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Unabhängigkeitserklärung Der USA

Unabhängigkeitserklärung der USA

In der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika (Declaration of Independence; offiziell: The unanimous Declaration of the thirteen united States of America) vom 4. Juli 1776 erklärten die 13 britischen Kolonien in Nordamerika ihre Loslösung von England und ihr Recht, einen eigenen souveränen Staatenbund zu bilden. Der von Thomas Jefferson verfasste und vom Kontinentalkongress verabschiedete Text stellt die Gründungsurkunde der USA dar und ist eines der bedeutendsten Dokumente der Staatsphilosophie. Staatsphilosophie

Entstehungsgeschichte

Seit Mitte der 1760er Jahre nahmen die Spannungen zwischen dem englischen Mutterland und seinen 13 nordamerikanischen Kolonien immer mehr zu. Im Kern ging es um das Recht der britischen Krone, auf deren Gebiet Steuern und Abgaben zu erheben, ohne dass ihre Einwohner im Parlament in London vertreten waren. Unter dem Schlagwort no taxation without representation ("keine Besteuerung ohne parlamentarische Repräsentation") wuchs die Akzeptanz für den Gedanken der Unabhängigkeit. Ein einflussreicher Ausdruck dieser Gedanken war Thomas Paines Schrift Common Sense. Nach ersten gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Kolonisten und britischen Truppen im Jahr 1775, entschieden sich die im Kontinentalkongress versammelten Vertreter der 13 Kolonien für die Trennung vom Mutterland. Die formelle Erklärung der Unabhängigkeit erfolgte bereits am 2. Juli 1776. Die heute bekannte Declaration of Independence war eine zwei Tage später verabschiedete Erläuterung dieses formalen Beschlusses und diente der moralischen und rechtlichen Legitimation für den Abfall von der britischen Krone und den Unabhängigkeitskrieg. Ein Vorbereitungskomitee aus Thomas Jefferson (Virginia), John Adams, (Massachusetts), Benjamin Franklin, (Pennsylvania), Robert R. Livingston, (New York) und Roger Sherman, (Connecticut) hatte die Erklärung entworfen. Deren maßgeblicher Autor war Jefferson, während die übrigen Komiteemitglieder ihn berieten. Der Zweite Kontinentalkongress diskutierte den Entwurf und strich die Verurteilung der Sklaverei aus dem Dokument, da es auch die Zustimmung der Bürger aus den sklavenhaltenden Kolonien finden sollte. Am 4. Juli 1776 nahmen die im Kongress versammelten Vertreter der dreizehn Gründerstaaten der USA die Erklärung an. Als Independence Day ist der 4. Juli bis heute der Nationalfeiertag der USA. Die Urkunde der Unabhängigkeitserklärung wird im Nationalarchiv der USA in Washington, D.C. aufbewahrt und kann dort besichtigt werden.

Zum Inhalt

Washington, D.C. Die Erklärung besteht aus drei Teilen, die eine logische Argumentationskette bilden. Im ersten und bekanntesten Abschnitt beschreibt sie, inspiriert von der Philosophie John Lockes, einen naturrechtlichen Rahmen, um generell zu klären, wann das Volk das Recht hat, eine alte durch eine neue Regierungsform zu ersetzen. Im zweiten Teil führt der Text konkrete Handlungen der britischen Krone an, mit denen diese die natürlichen Rechte der Kolonisten dauerhaft und schwerwiegend verletzt und durch die sie ihren Anspruch auf deren weiteren Gehorsam verwirkt habe. Der dritte Teil besteht aus der Schlussfolgerung, dass die Loslösung vom britischen Mutterland notwendig und gerechtfertigt sei und die 13 Kolonien von nun das Recht beanspruchten, als unabhängige und souveräne Staaten zu handeln. Bis heute wirkmächtig ist die naturrechtliche Begründung: :"We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness. -- That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed, -- That whenever any Form of Government becomes destructive of these ends, it is the Right of the People to alter or to abolish it, and to institute new Government, laying its foundation on such principles and organizing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safety and Happiness." Die erste deutsche Übersetzung der Unabhängigkeitserklärung erschien zwei Tage nach ihrer Verabschiedung in einer deutschsprachigen Zeitung in Philadelphia. Sie gab die Einleitung folgendermaßen wieder: :"Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket." In diesem Abschnitt werden erstmals in einem offiziellen Dokument allgemeine Menschenrechte postuliert, auch wenn sie in der späteren Verfassungspraxis zunächst nur frei geborenen, weißen Männern in vollem Umfang zugestanden wurden, nicht aber Frauen, Sklaven und Leibeigenen. Ausgehend von diesem naturrechtlichen Rahmen stellt sie eine Vertragstheorie über die Legitimität von Regierungen auf und beschreibt zudem ein Widerstandsrecht gegen ungerechte Regierungen. Diese Grundannahmen gelten bis heute als maßgebend für den politischen Liberalismus.

Chronologie


- 1517 Beginn der Reformation in Europa.
- 1588 Nach dem Sieg über die spanische Armada wird England Seemacht.
- 1607 Gründung von Jamestown, der ersten permanenten englischen Kolonie in Virginia.
- 1620 Pilgerväter erreichen mit dem Schiff "Mayflower" Amerika und gründen Plymouth in Massachusetts.
- 1629/30 Gründung der Massachusetts-Bay-Kolonie lockt puritanische Einwanderer an.
- 1632/1732 Gründung der übrigen britischen Kolonien in Nordamerika.
- 1683 Erste deutsche Einwanderer (Germantown/Philadelphia).
- 1756/1763 Siebenjähriger Krieg in Europa. In Amerika kommt es zum militärischen Konflikt zwischen England und Frankreich (French and Indian War, 1754-1763).
- 1763 Friede von Paris: Frankreich tritt Kanada und die Gebiete östlich des Mississippi an England ab. Spanien verliert Florida an England.
- 1765 Stempelsteuergesetz: Die strenge Handhabung von Handelsgesetzen sowie die Einführung einer neuen Steuer zur Finanzierung des Kolonialkrieges durch die britische Regierung führen zum Protest. Die Kolonien berufen sich auf den Grundsatz "no taxation without representation".
- 1773 "Boston Tea Party": Die Auseinander setzungen zwischen den britischen Behörden und der Kolonialbevölkerung um Zölle und Besteuerungsrecht gipfeln im Bostoner Teesturm.
- 1774 Erster Kontinental-Kongreß: Vertreter der britischen Kolonien verabschieden in Philadelphia eine "Deklaration von Rechten und Beschwerden der Kolonien".
- 1775-1883 Der Unabhängigkeitskrieg beginnt mit Gefechten zwischen kolonialen Milizen und königlichen Truppen bei Lexington und Concord (Massachusetts).
- 1775 Zweiter Kontinental-Kongreß: Organisation einer Kontinentalarmee unter George Washington.
- 4. Juli 1776 Der Kongreß erklärt die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten.
- 1776-1800 Die jungen Staaten geben sich eigene Verfassungen.
- 1777 Schaffung eines Staatenbundes durch die "Articles of Confederation" (1781 ratifiziert)
- 1778 Kriegsbündnis der Vereinigten Staaten mit Frankreich, später auch mit Spanien und Holland.
- 1781 Kapitulation von Yorktown (Virginia): Die Zersplitterung der englischen Seemacht führt zu Versorgungsproblemen der englischen Kolonialtruppen.
- 1783 Friede von Paris (Versailles): England tritt die 13 Kolonien sowie die Gebiete zwischen den großen Seen, den Appalachen und dem Mississippi ab. Florida fällt an Spanien zurück.
- 1787 Verfassung der Vereinigten Staaten verabschiedet; 1789 in Kraft gesetzt.
- 1789 Französische Revolution

Literatur


- Angela u. Willi Paul Adams (Hg.), Die Amerikanische Revolution und die Verfassung 1754-1791, München 1987 (dtv dokumente) ISBN 3-423-02956-0
- Gert Raeithel, Geschichte der Nordamerikanischen Kultur. Bd 1: Vom Puritanismus bis zum Bürgerkrieg 1600-1860, o. O. 1987, ISBN 3-88059-658-1
- Udo Sautter, Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, 4. erw. Ausg., Stuttgart 1991, ISBN 3-520-44304-x

Weblinks


- [http://www.dhm.de/magazine/unabhaengig/erkl_index.htm Umfassende Webpage zur Unabhängigkeitserklärung]
- [http://www.archives.gov/national_archives_experience/charters/declaration.html Bilder der Erklärung und weitere Links]
- [http://www.archives.gov/national-archives-experience/charters/declaration_transcript.html Kompletter Text auf Englisch]
- [http://www.verfassungen.de/us/unabhaengigkeit76.htm Kompletter Text auf Deutsch von 1849] Siehe auch: Portal:USA - Geschichte der USA Unabhängigkeitserklärung Unabhängigkeitserklärung Kategorie:1776 ja:アメリカ独立宣言 ko:미국 독립선언

4. Juli

Der 4. Juli ist der 185. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 186. in Schaltjahren) - somit bleiben 180 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1054 - Chinesischen Astronomen beobachten einen „neuen Stern“, der sich als Explosion einer Supernova herausstellen sollte, die den Krebsnebel entstehen ließ.
- 1187 - In der Schlacht bei den Hörnern von Hattin verliert das Kreuzfahrerheer gegen die Truppen von Saladin.
- 1776 - Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
- 1865 - In London erscheint die Erstausgabe von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“.
- 1933 - Die Zentrumspartei und die Bayrische Volkspartei in Deutschland beschließen ihre Selbstauflösung.
- 1945 - In London wird ein Abkommen über Alliierte Kontrolle im besetzten Österreich unterzeichnet.
- 1946 - Die Philippinen erlangen die Unabhängigkeit.
- 1953 - Imre Nagy wird zum ungarischen Ministerpräsidenten gewählt.
- 1973 - Gründung der Karibischen Wirtschaftsgemeinschaft
- 1982 - Dominikanische Republik. Jacobo Majluta wird Staatspräsident
- 1992 - Grundsatzerklärung zwischen Kirgisistan und Deutschland
- 1996 - Kriegsgräber-Abkommen zwischen Deutschland und Litauen
- 1997 - Die NASA-Sonde "Pathfinder" landet auf dem Mars.
- 1997 - Der russische Ministerpräsident Wiktor Tschernomyrdin trifft mit Bundeskanzler Helmut Kohl zusammen.
- 1998 - Das Verfassungsgericht in Aserbaidschan wird gegründet.
- 1998 - Die erste Raumsonde Japans "Nozomi" wird Richtung Mars geschickt.
- 1999 - Zwei Raubgräber finden die Himmelsscheibe von Nebra, die als weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung gilt.
- 2000 - Bayern führt eine „Blue Card” für ausländische Computerspezialisten ein, bei der die Aufenthaltsgenehmigung zeitlich an die Dauer der Arbeitserlaubnis geknüpft ist
- 2003 - Gemeinsame Erklärung über die Beendigung des Krieges in Côte d'Ivoire
- 2003 - Die deutschsprachige Wikipedia hat ihren 20.000. Artikel erreicht.
- 2004 - Grundsteinlegung für den Freedom Tower am Ground Zero, dem ehemaligen Standort des World Trade Center in New York.
- 2005 - Die NASA-Sonde "Deep Impact" beobachtet den Aufschlag eines von ihr gestarteten Projektils auf dem Kometen Tempel 1,

Wissenschaft und Technik


- 1913 - Der Chemiker Fritz Klatte erhält das Patent für seine Erfindung, den heute massenmäßig wichtigsten Kunststoff der Welt, das PVC
- 1931 - Auf dem Jungfraujoch im Berner Alpenmassiv wird die internationale Hochalpine Forschungsstation eröffnet

Katastrophen


- 2002 - Bangui, Zentralafrikanische Republik. Eine Boeing 707 der New Gomair, kombiniert als Fracht- und Passagierflugzeug unterwegs, auf dem Weg nach Brazzaville, Kongo. Bereits kurz nach dem Start berichtete der Pilot von technischen Schwierigkeiten. 4 km vor erreichen der Start- und Landebahn stürzte die Maschine ab. 23 der 25 Menschen an Bord starben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1919 - Der US-Amerikaner Jack Dempsey wird neuer Box-Weltmeister im Schwergewicht. Er besiegt den Titelverteidiger Jess Willard durch technischen K.o.
- 1954 - Der erstmalige Titelgewinn einer deutschen Nationalmannschaft bei der V. Fußball-WM gilt als Wunder von Bern.
- 1993 - Deutschland wird mit Trainer Svetislav Pesic Basketball-Europameister, durch 71:70-Finalsieg gegen Russland in München.
- 2004 - Griechenland wird durch ein 1:0 im Finale der Fußball-Europameisterschaft gegen Portugal Europameister.

Geboren


- 1477 - Johannes Aventinus, deutscher Geschichtsschreiber
- 1685 - Christian Reichart, deutscher Begründer des Gartenbaus
- 1715 - Christian Fürchtegott Gellert, deutscher Dichter
- 1732 - Clemens August von Merle, Weihbischof in Köln
- 1753 - Jean-Pierre Blanchard, französischer Ballonfahrer
- 1790 - George Everest, britischer Vermessungsingenieur in Indien
- 1799 - András Bartay, ungarischer Komponist
- 1799 - Oskar I., König von Schweden und Norwegen
- 1801 - Elisabeth Maria, portugiesische Prinzessin und Regentin
- 1802 - Joseph Labitzky, Tanzkomponist
- 1804 - Nathaniel Hawthorne, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1807 - Giuseppe Garibaldi, Guerillakämpfer und Italiens berühmtester Soldat
- 1837 - Emile Auguste Carolus-Duran, französischer Maler
- 1841 - Wilhelm Th. Preyer, deutscher Physiologe
- 1845 - Pál Szinyei Merse, ungarischer Maler
- 1853 - Ernst Otto Beckmann, deutscher Chemiker
- 1863 - Hugo Winckler, deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler
- 1872 - Calvin Coolidge, US-Vizepräsident und 30. Präsident der USA
- 1882 - Kurt von Schleicher, deutscher Generalleutnant und Reichskanzler der Weimarer Republik
- 1895 - Massimo Campigli, italienischer Maler
- 1900 - Walther Kiaulehn, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1900 - Alfred Rust, deutscher Archäologe
- 1901 - Louis Armstrong, Jazzmusiker
- 1903 - Charlie Monroe, US-amerikanischer Musiker
- 1906 - Wilhelm Prinz von Preußen, ältester Sohn des deutschen und preußischen Kronprinzen
- 1910 - Champion Jack Dupree, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1910 - Govan Mbeki, südafrikanischer Politiker
- 1911 - Mitch Miller, US-amerikanischer Bandleader
- 1912 - Fritz Schulz-Reichel, deutscher Komponist und Pianist
- 1915 - Christine Lavant, österreichische Künstlerin und Schriftstellerin
- 1918 - Johnnie Parsons, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1921 - Gerard Debreu, französischer Wirtschaftswissenschaftler Nobelpreisträger
- 1923 - Rudolf Friedrich, Schweizer Politiker und Bundesrat
- 1924 - Eva Marie Saint, US-amerikanische Schauspielerin
- 1926 - Alfredo di Stefano, argentinischer Fußballspieler
- 1927 - Gina Lollobrigida, italienische Schauspielerin
- 1927 - Neil Simon, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1928 - Cathy Berberian, US-Amerikanischer Opernsängerin
- 1928 - Stephen Boyd (St. Miller), US-amerikanischer Schauspieler
- 1929 - Darío Castrillón Hoyos, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1929 - Konrad Swinarski, polnischer Theaterregisseur
- 1934 - Gilbert Lopez, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Wolf von Lojewski, deutscher Fernseh-Journalist
- 1937 - Königin Sonja von Norwegen, Mutter von Kronprinz Haakon
- 1938 - Bill Withers, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1941 - Eckart Witzigmann, deutscher Starkoch
- 1943 - Alan Wilson, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1943 - Christoph Zöpel, deutscher Politiker
- 1943 - Conny Bauer, deutscher Jazz-Musiker, Posaunist
- 1943 - Heide Simonis, deutsche Politikerin und ehemalige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein
- 1945 - Walter Wippersberg, österreichischer Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1946 - Birgit Schnieber-Jastram, deutsche Politikerin
- 1947 - David McWilliams, irischer Musiker und Songwriter
- 1948 - Andreas von Schoeler, deutscher Politiker und Oberbürgermeister von Frankfurt am Main
- 1948 - Jeremy Spencer, britischer Sänger (Songschreiber bei Fleetwood Mac)
- 1948 - René Arnoux, französischer Autorennfahrer
- 1948 - Walter Bockmayer, deutscher Regisseur
- 1949 - Horst Seehofer, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1951 - Ralph Johnson, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Alvaro Uribe Velez, kolumbianischer Politiker und Staatspräsident
- 1955 - John Waite, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1957 - Jenny Drivala, griechische Opernsängerin
- 1959 - Uwe Klett, deutscher Lokalpolitiker
- 1959 - Victoria Abril, spanische Schauspielerin
- 1960 - Richard Garriott, britischer Computerspiel-Entwickler
- 1960 - Roland Ratzenberger, österreichischer Rennfahrer
- 1963 - Ute Lemper, deutsche Sängerin und Tänzerin
- 1972 - Alexei Shirov, lettischer Schachspieler
- 1972 - Karin Thürig, Schweizer Radsportlerin
- 1975 - Reinhard Divis, österreichischer Eishockeytorhüter
- 1984 - Markus Waldrich, deutscher Fußballspieler

Gestorben


- 973 - Ulrich von Augsburg, katholischer Bischof und Heiliger
- 1307 - Rudolf III. (Habsburský), Herzog von Österreich und Steiermark und König von Böhmen
- 1308 - Eberhard I. von der Mark, Vogt zu Essen, Graf von Mark, Graf von Altena
- 1336 - Elisabeth von Portugal, Prinzessin von Aragonien und Königin von Portugal
- 1546 - Khair ad-Din Barbarossa, osmanischer Herrscher von Algier, Kapudan Pascha
- 1603 - Philipp de Monte, Komponist des 16. Jahrhunderts
- 1667 - Johann von Anhalt-Zerbst, anhaltinischer Regent
- 1761 - Samuel Richardson, britischer Schriftsteller
- 1768 - Johann Gottfried Borlach, Bergwerksgründer
- 1780 - Karl Alexander von Lothringen, Hochmeister des Deutschen Ordens
- 1783 - Franz Seraph von Kohlbrenner, bayerischer Publizist
- 1787 - Charles de Rohan, französischer General und Staatsmann, Pair und Marschall von Frankreich
- 1826 - John Adams, erster Vizepräsident der USA und zweiter Präsident
- 1826 - Thomas Jefferson, US-amerikanischer Politiker, 3. Präsident der USA (1801-1809)
- 1830 - Johann Friedrich Gottlieb Delbrück, preußischer Theologe und Erzieher
- 1831 - James Monroe, Fünfter Präsident der USA (von 1817 bis 1825)
- 1848 - François-René de Chateaubriand, französischer Schriftsteller und Diplomat
- 1850 - William Kirby, englischer Pfarrer und Entomologe
- 1854 - Karl Friedrich Eichhorn, deutscher Jurist und Professor für Jura
- 1864 - August Peters, deutscher Erzähler
- 1888 - Theodor Storm, deutscher Schriftsteller
- 1891 - Carl August Haupt, deutscher Komponist
- 1891 - Hannibal Hamlin, Vizepräsident der USA
- 1894 - Christian Friedrich August Dillmann, deutscher Orientalist und Theologe
- 1901 - Johannes Schmidt, deutscher Sprachwissenschaftler
- 1902 - Swami Vivekananda, hinduistischer Mönch und Gelehrter
- 1910 - Giovanni Schiaparelli, italienischer Astronom
- 1910 - Louis-Albert Bourgault-Ducoudray, französischer Komponist
- 1920 - Max Klinger, deutscher Maler, Radierer und Bildhauer
- 1934 - Chaim Nachman Bialik, Dichter, Autor und Journalist
- 1934 - Marie Curie, polnisch-französische Chemikerin und Physikerin, Nobelpreisträger
- 1938 - Otto Bauer, österreichischer Politiker
- 1938 - Suzanne Lenglen, französische Tennisspielerin
- 1941 - Tadeusz Boy-Żeleński, polnischer Dichter und literarischer Übersetzer
- 1941 - Felix Klipstein, deutscher Maler, Zeichner und Graphiker
- 1943 - Władysław Sikorski, polnischer Politiker
- 1946 - Ewa Paradies, deutsche KZ-Aufseherin
- 1946 - Othenio Abel, österreichischer Paläontologe und Evolutionsbiologe
- 1948 - Richard Teschner, österreichischer Maler
- 1952 - José Rubén Romero, mexikanischer Schriftsteller
- 1958 - Birger Forell, Pfarrer und Widerstandskämpfer
- 1962 - Adolf Meschendörfer, siebenbürgisch-sächsischer Schriftsteller
- 1962 - Karl Aloys Schenzinger, deutscher Autor von Romanen und NSDAP-Propaganda
- 1968 - Hermann-Bernhard Ramcke, deutscher General im 2. Weltkrieg
- 1969 - Erwin Blumenfeld, deutscher Fotograf
- 1970 - Barnett Newman, US-amerikanischer Maler
- 1970 - Walter Strzygowski, österreichischer Wirtschaftsgeograph
- 1971 - August Derleth, US-amerikanischer Autor von Horror-Geschichten
- 1971 - Donald McPherson, US-amerikanischer Musiker
- 1975 - Otto Dowidat, deutscher Politiker und MdB
- 1978 - Carola Braunbock, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Michael Kohl, Diplomat der DDR
- 1985 - Lotte Strauss, deutsche Pathologin
- 1992 - Astor Piazzolla, argentinischer Komponist
- 1994 - Harvey Patton, deutscher Science-Fiction-Autor
- 1994 - Frank Seiboth, deutscher Politiker und MdB
- 1994 - Hedda Zinner, deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Rundfunkleiterin
- 1995 - Bob Ross, US-amerikanischer Maler und TV-Star
- 1998 - Henrik Stangerup, dänischer Autor und Filmregisseur
- 2002 - Laurent Schwartz, Mathematiker, Fields-Medaillenträger
- 2003 - André Claveau, französischer Chansonnier
- 2003 - Armin Mohler, Schweizer Philosoph, Publizist, Schriftsteller und Journalist
- 2003 - Barry White, US-amerikanischer Soulsänger und -produzent
- 2004 - Jean-Marie Auberson, Schweizer Dirigent und Geiger
- 2004 - Thomas Mancuso, US-amerikanischer Mediziner
- 2005 - Marga López, mexikanische Schauspielerin

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in den USA (Unabhängigkeitstag von 1776)
- Nationalfeiertag in den Philippinen (Erlangung der Unabhängigkeit 1946)
- Ulrichstag, Gedenktag des Hl. Ulrich

Siehe auch

:Geboren am 4. Juli, ein us-amerikanischer Spielfilm :3. Juli - 5. Juli :4. Juni - 4. August :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0704 ja:7月4日 ko:7월 4일 simple:July 4 th:4 กรกฎาคม

1776

Ereignisse


- 7. Mai: Uraufführung des Singspiels Der Barbier von Sevilla von Friedrich Ludwig Benda in Berlin
- 4. Juli: Mit der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika entstehen die Vereinigten Staaten von Amerika
- 9. Oktober: Erste Europäische Siedlung in San Francisco
- Bildung des Vizekönigtums von Buenos Aires
- Adam Smith veröffentlicht das weltverändernde Werk Wohlstand der Nationen
- Adam Weishaupt gründet den Illuminatenorden

Kultur


- Das Bolschoi-Theater wird eröffnet

Geboren


- 6. Januar: Ferdinand von Schill, preußischer Offizier,Freikorps-Führer († 1809)
- 24. Januar: E. T. A. Hoffmann, deutscher Romantiker († 1822)
- 24. Januar: Wilhelmine Halberstadt, deutsche Pädagogin und Schriftstellerin († 1841)
- 25. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und Publizist († 1848)
- 4. Februar: Gottfried Reinhold Treviranus, deutscher Arzt und Naturforscher († 1837)
- 14. Februar: Christian Gottfried Nees von Esenbeck, deutscher Botaniker und Naturphilosoph († 1858)
- 15. Februar: Jean-Pierre Boyer, Präsident von Haiti († 1850)
- 23. Februar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller († 1848)
- 10. März: Luise von Mecklenburg-Strelitz, preußische Königin († 1810)
- 12. März: Hester Stanhope, US-amerikanische Abenteurerin († 1839)
- 1. April: Sophie Germain, französische Mathematikerin († 1831)
- 8. April: Wassili Michailowitsch Golownin, russischer Marineoffizier und Wissenschaftler († 1831)
- 4. Mai: Johann Friedrich Herbart, deutscher Philosoph, Psychologe und Pädagoge († 1841)
- 7. Mai: Dániel Berzsenyi, ungarischer Dichter († 1836)
- 8. Juni: Thomas Rickman, britischer Architekt († 1841)
- 11. Juni: John Constable, britischer Landschaftsmaler († 1837)
- 9. August: Amedeo Avogardro, italienischer Physiker und Chemiker († 1856)
- 14. August: Friedrich Tieck, deutscher Bildhauer († 1851)
- 15. August: Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist († 1841)
- 27. August: Barthold Georg Niebuhr, Historiker († 1831)
- 28. Oktober: Joachim Haspinger, Pfarrer und Tiroler Patriot († 1858)
- 19. Dezember: Edward Somerset, bedeutender britischer Kavalleriegeneral († 1842)
- 26. Dezember: Christian Friedrich Brendel, deutscher Bergingenieur († 1861)

Gestorben


- 2. Februar: Francis Hayman, britischer Maler (
- 1708)
- 19. März: Anton Ulrich (Prinz), war Prinz von Braunschweig (
- 1714)
- 24. März: John Harrison, Uhrmacher, Erfinder der Hemmung und der Temperaturkompensation (
- 1693)
- 26. April: Wilhelmina Luisa von Hessen-Darmstadt, erste Gattin des Zaren Paul I. (Russland) (
- 1755)
- 7. Mai: Maria Anna Josepha von Bayern, Frau des Markgrafen von Baden (
- 1734)
- 25. Mai: Johann Georg von Langen, deutscher Forst- und Oberjägermeister (
- 1699)
- 26. Juli: Benedicta Margareta von Löwendal, Unternehmerin (
- 1683)
- 25. August: David Hume, schottischer Philosoph und Historiker (
- 1711)
- 1. September: Ludwig Christoph Heinrich Hölty, deutscher Dichter (
- 1748)
- 1. September: Peter Anich, Pionier der Hochgebirgskartographie (
- 1723)
- 28. Oktober: Sophie von Sachsen-Hildburghausen, war Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld (
- 1760)
- 14. Dezember: Johann Jakob Breitinger, schweizerischer Philologe und Autor (
- 1701) ko:1776년 simple:1776

Großbritannien und Nordirland

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland. __TOC__ Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen. Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.

Geographie

Bretagne Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne. Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste. Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen. Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry. Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien

Klima und Vegetation

Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden. Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut. Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.

Bevölkerung

Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.

Sprachen

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel. Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language. Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall). Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)

Minderheiten

Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten: Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen) Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Inder (über 1 Million - 2001) Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle. Pakistaner (747.285 - 2001) Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam. Bengalen (283.063 - 2001) Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime. Chinesen (247.403 - 2001) Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens. Sinti & Roma (ca. 120.000) Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.

Religion

Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion. Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden. Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
  - Church of England (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
  - Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
  - Methodistische Kirche
- Wales die
  - Church in Wales (Anglikanisch)
  - United Reformed Church (Reformiert)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
- Nordirland die
  - Church of Ireland (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Verschiedene Presbyterianische Kirchen Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden). Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte. Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet. Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente. Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005

Politik

Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung. Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.

Militär

Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird. Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question). Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties). Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet. Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
- Britisches Antarktis-Territorium
- Britisches Territorium im Indischen Ozean
- Kaimaninseln
- Falklandinseln
- Gibraltar
- Montserrat
- Pitcairninseln
- St. Helena
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Turks- und Caicosinseln Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):
- Kanalinseln
- Man Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten. Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten. Siehe auch: Liste der Städte in Großbritannien und Nordirland, Kronkolonie

Infrastruktur

Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung. Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert. Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Die Inseln Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden. Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester. Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Großbritanniens soll die Reisezeit deutlich verkürzen. Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten. Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.

Siehe auch


- Kfz-Kennzeichen (UK)
- Straßensystem in Großbritannien
- Liste der Autobahnen in Großbritannien
- Liste von Eisenbahngesellschaften in Großbritannien und Nordirland

Wirtschaft

Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches ist dienstleistungsorientiert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Computer und vor allem die Bodenschätze der Nordsee, nämlich Erdöl und Erdgas. In den vergangenen Jahren erlebten vor allem die Rüstungsindustrie und der Schiffbau einen großen Aufschwung. Auch in der Luftfahrtindustrie ist Großbritannien wieder verstärkt vertreten, u. a. im Airbus-Konsortium und durch zahlreiche Kooperationen mit Boeing und Lockheed-Martin. Großbritannien stellt zudem mehrere der größten Konzerne der Welt, darunter British Aerospace, BP, Shell und HSBC. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %. Mit 23.080 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 % (2004).

Kultur

Höchste Bauwerke


- Belmont-Sendemast, 385 Meter - höchstes Bauwerk Großbritanniens und der EU
- VLF-Sendemast Skelton, 365 Meter
- (Wolkenkratzer London Bridge Tower (London), 310 Meter - höchstes Hochhaus Europas (in Planung))
- Wolkenkratzer 1 Canada Square (London), 235 Meter
- Wolkenkratzer 8 Canada Square (London), 210 Meter
- Wolkenkratzer 25 Canada Square (London), 210 Meter

Weitere Themen


- Portal:Großbritannien
- Anglozentrismus

Weblinks

Geschichte Großbritanniens


- http://www.schottlandgeschichte.de/ – Umfangreiche Zeittafel und Informationen zu Schottland (deutsch)
- http://www.britannia.com/ – UK Travel & British History (englisch)
- http://www.historic-uk.com/ – history and heritage accommodation guide (englisch)
- http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/geography/unionjack.html – Union Jack: die britische Flagge (englisch)
- http://www.royal.gov.uk – Monarchy Today: Vergangenheit und Gegenwart des englischen Köngigshauses (englisch)
- http://www.britishbattles.com/ – British Battles (englisch)

Landschaft und Natur


- http://www.beautifulbritain.co.uk/ – Beautiful Britain (englisch)

Politik


- http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/links/britauspol – Linksammlung zur Britischen Außenpolitik
- http://www.fco.gov.uk – Britisches Außenministerium
- http://www.parliament.uk – Britisches Parlament
- http://www.number-10.gov.uk – No. 10 Downing Street (Britische Regierung)

Institutionen


- http://www.statistics.gov.uk/products/p5703.asp – Britain 2004: Das offizielle Jahrbuch über Großbritannien
- http://www.agf.org.uk – Anglo-German Foundation (Deutsch-Britische Stiftung)
- http://www.gbf.com – Deutsch-Britisches Forum
- http://www.britischebotschaft.de/ – Britische Botschaft in Berlin

Reisen


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=189 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.nationalexpress.com – National Express: bekanntester britischer Reisebus-Service (englisch)
- http://www.schottlandportal.de/ – Schottland: Portal und Informationsseite zu Urlaub, Reisen, Land und Leute
- http://www.vereinigtes-königreich.de/ – Vereinigtes Königreich

Vermischtes


- http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,GBR,00.html – Spiegel online / Jahrbuch / Großbritannien
- http://www.career-contact.de/laenderinfos/grossbritannien/uebersicht.php – Jobs und Praktikum in Großbritannien - Das Infoportal
Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Land in der EU als:Grossbritannien und Nordirland ja:イギリス ko:영국 ms:United Kingdom simple:United Kingdom th:สหราชอาณาจักร zh-min-nan:Liân-ha̍p Ông-kok

Nordamerika

Nordamerika ist der nördliche Teil des amerikanischen Doppelkontinentes, umgeben nördlich vom Arktischer Ozean, östlich vom Atlantischen Ozean, südlich von der Karibik und westlich vom Pazifischen Ozean. Es ist der drittgrößte Kontinent der Erde, nach Asien und Afrika und umfasst einschließlich Grönland, der mittelamerikanischen Landbrücke und der Karibik eine Fläche von 24.230.000 km² . Nordamerika hat 454.225.000 Einwohner und ist damit Nr. 4 hinter Asien, Afrika und Europa. Südamerika und Nordamerika wurden nach Amérigo Vespucci benannt. Er kam als Erster auf die Idee, dass das Land, das Christoph Kolumbus entdeckt und als Indien angesehen hatte, ein eigener Kontinent sei. Die Verbindung von Nord- und Südamerika ist die Landenge von Panama. Häufig wird Mittelamerika oder Zentralamerika als eigener Kontinent genannt, jedoch ist Mittelamerika höchstens eine Region wie z.B. Westeuropa und gehört zu Nordamerika.

Geologische Eigenheiten

Westeuropa Fast die gesamte Fläche Nordamerikas SeX sich auf der Nordamerikanischen Platte. Teile Kaliforniens sind bekannt als Rand der Pazifischen Platte, wo die zwei Platten an der San-Andreas-Verwerfung aufeinandertreffen. Seit 1931 ist Rugby, North Dakota offiziell der geographische Mittelpunkt Nordamerikas. Die Position wurde mit einem 4,5 m hohen Steinobelisken markiert.
Image:North america rock metamorphic.jpg|Metamorphe Gesteine Image:North america rock plutonic.jpg|Magmatisches Gestein Image:North america rock sedimentary.jpg|Sedimentgestein Image:North america rock volcanic.jpg|Vulkangestein

Wirtschaft

Die Wirtschaft Nordamerikas umfasst mehr als 440 Millionen Menschen in 23 Staaten und ist geprägt von den starken Unterschieden zwischen den reichen Ländern USA und Kanada, welche zu den wohlhabensten Ländern der Welt gezählt werden. Auf der anderen Seite sind die armen Länder Mittelamerikas und der Karibik. Mexiko ist irgendwo dazwischen. Obwohl Mexiko Teil der NAFTA und der OECD ist, ist es trotzdem um einiges ärmer als die nördlichen Nachbarn. Handelsvereinigungen in Nordamerika:
- Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) ist eine Wirtschaftsvereinigung von weltweit 21 Staaten. Von Nordamerika sind Mexiko, USA und Kanada Mitglieder.
- Karibische Gemeinschaft (CARICOM) ein Zusammenschluss 15 karibischer Staaten.
- Central American Free Trade Agreement (CAFTA) ist ein Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua.
- North American Free Trade Agreement (NAFTA, Nordamerikanische Freihandelsabkommen) ist ein ausgedehnter Wirtschaftsverbund zwischen Kanada, den USA und Mexiko und bildet eine Freihandelszone.

Geschichte

Freihandelszone Viele nordamerikanische Urvölker waren bei der Entdeckung durch die Europäer sesshaft (auch in großen Städten) und betrieben bereits ausgiebig Ackerbau und Viehzucht, einige waren Sammler und Jäger. Nachdem sich ihre Bevölkerungszahl aufgrund von fehlender Resistenz gegenüber aus Europa eingeschleppten Krankheiten um etwa 90% dezimiert hatte, waren Sie zahlenmässig stark unterlegen. So gründeten viele Urvölker neue Stämme und Vereinigungen als Reaktion zur Europäischen Besiedlung. Bekannte Gruppen sind Huron, Mohawk, Apache, Cherokee, Sioux, Mohegan, Iroquois und Inuit. Die ersten Europäer, die Nordamerika erreichten (Neufundland), waren die Wikinger, welche es Vinland bezeichneten. Sie erreichten es um das Jahr 1000. Obwohl sie einige Siedlungen errichteten, hinterließen sie kaum bleibende Spuren am Kontinent. Nachdem Christopher Columbus 1492 Amerika entdeckte, waren die Spanier die ersten Europäer die in Nordamerika blieben. Sie kontrollierten bald die großen Inseln der Karibik und besiegten die Azteken, und erhielten auch die Kontrolle über Mittelamerika und Mexiko. Während einige kleinere Länder wie die Niederlande oder die Schweden nur kleinere Besitzungen auf dem Kontinent hatten, wurde der Kontinent zwischen den Spaniern, den Franzosen und den Englischen Erobern aufgeteilt. Die ersten englischen Siedlungen waren Jamestown und Plymouth Rock, welche jetzt Virginia und Massachusetts sind. Die ersten französischen Siedlungen waren Port Royal und Québec in den jetzigen kanadischen Provinzen Nova Scotia und Québec.

Regionale und politische Unterteilung

Québec Auf der Hauptlandmasse befinden sich drei große und relativ bevölkerungsreiche Länder:
- Kanada - viele kleine Inseln am Ufer von Nordamerika gehören zu Kanada, inklusive der Vancouver Island und der Queen Charlotte Islands im Westen; der Prinz-Edward-Insel, Neufundland und Cape Breton im Osten sowie der Ellesmere Insel , Baffininsel und der Victoria Insel im Norden.
- Mexiko - die Revillagigedo Inseln und unzählige kleinere Inseln gehören zu Mexiko.
- die Vereinigten Staaten - Die 48 zusammenhängenden Staaten und Alaska sind im Gegensatz zu Hawaii im Pazifischen Ozean Teil von Nordamerika. Am Südende des Kontinents, in dem relativ kleinen Bereich Mittelamerika, befinden sich folgende Länder:
- Belize
- Costa Rica
- El Salvador
- Guatemala
- Honduras
- Nicaragua
- Panama 1 Am Südostende des Kontinentes befinden sich viele Inselstaaten, die Karibik:
- Antigua und Barbuda
- Bahamas
- Barbados
- Kuba
- Dominica
- Dominikanische Republik
- Grenada
- Haiti
- Jamaika
- Saint Kitts und Nevis
- Saint Lucia
- St. Vincent und die Grenadinen
- Trinidad und Tobago 1 und die abhängigen Inseln:
- Anguilla (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Aruba 2 (Teil des Königreiches der Niederlande)
- Kaimaninseln (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Guadeloupe (Überseedépartement und eine Region Frankreichs)
- Martinique (Überseedépartement und eine Region Frankreichs)
- Montserrat (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Navassa (nichtinkorporiertes amerikanisches Außengebiet der USA)
- Niederländische Antillen 1 (Teil des Königreiches der Niederlande)
- Puerto Rico (nichtinkorporiertes amerikanisches Außengebiet der USA)
- Turks- und Caicosinseln (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Britische Jungferninseln (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs)
- Amerikanische Jungferninseln (nichtinkorporiertes amerikanisches Außengebiet der USA) Im Atlantischen Ozean befindlich, aber trotzdem zu Nordamerika gezählt werden folgende abhängige Inseln:
- Bermuda, ein (britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs) das sich ca. 1.072 km südöstlich von New York City
- Grönland, die größte Insel der Welt ist ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark
- St. Pierre und Miquelon ist eine französische Gebietskörperschaft bestehend aus mehreren Inseln an der Südküste von Neufundland 1 Diese Staaten abhängige Inseln befinden sich sowohl in Nord- als auch Südamerika.
2 Diese abhängigen Inseln befinden sich in Südamerika, werden aber wegen historischer und kultureller Gründe trotzdem zu Nordamerika gezählt.
Die USA, Kanada und andere englischsprachige Nationen Amerikas werden manchmal als Angloamerika bezeichnet, während die anderen nord- und südamerikanischen Nationen als Lateinamerika bezeichnet werden. Die Bezeichnung "Nordamerika" hat öfters verschiedene Bedeutung für verschiedene Menschen. Im Alltagsgebrauch in Kanada und den USA bezeichnet Nordamerika manchmal nur die USA und Kanada. Die Menschen in Mexiko und den Ländern in Mittelamerika sehen sich selbst aber sehr wohl als Teil Nordamerikas. ja:北アメリカ ko:북아메리카 simple:North America th:ทวีปอเมริกาเหนือ zh-min-nan:Pak Bí-chiu

Souveränität

Der Begriff Souveränität (von franz.: souveraineté, aus lat.: superanus, darüber befindlich, überlegen) beschreibt in der Rechtswissenschaft den Zustand einer natürlichen oder juristischen Person, der durch Eigenständigkeit, Selbstbestimmtheit und Vollmacht gekennzeichnet ist und nicht durch Fremdbestimmung. Diese Selbstbestimmtheit ist nicht rechtlich, sondern bestenfalls durch die Rücksichtnahme auf andere praktisch begrenzt.

Souveränität im Völkerrecht

Im Völkerrecht wird der Begriff der Souveränität als die grundsätzliche Unabhängigkeit eines Staates von anderen Staaten (Souveränität nach außen) und seine Selbstbestimmtheit in Fragen der eigenen staatlichen Gestaltung (Souveränität nach innen) bezeichnet. Der aus der klassischen Völkerrechtslehre stammende Souveränitätsbegriff erfährt in der modernen Völkerrechtswissenschaft eine zunehmende Beschränkung, begründet vor allem mit der zunehmenden rechtlichen wie tatsächlichen Interdependenz von Staaten, internationalen Organisationen, transnationalen Unternehmen und regierungsunabhängigen Organisationen. Das Gegenstück zur staatlichen Souveränität ist die frühneuzeitliche Rechtsfigur der Suzeränität. Siehe auch: Autonomie

Souveränität im Staatsrecht

Der Begriff Souveränität wird im innerstaatlichen Recht und in der politischen Theorie verwendet, um die oberste Kompetenz zur Machtausübung im Inneren eines Staates zu bezeichnen. So bezeichnete man den Herrscher eines absolutistischen Staates oft als den Souverän, und in demokratischen Gesellschaften ist von der Volkssouveränität die Rede, die darin besteht, dass alle staatliche Machtanwendung durch das Volk legitimiert ist und das Volk selbst Staatsform und Regierung bestimmen kann. Die Souveränität ist daneben eines der drei klassischen Definitionsmerkmale des Staates (Staatsvolk, Staatsgebiet und Souveränität, vgl. Jean Bodin und seine Souveränitätsthese). Da auf einem bestimmten Gebiet und über ein bestimmtes Volk immer nur ein Gemeinwesen souverän sein kann, dient der Begriff der Souveränität auch zur Unterscheidung von Bundesstaaten und Staatenbünden: Bei Staatenbünden liegt die staatliche Souveränität immer noch bei den einzelnen Staaten. Bei der Gründung eines Bundesstaates hingegen geben die nachmaligen Gliedstaaten (Deutschland: Bundesländer, Schweiz: Kantone, USA: states, usw.) ihre Souveränität an den Bund ab. Dies äussert sich insbesondere dadurch, dass im Bundesstaat der Bund die sogenannte Kompetenzkompetenz besitzt, d.h. er kann über die Zuweisung von Kompetenzen an den Bund oder an die Gliedstaaten entscheiden. In Staatenbünden hingegen entscheiden die einzelnen Staaten, ob sie dem Bund eine Kompetenz überlassen wollen.

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