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Werra-Meißner-Kreis
Der Werra-Meißner-Kreis ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Kassel in Nord-Hessen. Nachbarkreise sind im Norden der niedersächsische Landkreis Göttingen und der thüringische Landkreis Eichsfeld, im Osten die ebenfalls thüringischen Landkreise Unstrut-Hainich-Kreis und Wartburgkreis sowie die kreisfreie Stadt Eisenach, im Süden der Landkreis Hersfeld-Rotenburg, im Südwesten der Schwalm-Eder-Kreis und im Westen der Landkreis Kassel.
Geografie
Namensgebend für den Kreis ist einerseits der Fluss Werra, der von Thüringen kommend das Kreisgebiet im Südosten betritt, das nordöstliche Kreisgebiet durchfließt und nordwestlich von Witzenhausen das Kreisgebiet wieder verlässt um in Hann. Münden zusammen mit der Fulda die Weser zu bilden. Andererseits namensgebend ist der Hohe Meißner, der Teil des "Hessischen Berglands" ist und mit 753,6 m Höhe den höchsten Berg in Nordost-Hessen darstellt.
Geschichte
Das Kreisgebiet gehörte schon seit dem 12. Jahrhundert zur Landgrafschaft Hessen, später zu Hessen-Kassel, das Anfang des 19. Jahrhunderts zur Kurfürstentum Hessen aufstieg. 1821 entstanden innerhalb des Kurfürstentums die beiden Landkreise Eschwege und Witzenhausen, welche auch nach 1866 weiter bestanden, als das Kurfürstentum Hessen Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau wurde. Im Rahmen der hessischen Kreisreform wurden beide Landkreise zum 1. Januar 1974 zum "Werra-Meißner-Kreis" vereinigt. Kreisstadt wurde Eschwege, da die Stadt etwas zentraler liegt und auch größer ist als Witzenhausen.
Wappen
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn A 4 Dresden - Eisenach - Kirchheimer Dreieck und die Bundesautobahn A 38 Göttingen - Halle/Leipzig. Außerdem wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen und Kreisstraßen erschlossen, darunter die B 7, die B 27 und die B 451.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. Juni 2005)
Weblinks
- [http://www.werra-meissner.de/ Offizielle Website des Werra-Meißner-Kreises]
-
- [http://www.useme.de/ Useme.de das Regionalportal im Werra-Meißner-Kreis]
Werra-Meissner
Kategorie:Nordhessen
Landkreis
Ein Kreis (in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und teilweise in Hessen) oder Landkreis (in allen anderen Flächenländern) ist nach deutschem Kommunalrecht ein Gemeindeverband und eine Gebietskörperschaft. Er verwaltet sein Gebiet nach den Grundsätzen der gemeindlichen Selbstverwaltung.
Gliederung der (Land-)Kreise
Alle Kreise bzw. Landkreise Deutschlands untergliedern sich in mehrere (kreisangehörige) Gemeinden. Die Anzahl der Gemeinden je Kreis ist sehr unterschiedlich und reicht von 6 Gemeinden im Landkreis Ammerland (Niedersachsen) bis zu 235 Gemeinden im Landkreis Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz). Dabei haben nicht alle Gemeinden eine eigene Verwaltung ("Einheitsgemeinde"). Viele haben sich zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu Verwaltungsgemeinschaften zusammen geschlossen. Diese haben je nach Bundesland unterschiedliche Bezeichnungen, Eigenschaften und Kompetenzen. Siehe hierzu den Artikel Zusammenarbeit von Gemeinden.
Bezeichnungen der Gemeinden
Einige kreisangehörige Gemeinden können auch besondere Bezeichnungen tragen, die sie aufgrund ihrer Geschichte oder Größe erhalten haben, Beispiele: Stadt, Markt, Flecken, Bergstadt etc. Bezeichnungen dieser Art sind verwaltungsrechtlich ohne Bedeutung. (Siehe hierzu den Artikel Gemeindearten in Deutschland).
Einige kreisangehörige Städte erhalten in verschiedenen Bundesländern auf Grund ihrer Einwohnerstärke einen verwaltungsrechtlichen Sonderstatus, der mit der Übertragung weiterer Aufgaben verbunden ist. Das geschieht von Land zu Land unterschiedlich auf Antrag oder von Amts wegen, sobald die vorgeschriebene Einwohnerzahl erreicht ist. Die Schwelle ist ebenfalls in den Bundesländern unterschiedlich festgelegt. Sie liegt in Baden-Württemberg bei 20.000, in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bei 25.000 bzw. 60.000 Einwohnern. Diese Sonderstatusstädte bleiben zwar kreisangehörig, tragen dann aber eine besondere Bezeichnung, z.B. Große Kreisstadt, Große selbständige Stadt, Große kreisangehörige Stadt oder Mittelstadt.
Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern (in einigen Bundesländern auch kleinere Städte) sind in den meisten Bundesländern kreisfrei, das heißt, sie gehören keinem Kreis/Landkreis an. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gibt es jedoch Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, die kreisangehörige Städte sind, z.B. Hildesheim, Moers, Neuss, Recklinghausen, Siegen, Reutlingen.
Hinweis: Der Begriff "Große Kreisstadt" hat nicht unbedingt etwas mit dem Sitz ("Kreisstadt") des Kreises zu tun. Eine Große Kreisstadt muss nicht Sitz des Landkreises sein. Beispiel: Backnang ist "Große Kreisstadt" im Rems-Murr-Kreis, Sitz des Rems-Murr-Kreises ist jedoch Waiblingen, welche aber selbst ebenfalls Große Kreisstadt ist. Das heißt, auch eine Große Kreisstadt kann Sitz des Kreises sein. (Weitere Beispiele hierzu: Die Große Kreisstadt Neuburg an der Donau ist Kreissitz des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen, die Große Kreisstadt Freising ist Sitz des Landkreises Freising). Im Gegensatz dazu ist die Kreisstadt des Hohenlohekreises Künzelsau keine Große Kreisstadt, weil sie weniger als 20.000 Einwohner hat.
Aufgaben
Der Land-/Kreis und die kreisangehörigen Gemeinden stehen zueinander in einem engen partnerschaftlichen Verhältnis. Sie teilen sich die Erledigung derjenigen Aufgaben, die von einer kreisfreien Stadt allein wahrgenommen werden. Aufgrund der Einwohnerzahl und der damit verbundenen unterschiedlichen Leistungsfähigkeit erledigen größere kreisangehörige Gemeinden zusätzlich Aufgaben, die für kleinere Gemeinden der Kreis wahrnimmt. Der Kreis nimmt sich also dann einer Aufgabe an, wenn die Leistungsfähigkeit der Gemeinde nicht ausreicht oder ein finanzieller Ausgleich zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Kreis notwendig, aber auch wenn eine einheitliche Erledigung über Gemeindegrenzen hinweg erforderlich ist. Das sind in erster Linie Dienstleistungen, wie zum Beispiel der Bau und die Unterhaltung von Kreisstraßen, das Führerscheinwesen, das Gesundheitswesen, der Katastrophenschutz, die Lebensmittelüberwachung, die Müllbeseitigung, der Öffentliche Personennahverkehr, die Sozialhilfe, das Rettungswesen, der Tierschutz u.a.
Zur Verwaltung des Land-/Kreises ist am Sitz der Gebietskörperschaft (in der "Kreisstadt") eine Behörde (Landratsamt, Kreisverwaltung, Kreishaus etc.) eingerichtet. Hier hat der Landrat seinen Dienstsitz. Dieser nimmt neben den kommunalen Aufgaben "als verlängerter Arm des Staates" aber auch Aufgaben als untere staatliche Verwaltungsbehörde (Organleihe) wahr. So führt er die allgemeine Aufsicht und die Sonderaufsicht über die kreisangehörigen Gemeinden aus. Er kann zum Beispiel auch Leiter des Schulamts und der Kreispolizeibehörde sein.
Der Deutsche Landkreistag beschreibt ausführlich die [http://www.kreise.de/landkreistag/kreisaufgaben-index.htm Aufgaben der Kreise].
Geschichte
Die Bezeichnung Kreis für eine politische Einrichtung mit Verwaltungsaufgaben geht auf das tschechische Wort kraj (=Land) bis ins Mittelalter zurück. Anfangs des 19. Jahrhunderts versuchte der Preußische Staatsmann Freiherr vom Stein nach dem Modell der Städteordnung von 1808 auch im ländlichen Raum die volle Selbstverwaltung der Bürger einzuführen. Realisiert wurde sein Vorschlag erst in den achtziger Jahren, als die ersten Kreisordnungen erlassen wurden, z.B. für die preußische Provinz Westfalen 1886 und die Rheinprovinz 1887.
Politik
Organe des Kreises sind
- der Kreistag, die Volksvertretung des Kreises, die alle fünf (in Bayern alle sechs Jahre) gewählt wird,
- der Landrat je nach Bundesland als Vorsitzender des Kreistages bzw. des Kreisausschussses und Leiter der Kreisverwaltung und
- in einigen Ländern der Kreisausschuss.
Zur Deckung ihres Finanzbedarfs erheben die Kreise eine Kreisumlage von den kreisangehörigen Gemeinden.
Interessenvertretung
Zur Koordination und zur politischen Interessenvertretung sind alle 323 Landkreise in [http://www.kreise.de/landkreistag/mitgl-index.htm 13 Landesverbänden] und auf Bundesebene im Deutschen Landkreistag (DLT) zusammengeschlossen. Dieser repräsentiert 74% der Aufgabenträger, 68% der Bevölkerung und 96% der Fläche Deutschlands.
Siehe auch
- Liste der Landkreise in Deutschland
- Bezirk
- für die polnischen Landkreise Powiat
Weblinks
- [http://www.landkreistag.de/ Homepage des Deutschen Landkreistages]
- [http://www.kreisnavigator.de/ Kreisnavigator des DLT - Der direkte Zugriff auf alle offiziellen Kreispräsentationen incl. Adressdatenbank]
Kategorie:Landkreis
Kategorie:Politische Geographie
Kategorie:Kommunalverwaltung
Kategorie:Körperschaft des öffentlichen Rechts
Regierungsbezirk Kassel
Der Regierungsbezirk Kassel ist einer von dreien in Hessen. Er liegt im Norden des Landes. Flächenmäßig ist er der größte hessische Bezirk.
Verwaltungsgliederung
Geschichte
Der Regierungsbezirk Kassel wurde 1945 bei Bildung des Landes Hessen als einer von drei Regierungsbezirken (neben Darmstadt und Gießen) errichtet. Seine Geschichte geht jedoch zurück bis ins Jahr 1866. Damals wurde das ehemalige Kurfürstentum Hessen (Kassel) von Preußen annektiert und zusammen mit dem ebenfalls annektierten Fürstentum Nassau zur Provinz Hessen-Nassau vereinigt.
Innerhalb dieser Provinz bildete das ehemalige Kurfürstentum Hessen den Regierungsbezirk Kassel. 1929 wurde ihm der aufgelöste Freistaat Waldeck (ehemaliges Fürstentum Waldeck) zugeordnet und 1944 kamen die Kreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern sowie die kreisfreie Stadt Hanau zum Regierungsbezirk Wiesbaden. In den nunmehr verbleibenden Grenzen wurde der Regierungsbezirk Kassel 1945 Bestandteil des Landes Hessen.
Er umfasste somit ab 1945 die kreisfreien Städte Fulda, Kassel und Marburg an der Lahn sowie die Landkreise Eschwege, Frankenberg, Fritzlar-Homberg, Fulda, Hersfeld, Hofgeismar, Hünfeld, Kassel, Marburg, Melsungen, Rotenburg an der Fulda, Wolfhagen, Waldeck (Korbach), Witzenhausen und Ziegenhain (heute: Schwalmstadt (Schwalm-Eder-Kreis)).
Bei der Gebietsreform, die in Hessen im Wesentlichen zwischen 1972 und 1977 vollzogen wurde (im Raum Mittelhessen erst 1979), wurden die Landkreise zu größeren Verwaltungseinheiten zusammen geschlossen sowie die kreisfreien Städte Marburg an der Lahn und Fulda in die umliegenden Landkreise integriert.
Mit Bildung des neuen Regierungsbezirks Gießen im Jahre 1981 gab man den inzwischen neu gebildeten Landkreis Marburg-Biedenkopf an den neuen Bezirk Gießen ab. Seither umfasst der Regierungsbezirk Kassel die kreisfreie Stadt Kassel und die oben genannten sechs Landkreise.
Regierungspräsidenten in Kassel
- 1867-1872 Eduard von Moeller
- 1872-1876 Ludwig von Bodelschwingh
- 1876-1881 August Freiherr von Ende
- 1881-1886 Botho Graf zu Eulenburg
- 1886-1887 Eduard Magdeburg
- 1887-1893 Anton Rothe
- 1893-1899 Maximilian Graf Clairon d'Hassouville
- 1899-1905 August von Trott zu Solz
- 1905-1919 Graf von Bernstorff
- 1919-1926 Gustav Springorum
- 1926-1927 Dr. Otto Stoelzel
- 1927-1933 Dr. Ferdinand Friedensburg
- 1933-1944 Konrad von Monbart
- 1944-1945 Ernst Beckmann
- 1945-1962 Dr. Fritz Hoch
- 1962-1975 Alfred Schneider
- 1975-1979 Dr. Burghard Vilmar
- 1979-1984 Heinz Fröbel
- 1984-1987 Dr. Burghard Vilmar
- 1987-1991 Dr. Ernst Wilke
- 1991-1993 Ilse Stiewitt
- 1993-1996 Inge Friedrich
- 1996-1999 Bertram Hilgen
- 1999-2003 Oda Scheibelhuber
- 2003 Lutz Klein
Literatur
- Eckhart G. Franz: Die Chonik Hessens Chronik Verlag, Dortmund 1991; ISBN 3-611-00192-9
Weblinks
[http://www.rp-kassel.de RP-Kassel]
Kassel
Kassel
Kategorie:Kassel
Landkreis Göttingen
Der Landkreis Göttingen ist der südlichste Landkreis von Niedersachsen. Er grenzt im Westen an den hessischen Landkreis Kassel, im Norden an die Landkreise Northeim und Osterode am Harz, im Osten an den thüringischen Landkreis Eichsfeld und im Süden an den hessischen Werra-Meißner-Kreis.
Geschichte
Der Landkreis Göttingen wurde in seiner jetzigen Form im Rahmen der kommunalen Gebietsreform am 1. Januar 1973 gebildet.
Der neue Landkreis setzte sich aus den 1885 geschaffenen preußischen Landkreisen Göttingen, Duderstadt und Münden sowie der bis dahin kreisfreien Stadt Göttingen zusammen. Der Landkreis Duderstadt hatte zu diesem Zeitpunkt 41.000 Einwohner, der Altkreis Göttingen 65.000 Einwohner (ohne die Stadt Göttingen).
Wirtschaft
Die Wirtschaftsförderung für den Landkreis Göttingen wird durch die Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH geleistet.
Städte und Gemeinden
(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)
Einheitsgemeinden
Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
- Sitz der Samtgemeindeverwaltung
Weblinks
- [http://www.wrg-goettingen.de Website der Wirtschaftsförderung Region Göttingen]
- [http://rathaus.goettingen.de/pics/medien/1_1065079107/1_II__5-Gesetz_Neugliederung_Gemeinden_20.11.72.pdf Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Göttingen vom 20. November 1972] (PDF)
- [http://www.soziales-goettingen.de Wegweiser Online] Online-Datenbank der Sozialen Einrichtungen in der Stadt Göttingen sowie des Landkreises Göttingen
Gottingen
Kategorie:Göttingen
Unstrut-Hainich-Kreis
Der Unstrut-Hainich-Kreis ist ein Landkreis im Nordwesten von Thüringen.
Geografie
Der Kreis wurde nach dem Fluss Unstrut und dem Höhenzug "der Hainich" benannt. Nachbarkreise sind im Nordwesten der Landkreis Eichsfeld, im Nordosten der Kyffhäuserkreis, im Osten der Landkreis Sömmerda, im Süden der Landkreis Gotha und der Wartburgkreis und im Westen der hessische Werra-Meißner-Kreis.
Der 1997 gegründete Nationalpark Hainich ist der 13. Nationalpark Deutschlands.
Im Unstrut-Hainich-Kreis liegt der [http://www.mittelpunkt-deutschlands.de/ geographische Mittelpunkt] Deutschlands, wenn man von den Extremen ausgeht (Lage des nördlichsten, östlichsten usw. Punkt in Deutschland). In der Gemarkung der Gemeinde Oberdorla wurde eine Steinplatte auf 51° 10' nördl. Breite und 10° 27' östl. Länge gesetzt.
Wirtschaft
Holz- und Möbelproduktion, Elektronik, Dachziegelproduktion, Kammgarnherstellung und die Textilindustrie sind neben dem Handwerk und der Landwirtschaft wichtige Branchen im Landkreis. Der Unstrut-Hainich-Kreis verfügt über eine landwirtschaftliche Fläche von 73.488 ha.
Verkehr
Der Kreis wird in Nord-Süd-Richtung von der B247 und in Ost-West-Richtung von der B249 durchkreuzt.
Geschichte
Der Unstrut-Hainich Kreis entstand am 1. Juli 1994 durch die Neuordnung der Kreise in Thüringen. Aus den Altkreisen Mühlhausen (MHL) und Bad Langensalza (LSZ) wurde der Unstrut-Hainich-Kreis (UH). Einige Gemeinden des Landkreises Langensalza gingen an den Wartburgkreis.
Wappen
Städte und Gemeinden
Zu den Begriffen "Verwaltungsgemeinschaft" bzw. "erfüllende Gemeinde" siehe Verwaltungsgemeinschaften in Thüringen
Weblinks
- [http://www.landkreis-unstrut-hainich.de/ Offizielle Website des Unstrut-Hainich-Kreises]
Kategorie:Landkreis in Thüringen
Wartburgkreis
Der Wartburgkreis ist ein Landkreis im Westen von Thüringen. Nachbarkreise sind im Norden der Unstrut-Hainich-Kreis, im Osten der Landkreis Gotha, im Südosten der Landkreis Schmalkalden-Meiningen, im Süden und Südwesten der hessische Landkreis Fulda und im Westen die ebenfalls hessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner-Kreis. Die kreisfreie Stadt Eisenach ragt im Norden wie ein Finger von Westen nach Osten in das Kreisgebiet.
Geografie
Der Südwesten des Wartburgkreises gehört zum Mittelgebirge der Rhön. Außerdem fließt ein großer Teil der Werra durch den Wartburgkreis (von Barchfeld bis Treffurt). Nördlich von Eisenach befindet sich der Nationalpark Hainich. Im Nordwesten beginnt in Hörschel (nahe Eisenach) der Rennsteig.
Wirtschaft
Durch den Automobilstandort Eisenach befinden sich im Wartburgkreis zahlreiche Industrieunternehmen für die Automobilzulieferung. Zudem steht in Creuzburg das größte und modernste Sägewerk Europas.
Auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel bezweckt die Stadt Eisenach und der Wartburgkreis in Kürze luftfahrtspezifische Unternehmen anzusiedeln, was zum Teil schon geglückt ist.
Verkehr
Die wichtigsten Verkehrsanbindungen befinden sich in der innerhalb des Wartburgkreises liegenden kreisfreien Stadt Eisenach, welche alle Fernverkehrsanbindungen über die A4 gleichzeitig auch für den Warburgkreis bereitstellt.
Zudem befindet sich ein ICE-Knotenpunkt am Hauptbahnhof Eisenach. Alle Städte, die im Wartburgkreis einen Bahnanschluss haben, werden von Eisenach aus mit der Süd-Thüringen-Bahn (STB) angefahren, welche bis nach Meiningen verkehrt.
Der bei Eisenach liegende Flugplatz Kindel bindet den Wartburgkreis auch an den Luftverkehr an.
Geschichte
Der Landkreis entstand 1994. Er wurde aus dem Landkreis Eisenach, dem Landkreis Bad Salzungen sowie einiger Gemeinden aus dem Landkreis Bad Langensalza gebildet. Die kreisfreie Stadt Eisenach gehörte bis zum 31. Dezember 1997 zum Landkreis.
Wappen
Städte und Gemeinden
Zu den Begriffen "Verwaltungsgemeinschaft" bzw. "erfüllende Gemeinde" siehe Verwaltungsgemeinschaften in Thüringen
Sonstiges
...
Weblinks
- [http://www.wartburgkreis.de/ Offizielle Website des Wartburgkreises]
Kategorie:Landkreis in Thüringen
Eisenach
Eisenach ist eine kreisfreie Stadt im Westen des Freistaats Thüringen. Sie ist als Luther-, Bach- und Wartburgstadt bekannt und hat die Teilfunktion eines Oberzentrums.
Der Name kommt von Issenach / Isenacha, schnelles Wasser oder vom kelt. Wasserlauf im Sumpftal
Geografie
Eisenach liegt am Nordrand des Thüringer Waldes und an der Autobahn-/Eisenbahnhauptverbindung Leipzig-Frankfurt am Main.
Durch Eisenach fließen Werra, Hörsel und Nesse.
Ausdehnung des Stadtgebiets
- Stadtgebiet: 103,85 Quadratkilometer
- Waldflächen: 37,52 Quadratkilometer
- Landwirtschaftliche Nutzflächen: 45,39 Quadratkilometer
- Bebaute Flächen: 7,44 Quadratkilometer
- Verkehrsflächen: 6,10 Quadratkilometer
- Gewerbe- und Industrieflächen: 1,12 Quadratkilometer
Nachbargemeinden
- Herleshausen (Werra-Meisner-Kreis)
- Krauthausen
- Mihla
- Gemeinde Hörselberg
- Gemeinde Wutha-Farnroda
- Gemeinde Marksuhl
Stadtgliederung
Zu Eisenach gehören die Stadtteile
- Stedtfeld
- Neuenhof
- Hörschel
- Wartha
- Göringen
- Stregda
- Madelungen
- Neukirchen
- Berteroda
- Hötzelsroda
- Stockhausen
Geschichte
Stockhausen
Im Stadtgebiet Eisenach befindet sich die Wartburg, die zum Schutz der Via Regia 1067 errichtet wurde. Ende des 12. Jahrhunderts wurde sie Residenz der Landgrafen von Thüringen. Auf ihr lebte die Heilige Elisabeth von Thüringen, 1521/22 hielt sich hier der mit Reichsacht belegte Martin Luther versteckt. Er übersetzte hier das Neue Testament der Bibel in die deutsche Sprache.
Die Stadt wurde 1180 erstmals erwähnt. Nach dem Ende der Ludowinger und den damit verbundenen hessisch-thüringischen Erbfolgekriegen 1247-1264 wurde Eisenach Wettiner Gebiet. 1283 bekommt Eisenach das Stadtrecht und wird juristischer Oberhof des Landgrafen. 1405 verliert Eisenach den Status als Sitz des Landgrafen, 1450 wird die Münzstätte geschlossen.
1498 kommt Martin Luther als Lateinschüler zum ersten Mal nach Eisenach. Am 2. Mai 1521 predigt er auf der Rückkehr vom Wormser Reichstag in der Georgenkirche. Am Folgetag wird er auf der Wartburg als Junker Jörg in Schutzhaft genommen und bleibt dort bis zum 1. März 1522 und übersetzt die Bibel aus dem griechischem Urtext ins Deutsche. 1525 werden am Rande des Bauernkrieges Gebäude in Eisenach verwüstet - mehrere Aufständische werden vor der Georgenkirche geköpft, noch heute erinnert ein Kreuz im Pflaster vor der Kirche daran. 1528 wird Eisenach im Zuge der Reformation evangelisch, erster Superintendent wird Justus Menior.
1596 wird Eisenach fürstliche Residenz unter Herzog Johann Ernst (siehe Sachsen-Eisenach).
Am 21. März 1685 wird Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren. 1741 fällt das Herzogtum Sachsen-Eisenach mit dem Tode des Herzogs Wilhelm Heinrich an Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar. 1777 weilt Johann Wolfgang von Goethe auf Einladung des Herzogs erstmalig auf der Wartburg. 1807 ist Napoleon in der Stadt, im Zuge von Nachschubtransporten während der napoleonischen Kriege kommt es am 1. September 1810 zu einer Pulverexplosion - noch heute erinnert der schwarze Brunnen daran. 1814 ist Zar Alexander I. von Russland in Eisenach. Das Wartburgfest 1817 trug maßgeblich zum Ende der Kleinstaaterei in Deutschland bei. 1840 wird der Physiker Ernst Abbe in Eisenach geboren. 1847 wird mit der Fahrt von Gotha nach Eisenach die Eisenbahn in Betrieb genommen. 1859 wird der Deutsche Nationalverein im Gasthof Phantasie gegründet. August Bebel und Wilhelm Liebknecht gründeten im Gasthaus Goldener Löwe 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, aus der später die SPD hervorging. 1896 wird die Eisenacher Fahrzeugfabrik gegründet. 1899 wird das Denkmal des Wingolfsbundes vollendet. 1902 wird das Burschenschaftsdenkmal eingeweiht. 1907 wird das Bachhaus eröffnet.
In Eisenach wirkten die Barockkomponisten Johann Pachelbel und Johann Christoph Bach als Organisten sowie Georg Phillipp Telemann als Hofkapellmeister.
Am 21. März 1685 wurde Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren und in der dortigen Georgenkirche getauft. Sein Vater Ambrosius Bach war Leiter der Ratstrompeterei.
Eisenach ist Sitz des Landesbischofs der evangelisch-lutherischen Kirche Thüringens.
Zeittafel und Herrschertabelle
- 1067: sagenhafte Gründung der Wartburg.
- 1131: Gründung der Landgrafschaft Thüringen unter den Ludowingern
- Mitte 12. Jahrhundert: Entstehung der Stadt Eisenach.
- 1264: Die Wettiner erwerben die Landgrafschaft Thüringen, Eisenach fällt an Wettin.
- 1485: Leipziger Teilung, es entstehen die Ernestinische und die Albertinische Linie der Wettiner, Eisenach fällt an die Ernestiner.
- 1547: Die Ernestiner verlieren die sächsische Kurwürde.
- bis 1572: Eisenach ist Teil des Ernestinischen Gesamtbesitzes.
- 1572: Erfurter Teilung. Eisenach ist Teil des Fürstentums Sachsen-Coburg-Eisenach.
- 1596: Eisenach wird von Sachsen-Coburg getrennt.
- 1596-1638: Herzog Johann Ernst (geboren 1566, gestorben 1638).
- 1633: Johann Ernst erwirbt Sachsen-Coburg, Eisenach ist wiederum Teil von Sachsen-Coburg-Eisenach.
- 1638: Eisenach wird unter Sachsen-Weimar und Sachsen-Altenburg aufgeteilt, die Stadt Eisenach fällt an Sachsen-Weimar.
- 1638-1641: Eisenach ist Teil von Sachsen-Weimar.
- 1641: Eisenach wird von Sachsen-Weimar getrennt.
- 1641-1644: Herzog Albrecht (geboren 1599, gestorben 1644).
- 1644: Teilung von Eisenach zwischen Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha.
- 1644-1672: Eisenach ist Teil von Sachsen-Weimar.
- 1672: Eisenach wird erneut von Sachsen-Weimar getrennt.
- 1672-1686: Herzog Johann Georg I. (geboren 1634, verstorben 1686).
- 1686-1698: Herzog Johann Georg II. (geboren 1665, verstorben 1698).
- 1698-1729: Herzog Johann Wilhelm (geboren 1666, verstorben 1729).
- 1729-1741: Herzog Wilhelm Heinrich (geboren 1691, verstorben 1741).
- 1741 Eisenach fällt erneut, diesmal endgültig an Sachsen-Weimar
- 1809 Staatsrechtliche Vereinigung von Sachsen-Weimar und Sachsen-Eisenach.
Bild:Wartburg_eisenach1.jpg
[[Bild:Luther_haus_eisenach.jpg
[[Bild:Bachhaus_eisenach.jpg
Eingemeindungen/ Kreisfreiheit
Am 1. Juli 1994 wurden [[Hötzelsroda]], [[Lerchenberg, Neuenhof, Stedtfeld, Stockhausen (bei Eisenach) und Wartha-Göringen eingemeindet.
Seit 1998 ist Eisenach wieder kreisfrei, vor 1950 war Eisenach schon einmal eine kreisfreie Stadt.
Bild:BachdenkmalEisenach.JPG
Bild:LutherdenkmalEisenach.JPG
Bild:InnenstadtEisenach.JPG
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1 29. Oktober
2 31. August
Politik
Stadtrat
Besteht aus Oberbürgermeister und 36 Mitgliedern folgender Parteien
- Christlich Demokratische Union Deutschlands: 13 Mitglieder
- Partei des Demokratischen Sozialismus: 9 Mitglieder
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands: 6 Mitglieder
- Bündnis 90/Die Grünen: 3 Mitglieder
- Bürger für Eisenach: 3 Mitglieder
- Eisenacher Aufbruch: 2 Mitglieder
Städtepartnerschaften
- seit 1988: Marburg an der Lahn (Hessen)
- seit 1991: Sedan (Frankreich)
- seit 1992: Waverly (Iowa/USA)
- seit 1993: Skanderborg (Dänemark)
- seit 1996: Mahiljou/Mogilew/Mahileu (Weißrussland)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Thüringer Landestheater Eisenach[http://www.theater-eisenach.de (offizielle Homepage)]
- [http://www.burgtheater.net Theater im Thüringer Hof (Freies Eisenacher Burgtheater)]
Eisenacher Burgen & Schlösser
- Wartburg (Weltkulturerbe)
- Eisenacher Burg (Ruine)
- Residenz & Stadtschloss zu Sachsen-Weimar-Eisenach (in Sanierung)
- Schloss auf dem Pflugensberg (Saniert, Sitz der Evangelischen Landeskirche)
- [http://www.schloss-wilhelmsthal.de Schloss Wilhelmstal] (dringend Sanierungsbedürftig)
- Schloss Reinhardsbrunn zu Eisenach (heutiges "Schlosshotel")
- [http://www.residenzhaus-eisenach.de Residenzhaus Esplanade] (Saniert)
- Hennesburg zu Eisenach (heutiges teilstück des "Hotel Eisenacher Hof")
- Jagdschloss zur hohen Sonne (dringend Sanierungsbedürftig)
- Schloss Boyneburgk zu Eisenach-Stedtfeld (in Sanierung)
- Graues Schloss zu Mihla (heutiges Hotel "Hotel Graues Schloss")
- Eichelsche Rittergut zu Eisenach-Madelungen (teils erhalten)
- Schloss zu Eisenach-Neuenhof (Saniert, Privatwohnsitz)
Bedeutende Stand-/ Denkmale und Museen
- Denkmal Johann Sebastian Bach (enthüllt 28.9.1884), Entwurf Adolf von Donndorf, ausgeführt von Hermann Howaldt
- Denkmal des Wingolfsbundes (Einweihung 1899)
- Denkmal Martin Luther (Einweihung 4. Mai 1895), Entwurf Adolf von Donndorf
- Burschenschaftsdenkmal des Deutschen Burschenschaft Bundes.
- Ärztedenkmal für die gefallenen Ärzte in den Weltkriegen
- Carl-Alexander-Denkmal
- Automobile Welt Eisenach (Automobilmuseum) BMW, EMW, Dixi, Wartburg_%28PKW%29
- Jazzarchiv in der alten Mälzerei
- Bachhaus (Wohnhaus von Mitgliedern der Familie Bach)
- Lutherhaus (hier wohnte Martin Luther als Lateinschüler bei der Familie Cotta)
- Thüringer Museum im Stadtschloss
- Reuter-Wagner-Museum mit einer Ausstellung über Fritz Reuter und Richard Wagner(die Wartburg und die nahegelegenen Hörselbergesind Schauplatz des Tannhäuser)
- Nikolaikirche mit Nikolaitor
- Eisenacher Altstadt, Flächendenkmal Eisenacher Südviertel mit zahlreichen Villen,
- zahlreiche Wanderwege, Der Rennsteig beginnt im Ortsteil Hörschel. Der Bergwanderweg Eisenach-Budapest beginnt auf der Wartburg.
- Drachenschlucht, Landgrafenschlucht
- [http://www.wandelhalle-eisenach.de Wandelhalle mit Karthausgarten & Teezimmer]
Sport
- [http://www.thsv-eisenach.de ThSV Eisenach in der 2. Handballbundesliga Süd]
- [http://www.rennsteiglauf.de GutsMuths Rennsteiglauf]
- [http://www.golf-eisenach.de Golfclub Eisenach e.V.]
- Motorsportclub Eisenach e.V. (Wartburg-Rallye)
- [http://www.ful.de Fachschule für Ultraleicht- und Motorflug GmbH]
Sportstätten
- [http://www.thsv-eisenach.de/staticsite/staticsite.php?menuid=9&topmenu=9&keepmenu=inactive Werner Aßmann Halle, Kapazität: 3140 Personen] (+ Spielfeld)
- Wartburgstadion, Kapazität 10 - 15.000
- Aquaplex (Freizeit & Sportbad)
- Sport & Freizeit Zentrum Katzenaue
- [http://www.golf-eisenach.de Golfclub Eisenach e.V.] (9 Loch, ab 2006 18 Loch)
- [http://www.golf-gut-willershausen.de Golfclub Gut Willershausen bei Eisenach] (9 Loch)
- Tennisclub Eisenach (Ehemaliger Austragungsort für ATP Wettkämpfe)
- [http://www.pinbowl.de Pin Bowl] (Bowlingcenter mit Amerikanischen Brunswick Profi Bahnen)
Bild:Aquaplex.jpg
Sommergewinn
Der Sommergewinn in Eisenach ist ein Frühlingsfest mit jahrhundertelanger Tradition. Freitag und Samstag vier Wochen vor Ostern wird er mit den sogenannten Kommerschabenden eingeleitet. Am dritten Samstag vor Ostern findet als Höhepunkt ein Festumzug statt, der seit 1897 zelebriert wird und jedes Jahr unter einem anderen Thema steht. Zum Zug gehören auch jedes Jahr die Wagen von "Frau Sunna" und dem Winter, die zum Abschluss des Umzuges auf dem Marktplatz ein immer gleiches Streitgespräch führen. Anschließend wird eine Strohpuppe verbrannt, um das Ende des Winters zu symbolisieren.
Wirtschaft
In zentraler Lage in Deutschland gelegen bilden die Stadt Eisenach und der sie umgebende Wartburgkreis die wirtschaftsstärkste Region des Freistaates Thüringen.
Mit der Gründung der Fahrzeugfabrik Eisenach im Jahr 1896 wurde der Automobilbau Synonym für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Wartburgregion. Aus Eisenach kamen die berühmten DIXI- Motorwagen. BMW begann in Eisenach die Produktion von Kraftfahrzeugen. Vom „Wartburg“ wurden in Eisenach über 2 Mio. PKWs produziert. Seit 1992 befindet sich am Stadtrand von Eisenach die Fertigungsstätte der Opel Eisenach GmbH.
Heute prägt ein ausgewogenes mittelständisches Branchenmix mit dem Schwerpunkt Metallindustrie die Wirtschaftsstruktur in und um Eisenach.
Nicht ohne Grund haben sich bedeutende Firmen mit großen Namen wie Opel, BMW oder Bosch - um nur einige zu nennen - nach der deutschen Wiedervereinigung für den Standort in der Wartburgregion entschieden.
Exzellente Verkehrsanbindungen durch mehrere Anschlussstellen der Autobahn A4, den ICE-Haltepunkt Eisenach, die Nähe zum internationalen Flughafen in Erfurt, den Regionalflugplatz Eisenach-Kindel aber auch das dichte Netz an Bundesstraßen machen die Wartburgregion zum idealen Ausgangspunkt wirtschaftlicher Aktivitäten in Deutschland und in ganz Europa.
Die räumliche Nähe zu und die enge Verknüpfung mit den Universitäten in Ilmenau und Erfurt und der Fachhochschule Schmalkalden, den staatlichen Berufsbildungszentren in der Region aber auch der wegen ihres konsequenten Praxisbezuges geschätzten Berufsakademie in Eisenach bieten hierfür die optimalen Voraussetzungen.
Die wirtschaftliche Dynamik von Wartburgstadt und Wartburgkreis bezogen auf den Freistaat Thüringen spiegeln sich in Spitzenplätzen bei Arbeitsproduktivität, Industrieumsatz, Exportquote, Beschäftigungsquote und Kaufkraft wider.
Zu Zeiten der DDR war die Stadt Standort des Automobilwerkes Eisenach (AWE), das den PKW "Wartburg" produzierte. Doch schon seit 1898 wurden hier zu Fuße der Wartburg im Hörseltal Automobile konstruiert und gebaut. In dem als Fahrzeugfabrik Eisenach gegründetem Werk produzierte man ab 1904 den berühmten Dixi, ehe das Werk 1928 von BMW übernommen wurde, was deren Einstieg in den Fahrzeugbau bedeutete. Während des 2.Weltkrieges, und auch danach, wurden Motorräder gefertigt. BMW stellte außerdem zwischen 1937 und 1945 Flugmotoren in einem neuen Werk Dürrerhof her, welches nach der Demontage 1946 gesprengt wurde. Seit 1992 befindet sich am Stadtrand von Eisenach eine Fertigungsstätte der Adam Opel AG. Maschinenbau prägt die Stadt bis heute.
2003 gab es hier 102 Industriebetriebe mit rund 8000 Mitarbeitern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Betrieben des Fahrzeugbaus und der Metallbranche.
Mit 133 Industriearbeitsplätzen pro 1000 Einwohner liegt Eisenach in einer Spitzenreiterposition weit über dem Bundesdurchschnitt.
75 Prozent aller in Thüringen gebauten Fahrzeuge und Fahrzeugteile werden hier produziert.
Der Monatsdurchschnitt der Produktivität lag bei knapp 27.000 € je Mitarbeiter, die Exportquote der Eisenacher Wirtschaft liegt bei 14 Prozent.
Trotz dieser erfreulichen Zahlen ist die Arbeitslosenquote immer noch sehr hoch und liegt derzeit (2004) bei etwa 11,9 Prozent.
Verkehr
2004
- A4 Ost-West-Achse über Bad Hersfeld zum Rhein-Main-Gebiet (Nordverlegung ab ca. 2007)
- A44 Ab vorraussichtlich 2008/2009 Knotenpunkt Dreieck Eisenach-Kassel
- B7 Von Jena-Gotha kommend in Richtung Kassel zum Ruhrgebiet
- B19 Eisenach-Südthüringen-Bayern
- B84 Nordthüringen-Hünfeld
- B88 Eisenach - Ilmenau
- Eisenbahnmagistrale; Kreuzung der ICE Linie 50/15 Saarbrücken - Frankfurt - Erfurt - Leipzig - Dresden/ (- Halle(S) - Berlin) und ICE/IC - Linie 51 Düsseldorf - Dortmund - Hamm(W) - Kassel=Wilhelmsh - Erfurt - (Leipzig - Dresden)/(Halle(S) - Dessau - Berlin - Stralsund/ Ostseebad Binz) mit ICE / IC - Haltepunkt, "Eisenach" (Korrespondenzbahnhof); Beginn der STB - Linie Richtung Förtha - Bad Salzungen - Meiningen - Eisfeld - Sonneberg - Neuhaus a. Rennweg sowie der RB Linie (Bebra - Gerstungen -) Eisenach - Gotha - Erfurt - Weimar - Naumburg(S) - Merseburg - Halle(S)
- 3 weitere Regionalbahnhöfe; Bahnhof Eisenach West, Eisenach Opelwerk, Eisenach - Hörschel
- [http://www.flugplatz-eisenach.de Flugplatz Eisenach-Kindel] für Flugzeuge bis 20 t und Hubschrauber (10 km von Eisenach)
Ansässige Großunternehmen
- Opel
- BMW
- Benteler
- Bosch
- Lear Cooperation
- MITEC AG
- Petkus
- FER
Medien
Printmedien
- Thüringer Allgemeine
- Thüringische Landeszeitung/ Eisenacher Presse
- Allgemeiner Anzeiger
- ZGT Zeitungsvertriebsgesellschaft mbH
- Moment (Kulturmagazin)
- Diggla (Szenemagazin)
- Hallo Eisenach zum Sonntag
Radio
- [http://www.wartburgradio.com Wartburg Radio 96,5 Mhz]
- [http://www.antenne-thueringen.de Antenne Thüringen - Studio Westthüringen]
- [http://www.mdr.de MDR Radio Thüringen - Studio Eisenach]
Film / Fernsehen
- Polyphon Filmproduktions GmbH (ARD/MDR/ZDF)
- TV61 Kabel & Fernseh GmbH
- TVM Lokalfernsehen Eisenach
- TV - A.R.T., TV-u. Videoproduktion
- WerraTV
- DOC-GmbH Dokumentations & Filmproduktion
Tourismus
Seit Jahrhunderten wird in Eisenach ein unverwechselbares Stück deutscher Kultur und Geschichte geschrieben. Die Stadt am Fuße der geschichtsträchtigen Wartburg verbindet sich mit den Namen bedeutender Persönlichkeiten und mit weltweit einmaligen kulturhistorischen Traditionen. Diese wie auch die herrliche Umgebung der Stadt locken alljährlich viele Zehntausend Besucher aus aller Welt nach Eisenach.
Die Wartburg, seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe, ist der Ausgangspunkt der Entwicklung der Stadt Eisenach, die zwischen 1180 und 1187 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das Aufblühen von Handel und Gewerbe wurde durch die günstige Lage an der mittelalterlichen Handelstraße „via regia lusatiae“ gefördert. Schon bald entwickelten sich die Stadt und ihre Burg zum geistigen und politischen Zentrum der Landgrafschaft Thüringen.
Die Minnesänger Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach weilten mehrmals auf der Wartburg. Der legendäre Sängerkrieg inspirierte einst Richard Wagner zu seiner Oper „Tannhäuser“.
1211 bis 1228 lebte die Heilige Elisabeth auf der Wartburg, deren caritatives Wirken bis heute unvergessen ist. Unter dem Titel „Elisabeth von Thüringen – Eine europäische Heilige“ wird derzeit die nächste Landesausstellung des Freistaates Thüringen vorbereitet. Sie wird 2007, im Jahr des 800. Geburtstages der Heiligen Elisabeth, auf der Wartburg präsentiert.
Engen Bezug hat Eisenach zur Zeit der Reformation und des Bauernkriegs. Martin Luther verbrachte von 1498 bis 1501 einen Teil seiner Schulzeit in Eisenach. Später fand der aufrechte Reformator als „Junker Jörg“ Zuflucht auf der Wartburg, wo er mit der Übersetzung des Neuen Testaments die Grundlage für eine einheitliche deutsche Schriftsprache schuf.
Kultur und Tourismus
Bereits ab dem 17. Jahrhundert wurde Eisenach zunehmend zur Kulturstadt. Über viel Jahrzehnte hinweg lebten und wirkten hier Mitglieder der Musikerfamilie Bach. Einer der genialsten Komponisten der Geschichte, Johann Sebastian Bach, wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren.
Die reichen musikalischen Traditionen, die ihren Ursprung bereits im mittelalterlichen Minnegesang auf der Wartburg haben, verbinden sich zudem mit Musikerpersönlichkeiten wie Georg Philipp Telemann, Max Reger, Eberhard Mauersberger oder Wilhelm Rinkens, die in der Stadt wirkten. Eisenach gehört zu jenen thüringischen Städten, in denen alljährlich im März die Thüringer Bach-Wochen veranstaltet werden.
Auch die moderne Musik ist in Eisenach Zuhause: Das Internationale Jazz-Archiv in der Kulturfabrik „Alte Mälzerei“ beherbergt zahlreiche authentische Zeugnisse des Jazz und Blues.
Ebenso hat die Wartburgstadt auf den Gebieten der Literatur, Baukunst und Wissenschaft Bemerkenswertes zu bieten. 1742 wurde Charlotte von Schard hier geboren. Die langjährige Freundin Goethes ging später als Charlotte von Stein in die Geschichte ein. Auch der Dichterfürst selbst war des öfteren in Eisenach zu Gast.
Der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter verbrachte am Fuße der Wartburg seinen Lebensabend. Seine Villa beherbergt heute das Reuter-Wagner-Museum, in dem die Erinnerung an Reuter lebendig gehalten wird. Hier findet sich außerdem die nach Bayreuth zweitgrößte Richard-Wagner-Sammlung Deutschlands.
Zu den bekannten Persönlichkeiten, die aus der Wartburgstadt stammen, gehört auch Ernst Abbe, der Begründer der wissenschaftlichen Optik und Mitbegründer der Carl-Zeiss-Werke in Jena.
Eisenach kann auf eine über 100jährige Tradition im Automobilbau verweisen. Hier wurden der legendäre Dixi, mehrere BMW-Modelle und der Wartburg gebaut. Nach der deutschen Wiedervereinigung gab es einen Neuanfang: Opel und BMW setzten auf den Standort Eisenach und errichteten hier moderne Produktionsstätten. Die Automobilbaugeschichte der Stadt wird in dem Museum „Automobile Welt Eisenach“ dokumentiert. Dies ist eine der wenigen Automobilbau-Ausstellungen, die an einem authentischen Produktionsstandort präsentiert wird.
Seit jeher gilt die Stadt als Treffpunkt studentischer Verbindungen. Seit 1990 treffen sich die Burschenschaften wieder jährlich in der Stadt und knüpfen so an das historische Burschenschaftsfest im Jahr 1817 auf der Wartburg an.
Zahlreiche Museen und Gedenkstätten verweisen auf das reichhaltige geschichtliche Erbe. Im Lutherhaus sind Werdegang und Werk des großen Reformators zu erleben. In der Georgenkirche sang Martin Luther als Lateinschüler und predigte später hier. Mehr als 150 Jahre später wurde Johann Sebastian Bach in dieser Kirche getauft.
Dem großen Komponisten Bach und seinen Musikersöhnen ist das Bachhaus gewidmet. Das Haus beherbergt auch eine bemerkenswerte Sammlung historischer Musikinstrumente.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Eisenach zum Anziehungspunkt für Pensionäre, Urlauber und betuchte Zugereiste. Dies führte zur Entstehung eines der größten und beeindruckendsten Villenviertel Deutschlands, das weitgehend erhalten ist.
Eisenach gilt zudem als ein Mekka für Wanderer. Ausgeschilderte Wanderstrecken über eine Länge von 250 Kilometern führen durch eine wunderschöne Landschaft zu herrlichen Ausflugszielen. In Eisenachs Ortsteil Hörschel beginnt Europas bekanntester Wanderweg, der Rennsteig. Zur landschaftlich reizvollen Umgebung gehören der Thüringer Wald, der Nationalpark Hainich und in unmittelbarer Nähe die Rhön.
Mit ihrem traditionellen „Sommergewinn“ feiern die Wartburgstädter jährlich am dritten Samstag vor Ostern das größte Frühlingsfest Deutschlands. Mittelpunkt bildet seit mehr als 100 Jahren ein prächtiger Festumzug, der im Sieg einer strahlenden „Frau Sunna“ über den scheidenden „Herrn Winter“ seinen krönenden Abschluß findet.
Natürlich ist Eisenach auch eine sportliche Stadt. Auf viele Fans kann vor allem die Handball-Mannschaft in der 2. Bundesliga verweisen. Auch zu Europas größtem Crosslauf, dem GutsMuths-Rennsteiglauf, der in jedem Frühjahr in Eisenach gestartet wird, zieht es Sportler aus vielen Nationen hierher.
Dies erklärt auch den hohen Anteil von Hotels in der Deluxe & First Class Kategorie. In Eisenach bieten ca. 110 Unternehmen Zimmer in allen Kategorien Übernachtungsmöglichkeiten an. Die Auslastung ist zufriedenstellend mit Tendenz der Steigerung. Der größte Anteil von Ausländischen Gästen kommt aus den USA, Japan, Holland, Österreich und der Schweiz. In Eisenach gibt es ca. 150 Gastronomische Betriebe angefangen von der einfachen Kneipe bis zum Gourmet Restaurant bester Klasse. Zudem bieten an den Wochenenden 4 Diskotheken und Zahlreiche Bars ein abwechslungsreiches Nachtleben welches jeden Alter gerecht wird.
Die Renomiertesten Hotels
- [http://www.wartburghotel.de Arkona Hotel auf der Wartburg - - ]
- [http://www.eisenach.steigenberger.de Steigenberger Hotel Thüringer Hof - ]
- [http://www.eisenacherhof.de Hotel Eisenacher Hof - ]
- [http://www.kaiserhof-eisenach.bestwestern.de Best Western Hotel Kaiserhof - ]
- [http://marriott.de/Channels/globalSites/propertyPage/GERMANY/EIBCY Courtyard by Marriott - ]
- [http://www.glockenhof.de Hotel Glockenhof - ]
- [http://www.logotel.de Hotel Logotel - ]
- [http://www.winters.de Winters Landhotel - ]
- [http://www.sophienhotel.de Sophien Hotel - ]
- [http://www.villa-anna.de Hotel Villa Anna - ]
- [http://www.schlosshotel-eisenach.de Schloßhotel Eisenach - ]
- [http://www.berghotel-eisenach.de Berghotel Eisenach - ]
- [http://www.hainstein.de Hotel Haus Hainstein - ]
Bildung
- [http://www.ba-eisenach.de Berufsakademie Thüringen Eisenach/Gera]
- Medizinische Fachschule
- Evangelische Fachschule
- [http://www.waldorfschule-eisenach.de Freie Waldorfschule Eisenach]
- Musikschule Eisenach "Johann Sebastian Bach"
- Sportschule Eisenach
Weitere Kulturelle Highlights
Musik / Theater
- [http://www.theater-eisenach.de Landestheater Eisenach]
- [http://www.burgtheater.net Theater im Thüringer Hof (Freies Eisenacher Burgtheater)]
- Theatergruppe Gerstungen
- Schauspielgruppe Herleshausen
- Eisenbahnchor "Friedrich List" e.V.
- Verein zur Pflege der Kirchenmusik an Johann Sebastian Bachs Taufkirche in Eisenach e.V.
- Schlachthof VIP Lounge e.V.
- "On Stage e.V.", Musik- und Kulturverein Eisenach
- Fanfarenzug d. Wartburgstadt Eisenach e.V.
- Kammermusik der Wartburgstadt
- Bachchor Eisenach
- Wartburg-Ensemble
- Tanzverein Eisenach
Volksfeste / Märkte
- [http://www.luther-das-fest.de Luther - Das Fest (Mitteldeutschlands größtes Historienspektakel)]
- [http://www.sommergewinn.eisenachonline.de Sommergewinn (Deutschlands größtes Frühlingsfest)]
- Eisenacher Weihnachtsmarkt am Marktplatz
- Historischer Weihnachtsmarkt auf der Wartburg
Einkaufen / Shopping
Eisenach entwickelt sich immer mehr zu einer beliebten Einkaufsstadt im Bereich West-Thüringen/Ost-Hessen. Besonders beliebt sind die Einkaufszentren am Rande der Stadt. Die Karlstraße, "Eisenachs gute Stube", ist die Hauptschlagader der Stadt. Sie gehört zu den meist frequentierten Einkaufsstraßen in Thüringen.
Party & Nightlife
- [http://www.mad.de Diskothek MAD - Eisenach]
- [http://www.partyhaus-eisenach.de Diskothek Partyhaus - Eisenach]
- [http://www.schiffchenbar.de Diskothek / Tanzbar "The Beach" - Eisenach]
- [http://www.fifty-four.de Szeneclub "Fifty-Four" - Eisenach]
- [http://www.havana-bar-eisenach.de Havana Lounge/Bar - Eisenach]
- [http://www.soundandculture.de Club-Lounge-Diskothek "Sound & Culture" - Eisenach]
- [http://www.gleiseins-eisenach.de Gleis1 Club-Lounge - Eisenach]
- [http://www.schorschl.de Schorschl die Kleinkunstkneipe - Eisenach]
- Broadway Musik-Pub
- Skyline American Bar & Restaurant
- Club Zero - Eisenach
Persönlichkeiten
- Ludwig der Springer
- Heinrich Raspe
- Walter von der Vogelweide
- Georg Phillipp Telemann
- Heilige Elisabeth
- Martin Luther
- Johann Pachelbel
- Johann Christoph Bach
- Johann Sebastian Bach
- Johann Ernst Bach
- August Bebel
- Johann Wolfgang von Goethe
- Richard Wagner
- Hermann Fürst von Pückler-Muskau
- Eduard Petzold
- Fritz Reuter
- Jürgen Liebknecht
- Walter Flex
- Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach
- Julius von Eichel-Streiber
- Maria Parlowna
- Frank Hummel
- Ursula Cotta
- Bill Clinton, 1. öffentlicher Staatsbesuch in Deutschland 1998
Söhne und Töchter der Stadt
- Ernst Abbe, Astronom, Mathematiker, Physiker, Optiker, Unternehmer und Sozialreformer
- Alexander Kaiser, Musiker
- Wolfgang Arnold, deutscher Maler und Restaurator
- Johann Ernst Bach, deutscher Komponist
- Johann Georg Bach, Sohn von Johann Ernst Bach
- Johann Nikolaus Bach, deutscher Komponist aus der Familie Bach
- Johann Sebastian Bach, deutscher Komponist des Barockmusik|Barock, Organist und Cembalist
- Sabine Bergmann-Pohl, deutsche Politikerin
- Ingo Braecklein, Bischof der Evangelischen Landeskirche von Thüringen
- Hermann Buddensieg, deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer
- Walter Flex, deutscher Dichter
- Baron Julius von Eichel-Streiber, Eisenacher Mäzenat & Großgrundbesitzer
- Raimund Gensel, deutscher Schauspieler
- Johann Wilhelm Hertel, deutscher Komponist
- Thomas Karsten, Fotograf
- Gerry Kley, deutscher Politiker der
- Wilhelm Rein, Pädagoge
- Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, deutscher Politiker
- Michael Schindhelm, deutscher Autor und Theaterintendant
- Heinrich Schwerdt, deutscher Pädagoge
- Stephan Just, Deutscher Handball National Spieler
- David Bode, Deutscher Jungschauspieler beim Film u.a. "Dr. Christian Kleist"
- Jethro D. Gründer, Deutscher Schauspieler, Autor & Regisseur
Weblinks
- [http://www.eisenach.de www.eisenach.de] - Offizielle Homepage der Stadt
- [http://www.eisenachonline.de www.eisenachonline.de] - Eisenacher News & Webprotal
- [http://www.eisenacher-szene.de www.eisenacher-szene.de] - Eisenacher Szene
-
Kategorie:Eisenach
Kategorie:Ort in Thüringen
ja:アイゼナハ
Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist ein Landkreis in Nordhessen. Nachbarkreise sind im Norden der Werra-Meißner-Kreis, im Osten der thüringische Wartburgkreis, im Süden der Landkreis Fulda, im Südwesten der Vogelsbergkreis und im Westen der Schwalm-Eder-Kreis.
Im touristischen Bereich hat sich für den Landkreis der Name Waldhessen eingebürgert.
Geografie
Das Kreisgebiet umfasst im Wesentlichen das mittlere Fuldatal. Westlich davon steigen die Höhen des Knüllgebirges (gelegentlich auch nur "Knüll") an, östlich die Höhen des Werra-Fulda-Berglandes. Höchste Erhebung des Kreises ist der Eisenberg (636 m) im Hochknüll.
Geschichte
Das heutige Kreisgebiet gehörte schon sehr früh zu Landgrafschaft Hessen, dem späteren Kurfürstentum Hessen. Die Region um Rotenburg gehörte seit dem 13. Jahrhundert zu Hessen, und das geistliche Fürstentum Hersfeld folgte im laufe des 16. Jahrhunderts. Hier wurden Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden Ämter Hersfeld (innerhalb der Provinz Fulda) und Rotenburg (innerhalb der Provinz Niederhessen) gebildet. Beide Ämter wurden später als Landkreise bezeichnet und im Rahmen der hessischen Kreisreform mit Wirkung vom 1. August 1972 zum neuen Landkreis Hersfeld-Rotenburg vereinigt.
Wappen
Blasonierung:
Von Silber und Rot gespalten: vorne das rote Hersfelder Doppelkreuz, hinten ein waagerechter silberner Ast, aus dem ein Zweig mit drei silbernen Lindenblättern emporwächst (Wappen-Genehmigung am 29. März 1976)
Bedeutung:
Das Doppelkreuz ist das Zeichen des alten Stiftes Hersfeld, der Lindenast das Wappen der Stadt Rotenburg an der Fulda und versinnbildlichen daher die beiden ehemaligen Kreisstädte. Auch die früheren Kreiswappen trugen bereits diese Symbole.
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 7 Würzburg-Kassel, die A 5 Frankfurt-Hattenbacher Dreieck (Ende der A 5) und A 4 Kirchheimer-Dreieck-Erfurt. Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 27, die B 62 und die B 83.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. Juni 2005)
Weblinks
- [http://www.hef-rof.de/ Offizielle Website des Landkreises Hersfeld-Rotenburg]
- [http://www.jufe.de/ Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg]
- [http://www.ksr-hef-rof.de/ Kreisschülervertretung Hersfeld-Rotenburg]
Hersfeld-Rotenburg
Kategorie:Nordhessen
Schwalm-Eder-Kreis
Der Schwalm-Eder-Kreis ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Kassel in Nord-Hessen. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Kassel, im Nordosten der Werra-Meißner-Kreis, im Osten der Landkreis Hersfeld-Rotenburg, im Süden der Vogelsbergkreis, im Südwesten der Landkreis Marburg-Biedenkopf und im Westen der Landkreis Waldeck-Frankenberg.
Geografie
Das Kreisgebiet umfasst die westhessische Senkenzone zwischen den Flüssen Fulda, Eder und Schwalm, wobei die beiden letztgenannten Flüsse dem Kreis seinen Namen gaben. Die "Schwalm" ist somit einerseits ein rechter Nebenfluss der Eder, andererseits aber auch die Landschaft Schwalm am Oberlauf des Flusses Schwalm am äußersten Südrand des Kreises. Im Kreis wurde früher Tagebau betrieben. Die Abbaugebiete wurden jedoch rekultiviert und es entstanden beliebte Seenlandschaften. Im Westen reicht der Kellerwald ins Kreisgebiet, im Südosten befindet sich das Knüllgebirge, auch der "Knüll" genannt. Kreisstadt ist Homberg/Efze und die größte Stadt ist Schwalmstadt.
Geschichte
Das heutige Kreisgebiet war lange zwischen den Landgrafen von Hessen einerseits und dem Kurfürstentum Mainz andererseits umstritten. Ein kleiner Teil gehörte auch zur Grafschaft Ziegenhain. Spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte das ganze Gebiet zum Kurfürstentum Hessen, welches 1821 die Landkreise Fritzlar, Homberg, Melsungen und Ziegenhain (heute ein Stadtteil von Schwalmstadt) bildete. Die Kreise wurden auch nach 1866 weitergeführt, als Kurhessen von Preußen annektiert und ein Teil der Provinz Hessen-Nassau wurde.
Im Rahmen einer Verwaltungsreform wurden 1932 die beiden Landkreise Fritzlar und Homberg zum Landkreis Fritzlar-Homberg vereinigt. Die nunmehr noch bestehenden 3 Landkreise wurden im Rahmen der hessischen Kreisreform zum 1. Januar 1974 zum "Schwalm-Eder-Kreis" vereinigt. Kreisstadt wurde Homberg (Efze), da diese Stadt etwa in der Mitte des Kreises liegt.
Wappen
Blasonierung:
In Blau über drei erniedrigten silbernen Wellenbändern der golden gekrönte und bewehrte, fünfmal von Silber und Rot geteilte, wachsende hessische Löwe (Wappen-Verleihung 4. September 1975)
Bedeutung:
Der Löwe steht für die Landgrafschaft Hessen bzw. deren Nachfolgestaaten, welche den größten Teil des heutigen Kreisgebiets beherrschten. Die Wellenbalken symbolisieren die drei größten Flüsse des Kreises, Fulda, Eder und Schwalm.
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 7 Fulda - Kassel und die A 49 Schwalmstadt - Kassel. Ferner mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen, darunter die B 3, die B 83, die B 253, die B 254 und die B 454.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. Juni 2005)
Partnerschaften
- Kajaani (Finnland, seit 1973)
- ...
Weblinks
- [http://www.schwalm-eder-kreis.de/ Offizielle Website des Schwalm-Eder-Kreises]
- [http://www.sek-forum.de/ Forum Schwalm-Eder-Kreis]
Kategorie:Landkreis in HessenKategorie:Nordhessen
Landkreis Kassel
Der Landkreis Kassel ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Kassel in Nord-Hessen. Nachbarkreise sind im Norden der niedersächsische Landkreis Northeim, im Osten der niedersächsische Landkreis Göttingen und der Werra-Meißner-Kreis, im Süden der Schwalm-Eder-Kreis, im Westen der Landkreis Waldeck-Frankenberg und im Nordwesten der nordrheinwestfälische Kreis Höxter. Die kreisfreie Stadt Kassel (Sitz des Landkreises) liegt mitten im Kreisgebiet und ist fast ganz vom Landkreis Kassel umgeben.
Geografie
Das Kreisgebiet umfasst das sog. "Kasseler Becken" und das "Wolfhagener Becken", welche durch das Habichtswälder Bergland mit dem "Herkules" (515 m) abgetrennt werden. Im Osten des Kreises fließt die Fulda von Süden kommend durch Kassel. Anschließend fließt sie, ab Hann. Münden als Weser, um den Reinhardswald herum, bildet dabei in großen Teilen die Grenze zu Niedersachsen und verlässt im äußersten Norden bei Bad Karlshafen wieder das Kreisgebiet.
Geschichte
Niedersachsen
Das heutige Kreisgebiet war im Mittelalter zwischen verschiedenen Herrschaften (Hessen, Mainz, Paderborn, Köln und Braunschweig) umstritten. Doch kam das ganze Gebiet sehr bald zu Hessen-Kassel, welches Anfang des 19. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Hessen erhoben wurde. 1866 wurde das Kurfürstentum Hessen von Preußen annektiert und zusammen mit den ebenfalls annektierten Ländern Herzogtum Nassau und Freie Stadt Frankfurt zur Provinz Hessen-Nassau vereinigt. In Kurhessen, ab nun der Regierungsbezirk Kassel, entstanden die Kreise Kassel, Hofgeismar und Wolfhagen, welche im Rahmen der hessischen Kreisreform mit Wirkung vom 1. August 1972 zum neuen Landkreis Kassel vereinigt wurden.
Wappen
Blasonierung:
Von Blau und Gold schräglinks geteilt: oben der golden gekrönte und bewehrte, wachsende hessische Löwe; unten drei fächerförmig gestellte grüne Eichenblätter, denen zwei hintereinander liegende, schräglinks gestellte schwarze Wolfsangeln aufgelegt sind (Wappen-Verleihung 9. Mai 1975)
Bedeutung:
Der hessische Löwe symbolisiert die Zugehörigkeit zu Hessen (Residenzstadt Kassel), die Eichenblätter weisen auf eine landschaftliche Begebenheit im Reinhardswald hin, wonach der Hl. Bonifatius die Eiche des Gottes Donar gefällt haben soll, um die Überlegenheit des Christentums zu demonstrieren. Die Eiche befand sich auch im Wappen des Altkreises Hofgeismar. Die Wolfsangeln stehen für den Altkreis Wolfhagen, dessen früheres Wappen einen schwarzen Wolf zeigte, das ein Sonderwappen der Herrschaft Wolfhagen war.
Verkehr
Straßen
Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 7 Würzburg - Kassel - Hannover, die A 44 Kassel - Dortmund und die A 49 Kassel - Borken (Hessen). Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 7, B 83, B 251 und B 520.
Öffentlicher Verkehr
Der Landkreis Kassel gehört zum Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV).
Mehrere Eisenbahnlinien führen sternförmig nach Kassel:
- von Norden die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn mit den Bahnhöfen Liebenau (Bz Kassel), Hofgeismar-Hümme, Hofgeismar, Grebenstein, Immenhausen, Espenau-Mönchehof und Vellmar-Obervellmar,
- von Nordosten die Hannoversche Südbahn mit den Bahnhöfen Ihringshausen und Niedervellmar,
- von Süden die Main-Weser-Bahn mit den Bahnhöfen Baunatal-Guntershausen und Baunatal-Rengershausen,
- von Westen die Strecke aus Richtung Volkmarsen mit den Bahnhöfen Wolfhagen, Altenhasungen, Oberelsungen, Zierenberg-Rosental, Zierenberg, Fürstenwald, Weimar (Kr Kassel), Heckershausen und Vellmar-Obervellmar.
Die Stadt Baunatal wird zudem durch die Kasseler Stadtbahnlinien 2 und 5 erschlossen, die Gemeinden Kaufungen und Helsa durch die Linie 4. Im Dezember 2005 soll die Linie 4 nach Hessisch Lichtenau verlängert werden.
Zudem verbinden zahlreiche Buslinien die Gemeinden des Landkreises untereinander und mit der Stadt Kassel.
Siehe auch: Eisenbahnen in Nordhessen, RegioTram.
Flughafen
Der Flughafen Kassel-Calden liegt ca. 17 km nördlich von Kassel. Nenneswerte Flugbewegungen finden zur Zeit (September 2005) nicht statt, jedoch ist ein Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Flughafens im Gange.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. Juni 2005)
Weblinks
- [http://www.landkreiskassel.de/ Offizielle Website des Landkreises Kassel]
- [http://www.kassel-land.de/ Erlebnisregion Kassel-Land - Tourismuswebseite]
Kassel
Kategorie:Nordhessen
Kategorie: Kassel
Hann. Münden
Hann. Münden (früher Hannoversch Münden, oder Münden) ist eine Stadt im südlichen Niedersachsen, an der Grenze zu Hessen, zwischen den Oberzentren Göttingen und Kassel gelegen. In Hann. Münden entsteht aus dem Zusammenfluss von Werra und Fulda die Weser. Bekannt ist Hann. Münden auch durch Doktor Eisenbarth, der dort begraben liegt.
Alexander von Humboldt soll Hann. Münden einmal als "eine der sieben schönstgelegenen Städte der Welt" bezeichnet haben.
Geografie
Kernstadt und Ortsteile
Mit dem "Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Göttingen" wurden die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss der bisherigen Kreise Münden, Duderstadt und Göttingen zum heutigen Landkreis Göttingen geschaffen. Dieses Gesetz trat zum Stichtag 1. Januar 1973 in Kraft. Im Zuge dieser Verwaltungs- und Gebietsreform wurden gleichzeitig die Gemeinden neu geordnet und zu größeren Einheiten zusammengeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt setzt sich die Stadt Hann. Münden aus der Kernstadt und insgesamt zehn Ortsteilen zusammen.
- Kernstadt: Altmünden, Hermannshagen, Innenstadt, Neumünden, Stadtgebiet "über der Bahn" (Galgenberg, Vogelsang, Kattenbühl).
- Ortsteile: Bonaforth, Gimte (mit Hilwartshausen), Hedemünden, Hemeln (mit Bursfelde und Glashütte), Laubach, Lippoldshausen, Mielenhausen, Oberode, Volkmarshausen, Wiershausen.
Größere Orte in der Umgebung sind unter anderem Dransfeld, Jühnde und Scheden.
Geschichte
Scheden
Scheden
Die Gründung der Stadt ist nicht genau belegt. Die erste urkundliche Erwähnung in einem Dokument von 1183 spricht schon von einer Stadt. Eine Siedlung "Gimundi" an der Stelle des jetzigen Altmünden wurde schon ungefähr 802 an die Reichsabteien Fulda und Corvey verschenkt. Dort hat sich Kaiser Heinrich III. im Jahr 1049 aufgehalten.
1247 erhielt Münden das Privileg des Stapelrechts, das der Stadt zu einem großen Aufschwung verhalf. Erst 1823 wurde das Mündener Stapelrecht aufgehoben. Im 16. Jahrhundert war Münden durch den Weserhandel die wichtigste Handelsstadt bis Bremen für Waren vor allem aus Thüringen. Gehandelt und auf der Weser transportiert wurden vor allem Färberwaid, damals ein wichtiges blaues Färbemittel, Glas, Textilien, Flöße mit Holz und Getreide aus Thüringen. Von der Nordsee kamen weseraufwärts Heringe und andere Fische.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt nach mehrtägigem Beschuss durch die Soldaten Tillys eingenommen und ein Großteil der Bevölkerung umgebracht.
1776 wurden in Münden fast 20.000 hessische Soldaten eingeschifft, die der Landgraf von Hessen-Kassel Friedrich II. an den hannoverschen Kurfürsten und König von Großbritannien, Georg III., verkauft hatte. Sie wurden für den Kampf gegen die amerikanischen Truppen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingesetzt. Kaum mehr als die Hälfte kamen zurück.
Von 1856 bis 1980 endete im Bahnhof von Hann. Münden die von Göttingen über Dransfeld führende Hannöversche Südbahn, einst zweigleisige Hauptstrecke. Diese hatte als einzige Bahnstrecke im Königreich Hannover bei Hann. Münden einen Tunnel,
was für den König der aussschlaggebende Grund für den Bau bis Hann. Münden gewesen sein soll. Wahrer Grund des Tunnelbaus waren jedoch Kostengründe und der Wunsch, die Strecke möglichst in Höhenlage bis Kassel zu führen. So befindet sich auch der Mündener Bahnhof in Hanglage, relativ weit vom historischen Stadtkern.
Politik
Wappen und Flagge
Das Wappen der Stadt Hann. Münden zeigt in rotem Schild eine silberne Burg mit breitbedachtem, blaugedecktem und goldbekröntem Mittelturm zwischen jeweils zwei spitzbedachten, blaugedeckten Seitentürmen; im Torbogen ein roter Schild, darin ein blaubewehrter goldener Löwe; über dem Tor am Mittelturm ein gotisches schwarzes M.
Die Farben der Stadt sind gelb und rot. Die Flagge zeigt die Farben gelb und rot in zwei gleichbreiten Längsstreifen.
Städtepartnerschaften
Hann. Münden unterhält mit folgenden Kommunen eine Städtepartnerschaft:
- Chełmno nad Wisłą (Polen)
- Hackney (England)
- Holon (Israel)
- Suresnes (Frankreich)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Frankreich
Frankreich
Frankreich
Frankreich
Hann. Münden ist reich an restaurierten Fachwerkhäusern (über 700 im historischen Stadtkern) und kann zum Teil mittelalterliche Kirchen (St. Blasius, St. Ägidien) vorweisen. Auch eindrucksvolle Bauten der sog. Weserrenaissance bereichern das Bild der Stadt, zu nennen sind insbesondere das Welfenschloss und das historische Rathaus. Einige Partien der mittelalterlichen Stadtmauer einschließlich der Wehrtürme sind erhalten.
Die auch als "Drei-Flüsse-Stadt" bezeichnetete Stadt Hann. Münden erhielt bereits eine Reihe von Auszeichnungen für ihr Stadtbild, etwa die Goldmedaille im Bundeswettbewerb "Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau". Innerhalb des Gesamtensembles der historischen Altstadt und in dessen Umgebung sind als besondere Bauwerke insbesondere hervorzuheben:
- Rathaus: Im Zentrum des Stadtkerns befindet sich das Rathaus, dessen Kern ein gotischer Saalbau aus dem 14. Jahrhundert bildet. In den Jahren 1603 bis 1618 wurde das Gebäude durch den Lemgoer Baumeister Georg Crossmann umgebaut und erhielt seine bis heute erhaltene Schmuckfassade. Vom Mittelalter bis heute diente das Gebäude als Sitz von Stadtrat und (Teilen der) Stadtverwaltung. Die untere Rathaushalle ("Koph-Hus") ist mit Wandmalereien geschmückt, die Auszüge aus der Stadtgeschichte zeigen. Die obere Rathaushalle ("Hochtiedshusaquo" = Hochzeitshaus) wird heute zur Durchführung von Ausstellungen genutzt. An der nördlichen Fassade befindet sich ein Glockenspiel, das täglich um 12:00, 15:00 und 17:00 Uhr einen Figurenumlauf mit Szenen aus dem Leben des weltberühmten Doktor Johann Andreas Eisenbarth zeigt.
- Welfenschloss: Fertiggestellt wurde das erste Mündener Schloss im Jahr 1501 durch Herzog Erich I. (Calenberg-Göttingen) als gotischer Bau. Es handelte sich um ein Residenzschloss mit Verwaltungssitz. Nach fast vollständiger Vernichtung dieses Schlosses bei einem Brand im Jahr 1560 baute Herzog Erich II. das Schloss im Stil der frühen Weserrenaissance wieder auf. Später verlor das Welfenschloss mehr und mehr an Bedeutung und wurde nur noch vereinzelt als Aufenthaltsort der Landesherren genutzt. Ein erneuter Brand im Jahr 1849 zerstörte den Südflügel, der anschließend nicht wieder aufgebaut wurde. Erhalten sind im heutigen Welfenschloss, in dem das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Amtsgericht und das Städtische Museum untergebracht sind, zwei Renaissancegemächer mit flächendeckenden Wandmalereien.
- Alte Werrabrücke: die Steinbrücke über die Werra verbindet den Stadtkern mit der Vorstadt Blume. Sie wurde vor 1329 erbaut und ist eine der ältesten Steinbrücken Niedersachsens.
- Historischer Packhof: An der Spitze der Schlagden, die dem Umschlag von Waren auf den Schiffahrtswegen Weser, Werra und Fulda dienten, befindet sich der Packhof. Dieses klassizistische Gebäude, das in den Jahren 1839/1840 errichtet worden ist, hebt sich durch seine Größe und seine im Vergleich zu den reich verzierten Fachwerkhäusern schlichte Fassade hervor. Im alten Packhof sind heute ein Hotel sowie Ausstellungsflächen untergebracht.
- Weserstein: Auf der Spitze des Tanzwerders, am Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser, befindet sich der als Weserstein bezeichnete und mit einem Gedicht versehene Findling.
- Weserliedanlage: Am Hang hoch oben über Hann. Münden und dem Weserstein steht auf der rechten Flussseite der hier beginnenden Weser die Weserliedanlage. Erinnert wird an den Dichter des Weserliedes (Dingelstedt) und den Komponisten des Liedes (Pressel). Von der Weserliedanlage kann man seine Blicke weit über das Stadtgebiet schweifen lassen.
- Tillyschanze: Als Erinnerung an die Belagerung Mündens durch den Feldherrn Tilly im Jahr 1626 wurde im Reinhardswald oberhalb der Stadt ein Aussichtsturm errichtet. Auf Anregung einer Bürgerinitiative wurde der als Tillyschanze bezeichnete Turm in den Jahren 1881 – 1885 errichtet. Neuere Forschungen belegen zwar, dass Tilly seine Kanonen nicht an dieser Stelle, sondern am Fuldaufer aufgestellt hatte, dennoch lohnt sich wegen des Blicks auf die Altstadt ein Besuch des Aussichtsturms.
- Rotunde: Hierbei handelt es sich um ein Tor der historischen Stadtbefestigung, mit dessen Bau im Jahr 1502 unter Herzog Erich I. begonnen und welches im Jahr 1579 unter Erich II. fertiggestellt worden ist. Heute befindet sich im Inneren des Gebäudes eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege und an der Südseite für die Opfer der Gewalt des Nazi-Regimes.
- Forstbotanischer Garten: In dem zwar kleinen, aber artenreichen botanischen Garten befinden sich über 700 unterschiedliche Gehölzarten und -formen, die täglich besichtigt werden können.
- Wasserspuren: Das Projekt "Wasserspuren" ist im Rahmen der EXPO 2000 entstanden. Durch die gesamte Altstadt ziehen sich verschiedene Wasserläufe, Brunnen und Wasserspielplätze. Ergänzt werden diese Installationen durch den EXPO-Themenpfad "Wasser" und Installationen des EXPO-begleitenden Kunstprojektes "3 Räume - 3 Flüsse" auf dem Doktorwerder, einer kleinen Insel in der Werra.
- Freilichtbühne: Die Ruine der Freilichtbühne liegt am Kattenbühl auf dem Tannenkamp mitten im Wald und bietet Raum für etwa 800 Zuschauerplätze. Die Anlage wurde vom Reichsarbeitsdienst erbaut und Pfingsten 1933 eingeweiht. Der örtliche Verein "Spielbühne" hat die seit Jahrzehnten nur noch sporadisch genutzte Bühne 2005 renoviert und will einen geregelten Spielbetrieb in den Sommermonaten aufnehmen (geplanter Start 20. August 2005).
Touristische Routen
Hann. Münden liegt außerdem an verschiedenen touristischen Routen: der Deutschen Märchenstraße, der Deutschen Fachwerkstraße, der [http://www.reiseland-niedersachsen.de/specials/ferienstrassen/strasse-der-weserrenaissance/index.php Straße der Weserrenaissance], der Deutschen Ferienroute Alpen-Ostsee, dem Werratal-Radweg und dem Weser-Radweg.
Wiederkehrende Veranstaltungen
- Doktor-Eisenbarth-Spiele (in den Sommermonaten auf einer Freilichtbühne vor dem Rathaus)
- Stapelmarkt (mittelalterlicher Markt in der Innenstadt)
- Altstadtfest
- Rosenfest (Mitte Juni, mit Wahl der Rosenfee)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehrsanbindungen
Die Stadt ist über die zwei Anschlussstellen Hann. Münden-Lutterberg und Hann. Münden-Hedemünden an die A 7 angebunden und verfügt somit über eine gute Lage am übergeordneten Verkehrsnetz. Außerdem liegt Hann. Münden im Schnittpunkt der Bundesstraßen B 3 und B 80. Des Weiteren ist Hann. Münden auch an die B 496 angebunden, die von Hann. Münden zur A 7 zur Anschlussstelle Lutterberg führt.
Darüber hinaus sind vom Bahnhof des Mittelzentrums Hann. Münden aus mit Regionalzügen die Städte Göttingen, Kassel, Halle und Erfurt zu erreichen, in denen Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn besteht.
In der Gemeinde Calden, rund 20 Kilometer von Hann. Münden entfernt, befindet sich der Regionalflughafen Kassel-Calden.
In der Sommersaison (1. Mai bis 15. September) bestehen Linien-Schiffsverbindungen über die Fulda täglich von und nach Kassel-Altmarkt ([http://www.schifffahrtslinie-rehbein.de Rehbein-Linie]) und über die Weser montags von und mittwochs nach Bad Karlshafen ([http://www.bad-karlshafen.de/4freizeit/Schifffahrt/default.htm Linie 2000]).
Überörtliche Einrichtungen
- [http://www.fhvr.niedersachsen.de Niedersächsische Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege], Fakultät Polizei (ehemalige Landespolizeischule)
- [http://www.polizei.niedersachsen.de/dst/bipni/ Bildungsinstitut der Polizei Niedersachsen] Polizei (ehemalige Landespolizeischule)
- Hessische Forstliche Versuchsanstalt Hann. Münden (HFV)
- Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden
- [http://www.nzn.de/ Nephrologisches Zentrum Niedersachsen] Fachklinik für Innere Medizin/Nephrologie, Urologie und Nieren-Transplantation
Persönlichkeiten
- Gustav Eberlein, Bildhauer
- Johann Andreas Eisenbarth († 1727), wandernder Chirurg und Augenarzt
- Georg Friedrich Grotefend ( - 1775), Lehrer und Wissenschaftler, Entzifferer der Keilschrift
- Alexander Mitscherlich, Chemiker, erste Zellulosefabrik der Welt nach dem Sulfit-Verfahren (1872)
- Waldemar Mitscherlich ( - 1877), Staatswissenschaftler
- Adam von Trott zu Solz, Diplomat, Widerstandskämpfer während der NS-Zeit (Abitur in Hann. Münden 1927)
- Hanne Wieder ( - 1929), Kabarettistin, Schauspielerin, Sängerin
- Ernst Wollweber ( - 1898), Minister für Staatssicherheit der DDR
Literatur
- Andrea Bulla: Am Anfang war die Stadt. Archäologische Spurensuche im mittelalterlichen Hannoversch Münden, Rahden/Westf. 2004. ISBN 3-89646-927-4
- Martin Czichelski: Die Gründung der Stadt Münden unter dem Einfluss der Welfen. Eine interdisziplinäre Betrachtung der wissenschaftlichen Forschung, Münden 2002.
- H. Fiedler (u.a): Münden im Bild der Jahrhunderte. Beschreibendes Verzeichnis der Darstellungen der Stadt und der heute zu ihr gehörenden Orte in der Graphik des 16. bis 19. Jahrhunderts, Hannoversch Münden 1983.
- Wilhelm Lotze: Geschichte der Stadt Münden nebst Umgebung mit besonderer Hervorhebung der Begebenheiten des dreißigjährigen und siebenjährigen Krieges, 2. Aufl. Münden 1909.
- Johann Dietrich von Pezold: Das Stapelrecht der Stadt Münden 1247-1824. Ein erster Überblick, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 70 (1998), S. 53-71.
- Helmut Saehrendt: Hannoversch Münden. Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt, sehenswertes in der Stadt, Hannoversch Münden 2002.
- Joachim von Stockhausen: Hann. Münden und die Schiffahrt auf Werra, Fulda und Weser, Göttingen 2003. ISBN 3-89533-441-3
Friedrich Gieseler, Karl Kreike: ´Gimter Chronik` 1962 ROTAdruck Rendsburg
Weblinks
- [http://www.hann.muenden.de/ Internetpräsenz der Stadt Hann. Münden]
- [http://www.hann-muenden.net/ Hann. Münden Netzwerk]
- [http://www.museumsverbund.de/museen/hannmuenden.htm Städtisches Museum]
- [http://www.feuerwehrverein-hannmuenden.de/ Feuerwehrverein Hann. Münden e.V.]
- [http://www.wsa-hmue.wsv.de/ Wasser- und Schiffahrtsamt Hann. Münden]
Kategorie:Ort in Niedersachsen
ja:ハン・ミュンデン
Weser
Die Weser ist ein Strom und nach dem Main der zweitlängste Fluss, der nur durch deutsches Gebiet fließt. Die längeren Flüsse Donau, Rhein, Elbe, Oder und Mosel haben entweder ihre Quelle oder ihre Mündung oder beide außerhalb Deutschlands.
Die Weser durchfließt Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen und sie ist jeweils Grenzfluss von diesen Bundesländern. Wenn man neben der Fulda (ihrem kürzeren Quellfluss, der in Hessen entspringt), auch noch die Werra (ihren längeren Quellfluss) dazu zählt, reiht sich diesbezüglich auch noch Thüringen mit ein. Zusammen mit der Werra ist die 452 Kilometer lange Weser 744 Kilometer lang.
Namensdeutung
Die latinisierte Genitivform des Flussnamens findet sich in alten römischen Quellen und frühmittelalterlichen Chroniken wieder als Visurgis. Ebenso sind ab dem 8. Jahrhundert die Nominativformen Wisura, Wisera, Wisora, Wisara oder Wisuraha überliefert (als Wisara erscheint der Fluss beispielsweise in einer altnordischen Form der Wieland-Sage im dänischen Codex Regis von 1270). Noch bei Adam von Bremen heißt es 1075 ausdrücklich: Nobilissimi Saxoniae fluvii sunt Albis, Sala, Wisara, qui nunc Wissula vel Wirraha nuncupatur. ("Die hervorragendsten Flüsse Sachsens sind die Elbe, die Saale und die Wisara, die man jetzt auch Wissula oder Wirraha nennt.") Es ist also anzunehmen, dass es sich bei Weser und Werra in alter Zeit um ein und denselben Flusslauf gehandelt hat, wobei es im Laufe der Zeit durch regionale sprachliche Ausdifferenzierung zu einer Unterscheidung in zwei Teilflüsse gekommen ist.
Der Name Wisara wurde früher als die Wiesenreiche oder das Wiesenwasser gedeutet. Heute nimmt man eher an, dass er auf eine indogermanische Wurzel namens - ueis/ - uis = zerfließen, fließen zurückgeht. Urverwandte Namen finden sich in ganz Europa, von der polnischen Wisła (Weichsel) über die norwegisch-schwedische Visa bis hin zur französischen Vézère (einem Zufluss der Dordogne) und der belgischen Vesdre.
Zusammenfluss von Fulda und Werra
Vesdre
Vesdre
Die Weser entsteht durch den Zusammenfluss von Fulda und Werra in der Stadt Hann. Münden an der Nordspitze des Tanzwerders, einer Insel in der Fulda. Dort steht als Gedenkstein der Weserstein, ein einheimischer Süßwasserquarzit aus dem Tertiär, der eine Tafel mit folgender Inschrift trägt:
Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büßen müssen,
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.
Hann. Münden, d. 31. Juli 1899
Der Stein wurde vom damaligen Mündener Industriellen Natermann und dessen Sohn, die auch die Inschrift verfasst haben, gestiftet und am 2. September 1899, dem Sedanstag, enthüllt.
Unweit vom Weserstein an einem Aussichtspunkt am Hang des Questenbergs befindet sich die Weserliedanlage, ein 1931 errichtetes Denkmal zur Erinnerung an die Schöpfer des Weserliedes, den Dichter Franz von Dingelstedt und den Komponisten Gustav Pressel. Der Gedenkstein trägt zwei Bronzetafeln mit den Portraits der beiden, geschaffen von Gustav Eberlein, dem in der Nähe von Hann. Münden geborenen Bildhauer.
Geschichte
Urzeit
Im Tertiär finden sich erste Spuren. Vor etwa zwölf Millionen Jahren muss es einen Fluss, er hieß sicher noch nicht Weser, im Gebiet der heutigen Oberweser gegeben haben. Funde von typischen Weserkiesen lassen diesen Schluss zu. Wo dieser Fluss mündete, ist unbekannt.
Das Zeitalter der Eiszeiten, das Pleistozän, gestaltete die Landschaft völlig neu und beeinflusste auch den Verlauf der Weser. Funde von Wesergeröll in Holland weisen darauf hin, dass die Weser ab dem heutigen Minden dem nördlichen Rand des Wiehengebirges folgte, um dann weiter in Richtung Ijsselmeer zu fließen.
Die zurückziehenden Eiszeiten gaben den Weg wieder frei und die Weser änderte ihren Lauf in Richtung Norden. Schmelzwasser von den Gletschern und Niederschlagswasser aus den Mittelgebirgen vereinten sich zu Urströmen, die die Weser aufgrund der topographischen Situation anzogen.
Das Tal des Aller-Weser-Urstroms, am weitesten südlich gelegen, reichte von der mittleren Oder über den Mittellauf der Elbe bis zur Mündung der Weser. Etwa in Höhe der heutigen Stadt Hoya an der Mittelweser vereinten sie sich mit der Weser, um anschließend in das Bremer Becken zu strömen. Doch auch der Mündungstrichter in die Nordsee schwankte über die Jahrtausende hinweg zwischen Wangerooge und | | |