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| Etwas Türken |
Etwas türkenEs gibt mehrere Deutungen für die etymologischen Wurzeln der Ausdrücke "etwas türken", "einen Türken bauen" beziehungsweise "getürkt" (= etwas mit Täuschungsabsicht als wahr darstellen):
- Die ältesten Belege zur Etymologie der Redewendung gehen bis auf das Jahr 1569 zurück: so verweist das Oxford English Dictionary auf das Wort Turk, welches die nunmehr veraltete Bedeutung "a human figure at which to practise shooting" hatte. Turk entspricht dem heutigen "Pappkamerad". Möglicherweise spiegelt sich in dem eigenartigen Ausdruck die damals weit verbreitete Furcht vor den Türken wider. Zu dieser Etymologie passt der Bericht, dass beim islamischen Sturm auf Wien im Jahr 1683 (siehe: Zweite Türkenbelagerung) von den Verteidigern angeblich Soldaten aus Pappe aufgestellt wurden, die dem türkischen Angreifern eine größere Kampfkraft vortäuschen sollten. In der deutschen Sprache hatte die Redewendung "einen Türken stellen" ab 1900 auch die umgangssprachliche Bedeutung "jemandem bei Besichtigungen etwas vormachen" (Grimm). Möglicherweise wurde die Redewendung im Laufe der Zeit zur heute gebräuchlichen Bedeutung (jemanden etwas vortäuschen) verallgemeinert.
- Baron Wolfgang von Kempelen (1734-1804) konstruierte im Jahr 1769 einen Schach-"Automaten" (siehe Schachtürke), eine Art Kommode mit einer angebauten, türkisch gekleideten Puppe. Dieser Der Türke genannte "Automat" besiegte reihenweise seine menschlichen Gegner und erregte zur Jahrhundertwende bei Tourneen durch ganz Europa und Amerika großes Aufsehen. Es stellte sich jedoch heraus, dass sich in der Kommode ein kleinwüchsiger Schachmeister verborgen hielt. Da im Boden der Figuren Magneten versteckt waren, war dieser stets über die aktuelle Spielsituation informiert. Seine eigenen Figuren konnte er über einen raffinierten Hebelmechanismus steuern. Der Automat wurde 1854 bei einem Brand in einem Museum in Philadelphia zerstört.
- Andere Quellen (beispielsweise der "Wahrig") berichten, dass bei der Eröffnung des Nord-Ostseekanals im Jahre 1895 die Nationalhymnen der Nationen aller anwesenden Schiffe gespielt wurden. Als unerwartet ein türkisches Schiff aufkreuzte, war die Musikkapelle gezwungen zu improvisieren: in Ermangelung der Noten entschied man sich kurzerhand wegen des Halbmondes in der türkischen Flagge die Volksweise Guter Mond, Du gehst so stille zu intonieren. Gegen diese Deutung spricht jedoch, dass dieses Ereignis wohl zu spät stattfand, um Ursprung für die Redewendung zu sein.
Es ist denkbar, daß die Redensart sich unabhängig und parallel aus zweien oder allen genannten Wurzeln entwickelt hat (Konvergenz). Das Verb türken ist laut Etymologie-Duden eine Schöpfung des 20. Jahrhunderts.
Der Ausdruck ist mit äußerster Vorsicht zu verwenden. Wie alle auf negativen Feindbildern basierenden Redensarten gilt auch diese als potentiell rassistisch und kann - nicht nur bei türkischen Mitbürgern - als beleidigend aufgefasst werden.
Siehe auch: Täuschung, Fake, Hoax, Undercover, Hochstapler
Weblink
[http://faql.de/etymologie.html#tuerken Offensichtliche "Inspiration" für diesen Wikipedia-Artikel]
Kategorie:Fälschung
EtymologieDie Etymologie (griechisch ετυμολογία, etymología, von altgriechisch έτυμος, étymos - wahrhaftig, wirklich, echt + λόγος, lógos - das Wort, die Lehre, die Kunde) ist ein Wissenschaftszweig, der die Herkunft der Wörter ergründen will, das heißt, wie sich ihre Bedeutung und Form entwickelt haben. Ursprünglich war man dabei auf der Suche nach der "wahren Bedeutung" der Wörter.
Woran forscht Etymologie?
In jedem Wort sind Lautgestalt, Bedeutung und Gebrauch untrennbar ineinander verflochten. Jeder dieser Bestandteile ist zeitlich und örtlich Änderungen ausgesetzt (von Generation zu Generation, von Ort zu Ort, von Person zu Person, in verschiedenen Lebensabschnitten). Daher muss sich die Suche nach dem "Etymon" eines Wortes auch mit dem Wandel befassen, dem es von Beginn an örtlich und zeitlich unterworfen war. Insofern sucht Etymologie nicht normativ "vorschreibend" ein verbindliches Soll („jetzt und immer einzig richtig“), sondern trägt deskriptiv "beschreibend" Spuren zusammen („dort und damals so gesprochen und so gemeint“).
Geschichte der Etymologie
Altertum
Die Etymologie (griechisch ετυμολογία (etymología), von altgriechisch έτυμος (étymos)) - Strömungen, die der "Richtigkeit" der "Namen" nachgingen. Allerdings bezeichneten sie diese Tätigkeit nicht mit dem Begriff Etymologie. So fragte sich bereits Heraklit von Ephesos (um 500 v.Chr.) inwiefern der Name eines Dinges die Wahrheit einer Sache wiedergebe. Also, inwiefern der Name in Wirklichkeit einem Gegenstand entspricht. Später beschäftigte sich Platon in seinem Dialog Kratylos eingehend mit der Richtigkeit der Namen.
Mittelalter
Den Höhepunkt dieser „wahrheitssuchenden Etymologie“ finden wir bei Isidor von Sevilla anfangs des 7. Jh. n.Chr., also im Frühmittelalter. In seinem Hauptwerk Etymologiae libri viginti gibt er zahlreiche Beispiele von Etymologien, die jedoch keinesfalls historisch begründbar sind. Isidor von Sevilla gab viele (historisch gesehen unzutreffende) Etymologien, um Dinge verständlich zu erklären. Zum Beispiel: „persona est Exegese, Physiologus, (der Tiernamen aus der Wortgestalt zu erklären sucht), oder die Legenda aurea, die vor der Vita eines Heiligen zunächst seinem Namen breite Aufmerksamkeit widmet.
Gegenwart
Heutzutage ist Etymologie innerhalb der historisch vergleichenden Sprachwissenschaft die Disziplin, welche Entstehung und geschichtliche Veränderung einzelner Wörter aufspürt und in etymologischen Wörterbüchern festhält. Historische Linguistik sucht nach wiederkehrenden Erscheinungen des Sprachwandels und leitet aus ihnen Lautgesetze ab, die es ihrerseits erleichtern, Veränderungen eines Wortes im Verlaufe der Geschichte zu beobachten.
Zusätzlich zur rein linguistischen Beschäftigung mit Etymologie bringt die sprachgeschichtliche Forschung außerdem Nutzen für das genauere Verständnis historischer Texte. Ein weiteres Anwendungsgebiet besteht in der Übertragung der Ergebnisse auf die Archäologie. Hier können sprachgeschichtliche Verhältnisse Anhaltspunkte für verschiedene archäologische Fragestellungen liefern, so etwa im Fall der Rekonstruktion von frühzeitlichen Wanderungsbewegungen.
Etymologie in Wissenschaft und Gesellschaft
Im Rahmen der Sprachwissenschaft ist die Beschäftigung mit Etymologie in allererster Linie Selbstzweck, das heißt, es ist für sich genommen interessant genug, mehr über die konkreten geschichtlichen Veränderungen einer Sprache herauszufinden, um so ein erweitertes Verständnis einer Einzelsprache sowie der Umstände des Sprachwandels im Allgemeinen zu erhalten. Praktische Anwendungen wie oben erwähnt stehen zumeist im Hintergrund. In der alltäglichen, nicht-wissenschaftlichen Beschäftigung mit Etymologie hat sich hingegen der normative Charakter der frühen Etymologie mehr oder weniger ausgeprägt erhalten. So wird etwa anhand der Geschichte eines Wortes demonstriert, dass eine bestimmte, moderne Verwendungsweise falsch ist, da sie nicht der historischen entspricht, bzw. sich nicht an der in der Wortgeschichte offenbar werdenden eigentlichen Wortbedeutung orientiert. Vertreter einer abgeschwächten Variante dieses Arguments lehnen die moderne Wortbedeutung nicht grundsätzlich ab, erhoffen sich jedoch aus der Beschäftigung mit der Entwicklungsgeschichte eines Wortes neue Aspekte für ein Verständnis seiner Bedeutung. Hier wird davon ausgegangen, dass diese weiteren Aspekte im Laufe der Zeit gleichsam verschüttet worden sind und durch sprachgeschichtliche Untersuchungen wieder zum Vorschein kommen.
Unabhängig von der Frage, ob die jeweils angeführte wortgeschichtliche Herleitung inhaltlich korrekt ist oder nicht, geraten Vertreter beider Auffassungen dann in Widerspruch zu modernen sprachwissenschaftlichen Grundannahmen, wenn sie argumentieren, dass ein bestimmtes gedankliches Konzept abhängig ist von dem Wort, mit dem es ausgedrückt wird. Dem würde die Sprachwissenschaft tendenziell entgegensetzen, dass eine konkrete Wortform ihre Bedeutung ausschließlich per Konvention erhält. Für sich genommen hat ein Wort somit keine ihm eingeschriebene „eigentliche“ Bedeutung, die man in irgendeiner Form herausfinden könnte und an der sich konsequenterweise alle orientieren müssen. Unter dieser Annahme können die von den „normativen“ Etymologen vorgebrachten Interpretationen der Wortbedeutung nicht mehr Gültigkeit für sich beanspruchen als jede alternativ vorgeschlagene Neuinterpretation auch.
Etymologische Erklärungen werden darüber hinaus auch häufig zur Untermauerung nationalistischer Ideologien herangezogen. Es wird dabei beispielsweise die vermeintliche Überlegenheit der eigenen Kultur anhand ihrer Wirkung auf das Lexikon einer anderen Sprache „bewiesen“, oder es werden erwünschte verwandtschaftliche Beziehungen zweier Kulturen aus einer vermuteten Sprachverwandtschaft rekonstruiert.
Beispiele
Ein erstaunliches Beispiel aus der etymologischen Forschung ist die Herkunft des Wortes „Ampel“: Die Ampel ist indirekt aus dem griechischen Wort aμφορεύς „zweihenkliger Krug“ entstanden: Dieses fand als ampulla Eingang ins Lateinische und wurde von dort ins Althochdeutsche entlehnt (siehe Lehnwort). Aus ampulla wurde durch Lautänderungen im Laufe der Zeit „Ampel“. Die Ampel war also ein Gefäß wie die Amphore. Sie war im Mittelalter mit Öl gefüllt und diente als ewiges Licht in Kirchen. Später wurden hängende Deckenbeleuchtungen in Wohnungen als Ampel bezeichnet. Heute ist die Ampel als Leuchtsignal im Straßenverkehr bekannt. Noch in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts war eine Verkehrsampel ein über einer Kreuzung hängendes Gebilde mit vier uhrähnlichen Seiten, auf denen ein weißer Zeiger in konstant langsamer Bewegung rote (Halt!) und grüne (Fahren!) Felder überstrich; diese waren von innen beleuchtet. Hier wird der Bedeutungskern „hängende Beleuchtung“ noch deutlich! Das Wort hat eine Bedeutungsverschiebung und Bedeutungsverengung erfahren.
Der Begriff der „Ampel“ wird aber auch synonym für andere hängende Gefäße verwendet, etwa zum Aufhängen von Pflanzen (Blumenampel).
Volksetymologie
"Volksetymologie ist abgekürzte, weil sprungweis vorgehende Wortgeschichte" (Jost Trier). Sie ist geleitet von dem Bedürfnis, die Zusammenhänge der Wörter zu erklären und geht dabei zuweilen den unwissenschaftlichen Weg, fremde Wörter dem Volksmund aussprachegerecht zu servieren. Beispiel: arcuballista ‚Bogenschleuder’ wurde im Altfranzösischen zu arbaleste, aus dem das Deutsche die Armbrust entlehnte, wobei der Bestandteil „Brust“ von mhd. berost ‚Aufrüstung’ herrührt. Es handelt sich also tatsachengemäß um eine Armwaffe.
Auch inhaltliche Umdeutungen sind möglich. „Intakt“ bedeutet eigentlich ‚unberührt’ (lat. puella intacta). Heutzutage gilt jedoch auch eine Maschine, die einwandfrei funktioniert als intakt im Sinne von 'im richtigen Takt arbeitend'.
Ein weiteres markantes Beispiel für Volksetymologie ist das Wort „Hängematte“, das keineswegs von „hängender Matte“ abgeleitet ist, sondern von dem Indianerwort „hamaka“ (vgl. daher engl. hammock).
Weitere Beispiele: „Maulwurf“, „Vielfraß“, „Tollpatsch“
Bei „Tollpatsch“ wurde wegen der volksetymologischen Umdeutung, es stamme von „toll“ und „patschen“, während der Rechtschreibreform von 1996 sogar die Rechtschreibung geändert. Dabei stammt es vom ungarischen Wort „talpas“ (Spitzname für den ungarischen Fußsoldaten).
Verwandte Gebiete
Die Semasiologie ist innerhalb der Semiotik die Lehre von den Wortbedeutungen. Die Namenforschung (Onomastik) geht speziell auf die Geschichte, Bedeutung und Verbreitung von Namen ein, und die Toponomastik beschäftigt sich speziell mit Ortsnamen.
Siehe auch
- Fremdwort, Volksetymologie, Griechisch, Latein, Liste griechischer Präfixe, Liste griechischer Suffixe, Liste lateinischer Präfixe, Liste lateinischer Suffixe, Etymologische Liste der Ländernamen, Etymologische Liste der Währungsnamen, Georg Büchmann
Literatur
- Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritischen Wörterbuch der hochdeutschen Mundart. Leipzig 1774-86; 2. Aufl. 1793-1802 ([http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/adelung/grammati/ Digitale Rekonstruktion der Ausgabe von 1808])
- Der Duden. Band 7. Herkunftswörterbuch - Etymologie der deutschen Sprache. Bibl. Institut, Mannheim, ISBN 3411209070
- Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch
- Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 1. Auflage: Trübner, Straßburg 1883 (24. Auflage bearbeitet von Elmar Seebold: de Gruyter, Berlin 2002)
- Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen
- Georg Stucke: Kleines etymologisches Wörterbuch
- Ernst Wasserzieher: Woher?
Weblinks
- Online-Etymologie http://www.etymonline.com/ (engl.)
- [http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb Das Wörterbuch-Netz] - unter anderem mit dem deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
- http://www.wortherkunft.de/ (ungenau)
- http://www.linse.uni-essen.de/kuntermund_loewenmaul/etymologie_html/etymologie.htm
- [http://nextz.de/glossen/woerter.html Schröder: Wörter unter der Lupe]
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Kategorie:Historische Linguistik
ja:語源
zh-min-nan:Gí-goân-ha̍k
1569
Politik und Weltgeschehen
- Eine Pestepidemie in Lissabon (Portugal) und Umgebung fordert 60.000 Menschenleben
- 28. März: Ranuccio I. Farnese, Herzog von Parma und Piacenza († 1622)
- 5. September: Georg Friedrich von Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheim, Offizier und Gelegenheitsdichter
- 9. Dezember: Martin de Porres, peruanischer Heiliger, Dominikaner († 1639)
- 6. Juni: Jost Hoen, Magister, Pädagoge und Staatsmann ( - 1500)
- 26. Juni: Viktorin Strigel, lutherischer Theologe ( - 1514)
- 18. Juli: Anton Lauterbach, lutherischer Theologe ( - 1502)
- 5. September: Bernardo Tasso, italienischer Dichter ( - 1493)
- 5. September: Pieter Bruegel der Ältere, Maler der niederländischen Renaissance ( - 1525)
- 3. Oktober: Philibert von Baden, Markgraf von Baden ( - 1536)
- 11. November: Daniel Rantzau, war königlich-dänischer Feldhauptmann ( - 1529)
- 10. Dezember: Paul Eber, Theologe, Kirchenliederdichter und Reformator ( - 1511)
ko:1569년
Oxford English DictionaryDas Oxford English Dictionary (OED) ist ein sehr umfangreiches und vollständiges englisches Wörterbuch, das den englischen Wortschatz und die Sprachentwicklung des letzten Jahrtausends umfasst. Ähnlich wie das Grimmsche Wörterbuch der deutschen Sprache enthält es sowohl die Etymologie als auch den Gebrauch der Wörter (Betonung, Zitate, Zeitraum des Gebrauchs). Herausgegeben wird das Oxford English Dictionary von Oxford University Press (OUP). Es gibt bereits mehrere gedruckte Ausgaben und eine Online-Ausgabe. Es enthält etwa 500 000 Schlagwörter mit etwa 2,5 Millionen Anwendungsbeispielen in Zitaten. In diesem Wörterbuch wird der Versuch unternommen, soweit wie möglich alle bekannten Verwendungen und Varianten englischer Wörter aufzuzeichnen, beginnent von den frühesten Überlieferungen der englischen Sprache bis in die Gegenwart.
An den Ausarbeitungen waren mehrere Generationen von Sprachforschern beteiligt, unter ihnen auch J.R.R. Tolkien. Das Wörterbuch ist auch online zu erreichen, allerdings nicht frei. Frei verfügbar ist das "Wort des Tages", in dem täglich ein anderes Wort und seine Erklärung zitiert wird.
Beispiele für kürzere Versionen
Es gibt neben der ausführlichen Ausgabe auch kürzere Versionen. Dazu gehören das umfangreiche zweibändige Wörterbuch "The New Shorter Oxford English Dictionary", das einbändige "The Pocket Oxford Dictionary", das im Umfang etwa dem "Duden" entspricht und es gibt auch mehrsprachige Wörterbücher, wie "The Concise Oxford Duden German Dictionary, German-English, English-German".
CD-ROM-Versionen
Es gibt verschiedene Ausgaben des Oxford English Dictionary auf CD-ROM. Die aktuelle Version 3.1 enthält neben dem Text der 20-bändigen 2. Ausgabe die 3 Ergänzungsbände und etwa 2000 neuere Einträge, die nach 1997 zugefügt wurden.
Weblinks
- [http://www.askoxford.com/?view=uk AskOxford: the free online dictionary resource from OUP] (Compact Oxford English Dictionary)
- [http://www.oed.com/cgi/display/wotd Word of the day] (täglich wechselndes Beispiel eines Eintrages im Oxford English Dictionary)
Literatur
- Simon Winchester: (UK title) The Surgeon of Crowthorne / (US title) The Professor and the Madman: A Tale of Murder, Insanity, and the Making of The Oxford English Dictionary. HarperCollins, 1998; Dt.: Der Mann, der die Wörter liebte (über William C. Minor und James Murray).
Kategorie:Wörterbuch
Kategorie:englische Sprache
ja:オックスフォード英語辞典
ko:옥스포드 영어 사전
PappkameradDer Ausdruck Pappkamerad bezeichnet die Sonderform einer Schießscheibe, die bei Militär und Polizei Verwendung findet.
Der Pappkamerad zeigt die stilisierte, lebensgroße Vorderansicht eines Menschen, meist in der Pose eines Angreifers, auf den zu Trainingszwecken geschossen wird. Der Bestandteil Papp, verweist auf das verwendete leichte Material, das vom Projektil durchschlagen werden kann, ohne problematische Querschläger oder Abprallschüsse zu produzieren.
Im übertragenen Sinne ist ein Pappkamerad das Element einer Diskussion. Der Diskussionsführer attackiert ein Argument, das der Gegner gar nicht benutzt hat, sondern ein ähnlich klingendes. Dieses fiktive Argument ist im Regelfall einfacher zu demontieren, als das wirkliche Argument.
Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung
Wien
Wien ist die Bundeshauptstadt und zugleich ein Land der Republik Österreich. Wien hat 1.631.082 Einwohner, im Großraum Wien leben etwa 2 Millionen Menschen.
Die Wahrzeichen von Wien sind der Stephansdom und das Wiener Riesenrad im Prater.
Wien ist Sitz verschiedener internationaler Organisationen, wie der OPEC, der OSZE oder der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, sowie dritte UNO-Stadt.
Die Innenstadt von Wien wurde im Dezember 2001 auf Antrag der Republik Österreich von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Geografie
Gliederung
Wien ist in 23 Bezirke unterteilt (siehe Wiener Gemeindebezirke)
Durch Wien fließt die Donau und der Fluss Wien. Die Stadt liegt 60 km vor der Grenze zur Slowakei und der slowakischen Hauptstadt Bratislava. (Wien und Bratislava sind die einander nächstliegenden Hauptstädte der Welt, wenn man vom Sonderfall Vatikan in Rom absieht.)
Von der gesamten Fläche Wiens ist ungefähr Hälfte Grünland, davon gehört im Westen ein großer Teil zum Wienerwald, während im Nordosten die unbebauten Flächen zum Marchfeld zählen und landwirtschaftlich genutzt werden. An den nordwestlichen Hängen befindet sich auch die Weinbauregion Wien.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Wiens
Erste Besiedelungen lassen sich bereits 2000 v. Chr. nachweisen. Die Kelten nannten die Stadt Vedunia, die Römer sprachen von Vindobona. Unter den Babenbergern erlebte Wien einen ersten Aufschwung, doch Weltgeltung verschaffte der Stadt erst die Herrschaft der Habsburger, die Wien als Hauptsitz auserwählten.
Tourismus
Dank zahlreicher Prunkbauten aus der Kaiserzeit, vielfältiger Kulturangebote, und nicht zuletzt auch dank des Rufes als Musikhauptstadt, den Wien aufgrund des Schaffens zahlreicher berühmter klassischer Musiker, wie Beethoven oder Mozart, erhielt, ist die Stadt weltweit bekannt und ein beliebtes Touristenziel. Fiaker kutschieren Gäste durch die zum Weltkulturerbe zählende Innenstadt, in dessen Zentrum sich der Stephansdom befindet. In direkter Umgebung finden sich hier auch die Staatsoper, die Kärntnerstraße, welche die am stärksten frequentierte Fußgängerzone Österreichs ist, sowie berühmte Konditoreien und Hotels und die prunkvolle Ringstraße, welche die Innenstadt umgibt.
Viele Touristen kommen im Dezember, wenn die Stadt mit seinen Weihnachtsmärkten aufwarten kann. Aber die meisten der Wiener Sehenswürdigkeiten sind ganzjährig zu besuchen, wie etwa das Schloss Schönbrunn, der Prater oder die Opernhäuser und Museen. Bei U-Bahn-Bauarbeiten stieß man in der Innenstadt bereits mehrmals auf Relikte früherer Besiedelung, darunter die aus dem 13. Jahrhundert stammende Virgilkapelle unter dem Stephansplatz, welche nun ebenso wie die anderen Funde als Sehenswürdigkeiten in den U-Bahn-Stationen betrachtet werden können. Den größten Anteil an den Nächtigungen machen deutsche Touristen mit 1,8 Mio. aus, gefolgt von den Italienern (618.000), US-Amerikanern (586.000), Briten (373.000), Japanern (321.000), Spaniern (315.000), Schweizern (inkl. Liechtenstein, 282.000), Franzosen (inkl. Monaco, 241.000) und den Niederländern (153.000). Der Anteil osteuropäischer und amerikanischer Touristen ist stark gestiegen. 2004 konnte Wien 7,8 Mio. Übernachtungen verbuchen, wovon nur rund 1,26 Mio. auf Österreicher zurückzuführen sind.
Bevölkerung
Die meisten Menschen, mehr als zwei Millionen, bevölkerten Wien zu Zeiten der k.u.k.-Herrschaft kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die lange Zeit als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates war es auch, die Wien zu dem machte, was es auch heute noch ist: Ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Die Nachfahren der vielen Menschen, die damals aus allen möglichen Regionen des k.u.k. Herrschaftsgebietes in ihre Hauptstadt gezogen waren, leben heute als Wiener wie sie im Buche stehen in der Stadt, und nur noch ihre Nachnamen lassen auf ihre ursprüngliche Herkunft schließen (zum Beispiel Nowak, Dolezal ...). Sie gehören längst zu den so genannten Ur-Wienern, die im ursprünglichen Wiener Dialekt den Wiener Schmäh prägen. Neben dem ursprünglichen Wiener Dialekt hat sich auch ein gehobener Wiener Dialekt entwickelt, der die teils sehr alten Wiener Dialektausdrücke (z. B. Tröpferlbad für Dusche, Wuchtldrucker für Lügner..) immer mehr zurückdrängt.
Wien hat heute (2005) 1,63 Millionen Einwohner, wovon ca. 20 % noch über keine Österreichische Staatsbürgerschaft verfügen. Die größten Zuwanderergruppen stellen Menschen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei dar. Weitere Herkunftsregionen sind die Länder Osteuropas. Von ca. 1920 bis in die 80er Jahre schrumpfte die Bevölkerung Wiens auf 1,5 Millionen Einwohner,seit 1993 steigt die Bevölkerungszahl jedoch stetig an. Seit 2000 wächst diese um etwa 20.000 pro Jahr an und wird laut der neuesten Presseinformation der Statistik Austria vom Oktober 2005 im Jahre 2050 wieder die 2-Millionen-Grenze durchbrechen. Dieses für Österreich einzigartige Wachstum ist vor allem auf den stetigen Zuzug aus dem In- und Ausland und die seit einigen Jahren steigenden Geburtenzahlen zurückzuführen.
Religionen
Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese Wien; Erzbischof ist Christoph Kardinal Schönborn. Der evangelisch-lutherische Bischof von Österreich, der seinen Sitz in Wien hat, ist Herwig Sturm. Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien ist Ariel Muzicant, Oberrabiner Paul Chaim Eisenberg. Außerdem hat der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, hier seinen Sitz.
Anas Schakfeh
Die Religionszugehörigkeit der Wiener Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001 wie folgt zusammen:
Kulinarische Spezialitäten
siehe Wiener Küche
Söhne und Töchter der Stadt
siehe Liste der Wiener Persönlichkeiten, Liste der Ehrenbürger von Wien
Kultur
Theater & Oper
Liste der Ehrenbürger von Wien
Kunst und Kultur können in Wien im Bereich von Theater, Oper oder auch Bildender Kunst auf eine sehr lange Tradition zurückblicken.
Neben dem Burgtheater, das zusammen mit seiner Zweitbühne, dem Akademietheater, als eines der wichtigsten Schauspielhäuser der Welt gilt, bieten auch noch das Volkstheater sowie das Theater in der Josefstadt Kunstgenuss. Daneben gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Bühnen, die den Großen in puncto Qualität zuweilen um nichts nachstehen und sich oft moderneren, experimentellen Stücken oder dem Kabarett und der Kleinkunst verschrieben haben.
Auch Opernfreunde kommen in Wien auf ihre Kosten: Die Staatsoper und die Volksoper bieten für jeden Geschmack etwas, wobei sich letztere besonders der typisch wienerischen Operette, aber auch dem klassischen Musical verpflichtet fühlt.
Konzerte mit klassischer Musik finden unter anderem im bekannten Großen Saal des Wiener Musikvereins und im Wiener Konzerthaus statt.
Das Theater an der Wien glänzte in den letzten Jahren mit Musical-Uraufführungen. Mit Abstand am erfolgreichsten war Elisabeth, das danach in der ganzen Welt in mehreren Sprachen aufgeführt wurde. Ab 2006 wird es wieder ausschließlich als Opernhaus dienen.
Mit dem Haus der Musik hat Wien seit 2000 auch ein Klangmuseum für Kinder und Erwachsene. Das Marionettentheater Schloss Schönbrunn pflegt das kunstvolle Spiel mit kostbaren Marionetten in Opern und Theaterstücken für Erwachsene und Kinder.
siehe auch:
- Carltheater, Etablissement Ronacher, Kulisse Wien, Leopoldstädter Theater, Raimund Theater, Simpl, Theater am Kärntnertor, Theater an der Wien, Wiener Metropol, Wiener Theaterreform, Kategorie,Kabelwerk_Wien-Meidling
Museen
Kabelwerk_Wien-Meidling
In der Hofburg sind das Sisi-Museum, die Kaiserappartements und die Hofsilber- und Tafelkammer zu besichtigen, gleich gegenüber der Hofburg befinden sich das Kunsthistorische Museum, das über eine Vielzahl von Gemälden alter Meister verfügt, und das Naturhistorische Museum.
Daran schließt das Museumsquartier an, ein in den 1990er Jahren in den ehemaligen k. u. k. Hofstallungen errichteter Museumskomplex. Dieser beherbergt das Museum moderner Kunst -- Stiftung Ludwig, das Leopold-Museum, das hauptsächlich Werke des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus zeigt, mehrere Hallen mit wechselnden Ausstellungen sowie das Tanzquartier Wien. Das Palais Liechtenstein zeigt eine der weltweit größten privaten Kunstsammlungen.
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Museen, vom Heeresgeschichtlichen Museum über das Technische Museum bis hin zum Wiener Uhrenmuseum und zum Bestattungsmuseum. Nicht zu vergessen sind die Wiener Bezirksmuseen, die einen Einblick in die Geschichte des jeweiligen Bezirks geben.
Architektur
Bestattungsmuseum
Bestattungsmuseum
Bestattungsmuseum
In Wien finden sich Bauwerke aller Stil-Epochen der Architektur, von der romanischen Ruprechtskirche über den gotischen Stephansdom, die barocke Karlskirche, die hochbarocke Jesuitenkirche und die Bauten des Klassizismus bis zur Moderne.
Der Jugendstil hat ebenfalls seine Spuren in Wien hinterlassen:
Die Secession, die Stadtbahnstation Karlsplatz und die Kirche am Steinhof von Otto Wagner oder das Looshaus von Adolf Loos zählen zu den weltweit bekanntesten Bauten dieser Epoche.
Eine der beliebtesten Touristenattraktionen stellt das Hundertwasserhaus von Friedensreich Hundertwasser dar, das als Gegenmodell zur nüchternen modernen Architektur gedacht ist.
Ebenfalls von Hundertwasser gestaltet wurde die Müllverbrennungsanlage Spittelau im Norden Wiens. Ein weiteres Beispiel außergewöhnlicher Architektur ist die Wotrubakirche (Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) des Bildhauers Fritz Wotruba.
In den neu errichteten Stadtteilen nördlich der Donau rund um die Donau City und am Wienerberg findet sich schließlich auch moderne Architektur. Der 202 m hohe Millennium Tower am Handelskai ist seit 1999 das bisher höchste in Wien gebaute Hochhaus und Zeichen einer architektonischen Wende in Wien hin zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Konformität. In den letzten Jahren vollzieht die Stadt eine Kombination aus moderner Architektur mit alten Gebäuden und Wohnbau, wie unter anderem die Revitalisierung der Gasometer 2001, welche weltweites mediales Interesse auf Wien zog. Auffällig im Stadtbild sind auch die Wiener Flaktürme und die Wiener Hochquellenwasserleitung.
Sonstige Kultur
Zwischen Michaeler- und Josefsplatz liegt die Spanische Hofreitschule. Hier sind die Reitkünste der Hohen Schule zu sehen. Im Bereich des österreichischen Volkstanzes ist der
Wiener Kathreintanz die bedeutendste Veranstaltung.
Veranstaltungen
- Wiener Festwochen - ein jährliches Festival mit Theater-, Musik- und anderen kulturellen Produktionen an verschiedenen Orten in der ganzen Stadt.
- Viennale - Das Vienna International Film Festival findet seit 1960 jedes Jahr im Oktober statt.
- Donauinselfest - 1983 zum ersten Mal auf der Donauinsel ausgetragenes Musikfestival. Bei freiem Eintritt besuchen mittlerweile jeden Sommer rund drei Million Menschen die auf mehreren Bühnen veranstalteten Konzerte. Das Donauinselfest ist somit Europas größtes Open-Air-Festival mit freiem Eintritt.
- Wiener Opernball - Einer der „gesellschaftlichen Höhepunkte“ im Wiener Fasching in der Wiener Oper.
- Life Ball - Die größte Aids-Benefiz-Veranstaltung in Europa. Er findet jährlich im Rathaus statt.
- Regenbogenparade - Seit 1996 alljährliche Ende Juni auf der Wiener Ringstraße (seit 1997 gegen die Fahrtrichtung, als Zeichen für andersrum) veranstaltete LesBiSchwule-Parade. Die Parade, sie ist die österreichische Variante des Christopher Street Days, hat sich über die Jahre zum Wirtschaftsfaktor der Stadt entwickelt und wird mittlerweile international beworben. 2001 fand Europride mit mehr als 150.000 TeilnehmerInnen statt.
- Rathausplatz - Auf dem Rathausplatz - zwischen Rathaus und Burgtheater - werden in den Sommermonaten Opern- und Konzertfilme auf einer Großleinwand vorgeführt. Der Eintritt ist kostenlos. Auf diversen Ständen werden kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt angeboten. Der Rathausplatz verwandelt sich dann in einen Treffpunkt für Kulturliebhaber, kulinarische Forscher und Nachtschwärmer, die die einzigartige Atmosphäre auf diesem Platz genießen.
Infrastruktur
Stadtplanung
Der Wiener Stadtentwicklungsplan (kurz STEP) wird von MA 18 (Magistratsabteilung 18) erstellt und legt die Richtlinien für die Stadtentwicklung in den nächsten Jahren fest und trägt somit maßgeblich zur städtischen Infrastruktur bei. Der Stadtentwicklungsplan 2005 befasst sich mit dem Zielgebiet Waterfront, einem Gebiet vom Donaukanal über den Praterstern, Nordbahnhof, Handelskai bis zur Alten Donau.
Verkehrsverbindungen
34 % aller zurückgelegten Wege finden in Wien mittels öffentlichem Verkehrsmittel statt, das ist europäischer Spitzenwert. Weitere 30 % aller zurückgelegten Wege werden zu Fuß bewältigt, und nur 36 % fahren mit dem eigenen Fahrzeug.
Zwölf Donaubrücken verbinden das Stadtgebiet, das durch Donau und Donaukanal geteilt wird.
Donaukanal
Wien hat ein großes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Dies beinhaltet die zur ÖBB gehörenden Schnellbahn, die Badner Bahn und das Netz der Wiener Linien (U-Bahn, Straßenbahn und Autobuslinien). Darüber hinaus fahren auch noch, vor allem in den Stadtrandzonen, private Busunternehmen in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien. Gemeinsam mit den Bahn- und Buslinien im Umland bis etwa 50 km bildet das Wiener Verkehrsnetz den Verkehrsverbund Ostregion.
City Bike
Als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet im Zentrum von Wien das Citybike Mobilität mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann u. a. mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos.
Eisenbahn
Historisch bedingt (alle Verkehrsverbindungen orientierten sich nach der Haupt- und Residenzstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie) hat Wien mehrere Kopfbahnhöfe:
- Wien Franz-Josefs-Bahnhof als Ausgangspunkt der Franz-Josefs-Bahn;
- Wien Südbahnhof (ehem. Südbahnhof u. Ostbahnhof) - Südbahn und Ostbahn;
- Wien Westbahnhof als Ausgangspunkt der Westbahn
und die Durchgangsbahnhöfe
- Wien Hütteldorf an der Westbahn;
- Wien Heiligenstadt an der Franz-Josefs-Bahn;
- Wien Nord (Praterstern) an der Nordbahn - der nahe gelegene Nordbahnhof wurde im 2. Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, da durch den Zerfall der Donaumonarchie und den Eisernen Vorhang vor allem der internationale Personenverkehr auf der Nordbahn seine Bedeutung verloren hatte;
- Wien Meidling (Philadelphiabrücke) - Südbahn;
- Wien Mitte (Landstraße).
Daneben gibt es noch viele kleinere Bahnhöfe, die vor allem für den Personennahverkehr bedeutsam sind.
Zur Bündelung des Fernverkehrs ist ein Tunnel von der Südbahn zur Westbahn (Wildschweintunnel, da unter dem Lainzer Tiergarten verlaufend), im Bau. Etwas westlich des heutigen Südbahnhofs ist der Bahnhof Wien Europa Mitte in Planung, wodurch Wien erstmals einen Hauptbahnhof erhalten wird.
Der City Airport Train verbindet die Innenstadt mit dem Flughafen. Zudem gibt es noch zwei Parkeisenbahnen: die Liliputbahn Prater im Wiener Prater und die Donauparkbahn im Donaupark.
Straßenverbindungen
Donauparkbahn
Wie die Bahnlinien verlassen auch die alten Fernstraßen (später Bundesstraßen) sternförmig die Stadt. Teilweise sind sie immer noch nach den Fernzielen benannt (Prager Straße (B3), Brünner Straße (B7), Triester Straße (B17)).
Gleiches gilt auch für die Autobahnen: A1 Westautobahn, A22 Donauuferautobahn, A4 Ostautobahn und A2 Südautobahn verlassen die Stadt radial.
Eine ringförmige Verbindung im Süden zwischen A2, A4 und A22 bildet die A23 Wiener Südosttangente, zu deren Entlastung derzeit die S1 Wiener Südumfahrung gebaut wird. Diese soll östlich der Donau eine Fortsetzung in einem Autobahnring finden; die zur Verbindung notwendige Querung der Lobau und damit des Nationalparks Donau-Auen ist derzeit aus ökologischen Gründen umstritten.
West- und Südautobahn sind durch die außerhalb des Wiener Stadtgebietes verlaufende A21, der Wiener Außenringautobahn miteinander verbunden. Die A5, die zukünftige Nordautobahn, soll eine zusätzliche Verbindung zwischen Drasenhofen an der tschechischen Grenze werden.
Flughafen
Südöstlich von Wien befindet sich der internationale Flughafen Wien-Schwechat. Im Jahr 2004 wurden über 225.000 Flugbewegungen abgewickelt; 14,8 Millionen Passagiere frequentierten den Flughafen.
In letzter Zeit weichen Billigfluglinien auf den nahe gelegenen Flughafen in Pressburg (Bratislava) aus, wobei seit dem Jahr 2004 der Flughafen Wien-Schwechat mit dem Flughafen Pressburg kooperiert.
Durch den Rhein-Main-Donau-Kanal ist Wien durch eine Wasserstraße sowohl mit dem Hafen Rotterdam und den deutschen Industriegebieten als auch mit den Ländern Osteuropas bis zum Schwarzen Meer verbunden. Der geplante Donau-Oder-Kanal ist unvollendet geblieben.
- Die Personenschifffahrt auf der Donau hat fast nur mehr touristische Bedeutung, es gibt einen Tragflügelbootverkehr nach Bratislava und Budapest. Der Wiener Personenhafen liegt bei der Reichsbrücke; daneben gibt es Anlagestellen für Personenschiffe bei Nußdorf und am Donaukanal beim Schwedenplatz.
- Wesentlich bedeutender ist der Frachthafen in der Freudenau. 2003 wurden im Wiener Hafen 9 Mio. Tonnen Güter (vor allem Mineralölprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Baustoffe) umgeschlagen und dazu 1.550 Schiffe abgefertigt.
Wasserversorgung
Hauptartikel: Wiener Wasserversorgung
Wien wird seit 1873 durch die erste und seit 1910 zusätzlich durch die zweite Wiener Hochquellenwasserleitung mit Wasser aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet und dem Hochschwab-Gebiet versorgt. Sämtliche Abwässer werden durch die Wiener Kanalisation in die Hauptkläranlage in Simmering geleitet. Wasser aus einem Grundwasserwerk in der Lobau wird bei besonders hohem Wasserverbrauch in bestimmten Bezirken dem Hochquellwasser beigemengt.
Energieversorgung
Für die Stromleitungen Wiens ist die Wien-Energie zuständig, ein Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke, welche zur Gänze der Stadt Wien gehören. Der Strommarkt selbst ist liberalisiert, der Wettbewerb jedoch nur im Großkundenbereich ausgeprägt. Wien Energie ist der wichtigste Stromlieferant Wiens.
Bildung
In Wien befinden sich 283 Volksschulen (davon sind 217 öffentliche Schulen), 120 Hauptschulen (davon 96 öffentliche), 46 Sonderschulen (40 öffentliche) und 95 Allgemeinbildende höhere Schulen (67 öffentliche).
Weiters befinden sich in Wien eine Vielzahl von
- Berufsschulen (28 davon 25 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.bs-evt.at BS Elektrotechnik]
: - [http://gastgewerbe.at BS Gastgewerbe]
: - [http://www.wiener-berufsschulen.at/hpgen/projects/BK/index.php BS für Bürokaufleute]
- Technische und Gewerbliche mittlere und höhere Schulen (22 davon 11 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.htl-tex.ac.at HBLVA Textilindustrie]
: - [http://www.graphische.at Höhere Graphische BLVA]
: - [http://www.hblva17.magnet.at HBLVA Chemische Industrie]
: - [http://www.tgm.ac.at Technologisches Gewerbemuseum (TGM)]
- Wirtschaftsberufliche mittlere und höhere Schulen (21 davon 8 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.hbla9.at/michelbeuern.htm HBLA für Mode und wirtschaftliche Berufe]
: - [http://www.die-herbststrasse.at HBLA für Mode]
: - [http://www.tourismusschule.at HBLA Tourismusschule]
- Kaufmännische mittlere und höhere Schulen (16 davon 6 öffentliche)
zum Beispiel:
: - [http://www.ibc.ac.at BHAK BHAS Hetzendorf]
: - [http://www.bhakwien22.at BHAK BHAS Polgarstrasse]
näheres siehe [http://www.bmbwk.gv.at/schulen/index.xml Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur]
Universitäten
- Akademie der bildenden Künste Wien
- Medizinische Universität Wien
- Technische Universität Wien
- Universität Wien
- Universität für angewandte Kunst
- Universität für Bodenkultur Wien
- Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
- Veterinärmedizinische Universität Wien
- Wirtschaftsuniversität Wien
Fachhochschulen
- Fachhochschule Technikum Wien, Wien
- Fachhochschul-Campus Wien, Wien
- Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien, Wien
- Fachhochschule der Wirtschaft Wien, Wien
- Sales Manager Akademie Wien, Wien
Wirtschaft
In Wien waren laut Volkszählung 2001 821.458 Personen in 87.691 Unternehmen beschäftigt. Der Bezirk mit den meisten Arbeitsplätzen ist zugleich auch der kleinste, nämlich der 1. Bezirk. Wien genießt international den guten Ruf der hohen Lebensqualität, niedriger Kriminalitätsraten und als „Sprungbrett in den Osten“, da die Stadt und seine Unternehmen schon lange gute Beziehungen zu den MOEL pflegen und daher über reichlich Erfahrung verfügen. Dies wird darin sichtbar, dass viele internationale Konzerne ihre Osteuropa-Zentrale in Wien ansiedeln. Beispiele dafür wären u.a. Heineken oder die HypoVereinsbank.
Freizeit
Nachtleben
HypoVereinsbank
In den 1980er-Jahren entwickelte sich zunächst im Grätzl rund um den Schwedenplatz und die Ruprechtskirche eine rege Beislszene, die scherzhaft Bermudadreieck genannt wird (weil so mancher nach einer langen Nacht dort verschollen sein soll). In den folgenden Jahren dehnte sich die Lokalszene an beiden Ufern des Donaukanals aus.
Nahe der Haltestelle Schottenring, ebenfalls am Donaukanalufer, befindet sich schon seit 1994 das Flex - einer der größten Clubs in Wien. Dort finden fast täglich Abendveranstaltungen und Auftritte von lokal sowie international renommierten DJs, oder auch von (alternativen) Bands statt. Sehr bekannt und beliebt ist dort auch der wöchentlich stattfindende Dub Club. Mit großen Acts - vor allem aus der Ragga/Reggae/Dancehall-Szene - kann auch das WUK nahe dem Währinger Gürtel aufwarten, wo unter anderem der House-Club H.A.P.P.Y stattfindet. Vor allem in den Sommermonaten ist das MQ - Museumsquartier ein beliebter Treffpunkt, wo mehrere Lokale Gastgärten unter freiem Himmel betreiben.
Mit der Schließung des alten allgemeinen Krankenhauses (Altes AKH) wurde ein großes Areal frei, in dem sich einige Uni-Institute, Geschäfte und Lokale ansiedelten und auch für eine Belebung der umliegenden Bezirke sorgten.
In den 1990er Jahren schließlich wurde die Sanierung des Gürtels in Angriff genommen, sodass sich etliche In-Lokale auf der ehemaligen Bordellmeile ansiedelten.
Einen weiteren Schwerpunkt des Nachtlebens bildet im Sommer die Copa Cagrana auf der Donauinsel bei der Reichsbrücke mit zahlreichen Open-Air-Lokalen. Ebenfalls eine seit einigen Jahren neu belebte Gegend ist das Freihausviertel im vierten Bezirk, das nicht nur abends, sondern, wegen seiner Nähe zum Naschmarkt, auch untertags gut frequentiert ist. Zusätzlich entstanden seit dem Ende der 90er Jahre zahlreiche Großraum-Diskotheken am Stadtrand, unter anderem in Donaustadt.
Online-Veranstaltungsprogramme bieten die Websites der Stadtzeitung „Der Falter“ (siehe Weblinks).
Essen und Trinken
Essen
An belebten Straßenecken kann man im Winter an kleinen Ständen Maroni, Kartoffelpuffer oder auch geröstete Mandeln kaufen. Auch Würstel freuen sich großer Beliebtheit und können fast überall erworben werden. Das in Deutschland als Wiener bekannte Würstchen wird in Wien allerdings Frankfurter genannt. Beliebter sind an Wiens Wüstelstanden allerdings andere Würste wie die Burenwurst oder Käsekrainer. Das österreichische Pendant zum Hot Dog ist der Bosner, welcher mit einer Bratwurst gefüllt ist.
Bekannt ist Wien auch für seine Schnitzel. Hierbei handelt es sich um ein paniertes Kalbsschnitzel, dass sehr flach geklopft wird (die Poren schließen sich beim Braten schneller). Für ungefähr 14 € kann man es fast in jedem Lokal mit wienerischer Küche bekommen, allerdings sollte man darauf achten, dass es sich nicht um ein Schweinsschnitzel Wiener-Art handelt. Empfehlenswert ist das Restaurant Figlmüller (Bäckerstraße 6), dass für seine großen Schnitzel bekannt ist. Allerdings ist es immer sehr gut besucht und wer es lieber etwas ruhiger mag, sollte sich ein anderes Lokal suchen.
Bosner]
Der Naschmarkt ist ein Markt, mit festen Ständen, auf dem man Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch, Fleich und vieles mehr kaufen kann. Der Markt ist einen Besuch wert. In der Innenstadt gibt es Spezialitätengeschäfte wie Julius Meinl.
Trinken
Wien ist weltweit die einzige Metropole mit eigenem Weinanbaugebiet. Dieser Wein wird in Wien in kleinen Lokalen (Heurigen) ausgeschenkt, die sich vor allem in den Weinbaugebieten Döblings (Grinzing, Neustift am Walde, Nußdorf (Wien), Salmannsdorf, Sievering) und Floridsdorfs (Stammersdorf, Strebersdorf) konzentrieren. Der Wein wird oftmals auch als Gespritzter (Schorle) getrunken. Neben dem Wein spielt das Bier die wichtigste Rolle. Hauptanbieter ist die einzige große Brauerei Wiens, die Ottakringer Brauerei. Daneben gibt es auch mehr als zehn kleine Gasthausbrauereien.
Wiener Kaffeehaus
Ottakringer Brauerei
Eine weitere Besonderheit der Wiener Kultur stellt das Wiener Kaffeehaus dar, in dem neben einer Vielzahl von Kaffeespezialitäten auch kleine Speisen serviert werden. Viele Besucher nutzen die Möglichkeit, während ihres Besuchs stundenlang die meist reichlich vorhandenen Zeitungen zu lesen. Neben vielen neueren chromblitzenden, Espresso genannten Kaffeebars italienischen Stils existieren noch viele „echte“ Wiener Kaffeehäuser, die in Angebot, Ausstattung und Stil den ursprünglichen Charme dieser Institution bewahrt haben.
Wiener Parks und Grünanlagen
Zeitung
Wien besitzt viele unterschiedliche Parkanlagen und ist eine der grünsten Städte der Welt. Die bekanntesten Wiener Parks und Grünanlagen sind der Stadtpark, die zu der Hofburg gehörenden Burggarten und Volksgarten, der Schlosspark vom Schloss Belvedere mit dem botanischen Garten, der Donaupark, der Schönbrunner Schlosspark, der Prater, der Augarten, der Rathauspark, der Lainzer Tiergarten, der Dehnepark, der Resselpark, der Votivpark, der Kurpark Oberlaa, der Auer-Welsbach-Park, der Türkenschanzpark, Laaer Berg mit dem Böhmischen Prater und die Ausläufer des Wienerwaldes, die bis in die Außenbezirke reichen. Kleinere Parks, von den Wienern Beserlparks genannt, gibt es im gesamten Stadtgebiet. Des Weiteren sind in Wien mehrere Parks zu finden, in welchen sich öffentliche Freibäder befinden.
Sowohl sehenswert als auch grün sind die Wiener Friedhöfe, die auch als Erholunsgsorte gelten und zum spazieren einladen. Der Zentralfriedhof ist nicht nur für die Ehrengräber berühmt. Es befinden sich dort auch ein evangelischer Friedhof, der neuer und alte jüdische Friedhof, eine islamische Abteilung, eine syrisch-orthodoxe Abteilung, eine moslemisch-ägyptische Abteilung, eine koptisch-orthodoxe Abteilung, eine griechisch-orthodoxe Abteilung, eine russisch-orthodoxe Abteilung eine rumänisch-orthodoxe Abteilung, eine serbisch-orthodoxe Abteilung sowie Grabstätten der Anatomie. Auch der St. Marxer Friedhof ist ein beliebtes Areal für Spaziergänge. Er ist nicht nur der älteste Friedhof Wiens (Biedermeierfriedhof, 18. Jahrhundert) sondern beherbergt unter anderem auch die Gräber von Wolfgang Amadeus Mozart und Josef Madersperger.
Sport
- Fußball: Wiener Sportclub (gegründet 1883 in Dornbach), Rapid Wien (gegründet 1899, Rekordtitelträger Österreichs), Austria Wien (gegründet 1911), First Vienna FC 1894 (ältester Fußballklub Österreichs)
- Eishockey: Vienna Capitals, Vienna Flyers, EHV Sabres (Dameneishockey)
- American Football:Danube Dragons, Chrysler Vikings, Vienna Knights
- Fechten: Wiener Sportclub (Fechtsektion – 1886 gegründet und Wiens ältester noch aktiver Fechtclub)
- Baseball: WBV Homerunners
- Radsport: Zahlreiche Mountainbikestrecken rund um Wien
- Rudern: 11 Rudervereine, an der Alten Donau und an der Donau
Politik
Wien gilt als Hochburg der Sozialdemokratie in Österreich. Seit der Gründung der Republik wird die Stadt (mit Ausnahme von sehr kurzen Perioden) von der sozialdemokratischen Partei mit absoluter Mehrheit regiert. Amtierender Bürgermeister ist Michael Häupl. Ausdruck der sozialdemokratischen Politik sind auch die in großer Zahl von der öffentlichen Hand erschaffenen Gemeindebauten. Verwaltet wird die Stadt durch eine Vielzahl von Magistratsabteilungen (Ämter), welchen jeweils genau festgelegte Aufgabenbereiche zugeteilt sind.
Prozentueller Stimmenanteil der Parteien und Sitzverteilung
Bei der Gemeinderatswahl vom 23. Oktober 2005 lautete die Stimmen- bzw. die Sitzverteilung im Gemeinderat (100 Sitze sind zu vergeben) wie folgt:
- SPÖ 49,09 % (55 Sitze)
- ÖVP 18,77 % (18 Sitze)
- FPÖ 14,83 % (13 Sitze)
- Die Grünen 14,63 % (14 Sitze)
- KPÖ 1,47 %
- BZÖ 1,15 %
- WiF 0,04 %
- SLP 0,02 %
Bei den parallel abgehaltenen Bezirksvertretungswahlen konnte sich die SPÖ in 16, die ÖVP in fünf und die Grünen in zwei Bezirken durchsetzen. Die Grünen stellen wie bisher im 7. Bezirk und erstmals auch im 8. Bezirk den Bezirksvorsteher. Die Wahlbeteiligung erreichte nur 60,81 % (nach 66,58% 2001) bei der Gemeinderatswahl und 58,5 Prozent bei den Bezirksvertretungswahlen. Erstmals waren 16- und 17-Jährige stimmberechtigt.
Siehe auch: Liste der österreichischen Landeshauptleute, Wahlen in Österreich
Internationale Organisationen mit Sitz in Wien
- IPI - Internationales Presseinstitut
- OPEC - Organisation Erdölexportierender Staaten
- OSZE - Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
- UNO
: - IAEA - Internationale Atomenergiebehörde
: - UNDCP - Internationales Drogenkontrollprogramm
: - UNIDO - Organisation für industrielle Entwicklung
: - UNODC - Internationales Drogenkontrollprogramm
Partnerstädte
Wien unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Zagreb (Kroatien), seit 1994
Außerdem bestehen Partnerschaften zwischen einzelnen Wiener Bezirken und folgenden japanischen Städten/Bezirken:
- Döbling (Wien 19) mit Setagaya (Tokyo) seit 1985
- Floridsdorf (Wien 21) mit Katsushika (Tokyo) seit 1987
- Innere Stadt (Wien 1) mit Taitō (Tokyo) seit 1989
- Meidling (Wien 12) mit Gifu (Gifu) seit 1992
- Hernals (Wien 17) mit Fuchū (Tokyo) seit 1992
- Alsergrund (Wien 9) mit Takarazuka (Hyōgo) seit 1994
- Hietzing (Wien 13) mit Habikino (Ōsaka) seit 1995
- Donaustadt (Wien 22) mit Arakawa (Tokyo) seit 1996
Die Josefstadt (Wien 8) bildet gemeinsam mit den gleichnamigen Bezirken Józsefváros in Budapest und Timişoara den Bund der Josefstädte.
Weiters bestehen folgende Partnerschaften zwischen Wiener Bezirken und chinesischen Bundesländern (Provinzen), Städten und Bezirken.
- Innere Stadt (Wien 1) - Shapingba (Chongqing)
- Mariahilf (Wien 6) - Nankai (Tianjin)
- Alsergrund (Wien 9) - Dongcheng (Peking)
- Simmering (Wien 11) - Chaoyang (Peking)
- Donaustadt (Wien 22) - Luwan (Shanghai)
- Liesing (Wien 23) - Fangshan (Peking)
Literatur
- Alexander Glück, Marcello La Speranza, Peter Ryborz: Unter Wien - Auf den Spuren des Dritten Mannes durch Kanäle, Grüfte und Kasematten, Christoph Links Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-86153-238-7
Siehe auch
- Portal:Wien
- Liste der größten Städte der EU
Weblinks
Allgemein
- [http://www.wien.gv.at/ Offizielle Website der Hauptstadt]
- [http://www.natur-wien.at/ Website über die Natur der Hauptstadt]
Sehenswürdigkeiten und Tourismus
- [http://www.wien.info/ Wiener Tourismusverband]
- [http://www.cityreview.at/wien/wien/sehenswuerdigkeiten/ Sehenswürdigkeiten Wien]
- [http://www.vienna.com/ Online-Führer durch Wien]
- [http://vienna.openguides.org/ OpenGuide Vienna]
- [http://www.wien-konkret.at/ Informationen und Ratgeber zu Wien]
- [http://www.your-friend.info/ Audio Stadtführer zum download]
Veranstaltungen und Zeitungen
- [http://www.falter.at Der Falter: Stadtzeitung Wien] Politik, Kultur und Veranstaltungsprogramm (siehe auch Falter (Zeitung))
- [http://www.hauptstadt.at www.hauptstadt.at - Programmübersicht von Wien]
Fotos aus Wien
- [http://www.foto-julius.at/ind_wien.html Wien Bilder allgemein]
- [http://www.vien.at/ Photoblog Wien]
- [http://home.jtan.com/~ptunner/viennaskyline/ Fotos der wiener Skyline]
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Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Österreichische Landeshauptstadt
Kategorie:Bundesland in Österreich
als:Wien
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Zweite Türkenbelagerung]]
Die Zweite Türkenbelagerung Wiens fand von 15. Juli bis 12. September 1683 statt.
Schon 1529 im ersten österreichischen Türkenkrieg war es zu einer ähnlichen Situation gekommen, doch hatten sich die Österreicher gegen die knapp 100.000 Mann starke Heeresmacht mit etwas Glück selbst behaupten können. Diesmal jedoch war das Osmanische Reich mit über 300.000 Mann angerückt – so viele Soldaten gab es im gesamten Europa nicht, ganz abgesehen von seiner Uneinigkeit.
Die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien galt den Türken in mehrfacher Hinsicht als ideales Ziel des Heereszugs, der 1682 von Edirne nahe der heutigen Grenze Bulgariens begonnen hatte:
- Am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelswege – Donau und Bernsteinstraße
- Zum flachen Ungarn hin nur schwer zu verteidigen
- Vom Norden – und damit wichtigen Teilen des Reichs – durch die breite Donau militärisch schwierig zu unterstützen; gleichzeitig aber
- durch die eigene große Donauflotte günstig für den eigenen Nachschub und den Transport der schweren Artillerie
- Als Symbol der Christenheit und Vorposten Richtung Passau und Salzburg von großer Bedeutung –
- Insgesamt also Wien als Tor nach Westeuropa.
Der militärische Ablauf in Kürze
- 3. Mai - Die türkische Armee erreicht Belgrad (200.000 Mann, 300 Geschütze) nach Überwinterung in Edirne. Sultan Mehmed IV. überträgt den Oberbefehl seinem Großwesir Kara Mustafa Paşa. Später wird in Stuhlweißenburg (Székesfehérvár, Ungarn) als Ziel des Feldzuges Wien bekanntgegeben.
- 7. Juli - Von der Raab aus gelangt die tatarische "Vorhut" nach Petronell, 40 km östlich Wiens. Dieser Truppenteil ist mit 40.000 Mann 2x stärker als sämtliche Verteidiger im Land um Wien. Nach diesen Gefechten verlässt Kaiser Leopold I. mit seiner Familie Wien und flüchtet nach Linz. Auch etwa 80.000 Einwohner verlassen die Stadt. Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg übernimmt die militärische Führung in der Hauptstadt.
- 15. Juli - Einen Tag nach Eintreffen der Hauptarmee (300.000 Mann) vor Wien lehnt Graf Starhemberg die Kapitulation ab. Er hofft mit etwa 11.000 Soldaten und 5.000 Bürgern und Freiwilligen bis zum Entsatz durchzuhalten. Die Zweite Türkenbelagerung beginnt. Erst spät kommt eine Allianz des Kaisers mit Polen, Bayern und Sachsen zustande.
- 15. August - Polens König Jan III Sobieski startet mit seiner Armee von Krakau aus Richtung Wien.
- August - Karl von Lothringen schlägt Thökölys Truppen und ein türkisches Hilfskorps am Bisamberg nördlich Wiens.
- Die Angreifer können am 3. September den Burgravelin erobern, sprengen am 4. September eine 10 Meter breite Bresche in die Burgbastei und am 6. September eine 12 Meter breite Bresche in die Löwelbastei.
- Am 6. und 7. September überquert das Entsatzheer die Donau; die Polen vereinen sich mit den Truppen Sachsens, den Kaiserlichen, den Bayern und den fränkisch-schwäbischen Reichstruppen bei Tulln, 30 km stromaufwärts von Wien.
- 12. September - das Entsatzheer (70.000 Mann unter Jan III Sobieski) schlägt die Türken durch einen typischen polnischen Angriff der Hussaria (geprüft in vielen Schlachten der polnischen Formationen gegen Türken, das Manöver war aber eine militärische Neuheit für die westlichen Armeen) von den Höhen des Wienerwaldes her (Schlacht am Kahlenberg). Viele Geschichten und Sagen ranken sich um diese Tage. Das Türkenheer flüchtet überstürzt und sammelt sich bei Győr/Raab, Ungarn.
- 25. Dezember - Der osmanische Feldherr, Großwesir Kara Mustafa wird, auf dem Rückzug in Belgrad angekommen, auf Befehl des Sultans erdrosselt. Er hatte die Schlacht um Wien trotz dreifacher Übermacht verloren.
Als Dank für die Befreiung Wiens wurde in der katholischen Kirche am 12. September das Fest Mariä Namen eingeführt.
Siehe auch: Liste von Schlachten, Liste von Belagerungen, Geschichte Österreichs, Geschichte Wiens, Türkenkriege, Erste Wiener Türkenbelagerung
Weblinks
- http://www.turkin.net/kunst/osmanen_belagerung2.htm
- http://www.wien-vienna.at/tuerkenkriege.htm
Literatur
- Sachslehner, Wien anno 1683, ISBN 3854313446
Wien, Zweite Türkenbelagerung
Wien, Zweite Türkenbelagerung
Wien, Zweite Türkenbelagerung
Wien, Zweite Türkenbelagerung
Wien, Zweite Türkenbelagerung
Türkenbelagerung
ja:第二次ウィーン包囲
Pappe
Pappe ist ein aus Zellstoff oder Altpapier durch Zusammenkleben bzw. -pressen gefertigter Werkstoff für die Verpackungsindustrie oder das Kunstgewerbe. Die herstellungsbedingt ursprünglich meist graue Pappe erlebte durch die schwedische Erfindung des Tetrapaks in den späten 50er Jahren und die vielfältige Bedruck- und Nutzbarkeit einen ungeahnten Aufschwung. Selbst Möbel und Notgeld wurden schon aus Pappe hergestellt.
Von Pappe spricht man erst ab einem Flächengewicht von ca. 600 g/m2 (ca. 1,5 mm Dicke), dünneres Material heißt Karton.
Siehe auch:
- Pappmaché, Pappbecher, Pappteller, Dachpappe, Wellpappe
!Pappe
1900
Bewegende Ereignisse
- 4. Januar: In der russischen Region um Tiflis zerstört ein Erdbeben zehn Dörfer. Dabei kommen etwa 1.000 Menschen ums Leben
- 8. März: Das 1860 unter Ludwig XIV. gegründete französische Nationaltheater Comédie-Francaise brennt bis auf die Außenmauern nieder. Unter den Todesopfern befindet sich auch die 22-jährige Schauspielerin Jane Henriot. Am 29. Dezember wird das Gebäude neu eröffnet
- 28. Mai: In Portugal, Spanien, Algerien und in Teilen der USA kann eine totale Sonnenfinsternis beobachtet werden
- 8. September: Ein Stufe-4-Hurrikan vernichtet die texanische Küstenstadt Galveston und reißt 8000 Menschen in den Tod
- 29. Oktober: Bei einer Explosion in einer New Yorker Chemiefabrik kommen fast 200 Menschen ums Leben
- 16. Dezember: Das deutsche Schulschiff „Gneisenau“ sinkt im Hafen von Málaga. 41 Menschen ertrinken
Politik und Wirtschaft
- 1. Januar: Im Deutschen Reich treten das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) in Kraft
- 1. Januar: Walter Hauser löst Eduard Müller als Bundespräsident der Schweiz ab. Hauser wird nach 1892 zum zweiten Mal Bundespräsident
- 1. Januar: In Österreich-Ungarn wird die Österreichische Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wurde
- 1. Januar: Das Personenstandsgesetz tritt auf Helgoland in Kraft. Ehen müssen ab sofort vor einem Standesbeamten geschlossen werden
- 1. Januar: Das Invalidenversicherungsgesetz tritt im Deutschen Reich in Kraft
- 1. Januar: Italien, König Umberto I. erlässt eine Amnestie
- 1. Januar: Jahrhundertfeier im Zeughaus Berlin, veranstaltet von Kaiser Wilhelm II.
- 2. Januar: In Wien erscheint die Österreichische Kronen-Zeitung. Herausgeber der neuen Tagesgazette ist Gustav Davis
- 3. Januar: Der französische Staatsgerichtshof in Paris verurteilt den Dichter und Politiker Paul Déroulède wegen Hochverrats zu zehn Jahren Verbannung
- 4. Januar: In Böhmen und in Mähren gehen etwa 70000 Bergbauarbeiter in den Streik. Sie verlangen eine Arbeitszeitverkürzung und eine Lohnerhöhung von 20 %. Im Februar schließen sich tausende weitere Bergmänner im ganzen Reich an. Die schlechte Organisation und finanzielle Notlagen lassen den Streik im März ohne Erfolge scheitern
- Zweite Tirpitzsche Flottenvorlage für die Aufrüstung der Deutschen Marine gegen die britische Seeherrschaft
- 7. Februar: Das britische Unterhaus lehnt mit großer Mehrheit einen Antrag der irischen Nationalisten auf Beendigung des Burenkrieges ab
- 12. Februar: Lenin kehrt nach 3 Jahren aus sibirischer Verbannung zurück
- 17. Februar: Kaiser Wilhelm II. erklärt die Samoa-Inseln zu deutschem Schutzgebiet
- 26. Februar: Vor dem Unterhaus gibt der britische Kriegsminister Bodrick bekannt, dass im Burenkrieg auch Frauen und Kinder „zu ihrem Schutz“ in Konzentrationslagern festgehalten wurden. Die Ernährungslage in diesen Lagern wird als „schwierig“ bezeichnet
- 27. Februar: Gründung des Labour Representation Committee als Vorläufer der britischen Labour Party
- 6. März – In Bremen wird Wilhelm II. bei einem Attentat durch den Arbeiter Dietrich Weiland schwer am Kopf verletzt
- 14. März: US-Präsident William McKinley unterzeichnet das Goldstandard-Gesetz. Diese festgeschriebene Deckung der Geldwährung durch Gold wird 71 Jahre später durch Richard Nixon aufgehoben
- 31. März: Tomáš Garrigue Masaryk gründet die Tschechische Volkspartei: als tschechische Unabhängikeitsbewegung und als Absage an den Panslawismus
- 4. April: Auf dem Brüsseler Hauptbahnhof wird auf Albert Eduard, Prince of Wales, ein misslungenes Attentat verübt. Der Täter, ein 16-jähriger Klempner, begründete seine Tat mit der britischen Unterdrückungspolitik im Burenkrieg. Die britische Presse macht am Folgetag die Hetzpolitik der kontinentaleuropäischen Staaten gegen den Burenkrieg für das Attentat verantwortlich. Am 5. Juli wird der Täter wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen
- 14. April: Der französische Staatspräsident Emile Loubet eröffnet die Pariser Weltausstellung
- 15. April: Die Deutsche Ostafrika-Linie nimmt den regelmäßigen Schiffsverkehr nach Kapstadt auf
- 5. Mai: Nach schweren Unruhen und Massenkundgebungen in Barcelona, Madrid, Valladolid, Burgos und Saragossa gegen die neuen Steuergesetze verhängt die spanische Regierung den Belagerungszustand über Barcelona. Spanien geriet seit 1898 durch den Kampf gegen den Aufstand in Kuba und den Krieg gegen die USA in eine desolate Haushaltslage
- 22. Mai: Der Deutsche Reichstag nimmt den umstrittenen Gesetzesentwurf über Sittlichkeitsdelikte (Lex Heinze) in seiner Kompromißfassung an
- 12. Juni: Der Reichstag verabschiedet das 2. Flottengesetz, das das Wettrüsten mit Großbritannien zur See vorantreibt (Tirpitzsche Flottenvorlage)
- 14. Juni: Einmarsch der „Boxer“ in Peking
- 14. Juni: Hawaii wird ein von den USA annektiertes Territorium und 1959 zum 50. Bundesstaat
- 19. Juni: Während der Unruhen im Zuge des Boxeraufstands wird der deutsche Gesandte von Ketteler auf offener Strasse erschossen
- 19. Juli: Die erste Pariser Metro-Strecke wird in Betrieb genommen. Der 10,6 km lange Tunnel verbindet die Stationen Porte Maillot und Porte de Vincenne
- 27. Juli: Kaiser Wilhelm II. hält in Bremerhaven die sogenannte „Hunnenrede“ vor den nach Ostasien abkommandierten Truppen. Es folgen internationale Proteste
- 29. Juli: König Umberto I. von Italien wird bei einem Attentat des Anarchisten Gaetano Bresci in Monza getötet, ihm folgt Viktor Emanuel III. auf dem Throne
- 1. August: Lenin verlässt Russland in seine 5 Jahre andauernde Genfer Emigration
- 2. August: In Paris wird auf den Schah von Persien, Muzaffar ad-Din, ein erfolgloses Attentat verübt. Der Schah überraschte den bewaffneten 25-jährigen Attentäter mit einem Schlag auf das Handgelenk
- 6. August: Zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich wird der Fernsprechverkehr eröffnet
- 14. August: Große Teile der Brüsseler Weltausstellung werden durch ein Feuer zerstört
- 15. August: Ein Expeditionscorps der westlichen Mächte erobert Peking (siehe Boxeraufstand)
- 31. August: Aufnahme des direkten Telegraphenverkehrs zwischen Deutschland und den USA mittels Überseekabel. Die Strecke geht von Borkum nach New York City
- 1. September: Großbritannien teilt die Annexion von Transvaal in Südafrika mit
- 19. September: Der britische Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts erklärt den Burenkrieg für beendet
- 23. September: Der deutsche Feldmarschall Alfred Graf von Waldersee erhält den Oberbefehl über die alliierten Truppen im Boxerkrieg
- 1. Oktober: Bei einer Brandkatastrophe in Baku werden 97 Bohrtürme und ca. 8.000 t Erdöl vernichtet
- 16. Oktober: Jangtse-Abkommen zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich
- 17. Oktober: Bernhard von Bülow wird neuer deutscher Reichskanzler
- 6. November: William McKinley wird als Präsident der USA wiedergewählt; sein Vizepräsident ist Theodore Roosevelt
- 12. November: Die Weltausstellung in Paris geht zu Ende. Die Veranstalter zählten in den sieben Monaten rund 47 Millionen Besucher
- 13. November: In Frankreich werden Frauen ab sofort als Rechtsanwältinnen zugelassen
Wissenschaft und Technik
- 10. Januar: Auf der Vulkan-Werft in Stettin findet in Gegenwart von Kaiser Wilhelm II. der Stapellauf des Doppelschraubendampfers Deutschland der HAPAG statt. Die Deutschland ist das bis dahin größte, stärkste und schnellste deutsche Schiff und erhält am 5. Juli das Blaue Band für die schnellste Atlantik-Überquerung
- 21. Februar: Der in in Ulm geborene Physiker Albert Einstein wird in Zürich eingebürgert
- 25. März: In Guide Bridge bei Manchester wird der erste Zweitakt-Dieselmotor getestet
- 27. März: Der schwedische Wissenschaftler und Asienforscher Sven Hedin entdeckt in China die Ruinenstadt Loulan
- 2. Juli: Das Starrluftschiff LZ I unternimmt in Friedrichshafen am Bodensee erfolgreich seine erste Versuchsfahrt
- 27. August: Erster regelmäßiger Langstreckenverkehr von Autobussen (London: Leeds)
- 19. Oktober: Max Planck gibt vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin seine Entdeckung des Strahlungsgesetzes bekannt
- 14. Dezember: Max Planck trägt die theoretische Deutung des Strahlungsgesetzes vor, wobei er fand, dass die Strahlungsenergie nur in bestimmten Portionen (Energiequanten) abgegeben werden kann (Geburtsstunde der Quantentheorie)
Kultur
- Die Erzählung „Lieutenant Gustl“ von Arthur Schnitzler erscheint
- Der Roman „Im Schlaraffenland“ von Heinrich Mann erscheint
- 6. Januar: Carl Hauptmanns Drama Ephraims Breite in Breslau uraufgeführt
- 14. Januar: Uraufführung der Oper Tosca von Giacomo Puccini am Teatro Costanzi in Rom
- 26. Januar: In Stuttgart wird das Schauspiel Wenn wir Toten erwachen von Henrik Ibsen uraufgeführt
- 9. März: In Frankfurt am Main wird August Strindbergs Passionsdrama Ostern uraufgeführt
- 13. März: Uraufführung der Oper Das stille Dorf von Alexander von Fielitz in Hamburg
- 3. November: Uraufführung der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Solodownikow-Privatoper in Moskau
Sport
- 28. Januar: In Leipzig wird der Deutsche Fußball-Bund gegründet
- 6. Februar: Auf dem Csobaer See (Hohe Tatra) findet erstmals eine Europameisterschaft im Eisschnellauf statt
- 9. Februar: Der 20-jährige US-amerikanische Tennisspieler Dwight F. Davis stiftet den nach ihm benannten Davis Cup. Erster Gewinner des Davis-Cups werden die USA mit einem 3:0 Sieg über Großbritannien
- 10. Februar: Der 23-jährige norwegische Eisschnellläufer Peder Östlund stellt in Davos innerhalb von zwei Tagen fünf neue Weltrekorde auf
- 27. Februar: Gründung des Fußballvereins FC Bayern München
- 18. März: Gründung des Fußballvereins Ajax Amsterdam
- 4. Mai: Gründung des Fußballvereins 1. FC Nürnberg
- 11. Mai: Der US-Amerikaner James J. Jeffries gewinnt in Coney Island gegen seinen Landsmann James J. Corbett die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht
- 14. Mai: Eröffnung der II. Sommerolympiade in Paris: als Beiprogramm der laufenden Weltausstellung
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2. Januar: Gustav Fuchs, deutscher Politiker der CSU († 1969)
- 5. Januar: Yves Tanguy, französischer Maler des Surrealismus († 1955)
- 9. Januar: Rudolf Hindemith, deutscher Komponist und Dirigent († 1974)
- 12. Januar: Vaino Hannikainen, finnischer Komponist († 1960)
- 15. Januar: William Heinesen, Bedeutendste Dichter der Färöer († 1991)
- 18. Januar: François de Menthon, († 1984)
- 19. Januar: Heinrich Hohl, deutscher Politiker († 1968)
- 21. Januar: Bernhard Rensch, deutscher Evolutionsbiologe († 1990)
- 21. Januar: Werner Schwarz, deutscher Politiker († 1982)
- 22. Januar: Ernst Busch, deutscher Sänger, Schauspieler und Regisseur († 1980)
- 24. Januar: René Guillot, französischer Jugendschriftsteller († 1969)
- 25. Januar: Theodosius Dobzhansky, russisch-amerikanischer Genetiker and Evolutionsbiologe († 1975)
- 28. Januar: Hermann Kesten, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 28. Januar: Jan Hendrik Oort, niederländischer Astronom († 1992)
- 30. Januar: Isaak Dunajewski, ukrainischer Musiker und Komponist († 1955)
- 31. Januar: Lisa Korspeter, deutsche Politikerin († 1992)
- 4. Februar: Jacques Prévert, französischer Autor, Dichter und Chansonnier († 1977)
- 5. Februar: Adlai Stevenson, US-amerikanische | | |