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WeitwinkelobjektivEin Weitwinkelobjektiv ist eine Objektiv mit einer gegenüber dem Normalobjektiv kürzeren Brennweite. Weitwinkelobjektive können als Wechselobjektiv an geeignete Kameras angeschlossen werden oder sind in diese fest integriert. Sie werden häufig dazu verwendet, Panoramen oder Übersichtsaufnahmen zu fotografieren. Weitwinkelobjektive sind nicht zu verwechseln mit Zoomobjektiven, die eine Verstellung der Brennweite erlauben, jedoch nicht zwingend eine Weitwinkel-Brennweite erreichen müssen.
Der dem natürlichen menschlichen Blickfeld entsprechende Sehwinkel wird als 'Normalbrennweite' bezeichnet; sie entspricht beim Kleinbildformat einem Objektiv mit einer Brennweite von 50 bis 60 mm; beim Mittelformat verlängert sich aufgrund des größeren Abbildungsformats die Brennweite auf 75 bis 80 mm, bei kleineren Filmformaten oder (bei Digitalkameras) Sensorgrößen verringert sich die Brennweite entsprechend. Brennweiten, die kleiner als die Normalbrennweite sind, werden als Weitwinkelobjektive bezeichnet, Objektive mit längerer Brennweite dagegen als Teleobjektive.
Es werden nach Brennweite und dem primären Verwendungszwecke verschiedene Klassen von Weitwinkelobjektiven unterschieden:
- Reportageobjektive und Standardweitwinkelobjektive - Ein Weitwinkelobjektiv mit einer so genannten leichten (kleinen) bis mittleren Weitwinkelbrennweite zwischen etwa 28 und 40 mm (bezogen auf Kleinbild) wird aufgrund der höheren Schärfentiefe und der relativ geringen Verzerrungen gerne für die Reportageffotografie verwendet. Typische Reportagebrennweiten werden auch von den meisten preiswerten Weitwinkelobjektiven und Weitwinkelzooms abgedeckt:
- 28 mm (diagonaler Bildwinkel 75°) und
- 35 mm (diagonaler Bildwinkel 63°).
- Superweitwinkelobjektive - Ein Weitwinkelobjektiv mit einer so genannten starken (großen) Weitwinkelbrennweite jenseits von 28 mm (bezogen auf Kleinbild). Solche Objektive werden gezielt beispielsweise in der künstlerischen und Naturfotografie, aber gelegentlich auch in der Aktfotografie eingesetzt, um spektakuläre Effekte durch die für diese Brennweite typischen Verzerrungen zu erzielen. Das Superweitwinkelobjektiv mit der kürzesten Brennweite, das noch relativ verzerrungsfrei und scharf abbildet, ist das Goertz-Hypergon, das einen Bildwinkel von 130° abbilden kann. Typische Superweitwinkelbrennweiten sind
- 24 mm (diagonaler Bildwinkel 83°),
- 20 mm (diagonaler Bildwinkel 94°) und
- 17 mm (diagonaler Bildwinkel 104°).
- Fischauge (engl. Fisheye) - Eine spezielle Form des Superweitwinkelobjektivs, das einen Bildwinkel von 180° oder mehr erfasst und die Bilder mit sphärischer Perspektive wiedergibt.
Preiswerte Weitwinkelobjektive für Fotoamateure weisen meist eine geringere Lichtstärke auf, daher sind sie weniger für schlechte Lichtverhältnisse, kurze Verschlusszeiten oder Available Light Fotografie geeignet.
Hochwertige Weitwinkelobjektive sind dagegen hochlichtstark, gegen optische Verzerrungen korrigiert und relativ teuer. Bei einäugigen Spiegelreflexkameras ist für Weitwinkelobjektive durch den Platzbedarf des Schwingspiegels die Retrofokus-Bauweise notwendig, was die Objektive aufwändig und teuer macht.
Das Gegenstück zum Weitwinkelobjektiv ist das Teleobjektiv.
Siehe auch
- Portal:Fotografie
Kategorie:Fototechnik
Objektiv (Optik)
]
Ein Objektiv ist ein sammelndes optisches System, das eine reelle optische Abbildung eines Objektes erzeugt. Sowohl Linsen als auch spiegelnde Flächen können Bestandteile eines Objektivs sein. Genau wie das Objekt ist das erzeugte Bild dreidimensional. Objekte, die sehr weit entfernt sind, also scheinbar im Unendlichen liegen, (z.B. Sterne und andere Objekte am Himmel) werden in einer Ebene, der Bildebene abgebildet.
Die Größe des Bildes hängt von der Brennweite der Linse ab. Je größer diese, desto größer ist auch das Bild. Um die Kamera für Linsen verschiedener Brennweite benutzen zu können, war sie mit einem Auszug (Balgen) versehen, der es gestattete, sie zu verlängern bzw. zu verkürzen; das Balgenprinzip wird auch heute noch in der Großbild- und Makrofotografie genutzt.
Systematik
Man unterscheidet Objektive primär aufgrund ihrer Brennweite; dabei wird unterschieden zwischen
- Superteleobjektiv
- Teleobjektiv
- Normalobjektiv
- Weitwinkelobjektiv
- Superweitwinkelobjektiv und
- Fischaugenobjektiv.
Die oben genannten Kategorien gelten für Festbrennweiten-Objektive; sehr populär sind in der Amateurfotografie heutzutage mittlerweile Zoomobjektive, die die Veränderung der Brennweite erlauben und je nach Brennweiten-Bereichen auch mehrere der genannten Kategorien abdecken können. Zoomobjektive werden auch nach ihrem relativen Brennweitenbereich kategorisiert und sind umso schwerer und aufwendiger, je lichtstärker sie sind und ein je größeres Verhältnis zwischen längster und kürzester Brennweite sie abdecken.
Weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Anfangsöffnung, oder anders ausgedrückt: wie lichtstark ein Objektiv ist.
Außerdem können Objektive nach verschiedenen konstruktiven Merkmalen unterschieden werden, z.B.
- Spiegelteleobjektiv
- Tilt- und Shift-Objektiv
- Autofokus-Objektiv
- Infrarotobjektiv usw.
Grundkonstruktionen
- Meniskus (Monokel) als Hinter- oder Frontlinse
- Periskop (Symmetrisches Doppelobjektiv)
- Achromat,
Verwendung
Ein Projektor benutzt ein Objektiv, um ein stehendes oder bewegtes Bild vergrößert auf eine Wand zu projizieren.
In einem Mikroskop oder einem Teleskop betrachtet man das durch das Objektiv erzeugte Bild sehr kleiner oder weit entfernter Objekte durch ein Okular, ein weiteres Linsensystem. Beim Mikroskop liegt dabei die Bildebene näher beim Objektiv, und das Objektiv hat verglichen mit dem Okular eine kurze Brennweite. Beim Teleskop liegt die Bildebene näher am Okular, und das Objektiv hat die größere Brennweite.
In der Fotografie oder Videotechnik ist das Objektiv Teil eines
Fotoapparates beziehungsweise einer Videokamera. Es erzeugt ein reelles Bild in der Bildebene, wo sich der lichtempfindliche Film oder ein elektronischer Sensor befindet. Man unterscheidet anhand der Brennweite zwischen Weitwinkelobjektiven, Normalobjektiven und Teleobjektiven. Lässt sich die Brennweite des Objektivs ändern, spricht man von einem Zoomobjektiv, sonst von einer Festbrennweite. Spezialobjektive sind das Fischauge (Fisheye) und TS-Objektive.
Geschichte und Entwicklung
Zu dem Fortschritt der Fotografie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben die zahlreichen Vervollkommnungen der Objektive beigetragen. Früher benutzte man einfache achromatische Linsen, welche zur Erzielung scharfer Bilder stark "abgeblendet" werden mussten. Infolgedessen gaben sie sehr lichtschwache Bilder, die eine lange Expositionszeit nötig machten.
Ein großer Fortschritt war die Erfindung des Porträtobjektivs von Josef Petzval, einem lichtstarken Objektiv, das aus zwei Doppellinsensystemen besteht, bedeutend hellere Bilder lieferte als vorherige und damit die Aufnahme von Porträten in kurzer Expositionszeit ermöglichte. Zur Aufnahme von Landschaften, Architekturen etc. ist weniger Lichtstärke, aber ein großer Gesichtswinkel notwendig.
Die gewöhnlichen Landschaftsobjekte umfassen nur einen Winkel von 30° bis 45°, der meist zu klein ist. Man benutzte dazu früher ausschließlich einfache Linsen, später aber die Tripletobjektive, etwa ab den 1860er Jahren dann die von Steinheil eingeführten Aplanate. Das Tripletobjektive ist ein Objektiv, das insgesamt drei Linsen besitzt. Zu diesem System gehören auch die Euriskope, das Rapid Rectilinear u.a.
Diese geben bei einem Gesichtsfeld von ca. 60° eine hinreichende Lichtstärke, um in heiterem Sommerwetter selbst Momentaufnahmen zu gestatten. Ist ein noch größeres Gesichtsfeld als 60° nötig, so nimmt man Weitwinkellinsen, wie Buschs Pantoskop, Dallmeyers Wide angle lens, Steinheils Weitwinkelaplanat, Voigtländers Weitwinkeleuriskop, die ein Gesichtsfeld von 75 bis 100° besitzen.
Im Jahre 1860 konstruierte Thomas Sutton eine symmetrische Tripletlinse; das Objektiv bestand dabei aus zwei Konvexlinsen, deren vordere um etwa ein Drittel kleiner war als die Hinterlinse, sowie einer weiteren Einzellinse als konkaver Meniskus.
Steinheils Periskopobjektiv von 1865 ist ein verzeichnungsarmes Objektiv mit großem Bildwinkel, das erste Weitwinkelobjektiv im heutigen Verständnis.
Ludwig Seidel untersuchte in München die Abbildungsfehler der Linsen und veröffentlichte 1866 ein Formelsystem, das die Objektivkonstruktion erleichterte.
Hugo Adolf Steinheil konstruierte 1881 das erste Universalobjektiv.
Abbe und Otto Schott begannen ab 1880 mit der Berechnung neuer Glassorten; sie gründeten 1882 zusammen mit Zeiss eine Glasschmelzerei in Jena. Mit Hilfe der neuen Gläser gelang es nach 1886 dem Mitarbeiter Paul Rudolph, ein Doppelobjektiv zu konstruieren, bei dem der Fehler des Astigmatismus erstmals korrigiert war.
Der Astigmatismus kann auch durch Verwendung asphärischer Linsen korrigiert werden, die aber in der Herstellung viel komplizierter sind als sphärische Linsen.
Literatur
- H. E. Fincke: Das Objektiv deiner Kamera (2. neubearb. Aufl.). Halle: Fotokino-Verlag 1963
- Johannes Flügge: Das photographische Objektiv (Die wissenschaftliche und angewandte Photographie, hrsg. v. Kurt Michel, Band 1). Wien: Springer-Verlag 1955
Weblinks
- [http://www.fotografieren-leichtgemacht.de/tipp_3-4.html Fotografieren leicht gemacht] Seite auf der das Kameraobjektiv in einfachen Worten erklärt wird
- [http://www.photography-starters.com/tipp_3-4.html Photography Starters] Erklärung des Kameraobjektives auf Englisch
- [http://www.analog-photography.com/ranking/ranking.htm Analog Photography] Objektiv Ranking für manuelle Objektive
Objektivhersteller
- Emil Busch, Rathenow
- Canon
- Optische Anstalt Goerz
- [http://www.leica-camera.com Leica]
- Minolta
- [http://www.nikon.de Nikon]
- Rodenstock
- Jos. Schneider Optische Werke GmbH
- Sigma
- C. A. Steinheil
- [http://www.tamron.de Tamron]
- Tokina
- Zeiss
Kategorie:Optisches Instrument
Kategorie:Fototechnik
ja:写真レンズ
BrennweiteBrennweite ist in der Optik der Abstand eines Brennpunkts (auch Fokus genannt) von dem ihm zugeordneten Hauptpunkt auf der Linse oder dem Hohlspiegel beziehungsweise der Bildebene.
Hohlspiegel
Der Kehrwert der Brennweite (bezogen auf Luft) heißt Brechkraft D:
Die Brechkraft besitzt demzufolge die Einheit 1/Meter. Diese Einheit wird nur im Zusammenhang mit einer Brechkraft auch Dioptrie (Abkürzung: dpt) genannt.
Beispiel: Eine freistehende Linse der Brennweite 10 cm = 0,10 m (Meter) hat die Brechkraft von 1/(0,10 m) = 10 dpt.
Ein optisches System, das Licht in einem Punkt, dem Brennpunkt, vereinigt, hat eine Brennweite. Bei einer dünnen Linse ist die Brennweite in etwa die Entfernung des Brennpunktes von der Linse. Genauer bezeichnet die Brennweite die Entfernung der Hauptebene der Linse vom Brennpunkt.
Mit einer Sammellinse (auch Konvexlinse) kann man das Sonnenlicht so konzentrieren, dass z. B. Papier allein durch das Licht in Flammen aufgeht, daher rühren eigentlich die Begriffe Brennweite und Brennpunkt.
Eine Zerstreuungslinse (auch Konkavlinse) hat eine virtuelle (negative) Brennweite.
Werden Linsen dicht aufeinanderfolgend kombiniert, addieren sich die Brechkräfte der Einzellinsen unter Berücksichtigung des Vorzeichens für Sammel- bzw. Streulinsen
wobei f+ und f- die Brennweiten einer Sammel- bzw.Zerstreuungslinse bezeichnen und fS die Brennweite des Systems darstellt.
Bei verschiedenen optischen Systemen kann die Brennweite nicht direkt aus dem Abstand zwischen Objektiv und Bildebene abgemessen werden. Dabei handelt es sich um Systeme, bei denen der Strahlengang hinter dem Lichteintritt des Objektivs noch einmal aufgefächert wird, z.B. bei Zoom-Objektiven, bei Einsatz einer Barlow-Linse oder bei Spiegelobjektiven in der Bauart Schmidt-Cassegrain oder Maksutov.
Abhängigkeit von der Form
Bei einer sphärischen Linse ist die Brennweite im Zentralbereich eine andere als im Randbereich. Um den Brennweitenunterschied auszugleichen und das Bild scharf zu stellen gibt es mehrere Möglichkeiten. Dazu zählen: Abblenden (nur der mittlere Teil der Linse wird genutzt), Verwendung von Linsenkombinationen, die den Fehler ausgleichen, Verwendung asphärischer Linsen oder Spiegel (z.B. Parabolspiegel).
Abhängigkeit von der Farbe (Wellenlänge)
Glas hat normalerweise für verschiedene Farben eine unterschiedliche Brechkraft. Deshalb ist die Brennweite einer einfachen Linse abhängig von der Farbe und es können Farbsäume oder unscharfe Stellen auf Schwarz-Weiß-Bildern entstehen. Zum Ausgleichen kann man achromatische oder apochromatische Linsenkombinationen aus speziellen Gläsern verwenden.
Brennweitenangaben bei Digitalkameras
Zum Vergleich mit Kleinbildkameras wird bei Digitalkameras zusätzlich oder alternativ zur tatsächlichen Brennweite des Objektivs oft die Brennweite angegeben, die am Kleinbildformat (24mmx36mm) denselben Bildwinkel ergibt.
Durch die weite Verbreitung des Kleinbildformats wurde zur Einteilung in Teleobjektiv, Normalobjektiv und Weitwinkel nicht (wie es eigentlich korrekt wäre) der Bildwinkel herangezogen, sondern die Brennweite. Der Bildwinkel ändert sich jedoch, wenn bei gleicher Brennweite die Größe der lichtempfindlichen Fläche (das Aufnahmeformat) geändert wird. Die lichtempfindliche Fläche bei Digitalkameras ist meistens kleiner als das Kleinbildformat, der Bildwinkel ist daher ebenfalls kleiner.
Beispiele:
:9,7 mm (entspricht 38 mm Kleinbild)
:48,5 mm (entspricht 190 mm Kleinbild)
- Funktion: y = 3,92 x
- Umkehrfunktion: x = 0,26 y
Siehe: Brennweitenverlängerungsfaktor (auch Crop-Faktor genannt)
Kategorie:Geometrische Optik
Kategorie:Fototechnik
ja:焦点距離
WechselobjektivAls Wechselobjektiv wird ein fotografisches Objektiv bezeichnet, das durch einen Bajonett- oder Schraubverschluss an einem Kameragehäuse befestigt werden kann. Wechselobjektive sind ein Merkmal von Kamerasystemen.
Kategorien
Kamerasystem
Kamerasystem
Kamerasystem
Grob unterteilen lassen sich Wechselobjektive in
- Objektive mit automatischer Scharfeinstellung (Autofokus) und
- Objektive mit manueller Scharfeinstellung.
Weiterhin ist zu unterscheiden zwischen:
- Festbrennweiten – bieten nur eine einzige, nicht veränderliche Brennweite, z.B. 35 oder 90 oder 200 mm; möchte man unterschiedliche Brennweiten benutzen, benötigt man mehrere einzelne Festbrennweiten; ermöglichen i.d.R. eine optimale Bildqualität.
- Zoomobjektiven – Objektive mit veränderlicher Brennweite; erlauben beispielsweise die Überbrückung eines Bereiches von 28 bis 200 mm, das heißt vom Weitwinkelbereich bis hinein in den Telebereich ohne Objektivwechsel, ohne einen gesteigerten Ausrüstungsumfang, ohne erhöhte Anschaffungskosten. Dabei müssen jedoch oft Abstriche in Bezug auf die Lichtstärke und die Bildqualität gegenüber den entsprechenden Festbrennweiten in Kauf genommen werden.
Eine weitere Unterscheidung von Wechselobjektiven ist möglich nach folgenden Kriterien:
- Brennweite bzw. Brennweitenbereich:
- Fischaugenobjektiv
- Superweitwinkelobjektiv
- Weitwinkelobjektiv
- Normalobjektiv
- Teleobjektiv
- Superteleobjektiv
- Lichtstärke, d.h. der größt- oder kleinstmöglichen Blendenöffnung bzw. maximalen oder minimalen Lichtstärke:
- Lichtstarke Objektive mit Blenden im Bereich von etwa F1:1,2 bis F1:2,8,
- Standardobjektive mit Blenden im Bereich von etwa F1:2,8 bis F1:5,6,
- Lichtschwache Objektive mit Blenden ab etwa F1:5,6.
- Anwendungsgebiet und Verwendungszweck:
- Porträtobjektiv
- Makro-Objektiv u.a.
- Diverse weitere Konstruktions- und Ausstattungsmerkmale wie Autofokus, Innenfokussierung, Integration eines Ultraschall-Motors zur automatischen Fokussierung, einer elektronischen Funktion, die Verwacklungen automatisch ausgleicht (Anti-Shake) usw.
- Autofokus-Objektiv
- Spiegelobjektiv
- Shift-Objektiv
- Tilt-Objektiv u.a.
Bei Wechselobjektiven mit herausragenden Konstruktionsmerkmalen oder eng begrenzten Anwendungsgebieten spricht man auch von Spezialobjektiven; Beispiele hierfür sind Makro-Zoomobjektive sowie Shift-Objektive und Tilt-Objektive.
Anbieter
Zu den Herstellern von Wechselobjektiven für Spiegelreflexkameras gehören u.a.:
- Canon (EF-Objektive, FD-Objektive)
- Carl Zeiss (für Contax u.a.)
- Contax (nutzt Carl Zeiss T - -Objektive)
- Leica (R-Objektive, M-Objektive)
- Minolta (AF-Objektive, M-Objektive, V-Objektive, SR-Objektive)
- Nikon (Nikkor- und AF-Nikkor-Objektive)
- Olympus (Zuiko-Objektive, Four-Thirds-Objektive)
- Pentax (SMC-FA-Objektive, F-Objektive, SMC-A-Objektive, SMC-Objektive)
- Sigma (AF-Objektive für verschiedene Kamera-Bajonette)
- Tamron (AF-Objektive für verschiedene Kamera-Bajonette)
- Tokina (AF-Objektive für verschiedene Kamera-Bajonette)
Kategorie:Fototechnik
Zoomobjektiv
Ein Zoomobjektiv oder kurz Zoom ist ein Objektiv mit variabler Brennweite. (Daher auch "das Zoom" und nicht "der Zoom", wenn man das Objektiv meint.)
Funktion
Brennweite
Das Verschieben von Linsenelementen im Objektiv (durch Drehen oder Verschieben eines Rings am Objektiv oder Drücken einer Zoomtaste bei motorisch gesteuerter Zooms z.B. von Digitalkameras) bewirkt eine Veränderung der Brennweite. Bei hochwertigen Kameras ist damit eine stufenlose Anpassung des Bildausschnitts an das Motiv möglich, bei vielen einfacheren Modellen analog wie digital oft nur in wenigen Stufen. Zoomen verändert nur den Bildausschnitt, nicht die Aufnahmeperspektive.
Zoomobjektive sind eine kostengünstige und gewichtssparende Alternative zu einem Satz von Objektiven mit fester Brennweite, die den Bereich vom Weitwinkel- bis zum Teleobjektiven abdecken. Im Gegensatz zu einem festbrennweitigen Objektiv wird nicht eine Brennweite, sondern der abgedeckte Brennweitenbereich auf dem Objektiv angegeben (z.B. 35-80 mm oder 80-200 mm). Zoomobjektive lassen sich auich vorteilhaft einsetzen, wenn keine Zeit oder Gelegenheit (sandige Umgebung, Unterwasser etc.) für einen Objektivwechsel ist.
Standardzooms für Kleinbildkameras vom leichten Weitwinkel (ca. 35 mm) bis leichtem Tele (80 oder 115 mm) gehören immer öfter zur Grundausstattung. Es gibt auch reine Weitwinkel- oder Telezooms. Objektive mit einem Zoomfaktor von etwa fünf oder mehr werden oft als Superzoom bezeichnet.
Zoomobjektive mit elektromechanischer Verstellung des Brennweitenbereichs werden gelegentlich Power Zoom genannt.
Eigenschaften
Die Abbildungsleistung von Zoomobjektiven ist in der Regel schlechter als bei Objektiven mit einer Festbrennweite, da ihre Bauform einen Kompromiss der notwendigen Korrekturlinsen für die einzelnen Brennweiten darstellt. Außerdem sind Zoomobjektive in der Regel lichtschwächer, das heißt die minimale Blendenzahl ist größer. Typisch sind etwa 4,5-5,6 bei 28-100 mm -Objektiven (vereinzelt werden 2,8 bis 2,6 erreicht), wohingegen Festbrennweitenobjektive eine minimale Blendenzahl von 2,8 bis 1,4 (im Extremfall 1,0) erreichen.
Die Makro-Einstellung vieler Zooms für Nahaufnahmen ersetzt qualitativ kein speziell für große Abbildungsmaßstäbe berechnetes "echtes" Makroobjektiv.
Digitalzoom
Beim Digitalzoom handelt es sich um eine elektronische Ausschnittvergrößerung durch die Digitalkamera. Da dabei nur ein Teil der Sensorfläche der Kamera genutzt wird und dadurch weniger Pixel zur Verfügung stehen, ist das immer mit einem Verlust an Auflösung und damit Bildqualität verbunden.
Siehe auch:
- Superzoomobjektiv
- Normalobjektiv
Weblinks
- [http://micro.magnet.fsu.edu/primer/java/scienceopticsu/powersof10/index.html Zoomaufnahmen von der Milchstraße auf die Erde bis zu Quarks (exponentielle Vergrößerungen/Verkleinerungen] (Engl.)
Kategorie:Fototechnik
BrennweiteBrennweite ist in der Optik der Abstand eines Brennpunkts (auch Fokus genannt) von dem ihm zugeordneten Hauptpunkt auf der Linse oder dem Hohlspiegel beziehungsweise der Bildebene.
Hohlspiegel
Der Kehrwert der Brennweite (bezogen auf Luft) heißt Brechkraft D:
Die Brechkraft besitzt demzufolge die Einheit 1/Meter. Diese Einheit wird nur im Zusammenhang mit einer Brechkraft auch Dioptrie (Abkürzung: dpt) genannt.
Beispiel: Eine freistehende Linse der Brennweite 10 cm = 0,10 m (Meter) hat die Brechkraft von 1/(0,10 m) = 10 dpt.
Ein optisches System, das Licht in einem Punkt, dem Brennpunkt, vereinigt, hat eine Brennweite. Bei einer dünnen Linse ist die Brennweite in etwa die Entfernung des Brennpunktes von der Linse. Genauer bezeichnet die Brennweite die Entfernung der Hauptebene der Linse vom Brennpunkt.
Mit einer Sammellinse (auch Konvexlinse) kann man das Sonnenlicht so konzentrieren, dass z. B. Papier allein durch das Licht in Flammen aufgeht, daher rühren eigentlich die Begriffe Brennweite und Brennpunkt.
Eine Zerstreuungslinse (auch Konkavlinse) hat eine virtuelle (negative) Brennweite.
Werden Linsen dicht aufeinanderfolgend kombiniert, addieren sich die Brechkräfte der Einzellinsen unter Berücksichtigung des Vorzeichens für Sammel- bzw. Streulinsen
wobei f+ und f- die Brennweiten einer Sammel- bzw.Zerstreuungslinse bezeichnen und fS die Brennweite des Systems darstellt.
Bei verschiedenen optischen Systemen kann die Brennweite nicht direkt aus dem Abstand zwischen Objektiv und Bildebene abgemessen werden. Dabei handelt es sich um Systeme, bei denen der Strahlengang hinter dem Lichteintritt des Objektivs noch einmal aufgefächert wird, z.B. bei Zoom-Objektiven, bei Einsatz einer Barlow-Linse oder bei Spiegelobjektiven in der Bauart Schmidt-Cassegrain oder Maksutov.
Abhängigkeit von der Form
Bei einer sphärischen Linse ist die Brennweite im Zentralbereich eine andere als im Randbereich. Um den Brennweitenunterschied auszugleichen und das Bild scharf zu stellen gibt es mehrere Möglichkeiten. Dazu zählen: Abblenden (nur der mittlere Teil der Linse wird genutzt), Verwendung von Linsenkombinationen, die den Fehler ausgleichen, Verwendung asphärischer Linsen oder Spiegel (z.B. Parabolspiegel).
Abhängigkeit von der Farbe (Wellenlänge)
Glas hat normalerweise für verschiedene Farben eine unterschiedliche Brechkraft. Deshalb ist die Brennweite einer einfachen Linse abhängig von der Farbe und es können Farbsäume oder unscharfe Stellen auf Schwarz-Weiß-Bildern entstehen. Zum Ausgleichen kann man achromatische oder apochromatische Linsenkombinationen aus speziellen Gläsern verwenden.
Brennweitenangaben bei Digitalkameras
Zum Vergleich mit Kleinbildkameras wird bei Digitalkameras zusätzlich oder alternativ zur tatsächlichen Brennweite des Objektivs oft die Brennweite angegeben, die am Kleinbildformat (24mmx36mm) denselben Bildwinkel ergibt.
Durch die weite Verbreitung des Kleinbildformats wurde zur Einteilung in Teleobjektiv, Normalobjektiv und Weitwinkel nicht (wie es eigentlich korrekt wäre) der Bildwinkel herangezogen, sondern die Brennweite. Der Bildwinkel ändert sich jedoch, wenn bei gleicher Brennweite die Größe der lichtempfindlichen Fläche (das Aufnahmeformat) geändert wird. Die lichtempfindliche Fläche bei Digitalkameras ist meistens kleiner als das Kleinbildformat, der Bildwinkel ist daher ebenfalls kleiner.
Beispiele:
:9,7 mm (entspricht 38 mm Kleinbild)
:48,5 mm (entspricht 190 mm Kleinbild)
- Funktion: y = 3,92 x
- Umkehrfunktion: x = 0,26 y
Siehe: Brennweitenverlängerungsfaktor (auch Crop-Faktor genannt)
Kategorie:Geometrische Optik
Kategorie:Fototechnik
ja:焦点距離
Mittelformat
Als Mittelformat bezeichnet man in der Fotografie
# ein Aufnahmeformat mit klassischen Formaten wie 4,5×6 cm, 6×6 cm, 6×7 cm, 6×8 cm, 6×9 cm und Panoramafotos 6×17 cm sowie
# ein fotografisches System, das in der Regel Rollfilme und spezielle Mittelformatkameras einsetzt.
Bedeutung
Das Mittelformat ist nach wie vor im Bereich der anspruchsvollen Amateure und Profis ein beliebtes
Format, da es auf Grund der Negativgröße gegenüber dem Kleinbildformat weitaus bessere Ergebnisse liefert, aber gegenüber dem Großformat noch flexibel einsetzbar bleibt.
Die höhere erzielbare Bildqualität liegt zum einen in den in der Regel höherwertigen Systemkomponenten begründet, vor allem müssen jedoch Mittelformatnegative aufgrund ihrer größeren Abmessungen weniger stark vergrößert werden.
Aufnahmeformate
Kleinstes Mittelformat 4,5×6 cm:
Kleinstes Mittelformat 4,5×6 cm.
Klassisches Mittelformat 6×6 cm:
Klassisches Mittelformat 6×6 cm.
Rechteckiges Mittelformat 6×7 cm:
Rechteckiges Mittelformat 6×7 cm.
System der Rollfilme. Der B2-Normalfilm wurde 1932 standardisiert auf acht Aufnahmen 6×9 cm (B2-8); zuvor hatte der B2-Film in Deutschland nur sechs (B2-6) bzw. bei der "Kurzspule" nur vier Aufnahmen (B2-4). Die deutschen Bezeichnungen waren bis ca. 1960 in Benutzung.
Mittelformatfilm wird konfektioniert als Rollfilm.
Geschichte und Entwicklung
Als "Kleinbild" galt um 1908 das Format 4,5×6 cm, ein heutiges Mittelformat. In den 1920er und 1930er Jahren waren noch diverse andere Mittelformat-Varianten verbreitet wie 6,5×9 cm oder 4×6,5 cm
Boxkameras verwendeten die Aufnahmeformate 6,5x11 cm, 6×9 cm (2 1/4×3 1/4 Zoll), 5×7,5 cm, 4,5×6 cm (Halbierung von 6×9 cm), 3×4 cm (Halbierung des Formats 4×6,5 cm auf Film 127)
Der erste industriell gefertige Fotoapparat, die berühmte Kodak Nr. 1 (You press the button, we do the rest), zeichnete runde (!) Bilder mit einem Durchmesser von 65 mm auf.
Das Mittelformat war bis Ende der 1950er Jahre noch sehr stark verbreitet; in dieser Zeit hatte sich die Kleinbildfotografie noch nicht durchgesetzt, entsprechende Kompaktkameras gab es noch nicht und die Boxkameras mit Mittelformat-Rollfilm dominierten.
Heute wird das Mittelformat nur noch von engagierten Fotoamateuren und in der professionellen Fotografie eingesetzt.
Kategorie:Fototechnik
th:กล้องกลาง
Digitalkamera
Ein digitaler Fotoapparat, auch Digitalkamera genannt, ist ein Fotoapparat, bei dem das Aufnahmemedium Film durch einen elektronischen Bildwandler (Sensor) und ein digitales Speichermedium ersetzt wurde.
Funktionsweise
Das fotografische Bild entsteht in einer Digitalkamera in folgenden Schritten:
# Scharfstellung des Bildes
# Abschätzen einer sinnvollen Belichtungszeit und Blende
# optische Projektion durch das Objektiv;
# optische Filterung durch Infrarot- und RGB-Filter;
# Wandlung der Lichtintensitäten in analoge elektrische Signale in diskreten Elementen (Diskretisierung);
# Digitalisierung der Signale durch Analog-Digital-Wandlung (Quantisierung);
# Bildverarbeitung der Bilddatei:
## Farb-Rekonstruktion
## Umrechnung von Spannungen in Helligkeiten
## Rauschfilterung
## Entfernen bekannter Fehler des Bildaufnahmesystems (defekte Pixel, Übersprechen, Nachschärfen, Randabschattung, Verzeichnung)
# Komprimierung der Bilddatei;
# Speicherung der Bilddatei.
Bei einer Digitalkamera gelangt das Licht durch eine Linse, welche das Bild auf den Sensor wirft, in das Kameragehäuse. Vor dem Sensor durchläuft das Licht einen Infrarot- sowie anschließend einen RGB-Filter. Erst dann gelangt das Licht auf den Sensor, der die Helligkeit des einfallenden Lichts misst; die Photonen des Lichtes setzen Elektronen frei, deren Anzahl proportional zur Lichtintensität ist. Die Höhe der Spannung entspricht der Helligkeit des einzelnen Bildpunktes, Lichtsignale werden also in elektrische Signale umgewandelt; dieser Prozess ersetzt funktional den Film. Bis zu diesem Punkt der Bildverarbeitung handelt es sich also um einen vollständig analogen Prozess.
Die Digitalisierung erfolgt im A/D-Wandler, an den die analogen Signale aus dem CCD- bzw. CMOS-Sensor weitergereicht werden; dabei stellt eine CCD-Zelle in der Regel einen Pixel dar, deren Farbwert einzeln an den Wandler übertragen wird. Der A/D-Wandler führt eine Bildwandlung durch, die aus den Schritten Diskretisierung und Quantisierung besteht.
Die Diskretisierung bezeichnet die Bilderzerlegung in diskrete Einheiten. Da bei Kameras, die nach dem RGB-System arbeiten pro Pixel drei Farbwerte gespeichert werden müssen, findet eine Farbinterpolation statt. Dabei werden die zwei nicht registrierten Farbwerte aus den Werten der umliegenden Zellen interpoliert, das heißt nach einer Regel "geraten" (educated guess). Generell ist die Farbinterpolation eine Mittelwertbildung.
Anschließend erfolgt die Kompression zur Reduktion des Datenvolumens, wenn das Bild im JPEG- oder komprimierten TIFF-Datenformat gespeichert wird; inwieweit Rohdaten (Raw-Format) komprimiert werden, hängt vom proprietären Format des jeweiligen Herstellers ab.
Die digitale Bilddatei wird digital gespeichert und kann verlustfrei dupliziert und weiterverarbeitet werden. Die Digitalkamera verfügt über eine Schnittstelle, mit der die Bilder an andere digitale Geräte wie Computer sowie autarke Massenspeicher und Drucker übertragen werden können. Die digitale Bildbearbeitung ermöglicht es, die Bilder auf einem Personal Computer zu korrigieren oder zu verändern.
Bildwandlung
Wie bei einer Analogkamera wird das einfallende Licht mit einem Objektiv gesammelt und auf die Filmebene, in diesem Fall den Sensor, scharfgestellt (fokussiert). Der Sensor ist ein elektronisches Bauelement, das in der Regel eine deutlich kleinere Fläche hat als ein Bild auf analogem 35-mm-Film einer Kleinbildkamera; nur höherwertige Digitalkameras verfügen über einen Sensor in Größe des APS-C-Negativs oder sogar über einen Vollformatsensor.
Es werden grundsätzlich zwei Sensortypen unterschieden: Flächensensor und Zeilensensor.
Beim Flächensensor registriert der CCD entweder gleichzeitig die drei Grundfarben (One-shot-Kameras), oder nacheinander (Three-Shot-Kameras). Es existieren im Wesentlichen zwei verschiedene marktgängige Flächensensor-Typen, der CCD-Sensor (die meisten Digitalkameras von Sony, Nikon, Konica Minolta, Pentax, Olympus usw.) mit der Variante des Super-CCD-Sensor (nur Fujifilm) sowie der CMOS-Sensor.
Eine Sonderstellung nimmt der Foveon-Sensor ein, der in Sigma-Kameras zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich um einen dreischichtigen Sensor, der rotes, grünes und blaues Licht mit jedem Sensorelement aufzeichnet. Dem interessanten Prinzip zum Trotz hat auch die zweite Generation nicht zum durchschlagenden Erfolg geführt.
Zeilensensoren werden in Scannerkameras eingesetzt, die nach dem Scannerprinzip funktionieren, das heißt sie arbeiten ähnlich wie ein Flachbettscanner und tasten das Bild zeilenweise ab.
Bildverarbeitung
In einem digitalen Fotoapparat führt die Elektronik eine Reihe bildverändernder Verarbeitung vor, während und nach der Aufnahme durch; diese werden unter dem Begriff der Bildverarbeitung zusammengefasst. Diese ist zu unterscheiden von der Bildbearbeitung, die an der fertiggestellten Aufnahme durchgeführt wird.
Die Digitalkamera beeinflusst durch den Weißabgleich – wie auch die Videokamera – die Farbtreue bei Tageslicht oder Kunstlicht.
Die Homogenität, das heißt gleichmäßige Schärfe und Helligkeit über das gesamte Bild insbesondere am Bildrand, ist abhängig von der Optik und muss bei Abbildungsfehlern durch die kamerainterne Software ausgeglichen werden.
Die Qualität der kamerainternen Elektronik entscheidet auch über die Signaldynamik, das heißt die von der Kamera unterscheidbaren Helligkeitsstufen, sowie den Kontrastumfang des digitalen Bildes.
Die Kameraelektronik beeinflusst auch die Bildreinheit bzw. den Grad an Bildfehlern, die sich beispielsweise als Rauschen oder Artefakte zeigen. Bei Kameras mit einer Auflösung von drei Megapixeln und mehr lassen sich CCD-Fehler nicht mehr vermeiden: Einzelne Zellen arbeiten möglicherweise überhaupt nicht, andere arbeiten dagegen mit unterschiedlicher Empfindlichkeit usw. Solche "Aussetzer" müssen ebenso wie das besonders bei Nachtaufnahmen auftretende Bildrauschen von der Kamera-Elektronik ausgeglichen werden.
Zur Verbesserung der subjektiven Bildwirkung führt die Kameraelektronik darüber hinaus noch diverse Optimierungen durch. Dazu zählen beispielsweise:
- Scharfzeichnung: Erkennen und Verstärken von Übergängen im Bild;
- Kontrastanhebung: Anhebung des Kontrasts im Bild;
- Farbsättigung: Erhöhen der Farbsättigung;
Bevor ein Foto ausgelöst wird, wird der Autofokus in Gang gesetzt, der die Scharfeinstellung übernimmt. Auch wenn mehrere Fotos vom gleichen Objekt gemacht werden, muss jeweils eine Scharfeinstellung erfolgen.
Bei einigen Kameras kann der Autofokus abgestellt werden. Einen Schärfe-Einstellring sucht man bei den meisten Digitalkameras allerdings vergeblich. Lediglich über eine Menüstruktur kann eine manuelle Scharfeinstellung in Stufen erreicht werden, was die Einsatzmöglichkeiten von Digitalkameras begrenzt, zumal die manuelle Scharfeinstellung nur bei Spiegelreflexkameras zuverlässig funktioniert.
Auch wenn der Autofokus abgeschaltet wird, findet vor dem Auslösen in der Kameraelektronik noch ein Weißabgleich statt. Und weil das nicht reicht, findet auch noch ein Schwarzabgleich statt (um das elektronische Rauschen des Sensors und Fehlerpixel auszufiltern).
Optisches System
Bildrauschen
Durch die gegenüber einer Kleinbildkamera kleinere Bildfläche des Sensors ergeben sich für gleiche Bildwinkel andere Brennweiten für die Objektive; dies wird teilweise fälschlicherweise als Brennweitenverlängerung bzw. Brennweitenverlängerungsfaktor bezeichnet, obwohl sich die Brennweite des Objektives natürlich nicht ändern. Um die Objektive weiterhin auf einfache Weise mit dem herkömmlichen Kleinbildformat vergleichen zu können, geben viele Hersteller von kompakten Digitalkameras zusätzlich zur realen Brennweite ihre Objektive auch mit der Brennweite an, welche im Kleinbildformat den gleichen Bildwinkel erreichen würde.
Bei digitalen Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven, wird zumeist ein Umrechnungsfaktor angegeben – der so genannte Verlängerungsfaktor – mit dem die Brennweite des Objektivs multipliziert werden muss, um die Kleinbild-Brennweite zu errechnen, welche den gleichen Bildwinkel aufnimmt. Dies hat Nachteile im Weitwinkelbereich, da sich dort kleinere Bildwinkel in Richtung Normalobjektiv ergeben, Vorteile dagegen im Telebereich, da dort die kleineren Bildwinkel ein stärkeres Tele bedeuten.
Zusätzlich zu einem bei digitalen Kompaktkameras meist eingebauten optischen Zoom besitzen viele Modelle noch einen digitalen Zoom. Dabei handelt es sich um eine Interpolation, die das Bild zwar größer erscheinen lässt, tatsächlich findet jedoch nur eine Ausschnittsvergrößerung mit verringerter Auflösung statt. Digitalzooms sind ein reines Marketing-Konstrukt und haben keinen fotografischen Wert. Der funktional identische Effekt lässt sich mit jeder Bildbearbeitungssoftware nachträglich und mit jedem beliebigen Vergrößerungs bzw. "Zoomfaktor" realisieren.
Leistungsklassen und Auflösung
Digitalkameras mit Auflösungen unter zwei Megapixel gelten heute als Fun- bzw. Spielzeugkameras oder werden für spezielle Anwendungen (z.B. schnelle Serienbildfolgen, Schnappschüsse) eingesetzt. Darunter fallen auch Mikrokameras mit VGA-Auflösung (0,3 Megapixel), die als Schlüsselanhänger benutzt werden können, sowie nahezu alle derzeit verfügbaren Handy-Kameras (Stand: 2004).
Handy
Digitalkameras mit einer Auflösung von drei Megapixeln gelten heute (2004) als Einsteigerklasse. Sie sind ausgereift, preiswert und leicht zu bedienen. Sie genügen für Papierabzüge bis 10x15 cm. Bild-Dateigrößen liegen hierbei um 800KB. Unkomprimierte TIFF-Bilder können aber auch 10MB groß sein.
Auflösungen von vier bis fünf Megapixeln gelten als Mittelklasse, High-End-Geräte verfügen derzeit (Stand: 2004) über Auflösungen von 8 bis 16 Megapixeln; bei diesen Auflösungen sind problemlos Ausbelichtungen im Format 21x29,7 cm (DIN A4) möglich. Zu beachten ist jedoch auch hier, dass sich die Bildformate der Kamera unterscheiden von den Bildformaten, die von Fotolaboren für Papierabzüge angeboten werden. Das an Din A4 am nächste kommende Format ist beim Papierabzug 20x30cm. Beim Papierabzug fehlt also in der Regel etwas vom Digitalbild.
Die Profiklasse bietet Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven, erweiterten Einstellungsmöglichkeiten sowie mit CCD- bzw. CMOS-Sensoren mit Auflösungen ab etwa 6 Megapixeln zu Preisen von unter 1000 EUR (Stand: 2004). Die Anzahl der Pixel ist in der Profiklasse von untergeordnetem Rang; entscheidend sind vielmehr die Qualität des Objektivs und der Bildwandlung sowie Einstellungsmöglichkeiten und Aufnahmegeschwindigkeit.
Zum Vergleich: Bei der herkömmlichen analogen Kleinbild-Fotografie spricht man von 30 Megapixeln, die mit einem guten Film erzielt werden können. Diese Auflösung wird zum Beispiel von dem Negativfilm Kodak Ektar 25 prof. erreicht (Auflösung 200 Linien / mm bei 1000:1 Kontrast). Nahezu jeder fotografische Film bietet heute eine Auflösung von zumindest 100 Linien pro Millimeter, ein Kleinbildfilm hat daher eine Auflösung von mindestens 3600x2400 Pixeln, also etwa 8,6 Megapixel; derartige Vergleiche sind jedoch aus verschiedenen Gründen problematisch; vgl. hierzu Ausbelichtung und Kodachrome.
Neben der CCD-Auflösung entscheiden aber auch das optische System und die Elektronik über das Gesamtergebnis. Diese drei "Säulen" zusammen ergeben die eigentlich relevante Effektivauflösung, die nur anhand von Testbildern, zum Beispiel nach dem Auflösungschart ISO 12233, festgestellt werden kann. Die Effektivauflösung wird von der jeweils schwächsten "Säule" bestimmt.
Die Grenze der Auflösung wird sowohl bei der analogen als auch digitalen Fotografie durch die Objektive bestimmt. Die besten zur Zeit (2003) auf dem Markt verfügbaren Objektive wie zum Beispiel das Leica Summilux-R 1:1,4/80 mm (2003: 3000 Euro) haben das Auflösungsvermögen von vergleichbaren 20 Megapixeln. Ein sehr gutes Zoom-Objektiv wie das Canon 28-70mm f/2.8 (2003: 1000 Euro) hat eine Auflösung von ca. 61 lp/mm (Linienpaaren/Millimeter), was etwa 13 Megapixeln entspricht. Leider wird bei billigen Digitalkameras hauptsächlich an der Optik gespart.
Für verschiedene Zielgruppen und -einsätze reichen bestimmte Auflösungen aus:
- 2-3 Megapixel: Schnappschüsse, Urlaubsfotos, Kompaktkameraersatz,
- 3-4 Megapixel: Abzüge bis maximal DIN A4-Größe,
- > 5 Megapixel: professioneller Einsatz durch Designer und Grafiker.
Geschwindigkeit
Die Arbeitsgeschwindigkeit einer Digitalkamera wird vor allem durch vier charakteristische Merkmale bestimmt:
# Aufnahmebereitschaft, also die Zeitspanne, die der digitale Fotoapparat nach dem Einschalten benötigt, um eine Fotografie anfertigen zu können;
# Auslöseverzögerung, also die Zeitspanne die zwischen Drücken des Auslösers und tatsächlicher Bildaufzeichnung verstreicht;
# Bildfolgezeit, also die Zeitspanne nach einer Aufnahme, nach der die Kamera ein Folgebild anfertigen kann. In direktem Zusammenhang hiermit steht die maximale Bildfrequenz der Digitalkamera.
# Fokussiergeschwindigkeit, also die Zeitspanne, die der Autofokus zur Scharfstellung benötigt.
Trotz einer rasanten technischen Entwicklung sind heute noch nahezu alle digitalen Kompaktkameras signifikant langsamer als ihre Äquivalente im Kleinbildbereich (Stand: 2004).
Vor allem die Bildfolgezeiten brechen oft nach wenigen Aufnahmen massiv ein, während bei Kleinbildkameras über den gesamten Film hinweg die gleiche Geschwindigkeit erreicht werden kann.
Die Auslöseverzögerung und Bildfolgezeit sind bei hochwertigen digitalen Kameras hingegen vergleichbar zu ihren analogen Pendants.
Energieversorgung
Jede Digitalkamera benötigt eine kontinuierliche Energieversorgung, die in der Regel über ein Netzteil oder einen Akku gewährleistet wird; daneben gibt es auch einige Spezialkonstruktionen, die beispielsweise auf Solarenergie basieren.
Digitalkameras brauchen bei weitem mehr Energie als analoge Fotoapparate. Dies ist ein großer Nachteil der Geräte und beim Umstieg auf die digitale Fotografie zu beachten. Insbesondere der ständige Gebrauch eines eingebauten Mini-Monitors und die Blitzverwendung sind große Stromfresser.
Die Kapazität des Akkus bestimmt – in Verbindung mit der Leistungsaufnahme der Kameraelektronik und deren Stromsparfunktionen – über die maximale Betriebsdauer der Kamera, bis ein Akkuwechsel nötig wird.
Proprietäre Akkutypen sind deutlich teurer als Standard-Akkus (Mignon AA oder AAA etc.), aber häufig auch leistungsfähiger. Ein durchschnittlicher Akku von 2000mAh versorgt eine Digitalkamera für Energie zum Aufnehmen von rund 200 Bildern. Es sollten keine Nickel-Cadmium-Akkus (NiCD), sondern nur hochwertige NiMH-Akkus mit mindestens 1800mAh verwendet werden. Noch länger haltende Lithium-Ionen-Akkus sind nur für wenige Digitalkameratypen auf dem Markt.
Dateiformat
Damit ein Bild mit einer Auflösung von zwei Megapixeln und drei Farben pro Pixel nicht sechs Megabyte (unkomprimierte Dateigröße) auf die Speicherkarte schreiben muss, wird es komprimiert.
Als verlustbehafteter Modus steht nach EXIF-Standard das JPEG-Format zur Verfügung, als verlustfreier Modus wird TIFF angeboten; daneben können einige höherwertige Kameras die digitalen Bilder in einem proprietären Rohdatenformat (RAW) speichern.
Da für das Format der Rohdaten kein Standard existiert, sind die Bilddaten unterschiedlicher Kamerahersteller und sogar unterschiedlicher Baureihen eines Herstellers untereinander nicht kompatibel und müssen vor der Betrachtung oder Bearbeitung mittels einer vom Kamerahersteller bereitgestellten Anwendung in ein Standard-Bildformat (meist TIFF oder JPG) konvertiert werden. Es existieren auch Anwendungen und Plugins für Bildbearbeitungsprogramme von Drittherstellern, die RAW-Daten verschiedener Kameras lesen und verarbeiten können.
RAW-Daten werden auch als digitales Negativ bezeichnet. Ähnlich zur analogen Fotografie kann man davon ausgehend viele Parameter vor Erstellung der eigentlichen Bilddaten beeinflussen: Gammakorrektur, Weißabgleich, Helligkeit, Kontrast, Schärfe.
RAW-Daten weisen aufgrund ihrer verlustlosen Speicherung keine Fragmente auf. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist der größere Farbumfang. Während JPG-Bilder mit 8 Bit je Farbe gespeichert werden, liegen RAW-Daten in 12 oder sogar 14 Bit vor. Die Bilder liegen somit in größerer Farbabstufung vor.
Neuere Kameras bieten auch die Möglichkeit, kurze Videosequenzen aufzunehmen, die meist im Motion JPEG- oder Apple Quicktime-Format gespeichert werden, jedoch aufgrund der zu erreichenden Bildwiederholrate meist in niedrigerer Auflösung als die von der Kamera aufgenommen Bilder. Die Auflösung liegt deutlich unter den Werten aller gängigen Videokameras.
Digitalkameras betten in die Bilddaten auch so genannte Metainformationen ein, die im EXIF-Standard spezifiziert sind. Diese EXIF-Metadaten finden sich im so genannten Header der Bilddatei. Viele Bildbearbeitungsprogramme sowie spezielle Tools können diese Daten auslesen und anzeigen. Sie können auch Anwendung finden bei der Ausbelichtung des digitalen Bildes auf Fotopapier im Fotolabor.
Zu den via EXIF automatisch für jede Aufnahme gespeicherten Parametern gehören beispielsweise:
- Datum und Uhrzeit
- Belichtungszeit
- Blendeneinstellung
- Belichtungsprogramm
- Sensor-Empfindlichkeit (in ASA)
- Blitzverwendung
Speichermedien
Sensor-Empfindlichkeit
Gespeichert werden die Bilder in der Kamera auf verschiedenen Speichermedien. Gebräuchlich sind vor allem CompactFlash, Memory Stick, Microdrive, SmartMedia, SD Memory Card (bzw. der Vorgänger Multimedia Card) sowie xD-Picture Card; ältere Digitalkameras verwendeten daneben auch Floppy Disks, PCMCIA-/PC Cards oder Compact Discs.
Geräteschnittstellen
Softwareschnittstellen zwischen Bildeingabegerät und Bildverarbeitungspogramm
SANE
TWAIN
Weitere Ausstattungsmerkmale
Weitere relevante Ausstattungsmerkmale sind:
- Bedienung
- Abmessungen
- Gewicht
- Lichtstärke des Objektivs
- Qualität der Objektivs (Abbildungsfehler)
- Optischer Zoom
- Digitaler Zoom
- Weißabgleich
- Sonnenlichtabdeckung des Displays
- Digitaler Sucher
- Systemgeschwindigkeit (Serienbildfunktion, Auslöseverzögerung etc.)
- Akkuart und -kapazität
- Schnittstellen
- Speichermedium
- Dokumentation
- Service und Garantie
- Zusatzfunktionen wie Panorama-Bildfunktion, Sprachaufzeichnung, Videoaufnahme, Selbstauslöser, Fernbedienung, Belichtungskorrektur, einstellbare Empfindlichkeit, Akku-Restanzeige
- Integration in ein bestehendes Kamerasystem, digital oder analog
- mögliches Zubehör (Blitz, Objektive, Filter, Fernauslöser)
Geschichte und Entwicklung
Digitalkameras wurden ab Mitte der 80er Jahre zunächst vorwiegend von professionellen Fotografen im Bereich der Studio-, Mode- und Werbefotografie sowie ab Mitte der 90er Jahre auch in der Reportagefotografie eingesetzt. Frühe serienreife Modelle wurden von Apple ([http://en.wikipedia.org/wiki/Apple_QuickTake Apple QuickTake]), Sony (Mavica) und Canon (Ion) angeboten; Minolta (Dimage), Nikon (Coolpix) und Olympus (Camedia) u. a. folgten mit eigenen Modellreihen. 2002 wurde erstmals eine digitale Spiegelreflexkamera mit einem Sensor in voller Kleinbildgröße von Canon vorgestellt.
Im Heimanwenderbereich setzen sich Digitalkameras ab Ende der 1990er Jahre durch und erzielen aufgrund rapide fallender Preise mittlerweile höhere Umsätze als analoge Fotogeräte. 2002 machten bei Fotokameras Umsätze mit Digitalkameras in Deutschland bereits 60% aus und 2003 wurden erstmals mehr Digitalkameras als analoge Fotokameras verkauft. Der Schwerpunkt lag dabei bei einfachen digitalen Sucherkameras. Digitale Spiegelreflexkameras (D-SLR) sind preislich im Jahr 2004 zum Teil unter die 1.000 Euro-Schwelle gesunken (z.B. Canon EOS 300D, Nikon D70, Olympus E-300).
Mittlerweile 2005 bieten die meisten Hersteller von digitalen Spiegelreflexkameras Einsteigermodelle für zum Teil deutlich unter 1000 EUR (z.B. Canon, Nikon, Olympus und Pentax).
Damit verbunden ist außerdem eine stürmische Belebung im gesamten Fotohandel, der vor Einführung der Digitalkameras als gesättigt und technologisch ausgereizt galt. Trotz anfänglicher Befürchtungen hat die Einführung des digitalen Fotografierens auch zu keinem Rückgang im Auftragsvolumen in den Fotolaboren geführt. Es werden vielmehr sogar Steigerungen festgestellt. Auch heute wollen die Fotografen ihre Bilder noch auf Papierabzügen sehen.
Digitalkameras werden seit Anfang des 21. Jahrhundert zunehmend in andere Geräte integriert:
- Fast alle modernen Mobiltelefone besitzen eine eingebaute Digitalkamera. Mittlerweile werden hier auch Modelle mit ein bis zwei Megapixel verbaut.
- Für Personal Digital Assistants sind externe Handy-Module verfügbar, oder eine einfache Digitalkamera ist in den PDA integriert.
- Video-Camcorder besitzen Fotofunktionen, die ähnlich wie Digitalkameras arbeiten.
Andererseits verfügen viele digitale Fotoapparate über die Möglichkeit, Filme in VHS-Qualität mit Ton aufzunehmen oder die digitalen Signale ohne Zwischenspeicherung direkt an die Schnittstelle zu übertragen. Damit können diese Digitalkameras auch als Webcam genutzt werden.
Anbieter
Die größten Hersteller der digitalen Fotoapparate sind: Canon, Sony, Konica Minolta, Nikon, Olympus und Kodak. Auch verbreitet sind Kameras von Agfa, BenQ, Casio, Contax, Epson, Fujifilm, HP, JVC, Kyocera, Leica, Panasonic, Pentax, Praktica, Ricoh, Rollei, Samsung, Sanyo, Sigma und Toshiba.
Siehe auch
- Bildrauschen bei der Digitalfotografie
- Bildgebendes Verfahren und Bildregistrierung
- Fernsehtechnik und Videotechnik
- Filmkunst
- Fotohandy
Literatur
- N.N.: Digitale Fotografie. Elektronik ersetzt Film (Info & Grundlagen). In: Elektor 10/98, S. 54-58
Weblinks
- [http://uwpix.net/index.php?/archives/9-Sensorgroesse-Megapixel-vs.-Bildrauschen.htmlextended Zusammenhang zwischen Sensorgröße und Bildrauschen]
-
Kategorie:Digitalfotografie
ja:デジタルカメラ
ko:디지털 카메라
TeleobjektivEin Teleobjektiv ist eine optische Vorrichtung mit einer gegenüber dem Normalobjektiv längeren Brennweite, und damit kleinerem Bildwinkel. Teleobjektive können als Wechselobjektiv an geeignete Kameras angeschlossen werden oder sind in diese fest integriert. Sie dienen dazu, weiter entfernte Objekte ähnlich einem Fernglas zu vergrößern bzw. näher 'heranzuholen'. Teleobjektive sind nicht zu verwechseln mit Zoomobjektiven, die eine Verstellung der Brennweite erlauben, jedoch nicht zwingend eine Tele-Brennweite erreichen müssen.
Teleobjektive unterscheiden sich von den konstruktiv einfacheren Fernobjektiven dadurch, dass durch entsprechende Linsenkombinationen (erst eine positive Gruppe (Sammellinse), dann eine negative Gruppe (Zerstreuungslinse)) eine kürzere Bauform als die Nenn-Brennweite ermöglicht wird. Die Umkehrung der Tele-Bauweise ist die Retrofokus-Bauform. Sie wird z.B. für Weitwinkelobjektive an einäugigen Spiegelreflexkameras verwendet.
Der dem natürlichen menschlichen Blickfeld entsprechende Sehwinkel wird als 'Normalbrennweite' bezeichnet; sie entspricht beim Kleinbildformat einem Objektiv mit einer Brennweite von 50 bis 60 mm; beim Mittelformat verlängert sich aufgrund des größeren Abbildungsformats die Brennweite auf 75 bis 80 mm, bei kleineren Filmformaten oder (bei Digitalkameras) Sensorgrößen verringert sich die Brennweite entsprechend. Brennweiten, die größer als die Normalbrennweite sind, werden als Teleobjektive bezeichnet, Objektive mit kürzerer Brennweite dagegen als Weitwinkelobjektive.
Es werden nach Brennweite und dem primären Verwendungszwecke verschiedene Klassen von Teleobjektiven unterschieden:
- Portraitobjektive - Ein Teleobjektiv mit einer so genannten leichten (kleinen) Telebrennweite zwischen etwa 80 und 135 mm (bezogen auf Kleinbild) wird aufgrund der verringerten Schärfentiefe und der als angenehm verzerrungsfrei, aber noch nicht als flach empfundenen Abbildung menschlicher Gesichter gerne für die Porträtfotografie verwendet, um das Gesicht oder die Person aus dem Hintergrund 'herauszulösen'. Typische Portraitbrennweiten sind
- 80 mm (diagonaler Bildwinkel 30°),
- 100 mm (diagonaler Bildwinkel 24°) und
- 135 mm (diagonaler Bildwinkel 18°).
- Standardteleobjektive - Ein Teleobjektiv mit einer so genannten mittleren Telebrennweite zwischen etwa 135 und 200 mm (bezogen auf Kleinbild), häufig in Verbindung mit einer verringerten Lichtstärke im Bereich von F1:4,0 bis F1:5,6; das Brennweitenspektrum des Standardteles verschiebt sich seit einigen Jahren aufgrund von Fortschritten in der Objektivkonstruktion bis in den Bereich von 300 mm. Diese Objektive werden gerne in der Reise-, aber auch in der Naturfotografie verwendet. Typische Standardtelebrennweiten sind
- 180 mm, wie das legendäre Carl Zeiss Sonnar 2,8/180 (erstmals zur Olympiade 1936 vorgestellt)
- 200 mm (diagonaler Bildwinkel 12,3°) und
- 300 mm (diagonaler Bildwinkel 8,2°).
- Superteleobjektive - Ein Teleobjektiv mit einer so genannten starken (großen) Telebrennweite jenseits von 200 mm (bezogen auf Kleinbild), meist in Verbindung mit vergleichsweise großer Lichtstärke im Bereich von F1:2,8 bis F1:4,0. Solche Objektive werden bevorzugt in der Tier- und Sportfotografie eingesetzt. Typische Supertelebrennweiten sind
- 400 mm (diagonaler Bildwinkel 6,2°),
- 500 mm (diagonaler Bildwinkel 5,0°),
- 600 mm (diagonaler Bildwinkel 4,1°),
- 800 mm (diagonaler Bildwinkel 3,1°) und
- 1200 mm (diagonaler Bildwinkel 2,1°).
Preiswerte Teleobjektive für Fotoamateure weisen meist eine geringere Lichtstärke auf, daher sind sie weniger für schlechte Lichtverhältnisse, kurze Verschlusszeiten oder Available Light Fotografie geeignet.
Hochwertige Teleobjektive sind dagegen hochlichtstark, apochromatisch korrigiert, extrem groß, schwer und teuer. Sie werden oft in Kombination mit einem Telekonverter (Extender) benutzt, um die Festbrennweite einfach zu erweitern.
In der Telefotografie gilt die Faustregel, dass zum Erzielen verwacklungsfreier Bilder mindestens mit einer Verschlusszeit fotografiert werden sollte, die dem Reziprokwert (Kehrwert) der Brennweite entspricht. Bei 200 mm Brennweite sollte daher mit 1/200 Sekunde oder kürzer belichtet werden. Bei extremen Telebrennweiten jenseits der 300 mm empfiehlt sich dennoch in jedem Fall die Verwendung eines Einbein- oder Dreibeinstativs.
Siehe auch: Portal:Fotografie, Normalobjektiv, Weitwinkelobjektiv, Zoomobjektiv, Wechselobjektiv, Objektiv, Fotoapparat.
Kategorie:Fototechnik
Künstlerische FotografieAls künstlerische Fotografie werden Anwendungen fotografischer Mittel bezeichnet, deren Anliegen inhaltlich ausgedrückt werden sollen (und meist nicht unmittelbar die kommerzielle Verwertung ist). In der künstlerischen Fotografie wird das Medium Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel oder zum Erzielen aufklärerischer, sozialkritischer oder anderer ideologischer bzw. politischer Wirkungen verwendet. Die Differenzierung zwischen künstlerischer und angewandter Fotografie hat sich etwa ab 1945 herausgebildet.
Die Anfänge der künstlerischen Fotografie setzen stilistisch in der Kunst des späten Biedermeier an, deren Ziel die möglichst authentische Darstellung der Wirklichkeit war. Die künstlerische Fotografie löste sich jedoch rasch von dieser Zielsetzung und gliederte sich in zahlreiche Stilrichtungen und Genres auf.
Zur künstlerischen Fotografie gehören zumindest teilweise die Stilrichtungen Dokumentar-, Reportage-, Porträt-, Industrie-, Architektur-, Werbe-, Mode-, Akt-, Natur- und Landschafts-, Genre- und experimentelle Fotografie.
Zeitschriften:
- Camera Work
Galerien:
- Galerie 291
Bedeutende Vertreter:
- Edward Steichen,
Genres:
- Dadaismus
- Surrealismus
Typische Methoden:
- Fotografik
- Fotogramm
- Pseudo-Solarisation
- Schadografie
- Fotomontage
- Chemographie
Bedeutende Vertreter:
- László Moholy-Nagy
- Man Ray
- Christian Schad
Bedeutende Vertreter:
- George Grosz,
- John Heartfield,
- Hannah Höch,
- Klaus Staeck
- Annegret Soltau
Siehe auch
Portal:Fotografie, Geschichte der Fotografie, Chronologie der Fotografie, Theorie der Fotografie, Fotoästhetik.
Literatur
- U. Berns: Fotografie und Fotolabortechnik. Itzehoe, 1990
- Otto Croy: Schritt um Schritt zur Foto Grafik. Seebruck: Heering 1964/1972
- W. Koschatzky: Die Kunst der Photographie – Technik, Geschichte, Meisterwerke. Köln, 1993
- Fritz Matthies-Masuren: Die künstlerische Photographie. Bielefeld u. Leipzig: Velhagen & Klasing 1922
- H. Schulz: Fotoschule. München, 1989.
Kategorie:Fotopraxis
Kategorie:Fototheorie
Aktfotografie
Als Aktfotografie bezeichnet man ein Genre der künstlerischen Fotografie, dessen Thema die Darstellung des nackten (Vollakt) oder teilweise nackten (Halbakt) menschlichen Körpers ist. Die Bestimmung des ästhetischen Wertes einer Aktfotografie und die Abgrenzung der Aktfotografie von der erotischen Fotografie ist intersubjektiv nur schwer zu leisten, darüber hinaus gibt es zahlreiche Überschneidungen mit der Pornografie; Aktfotografie und erotische Fotografie stehen immer im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, Ästhetik, Kitsch, Provokation und dem Verstoß gegen die „guten Sitten“ oder die Sexualmoral.
Auch das Zeigen primärer Geschlechtsmerkmale ist mittlerweile nicht mehr völlig tabu. Im Gegensatz zur Pornografie verfolgt die Aktfotografie nicht das Ziel, den Betrachter zu erregen. Das schließt natürlich nicht aus, dass sie dennoch in dieser Absicht konsumiert wird.
Die Aktfotografie gilt, neben der Porträtfotografie, als hohe Schule der Fotografie; neben technischen Fertigkeiten und einem gekonnten Umgang mit dem Licht als Gestaltungsmittel muss der Aktfotograf auch kommunikative Fähigkeiten mitbringen und eine positive Beziehung zu seinem Modell aufbauen können. Üblicherweise wird zwischen Fotograf und Model ein Modelvertrag abgeschlossen, in dem neben Honorar Veröffentlichungsrechte und Anderes geregelt werden.
Subgenres und Sujets
Modelvertrag
Aktfotografie bietet drei grundlegende Darstellungsformen des Aktes: Den "klassischen" Vollakt (einfacher Hintergrund, Vollakt, Modell ist vollständig nackt), die Darstellung von Detailansichten (Details des Körpers, abstrahierend und anonymisierend, Betonung auf Formen und Strukturen, Nahaufnahme), sowie den Halbakt (Modell ist teilweise bekleidet oder teilweise durch Accessoires verhüllt).
Neben diesen drei Grundformen hat sich die Aktfotografie in zahlreiche Sub-Genres oder Sujets mit verschiedenen, teilweise spezifischen, Techniken aufgefächert. Dazu gehören beispielsweise:
- High-Key- und Low-Key-Aufnahmen
- Männerakt
- Mädchenakt
- Körperbemalung und -projektion
- Outdoor-Akt
- Studioakt
Geschichte und Entwicklung
Der Akt ist ein klassisches Motiv in der bildenden Kunst; bereits die frühen Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Kreta, Indien unter anderem) kennen Aktdarstellungen. Die Entwicklung lässt sich weiter verfolgen über die griechische Plastik, mit Einschränkungen auch durch die Kunst des Mittelalters bis in die europäische Kunst der Neuzeit. Seit der Renaissance gehört das Studium des menschlichen Körpers zur Ausbildung an Kunstakademien.
Seit etwa 1847 ist die Aktdarstellung auch Gegenstand der Fotografie; die damaligen Daguerreotypien wurden häufig entsprechend dem Zeitgeschmack handkoloriert. Zu den ersten Aktfotografen zählen beispielsweise Philippe Derussy, E. Delacroix, Eugène Durieu und B. Braquehais. Zu den Modellen zählten neben Professionellen auch Prostituierte; neben künstlerischen Aktfotografien wurden auch „pikante“ Aktbilder angefertigt, die den Widerwillen von Moral- und Gesetzeshütern erregten.
Aktfotografie und Recht
Die Grenzen zwischen Aktfotografie, erotischer Fotografie und Pornografie sind fließend, den subjektiven Moralvorstellungen des Einzelnen und den jeweils allgemein gültigen kulturellen Vorstellungen von "guten Sitten" unterworfen. Eine Darstellung wird heute nach deutschem Recht als pornografisch bezeichnet, wenn sie unter Hintenansetzen sonstiger menschlicher Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher, anreißerischer Weise in den Vordergrund rückt, und wenn ihre objektive Gesamttendenz ausschließlich oder überwiegend zur Aufreizung des Sexualtriebs abzielt (Stefen, 1989). Das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) beinhaltet ein Totalverbot bestimmter pornografischer Schriften, die als sozialschädlich eingestuft werden (§ 184 Abs. 3).
Andererseits schützt das deutsche Grundgesetz explizit die Kunst: Die Kunst ist frei; die Freiheit der Kunst ist in Art. 5 Abs. 3 GG ohne Vorbehalt gewährleistet. Der Kunstbegriff ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht auf ein bestimmtes Niveau und daher auch nicht auf "wertvolle" oder gar klassische Kunst beschränkt (Beschluss vom 3. Juni 1987, Az: 1 BvR 313/85, BVerfGE 75, 369). Die Abwägung zwischen Kunstschutz und anderen durch die Verfassung geschützten Rechtsgütern, beispielsweise Jugendschutz, beschäftigt regelmäßig die Gerichte, so beispielsweise im Juni 1990 im Fall Opus Pistorum.
Der Jugendschutz bildet ein besonderes Problemfeld, da das Verbot einer Vorzensur ein komplexes Indizierungsverfahren so genannter jugendgefährdender Medien notwendig macht.
Aktfotografie und Moralvorstellungen
Bild:Aktfoto-3.jpg
Bild:Aktfoto-2.jpg
Bild:P9040181.JPG
Image:Nude Man.jpg
: „Weibliche Nacktheit muss man den Männern mit dem Teelöffel geben, nicht mit der Schöpfkelle“ (Coco Chanel)
Ob es sich bei einem Bild um Kunst, Kitsch oder gar Provokation handelt, liegt immer im Auge des Betrachters. Eine (ebenfalls subjektive) Definition von Günter Rinnhofer:
„Ein Aktfoto ist dann gut wenn das Model es beim Geburtstag der Großmutter am Kaffeetisch rumzeigt und die Anwesenden es gut finden.“
Andere Definitionen sind weitaus kontroverser:
- So ging es Horst Werner immer um die Provokation, um das Hervorrufen von Emotionen: Ihm war Abscheu oder Verstörung (zum Beispiel Akt auf einem Friedhof, Akte von Behinderten) lieber als Gleichgültigkeit.
- Die Arbeiten von Jeff Koons bewegen sich zwischen Kitsch und Pornografie.
- Fotografen wie Joel-Peter Witken rufen mit ihren Arbeiten starke Emotionen bis hin zu Abscheu hervor.
- Nan Goldin zeigt mit ihren Aktfotografien innere Ängste und Zwänge auf.
- Bettina Rheims schockiert mit ihrer Direktheit.
- Aktfotografien von Petter Hegre bewegen sich an der Grenze zur Pornografie.
- Natasha Merritt exhibitionierte sich mit ihren Digital Diaries, in dem sie sich bei sexuellen Handlungen mit sich selbst und verschiedenen Männern und Frauen fotografiert hat.
- Terry Richardson macht grundsätzlich überhaupt keine Unterschiede zwischen Akt-, Porno-, Kunst- und Modeaufnamen mehr und integriert sich selbst, als Protagonisten nicht selten in das Geschehen gleich mit ein.
Wichtige Aktfotografen
- Nobuyoshi Araki
- David Bailey
- Günter Blum
- Jacques Bourboulon
- Christian Coigny
- Klaus Ender
- David Hamilton
- Sam Haskins
- Petter Hegre
- Irina Ionesco
- Thomas Karsten
- Richard Kern
- Eric Kroll
- Annie Leibovitz
- Robert Mapplethorpe
- Hans-Peter Muff
- Helmut Newton
- Uwe Ommer
- Paul Outerbridge
- Man Ray
- Bettina Rheims
- Terry Richardson
- Günter Rößler
- Jan Saudek Meister der Koloriertechnik (kolorieren)
- Jeanloup Sieff
- Roy Stuart
- Jock Sturges
Literatur
- David Daye: Aktfotografie München 2001, ISBN 3-87467-774-5
- Roger Hicks, Frances Schultz: Aktfotografie München 1997, ISBN 3-87467-698-6
- Michael Köhler, Gisela Barche: Das Aktfoto -Ästhetik, Geschichte, Ideologie Bucher, München 1985, ISBN 3-7658-0675-7
- Martin Sigrist, Matthias Stolt: Die neue Akt Fotoschule Gilching 2000, ISBN 3-933131-00-6.
- Achim Sommer, Nils Ohlsen (Hrsg.): Der Akt in der Kunst des 20. Jahrhunderts Wienand, Köln 2002, ISBN 3-87909-795-X.
- Michael Köhler, Gisela Barche: Ansichten vom Körper - Das Aktfoto 1840-1986. Ed. Stemmle, Schaffhausen, ISBN 3-7231-6900-7
- William F. Ewing (Herg.): Das Jahrhundert des Körpers - Figürliches Fotografieren. Seemann, Berlin 2000, ISBN 3-363-00747-7
Weblinks
- [http://www.agfanet.com/de/cafe/photocourse/classiccourse/9808/cont_index.php3 Agfanet: Klassischer Fotokurs - Lektion 10: Aktfotografie]
- [http://www.akakt.de/ Arbeitskreis künstlerische Aktfotografie e. V.]
- [http://www.aktgalerie.de/ Aktgalerie.de - Erotische Aktfotografie, zahlreiche Aussteller verschiedenster Stilrichtungen]
Siehe auch: Fotografische Genres, Erotische Fotografie, Nacktheit, Porträtfotografie, Pornografie
Kategorie:Fotopraxis
Kategorie:Nichtsexuelle Nacktheit
Fischaugen-Objektiv
Das Fischauge, häufig auch Fisheye oder Froschauge genannt, ist ein spezielles Objektiv. Es hat eine sehr kurze Brennweite und damit einen sehr großen Bildwinkel (meist 180° in der Bilddiagonale). Im Gegensatz zu normalen Objektiven ist es nicht korrigiert und verzeichnet damit sehr stark tonnenförmig. Die Herstellung von Fischaugen-Objektiven ist dadurch aber einfacher.
Wirkung
Beim Fischauge sind sämtliche geraden Linien, die nicht durch den Bildmittelpunkt laufen, gekrümmt (tonnenförmige Verzeichnung). Dies soll dem Bild entsprechen, welches ein Fisch hat, der von unten durch die Wasseroberfläche schaut; so ist auch der Name des Objektivs entstanden.
Einsetzen kann man das Fischauge für Panoramaaufnahmen von Landschaften oder für Effektbilder. Ein zu häufiger Einsatz nutzt aber den Effekt ab und ermüdet den Betrachter.
Fisheyes für das Kleinbildformat haben Brennweiten um 16 mm, (Mittelformat 30 mm), einen diagonalen Bildwinkel von 180° und ein vollformatiges Bild. Die zweite Gruppe von Fisheyes hat Brennweiten um 8 mm, dabei wird das Foto nicht mehr komplett belichtet, sondern nur noch eine Kreisfläche in der Bildmitte (entsprechend dem Abbildungskreis dieser Objektive). Erstere Objektive nennt man daher auch Vollformatfischaugen, die zweite Gruppe kreisrunde (zirkulare) Fisheyes. Den größten Bildwinkel hatte mit 220° das Nikon Fisheye mit 6 mm Brennweite. Seltener sind Fischaugen mit Brennweiten zwischen 8 und 16 mm.
Um den Fischaugen-Effekt zu erzielen, sind auch Vorsatzlinsen für normale Objektive erhältlich, dabei müssen aber erhebliche Einbußen bei der Bildqualität in Kauf genommen werden.
Abbildungsfunktionen
Die Abbildung eines seitlichen Objektes in einem Winkel w zur optischen Achse führt zu einer Bildlage im Abstand r von der (Film-)Bildmitte. Die Art und Weise dieser Umsetzung ist die Abbildungsfunktion. f ist die Brennweite des optischen Systems.
Normales (Nicht-Fischauge-)Objektiv:
- gnomonisch: , wirkt wie die Lochkamera. Gerade Linien bleiben gerade (verzeichnungsfrei). w muss kleiner als 90° bleiben. Der Öffnungswinkel wird symmetisch zur optischen Achse gemessen, wodurch er kleiner als 180° bleiben muss. Große Öffnungswinkel erfordern einen extremen Aufwand und führen zu sehr hohen Preisen.
Fischaugen können verschiedene Abbildungsfunktionen haben:
- linear geteilt (äquidistant): (w in °[engl. DEGree]), geeignet für Winkelmessungen (Sternekarten). PanoTools geht davon aus.
- orthografisch: , wirkt wie eine Kugel, auf die die Umgebung raufgelegt ist, max. 180° Öffnungswinkel.
- flächentreu (equisolid angle = raumwinkelgleich): , wirkt wie das Spiegelbild auf einer Kugel, beste Raumwirkung (unverfäschte Entfernung), geeignet zum Flächenvergleich (Bewölkungsgradbestimmung). Dieser Typ hat sich durchgesetzt und auch die Fotografen müssen sich damit abfinden - denn er staucht die Objekte am Bildrand. Der Preis einer solchen Optik ist hoch, aber nicht extrem.
- winkeltreu (stereografisch): , wäre ideal für Fotografen - denn er staucht die Objekte am Bildrand nicht. Für diesen Typ wurde bisher keine Optik entwickelt, die Abbildung ist aber softwaremäßig leicht zu realisieren.
Alle Fischaugetypen krümmen gerade Linien. Nur durch die tonnenförmige Verzerrung sind Öffnungswinkel von 180° und mehr möglich.
Weblinks
- [http://www.fisheyelens.de tonnenförmige Verzerrung mit Öffnungswinkel von 180° ]
- [http://panotools.sourceforge.net Pano Tools freie Software zum Entzerren von FishEye-Bildern]
- [http://www.cs.umd.edu/hcil/fisheyemenu/fisheyemenu-demo.shtml Fischaugen-Menü] (englisch)
Siehe auch
- Hugin (Software)
- Gaußsche Krümmung
Kategorie:Fototechnik
ja:魚眼レンズ
SuperweitwinkelobjektivAls Superweitwinkelobjektiv bezeichnet man ein Weitwinkelobjektiv mit einer so genannten starken (d.h. kleinen) Weitwinkelbrennweite jenseits von 28 mm (bezogen auf das Kleinbildformat).
Solche Objektive werden gezielt und bewusst beispielsweise in der künstlerischen und der Naturfotografie, aber gelegentlich auch in der Aktfotografie eingesetzt, um spektakuläre Effekte durch die für diese Brennweite typischen Verzerrungen zu erzielen.
Das Superweitwinkelobjektiv mit der kürzesten Brennweite, das noch relativ verzerrungsfrei und scharf abbildet, ist das Goertz-Hypergon, das einen Bildwinkel von 130° abbilden kann.
Typische Superweitwinkelbrennweiten für das Kleinbildformat sind:
- 24 mm (diagonaler Bildwinkel 83°)
- 20 mm (diagonaler Bildwinkel 94°)
- 17 mm (diagonaler Bildwinkel 104°)
Kategorie:Fototechnik
FotoamateurAls Amateurfotograf, Fotoamateur oder (leicht abwertend) Knipser bezeichnet man einen Fotografen, der nichtberuflich Bilder aufnimmt; der Begriff bildet daher einen Gegensatz zum so genannten professionellen bzw. Berufsfotografen, der seinen hauptberuflichen Lebensunterhalt mit dem Anfertigen von Fotografien bestreitet. Teilweise wird auch ein Unterschied zum Kunstfotografen konstruiert, dieser ist jedoch keinesfalls zwingend.
Merkmale und Abgrenzung
Die Unterscheidung zwischen Amateur- und Berufsfotograf bezieht sich ausschließlich auf die berufliche Tätigkeit und enthält keine Abwertung des Amateurs. Der Amateurfotograf nimmt überwiegend sein familiäres und privates Umfeld auf, fotografiert auf Reisen, im Urlaub und bei familiären Anlässen. Beliebte Genres der Amateurfotografie sind auch die Kinder- und (Haus-) Tierfotografie.
Teilweise wird auch der engagierte Fotoamateur vom einfachen Fotoamateur unterschieden, wobei der engagierte Amateurfotograf teilweise auf professionellem Niveau fotografiert. Die engagierten Fotoamateure investieren viel Geld und Zeit in ihr bedeutendstes Hobby, sind häufig aktive Mitglieder in Fotoclubs und nehmen an Fotowettwerben teil. Ein Teil dieser "Edelamateure" vermarktet seine gelungensten Aufnahmen semi-professionell für Bildarchive oder in nebenberuflicher Mitarbeit bei Lokalzeitungen. Die Fotografie bietet dem engagierten Fotoamateur dadurch eine Möglichkeit zur Selbstverwirklichung und Identifikation.
Auch die engagierten Amateurfotografen verfügen i.d.R. über keine reguläre fotografische Ausbildung, sondern haben sich Technik und Praxis autodidaktisch oder beispielsweise in Kursen in Volkshochschulen angeeignet. Sie lesen regelmäßig die für den Fotoamateur konzipierten Publikumszeitschriften, während spezielle Branchenblätter den Profis vorbehalten sind und nicht in den Zeitschriftenhandel gelangen.
Der Begriff Knipser enthält dagegen häufig eine pejorative Konnotation als Dilettant und soll Fotografierende kennzeichnen, die ohne Kenntnise oder Interesse an Fototechnik oder Bildgestaltung typischerweise Schnappschüsse aufnehmen, eben ohne besonderen Anspruch "knipsen". Für diesen einfachen Fotoamateur ist Fotografieren nur eine Freizeitbeschäftigung unter (vielen) anderen, er hat keinen besonderen Erwartungen an seine Aufnahmen und identifiziert sich nicht durch das Fotografieren.
Knipser oder einfache Fotoamateure verfügen häufig weder über Fachkenntnisse, noch über die Bereitschaft, mit den Eigenschaften des Fotoapparats, der Fototechnik oder der Bildgestaltung zu beschäftigen. Sie wollen typischerweise einfach nur genau das Bild, das sie sehen, dauerhaft festhalten.
Knipser in der Fototheorie
Eine spezielle Bedeutung hat der so genannte Knipser in der Fototheorie von Vilém Flusser, der die Fotografie als Urtyp des technischen Bildes sieht. Flusser spricht der gegenständlichen Fotografie in seiner Analyse die Fähigkeit ab, neue und damit unwahrscheinliche Bilder zu schaffen; er sieht jedoch auch gleichzeitig das Potenzial der Fotografie, aus den Apparatezwängen auszubrechen.
Flusser unterscheidet dazu einerseits zwischen dem Knipser und dem Dokumentaristen und andererseits dem [echten] Fotografen bzw. dem Einbildner; der Fotograf "sucht nach Unwahrscheinlichem, nach Informationen", der Knipser dagegen "will sein Spiel mit der Kiste immer mehr dank immer perfekterer Automation simplifizieren. Der für ihn undurchsichtige Apparat berauscht ihn. Fotoamteurklubs sind Orte der Berauschung an apparatischer Komplexität, Orte für Trips, nachindustrielle Opiumhöhlen" (Was tun, um von der Kiste nicht aufgefressen zu werden?, 1983, veröffentlicht in Standpunkte, 1998).
Der Knipser huldige einer Massenkultur, einer "überall auf der Welt identischen Weltanschauung", der Fotoapparat bewirke eine "Fotomanie der ewigen Wiederholung gleicher oder sehr ähnlicher Bilder", eine "Sucht nach Redundanz" (a.a.O.).
Knipser und Dokumentaristen "stellen Apparategedächtnisse her, nicht Informationen, und je besser sie dies tun, desto besser belegen sie den Sieg der Apparate über den Menschen" (Für eine Philosophie der Fotografie, 1983).
Abzulesen sei dieser Fluß bewusstlos ausgelöster Bilder" am Schaffen des Knipsers: "Wer im Album eines Amateurfotografen blättert, ersieht darin nicht etwa festgehaltene Erlebnisse, Erkenntnisse und Werte irgendeines Menschen, sondern automatisch verwirklichte Apparatmöglichkeiten. Er ersieht, wo der Apparat überall war und wie dort der Knipser funktioniert hat".
Ein Knipser ist bei Flusser zwar typischerweise, aber nicht ausschließlich der Fotoamateur; der Dokumentarist, der gegenständliche Bilder fotografiert und versucht, die so genannte Wirklichkeit möglicht exakt abzubilden, fällt ebenfalls in diese Gruppe der Schöpfer redundanter Fotografien.
Der Einbilder zeichnet sich dagegen durch Ausbrechen aus den Apparatemöglichkeiten, durch Überlisten des Apparateprogramms und durch Herausholen von etwas Verborgenem aus. "Wirklich ist weder das Erkennende noch das zu Erkennende, sondern erst das Erkannte", denn: "Jede echte Fotografie ist das Resultat dieses Kampfes des Fotografen gegen das Kameraprogramm, aber auch das Resultat einer Zusammenarbeit zwischen Kamera und Fotograf. Denn der Fotograf versucht zwar, mit der Kamera zu machen, was er will, aber tatsächlich kann er nur tun, was die Kamera tun kann".
Die Herausforderung für den Fotografen bestehe darin, "dieser Flut der Redundanz informative Bilder entgegenzusetzen" (Für eine Philosophie der Fotografie, 1983). Flusser findet diese Leistung vor allem in der künstlerischen und in der experimentellen Fotografie, bei Fotografen also, die gegen den "Mediencharakter" des Fotoapparats anfotografieren und eben unwahrscheinliche, noch nicht gesehene Bilder schaffen.
Geschichte und Entwicklung
Siehe Amateurfotografie.
Siehe auch
- Amateurfotografie
- Knipserfotografie
- Arbeiterfotografie
- Kodak No. 1
- Professionelle Fotografie und Berufsfotograf
Literatur
- Timm Starl: Knipser. Die Bildgeschichte der privaten Fotografie in Deutschland und Österreich von 1880 bis 1980. München; Berlin: Koehler & Amelang, 1985. ISBN 3-7338-0200-4 ([http://library.fes.de/fulltext/afs/htmrez/80105.htm Rezension])
- Pierre Bourdieu u.a.: Un art moyen. Essai sur les usages sociaux de la photographie. 1965 (dt. Übers. Eine illegitime Kunst. Die sozialen Gebrauchsweisen der Photographie. Frankfurt am Main 1981).
- Susan Sontag: On Photography. 1977 (dt. Übers. Über Fotografie, 1980; 15. Aufl. 2003).
- Vilém Flusser: Ins Universum der technischen Bilder. Göttingen 1990
- Vilém Flusser: Für eine Philosophie der Photographie. Göttingen 1983
Weblinks
- http://www.foto.unibas.ch/~rundbrief/les71.htm - Timm Starl, Kurator der Ausstellung „Knipser" im Münchner Stadtmuseum (Rundbrief Fotografie: "Im Gespräch")
Kategorie:Fotografie
VerschlusszeitAls Verschlusszeit wird die Belichtungszeit bezeichnet, die durch einen Kameraverschluss gebildet wird. Die Steuerung erfolgt entweder rein mechanisch oder elektronisch.
Die übliche Verschlusszeitenreihe halbiert bei jedem Einstellungsschritt die Länge der Zeit, die der fotografische Film dem Lichteinfall ausgesetzt ist. Die Zeitangaben auf dem Verschlusszeiteneinstellrad einer Kamera werden in Reziprokwerten (Nenner des Bruchs) angegeben.
Daraus ergibt sich beispielhaft die folgende Zeitenreihe in Sekundenbruchteilen:
: 2 - 4 - 8 - 15 - 30 - 60 - 125 - 250 - 500 - 1000 - 2000
Bei jeder Stufe dieser Zeitreihe halbiert sich die Lichtmenge, die den Film belichtet. Kürzere Belichtungszeiten können durch größere Blendenöffnungen (= kleinere Blendenzahl) kompensiert werden, dabei entspricht eine Stufe der Blendenreihe einer Stufe der Zeitreihe.
Kameras mit elektronischem Verschluss können im Vergleich zu den klassischen Zeit- und Blendenreihen diverse weitere Belichtungszeiten und Blendenöffnungen einsteuern. Neben kürzeren (1/2000, 1/4000 usw.) und längeren Verschlusszeiten können dabei noch Zwischenstufen in halben oder drittel Blendenstufen eingesteuert werden. Programmautomatiken zeigen die jeweils elektronisch gewählte Zeit-/ Blendenkombination bei einfach ausgestatteten Kameramodellen häufig nicht mehr an.
Kategorie:Fototechnik
SpiegelreflexkameraAls Spiegelreflexkamera bezeichnet man eine Bauart für einen Fotoapparat, bei der das Motiv zur Betrachtung vom Objektiv über einen Spiegel umgelenkt auf einer Mattscheibe abgebildet wird.
Mattscheibe
Geschichte und Entwicklung
Das Spiegelreflex-Prinzip wird erstmals von Johannes Zahn im Jahr 1686 beschrieben: Durch eine Linse gelangt ein Bild auf einen Spiegel, der das Bild auf eine waagerechte Mattscheibe umlenkt.
Die erste Spiegelreflexkamera nach diesem Prinzip wurde 1861 von Thomas Sutton konstruiert. 1893 wurde ein Wechselmagazin für die Spiegelreflexkamera patentiert. Die erste in Deutschland hergestellte Spiegelreflexkamera war die Zeus-Spiegel-Kamera und stammte aus dem Werk von Richard Hüttig in Dresden.
Die erste in Großserie hergestellte SLR (Single Lens Reflex) war die EXA, gefertigt bei Ihagee in Dresden. Ebenfalls von dieser Firma stammte die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt, die 'Kine-Exakta', vorgestellt auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1936. Ihr Konstrukteur war Karl Nüchterlein(1904-1944).
Ihagee
Funktionsweise
Bei einer Spiegelreflexkamera gelangt das Licht durch die Linse des Objektivs (1) und wird dann vom Schwingspiegel reflektiert (2) und auf die Mattscheibe projiziert (5). Mit einer Sammellinse (6) und durch die Reflexion innerhalb des Pentaprismas (7) wird das Bild schließlich im Sucher (8) sichtbar. Es gibt auch Spiegelreflexkameras, die anstelle eines Prismensuchers mit Pentaprisma (7) einen Lichtschachtsucher verwenden.
Während einer Aufnahme klappt (bei der Einäugigen Spiegelreflexkamera) der Spiegel nach oben (im Bild durch einen Pfeil gekennzeichnet) und der Verschluss (3) öffnet sich; das Bild wird dann nicht mehr in das Pentaprisma umgelenkt, sondern gelangt auf die Filmebene (4) bzw. den Film.
Bei einigen Sonderkonstruktionen wird anstelle des Schwingspiegels ein fest montierter, teildurchlässiger Spiegel verwendet, der bei motorbetriebenen Kameras erheblich schnellere Aufnahmefolgen erlaubt, allerdings auch ein dunkleres Sucherbild liefert und natürlich weniger Licht zum Film durchläßt.
Typen
Grundsätzlich werden zwei Typen von Spiegelreflexkameras unterschieden: ein- und zweiäugige Spiegelreflexkameras.
Zweiäugige Spiegelreflexkamera
Die zweiäugige Spiegelreflexkamera (engl. Twin lens reflex, TLR) besitzt an ihrer Vorderseite immer zwei Objektive gleicher Brennweite. Hier wird durch das erste (untere) Objektiv der Film belichtet. Dieses Aufnahmeobjektiv hat immer einen Zentralverschluss. Das zweite (obere) Objektiv projiziert über einen Spiegel ein seitenverkehrtes Abbild auf eine Mattscheibe. Über den Entfernungseinstellungsmechanismus werden beide Objektive parallel bewegt, so dass über die Mattscheibe scharf gestellt werden kann.
Typische Vertreter sind Rolleiflex und Mamyia C, wobei nur noch die Rolleiflex hergestellt wird (in zwei Varianten für Mittelformat und einer für Minox-Kleinstbildformat).
Dieser Kameratyp hat eine Reihe von Vorteilen:
- das Sucherbild ist immer sichtbar und wird nicht von der Arbeitsblende abgedunkelt;
- das Aufnahmegeräusch ist extrem leise und
- die Auslösung des Kameraverschlusses bewirkt praktisch keine Erschütterungen.
Dem stehen einige Nachteile gegenüber:
- aufwändige Objektive werden aus Kostengründen nicht realisiert, da sie doppelt erforderlich wären;
- es entsteht ein Parallaxenfehler, der besonders bei Nah- oder Makroaufnahmen bemerkbar ist, da die optischen Achsen der beiden Objektive gegeneinander verschoben sind. | | |