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United States NavyDie United States Navy (USN) ist die Kriegsmarine der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ist mit etwa 600.000 Mann die zahlenmäßig stärkste und kampfkräftigste Marine der Welt und umfasst über 300 Schiffe sowie ca. 4.000 Kampfflugzeuge.
Vereinigten Staaten von Amerika
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Entstehung der US Navy
Hauptartikel: Geschichte der US Navy
Die United States Navy geht auf Continental Navy zurück, die am 13. Oktober 1775 vom amerikanischen Kontinentalkongress eingerichtet wurde. Zunächst bestand sie lediglich aus zwei bewaffneten Schiffen, deren Aufgabe es war, den Nachschub der Briten zu stören, die zu dieser Zeit gerade Krieg gegen die nach Unabhängigkeit strebenden Amerikaner führten. Der Kongress richtete außerdem ein Marine-Komitee ein, das die Operationen und den Aufbau der neuen Marine leiten sollte. Auf dem Höhepunkt des Unabhängigkeitskrieges besaß die Continental Navy etwa 50 Schiffe, von denen immer ca. 20 aktiv waren.
Nach dem Krieg verkaufte der Kongress die verbliebenen Schiffe und entließ die Seeleute und Offiziere. Die Verfassung der Vereinigten Staaten, die 1789 ratifiziert wurde, ermächtigte den Kongress "eine Marine vorzuhalten und zu unterhalten". Kraft dieser Autorität beschloss der Kongress am 27. März 1794, sechs Fregatten zu bauen, von denen die ersten drei, die USS United States, USS Constellation und die USS Constitution, 1797 in Dienst gestellt werden konnten.
Die Verwaltung der Navy war zunächst beim Kriegsministerium angesiedelt, bis der Kongress am 30. April 1798 ein eigenständiges Marine-Ministerium einrichtete.
Im Zweiten Weltkrieg überholte die USN die britische Royal Navy was die Stärke anging und erzielte einen Vorsprung, der sich seitdem kontinuierlich vergrößerte.
Beim Angriff der Japaner auf Pearl Harbor zunächst schwer getroffen, hatte die US Navy im Zweiten Weltkrieg im Pazifik maßgeblichen Anteil an der Niederwerfung des japanischen Reiches, insbesondere bei den Kämpfen
#Schlacht in der Korallensee,
#Schlacht um Midway,
#"Inselspringen", vor allem Saipan, Truk und Eniwetok.
Während des Kalten Krieges war die USN wie alle anderen Gattungen Teil des Wettrüstens. Besonders die U-Boot-Flotten waren hier wichtig, da sie im Falle eines Atomkrieges die Zweitschlagfähigkeit für strategische Atomwaffen besessen hätten. Die russische Marine ist auch heute noch die zweitgrößte Marine der Welt.
Die Außen- und Militärpolitik der USA stützt sich seitdem wesentlich auf die Macht ihrer Flugzeugträger, die, in so genannten Trägerkampfgruppen ("Carrier Strike Groups [CSG]", früher: "Carrier Vessel Battle Groups [CVBG]") organisiert, schnell in der Lage sind, sowohl Drohpotenzial von See her aufzubauen, als auch über längere Zeit unabhängig von Verbündeten und landgebundenen Stützpunkten Militäroperationen durchzuführen.
Die USN operiert von großen Heimatstützpunkten auf dem Territorium der USA aus, von denen die größten und bekanntesten in Norfolk (Virginia) und San Diego (Kalifornien) liegen. Als "Exot" kommt Guantanamo Bay auf Kuba hinzu, die wohl einzige 'kapitalistische' Basis im ehemals 'kommunistischen Machtbereich'.
Die Marine wird vom Secretary Of The Navy (SecNav) geführt, einem Stellvertretenden Minister im Staatssekretärsrang.
Förderer und Theoretiker
Als wesentlicher Theoretiker der USN hat Admiral Chester W. Nimitz die Ziele und Aufgaben seiner Marine definiert.
Die Regierung Reagan formulierte 1982/83 das Ziel, die Marine auf 600 Schiffe zu vergrößern, was aber letztlich auf Dauer aus Kostengründen scheiterte. Immerhin wurden in dieser Zeit die mächtigsten verbliebenen Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges, New Jersey, Iowa und Missouri reaktiviert und mehrere Jahre im aktiven Dienst gehalten.
Dienstgrade
- dieser Rang ist nicht mehr in Gebrauch, stattdessen kam 2002 der CWO5 hinzu.
Anmerkungen
1. Die Mannschaften und Unteroffiziere der US Navy werden als enlisted bezeichnet. Wobei ab der Soldstufe E4 (PO3) die Dienstgradgruppe der Non-commissioned officer (NCO) beginnt, die ab der Soldstufe E7 (CPO) auch Staff oder Senior NCO (SNCO) genannt wird.
2. Der Rang Fleet Admiral ist ein 5-Sterne Admiral, wurde 1944 eingeführt und ist das Äquivalent zum General of the Army. Er ist für Kriegszeiten reserviert.
Den Rang des Fleet Admiral trugen während und nach dem 2. Weltkrieg folgende Offiziere:
- William D. Leahy
- Ernest J. King
- Chester W. Nimitz
- William F. Halsey
3. Alle Flaggoffiziere werden ohne Beachtung ihres Ranges mit Admiral, Lieutenant jG werden als Lieutenant und Lt.Cmdr mit Commander angesprochen. In der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere werden die Petty Officer aller Klassen nur mit Petty Officer und die Chief Petty Officer mit Chief, Senior Chief bzw. Master Chief angesprochen.
4. Der Rang Rear Admiral untergliedert sich in zwei Soldstufen (lower half und upper half). Heute sind diese Dienstgrade jeweils Admiralsränge. Im 19. Jh. hingegen wurde der heutige Rear Admiral (lh), also ein 1 Sterne Admiral, Commodore genannt und war kein Flaggoffizier, sondern ein Captain mit erweitertem Verantwortungsbereich.
5. Die Unteroffiziere der Navy tragen sogenannte Service Stripes am linken Ärmel ihrer A-Klasse Uniform (nicht an der täglichen Dienstuniform). Jeder dieser roten Querbalken steht für 4 Jahre Dienstzeit. Es gibt auch eine goldene Ausführung, die von Unteroffizieren getragen wird, die mindestens 12 Jahre im Dienst und dabei frei von Disziplinarmaßnahmen sind.
6. Der Posten/Rang Master Chief Petty Officer of the Navy ist singulär. Er ist in beratendender Funktion für den Chief of Naval Operations und den Chief of Naval Personnel tätig und unterrichtet ihn in Angelegenheiten, die die Mannschaftsgrade in besonderem Maße betreffen.
7. In großen Kommandos (bspw. auf einem Flugzeugträger oder auf einem großen Stützpunkt) in denen mehrere Master Chief Petty Officer (MCPO) dienen, gibt es einen Master Chief, der direkt dem Commanding Officer (CO) untersteht und die primäre Verbindung zwischen den Unteroffizieren und den Offizieren bildet. Meist ist dies der dienstälteste Master Chief. Dieser trägt den Titel Command Master Chief (CMCPO) in Kommandos und in einer Flotte Fleet Master Chief. Auf kleineren Schiffen kann diese Position auch von einem Senior Chief ausgefüllt werden, wobei der Posten des dienstältesten Petty Officer auf einem U-Boot Chief of the Boat (COB) genannt wird. Die Uniform des CMCPO spiegelt diese administrative Rolle wieder, denn sie ist einer Offiziersuniform ähnlich, mit dem Unterschied, dass sie andere Abzeichen als die eines Offiziers trägt. "Command Master Chiefs" tragen als Abzeichen das eine Master Chiefs mit dem Unterschied, das in der Mitte der Winkel ein Stern zu finden ist. Ein "Fleet Master Chief" trägt dasselbe Abzeichen, jedoch mit goldenen Sternen.
8. Das Offizierkorps der Navy unterteilt sich in zwei Gruppen:
- Unrestricted line (Reguläre Truppen): Überwasserkriegsführung, Flieger, Unterwasserkriegsführung, Spezial Kriegsführung, Nuklear
- Restricted line (Reserve Offiziere): Ingenieure, Luftfahrzeugingenieure, Luftfahrzeuginstandsetzung, Verschlüsselungstechniker, Marine Geheimdienst, Öffentlichkeitsarbeit, Meteorologie und Ozeanographie
- Stabsstellen: Versorgungs Corps, Medizinisches Corps, Medizinisches Service Corps, Zahnärztliches Corps, Krankenschwestern Corps, Geistliches Corps, Zivil Ingenieur Corps, Judge Advocate General Corps, Navy Band Corps
Der Ausdruck "line officer" bezieht sich auf einen Offizier, der ein Kriegsschiff oder eine Fliegerstaffel kommandiert. Der Begriff wurde von der britischen Marinetaktik des 18. Jh., bei der Kriegsschiffe eine Linie formten, abgeleitet. Die Kapitäne solcher Schiffe kommandierten demnach Schiffe der Linie (ships of the line, Linienschiff). Heute tragen alle line officers der Navy einen Stern auf dem Ärmel ihrer Uniform, über den goldenen Streifen, die ihren Rang anzeigen. Stabsoffiziere haben anstatt des Sterns andere Abzeichen.
Offiziere des Marine Corps gelten alle als line officers, da sie neben ihrer Spezialverwendung alle in der Lage sind Truppen zu kommandieren.
Die Navy rekrutiert ihre Offiziere von der United States Naval Academy, dem Navy Reserve Officer Training Corps (NROTC), der Officer Candidate School (OCS) und anderen Offizierprogrammen.
9. Die Navy hat in ihren Reihen, wie die Army und das Marine Corps auch, Warrant Officer.
Diese Soldaten sind am ehesten mit Offizieren des militärfachlichen Dienstes in der Bundeswehr zu vergleichen. Sie sind auf ihrem Gebiet eingesetzte Spezialisten mit ähnlichen Befugnissen wie ein regulärer Offizier, jedoch nur in ihrer Fachverwendung. Um ein "warrant" (dt. "Bevollmächtigung") zu erhalten und vom SecNav zum Warrant Officer berufen zu werden muss man Unteroffizier der Soldstufe E7-E9 sein. Der Dienstgrad des WO1 ist nicht mehr in Gebrauch, daher lautet die korrekte Bezeichnung der US Navy "Chief Warrant Officer".
Bundeswehr
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Bundeswehr]
Struktur
Flotten
2. Flotte, Atlantik
In Friedenszeiten ist die 2. Flotte verantwortlich für das Kampftraining der Marine-Einheiten im Atlantik, entwickelt und evaluiert neue Taktiken und hält eine Kampfgruppe in Einsatzbereitschaft. Ihr Hauptoperationsgebiet ist der Atlantische Ozean vom Nord- bis zum Südpol und von der Küste der Vereinigten Staaten bis zur Westküste Europas. Sie operiert außerdem entlang beider Küsten Südamerikas und Teilen der Westküste Mittelamerikas. Insgesamt beträgt ihr Einsatzgebiet mehr als 38 Millionen Quadratmeilen. Das Hauptquartier der 2. Flotte ist Norfolk (Virginia), das Flaggschiff die USS Iwo Jima. Der Verband besteht aus einem austarierten Mix mit Flugzeugträgern, Über- und Unterseeeinheiten, Aufklärungsgruppen, amphibischen Landungstruppen und Logistikeinheiten.
3. Flotte, Zentraler und Östlicher Pazifik
Hauptaufgabe der 3. Flotte ist die Überwachung der Gewässer des östlichen und zentralen Pazifik. In Friedenszeiten hat diese Flotte keine amphibischen Einheiten und fest zugeteilten Flugzeugträger. Das Hauptquartier der 3. Flotte ist Pearl Harbor auf Hawaii.
5. Flotte, Naher Osten
Die 5. Flotte unterhält eine sichtbare Präsenz im Persischen Golf und angrenzenden Seegebieten. Die 5. Flotte wurde ursprünglich am 26. April 1944 aus Verbänden der Zentralpazifik-Flotte gebildet, und nach dem Krieg wieder aufgelöst. Zur Zeit des 1. Golfkriegs wurde die Region sowohl von Kräften der Atlantik- als auch der Pazifikflotten patrouilliert. Im Juli 1995 machten die Ereignisse eine eigene Flotte für diese Region notwendig. Nach 48 Jahren wurde die 5. Flotte ein zweites Mal gegründet und kreuzt nun im Persischen Golf, Roten Meer und der Arabischen See. Das Hauptquartier ist in Manama (Bahrain) angesiedelt. Dieser Verband besteht normalerweise aus mindestens einer Trägergruppe (CVBG), einer amphibischen Gruppe sowie weiteren Marinefliegern, Über- und Unterwasser-Einheiten.
6. Flotte, Mittelmeer
Das Hauptquartier der 6. Flotte ist die USS Mount Whitney mit Heimathafen Gaeta (Italien). Sie besteht aus etwa 40 Schiffen, 175 Flugzeugen und 21.000 Mann in Kampf- und Unterstützungseinheiten, die sich auf mindestens eine Trägergruppe, eine amphibische Gruppe, eine Marineexpeditionseinheit (MEU), eine Logistikgruppe und eine U-Boot-Gruppe aufteilen.
7. Flotte, Westlicher Pazifik und Indischer Ozean
Die 7. Flotte, aufgestellt während des Zweiten Weltkriegs, ist die größte aller amerikanischen Frontflotten, mit 50-60 Schiffen, 350 Flugzeugen und 60.000 Mann. Die 7. Flotte und ihre Einsatzgruppen haben drei wichtige Aufgaben:
- Hilfe bei Naturkatastrophen und gemeinsamen militärischen Operationen
- Operatives Kommando für alle Navy-Einheiten in der Region
- Verteidigung der koreanischen Halbinsel.
Von den derzeit der 7. Flotte zugeteilten Schiffen operieren 18 von US-Stützpunkten in Japan und Guam aus, darunter die USS Kitty Hawk als Amerikas einziger permanent außerhalb der USA stationierter Flugzeugträger. Diese 18 Schiffe sind das zentrale Element der amerikanischen Präsenz in Asien. Sie sind 17 Tage näher an potenziellen Konfliktgebieten in Asien als ihre Gegenstücke auf Stützpunkten in den USA. Das Flaggschiff der 7. Flotte ist die USS Blue Ridge, beheimatet in Yokosuka, Japan.
Ausrüstung
Schiffe der US Navy
Die Namen von bewaffneten Schiffen der US Navy beginnen alle mit USS (United States Ship). Unbewaffnete und zivil bemannte Schiffe der Navy haben Namen mit USNS (United States Naval Ship).
Die US Navy benutzt Buchstabenkürzel, um den Typ eines Schiffes zu klassifizieren. CVN steht dabei z.B. für einen atomgetriebenen Flugzeugträger, FFG für eine mit Lenkwaffen ausgerüstete Fregatte.
- BB (Battleship), Schlachtschiff
- CVN (Nuclear Powered Aircraft Carrier), Nuklearangetrieber Flugzeugträger
- CV (Aircraft Carrier), Flugzeugträger
- CGN (Nuclear Power Guided Missile Cruiser), Nuklearangetrieber Lenkwaffenkreuzer
- CG (Guided Missile Cruiser), Lenkwaffenkreuzer
- DDG (Guided Missile Destroyer), Lenkwaffenzerstörer
- DD (Destroyer), Zerstörer
- FFG (Guided Missile Frigate), Lenkwaffenfregatte
- FF (Frigate), Fregatte
- LHD (Landing Ship, Helicopter Dock) Amphibisches Angriffsschiff, allgemeine Kapazitäten (Mischung aus LHA und LPD)
- LHA (Landing Ship, Helicopter Assault) Amphibisches Helikopter-Angriffsschiff
- LPD (Amphibious Transport Dock) Amphibisches Dockschiff
- SSBN (Nuclear Powered Ballistic Missile Submarine), Nuklearangetriebes Raketen-U-Boot
- SSN (Nuclear Powered Submarine), Nuklearangetriebes Jagd-U-Boot
Bemerkenswerte Schiffe
Flugzeugträger sind die strategischen Waffen der Navy. Mit ihnen lässt sich militärische Macht an jedem Punkt der Welt demonstrieren.
- USS Kitty Hawk (CV-63)
- USS Enterprise (CVN-65)
- USS John F. Kennedy (CV-67)
- Nimitz-Klasse (9 Schiffe, 1 im Bau)
- USS Nimitz (CVN-68)
- USS Dwight D. Eisenhower (CVN-69)
- USS Carl Vinson (CVN-70)
- USS Theodore Roosevelt (CVN-71)
- USS Abraham Lincoln (CVN-72)
- USS George Washington (CVN-73)
- USS John C. Stennis (CVN-74)
- USS Harry S. Truman (CVN-75)
- USS Ronald Reagan (CVN-76)
- USS George H. W. Bush (CVN-77)
U-Boote sind die zweite strategische Waffe der Navy und können sowohl zur Überwachung feindlicher Marineaktivitäten als auch als Plattform für Lenkwaffen dienen.
- USS Nautilus (SSN-571) - erstes U-Boot mit Atomantrieb (1955)
- USS Thresher - 1963 bei einem Unfall gesunken
- USS Scorpion - 1968 durch Unfall verloren gegangen
- USS Ohio - erstes Boot der Ohio-Klasse, 1979 in Dienst gestellt
- USS George Washington - erstes U-Boot mit ballistischen Raketen
- U-Boot der Los Angeles-Klasse
Schlachtschiffe
- USS Arizona - Pennsylvania-Klasse, beim Angriff auf Pearl Harbor versenkt
- USS Texas - Flaggschiff des D-Day
- USS Iowa - Iowa Klasse, letzte Schlachtschiff-Klasse der USN
Kreuzer
- USS Indianapolis - Schwerer Kreuzer, von japanischem U-Boot versenkt
- USS Long Beach - Erstes nuklear getriebenes Überwasserschiff der Welt
- USS Vincennes - schoss 1988 einen zivilen Airbus A300 im Persischen Golf ab
Fregatten
- Fregatte der Oliver Hazard Perry-Klasse
- USS Stark
- USS Reuben James - 1985 in Dienst gestellt
[http://www.en.wikipedia.org/wiki/Oliver_Hazard_Perry_class_frigate vollständige Liste]
Zerstörer
- USS Reuben James - der erste Verlust der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg
- USS Cole - schwer beschädigt bei einem Bombenanschlag in Aden (Jemen)
Andere
- USS Iwo Jima - erstes dediziertes Amphibien-Angriffsschiff der US Navy
- USS Liberty - Aufklärungsschiff, von den Israelis schwer beschädigt
- USS Macon (ZRS-5) Starrluftschiff, konnte u.a. Aufklärungsflugzeuge absetzen und wieder aufnehmen
- USS Peleliu - Amphibien-Angriffsschiff
- USS San Antonio - Amphibien-Landungsschiff
- USS Swift (HSV-2) - Hochgeschwindigkeits-Katamaran
- Mercy-Klasse - Lazarettschiffe
- Pegasus-Klasse - die grössten je in Dienst gestellten Tragflächenboote
- USS Constitution - das weltweit älteste, noch im Dienst stehende Kriegsschiff, das noch schwimmt
siehe auch: :Kategorie: Militärschiffsklasse, :Kategorie:Militärschiff (USA)
:Kategorie:Militärschiff (USA)
:Kategorie:Militärschiff (USA)
Marine-Flugzeuge
- Douglas A-4
- AV-8 Harrier II
- Grumman E-2
- EA-6 Prowler
- McDonnell Douglas F-4
- Grumman F-14
- Northrop F/A-18
- F-35 Joint Strike Fighter
- Sikorsky H-3
- Boeing CH-46
- Sikorsky CH-53
- Kaman SH-2 Seasprite
- Sikorsky SH-60 Sea Hawk
- Lockheed P-3
- Lockheed S-3
- Bell V-22
Organisation der Navy
Die United States Navy wird geführt vom Department of the Navy, einer Abteilung des US-Verteidigungsministeriums im Pentagon, an dessen Spitze der Secretary of the Navy (SECNAV) steht. Ihm unterstellt ist der ranghöchste Offizier der Navy, der Chief of Naval Operations (CNO) und dessen Stellvertreter, der Vice Chief of Naval Operations.
Ebenfalls zum Departement of the Navy gehört das United States Marine Corps. Das Marine Corps ist de facto eine eigenständige Teilstreitkraft, gehört aber offiziell zur Navy, dessen Oberbefehlshaber den Titel Commandant of the Marine Corps trägt und den gleichen Rang wie der CNO hat.
Der Chief of Naval Operations ist zuständig für die militärischen Belange der Navy und ist Mitglied der Joint Chiefs of Staff. Er ist verantwortlich für die Organisation, das Training und die Ausrüstung der Navy. Zusammen mit den Unified Combatant Commanders (Oberbefehlshaber über alle Streitkräfte in einem der weltweit 5 Einsatzregionen) befiehlt der CNO die Flotten und Verbände der Navy.
Im Juli 2005 besteht die Führung der Navy aus folgenden Personen:
- Secretary of the Navy: Gordon R. England
- Oberbefehlshaber (Chief of Naval Operations): Admiral Michael G. Mullen
- Stellvertretender Oberbefehlshaber (Vice Chief of Naval Operations): Admiral Robert F. Williard
Die Strafverfolgung übernimmt für die Navy, wie für das Marine Corps, neben der Standortmilitärpolizei der Naval Criminal Investigative Service (NCIS).
siehe auch: Atomstreitkräfte, Tailhook-Skandal, Aufstand der Admirale
Ausbildung
Berühmte Mitglieder der US Navy
- Henry Fonda - Schauspieler, war Leutnant beim Marinenachrichtendienst im Zweiten Weltkrieg
- Hyman Rickover - Einwanderer aus Polen, wurde 4-sterniger Admiral, Haupt des Programmes für nukleare U-Boote
- George H. W. Bush - ehemaliger US-Präsident, jüngster Marineflieger während des Zweiten Weltkriegs
- Jimmy Carter - ehemaliger US-Präsident, im Kalten Krieg U-Boot-Fahrer, später Nobelpreis-Träger
- John F. Kennedy - ehemaliger US-Präsident, Bootskommandant im Zweiten Weltkrieg
- Richard M. Nixon - ehemaliger US-Präsident, Nachschuboffizier im Zweiten Weltkrieg
- Roger B. Chaffee - Astronaut, Apollo 1
- John Young - Marineflieger, und Gemini-, Apollo- und Space Shuttle-Pilot
- Lyndon B. Johnson - ehemaliger US-Präsident, Lieutenant Commander, bekam den Silver Star für seinen Einsatz im Südpazifik
Marinestützpunkte
- Guantanamo Bay - Kleiner Teil der Südküste Kubas, von den USA gemietet und als Marinestützpunkt und Terroristengefangenlager genutzt.
- Norfolk (Virginia) - Größter Marinestützpunkt der Welt. Ist der Haupthafen für die Schiffe der 2. Flotte
- San Diego (Kalifornien) - Großer Stützpunkt an der Westküste Amerikas.
- Diego Garcia (Indischer Ozean) - Gemeinsamer Stützpunkt mit Großbritannien.
Weblinks
- [http://www.navy.mil Website der US Navy]
- [http://www.chinfo.navy.mil/navpalib/news/.www/status.html Status of the Navy] (engl.)
- [http://navysite.de/ Unofficial US Navy Site (engl.)]
ja:アメリカ海軍
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei "traditionelleren" Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer "Achse des Bösen" (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.
Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.
Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Bush-Administration erhebt.
Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.
George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen.
Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des "Kriegs gegen den Drogenanbau" und des Kriegs gegen den Terrorismus.
Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | :Kategorie:US-Außenpolitik | US-Interventionen im Ausland
Literatur:
- Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt, die amerikanische Außenpolitik von J.F. Kennedy bis G.W. Bush, Ullstein ISBN 3-548-36722-4
- Michael R. Beschloss / Strobe Talbott: Auf höchster Ebene, das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989-91, ECON, ISBN 3-612-26166-5
- [http://usinfo.state.gov/usa/infousa/trade/files/98-916.pdf Congressional Research Service, Bericht an den Kongress zum Thema Entwicklungshilfe, 2004]
Gliederung
US-Interventionen im Ausland
Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).
Liste der Städte in den USA
Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie "Parishes" und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Counties ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Townships, die, insbesonders im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.
Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das "town meeting". Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versa
13. OktoberDer 13. Oktober ist der 286. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 287. in Schaltjahren) - somit bleiben 79 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 54 - Nero Claudius Caesar Drusus Germanicus wird Kaiser von Rom
- 1307 - Die Mitglieder des Templerordens werden von Guillaume de Nogaret auf Geheiß von Philipp dem Schönen in ganz Frankreich inhaftiert.
- 1792 - Grundsteinlegung zum Weißen Haus.
- 1812 - Bei dem Versuch einer Invasion in Kanada erleiden die Amerikaner in der Schlacht von Queenston Heights eine schwere Niederlage gegen zahlenmäßig weit unterlegene britisch-indianische Truppen.
- 1913 - Schiffsunglück an der Strombrücke zu Magdeburg Magdeburg
- 1923 - Käthe Kollwitz stellt in Berlin auf einer Ausstellung der Preußischen Akademie der Künste ihren Holzschnittzyklus "Krieg" aus.
- 1923 - Kemal Atatürk verlegt die Hauptstadt der Türkei nach Ankara.
- 1943 - Italien erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.
- 1945 - Gründung der CSU in Würzburg
- 1948 - Der Bergmann Adolf Hennecke fördert in einer Schicht 24,4 m³ Kohle und überbietet damit das Tagessoll um 387%. Er wird dadurch zum Auslöser der so genannten Hennecke-Bewegung.
- 1970 - Fidschi wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1974 - Eröffnung des ersten IKEA-Markts in Deutschland
- 1977 - Entführung der Lufthansamaschine Landshut nach Mogadischu und Befreiung durch die GSG9 am 18. Oktober, siehe Operation Feuerzauber.
- 1980 – Die ersten deutschen Greenpeace-Aktivisten blockieren ein Verklappungsschiff, das Giftmüll im Meer entleeren soll
- 1982 - Helmut Kohl gibt in Bonn seine Regierungserklärung ab.
- 1991 - Bulgarien. Erste Parlamentswahlen nach der neuen Verfassung.
- 2003 - Die Außenminister Joschka Fischer, Deutschland, Dominique de Villepin, Frankreich, und Lydie Polfer, Luxemburg, eröffnen das Pierre-Werner-Institut in Luxemburg.
Wissenschaft, Technik
- 1884 - Die Internationale Meridiankonferenz in Washington D.C. legt den Nullmeridian auf die Sternwarte in Greenwich. Protagonist ist Sir Sandford Fleming.
- 1930 - Major Nello Marinelli, Italien, fliegt mit einem von Corradino d'Ascanio konstruierten Koaxialhubschrauber 1078 m weit, was einen Weltrekord darstellt.
- 1930 - Der Erstflug der Junkers Ju 52/1m erfolgt mit der Werknummer 4001 als Ju 52ba.
- 2000 - Freigabe des Quellcodes von OpenOffice.org durch Sun Microsystems [http://www.heise.de/newsticker/meldung/12462/]
Kultur
- 1830 - Uraufführung der Oper "Der Gott und die Bajadere" von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1836 - Uraufführung der Oper "Le Postillon de Lonjumeau" (Der Postillon von Lonjumeau) von Adolphe Adam in Paris
- 1847 - Uraufführung der Oper "Konradin von Ferdinand Hiller" in Dresden.
- 1927 - Uraufführung des Schauspiels "Schinderhannes" von Carl Zuckmayer
- 1962 - Uraufführung des Dramas "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" von Edward Albee in New York
- 1982 - Uraufführung der Oper "Candide" von Leonard Bernstein an der New York City Opera an New York.
Katastrophen
- 1972 - Moskau, Russland. Absturz einer Ilyushin-62 der russischen Aeroflot. Alle 176 Menschen sterben.
- 1972 - In den Anden - im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Chile - stürzt ein Flugzeug mit 45 Insassen ab, darunter eine Rugbymannschaft. 16 werden nach 72 Tagen gerettet. Das Unglück wurde 1993 unter dem Titel Überleben! verfilmt.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1474 – Mariotto Albertinelli, italienischer Maler
- 1498 – Claude de France, französische Königin, Gemahlin von Franz I.
- 1563 – Franz von Carácciolo, Ordensstifter, Namenspatron am 4. Juni
- 1592 – Christian Gueintz, Pädagoge und Sprachgelehrter
- 1713 – Allan Ramsay, schottischer Maler
- 1734 – Maciej Kamieński, polnischer Komponist
- 1748 – Johann Dominicus Fiorillo, deutscher Maler und Kunsthistoriker
- 1776 – Peter Barlow, britischer Mathematiker und Physiker
- 1798 – Hermann Vilhelm Bissen, dänischer Bildhauer (Schleswig, Deutschland)
- 1806 – Otto Unverdorben, Kaufmann und Apotheker in Dahme (Mark) und entdeckte 1826 den Farbstoff Anilin
- 1812 – Franz Rieger, Orgelbaumeister und der Begründer der Orgelbaufirma Franz Rieger & Söhne, Jägerndorf
- 1818 – Louis Appia, Chirurg und Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz
- 1821 – Oscar Byström, schwedischer Komponist
- 1821 – Rudolf Virchow, deutscher Arzt und ein Begründer der modernen Pathologie
- 1828 – Johanna Jachmann-Wagner, deutsche Opernsängerin
- 1830 – Georg Kruse, deutscher Schauspieler und Schriftsteller
- 1842 – Stanislas-Arthur-Xavier Touchet, Bischof von Orléans und Kardinal
- 1843 – Otto Lueger, Professor der Wasserbautechnik
- 1855 – Eduard Flegel, deutscher Afrikareisender
- 1856 – Ludwig Herterich, deutscher Maler
- 1858 – Dumitru Ionescu, rumänischer Politiker, Regierungschef 1921–1922
- 1862 – John Roger Commons, US-amerikanischer Ökonom und Soziologe
- 1862 – Mary Henrietta Kingsley, britische Forschungsreisende
- 1864 – Alexander Tichonowitsch Gretschaninow, russischer Komponist
- 1866 – Georg Walther Groddeck, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1867 – Pierre Bonnard, französischer Maler des Symbolismus
- 1867 – Ramón Maximiliano Valdés, Staatspräsident von Panama
- 1878 – Stepan Schaumjan, armenischer Arbeiterführer und Politiker (Georgien)
- 1886 – Ben Stom, niederländischer Fußballspieler
- 1887 – Jozef Tiso, slowakischer Theologe und Staatspräsident 1939-1945
- 1893 – René Guiette, französischer Maler des Kubismus
- 1893 – Hans Severus Ziegler, deutscher Publizist, Intendant, Lehrer und nationalsozialistischer Politiker
- 1895 – Kurt Schumacher, deutscher Politiker
- 1895 – Robert Wagner, nationalsozialistischer Politiker
- 1897 – Renee Stobrawa, deutsche Filmschauspielerin, „Die Degenhardts“ (Dresden)
- 1901 – Paolo Dezza, italienischer Ordensgeneral, Kardinal
- 1904 – Jutta Hecker, deutsche Schriftstellerin
- 1906 – Karl Holzamer, deutscher Philosoph
- 1907 – Yves Allegret, französischer Regisseur
- 1909 – Art Tatum, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1911 – Migjeni, albanischer Dichter
- 1914 – Robert Walker, amerik. Filmschauspieler, „Der Fremde im Zug“
- 1915 – Cornel Wilde, amerik. Filmschauspieler, „Die größte Schau der Welt“, „Der Todesmutige“
- 1915 – Terry Frost, britischer Künstler
- 1918 – Colin Pittendrigh, US-amerikanischer Biologe und Mitbegründer der Chronobiologie
- 1919 – Hans Hermann Groër, österreichischer Bischof und Kardinal
- 1919 – Tsahai, Prinzessin von Äthiopien
- 1921 – Yves Montand, Schauspieler und Chansonnier
- 1925 – Lenny Bruce, amerikanischer Rocksänger
- 1925 – Margaret Thatcher, britische Politikerin, erste Premierministerin
- 1926 – Ray Brown, US-amerikanischer Jazz-Bassist
- 1927 – Anita Kerr, US-amerikanische Sängerin
- 1927 – Lee Konitz, Musiker
- 1927 – Turgut Özal, türkischer Politiker
- 1929 – Wolfgang Klähn, deutscher Maler
- 1930 – Rudolf Schenda, deutsch-schweizerischer Volkskundler und Erzählforscher
- 1931 – Raymond Kopa, französischer Fußballspieler
- 1932 – Dusan Makavejev, Jugoslawischer Filmregisseur
- 1932 – Raymond Kopa, französischer Fußballspieler
- 1934 – Nana Mouskouri, griechische Sängerin
- 1936 – Christine Nöstlinger, österreichische Schriftstellerin
- 1936 – Hans-Joachim Meyer, Minister für Bildung und Wissenschaft der DDR
- 1937 – Rudolf Seiters, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1937 – Sami Frey, französischer Schauspieler
- 1938 – Christiane Hörbiger, österreichische Schauspielerin
- 1940 – Chris Farlowe, englischer Rhythm-and-Blues-Sänger
- 1940 – Klaus Lemke, deutscher Film- und Fernsehregisseur
- 1940 – Peter Eckardt, deutscher Politiker und MdB
- 1941 – Martin Mayer, deutscher Politiker
- 1941 – Paul Simon, US-amerikanischer Musiker
- 1943 – Peter Sauber, Teamchef und Gründer Sauber-Petronas
- 1944 – Jörg Berger, deutscher Fußballspieler
- 1944 – Robert Lamm, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1947 – Sammy Hagar, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber (Van Halen)
- 1948 – Nusrat Fateh Ali Khan, pakistanischer Musiker
- 1948 – Peter David Spencer, britischer Musiker (Smokie)
- 1949 – Craig McGregor, britischer Musiker
- 1949 – Rick Vito, Gitarrist
- 1950 – Annegret Richter, deutsche Leichtathletin
- 1950 – Rolf Rüssmann, deutscher Fußballspieler
- 1951 – John Edward Coley, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1954 – Mordechai Vanunu, israelischer Ingenieur und Nukleartechniker
- 1954 – Wolfgang Fellner, Journalist und Medienmacher
- 1956 – Chris Carter, Produzent und Drehbuchautor
- 1957 – Christian Köckert, deutscher Politiker
- 1959 – Marie Osmond, US-amerikanische Sängerin
- 1960 – Pe Werner, deutsche Sängerin
- 1963 – Anne Bennent, deutsche Schauspielerin
- 1965 – Johan Museeuw, belgischer Radrennfahrer
- 1966 – Baja Mali Knindža, serbischer Musiksänger
- 1967 – Javier Sotomayor, kubanischer Hochspringer
- 1968 – Sophie von Kessel, deutsche Schauspielerin
- 1969 – Nancy Kerrigan, US-amerikanische Eiskunstläuferin
- 1971 – Pyrros Dimas, griechischer Gewichtheber
- 1973 – Niki Marty, Schweizer Sportschütze
- 1977 – Judith Sylvester, deutsche Volleyballerin
- 1977 – Katrin Wagner, deutsche Kanutin
- 1978 – Jan Simak, tschechischer Fußballspieler
- 1980 – Ashanti Douglas, US-amerikanische Sängerin
- 1982 – Ian Thorpe, australischer Schwimmer und Olympiasieger
Gestorben
- 54 - Tiberius Claudius Drusus Germanicus, Kaiser von Rom
- 1494 - Andreas von Leuben, katholischer Heiliger
- 1498 - Heinrich von Rübenach OP, Weihbischof in Köln
- 1605 - Théodore de Bèze (latinisiert Theodor Beza), französischer Theologe und Schriftsteller
- 1653 - Christoph Martin von Degenfeld, bedeutender Feldherr im Dreissigjährigen Krieg
- 1673 - Christoffer von Gabel, dänischer Staatsmann, Statthalter der Färöer und Kopenhagens
- 1715 - Nicolas Malebranche, französischer Philosoph
- 1794 - Jean Pierre Claris Florian, französischer Schriftsteller
- 1812 - Sir Isaac Brock, britischer General und kanadischer Nationalheld
- 1815 - Joachim Murat, war König von Neapel, Marschall von Frankreich
- 1817 - Julius Caesar Ibbetson, englischer Maler
- 1822 - Antonio Canova, italienischer Bildhauer und einer der Hauptvertreter des italienischen Klassizismus
- 1825 - Maximilian I. (Bayern, König), König von Bayern von 1806-1825
- 1859 - Rudolf Oeser, war Pfarrer und Volksschriftsteller
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