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| Untergrund |
UntergrundMit Untergrund bezeichnet man
# den Untergrund in der Bodenkunde;
# eine klandestine Untergrundbewegung beispielsweise von Revolutionären (siehe auch Terrorismus);
# den "Underground" - siehe die dortige Begriffsklärung
# ein monatlich erscheinender Terminkalender für das Rhein-Main-Gebiet [http://www.copyriot.com/untergrund]
ja:地下
Boden (Bodenkunde)Der Boden (von althochtd.: bodam) ist die durch Verwitterung entstandene Schicht an der Grenze zwischen der Atmosphäre und der Lithosphäre (Gesteinsschicht). Dieser Bereich (die Pedosphäre) ist von Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzt.
Einleitung
Als Boden wird der belebte oberste Teil der Erdkruste bezeichnet. Nach unten wird er durch festes oder lockeres Gestein begrenzt, nach oben durch eine Vegetationsdecke und die Atmosphäre. Er besteht aus anorganischen Mineralien und dem organischen Humus und ist im Raum in einem Bodengefüge angeordnet. Die Hohlräume sind mit Bodenlösungen und Bodenluft mehr oder weniger erfüllt.
Der Boden ist ein Naturkörper, der unter einem bestimmten Klima und einer bestimmten streuliefernden Vegetation durch bodenbildende Prozesse umgewandelt wurde und auch heute noch umgewandelt wird.
Bodenbildende Prozesse sind die Verwitterung der Gesteine, Mineralbildungen, Zersetzungen und Humifizierung, die Gefügebildung und die Verlagerung gebildeten Bodens. All diese Prozesse waren mit Voraussetzung für die Entstehung der Biosphäre und die Evolution der lebenden Organismen (Krumsiek, K., Neumann, H.G., 2005).
Die wichtigste Rolle spielt der Boden als zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und direkt oder indirekt für Tiere und Menschen.
Die Lebewesen spielen ihrerseits eine wichtige Rolle bei der Bodenentwicklung (Pedogenese), insbesondere durch die Produktion und Einarbeitung von Humus. Sie sorgen auch für Be-/Durchlüftung sowie für eine Durchmischung des Bodens (Bioturbation). Die obere organisch beeinflusste Bodenschicht wird als Oberboden bezeichnet.
In der Bodenkunde werden die häufigsten Betrachtungen und Definitionen in einem Bereich von 1,00 m bis 1,50 m angewandt. Oft liegt unterhalb dieser Marke nur zerkleinertes Gestein mit wenig veränderter Zusammensetzung vor. Jedoch genau diese Veränderungen des Substrates im zeitlichen Verlauf der Bodenbildung sind Voraussetzung einer detaillierten Beschreibung und Benennung der verschiedenen Bodentypen. Allgemein verläuft die Entwicklung von sehr flachen, sehr steinigen Böden zu tiefgründigen, feinkörnigeren Böden bzw. von schwach zersetztem, mineralienreichem Gestein zu stark zersetzten, ausgewaschenen Böden. Aus dem vorhandenen Substrat, der Bodenart, entwickelt sich durch „äußere“ Einflüsse (wie Klima, Vegetation, Nutzungsart) im Laufe der Zeit ein Bodentyp mit spezifischen Eigenschaften.
Weiter kann noch eine Bodenform ausgeschieden werden. Sie bildet das Gesamtbild aus Bodenart und Bodentyp.
Einige praktische Anwendungsbereiche der Bodenkunde sind Bodenschutz, Landwirtschaft und Forstwirtschaft.
Bodenfunktionen
Die wichtigste Rolle spielt der Boden als zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und direkt oder indirekt für Tiere und Menschen.
Die Lebewesen spielen ihrerseits eine wichtige Rolle bei der Bodenentwicklung (Pedogenese), insbesondere durch die Produktion und Einarbeitung von Humus. Sie sorgen auch für Be-/Durchlüftung sowie für eine Durchmischung des Bodens (Bioturbation). Die obere organisch beeinflusste Bodenschicht wird als Oberboden bezeichnet.
Einige praktische Anwendungsbereiche der Bodenkunde sind Bodenschutz, Landwirtschaft und Forstwirtschaft.
Zudem sind Böden sowohl aus erdgeschichtlicher als auch aus kulturhistorischer Sicht wertvolle Archive. Einige dieser Archive sind durch die menschliche Nutzung oder auch durch natürliche Prozesse bedroht: Sie gilt es zu erfassen und zu erforschen, bevor sie gänzlich verloren sind. Andere Bodenarchive werden auch nachfolgende Generationen noch erkunden können, besonders jene, die wir heute durch unsere Aktivitäten –bewusst oder unbewusst- selber anlegen.
Das deutsche Bundes-Bodenschutzgesetz
Eine spezielle Bedeutung haben die Bodenfunktionen im Rahmen des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) vom 17. März 1998. Dieses definiert im §2 Absatz 1 den Boden als Träger der im Absatz 2 aufgeführten Funktionen (siehe Weblinks).
Da dieses Gesetz im Zuge der behördlichen Anwendung auf die gesamte Bodenkunde bzw. mit dem Boden als solches verbundene Maßnahmen ausstrahlt, kommt dieser Definition des Bodens auf Basis der Bodenfunktionen in Deutschland eine zunehmend größere Bedeutung zu.
Boden-Bestimmung und Eigenschaften
Bundes-Bodenschutzgesetz]
Die Erkennung eines Bodens kann in vielen Fällen auf Grund einiger weniger Eigenschaften wie Bodenart, Bodenartenschichtung, Ausgangsmaterial usw. erfolgen.
In manchen Fällen sind jedoch weitergehende physikalische und chemische Analysen zur Identifikation eines Bodens notwendig.
Wichtige charakteristische Eigenschaften eines Bodens sind:
- die Bodenhorizonte: bilden wie schon ihr Name sagt Trennlinien zwischen unterschiedlich gearteten Böden, die geprägt werden durch Gefüge, Bodenart, Farbe, Fleckung u. a. Sie sind das Ergebnis bodenbildender Prozesse, welche das Ausgangsgestein verändern. Ihre Aufeinanderfolge bestimmt die bodensystematische Zuordnung.
- die Bodenart: gekennzeichnet durch die Korngrößenzusammensetzung des mineralischen Bodenmaterials. Sie reicht von reinem Ton bis zu Großblöcken.
- die Bodenfarbe: hierbei werden nach standardisierten Munsell-Farbtafeln die Farben des Bodens nach Farbe, Helligkeit und Intensität bestimmt.
- der Humusgehalt: Dieser stellt den Anteil an organischer Substanz (außer Kohle und anthropogenen Kohlenstoffverbindungen) im Boden dar. Er resultiert aus den Ausscheidungen lebender und den Rückständen abgestorbener Organismen und unterliegt einem stetigem Auf-, Um- und Abbau.
- der Kohlegehalt: Dieser gibt bei bestimmten Böden wie z. B. auf Kippen, Halden und Spülbecken den Anteil der Kohle an.
- der Carbonatgehalt:
- das Bodengefüge:
- der Wasserhaushalt (Bodenfeuchte):
- der Lufthaushalt (Bodenluft):
- der Pufferbereich:
- der Boden-pH:
- das Porenvolumen:
- die Effektive Lagerungsdichte:
- das Ionen-Austauschverhalten:
- die Durchwurzelung:
- die Zeigerarten:
- die Körnung (Sieblinie):
In der Bodenkunde werden die physikalisch-chemischen und ökologischen Eigenschaften der verschiedenen Bodenformen untersucht, beispielsweise die Fähigkeit, in den entstehenden Hohlräumen je nach Porengröße eher Wasser oder Luft zu speichern und in Abhängigkeit von der Porengröße die Pflanzenverfügbarkeit des gespeicherten Wassers.
Klassifikation von Böden
Böden können auf verschiedene Weise klassifiziert werden. Drei der wichtigsten internationalen Systeme sind die USDA-Bodenklassifikation, die FAO-Bodenklassifikation und die WRB (World Reference Base for Soil Ressources). Auf die deutsche Klassifikation geht der Artikel Bodentyp ein.
Bodenzahl
Die Bodenzahl ist eine mit dem am 16. Oktober 1934 erlassenen Gesetz über die Bewertung des Kulturbodens (Bodenschätzungsgesetz) geschaffene Wertzahl, die die ungefähre landwirtschaftliche oder gärtnerische Ertragsfähigkeit eines Bodens erfasst.
In die Bodenzahl werden einbezogen:
- die Bodenart
- das geologische Alter des Ausgangsgesteins
- die Zustandsstufe eines Bodens
Siehe auch: Kulturboden, Bodeninformationssystem, Haftwasser, Ackerzahl, Bodenklassifikation, Bodenuntersuchung
Literatur
- Scheffer F., Schachtschabel P. (2002): Lehrbuch der Bodenkunde. Spektrum Akademischer Verlag. 15. Auflage, ISBN 3827413249
- Rowell, D. L. 1997: Bodenkunde. Untersuchungsmethoden und ihre Anwendungen. Springer, Berlin, ISBN 3540618252
- Zech W., Hintermaier-Erhard G. (2002): Böden der Welt. Spektrum Akademischer Verlag, ISBN 3827413486
- Hintermaier-Erhard G., Zech (1997): Wörterbuch der Bodenkunde Enke, ISBN 3432299710
- Blume H.-P., Felix-Henningsen P., Fischer W. R. (2002): Handbuch der Bodenkunde. Ecomed Verlag, Landsberg, ISBN 3609722320
- Kuntze H., Roeschmann G., Schwerdtfeger G. (1994): Bodenkunde. UTB, Stuttgart. 5. Auflage, ISBN 3825280764
- Schroeder D., Blum W. E. H. (1992): Bodenkunde in Stichworten. (Hirts Stichwortbücher) Borntraeger, Berlin/Stuttgart, ISBN 344303103X
Weblinks
- [http://www.webgeo.de/start/index.php?inhalt=pedo&zugang=lerner&ftest=yes Lernmodule zur Bodenkunde bei WebGEO]
- [http://www.soils.uni-kiel.de/deutsch/pages/lehre/pages/downloads.htm Skripte des Institutes für Bodenkunde der Universität Kiel]
- [http://hypersoil.uni-muenster.de/ Hypersoil]
- [http://www.bodenwelten.de/bodenframe.htm www.bodenwelten.de]
- [http://www.bodenexponate.de www.bodenexponate.de]
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bbodschg/index.html Bundes-Bodenschutzgesetz]
- [http://www.ISRIC.org World Soil Information]
Kategorie:Bodenkunde
ja:土
UntergrundbewegungMit Untergrundbewegung bezeichnet man eine geheime, vor dem Staat verborgene Bewegung meist politischer Art. Weitgehend wird der Übergang zur Untergrundorganisation fließend sein, doch wird man religiöse Gruppen wie etwa die Christen im römischen Reich, die sich in der Zeit ihrer Verfolgung in den Katakomben in Rom trafen, kaum als Untergrundorganisation ansprechen, während die Organisationen des organisierten Verbrechens kaum als Untergrundbewegung angesprochen werden können.
Doch gibt es auch hier fließende Übergänge. Die japanische Yakuza entstand aus der Kooperation besitzlos gewordener Bauern und Handwerker, die unterschiedlich organisiert und zum Teil recht politisch orientiert waren.
Eine Befreiungsbewegung wird meist als Untergrundbewegung beginnen.
Siehe auch
- Resistance
- Partisanen
- Underground
- Terrorismus
- Terrororganisation
- organisiertes Verbrechen
Kategorie:Politik
RevolutionRevolution (v.frz.: révolution Umwälzung; aus lat.: revolvere zurückwälzen) wird in unterschiedlichen Wissenschaften behandelt.
Revolution (Soziologie)
Allgemein
Eine Revolution bezeichnet in der Soziologie immer einen radikalen und meist, jedoch nicht immer einen gewalttätigen Umsturz(-versuch) der bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, der von einer organisierten (nicht notwendig geheimen) Gruppierung von Neuerern getragen wird und die Unterstützung größerer Bevölkerungsteile findet (vergleiche: Elite, Masse (Soziologie), Massenbewegung). Doch auch „Friedliche Revolutionen“ sind möglich (siehe unten). Oft wird der Begriff der Emanzipation hinzu genommen, die Idee eines sozialen oder politischen Freiheitsgewinns für den Einzelnen. Der Stellenwert der einzelnen Kriterien für die Definition einer Revolution ist durchaus umstritten.
Wenn ohne radikalen sozialen Wandel nur eine Organisation oder ein eng verknüpftes soziales Netzwerk (gegebenenfalls mit relativ geringfügiger Massenbasis) die Revolution unternimmt, bezeichnet man dies als Staatsstreich oder, insbesondere unter Beteiligung des Militärs, als Putsch. Hier wird der »Revolutions«-Begriff oft anschließend als Rechtfertigung genutzt.
Der Begriff »Revolution« wird auch verwandt, wenn dem sozialen Wandel die Schnelligkeit (Rapidität) abgeht, etwa für die global mehrere tausend Jahre dauernde »Neolithische Revolution« (vgl. Steinzeit), für den Siegeszug des Kapitalismus oder für die Industrielle Revolution (s. a. Industrialisierung).
Soziologische Theoretiker/innen der »Revolution«
# Vilfredo Pareto (Revolution als eine besondere Form der Elitenablösung),
# Max Weber (in Europa / Nordamerika bedurfte der Kapitalismus anfangs einer radikalen nichtwirtschaftlichen – religiösen – Mentalitätsänderung, und zwar in Gestalt des Protestantismus),
# Eugen Rosenstock-Huessy (die europäischen Revolutionen als Abfolge von Ständerevolutionen, beginnend mit der »papalen Revolution« des Papsttums gegen das mittelalterliche Kaisertum und endend mit der »proletarischen Revolution«),
# Ralf Dahrendorf (»Revolution« als radikaler und rapider sozialer Wandel, bedingt durch intensive beziehungsweise gewaltsame soziale Konflikte),
# Theda Skocpol (nachhaltige Revolutionen sind vor allem Bauernrevolutionen)
Theoretisch innovativ argumentierende Revolutionäre und Revolutionärinnen
# Karl Marx (jede Gesellschaft, in der eine Form des »Besitzes an Produktionsmitteln« es erlaubt, sich menschliche Arbeit zu unterwerfen, endet zwangsläufig durch Revolution oder Untergang; zu unterscheiden sind »Revolutionen der Produktivkräfte« von den durch sie ausgelösten »Revolutionen der Produktionsverhältnisse«),
# Friedrich Engels (Arbeit und deren Beherrschung durch Eigentum löste die erste Revolution aus, die die »Wildheit« (menschliche Urzeit) beendete und die der Beginn der Geschichte war, und werden durch die letzte Revolution optimal disponiert werden, in der das Ende der Geschichte – das Ende »des Reiches der Notwendigkeit« – und der Beginn des »Reiches der Freiheit« möglich werden wird),
# Rosa Luxemburg (der Imperialismus ist dabei die letzte Verteidigungsmöglichkeit des Kapitalismus – im Bündnis mit dem Proletariat der Kolonialmächte – vor der abschließenden weltweiten proletarischen Revolution),
# Lenin (die letzte Revolution kann durch den Aufbau einer Kaderpartei der proletarischen Revolutionäre vorverlegt werden),
# Anton Pannekoek (Parteien und Gewerkschaften – einschließlich der leninistischen – sind untaugliche Formen für den Kampf der Arbeiterklasse um ihre Emanzipation, alles kommt auf die Selbstorganisation der Arbeiterinnen und Arbeiter an)
sowie Danton, Marat, Saint-Just, Robespierre, Símon Bolívar, Bakunin, Mahatma Gandhi, Leo Trotzki, Mao Zedong, Camilo Torres, Kwame Nkrumah, Ho Chi Minh, Che Guevara, Ali Schariati, Guy Debord und andere Revolutionäre des 18. bis 20. Jahrhunderts.
Praktiker der Revolution
Radikaler und rapider sozialer Wandel (»Revolutionen«) knüpfte sich auch an erfolgreiche politische, oft auch charismatische Persönlichkeiten, deren soziologische Urteilskraft sich eher nur implizit erschließt, deren soziale Wirkung jedoch bewusst und gewollt revolutionär war, wie bereits in der Antike zum Beispiel Solon oder Cäsar, im Mittelalter zum Beispiel Harald Schönhaar oder Otto der Große und in der Neuzeit zum Beispiel Pombal, Cromwell oder Atatürk.
Soziale Revolutionen im weiteren Sinne
Politische Revolutionen
- Der erste als »Revolution« bezeichnete Umsturz war 1688 die Glorious Revolution in England.
- Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg 1775-1783 (Unabhängigkeitserklärung der USA 1776)1776
- Französische Revolution 1789
- Julirevolution (Frankreich 1830)
- Novemberaufstand in Polen 1831 und Folgejahre
- Februarrevolution und Juniaufstand (Frankreich 1848)
- Revolutionen in Ungarn, Italien, Deutschland (Märzrevolution) 1848
- Pariser Kommune
- Russische Revolution 1905
- Mexikanische Revolution 1910 und Folgejahre
- Russische Revolutionen 1917: (Februarrevolution und Oktoberrevolution)
- Novemberrevolution in Deutschland 1918/1919, einschließlich der Räterepubliken in Bayern (Münchner Räterepublik) und Bremen (Bremer Räterepublik)
- Kubanische Revolution 1956 - 1959
- Nelkenrevolution in Portugal 1974
- Revolution in Laos 1975 (vgl. auch Pathet Lao)
- Nicaraguanische Revolution 1979
- Islamische Revolution im Iran 1979
- Die spontane und gewaltlose Revolution in der DDR 1989/1990
- Die Samtene Revolution in Georgien 2003
- Die Orangene Revolution in der Ukraine 2004
Geistige Revolutionen
- Die »Kopernikanische Revolution« (Ersetzung des geozentrischen durch das heliozentrische Weltbild anfangs der Neuzeit – der Heliozentrismus selbst war bereits in der Antike von Aristarchos von Samos erfolgert worden)
- Die Darwinsche Revolution, in der der Mensch seine Sonderstellung in der Natur verlor (s. a. Darwinismus)
- Die »sexuelle Revolution«, oft mit der Entdeckung des Unbewussten durch Sigmund Freud gleichgesetzt
- Die »Kulturrevolution« 1967 und Folgejahre in China, Deutschland, aber auch in Frankreich, den USA und anderen westlichen Ländern
Inflationierte »Revolutions«-Begriffe im Feld der öffentlichen Meinung bezeichnen oft nur einen Stilwandel (Moderevolutionen).
Siehe auch: Paradigmenwechsel.
Technische Revolutionen (marxistisch: »Revolutionen der Produktivkräfte«)
- Neolithische Revolution (Übergang vom Wildbeutertum zu Ackerbau und Viehzucht ca. 15.000 v. Chr. – der Übergang zur Jungsteinzeit)
- Industrielle Revolution im 18./19. Jahrhundert (siehe auch Industrialisierung)
- Elektronische Revolution oder Digitale Revolution) ab etwa 1980
Siehe auch: Bürgerkrieg, Dialektik, Evolution, Katastrophe, Reform, Revolution (Jugendorganisation), Sozialer Wandel, Staatsstreich, Zweite industrielle Revolution, Kondratjew-Zyklus
Revolution (Politologie)
Beispiel eines Ansatzes: Die heutige Revolutionstheorie stellt fünf Hauptfaktoren besonders heraus, die wesentliche Voraussetzungen zur Entstehung einer Revolution darzustellen scheinen. Dabei ist vom Sonderfall der Entwicklungsländer abzusehen.
# eine plötzliche Rezession nach einer Zeit wirtschaftlicher Blüte, steigenden Wohlstands und steigender Erwartungen in die Zukunft.
# ein Bewusstsein, das die bestehenden Institutionen in Frage stellt.
# die Solidarisierung verschiedener Gruppen der Gesellschaft, die unterschiedliche Motive haben, mit dem bestehenden Zustand unzufrieden zu sein, und die sich zum Umsturz der alten Ordnung vorübergehend verbünden. Eine einzelne Gruppe, Schicht oder Klasse der Gesellschaft bringt keine Revolution zustande.
# eine Ideologie.
# Schwäche, Uneinigkeit und Ineffektivität auf Seiten der Gegenkräfte, des Staates.
Nach: E. Weis, Der Durchbruch des Bürgertums. 1776–1847. Propyläen Geschichte Europas, Bd. 4, Berlin 1978, 96f.
Siehe auch: Revolution (Politik)
Revolution (Astronomie)
In der Astronomie (veraltet) ist eine Revolution die Umlaufbewegung der Planeten um die Sonne – von hier wurde der Ausdruck Revolution generell übernommen.
Revolution (Spiel)
- beim Skatspiel die Variante »Null ouvert Hand«, bei dem die gegnerischen Spieler die Karten austauschen dürfen. Nur bei Hobbyrunden, nicht in den offiziellen Skatregeln (da es sowieso nur angesagt wird, wenn es nicht verloren werden kann).
- Alternative zu bekannten Quizsendungen: [http://www.wer-wird-revolutionaer.de/ Wer wird Revolutionär?]
Siehe auch
- :Kategorie:Revolution
- Anarchismus,Generalstreik, Klassenkampf, Marxismus, Politisches Theater, Rätekommunismus, Sabotage, Situationistische Internationale, Subversion, Sozialismus, Kommunismus
- Bürgerliche Revolution, Frühbürgerliche Revolution
- Différance
Literatur
- Hobsbawm, Eric: Europäische Revolutionen. 1789 bis 1848. Zürich, 1962
- Hannah Arendt: Über die Revolution, München, 1963
Weblinks
- [http://home.bawue.de/~mauss/revo.html So geht Revolution]
Kategorie:Politischer Begriff
Kategorie:Soziologie
!
Kategorie:Marxismus
ja:革命
UndergroundDer Underground (englisch für den Untergrund) wird mit folgenden Bedeutungen verwendet:
#eine in der Kunstszene übliche Bezeichnung für den nicht-kommerziellen "Untergrund", siehe Underground (Kunst)
#bezogen auf Literatur, siehe Untergrundliteratur
#ein Film von Emir Kusturica, siehe Underground (Film), Kusturica]
#ein Film von Emile de Antonio, siehe Underground (Film), de Antonio]
#die U-Bahn von London, siehe London Underground
Paju lahingPaju lahing
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- Julius Kuperjanov
- Hans Kalm
Kategooria:Eesti ajalugu
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