:: wikimiki.org ::
| Wolfgang Schäuble |
Wolfgang SchäubleWolfgang Schäuble ( - 18. September 1942 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Politiker (CDU).
CDU
Er ist seit 2005 Bundesminister des Innern.
Er war von 1984 bis 1989 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, von 1989 bis 1991 Bundesminister des Innern und von 1991 bis 2000 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von 1998 bis 2000 war er außerdem Bundesvorsitzender der CDU.
Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur 1961 absolvierte Schäuble ein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Freiburg im Breisgau und Hamburg, welches er 1966 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete.
1971 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit Die berufsrechtliche Stellung der Wirtschaftsprüfer in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Er trat dann in die Steuerverwaltung des Landes Baden-Württemberg ein und war hier zuletzt als Regierungsrat beim Finanzamt Freiburg I tätig.
Anschließend war er von 1978 bis 1984 als Rechtsanwalt beim Landgericht Offenburg zugelassen.
Familie
Schäuble ist mit der Volkswirtin Ingeborg Schäuble verheiratet und hat vier Kinder. Sein Bruder Thomas Schäuble war Innenminister des Landes Baden-Württemberg und ist seit 2004 Vorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus.
Partei
1961 begann er seine politische Laufbahn mit dem Eintritt in die Junge Union. Während des Studiums wurde er auch Vorsitzender des RCDS in Hamburg bzw. Freiburg. 1965 trat er dann auch in die CDU ein. Von 1969 bis 1972 war er Bezirksvorsitzender der Jungen Union Südbaden. Von 1976 bis 1984 war er dann Vorsitzender des Bundesfachausschusses Sport der CDU.
Nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 wurde Schäuble Bundesvorsitzender der CDU. Dieses Amt gab er dann 2000 in der Folge der CDU-Spendenaffäre (Annahme einer Barspende in Höhe von 100.000 DM des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber im Jahre 1994) an Angela Merkel ab.
Abgeordneter
Schäuble ist seit 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1981 bis 1984 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Im November 1991 wurde er dann zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Auch von diesem Amt trat er im Februar 2000 im Zuge der CDU-Spendenaffäre zurück. Seit Oktober 2002 ist er Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Wolfgang Schäuble wurde stets direkt in den Deutschen Bundestag gewählt. Zuletzt erreichte er bei der Bundestagswahl 2005 im Wahlkreis 285 (Offenburg) 50,5 % der abgegebenen Erststimmen, nach 52,9 % bei der Bundestagswahl 2002.
Öffentliche Ämter
Am 15. November 1984 wurde er als Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. In dieser Funktion war er auch mit der Vorbereitung des Staatsbesuches von Erich Honecker 1987 betraut.
Anlässlich einer Kabinettsumbildung wurde er dann am 21. April 1989 zum Bundesminister des Innern ernannt. Als solcher war er 1990 auch Verhandlungsführer der Bundesrepublik Deutschland um den Einigungsvertrag mit der DDR.
Am 12. Oktober 1990 wurde Schäuble bei einem Attentat nach einer Wahlkampfveranstaltung in Oppenau durch einen Schuss, der von einem psychisch kranken Mann abgefeuert wurde, schwer verletzt. Er ist vom dritten Brustwirbel an abwärts gelähmt und benutzt seitdem einen Rollstuhl.
1997 erklärte Helmut Kohl, Schäuble sei sein Wunschkandidat für eine Nachfolge im Amt des Bundeskanzlers. Allerdings solle eine Amtsübergabe nicht vor 2002 stattfinden.
Nach der Abwahl von Eberhard Diepgen als Regierender Bürgermeister von Berlin war Schäuble als Spitzenkandidat für die vorgezogenen Neuwahlen am 21. Oktober
2001 im Gespräch, wurde jedoch von der Berliner CDU zugunsten von Frank Steffel abgelehnt.
Die CSU und Teile der CDU wollten Schäuble Anfang März 2004 in Anbetracht seiner großen politischen Erfahrung zur Wahl des Bundespräsidenten vorschlagen.
Am 22. November 2005 wurde Schäuble als Bundesminister des Innern in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen.
Politische Position
1999 initiierte Schäuble eine Unterschriftenaktion gegen die Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts. Die Kampagne stand unter dem Motto "Integration ja - Doppelte Staatsbürgerschaft nein".
Auffällig war Schäubles Position zum dritten Golfkrieg 2003. In zahlreichen Talkshows und Interviews verteidigte er vehement die Position der USA und äußerte, im Gegensatz zum Großteil der Bevölkerung, keinerlei Kritik an deren Regierung.
Bundeskanzler Gerhard Schröder warf er des öfteren Gesichtslosigkeit vor, weil dieser die Menschenrechtsverletzungen, derer sich die russische Regierung bediene, kritiklos hinnehme.
Schäuble meinte, das Problem Europas sei nicht die EU, sondern einzelne Regierungen, welche "der Versuchung" nicht widerstehen könnten, die EU und Europa als Sündenbock für Probleme im eigenen Land zu benutzen. Als Beispiel führte er den Stabilitätspakt an, sowie die Behauptung des Finanzministeriums, dass die Einführung des Euro der Wirtschaft schaden würde.
Veröffentlichungen
- Der Vertrag. Wie ich über die deutsche Einheit verhandelte. Stuttgart, DVA 1991. ISBN 3-421-06605-1
- Und der Zukunft zugewandt. Perspektiven deutscher Politik. Berlin, Siedler 1994. ISBN 3-886-80555-7
- Und sie bewegt sich doch. Berlin, Siedler 1998. ISBN 3-886-80650-2
- Mitten im Leben. München, Bertelsmann 2000. ISBN 3-570-00497-X
- Scheitert der Westen? Deutschland und die neue Weltordnung. München, Bertelsmann 2003. ISBN 3-570-00788-X
Siehe auch
- Kabinett Kohl II - Kabinett Kohl III - Kabinett Kohl IV
- Kabinett Merkel
Weblinks
-
- [http://www.wolfgang-schaeuble.de Homepage von Wolfgang Schäuble]
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SchaeubleWolfgang Biographie beim Deutschen Historischen Museum]
- [http://www.bundestag.de/mdb15/bio/S/schaewo0.html Biographie beim Deutschen Bundestag]
----
Schäuble, Wolfgang
Schäuble, Wolfgang
Schäuble, Wolfgang
Schäuble, Wolfgang
Schäuble, Wolfgang
Schäuble, Wolfgang
Schäuble, Wolfgang
Kategorie:CDU-Spendenaffäre
Schaeuble, Wolfgang
ja:ヴォルフガング・ショイブレ
18. SeptemberDer 18. September ist der 261. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 262. in Schaltjahren). Zum Jahresende verbleiben 104 Tage.
Ereignisse
Politik
- 96 - Der despotische Kaiser Domitian, Erbauer des Limes, wird von einem Hofbeamten erdolcht.
- 324 - Kaiser Konstantin I., der Große, wird durch einen Sieg über Licinius Alleinherrscher über das gesamte Römische Reich.
- 1635 - Kriegserklärung des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. an Frankreich: Die blutigste Phase des Dreißigjährigen Kriegs beginnt.
- 1793 - Grundsteinlegung für das Kapitol in Washington D.C.
- 1810 - Erster "cabildo abierto" (öffentlicher Bürgerrat) in Santiago de Chile: Dies wird als Beginn des chilenischen Unabhängigkeitsprozesses angesehen.
- 1814 - Nach der Abdankung Napoléons I. besprechen Politiker und Könige aus rund 200 Ländern im zunächst inoffiziellen Teil des Wiener Kongreßes die Neuordnung Europas.
- 1931 - Japanische Truppen besetzen die mandschurische Stadt Mukden (heute Schenjang). Fünf Monate später erklärt Japan die Mandschurei zur Republik Mandschukuo.
- 1934 - Die UdSSR wird als 59. Mitglied in den Völkerbund aufgenommen und so aus ihrer politischen Isolation entlassen.
- 1948 - Luftbrückenrekord: 897 Flüge nach Berlin.
- 1961 - Der amtierende UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant.
- 1962 - Ruanda, Jamaika und Burundi werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen.
- 1970 - Nach 283 Verhandlungstagen wird von der deutschen Justiz das Verfahren um das Schlafmittel Contergan gegen das Pharmaunternehmen Grünenthal wegen nicht nachweisbarem "persönlichen Verschulden" eingestellt.
- 1973 - Die UNO-Generalversammlung beschließt die Aufnahme der Bahamas sowie beider deutschen Staaten in die UNO.
- 1975 - Patty Hearst, Enkeltochter des Verlegers Randolph Hearst, die sich nach ihrer Entführung durch die SLA dieser angeschlossen hatte, wird verhaftet.
- 1979 - St. Lucia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1982 - Etwa 1.000 Palästinenser fallen einem durch christliche Milizen in den beirutischen Flüchtlingslagern Sabra und Chatila angerichtetem Massaker zum Opfer (Massaker von Sabra und Schatila). Das Blutbad ist eine Reaktion auf die Ermordung des libanesischen Präsidenten Bashir Gemayel.
- 1986 - Der Berliner Großbäcker Horst Schiesser erwirbt für 1 DM die Neue Heimat inclusive 19.000 Wohnungen und ca. 17 Mrd DM Schulden.
- 1987 - Barschel-Affäre: Bei einer Pressekonferenz versucht Uwe Barschel, mit einem persönlichen Ehrenwort die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften.
- 1988 - Blutige Zerschlagung der Demokratiebewegung in Myanmar
- 1989 - Montagsdemonstration in Leipzig. Die Sicherheitskräfte versuchen mit brutaler Gewalt und Verhaftungen weitere Montagsdemonstrationen zu verhindern.
- 1990 - Liechtenstein wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1994 - Bei den schwedischen Reichstagswahlen wird die bürgerliche Koalitionsregierung abgewählt.
- 1997 - Terroranschlag auf Touristen vor dem Ägyptischen Museum in Kairo, Ägypten. Neun deutsche Touristen und der ägyptische Busfahrer sterben.
- 2005 - Wahl zum 16. Deutschen Bundestag
Kultur
- 1851 - Die erste Ausgabe der heutigen US-amerikanischen Tageszeitung "The New York Times" erscheint unter dem Titel "The New York Daily Times".
- 1887 - Carl Hagenbeck eröffnet seinen "Internationalen Cirkus und Menagerie".
- 1910 - Uraufführung der Oper Liebelei von Franz Neumann in Frankfurt am Main.
- 1919 - Der Ufa-Filmpalast nimmt in Berlin seinen Kinobetrieb auf. Erster Film: "Madame Dubarry" von Ernst Lubitsch.
- 1949 - Die erste Frankfurter Buchmesse findet in der Paulskirche mit 205 inländischen Verlagen statt.
- 1952 - Charlie Chaplin verläßt die USA zu einer Europareise und darf auf Betreiben J. Edgar Hoovers nicht wieder einreisen.
- 1954 - Uraufführung des Fellini-Films "La Strada" - mit Anthony Quinn und Ehefrau Giuiletta Masina - in Rom.
- 1954 - Bernhard Grzimeks Tierreport "Kein Platz für wilde Tiere" wird erstmals als Serie in der Illustrierten "Revue" vorabgedruckt.
- 1957 - Öffnung der Kongresshalle für die Öffentlichkeit.
Technik
- 1984 - Aus Gründen des Umweltschutzes beschließt die deutsche Bundesregierung, den Fahrzeugkatalysator ab 1989 zur Pflicht zu machen.
- 1997 - Der erste Zeppelin NT belebt nach fast 60 Jahren die Zeppelin-Luftschifffahrt am Bodensee neu.
- 2000 - Verkündung der eGovernment-Initiative BundOnline 2005 durch Bundeskanzler Gerhard Schröder auf der Expo 2000. Danach sollen bis zum Jahr 2005 alle rund 400 internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung online bereit gestellt werden.
Wissenschaft
- 1965 - Japanische Amateurastronomen entdecken den Kometen Ikeya-Seki. Der Komet wurde später so hell, dass er tagsüber neben der Sonne gesehen werden konnte. Er gilt als einer der auffälligsten Kometen des letzten Jahrtausends
- 1997 - Eine neue Unterart, der Manado-Quastenflosser, wurde von Arnaz Mehta Erdmann im Norden von Sulawesi entdeckt
- 2004 - Die C 14-Datierung von menschlichen Skelettresten aus einer Höhle bei Hagen ergeben ein Alter von 10.700 Jahren. Damit handelt es sich um mit die ältesten Überreste von anatomisch modernen Menschen in Nordrhein-Westfalen und Deutschland.
Katastrophen
- 1916 - Bruch der Talsperre an der Weißen Desse im Isergebirge, dabei sterben 62 Menschen.
- 1944 - Bei der Versenkung des mit alliierten Kriegsgefangene und indonesischen Zwangsarbeitern beladenen japanischen Frachters "Junyo Maru" sterben etwa 5.620 Menschen.
- 1974 - Der Wirbelsturm "Fifi" zieht über Honduras, ca. 10.000 Tote
- 1994 - Heftige Vulkanausbrüche auf der Insel Neubritannien, die die Stadt Rabaul fast gänzlich zerstören.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1930 - Mit dem sensationellen Sieg der US-amerikanischen Hochseeyacht "Enterprise" endet die seit 1851 ausgetragene Segelregatta "America's Cup".
Geboren
- 53 - Trajan, römischer Kaiser
- 1520 - William Cecil Lord Burghley, englischer Politiker
- 1587 - Francesca Caccini, italienische Komponistin und Sängerin
- 1676 - Eberhard Ludwig, Herzog von Württemberg
- 1709 - Samuel Johnson, britischer Schriftsteller
- 1752 - Adrien-Marie Legendre, französischer Mathematiker
- 1765 - Gregor XVI., Papst
- 1786 - Christian VIII., König von Dänemark und Schweden
- 1786 - Justinus Kerner, deutscher Dichter
- 1786 – Robert Heriot Barclay, britischer Marineoffizier
- 1806 - Heinrich Laube, deutscher Dramatiker
- 1819 - Jean Bernard Léon Foucault, französischer Physiker
- 1831 - Siegfried Marcus, deutsch - österreichischer Erfinder
- 1852 - Hans Wagner,Vater der Philatelistentage
- 1876 - Fritz Stavenhagen, deutscher Dramatiker
- 1887 - Giacinto Ghia, italienischer Automobildesigner (Karmann Ghia)
- 1890 - Vladimír Ambros, tschechischer Komponist
- 1891 - Otto Juljewitsch Schmidt, sowjetischer Geophysiker und Arktisforscher
- 1892 - Elmer Rice, US-amerikanischer Dramatiker
- 1893 - Arthur Benjamin, australischer Komponist
- 1895 - John G. Diefenbaker, kanadischer konservativer Politiker
- 1904 - Dolores Viesèr, österreichische Schriftstellerin und Erzählerin
- 1905 - Greta Garbo, schwedische Filmschauspielerin ("die Göttliche")
- 1907 - Leon Askin, österreichischer Schauspieler
- 1907 - Edwin Mattison McMillan, US-amerikanischer Physiker
- 1910 - Josef Tal, deutsch-jüdischer Komponist, Dirigent und Pianist
- 1913 - Karl Reinthaler, österreichischer Politiker
- 1918 - Jens Rehn, deutscher Schriftsteller
- 1919 - Marga Petersen, deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1920 - Jack Warden, US-amerikanischer Schauspieler
- 1925 - Luigi Pintor, italienischer Schriftsteller, Journalist und Politiker
- 1930 - Ignace Moussa I. Daoud, Patriarch der syrisch-katholischen Kirche von Antiochien
- 1933 - Jimmie Rodgers, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1934 - Dieter Stolte, deutscher Journalist und TV-Intendant
- 1937 - Geert Müller-Gerbes, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1939 - Breyten Breytenbach, südafrikanischer Schriftsteller
- 1939 - Jorge Sampaio, portugiesischer Politiker
- 1940 - Frankie Avalon, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Wolfgang Schäuble, deutscher CDU-Politiker, Bundesminister, Parteivorsitzender
- 1942 - Horst Gecks, deutscher Fußballspieler
- 1944 - Gunther Emmerlich, deutscher Sänger
- 1946 - Alan King, britischer Musiker (Ace)
- 1949 - Kerry Livgren, US-amerikanischer Musiker (Kansas)
- 1949 - Peter Shilton, englischer Fußballtorwart
- 1952 - Dee Dee Ramone, US-amerikanischer Musiker (Ramones)
- 1954 - Peter Bofinger, deutscher Volkswirt und "Wirtschaftsweiser"
- 1954 - Einar Már Guðmundsson, isländischer Autor
- 1954 - Jayne-Ann Igel, deutsche Schriftstellerin
- 1958 - Max Goldt, deutscher Schriftsteller und Musiker
- 1962 - Najma Akhtar, britische Jazzmusikerin
- 1962 - Joanne Catherall, britische Sängerin (Human League)
- 1969 - Nezha Bidouane, marokkanische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1971 - Lance Armstrong, US-amerikanischer Radrennfahrer und Tour-de-France-Sieger
- 1971 - Anna Netrebko, russische Opernsängerin
- 1972 - Mirijam Günter, deutsche Schriftstellerin und Publizistin
- 1973 - Mark Shuttleworth, südafrikanischer Unternehmer und Kosmonaut
- 1974 - Victoria Silvstedt, schwedisches Modell
- 1982 - Manuel Wolff, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 96 - Domitian, römischer Kaiser
- 1180 - Ludwig VII., König von Frankreich
- 1261 - Konrad von Hochstaden, Erzbischof von Köln
- 1279 - Ulrich II., Graf von Württemberg
- 1584 - Petrus Medmann, deutscher Theologe und Diplomat
- 1598 - Hideyoshi Toyotomi, japanischer Feldherr und Politiker, einer der "drei Reichseiniger"
- 1630 - Melchior Klesl, österreichischer Kardinal und Reichskanzler
- 1675 - Karl IV. von Lothringen, habsburgischer Militär
- 1751 - Leopoldo Retti, italienischer Architekt
- 1783 - Leonhard Euler, Schweizer Mathematiker
- 1792 - Georg Browne, russischer Feldmarschall
- 1797 - Lazare Hoche, französischer General der Revolutionszeit
- 1809 - Gottfried Christoph Beireis, deutscher Arzt und Chemiker
- 1872 - Karl XV., König von Schweden von 1859 bis 1872
- 1891 - José Manuel Balmaceda, chilenischer Politiker
- 1896 - Armand Fizeau, französischer Physiker
- 1898 - Émile Mayade, französischer Autopionier und Rennfahrer
- 1903 - Alexander Bain, schottischer Philosoph und Pädagoge
- 1903 - Theodor Kirchner, deutscher Komponist, Dirigent, Organist und Pianist
- 1904 - Herbert von Bismarck, Sohn von Otto von Bismarck
- 1905 - George MacDonald, schottischer Schriftsteller, Lyriker und Kinderbuchautor
- 1911 - Pjotr Arkadjewitsch Stolypin, russischer Politiker
- 1924 - Francis Herbert Bradley, englischer Philosoph
- 1931 - Geli Raubal,
- 1938 - Ole Hjellemo, norwegischer Komponist
- 1939 - Stanislaw Ignacy Witkiewicz, polnischer Dramatiker
- 1941 - Frederick John Westcott, Theaterbesitzer
- 1943 - William Harley, US-amerikanischer Ingenieur
- 1944 - Anton Saefkow, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1944 - Bernhard Bästlein, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1944 - Franz Jacob, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1945 - Wsewolod Michailowitsch Eichenbaum, russischer Anarchist und Revolutionär
- 1958 - Olaf Gulbransson, norwegischer Karikaturist, Lithograf und Maler
- 1961 - Dag Hammarskjöld, schwedischer Politiker, Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1962 - Robert Pferdmenges, deutscher Bankier und Politiker
- 1962 - Therese Neumann, bayerische Bauernmagd, bekannt geworden durch Stigmata
- 1964 - Sean O'Casey, irischer Dramatiker
- 1966 - Will Shade, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1967 - John Cockcroft, britischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1969 - Rudolf Wagner-Régeny, deutscher Komponist
- 1970 - Jimi Hendrix, US-amerikanischer Blues-/Rockmusiker
- 1972 - Fritz Glarner, schweizerischer Maler
- 1978 - Rudolf Nebel, deutscher Raketenkonstrukteur
- 1979 - Ricardo Zamora, spanischer Fußballspieler
- 1980 - Jo Herbst, deutscher Schauspieler
- 1980 - Katherine Anne Porter, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1987 - Américo Tomás, Admiral, portugiesischer Staatspräsident (1958 bis 1974)
- 1989 - Rudolf Krämer-Badoni, deutscher Schriftsteller
- 1992 - Harald Koch, deutscher Politiker
- 1995 - Erwin Waldschütz, österreichischer Philosoph
- 1998 - Kurt Hager, Mitglied des ZK und des Politbüros des ZK der SED der DDR
- 1999 - Dieter Diekmann, deutscher Politiker
- 2002 - Robert Hayes, US-amerikanischer Leichtathlet und American Football-Spieler
- 2004 - Hans Büttner, deutscher Politiker und MdB
- 2004 - Livio Maitan, italienischer Politiker
- 2004 - Russ Meyer, US-amerikanischer Regisseur
- 2005 - Michael Park, Rallye-Beifahrer
- 2005 - Jegor Jakowlew, russischer Journalist und Schriftsteller
- 2005 - Luciano van den Berg, ehemaliger niederländischer Fußballprofi
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Josef, Lantperd, Ricarda, Rike
- Chilenischer Nationalfeiertag
Siehe auch
:17. September - 19. September
:18. August - 18. Oktober
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0918
ja:9月18日
ko:9월 18일
simple:September 18
th:18 กันยายน
Freiburg im Breisgau
Freiburg im Breisgau ist nach Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg und südlichste Großstadt Deutschlands.
Allgemeines
Die kreisfreie Stadt im gleichnamigen Regierungsbezirk ist Sitz des Regionalverbands Südlicher Oberrhein und des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, von dem sie nahezu ganz umgeben ist. Die nächstgelegenen Großstädte sind Mulhouse (dt. Mülhausen), Basel etwa 60 km südlich und Zürich etwa 86 km südöstlich, Strasbourg (dt. Straßburg) etwa 85 km und Karlsruhe etwa 140 km nördlich sowie Stuttgart, etwa 200 km nordöstlich von Freiburg.
Die Einwohnerzahl der Stadt Freiburg im Breisgau überschritt Anfang der 1930er Jahre die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Heute leben rund 210.000 Menschen in der Stadt, darunter etwa 30.000 Studentinnen und Studenten der Albert-Ludwigs-Universität, der Fachhochschulen und der Pädagogischen Hochschule.
Geografie
Pädagogischen Hochschule
Pädagogischen Hochschule
Pädagogischen Hochschule
Pädagogischen Hochschule
Freiburg liegt an der Grenze zwischen Schwarzwald und Oberrheingraben. Die Verwerfung verläuft mitten durch das Stadtgebiet. Die östlichen Stadtteile liegen in einem Verbindungstal zum Zartener Becken beziehungsweise schon im Schwarzwald selbst (Kappel, Günterstal). Mit dem südöstlich gelegenen Schauinsland gehört der Gipfel eines der höchsten Berge des Schwarzwaldes zum Freiburger Stadtgebiet. Damit ist Freiburg unter den deutschen Städten die mit dem größten Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets (mehr als 1000 Meter). Die westlichen Stadtteile liegen weitgehend auf einem Schwemmkegel, der während der letzten Eiszeit entstand. Im Süden liegt der Schönberg, der zur Vorbergzone zählt, einem Teil des alten Gebirges, der beim Einbrechen des Oberrheingrabens nur teilweise abgerutscht ist. Durch Freiburg fließt die Dreisam.
An die ehemalige Stadtmauer erinnert der Straßenname "Auf den Zinnen". Etwa zweihundert Meter nördlich davon verläuft der 48. nördliche Breitengrad. Die Stelle ist auf beiden Seiten der Nord-Süd-Durchgangsstraße (die hier Habsburgerstraße heißt) durch eine Schrift in Pflastersteinen verschiedener Farben (vorwiegend weiß-schwarz-weiß) hervorgehoben, so dass auch Auswärtige deutlich erkennen können, auf welcher "Breite" der Erdkugel sie sich hier befinden.
Die Stadt liegt im "Verdichtungsraum Freiburg", der neben der Stadt Freiburg im Breisgau die Gemeinden Au (Breisgau), Bötzingen, Gundelfingen, Kirchzarten, March, Merzhausen und Umkirch des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Städte und Gemeinden Emmendingen, Denzlingen und Waldkirch des Landkreises Emmendingen umfasst.
Für die Region Südlicher Oberrhein bildet Freiburg das Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Freiburg übernimmt für die Gemeinden Au, Bötzingen, Buchenbach, Ebringen, Eichstetten am Kaiserstuhl, Glottertal, Gottenheim, Gundelfingen, Heuweiler, Horben, Kirchzarten, March, Merzhausen, Oberried, St. Märgen, St. Peter (Hochschwarzwald), Schallstadt, Sölden, Stegen, Umkirch und Wittnau die Funktion eines Mittelbereichs.
Freiburg ist klimatisch gesehen die wärmste Großstadt in Deutschland.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Freiburg im Breisgau. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle, außer Vörstetten, das zum Landkreis Emmendingen gehört, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald:
Vörstetten, Gundelfingen im Breisgau, Glottertal, Stegen, Kirchzarten, Oberried (Breisgau), Münstertal (Schwarzwald), Bollschweil, Horben, Au (Breisgau), Merzhausen, Ebringen, Schallstadt, Bad Krozingen, Breisach am Rhein, Merdingen, Gottenheim, Umkirch und March.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Freiburg ist in 41 Stadtbezirke von Freiburg gegliedert. Diese Einteilung dient zunächst nur statistischen Zwecken. In den erst bei der jüngsten Gemeindereform eingegliederten Stadtteilen Ebnet, Hochdorf, Kappel, Lehen, Munzingen, Opfingen, Tiengen und Waltershofen wurde die Ortschaftsverfassung eingeführt. Damit erhielten diese Orte jeweils einen von der Bürgerschaft der Ortschaft zeitgleich mit dem Gemeinderat zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze sowie eine örtliche Verwaltung. Die Ortschaftsräte sind zu allen wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Freiburg. Im Ortsteil St. Georgen gibt es ein "Gemeindesekretariat", das für verschiedene Verwaltungsaufgaben zuständig ist.
Geschichte
Burg Zähringen
Im Jahr 1091 erbaute ein Ritter von Zähringen oberhalb des Dorfes Zähringen auf dem Zähringer-Burg-Berg nördlich des Reutebaches die Burg Zähringen. Mit weitreichender Sicht ins Rheintal süd- wie nordwärts konnte der Burgherr die Handelswege durchs obere Rheintal weithin kontrollieren. Die Burg wurde beim Bauernaufstand des Jahres 1525 teilweise zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Stadtgründung
Südlich der heutigen Stadtteile Zähringen und Herdern kreuzten sich nahe der Dreisam ein Handelsweg durchs Rheintal (heute Zähringer-, Habsburgerstraße und die Kaiser-Joseph-Straße) und eine kaiserliche Reichsstraße durchs Höllental Richtung Breisach/Colmar (heute Salz- und Bertoldstraße). An diesem Platz gründete ein späterer Zähringer die Stadt Freiburg. Die erwähnten Handelswege bildeten hier das für alle Zähringerstädte kennzeichnende Straßenkreuz.
Das traditionelle Gründungsdatum wird mit 1120 angegeben - als Gründer werden je nach Quelle sowohl Herzog Konrad als auch sein Bruder Herzog Bertold III. von Zähringen genannt. Eine andere Quelle gibt 1091 für die Gründung an, was auf Berthold II. deuten würde, der auch als Erbauer der Burg auf dem Schloßberg gilt, wo sich Jahrhunderte zuvor eine bedeutende römische Villa befunden hatte. 1120 gilt auf jeden Fall als Jahr für die Verleihung von Markt- und Stadtrecht.
Bemerkenswert ist die gleich zu Beginn planvoll angelegte Stadtreinigung durch "Bächle". Mit Beginn weit oberhalb der Stadt (Bifängle nahe der Kartaus) wurde der Gewerbekanal angelegt, der Wasser aus dem Flüsschen Dreisam außerhalb der südlichen und westlichen Stadtmauer (Kartäuserstraße, Gerberau und Rotteckring) an der Stadt vorbeileitet und nördlich von Zähringen wieder in die Dreisam zurückfließen lässt. Vom Gewerbekanal wurde ein Netz von "Bächle" abgezweigt, die durch viele Straßen und Gassen offen fließen. Damals konnten die Anlieger Brauchwasser entnehmen und Unrat "de Bach nab" gehen lassen. Damit das Wasser überall das nötige Gefälle bekam, musste man das Niveau des ganzen Stadtgebietes planmäßig aus- und angleichen. Besonders in der Oberstadt musste man viel angekarrtes Material aufschütten. Erkennbare Schichten davon kamen bei der Erneuerung von Kellern nahe dem Platz "Oberlinden" wieder zum Vorschein. Besonders deutliche Funde zeigen sich gegenwärtig beim Umbau der Augustinerkirche.
Aufstieg der Stadt
Reichhaltige Silbervorkommen am Westrand des Schwarzwalds verhalfen der Stadt bald zu Wohlstand. Sie waren Ende des 10. Jahrhunderts entdeckt worden. Das Schürfrecht erhielten die Zähringer von den Bischöfen von Basel, die wiederum 1028 das Bergregal von Konrad II. erhalten hatten. 1200 begann unter Berthold V. der Bau der gotischen Pfarrkirche, dem Freiburger Münster. 1218 starb mit Berthold V. der letzte Zähringerherzog.
Die Grafen von Urach als Grafen von Freiburg
Nach dem Aussterben der Zähringer 1218 kam die Herrschaft über die Stadt Freiburg an die Grafen von Urach, die sich fortan Grafen von Freiburg nannten und auf der Burg zu Freiburg residierten. Die Stadt hatte eine Ratsverfassung mit 24 aus den alten Geschlechtern bestimmten Räten. Ab 1248 kamen ebensoviele jährlich wechselnde Räte hinzu. Ende des 13. Jahrhunderts gelangen dann auch die Handwerker in den Rat. Die Zünfte steigen zu mehr Macht auf und nach der Schlacht von Sempach 1386 bricht die Herrschaft der Geschlechter zusammen.
Die Grafen von Freiburg waren 1234 von Heinrich VII. mit dem Schürfrecht belehnt worden. Im Jahr 1368 erkauften sich die Freiburger ihre Freiheit mit 15.000 Silbermark, die sie sich zuvor von den Habsburgern geliehen hatten. Als sie diese Schuld nicht zurückzahlen, mußten sie sich unter die Herrschaft des Hauses Habsburg stellen; die Stadt gehörte ab diesem Zeitpunkt zu Vorderösterreich.
Freiburg unter den Habsburgern
Vorderösterreich
Von 1415 bis 1427 war Freiburg Reichsstadt. 1457 erhielt die Stadt von Erzherzog Albrecht die Universität. Am 23. Mai 1524 nehmen 18.000 Bauern unter Führung von Hans Müller während des Bauernkrieges Freiburg ein. 1608 wird Freiburg von der Pest heimgesucht. 1620 übernahmen die Jesuiten die Universität.
Dreißigjähriger Krieg
In der Folge des Dreißigjährigen Krieges wechselte die Herrschaft mehrmals zwischen Frankreich und Vorderösterreich. Die wegen schlechten Wetters an drei getrennten Tagen am 3., 5. und 9. August ausgetragene Schlacht bei Freiburg gilt als die blutigste Schlacht des ganzen Dreißigjährigen Krieges. Am 16. November 1713 eroberte der französische Marschall Claude-Louis-Hector de Villars Freiburg in einer der letzten Kriegshandlungen des Spanischen Erbfolgekrieges.
Baden
Napoleon schlägt Freiburg 1805 dem neu gegründeten Großherzogtum Baden zu. Innerhalb Badens wird Freiburg Sitz eines Stadtamtes und zweier Landämter, die 1819 zu einem Landamt vereinigt wurden. Gleichzeitig wurden die Gemeinden des aufgelösten Amtes St. Peter dem Landamt Freiburg eingegliedert. Im Jahr 1827 wird Freiburg Sitz des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Das Freiburger Münster wird Bischofskirche. Freiburg wird 1832 Sitz des Oberrheinkreises, zu dem mehrere Ämter gehören. 1864 werden Stadt- und Landamt Freiburg zum Bezirksamt Freiburg vereinigt. Zum neuen Großkreis Freiburg gehören die Amtsbezirke Breisach, Emmendingen, Ettenheim, Freiburg, Kenzingen (1872 aufgelöst), Neustadt im Schwarzwald und Staufen. Im gleichen Jahr gründet sich mit dem Schwarzwaldverein der erste deutsche Wanderverein in der Stadt.
20. Jahrhundert
Im Zuge einer Bezirksreform wird 1924 der Bezirk Breisach aufgelöst und seine Gemeinden zum Großteil dem Bezirksamt Freiburg zugeordnet. Eine nochmalige Vergrößerung erfuhr das Bezirksamt Freiburg im Jahre 1936 nach Auflösung des Bezirksamtes Staufen sowie durch Zuordnung von Gemeinden der Ämter Waldkirch und Emmendingen.
1933 geben sich auch viele Freiburger nahezu widerstandslos dem nationalsozialistischen Regime hin. Von der Freiburger Universität aus versucht Martin Heidegger den Nationalsozialismus kulturell anzuleiten. Im Jahr 1939 wird das Bezirksamt Freiburg in Landkreis Freiburg umbenannt. Die Stadt Freiburg scheidet aus dem Landkreis aus und wird kreisfrei. 1940 werden aus Freiburg wie aus ganz Baden alle Juden deportiert (zunächst in das französische Konzentrationslager Gurs in der Nähe der spanischen Grenze, später von dort in die Vernichtungslager).
Am Abend des 27. Novembers 1944 wurde Freiburg von alliierten Truppen im Zuge der Operation Tigerfish bombardiert, wobei 2797 Menschen getötet und ca. 9600 verletzt wurden. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die britische Royal Air Force bis zu 150000 Sprengköpfe auf die Altstadt abwarf, die in großen Teilen verwüstet wurde. Nur dem Zufalle ist es wohl zu verdanken, dass das Münster inmitten des Trümmerfeldes praktisch unbeschadet blieb.
Freiburg wird 1945 von der französischen Armee besetzt. Von 1945 bis 1952 ist Freiburg in Folge der Aufteilung der Besatzungszonen die Hauptstadt des Bundeslandes Baden. Nach dem Zusammenschluss mit den Ländern Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern wird Stuttgart die Hauptstadt des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg.
1973 wird im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar der Landkreis Freiburg Bestandteil des neuen Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Freiburg wird wieder Sitz des neuen Großkreises, bleibt selbst aber kreisfrei. In den 1970er Jahren entwickelte sich Freiburg zu einem Zentrum der Alternativkultur und Umweltbewegung, zu den Folgen siehe Politik.
Eingemeindungen und Erweiterungen
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Freiburg im Breisgau eingegliedert wurden. Vor der ersten Eingemeindung umfasste das Stadtgebiet lediglich 3.005 ha.
Freiburg wächst nicht nur durch Eingemeindungen, sondern auch durch neue Stadtteile. In den 1970er-Jahren sind dies die Stadtteile Freiburg-Weingarten und Freiburg-Landwasser, in den 1990er-Jahren werden die Stadtteile Freiburg-Rieselfeld und Freiburg-Vauban neu entwickelt.
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Da Freiburg bis 1805 zu Österreich gehörte, blieb die Stadt eine katholische Stadt. Die Bevölkerung gehörte kirchlich zum Bistum Konstanz, das mit dem Ende des alten Reiches aufgelöst wurde. 1821 wurde Freiburg Sitz eines eigenen römisch-katholischen Erzbischofs, der jedoch erst 1827 sein Amt antreten konnte. Die Grenzen des Erzbistums Freiburg decken sich mit den Grenzen des ehemaligen Landes Baden und des (später preußischen) Fürstentums Hohenzollern. Bischofskirche ist das Freiburger Münster. Zur Kirchenprovinz Freiburg gehören die beiden Suffraganbistümer Mainz und Rottenburg-Stuttgart (Bis 1929 auch die Bistümer Limburg und Fulda). Der Erzbischof von Freiburg trägt den Titel eines Metropoliten. Der Deutsche Caritasverband hat seinen Sitz in Freiburg.
Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten in die Stadt, die später eigene Kirchen erhielten. Die ehemals markgräflich-badischen Teilorte Haslach, Opfingen und Tiengen sind traditionell evangelisch. Die Freiburger Protestanten gehören heute, sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind, zum Dekanat Freiburg innerhalb des Kirchenkreises Südbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden. In Freiburg befindet sich auch der Sitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden, einer lutherischen Freikirche.
Seit dem späten 19. Jahrhundert besteht in Freiburg eine altkatholische Gemeinde. Den griechisch-, russisch- und rumänisch-orthodoxen Gemeinden wurde eine katholische Kirche für ihre Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es in Freiburg eine Anglikanische Gemeinde.
1424 wurde die erste jüdische Gemeinde Freiburgs vertrieben. Die Bürgerschaft duldete bis ins 19. Jahrhundert keine Ansiedlung von Juden. 1863 wurde wieder eine jüdische Gemeinde gegründet. In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge zerstört. Im Oktober 1940 wurden die im Lande verbliebenen badischen und pfälzer Juden nach Gurs in Südfrankreich deportiert. Nach 1945 konstituierte sich wieder eine kleine jüdische Gemeinde. Sie errichtete von 1985 bis 1987 zwischen Münsterplatz und Stadtgarten eine neue Synagoge. Im Pflaster der Innenstadt erinnern nicht wenige "Stolpersteine" an Opfer der Judenvernichtung.
Mehrere islamische Organisationen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Ausrichtung unterhalten in Freiburg Gebetsstätten, eine richtige Moschee wurde bisher nicht errichtet.
Moschee
Moschee
Politik
Das früher katholisch-konservative Freiburg gilt mittlerweile als die Hochburg der Grünen.
Dies äußert sich nicht nur in der Wahl des ersten grünen Oberbürgermeisters einer Großstadt, sondern auch in durchgehend überdurchschnittlich hohen Wahlergebnissen. Bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 wurde der Wahlkreis Freiburg mit 25,0 beziehungsweise 22,8 Prozent der Zweitstimmen bundesweit bester Wahlkreis dieser Partei, bei der Europawahl am 13. Juni 2004 erreichten sie im Stadtkreis sogar 36,8 Prozent.
Oberbürgermeister
An der Spitze der Stadtverwaltung stand früher der Schultheiß als Vorsitzender des Gerichts. Nach dem Übergang an Baden wurde die badische Städteverfassung eingeführt mit einem Bürgermeister, später Oberbürgermeister an der Spitze.
Die Oberbürgermeister ab 1806:
- 1806–1824: Johann Josef Adrians
- 1826–1827: Fidel Andre
- 1828–1832: Raimund Bannwarth
- 1833–1839: Joseph von Rotteck
- 1839–1840: Friedrich Wagner
- 1848–1849: Joseph von Rotteck
- 1850–1852: Johann Baptist Rieder
- 1852–1859: Friedrich Wagner
- 1859–1871: Eduard Fauler
- 1871–1888: Karl Schuster
- 1888–1913: Otto Winterer
- 1913–1922: Dr. Emil Thoma
- 1922–1933: Dr. Karl Bender
- 1933–1945: Dr. Franz Kerber
- 1945–1946: Dr. Max Keller
- 1946–1956: Dr. Wolfgang Hoffmann
- 1956–1962: Dr. Josef Brandel
- 1962–1982: Dr. Eugen Keidel
- 1982–2002: Dr. Rolf Böhme
- seit 2002: Dr. Dieter Salomon
Gemeinderat
Dieter Salomon
Die Wahl zum Stadtrat vom 13. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis:
#CDU 26,1% (-5,0) - 13 Sitze (-3)
#GRÜNE 25,8% (+6,1) - 13 Sitze (+3)
#SPD 17,1% (-3,7) - 8 Sitze (-3)
#FWV 8,2% (-0,4) - 4 Sitze (=)
#Linke Liste -Solidarische Stadt 6,3% (+2,1) - 3 Sitze (+1)
#FDP 5,0% (-0,1) - 2 Sitze (=)
#Kulturliste 4,4% (+4,4) - 2 Sitze (+2)
#Junges Freiburg 4,1% (+0,3) - 2 Sitze (=)
#Unabhängige Frauen 3,0% (+0,2) - 1 Sitz (=)
#Andere 0,0 (-3,9) - 0 Sitze (=)
Grüne und Junges Freiburg bilden eine Fraktionsgemeinschaft, ebenso die Linke Liste, die Kulturliste und die Unabhängigen Frauen.
Wappen
Das Wappen der Stadt Freiburg im Breisgau zeigt auf Weiß ein rotes durchgehendes Kreuz. Es ist das Symbol von St. Georg, der als ältester Stadtpatron gilt.
Städtepartnerschaften
Freiburg unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
- 25px Besançon in Frankreich seit 1959
- 25px Innsbruck in Österreich seit 1963
- 25px Padua in Italien seit 1967
- 25px Guildford in Großbritannien seit 1979
- 25px Madison (Wisconsin) in den USA seit 1987
- 25px Matsuyama in Japan seit 1988
- 25px Lemberg (Lwiw) in der Ukraine seit 1989
- 25px Granada in Spanien seit 1991
- 25px Isfahan in Iran seit 2000
Eine Städtefreundschaft wird mit Wiwilí in Nicaragua seit 1988 unterhalten.
1988
1988
Wirtschaft und Infrastruktur
Freiburg ist ein regionales Wirtschaftszentrum. Es dominiert der Dienstleistungssektor sowie der öffentliche Dienst. Größter Arbeitgeber der Stadt ist die Universität mit dem Universitätsklinikum, gefolgt von zahlreichen Landes- und untergeordneten Behörden. Durch die Nähe zur Universität haben sich kleinere Unternehmen aus den Bereichen Solartechnik, Informations- und Medientechnologie sowie Medizintechnik und Biotechnologie hier angesiedelt.
Freiburg ist für sein sonniges, warmes Klima, für die Forschung und Produktion im Bereich Solarenergie bekannt. Selbst das Stadion des SC Freiburg verfügt über solarthermische und photovoltaische Anlagen.
Die besondere Bedeutung der Solarenergie für Stadt und Region spiegelt sich auch in der Fachmesse Intersolar (jährlich) wieder, die für die recht kleine Messegesellschaft Messe Freiburg (Teil der städtischen Gesellschaft FWTM) eine ungewöhnlich hohe internationale Bedeutung hat. Eine weitere internationale Fachmesse ist die INTERbrossa-BRUSHexpo, die alle vier Jahre für ihre Branchen Weltleitmesse ist. Zahlreiche weitere Fach- und Publikumsmessen machen Freiburg zu einem wichtigen regionalen Messestandort. Dem wurde im Jahr 2000 Rechnung getragen, indem die Messe Freiburg auf ein neues Gelände mit moderner Hallen-Infrastruktur umzog. Für Sommer 2006 ist die Eröffnung der Erweiterung geplant (dann 4 Messehallen).
Darüber hinaus spielt der Fremdenverkehr eine bedeutende Rolle. Die Stadt gilt als Tor zum Schwarzwald und gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Südwestdeutschland.
Verkehr
Schwarzwald
Schwarzwald
Freiburg liegt verkehrsgeographisch günstig an der großen europäischen Verkehrsmagistrale Rhein-Saône-Rhône-Mittelmeer. Die Bundesautobahn A 5 (Alsfeld - Weil am Rhein) verbindet Freiburg Richtung Norden mit Straßburg (-Paris), Karlsruhe (-Stuttgart-München), Mannheim, Frankfurt am Main (-Köln) und Richtung Süden mit Mülhausen (Mulhouse) (-Dijon-Lyon-Marseille), Basel (-Bern-Genf/ -Zürich-Mailand). Außerdem liegt Freiburg an den Bundesstraßen B 3 (Buxtehude - Weil am Rhein), B 31 (Breisach - Lindau) und B 294 (nach Freudenstadt).
Freiburg verfügt über ein dynamisches Parkleitsystem, das auf die Anzahl der verfügbaren freien Parkplätze in den zahlreichen Parkhäusern am Rande der Fußgängerzone hinweist.
Die Rheintalbahn Karlsruhe—Freiburg—Basel befindet sich zur Zeit im viergleisigen Ausbau, da sie zukünftig als Zubringer zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) dienen soll. Im Eisenbahngüterverkehr ist Freiburg jedoch nach Stilllegung seines Rangierbahnhofes kein Eisenbahnknoten mehr. Die Höllentalbahn verbindet Freiburg mit Donaueschingen.
Die Innenstadt wird von vier Straßenbahnlinien (erste Inbetriebnahme: 1901) und durch 22 Busverbindungen durch die Freiburger Verkehrs AG erschlossen, das Umland bis zum Kaiserstuhl und ins Elztal von der Breisgau-S-Bahn, die auf der historischen Strecke der Breisacher Bahn verkehrt. Extra für die Stadt Freiburg wurde von der Waggonfabrik Düwag der Düwag GT8 Typ Freiburg konstruiert, der bis heute fährt. Die Stadt gehört dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg an.
Der Schauinsland, Freiburgs Hausberg (1284 m), ist mit Deutschlands längster (3,6 km) Kabinen-Umlauf-Seilbahn zu erreichen.
Der Flugplatz in Freiburg befindet sich am neuen Messegelände, der meiste Flugverkehr wird jedoch über den Euroairport Basel-Mulhouse-Freiburg im benachbarten Oberelsass abgewickelt. Zum Euroairport besteht eine Shuttle-Busverbindung vom Freiburger Busbahnhof.
Ansässige Unternehmen
Gegenwart
Zu den größeren privaten Arbeitgebern zählen der Halbleiterhersteller Micronas, die zum amerikanischen Northrop Grumman-Konzern gehörende LITEF GmbH sowie ein Werk des französischen Rhodia-Konzerns, das Materialien für Zigarettenfilter herstellt. Daneben haben in Freiburg mehrere kleine und mittlere Verlage wie der Herder Verlag oder das Badische Verlagshaus, Herausgeber der regionalen Badischen Zeitung ihren Sitz. Größte ansässige Brauerei ist die Brauerei Ganter. Seit 12. Januar 1996 ist Freiburg im Breisgau auch Sitz des Briefzentrums 79 der Deutschen Post AG.
Geschichte
In Freiburg hatte achtzig Jahre lang die Firma Michael Welte & Söhne ihren Firmensitz (gegründet 1832 in Vöhrenbach im Schwarzwald, verlegt nach Freiburg 1872, zerstört beim Fliegerangriff 1944, erloschen 1952). Sie stellte pneumatisch gesteuerte Musikautomaten, vor allem Orchestrien her, seit 1905 auch das Welte-Mignon-Reproduktions-Klavier.
Behörden
- Architekturforum Freiburg
- Forstdirektion Freiburg
- Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
- Handwerkskammer Freiburg K.d.ö.R.
- IHK Südlicher Oberrhein K.d.ö.R.
- Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde
- Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg
- Landespolizeischule Baden-Württemberg
- Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald
- Regierungspräsidium im Basler Hof
- Regionalverband Südlicher Oberrhein K.d.ö.R.
- Staatliches Weinbauinstitut
- Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg
- Eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit des Grenzschutzpräsidiums Süd
Gerichte
Freiburg verfügt über ein Amtsgericht und ein Landgericht, die jeweils zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehören. Einige Zivilsenate des OLG Karlsruhe haben ebenfalls ihren Sitz in Freiburg. Außer den Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit gibt es in Freiburg auch je ein Finanzgericht, Arbeitsgericht (sowie eine Kammer des Landesarbeitsgerichtes), Sozialgericht (zuständig auch für das Gebiet der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Ortenaukreis, Emmendingen, Lörrach und Waldshut) und Verwaltungsgericht (zuständig für den Regierungsbezirk Freiburg.
Medien
Printmedien
- Badische Zeitung (Tageszeitung)
- Der Sonntag in Freiburg / Der Sonntag im Dreiland (Ausgabe für Lörrach und Basel) (Sonntagszeitung der Badische Zeitung)
- Amtsblatt der Stadt Freiburg
- Freizeit & Kultur - das Eventmagazin für Freiburg und Region (Stadtmagazin)
- Zypresse (Blatt für private Kleinanzeigen)
- Plan 14 (Stadtmagazin)
- Freiburg aktuell (Stadt- und Kulturmagazin)
- Joker (Stadt- und Kulturmagazin)
- Freiburger Wochenbericht (Anzeigenblatt)
- Freiburger Stadtkurier (Anzeigenblatt)
- Chilli (Lifestyle- und Kulturmagazin)
Audiovisuelle Medien
- Südwestrundfunk (SWR) Studio Freiburg (unter anderem Sendungen für SWR4 Baden-Württemberg und das SWR Südwest Fernsehen)
- Antenne Südbaden
- TV Südbaden
- Radio Dreyeckland
- Baden24 (Internet-Portal)
Im Ortsteil Lehen betreibt der SWR eine Sendeanlage für Mittelwelle (Frequenz 828 kHz, Sendeleistung 10 kW, Geographische Koordinaten des Senderstandorts: 48° 00' 48" nördliche Breite, 7° 47' 38" östliche Länge ) und UKW-Hörfunk. Der Senderstandort Freiburg-Lehen ist einer der ältesten in Deutschland.
Bildung und Forschung
Radio Dreyeckland
Radio Dreyeckland
Radio Dreyeckland
Freiburg beherbergt fünf Hochschulen:
- Albert-Ludwigs-Universität; die 1457 gegründete Universität, eine der ältesten und renommiertesten Deutschlands mit etwa 20.000 Studierenden (alle Hochschulen in Freiburg zusammen: knapp 30.000), prägt nachhaltig das Leben der Stadt: So finden sich rund um die Universität viele gut besuchte Cafes und Kneipen. Die Universität ist aber nicht nur wegen der Studierenden relevant, sie ist mit ihren circa 13.000 Arbeitsplätzen (einschließlich Klinikum) auch einer der wichtigsten Arbeitgeber in Südbaden.
- Pädagogische Hochschule Freiburg (PH); gegründet 1962 aus den früheren Akademien I und II für Lehrerbildung, seit 1971 wissenschaftliche Hochschule
- Staatliche Hochschule für Musik; 1946 von der Stadt Freiburg gegründet, wurde sie später vom Land Baden-Württemberg übernommen
- Evangelische Fachhochschule Freiburg - Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik
- Katholische Fachhochschule Freiburg im Breisgau - Hochschule für Sozialwesen, Heilpädagogik, Religionspädagogik und Pflege
Forschungseinrichtungen
In Freiburg befinden sich auch mehrere Forschungsinstitute:
- Institute der Max-Planck-Gesellschaft:
- Max-Planck-Institut für Immunbiologie
- Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht
- Institute der Fraunhofer-Gesellschaft:
- Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF
- Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI (Ernst-Mach-Institut)
- Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM
- Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (mit Labor und Servicecenter in Gelsenkirchen)
- Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM (mit Institutsteil in Halle (Saale))
- weitere Forschungseinrichtungen:
- Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik
- Öko-Institut e.V. - Institut für angewandte Ökologie
- Walter Eucken Institut
- Institut für Grenzgebiete der Psychologie & Psychohygiene
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Walter Eucken Institut
Walter Eucken Institut
Walter Eucken Institut
Walter Eucken Institut
Walter Eucken Institut
Walter Eucken Institut
Durch die südlichen Stadtteile von Freiburg verläuft die Mundartgrenze zwischen nieder- und hochalemannisch. Freiburgs alemannischer Name lautet - wie zur Zeit der Stadtgründung - Friburg.
Theater
Freiburg ist eine Theaterstadt. Die Städtischen Bühnen spielen die Sparten Schauspiel, Musiktheater und Ballett auf drei Bühnen sowie im Konzerthaus. Weiter gibt es eine Vielzahl kleinerer Theater:
- Alemannische Bühne Freiburg
- Galli-Theater Freiburg
- Theater am Martinstor Freiburg
- Theater im Marienbad Freiburg
- Vorderhaus Freiburg - Kultur in der Fabrik
- E-Werk Freiburg
- Wallgraben-Theater Freiburg; vor allem bekannt für seine Loriot-Aufführungen mit Heinz Meier.
- Hans -Dürr-Theater Laientheater bekannt durch die Shakespare Company und Inszenierungen im schwarzen Kloster.
Musik
In Freiburg sind mehrere überregional bekannte Orchester und Chöre zu Hause:
- Akademisches Orchester Freiburg e.V., gegründet 1963
- Consortium Classicum - Das 1966 von den Klarinettisten Dieter Klöcker gegründete Ensemble widmet sich vor allem der Musik des ausgehenden 18. und des 19. Jahrhundert.
- Holst-Sinfonietta e.V. Freiburg
- Philharmonisches Orchester der Stadt Freiburg
- SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
- Musikverein Freiburg-Kappel e.V.
- Musikverein Freiburg St. Georgen e.V.
- Freiburger Bachchor
- Freiburger Kammerchor
- QueerFlöten e. V. - Freiburgs lesbisch-schwuler Chor
- Freiburger Barockorchester (FBO) unter der Leitung von Gottfried von der Goltz
- Freiburger Domchor
- Camerata Vocale Freiburg
- Studentenkantorei Freiburg
- Jazzchor Freiburg
Film und Kino
Neben einem Multiplex-Kino und der "Harmonie", die ebenfalls überwiegend Hollywood-Mainstream
zeigt, hat Freiburg mit den "Friedrichsbau/Apollo"-Kinos und dem "Kandelhof" fünf Säle, die als Programmkino bespielt werden. Diese Kinos sind in den letzten Jahren durchgängig für ihr anspruchsvolles Programm ausgezeichnet worden. Mit seinen regelmäßigen Pay After-Vorstellungen bietet der Friedrichsbau eine besondere Attraktion.
Das Kommunale Kino Freiburg ist in den letzten Jahren ebenfalls mehrfach ausgezeichnet worden. Alle zwei Jahre veranstaltet das Kommunale Kino das "Freiburger Filmform" mit Schwerpunkt auf dem ethnografischen Film. Es gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals dieses Schwerpunkts in Deutschland.
Museen
Städtische Museen Freiburg
- Augustinermuseum (Museum für Kunst- und Kulturgeschichte am Oberrhein; am Augustinerplatz)
- Museum für Stadtgeschichte (Abt. des Augustinermuseums im Wentzingerhaus am Münsterplatz)
- Museum für Neue Kunst (Marienstrasse)
- Adelhausermuseum – Natur- und Völkerkunde (Gerberau, am Augustinerplatz)
- Museum für Ur- und Frühgeschichte (Colombischlössle, Colombipark)
Weitere Museen in der Altstadt und vor den Toren Freiburgs:
- Zinnfiguren-Klause (im Schwabentor)
- Freiburger Fasnetmuseum (Turmstrasse)
- Mittelalterliches Foltermuseum Freiburg (Münsterplatz)
- Museums-Bergwerk Schauinsland (stadtgeschichtlich bedeutendes Bergwerk auf Silber-Blei-Zinkerze am "Erzkasten" oberhalb Hofsgrund)
Bäder
- Eugen-Keidel-Bad, Mineral-Thermalbad / Saunalandschaft
- Westbad (Sportbad)
- Faulerbad
- Gartenhallenbad Haslach
- Strandbad (Freibad)
- Lorettobad (Freibad mit Familien- und separatem Damenbereich)
- Freibad St. Georgen
Bauwerke
- Freiburger Münster (das Wahrzeichen der Stadt). Der 116 Meter hohe gotische Turm des Münsters wurde schon von dem Kunsthistoriker Jacob Burckhardt als "schönster Turm der Christenheit" bezeichnet und überragt alle Gebäude der Stadt. Besucher sollten auch den Markt rund um das Freiburger Münster genießen.
- Historisches Kaufhaus am Münsterplatz von 1532.
- Das Hotel/Restaurant "Zum Roten Bären" in Freiburg gilt als ältester Gasthof Deutschlands. Die Fundamente stammen aus der Zeit vor 1120.
- Haus zum Walfisch:das 1515 fertiggestellte Haus zum Walfisch, wurde als Alterssitz Maximilian I., deutscher Kaiser ab 1493 und Landesherr Freiburgs (1490-1519), durch dessen Generalschatzmeister Jakob Villinger erbaut. Darüberhinaus wohnte der bekannte Humanist und Philosoph Erasmus von Rotterdam in den Jahren 1529-1531, nach seiner Flucht aus Basel, begründet durch die protestantische Reformation, in diesem Haus. Nach zahlreichen Umbauten brannte das Haus 1944 ab. Nach seinem Wiederaufbau, diente es Dario Argento für seinen Film "Suspiria" als Szenerie und ist aktuell Sitz einer Bank.
- Schwabentor
- Martinstor
- Das Colombischlößle genannte Herrenhaus am Rotteckring war 1947-1951 Sitz der badischen Landesregierung.
- Das Erzbischöfliche Ordinariat in eigentümlichem neuromanischem Baustil
- Theater mit Jugendstilelementen.
- Konzerthaus
- Erzbischöfliches Archiv
- Münsterbauhütte
- Aussichtsturm Schlossberg
- Sendemast Freiburg-Lehen
Bedeutende Plätze der Stadt
Aussichtsturm Schlossberg
Aussichtsturm Schlossberg
Aussichtsturm Schlossberg]]
- Münsterplatz, der größte gepflasterte Platz in Freiburg, hier ist an jedem Tag außer Sonntag Bauernmarkt. Im Mittelalter befanden sich hier der Friedhof und eine Kapelle, deren Umrisse heute noch im Pflaster zu sehen sind.
- Der Augustinerplatz ist einer der zentralen Plätze der Freiburger Altstadt. Umgeben von dem ehemaligen Augustinerkloster - dem heutigen Augustinermuseum - und den Resten der ehemaligen Stadtmauer, ist der Platz ein beliebter Treffpunkt der Freiburger Bevölkerung. Nach dem Abbruch der ehemals benachbarten Feierling-Brauerei und der Neugestaltung des Platzes hat sich ein Freiburger Phänomen entwickelt, das scherzhaft mit den römischen Verhältnissen an der spanischen Treppe verglichen wird. Auf der Treppenanlage des Augustinerplatzes genießen in den Sommernächten viele junge und junggebliebene Menschen das städtische Leben mit mediterranem Flair.
- Holzmarkt
- Den "Platz der alten Synagoge" (frühere Bezeichnungen: Theaterplatz
PolitikerAls Politiker bezeichnet man Personen, die politische Ämter innehaben oder sie anstreben. Meist werden sie dabei durch Parteien und Verbände unterstützt. Politiker agieren auf allen Ebenen eines Staates (Bund, Länder oder Gemeinden). Politische Ämter können Regierungsämter (z.B. Minister), das Abgeordnetenmandat in einem Parlament oder ein Amt in einer Partei (z.B. Parteivorsitzender) sein. Politiker haben das Ziel durch ihr Handeln Einfluss auf wichtige politische Entscheidungen zu nehmen. Hierzu können sie zum einen ihre durch politische Ämter gesicherten Rechte nutzen (Beispielsweise bei Abstimmungen im Parlament). Außerdem können sie durch Meinungsäußerung Einfluss nehmen.
Als Mitglied einer Partei vertritt ein Politiker deren Interessen. Es gibt jedoch auch Politiker, die sich keiner Partei anschließen (Parteilose), oder deren Aufgabe nicht die Interessenvertretung ihrer Partei ist (zum Beispiel Bundespräsident). Neben dem Berufspolitiker, der zum Beispiel als Abgeordneter, Staatssekretär oder Minister arbeitet gibt es noch den ehrenamtlich arbeitenden Politiker, der die Politik nur neben seinem Beruf ausübt.
Theorien zum politischen Handeln
Das Handeln von Politikern ist Gegenstand der Politikwissenschaft. Sie erklärt das Handeln der Politiker und den politischen Wettbewerb (Streben der Politiker nach Macht).
Ethische Ansätze zur Erklärung von Politikerhandeln
Grundsätzliche Bedeutung für die politische Motivation einzelner hat der Wunsch gute politische Entscheidungen herbeizuführen, um beispielsweise der eigenen Region oder dem ganzen Land zu helfen. Dies führt zu einem weiten und ganzheitlichen Denken und vollem Einsatz zum Wohle aller Bürger, wie es beispielsweise die Verantwortungsethik postuliert.
Oft werden diese langfristigen Ziele jedoch von den Wählern nicht als beste Wahl wahrgenommen, weswegen der politische Erfolg solcher Positionierungen begrenzt ist. Ferner gehen die Auffassungen darüber, was langfristig das "Wohl aller Bürger" bzw. "Wohl des Staatsvolkes" darstellt sowie auf welchem Weg dieses erreicht werden soll, auseinander. Auch dies trägt dazu bei, dass sich im politischen Wettbewerb nicht zwangsläufig das "beste" Modell durchsetzt.
Zweifelsohne lässt sich auch für Politiker, deren Handeln an heren Zielen orientiert ist, ein karrierebezogenes Politikerbild erklären: Die Überzeugung, selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen, führt zu einem Streben nach Macht und Einfluss.
ökonomische Theorie der Politik
Einen weniger positiven Ansatz zur Erklärung des Handelns von Politikern mit wirtschaftlichen Grundsätzen liefert die ökonomische Theorie der Politik (ÖTP). Sie erklärt Strukturen und Verhalten überwiegend auf Basis neoklassischen Theorie. Grundsätzliche Annahme ist dabei, dass sich Politiker als rationale Nutzenmaximierer verhalten. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Politiker eine starke Wiederwahlorientierung haben und deswegen eine Politik betreiben, die bei den nächsten Wahlen zu einer Stimmenmaximierung führt.
Hierzu lassen sich zwei wichtige Stränge unterscheiden:
(1) Orientierung an kurzfristigen Zielen:
Ein gemäß der ÖTP nutzenmaximierender Politiker wird bei seinen Entscheidungen berücksichtigen, dass der Wähler eher die Erreichung kurzfristiger Ziele als das Anstreben langfristiger Ziele honoriert, da der Wähler selbst eine starke Gegenwartspräferenz aufweist, was wiederum daran liegt, dass langfristig ausgerichtete Konzepte dem politisch und ökonomisch weniger gebildeten Wähler wegen der hohen Komplexität nicht vermittelbar sind. Auf Wiederwahl bedacht wird der Politiker daher vor kurzfristig schmerzhaften Maßnahmen zurückschrecken, auch wenn diese ökonomisch unbedingt nötig sind.
Beispiele für eine solche Politik sind die dauerhaft zu beobachtende Neuverschuldung reicher Industrienationen, fehlende Rücklagen im gesetzlichen Rentensystem, zyklische statt antizyklischer Wirtschaftspolitik oder fehlender Mut zu schmerzhaften aber notwendigen Reformen.
(2) Orientierung am Medianwähler:
Ein wichtiger Ansatz in diesem Zusammenhang ist das Medianwählermodell: Geht man bei Politikern vom Ziel der Stimmenmaximierung aus, so führt ein Politiker bzw. eine Partei genau diejenige Politik aus, die der Medianwähler wünscht. Dadurch werden von den großen Parteien politische Ränder und Problembereiche vernachlässigt.
Zudem können für den Bürger sichtbare, ökonomisch aber nicht zwangsläufig vernünftige Maßnahmen unterstellt werden, während möglicherweise wichtigeren Zielen, die jedoch nicht vom Wähler als solche erkannt werden, nicht nachgegangen wird. Vielmehr können dann individuell spürbare Maßnahmen bei wenig spürbaren Belastungen für den Wähler unterstellt werden.
Siehe auch
- Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates
- Bundesregierung (Deutschland)
- Bundesregierung (Österreich)
- Liste der Bundestagsabgeordneten
- Liste der Politiker der DDR
- Hinterbänkler
Literatur
- Max Weber: Politik als Beruf. 1919. ISBN 315008833X) ([http://www.textlog.de/weber_politik_beruf.html Online Text])
- Niccolò Machiavelli: Der Fürst. 1513, ISBN 3150012198
- Hans Herbert von Arnim: Das System - Die Machenschaften der Macht, München, Droemer Knaur, 2001
- ders.: Fetter Bauch regiert nicht gern. Die politische Klasse - selbstbezogen und abgehoben, durchgesehene und mit einem aktuellen Vorwort versehene Taschenbuchausgabe, München: Droemer Knaur, 1999,
- ders.: Der Staat als Beute. Wie Politiker in eigener Sache Gesetze machen, München: Droemer Knaur, 1998.
- ders.: Diener vieler Herren. Die Doppel- und Dreifachversorgung von Politikern, München: Droemer Knaur, 1998.
Weblinks
- [http://www.rulers.org Verzeichnis von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs] (Englisch)
!
Politiker
Politiker
Politiker
ja:政治家
Christlich Demokratische Union Deutschlands
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) ist eine der beiden deutschen Volksparteien. Sie versteht sich als „christlich-demokratische, liberale und konservative Partei der Mitte“. Ziel der CDU ist es, im Gegensatz etwa zum einst rein katholischen ZENTRUM, alle christlichen Konfessionen in einer politischen Partei zu bündeln.
Sie stellt mit ihrer Bundesvorsitzenden Dr. Angela Merkel die amtierende Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.
Inhaltliches Profil
Die CDU hat im Laufe ihrer Geschichte mehrere Programme vorgelegt. Das Ahlener Programm, das 1947 vom nordrhein-westfälischen Landesverband beschlossen wurde, propagierte einen sog. „christlichen Sozialismus“. Zwei Jahre später wurden anlässlich der Bundestagswahl 1949 die Düsseldorfer Leitsätze verabschiedet, die eine soziale Marktwirtschaft propagierten. Das aktuelle Grundsatzprogramm wurde am 23. Februar 1994 auf dem Parteitag in Hamburg verabschiedet und trägt den Titel „Freiheit in Verantwortung“.
In ihrem aktuellen Grundsatzprogramm spricht die CDU vom „christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott“. Die CDU strebt eine Soziale Marktwirtschaft in einem föderalen Rechtsstaat an. Außenpolitisch strebt sie vor allem eine Vertiefung der Europäischen Einigung und eine Vertiefung der nordatlantischen Beziehungen zu den USA an. In der jüngeren Vergangenheit setzte die CDU ihre Schwerpunkte vor allem auf die Themen Wirtschafts-, Steuer-, Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Außen- und Sicherheitspolitik. So heißt auch der Titel des Wahlprogramms für die Legislaturperiode von 2005–2009: „Wachstum. Arbeit. Sicherheit.“ Siehe auch: Bundestagswahl 2005
Wirtschafts- und Sozialpolitik
In der Wirtschaftspolitik verfolgt sie das Modell der reformierten sogenannten „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“. In diesem Zusammenhang steht auch ihr Grundsatz: „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ So kritisiert sie, dass die von der Union teilweise im Bundesrat mitgetragenen Sozial- und Arbeitsmarktreformen (Hartz-Konzept) der rot-grünen Bundesr | | |