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US Forest Service

US Forest Service

Der United States Forest Service (Walddienst) ist eine Institution der US-Regierung, die dem US-Landwirtschaftsministerium angegliedert ist und .

Gesetzliches

Das Gesetz das den Forest Service gründete war der "Forest Reserve Act" von 1891. Außerdem gab es Gesetze um die Kontrolle über die Institution zu halten:
- The Organic Administrative Act von 1897
- Transfer Act von 1905 welcher die Befugnisse von Innenministerium ins Landwirtschaftsministerium übergab. Der Name "Bureau of Forestry" wird in "Forest Service" geändert.
- Multiple Use Sustained Yield Act, P.L. 86-517 (1)
- National Forest Management Act, P.L. 94-588
- National Environmental Policy Act, P.L. 91-190;
- Cooperative Forestry Assistance Act, P.L. 95-313
- Forest and Rangelands Renewable Resources Planning Act, P.L. 95-307.

Aufgaben des Forest Service

In den USA gibt es 155 Nationalwälder (engl: National Forest), die in Rangerbezirke eingeteilt sind und Parkwächter und anderes Personal anstellen. Die einzelnen Bezirke sind verantwortlich für die Überwachung der Lebensräume von Pflanzen und Tieren in den Nationalwäldern. Da viele Nationalwälder auch touristisch genutzt werden, kümmern sie sich außerdem z.b. um die Einrichtung und den Unterhalt von Wanderwegen und Campingplätzen. Der Forest Service hat unter anderem auch regionale Forschungsstatioen, die die Ökosysteme der Nationalwälder untersuchen. Da sich Teile der Nationalwälder in privatem Besitz befinden, arbeitet der Forest Service mit diesen Privatbesitzern zusammen und stellt Geld und technische Ausrüstung für sie bereit. Die dafür zuständige Abteilung nennt sich "State and Private Forestry".

Symbolfigur Smokey Bear

Um Waldbränden vorzubeugen, veröffentlichten der Forest Service und der Wartime Advertising Council am 9. August 1944 Aufklärungsplakate, die die Bürger über mögliche Gefahren informieren sollten. Im Zentrum dieser Kampagne stand ein Schwarzbär, der den Spitznamen Smokey Bear erhielt und für Jahrzehnte eine Art "Symbolfigur" für den Forest Service war.

Anmerkungen


- (1) = P.L steht für "Public Law" -> öffentliches Gesetz
- (1) = Zahlen stehen für Nummern der Gesetze
- (2) = Wartime Advertising Council = Kriegszeitenwerbungskomitee -> Komitee zur Veröffentlichung für Werbematerial zum Zweck, Rekruten für die Armee zu gewinnen

Weblinks


- [http://www.fs.fed.us/ Offizielle Homepage] (englisch)

Wald

Ein Wald ist ein Ökosystem, das dauerhaft mit Gehölzen wie Bäumen bewachsen ist. Die Food and Agriculture Organization spricht von Wald, wenn die Bäume mindestens drei Meter in winterkalten Gebieten oder mindestens sieben Meter in gemäßigtem Klima hoch sind. Wälder wären natürlicherseits in vielen nicht beweideten Teilen der Erde die vorherrschende Vegetationsform, werden hier jedoch insbesondere vom Menschen in ihrer Ausbreitung beschränkt. Bewirtschaftete Wälder werden auch Forste genannt. Als juristischer Begriff ist Wald auch gesetzlich definiert:
- in Deutschland im Bundeswaldgesetz, Weblink: [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bwaldg/__2.html BWaldG § 2 Wald]
- in Österreich im Forstgesetz, Weblink: [http://www.ris.bka.gv.at/taweb-cgi/taweb?x=d&o=l&v=bnd&q=++++++++und+%2820040523%3E%3DIDAT+und+20040523%3C%3DADAT%29+und+%28forstgesetz%29&e=BND.205009.11&Markierte+Dokumente+anzeigen.x=54&Markierte+Dokumente+anzeigen.y=8 Forstgesetz § 1a]
- in der Schweiz im Waldgesetz, Weblink: [http://www.admin.ch/ch/d/sr/921_0/a2.html WaG Art. 2]

Verbreitung der Wälder

Schweiz Weltweit treten Wälder als Vegetationsformation in Gebieten mit einer (je nach Temperatur) bestimmten minimalen Niederschlagsmenge auf. Fällt weniger Niederschlag, geht der Wald in eine Savanne oder Steppe über. Das Gleiche gilt für Höhenlagen, die je nach den örtlichen Gegebenheiten ab einer bestimmten Höhe eine natürliche Waldgrenze aufweisen, oberhalb derer kein Wald mehr wachsen kann.

Waldökosysteme

Wälder sind komplexe Ökosysteme. Mit optimaler Ressourcenausnutzung sind sie das produktivste Landökosystem. Nach den Ozeanen sind sie die wichtigste Einflussgröße des globalen Klimas. Sie stellen gegenüber andern Nutzungsformen global die einzig wirksame Kohlendioxidsenke dar und sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten. Sie wirken ausgleichend auf den globalen Stoffhaushalt. Ihr Artenreichtum ist ein unschätzbarer Genpool, deren Bedeutung zunehmend auch in der Industrie erkannt wird.

Räumliche Einteilung

Innerhalb der neun Zonobiome der Erde bilden sich mit Überlagerung der Orobiome (Höhenstufen (Ökologie)) verschiedene Waldformen aus. In den Grenzbereichen des Lebens, bei starker Trockenheit oder Kälte, gehen die Wälder in Savannen, Tundren oder Wüsten über. Die ausgedehntesten Waldgebiete der Erde sind die tropischen Regenwälder um den Äquator und die borealen Wälder der kalten bis gemäßigten Gebiete der Nordhalbkugel (Finnland, Sibirien, Kanada). Diese Ökosysteme sind naturbelassen weder ein zeitlich starres noch ein räumlich homogenes Gebilde. Entgegen der weitverbreiteten Meinung sind auch die zusammenhängenden rezenten „Urwälder“, wie die Regenwälder aber auch die heimischen Buchenwälder ein Mosaik aus zonaler, azonaler und extrazonaler Vegetation, deren einzelne Flächen („Patches“) zu dem auch einer zeitlichen Entwicklung unterworfen sind.

Zeithorizonte

Die unterschiedlichen Einflüsse, zeitliche Faktoren als Grundlagen der Waldentwicklung, sowie resultierende Schlusswaldgesellschaft werden im Mosaik-Zyklus-Konzept und der Megaherbivorentheorie diskutiert. Ökologisch lässt sich eine Einteilung nach Sukzessionsstadien vornehmen: das Mosaik-Zyklus-Konzept beschreibt die Formen der potenziell natürlichen Waldentwicklung. Zu einer vollständigen Artenausstattung (Flora und Fauna) von Klimaxwaldgesellschaften bedarf es Jahrhunderte ununterbrochener Bestockung. Auch die durch menschliche Nutzung eingestellten Bestandesformen lassen sich in natürlich vorkommende Sukzessionsstadien einordnen. Die Megaherbivorentheorie misst den großen Pflanzenfressern eine größere Bedeutung in der Waldentwicklung zu. Wie groß deren Einfluss auf die Vegetation wäre ohne Bejagung durch Menschen, aber mit Bejagung durch in Mitteleuropa ausgestorbene oder ausgerottete Carnivoren, ist umstritten.

Wälder der Tropen

Zwischen den Wendekreisen der Sonne, in tropischen Klimaten, bildet sich bei entsprechender Feuchteversorgung durch Regen eine Vielfalt von verschiedenartigen Regen- und Nebelwäldern aus. Ein ganzjähriges Wachstum haben tropische Regenwälder, die die artenreichsten Landökosysteme der Erde sind. Schätzungsweise 70% aller landgebundenen Arten dieser Erde leben in der tropischen Regenwaldzone. Für diese Produktivität spielt der Boden eine entscheidende Rolle. Die meisten tropischen Regenwälder stehen auf Lateritboden und der ist sehr unfruchtbar, weil er kaum Nährstoffe enthält und speichert. In Einflussbereichen des sauren und sauerstoffarmen Schwarzwassers (zum Beispiel am Rio Negro) gedeihen Schwarzwasserwälder. Es gibt Tiefland-Regenwälder und Regenwälder in mittleren Höhenlagen. Mit zunehmender Höhe gehen in diesem Klimat die Regenwälder in Nebel- oder Wolkenwälder über. In einem Wolkenwald wachsen zahlreiche Epiphyten. Dieser üppige Bewuchs wird nur noch von echten Bergnebelwäldern übertroffen, die in den feucht heißen Tropen ab 2000 m über dem Meer anzutreffen sind. Hier findet man vor allem Hautfarne. Oberhalb der echten Bergnebelwälder gehen tropische Wälder ab 3100 m (in Afrika am Kilimandscharo) oder ab 4000 m in den Anden in einen niederwaldartigen Bewuchs über. Mit zunehmender Höhe beginnt der hochandine Bereich über der Baumgrenze, die Páramos. In der Gezeitenzone der Ozeane wachsen natürlicherseits in den Tropen ausgedehnte Mangrovenwälder, die jedoch weitgehend verschwunden sind. In Südaustralien, am Roten Meer und in Südjapan wird er aus nur einer Baumart, in Amerika von nur 2 - 4 und in Südasien von 19 bis 26 Baumarten gebildet. Ob wohl die Flora auf Grund der schwierigen Lebensbedingungen (Salinität, Tidenhub und Brandung) sehr artenarm sind, nutzt eine Vielzahl von Tieren die Mangrovenwälder.

Wälder der Subtropen

Als Übergänge zu den Regenwäldern bilden sich die Saisonregenwälder, die in mehr oder weniger regelmäßigeren Abständen, nicht durch Regen bewässert werden. Sie wachsen in Gebieten, die noch meistens niederschlagsreich sind, aber schon eine kürzere Trockenzeit aufweisen. In den Subtropen bilden sich unter dem Einfluss von Jahreszeiten in der Nähe der Wendekreise die Monsunwälder und Passatwälder, die von den mit den Namensgebenden Winden herangetragenen Regengüssen bewässert werden. Diese Regenzeitwälder haben keine typische Form, sind sehr variabel und prägen sich je nach Dauer der Trockenheit aus. Sie werfen unter normalen Umständen nicht durch Trockenheit deutlich Laub ab. Trockenkahle Wälder gedeihen in Gebieten mit länger anhaltenden jährlichen Trockenzeiten und werfen in solchen vollständig ihr Laub ab. Sie grenzen an Passat- und Monsunwälder einerseits und an Dornwälder andererseits. Sie werden häufig bewirtschaftet und sind durch die Nachfrage an Teak und Mahagoni schon nicht mehr in ihrem natürlichem Zustand. Die Afrikanische Variante der trockenkahlen Wälder heißt Miombo. Bei länger anhaltenden Trockenzeiten können in Venezuela, Brasilien, Indien und Nepal und Afrika nur noch Dornwälder gedeihen. Sie bestehen aus Schirmakazien, Mimosen- und Caesalpinaceen-Arten. Die Trichterförmigen Kronen der Bäume stehen schütter und fangen den geringen Sommerregen auf. Einige Dornwälder sind auch durch die menschliche Nutzung aus trockenkahlen Wäldern entstanden Bei weiter abnehmenden Niederschlagsmengen entstehen Sukkulentenwälder und schließlich die Savanne. Neben der Beweidung, der Brandrodung und dem Holzfällen des Menschen üben Termiten einen Einfluss auf die Wälder der Subtropen aus.

Oasen

Wälder der warmtemperierten Zone

Wälder der nemoralen Zone

Siehe auch: Waldgesellschaften Mitteleuropas
- Auwald
- winterkahler Laubwald und Mischwald der gemäßigten Zone
- immergrüner borealer Nadelwald
- Bergwald
- Bruchwald
- Gemäßigter Regenwald

Wälder der winterkalten und polaren Zone

Nutzung des Waldes

Gemäßigter Regenwald Siehe auch: Geschichte des Waldes in Mitteleuropa Wälder stellen vielfältige Funktionen für Ökologie, Ökonomie und Erholung bereit und werden oft als grüne Lunge bezeichnet. Historisch betrachtet haben die Wälder weltweit, insbesondere aber im dichtbesiedeltem Mitteleuropa, einen starken Wandel bezüglich ihrer Nutzung und Ausprägung erlebt. Durch die vielfältigen Funktionen des Waldes kommt es bei Bewirtschaftung und sonstigen Nutzungen zu Konflikten zwischen verschiedenen Interessengruppen.

Forst- und Landwirtschaft

Hutewälder sind eine historische, landwirtschaftliche Form der Waldnutzung, bei der das Vieh zur Weide in den Wald getrieben wurde. Je nach Nutzungsintensität lichtet sich der Wald auf oder stirbt. Gehölze, die nicht gerne gefressen werden, wie Wacholder, breiten sich aus. So konnten an vielen Stellen aufgelichtete, parkartige Landschaften und Wacholderheiden im Mittelalter und in der Neuzeit entstehen. Wacholderheiden] Diese Ersatzgesellschaften gingen durch Wiederaufforstung oder Intensivierung der landwirtschaftliche Nutzung im Bestand zurück. Wälder blieben teils als Wildgehege als Wildbannforst nur den herrschaftlichen Jagden vorbehalten. Diese lassen sich wiederum in verschieden Formen der Bewirtschaftung einteilen, obwohl, aufgrund der Forstwirtschaft des 19. Jahrhunderts, die meisten Menschen nur noch Hochwälder vor Augen haben:
- Hochwald aus Kernwuchs
  - Altersklassenwald
  - Plenterwald
- Niederwald aus Stockausschlag
  - wie der Hauwald, eine frühere Waldnutzungsform. Laubbäume wurden in 15 bis 30 jährigen Zyklen bis auf den "Stock", also 30 bis 50 cm über dem Boden abgeschlagen. Das Holz wurde meistens als Brennholz oder zur Holzkohlegewinnung genutzt. Diese Laubbäume: Linden und Haselnuß treiben aus dem Stock wieder aus und können dann nach 15 oder mehr Jahren wieder abgeholzt werden. Durch den sogenannten Stockaustrieb entstehen dann Gehölze die von Boden aus mit vielen Trieben wachsen, also buschförmig wachsen. Zu sehen ist zur Zeit noch ein Hauwald zum Beispiel im Lindholz im Havelländischen Luch.
  - vergleiche auch Hauberg.
- Mittelwald als Übergangsformen zwischen Hoch- und Niederwaldwirtschaft
- Hutewald oder Hudewald, Weidewälder, ist eine alte Nutzungsform, sowie Waldäcker bzw. Waldfelder, als kombinierte land- und forstwirtschaftliche Nutzung
- Forstplantagen als eine der Landwirtschaft ähnliche Bewirtschaftung schnellwüchsiger Baumarten (einige Kiefernarten, Eukalyptus, Pappel), reine Produktion von Holzmasse ohne Durchforstung; fast ausschließlich in den Tropen und Subtropen zu finden.
- Weiter gibt es eine Vielfalt ausgestorbener spezieller Nutzungen, wie z.B. Lohwald, die z.T. nur kleinflächig auftraten oder regional begrenzt waren. Nicht nach den Pflanzengesellschaften oder dem vorherrschenden Klima, sondern danach, ob der Wald wirtschaftlich genutzt wird oder nicht, kann man Wälder einteilen in nicht genutzen Urwald, der in Mitteleuropa nicht mehr vorhanden ist, und die bewirtschafteten Forsten.

Pflanzenfresser und deren Bejagung

Über die Dichte von Megaherbivoren in prähistorischen Zeiten gibt es fast keine Daten, lediglich Vermutungen. Nach Meinung vieler Forstwissenschaftler und einiger Jäger sind forstwirtschaftlich wie ökologisch vorteilhafte, dauerwaldartige Strukturen ohne scharfe Bejagung der heutigen Megaherbivoren Rot- und Rehwild und eine entsprechend geringe Wilddichte nicht zu etablieren. Manche Förster und Jäger argumentieren, zu hohe Wilddichten würde dem Wald nicht nur als Wirtschaftsgut schaden, sondern auch die natürliche Verjüngung des Waldes durch den selektiven Verbiss des Wildes, und damit eine naturnahe Entwicklung, behindern. Je höher die Schalenwilddichte (von Wildschweinen abgesehen) ist, desto "ärmer" sei die Waldflora - was reine Trophäenjäger nicht interessiert. Nicht selten wird die Megaherbivorentheorie als Argument bemüht, größere Wilddichten sollten deshalb zugelassen werden, weil sie eine halboffene und artenreiche Lanschaft schaffen würden. Außer Reh- und Rotwild gibt es aber heute keine Megaherbivorenherden und auch ihre Prädatoren, die Carnivoren wie Wölfe, fehlen. In der heutigen Kulturlandschaft wird der Dauerwald als wirtschaftliches und ökologisches Ziel definiert; so dass großräumig umherstreifende Pflanzenfresser wirtschaftlichen Schaden anrichten und daher bejagt werden. Die Beweidung mit freilebenden Megaherbivoren ist daher als Landschaftspflegemaßnahme auf Großschutzgebiete begrenzt, in denen eine artenreiche und halboffene Landschaft erhalten bleiben soll und wirtschaftliche Ziele geringer bewertet werden.

Wald als Kohlenstoffsenke

Im Rahmen der internationalen Klimaschutzabkommen (Kyoto-Protokoll) werden auch Wälder als Klimafaktoren gesehen. Grundsätzlich werden Wälder als Kohlenstoffsenken angesehen und können in die nationale CO2-Bilanz Eingang finden. - Eine besondere Form von nationalen Minderungsmöglichkeiten, aber auch von JI- und CDM-Projekten, stellen Senkenprojekte dar. Unter Senken wird prinzipiell die Kohlenstoffbindung und Speicherung in Vegetation und Böden verstanden. Unterschieden wird dabei zwischen Wäldern (Art. 3.3 KP), und landwirtschaftlich genutzten Flächen (Art. 3.4 KP). Mögliche Projekttypen sind Aufforstung und Wiederaufforstung, Bewirtschaftungsmaßnahmen auf bestehenden Forst-, Acker- und Grünlandflächen sowie Begrünung von Ödland. Die Freisetzung von Kohlenstoff durch Entwaldung muss allerdings ebenfalls eingerechnet werden.Um Risiken und Möglichkeiten der Senkenanrechnung zu untersuchen, wurde ein Bericht beim Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Auftrag gegeben. Der im Jahr 2000 fertiggestellte Bericht Land use, Land-use change, and Forestry (LULUCF) konstatiert große Unsicherheiten in vielen Bereichen. So bestehen vor allem naturwissenschaftliche Unklarheiten bezüglich der gebundenen CO2-Menge. Die Absorptionsraten während des Pflanzenwachstums sowie die Bindungszeiträume sind nur schwer zu bestimmen. Zusammen mit der Problematik der Bestimmung der Bewuchsdichte auf großen Flächen ergeben sich starke Unsicherheiten bei der Hochrechnung der Gesamtmenge. Bei der Speicherung in Böden sind diese Probleme noch gravierender, da die zugrunde liegenden biochemischen Prozesse komplizierter sind und zusätzlich mit stärkeren Freisetzungen von CO2 und Methan gerechnet werden muss. Über die naturwissenschaftlichen Unsicherheiten hinaus wird vor allem die Kontrolle der Vorschriften als problematisch angesehen. Genaue Regelungen bezüglich der Quantifizierung der Treibhausgasspeicherung und des Monitorings stehen noch nicht fest, sondern sollen vom Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) entwickelt und vorgeschlagen werden. Trotz der hohen Unsicherheiten und des Widerstandes von einigen Vertragsstaaten wurde auf der Klimakonferenz in Bonn (COP 6b) beschlossen, Senkenprojekte bei der Erfüllung der Verpflichtungen einzubeziehen. Auf der nächsten Konferenz in Marrakesch (COP 7) wurden dann die ersten wichtigen Definitionen und Regelungen für die Anrechenbarkeit von Senken nach Artikel 3.3 und 3.4 vereinbart. Insbesondere die genaue Definition und Abgrenzung des Begriffes “Wald“ wurde festgelegt. Hierbei wurden Bandbreiten für Mindestflächen (0,05 - 1 ha), die Mindestbewuchsdichte (10 - 30 %) und die Mindesthöhe (2 - 5 m) des Pflanzenbewuchses festgelegt, aus denen die verpflichteten Parteien Rahmenwerte für eine nationale Definition des Begriffes “Wald“. wählen müssen. Vor Beginn der ersten Verpflichtungsperiode (d. h. vor 2008) müssen die verpflichteten Staaten festlegen, welche der Bewirtschaftungsmaßnahmen, d. h. Forst-, Ackerland- und Gründlandbewirtschaftung sowie Begrünung von Ödland, für sie unter Artikel 3.4 KP anrechenbar sein sollen. Für Aufforstung und Wiederaufforstung ist keine Festlegung notwendig. Senkenprojekte im Inland generieren Emissionsreduktionsgutschriften, so genannte Removal Units (RMU), die nicht in die nächste Verpflichtungsperiode übertragen werden können. Zudem unterliegen sie in der ersten Verpflichtungsperiode gewissen Einschränkungen bezüglich ihrer Anrechenbarkeit. So können Bewirtschaftungsmaßnahmen nur bis zu einer für jede Partei individuell festgelegten, Obergrenze angerechnet werden. Für Deutschland beträgt diese Obergrenze 1,24 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Auch für Senkenprojekte im Ausland existieren Restriktionen. - Wichtig in diesem Zusammenhang ist nun, dass jetzt die Verhandlungen für die POST-2012 Periode beginnen. Und natürlich ist LULUCF in diesen Verhandlungen ein wichtiges Thema. Die Forstwirtschaften Mitteleuropas sollten deshalb jetzt schon beginnen, darüber nachzudenken, wie man ihre Leistungen in den nächsten Verpflichtungsperioden berücksichtigen soll (siehe [http://www.forstwirtschaft.com/community/modules.php?op=modload&name=phpBB_14&file=index Diskussionsforum]).

Erholung

Bestandsentwicklung und Zustand Mitteleuropäischer Wälder und Forsten

Deutschland

Kulturlandschaft] Die Waldfläche in Deutschland beträgt nach der zweiten Bundeswaldinventur 11.075.798 Hektar, entsprechend 31 % der Staatsfläche. Davon sind rund 44 % Privatwald, 32 % Staatswald (29 % Landeswald und 3 % Bundeswald), 19 % Körperschaftswald und 5 % Treuhandwald. Dieser vergleichsweise hohe Waldanteil ist den Aufforstungsbemühungen hauptsächlich des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Waldfläche wächst weiter, in den letzten 15 Jahren um durchschnittlich 3.500 ha/a. Im Vergleich zur Waldfläche sind 25 % Deutschlands der Siedlungsfläche zuzurechnen, davon sind 50 % vollständig versiegelt (täglich um 129 ha oder 47.000 ha/a zunehmend). Dadurch werden jährlich rund 3.500 ha Wald zerstört. Die Zunahme der Waldfläche ergibt sich durch Aufforstungen (hauptsächlich von landwirtschaftlichen Flächen) und die sukzessive Bewaldung degenerierter Moorstandorte. Deutschland ist damit dennoch wieder eines der waldreichsten Länder in der EU. Dies gelang unter anderem durch die Entwicklung der Forstwirtschaft. Allerdings weicht die Baumartenzusammensetzung erheblich von der potentiell natürlichen Baumartenzusammensetzung ab. Von Natur wären 67 % der Landfläche Deutschlands von Buchenmischwäldern, 21 % von Eichenmischwäldern, 9 % von Auwäldern oder feuchten Niederungswäldern, 2 % von Bruchwäldern und 1 % von reinen Nadelwäldern bedeckt (Meister u. Offenberger, Zeit des Waldes, S. 36, s. u. Literatur). Die jetzige Baumartenverteilung liegt bei 14,8 % Buchen, 9,6 % Eichen, 15,7 % anderer Laubbäume, 41,2 % Fichten, 0,1 % Tannen, 23,3 % Kiefern und 4,5 % anderer Nadelbäume (2. Bundeswaldinventur, s. u.). Der grosse Anteil von Fichte und Kiefer liegt in den forstwirtschaftlichen Praktiken der letzten 150 Jahre begründet: Diese Baumarten sind schnellwüchsig und anspruchslos und damit zur Aufforstung von degenierten Standorten wie Heiden, trockengelegter Moore und übernutzter Niederwälder insbesondere im 19. Jahrhundert verwendet worden. Andererseits leiden besonders Fichtenbestände unter Wind- und Schneewurf sowie Insektenschäden (z. B. durch Borkenkäfer) und führen zu einer Versauerung der Böden. Da Fichten und Kiefern unempfindlich gegen Wildverbiss sind und vielerorts die relativ hohen Schalenwilddichten das Aufkommen von stärker verbissgefährdeten Laubbäumen und Tannen verhindern, fällt es der Forstwirtschaft schwer den hohen Fichten- und Kiefernanteil der deutschen Wälder zu senken. Bezüglich des Holzvorrates je Fläche liegt Deutschland mit 319,9 m³/ha im europäischen Vergleich an dritter Stelle. Mit 3,38 Mrd. m³ weist Deutschland den größten absoluten Holzvorrat in Europa auf (Schweden 2,93 Mrd. m³; Frankreich 2,98 Mrd. m³; Finnland 1,94 Mrd. m³). [http://www.verbraucherministerium.de/data/0001302357001162848E6521C0A8D816.0.pdf Die zweite Bundeswaldinventur - Das Wichtigste in Kürze]

Österreich

In Österreich beträgt die Waldfläche etwa 47 %. Zwei Drittel sind auch nach den letzten Waldinventuren intakt. Probleme bilden nur die Schutzwälder. Es wächst auch um 30 % mehr Holz nach als verbraucht wird oder durch Windbruch oder Wildverbiss geschädigt wird. Nicht nur durch Aufforstungen, sondern auch durch Stilllegungen von landwirtschaftlichen Flächen erobert der Wald wieder Gebiete zurück. Da teure Holzbringung im Wettbewerb zu billigeren Importen stehen, wird oft das Holz im Wald nicht geschlagen. Größter Waldeigentümer sind die österreichischen Bundesforste. Der waldreichste Bezirk in Österreich ist der Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich, der an die 80 % Waldfläche aufweist. Der Hauptteil ist Nadelwald, wobei die Fichte über 50 % aller Baumarten ausmacht. An zweiter Stelle steht die Buche mit 10 %, alle anderen Baumarten sind weit seltener. Das Bundesland Steiermark besitzt die größte Waldfläche Österreichs. Bezüglich des Holzvorrates je Fläche liegt Österreich mit 325,0 m³/ha im europäischen Vergleich an zweiter Stelle. (siehe: [http://bfw.ac.at/050/1952.html Bundesamt und Forschungszentrum für Wald])

Schweiz

Bezüglich des Holzvorrates je Fläche belegt die Schweiz mit 336,6 m³/ha den europäischen Spitzenplatz.

Waldsterben

Siehe Waldsterben.

Raubbau

Siehe Raubbau und Rodung.

Schutz und Entwicklung der Wälder

Siehe Waldschutz, Baumschutz und Nachhaltigkeit (Forstwirtschaft), Forstzertifikat

Siehe auch


- Bekannte Wälder in Deutschland
- Waldsterben
- Waldbrand
- Baum
- Forstwirtschaft
- Forstwissenschaft
- Bergwaldprojekt
- Waldkindergarten
- Sturmholz
- Totholz
- Nationalparke
- Veluwe
- Kelpwald
- Lohwald
- Markwald
- Blockschuttwald

Literatur


- Richard B. Hilf: Der Wald. Wald und Weidwerk in Geschichte und Gegenwart - Erster Teil [Reprint]. Aula, Wiebelsheim 2003, ISBN 3-494-01331-4
- Raoul Heinrich Francé: Vom deutschen Walde. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin 1927
- Heinrich Hofmeister: Lebensraum Wald. Ein Weg zum Kennenlernen von Pflanzengesellschaften und ihrer Ökologie. Paul Parey, Hamburg und Berlin 1990, ISBN 3-490-17118-7
- Antoine Lorgnier et al.: Wälder der Welt. Bucher, München und Berlin o.J., ISBN 3-765580791-5
- Kurt G. Blüchel (Hrsg.): Der Garten Eden darf nicht sterben. Tropischer Regenwald. Pro Terra, München o.J., [ISBN 3-92499-001-8]
- Georg Meister und Monika Offenberger: Die Zeit des Waldes - Bilderreise durch Geschichte und Zukunft unserer Wälder. 397 Seiten. Zweitausendundeins, Frankfurt 2004, ISBN 3-86150-630-0 - 445 Waldfotos über ein halbes Jahrhundert von gleichen Aufnahmepunkten.
- Albrecht Lehmann: Von Menschen und Bäumen. Die Deutschen und ihr Wald. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3-498-03891-5
- Erich Hornsmann: Allen hilft der Wald. Seine Wohlfahrtswirkungen. BLV, München, Bonn und Wien 1958

Weblinks


- [http://www.wald.de www.wald.de] - Schöne Zusammenstellung der Funktionen des Waldes
- [http://www.waldwissen.net www.waldwissen.net] - Waldwissen - Informationsangebot für die Forstwirtschaft
- [http://www.forstwirtschaft.com www.forstwirtschaft.com] - Das Infoportal über Umwelt, Wald, Holz, Jagd, Wasser, ...
- [http://www.waldundklima.net www.waldundklima.net] - Das Internetportal zu Wald und Klima (Wald und Holz als Kohlenstoffspeicher und -senke, Gefahren für den Wald durch den Klimawandel, Projekte und Klimaschutzpolitik)
- [http://www.zukunftswald.de www.zukunftswald.de] - Informationen über ein Großforschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu den ökologischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen der Waldbewirtschaftung
- [http://www.wald-online.de/wdt_baumv.htm www.wald-online.de] - Baumartenverteilung in Deutschland
- [http://www.forst-hamburg.de/bundeswaldgesetz/titel.htm www.forst-hamburg.de] - Bundeswaldgesetz (BWaldG)
- [http://www.verbraucherministerium.de/wald_forst/Unser-Wald/inhalt.htm www.verbraucherministerium.de] - BMVEL - "Unser Wald"
- [http://www.waldportal.org www.waldportal.org] - Aktuelle Informationen und Links zu Wäldern der Erde
- [http://www.grida.no/geo/geo3/english/fig91.htm www.grida.no] - Globale Waldkarte
- [http://www.wald-in-not.de/seiten/band13.html www.wald-in-not.de] - "Seltene Bäume in unseren Wäldern - Erkennen, Erhalten, Nutzen"
- [http://www.seba.ethz.ch/homed.htm www.seba.ethz.ch] - Projekt Förderung seltener Baumarten
- [http://www.anw-deutschland.de www.anw-deutschland.de] - Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft - Deutschland
- [http://www.abu-naturschutz.de/_dnload/einfluss.pdf www.abu-naturschutz.de] - Der Einfluss von Megaherbivoren auf die Naturlandschaft Mitteleuropas (pdf-Datei)]
- [http://www.userlearn.ch/tropen/01ac84928e0ef3901/ Bilder und Videos Baumfällen, Unterrichtsvorschläge] ! Kategorie:Klimazonen und Vegetation ja:森林 simple:Forest

1891

Ereignisse


- 1. Januar: Deutsch-Ostafrika wird deutsche Kolonie
- 1. Januar: Die erste Ausgabe seit dem Verbot von 1878 des sozialdemokratischen Parteiblatts Vorwärts erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren
- Chaldaea (Asteroid) wird entdeckt

Technik


- 18. März: Das erste Telefongespräch von Paris nach London über ein Nachrichtenkabel durch den Ärmelkanal wird gehalten
- Ferdinand Braun erfindet das Braunsche Elektrometer
- 13. September: Anlässlich der internationalen Elektrizitätsausstellung in Frankfurt am Main erfolgt die erste Fernübertragung elektrischer Energie mit Drehstrom durch Oskar von Miller. Es wird eine Leistung von 175 PS (129 kW) bei einer Spannung von 10.000 Volt über eine Entfernung von 176 Kilometer von Lauffen am Neckar übertragen. Die Stromstärke in der Leitung betrug knapp 13 Ampere

Kultur


- 2. Januar: Uraufführung der Oper Traum auf der Wolga (Orig.: Son na Volge) von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau
- 10. Januar: Uraufführung der Operette Saint Cyr von Rudolf Dellinger am Carl Schultze Theater in Hamburg
- 16. März: Uraufführung der Oper Le Mage von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris
- 21. Oktober: Uraufführung der tragischen Oper Vendetta von Alexander von Fielitz in Lübeck
- Das KinderliedAlle meine Entlein“ wird verfasst
- Die Goldsmith-Lehranstalt wird in London gegründet

Geboren


- 6. Januar: Dai Jitao, chinesischer Politiker und Publizist († 1949)
- 6. Januar: Fritz Imhoff, österreichischer Schauspieler und Sänger († 1961)
- 7. Januar: Zora Neale Hurston, US-amerikanische Schriftstellerin und Anthropologin († 1960)
- 8. Januar: Walther Bothe, deutscher Physiker († 1957)
- 15. Januar: Ossip Emiljewitsch Mandelstam, russischer Dichter († 1938)
- 17. Januar: Walter Eucken, deutscher Ökonom († 1950)
- 23. Januar: Antonio Gramsci, italienischer Schriftsteller, Politiker und Philosoph († 1937)
- 24. Januar: Walter Model, Generalfeldmarschall im Zweiten Weltkrieg (†1945)
- 26. Januar: Wilder Penfield, US-amerikanischer Mediziner († 1976)
- 27. Januar: Ilja G. Ehrenburg, russischer Schriftsteller und Kriegsberichtserstatter († 1967)
- 27. Januar: Wilhelm Morgner, deutscher Maler des Expressionismus († 1917)
- 28. Januar: Karel Boleslav Jirák, tschechischer Komponist († 1972)
- 30. Januar: Max Drischner, deutscher Komponist, Oragnist und Cembalist († 1971)
- 4. Februar: Christian Kuhlemann, deutscher Politiker († 1964)
- 5. Februar: Monta Bell, US-amerikanischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor (
- 1958)
- 12. Februar: Ernst-Christoph Brühler, deutscher Politiker († 1961)
- 14. Februar: Erich Engel, deutscher Film- und Theaterregisseur († 1966)
- 14. Februar: Katherine Stinson, US-amerikanische Flugpionierin († 1977)
- 16. Februar: Hans Friedrich Karl Günther, nationalsozialistischer Rasseforscher († 1968)
- 16. Februar: Johannes Messner, österreichischer Theologe, Rechtswissenschaftler und Politiker († 1984)
- 17. Februar: Georg Britting, deutscher Schriftsteller († 1964)
- 25. Februar: Alfredo Marceneiro, spanischer Fado-Sänger († 1982)
- 27. Februar: Arie Bijvoet, niederländischer Fußballspieler
- 3. März: Arthur Drewry, britischer Fußball-Funktionär, FIFA-Präsident († 1961)
- 8. März: Sam Jaffe, US-amerikanischer Schauspieler († 1984)
- 9. März: Hermann Eris Busse, deutscher Schriftsteller († 1947)
- 11. März: Max Kaus, Maler und Graphiker († 1977)
- 12. März: Michael Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph († 1976)
- 12. März: Michel Polanyi, ungarisch-britischer Chemiker und Philosoph († 1976)
- 19. März: Earl Warren, Gouverneur von Kalifornien und Oberster Richter der USA († 1974)
- 19. März: Josef Blatný, tschechischer Komponist († 1980)
- 23. März: Johann Heinrich Suhrkamp, Gründer des Suhrkamp Verlags († 1959)
- 23. März: Peter Suhrkamp, Verleger († 1959)
- 24. März: Charley Toorop, niederländische Malerin und Lithografin († 1955)
- 24. März: John Knittel, Schweizer Schriftsteller († 1970)
- 29. März: Alfred Neubauer, Rennleiter des Mercedes-Grand-Prix-Teams († 1980)
- 29. März: Yvan Goll, deutsch-französischer Schriftsteller († 1950)
- 30. März: Arthur William Sidney Herrington Konstrukteur des Jeep (†1970)
- 30. März: Josefa Berens-Totenohl, deutsche Schriftstellerin, Malerin und Lehrerin († 1969)
- 1. April: Hans Döllgast, deutscher Architekt und Graphiker († 1974)
- 1. April: Hans Kayser, deutscher Komponist und Musiktheoretiker († 1964)
- 2. April: Max Ernst, deutscher Maler des Dadaismusund des Surrealismus († 1976)
- 4. April: Richard Euringer, nationalsozialistischer deutscher Schriftsteller († 1953)
- 5. April: Ernst Fraenkel, deutscher Wirtschaftshistoriker († 1971)
- 13. April: Robert Scholl, Vater der Geschwister Scholl († 1973)
- 14. April: Bhimrao Ramji Ambedkar, indischer Politiker und Sozialreformer († 1956)
- 15. April: Karl Alwin, deutscher Dirigent († 1945)
- 15. April: Peter Horn, deutscher Politiker († 1967)
- 19. April: Riccardo Bacchelli, italienischer Schriftsteller († 1985)
- 23. April: Sergei Sergejewitsch Prokofjew, russischer Komponist († 1953)
- 28. April: Antonio Drapier, Erzbischof und emeritierter apostolischer Delegat für Indochina († 1967)
- 2. Mai: Otto Wittenburg, deutscher Politiker († 1976)
- 3. Mai: Katharina Heise, deutsche Malerin und Bildhauerin († 1964)
- 3. Mai: Lene Voigt, sächsische Schriftstellerin († 1962)
- 4. Mai: Frederick Jacobi, US-amerikanischer Komponist († 1952)
- 9. Mai: May Warden, britische Schauspielerin (u. a. Dinner for One) († 1905)
- 15. Mai: Michail A. Bulgakow, russischer Schriftsteller (†1940)
- 15. Mai: Michail Afanasjewitsch Bulgakow, russischer Schriftsteller († 1940)
- 16. Mai: Richard Tauber, britischer Opernsänger († 1948)
- 18. Mai: Rudolf Carnap, Philosoph († 1970)
- 19. Mai: Oswald Boelcke, deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg († 1916)
- 22. Mai: Johannes R. Becher, deutscher Schriftsteller († 1958)
- 23. Mai: Pär Lagerkvist, schwedischer Schriftsteller und Dichter († 1974)
- 25. Mai: Karl Wagner, Kommunist und Gegner des Nationalsozialismus († 1965)
- 4. Juni: Leopold Vietoris, österreichischer Mathematiker († 2002)
- 9. Juni: Cole Porter, US-amerikanischer Komponist und Textdichter († 1964)
- 19. Juni: John Heartfield, deutscher Maler, Graphiker und Bühnenbildner († 1968)
- 21. Juni: Hermann Scherchen, deutscher Dirigent († 1966)
- 21. Juni: Pier Luigi Nervi, italienischer Bauingenieur († 1979)
- 5. Juli: John Howard Northrop, US-amerikanischer Chemiker († 1987)
- 10. Juli: Paul Eipper, deutscher Schriftsteller († 1964)
- 14. Juli: Alexander Melentjewitsch Wolkow, russischer Schriftsteller, Mathematikprofessor († 1977)
- 15. Juli: Adolph Wurmbach, deutscher Schriftsteller († 1968)
- 18. Juli: Emil Julius Gumbel, deutsch-jüdischer Mathematiker und politischer Publizist († 1966)
- 27. Juli: Wladimir Michailowitsch Petljakow, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur († 1942)
- 29. Juli: Bernhard Zondek, deutscher Gynäkologe († 1966)
- 1. August: Enrique Mario Casella, argentinischer Komponist († 1948)
- 1. August: Karl Kobelt, schweizerischer Politiker († 1968)
- 2. August: Arthur Bliss, englischer Komponist († 1975)
- 6. August: Hans Mersmann, deutscher Musikforscher († 1971)
- 8. August: Adolf Busch, deutscher Geiger und Komponist († 1952)
- 11. August: De Kessler, niederländischer Fupballspieler († 1943)
- 11. August: Edgar Zilsel, Philosoph († 1944)
- 13. August: Reinold von Thadden-Trieglaff, deutscher Theologe († 1976)
- 14. August: Mihail Jora, rumänischer Komponist († 1971)
- 21. August: Heinrich-Wilhelm Ruhnke, deutscher Politiker der SPD († 1963)
- 25. August: Alberto Savinio, italienischer Schriftsteller und Maler († 1952)
- 26. August: Ferdinand Bruckner, österreichisch-deutscher Schriftsteller und Theaterleiter († 1958)
- 4. September: Fritz Todt, deutscher Reichsminister des Dritten Reiches († 1942)
- 5. September: Edward Molyneux, französischer Modedesigner († 1974)
- 11. September: Noël Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer († 1966)
- 16. September: Karl Dönitz, letzter deutscher Reichspräsident († 1980)
- 18. September: Otto Juljewitsch Schmidt, sowjetischer Geophysiker und Arktisforscher († 1956)
- 19. September: Willy Birgel, deutscher Theater- und Filmschauspieler († 1973)
- 22. September: Hans Albers, deutscher Schauspieler und Sänger († 1960)
- 24. September: William F. Friedman, US-amerikanischer Militärkryptologe beim SIS († 1969)
- 26. September: Hans Reichenbach, Physiker, Philosoph und Logiker († 1953)
- 28. September: Bernhard Schwentner, deutscher Pfarrer († 1944)
- 28. September: Robert Seitz, deutscher Schriftsteller († 1938)
- 2. Oktober: Jossyp Bokschaj, ukrainischer Maler († 1975)
- 4. Oktober: Herbert Kranz, deutscher Schriftsteller († 1973)
- 6. Oktober: Hans Schemm, Gauleiter der NSDAP († 1935)
- 10. Oktober: Ludwig Manfred Lommel, schlesischer Humorist († 1962)
- 12. Oktober: Edith Stein, deutsche Philosophin und katholische Nonne († 1942)
- 20. Oktober: James Chadwick, britischer Physiker († 1974)
- 22. Oktober: Kurt Hickethier, deutscher Arzt
- 24. Oktober: Rafael Trujillo, Politiker und Staatschef der Dominikanischen Republik († 1961)
- 25. Oktober: Bernhard Lohmüller, deutscher Politiker († 1952)
- 29. Oktober: Claire Goll, deutsch-französische Journalistin († 1977)
- 6. November: Galaktion Tabidse, georgischer Lyriker
- 12. November: Seth Barnes Nicholson, US-amerikanischer Astronom († 1963)
- 14. November: Frederick Banting, britischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1941)
- 14. November: Josef Magnus Wehner, deutscher Schriftsteller und Bühnenautor († 1973)
- 14. November: Ted Meredith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1957)
- 15. November: Erwin Rommel, dt. Generalfeldmarschall, Befehlshaber des deutschen Afrikakorps († 1944)
- 16. November: Julius Leber, deutscher Politiker und NS-Widerstandskämpfer († 1945)
- 18. November: Gio Ponti, italienischer Architekt († 1979)
- 21. November: Just Göbel, niederländischer Fußballspieler († 1984)
- 21. November: Karl Hubbuch, deutscher Kunstprofessor († 1979)
- 24. November: Max Amann, deutscher Politiker und Publizist († 1957)
- 29. November: Julius Raab, Bundeskanzler der Republik Österreich († 1964)
- 2. Dezember: Otto Dix, deutscher Maler († 1969)
- 5. Dezember: Alexander Michailowitsch Rodtschenko, russischer Maler, Grafiker und Fotograf. († 1956)
- 6. Dezember: Heinrich Barlage, deutscher Politiker und MdB († 1968)
- 8. Dezember: Albert Salomon, deutsch-jüdischer Soziologe († 1966)
- 10. Dezember: Nelly Sachs, deutsche Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin († 1970)
- 14. Dezember: Mary Lavater-Sloman, deutsche Schriftstellerin († 1980)
- 15. Dezember: Alvin Pleasant Carter, US-amerikanischer Country-Sänger († 1960)
- 15. Dezember: David Wijnveldt, niederländischer Fußballspieler († 1962)
- 15. Dezember: Karl Wilhelm Meissner, deutsch-amerikanischer Physiker († 1959)
- 19. Dezember: Edward Graf Raczynski, Polnischer Diplomat und Politiker († 1993)
- 19. Dezember: Edward Raczyński, polnischer Politiker († 1993)
- 19. Dezember: Philipp Keller, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 21. Dezember: Philipp Etter, schweizerischer Politiker († 1977)
- 26. Dezember: Henry Miller, US-amerikanischer Schriftsteller († 1980)
- Prinz Wan Waithayakon von Thailand († 1976)

Gestorben


- 5. Januar: Emma Abbott, US-amerikanische Opernsängerin (
- 1850)
- 7. Januar: Friedrich Mergner, evangelischer Theologe und Komponist (
- 1818)
- 7. Januar: Karl Gottfried Wilhelm Taubert, deutscher Komponist (
- 1811)
- 12. Januar: Georges-Eugène Baron Haussmann, französischer Stadtplaner (
- 1809)
- 16. Januar: Léo Delibes, französischer Komponist (
- 1836)
- 23. Januar: Friedrich von Schmidt, deutscher Architekt (
- 1825)
- 24. Januar: Philipp Carl, deutscher Physiker (
- 1837)
- 28. Januar: Nikolaus Otto, deutscher Maschinenbauer (Erfinder des Ottomotors) (
- 1832)
- 9. Februar: Johan Barthold Jongkind, niederländischer Maler (
- 1819)
- 10. Februar: Sonja Kowalewski, russische Mathematikerin (
- 1850)
- 14. Februar: William T. Sherman, US-amerikanischer General im Bürgerkrieg (
- 1820)
- 18. Februar: Henry Hastings Sibley, US-amerikanischer Politiker (
- 1811)
- 21. Februar: Georges Seurat, Erfinder, Maler des Pointillismus (
- 1859)
- 28. Februar: Giovanni Morelli, italienischer Abgeordneter, Senator, Arzt und Kunsthistoriker (
- 1816)
- 9. März: Amalie Dietrich, deutsche Botanikerin und Zoologin (
- 1821)
- 14. März: Ludwig Windthorst, deutscher Politiker (
- 1812)
- 15. März: Jean-Baptiste-Marie-Edouard Campenon, französischer General und Kriegsminister (
- 1819)
- 21. März: Joseph Eggleston Johnston, US-amerikanischer General (
- 1807)
- 28. März: Friedrich Stoltze, deutscher Dichter und Journalist (
- 1816)
- 30. März: Ferdinand Henry, leitender preußischer Militärbeamter (
- 1819)
- 1. April: Tilman Orth, brasilianischer Tierschützer (
- 1823)
- 2. April: Albert Pike, Rechtsanwalt, General, Autor und Freimaurer (
- 1809)
- 16. April: Elisabeth Rosenthal, Gründerin der ersten privaten höheren Mädchenschule in Magdeburg (
- 1827)
- 24. April: Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke, preußischer Generalfeldmarschall (
- 1800)
- 1. Mai: Ferdinand Gregorovius, deutscher Schriftsteller und Historiker (
- 1821)
- 8. Mai: Helena Petrovna Blavatsky, russische Spiritistin und Schriftstellerin (
- 1831)
- 10. Mai: Carl Wilhelm von Nägeli, Schweizer Botaniker (
- 1817)
- 11. Mai: Alexandre Edmond Becquerel, französischer Physiker (
- 1820)
- 23. Juni: Norman Robert Pogson, britischer Astronom (
- 1829)
- 23. Juni: Paul Bronsart von Schellendorff, preußischer General und Kriegsminister (
- 1832)
- 23. Juni: Wilhelm Eduard Weber, deutscher Physiker (
- 1804)
- 1. Juli: Mihail Kogalniceanu, rumänischer Staatsmann, Historiker und Publizist (
- 1817)
- 4. Juli: Carl August Haupt, deutscher Komponist (
- 1810)
- 4. Juli: Hannibal Hamlin, Vizepräsident der USA (
- 1809)
- 7. Juli: P. T. Barnum, US-amerikanischer Zirkuspionier (
- 1810)
- 6. August: Henry Litolff, britischer Komponist (
- 1818)
- 9. August: Louis Constans Berger, Industrieller und Politiker (
- 1829)
- 18. August: Louis Paulsen, Schachspieler (
- 1833)
- 20. August: Franz Friedrich Ernst Brünnow, deutscher Astronom (
- 1821)
- 22. August: Jan Nepomuk Neruda, tschechischer Journalist, Dichter und Schriftsteller (
- 1834)
- 9. September: Jules Grévy, französischer Staatspräsident (
- 1813)
- 17. September: Lorenz Brentano, Jurist und badischer Politiker (
- 1813)
- 18. September: José Manuel Balmaceda, chilenischer Politiker (
- 1840)
- 27. September: Iwan Alexandrowitsch Gontscharow, russischer Schriftsteller (
- 1812)
- 28. September: Herman Melville, US-amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Essayist (
- 1819)
- 30. September: Georges Ernest Boulanger, französischer General (
- 1837)
- 6. Oktober: Charles Stewart Parnell, irischer Politiker (
- 1846)
- 6. Oktober: Karl I., König von Württemberg (
- 1823)
- 8. Oktober: Giovanni Abbate Caselli, italienischer Physiker (
- 1815)
- 12. Oktober: Friedrich Feustel, Bayreuther Bankier und Förderer der Bayreuther Festspiele (
- 1824)
- 13. Oktober: Thomas Johann Heinrich Mann, Lübecker Kaufmann (
- 1840)
- 14. Oktober: Julius Jolly, Staatsminister in Baden (
- 1823)
- 10. November: Arthur Rimbaud, französischer Dichter (
- 1854)
- 28. November: Christen Berg, dänischer Politiker (
- 1829)
- 2. Dezember: Hermann Howaldt, war ein bekannter Bildhauer, Erzgießer und Kupfertreiber (
- 1841)
- 5. Dezember: Lotte Mende, deutsche Schauspielerin (
- 1834)
- 5. Dezember: Peter II., Kaiser von Brasilien (
- 1825)
- 13. Dezember: Jean Servais Stas, belgischer Chemiker (
- 1813)
- 20. Dezember: Albrecht Ohly, Erster hauptamtlicher Bürgermeister von Darmstadt (
- 1829)
- 22. Dezember: Albert Cambriels, französischer General (
- 1816)
- 22. Dezember: Paul Anton de Lagarde, deutscher Kulturphilosoph und Orientalist (
- 1827)
- 24. Dezember: Johannes Janssen, deutscher Historiker (
- 1829)
- 29. Dezember: Leopold Kronecker, deutscher Mathematiker (
- 1823)
- Alfred Charles Hobbs, Nachschließer

Staatsoberhäupter

Afrika


- Äthiopien: Menilek II., Kaiser (18891909)

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (18841911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Belgien (Sachsen-Coburg-Gotha/Wettiner): Leopold II., König der Belgier (18651909)
- Dänemark (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Christian IX., König (18631906)
- Deutsches Reich (Hohenzollern): Wilhelm II., Deutscher Kaiser (18881918)
- Frankreich Marie François Sadi Carnot, Präsident (18871894)
- Griechenland (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg/Oldenburger): Georg I., König der Hellenen (18631913)
- Großbritannien und Irland: (Welf: Este) Victoria, Königin (18371901)
- Italien: Humbert I., König (18781900)
- Liechtenstein: Johann II., Fürst (18581929)
- Luxemburg (Haus Nassau): Adolf, Großherzog (18901905)
- Montenegro (Haus Petrowitsch Rjegosch): Nikita Petrović, Fürst (18781918)
- Niederlande (Haus Nassau)- Wilmelmina, Königin (18901948)(Österreich-Ungarn)|Franz Joseph I.]], Kaiser (18481916)
- Portugal (Sachsen-Coburg-Saalfeld/Wettiner): Karl I., König (18891908)
- Rumänien (Hohenzollern-Sigmaringen): Karl I., König (18781914)
- Russisches Reich (Romanow-Holstein-Gottorp/Oldenburger) Alexander III., (Kaiser/Zar) (18811894)
- Schweden (Haus Bernadotte): Oskar II., König (18721907)
- Schweiz: Emil Welti, Bundespräsident, (1891)
- Serbien: Aleksandar I. Karađorđević, König (18891903)
- Spanien: Alfons XIII., König (18861931)
- Türkisches Reich: Abdulhamid II., Großsultan (18761909) ko:1891년 simple:1891 th:พ.ศ. 2434

1905

Ereignisse

Politik und Wirtschaft


- 1. Januar: Die deutsche Kolonie Togoland wird in Togo umbenannt
- 1. Januar: Marc-Emile Ruchet wird Bundespräsident in der Schweiz
- 1. Januar: Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn wird neuer österreichischer Ministerpräsident
- 2. Januar: Kapitulation der russischen Festung Port Arthur vor den japanischen Truppen nach 157 Tagen Belagerung
- 2. Januar: Deutsche Truppen erstürmen die Festung der Nama in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika
- 17. Januar Beginn des bis dahin größten Streiks an der Ruhr, an dem teilweise bis zu 225 000 Bergarbeiter teilnehmen. Streikabbruch am 9. Februar
- 22. Januar: Beim Petersburger Blutsonntag lösen Soldaten eine friedliche Demonstration von weit mehr als 30.000 Menschen brutal auf
- 21. Februar: Beginn der Schlacht von Mukden im Russisch-Japanischen Krieg; sie zieht sich über drei Wochen hin und endet mit einer russischen Niederlage
- 23. Februar: Gründung des Rotary Clubs in Chicago
- 27. Februar: Einweihung des Berliner Doms
- 3. März: Zar Nikolaus II. stimmt der Einrichtung einer Duma zu
- 11. März: In Eisenach wird der Erste Deutsche Studententag eröffnet. Katholische Studentenverbindungen sind dem Treffen fern geblieben
- 31. März: Kaiser Wilhelm II. trifft zu einem Besuch in Tanger ein, um gegenüber Frankreich die deutschen Interessen in Marokko zu demonstrieren
- 1. April: Mit dem preußischen Wassergesetz wird der Bau des Mittellandkanals beschlossen
- 29. April: Durch ein Toleranzedikt des Zaren erhalten die religiösen Minderheiten in Russland mehr Freiheiten
- 7. Mai: In Schitomir in Russland bricht ein Pogrom gegen Juden aus, das drei Tage dauert und unzählige Opfer fordert
- 15. Mai: Offizielle Gründung von Las Vegas
- 27. Mai: Seeschlacht bei Tsushima im Russisch-Japanischen Krieg
- 1. Juni: Die erste Kraftpostlinie in Deutschland nimmt zwischen Bad Tölz und Lenggries ihren Betrieb auf
- 7. Juni: Das norwegische Parlament beschließt die Auflösung der Personalunion mit Schweden
- 19. Juni: Papst Pius X. erlaubt den italienischen Katholiken zu politisieren
- 27. Juni: Auf dem russischen Panzerkreuzer „Potemkin“ meutern die Matrosen und bekennen sich durch das Hissen der roten Fahne zum Kommunismus; siehe auch den Film Panzerkreuzer Potemkin
- 3. Juli: Das französische Parlament beschließt die Trennung von Staat und Kirche
- 11. Juli14. Juli: erstes Treffen des Niagara Movement
- 23. Juli: Zusammenkunft Kaiser Wilhelms II. mit Zar Nikolaus II. in Björkö; ein vorgesehener Bündnisvertrag wird von beiden Ländern allerdings nicht ratifiziert, sodass es Deutschland nicht gelingt, Russland aus dem Bündnis mit Frankreich zu lösen
- 6. August: In Boulogne-sur-Mer (Frankreich) beginnt der 1. Welt-Esperanto-Kongress
- 13. August: In einer Volksabstimmung mit 85 % Wahlbeteiligung spricht sich eine Mehrheit von 368.208 zu 184 der Norweger für die Lösung der Union mit Schweden aus
- 5. September: Die Unterzeichnung des Vertrags von Portsmouth beendet den Russisch-Japanischen Krieg, führt jedoch in Japan zu den Hibiya-Ausschreitungen
- 23. September - Eine von August Bebel verfasste Resolution, Streik auch als politische Waffe zu verwenden, nimmt der SPD-Parteitag in Jena an.
- 23. Oktober - In Prag folgen Arbeiter einem Aufruf der Sozialdemokraten und streiken, um das allgemeine Wahlrecht in der Donaumonarchie zu erlangen.
- 25. Oktober - Der schwedische König Oskar II. verzichtet ab sofort darauf, auch norwegischer König zu sein.
- 30. Oktober: (17. Oktober jul.). Zar Nikolaus II. erlässt das Oktobermanifest und beruft damit die erste russische Duma
- 4. November: Das Großfürstentum Finnland erlangt seine Autonomie zurück, russisch ist nicht länger Amtssprache
- 8. November: Erste russische Matrosenrevolte in Kronstadt
- 18. November: Der dänische Prinz Haakon VII. wird König von Norwegen
- 27. November: Mährischer Ausgleich: Zur Lösung der Nationalitätenfrage erhält der Landtag Mährens eine tschechische und eine deutsche Kammer
- 3. Dezember: Auflösung des Petersburger Sowjets und Verhaftung seiner Führer
- 20. Dezember: In Moskau kommt es durch die Bolschewiki zu einem Generalstreik, der sich zum bewaffneten Aufstand ausweitet. Dieser wird aber bis Ende Dezember niedergeschlagen
- 26. Dezember: Vorlage des Schlieffen-Plans
- Juli: Gründung des Baptistischen Weltbundes (Baptist World Alliance)
- Gründung der Industrial Workers of the World

Wissenschaft und Technik


- 3. Januar: Charles Dillon Perrine entdeckt den Jupitermond Elara
- 24. Februar: Der Simplontunnel, mit 19770 m damals längster Basistunnel der Welt, wird durchstochen
- 3. März: Fritz Schaudinn entdeckt den Syphilis-Erreger
- 26. Juni: Um 22.38 Uhr empfängt Island das erste Telegramm. Die britische Firma Marconi sendete es per Funk von Cornwall aus. Erst ein Jahr darauf folgt das Seekabel
- 11. Juli: Dr. Hermann Anschütz-Kaempfe erhält das Patent für seinen elektrisch angetriebenen Kreiselkompass (Gyroskop)
- 30. August: In Südeuropa, Algerien und Ägypten kann eine Totale Sonnenfinsternis beobachtet werden
- 27. September - Eine mathematische Verknüpfung zwischen Masse (m) und Energie (E) wird von Albert Einstein in seinem zweiten Aufsatz zur Relativitätstheorie hergestellt.
- 23. Dezember: Walther Nernst stellt seinen Neuen Wärmesatz an der Göttinger Akademie der Wissenschaften vor
- Albert Einstein veröffentlicht vier bedeutende Arbeiten: eine Erklärung des Photoeffekts (17. März eingereicht), zwei grundlegende Artikel zur Speziellen Relativitätstheorie und über die Brown’sche Molekularbewegung, deshalb wird 1905 auch Einsteins annus mirabilis genannt
- Egon Schweidler entdeckt den ersten nicht-kausalen physikalischen Prozess und erklärt die statistische Natur der Radioaktivität

Kultur


- 1. Januar: Die Vegetabilische Gesellschaft des Monte Verità wird in Ascona gegründet
- 1. Januar: Gabriel Fauré wird neuer Direktor des Conservatoire de Paris
- 1. Januar: Der Bund für Mutterschutz wird in Berlin gegründet
- 13. Februar: Uraufführung der Oper King Arthur von Isaac Albéniz in Brüssel
- 14. April: Uraufführung der komischen Oper Die Heirat wider Willen von Engelbert Humperdinck in Berlin
- 16. April: Uraufführung der Oper Jessika von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag
- 13. Mai: Erster umjubelter Auftritt der Tänzerin Mata Hari
- 28. Mai: Uraufführung der Kinderoper Der Schnee-Held von César Cui in Jalta
- 7. Juni: Der Künstlerbund Die Brücke, von dem die Entwicklung des Expressionismus ausgeht, wird gegründet
- 7. September: Die Theaterzeitschrift Die Schaubühne (später Die Weltbühne) erscheint zum ersten Mal
- 18. November: Uraufführung der Operette Prinzeß Rosine von Paul Lincke am Apollo Theater in Berlin
- 28. November: Uraufführung der Operette Der Rebell von Leo Fall am Theater an der Wien in Wien
- 9. Dezember: Die Oper „Salome“ von Richard Strauss wird in der Dresdner Hofoper uraufgeführt
- 30. Dezember: Uraufführung der Operette Die lustige Witwe von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien

Architektur


- 27. Februar: Einweihung des Berliner Doms
- 26. August: Einweihung der Urfttalsperre

Katastrophen


- 15. Januar: Bei einer durch einen Felsabsturz des Ramnefjell in den Lovatn: See verursachten, 40 m hohen Flutwelle sterben 63 Einwohner der Dörfer Bodal und Nesdal in Norwegen
- 4. April: Ein Erdbeben der Stärke 8,6 in Kangra, Indien. ca. 19.000 Tote
- 21. Juli: Untergang des Kleinen Kreuzers „Bennington“ (USA) vor San Diego nach einer Kesselexplosion. 30 Tote und 80 Verletzte (von 195 Mann)
- 8. September: Ein Erdbeben der Stärke 7,9 in Kalabrien, Italien, etwa 2.500 Tote
- 11. September: Das Linienschiff Mikasa (Japan) sinkt nach einer Munitionsexplosion vor Sasebo. Von der 935 Mann starken Besatzung kommen 256 Mann ums Leben und 343 Mann werden verletzt
- 17. November: Das Hochseetorpedoboot S 126 sinkt nach einer Kollision mit dem Kleinen Kreuzer „Undine“ (beide Deutsches Reich) in der Kieler Förde. Von 56 Mann Besatzung sterben 33 Mann

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- in Deutschland wird die erste Tourenwagen-Rallye von dem englischen Maler, Bildhauer, Musiker und Schriftsteller Sir Hubert von Herkomer organisiert
- 11. März: Der SV Trier 05 wird als Vorgängerverein vom SV Eintracht Trier 05 gegründet
- 16. März: Der 1. FSV Mainz 05 wird als 1. Mainzer Fussballclub „Hassia“ 1905 gegründet
- 3. Mai: Der DSC Arminia Bielefeld wird unter dem damaligen Namen 1. Bielefelder FC Arminia gegründet

Geboren


- 2. Januar: Auguste Lechner, österreichische Schriftstellerin († 2000)
- 2. Januar: Max Niedermayer, deutscher Verleger und Autor († 1968)
- 2. Januar: Michael Tippett, englischer Komponist († 1998)
- 3. Januar: Ray Milland, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler († 1986)
- 4. Januar: Wolfgang Fränkel, Generalbundesanwalt
- 5. Januar: Josef Holaubek, Polizeipräsident in Wien († 1999)
- 6. Januar: Eric Frank Russell, britischer Schriftsteller († 1978)
- 6. Januar: Otto Kuss, katholischer Theologe († 1991)
- 8. Januar: Carl Gustav Hempel, Philosoph, Schüler des logischen Positivismus († 1997)
- 8. Januar: Giacinto Scelsi, italienischer Komponist († 1988)
- 10. Januar: Ruth Moufang, deutsche Mathematikerin († 1977)
- 21. Januar: Christian Dior, französischer Modeschöpfer († 1957)
- 21. Januar: Wanda Wasilewska, Polnische und sowjetische Schriftstellerin. († 1964)
- 22. Januar: Karola Bloch, polnisch-deutsche Architektin und Publizistin († 1994)
- 23. Januar: Jesse Thoor, deutscher Schriftsteller († 1952)
- 26. Januar: Bernhard Minetti, deutscher Schauspieler († 1998)
- 26. Januar: John Carmel Heenan, Erzbischof von Westminster und Kardinal († 1975)
- 26. Januar: Maria Augusta von Trapp, US-amerikanische Sängerin und Schriftstellering († 1987)
- 29. Januar: Barnett Newman, US-amerikanischer Maler († 1970)
- 31. Januar: John O'Hara, US-amerikanischer Schriftsteller († 1970)
- 31. Januar: Martin Hellberg, Regisseur, Schauspieler und Autor († 1999)
- 1. Februar: Emilio Segrè, US-amerikanischer Physiker († 1989)
- 2. Februar: Ayn Rand, US-amerikanische Schriftstellerin († 1982)
- 2. Februar: Joan Morgan, Stummfilmschauspielerin und Drehbuchsutorin († 2004)
- 3. Februar: Hermann Henselmann, deutscher Architekt († 1995)
- 5. Februar: August Haußleiter, deutscher Politiker und Journalist († 1989)
- 6. Februar: Irmgard