorialkampf geschult. Die Waffen der modernen Infanterie sind sehr vielfältig:
- Sturmgewehr
- Scharfschützengewehr
- Handgranate
- Panzerfaust
- Minen
- Pistole
- Maschinengewehr
- Messer und Bajonett zusätzlich verfügen die meisten Infanterieverbände noch über schwere Waffen wie Mörser (Geschütz) oder Panzerabwehrlenkwaffen.

Einsatzspektrum der Infanterie

Da die Stärke der modernen Infanterie in der Beweglichkeit und Geschwindigkeit liegt, eignet sie sich nicht für große Angriffe in Bataillonsstärke. Sie wird daher für Aufgaben wie verdeckte Operationen, Aufbau und Halten von Verteidigungslinien oder Zerstören von blockierten Gegnern eingesetzt. In Friedenszeiten leistet die Infanterie Dienst im Objektschutz.

Einsatzschwierigkeiten

Infanteristische Einsätze sind immer nur von möglichst kurzer Dauer. Infanteristen haben keine Möglichkeiten, sich vor Angriffen, wie Chemiewaffeneinsatz, Luftangriffen oder Artilleriebeschuss über längere Zeit zu schützen. In vielen Ländern wird darum geforscht, wie man Schutzmechanismen und andere Hilfsmittel verbessern kann, um die Soldaten längere Zeit im Einsatz zu halten. In Deutschland läuft dazu das Programm Infanterist der Zukunft. In den USA wird eine tragbare Waffe entwickelt, die Sturmgewehr, Granatwerfer, Zielfernrohr und Laserzielmarkierung miteinander vereint. Der Vorteil liegt hier im reduzierten Platzbedarf und Gewicht. Die Bundeswehr ist bereits jetzt mittels des Gewehres "G 36" in der Lage, eine Waffe als Sturmgewehr, als Präzisionswaffe und als Granatwerfer einzusetzen und ist somit den amerikanischen Entwicklungen in diesem Punkt teilweise voraus.

Geschichte der Infanterie

17.-18. Jahrhundert

Historisch geht die Bezeichnung Infanterie auf die Infantin Isabella Clara Eugenia, Tochter des Königs Philipp II. von Spanien zu Beginn des 17. Jahrhunderts zurück. Das auf ihren Befehl geworbene Fußvolk wurde auf eine neue Art bewaffnet und geübt und der Infantin zu Ehren "infanteria" genannt. Diese neue Truppe unterschied sich weiter je nach Bewaffnung und Verwendung in die schwere und die leichte Infanterie.
Im deutschsprachigen Raum taucht der Infanteriebegriff erstmals im Jahre 1616 als allgemeine Bezeichnung von Fußtruppen auf. Bis dato waren für eben diese die Bezeichnungen "Fußvolck", "Kriegsvolck zu Fuß", die "Fußknecht", "die Hauffen zu Fuß" und "die Landsknechte" üblich. Die Verwendung und der Wert dieser Fußtruppen sind in der Kriegsgeschichte von unterschiedlicher Bedeutung gewesen. Schon im Altertum trugen sie oft die Hauptlast des Kampfes. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, kamen der Reiterei allgemein nur unterstützende Aufgaben zu. Während des Mittelalters war jedoch der Ritter Hauptträger des Kampfes, es bildeten sich ganze Ritterheere. Erst die Schweizer bewirkten 1386 durch die Schlacht bei Sempach eine Wende. Mit Spießen und Streitäxten gut gerüstet, straff organisiert und ausgebildet, zeigten sich Fußtruppen den Rittern überlegen. Diese Gliederungsform der Infanterie wurde Gewalthaufen genannt. Die Wirkung des Gewalthaufens beruhte auf der Stoßkraft der sich geschlossen vorwärts bewegenden Masse. Die Entscheidung wurde im Angriff gesucht. In dieser Weise führten die Spanier 1485 ihr Fußvolk erfolgreich gegen die Mauren. Sie wurden Vorbild für andere europäische Heere. Die Infanterie entwickelte sich zur "Krone aller Waffen". Als Schöpfer der deutschen Infanterie werden Kaiser Maximilian I. und Georg von Frundsberg angesehen. Sie waren die bedeutendsten Führer und Organisatoren der Landsknechtheere. Mit ihnen begann das neuzeitliche Kriegswesen. Mit zunehmender Wiederentstehung einer bedeutenden Reiterwaffe und Einführung von Schusswaffen entstand bei den Fußtruppen die Form des Gevierthaufens als Defensivaufstellung. Arkebusiere, Füsiliere und Musketiere waren die ersten Feuerwaffenträger der Infanterie.

19. Jahrhundert

1825 unternahm Zar Nikolaus I. als erster den Versuch, Kavallerie und Infanterie in einer Waffengattung zu vereinigen. Es entstand das Dragonerkorps. Der Versuch scheiterte, weil das Korps die infanteristischen Aufgaben vernachlässigte. Etwa 1885 nahm England diesen Versuch wieder auf und stellte in einzelnen seiner Kolonien und Schutzstaaten berittene Infanterie auf. So kann die gesamte Streitmacht der Buren im Kampf gegen England als berittene Infanterie charakterisiert werden. Im 19. Jahrhundert unterschieden verschiedene Armeen ihre infanteristischen Soldaten in etwa folgende Truppenteile:
- Preußen: Grenadiere, Musketiere, Füsiliere, Jäger
- Österreich: Linieninfanterie und Feldjäger (zusätzlich die Tiroler Kaiserjäger)
- Frankreich: Linieninfanterie und Zouaven- und Turkosregimenter (als leichte Infanterie), auch die Fremdenlegion kann zur seinerzeitigen Infanterie gezählt werden
- Russland: Garde- und Linieninfanterie und Schützen
- Italien: Linieninfanterie, Bersaglieri (Jäger) und Alpini (Gebirgsjäger)

20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert entwickelt sich die Infanterie immer mehr zur Hauptwaffe des Kampfes. So ist unter anderem im Reglement für die deutsche Infanterie von 1906, das noch während des gesamten 1. Weltkriegs Gültigkeit hatte, der damalige Stellenwert dieser Truppengattung wiederzufinden: "Die Infanterie ist die Hauptwaffe. Im Verein mit der Artillerie kämpft sie durch ihr Feuer den Gegner nieder. Sie allein bricht seinen letzten Widerstand. Sie trägt die Hauptlast des Kampfes und bringt die größten Opfer. Dafür winkt ihr auch der höchste Ruhm."
Dieser Stellenwert als Schlachten entscheidende Waffe behielt auch im 2. Weltkrieg weiter seine Gültigkeit. Allerdings war die Infanterie im neuen Zeitalter der Panzer und der Flugzeuge nicht mehr die Hauptwaffe und die Königin des Schlachtfeldes, wohl aber noch die Königin auf ihrem Gefechtsfeld. Nach diesem Krieg erfolgte innerhalb der Wiederbewaffnung Deutschlands die Abkehr von der so genannten "Einheitsinfanterie" hin zur "besonders befähigten Infanterie".

Infanterie in Deutschland nach 1950

So ist die Infanterie der Bundeswehr heute nicht mehr in die bisher üblichen Truppengattungen der Jäger, der Fallschirmjäger, der Gebirgsjäger und der Grenadiere differenzierbar. Sie stellt heutzutage einen Truppengattungsverbund dar, welcher sich aus den bisherigen besonderen Befähigungen und Spezialisierungen der Jäger, Gebirgsjäger und Fallschirmjäger zusammensetzt. Sie ist nicht mehr mit den herkömmlichen leichten Infanterieeinheiten zu vergleichen, diese werden gegenwärtig typischerweise von den Panzergrenadieren der Bundeswehr gebildet. Die deutsche Infanterie der Bundeswehr ist somit eine sehr stark spezialisierte Truppengattung des deutschen Heeres, deren Soldaten über ein enorm hohes Anforderungspotential und mit dem System Infanterist der Zukunft über die weltweit beste infanteristische Ausrüstung verfügen. Im Rahmen ihrer Auftragserfüllung und ihres Einsatzspektrums arbeiten sie so auch eng mit dem Kommando Spezialkräfte (KSK) zusammen. Aufgrund dieser besonderen Befähigungen sowie ihrer hohen Beweglichkeit, ihrem exzellenten Ausbildungsstand, ihrer hochwertigen Ausrüstung, ihren neuen Fahrzeugen und Handwaffen stellt sie im gesamten Aufgabenspektrum vor allem die Kräfte der ersten Stunde ("Eingreifkräfte") sowie Mittlere Kräfte für Einsätze bei kleinen und mittleren Operationen ("Stabilisierungskräfte") im Rahmen des internationalen Krisenmanagements bereit. Dabei bildet die Beherrschung der Aufgaben des Allgemeinen Infanteriekampfes weiterhin die gemeinsame Grundbefähigung der gesamten Infanterie.
- Mit den Fallschirmjägern als Kern der Spezialisierten Kräfte des Heeres in der Division Spezielle Operationen (DSO);
- dem Aufbau eines neuen luftbeweglichen Jäger-/Infanterieregimentes bis 2007, welches taktisch der zweiten Spezialdivision, der Division Luftbewegliche Operationen (DLO) zugehörig ist;
- und der Gebirgsjägerbrigade 23, welche weiterhin vorrangig für Einsätze unter extremen Gelände- und Witterungsbedingungen eingesetzt wird, wird ein Beitrag zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit im gesamten Aufgabenspektrum geleistet.

siehe auch


- Fußsoldaten im Mittelalter, Infanteriedivision, General der Infanterie

Weblinks

Deutschland:
- [http://www.deutschesheer.de/C1256B6C002D670C/CurrentBaseLink/N25CSBAU714SWINDE Das deutsche Heer, Truppengattungsprofil der Infanterie]
- [http://www.jaegerseiten.de Jägerseiten - Die deutsche Infanterie: ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, ihre Waffen, Fahrzeuge und Ausrüstung]
- [http://www.infanterie-bund.de/ Bund der deutschen Infanterie] International:
- [http://www.benning.army.mil/Infantry/index.asp US Infantry School, Fort Benning]
- [http://www.army.mod.uk/infantry/index.htm British School of Infantry]
- [http://www.bundesheer.gv.at/waffengattung/wafgt_jager.shtml Österreichs Jägertruppe] Kategorie:Truppengattung ja:歩兵

Bataillon

Das Bataillon (bestehend aus 300 bis 1.200 Soldaten) ist der kleinste taktische Verband im Militär. In ihm sind mehrere Kompanien (bei der Artillerie und Heeresflugabwehrtruppe: Batterien) einer Truppengattung, aber zum Teil unterschiedlicher, sich ergänzender Ausrüstung zu einer organisch zusammengesetzten Truppe vereinigt. Es wird im Normalfall von einem Oberstleutnant kommandiert. Das taktische Zeichen des NATO-Codes sind zwei senkrechte Striche. Die übergeordnete Einheit eines Bataillons ist heute die Brigade oder das Regiment, die untergeordnete Einheit die Kompanie oder Batterie. Das Wort "Bataillon" kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie "Schlachthaufen". Als solcher war es ursprünglich aus den Einheiten mehrerer Regimenter (Schützen- und Pikenierregimenter) zusammengesetzt. Im 15. und 16. Jahrhundert war das Bataillon jeder selbständige Schlachthaufen der Infanterie, der in verschiedener Stärke in der Form eines Vierecks auftrat und daher in Deutschland auch Gevierthaufe oder Gewalthaufe genannt wurde. Im 17. Jahrhundert übertrug man den Namen Bataillon auf eine Abteilung der Infanterie von bestimmter Stärke. Kategorie:Militärischer Verband Kategorie:Allgemeine Truppenkunde ja:大隊

Regiment

Der Begriff Regiment bezeichnet eigentlich Herrschaft, Regierung. Heutzutage ist normalerweise eine mittelgroße militärische Formation gemeint. Ein Regiment besteht aus zwei bis vier Bataillonen oder aus mehreren Kompanien, die in der Regel zur selben Waffengattung gehören. Kommandeur ist meist ein Oberst. Das taktische Zeichen auf der NATO-Signatur sind drei senkrechte Striche. Bis 1945 war das Regiment der wichtigste mittlere Truppenverband des deutschen Heeres. In der Bundeswehr hatte das Regiment zunächst nur mehr administrative Aufgaben, die Bataillone wurden taktisch unabhängig von einander eingesetzt und letztlich grundsätzlich direkt den Brigaden unterstellt. Regimenter existieren aber weiterhin in der Logistiktruppe, wo ihnen direkt zehn und mehr Kompanien unterstellt sind. Die Schweizer Armee schaffte mit der Reform Armee XXI per Beginn 2004 die Stufe Regiment ab. Neu sind die Bataillone wie bei der Bundeswehr direkt den Brigaden unterstellt. Die übergeordnete Einheit eines Regiments ist die Division, die untergeordnete Einheit das Bataillon oder die Kompanie. In vielen Armeen, in denen die Regimenter eigentlich abgeschafft sind, existieren sie dennoch weiter, um im Frieden Batallione gleicher Gattung die ansonsten gemischten Brigaden unterstellt sind zusammenzufassen. Dies betrifft im besonderes die Britische Armee und die US Armee. In der Britischen Armee haben Adlige dann oft den Posten des Regimentcheffes inne, der aber ein rein repräsentativer ist. Auch haben die Regimenter der Britischen Armee eher die Aufgabe der Traditionspflege. Die Regimenter der US Armee stellen demgegenüber eher eine alternative, gattungsreine Organsition der Batallione dar, die aber hierarsch nicht unbedingt anderen Divisionen unterstehen. Disziplinarisch unstehen die Batallione auch hier direkt den den Brigaden.

Historie

Mit dem Niedergang der klassischen Feudalheere und der zunehmenden Kommerzialisierung der Kriegsführung entwickelte sich zum Ende des 16. Jahrhunderts das Regiment als ein neuer Verbandstyp. Ihre Chefs waren Kriegsunternehmer, die im Auftrag der kriegführenden Fürsten auf eigene Rechnung Söldner warben, bewaffneten, ausrüsteten und bezahlten, um sie unter ihrem Kommando dann dem Auftraggeber gegen Geld zur Verfügnung zu stellen. Der Regimentschef stellte in der Regel auch die Versorgung seines Regiments auf eigene Rechnung sicher, der Preis für Verpflegung und die (ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts übliche) Uniformierung wurde dann den Soldaten vom Sold abgezogen. Durch Großeinkauf oder eigene Herstellung dieser Güter konnte der Regimentschef erhebliche Preisvorteile erreichen und somit beträchtliche Gewinne erzielen. Prototyp eines solchen Unternehmers war Wallenstein, der böhmische Feldherr und kaiserliche Generalissimus im Dreissigjährigen Krieg, der für den Kaiser sogar ein Heer von 20.000 Mann nach diesem Muster organisierte. Mit dem Übergang zu den stehenden Heeren verfestigte sich diese Regimentswirtschaft, auch wenn der Regimentschef nunmehr primär ein Offizier seines Fürsten war. Auf Kompaniebene wirtschafteten die Hauptleute als Subunternehmer des Regimentschefs, den man bezeichnenderweise auch Regimentsinhaber nannte. Stieg ein Oberst in den Generalsrang auf, so behielt er in der Regel die Inhaberschaft seines Regiments, da die daraus erzielten Einkünfte nicht selten den Generalssold überstiegen. Das Regiment wurde dann von einem Oberstleutnant kommandiert. Die Inhaberstellen wurden zunehmend auch zivilen Angehörigen der Fürstenhäuser oder ausländischen Monarchen ehrenhalber übertragen, manchmal waren mit dieser Stellung als Ehrenoberst auch die Einkünfte aus dem Regiment verbunden. Früher waren Regimenter eine selbständige, aus Bataillonen (Fußtruppen), Eskadrons (Kavallerie) bzw. Batterien (Artillerie) bestehende Truppenabteilung. Die Infanterieregimenter hatten meist 3 Bataillone, die Kavallerieregimenter 4 bis 6 (im 18. und 19. Jahrhundert bis zu 10) Eskadrons, die Fuß- und Festungsartillerieregimenter 2 Bataillone, die Feldartillerieregimenter 2 bis 4 Abteilungen zu je 2 bis 4 Batterien. Kategorie:Militärischer Verband Kategorie:Allgemeine Truppenkunde ja:連隊

Georgia

Georgia ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Die postalische Abkürzung ist GA.

Geografie

Georgia grenzt im Osten an den Atlantik, und an den US-Bundesstaat South Carolina, im Süden an den Bundesstaat Florida, im Westen an den Bundesstaat Alabama und im Norden an die Bundesstaaten Tennessee und North Carolina. Der Norden des Staates liegt im Gebirge Blue Ridge Mountains. Der höchste Punkt des Staates ist der Brasstown Bald (1458 m). Die Küstenlänge am Atlantik beträgt 161 km. Die größten Städte Georgias sind Atlanta (Hauptstadt), Albany, Athens, Augusta, Columbus, Macon, sowie Savannah.

Größte Städte

Siehe auch:
- Liste der Städte in Georgia
- Liste der Countys in Georgia

Geschichte

Liste der Countys in Georgia Bevor die Europäer nach Georgia kamen, herrschten die Creek- und Cherokee-Indianer über das Land. Der erste Europäer war der Spanier Lucas Vázquez de Ayllón, der 1526 nahe der Insel St. Catherine's Island die erste Kolonie gründete. Hernando de Soto kam 1540 an die Küste von Georgia und erforschte die Region. 1566 gründeten die Spanier Santa Catalina. Der Konflikt zwischen Spanien und England brach ungefähr 1670 aus, als die Engländer vom Norden aus Carolina und die Spanier vom Süden aus Florida aufeinander trafen. Die Briten nannten das Land zu Ehren ihres Königs Georg II. Georgia. 1680 konnten sie das spanische Santa Catalina besetzen. Am 17. November 1732 fuhr der englische General James Oglethorpe mit 120 Kolonisten nach Georgia, um die erste britische Siedlung in Georgia zu gründen. Er und 114 Kolonisten erreichten am 12. Februar 1733 Yamacraw Bluff und gründeten die Stadt Savannah und somit Georgia. 1776 konnte sich Georgia von den Briten lösen und wurde autonom. Georgia gehörte zu den 13 Kolonien, die gegen die britische Herrschaft in Nordamerika revoltierten (Unabhängigkeitskrieg). Es trat den USA am 2. Januar 1788 als vierter Bundesstaat bei. 1798 verbietet Georgia als letzter der US-Bundesstaaten den Sklavenhandel aber nicht der Einsatz von Sklaven. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865) gehörte das Land der Südstaaten-Union der Konföderierten Staaten von Amerika an.

Bevölkerung

In Georgia leben 8.684.715 Einwohner (Stand: 2003), davon 62,6 % Weiße, 28,7 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 5,3 % Hispanics, 2,1 % Asiaten, 0,3 % Indianer. Es gibt 3.006.369 Haushalte. Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002: 25.949 US-Dollar.

Politik und Gesellschaft

Der Gouverneur heißt Sonny Perdue, eigentlich George Ervin Perdue III. und ist Republikaner. Die offizielle Hymne des Staates ist Georgia on my Mind, die den Musiker Ray Charles berühmt gemacht hat. Nachdem Charles sich 1963 geweigert hatte in Georgia vor einem nach Rassen getrennten Publikum zu spielen, bekam er Auftrittsverbot. Es wurde 1979 vom Parlament aufgehoben und der Gouverneur entschuldigte sich für das Verbot im Namen des Volkes! Liste der Gouverneure von Georgia

Wirtschaft

gegründet 1892 wurde der Firmensitz der Coca-Cola Company in Georgia gegründet. Außerdem ist Atlanta der Hauptsitz der Fluggesellschaften Delta Air Lines und AirTran, sowie des Nachrichtensenders CNN. Gerade Ende der 1990er Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends zieht es viele Firmen aufgrund des niedrigen Steuersatzes nach Georgia. Im „Pfirsich-Staat“ Georgia werden Baumwolle, Reis, Tabak, Zuckerrohr, Erdnüsse und verschiedene Arten von Früchten angebaut. In den Städten gibt es vorherrschend Textil-, Holz- und Nahrungsmittelindustrie.

Weblinks


- http://www.georgiaonmymind.de/
Kategorie:US-Bundesstaat ja:ジョージア州 ko:조지아 주 simple:Georgia (U.S. state)

M16 (Gewehr)

Das M16 ist seit Jahrzehnten das Standardsturmgewehr der US-Streitkräfte und gleichzeitig noch immer strittiger Meilenstein der Infanteriewaffenentwicklung.

Entwicklung (Abriss)

Mit dem von Eugene Stoner und der Firma ArmaLite entwickelten Modell AR-15 wurde einer neuen Tendenz innerhalb der US-Streitkräfte Rechnung getragen. Als Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Koreakrieg sowie einem entsprechendem Forschungsprogramm (SALVO) wurde zunehmend die Meinung vertreten, dass eine hohe Kadenz und ein hoher Munitionsvorat wichtiger als Präzision und Reichweite seien und die Infanteriebewaffnung der Zukunft ein Mittelformat zwischen Gewehr und Maschinenpistole erfordere, ohne dabei Waffenwirkung einzubüßen. Ähnliche Überlegungen hatten bereits auf deutscher Seite im zweiten Weltkrieg zur Entwicklung einer Mittelpatrone und des ersten Sturmgewehrs geführt. Als man 1957 die Firma ArmaLite mit der Entwicklung einer Reihe von Testmodellen beauftragte, griff diese auf das bereits 1955 durch Eugene Stoner entwickelte AR-10 zurück. Als Ergebnis konnte 1958 das Modell AR-15 im neuen Kaliber .223 Remington zu Erprobungszwecken an die US-Army geliefert werden. Das Waffengehäuse besteht aus einer Leichtmetalllegierung, der gerade Schaft aus Kunststoff. Mangels eines erhofften Großauftrages, musste die Firma ArmaLite die Rechte an die Firma Colt weiterverkaufen. Dort wurden weitere Testserien und Verbesserungen vorgenommen. Im Sommer 1961, nach erfolgreicher Truppenerprobung, wurde das erste Kontingent von 8.500 Sturmgewehren durch die US Air Force angeschafft. Ende 1963 folgte ein weiteres von etwa 105.000 AR-15 für die in Vietnam operierenden Spezialverbände sowie für die US Air Force. Bis 1966 befanden sich etwa 350.000 Waffen bei amerikanischen Streitkräften. Trotz der anfänglich erfolgreichen Tests bestand das neuartige Waffenkonzept die erste Praxisprüfung nicht. Das vom Hersteller vorgesehene Pulverlaborat wurde geändert, Reinigungszubehör war zunächst nicht vorhanden, Dreck und Schmauchspuren im Waffenmechanismus führten mehr oder minder häufig zu irreperablen Ladehemmungen auch und gerade in Gefechtssituationen. Oft wird von amerikanischen Soldaten berichtet, die ihr AR-15 (M16) gegen eine erbeutete AK-47 austauschten. Trotz der vielen Verbesserungen, die das M16 mittlerweile zu einem zuverlässigen Sturmgewehr machen, insbesondere einer externen "Schließhilfe", hat es seinen schlechten Ruf nie ganz verloren. Trotz der auftretenden Berichte über technische Fehler, vor allem Ladehemmungen und Schmutzanfälligkeit, wurde das AR-15 ab Ende 1967 offiziell unter der Modellbezeichnung M16A1 als Standardsturmgewehr in den Teilstreitkräften der USA eingeführt. Ab 1986 löste das verbesserte Modell M16A2 die ältere A1-Version ab. 1994 ersetzten die A3 (Vollautomatik) und A4 (Drei-Schuss) Versionen die A2 Version.

Verbreitung

Kommerziell erfolgreich wurde das M16 durch das weltweite Interesse an billigen Lizenzbauten und Weiterentwicklungen. Auch die Waffenschmiede FN im belgischen Herstal baute das M16 für den Export in leichterer, halbautomatischer Version. Natostaaten wie Kanada, Dänemark und Großbritannien führten das Sturmgewehr als Haupt- oder Ergänzungswaffe bei ihren Streitkräften ein. Besonders im asiatischen Raum, insbesondere Südkorea, erfreut sich die Waffe hoher Beliebtheit, nicht zuletzt wegen ihres verhältnismäßig geringen Gewichts. Im Nahen Osten führte Israel das M16 und seine Versionen als Nachfolger für den Kalaschnikow-Ableger Galil ein.

Technische Daten Colt M16A2

Galil
- Kaliber: 5,56 x 45 mm NATO (.223 Remington)
- Funktion: zuschießender Gasdrucklader, Einzelschuss / Schnellfeuer
- Länge: 1006 mm
- Lauflänge: 508 mm
- Gewicht: 3,58 kg (ohne Magazin)
- Magazin: wahlweise 20 / 30 Schuss
- Feuergeschwindigkeit (Kadenz): 600 bis 940 Schuss/min
- Mündungsgeschwindigkeit: 991 m/s

Siehe auch


- M4 (Sturmgewehr)
- M203 (Granatwerfer)

Weblinks


- [http://www.waffenhq.de/infanterie/m16.html WaffenHQ]
- [http://waffen-der-welt.alices-world.de/infantry_weapons/rifles/us_556m16.html Waffen der Welt]
- [http://world.guns.ru/assault/as18-e.htm Modern Firearms & Ammunition - M16] (eng.)
- [http://www.military-page.de/waffen/colt/m16/index.htm Military-Page.de] Kategorie:Handfeuerwaffe ja:M16

M203

Der M203 Granatwerfer ist eine Einzelschusswaffe, welche in ihrer Standardversion am Sturmgewehr M16 und in der Version M203A1 am M4-Sturmgewehr angebracht wird, mit entsprechenden Adaptern aber auch an weiteren Langwaffen befestigt werden kann und so die Feuerkraft des einzelnen damit ausgerüsteten Infanteristen massiv erhöht. Allerdings lässt die Präzision des Trägergewehres stark nach, weil die einfach konstruierte Montage den Lauf verbiegt, an dem sie mit vollem Gewicht hängt. Die mit dem M203 ausgerüsteten Infanteristen tragen eine spezielle Weste, auf der die verschiedenen Granattypen angebracht sind, so dass sie im Gefecht schnell ausgewählt werden können. Das Rohr des M203 wird entriegelt und am gewellten Handgriff nach vorne bewegt, von hinten wird eine Granate in das Rohr geschoben, welches dann am Handgriff wieder zurückgezogen und in der Ausgangsposition verriegelt wird. Das Magazin fungiert dabei als Handgriff. Eine zusätzlich am Trägergewehr angebrachte Visierung hilft dem Schützen, durch Anheben des Gewehrs die gewünschte Distanz einzustellen. Über einen separaten Abzug am M203 wird die Granate schliesslich abgefeuert. Der Rückstoß ist relativ gering, da ein spezielles Zündsystem verwendet wird. Die Granate wird mit relativ wenig Zündmittel aus der Hülse gefeuert, wobei sie sekundär durch ein im Granatboden angebrachtes System weitere Zündgase entwickelt, die über grosse Löcher in den Lauf entweichen. Die Granate verlässt die Mündung mit rund 70 m pro Sekunde und ist durch den Schützen in ihrer Flugbahn gut zu beobachten. Der Zünder der Granate wird erst nach einer halben Sekunde scharf, so dass eine sichere Distanz von rund 30 Metern zur frühesten Explosion eingehalten wird, um Unfälle zu vermeiden. Die Wirkung im Ziel entspricht bei Explosivgranaten in etwa der Explosion einer Handgranate.

Entwicklung

Der M203 ersetzte im US-Militär ab Anfang der 1970er Jahre den Granatwerfer M79 (Elefantenbüchse), der noch eine separate Waffe war. Der M203 wurde entwickelt, damit ein Soldat schneller zwischen Sturmgewehrfeuer und HE-Granatfeuer wechseln konnte. Im Vergleich war der M79 aber schneller nachladbar und unter ungünstigen Bedingungen genauer. Eingeführt wurde der M203 hauptsächlich als Aufsatz für das Colt M16 'Commando', der Kurzversion des damaligen Colt M16A1 und Vorläufer des heutigen M4-Sturmgewehrs. Das Commando besitzt auf Grund seines kurzen Laufes einen 10 cm langen Mündungsfeuerdämpfer, in welchen eine Vertiefung gedreht wurde, in der die vordere Halterung des M203 befestigt werden konnte. Nach einer erfolgreichen Testphase wurde das System eingeführt. Heckler & Koch entwickelte inzwischen einen Nachfolger XM320, der ab 2006 den M203 im US-Inventar ersetzen soll. Der XM320 wiegt mehr als der M203, wurde aber in verschiedenen Punkten verbessert.

Technische Daten M203 Granatwerfer


- Kaliber: 40x46 mm Granate
- Funktion: einzelschüssiger Gewehradapter zum Abfeuern von Kleingranaten
- Länge: 38,1 cm
- Lauflänge: 30,5 cm
- Gewicht: 1360 g (ungeladen), 1580 g (geladen)
- Gewicht mit M16 (geladen): 5,0 kg
- Mündungsgeschwindigkeit: 71 m/s
- Reichweite: 150 m (Punktfeuer), 300 m (Flächenfeuer), 400m (Maximal)
- Kadenz: 5 bis 7 Schüsse/min

Munitionsarten


- Tränengas
- Rauch/Nebel
- Explosivgranaten (HE)
- Splittergranaten
- panzerbrechende Granaten
- Leuchtfackeln zur Gefechtsfeldbeleuchtung
- Signalfackeln
- Übungsgranaten Im Vergleich zum M79 ist die maximale Länge der Patronen begrenzt da das Rohr durch Verschieben geöffnet wird und zu lange Patronen nicht durch die entstehende Öffnung in das Patronenlager geladen werden können. Bei anderen vergleichbaren Konstruktionen wird das Rohr nicht verschoben sondern an einem Scharnier geschwenkt und es besteht dann keine Limitierung der Patronenlänge.

Siehe auch


- M16
- M4-Sturmgewehr
- M79
- Mk19
- 40mm Granate

Weblinks


- [http://www.army.mil/fact_files_site/m203/index.html US Army - M203/M203A1] (engl.)
- [http://world.guns.ru/grenade/gl07-e.htm world.guns.ru - M203 40mm underbarrel grenade launcher (USA)] (engl.)
- [http://www.fas.org/man/dod-101/sys/land/m203.htm FAS.org - M203] (engl.) Kategorie:Handfeuerwaffe Kategorie:Explosionswaffe

Rogers' Rangers

Rogers' Rangers war eine Gruppe kolonialer Milizen, die während des Franzosen- und Indianerkrieges für das Königreich Großbritannien kämpfte. Kommandiert von Robert Rogers, operierten sie vorwiegend in den Regionen des Lake George und des Lake Champlain New Yorks. Die Ranger wurden während des Winters 1755 aus Kräften aus der Umgebung von Fort William Henry gebildet. Die Ranger entwickelten einige der frühesten Formen der Guerilla-Kriegsführung, die je von europäischen Armeen eingesetzt wurden, und die häufig während Winterfeldzügen gegen die französische Städte und Siedlungen angewandt wurden, wobei die Ranger sich auf Schneeschuhen und zugefrorenen Flüssen fortbewegten. Niemals voll von den regulären britischen Streitkräften anerkannt, waren sie oft die einzige nicht-indianische Streitmacht, die wegen der rauen Winterbedingungen und der Schwierigkeit, reguläre Streitkräfte durch das bergige Terrain zu bewegen, in der Region operieren konnte. Nachdem die britischen Streitkräfte Fort William Henry aufgeben mussten, wurden die Ranger auf Rogers' Island nahe Fort Edward (Fort Lyman) stationiert. Das erlaubte den Rangern unbehinderter von den regulären Kräften zu operieren. 1759 waren die Ranger an einer ihrer berühmtesten Operationen beteiligt. Den Rangern war befohlen worden eine indianische Siedlung zu zerstören, von der aus häufig Angriffe auf britische Siedlungen ausgingen. Mit 200 Rangern zog Robert Rogers tief in französisches Gebiet. Nach der erfolgreichen Zerstörung des Dorfes gingen den Rangern während ihres Rückzuges zu den britischen Kräften die Vorräte aus. Nachdem sie ein sicheres Lager erreicht hatten, verließ Rogers sie und kehrte wenige Tage später mit Nahrung und Entsatztruppen zurück. Am Ende des Krieges wurde den Rangern die Aufgabe übertragen, im Namen der britischen Krone Detroit von den Franzosen zu übernehmen. Während des Zweiten Weltkrieges war die US-Armee an den jahrelange Erfahrungen britischer Kommandoeinheiten mit Guerilla-Taktiken interessiert und wollte selbst ähnliche Spezialkräfte haben. In Erinnerung an Rogers' Rangers wurden sie "Rangers" genannt. Diese Einheiten sehen Rogers als ihren Gründungsvater an.

Weblinks


- [http://www.rogersisland.org/ Rogers' Island Besucherzentrum-Homepage (englisch)]
- [http://www.rogersrangers.org Fangemeinde (englisch)] Kategorie:Siebenjähriger Krieg Kategorie:Militärische Geschichte der USA Kategorie:Militärischer Verband (Großbritannien) Kategorie:Militärischer Verband (historisch)

Robert Rogers

Robert Rogers (7. November 1731 in Methuen, Massachusetts, USA; † 18. Mai 1795 in London) war ein britisch-amerikanischer Offizier, der berühmt wurde durch seine Rolle während des Franzosen- und Indianerkriegs (1754-1763). Er war der Gründer einer auf irreguläre Kriegsführung spezialisierten Einheit namens Rogers’ Rangers, die als Vorbild für heutige Spezialeinheiten gilt (z.B. Ranger und Green Berets der US-Army). Green Berets Rogers wurde in Methuen (Massachusetts) geboren, verbrachte seine prägenden Jugendjahre aber an der damaligen Grenze der britischen Kolonien in New Hampshire. Er sammelte erste Kampferfahrungen als Scout während des Österreichischen Erbfolgekriegs gegen Franzosen und Indianer. Während des Franzosen- und Indianerkriegs stellte er 1756 eine Einheit auf, die als Rogers' Rangers bekannt wurde. Die 600 Mitglieder der grün uniformierten Truppe wurden von Rogers – der eine charismatische Führungspersönlichkeit gewesen zu sein scheint – persönlich ausgewählt und einer intensiven Schulung in der Taktik irregulärer Kriegsführung unterzogen, d.h. den Kampf außerhalb der für die damalige Zeit typischen Aufstellung in geschlossenen Truppenkörpern mit linearer Gefechtsordnung. Hierbei griff er nicht zuletzt auf seine Kampferfahrungen gegen Indianer und Franzosen zurück, entwickelte daraus aber erstmals eine systematische Ausbildung. Im Rahmen ihrer Ausbildung mussten sich die Rekruten auch scharfem Gewehrfeuer aussetzen. Ergebnis dieser Bemühungen war das Entstehen einer hoch mobilen Einheit, die unabhängig von Nachschublinien und Forts operieren konnte und der Kampfweise der Indianer gewachsen war. Die von Rogers formulierten Rogers' Ranging Rules (eine Art Regelwerk der irregulären Kriegsführung) werden von Spezialeinheiten wie den Green Berets teilweise bis heute angewandt. Rogers' Einheit erlitt in einem Gefecht am 13. März 1758 in der Nähe des Lake George mit überlegenen französisch-indianischen Einheiten zwar schwere Verluste (battle on snowshoes), erwies sich aber als so kampfstark, dass Rogers in diesem Jahr zum Major und Kommandeur aller britischen Ranger-Einheiten in Nordamerika ernannt wurde. Das bekannteste Unternehmen der Ranger fand 1759 statt und richtete sich gegen den Indianerstamm der Abenaki, die am St. Francis River (im Südwesten der heutigen kanadischen Provinzen Québec und Neubraunschweig) lebten. Die mit den Franzosen verbündeten Abenaki hatten eine Reihe verheerender Überfälle auf britische Siedlungen unternommen und sollen dabei bis zu 600 Briten getötet haben. Darüber hinaus hatten sie sich 1757 an einem Angriff auf die britische Garnison von Fort William Henry beteiligt, die gegen freien Abzug kapituliert hatte (Fort William Henry-Massaker). Rogers stellte eine Truppe von 200 Rangern zusammen, marschierte mit diesen unerkannt in das feindliche Territorium, überfiel die Hauptsiedung der Abenaki, brannte diese nieder und verübte ein Massaker an den Einwohnern, dem Rogers Bericht zufolge über 200 Indianer zum Opfer fielen. Im selben Jahr diente er unter General James Wolfe bei der Belagerung von Québec (Schlacht auf der Abraham-Ebene), im folgenden Jahr unter Jeffrey Amherst bei der Belagerung von Montréal. Nach der Kapitulation der Franzosen schickte Amherst Rogers und seine Ranger in das Gebiet der Großen Seen, um die dort noch verbliebenen französischen Forts zu übernehmen. Die Besetzung von Fort Detroit am 29. September machte Rogers in England und Amerika endgültig zu einem Helden. Während des Pontiac-Aufstands hielt sich Rogers in der Gegend von Detroit auf und half bei der Verteidigung von Fort Ponchartrain. 1765 reiste Rogers nach England, wurde dort als Held gefeiert und veröffentlichte dort seine Kriegstagebücher sowie ein literarisch unbedeutendes Theaterstück. König Georg III. lehnte es zwar ab, eine großangelegte Expedition in das Mississippital zu unterstützen, ernannte Rogers aber zum Kommandanten des Forts Michilimackinac (Michigan). Von dort aus betrieb Rogers eine Suchexpedition nach der Nordwestpassage, deren wahrer Charakter bis heute umstritten ist. Es gibt Behauptungen, Rogers habe eine unabhängige Republik aufbauen wollen. Er wurde schließlich 1767 wegen Hochverrats verhaftet, aber im nachfolgenden Prozess freigesprochen. Bis zum Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs lebte Rogers in England. Nach dem Ausbruch des Konflikts kehrte er nach Amerika zurück und bot seine Dienste George Washington an, der ihm jedoch nicht vertraute und ihn gefangen setzen ließ. Rogers entkam aus der Haft, wurde von den Briten zum Oberstleutnant ernannt und stellte eine Ranger-Einheit (die Queen's Ranger) für den Kampf gegen die Amerikaner auf, konnte sich aber nicht mehr in der früheren Weise auszeichnen. Als seine Einheit von den Amerikanern in Mamoranec (Long Island Sound) eingeschlossen und zur Kapitulation gezwungen wurde, entkam Rogers zwar, wurde aber von seinem Kommando abgelöst. Viele seiner früheren Kampfgefährten aus dem Franzosen- und Indianerkrieg kämpften auf Seiten der Aufständischen und spielten dort teilweise eine wichtige Rolle als Offiziere. 1780 kehrte Rogers nach England zurück, wo er 1795 in London starb. Er war mit Elizabeth Browne Rogers (1741-1812) verheiratet, die sich jedoch 1778 von ihm scheiden ließ.

Weblinks


- [http://www.u-s-history.com/pages/h1186.html US-history.com: Robert Rogers (engl.)]
- [http://www.dmna.state.ny.us/historic/articles/snowshoe.htm New York State Military Museum: Frigid Fury: The Battle on Snowshoes, March 1758 (engl.)]
- [http://www.usgennet.org/usa/topic/colonial/rogers/revenge.html "Revenge 1759" (Der Feldzug gegen die Abenaki, engl.)]
- [http://www.acidus.com/rogers.html Rogers' Rangers(engl.)]
- [http://www.rogersrangers.org/ Rogers' Rangers Reenactment (engl.)]

Literatur

Als Roman:
- Kenneth Roberts: Nordwest-Passage Rogers, Robert Rogers, Robert Rogers, Robert Rogers, Robert Rogers, Robert Rogers, Robert Rogers, Robert

Kommando (Militär)

Als Kommandos (von Afrikaans kommando; im englischen Sprachraum: commandos) bezeichnet man im Allgemeinen militärische Einheiten, die einen Sonderauftrag zu erfüllen haben. Im Zweiten Weltkrieg verwendete man den Begriff für Truppen, die oftmals für Operationen im feindlichen Hinterland eingesetzt wurden. Größere Berühmtheit erlangten dabei die alliierten Commandos für ihre oftmals spektakulären Operationen auf dem von den Achsenmächten besetzten europäischen Festland. Sie gelten als Vorgänger der modernen Spezialeinheiten.

Die Burenkriege

Erste Einheiten, die sich als Kommandos bezeichneten, wurden im Jahre 1900 von den Buren in Südafrika aufgestellt. Der Grund für die Bildung von Kommandotrupps lag in der Übermacht der britischen Streitkräfte, die trotz anfänglicher Misserfolge im Burenkrieg einen Großteil der regulären einheimischen Truppen schlagen konnten. Die Buren zogen sich daraufhin in den afrikanischen Busch zurück und begannen einen Kleinkrieg, in dem sie u.a. britische Versorgungslinien, insbesondere Zugstrecken, angriffen und gegnerische Soldaten aus dem Hinterhalt überfielen. Die britische Kolonialmacht reagierte auf diese Art der Kriegsführung mit ungewöhnlicher Härte. Neben dem Bau von Konzentrationslagern verwendeten sie die Taktik der verbrannten Erde, um den Buren-Kommandos ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Der sich daraus ergebende Versorgungsmangel verschlechterte die Situation der Buren, die sich schließlich noch bis zu ihrer Niederlage im Jahre 1902 halten konnten. Der Begriff Kommando stammt ursprünglich aus dem Portugiesischen (comando) und ging später in die von den Buren gebrauchte Sprache Afrikaans über.

Kommandos im Zweiten Weltkrieg

Die Kommandotrupps des Zweiten Weltkrieges wurden für Kampfhandlungen zu Land, zu Wasser und in der Luft ausgebildet. Soldaten dieser Einheiten mussten den unbewaffneten Kampf, Infiltrations- sowie Aufklärungstaktiken beherrschen und fähig sein, unter verschiedenen klimatischen Bedingungen zu operieren. Einige Soldaten wurden auf besondere Fähigkeiten geschult, wie beispielsweise den Umgang mit Sprengstoff. Kommandotrupps zeichneten sich durch Schnelligkeit, Mobilität und gute Tarnung aus. Ihre Taktiken wurden im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt und angepasst, lassen sich aber prinzipiell auf die Guerilla-Kriegsführung des 20. Jahrhunderts zurückführen.

Die Britischen und Amerikanischen Commandos

Als Deutschland im Zweiten Weltkrieg Frankreich besetzt hatte, konnten die Briten mit regulären Truppen keine militärischen Aktion auf dem Festland durchführen. In Folge dessen und auf Grund eines Vorschlags von Brigadegeneral Dudley S. Clarke bildete man ab 1940 britische Commando-Truppen aus, die im europäischen Kernland und Norwegen operieren sollten. Clarke empfahl die Bezeichnung Commando in Anlehnung an die bereits erwähnten Buren-Einheiten. Obwohl auch Winston Churchill diesen Namen favorisierte, wurde von einigen hochrangigen Offizieren die Bezeichnung Special Service vorgeschlagen. Beide Begriffe existierten später nebeneinander. Die Commandos wurden aus britischen Freiwilligen gebildet. Die Ausbildung schnitt man im weiteren Verlauf des Krieges direkt auf die jeweiligen Einsatzorte zu. Operationen sollten schnell und präzise durchgeführt werden und nicht länger als 36 Stunden andauern. Die erste Aktion fand am 23. Juni 1940 statt. 120 Soldaten führten eine Aufklärungsoperation an der französischen Küste durch, die mit Ausnahme des Propagandawertes jedoch keinen sehr hohen militärischen Nutzen hatte. Das erste wirklich erfolgreiche Unternehmen fand am 3. Mai 1941 in Norwegen statt, als einige leicht verteidigte Inseln durch den 3. und 4. Commando-Trupp besetzt und mehrere Schiffe sowie Treibstoffdepots zerstört werden konnten. Eine der bekanntesten Unternehmungen war Operation Bitting, die am 27. Februar 1942 mit der Luftlandung von 119 Soldaten bei Fort Bruneval in der Nähe von Le Havre ihren Anfang nahm. Das Ziel der Einheit war die Eroberung des Funkmessgerätes Würzburg, das zur Koordinierung von Flugabwehrfeuer genutzt wurde. Man unterteilte die Commandos in vier Gruppen, die unterschiedliche Aufgaben übernahmen. Gruppe 1 schaltete den Verteidigungsgürtel aus, der die Station umgab. Gruppe 2 besetzte die Station und erbeutete das Würzburg-Gerät. Die dritte Gruppe eroberte direkt Fort Bruneval und nahm mehrere deutsche Gefangene. Eine vierte Gruppe sicherte schließlich den Rückzug zu verschiedenen Booten und Flugzeugen, welche die Soldaten wieder nach England brachten. Der Erfolg dieser und ähnlicher britischer Unternehmen veranlasste Hitler zu dem so genannten Kommandobefehl, in dem er anwies, alle gestellten Soldaten dieser Einheiten „bis auf den letzten Mann niederzumachen“. Kommandos, die als Agenten oder Saboteure ins Land gelangten, sollten dem Sicherheitsdienst übergeben werden, wo man sie unverzüglich zu exekutieren hatte. Trotz dieses rücksichtslosen Vorgehens gegenüber den Commandos konnten im folgenden Kriegsverlauf weitere spektakuläre und erfolgreiche Unternehmen u.a. im Nahen Osten und in Italien durchgeführt werden. Die Royal Marines Commandos setzten 1946 die Tradition der ursprünglichen Truppen fort. 1942 stellten die Amerikaner in Nordirland Ranger-Verbände unter Bill Darby auf. Das erste größere Unternehmen, an dem diese Truppen teilnahmen, wurde am 19. August 1942 in der Nähe von Dieppe ausgeführt (Operation Jubilee). Der Einsatz scheiterte jedoch unter hohen alliierten Verlusten, da der deutsche Widerstand unerwartet stark ausfiel. Ihre erste eigenständige Aktion führten die Ranger im November 1942 in Nordafrika durch (Operation Torch).

Deutsche Kommandoeinheiten

Das Brandenburger Regiment wurde als deutsche Kommandoeinheit von Wilhelm Canaris, Oberbefehlshaber der militärischen Abwehr, im Dezember 1939 gegründet. Sie nahmen an verdeckten Operationen, aber auch an offenen Kampfhandlungen teil. Soldaten des Brandenburger Regiments kämpften in sämtlichen Feldzügen des Deutschen Reiches. An der Ostfront stießen sie im Rahmen der Operation Scharnyl bis in den Kaukasus vor. Die Operation Pastorius sollte Sabotageaktionen in den USA ausführen. Verschiedene Geheimunternehmungen führten sie sogar in den Nahen Osten, auf den Balkan und in die Nähe der russischen Hafenstadt Murmansk. Bei Einsätzen hinter den feindlichen Linien tarnten sich die Soldaten oft mit fremden Uniformen und bedienten sich gegnerischer Waffen. Man nimmt sogar an, dass sie bei wichtigen Geheimoperationen eine Giftkapsel mit sich führen mussten, um sich unverzüglich zu töten, falls sie in Gefangenschaft gerieten. Nach dem Krieg rekrutierten die Briten einige erfahrene Kämpfer des Regimentes, die Englisch sprachen. Andere wiederum traten der französischen Fremdenlegion bei. In Konkurrenz zu den „Brandenburgern“ hatte auch die SS Spezialeinheiten aufgestellt (Amt VI-S). Im April 1943 wurde dem narbengesichtigen Österreicher Otto Skorzeny die Befehlsgewalt über die SS-Sonderverbände übertragen, welche sich in einigen Einsätzen ebenfalls gegnerischer Uniformen bedienten und fremde Sprachen lernen mussten. Zu den berühmtesten Einsätzen von Skorzenys Kommandos zählte die Befreiung des italienischen Diktators Mussolini sowie die Festsetzung des ungarischen Reichsverwesers Miklos Horthy, der 1944 beabsichtigt hatte, sein Bündnis mit Deutschland zu brechen. Weitere Unternehmungen fanden u.a. in der Ardennen-Offensive statt, bei der Skorzeny Einheiten aufstellte, die als Amerikaner getarnt hinter den gegnerischen Linien operierten. Obwohl dies die Alliierten zu erhöhter Wachsamkeit zwang, waren die Einsätze im Gesamten weniger erfolgreich. Diejenigen Kommandos, die damals von den Amerikanern gefangen genommen wurden, erschoss man, da sie wegen des Tragens alliierter Uniformen gegen die Haager Landkriegsordnung verstießen. Skorzeny selber wurde nach dem Krieg dafür angeklagt, jedoch nicht verurteilt, da sich herausstellte, dass auch alliierte Kommandoeinheiten in feindlichen Uniformen gekämpft hatten.

Literatur


- Kaj-Gunnar Sievert: Kommandounternehmen. Spezialeinheiten im weltweiten Einsatz, ISBN 3813208222
- Helmut Blocksdorf: Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine, ISBN 361302330X
- Roland Kaltenegger: Spezialverbände der Gebirgstruppe 1939-1945, 2004, ISBN 3613023830
- Franz Kurowski: Deutsche Kommandotrupps 1939-1945 - Die "Brandenburger" im weltweiten Einsatz Bd. 1, ISBN 3613020181
- Franz Kurowski: Deutsche Kommandotrupps 1939-1945 - Die "Brandenburger" im weltweiten Einsatz Bd. 2, ISBN 3613023334
- Jak P. Mallmann-Showell: Deutsche U-Boote an feindlichen Küsten 1939 - 1945, ISBN 3613022443

Weblinks


- [http://www.documentarchiv.de/ns/1942/kommandobefehl.html Hitlers Kommandobefehl]
- [http://www.waffenhq.de/specials/ranger.html 75th Ranger Regiment] Kategorie:Militärischer Verband

Kategorie:Spezialeinheit

Kategorie:Militärischer Verband ja:Category:特殊部隊

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