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World Scout Moot

World Scout Moot

Ein World Scout Moot ist ein internationales Pfadfindertreffen der Rover, der Pfadfinder zwischen 18 und 26 Jahren. Das Wort Moot stammt aus dem Schottischen und bedeutet Zusammenkunft der Clans. Der World Scout Moot findet alle vier Jahre statt. Der Austragungsort wird vom Weltpfadfinderverband WOSM festgelegt. Während des Zweiten Weltkrieges sowie zwischen 1961 und 1990 fanden keine Moots bzw. Ersatzveranstaltungen, so genannte World Moot Years, statt. Der letzte World Scout Moot fand vom 30. Juli bis 10. August 2004 in Hualien, Taiwan, erstmals auf asiatischem Boden statt. Es nahmen 2.500 Rover aus 85 Ländern daran teil, so viele Nationen wie bei keinem anderen Moot zuvor. Der nächste World Scout Moot findet vom 4. bis 13. Juli 2008 erstmals in Afrika statt, im südafrikanischen Mosambik. Neben diesen weltweiten Treffen gibt es auch regionale oder länderspezifische Moots, wie z.B. ein australischer oder neuseeländischer Moot, an denen aber Pfadfinder aus allen Ländern teilnehmen dürfen.

Daten


- 1931 - Kandersteg, Schweiz
- 1935 - Ingaro, Schweden
- 1939 - Monzie, Schottland
- 1949 - Skjak, Norwegen
- 1953 - Kandersteg, Schweiz
- 1957 - Sutton Coldfield, Großbritannien
- 1961 - Melbourne, Australien
- 1990/1991 - Melbourne, Australien
- 1992 - Kandersteg, Schweiz
- 1996 - Ransberg, Schweden
- 2000 - Mexiko
- 2004 - Hualien, Taiwan
- 2008 - Mosambik

Weblinks


- [http://www.scout.org.tw/events/moot2004/moot2004.htm Website des 12. World Scout Moots in Taiwan]
- http://www.moot2004.de - Deutsches Kontingents für Taiwan
- http://www.moot.ch - Schweizer Kontingent für Taiwan
- [http://beech.forest.net/euroscout/wse/FMPro?-db=eventswww&-lay=www&-Format=eventsbycountry.html&-sortfield=country&-Max=100&-Find Andere internationale Pfadfinderveranstaltungen] Kategorie:Pfadfinder

Pfadfinder

Zur Pfadfinderbewegung gehören weltweit mehr als 38 Millionen Kinder und Jugendliche in zahlreichen nationalen und internationalen Jugendverbänden. Die Anzahl der ehemaligen Mitglieder, also der Menschen, die bisher der Pfadfinderbewegung angehört haben, wird heute auf etwa 300 Millionen geschätzt. Nur in 6 Staaten (Kuba, Andorra, Volksrepublik China (mit Ausnahme von Hongkong und Macao), Nordkorea, Laos, Myanmar) gibt es nach Angaben von WOSM keine Pfadfinderverbände. Der Schutzpatron der Pfadfinder ist der Ritter St. Georg, der einen Drachen getötet haben soll. Nach seinem Vorbild sollen Pfadfinder ritterlich und ehrlich handeln, anderen Menschen Freund sein, Hilfsbedürftige und Schwache unterstützen und die Umwelt schützen. Das Symbol der männlichen Pfadfinder ist die Lilie, graphisch wird aber eigentlich eine Fleur-de-Lis verwendet, das der weiblichen ein Kleeblatt. Trotz des christlichen Schutzpatrons stehen die Pfadfinderorganisationen Menschen aller Glaubensrichtungen offen. Kleeblatt

Die Pfadfindermethode

Kleeblatt Die World Organization of the Scout Movement (WOSM) beschreibt in ihrer Ordnung die Pfadfinderbewegung als „eine freiwillige, nicht-politische Erziehungsbewegung für junge Menschen, die offen ist für alle, ohne Unterschiede von Herkunft, Rasse oder Glaubensbekenntnis, übereinstimmend mit dem Ziel, den Prinzipien und der Methode, die vom Gründer der Bewegung entwickelt wurden.“ (übersetzt aus: [http://www.scout.org/wsrc/ll/docs/constitution_E.pdf WOSM-Constitution] (pdf, 47 kB) – auch im Folgenden zitiert). Ziel der Pfadfinderbewegung ist es, „zur Entwicklung junger Menschen beizutragen, damit sie ihre vollen körperlichen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Persönlichkeiten, als verantwortungsbewusste Bürger und als Mitglieder ihrer örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaft einsetzen können.“ Die Prinzipien der Pfadfinderbewegung beschreiben einen Verhaltenskodex, der für alle Mitglieder gleichermaßen gilt und damit die Bewegung charakterisiert. WOSM bezeichnet die drei Grundprinzipien als Verpflichtungen:
- die Pflicht gegenüber Gott,
- die Pflicht gegenüber Dritten und
- die Pflicht gegenüber sich selbst. Anstelle von „Pflicht gegenüber Gott“ wird häufig auch von einer Verpflichtung gegenüber einer höheren Macht gesprochen, um nicht-monotheistische Religionen mit einzubeziehen. Auf keinen Fall ist in ihr eine Beschränkung auf den christlichen Gott zu sehen. Die pfadfinderische Methode, mit deren Hilfe das Ziel der Pfadfinderbewegung erreicht und die oben genannten Prinzipien erfüllt werden sollen, ist ein System fortschreitender Selbsterziehung aus vier Elementen:
- Pfadfindergesetz und Pfadfinderversprechen,
- Learning by doing (Lernen durch Selbermachen),
- Bildung kleiner Gruppen,
- Fortschreitende und attraktive Programme verschiedenartiger Aktivitäten. Die Pfadfindermethode umfasst die genannten vier Elemente als Ganzes, wenn einzelne Elemente weggelassen werden, wird keine Pfadfinderarbeit mehr geleistet. Pfadfindergesetz (in einigen Verbänden: Pfadfinderregeln) und Pfadfinderversprechen dienen vor allem der Verpflichtung auf die gemeinsamen Werte der Pfadfinderbewegung, wobei das in allen Verbänden ähnliche Pfadfindergesetz den Wertekanon festlegt, während durch das persönlich abzulegende Versprechen die Selbstverpflichtung des Einzelnen auf diesen Kanon und die Bindung an die Pfadfinderbewegung verstärkt werden. Mit der Betonung des „Learning by doing“ (Lernen durch Selbermachen) wird das erfahrungs- und handlungsorientierte Lernen als zentrale Lernmethode der Pfadfinderbewegung festgelegt. Hauptziel der Bildung kleiner Gruppen wie beispielsweise der Sippen ist die frühzeitige Übernahme von Verantwortung und die Erziehung zu Selbständigkeit um zur Entwicklung des Charakters beizutragen. Damit werden die Anerkennung von Verantwortlichkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Führung gefördert. Die fortschreitenden und attraktiven Programme verschiedenartiger Aktivitäten bewirken dabei eine stufenweise Erweiterung des jeweiligen Horizonts sowie eine langfristige Bindung an die jeweilige Gruppe. Zu den Aktivitäten können Spiele, der Erwerb sinnvoller Fertigkeiten und der Dienst im Gemeinwesen gehören; sie finden weitgehend in engem Kontakt mit Natur und Umwelt statt. Dabei werden die Interessen der Teilnehmer berücksichtigt. Obwohl die hier verwendeten Formulierungen von Ziel, Prinzipien und pfadfinderischer Methode von WOSM stammen, können sie zu großen Teilen auch auf die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) und auf Pfadfinderverbände, die weder WAGGGS noch WOSM angehören, übertragen werden. Ein Vergleich der Formulierungen und Ansätze von WOSM und WAGGGS findet sich auf der [http://www.wagggs.org/newsroom/documents/pdf/WOSM/Fundamental%20Principles.pdf WAGGGS-Homepage] (pdf, 308 kB). Diese allgemeinen Ausführungen zur Pfadfindermethode werden im Alltag der Gruppen in einer Vielfalt von einzelnen Elementen umgesetzt. Zu den häufigsten unter ihnen zählen:
- regelmäßige Gruppenstunden in festen Gruppen, Entwicklung gemeinsamer Rituale, gemeinsame Kleidung (Pfadfinderkluft)
- Zeltlager, Fahrten und internationale Begegnungen
- frühzeitige Übernahme von Verantwortung (beispielsweise als Gruppenleiter/Sippenführer) und gleichberechtigte Partizipation aller in Entscheidungsprozessen
- damit einhergehend: freiwillige Selbstverpflichtung durch das Pfadfinderversprechen
- Einübung von Pfadfindertechniken, Basteln und Werken
- musisch-kulturelle Aktivitäten wie gemeinsames Singen und Musizieren
- Naturerlebnis in Spielen und Erkundungen, Kennen Lernen von ökologischen Zusammenhängen
- gesellschaftliches Engagement (beispielsweise durch Hilfsaktionen oder Altpapiersammlungen).

Geschichte der Pfadfinderbewegung

Geschichte der Weltpfadfinderbewegung

ökologischen

Gründung und weltweite Ausbreitung

1899 veröffentlichte der englische General Baden-Powell für die britische Armee das Buch „Aids to Scouting“ (Anleitung zum Kundschafterdienst), das aufgrund des Heldenstatus, den er im Burenkrieg errungen hatte, bei den Jugendlichen in England großes Interesse auslöste. Als Baden-Powell nach seiner Rückkehr nach England feststellte, dass überall nach seinem Buch „Kundschafter“ gespielt wurde, versuchte er, aus diesem Spiel ein – heute würde man sagen erlebnispädagogisches – Konzept zur Jugenderziehung zu entwickeln. Zur Erprobung dieses Konzepts veranstaltete er 1907 (31. Juli - 09. August) ein erstes Lager auf Brownsea Island. Daran nahmen 20 Jungen aus verschiedenen sozialen Schichten teil. Sie trugen einheitliche Uniformen, um die sozialen Unterschiede zu verwischen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen veröffentlichte Baden-Powell 1908 eine für Jugendliche überarbeitete Version von „Aids to Scouting“: Scouting for Boys. Obwohl das in „Scouting for Boys“ Dargestellte eigentlich nur die Methodik der schon existierenden Jugendverbände ergänzen sollte, entstanden auch außerhalb dieser Verbände viele Pfadfindergruppen. Um diese Bewegung in England zusammenzufassen wurde noch 1908 die Boy Scout Association gegründet. Gleichzeitig entstanden in vielen anderen Ländern ebenfalls Pfadfindergruppen, so dass es schon vor dem Ersten Weltkrieg auf allen Kontinenten – mit Ausnahme der Antarktis – Pfadfindergruppen gab. Für diesen großen Erfolg und die rasche Ausbreitung der Pfadfinderidee gibt es mehrere Gründe. Maßgeblich in Großbritannien, den Dominions und den britischen Kolonien waren die gezielten Pressekampagnen und die Lobbyarbeit, die Baden-Powell gemeinsam mit Arthur Pearson, dem Verleger von „Scouting for Boys“, betrieb. Schon vor der Publikation versandten beide zahlreiche Werbebriefe an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Großbritannien, unter anderem auch an Angehörige des Königshauses. Gleichzeitig mit der Buchveröffentlichung wurde die wöchentlich erscheinende Jungenzeitschrift „Scouting“ gestartet, die schon zum Ende des Jahres 1908 eine Auflage von 110.000 Exemplaren erreichte. Daneben entstanden auch weitere Zeitschriften zu diesem Thema, die ähnliche Auflagen erzielten. Die durch diese Kampagnen erzielte Begeisterung wurde natürlich auch außerhalb von Großbritannien und seinen Kolonien wahrgenommen und in Presseveröffentlichungen herausgestellt. Dieses Interesse führte in Verbindung mit dem so wahrgenommenen Erziehungsziel „guter Staatsbürger“, das bürgerliche Wertvorstellungen bediente, zur Gründung von Pfadfinderverbänden in anderen Ländern, meist durch Pädagogen oder an der Erziehung interessierten Menschen. Zum Export der Pfadfinderidee in andere Länder existieren daneben auch einige Anekdoten, so die von dem unbekannten Pfadfinder, der den späteren Gründer der Boy Scouts of America durch den Londoner Nebel führte und dafür keine Belohnung annahm mit der Begründung: „I’m a scout. (Ich bin Pfadfinder.)“ Nicht vernachlässigt werden darf auch, dass die Gründungszeit der Pfadfinderbewegung in einen Zeitraum fällt, in dem die Jugend als eigenständige Lebensphase entdeckt wurde und verschiedene pädagogische Konzepte zum Umgang mit dieser Altersstufe entstanden. Parallel zur Pfadfinderbewegung entstanden zahlreiche weitere Jugendverbände und -organisationen, wie beispielsweise der CVJM, der deutsche Wandervogel oder die Arbeiterjugendbewegung. In Deutschland fiel die Gründungsphase der Pfadfinderbewegung zeitlich ungefähr mit der ersten Phase der Reformpädagogik und ihren zahlreichen Schulgründungen zusammen.

Ausbau der Pfadfinderbewegung

Das erste große Pfadfindertreffen fand 1909 mit mehr als 11.000 Teilnehmern im Kristallpalast in London statt. Baden-Powell war sehr erstaunt, als er dort auch Mädchen traf, die ihm erklärten, dass sie Pfadfinderinnen seien. Für sie wurden 1910 die Girl Guides (Pfadfinderinnen; in den USA Girl Scouts) gegründet, die unter der Leitung von seiner Schwester Agnes Baden-Powell standen. 1912 übernahm Olave Baden-Powell, Baden-Powells Frau, diese Aufgabe. Da auch die jüngeren Brüder bei den Pfadfindern mitmachen wollten, wurde 1914 die Wölflingsarbeit eingeführt. Bereits 1916 wurde diese Arbeitsform grundlegend überarbeitet. Für die älter werdenden Pfadfinder wurde 1919 als dritte Altersstufe die Roverarbeit entwickelt. Im gleichen Jahr wurde Baden-Powell der Gilwell Park geschenkt, den er als Zentrum für die Ausbildung von Pfadfinderführern nutzte. Bereits sechs Wochen nach der Übergabe fand dort der erste Woodbadgekurs statt. 1920 wurde in London für die männlichen Pfadfinder das Boy Scouts International Bureau gegründet, in dem die Pfadfinderverbände weltweit zusammenarbeiteten und das später seinen Namen in World Organization of the Scout Movement (WOSM) änderte. Für die internationale Zusammenarbeit zwischen den Pfadfinderinnen war bereits 1919 der International Council entstanden, aus dem 1928 die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) hervorging. Olave Baden-Powell wurde 1932 von WAGGGS zur Chief Guide of the World gewählt. 1941 starb Baden-Powell mit fast 84 Jahren in Nyeri in Kenia. In seinem letzten Brief hinterließ er der Pfadfinderbewegung ihren bis heute wohl wichtigsten Satz: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.“ 1977 starb Olave Baden-Powell, Chief Guide of the World.

Veranstaltungen und Zentren

1977 Nur zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fand 1920 in London das erste Weltpfadfindertreffen statt. An diesem Jamboree nahmen etwa 8.000 Pfadfinder aus 27 Ländern teil. Sie ernannten Baden-Powell spontan zum Chief Scout of the World. Seitdem werden in der Regel im Vier-Jahres-Rhythmus Welt-Jamborees abgehalten. Weitere wichtige Jamborees waren das 1947 nach der durch den Zweiten Weltkrieg erzwungenen Pause abgehaltene Jamboree de la Paix in Frankreich und das Jubilee Jamboree 1957 in England zum fünfzigsten Jubiläum der Pfadfinderbewegung und hundertsten Geburtstag von Baden-Powell. 1979 fiel das Welt-Jamboree wegen der islamischen Revolution im Iran erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Stattdessen wurde ein World Jamboree Year durchgeführt. Beim Welt-Jamboree 1983 in Kanada durften erstmals Mädchen aus koedukativen WOSM-Mitgliedsverbänden teilnehmen. 1931 fand in Kandersteg das erste World Scout Moot für Rover statt, ein Treffen der älteren Pfadfinder. 1939 trafen sich in Ungarn 4.000 Pfadfinderinnen zum ersten Weltlager der Pfadfinderinnen Pax Ting. Seit den 1960er Jahren führt WAGGGS keine Weltlager mehr durch. Neben die Jamborees und die World Scout Moots traten in der zweiten Hälfte zwei jährlich abgehaltene internationale Veranstaltungen, an denen Gruppen von ihrem Heimatort aus teilnehmen können: 1958 das Jamboree-on-the-Air, bei dem über Funk kommuniziert wird, und 1997 das Jamboree On The Internet. Parallel zum Aufbau dieses Netzwerks von Veranstaltungen entstanden zahlreiche Pfadfinderzentren, von denen die wichtigsten von den Weltverbänden betrieben werden. Zu ihnen zählt auch der oben schon erwähnte Gilwell Park, obwohl er heute dem britischen Pfadfinderverband gehört. Im schweizerischen Kandersteg wurde 1923 das International Scout Chalet als Weltzentrum von WOSM gegründet (heute: Kandersteg International Scout Center). WAGGGS eröffnete 1932 mit Our Chalet in Adelboden in der Schweiz sein erstes Weltzentrum, 1939 folgte Our Ark in London (1963 in Olave House umbenannt, 1990 aufgegeben). Dazu kamen 1957 Our Cabaña in Morelos in Mexiko, 1966 Sangam in Pune in Indien und 1990 Pax Lodge in London (als Ersatz für Olave House).

Modernisierung und Abspaltungen

Bereits in der Gründungsphase der Pfadfinderbewegung entstanden in vielen Ländern verschiedene konkurrierende Pfadfinderverbände, die aber in der Regel keinen längeren Bestand hatten oder in Dachverbänden zusammengefasst wurden. Außerhalb Deutschlands kam es erst ab den 1960er Jahren zu einer erneuten und sich verstärkenden Aufsplitterung in verschiedene Pfadfinderverbände, die aber nur einen geringen Anteil an der Gesamtzahl aller Pfadfinder ausmachen. Hauptgrund für diese Entwicklung waren die Modernisierungsbestrebungen der großen Verbände, die von Einzelnen als Aufgabe des ursprünglichen Pfadfindertums nach Baden-Powell wahrgenommen wurden. Aus diesen Gegenbewegungen entstanden zwei kleine internationale Dachverbände. 1978 wurde die Union Internationale des Guides et Scouts d’Europe gegründet, die insbesondere die religiöse Bindung und Ausrichtung der Pfadfindergruppen fördert. 1996 entstand die World Federation of Independent Scouts, deren Ziel es ist, Pfadfinderverbänden, die nicht Mitglied von WOSM oder WAGGGS sind, ein internationales Dach zu bieten. Die Reaktionen auf diese Abspaltungen fallen sehr unterschiedlich aus, auf nationaler Ebene reichen sie vom Ignorieren der Gruppen über die Zusammenarbeit mit ihnen bis hin zu Gerichtsverfahren um den in einigen Ländern als Marke geschützten Begriff Pfadfinder. WOSM akzeptiert diese Gruppen in der Regel als Pfadfinder, bedauert aber ihre Nichtmitgliedschaft im Weltverband.

Pfadfinder in totalitären Staaten: Zwischen Verbot und Kollaboration

In der Vergangenheit wurden wiederholt in totalitären Staaten die Pfadfinderverbände verboten, in die staatlichen Jugendorganisationen eingegliedert oder unter staatliche Kontrolle gestellt. Da in den zwei letzten Fällen in der Regel die politische Unabhängigkeit des betroffenen Verbandes eingeschränkt wurde, suspendierten die Weltverbände die Mitgliedschaft der betroffenen Verbände oder schlossen sie ganz aus. Die Begründung für die Verbote oder die staatlichen Kontrollmaßnahmen fielen in Abhängigkeit vom politischen System des jeweiligen Staates sehr unterschiedlich aus. In sozialistischen Staaten wurde der Pfadfinderbewegung vorgeworfen, sie sei eine bürgerliche reaktionäre Bewegung, während in durch den Faschismus geprägten Staaten argumentiert wurde, durch ihre Internationalität sei die Pfadfinderbewegung sozialistisch geprägt. Insbesondere die aus den sozialistischen Staaten geflüchteten Pfadfinder gründeten Exilverbände, die zum Teil noch heute existieren. Zum Teil sind diese Gruppen an die jeweiligen Nationalverbände angeschlossen worden, teilweise sind sie selbständig geblieben. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde 1990 von WOSM ein Informationsbüro in Moskau gegründet. In allen ehemals sozialistischen Staaten entstanden daraufhin Pfadfindergruppen, die oft an die Traditionen aus der Zeit vor ihrem Verbot anknüpften. Häufig wurde dieser Neuaufbau von den Exilgruppen unterstützt. Unter staatliche Kontrolle gestellt wurden kurz nach dem zweiten Weltkrieg beispielsweise die polnischen, ungarischen und jugoslawischen Verbände, die daraufhin ihr Erziehungssystem an staatlichen Vorgaben orientieren mussten. Sie wurden deshalb aus WOSM ausgeschlossen. In Polen und Ungarn entstanden im jetzt staatlichen Pfadfinderverband parallele Untergrundstrukturen, die weiterhin nach der ursprünglichen Pfadfindermethode arbeiteten.

Geschichte der Pfadfinderbewegung im deutschsprachigen Raum

siehe: Hauptartikel Deutschsprachige Pfadfindergeschichte Die Pfadfinderbewegung erreichte bereits kurz nach ihrer Gründung in England im Jahre 1907 durch Baden-Powell den deutschsprachigen Raum. In fast allen deutschsprachigen Ländern entstanden noch vor dem Ersten Weltkrieg Pfadfindergruppen, die sich in unterschiedlichen, häufig nach Geschlechtern und Konfessionen getrennten Verbänden zusammenschlossen. Während sich in fast allen Ländern die Pfadfinderverbände bis zum Zweiten Weltkrieg gleichmäßig auf der Grundlage von Scouting for Boys und eng an das englisch Ausbildungssystem angelehnt weiterentwickelten, schlug das deutsche Pfadfindertum (und in geringerem Umfang auch das österreichische) durch den Kontakt mit der Wandervogel-Bewegung einen Sonderweg ein: Die Pfadfinderbünde wurden Teil der Jugendbewegung, sie verschmolzen die Formen des englischen Scoutismus mit denen des Wandervogels. Dies hatte zur Folge, dass sich innerhalb der Bünde unterschiedliche Erneuerungsbewegungen entwickelten, die zur Abspaltung und Vereinigung verschiedenster kleinerer und größerer Bünde führten. Die so genannte Bündische Jugend mit einer Vielzahl von Pfadfinder-, Wandervogel- und Jungenschafts-Bünden entstand. Nach der so genannten Machtergreifung wurden 1933 und 1934 in Deutschland die interkonfessionellen Pfadfinderverbände aufgelöst und ihre Mitglieder in die Hitler-Jugend überführt. Die konfessionellen Verbände konnten sich unter starker Einschränkung ihrer Arbeit etwas länger halten, wurden aber bis spätestens 1938 ebenfalls von der Gestapo verboten. Während des Zweiten Weltkriegs ereilte das gleiche Schicksal die Pfadfinderverbände in den vom Deutschen Reich besetzten Ländern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in allen Ländern die Pfadfinderverbände wieder aufgebaut. Nur in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. später der DDR blieb die Pfadfinderarbeit weiterhin verboten, der einzige erlaubte Jugendverband war die FDJ, deren Kinderorganisation, die Pionierorganisation Ernst Thälmann, der Pfadfinderbewegung nachempfunden war. Fast immer schlossen sich die Pfadfinderverbände zu Dachverbänden oder Gesamtorganisationen zusammen, um allen Pfadfinderinnen und Pfadfindern die Mitgliedschaft in den Weltverbänden WOSM und WAGGGS zu ermöglichen. Dennoch setzte in der Bundesrepublik Deutschland nach der erste Aufbauphase wieder eine zunehmende Zersplitterung der Pfadfinderbewegung ein, zuerst erneut am Konflikt scoutistisch - bündisch festzumachen, später verstärkt in der Auseinandersetzung zwischen traditionellen und progressiven Pfadfindern, da sich viele Verbände angeregt durch den gesellschaftlich Wertewandel gegen Ende der 1960er Jahre auch politisch engagieren. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts öffneten sich die meisten Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände für das jeweils andere Geschlecht oder fusionierten mit ähnlich ausgerichteten Gruppen zu koedukativen Verbänden. Nach der politischen Wende in der DDR wurden dort ab 1990 auch Pfadfindergruppen aufgebaut. Zu großen Teilen wurden sie von den westdeutschen Verbänden angeregt oder orientierten sich an ihnen. Die meisten neuen Gruppen schlossen sich diesen auch sehr bald an, in einigen Gebieten entstanden aber auch eigenständige Verbände. Insgesamt ist die Anzahl und Größe der Pfadfindergruppen im Osten Deutschlands bis heute deutlich geringer als in vergleichbaren westdeutschen Gebieten.

Strukturen und Organisationen der Pfadfinderbewegung

Weltweite Strukturen

1990 Innerhalb der Weltpfadfinderbewegung gibt es zwei getrennte große Weltverbände: die World Organization of the Scout Movement (WOSM; etwa 28 Millionen Mitglieder in 153 Ländern), die ursprünglich nur die männlichen Pfadfinder aufnahm, sich seit etwa 1990 aber als koedukativer Verband versteht, und die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS; etwa 10 Millionen Mitglieder in 144 Ländern) für die weiblichen Pfadfinderinnen, wobei in Einzelfällen auch Jungen und Männer aufgenommen werden. Beide Weltverbände nehmen jeweils nur ein nationales Mitglied auf; deshalb sind aus Staaten mit mehreren Pfadfinderverbänden häufig Dachverbände Mitglied bei WOSM und WAGGGS. Koedukative Verbände meldeten vor 1990 meist die männlichen Mitglieder bei WOSM und die weiblichen bei WAGGGS an, heute wird diese Verfahrensweise von WOSM nicht mehr akzeptiert, eine auf beide Organisationen aufgeteilte Mitgliedermeldung wird bei der Neuaufnahme von Mitgliedsverbänden abgelehnt. WOSM und WAGGGS kooperieren in vielen Arbeitsfeldern, setzen aber wegen der Unterschiede bei den Mitgliedsorganisationen, insbesondere wegen der unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder unterschiedliche Schwerpunkte. Während WOSM sich als globale Erziehungsbewegung versteht, legt WAGGGS großes Gewicht auf die rechtliche und reale Gleichstellung von Frauen und Mädchen und sieht sich vor allem als Emanzipationsbewegung. Diese unterschiedlichen Ausrichtungen wirken sich auch auf die Arbeitsformen der Weltverbände aus. So führt WAGGGS beispielsweise keine Weltlager mehr durch, die internationale Arbeit konzentriert sich stärker auf Schulungen und Seminare in den vier Weltzentren und den Thinking Day. Die zwei großen Weltverbände gliedern sich in Regionen, die meist den Kontinenten entsprechen. Diese führen eigene Veranstaltungen durch. Innerhalb von WOSM und WAGGGS gibt es Arbeitsgemeinschaften von Pfadfinderverbänden, die ähnliche gelagerte Arbeit leisten oder mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Ein Schwerpunkt dieser Kooperationen liegt im religiösen Bereich. Neben den zwei großen Weltverbänden WOSM und WAGGGS existieren mit der World Federation of Independent Scouts (WFIS; etwa 35.000 Mitglieder in 40 Ländern) und der Union Internationale des Guides et Scouts d’Europe (UIGSE; etwa 70.000 Mitglieder in 20 Ländern) zwei kleine unabhängige Verbände, die ihren Mitgliedsverbänden die Teilhabe an der internationalen Gemeinschaft der Pfadfinder ermöglichen.

Nationale Pfadfinderverbände

Für die nationalen Zusammenschlüsse der Pfadfinder gibt es weltweit zwei Grundmodelle. Insbesondere im angelsächsischen Raum verbreitet ist der Typus des großen Pfadfinderverbandes, zu dem nahezu alle Pfadfindergruppen des Landes gehören. In diesen können die einzelnen Ortsgruppen dann entscheiden, ob sie sich schwerpunktmäßig auf Kinder und Jugendliche einer Religion konzentrieren oder ob sie offen für alle sind. In Kontinentaleuropa und den frankophonen Ländern orientieren sich dagegen Pfadfinderverbände häufig an den einzelnen Konfessionen und Religionen; in der Regel schließen sich diese konfessionellen Verbände dann wie in Deutschland und Frankreich zu nationalen Dachverbänden zusammen, über die die Mitgliedschaft bei WOSM und WAGGGS organisiert ist.

Altersstufen und Arbeitsformen

Um eine altersgerechte Arbeit zu gewährleisten, teilen nahezu alle Pfadfinderverbände ihre Mitglieder in verschiedene Altersstufen mit jeweils eigenen Schwerpunkten ein. Die Bezeichnungen für die Altersstufen variieren dabei von Verband zu Verband, oft werden auch nicht alle Stufen angeboten. Die Übergänge zwischen den einzelnen Stufen sind häufig fließend, sie hängen auch von der Reife des Betroffenen ab. Die gebräuchlichsten Bezeichnungen sind: Details zur Einteilung der Alterstufen innerhalb eines Verbandes finden sich in der Regel im jeweiligen Artikel. Weiterhin gibt es in einigen Verbänden noch eine Biberstufe, die vor den Wölflingen kommt. Während jedoch auch schon mit den Wölflingen pfadfinderisch gearbeitet wird, handelt es sich dabei jedoch um eine reine Spielgruppe. Eigenständige Leiter- und Erwachsenen-Stufen finden sich nur bei einem kleinen Teil der Pfadfinderverbände, sehr häufig verlassen Erwachsene ohne Leitungsaufgabe die Verbände und schließen sich einer Altpfadfinder-Gilde an. Eine besondere Form der Erwachsenenarbeit ist die in Deutschland in einigen evangelischen Verbänden geübte Kreuzpfadfinderarbeit. Neben den „klassischen“ Pfadfindergruppen gibt es in vielen Ländern besondere Arbeitsbereiche, wie beispielsweise Seepfadfinder oder Luftpfadfinder. Die Arbeitsform Pfadfinder Trotz Allem (PTA) (in Österreich: Pfadfinder wie Alle (PWA)) richtet sich an Menschen mit verschiedenen Behinderungsformen.

Pfadfinderverbände im deutschsprachigen Raum

Die unten aufgeführten Pfadfinderverbände im deutschsprachigen Raum gliedern sich unterhalb der nationalen Ebene in Abhängigkeit von der Verbands- und Landesgröße in überregionale und regionale Zusammenschlüsse (beispielsweise: Diözesanverbände, Landesmarken, Gaue, Bezirke, Regionen, Kantonalverbände), die sich aus den einzelnen Stämmen (Ortsgruppen; in Österreich und der Schweiz: Abteilungen) zusammensetzen. Diese wiederum umfassen meistens alle Meuten (Wölflingsgruppen), Sippen (in Österreich und der Schweiz: Patrouillen) und Roverrunden eines Ortes oder Stadtteils.

Deutschland

In Deutschland haben sich die vier größten Verbände zum Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände und zum Ring deutscher Pfadfinderverbände zusammengeschlossen. Beide Ringe umfassen je einen evangelischen, einen katholischen und einen interkonfessionellen Pfadfinderverband. Dem weiblichen Ring gehören die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG), der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) an, dem männlichen Ring gehören die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der VCP und der BdP an. Der Ring deutscher Pfadfinderverbände ist seit 1950 Mitglied von WOSM, der Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände wurde im gleichen Jahr von WAGGGS aufgenommen. Trotz der traditionellen Unterteilung in "weibliche" und "männliche" Verbände hat das koedukative System (Mädchen und Jungs sind gemeinsam in Gruppen) in fast allen o.g. Verbänden durchgesetzt. Neben den vier so genannten Ringverbänden gibt es mehr als 130 weitere Pfadfinderbünde in Deutschland. Zu den größten unter ihnen zählen der Deutsche Pfadfinderverband (DPV; ein Dachverband verschiedener interkonfessioneller Bünde), die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD), die Christlichen Pfadfinder Royal Rangers (RR), die Christlichen Pfadfinder der Adventjugend (CPA) und der Deutsche Pfadfinderbund (DPB). Kurzdarstellungen von momentan 136 deutschen Bünden (Stand 02/2005) bietet der [http://pfadfinder-treffpunkt.de Pfadfinder-Treffpunkt]. Die Mitgliederzahlen der großen deutschen Pfadfinderverbände liegen nach deren eigenen Angaben ungefähr bei den in der folgenden Tabelle dargestellten Werten. Diese Zahlen gelten innerhalb der deutschen Pfadfinderbewegung als sehr umstritten, da von den einzelnen Verbänden unterschiedliche Zählweisen und Mitgliedschaftskriterien angewendet werden. Insgesamt gibt es mehr als 250.000 Pfadfinder in Deutschland, da in obiger Tabelle viele kleine Verbände fehlen. Das Größenspektrum reicht von den 100.000 der DPSG bis zu den so genannten VW-Bus-Bünden, die in besagten passen sollen. Nahezu alle deutschen Pfadfindergruppen sind in den alten Bundesländern angesiedelt, der Anteil der ostdeutschen Pfadfinder an der Gesamtzahl macht weniger als 5% aus.

Liechtenstein

Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Liechtensteins (PPL) haben etwa 700 Mitglieder und sind der nationale Mitgliedsverband von WOSM und WAGGGS. Die PPL sind in zehn Abteilungen (Ortsgruppen) gegliedert.

Luxemburg

Die luxemburgische Pfadfinderbewegung wird durch zwei Dachverbände in den Weltorganisationen vertreten. WAGGGS-Mitglied ist das Bureau de Liaison des Associations Guides du Luxembourg, dem die laïzistische Association des Girl Guides Luxembourgeoises (AGGL) und die katholischen Lëtzebuerger Guiden a Scouten (LGS) angeschlossen sind. Die Luxembourg Boy Scout Association vertritt die laïzistische Fédération Nationale des Eclaireurs et Eclaireuses du Luxembourg (FNEL) und die katholischen LGS bei WOSM. Zusammengenommen haben alle drei Verbände etwa 7.500 Mitglieder.

Österreich

Der in Österreich von WAGGGS und WOSM anerkannte Verband heißt Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ). Er hat circa 85.000 Mitglieder (Stand 2004). Die PPÖ gliedern sich in verschiedene Landesverbände, diese wiederum in Bezirke, denen die einzelnen Gruppen angehören. Neben den PPÖ existiert mit dem Österreichischen Pfadfinderbund (ÖPB) ein zweiter landesweiter Pfadfinderverband mit etwa 3.000 Mitgliedern. Der ÖPB und die PPÖ haben 1995 einen Kooperationsvertrag vereinbart. Daneben gibt es noch kleinere Pfadfinderverbände, zu denen die „Katholische Pfadfinderschaft Europas-Österreich“, die „Royal Rangers“, die CPA und die „AP-Scouts“ gehören. Außerdem existiert noch die Pfadfindergilde, der die Altpfadfinder angehören.

Schweiz

Der Verband der Pfadfinder und Pfadfinderinnen in der Schweiz heißt Pfadibewegung Schweiz (PBS). Sie ist Mitglied von WOSM und WAGGGS. Die PBS gliedert sich in 23 Kantonalverbände. Diese sind jeweils wieder in Bezirke, Korps oder Regionen aufgeteilt, welche dann wiederum die rund 700 Abteilungen unter sich vereinen. Momentan hat die PBS rund 50.000 Mitglieder (Stand 2005) und ist somit die größte Jugendorganisation der Schweiz. Neben der PBS gibt es noch einige kleinere Gruppierungen. Zu ihnen gehören die „Schweizerische Pfadfinderschaft Europas/Scoutisme Européen Suisse“, „Feuerkreis Niklaus von Flüe“ und weitere. Außerdem unterhalten einige ausländische Verbände wie die Boy Scouts of America und verschiedene skandinavische Verbände eigene Gruppen in der Schweiz.

Südtirol (Italien)

In Südtirol existiert mit der Südtiroler Pfadfinderschaft ein deutschsprachiger Pfadfinderverband mit einigen hundert Mitgliedern, der sich in seiner Arbeit an der DPSG orientiert. Er ist über die Associazione Guide e Scout Cattolici Italiani (AGESCI) Mitglied der Federazione Italiana dello Scautismo (FIS) und damit von WOSM und WAGGGS. Zusätzlich unterhalten auch AGESCI und der zweite Mitgliedsverband der FIS, das Corpo Nazionale Giovani Esploratori ed Esploratrici Italiani (CNGEI), eigene italienischsprachige Gruppen in Südtirol.

Besondere Einflüsse in Deutschland

DPSG Zwischen 1918 und 1933 wurden die Pfadfinder in Deutschland stark von der Jugendbewegung und damit von den Ideen der Wandervogel-Bewegung und der Bündischen Jugend beeinflusst. Diese Einflüsse wirken heute in der deutschen Pfadfinderbewegung fort. Vor allem darin unterscheiden sich die heutigen deutschen Pfadfinder von den Pfadfinderverbänden anderer Länder. Aber auch innerhalb der deutschen Pfadfinderbewegung gibt es Unterschiede, wie stark und auf welche Weise die einzelnen Gruppen immer noch durch die Jugendbewegung beeinflusst sind. Traditionen und Formen, die aus der internationalen Pfadfinderbewegung stammen, sind unter anderem:
- das Motto Allzeit bereit und der Pfadfindergruß Gut Pfad,
- das Pfadfindergesetz und das Pfadfinderversprechen,
- der Pfadfindergruß mit der linken Hand,
- die Pfadfinderkluft (oder auch Pfadfindertracht),
- das Truppprinzip, bei dem in einem Trupp nur Gruppen der gleichen Altersstufe zusammengeschlossen sind,
- die Leitung der Gruppen hauptsächlich durch Erwachsene, bei der Jugendliche lediglich Kleingruppen teilautonom führen können, die Verantwortung für die Gruppen aber immer bei erwachsenen Leitern liegt. Aus der deutschen Jugendbewegung kommen zum Beispiel:
- die Verwendung von Kohten und Jurten,
- die Juja - Jungenschaftsjacke
- eine spezifische Singkultur mit einem charakteristischen Liedgut,
- das Auf-Fahrt-Gehen,
- das Stammesprinzip, bei dem Gruppen aller Alterstufen eines Ortes in einem Stamm (statt ursprünglich "Trupp") zusammengeschlossen sind,
- die Verstärkung des Prinzips „Jugend führt Jugend“ durch eine weitgehende Autonomie der Kleingruppe Sippe (statt ursprünglich "Patrouille"), Insgesamt hat sich dadurch in der deutschen Pfadfinderbewegung ein stärkerer Bezug auf Arbeit in der Natur und Abenteuer als in anderen Ländern erhalten.

Literatur


- Robert Baden-Powell: Pfadfinder. Georgs-Verlag, Neuss 1996 ISBN 3-927349-41-0 -- Die Deutsche Übersetzung von Scouting for Boys
- Hans E. Gerr: Pfadfinden: Erziehungsziele, pädagogische Grundsätze und bedürfnisorientierte Arbeit in den Altersstufen. Deutscher Spurbuchverlag, Baunach 1998 ISBN 3-88778-222-4
- Hans E. Gerr: Pfadfindererziehung: Baden-Powells Entwurf einer Erziehung durch Scouting. Deutscher Spurbuchverlag, Baunach 1983 ISBN 3-88778-150-3
- Hans E. Gerr: Die Pfadfindermethode: zur Aktualität pfadfinderischer Erziehungsgrundsätze. Deutscher Spurbuchverlag, Baunach 2000 ISBN 3-88778-246-1
- Alexander Lion: Das Pfadfinderbuch. Reprint. Deutscher Spurbuchverlag, Baunach 1987 ISBN 3-88778-164-3
- Laszlo Nagy: 250 Millionen Pfadfinder – rund um die Welt. Panorama-Verlag, Altstätten (Schweiz) 1984 ISBN 3-907506-42-1
- Thomas Römer, Hubert Röser (Hrsg.): Pfadfinder-Lexikon. Georgs-Verlag, Neuss 1999 ISBN 3-927349-52-6
- World Organization of the Scout Movement (Hrsg.): Die Grundlagen der Pfadfinderbewegung. Georgs-Verlag, Neuss 1997 ISBN 3-927349-44-5

Weblinks


- [http://www.scout-o-wiki.de Scout-o-Wiki] – Wiki zu pfadfinderischen Themen Weltpfadfinderbewegung
- [http://www.scout.org World Organization of the Scout Movement] (englisch)
- [http://www.wagggs.org World Association of Girl Guides and Girl Scouts] (englisch)
- [http://www.wfis.de World Federation of independent scouts] (englisch) Pfadfindermethode
- [http://www.scoutnet.de/rdp/grundlagen Grundlagen der Pfadfinderbewegung] Geschichte der Weltpfadfinderbewegung
- [http://www.scout.org/wsrc/fs/miles_e.shtml WOSM – Meilensteine der Pfadfinderbewegung] (englisch)
- [http://www.wagggs.org/about/quiz/history.html WAGGGS – Wie alles begann] (englisch)
- [http://www.pinetreeweb.com/home-german.htm Pinetreeweb] – Pfadfindergeschichte mit Schwerpunkt Baden-Powell; teilweise auf Deutsch Pfadfinderportale und große Verbände im deutschsprachigen Raum Deutschland
- [http://www.pfadfinder-treffpunkt.de Pfadfinder-Treffpunkt] – überverbandliches Pfadfinderportal mit sehr umfangreichem Verzeichnis deutscher und internationaler Verbände
- [http://www.scoutnet.de scoutnet.de] – Pfadfinderportal der Ringverbände (RdP/RDP) Luxemburg
- [http://www.scout.lu Le scoutisme et guidisme au Luxembourg] Österreich
- [http://www.ppoe.at Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs]
- [http://www.pfadfinderbund.at Österreichischer Pfadfinderbund] Schweiz
- [http://www2.pbs.ch/de Pfadibewegung Schweiz]
- [http://www.scoutarea.com Das Schweizer Pfadi-Kommunikationsportal] !Pfadfinder ja:ボーイスカウト ms:Pengakap zh-min-nan:Scouting

Schottland

Schottland (Gälisch: Alba, lat.-kelt.: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil auf Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden.

Geografie

Schottland bildet den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel der Fläche. Schottland teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Grossbritanniens) ist der Ben Nevis, bei Fort William. Er gehört zu den Munros. Die südlich gelegenen Lowlands sind aufgrund des leichteren Zugangs zu diesen Regionen stärker von England geprägt. So ergaben sich die kulturellen Unterschiede in den beiden Gebieten. Die bevölkerungsreichste Gegend ist der sogenannte Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.

Bevölkerung

Die Schotten stammen ethnisch von den Angelsachsen, Kelten und Skandinaviern ab, haben zum Teil aber auch irische Einflüsse. Die meisten sprechen Englisch oder Lowland Scots, auch als 'Lallans', d.h. 'Lowlands' bekannt. Eine Minderheit, größtenteils vertreten auf den westlichen Inseln, spricht noch schottisches Gälisch. Vor der Vereinigung mit England im Jahr 1707 wurde Lowland Scots in den Gerichten und im schottischen Parlament gesprochen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Schottlands
- seit ca. 10.000 v. Chr. erste Zuwanderung über die Landbrücke, welche bis etwa 4.000 v.Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verbindet und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwindet. Die frühesten Einwohner sind mesolitische Jäger und Fischer bzw. ab etwa 4.500 v.Chr. einwandernde neolitische Bauern.
- 6.000 v. Chr. Früheste archäologische Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten.
- 82-208 n. Chr. Die Römer marschieren mehrmals in die Region ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft aufrichten. Der Hadrianswall wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut und wird zur endgültigen Nordgrenze von Römisch-Britannien.
- 503 Die Skoten, Kelten aus Irland, landen an der Westküste Schottlands.
- 843 Kenneth Mac Alpin vereint die Skoten und Pikten als eine Nation. Diese keltische Monarchie dauert bis zum Ende der Regentschaft von Macbeth im Jahre 1057.
- 1057 Malcolm III. tötet Macbeth und wird König. Unter seiner Herrschaft wird der englische Einfluss stark.
- 1296 Annexion Schottlands durch den englischen König Edward I.
- 1314 Schlacht von Bannockburn: Die Schotten unter Robert the Bruce schlagen die Engländer, angeführt von Edward II.
- 1320 Die Declaration of Arbroath wird aufgesetzt. Sie soll den Papst dazu bringen, die schottische Unabhängigkeit von England anzuerkennen. Der Papst akzeptiert die Erklärung.
- 1603 James VI. von Schottland, Sohn Maria Stuarts, wird König James I. von England. So werden die beiden Kronen vereinigt. Schottland und England bleiben separate Königreiche unter einem Monarchen.
- 1692 Beim Massaker von Glencoe werden 38 Mitglieder des MacDonald Clan auf Anordnung der englischen Regierung in einer Strafaktion ermordet. Dieses Ereignis hat sich tief in das schottische Nationalbewusstsein eingebrannt.
- 1707 Act of Union: Schottland wird formal mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Schottland löst sein Parlament auf und schickt Abgeordnete ins Parlament von Westminster.
- 1746 Schlacht bei Culloden: Der von Prinz Charles Edward Stuart ("Bonnie Prince Charlie") angeführte letzte schottische Aufstand wird blutig niedergeschlagen.
- ab 1780 Highland Clearances: Beginn der Vertreibung von Kleinbauern ("Crofters") um Platz für Schafzucht zu schaffen.
- 1820 Die industrielle Revolution erreicht Schottland. Schiffbau, Kohlebergbau, Eisen- und Stahlhütten ersetzen die Textilwirtschaft als Schottlands Hauptindustrie.
- 1975 Das erste Öl wird von der Nordsee an Land gepumpt. Schottland wird ein Erdöl förderndes Land.
- 1997 Die schottische Bevölkerung stimmt mit überwältigender Mehrheit für ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs.
- 1999 Ein neues schottisches Parlament wird gewählt. Es wird in Zukunft über innerschottische Angelegenheiten und Einkommenssteuern entscheiden können. siehe auch: Prinzen von Schottland

Kultur

Der Dudelsack, die Kilts und der Whisky sind die bekanntesten schottischen Kulturgüter, wobei alle drei keinen schottischen Ursprung haben. Der Whisky wurde zuerst von katholischen Mönchen in Irland gebraut und ist dann im Rahmen von Missionierungen in Schottland gelandet. Der Dudelsack kommt aus Kleinasien und der Kilt wurde zuerst in London getragen. Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis, Harris Tweed und das schottische Clansystem sind dagegen schottischem Urpsrung und auch weitläufig bekannt. Das Clansystem, vor allem in den Highlands, stellt eine schottische Besonderheit dar. Ein paar der bekanntesten Clans sind:
- MacGregor
- Stewart
- MacDonald
- MacLeod
- Robertson
- Campbell
- MacKenzie Regelmäßig finden die so genannten "highland games" (Hochlandspiele) statt. Es gibt keine offizielle Nationalhymmmne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland der schottischen Band The Corries zu hören.
- Siehe auch: Schottische Literatur

Religion

siehe auch:
- Free Church of Scotland
- Freie Presbyterianische Kirche Schottlands
- Scottish Episcopal Church

Schulsystem

siehe Schulsystem in Großbritannien

Wirtschaft

Schottland ist neben Irland das Zentrum der Whisky-Industrie. Die zweite dort gewonnene Flüssigkeit ist das Nordsee-Öl; das Zentrum der Erdölförderung ist Aberdeen. Hier hat das Ölgeschäft die Fischerei längst abgelöst. Hauptexportprodukt ist allerdings Computer Software. Als Beispiel ist z.B. Rockstar North zu nennen, welche ihre Büros in Edinburgh haben. Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt - allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank von Schottland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert.

Politik und Verwaltung

Schottland wird von einem "Ersten Minister" (vergleichbar einem deutschen Ministerpräsidenten) regiert. Seinen Amtssitz hat er in Edinburgh, wo auch das schottische Parlament seinen Sitz hat. Siehe auch:
- Verwaltungsgliederung Schottlands
- Traditionelle Grafschaften Schottlands

Literatur


- Markus Hilpert/Bernhard Kräußlich (Hrsg.), Schottland : eine sozial- und wirtschaftsgeografische Exkursion, Augsburg 2004, 252 S., ISBN 3-923273-55-X

Weblinks


- [http://www.visitscotland.com/ visitscotland] -- Offizielle Seite des "Scottish Tourist Board"
- [http://www.schottlandportal.de/ Das Schottlandportal] -- Allgemeine und spezielle Infos rund um Schottland
- [http://www.al2.ch/boeby/scot/ Eine Schottlandreise] -- Private Seite zur Reise durch Schottland mit dem Auto mit Bildern und Karte
- [http://www.schottlandgeschichte.de/ Schottlandgeschichte.de] -- Umfangreiche Zeittafel zur Geschichte sowie Informationen zum Land, zum Clan MacLeod und zum Whisky
- [http://www.scottishmusiccentre.com/ Musik in Schottland]
- [http://www.hebriden-online.de Schottische Hebriden]
- [http://www.scottishsundials.co.uk Schottische Sonnenuhren]
- [http://www.undiscoveredscotland.co.uk/ Undiscoveredscotland] -- Sehr umfangreiche Reiseseite über Schottland (engl.)
- [http://www.scottishdevelopmentinternational.com/ scottishdevelopmentinternational] -- Offizielle Seite der Wirtschaftsförderung als:Schottland ja:スコットランド ko:스코틀랜드 ms:Scotland simple:Scotland

WOSM

Die World Organization of the Scout Movement (WOSM) ist eine Weltpfadfinderorganisation, der momentan etwa 28 Millionen Pfadfinder in 153 Ländern angehören. Damit ist die WOSM die größte Kinder- und Jugendorganisation der Welt. WOSM ging aus dem 1920 gegründeten Boy Scouts International Bureau hervor. Die Weltbundlilie ist das gemeinsame Zeichen aller Pfadfinder, deren Verbände der WOSM angehören. Das sie umgebenden Seil mit dem Weberknoten symbolisiert den Zusammenhalt aller Pfadfinder rings um den Erdball. Mitgliedsverbände im deutschsprachigen Raum sind:
- in Deutschland der Ring deutscher Pfadfinderverbände aus :
- Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder :
- Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg :
- Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
- in Liechtenstein die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Liechtensteins
- im Großherzogtum Luxemburg die Luxembourg Boy Scout Association aus :
- Fédération Nationale des Eclaireurs et Eclaireuses du Luxembourg (FNEL) :
- Letzeburger Guiden a Scouten (LGS)
- in Österreich die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs
- in der Schweiz die Pfadibewegung Schweiz
- im Südtirol (Italien) die Federazione Italiana dello Scautismo aus :
- Associazione Guide e Scouts Cattolici Italiani mit der ::
- Südtiroler Pfadfinderschaft :
- Corpo Nazionale Giovani Esploratori ed Esploratrici Italiania Siehe auch: World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS)

Weblinks


- [http://www.scout.org scout.org - World Organization of the Scout Movement] Kategorie:Pfadfinder ja:世界スカウト機構

1961

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Internationales Jahr der Gesundheit und medizinischen Forschung

Politik


- 1. Januar: Friedrich Traugott Wahlen wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar Der Hamburger Senat wählt aus seiner Mitte den bisherigen Finanzsenator Paul Nevermann (SPD) zum neuen Ersten Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Max Brauer, der am Tag zuvor zurückgetreten war
- 3. Januar: Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA
- 19. Januar: Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy
- 6. Februar: Zypern wird Mitglied in der UNESCO
- 15. März: Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd kündigt den Austritt Südafrikas aus dem Commonwealth an. Der Austritt erfolgt am 31. Mai
- 18. März: Franz Josef Strauß wird neuer Vorsitzender der CSU
- 17. April: Von den USA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht (Kuba)
- 18. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Afghanistan. In Kraft seit dem 14. Juni 1963
- 27. April: Sierra Leone wird unabhängig
- 27. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Niederlande. In Kraft seit dem 21. April 1962
- 30. Mai: Dominikanische Republik. Tod des Diktators Trujillo
- 31. Mai: Südafrika (vorher Südafrikanische Union) wird zur Republik, Staatsoberhaupt (vorher Queen Elizabeth II) wird als Präsident Charles Robert Swarts
- 3. Juni: Gipfeltreffen Kennedy und Chruschtschow in Wien
- 12. Juni: Aktivisten des Befreiungsausschuss Südtirol sprengen in Bozen Strommasten. Ihr Ziel ist die Autonomie Südtirols
- 19. Juni: Kuwait wird unabhängig
- 20. Juli: Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga
- 13. August: Baubeginn der Berliner Mauer
- 27. August: Vertrag über die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden
- 11. September: Es beginnt der bewaffnete Aufstand in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer
- 17. September: Bei der Bundestagswahl 1961 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit
- 18. September: Der amtierende UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant
- 27. September: Sierra Leone wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 28. September: die Vereinigte Arabische Republik zwischen Ägypten und Syrien löst sich nach Austritt Syriens auf
- 1. Oktober: Unabhängigkeit von Westkamerun und Vereinigung mit Ostkamerun
- 3. Oktober: Irland wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: Mauretanien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Mongolei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Syrien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- 30. Oktober: Auf der russischen Insel Nowaja Semlja wird die Zar-Bombe gezündet, die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe
- 9. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Pakistan. In Kraft seit dem 30. Dezember 1962
- 12. November: Stalingrad wird in Wolgograd umbenannt
- 3. Dezember: Albanien bricht die Beziehungen zur Sowjetunion ab
- 9. Dezember: Sansibar und Tanganyika schließen sich zu Tansania zusammen
- 14. Dezember: Vereinigte Republik Tansania wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Gründung von Umkhonto We Sizwe, dem militanten Arm des African National Congress, der sich gegen die Apartheid in Südafrika einsetzte
- 18. Dezember: Indien besetzt die letzten portugiesischen Kolonialgebiete aus seinem Territorium
- 20. Dezember: Dominikanische Republik. Erste freie Wahlen

Wissenschaft und Technik


- 12. April: Der erste bemannte Weltraumflug der Geschichte startet: Die Raumkapsel Wostok mit dem Kosmonauten Juri Gagarin an Bord
- Nach Tausenden bekannten Fällen von Missbildung Dysmelie wird das 1957 von einer Stolberger Firma auf den Markt gebrachte Contergan vom Markt genommen
- 5. Mai: Als 1. Amerikaner fliegt Alan Shepard ins All

Kultur


- 20. Mai: Uraufführung der Oper Elegy for Young Lovers von Hans Werner Henze in Schwetzingen
- 8. September: Unternehmen Stardust von Karl-Herbert Scheer erscheint als Nr. 1 der Serie Perry Rhodan
- 25. September: Uraufführung der Oper Alkmene von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin
- 15. Oktober: Uraufführung der Oper Leonce und Lena von Kurt Schwaen an der Deutschen Oper Berlin
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper Das lange Weihnachtsmahl von Paul Hindemith am Nationaltheater in Mannheim
- Max Frisch schreibt das Theaterstück „Andorra“, das allerdings in einem fiktiven, und nicht dem realen Land Andorra spielt. Mehr hierzu siehe Andorra (Drama)
- Exquisite Wein-Ernte in Bordeaux
- Perry Rhodan (heute erfolgreichste Science-Fiction- und Heftroman-Serie der Welt) erscheint zum ersten mal

Umwelt


- 11. September: Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird in der Schweiz gegründet

Katastrophen


- 15. Februar: Brüssel, Belgien. Absturz einer Boeing 707 beim Landeanflug. Alle 72 Personen an Bord starben, ebenso eine Person vom Bodenpersonal
- 11. Juli: Flughafen Stapleton, Denver, Colorado, USA. Eine DC-8 der United Airlines mit 129 Menschen an Bord, hatte ein hydraulisches Problem während des Fluges. Während der Notlandung auf dem Flughafen Stapleton platzten zwei Reifen und das Flugzeug fing an sich zu drehen und fing Feuer. Die Brandbekämpfung und Rettung der Personen wurde von einer unterbesetzten und schlecht ausgestatteten Abteilung des Flughafens begonnen. Auf die Hinzuziehung der Städtischen Feuerwehr oder auf ein Hilfeersuchen an die sich in der Nähe befindliche Basis der U.S. Air Force wurde verzichtet. Sieben Monate vor der Katastrophe hatte ein Inspektor festgestellt, dass die Flughafen-Feuerwehr und die Notfall-Ausrüstung ungenügend war. Insbesondere bemängelte er die unzureichende Wasserkapazität und die fehlende Schaum-Löschanlage. Die städtischen Beamte von Denver lobten trotzdem die Erfolge und Anstrengungen der Flughafen-Feuerwehr. 17 Menschen starben (eine davon vom Bodenpersonal), 84 Menschen kamen mit Verletzungen davon
- 12. Juli: Casablanca, Marokko. Absturz einer tschechischen Ilyushin-18
- 16. Juli: Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines
- 1. September: Eine Lockheed L-049 der TWA stürzte bei Hinsdale, Illinois, USA, ab. 78 der 89 Personen starben dabei
- 10. September: Beim Autorennen,Großer Preis von Monza verunglückt der deutsche Rennfahrer Graf Berghe von Trips tödlich. Auch 16 Zuschauer sterben
- 10. September: Shannon, Irland. Absturz einer DC-6 der President Airlines
- 12. September: Rabat, Marokko. Absturz einer Caravelle der Air France
- 10. September: Flug Düsseldorf: USA, stürzt bei der Zwischenlandung in Irland ab. 83 Tote, davon 65 Deutsche
- 31. Oktober: der Hurrikan Hattie zerstört die Hauptstadt von Belize
- 1. November: Eine Douglas DC-7C der brasilianischen Fluggesellschaft Panair do Brasil stürzte beim Landeanflug auf Recife, Brasilien ab. Alle 45 Personen werden dabei getötet
- 8. November: Richmond, Virginia, USA. Absturz einer Lockheed Constellation der Imperial Airlines
- 30. November: Sydney, Australien. Eine Vickers Viscount der Ansett Australia stürzte aufgrund von starken Turbulenzen bei Sydney ab. Alle 15 Insassen starben

Sonstiges


- 12. Juli: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Nürnberg-Kleinreuth wird gesprengt

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1. Januar: Sven Regener, deutscher Musiker und Schriftsteller
- 1. Januar: Mirwais, französischer Musiker und Musikproduzent
- 1. Januar: Zübeyir Aydar, Vorsitzender des Volkskongresses Kurdistan
- 2. Januar: Ingo Lenßen, Rechtsanwalt und Schauspieler
- 3. Januar: Susanne Riess-Passer, österreichische Politikerin
- 6. Januar: Toru Tanabe, japanischer Opernsänger und Schauspieler
- 7. Januar: Roland Suso Richter, Filmregisseur
- 8. Januar: Calvin Smith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Januar: Julia Louis-Dreyfus, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Januar: Maja Tschiburdanidse, georgische Schachspielerin
- 18. Januar: Mark Messier, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler in der NHL
- 21. Januar: Manfred Müller (Landrat), deutscher Lokalpolitiker im Kreis Paderborn
- 21. Januar: Cornelia Pröll, österreichische Skirennläuferin
- 24. Januar: Karl-Heinz Smuda, deutscher Hörfunkjournalist
- 24. Januar: Guido Buchwald, deutscher Profi-Fußballspieler und Fußballtrainer
- 24. Januar: Christa Kinshofer, deutscher Skirennläuferin
- 24. Januar: Wulf R. Halbach, Medien- und Kommunikationswissenschaftler
- 24. Januar: Nastassja Kinski, deutsche Schauspielerin
- 26. Januar: Wayne Gretzky, kanadischer Eishockeyspieler
- 26. Januar: Benjamín Rausseo, venezolanischer Komiker und Entertainer
- 30. Januar: Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 30. Januar: Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker († 2004)
- 2. Februar: Lauren Lane, Schauspielerin
- 4. Februar: Stewart O'Nan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. Februar: Dietmar Bär, deutscher Schauspieler
- 6. Februar: Malu Dreyer, deutscher Politiker
- 6. Februar: Bernd Dittert, ehemaliger deutscher Bahnradfahrer, Bundestrainer im Bahnradsport
- 8. Februar: Ellen Arnhold, Fernsehmoderatorin der ARD
- 8. Februar: Vince Neil, US-amerikanischer Musiker
- 10. Februar: Eva Pfaff, ehemalige deutsche Tennisspielerin
- 10. Februar: Alexander Payne, US-amerikanischer Filmregisseur
- 11. Februar: Andreas Krautscheid, deutscher Politiker und MdB a.D., Rechtsanwalt
- 17. Februar: Ariane Ehrat, Schweizer Skirennläuferin
- 18. Februar: Armin Laschet, deutscher Europaabgeordneter
- 18. Februar: Hagen Liebing, Musiker und leitender Musikredakteur bei dem Stadtmagazin Tip Berlin
- 19. Februar: Justin Fashanu, britischer Fußballspieler († 1998)
- 20. Februar: Imogen Stubbs, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Andreas Modl, Bundesreferent für das American Karate System im Deutschen Karate Verband
- 21. Februar: Martha Hackett, US-amerikanischer Schauspielerin
- 24. Februar: Erna Solberg, norwegische konservative Politikerin
- 25. Februar: Hermann Gröhe, Mitherausgeber Chrismon
- 28. Februar: Mark Latham, australischer Politiker und Vorsitzender der Australian Labor Party
- 28. Februar: Klaus-Peter Willsch, deutscher Politiker und MdB
- 1. März: Albert Mülleder, österreichischer Domkapellmeister zu Wiener Neustadt († 1999)
- 2. März: Ingeborg Gräßle, deutsche Politikerin
- 4. März: Sabine Everts, deutsche Leichtathletin
- 8. März: Larry Murphy, ehem. kanadischer Eishockeyspieler
- 10. März: Mike Bullard, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 15. März: Sabine Baeß, deutsche Eiskunstläuferin
- 15. März: Max Julen, Schweizer Skirennfahrer, Olympiasieger
- 16. März: Todd McFarlane, kanadisch/US-amerikanischer Comiczeichner
- 18. März: Heidi Preuss, ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin
- 18. März: Richard Biggs, ein US-amerikanischer Fernseh- und Theaterschauspieler († 2004)
- 19. März: Rune Bratseth, norwegischer Fußballspieler
- 20. März: Maja Maranow, deutsche Schauspielerin
- 20. März: Ingrid Arndt-Brauer, eine deutsche Politikerin
- 22. März: Ingolf Roßberg, gegenwärtiger Oberbürgermeister von Dresden
- 23. März: Petra Selg, deutsche Politikerin
- 23. März: Steve Holmes, Rumänisch-deutscher Pornodarsteller
- 24. März: Nina Hoger, deutsche Schauspielerin
- 24. März: Jörg Baberowski, deutscher Historiker
- 27. März: Tony Rominger, ehemaliger Schweizer Radrennfahrer
- 28. März: Barbara Wussow, österreichische Fernsehschauspielerin
- 29. März: Michael Winterbottom, britischer Filmregisseur
- 1. April: Regine Mösenlechner, deutsche Skirennläuferin
- 2. April: Karina Thayenthal, deutsche Schauspielerin
- 3. April: Eddie Murphy, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker
- 7. April: Marco Rima, Schauspieler und Kabarettist
- 9. April: Robert Zoller, österreichischer Skirennläufer
- 12. April: Lisa Gerrard, australische Musikerin und Sängerin
- 13. April: Uwe Hübner, deutscher Radio- und Fernsehmoderator
- 14. April: Robert Carlyle, schottischer Schauspieler
- 15. April: Kerstin Walther, deutsche Leichtathletin
- 15. April: Luca Barbarossa, italienischer Sänger
- 18. April: Franco Cesarini, Schweizer Komponist und Dirigent
- 19. April: Kirsten Emmelmann, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 23. April: Frank Lippmann, deutscher Fußballspieler
- 23. April: Dirk Bach, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 25. April: Frank De Winne, belgischer Astronaut
- 26. April: Joan Chen, chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin
- 27. April: Karl Alpiger, Schweizer Skirennläufer
- 28. April: Julia Jones, Dirigentin
- 30. April: Thomas Schaaf, deutscher Fußballer und Trainer
- 30. April: Franky van der Elst, ehemaliger belgischer Fußballspieler
- 30. April: Isiah Thomas, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1. Mai: Clint Malarchuk, kanadischer Eishockeyspieler
- 2. Mai: Stephen Daldry, Theater- und Filmregisseur
- 3. Mai: Leyla Zana, kurdische Politikerin und Menschenrechtsaktivistin
- 4. Mai: Luis Herrera, kolumbianischer Radrennfahrer
- 6. Mai: George Clooney, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur
- 7. Mai: Hans-Peter Bartels, deutscher Politiker
- 8. Mai: Janet McTeer, britische Schauspielerin
- 9. Mai: John Corbett, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Mai: Henry Arnold, deutscher Schauspieler, Musiker und Regisseur
- 10. Mai: Johanna ter Steege, niederländische Schauspielerin
- 12. Mai: Thomas Dooley, US-amerikanischer Fußballprofi
- 13. Mai: Dennis Rodman, US-amerikanischer Basketballer, NBA-Spieler
- 14. Mai: Ulrike Folkerts, deutsche Schauspielerin
- 14. Mai: Urban Priol, deutscher Kabarettist, Schriftsteller sowie Radio- und Fernseh-Moderator
- 14. Mai: Tim Roth, englischer Schauspieler
- 14. Mai: Jean Leloup, frankokanadischer Musiker
- 15. Mai: Katrin Cartlidge, britische Schauspielerin († 2002)
- 16. Mai: Gerhard Papke, deutscher Politiker
- 17. Mai: Enya, irische Musikerin
- 21. Mai: Ewald Stadler, österreichischer Politiker
- 22. Mai: Edgar Mann, deutscher Komponist und Pianist
- 24. Mai: Friedrich Wilhelm Küppersbusch, deutscher Journalist und Fernsehproduzent
- 24. Mai: Maria Rosa Quario, italienische Skirennläuferin
- 24. Mai: Johannes Zweytick, österreichischer Winzer und Politiker
- 27. Mai: Peri Gilpin, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Mai: Kerstin Hensel, Autorin
- 29. Mai: Melissa Etheridge, US-amerikanische Sängerin und Rockmusikerin
- 31. Mai: Lea Thompson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. Juni: Gabriele Zange, deutsche Eisschnellläuferin
- 1. Juni: Paul Coffey, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. Juni: Sophie Rois, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1. Juni: Werner Günthör, Schweizer Leichtathlet
- 3. Juni: Norbert Gstrein, österreichischer Schriftsteller
- 3. Juni: Lawrence Lessig, Rechtswissenschaftsprofessor, Creative Commons-Erfinder
- 4. Juni: Rainer Castor, Science-Fiction-Autor für die Perry-Rhodan-Serie
- 4. Juni: Ferenc Gyurcsány, ungarischer Geschäftsmann, Politiker und Ministerpräsident
- 5. Juni: Anke Behmer, deutsche Leichtathletin
- 5. Juni: Ramesh Krishnan, indischer Tennisspieler
- 5. Juni: Mary Kay Bergman, US-amerikanische Synchronsprecherin († 1999)
- 7. Juni: Mike Pratt, britischer Komponist, Musiker und Schauspieler († 1976)
- 8. Juni: Kurt Artner, österreichischer Sportschütze
- 8. Juni: Earl Strickland, US-amerikanischer Poolbillard-Spieler
- 9. Juni: Lisa del Bo, belgische Sängerin
- 9. Juni: Michael J. Fox, kanadischer Regisseur und Filmschauspieler
- 9. Juni: Michael Meister, deutscher Politiker und MdB
- 10. Juni: Ingo Reidl, deutscher Komponist und Produzent
- 12. Juni: Hannelore Kraft, deutsche Politikerin
- 14. Juni: Boy George, britischer Sänger
- 14. Juni: Dirk Schlegel, deutscher Fußballspieler
- 15. Juni: Laurent Cantet, Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann
- 16. Juni: Robert Schneider, österreichischer Schriftsteller
- 17. Juni: Denis Lavant, französischer Schauspieler
- 17. Juni: Thomas Haden Church, US-amerikanischer Schauspieler
- 18. Juni: Randy Spears, amerikanischer Pornodarsteller
- 18. Juni: Alison Moyet, Sängerin
- 20. Juni: Karin Enke, deutsche Eisschnellläuferin
- 22. Juni: Jimmy Somerville, britischer Musiker
- 23. Juni: Karsten Speck, deutscher Entertainer und Schauspieler
- 24. Juni: Susanne Beyer, deutsche Leichtathletin
- 25. Juni: Ricky Gervais, britischer Comedian, Radiomoderator und Schauspieler
- 26. Juni: Greg LeMond, US-amerikanischer Radrennfahrer
- 28. Juni: Irina Wanka, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 29. Juni: Greg Hetson, Gitarrist
- 30. Juni: Undine Bremer, deutsche Leichtathletin
- 1. Juli: Diana Frances Spencer, Ehefrau des englischen Thronfolgers Prince Charles († 1997)
- 1. Juli: Carl Lewis, Leichtathlet, Olympiasieger
- 6. Juli: Benita Fitzgerald-Brown, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 8. Juli: Toby Keith, US-amerikanischer Country-Sänger
- 10. Juli: Ulla Kock am Brink, TV-Moderatorin
- 14. Juli: Kyle Gass, US-amerikanischer Musiker
- 15. Juli: Christoph Matschie, deutscher Politiker
- 15. Juli: Jean Christophe Grangé, französische Schriftsteller
- 15. Juli: Forest Whitaker, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 16. Juli: Paulus Hochgatterer, österreichischer Schriftsteller und Psychoanalytiker
- 17. Juli: Zbigniew Zamachowski, polnischer Schauspieler
- 19. Juli: Ralf Göbel, deutscher Politiker und MdB
- 22. Juli: Ibo Bekirovic, deutscher Sänger († 2000)
- 23. Juli: Alex Capus, Schweizer Schriftsteller
- 23. Juli: Woody Harrelson, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Juli: Juri Schlünz, deutscher Fußballspieler
- 28. Juli: Cornelia Yzer, deutsche Politikerin
- 30. Juli: Achdé, französischer Comic-Zeichner und Nachfolger von Morris
- 30. Juli: Laurence Fishburne, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. Juli: Isabel Varell, deutsche Sängerin, Schauspielerin und TV-Moderatorin
- 31. Juli: Volker G. Schmitz, deutscher Fernsehmoderator
- 1. August: Danny Blind, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 2. August: Gustav Weder, Schweizer Bobfahrer
- 3. August: Uschi Zietsch, deutsche Fantasy- und Science-Fiction-Autorin
- 3. August: Jochen Feldmann, deutscher Physiker
- 4. August: Barbara Mansion, deutsche Schriftstellerin
- 4. August: Barack Obama, Politiker aus Chicago sowie Professor für Rechtswissenschaft
- 7. August: Gesine Lötzsch, deutsche Politikerin
- 7. August: Carlos Vives, kolumbianischer Sänger und Schauspieler
- 8. August: The Edge, Gitarrist der irischen Band U2
- 12. August: Andreas Suchanek, deutscher Wirtschaftsethiker
- 12. August: Kristin Krohn Devold, norwegische konservative Politikerin
- 12. August: Andrea Maria Dusl, österreichische Filmregisseurin
- 12. August: Tatjana Wladimirowna Samolenko, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 12. August: Gottardo Gottardi, Schweizer Schach-Großmeister im Fernschach
- 15. August: Dietmar Mögenburg, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 20. August: Maren Winter, deutsche Schriftstellerin
- 20. August: Greg Egan, Sciencefiction-Schriftsteller
- 21. August: Stephen Hillenburg, Erfinder der Zeichentrick-Figur Spongebob Schwammkopf
- 21. August: Gerardo Barbero, Schachgroßmeister († 2001)
- 22. August: Thomas Hoeren, Professor für Informations- und Medienrecht
- 22. August: Debbi Peterson, US-amerikanische Musikerin
- 28. August: Ad Freundorfer, deutscher Künstler
- 31. August: Neill Archer, englischer Tenor
- 31. August: Bruce Guthro, kanadischer Folksänger
- 1. September: Gitta Schüßler, deutsche Politikerin
- 3. September: Michael Schulz (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 6. September: Willy Astor, bayerischer Kabarettist, Musiker und Komponist
- 6. September: Pål Waaktaar, norwegischer Popmusiker
- 7. September: Peter Lehmann (Informatiker), deutscher Wirtschaftinformatiker
- 10. September: Jörg Freimuth, deutscher Leichtathlet
- 12. September: Mylène Farmer