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Wales
Wales (walisisch: Cymru, lat.-kelt.: Cambria) ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.
Wales liegt auf der britischen Insel westlich von England und grenzt an die Irische See, den St. Georgskanal und den Bristolkanal. Wales hat eine Fläche von 20.779 km² und 2.9 Millionen Einwohner, von denen etwa 575.000 Cymraeg (Walisisch) sprechen. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff.
Geschichte
siehe auch Liste der walisischen Herrscher
Die Römer errichteten im südlichen Teil des Landes eine Reihe von Kastellen, das westlichste lag bei Carmarthen (Maridunum). Bei Caerleon (Isca Silurum) wurde ein Legionslager errichet, das dazu gehörende Amphitheater zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Großbritannien. Die Römer waren auch im Nordteil aktiv. Eine alte Legende besagt, dass Magnus Maximus, einer der letzten römischen Kaiser, die Tochter eines walisischen Stammeshäuptlings heiratete.
Wales wurde aufgrund des heftigen Widerstands der Bevölkerung und wegen des hügeligen Terrains nie durch die Angelsachsen erobert. So bleibt Wales eine keltische Region. Der Landesname stammt vom germanischen Wort welsch, was so viel wie Fremder bedeutet. Es bezeichnet ein Volk, das eine nicht-germanische, also fremdartige Sprache spricht. (Aus dem gleichen Grund wird in der Deutschweiz die Romandie, der französischsprachige Teil der Schweiz, auch "Welschland" genannt.)
germanischen
Wales wurde schon vor England und Schottland christianisiert. Der Nationalheilige Sankt David unternahm im 6. Jahrhundert eine Pilgerreise nach Rom und diente nach seiner Rückkehr als Bischof. Zu einer Zeit also, als die Christianisierung in England gerade erst begonnen hatte. Die druidischen Bräuche, die sich bis heute erhalten haben sollen, waren meist eine Erfindung von "Historikern" des 19. Jahrhunderts.
Als die Normannen im Jahre 1066 England eroberten, machten sie um Wales vorerst einen weiten Bogen. Nur mit den Grenzgebieten und südlichen Ländern Wales' (Mark Wales im Osten, Walisische Mark, gegenüber dem zunächst nicht unterworfenen Rest-Fürstentum Wales im Westen) belehnte Wilhelm der Eroberer seine Gefolgsleute. Doch 1282 besiegten die unter Führung von Edward I. die Armee des letzten unabhängigen walisischen Fürsten Llywelyn. Die Waliser gaben sich jedoch nicht geschlagen und revoltierten mehrmals. Der ernsthafteste Versuch war jener von Owain Glyndwr, dessen Rebellengruppe im Jahre 1401 bei Pumlumon eine englische Armee besiegte. Er versuchte die Unterstützung der Franzosen zu gewinnen, doch 1409 wurden seine Truppen vernichtend geschlagen. Der englische Thronfolger trägt seit dieser Zeit den Titel Prince of Wales (Fürst von Wales, nicht "Prinz von Wales").
Der Act of Union (Vereinigungsvertrag) aus dem Jahre 1536 unterteilte Wales in dreizehn Grafschaften. Das englische Recht galt nun auch in Wales. Dies bedeutete, dass das Englische als Amtssprache eingeführt wurde. Dies hielt die meisten Einheimischen von öffentlichen Ämtern fern.
Wales wurde in der Neuzeit stark industrialisiert, auf der Grundlage umfangreicher Kohlevorkommen, die Mine von Penrhyn war Ende des 19. Jahrhunderts das größte von Menschenhand erzeugte Loch im Erdboden. Wales wurde eine Hochburg der Gewerkschaften, des Syndikalismus und Sozialismus. Von 1901 bis 1903 wurde die Mine von Penrhyn bestreikt, wobei gelegentliche Auseinandersetzungen nicht ausblieben. Wiederholt wurde in dieser Zeit auch das Militär eingesetzt, um Streiks niederzuschlagen. Bei einem Eisenbahnstreik 1911 wurden zwei Arbeiter durch das Militär erschossen. Das erste Mitglied der Labour Party im Parlament, Keir Hardie wurde für den walisischen Wahlkreis von Merthyr im Jahr 1900 gewählt. Religiöser Nonkonformismus prägte die walisische Gesellschaft in dieser Zeit.
Nationalismus wurde eine größere Erscheinung im 20. Jahrhundert. Die Partei Plaid Cymru, die 1966 ihren ersten Parlamentssitz erringen konnte, setzte sich für mehr Autonomie und die Wiederbelebung der walisischen Sprache ein. Größtenteils als Ergebnis dessen wurde Dezentralisierung zu einem Hauptanliegen der Labour Party, und 1998 wurde schließlich die Nationalversammlung von Wales gebildet, die die Vollmacht über die öffentlichen Ausgaben innerhalb von Wales erhielt.
Hauptartikel: Geschichte von Wales
Siehe auch: Geschichte Britanniens, Geschichte des Vereinigten Königreiches
Wahlspruch
Der Wahlspruch von Wales lautet Y Ddraig Goch ddyry cychwyn (Deutsch: Der rote Drache steigt auf aus der Asche)
Der rote Drache, der seit 1807 in wechselnden Formen in der walisischen Flagge auftaucht, war schon vorher seit Jahrhunderten ein Nationalsymbol für Wales, vielleicht das weltweit älteste noch benutzte. (siehe Flagge von Wales)
Die Asche, aus der der Drache aufsteigen soll, bedeutet hier wahrscheinlich die Robustheit und Ausdauer des walisischen Volkes, aus jedwedem Unheil wieder „aufzusteigen“. Das Motiv des sich immer wieder aufrichtenden roten Drachens taucht ebenfalls in einer Prophezeiung des römisch-britischen Jungen Ambrosius Aurelianus (später mit Merlin gleichgesetzt) auf und symbolisiert in der Version der Historia Britonum die Durchhaltekraft der keltischen Briten im Allgemeinen gegenüber den Angelsachsen. (siehe hier der genaue Wortlaut).
Geografie
hier
Mit 20.779 km² ist Wales der kleinste Teil der Insel Großbritannien. Wales liegt westlich von England. Im Norden grenzt Wales an die Irische See, im Westen an den St. Georgskanal und im Süden an den Bristolkanal. Die Küste wird durch Steilküsten und weitauslaufende Strände geprägt und ist über 1200 Kilometer lang. Das Landesinnere zeichnet sich durch das Kambrische Gebirge aus, das sich fast durch ganz Wales zieht.
Landschaften
Wales ist durch grüne Wiesen, hügelige Landschaften, Moore und Gebirge geprägt. Große Bereiche von Wales sind Landschaftsschutzgebiete. Die höchsten Berge in Wales sind Snowdon, gelegen im Gebiet von Snowdonia, (1085 m), Aran Fawddwy (905 m) und Cader Idris (902 m). Zudem liegen in Wales drei Nationalparks:
- Snowdonia National Park
- Brecon Beacons National Park
- Pembrokeshire National Park
Bodenschätze
Wales hat reiche Vorkommen an Kohle, Eisen, Kupfer, Kalk, Schiefer, Blei, Zinn, Zink und Silber. Die küstennahen Vorkommen an Kohle, Eisen und Kalk haben die Region im 18. und 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Lieferanten der Industriellen Revolution werden lassen.
Die derzeitige Verwaltungsstruktur wurde am 1. April 1996 eingeführt und teilt Wales in 22 so genannte Unitary Authorities, das heißt sie sind für alle lokalen Verwaltungsaufgaben zuständig. Es gibt keine Verwaltungsstufe über oder unter ihnen ("einstufige Verwaltung"). In Deutschland könnte man diese Verwaltungseinheiten mit den kreisfreien Städten vergleichen. Die 22 Unitary Authorities haben somit zwar alle den gleichen Verwaltungsstatus, führen jedoch aufgrund ihrer Geschichte beziehungsweise ihrer Größe unterschiedliche Bezeichnungen, so gibt es 3 Cities ("Städte"), 10 County Boroughs ("Grafschaftsbezirke") und 9 Counties ("Grafschaften"). Heute (2004) ist die Zahl der Unitary Authorities auf eine Zahl von 40 angewachsen. Die Verwaltungsgebiete sind:
Counties
#Merthyr Tydfil (County Borough)
#Caerphilly (County Borough)
#Blaenau Gwent (County Borough)
#Torfaen (County Borough)
#Monmouthshire (County)
#Newport (City)
#Cardiff (City)
#Vale of Glamorgan (County Borough)
#Bridgend (County Borough)
#Rhondda Cynon Taff (County Borough)
#Neath Port Talbot (County Borough)
#Swansea (City)
#Carmarthenshire (County)
#Ceredigion (County)
#Powys (County)
#Wrexham (County Borough)
#Flintshire (County)
#Denbighshire (County)
#Conwy (County Borough)
#Gwynedd (County)
#Anglesey (County)
#Pembrokeshire (County)
Siehe auch:
- Liste walisischer Grafschaften
- Politisches System Großbritanniens und Nordirlands
- Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch
- Liste der Städte in Wales
Bevölkerung
Wales hatte bei der Volkszählung von 2001 insgesamt 2.903.085 Einwohner, davon waren 1.499.303 weiblich und 1.403.782 männlich. Gut drei viertel von ihnen waren geborene Waliser, gut 20% in England geboren und jeweils weniger als ein Prozent der Bevölkerung stammten aus Schottland, Nordirland oder der Republik Irland. Die bei weitem überwiegende Zahl (>95%) stufte sich selbst ethnisch als "Britisch, weiß" ein, 15% schrieben Walisisch auf das Formular, obwohl diese Antwortmöglichkeit eigentlich gar nicht vorgesehen war. Alle Antworten, die auf asiatischen Ursprung schließen lassen (Chinesen, Pakistanis, Inder, oft British/Indian), bildeten zusammen 1,3% der Bewohner, alle anderen ethnischen Gruppen kamen auf weniger als 1%.
Republik Irland
Religion
Wales ist überwiegend christlich. 71,9% bezeichneten sich als Christen, Wales hat kleine Anteile an Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus, Sikhs und Zeugen Jehovas, allerdings jeweils deutlich weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Eine große Unklarheit geht von den restlichen Prozent aus, wovon noch keiner befragt wurde. Unter den Christen sind traditionell die Nonkonformisten, also die Anhänger von Freikirchen wie Baptisten und Methodisten sehr stark. Die anglikanische Kirche ist daher seit 1920 nicht mehr Staatskirche.
Staatskirche
Sprache
Die Walisische Sprache ist für viele Waliser eine wichtige Form der Abgrenzung gegenüber der englischen Verwaltung; vor allem im Norden des Landes wird die walisische Sprache noch gesprochen. 21% der Bevölkerung gaben an, Walisisch fließend zu beherrschen, 4,93% waren eigenen Angaben zufolge sogar monolingual walisisch. Weitere 7% attestierten sich selbst eine teilweise Kenntnis dieser Sprache, während sie für 71,6% der walisischen Bevölkerung unverständlich ist.
Antikultur
Wales ist von den Teilstaaten Großbritanniens am engsten mit England verbunden. Allerdings besitzt das Land eine eigene Kultur, die oftmals um eine Abgrenzung gegenüber England bemüht ist. Die Walisische Sprache wird teilweise, vor allem im Norden des Landes, noch gesprochen. Das Land entwickelte eine eigene walisische Literatur aus der Dichter wie Dylan Thomas und Mihangel Morgan hervorgingen.
siehe Walisische Triaden
Seit den 1980ern wurde Wales eines der kreativen Zentren britischer Popmusik. Bands wie die Manic Street Preachers, Catatonia, die Super Furry Animals oder die Stereophonics konnten international Erfolge erzielen. Die international erfolgreichen Sänger Tom Jones, Shirley Bassey und Bonnie Tyler sind ebenfalls gebürtige Waliser.
Bekannte Waliser
Sport
- Ian Woosnam (Profigolfer)
- Ian Rush (Fußballspieler)
- Ryan Giggs (Fußballspieler)
- Matthew Stevens (Snookerspieler)
- Mark Hughes (Fußballspieler)
- Mark Williams (Snookerspieler)
Schauspieler
- Richard Burton
- Sir Anthony Hopkins
- Catherine Zeta-Jones
- Christian Bale
- Ioan Gruffudd
- Timothy Dalton
- Vinnie Jones
- Rhys Ifans
- Desmond Llewelyn
Dichter, Literaten
- Dafydd ap Gwilym ( - um 1320-1380)
- Dylan Thomas
Musiker
- Shirley Bassey
- Bullet For My Valentine
- Catatonia
- Funeral For A Friend
- Jemma Griffiths
- Dafydd Iwan
- Tom Jones
- Manic Street Preachers
- Bryn Terfel
- Bonnie Tyler
- Sir Harry Secombe
- Shakin Stevens
- Stereophonics
Politik
- David Lloyd George
- Michael Heseltine
- Sir Geoffrey Howe
- Neil Kinnock
- Sir Benjamin Hall (genannt Big Ben)
Entdecker
- Sir George Everest
- Sir Henry Morton Stanley
- Alfred Russel Wallace
Wirtschaft
- Charles Stewart Rolls (Rolls Royce)
- Robert Owen (Ökonom)
Weitere
- Bertrand Russell (Philosoph)
Siehe auch: Waliser in der Wikipedia
Literatur
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/16/seite/0357/meyers_b16_s0357.html#Wales Wales], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 16, S. 357.
- Green, Miranda: Celtic Wales : a pocket guide / Miranda Green and Ray Howell. - Cardiff : University of Wales Press, 2000. - X, 134 S., ISBN 0-7083-1532-1
- Schulze-Thulin, Britta: Wales, München : Reise Know-How Verlag Rump 2004, 432 Seiten, ISBN 3-8317-1237-9.
Weblinks
- [http://www.wales.gov.uk The National Assembly for Wales]
- [http://www.cymru.gov.uk Cynulliad Cenedlaethol Cymru (Walisisch)]
- [http://www.ccw.gov.uk Country Side Council for Wales]
als:Wales
ja:ウェールズ
ko:웨일스
simple:Wales
th:เวลส์
zh-min-nan:Cymru
Kambrium
Das Kambrium ist in der Geologie das älteste stratigraphische System des Paläozoikums und wurde von Adam Sedgwick schon in den 30erjahren des 19. Jahrhunderts nach dem alten Namen von Wales (Cambria) benannt.
Das Kambrium begann vor 542 Millionen Jahren und endete vor 488 Millionen Jahren mit dem Beginn des Ordoviziums. Die Periode ist gekennzeichnet durch die "Kambrischen Explosion" bei der in einem geologisch kurzen Zeitraum sehr viele mehrzellige Tierarten entstanden, deren grundsätzliche Baupläne sich teilweise bis heute erhalten haben.
Die Vorfahren dieser Tiere stammen aus Erdzeitaltern vor dem Kambrium, aus denen aber nur sehr wenige Fossilien bekannt sind. Daher wurde der gesamte Zeitraum - von der Entstehung der Erde (vor ca. 4,560 Milliarden Jahren) bis zur Entwicklung der Tierwelt im Kambrium - als Präkambrium bezeichnet. Heute kann man diesen langen Zeitraum auch ohne Zuhilfenahme von Leitfossilien besser aufgliedern (siehe: Geologische Zeitskala).
Dennoch markiert der Beginn des Kambriums sowohl klimatisch als auch biologisch einen sehr wesentlichen Einschnitt in der Erdgeschichte, mit dem auch das Äon des Phanerozoikums begann, jener große geologische Abschnitt, in dem sich die Erde bis in unsere Zeit entwickelte.
=Alter und Schichten=
siehe auch ausführlich in geologische Zeitskala (Tabelle)
Beginn des Kambriums
Lange Zeit nahm man den Beginn des Kambriums bei ca. 600 Millionen Jahren vor der Gegenwart an, mit dem scheinbar ersten Auftreten von Fossilien. Erst in jüngster Zeit konnten auch in älteren Schichten Fossilien gefunden und untersucht werden. Noch vor 20 Jahren war der Beginn des Kambriums vor 590 Millionen bis 570 Millionen Jahren festgesetzt, mit dem Auftreten der ersten Trilobiten und Archaeocyathiden (erste Schwämme mit Kalkskelett). Durch radiometrische Methoden wurde dieser Zeitpunkt in den letzten Jahrzehnten immer näher in Richtung Gegenwart verschoben. Vor 542 Millionen Jahren ergibt sich ein Einschnitt in der weltweiten Verteilung des Kohlenstoff-Isotops C-13, der mit einem grundlegenden Wechsel in der fossilen Fauna einhergeht. Durch Untersuchungen von Zirkonen in Vulkanasche-Schichten aus dem frühen Kambrium im Oman konnte der Zeitpunkt dieser C-13-Anomalie mit einer Genauigkeit von 0,3 Millionen Jahren bestimmt werden. Er wird nunmehr als Beginn des Kambriums und somit auch des Beginns des Erdzeitalters (Ära)Paläozoikum angenommen.
Ende des Kambriums
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden den jüngsten Schichten des Kambriums direkt die Schichten des Silur gegenübergestellt, bald kam es jedoch zu Abgrenzungsproblemen und Streit zwischen den Geologen. Für diese fraglichen Schichten wurde später der Begriff Ordovizium geprägt und zwischen Karbon und Silur eingeschoben.
Als jüngste Epoche des Kambriums wurde Ende des 20. Jahrhunderts das Furongium festgelegt, benannt nach einem alten Namen der südchinesischen Provinz Hunan, welcher "Lotus" bedeutet, mit dem als Leitfossil weit verbreiteten Trilobiten Glyptagnostus reticulatus als Basis. Das Furongium entspricht dem früheren Begriff "Oberes Kambrium". Seine erste Stufe ist das Paibium, benannt nach der Ortschaft Paibi, ebenfalls in der Provinz Hunan. Weitere Stufen wurden noch nicht international festgelegt. Das Furongium endet unterhalb der Schicht mit den Conodonten Iapetognathus fluctivagus sowie dem Graptolithen Rhabdinopora flabelliforme und dem ersten Auftreten des Trilobiten Jujuyaspis, Leitfossilien, die schon für den Beginn des Ordoviziums charakteristisch sind.
Diese Grenze ist gekennzeichnet durch ein Aussterben vieler Arten am Übergang zur Fauna des Ordoviziums. Vielleicht sind neuerlich Vereisungen dafür verantwortlich zu machen.
Gliederung
- Kambrium
- Furongium (Oberes Kambrium) (501 - 488 Millionen Jahre)
- weitere Unterteilung international noch nicht festgelegt
- Paibium (Beginn vor 501 Millionen Jahren)
- Mittleres Kambrium (513 - 501 Millionen Jahre)
- Unteres Kambrium (542 - 513 Millionen Jahre)
- weitere Unterteilung international noch nicht festgelegt
- Tommotium (Beginn vor 542 Millionen Jahren)
Davor liegt das so genannte Präkambrium mit dem Zeitalter des Neoproterozoikums und der Periode des Ediacariums.
Veraltete Bezeichnungen:
#Olenus-Schichten: 520 - 500 Mio. Jahre (Int. Kartensymbol €3)
#Paradoxides-Schichten: 550 - 520 Mio. Jahre (Int. Kartensymbol €2)
#Holmia-Schichten: 585 - 550 Mio. Jahre (Internationales Kartensymbol €1)
Die Namen dieser Schichten beziehen sich auf Trilobiten.
Paläogeographie
Der vorher bestehende Superkontinent zerbrach. Der Südkontinent Gondwana lag am Südpol, drei größere Kontinente, die heute Nordamerika, Nordosteuropa und Sibirien entsprechen, befanden sich inselhaft in Äquatornähe. Mitteleuropa als solches existierte noch nicht, seine Teile lagen alle in südlichen Breiten.
Gesteinsbildung
Im Bereich der Kontinentalschelfe bilden sich große Mengen klastischer Sedimente und Karbonate.
Von wirtschaftlicher Bedeutung sind diese Kalksteine und Marmore.
= Biosphäre =
Klima und Atmosphäre
Zu Beginn des Kambriums scheint eine globale Erwärmung eingetreten zu sein. Durch das Abschmelzen des Eises stieg der Meeresspiegel beträchtlich an. Die Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre war niedriger als heute, nahm aber vom Präkambrium zum Kambrium kräftig zu.
Fauna
Alle modernen Tierstämme waren im Kambrium bereits vorhanden, Wirbellose wie auch Vorläufer der Wirbeltiere (z.B. Conodonten ab dem Mittleren Kambrium). Seither sind keine neuen Tierstämme hinzugekommen. Im Kambrium entwickelten viele Arten erstmals harte Skelette und Schalen. Dies wird einerseits erklärt als Schutz vor den ersten großen Räubern, die auch zu dieser Zeit auftraten, andererseits durch das große Angebot von Kalziumkarbonat durch eine Veränderung in der chemischen Zusammensetzung des Meerwassers. Das Auftreten dieser Schalen und Skelette, die sich fossil wesentlich besser erhalten haben als die Weichteile, macht erklärbar, warum im Kambrium plötzlich so viele Tierstämme auftreten, über deren Vorfahren nichts bekannt ist. Verschiedene Korallen bildeten die ersten Riffe.
Aus dem Burgess-Schiefer in den Rocky Mountains Kanadas sind viele gut erhaltene Fossilien aus dem Mittleren Kambrium bekannt, vor allem Gliederfüßer, Anneliden, Onychophora, Priapuliden neben Trilobiten, Schwämmen und nicht klassifizierten Fossilien.
Leitfossilien
Als Leitfossilien gelten:
- Trilobiten
- Archaeocyathiden
- Brachiopoden
Flora
Aus der Pflanzenwelt sind nur planktontische Algen bekannt. Die Sedimente wurden wenig durchwühlt, weil es nur wenige im Sediment lebende Arten gab Bioturbation. Dadurch konnten sich die Algenrasen und Cyanobakterienmatten verfestigen und durch Kalkablagerung Stromatolithen bilden. Das Land war auch von Pflanzen noch vollkommen unbesiedelt.
Literatur
- Olaf Elicki: Als das Leben "explodierte" und eine völlig neue Welt entstand: Das Kambrium. Biologie in unserer Zeit 33(6), S. 380 - 389 (2003), ISSN 0045-205X.
- Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit", C. Bertelsmann, München 1986, ISBN 3-570-1066-x.
- Steven M. Stanley: Historische Geologie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2001, ISBN 3-8274-0569-6
Weblinks
- http://www.erdgeschichte.de.vu/ Perioden der Erdgeschichte
- http://www.scotese.com/ Paläogeographische Karten
Siehe auch:
- Geologische Zeitskala
Kategorie:Erdzeitalter
ja:カンブリア紀
nb:Kambrium
England
England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.
Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.
Geografie
England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.
Politik
Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution).
Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.
Heraldik
Liste der britischen Premierminister
Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund.
Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.
> Konstitutionelle Demokratie
Geschichte Sport Verwaltungsgliederung
Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)
Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands
Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung
Traditionelle Grafschaften Englands
Traditionelle Grafschaften Englands
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs)
1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung.
Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar.
Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.
Großstädte
Verwaltungsgrafschaften Englands
In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet.
Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende
Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town".
Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann.
Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands).
Siehe auch: Greater London, Unitary Authority
Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200)
Kultur
Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.
Weblinks
Größenordnung (Fläche)
Dies ist eine Zusammenstellung von Flächen verschiedener Größenordnungen zu Vergleichszwecken.
Die von der Grundeinheit Meter abgeleitete Einheit der Fläche im SI-Einheitensystem ist 1 Quadratmeter (1 m²). Weitere im folgenden verwendete Einheiten:
- 1 cm² (Quadratzentimeter) = 0,0001 m²
: (10.000 cm² = 1 m²)
- 1 ha (Hektar) = 10.000 m²
- 1 km² (Quadratkilometer) = 1.000.000 m² = 100 ha
Siehe Flächenmaß, Vorsilben für Maßeinheiten, Wissenschaftliche Notation
Kleinere Flächen als 1 mm²
- 0,50 nm² - Hülle eines Kohlenstoffatoms
- 1 nm² - Sichtbarkeitsgrenze Elektronenmikroskop
1 μm² (Quadratmikrometer) entspricht = 1.000.000 nm² (Quadratnanometer)
- 0,05 μm² - Oberfläche eines Grippevirus
- 0,20 μm² - Sichtbarkeitsgrenze Lichtmikroskop
- 500 μm² - Oberfläche einer Bakterie
1 mm² (Quadratmillimeter) entspricht = 1.000.000 μm² (Quadratmikrometer)
- 0,01 mm² - kleinstes mit bloßem Auge sichtbare Partikel
- 0,15 mm² - Oberfläche einer menschlichen Eizelle
- (weitere Beispiele gesucht)
1 mm² bis 100 mm² (1 cm²)
- 1 mm² - Kästchen auf Millimeterpapier
- 25 mm² - Kästchen auf normalkariertem Papier (5-mm-Raster)
- 33 mm² - Pupille eines Menschen
- 49 mm² - Kästchen auf großkariertem Papier (7-mm-Raster)
- (weitere Beispiele gesucht)
1 cm² bis 10 cm²
- 2,07 cm² - 1-Eurocent-Münze
- 3,89 cm² - 20-Eurocent-Münze
- 4,25 cm² - 1-Euro-Münze
- 5,21 cm² - 2-Euro-Münze
- 6,4516 cm² = 1 square inch (Quadratzoll)
- (weitere Beispiele gesucht)
10 cm² bis 100 cm²
- 11,40 cm² - Mittelloch einer Single (Musik) (Schallplatte/7")
- 46,75 cm² - normale Visitenkarte
- 50,27 cm² - Oberfläche eines Tischtennisballs
- 53,70 cm² - Spielkarte (Skatspiel, Normalformat)
- 54,60 cm² - iPod mini
- 74,40 cm² - 5-Euro-Banknote (120 × 62 mm)
- 77,70 cm² - Personalausweis (D)
- 85,09 cm² - 10-Euro-Banknote (127 × 67 mm)
- 95,76 cm² - 20-Euro-Banknote (133 × 72 mm)
100 cm² bis 1000 cm²
- 107,80 cm² - 50-Euro-Banknote (140 × 77 mm)
- 113 cm² - Größe einer Compact Disc
- 120,54 cm² - 100-Euro-Banknote (147 × 82 mm)
- 125,46 cm² - 200-Euro-Banknote (153 × 82 mm)
- 126,68 cm² - Oberfläche eines Tennisballs
- 131,20 cm² - 500-Euro-Banknote (160 × 82 mm)
- 248,29 cm² - Single (7")
- 312,5 cm² - Blatt Papier (Format A5)
- 625 cm² - Blatt Papier (Format A4)
- 729 cm² - Langspielplatte
- 895 cm² - Bildfläche eines 17-Zoll-Computermonitors (errechneter Wert bei einer Bildschirmdiagonale von 17 Zoll [entspr. 43,18 cm] und einem Seitenverhältnis von 4:3)
- 929,0304 cm² = 1 square foot (Quadratfuß)
1000 cm² bis 10.000 cm² (1 m²)
- 1090 cm² - Oberfläche eines Handballs
- 1250 cm² - Bogen Papier (Format A3)
- 1560 cm² - Oberfläche eines Fußballs
- 2500 cm² - Bogen Papier (Format A2)
- 2827 cm² - Oberfläche eines Globus Ø 30 cm
- 4070 cm² - "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci
- 5000 cm² - Bogen Papier (Format A1)
- 6270 cm² - abgerollte Tesafilmrolle (19 mm × 33 m)
- 8361,2736 cm² = 1 square yard
1 m² bis 10 m²
- 1 m² - DIN-A-0-Blatt, 841 mm × 1189 mm, das Seitenverhältnis beträgt
- 1,5 bis 2 m² - Hautoberfläche des Menschen
- 2,23 m² - Eishockeytor
- 3,5 m² - Papier einer Klopapierrolle (10cm × 14cm × 250 Blatt)
- 4,16 m² - Tischtennistisch
- 6 m² - Handballtor
- 9 m² - typischer Gartenpavillon (3 × 3 m)
10 m² bis 100 m²
- 17,86 m² - Fußballtor
- 37,16 m² - Boxring
- 62,43 m² - Squashbox
- 81,74 m² - Badminton-Spielfeld
- 25-80 m² - typischer Wohnraum einer Stadtwohnung
- (Beispiele gesucht)
100 m² (1 a) bis 1000 m²
- 100,34 m² - Fläche des Torraums (Fußball)
- 123 m² - Flügelfläche des Airbus A-320
- 162 m² - Volleyball-Spielfeld
- 260,87 m² - Tennis-Spielfeld (Doppel)
- 362 m² - Flügelfläche des Airbus A-340-200/300
- 420 m² - Basketball-Spielfeld
- 525 m² - Flügelfläche des Jumbo-Jet (Boeing 747-400)
- 622,21 m² - Fläche des Strafraums (Fußball)
- 800 m² - Hallenhandball-Spielfeld
- 845 m² - Flügelfläche des Airbus A-380
1000 m² bis 10.000 m² (1 ha)
- 1722 m² - Bauernkriegspanorama von Werner Tübke, größtes Ölgemälde der Welt
- 1800 m² - Eishockey-Spielfeld
- 4000 m² - Grundfläche der Alten Oper in Frankfurt/Main
- 4046,8564224 m² = 1 acre
- 5027 m² - Feldhockey-Spielfeld
- 7350 m² - Fußballplatz, Normalmaß (variiert zwischen 4050 und 10.800 m²)
10.000 m² (1 ha) bis 100.000 m² (10 ha)
- 1,90 ha - Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin)
- 2,00 ha - Innenhof des Pentagon
- 2,68 ha - Passagierdecks der RMS Queen Mary II
- 5,29 ha - Grundfläche der Cheops-Pyramide
- (Beispiele gesucht)
100.000 m² (10 ha) bis 1 km² (100 ha)
- 11,7 ha - Grundfläche des Pentagon
- 28 ha - flächenmäßig kleinste Gemeinde der Schweiz, Ponte Tresa TI
- 44 ha - Vatikanstadt
- 45 ha - Insel Mainau, Bodensee
- 68 ha - die Insel Lindau (Bodensee), die Altstadt auf der Insel
- 90 ha - Helgoland, Hauptinsel
1 km² bis 10 km²
- 1,30 km² - Titisee, Schwarzwald
- 1,95 km² - Monaco
- 2,02 km² - Bürgerpark, Bremen
- 2,40 km² - Wiener Zentralfriedhof
- 2,50 km² - Hyde Park, London
- 2,589988110336 km² = 1 square mile (Quadratmeile)
- 2,70 km² - Wannsee, Berlin
- 3,40 km² - Central Park, New York City
- 5,21 km² - Königssee, Bayern
- 7,50 km² - Müggelsee, Berlin
- 8,90 km² - Tegernsee, Bayern
10 km² bis 100 km²
- 16,4 km² - Walchensee, Bayern
- 19,7 km² - Langeoog, Insel (Nordsee)
- 26,3 km² - Norderney, Insel (Nordsee)
- 29,1 km² - Steinhuder Meer, Niedersachsen
- 33,0 km² - Federsee, Baden-Württemberg
- 38,7 km² - Plauer See, Mecklenburg
- 45,9 km² - Attersee, Österreich
- 47,0 km² - Manhattan, New York City
- 57,2 km² - Starnberger See, Bayern
- 60,6 km² - San Marino
- 80,0 km² - Chiemsee, Bayern
- 88,7 km² - Zürichsee, Schweiz
- 99,0 km² - Sylt, Insel (Nordsee)
100 km² bis 1000 km²
- 160 km² - Liechtenstein
- 185 km² - Fehmarn, Insel (Ostsee)
- 205 km² - Hannover
- 246 km² - Malta, Insel Malta (ohne Nebeninseln)
- 310 km² - München
- 370 km² - Gardasee, Italien
- 445 km² - Usedom, Insel (Ostsee)
- 414 km² - Wien
- 468 km² - Andorra
- 570 km² - Isle of Man
- 571 km² - Bodensee, Deutschland/Österreich/Schweiz
- 581 km² - Genfersee, Schweiz/Frankreich
- 668 km² - Menorca
- 755 km² - Hamburg
- 795 km² - Madeira
- 892 km² - Berlin
- 926 km² - Rügen, Insel (Ostsee)
Siehe auch: Liste der flächengrößten Städte Deutschlands
1000 km² bis 10.000 km²
- 1085 km² - Inarisee, Finnland
- 1399 km² - Färöer
- 1579 km² - London, England
- 1860 km² - Mauritius
- 2569 km² - Saarland
- 2586 km² - Luxemburg
- 2766 km² - Manitoulin, die weltweit größte Insel in einem Süßwassersee
- 3140 km² - Gotland (Insel), Schweden
- 3640 km² - Mallorca
- 4400 km² - Großer Salzsee, USA
- 4925 km² - Grand Canyon National Park
- 5650 km² - Vänern (See), Schweden
- 7105 km² - Graubünden (Kanton), Schweiz
- 8261 km² - Kreta
- 8682 km² - Korsika
- 8983 km² - Yellowstone-Nationalpark
- 9251 km² - Zypern
- 9536 km² - Kärnten
10.000 km² bis 100.000 km²
- 10.458 km² - Hawaii (Insel)
- 10.991 km² - Jamaika
- 15.761 km² - Schleswig-Holstein
- 16.251 km² - Thüringen
- 17.363 km² - Swasiland
- 17.530 km² - Regierungsbezirk Oberbayern
- 18.413 km² - Sachsen
- 20.273 km² - Slowenien
- 49.030 km² - Slowakei
- 20.445 km² - Sachsen-Anhalt
- 23.170 km² - Mecklenburg-Vorpommern
- 25.709 km² - Sizilien
- 29.475 km² - Brandenburg
- 32.900 km² - Tanganjikasee, Zentralafrika
- 35.742 km² - Baden-Württemberg
- 38.000 km² - Asowsches Meer
- 41.284 km² - Schweiz
- 45.253 km² - Einzugsgebiet der Weser
- 51.100 km² - Costa Rica
- 57.994 km² - Michigansee, USA
- 65.610 km² - Ceylon (Insel)
- 68.330 km² - Tasmanien (Insel)
- 70.552 km² - Bayern
- 76.480 km² - Hispaniola (Insel)
- 83.871 km² - Österreich
- 90.000 km² - Weißes Meer
- 93.039 km² - Ungarn
100.000 km² bis 1.000.000 km²
- 102.819 km² - Island
- 114.489 km² - Neuseeland, Nordinsel
- 151.971 km² - Neuseeland, Südinsel
- 230.000 km² - Great Barrier Reef
- 236.800 km² - Laos
- 301.301 km² - Italien
- 312.685 km² - Polen
- 322.000 km² - Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)
- 357.022 km² - Deutschland
- 373.000 km² - Japan
- 385.000 km² - Ostsee
- 386.400 km² - Kaspisches Meer
- 410.000 km² - Kalifornien
- 424.000 km² - Schwarzes Meer
- 437.072 km² - Irak
- 440.000 km² - Rotes Meer
- 449.964 km² - Schweden
- 505.992 km² - Spanien
- 551.500 km² - Frankreich (ohne Überseedépartements)
- 587.041 km² - Madagaskar
- 652.225 km² - Afghanistan
- 676.552 km² - Myanmar (Birma)
- 695.776 km² - Texas
- 779.452 km² - Türkei
- 800.000 km² - Neuguinea
- 923.768 km² - Nigeria
1.000.000 km² bis 10.000.000 km²
- 1.001.450 km² - Ägypten
- 1.284.000 km² - Tschad
- 1.380.000 km² - Einzugsgebiet der Wolga
- 1.566.500 km² - Mongolei
- 1.648.195 km² - Iran
- 1.717.854 km² - Alaska
- 2.130.800 km² - Grönland
- 2.218.000 km² - Saudi-Arabien
- 2.500.000 km² - Europäisches Mittelmeer
- 2.766.890 km² - Argentinien
- 3.166.414 km² - Indien
- 3.248.000 km² - Einzugsgebiet des Mississippi-Missouri
- 3.975.000 km² - Europäische Union
- 7.050.000 km² - Einzugsgebiet des Amazonas
- 7.682.300 km² - Australien
- 8.547.404 km² - Brasilien
- 9.538.167 km² - USA mit Puerto Rico
- 9.572.900 km² - China
- 9.970.610 km² - Kanada
Größere Flächen als 10.000.000 km² (1 · 1013m²)
1 · 1013 m² bis 1 · 1014 m²
- 10,53 Millionen km² - Europa
- 12,36 Millionen km² - Arktischer Ozean
- 14,20 Millionen km² - Antarktika (Kontinent)
- 17,08 Millionen km² - Russland
- 17,84 Millionen km² - Südamerika
- 17,95 Millionen km² - Oberfläche des Pluto
- 23,02 Millionen km² - Oberfläche des Triton, größter Neptunmond
- 24,23 Millionen km² - Nordamerika
- 30,24 Millionen km² - Afrika
- 37,96 Millionen km² - Oberfläche des Mondes
- 44,60 Millionen km² - Asien
- 73,43 Millionen km² - Indischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 74,76 Millionen km² - Oberfläche des Merkur
- 82,40 Millionen km² - Atlantischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 83,32 Millionen km² - Oberfläche des Titan, größter Saturnmond
- 87,18 Millionen km² - Oberfläche des Ganymed, größter Jupitermond
1 · 1014 m² bis 1 · 1015 m²
- 144,6 Millionen km² - Oberfläche des Mars
- 149,0 Millionen km² - Landfläche der Erde
- 165,0 Millionen km² - Pazifischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 361,1 Millionen km² - Wasserfläche der Erde
- 460,2 Millionen km² - Oberfläche der Venus
- 510,1 Millionen km² - Oberfläche der Erde
1 · 1015 m² bis 1 · 1016 m²
- 7,620 Milliarden km² - Oberfläche des Neptun
- 8,083 Milliarden km² - Oberfläche des Uranus
1 · 1016 m² bis 1 · 1017 m²
- 42,61 Milliarden km² - Oberfläche des Saturn
- 61,42 Milliarden km² - Oberfläche des Jupiter
1 · 1017 m² bis 1 · 1018 m²
- 463,2 Milliarden km² - Fläche der Umlaufbahn des Mondes um die Erde
Über 1 · 1018 m²
- 6,087 Billionen km² (6,09 · 1018 m²) - Oberfläche der Sonne
- 70,31 Billiarden km² (7,03 · 1022 m²) - Fläche der Umlaufbahn der Erde um die Sonne
- 108,2 Trillionen km² (1,09 · 1026 m²) - Fläche der Umlaufbahn des Pluto um die Sonne
- 42993201346803365 Quadrilliarden km² (4,30 · 1050 m²)- Fläche unserer Galaxie
Weblinks
- [http://micro.magnet.fsu.edu/primer/java/scienceopticsu/powersof10/ Interaktive Veranschaulichung von Ansichten der Welt in verschiedenen Distanzen] (englisch)
Kategorie:Physik
Kategorie:Geometrie
Cardiff
Cardiff (Caerdydd) ist die Hauptstadt und die bevölkerungsreichste Stadt von Wales (Cymru) im Vereinigten Königreich.
Die Hafenstadt liegt auf 51°29' nördlicher Breite und 3°10' westlicher Länge in Südwales am Bristolkanal. 2003 lebten hier 315'000 Menschen. Durch die Stadt fließt der Fluss Taff.
Wirtschaft
Der Hafen von Cardiff, auch Tiger Bay genannt, war einst einer der meistfrequentierten Häfen der Welt. Er diente vor allem zur Verschiffung der Kohle aus den Minen in den weiter nördlich gelegenen Tälern. Mit dem Niedergang des Kohlebergbaus ist auch die Bedeutung des Hafens stark gesunken. Die bedeutendsten Industriezweige sind heute Metallverarbeitung, Fahrzeugkonstruktion und Mechanik.
Verkehr
Etwa 10 Meilen (ca. 16 km) vom Stadtzentrum entfernt liegt im Südwesten der internationale Flughafen der walisischen Hauptstadt. Cardiff liegt direkt am Motorway M4, der den Süden Englands und Wales in Ost-West Richtung von London bis westlich von Swansea (Abertawe) durchquert. Cardiff liegt an der Haupteisenbahnlinie von London nach Fishguard und ist der Ausgangspunkt mehrerer Zweigstrecken.
Geschichte
Cardiff entstand 1093 um ein normannisches Schloss herum, welches auf dem Gelände eines ehemaligen römischen Kastells erbaut wurde. Bis zum 19. Jahrhundert war Cardiff ein relativ kleines Städtchen und erlebte dank der Industrialisierung und dem Kohlebergbau einen ungeahnten Wachstumsschub. Die Universität wurde 1883 errichtet, das Rathaus 1904. Im Jahre 1905 erhielt Cardiff das Stadtrecht und wurde 50 Jahre später Hauptstadt von Wales. Nachdem das Hafengebiet wegen der Kohlekrise immer mehr verlotterte, wird es nun seit einigen Jahren in eine Dienstleistungs- und Vergnügungszone umgewandelt.
Seit 1999 besteht in Cardiff das Millennium Stadium, das derzeit (bis das neue Wembley Stadion in London fertiggesteltt sein wird) größte Fußballstadion Großbritanniens und mit 93 Metern das höchste Gebäude in Wales.
Kultur
Cardiff beheimatet mit der [http://www.cardiff.ac.uk University of Wales, Cardiff] die größte Sektion dieser im gesamten Landesteil angesiedelten Institution. Cardiff ist seit 1955 Partnerstadt der schwäbischen Metropole Stuttgart.
Söhne und Töchter der Stadt
- Dannie Abse, britischer Autor und Dichter
- Andy Bell, walisischer Bassist
- Thomas Craig, walisischer Thriller-Autor
- Dave Edmunds, walisischer Gitarrist und Sänger
- Ken Follett, walisischer Schriftsteller
- Ryan Giggs, walisischer Fußballspieler
- Ioan Gruffudd, walisischer Schauspieler
- Colin Jackson, Ehemaliger britischer Hürdenläufer
- Jemma Griffiths, walisische Sängerin und Songwriterin
- Brian D. Josephson, britischer Physiker
- Pino Palladino, italienisch-britischer Bassist
- Shakin' Stevens, walisischer Rockabilly-Sänger
Kategorie:Unitary Authority (Wales)
Kategorie:Ort in Wales
ja:カーディフ
nb:Cardiff
simple:Cardiff
Magnus Maximus
Magnus Maximus ( - um 335; † 28. August 388) war von 383 bis zu seinem Tod als Usurpator Kaiser im Westen des Römischen Reichs.
Leben
Aufstieg
Geboren in Hispanien, hatte Maximus unter Flavius Theodosius gedient, dem Vater Theodosius I. Wenig wahrscheinlich ist eine verwandtschaftliche Beziehung zu Theodosius, da Maximus von niedrigerer Herkunft war. Maximus wurde von seinen Truppen im Frühjahr 383 zum Kaiser proklamiert, während er mit seiner Armee in Britannien stand. Grund war unter anderem die zunehmende Verärgerung des Militärs über den Westkaiser Gratian, der mehr und mehr alanische Truppen favorisiert hatte.
Magnus Maximus als Kaiser
alanische
Maximus wandte sich zunächst nach Gallien. Gratian war ihm entgegen gezogen, doch lief dessen Armee bei Paris zu Maximus über, woraufhin Gratian nach Lyon floh, wo er am 25. August 383 erschlagen wurde. Maximus wurde daraufhin neben Gratians Halbbruder Valentinian II. vom Ostkaiser Theodosius I. als Augustus des Westens für die transalpinischen Provinzen, also Britannien, Gallien, Germanien und Spanien, anerkannt. Sein Verbündeter Gildo herrschte derweil über Africa.
Maximus nahm seine Residenz in Augusta Treverorum (Trier). Er wurde ein populärer Kaiser, aber auch ein harter Verfolger jeglicher Häresie, etwa der gnostisch beeinflußten asketischen Bewegung Priscillians in Spanien und Südfrankreich. Durch die Hinrichtung Priscillians und die Verfolgung seiner Anhänger brachte er sich in Gegensatz zu Ambrosius von Mailand.
Niederlage und Tod
Im Jahr 387 zog Maximus über die Alpen auf Mailand zu, um seinen Mitkaiser Valentinian II. zu verjagen. Dieser floh zu seinem Schwager Theodosius I., der bald darauf zu einem Feldzug gegen Maximus rüstete. In zwei Schlachten (bei Siscia, heute Sisak, und Poetovio, heute Ptuj), wurde er von Theodosius geschlagen. Wenig später wurde Maximus von seinen eigenen Soldaten getötet. Sein Sohn Flavius Victor, den er 384 zum Augustus hatte erheben lassen, wurde kurze Zeit darauf in Gallien ermordet.
Magnus Maximus in walisischen Legenden
Im Mabinogion wird Magnus Maximus auf Walisisch Macsen Wledig genannt, verheiratet mit Helen oder Elen, der Tochter eines Häuptlings aus der Gegend um Segontium (Caernarvon). Obwohl die Geschichte von Macsen Wledig und Helen sicher unhistorisch ist, gibt es einige Anhaltspunkte in grundlegenden Fakten.
Walisische Legenden behaupten, Magnus Maximus sei der Verantwortliche für den Rückzug der römischen Truppen aus Wales, zwanzig Jahre bevor der Rest Britanniens sich selbst überlassen wurde. Tatsache ist jedoch, dass Maximus' Gallienfeldzug dazu führte, dass die Nordgrenze des Römischen Reiches in Britannien, der Hadrianswall, dauerhaft aufgegeben werden musste.
Sekundärliteratur
- Otto Seeck: Geschichte des Untergangs der antiken Welt, Bd. 5, 1920, S. 167 ff.
Weblinks
- [http://www.roman-emperors.org/madmax.htm Fachwissenschaftliche Kurzbiographie aus dem DIR-Projekt (engl.)]
Kategorie:Mann
Kategorie:Kaiser (Rom)
Kategorie:Geboren 335
Kategorie:Gestorben 388
Römische KaiserDie Liste der römischen Kaiser bietet einen systematischen Überblick über die römische Kaiserzeit. Sie enthält alle Kaiser des Römischen Reiches von Augustus, der im 1. Jahrhundert v. Chr. den Prinzipat begründete, bis Romulus Augustulus, der als letzter Römer im Westen diesen Titel führte und 476 abgesetzt wurde. In Ostrom bestand das Kaisertum hingegen bis 1453 fort.
Frühe und hohe Kaiserzeit
- Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.)
- Tiberius (14–37)
- Caligula (37–41)
- Claudius (41–54)
- Nero (54–68)
- Galba (68/69)
- Otho (69)
- Vitellius (69)
- Vespasian (69–79)
- Titus (79–81)
- Domitian (81–96)
- Nerva (96–98)
- Trajan (98–117)
- Hadrian (117–138)
- Antoninus Pius (138–161)
Die antoninische Dynastie
- Lucius Verus (161–169)
- Mark Aurel (161–180)
- Avidius Cassius, Gegenkaiser (175)
- Commodus (180–192)
- Pertinax (193)
- Didius Julianus, Auktionskaiser (193)
- Pescennius Niger, Gegenkaiser (193/194)
- Clodius Albinus, Gegenkaiser (193–197)
- Septimius Severus (193–211)
- Geta (211)
- Caracalla (211–217)
- Macrinus (217/218, kein Severer)
- Diadumenianus, Mitkaiser (218)
- Elagabal (218–222)
- Uranius, Gegenkaiser
- Gellius Maximus, Gegenkaiser (219)
- Verus, Gegenkaiser (219)
- Seleucus, Gegenkaiser (nach 221)
- Severus Alexander (222–235)
- Seius Sallustius, Gegenkaiser (um 227)
- Taurinus, Gegenkaiser
- Maximinus Thrax (235–238)
- Magnus, Gegenkaiser (235)
- Quartinus, Gegenkaiser (235)
- Gordian I. und Gordian II. (238)
- Balbinus und Pupienus (238)
- Gordian III. (238–244)
- Sabinianus, Gegenkaiser (240)
- Philippus Arabs (244–249)
- Philippus Caesar, Mitkaiser (247–249)
- Pacatianus, Gegenkaiser (248)
- Iotapianus, Gegenkaiser (248)
- Silbannacus, Gegenkaiser
- Sponsianus, Gegenkaiser
- Decius (249–251)
- Priscus, Gegenkaiser (249–252)
- Licinianus, Gegenkaiser (250)
- Herennius Etruscus, Mitkaiser (251)
- Hostilian, Mitkaiser (251)
- Trebonianus Gallus (251–253)
- Volusianus, Mitkaiser (251–253)
- Aemilianus (253)
- Valerian (253–260)
- Uranius Antoninus, Gegenkaiser (253/254)
- Gallienus (253–268)
- Ingenuus, Gegenkaiser (260)
- Regalianus, Gegenkaiser (260)
- Ballista, Gegenkaiser (261)
- Piso, Gegenkaiser (261)
- Valens Thessalonicus, Gegenkaiser (261)
- Memor, Gegenkaiser (261)
- Macrianus Maior, Macrianus Minor, Quietus, Gegenkaiser (260/261)
- Mussius Aemilianus, Gegenkaiser (261/262)
- Aureolus, Gegenkaiser (268)
- Postumus (259–268)
- Laelianus, Gegenkaiser (268)
- Marius (268)
- Victorinus (268–270)
- Domitianus, Gegenkaiser (271)
- Tetricus I. (270–273)
- Tetricus II., Caesar (270–273)
Späte Soldatenkaiser
- Claudius Gothicus (268–270)
- Censorinus, Gegenkaiser (269/270)
- Quintillus (270)
- Aurelian (270–275)
- Vaballathus, Gegenkaiser (270–272)
- Domitianus, Gegenkaiser (270/271)
- Felicissimus, Gegenkaiser (271)
- Septimius, Gegenkaiser (271)
- Urbanus, Gegenkaiser (um 271)
- Firmus, Gegenkaiser (273)
- Tacitus (275/276)
- Florianus (276)
- Probus (276–282)
- Saturninus, Gegenkaiser (280)
- Proculus, Gegenkaiser (280)
- Bonosus, Gegenkaiser (280)
- Celsus, Gegenkaiser
- Trebellianus, Gegenkaiser
- Carus (282/283)
- Carinus (283–285)
- Numerian, Mitkaiser (283/284)
- Marcus Aurelius Julianus, Gegenkaiser
- Diokletian (284–305)
- Maximian, Caesar (285/286), Augustus (286–305)
- Carausius († 293), Gegenkaiser im britischen Sonderreich
- Allectus († 296), Gegenkaiser im britischen Sonderreich
- Galerius, Caesar (293–305), Augustus (305–311)
- Constantius I., Caesar (293–305), Augustus (305/306)
- Lucius Domitius Domitianus, Gegenkaiser (296 oder 297/298)
- Konstantin I., Caesar (305/306), Augustus (306–337)
- Severus, Caesar (305/306), Augustus (306/307)
- Maximinus Daia, Caesar (305–308), Augustus (308–313)
- Licinius, (307–324)
- Maxentius, (306–312)
- Domitius Alexander, Gegenkaiser (308/309)
- Konstantin I. (alleine 324–337)
- Dalmatius, Mitkaiser (335–337)
- Hannibalianus, Rex Regum (335–337)
- Konstantin II. (337–340)
- Constans (337–350)
- Constantius II. (337–361)
- Magnentius, Gegenkaiser (350–353)
- Nepotianus, Gegenkaiser (350)
- Vetranio, Gegen-/Mitkaiser (350)
- Constantius Gallus, Mitkaiser (353/54)
- Silvanus, Gegenkaiser (355)
- Julian Apostata (361–363)
Ende der konstantinischen Dynastie
- Jovian (363–364)
- Valentinian I., Kaiser im Westen (364–375)
- Procopius, Gegenkaiser (364/365)
- Valens, Kaiser im Osten (364–378)
- Firmus, Gegenkaiser (372–375)
- Gratian, Kaiser im Westen (375–383)
- Valentinian II., Kaiser im Westen (375–392)
- Magnus Maximus, Gegenkaiser (383–388)
- Flavius Victor, Gegenkaiser (384–388)
- Eugenius, Gegenkaiser im Westen (392–394)
- Theodosius I. (Kaiser im Osten 379–394, Alleinherrscher 394/395)
Reichsteilung
- Honorius (395–423)
- Konstantin III., Gegenkaiser (407–411)
- Priscus Attalus, Gegenkaiser (409–410 und 414/415)
- Maximus, Gegenkaiser (409–411 und 418–421)
- Jovinus, Gegenkaiser 411–412)
- Constantius III., Mitkaiser (421)
- Johannes (423–425, im Osten nicht anerkannt)
- Valentinian III. (425–455)
Ende der theodosianischen Dynastie im Westen
- Petronius Maximus (455)
- Avitus (455/456)
- Majorian (457–461)
- Libius Severus (461–465)
Interregnum
- Anthemius (467–472)
- Olybrius (472)
- Glycerius (473/474)
- Julius Nepos (474/475, in Illyrien bis 480)
- Romulus Augustus (475/476)
Die oströmischen Kaiser bis 565
- Arcadius (395–408) (Sohn Theodosius I.)
- Theodosius II. (408–450)
- Markian (450–457)
Ende der theodosianischen Dynastie im Osten, wobei Markian nur „adoptiert“ war.
- Leo I. (457–474)
- Leo II. (474)
- Zeno (474–491)
- Anastasios I. (491–518)
- Justin I. (518–527)
- Justinian I. (527–565)
Justinians Tod ist eines der möglichen Enddaten der Spätantike.
Bezüglich der weiteren Kaiser des Ostreiches siehe Liste der byzantinischen Kaiser
Literatur
- Manfred Clauss (Hg.): Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian, München 1997.
- Dietmar Kienast: Römische Kaisertabelle. Grundzüge einer römischen Kaiserchronologie, 2. Auflage, Darmstadt 1996.
- Klaus-Jürgen Matz: Wer regierte wann? Regententabellen zur Weltgeschichte, dtv, 6. Auflage, München 2002, S. 38-41.
Weblinks
- [http://www.roman-emperors.org/ Eine von Fachleuten erstellte Online-Enzyklopädie der Römischen Kaiser (englisch)]
- [http://www.imperiumromanum.com/ Internetlexikon über das antike Rom mit relativ ausführlichen Artikeln zu den Römischen Kaisern (deutsch)]
Siehe auch
- Römische Kaiserzeit
- Portal und Themenliste Rom
- Byzantinische Kaiser
- Römisches Reich
- Kalender (Römisches Reich)
- Liste der römischen Konsuln
- Römische Kaiserportraits
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Kaiser (Rom)
ja:ローマ皇帝一覧
ko:로마 황제 연대표
AngelsachsenDie Angelsachsen waren ein Mischvolk aus Sachsen, Angeln, Jüten, Friesen und Niederfranken, das nach dem Ende des Römischen Reiches in England entstand und zu den Vorfahren der heutigen Engländer gehört.
Die Auswanderung der Sachsen und Angeln aus dem Gebiet des heutigen Schleswig-Holstein und der Jüten aus Jütland begann im 5. Jahrhundert. Ein Teil der Sachsen blieb im Stammland und expandierte nach Süden und Südwesten (siehe Herzogtum Sachsen) und ein kleinerer Teil der Angeln wanderte in die Nordhälfte des heutigen Sachsen-Anhalt. Siedlungen mit den Endungen -leben und -legen sind anglische Gründungen. Hintergrund der Auswanderung war ein Hilfeersuchen der keltorömischen Bevölkerung nach Abzug der Römischen Legionen, um Angriffe der keltischen Pikten und Skoten abzuwehren. Die Angeln und Sachsen eroberten sodann, angeblich unter Führung der legendären Krieger Hengest und Horsa, das bisher von den Römern gehaltene Gebiet. Der Sage nach sollen Hengest und Horsa ihren Entschluss zur Invasion in Britannien auf den Feldern bei der Stadt Bünde getroffen haben. In Wahrheit stießen die Angelsachsen in kleinen Gruppen nach Britannien vor, wo die Römer zu Beginn des 5. Jahrhunderts abzogen.
Einen Überblick über die Siedlungsgeschichte gab der Mönch Beda in seiner Historia Ecclesiastica Gentis Anglorum, deren Aussagekraft äußerst vorsichtig betrachtet werden muß, da sie erst um das Jahr 730 n. Chr. geschrieben wurde, während die Völker, die später als Angelsachsen bezeichnet wurden, schon ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. nach England überwanderten.
Nach Beda siedelten die Angeln primär nördlich der Themse in East Anglia, Middle Anglia, Mercia und an der Ostküste bis südlich von Edinburgh. Die Sachsen gründeten Essex, Wessex und Sussex im Tal der Themse und südlich bis zum Ärmelkanal. Die Jüten siedelten vornehmlich in Kent und auf der Insel Wight. Schon bald nach der Ankunft gab es Vermischungen, wie archäologische Befunde zeigten.
Die Christianisierung begann um 597 mit Augustinus von Canterbury, sie war Ende des 7. Jahrhunderts - im Gegensatz zum Festland - weitgehend abgeschlossen. Die Angelsachsen bildeten mehrere Königreiche. Im 8. Jahrhundert profilierte Mercia sich als Vormacht, König Offa von Mercia gilt als erster König von England.
Gegen Ende dieses Jahrhunderts nahmen die Wikingerzüge nach England zu, im Norden etablierten sich die Dänen im Danelag. Im Jahr 1066 wurde das Gebiet der Angelsachsen von den Normannen erobert. Gleichwohl hielten sich angelsächsische Kultur und Sprache noch längere Zeit, bis eine Vermischung mit der französischen Sprache der Normannen eintrat. Ein Beispiel für die Auseinandersetzung zwischen Angelsachsen und Normannen ist die Legendenfigur Robin Hood, der die Angelsachsen im Widerstand gegen die Normannenherrschaft symbolisierte.
Die angelsächsische Sprache, die der altsächsischen Sprache ähnlich ist, stellt eine wesentliche Wurzel der englischen Sprache dar. Noch heute, trotz 1500 jähriger Parallelentwicklung, sind Gemeinsamkeiten zwischen der englischen Sprache und der niedersächsischen Sprache zu erkennen, die sich ebenfalls aus der altsächsischen Sprache entwickelt hat.
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- Geschichte Englands
Kategorie:Europäische Ethnie
Kategorie:Englische Geschichte
ja:アングロ・サクソン人
KeltenMit Kelten (lat. celtae, galli, griech. keltoi, galatai – die Tapferen, die Edlen) bezeichnete man schon in der Antike eine Gruppe von Völkern und Stämmen in Europa und Kleinasien, die sich durch kulturelle Gemeinsamkeiten und verwandte Sprachen auszeichneten. Auch die heutige Wissenschaft sieht in den keltischen Sprachen eine eigene indogermanische Sprachgruppe, während die Archäologie in den keltischen Stämmen in Mitteleuropa (vom Norden Spaniens bis nach Böhmen) kulturelle Gemeinsamkeiten während der jüngeren Eisenzeit (ca. 500 v. Chr.) sieht. Sie setzt im allgemeinen die Gruppe der antiken keltischen Stämme, sogenannte Zeit der „klassischen Kelten“, mit der La-Tène-Kultur gleich, die im 5.–1. Jahrhundert v. Chr. weite Teile Mitteleuropas prägte. Der Name La Tène bezieht sich auf einen Fundort in der Nähe des Neuenburgersees (Westschweiz), wo in der Mitte des 19. Jahrhunderts reiche Funde gemacht wurden. Die La-Tène-zeitliche Kultur umfasst aber nicht das gesamte Ausbreitungsgebiet keltischer Gruppen und Sprachen nach der Überlieferung der Antike.
Die Kelten haben wahrscheinlich die Seife erfunden und führten auch die exzessive Badekultur, die die Römer später pflegten, in Italien ein.
In ihrer weitesten Ausprägung reichte die keltische Kultur von Irland, Südostengland, Nordspanien und Frankreich im Westen bis Westungarn im Osten, von Oberitalien im Süden bis zum nördlichen Rand der Mittelgebirge. Außerdem gab es das Siedlungsgebiet der Galater in Anatolien (heutige Türkei). In Galatien lassen sich zwar einzelne Latène-Fibeln nachweisen, doch kann dort nicht von einer keltischen Kultur im Sinne der Latène-Kultur die Rede sein; ausschlaggebend ist h | | |