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Wissembourg

Wissembourg

Wissembourg (Weißenburg im Elsass, hergeleitet von "wiß", der rheinfränkischen Form von weiß) ist eine Stadt mit etwa 8.170 Einwohnern (1999) im Elsass am Flüsschen Lauter. Sie liegt an jener Stelle der deutsch-französischen Grenze, an der die Rheinebene in den Pfälzer Wald übergeht. Auf bundesdeutscher Seite liegt ihr gegenüber die Gemeinde Schweigen-Rechtenbach, Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, Landkreis Südliche Weinstraße. Die Stadt Wissembourg ist Sitz der Unterpräfektur (Sous-préfecture) des Arrondissements Wissembourg im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Das Arrondissement gliedert sich in 5 Kantone mit der Stadt Wissembourg als Hauptort (chef-lieu) des gleichnamigen Kantons.

Geschichte

Die Stadt Weißenburg entwickelte sich aus einer stetig wachsenden Ansiedlung um ein im 7. Jahrhundert gegründetes Kloster. Von 1306 bis 1697 war sie freie Reichsstadt. Am 4. August 1870 besiegten in der Schlacht von Weißenburg preußische Truppen die Franzosen. Mehrere Denkmäler auf dem Gaisberg an der Straße Weißenburg-Riedseltz gedenken der vielen Gefallenen. Weißenburger kämpften als Soldaten mal auf französischer und mal auf deutscher Seite. Nach dem 1. Weltkrieg fiel die alte deutsche Stadt zusammen mit dem Elsass wieder an Frankreich und später von 1943 bis 1945 wieder an das Deutsche Reich. Heute führt eine offene Grenze zu Nachbarschaftshilfen bei Bränden und zur Zusammenarbeit des Notarztdienstes auf beiden Seiten. 1997 wurde die Maximiliansbahn zwischen Weißenburg und Winden (Pfalz) in der Pfalz wieder eröffnet.

Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt ist heute noch teilweise von Resten der alten Stadtbefestigung umschlossen. Sehenswert ist die gotische Abteikirche mit einem romanischen Glockenturm. Im Innern finden sich bemerkenswerte Glasfenster und Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert, unter anderem eine zehn Meter hohe Darstellung des heiligen Christopherus. Vom alten Kloster Weißenburg, an dem der Mönch Otfrid von Weißenburg wirkte, ist lediglich ein unvollendeter gotischer Kreuzgang übrig geblieben.

Söhne und Töchter der Stadt


- Jean-Francois Kornetzky, französischer Fußballtorhüter

Siehe auch

Mundatwald

Weblinks

[http://www.ot-wissembourg.fr Tourismusbüro von Wissembourg (franz.)] Kategorie:Ort im Elsass Kategorie:Reichsstadt

Rheinfränkisch

Rheinfränkisch ist eine zusammenfassende Bezeichnung für folgende fränkische Dialektgruppen im Westmitteldeutschen:
- Lothringisch (Frankreich im Département Moselle)
- Pfälzisch (ehemaliger Regierungsbezirk Pfalz in Rheinland-Pfalz und angrenzende Gebiete)
  - Westpfälzisch (Saarland und Rheinland-Pfalz (Westpfalz))
  - Kurpfälzisch (Baden-Württemberg (Kurpfalz) und Südhessen)
  - Vorderpfälzisch (Vorderpfalz und Frankreich (nördliches Elsass))
- Hessisch-Nassauisch (Süd- und Mittelhessen, Rheinland-Pfalz (Rheinhessen) und Bayern (Unterfranken))
- Niederhessische Dialekte in Nord- und Osthessen (um Kassel, Bad Hersfeld und Fulda) Vom nördlich und westlich angrenzenden Moselfränkischen sind sie durch die Sankt Goarer Linie oder "dat/das-Linie" getrennt, die von Völklingen an der Saar über Bad Kreuznach, Sankt Goar und Limburg nach Dillenburg verläuft. Im Norden reicht das Dialektgebiet bis an die nördlich von Kassel verlaufende Benrather Linie ("ik/ich"-Linie) und damit an den Niederdeutschen Sprachraum heran. Von den südfränkischen, alemannischen und ostfränkischen Dialekten im Süden und Osten wird es durch die Speyerer Linie, Mainlinie oder "appel/apfel-Linie" (etwa Weißenburg-Wörth am Rhein-Speyer-Sinsheim-Eberbach-Mudau-Wertheim). Siehe auch: Rheinfranken, Mitteldeutsch, Hessischer Dialekt, Fränkische Sprache, Rheinland, Rheinischer Fächer, Moselfränkisch

Weblinks

Kategorie:Dialekt

Weiß

Weiß ist eine Farbe. Ein Material, das Licht in verschiedenen Wellenlängen mit hoher Intensität reflektiert, so dass alle Farbzäpfchen der Netzhaut des menschlichen Auges stark gereizt werden, erscheint weiß. Weißes Licht
- entsteht durch die Mischung der Farben Rot, Grün und Blau in der Additiven Farbmischung
- hat im RGB-Farbraum den Wert RGB = (255, 255, 255) dezimal bzw. FFFFFF hexadezimal. Von vielen wird weiß nicht als Farbe im engeren Sinne anerkannt. Dazu siehe: Bunte und unbunte Farben. Siehe auch: Weißes Gold, Liste weißer Farbmittel Kategorie:Farben ja:白 simple:White

Lauter (Rhein)

Die Lauter (auch Wieslauter) ist ein linker Nebenfluss des Rheins und entspringt mitten im Pfälzer Wald an der Nordwestflanke des 611 m hohen Weißenberges.

Verlauf

Von ihrer Quelle aus fließt die Lauter zunächst in südlicher Richtung und passiert Hinterweidenthal. Kurz vor Dahn wendet sie sich nach Südosten und erreicht schließlich in Wissembourg die Oberrheinische Tiefebene. Der Oberlauf im südlichen Pfälzer Wald, dem Wasgau, trägt den Namen Wieslauter zur Unterscheidung von der zweiten pfälzischen Lauter, die bei Kaiserslautern entspringt und auch Waldlauter genannt wird. Ab Wissembourg verläuft die Lauter, weiterhin in südöstlicher Richtung, am südlichen Rand des Bienwaldes. Bei Neuburg mündet sie nach etwa 55 km in den Rhein. Die Lauter folgt ab Wissembourg im Wesentlichen der Staatsgrenze Deutschland/Frankreich, bevor sie bei Lauterbourg für die letzten 5 km Frankreich wieder verlässt. Diese Gegend ist der östlichste Punkt Frankreichs.

Sehenswürdigkeiten und Geschichte

Lauterbourg
- Burg Neudahn
- Jungfernsprung (Sagenhafter Felsen in Dahn)
- Dahner Burgengruppe (Altdahn, Grafendahn und Tanstein)
- Burgruine Drachenfels (Franz von Sickingen)
- Burg Berwartstein (Ritter "Hans Trapp")
- Kloster Weißenburg (Elsass) ("Wasserfehde" mit "Hans Trapp")
- Mundatwald (Annexion 1946-1986 durch Frankreich) Kategorie:Fluss in Deutschland Kategorie:Fluss in Frankreich Kategorie:Fluss in Rheinland-Pfalz Kategorie:Nebenfluss des Rheins

Frankreich

Frankreich (franz.: La France) ist ein demokratischer, noch immer stark zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. Es grenzt an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Marteen aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Surinam hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien.

Geographie

Hauptartikel: Geographie Frankreichs Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg Europas ist der Mont Blanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet. Mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern im Großraum Paris (Region Île-de-France). Die Großräume um Marseille, Lille und Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner. Siehe auch: Städte in Frankreich, Nationalparks in Frankreich

Geschichte

Nationalparks in Frankreich Hauptartikel: Geschichte Frankreichs Durch die Französische Revolution 1789 wurde die mehr als 1.200 Jahre währende Monarchie gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische, napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Seit der Niederlage Napoleons III. 1870 ist Frankreich endgültig Republik. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war Frankreich einer der Hauptgegner Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten Kolonien, Vietnam und Algerien, nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit 1958 (Fünfte Republik) hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt. Beim europäischen Einigungsprozess spielt Frankreich heute gemeinsam mit Deutschland eine tragende Rolle.

Politik

Politisches System

Frankreich ist eine zentralistisch organisierte Demokratie mit einem semi-präsidentiellen Regierungssystem. In der Verfassung der V. Republik nimmt der direkt durchs Volk gewählte Staatspräsident eine starke Stellung ein. Er ernennt den Premierminister und das Kabinett, hat gegenüber Gesetzbeschlüssen des Parlaments ein Veto-Recht und kann die Nationalversammlung auflösen. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 577 vom Volk gewählten Abgeordneten und dem indirekt gewählten Senat mit 331 Mitgliedern. Siehe auch: Politisches System Frankreichs, französische Regierung, Francophonie, französische Präsidenten, französische Premierminister, Cohabitation, Finanzministerium

Aktuelle politische Lage

Finanzministerium Momentan stellt die Partei UMP unter Führung des früheren Wirtschaftsministers und aktuellen Innenministers Nicolas Sarkozy mit 363 Sitzen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung. Am 29. Mai 2005 wurde die neue EU-Verfassung mit 54,87% Gegenstimmen von der Bevölkerung abgelehnt. Darauf trat die Regierung des seit 2002 amtierenden Premierministers Jean-Pierre Raffarin zurück. Als neuer Premierminister wurde Dominique de Villepin eingesetzt. Seit dem 27. Oktober 2005 wird Frankreich von einer Welle gewalttätiger Ausschreitungen heimgesucht. Angefangen in der Pariser Banlieue, griffen die Unruhen inzwischen auf viele, über das gesamte Land verteilte, Großstädte wie Lille, Rouen, Nizza oder Marseille über. Auslöser war der Tod zweier Jugendlicher im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois, welche sich vor der Polizei in einem Starkstromhaus verstecken wollten. Die Regierung hat zwischenzeitlich den Notstand ausgerufen und es somit den Präfekten der Départements ermöglicht, in besonders stark betroffenen Gebieten Ausgangssperren zu verhängen. Bisher haben die Ausschreitungen einem Menschen das Leben gekostet und viele Schwerverletzte hervorgebracht.

Außen- und Sicherheitspolitik

Frankreich war 1949 Gründungsmitglied des Nordatlantikvertrages (NATO) und erhielt militärischen Schutz durch die USA. Mit der Machtübernahme von de Gaulle 1958 änderten sich die Beziehungen zu den USA und zu der von den USA dominierten NATO. Unter de Gaulles Führung entwickelte sich Frankreich 1960 zu einer Atommacht und verfügte ab 1965 mit der Force de Frappe über Atomstreitkräfte, die zunächst 50 mit Atombomben (Kernwaffen) ausgestattete Flugzeuge in Dienst stellte. 1968 hatte Frankreich bereits 18 Abschussrampen für Mittelstreckenraketen aufgestellt, die 1970 und 1971 mit Atomsprengköpfen ausgestattet wurden. 1968 verlässt Frankreich den militärischen Teil der NATO, bleibt aber im politischen Teil des Bündnisses integriert. In den 1970er Jahren erweiterte Frankreich ihre Atommacht auch auf See. Vier Atom-U-Boote verfügten über jeweils 16 atomar bestückten Mittelstreckenraketen. In der aktuellen Außenpolitik bemüht sich Frankreich um ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn Deutschland (siehe auch „Kerneuropa“) und steht mit diesem gemeinsam der Vormachtstellung der USA mit einer gewissen Skepsis gegenüber. Dies führte zu einem Austritt Frankreichs aus der militärischen Organisation der NATO und vielen Eigeninitiativen Frankreichs in weltpolitischen Entscheidungen. Hinzu kommt ein Engagement auch nach Ende der Kolonialherrschaften in Afrika, wo Frankreich bis heute in vielen Ländern die bestimmende Ordnungsmacht geblieben ist. Frankreich ist zudem ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat mit Vetorecht. Die Todesstrafe wurde in Frankreich 1981 abgeschafft. Siehe auch: Fremdenlegion, Gendarmerie Nationale

Administrative Gliederung

Frankreich ist in 26 Regionen aufgeteilt, welche sich ihrerseits in 100 Départements untergliedern. Zweiundzwanzig dieser Regionen befinden sich im europäischen Kernland (France métropolitaine), darunter auch die Mittelmeerinsel Korsika, welche allerdings als collectivité territoriale einen Sonderstatus hat. Die übrigen vier Regionen bestehen aus jeweils nur einem Département und werden daher Départements et régions d'outre-mer (D.R.O.M.) genannt (bis zur Verfassungsänderung 2003 Départements d'outre-mer, Abk. D.O.M.). Im Deutschen spricht man von Überseedépartements. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Guadeloupe (971), Martinique (972), Französisch-Guayana (973) und La Réunion (974). Abgesehen davon gibt es
- die Départementskörperschaft (Collectivité départementale, Abk. C.D.) Mayotte (976)
- die Gebietskörperschaft (Collectivité territoriale, Abk. C.T.) Saint-Pierre und Miquelon (SPM)
- die vier Überseeterritorien (Territoires d'outre-mer, Abk. T.O.M.) Französisch Polynesien (P), Neukaledonien (NC), Wallis und Futuna (WF) und die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, T.A.A.F.)
- die Îles éparses und die Insel Clipperton Die D.R.O.M. sind wie das französische Kernland Teil der EU, für die T.O.M. gilt das nicht. Auch in Frankreich erlassene Gesetze gelten in den TOM nur, wenn dies ausdrücklich erwähnt ist. Siehe auch: Liste der französischen Regionen, Liste der französischen Départements (nach Regionen geordnet)

Demographie

Zum 1. Januar 2004 wurde die Bevölkerung, einschließlich der Menschen in den Überseegebieten, auf 61,9 Millionen geschätzt. Nach Deutschland nimmt Frankreich in der EU den zweiten Platz bei der Bevölkerungszahl ein. Innerhalb der EU hat Frankreich einen Bevölkerungsanteil von 13 %. Im Jahre 2003 kamen auf 792.600 Geburten 560.300 Sterbefälle, das entspricht einem Überschuss von 232.300 Personen. 2004 betrug die Geburtenrate 1,9. Am Stichtag 1. Januar 2004 waren 16,2 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre, gegenüber 14,6 % im Jahre 1994. Im selben Zeitraum ist der Anteil der unter 20-Jährigen von 26,7 % auf 25,3 % gesunken. 2003 wurden 280.300 Ehen geschlossen, das sind 6.000 (-2,1 %) weniger als 2002, wobei das Durchschnittsalter bei den Männern 30,4 Jahre und bei den Frauen 28,3 Jahre betrug. Die Kindersterblichkeit beträgt zur Zeit 4,28 ‰. Der durchschnittliche männliche französische Staatsbürger hat eine Lebenserwartung von 76,7 Jahren, während die Frauen auf 83,8 Jahre kommen.

Ethnische Gruppen


- Franzosen
- Bretonen
- Basken
- Italiener (einschließlich Korsen)
- Elsässer/Alemannen, Rheinfranken/Franken
- Flamen (Niederfranken)
- 4,5 Millionen Araber
- Katalanen
- Flamen
- Polen
- andere Ausländer

Sprachen

Neben der (einzigen) Amtssprache Französisch gibt es zahlreiche Minderheitssprachen, über deren Sprecherzahlen aber keine auch nur halbwegs gesicherten Daten vorliegen:
- Bretonisch,
- Deutsch in den Dialekten
  - Elsässisch (Elsass)
  - Rheinfränkisch bzw. Lothringisch (nördliches und östliches Lothringen),
- Niederfränkisch bzw. Flämisch (Flandern, an der Grenze zu Belgien),
- Baskisch (in den zentralen und östlichen Pyrenäen),
- Katalanisch (im Roussillon),
- Korsisch,
- Italienisch (an der französischen Riviera),
- Okzitanisch (in Südfrankreich) mit dem Dialekt
  - Provenzalisch (nur noch wenige Sprecher)
- Polnisch Daneben existieren in Nordfrankreich mehrere enger mit dem Französischen verwandte romanische Oïl-Sprachen, die teilweise als französische Dialekte angesehen werden: Picard, Normannisch, Gallo, Poitevin-Saintongeais, Champanois und Morvandiau.

Religionen

Frankreich ist offiziell ein laizistischer Staat, das heißt, Staat und Religionsgemeinschaften sind vollkommen voneinander getrennt. Da von staatlicher Seite keine Daten über die Religionszugehörigkeit der Einwohner erhoben werden, beruhen alle Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung auf Schätzungen oder den Angaben der Religionsgemeinschaften selbst und weichen deshalb oft erheblich voneinander ab, weshalb auch die folgenden Zahlen mit Vorsicht zu behandeln sind. 85 % der Franzosen sind katholisch (also etwa 51 Mio.) und etwa 8 % Muslime (etwa 4,8 Mio.). Daneben gibt es protestantische und jüdische Minderheiten, die zusammen etwa 3 % ausmachen. 4 % gehören keiner Religion an, Tendenz davon steigend. Das sind jedoch Schätzungen.

Bildungswesen

Wie in fast allen europäischen Staaten (Ausnahme: z. B. Deutschland) herrscht eine Bildungspflicht, die im Ggs. zur Schulpflicht auch durch Hausunterricht (Homeschooling) oder durch selbstständiges Lernen abgegolten werden kann. Die Zahl der unbeschulten Kinder und Jugendlichen wird gegenwärtig auf etwa 10.000 geschätzt. Der Staat bietet folgende Schulformen an: Lernen
- Vorschule: Maternelle
- Grundschule: école élémentaire
- weiterführende Schulen: collège (das mit dem brevet abgeschlossen wird), gefolgt von
  - lycée
  - lycée professionnel
  - oder CFA für Auszubildende in Betrieben
- Hochschulreife:
  - baccalauréat nach insgesamt 12 Schuljahren; nach elf Schuljahren wird je nach Schulzweig (naturwissenschaftlich, wirtschaftlich oder literarisch) schon ein Teil der Prüfungen bewältigt
  - baccalauréat professionnel nach 13 Schuljahren für Abgänger des lycée professionnel oder des CFA
- Studium (1. und 2. Jahr):
  - Normalweg: DEUG
  - Eliteweg: classe préparatoire (zur Vorbereitung auf Grande école)
- Studium (3. und 4. Jahr):
  - Normalweg: licence und maîtrise oder école d'ingenieur oder école de commerce
  - Eliteweg: Grande école (ENS, ENA etc.)
- Studium (5. Jahr):
  - DESS oder DEA. Letzteres dient auch zur Auswahl für eine eventuell sich anschließende Doktorarbeit (thèse) Im Zuge der europaweiten Harmonisierung der Studienabschlüsse im Rahmen des Bologna-Prozess wird auch an französischen Hochschulen das System LMD eingeführt. LMD bedeutet, dass nacheinander die Licence bzw. Bachelor (nach 3 Jahren), der Master (nach 5 Jahren) und das Doktorat (nach 8 Jahren) erworben werden können. Die bisherigen nationalen Diplome (DEUG, Maîtrise, DEA/DESS) werden an manchen Universitäten übergangsweise noch bescheinigt, fallen ab Ende 2006 aber weg. Siehe auch: Schulsystem in Frankreich, Liste der Bildungsminister von Frankreich, Liste der Universitäten in Frankreich, École Polytechnique (Paris), Kindergeld

Wirtschaft

Traditionell ist in Frankreich die Wirtschaftspolitik von vergleichsweise starken staatlichen Eingriffen gelenkt. Hier spielt die historische Rolle des Merkantilismus – im Speziellen des Colbertismus – im Land eine Rolle. Frankreich ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die Schlüsselindustrien, besonders Energiewirtschaft, sind bislang unter staatlicher Kontrolle; Frankreich ist ein bedeutender Produzent von Atomstrom, und Deutschland sein wichtigster Kunde. In Frankreich wird ca. 80 Prozent der Elektrizität mit Atomkraftwerken produziert. Damit hat Frankreich neben Litauen momentan (Anfang 2005) den höchsten Prozentsatz an Atomstromproduktion der Welt. (Siehe auch: Liste der Kernkraftanlagen) Wein steht in der französischen Ausfuhrliste an fünfter Stelle: nach Autos, Flugzeugen, pharmazeutischen Produkten und Elektronik. (Siehe auch: Weinbaugebiete in Frankreich)
- Tourismus (z. B. Logis de France) Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im 1. Quartal 2004 um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 4. Quartal 2003 waren es 0,6 Prozentpunkte. Die Erwerbstätigenstruktur hat sich gegenüber früher grundlegend gewandelt, so arbeiteten 2003 nur mehr 4 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, in der Industrie waren es 24 %, wohingegen 72 % im Dienstleistungsbereich tätig waren. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Frankreichs (2003): Es exportiert 14,9 % seines Exportvolumens nach Deutschland, das seinerseits am Import mit 19,1 % beteiligt ist. Die Inflationsrate betrug 2,1 % (2004). Die Arbeitslosenzahl belief sich im Januar 2005 auf 10 %, das sind 2.716.000 Erwerbslose.

Die größten französischen Unternehmen 2003 (ohne Banken und Versicherungen)

# Total – Umsatz 104,7 Mrd. € – 11.000 Beschäftigte # Carrefour – Umsatz 70,5 Mrd. € – 419.000 Beschäftigte # PSA Peugeot Citroën – Umsatz 54,2 Mrd. € – 200.000 Beschäftigte # France Télécom – Umsatz 46,1 Mrd. € – 222.000 Beschäftigte # EDF – Umsatz 44,9 Mrd. € – 167.000 Beschäftigte # Suez – Umsatz 39,6 Mrd. € – 171.000 Beschäftigte # Les Mousquetaires – Umsatz 38,4 Mrd. € – 112.000 Beschäftigte # Renault – Umsatz 37,5 Mrd. € – 140.000 Beschäftigte # Publicis Groupe – Umsatz 32,2 Mrd. € – 35.000 Beschäftigte # Saint-Gobain – Umsatz 29,6 Mrd. € – 172.000 Beschäftigte # Groupe Auchan – Umsatz 28,7 Mrd. € – 156.000 Beschäftigte # Veolia Environnement – Umsatz 28,6 Mrd. € – 257.000 Beschäftigte # Centres Leclerc – Umsatz 27,2 Mrd. € – 84.000 Beschäftigte

Kultur

Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Musik gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO und der WTO mit Nachdruck seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt („diversité culturelle“): Kultur ist keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden kann. Landesweite Pflege und Erhalt des reichen materiellen kulturellen Erbes wird als Aufgabe von nationalem Rang angesehen. Dieses Verständnis wird durch staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen, wirksam in die Öffentlichkeit transportiert. Im jährlichen Kulturkalender fest verankerte Tage des nationalen Erbes, der Musik oder des Kinos beispielsweise finden lebhaften Zuspruch in der Bevölkerung. Großzügig zugeschnittene kulturelle Veranstaltungen entsprechen dem Selbstverständnis Frankreichs als Kulturnation und von Paris als Kulturmetropole. Die Förderung eines kulturellen Profils der regionalen Zentren in der Provinz wird verstetigt. Siehe auch: Liste französischer Schriftsteller, Liste französischer Komponisten, Burgen und Schlösser in Frankreich

Nationalparks

Die heutigen Nationalparks haben eine Gesamtfläche von 992.000 ha. Die Kernbereiche, die rund 371.000 ha ausmachen, stehen unter strengem Schutz. Es gibt 30 regionale Naturparks, die eine Fläche von 5.020.000 ha haben.
- Naturreservat Cap Sizun
- Regionalpark Armorique
- Naturreservat Les Sept lles
- Naturreservat Cap Frehel
- Naturreservat Pointe d' Arcay
- Naturreservat Golfe du Morbihan
- Regionalpark Briere
- Naturreservat Baie de Bourgneuf
- Naturreservat St. Denis-du-Payre
- Naturreservat Baie de l' Aiguillon
- Naturreservat Banc d' Arguin
- Vogel-Naturreservat Marquenterre
- Naturreservat Vallee de La Grande Pierre et de Vitain
- Naturreservat Le Lac de La Foret d'Orient
- Pyrenäen -Nationalpark
- Regionalpark Vosges du Nord
- Regionalpark Volcans d'Auvergne
- Nationalpark Cevennen
- Naturreservat und Vogelschutzpark Villars-les-Dombes
- Regionalpark Pilat
- Regionalpark Vercors
- Naturreservat Aiguilles Rouges
- Naturreservat Marais du Bout du Lac d' Annecy
- Nationalpark Vanoise
- Nationalpark Ecrins
- Regionalpark Luberon
- Nationalpark Mercantour
- Naturreservat und Regionalpark Camargue
- Nationalpark Port-Cros
- Korsischer Regionalpark
- Scandola Naturreservat
- Korsischer Nationalpark

Sport

Die populärste Sportart Frankreichs ist der Fußball. Als identitätsstiftendes Band gerade zwischen den verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen Frankreichs gilt die französische Fußball-Nationalmannschaft, die so genannte équipe tricolore (siehe auch: Fußball in Frankreich). Aktuell stellt Lyon den französischen Fussballmeister. Weitere populäre Sportarten sind der Radsport (insbesondere im Juli, während der dreiwöchigen Tour de France), Rugby, Leichtathletik, Formel 1 (Großer Preis von Frankreich in Magny Cours) und Tennis (French Open in Paris). In Frankreich fanden bereits mehrmals Olympische Spiele statt: Sommerspiele 1900 und 1924 in Paris, Winterspiele in Chamonix 1924, Grenoble 1968 und Albertville 1992. Siehe auch: Skigebiete in Frankreich

Medien

Die wichtigsten französischen Printmedien sind die nationalen Tageszeitungen:
- Le Monde und Libération (linksorientiert, Druckauflage 2003 ca. 500.000 bzw. 200.000 Exemplare)
- Le Figaro (konservativ, Auflage: 450.000 Exemplare)
- Les Echos, La Tribune (Wirtschaft, 180.000 bzw. 125.000 Exemplare)
- L'Humanité (kommunistisch, 74.000 Exemplare)
- La Croix (katholisch, 114.000 Exemplare)
- L'Equipe (Sport, 485.000 Exemplare und damit die meistgelesene Zeitung überhaupt mit sieben Lesern pro Ausgabe) Die wichtigsten Nachrichtenmagazine in Frankreich:
- Le Nouvel Observateur (400.000 Exemplare)
- L'Express (400.000 Exemplare)
- Le Point (400.000 Exemplare)
- L'événement du Jeudi Größte Regionalzeitung ist die Ouest France mit einer Druckauflage von 900.000 Exemplaren. Bedeutend ist auch das jeweils mittwochs erscheinende Investigations- und Satireblatt Le Canard enchaîné mit einer Auflage von 550.000 Exemplaren.

Feiertage

Militär

Frankreich hat eine Berufsarmee mit 300.000 Soldaten.

Siehe auch


- Chronologie französischsprachiger Zeitungen und Zeitschriften
- Französische Küche
- Nachrichtendienste Frankreichs
- Liste bedeutender Franzosen
- Liste der Präsidenten Frankreichs
- Die schönsten Dörfer Frankreichs
- Weinbaugebiete in Frankreich

Literatur


- Alfred Pletsch: Länderkunde Frankreich. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 2. Auflage 2003, ISBN 3534116917
- Wilfried Loth: Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, 1995 ISBN 3-596-10860-8
- Bernhard Schmidt, Jürgen Doll, Walther Fekl, Siegfried Loewe und Fritz Taubert: Frankreich-Lexikon. Schlüsselbegriffe zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Kultur, Presse- und Bildungswesen. 2. überarbeitete Auflage 2005, 1224 Seiten, ISBN 3-503-06184-3
- Ralf Nestmeyer: Französische Dichter und ihre Häuser. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-458-34793-3

Weblinks

20px Portal:Frankreich
- [http://www.diplomatie.gouv.fr/index.de.html Website des französischen Außenministeriums]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=46 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.frankreich-forum.de/ Frankreich Forum]
- [http://www.lesvilles.de/ Lokalportal für alle französischen Regionen und Städte]
- [http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanistik/ Romanistik im Internet: Kultur, Literatur und Politik]
Kategorie:Staat !Frankreich Kategorie:Land in der EU Kategorie:Mittelmeer als:Frankreich fiu-vro:Prantsusmaa ja:フランス ko:프랑스 ms:Perancis simple:France th:ประเทศฝรั่งเศส zh-min-nan:Hoat-kok

Pfälzer Wald

Die Mittelgebirgslandschaft Pfälzer Wald (so die amtliche Schreibweise, häufig auch Pfälzerwald) im Bundesland Rheinland-Pfalz ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas und hat eine Fläche von 177.100 ha (= 1.771 km²). Der Pfälzer Wald nimmt ein gutes Drittel der gesamten Pfalz ein, von der er seinen Namen hat. Eine Zusammenstellung aller Artikel mit Bezug zum Pfälzer Wald findet sich im gleichnamigen Portal.

Bedeutung

1958 wurde der Naturpark Pfälzer Wald geschaffen. Dieser Naturpark wurde 1998 deutscher Teil des ersten grenzüberschreitenden Biosphärenreservates der UNESCO, nämlich des Biosphärenreservates Pfälzer Wald-Vosges du Nord. Er war damit das 12. von (Stand: 2005) 14 deutschen Biosphärenreservaten. Bei diesen handelt es sich um Flächen, denen eine besondere Bedeutung für den globalen Erhalt der biologischen Vielfalt zukommt. Die Bezeichnungen "Vogesen" (franz. Vosges, s. u.) und "Wasgau" (im Mittelalter Wasigenwald, s. u.) gehen auf denselben lateinischen Ursprung zurück, nämlich Vosegus (mons).

Struktur

Gliederung

Der Pfälzer Wald gliedert sich in drei Landschaftsteile:
- den nördlichen Pfälzer Wald, begrenzt im Norden durch das Nordpfälzer Bergland und nach Süden bis zur Linie Kaiserslautern - Bad Dürkheim reichend
- den mittleren Pfälzer Wald, von der Linie Kaiserslautern - Bad Dürkheim bis zur Queich und der Linie Pirmasens - Landau reichend
- den südlichen Pfälzer Wald, den so genannten Wasgau, der von der Queich und der Linie Pirmasens - Landau bis zur französischen Grenze im Süden reicht.

Grenzen

Nördlich schließt sich an den Pfälzer Wald das Nordpfälzer Bergland mit dem Donnersberg (687 m) an, südlich die elsässischen Vogesen. Der Ostrand des Pfälzer Waldes Richtung Rheinebene wird als Haardtgebirge, das zwischen Haardtgebirge und Ebene liegende Hügelland, wo die Pfälzer Weine angebaut werden, als Haardt bezeichnet. Inmitten der Haardt verläuft die Deutsche Weinstraße. Westlich von Kaiserslautern beginnt die schmale Moorniederung des Landstuhler Bruchs, an die sich nach Süden zu die Südwestpfälzische Hochfläche anschließt, die westlich einer Linie Kaiserslautern - Pirmasens an den Pfälzer Wald grenzt.

Geologie

Entwicklung

Der Pfälzer Wald gehört wie viele Mittelgebirge Deutschlands zum Variszischen Gebirge, das sich vor mehr als 300 Millionen Jahren im Devon durch große Teile Europas zog. Auslöser der Gebirgsbildung war die Kollision der beiden Kontinente Ur-Europa und Ur-Afrika. In der Trias vor ca. 200 Millionen Jahren senkte sich das Land wieder, und es bildete sich das so genannte Germanische Becken, in dem sich meterdicke Schichten des roten Buntsandsteins ablagern konnten. Diese wurden später durch die Muschelkalkablagerungen eines großen Binnenmeers überdeckt, gefolgt von den Sedimenten der Keuperzeit. So bildete sich das süddeutsche Schichtstufenland. Als sich das Land im Bereich des heutigen Pfälzer Waldes vor etwa 180 Millionen Jahren erneut hob, wurden durch Erosion mehrere 100 m der Sedimentschicht z. T. bis auf den roten Buntsandstein abgetragen, wie es im Westen des Pfälzer Waldes zu sehen ist. Im östlichen Pfälzer Wald und im Haardtgebirge liegen mancherorts noch Muschelkalkablagerungen über dem Buntsandstein. Die letzte umfassende geologische Veränderung im Bereich des Pfälzer Waldes ging vor etwa 45 Millionen Jahren vonstatten: Damals brach der Oberrheingraben ein, wobei sich die Erdkruste in einer Mächtigkeit von mindestens 20 km um ca. 2.500 m einsenkte, so dass es an der Oberfläche zur Bildung einer Tiefebene kam. Der Graben verfüllte sich nachträglich bis auf das heutige Niveau der Ebene mit jungen Fluss- und Meeressedimenten, denn noch vor etwa 20 Millionen Jahren reichte die Nordsee über die Senke der Wetterau bis herunter in das Tal des Oberrheins. Vor dem Grabenbruch hatte es in dieser Region eine durchgehende Landmasse gegeben, die von West nach Ost aus dem heutigen Mittelgebirge Pfälzer Wald / Vogesen, dem heutigen Boden der Ebene - wie erwähnt ohne die jüngeren Ablagerungen - und dem heutigen Mittelgebirge Odenwald / Schwarzwald bestand. Der Grabenbruch ist bis in die Gegenwart tektonisch aktiv, gelegentliche leichte Erdstöße sowie Lava-Ablagerungen an den Grabenrändern legen davon Zeugnis ab. Bei Forst an der Weinstraße ist am Pechsteinkopf, der zum Haardtgebirge gehört, Basalt, ein junges Eruptivgestein, zu Tage getreten. Das flüssige Magma, das vor ca. 29 (nach anderen Quellen 35) Millionen Jahren in einem Riss aufstieg, erstarrte bereits in den Rissspalten und bildete dabei Basaltsäulen. Die mit dem Aufstieg des Magmas verbundenen Gaseruptionen ließen die Säulen zu Basaltbrocken zerbrechen. Diese wurden bis in die 1980er Jahre industriell abgebaut.

Istzustand

Heute erstreckt sich der weitaus größte Teil des Pfälzer Waldes auf einer Buntsandsteinformation, die nur noch stellenweise von jüngeren Sedimenten aus weicherem Kalkstein überlagert wird. Der rötliche Sandstein und die durch Erosion geschaffenen schroffen Felsgebilde prägen das Bild des Pfälzer Waldes. Die Steinbrüche, in denen v. a. Baumaterial gewonnen wird, liefern je nach Oberflächengestein roten Buntsandstein (im westlichen und zentralen Pfälzer Wald) oder helleren, manchmal weißgelben Kalkstein (im östlichen Bereich). Die Steinbrüche des Haardtgebirges sind von der Rheinebene aus als helle "Wunden" in den blaugrünen Silhouetten der Berge auszumachen.

Höhen

Der Pfälzer Wald steigt von West nach Ost von etwa 400 m Seehöhe kontinuierlich an und erreicht in seiner Osthälfte sowie am Ostrand, im Haardtgebirge, seine größte Höhe, bevor der Abbruch zum Oberrheingraben erfolgt. Die höchsten Erhebungen liegen sämtlich im mittleren Pfälzer Wald:
- Kalmit (673 m)
- Kesselberg (663 m)
- Rossberg (637 m)
- Hohe Loog (618 m)
- Schafkopf (617 m)
- Weißenberg (611 m)
- Eschkopf (609 m)

Gewässer

Stehende Gewässer

Das Sandsteinmassiv ist ein sehr guter Wasserleiter, der Niederschläge filtert. Wenn das versickerte Wasser sich über weniger durchlässigen Sperrschichten unterhalb des Sandsteins sammelt, tritt es in Senken wieder hervor. Dadurch haben sich eine Reihe von Mooren, Moorseen sowie Seen, so genannte Wooge, gebildet. Etliche Wooge wurden auch künstlich durch Aufstauung von Bächen angelegt und dienten als Sammelplätze und Wasserspeicher für die Trift von Holz. Flächenmäßig allerdings sind sämtliche Seen und Wooge im Pfälzer Wald unbedeutend. Die bekanntesten sind der Gelterswoog am nordwestlichen Rand und der Eiswoog im Nordosten.

Fließgewässer

In der Mitte des Pfälzer Waldes verläuft etwa in Nord-Süd-Richtung die pfälzische Hauptwasserscheide. Die meisten der westlich davon entspringenden Wasserläufe fließen über Saar und Mosel zum Rhein hin, einer im Nordwesten über die Nahe, die östlichen direkt zum Rhein. Direkt zum Rhein hin fließen (Reihenfolge von Süd nach Nord):
- Wieslauter
- Otterbach
- Erlenbach
- Klingbach
- Queich mit Wellbach
- Hainbach
- Speyerbach mit Hochspeyerbach
- Isenach
- Eckbach
- Eisbach
- Pfrimm (knapp am Nordrand des Pfälzer Waldes) Über die Nahe zum Rhein hin fließt die Alsenz. Ganz knapp noch im Pfälzer Wald liegt die Quelle der Waldlauter, die ihr Wasser über den Glan in die Nahe schickt. Über Schwarzbach und Blies zu Saar, Mosel und Rhein hin fließen (Reihenfolge von Nord nach Süd):
- Moosalb mit Aschbach
- Schwarzbach
- Rodalb mit Merzalb

Biologie

Flora

Die Waldflächen machen mehr als 76 % des Biosphärenreservates aus, sie bedecken fast die gesamte Mittelgebirgsregion. Seit dem 17. Jahrhundert werden sie intensiv genutzt, trotzdem weisen sie eine Vielzahl von besonders artenreichen Teilgebieten auf. Sehr typisch für den Pfälzer Wald sind die Buchenwälder, die in der sauren Umgebung der Buntsandsteinböden gut gedeihen. Ähnliches gilt für die Eichen, die sowohl als Trauben- als auch als Stieleichen in feuchteren Senken auftreten. Dort und in Bachtälern finden sich häufig auch Erlenpopulationen. Auf den Torfböden bei Bitche im französischen Teil des Biosphärenreservates hat sich ein Relikt-Kiefernwald erhalten. Die heutzutage oft anzutreffenden Kiefern wie auch Douglasien und Tannen waren ursprünglich nicht typisch für den Pfälzer Wald und wurden erst im Zuge der Bewirtschaftung hier angepflanzt.

Fauna

Neben einer Vielzahl von Käfern, Schmetterlingen und anderen Insekten gibt es im Pfälzer Wald auch eine Reihe seltener Vögel, z. B. den Eisvogel und den Steinschmätzer. Von in ihrem Bestand bedrohten Säugetierarten sind hier z. B. Fledermäuse, Baummarder, Wildkatze und Luchs beheimatet. Die Mehrzahl der Fauna stellen freilich, wie in anderen europäischen Mittelgebirgen auch, Paarhufer, nämlich Rehe, Rothirsche und Wildschweine.

Besiedelung

Knapp 1.800 der 3.105 km² des grenzüberschreitenden Biosphärenreservates liegen auf deutschem Gebiet. Das gesamte Biosphärenreservat ist dünn besiedelt; es leben darin (Stand: 1999) 237.000 Einwohner, das entspricht einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von nur 76 Einwohnern pro km². Die wenigen Städte im Pfälzer Wald, Eisenberg, Lambrecht, Annweiler und Dahn, haben alle unter 10.000 Einwohner. Größere Ansiedlungen finden sich nur an den Rändern des Pfälzer Waldes. Am östlichen Rand liegen die Städte Grünstadt, Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße, Edenkoben, Landau und Bad Bergzabern sowie in Frankreich die Stadt Wissembourg (dt. Weißenburg). Am westlichen Rand, dem sogenannten Westrich, liegen Kaiserslautern, Rodalben und Pirmasens.

Verkehr

Straßen

Die beiden Hauptverkehrsadern durch den Pfälzer Wald verlaufen von West nach Ost: : Bundesautobahn 6 (Saarbrücken -) Kaiserslautern - Grünstadt (- Mannheim), zugleich Europastraße (Paris - Prag) : Bundesstraße 10 Pirmasens - Landau Der Lückenschluss der Bundesautobahn 8 zwischen Pirmasens und Karlsruhe durch das Dahner Tal ist zu Gunsten eines vierspurigen Ausbaues der B 10 wohl endgültig vom Tisch. Von regionaler Bedeutung sind: : Bundesstraße 37 Kaiserslautern - Bad Dürkheim : Bundesstraße 39 Frankenstein - Neustadt an der Weinstraße : Bundesstraße 48 Enkenbach-Alsenborn - Bad Bergzabern : Bundesstraße 427 Hinterweidenthal - Bad Bergzabern

Eisenbahnlinien

Der Pfälzer Wald wird bzw. wurde durch mehrere Eisenbahnlinien erschlossen:
- Biebermühlbahn
- Eckbachtalbahn
- Eistalbahn
- Kuckucksbähnel (Museumsbahn)
- Pfälzische Ludwigsbahn (ICE-Strecke Saarbrücken - Mannheim)
- Queichtalbahn
- Wasgauwaldbahn
- Wieslauterbahn

Sehenswürdigkeiten

Obwohl der Pfälzer Wald noch immer dünn besiedelt ist und viele kaum berührte Flächen aufweist, besitzt er doch ein reiches landschaftliches, geschichtliches und kulturelles Erbe, das sich in einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten widerspiegelt, von denen hier nur eine Auswahl aufgeführt werden kann.

Ortschaften


- Johanniskreuz, Mittelpunkt des Pfälzer Waldes und ehemaliger Kurort

Burgen und Schlösser


- Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße (siehe auch Hambacher Fest)
- Reichsburg Trifels bei Annweiler (siehe auch Richard Löwenherz)
- Burg Berwartstein bei Erlenbach (siehe auch "Hans Trapp")
- Burg Drachenfels bei Busenberg (siehe auch Franz von Sickingen)
- Burg Hohenecken bei Kaiserslautern
- Burg Altleiningen und Burg Neuleiningen bei Grünstadt sowie
- Hardenburg und Klosterruine Limburg bei Bad Dürkheim (siehe auch Leininger)
- Burg Landeck bei Klingenmünster
- Schloss Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben

Industriedenkmäler


- Museumsbahn Stumpfwaldbahn bei Ramsen
- Deutsches Schuhmuseum in Hauenstein

Naturerlebnis


- Biosphärenhaus mit Baumwipfelpfad in Fischbach bei Dahn
- Teufelstisch, Felsformation bei Hinterweidenthal
- Karlstal der Moosalb bei Trippstadt
- Panoramastrecke Elmsteiner Tal bei Elmstein mit Speyerbach und Museumsbahn Kuckucksbähnel
- Rietburg-Sessellift bei Edenkoben mit grandioser Aussicht auf die Rheinebene
- Eckbachmühlen-Rad- und Wanderweg im Leiningerland mit 23 z. T. restaurierten Mühlen

Geschichte


- Pfälzischer Jakobsweg - von Speyer über Kirrweiler (Pfalz), Lambrecht, Johanniskreuz, Landstuhl nach Hornbach

Siehe auch


- Portal Pfälzer Wald

Weblinks


- [http://www.pfaelzerwald.de/ Pfälzer Wald]
- [http://www.biosphere-vosges-pfaelzerwald.org/ Biosphärenreservat Pfälzer Wald-Vosges du Nord]
- [http://www.biosphaerenhaus.de/ Biosphärenhaus mit Baumwipfelpfad]
- [http://www.pwv.de/ Pfälzerwaldverein e. V.]
- [http://www.wandere.de/ Wandern in der Pfalz]
- [http://www.wanderportal-pfalz.de/ Wanderportal Pfalz]
- [http://www.martingrund.de/webcam/mobotix.htm Webcam mit Blick auf den Ostrand des Pfälzer Waldes (Haardtgebirge)] Pfalzer Wald Pfalzer Wald Pfalzer Wald Pfalzer Wald Pfalzer Wald

Schweigen-Rechtenbach

Schweigen-Rechtenbach ist ein Ort der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Er hat 1.417 Einwohner (Stand: August 2004) und eine Fläche von 16,04 km².

Daten


- Postleitzahl: 76889
- Kfz-Kennzeichen: SÜW

Geographie

Geographische Lage

Schweigen-Rechtenbach liegt an der deutsch-französischen Grenze. Auf französischer Seite ihr gegenüber liegt Weißenburg (Elsass).

Gemeinderat

Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis: #WGR 1 37,8% (..) - 6 Sitze (..) #CDU 27,6% (+5,3) - 4 Sitze (=) #SPD 22,8% (-1,0) - 4 Sitze (=) #WGR 2 11,8% (..) - 2 Sitze (..)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Bei Schweigen-Rechtenbach befindet sich das Deutsche Weintor, das das südliche Ende der Deutschen Weinstraße markiert.

Weblinks


- [http://www.schweigen-rechtenbach.de Schweigen-Rechtenbach] Kategorie:Ort in Rheinland-Pfalz

Verbandsgemeinde

Verbandsgemeinden sind Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz, die aus mehreren rechtlich selbständigen Ortsgemeinden bestehen. Es handelt sich dabei um eine Art Verwaltungsgemeinschaft mehrerer selbstständiger Gemeinden, die zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte eine neue Gebietskörperschaft, die Verbandsgemeinde, bilden. Den Verbandsgemeinden sind nach der Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz eigene Aufgaben zugewiesen, wie Schulwesen, Feuerwehr, zentrale Sport-, Spiel- und Freizeiteinrichtungen, Wasserversorgung oder Abwasserbeseitigung. Diese hat eine eigene gewählte Gemeindevertretung (Verbandsgemeinderat) und einen hauptamtlichen Bürgermeister. Die Aufgaben der Ortsgemeinden nimmt die Verbandgemeinde in deren Auftrag wahr. Der Bürgermeister einer Verbandsgemeinde kann in Personalunion zugleich Ortsbürgermeister der Sitzgemeinde sein. Die einzelnen Ortsgemeinden haben ihrerseits eigene Vertretungen (Ortsgemeinderat) und ehrenamtlichen Ortsbürgermeister. Bei sehr kleinen Ortsgemeinden, die nur aus wenigen Einwohnern bestehen, tritt anstelle der Gemeindevertretung die Gemeindeversammlung. Es gibt einige Ortsgemeinden, die weniger als 20 Einwohner haben. Verbandsfreie Städte und Gemeinden nehmen die Verwaltungsaufgaben einer Verbandsgemeinde wahr, die in der Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz aufgeführt sind. Verbandsangehörige Städte sind Ortsgemeinden mit dem Status einer Stadt. Meist sind sie Sitz und Namensgeber der jeweiligen Verbandsgemeinde. In anderen Bundesländern gibt es den Verbandsgemeinden ähnliche Einrichtungen mit anderen Bezeichnungen und z.T. auch anderer Aufgabenstellung.

Siehe auch


- Liste der Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz (nach Landkreisen sortiert)
- :Kategorie:Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz (alphabetisch sortiert)
- Liste der Orte in Rheinland-Pfalz
- Amt
- Gemeindearten
- Gemeindeverwaltungsverband
- Samtgemeinde Kategorie:Politik (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Politische Geographie Kategorie:Kommunalrecht Kategorie:Verwaltungsgemeinschaft

Bad Bergzabern

Bad Bergzabern ist ein Kurort im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Es ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Geographie

Geographische Lage

Bad Bergzabern liegt an der Deutschen Weinstraße und am westlichen Rand des Rheingrabens im Pfälzer Wald.

Geschichte


- 1289: Rudolf von Habsburg verleiht Bergzabern das Stadtrecht
- 1394: Burg und Stadt Bergzabern gehen in den Besitz der Kurpfalz über
- 1792: Am 10. November beantragen die Bergzaberner Bürger ihren Anschluss an die Französische Republik
- 1815: Frankreich tritt den Landstrich zwischen Lauter und Queich ab
- 1848: Bürger von Bergzabern gründen einen demokratischen Verein.
- 1849: Aus Bergzabern kommen viele Teilnehmer am Pfälzer Aufstands. Der Bergzaberner Friedrich Schüler wird als einer der 5 Reichsregenten vom Stuttgarter Parlament gewählt
- 1875: Bergzabern wird Luftkurort
- 1938: Am 10. November wird die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört
- 1964: Bergzabern wird Kneippkurort und darf sich Bad Bergzabern nennen.
- 1969: Der Landkreis Bad Bergzabern wird aufgelöst. Bad Bergzabern wird in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern (ab 1978: Landkreis Südliche Weinstraße) eingegliedert.

Politik

Partnerstädte

Partnerstädte von Bad Bergzabern sind seit 1939 Amberg und Lichtenfels.

Wirtschaft und Infrastruktur

Als Heilklimatischer Kurort und Kneippheilbad lebt Bad Bergzabern zu einem Großteil von seinen Kurgästen. Lichtenfels Lichtenfels Fachkliniken
- Biomedklinik Klinik für komplementäre Krebstherapie
- Edith Stein Fachklinik für Orthopädie und Neurologie
- Parkklinik (Psychosomatik u. Verhaltenstherapie)

Verkehr

In Bad Bergzabern beginnt die Bundesstraße B 48, die nach Bingen führt. Die B 427 führt von Kandel durch Bad Bergzabern nach Dahn. Die Kurbadlinie über Kapellen-Drusweiler nach Winden verbindet Bad Bergzabern mit Landau und Karlsruhe. Autokennzeichen des früheren Kreises Bergzabern (bis 1969) war BZA. danach LD (Landau/Pfalz) bis 1979,jetzt SÜW (Südliche Weinstrasse)

Behörden

Das Schloss in Bad Bergzabern beherbergt die Verbandsgemeindeverwaltung. In der Stadt besteht eine Bundespolizeiabteilung, die dem Bundespolizeipräsidium West in Sankt Augustin untersteht.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- 1522, Tabernaemontanus (eigentlich: Jakob Theodor), † 1590 in Heidelberg, Arzt und Professor
- 1791, 19. August, Friedrich Schüler, † 26. Juni 1873 in Metz, Jurist und demokratischer Politiker
- 1821, 10. Juli, Karl Culmann, † 9. Dezember 1881 in Zürich, Bauingenieur, Statiker Kategorie:Ort in Rheinland-Pfalz

Unterpräfektur

In Frankreich bezeichnet die Unterpräfektur (frz. sous-préfecture) eine Verwaltungsebene unterhalb des Départements und der Region. Der Standort der Unterpräfektur ist die Hauptstadt (frz. chef-lieu) eines Arrondissements; der oberste Verwaltungsbeamte eines Arrondissements ist der Unterpräfekt (frz. sous-préfet). In den Hauptstädten der Départements gibt es keine Unterpräfekturen, hier sind auch die Präfekturen zuständig. Kategorie:Verwaltung (Frankreich) !U ja:支庁

Arrondissement

Das Wort Arrondissement kommt von dem französischen arrondir (abrunden) und dient zur Bezeichnung von zwei Arten von Verwaltungsbezirken in Frankreich und Québec:
- Untergliederung eines Départements. Es gibt (2004) 342 Arrondissements in Frankreich. Die Hauptstadt (frz. chef-lieu) eines Arrondissements ist die Unterpräfektur (frz. sous-préfecture). Ein Arrondissement gliedert sich wiederum in Kantone (frz. canton), die sich ihrerseits aus den Gemeinden (frz. commune) zusammensetzen.
- Die Städte Paris, Marseille, Bordeaux und Lyon sind ebenfalls in Arrondissements eingeteilt, siehe Arrondissement (Paris). Man spricht hier auch von kommunalen Arrondissements. Diese stehen in der Verwaltungshierarchie auf der Stufe von Kantonen.
- Auch in Belgien sind Arrondissements (Bezirke) Teil der Verwaltungsstruktur.
- Ebenso sind einige Städte in Quebec in Arondissements aufgeteilt. Es sind dies Montréal, Gatineau, Québec, Saguenay, Longueuil und Sherbrooke. siehe auch Liste der französischen Arrondissements Kategorie:Verwaltung (Frankreich) Kategorie:Politische Geographie

Département

Frankreich ist in 100 Départements unterteilt, denen 26 Regionen (22 davon in Europa) zugeordnet sind. 96 der 100 Départements liegen auf dem europäischen Kontinent, die restlichen 4 sind Überseedépartements (Martinique, Guadeloupe, Réunion, Guyane). Jedes der vier letztgenannten bildet zugleich auch eine eigene Region. Die meisten Départements haben eine Fläche zwischen 4.000 und 8.000 km² und eine Bevölkerung zwischen 250.000 und einer Million Einwohnern. Das flächenmäßig größte ist Gironde (10.000 km²), das kleinste Paris (105 km² - ohne Vororte, die zu anderen Départements gehören); das bevölkerungsreichste ist Nord (2.550.000), das bevölkerungsärmste Lozère (74.000). Alle Départements sind in alphabetischer Reihenfolge durchnummeriert, wobei die Nummer gleichzeitig die letzten beiden Stellen der Kfz-Kennzeichen sowie die ersten beiden Stellen der Postleitzahl bildet. Hier gibt es jedoch zwei Ausnahmen zu beachten. Die Region Korsika ("Corse") ist in die Départements 2A (Corse-du-sud, eigentlich 20A) und 2B (Haute-Corse, eigentlich 20B) unterteilt. Die Postleitzahl beginnt jedoch in beiden Teilen Korsikas mit 20. Auf den Kfz-Kennzeichen steht 2A bzw. 2B. Die Übersee-Départements liegen alle auf Position 97 und unterscheiden sich in der dritten Stelle (1-4) - sowohl in Bezug auf die Postleitzahl als auch auf die Kennzeichen. Beispiel: 205 ANY 971.

Innere Organisation

Der oberste Verwaltungsbeamte eines Départements ist der von der Regierung ernannte Präfekt (frz. Préfet), der die Präfektur (frz. préfecture) leitet. Das oberste gewählte Gremium eines Départements ist der Generalrat (frz. conseil général). Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 wurde die Stellung des Generalrates gegenüber dem Präfekten gestärkt. Die Départements sind zu administrativen Zwecken in Arrondissements (insgesamt 342) und in Kantone (frz. canton) (2004: 4039) gegliedert. Die Arrondissments dienen der Dezentralisierung der Départementsverwaltung. In den Hauptorten von Arrondissements, die nicht zugleich Hauptort des Départements sind, hat eine Unterpräfektur (frz. sous-préfecture) ihren Sitz, die von einem Unterpräfekten (frz. sous-préfet) geleitet wird. Die Kantone dienen in erster Linie als Wahlbezirke für die Wahl der Mitglieder des Generalrates (die so genannten Kantonalwahlen). Selbstverwaltungseinheiten wie die Regionen, Départements und Gemeinden sind Arrondissements und Kantone nicht. Die 36 679 (Stand: 2002) Gemeinden (communes), in die die Départements untergliedert sind, sind die unterste Ebene der Selbstverwaltung. Eine Sonderstellung hat die Stadt Paris, die gleichzeitig Département und Gemeinde ist. Hier übt der Stadtrat auch die Funktion des Generalrates aus.

Listen der französischen Départements


- Liste der französischen Départements (gruppiert nach den Regionen).
- Liste der französischen Départements (nach Ordnungsnummer bzw. in alphabetischer Reihenfolge).
- Liste der französischen Départements (sortiert nach Einwohnerzahl).
- Liste der französischen Départements (sortiert nach Fläche).

Geschichte

Die Départements wurden ebenso wie die Gemeinden 1789/1790 im Laufe der Französischen Revolution eingeführt. Durch ein Gesetz vom 22. Dezember 1789 traten sie an die Stelle der historischen Provinzen, die sich in Rechtsstatus und Größe stark voneinander unterschieden hatten. Am 26. Februar 1790 wurde Frankreich in 83 ungefähr gleich große Départements aufgeteilt. Als Größe wurde dabei festgelegt, dass die Grenze von der Hauptstadt des Départements nicht weiter als einen Tagesritt zu Pferd entfernt sein dürfe. Diese Neugliederung Frankreichs in Départements trat am 4. März 1790 in Kraft. Um den vollständigen Bruch mit der Tradition deutlich zu machen, wurden die Départements einheitlich nach den sie durchquerenden Flüssen oder nach Bergen benannt. Davon wurde nur 1860 nach der Angliederung Savoyens mit den neuen Départements Savoie und Haute-Savoie abgewichen; dies geschah wohl, weil Napoleon III. den Gebietsgewinn dauerhaft propagandistisch ausschlachten wollte. (1792 hatte Savoyen bei der ersten Annexion noch den Namen Mont-Blanc bekommen.) Jedes Département erhielt 1790 eine Versammlung (assemblée) aus 36 gewählten Mitgliedern, die ihrerseits einen Präsidenten und ein ständiges Exekutivdirektorium (directoire exécutif permanent) wählten. Die Départements wurden ihrerseits in jeweils bis zu 9 Distrikte und die Distrikte in jeweils bis zu 9 Kantone gegliedert. Im Jahre 1795 wurde die innere Organisation der Départements neu geordnet. Die Distrikte wurden abgeschafft, und die Verwaltung wurde zu Lasten der Gemeinden auf der Ebene der Hauptorte der Kantone konzentriert. Durch Gesetz vom 17. Februar 1800 (bzw. 28. Pluviôse des Jahres VIII) wurde die innere Struktur der Départements erneut geändert. Die Départements wurden in Arrondissements und Kantone aufgeteilt, deren Anzahl geringer als diejenige der Distrikte bzw. Kantone von 1790 war. Es wurden die Präfekturen und Unterpräfekturen sowie die Generalräte geschaffen. Der von der Regierung ernannte Präfekt (frz. Préfet) wurde der oberste Verwaltungsbeamte eines Départements mit sehr weitgehenden Befugnissen. Diese Struktur blieb auch nach der Restauration der Bourbonen 1814/1815 bestehen. Durch Gesetz vom 10. August 1871 wurde die Wahl der Generalräte nach allgemeinem Wahlrecht mit den Kantonen als Wahlkreisen eingeführt. Danach blieb die innere Organisation der Départements mehr als 100 Jahre lang unverändert. Durch das Dezentralisierungsgesetz von 1982 wurden die Kompetenzen der Départements erweitert. Die Dezentralisierung übertrug zahlreiche Kompetenzen unter anderem auf den Gebieten der Städteplanung und Raumordnung, des Wohnungsbaus, der Verkehrs- und Umweltpolitik und des Sozial- und Gesundheitswesens auf die gewählten Körperschaften der Gemeinden (conseil municipal - Gemeinderat), Départements (conseil général - Generalrat) und Regionen (conseil régional - Regionalrat). Der Präfekt (vorübergehend Commissaire de la République genannt) musste große Teile seiner Befugnisse an den Präsidenten des Generalrats abgeben, dem durch Gesetz vom 2. März 1985 die Leitung der Exekutive des Départements übertragen wurde.

Neugliederungen und Umbenennungen von Départements

Die Mehrzahl der 1790 geschaffenen Départements bestehen in unveränderter Form bis heute - eine im Vergleich zu anderen Ländern bemerkenswerte territoriale Kontinuität. Eine Reihe von Départements sind jedoch im Laufe der vergangenen 200 Jahre aufgeteilt, neugeschaffen oder umbenannt worden. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts bemerkt man die Tendenz zu einer politisch korrekten Benennung: fast alle Départements mit den Namenbestandteilen -Inférieur ("Nieder-", aber auch "schlecht") und Bas- ("Unter-; Nieder-") erhielten neue Namen.
- 1791: Umbenennung des Départements Mayenne-et-Loire in Maine-et-Loire.
- 1792: Aus dem von Frankreich annektierten Savoyen wird das Département Mont-Blanc (Hauptort: Chambéry) gebildet
- 1793: Umbenennung des Départements Gironde in Bec-d'Ambès (aus Anlass der Verhaftung der Girondisten).
- 1793: Teilung des Départements Corse (Korsika) (Hauptort: Bastia) zwei Départements, Golo (Hauptort: Bastia) und Liamone (Hauptort: Ajaccio).
- 1793: Teilung des Départements Rhône-et-Loire in die Départements Rhône und Loire.
- 1793: Nach der Annexion der Grafschaft Venaissin (frühere päpstliche Enklave), des Fürstentums Orange und von Avignon wird das Département Vaucluse geschaffen.
- 1793: Nach der Annexion von Nizza wird das Département Alpes-Maritimes (Hauptort: Nizza) geschaffen.
- 1795: Das Département Bec-d'Ambès erhält wieder den Namen Gironde. Das Département de Paris wird in Seine umbenannt.
- 1798: Nach der Annexion von Genf wird aus der Stadt, dem nördlichen Teil des Départements Mont-Blanc und einem Teil des Départements Ain das Département Léman (Hauptort: Genf) gebildet.
- 1808: Aus Teilen der Départements Aveyron, Haute-Garonne, Gers, Lot und Lot-et-Garonne wird das Département Tarn-et-Garonne gebildet.
- 1811: Die Départements Golo und Liamone werden wieder zum Départements Corse (Korsika) vereinigt (Hauptort jetzt: Ajaccio).
- 1814: Da Genf wieder zur Schweiz kommt, wird das Département Léman aufgelöst, und die Départements Ain und Mont-Blanc erhalten wieder die Grenzen von vor 1798.
- 1815: Da Savoyen und Nizza wieder zum Königreich Sardinien kommen, werden die Départements Mont-Blanc und Alpes-Maritimes aufgelöst.
- 1860: Nach der Abtretung von Savoyen und der Grafschaft Nizza durch das Königreich Sardinien werden die Départements Savoie, Haute-Savoie und Alpes-Maritimes neu geschaffen; zum Département Alpes-Maritimes kommt neben der vormaligen Grafschaft Nizza auch das Arrondissement Grasse, das bis dahin zum Département Var gehörte.
- 1871: Das gesamte Département Bas-Rhin, der größte Teil der Départements Haut-Rhin und Moselle sowie ein Teil des Départements Meurthe werden als Elsass-Lothringen an das Deutsche Reich abgetreten. Die bei Frankreich gebliebenen Teile der Départements Meurthe und Moselle werden zum Département Meurthe-et-Moselle vereinigt. Der bei Frankreich gebliebene Teil des Départements Haut-Rhin bildet das Territoire-de-Belfort, das den Status eines verbliebenen Arrondissements von Haut-Rhin mit einem Administrateur anstelle des Präfekten und einer Commission départementale anstelle des Generalrates hat .
- 1919: Bei der Wiedereingliederung von Elsass-Lothringen werden die Départements Bas-Rhin, Haut-Rhin (ohne das Territoire-de-Belfort) und Moselle (einschließlich des zwischenzeitlich zum Deutschen Reich gehörenden Teiles des vormaligen Départements Meurthe) neu gebildet.
- 1922: Das Territoire-de-Belfort wird ein reguläres Département.
- 1941: Umbenennung des Départements Charente-Inférieure in Charente-Maritime.
- 1946: Die Überseegebiete Guadeloupe, Französisch-Guayana (Guyane française), Martinique und Réunion werden Überseedépartements (départements d'outre-mer).
- 1955: Umbenennung des Départements Seine-Inférieure in Seine-Maritime.
- 1957: Umbenennung des Départements Loire-Inférieure in Loire-Atlantique.
- 1968 (aufgrund eines Gesetzes von 1964): Neugliederung der Départements der Île-de-France. Das Département Seine wird in vier neue Départements aufgeteilt: Paris (nur aus der Stadt Paris bestehend), Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne. Die drei letztgenannten Départements umfassen auch einige Gemeinden, die vorher zum Département Seine-et-Oise gehörten. Das Département Seine-et-Oise wird in drei neue Départements aufgeteilt: Yvelines, Essonne und Val-d'Oise.
- 1969: Umbenennung des Départements Basses-Pyrénées in Pyrénées-Atlantiques.
- 1970: Umbenennung des Départements Basses-Alpes in Alpes-de-Haute-Provence.
- 1975: Das Département Corse (Korsika) wird in die Départements Corse-du-Sud und Haute-Corse aufgeteilt.
- 1990: Umbenennung des Départements Côtes-du-Nord in Côtes-d'Armor.

Départements in vorübergehend dem französischen Staat angegliederten Gebieten

Départements zur Zeit der Revolutionskriege und in der Ära Napoleons

Côtes-d'Armor Ab 1792, zur Zeit der Revolutionskriege und der Ära Napoleons I., wurden weite Gebiete West- und Mitteleuropas von Frankreich annektiert und nach und nach in die Departementsstruktur integriert. Dies betraf die heutigen Benelux-Staaten, Teile Deutschlands (das gesamte linke Rheinufer und ab 1811 die Mündungsgebiete von Weser und Elbe), der Schweiz und Italiens. Auf dem Höhepunkt der französischen Eroberungen (1811) gab es 130 Departements und Städte wie Brüssel, Amsterdam, Hamburg, Aachen, Genf, Turin oder Rom waren Teil des französischen Kaiserreichs. Alle diese Gebiete gingen 1814 mit dem Sturz Napoleons wieder verloren. Die folgende Tabelle zeigt die angegliederten Gebiete mit Jahr der Annexion und heutiger Staatszugehörigkeit.

Départements in Algerien

1848 wurde das von Frankreich annektierte Algerien in drei Départements gegeliedert; 1955 kam ein viertes hinzu. Die vier Départements wurden 1957 in 17 neue gegliedert. 1962 wurde Algerien unabhängig, bewahrte jedoch bis 1978 die unter französischer Herrschaft geschaffene Verwaltungsgliederung. Vor 1957: 1957 bis 1962:

Départements in den ehemaligen Kolonien

Kategorie:Politik (Frankreich) Kategorie:Verwaltung (Frankreich) !Departement ja:フランスの地方行政区画 ko:데파르트망 (프랑스)

Region (Frankreich)

Die Regionen (frz. Régions, Sg. Région) sind die oberste Ebene der Collectivités territoriales (Gebietskörperschaften) in Frankreich. Frankreich ist in insgesamt 26 Regionen unterteilt. 22 der Regionen befinden sich in Europa. Die in Europa gelegenen Regionen bestehen jeweils aus mehreren Départements. Die Region Korsika ist eine Collectivité territoriale mit Sonderstatus. Die 4 Regionen in Übersee (Régions d'Outre-Mer: Martinique, Guadeloupe, Réunion und Guyane française) entsprechen den vier französischen Überseedépartements (Département-d'Outre-Mer = DOM).

Institutionen

Jede Region verfügt über einen Regionalrat (Conseil Régional), der alle sechs Jahre direkt gewählt wird. Während bei den Wahlen der Regionalräte 1986, 1992 und 1998 ein reines Verhältniswahlrecht gegolten hatte, wurde zu den Wahlen vom März 2004 ein neues Wahlverfahren eingeführt. Demnach gilt weiterhin ein Verhältniswahlrecht nach Listen, jedoch mit zwei Wahlgängen und einer Mehrheitsprämie. Wenn im ersten Wahlgang keine Liste die absolute Mehrheit der Stimmen gewonnen hat, findet ein zweiter Wahlgang statt. An diesem können nur Listen teilnehmen, die im ersten Wahlgang mehr als 10 % der Stimmen erhalten haben. Gleichzeitig erhalten alle Listen, die im ersten Wahlgang mehr als 5 % der Stimmen erhalten haben, die Möglichkeit, mit einer anderen Liste zu fusionieren. Drei Viertel der Sitze des Regionalrats werden proportional unter allen Listen verteilt, die im letzten Wahlgang mehr als 5 % der Stimmen erhalten haben. Die siegreiche Liste (mit mehr als 50 % im ersten Wahlgang bzw. der größten Stimmenzahl im zweiten Wahlgang) erhält das letzte Viertel der Sitze des Regionalrats zusätzlich. Der Regionalrat wählt einen Präsidenten (Président) sowie mehrere Vizepräsidenten (Vice-Présidents) für verschiedene Zuständigkeitsbereiche, die die Selbstverwaltung der Region leiten. Der von der Zentralregierung ernannte Regionalpräfekt (Préfet de Région) koordiniert die Tätigkeit der Zentralregierung in der Region. Die Funktion des Regionalpräfekten wird jeweils in Personalunion von dem Präfekten des Départements ausgeübt, in dem sich der Hauptort der Region befindet. In den mit den Überseedépartements identischen Überseeregionen existieren jeweils nebeneinander ein Regionalrat und der Generalrat des Départements, die jeweils die den Regionen beziehungsweise den Départements zukommenden Befugnisse ausüben. Korsika hat abweichend von den übrigen Regionen anstelle eines Regionalrats eine Territorialversammlung (Assemblée territoriale de Corse), die weiterhin nach reinem Verhältniswahlrecht gewählt wird, und einen dieser gegenüber verantwortlichen Exekutivrat (Conseil exécutif).

Geschichte

Die heutigen französischen Regionen wurden 1956 als Programmregionen (Régions de programme) zur Koordinierung der staatlichen Regionalplanung geschaffen. Ab 1960 trugen sie die Bezeichnung Circonscriptions d'action régionale. 1964 wurden für die Regionen Kommissionen für Regionale wirtschaftliche Entwicklung (Commissions de Développement Économique Régional) geschaffen. 1970 wurde Korsika, das bis dahin Teil der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur-Corse gewesen war, eine eigene Region getrennt von Provence-Alpes-Côte d'Azur. 1972 erhielten die Regionen den Status von Établissements publics unter Leitung eines Préfet de Région. Die Commissions de Développement Économique Régional wurden mit Wirkung ab 1973 in Regionalräte (Conseils Régionaux) umbenannt. Die Überseedépartements erhielten 1972 ebenfalls den Status von Regionen. 1976 wurde das Gebiet um die Hauptstadt Paris, das bis dahin die Bezeichnung Région Parisienne trug, unter dem Namen Île-de-France mit den übrigen Regionen gleichgestellt. Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 erhielten die Regionen den Status von Collectivités territoriales (Gebietskörperschaften), wie ihn bis dahin nur die Gemeinden und die Départements besessen hatten. Im Jahre 1986 wurden die Regionalräte erstmals direkt gewählt (in den Überseeregionen fanden die ersten Regionalwahlen schon 1983 statt). Seitdem wurden die Befugnisse der Regionen gegenüber denen der Zentralregierung schrittweise erweitert. Korsika wurde 1982 eine Region mit Sonderstatus und hatte von diesem Jahr an eine direkt gewählte Regionalversammlung. Im Jahre 1991 wurde es eine Collectivité territoriale mit Sonderstatus.

Übersichtstabelle

1: Volkszählung von 1999, Quelle: http://www.insee.fr
2: in km2
3: Ew./km2

Siehe auch


- Liste der französischen Regionen nach Fläche
- Liste der französischen Regionen nach Einwohnerzahl
- Liste der Präsidenten der französischen Regionalräte
- Liste der Wappen und Flaggen der Regionen Frankreichs
- Liste der französischen Départements (nach Regionen geordnet) Kategorie:Politische Geographie Frankreich, Regionen ja:フランスの地域圏 ko:프랑스 레지옹

Kantone im Département Bas-Rhin

Das Département Bas-Rhin liegt in der