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Evidenzbasierte Medizin
Evidenzbasierte Medizin (EbM, v. engl. evidence „Beweis, Nachweis, Hinweis“) bezieht sich auf Informationen aus klinischen Studien, die einen Sachverhalt erhärten oder widerlegen.
Die deutsche Übersetzung des Begriffs evidence based medicine ist irreführend (Übersetzungsfalle). Beweisbasierte Medizin wäre korrekt.
Ein verwandter Begriff ist die evidenzbasierte Gesundheitsversorgung („Evidence-Based Health Care“), bei der die Prinzipien der EbM auf alle Bereiche der Gesundheitsversorgung, einschließlich Entscheidungen zur Steuerung des Gesundheitssystems, angewandt werden.
Definition
EbM "ist der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten. Die Praxis der EbM bedeutet die Integration individueller klinischer Expertise mit der bestmöglichen externen Evidenz aus systematischer Forschung. " (Zitat: David L. Sackett et al. "Was ist evidenz-basierte Medizin und was nicht?")
Unter Evidenz-basierter Medizin (EbM) oder evidenzbasierter Praxis im engeren Sinne versteht man eine Vorgehensweise des medizinischen Handelns, individuelle Patienten auf der Basis der besten zur Verfügung stehenden Daten zu versorgen. Diese Technik umfasst die systematische Suche nach der relevanten Evidenz in der medizinischen Literatur für ein konkretes klinisches Problem, die kritische Beurteilung der Validität der Evidenz nach klinisch-epidemiologischen Gesichtspunkten; die Bewertung der Größe des beobachteten Effekts sowie die Anwendung dieser Evidenz auf den konkreten Patienten mit Hilfe der klinischen Erfahrung und der Vorstellungen der Patienten.
Die EbM ist ein Paradigmenwechsel in der Medizin und beruht auf der Anwendung wissenschaftlicher Methoden, die das ganze Spektrum medizinischer Tätigkeit beinhalten und auch lang etablierte medizinische Traditionen, die noch nie systematisch hinterfragt wurden, kritisch werten.
Geschichte
Die Idee der evidenzbasierten Medizin lässt sich auf das in der 2. Hälfte des im 18. Jahrhundert von britischen Ärzten entwickelte Konzept der "medical arithmetic" zurückführen (William Black: Arithmetic and Medical Analysis of the Diseases and Mortality of the Human Species, London 1789). Erstmalig findet sich die Bezeichnung in dem 1793 publizierten Artikel "An attempt to improve the Evidence of Medicine" des schottischen Arztes George Fordyce (zitiert bei U. Tröhler: To Improve the Evidence of Medicine. The 18th Century British Origins of a Critical Approach. Edinburgh, Royal College of Physicians of Edinburgh).
In Großbritannien wurde auch eine der ersten kontrollierten klinischen Studien durchgeführt. Schon 1753 veröffentlichte James Lind die Ergebnisse seines Versuchs, den Skorbut mit Orangen und Zitronen zu behandeln.
Im deutschsprachigen Bereich kommt dem in Wien tätigen, ungarischen Arzt Ignaz Semmelweis (1818-1865) die Erstautorenschaft für die Einführung der "systematischen klinischen Beobachtung" in die medizinische Forschung zu (1848).
Das 1972 erschienene Buch "Effectiveness and Efficiency: Random Reflections on Health Services" von Professor Archie Cochrane, einem britischen Epidemiologen, markiert den Beginn der aktuellen internationalen Bemühungen um "Evidence-based Medicine". Seine weiteren Arbeiten führten zu einer zunehmenden Akzeptanz von klinischer Epidemiologie und kontrollierten Studien. Cochrane wurde dadurch gewürdigt, dass ein internationales Netzwerk zur Wirksamkeitsbewertung in der Medizin - die Cochrane Collaboration - nach ihm benannt wurden.
Cochrane-Library
Die Library der Cochrane Collaboration (die so genannte Cochrane-Library) versammelt systematische Übersichtsarbeiten auf englisch seit 1992 und ist auf fast zweitausend Arbeiten angewachsen. Darüber hinaus enthält sie ein Register mit Zitaten klinischer Studien (ca. 400.000 Einträge), das über die Bestände herkömmlicher Datenbanken (Medline, EMBASE) hinausgeht. Durch ihre elektronische Verbreitung (vierteljährlich aktualisiert im Internet und auf CD-ROM mit einer umfassenden Suchfunktion) hat sie die EbM zu einer allgemein anerkannten Grundlage alltäglicher medizinischer Arbeit gemacht.
In der jüngsten Zeit wird versucht, die Library multilingual zu machen, indem Artikel auf Italienisch, Spanisch und Chinesisch automatisch oder per Hand regelmäßig übersetzt und andererseits auch in diesen Sprachen alle anderssprachigen Artikel (insbesondere englisch) verfügbar gemacht werden. Die Cochrane Collaboration sieht die Einbeziehung der Patientenmeinung in die Gesundheitsversorgung als grundlegend an. Daher gibt es zu jeder systematischen Übersichtsarbeit eine laienverständliche Kurzzusammenfassung (summary).
EbM im deutschsprachigen Bereich
Die Verbreitung der EbM ist im deutschsprachigen Bereich maßgeblich durch die Institutionalierung des Deutschen Netzwerks für evidenzbasierte Medizin (DNEBM) befördert worden.
Ziele des gemeinnützigen Vereins mit mehr als 600 Mitgliedern aus allen Bereichen der Bevölkerung (Februar 2005) sind
- Entwicklung einer offenen Informations- und Kommunikationsplattform
- Entwicklung und Vermittlung von Aus-, Weiter- und Fortbildungscurricula und -modellen
- Abstimmung laufender EBM-bezogener Forschung, Ausbildung und Praxis
- Durchführung von Evaluations- und Forschungsprojekten
- Weiterentwicklung von Theorie, Methoden und Ethik der EBM.
Der Nutzen der evidenzbasierten Medizin
Das gesamte medizinische Wissen verdoppelt sich derzeit alle fünf Jahre, wobei einzelne Fachgebiete eine sehr viel stärkere Dynamik aufweisen. Bei der Fülle des be- und entstehenden Wissens ist der einzelne Arzt zunehmend überfordert, das für ihn Bedeutende zu bestimmen. EbM setzt sich das Ziel, die Qualität der veröffentlichten medizinischen Daten zu bewerten und damit auch zu verbessern. Damit dient EbM dem Patienten, dem einzelnen Arzt, der einzelnen Forschungseinrichtung und der Gesundheitspolitik. Allerdings ist die EbM selbst noch eine junge Wissenschaft, die sich ebenfalls weiter entwickelt.
Gerd Gigerenzer befürwortet ein Umdenken von lokalen Traditionen der Krankenbehandlung zu den gesicherten statistischen Fakten der EBM. Für ihn ist schon die Begriffsbildung bezeichnend, da informierte Entscheidungen immer noch eher ein Ideal als die Realität darstellen: man kann sich kaum Naturwissenschaftler vorstellen, die etwa Werbung für evidenzbasierte Physik machen müssen.
Der Streit zwischen traditioneller und evidenzbasierter Medizin ähnelt dem Konflikt zwischen Corpuslinguistik und traditioneller Linguistik. Auch dort haben computergestützte Methoden den empirischen Nachweis von vorher eher glaubensbasierten Erkenntnissen leichter gemacht.
Kritik an der evidenzbasierten Medizin
Die wesentlichen Argumente der Kritiker sind folgende:
# Ärzte haben sich "ohnehin schon immer" wie gefordert verhalten.
# Eine gute Beweisführung ist in vielen Bereichen der Medizin nicht durchführbar oder zu umständlich. Fast alle ärztlichen Handlungen, die komplett unstrittig sind, sind nicht evidenzbasiert und werden es nie sein.
# Fehlen von bewiesenem Nutzen und Fehlen von Nutzen sind nicht das Gleiche. So helfen zum Beispiel Umschläge mit "essigsaurer Tonerde" als Hausmittel gegen Fieber, obwohl diese noch keinem Doppelblindversuch unterworfen wurden.
# Je mehr Daten in großen Studien zusammen gezogen werden, um so schwieriger wird es, den Durchschnittspatienten der Studie mit dem Patienten zu vergleichen, der - im Hier und Jetzt - vor seinem Arzt sitzt.
# Kausalitäten können lange ungeklärt bleiben. Statistisch kann man oft nur von Korrelationen sprechen, manchmal von gesicherten Zusammenhängen. Aus anderen als statischen Zusammenhängen (etwa Zellversuche, Tierversuche) kann man manchmal auf eine sichere Kausalität schließen (beispielsweise bei vielen Infektionskrankheiten).
#Weiter werden Trugschlüsse bei den Endpunkten (Surrogat-Marker) von medizinischen Studien diskutiert.
#EBM wird von manchen (Medizin-)Statistikern mit folgender Argumentation kritisiert: So sind Studien mit einer großen Anzahl nicht ohne weiteres auf einen speziellen Einzelfall anwendbar.Große Zahlen liefern ein statistisch gesehen genaues Ergebnis, von dem man nicht weiß, auf wen es zutrifft. Kleine Zahlen liefern ein statistisch gesehen unbrauchbares Ergebnis, von dem man aber besser weiß, auf wen es zutrifft. Schwer zu entscheiden, welche dieser Arten von Unwissen die nutzlosere ist. (Beck-Bornholdt, Dubben 2003).
#EBM wird aus Karriere- und finanziellen Gründen stark vorangetrieben.
Bei allen vorhandenen Problemen hat sich die evidenzbasierte Medizin in folgendem Punkt als erfolgreich bewiesen: Von der Kanzel herab getätigte Äußerungen "medizinischer Experten" sind mehr als bisher hinterfragbar geworden (eminenzbasierte Medizin). Ein Mindestmaß an überprüfbaren Belegen reicht nicht mehr aus, eine zunehmend skeptische Kollegenschaft zu beeindrucken. Behauptungen müssen durch Argumente ersetzt werden, die die einschlägige medizinische Literatur untermauern muss. Medizinisches Wissen ist mehr als bisher hinterfragbar geworden.
Forderungen der evidenzbasierten Medizin
Evidenzbasierte Medizin fordert vom Arzt als Konsumenten dieses neuen Angebots nicht nur klinische Expertise (das heißt Fachwissen am Krankenbett), sondern auch das Wissen, wie man sich die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung aneignet, wie man sie interpretiert und wie man sie anwendet. Fachwissen ist ebenso erforderlich in der Gesprächsführung mit dem Patienten, vor allem in der Besprechung möglicher Nutzen und Risiken der verschiedenen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.
Außerdem ist eine Kenntnis der eigenen Wirkung auf den Patienten gefragt und auch ein Bewusstsein darüber, welche Sorte Patient die schwachen Seiten des Arztes zum Vorschein bringt. Allerdings ist evidenzbasierte Medizin keine Einbahnstraße: Vom mündigen Patienten darf ebenfalls gefordert werden, sich den gegebenen Erkenntnissen der Medizin nicht zu verschließen.
Quellen
- AHCPR Publication 1992, 92-0032: (100-107)
- http://www.cebm.net/levels_of_evidence.asp (Eine genauere Aufschlüsselung findet sich auf den Seiten des Centre for Evidence-Based Medicine in Oxford)
- Evidence-based medicine: What it is and what it isn't. Brit. med. J. 312 [1996] (71-72)
Siehe auch
- Evidenzklasse, Anzahl der notwendigen Behandlungen, prospektive Studien, retrospektive Studien, experimentelle Studien, Erkenntnistheorie, Ethik, Medizinische Wirksamkeit, Geschichte der Medizin, Risikofaktor, Stage migration, Medizinirrtum
Weblinks
- http://www.cochrane.de
- http://www.medknowledge.de/ebm/evidenz_basierte_medizin.htm
- http://www.evidence.de/EbM-Links/ebm-links.html
- [http://www.ivanovas.com/evidenz.html Evidenz-basierte Medizin – Evidenz ohne Basis]
- [http://www.cochrane.ch Swiss Cochrane Working Group]
- http://www.ebm-netzwerk.de/
- [http://www.dnebm.de Glossar] des Deutschen Netzwerkes Evidenzbasierte Medizin "DNEbM"
- http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=47063 Evidenzbasierte Medizin (EbM): Begriff entideologisieren
Kategorie:Evidenzbasierte Medizin
ja:根拠に基づいた医療
Studie (Medizin)Eine klinische Studie ist die Einflußnahme (z.B. durch medikamentöse Behandlung) auf eine Krankheit in einem kontrollierten experimentellen Umfeld.
Dabei stellen die klinischen Studien (Klinische Prüfung) den letzten Schritt in der Entwicklung eines neuen Therapieansatzes dar.
In der Praxis geht es dabei meist um die Verträglichkeit und/oder medizinische Wirksamkeit von Medikamenten. Andere Studien könnten beispielsweise chirurgische u.ä. Therapien umfassen.
Studien nach Entwicklungsstadien
Je nach Entwicklungsfortschritt werden die Studien in sog. klinische Phasen unterteilt.
Die Genehmigung zur nächst höheren Phase wird von der entsprechenden Aufsichtsbehörde nur dann erteilt wenn die vorangegangene Studienphase mit Erfolg abgeschlossen wurde.
Ein typischer Wirkstoff hat, bevor er in die 1. klinische Studienphase (Phase I) geht, schon etwa ein Jahrzehnt strenger präklinischer Studien durchlaufen. Nach einer FDA-Veröffentlichung (2004), hat ein solcher Wirkstoff dennoch nur eine Chance von 8%, schließlich auch die Marktreife zu erlangen. Eine Ursache dafür ist die geringe Übertragbarkeit von Ergebnissen aus Tierversuchen auf den Menschen: die große Mehrzahl (etwa 90%) der Substanzen, die sich im Tiermodell als "sicher" zeigten, scheitern in den nachfolgenden klinischen Studien.
Studiendesign
Um sicher zu stellen, dass kein anderer Faktor als der zu testende Wirkstoff für ein erfolgreiches Studienergebnis verantwortlich ist, entspricht ein modernes Studiendesign in der Regel folgenden Kriterien:
Zur Durchführung einer klinischen Studie ist die Genehmigung durch eine Ethik-Kommission erforderlich. Die Regeln der Good Clinical Practice (GCP) sind verbindlich für die Durchführung klinischer Tests.
In Deutschland war der Thalidomid(Contergan)-Skandal, bei dem die unerwünschten und schweren Nebenwirkungen lange unbemerkt blieben, einer der Hauptgründe für das Festsetzen dieser strengen Regeln bei der Einführung neuer Pharmaka.
In manchen Fällen sind jedoch kontrollierte und randomisierter Studien nicht oder nur schwer durchführbar. Gründe hierfür können sein:
- die Seltenheit der Krankheit
- Ausschluss einer Kontrollgruppe aus ethischen Gründen, wenn davon auszugehen ist, dass der zu testende Wirkstoff einen gravierenden therapeutischen Vorteil besitzt.
- invasive Therapien (wenn beispielsweise eine Scheinoperation durchgeführt werden müsste)
Daher gibt es auch weniger strenge Studien-Typen, wie etwa die Fall-Kontroll-Studie, die Kohorten-Studie oder die Prä-Post-Studie. Diese lassen nur Aussagen mit einer gewissen Unsicherheit über die untersuchte Therapieform zu. Im Rahmen der evidenzbasierten Medizin wird heute versucht, für jedes therapeutische Vorgehen eine möglichst gute wissenschaftliche Grundlage zu schaffen. An oberster Stelle steht dabei die Metaanalyse mehrerer randomisierter Studien, an unterster die Expertenmeinung, dazwischen die angeführten Studien.
Sponsoren
Der Sponsor einer klinischen Studie ist für den organisatorischen Ablauf zuständig. Er trägt alleine und ausschließlich die Verantwortung und somit das Risiko.
Die wichtigsten Träger klinischer Studien sind die pharmazeutische Industrie (siehe auch Pharmaforschung), Universitätsinstitute und angegliederte Forschungseinrichtungen, sowie staatliche, halbstaatliche und sonstige gemeinnützige Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Weblinks
[http://www.ifpma.org/clinicaltrials.html Internet-Portal für klinische Studien], Internationaler Verband der Pharmazeutikhersteller und -verbände (IFPMA)
Kategorie:Evidenzbasierte MedizinKategorie:Klinische Forschung
ja:治験
EvidenzEvidenz (lat. evidentia = Augenscheinlichkeit; evidence, engl. für: Aussage, Zeugnis, Beweis; Ergebnis, Unterlage, Beleg) bedeutet umgangssprachlich: Augenschein, Offenkundigkeit, völlige Klarheit. "Das ist doch evident" bedeutet somit, dass etwas nicht weiter hinterfragt werden muss.
Im Kontext der Evidenzbasierten Medizin (EbM) hat der Begriff Evidenz eine völlig andere Bedeutung. Hier leitet er sich vom englischen Wort „evidence“ = Nach-, Beweis ab und bezieht sich auf die Informationen aus klinischen Studien, die einen Sachverhalt erhärten oder widerlegen. (Glossar des DNEbM). Bei der Übersetzung des Begriffs evidence based medicine ist man in eine klassische Übersetzungsfalle getappt. Beweisbasierte Medizin wäre die richtige Übersetzung gewesen.
Philosophie und Rhetorik
Ob man sie als "anschauliche Gewißheit" (Immanuel Kant) oder als "Selbstgegebenheit" (Edmund Husserl) betrachtet, die Evidenz ist eine Art Wahrheitskriterium für solche Sätze, die man nicht weiter zurückführen oder hinterfragen kann. In der Rhetorik interessiert weniger die objektive Evidenz, in der sich eine Wahrheit oder ein Sachverhalt als solche(r) unzweifelbar "zeigt", als vielmehr die subjektive oder psychologische Evidenz, die sich in einem "Gefühl des Überzeugtseins" ausdrückt.
Obwohl wir in der Evidenz "eine Einsicht ohne methodische Vermittlungen" vor uns haben, ist sie eine der wesentlichen Säulen unseres Argumentierens und als solche, wie Stegmüller ausführt, selbst Methode: >All unser Argumentieren, Ableiten, Widerlegen, Überprüfen ist ein ununterbrochener Appell an Evidenzen, wobei ... das "Appell an..." nicht so misszuverstehen ist, als würde die Evidenz jeweils den Gegenstand der Rechtfertigung darstellen. Sie ist das "Wie" und nicht das "Worüber" des Urteilens."
So berufen wir uns in Wissenschaft und Alltag also beständig auf "evidente" Sätze, auf "offensichtliche" und "selbstverständliche" Einsichten, ohne den eigentlichen Charakter dieser Einsichten jemals beweisen zu können, denn: " ... das Evidenzproblem ist absolut unlösbar ... alle Argumente für die Evidenz stellen einen circulus vitiosus dar und alle Argumente gegen sie einen Selbstwiderspruch. ... Wer für die Evidenz argumentiert, begeht einen Zirkel, denn er will beweisen, daß es die Evidenz gibt; das zu Beweisende soll also das Ergebnis der Überlegungen darstellen, während er vom ersten Augenblick seiner Argumentation an Evidenz bereits voraussetzen muß. Wer gegen sie argumentiert, begeht einen Selbstwiderspruch; denn er muß ebenfalls voraussetzen, daß seine Argumentationen evident sind.<
Zur philosophischen Bedeutung der Evidenz siehe auch: Evidenz (Philosophie).
Medizin
In der Medizin ist ein neuerer Forschungszweig die evidenzbasierte Medizin, die Entscheidungen aufgrund von statistischen Fakten propagiert und sich eben nicht auf den Augenschein oder lokale Traditionen verlassen will. Sie sucht eindeutige Beweise als Arbeitsgrundlage für Arzt und Patienten. Ihre Ergebnisse belegt sie mit Unterlagen. Sie bemüht sich schon in ihren Fragestellungen um genaue Aussagen, geht Hinweisen nach und benennt Zeugen.
Als externe Evidenz wird in der Evidenzbasierten Medizin die strukturierte Präsentation der wissenschaftlichen Forschung bezeichnet.
Die interne Evidenz (auf der Grundlage klinischer Expertise) kann als Gespür für relevante Fakten aufgefasst werden und soll in der Evidenzbasierten Medizin mit der externen Evidenz verknüpft werden.
Siehe auch
- Erkenntnistheorie
- Evidenz (Rhetorik)
Quellen
- G. Schischkoff: Philosophisches Wörterbuch, Stuttgart 1974(19)
- J. F. Fries: Neue Kritik der Vernunft, 1807
- J. Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, Mannheim 1980
- W. Stegmüller: Metaphysik, Skepsis, Wissenschaft, Berlin 1969(2)
- D. Zittlau: Kommunikation und Rhetorik, Düsseldorf 1996
- D. Zittlau: Schlagfertig kontern, München 2002
- R. Kunz für die AG Glossar des DNEbM: Glossar des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin, Köln 2004. http://www.dnebm.de
Kategorie: Wahrheit
ParadigmenwechselAls Paradigmenwechsel wird eine (oft radikale) Änderung eines Paradigmas bezeichnet, wodurch sich der Blickwinkel auf das entsprechende Thema ändert und die Grundlage für eine Weiterentwicklung gegeben wird.
Wissenschaftstheorie zu Paradigmenwechseln nach Kuhn
Ein epistemologischer Paradigmenwechsel wird, nach dem Erkenntnistheoretiker Thomas S. Kuhn, eine wissenschaftliche Revolution genannt.
Sofern in einer Wissenschaft Abweichungen auftreten, welche nicht mehr durch das allgemeinhin geltende Paradigma, innerhalb dessen der bisherige wissenschaftliche Fortschritt stattfand, erklärt werden können und sich auch nur schwer durch ad hoc-Hypothesen eliminieren lassen, beginnt eine Phase der Krise. Die besten Forscher versuchen nun zunächst, die anomalen Entdeckungen mit dem alten Paradigma zu vereinbaren und so die Wissenschaft wieder auf sicheren Grund zu stellen. Wenn dies über einen längeren Zeitraum hinweg nicht erfolgreich ist, beginnt die Zeit der wissenschaftlichen Revolution. Es werden neue Theorien ersonnen, die mehrere Aufgaben zu erfüllen haben: Sie sollen gleichzeitig die Probleme lösen, die die Wissenschaft in die Krise geführt haben, und viele der Fragen beantworten, die das alte Paradigma bereits zufriedenstellend lösen konnte. In diesem Prozess der Spekulation kristallisiert sich mit der Zeit ein Kandidat heraus, der zur zukünftigen Forschungsleitung geeignet ist und so die Rolle des alten Paradigmas als Grundlage der Normalwissenschaft übernimmt. Dieser Übergang lässt sich laut Kuhn nicht allein mit Mitteln der Logik beschreiben, speziell Forscher mit verschiedenen Theoriehintergründen werden an zentralen Stellen der Diskussion aneinander vorbeireden.
Klassische Beispiele für Paradigmenwechsel:
- Die Ablösung des geozentrischen (Ptolemäus) durch das heliozentrische Weltbild (Nikolaus Kopernikus).
- Die Entdeckungen Galileo Galileis, der damit die aristotelische Physik ablöste.
- Die Entdeckungen von Johannes Kepler.
- Die Entdeckung der modernen Physik von Isaac Newton.
- Albert Einsteins spezielle Relativitätstheorie und allgemeine Relativitätstheorie, welche die ursprünglichen Ideen von Äther, absoluter Bewegung, Zeit und Raum umwarfen.
Eine verbreitete Fehlinterpretation des Kuhnschen Paradigmas ist der Glaube, dass die Entdeckung von Paradigmenwechsel und die dynamische Natur der Wissenschaft ein Argument für den Relativismus sind. Sein Ansatz läßt also nicht den Schluss zu, dass die Modelle der Esoterik, der Pseudowissenschaften oder die Konzepte der Religionen zu den Modellen der heutigen Naturwissenschaft gleichwertig sind. Kuhn verweigert sich vehement dieser Interpretation. Der Paradigmenwechsel nach Kuhn beinhaltet, dass ein neues Paradigma auch in Hinblick auf objektivierbare Kriterien die beobachteten Phänomene besser erklären kann als das alte; es genügt nicht, dass das vorgeschlagene Paradigma einfach nur vom aktuellen Paradigma verschieden ist.
Kritik durch Lakatos
Kritisiert wurde diese Theorie von Lakatos. Im Gegensatz zu Kuhn ist Lakatos der Auffassung, dass verschiedene Forschungsprogramme rational verglichen und diskutiert werden können. Die Wissenschaft kann Fortschritte machen und sich vernünftig entwickeln. Lakatos betrachtet Fortschritt der Wissenschaft nicht als eine kontinuierliche Annäherung an die Wahrheit, sondern als eine Reihe von Problemverlagerungen, die uns ständig auf eine höhere Stufe bringen.
Philosophische Paradigmenwechsel
Einen Philosophischen Paradigmenwechsel stellt der Übergang von Antike zum Mittelalter dar:
Im Jahre 529 n. Chr. wurde die Platonische Akademie in Athen geschlossen, im selben Jahr gründete Benedikt von Nursia das Kloster Monte Cassino. Diese äußeren Ereignisse machen den Paradigmenwechsel deutlich: Die "platonische" Zeit der Antike wurde vom Christentum abgelöst, christliches Denken löste "heidnisches" Denken ab.
Das Ende des Mittelalters und der Beginn der Neuzeit wird ebenfalls durch äußere Ereignisse datiert:
um 1450 erfindet Gutenberg den Buchdruck, 1492 entdeckte Kolumbus Amerika, , 1517 leiten Luthers Thesen die Reformation ein.
Zu dieser Zeit fand ein weiterer großer philosohischer Paradigmenwechsel statt: Vom von der Kirche vorgegebenem Denken und dogmatischer Kirchenherrschaft zu eigenständigem Denken, universeller Vernunft und beginnender Säkularisation.
siehe auch: kopernikanische Wende (Kants erkenntnistheoretische Neuerung)
Paradigmenwechsel in den Sozialwissenschaften
In den Geisteswissenschaften wird mit Paradigmenwechsel eine wichtige qualitative Änderung von Denkmustern bezeichnet.
Das kann eine radikale Änderung im persönlichen Glauben, in komplexen Systemen oder in Organisationen sein. Er ersetzt die ehemalige Art und Weise des Denkens oder des Organisierens durch eine radikal andere. Beispiele von Paradigmenwechsel in Vorstellung und in Denkmustern zeigen sich an gesellschaftlichen Umbruchprozessen, welche vor allem nach umwälzenden Entdeckungen und Erfindungen bzw. durch die generelle Änderung der Kriegsstrategie einer Epoche stattgefunden haben:
- Die Nutzbarmachung des Feuers, die Erfindung des Rades oder Schwarzpulvers mit den entsprechenden kriegerischen und gesellschaftlichen Veränderungen.
- Das Ende der Agrargesellschaft mit Beginn der Industriellen Revolution nach der breiten Nutzbarbachung der Dampfmaschine ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
- Die Umwälzungen in der englischen Monarchie, als sie die Magna Charta unterzeichnete.
- Die Folgen erneut veränderter Kriegsführung mit der Entwicklung des preußischen militärischen Modells.
- Die breite Freisetzung von Arbeitskraft zu Beginn des Informationszeitalters seit den 1960er Jahren des letzten Jahrhunders in der westlichen Welt.
- Die Entdeckungen und Techniken in der Genetik, welche neue Einsichten in der Anthropologie erzwingen und alte Annahmen ablösen.
- Die weltweiten gesellschaftlichen Folgen durch den Kampf gegen internationalen Terrorismus
Paradigmenwechsel in der Physik
Die Entdeckung der quantenphysikalischer Phänomene und Ausarbeitung der Grundzüge der Quantentheorie (beginnend in den 20er und 30er Jahren des 20-ten Jahrhunderts) hat zu einem Paradigmenwechsel in der Physik geführt. Vor dem Paradigmenwechsel galt die Grundannahme: Licht ist eine Welle und Materie besteht aus kleinen Teilchen (Elementarteilchen). Im Zuge der Ausformulierung der Quantenmechanik wurden diese Grundannahmen auf Grund experimenteller Beobachtungen umformuliert zu: Licht hat auch Teilchencharakter und Materie d.h. Elementarteilchen haben auch Wellencharakter.
Paradigmenwechsel in Medizin und Biologie
Beispiele von Paradigmenwechsel in Medizin und Biologie:
- Die Ablösung der Medizin des Altertums (Humoralpathologie, etc.) durch die ab der Renaissance aufkommenden medizinischen Entdeckungen (Blutkreislauf, etc.).
- Die Entdeckung der Evolution.
Paradigmenwechsel in der Wirtschaft
Als Paradigmenwechsel in der Wirtschaft können die Anfänge der Kondratjew-Zyklen verstanden werden, als völliges Umdenken der Wirtschaftsweise.
Auch wird der Wechsel vom Keynesianismus zum Neoliberalismus etwa um den Jahrzehntewechsel 70er auf 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts als Paradigmenwechsel bezeichnet.
Kategorie:Wissenschaftstheorie
Kategorie:Soziologie
ko:패러다임의 전환
18. Jahrhundert
Das 18. Jahrhundert begann am 1. Januar 1701 und endete am 31. Dezember 1800. Es zählt zur Epoche der Neuzeit, gilt im Rahmen der europäischen Geschichte als eine Krönung der Aufklärung - man spricht auch von der Zeit der Spätaufklärung. Nachdem bereits seit der Renaissance und vermehrt im 17. Jahrhundert Forscher und Denker wie Galilei, Newton und Descartes Grundlagen geschaffen hatten, entwickelte sich die neuzeitliche Wissenschaft weiter, gab der Landwirtschaft und Warenproduktion (Manufaktur/ früher Industrialismus) neue Impulse, Ursprünge moderner Wirtschaftswissenschaft wurden erarbeitet - durch Adam Smith z. B. In Begleitung von Voltaire und Jean-Jacques Rousseau kam es auch zum Aufblühen einer Philosophie der Aufklärung. Neue Projekte wie die Enzyklopädie (Denis Diderot u. a.) bargen neben rein sachlichen Wissenssammlungen auch brisante Inhalte, beeinflussten die späteren politischen Revolutionen des Jahrhunderts. In Deutschland kam ein neues Durchsetzungskraft des Mittelstandes z. B. in den Werken Gotthold Ephraim Lessings zum Ausdruck. Mit der Aufklärung erweiterten auch die Vertreterinnen der Frauenemanzipation ihr Wirkungsfeld (Mary Wollstonecraft u. a.).
Ereignisse/Entwicklungen
- Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika
- Französische Revolution 1789
- Gründung der Zulu-Nation
- Die Aufklärung
- In London entwickelt sich anfangs Jahrhundert eine florierende Wertpapierbörse
- Wissenschaftliche Entdeckungen und Frühphase der Industriellen Revolution.
- Die Kleine Eiszeit (1500-1850) erreicht um 1750 ihren Höhepunkt.
- Die Parlamente von Schottland und England bilden das Vereinigte Königreich von Großbritannien
- James Cook umrundet die Welt in den 1770ern.
- Beginn der europäischen Besiedlung Australiens 1788.
- Napoleonische Truppen entdecken 1799 den Stein von Rosetta.
- Wars of Empire zwischen Großbritannien, Frankreich, Spanien, Österreich.
- siehe auch Spanischer Erbfolgekrieg 1701-1714 (engl. Queen Anne's War), Österreichischer Erbfolgekrieg, War of Jenkins Ear, Siebenjähriger Krieg (engl. French and Indian War). Besiegelt den Aufstieg Großbritanniens zur Großmacht.
Persönlichkeiten
- James Watt, schottischer Erfinder.
- Johann Sebastian Bach, Komponist
- Canaletto, italienischer Maler
- James Cook, englischer Entdecker
- Denis Diderot, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Leonhard Euler, schweizer Mathematiker
- Henry Fielding, englischer Schriftsteller
- Benjamin Franklin, amerikanischer Erfinder und Diplomat
- Friedrich II. von Preußen, König
- Thomas Gainsborough, englischer Maler
- Johann Wolfgang von Goethe, Dichter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann
- Oliver Goldsmith, englischer Schriftsteller
- Thomas Gray, englischer Dichter
- Joseph Haydn, Komponist
- William Hogarth, englischer Maler
- David Hume, schottischer Philosoph
- Thomas Jefferson, amerikanischer Politiker
- Immanuel Kant, deutscher Philosoph
- Angelika Kauffmann, schweizerische Malerin
- Katharina II. (genannt: Katharina die Große)
- Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Schriftsteller
- Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Aphorist
- Michail Lomonossow, russischer Universalgelehrte
- Anton Raphael Mengs, deutscher Maler
- Wolfgang Amadeus Mozart, Komponist
- Isaac Newton, englischer Physiker
- Joshua Reynolds, englischer Maler
- Jean-Jacques Rousseau, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Friedrich Schiller, deutscher Dichter und Schriftsteller
- Laurence Sterne, englischer Schriftsteller
- Alexander Suworow, russischer Feldmarschall
- Jonathan Swift, irischer Schriftsteller
- Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Johann Philipp Lorenz Withof, Dichter und Philosoph, Verfasser philosophischer Lehrgedichte
- Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin Ungarns und Böhmens
- Christian Wolff, Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker
Erfindungen und Entdeckungen
- Cotton Gin von Eli Whitney
- John Harrisons Chronometer löst das Längenproblem der Navigation der Seefahrt
- Verbesserte Dampfmaschinen durch Thomas Newcomen und James Watt
- Dampfboot
- Dampfwagen
- Heißluftballon
- Fallschirm
- optischer Telegraph
- Blitzableiter
- Kreissäge
- Steindruck / Lithographie
- Impfung
- Quecksilberthermometer
- diverse Innovationen der Textilindustrie, u. a. programmierbare Webstühle
01-18
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ja:18世紀
ko:18세기
Ignaz Semmelweis
Ignaz Philipp Semmelweis (Ungarisch Ignác Fülöp Semmelweisz, - 1. Juli 1818 in Ofen bei Buda, heute Budapest; † 13. August 1865 in Döbling bei Wien) war ein ungarisch-österreichischer Arzt.
Er lernte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien.
Bedeutung
Semmelweis, später Retter der Mütter genannt, war Assistenzarzt in der Klinik für Geburtshilfe in Wien. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die Sterblichkeitsrate durch Kindbettfieber wesentlich höher war als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür finden und untersuchte die Mütter noch gründlicher. Doch gerade dadurch stiegen die Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich dagegen wehrten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinem Tagebuch starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Es war demnach genauso gefährlich, ein Kind auf die Welt zu bringen wie an Lungentzündung zu erkranken.
Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803 - 1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb, einer Krankheit mit ähnlichem Verlauf wie dem des Kindbettfiebers, glaubte Semmelweis die Ursache der Erkrankung benennen zu können:
Die Medizinstudenten führten täglich klinische Sektionen an Leichen der Patientinnen durch, die zuvor an Kindbettfieber verstorben waren. Mit ungewaschenen und nicht desinfizierten Händen untersuchten sie dazwischen die Frauen während der Entbindung und übertrugen dabei Spuren von infektiösem Material.
Die eigentliche Ursache der Infektionen - die Übertragung von auf den Händen normalerweise massenhaft vorhandenen Bakterien - war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen damit nicht in Kontakt und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch.
Semmelweis wies seine Studenten daher an, sich nach Leichensektionen die Hände mit Chlorkalk zu desinfizieren, eine wirkungsvolle Maßnahme, die die Sterblichkeitsrate von 12,3 % auf 2-3 % senkte.
Als trotzdem noch einmal 12 Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet wurde, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen sondern auch von lebenden Personen ausgehen kann.
So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung desinfiziert werden mussten.
Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 % zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag.
Trotz dieses Erfolgs wurden seine Arbeiten lange Zeit nicht anerkannt.
Seine Studenten hielten Sauberkeit schlicht für unnötig und Ärzte wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst jene Krankheit verursachten, die sie heilen wollten.
Durch eine Intrige seines Chefs, der sich übergangen fühlte, wurde Semmelweis diskreditiert und musste 1849 die Klinik verlassen.
Ab 1855 war Semmelweis Professor für Geburtshilfe an der Universität in Pest (heute die nach ihm benannte Semmelweis Universität Budapest). Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Doch nur wenige Ärzte standen auf seiner Seite, da die Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde.
Semmelweis erkrankte anscheinend psychisch und wurde im Juli 1865 von 3 Ärztekollegen in die Irrenanstalt Döbling bei Wien ohne Diagnose eingeliefert. Manche Quellen berichten, Semmelweis' Einlieferung in die Irrenanstalt sei aufgrund einer Intrige geschehen. 1862 hatte er in einem offenen Brief an die Ärzteschaft gedroht, die geburtshelfenden Ärzte öffentlich als Mörder anzuprangern, da sie seine Hygienevorschriften immer noch nicht anwandten. (Quelle: “Die Zeit” Nr. 33, 1995)
Am 13. August 1865, 2 Wochen nach seiner Einweisung, starb er an einer Blutvergiftung durch eine kleine Verletzung, die er sich bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal zugezogen hatte.
Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827-1912) im Jahr 1867 vorgeführte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein steiler Abfall der Mortalität im Operationssaal erreicht. Im Zuge dieses Fortschrittes setzte sich eine Ärztegeneration später auch die Hygiene im Kindbett durch und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Ignaz Semmelweis' Erkenntnissen gewahr.
Literatur
- Biographien über Semmelweis sind von L. F. Destouches (tr. 1937) und J. Rich (1961) erschienen.
- I. Semmelweis: Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni, (Pest 1861)
- I. Semmelweis: Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861
- I. Semmelweis: Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis, 1862, Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen [http://www.literature.at/webinterface/library/ALO-BOOK_V01?objid=13184&zoom=6]
Filme
- Semmelweis - Retter der Mütter DEFA 1950 vom Regisseur Georg C. Klaren
- "Ignaz Semmelweis - Arzt der Frauen", 1987 Regie: Michael Verhoeven
Siehe auch
Geschichte der Medizin -- Liste bedeutender Mediziner und Ärzte - Antisepsis
Weblinks
-
- [http://www.onmeda.de/lexika/persoenlichkeiten/semmelweis.html Biographie bei onmeda.de]
- [http://www.uni-wuerzburg.de/pathologie/Virchow/v2/v2_semmel.htm Semmelweis und Virchow]
- [http://www.uh.edu/engines/epi622.htm englische Biographie] bei The Engines of Our Ingenuity
Semmelweis, Ignaz
Semmelweis, Ignaz
Semmelweis, Ignaz
Semmelweis, Ignaz
Semmelweis, Ignaz
1972
Jahreswidmungen
- Der Steinkauz (Athene noctua) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: Nello Celio wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Indonesien, Präsident Hadji Mohamed Suharto erlässt eine Teil-Amnestie für die Putschisten von 1965
- 1. Januar: Polen und DDR führen den pass- und visafreien Grenzverkehr ein
- 1. Januar: Kurt Waldheim wird Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 14. Januar: Dänemark: Krönung von Margrethe II. zur Königin
- 18. Januar: Bahrain wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Januar: Katar wird Mitglied in der UNESCO
- 28. Januar: Regierungschefs des Bundes und der Länder beschließen den sog. Radikalenerlass
- 29. Januar: das Kernkraftwerk in Stade geht ans Netz
- 30. Januar: nordirischer Blutsonntag
- 30. Januar: Pakistan tritt aus dem Commonwealth aus
- 4. Februar: die Raumsonde Mariner 9 sendet Bilder vom Mars
- 9. Februar: Wings spielen ihr erstes Konzert (Universität Nottingham)
- 10. Februar: Oman wird Mitglied in der UNESCO
- 19. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Singapur
- 22. Februar: Scheich Khalifa übernimmt die Staats- und Regierungsgewalt in Katar
- 23. Februar: ein Lufthansa-Flugzeug wird nach Aden entführt; die Passagiere werden mit einem Lösegeld von 16 Millionen D-Mark freigekauft
- 3. März: Start der Raumsonde Pioneer 10
- 16. April: Start der Apollo 16-Mission
- 20. April: die Vereinigten Arabischen Emirate werden Mitglied in der UNESCO
- 27. April: Konstruktives Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt schlägt fehl
- 29. April: erste deutsche Schwulendemo in Münster
- 20. Mai: Volksabstimmung zur Vereinigten Republik Kamerun
- 22. Mai: Ceylon gibt sich eine neue Verfassung und wird eine Republik unter dem Namen Sri Lanka
- 26. Mai: Unterzeichnung der SALT I Verträge durch Richard Nixon und Leonid Breschnew
- 27. Mai: die erste Folge von Star Trek mit dem Raumschiff Enterprise wird im Deutschen Fernsehen gezeigt
- 1. Juni: Irak verstaatlicht die gesamte Erdölindustrie
- 2. Juni: Andreas Baader und andere Mitglieder der Rote Armee Fraktion werden in Frankfurt am Main nach einer Schießerei verhaftet
- 3. Juni: das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten BRD und DDR tritt in Kraft
- 5. Juni: Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wird seitdem alljährlich als Weltumwelttag gefeiert
- 7. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Marokko
- 8. Juni: Ägypten. Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland
- 9. Juni: der Bundestag beschließt die Absenkung des aktiven Wahlalters auf 18 Jahre
- 15. Juni: Ulrike Meinhof und Gerhard Müller von der Rote Armee Fraktion werden in der Wohnung eines Lehrers in Westdeutschland verhaftet
- 17. Juni: Einbruch ins Watergate-Gebäude in Washington D.C., Beginn der Watergate-Affäre
- 1. August: Das mit 100 m Durchmesser bis dahin größte frei bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in Betrieb genommen
- 7. August: Eröffnung der Gesamthochschule Duisburg
- 5. September: Anschlag auf die israelische Mannschaft bei den XX. Olympischen Sommerspielen in München durch die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September (siehe:Olympische Tragödie)
- 14. September: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen
- 20. September: Willy Brandt stellt im Bundestag die Vertrauensfrage
- 10. Oktober: Watergate-Affäre: FBI-Agenten teilen mit, dass der Einbruch ins Hauptquartier der Demokraten Teil einer politischen Sabotageaktion des Weißen Hauses sei
- 27. Oktober: Bangladesch wird Mitglied in der UNESCO
- 7. November: Richard Nixon besiegt George McGovern in den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen mit großem Stimmenvorsprung
- 19. November: die SPD gewinnt die Bundestagswahlen
- 24. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Australien
- 7. Dezember: Start der Apollo 17-Mission, der letzten Mond-Mission
- 14. Dezember: Eugene Andrew Cernan verlässt als vorläufig letzter Mensch den Mond
- 18. Dezember: Abkommen über gegenseitige Unterstützung in Zollangelegenheiten zwischen Deutschland und Schweden
- 18. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen
- 21. Dezember: Unterzeichnung des Grundlagenvertrags zwischen der DDR und der Bundesrepublik
- 28. Dezember: die sterblichen Überreste von Martin Bormann werden in Berlin identifiziert
- 31. Dezember: Portugal tritt aus der UNESCO aus
- Kim Il-sung wird Präsident Nord-Koreas
- In einer Volksabstimmung in Norwegen wird der Beitritt des Landes zur Europäischen Gemeinschaft (EG) abgelehnt
- Der Club of Rome veröffentlicht seinen Bericht Die Grenzen des Wachstums
- Die kubanische Insel Cayo Blanco del Sur wird von Fidel Castro der DDR bei einem Staatsbesuch zum Geschenk gemacht
Kultur
- 28. Januar: Uraufführung der Oper Treemonisha von Scott Joplin in Atlanta, Georgia
- 13. April: Mit der Nummer 17/72 erscheint die erste Ausgabe des Comicmagazins ZACK
- 16. April: Uraufführung der Oper Noch einen Löffel Gift, Liebling von Siegfried Matthus an der Komischen Oper Berlin
- 23. Oktober: Uraufführung der Oper Elisabeth Tudor von Wolfgang Fortner in Berlin
- Gründung der Universität Tromsø
Katastrophen
- 7. Januar: Ibiza, Spanien. Eine Caravelle der Iberia Airlines prallt gegen die umliegenden Berge, wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen Ibiza
- 26. Februar: Der Buffalo-Creek-Dammbruch in West Virginia, USA verursacht bis zu 125 Todesopfer
- 3. März: New York, USA. Eine Fairchild FH-227 der Mohawk Airlines meldete einen Maschinenschaden und stürzte ca. 6 km vor der Landebahn in ein Gebäude. 16 der 48 Menschen an Bord starben, ebenfalls ein Anwohner
- 14. März: Al Fujayrah, Vereinigte Arabische Emirate. Eine Caravelle der Sterling Airways Aerospatiale stürzte ab. Alle 112 Menschen an Bord starben
- 18. März: Charkow, Ukraine. Absturz einer Tupolew Tu-104 der Aeroflot
- 19. März: Shamsam, Süd-Vietnam. Eine Douglas DC-9 der Egypt Air stürzte ca. 6 km vor der Landebahn ab. Alle 30 Menschen an Bord starben
- 10. April: Erdbeben der Stärke 7,1 im Iran, 5.054 Tote
- 5. Mai: Palermo, Italien. Eine Douglas DC-8 der Alitalia prallt während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 115 Personen an Bord starben
- 9. Mai: Bei der Explosion von drei Bomben im Springer-Verlagshaus (Hamburg) werden 17 Menschen verletzt
- 28. Mai: Fort Lauderdale, Florida, USA. Eine Douglas DC-9 der Eastern Airlines machte eine Bruchland infolge eines Feuers an Bord
- 30. Mai: Fort Worth, Dallas, USA. Eine Douglas DC-9 der Delta Air Lines stürzte während der Landung auf die Start- und Landebahn und explodierte. Der Grund war eine kurz zuvor gestartete McDonnell Douglas DC-10, in deren Luftwirbel die Maschine geriet und der Pilot die Kontrolle verlor. Alle 4 Personen an Bord starben
- 9. Juni: Der Damm des Canyon Lake in Rapid City (South Dakota) bricht und verursachte eine Flutwelle
- 14. Juni: Neu Delhi, Indien. Absturz einer Douglas DC-8 der Japan Airlines nach einer Kollision während der Landung. 87 Menschen starben, 6 Menschen konnten gerettet werden
- 18. Juni: London, Großbritannien. Absturz einer Hawker Siddeley Trident der BEA 5 Minuten nach dem Start. Alle 121 Menschen starben
- 14. August: Königs-Wusterhausen, DDR. Absturz einer Iljuschin Il-62 der Interflug, ausgelöst durch einen konstruktionsbedingten Brand der Heißluftleitung. Alle 148 Passagiere sowie 8 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben
- 5. September: Terroranschlag auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen (11 israelische Sportler, 5 Terroristen und 1 Polizist wurden getötet.)
- 13. Oktober: Moskau, UdSSR. Absturz einer Iljuschin Il-62 der russischen Aeroflot. Alle 176 Menschen starben
- 13. Oktober: In den Anden: im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Chile: stürzt ein Flugzeug mit 45 Insassen ab, darunter eine Rugbymannschaft. 16 Überlebende werden nach 72 Tagen gerettet. Das Unglück wurde 1993 unter dem Titel Überleben verfilmt
- 13. November: ein schwerer Orkan wütet über Deutschland. Er zerstört unter anderem den Mittelturm des Senders Königs Wusterhausen
- 3. Dezember: Teneriffa, Spanien, ein Charterflugzeug vom Typ Convair Coronado der Spantax Airlines verunglückt beim Start. 165 Tote, davon 144 Deutsche
- 8. Dezember: Chicago, Illinois, USA. Eine Boeing 707 der United Airlines auf dem planmäßigen Flug von Washington D.C. ankommend, stürzte kurz vor der Landebahn ab. 45 Menschen starben aufgrund menschlicher Fehler, zwei davon vom Bodenpersonal. 18 Passagiere konnten gerettet werden
- 23. Dezember: Erdbeben der Stärke 6,2 in Nicaragua, etwa 5.000 Tote
- 29. Dezember: Miami, Florida, USA. Eine Lockheed L-1011 TriStar der Eastern Airlines mit 176 Menschen an Bord, stürzte ca. 20 km vor dem Miami International Airport in die Everglades. 77 Menschen überlebten, 60 davon mit schweren Verletzungen, 99 Personen starben
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 15. Januar: Joe Frazier gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Terry Daniels im Rivergate Auditorium, New Orleans, USA, durch technischen KO
- 3. bis 13. Februar: XI. Olympischen Winterspiele in Sapporo (Japan)
- 25. Mai: Joe Frazier gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ron Stander im Civic Auditorium, Omaha, Nebraska, USA, durch technischen KO
- 26. August bis 11. September: XX. Olympischen Sommerspiele in München
- Die Deutsche Nationalelf gewinnt die Fußball-Europameisterschaft in Belgien
- Ingolf Mork aus Norwegen gewinnt die Vierschanzentournee 1971/1972
- Emerson Fittipaldi wird Formel 1 Weltmeister
- Eddy Merckx gewinnt zum 4. Mal die Tour de France
- FC Schalke 04 gewinnt den DFB-Pokal
- FC Bayern München wird Deutscher Fußballmeister
- Robert James Fischer wird am 1. September im sog. Match des Jahrhunderts Schachweltmeister
Preisverleihungen
- Nobelpreise:
- Physik: John Bardeen, Leon Neil Cooper und Robert Schrieffer
- Chemie: Christian B. Anfinsen, Stanford Moore und William H. Stein
- Medizin: Gerald M. Edelman und Rodney R. Porter
- Literatur: Heinrich Böll
- Friedensnobelpreis: (nicht verliehen)
- Wirtschaftswissenschaft: John Hicks und Kenneth Arrow
- Edsger Wybe Dijkstra erhält den Turing-Preis
- Roy Jenkins erhält den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen
- Charlie Chaplin erhält den Ehrenoscar für seine „unschätzbaren Verdienste um die Filmkunst“
- John Berger erhält den Booker Prize
Musik
- In Schweden finden sich die vier Künstler Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad zusammen und nehmen als Björn und Benny, Agentha und Anni-Frid ihre erste Single auf, ab 1974 sollten sie unter dem Namen ABBA weltweit bekannt werden, heute sind die vier Schweden, nach den Beatles, die erfolgreichtse Gruppe überhaupt
- 17. November: keine Macht für Niemand von Ton Steine Scherben erscheint
Siehe auch: Liste der Nummer-Eins-Hits in Deutschland (1972)
- 1. Januar: Lilian Thuram, französischer Fußballspieler
- 1. Januar: Lady Saw, Dancehall- und Reggae Deejay/Singjay
- 2. Januar: Britt Reinecke, deutsche Fernsehmoderatorin
- 2. Januar: Hanno Girke, deutscher Spielerfinder
- 3. Januar: Alisha Klass, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 5. Januar: Sasha, deutscher Popsänger
- 5. Januar: Sakis Rouvas, griechischer Sänger
- 5. Januar: Nikki Nova, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 11. Januar: Craig Jones, ehemaliger Gitarrist bei Slipknot
- 11. Januar: Amanda Peet, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Januar: Stefan Beinlich, deutscher Fußballspieler
- 13. Januar: Nicole Eggert, US-amerikanische Schauspielerin
- 15. Januar: Shelia Burrell, US-amerikanische Leichtathletin
- 17. Januar: Benno Fürmann, deutscher Schauspieler
- 18. Januar: Conny Mayer, deutsche Politikerin
- 18. Januar: Kjersti Plätzer, norwegische Leichtathletin und Olympionikin
- 21. Januar: Sabina Valbusa, italienische Skilangläuferin
- 21. Januar: Javier Yubero, spanischer Fußballspieler († 2005)
- 24. Januar: Muriel Baumeister, österreichische Schauspielerin
- 24. Januar: Beth Hart, Sängerin, Rockmusikerin
- 25. Januar: Silke Rottenberg, deutsche Fußballspielerin
- 25. Januar: Pauli Jaks, Schweizer Eishockeyspieler
- 27. Januar: Tobias Steinhauser, deutscher Radrennfahrer
- 27. Januar: Mark Owen, englischer Sänger
- 1. Februar: Christian Ziege, deutscher Fußballspieler
- 2. Februar: Dana International, israelische Popsängerin
- 3. Februar: Georg Koch, deutscher Fußballspieler
- 5. Februar: Kronprinzessin Mary, Kronprinzessin von Dänemark
- 8. Februar: Piotr Gładki, polnischer Marathonläufer († 2005)
- 8. Februar: Paul Wight,
- 12. Februar: Sophie Zelmani, schwedische Musikerin
- 13. Februar: Ronald Maul, deutscher Fußballspieler
- 13. Februar: Virgilijus Alekna, litauischer Leichtathlet
- 14. Februar: Rob Thomas (Musiker), Rockmusiker
- 15. Februar: Michelle (Sängerin), deutsche Schlagersängerin
- 15. Februar: Jaromír Jágr, NHL-Eishockeyspieler
- 16. Februar: Wiebke Lorenz, deutsche Journalistin und Romanautorin
- 16. Februar: Grit Breuer, deutsche Leichtathletin
- 17. Februar: Billie Joe Armstrong, Frontsänger und Gitarrist der Punkrockband Green Day
- 20. Februar: Laith Al-Deen, deutscher Musiker
- 22. Februar: Markus Rühl, Bodybuilder
- 22. Februar: Claudia Pechstein, deutsche Eisschnellläuferin
- 22. Februar: Kari Eisenhut, Gleitschirmpilot
- 22. Februar: Michael Chang, US-amerikanischer Tennis-Profi
- 24. Februar: Manon Rheaume, kanadische Eishockeytorfrau
- 25. Februar: Anneke Kim Sarnau, deutsche Schauspielerin
- 2. März: Tim Bergmann, deutscher Schauspieler
- 5. März: Luca Turilli, Musiker
- 6. März: Peter Sendel, deutscher Biathlet
- 6. März: Shaquille O'Neal, US-amerikanischer Basketballspieler
- 8. März: Fergal O'Brien, ein irischer Snookerspieler
- 11. März: Kelly Slater, US-amerikanischer Profisurfer
- 12. März: Christian Möllmann, deutscher Schauspieler und Sänger
- 15. März: Mark Hoppus, Bassist und Sänger der amerikanischen Punk-Pop-Band Blink 182
- 17. März: Melissa Auf der Maur, kanadische Rockmusikerin und Fotomodell
- 17. März: Oksana Grischtschuk, russische Eiskunstläuferin
- 17. März: Mia Hamm, US-amerikanische Fußballspielerin
- 19. März: Julie Lunde Hansen, norwegische Skirennläuferin
- 21. März: Derartu Tulu, äthiopische Leichtathletin
- 21. März: Chris Candito, Profi-Wrestler († 2005)
- 25. März: Ralf Witzel, deutscher Politiker
- 28. März: Olga Nikolajewna Jegorowa, russische Langstreckenläuferin
- 29. März: Manuel Rui Costa, portugiesischer Fußballer
- 30. März: Keirut Wenzel, Comedian, Schauspieler, Moderator
- 31. März: Alejandro Amenábar, chilenisch-spanischer Filmregisseur
- 3. April: Jennie Garth, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. April: Bastian Pastewka, Comedian, Schauspieler
- 4. April: Xenia Seeberg, deutsche Schauspielerin
- 6. April: Ralf Bucher, Fußballspieler
- 12. April: Şebnem Ferah, Künstlerin der türkischen Pop- und Rockmusik
- 15. April: Giuseppe Reina, deutscher Fußballspieler
- 16. April: Andreas Dittmer, deutscher Kanute
- 16. April: Conchita Martínez, ehemalige spanische Tennisspielerin
- 16. April: Christof Spörk, österreichischer Klarinettist und Kabarettist
- 17. April: Minna Suoniemi, finnische Videokünstlerin
- 17. April: Jennifer Garner, US-amerikanische Schauspielerin
- 19. April: Rivaldo, brasilianischer Fußballspieler
- 19. April: Sonja Nef, Schweizer Skirennläuferin
- 19. April: Django Asül, türkischstämmiger deutscher Kabarettist
- 20. April: Giga Bokeria, georgischer Politiker
- 20. April: Stephen Marley, jamaikanische Roots Reggae-Musiker
- 20. April: Swetlana Irekowna Ischmuratowa, russische Biathletin
- 20. April: Carmen Electra, US-amerikanisches Modell, Schauspielerin, Sängerin
- 21. April: Horst Meierhofer, deutscher Politiker und MdB
- 27. April: Mehmet Kurtuluş, türkischstämmiger Schauspieler aus Deutschland
- 29. April: Marko Rehmer, deutscher Fußballspieler
- 30. April: Karsten Dusse, Autor und Redakteur bei Brainpool
- 2. Mai: Steffen Ziesche, Eishockeyspieler (Stürmer)
- 2. Mai: Alec Empire, Musiker
- 2. Mai: Dwayne Douglas Johnson, US-amerikanischer Schauspieler und Wrestler
- 4. Mai: Mike Dirnt, US-amerikanischer Musiker, Bassist der Punk-Rock-Band Green Day
- 5. Mai: Devin Townsend, kanadischer Sänger und Gitarrist
- 5. Mai: Žigmund Pálffy, slowakischer Eishockeyspieler
- 6. Mai: Peter Friedrich, deutscher Politiker
- 6. Mai: Naoko Takahashi, japanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 7. Mai: Ivan Sergei, US-amerikanischer Schauspieler
- 8. Mai: Darren Hayes, australischer Popsänger
- 8. Mai: Max Rauffer, ehemaliger deutscher Skirennfahrer
- 9. Mai: Tommy Krappweis, deutscher Autor und Regisseur
- 10. Mai: Katja Seizinger, deutsche Skirennläuferin
- 10. Mai: Christian Wörns, deutscher Fußballspieler
- 11. Mai: Tomáš Dvořák (Leichtathlet), tschechischer Leichtathlet
- 16. Mai: Martin Brodeur, kanadischer Eishockeytormann der NHL
- 18. Mai: Nordin ben Salah, niederländischer Box-Weltmeister († 2004)
- 19. Mai: Alois Vogl, deutscher Skifahrer
- 20. Mai: Busta Rhymes, US-amerikanischer Rapper
- 21. Mai: Christoph Hartmann, deutscher Politiker
- 21. Mai: The Notorious B.I.G., US-amerikanischer Rapper († 1997)
- 22. Mai: Annabel Chong, chinesische Webdesignerin und ehemalige Pornodarstellerin
- 23. Mai: Rubens Barrichello, brasilianischer Automobilsportler und Formel 1-Rennfahrer
- 24. Mai: Laure Sainclair, französische Pornodarstellerin
- 27. Mai: Ivete Sangalo, brasilianische Sängerin
- 28. Mai: Boris Palmer, deutscher Politiker
- 28. Mai: Chiara Mastroianni, französische Schauspielerin
- 28. Mai: Michael Boogerd, niederländischer Radrennfahrer
- 31. Mai: Frode Estil, norwegischer Skilangläufer
- 31. Mai: Sébastien Barberis, Schweizer Fußballspieler
- 31. Mai: John Godina, US-amerikanischer Kugelstosser
- 4. Juni: Nikka Costa, Sängerin
- 7. Juni: Karl Urban, neuseeländischer Schauspieler
- 8. Juni: Tron (Hacker), deutscher Hacker († 1998)
- 8. Juni: Roosevelt Skerrit, dominicanischer Politiker und Ministerpräsident
- 8. Juni: Jaroslav Rudiš, tschechischer Schriftsteller und Journalist
- 10. Juni: Faith Evans, US-amerikanische R'n'B-Sängerin und Schauspielerin
- 12. Juni: Bounty Killer, Dancehall-Deejay
- 12. Juni: Inger Miller, US-amerikanische Leichtathletin
- 14. Juni: Elisabeth Rauchenberger, Gleitschirmpilotin
- 14. Juni: Matthias Ettrich, Initiator des KDE Projekts
- 15. Juni: Jean-Francois Labbé, kanadischer Eishockeyspieler
- 18. Juni: Johann König, Kabarettist
- 19. Juni: Ilja Markow, russischer Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner
- 22. Juni: Dariusz Baranowski, polnischer Radrennfahrer
- 23. Juni: Zinedine Zidane, muslimischer, französischer Fußballspieler
- 23. Juni: Selma Blair, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Juni: Robbie McEwen, australischer Radrennfahrer
- 25. Juni: Thorsten Schoen, Beach-Volleyball-Spieler
- 25. Juni: Saif al-Islam al-Gaddafi, Sohn von Muammar al-Gaddafi
- 28. Juni: Maria Wiktorowna Butyrskaja, russische Eiskunstläuferin
- 28. Juni: Jon Heidenreich, Wrestler
- 1. Juli: Steffi Nerius, deutsche Leichtathletin
- 1. Juli: Claire Forlani, englische Schauspielerin
- 1. Juli: Bruno Kernen, Schweizer Skirennläufer
- 2. Juli: Darren O'Shaughnessy, irischer Kinderbuchautor
- 4. Juli: Alexei Schirow, lettischer Schachspieler
- 4. Juli: Karin Thürig, Radsportlerin und Duathletin aus der Schweiz
- 4. Juli: Rogue (Sänger), US-amerikanischer Musiker
- 6. Juli: D-Styles, Hip Hop-DJ
- 6. Juli: Schanna Pintussewytsch-Blok, ukrainische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 7. Juli: Leonard Diepenbrock, deutscher Fernsehmoderator
- 7. Juli: Manfred Stohl, österreichischer Miniaturenmaler und Bildhauer
- 8. Juli: Geri Halliwell, britische Popsängerin
- 12. Juli: Andrea Ballschuh, deutsche Fernseh- und Radiomoderatorin
- 14. Juli: Manfred Weber, deutscher Europaabgeordneter
- 17. Juli: Mandy Smith, Modell und Sängerin
- 17. Juli: Jaap Stam, niederländischer Fußballspieler
- 19. Juli: Ebbe Sand, dänischer Fußballspieler
- 21. Juli: Paul Brandt, kanadischer Country-Sänger
- 21. Juli: Catherine Ndereba, kenianische Marathonläuferin und Olympionikin
- 23. Juli: Giovane Elber, brasilianischer Fußballspieler
- 23. Juli: Anja Harteros, deutsche Sopranistin
- 24. Juli: Kaio Hiroyuki, japanischer Sumo-ringer
- 26. Juli: Tanja Szewczenko, deutsche Eiskunstläuferin
- 28. Juli: Walter Bénéteau, französischer Radrennfahrer
- 29. Juli: Wil Wheaton, US-amerikanischer Schauspieler und Schriftsteller
- 30. Juli: Edith Hunkeler, Schweizer Sportlerin
- 2. August: Justyna Steczkowska, ist eine polnische Popmusikerin
- 2. August: Corinne Rey-Bellet, Schweizer Skirennläuferin
- 3. August: Erika Marozsán, ungarische Schauspielerin
- 6. August: Christoph Simon, Schweizer Schriftsteller
- 8. August: Axel Merckx, belgischer Profi-Radrennfahrer
- 9. August: Juanes, kolumbianischer Sänger, Songschreiber und Gitarrist
- 9. August: Yetunde Price, Schwester der Tennisspielerinnen Venus und Serena Williams († 2003)
- 9. August: Marcos Serrano, spanischer Radrennfahrer
- 10. August: Angie Harmon, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. August: Takanohana Koji, japanischer Sumo-ringer und 65. Yokozuna
- 12. August: Demir Demirkan, türkischer Musiker und Schauspieler
- 12. August: Rebecca Gayheart, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. August: Cristian Zorzi, italienischer Skilangläufer
- 15. August: Mikey Graham, irischer Sänger
- 15. August: Ben Affleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. August: Andreas Schlütter, deutscher Skilangläufer
- 24. August: Fritz Strobl, österreichischer Skirennläufer
- 24. August: Olga Sawjalowa, russische Skilangläuferin
- 27. August: Denise Lewis, britische Leichtathletin
- 27. August: Roland Garber, österreichischer Radrennfahrer
- 30. August: Pavel Nedvěd, Fußballspieler
- 30. August: Cameron Diaz, US-amerikanische Schauspielerin und Fotomodell
- 31. August: Kostas Konstantinidis, griechischer Fußballspieler
- 31. August: Chris Tucker, US-amerikanischer Filmschauspieler und Komiker
- 1. September: Peter Adolphsen, dänischer Schriftsteller
- 3. September: Tim Lobinger, deutscher Leichtathlet
- 8. September: Markus Babbel, deutscher Fußballspieler der Nationalmannschaft
- 9. September: Miriam Oremans, niederländische Tennisspielerin
- 10. September: Ghada Schouaa, ehemalige syrische Leichtathletin und Siebenkämpferin
- 10. September: Bente Skari, norwegische Ski-Langläuf
Archie CochraneProfessor Archibald Leman Cochrane ( - 12. Januar 1909 in Galashiels, Schottland, † 18. Juni 1988 in Dorset, England) war britischer Epidemiologe und Begründer der Evidenzbasierten Medizin.
Von 1932 bis 1935 ist Cochrane in psychoanalytischer Behandlung bei Theodor Reik (in Berlin, Wien und Den Haag). Sein 1934 begonnenes Medizinstudium am University College Hospital, London unterbricht Cochrane, um von 1935-1937 auf Seiten der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg teil zu nehmen. Das Studium schließt er am 14. März 1938 ab.
Als Kriegsteilnehmer im "Royal Army Medical Corps" (seit 1939) gerät Cochrane 1941 auf Kreta in deutsche Kriegsgefangenschaft und ist zunächst in Griechenland, dann in Deutschland interniert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg führt er Studien über Pneumokoniose an walisischen Bergarbeitern, 1947-1948 in den USA über die Epidemiologie der Tuberkulose durch.
Mit der Veröffentlichung seines bahnbrechenden Buches "Effectiveness and Efficiency - Random Reflections on Health Services"(1972) gilt Cochrane als Vater der Evidenzbasierten Medizin.
Siehe auch: Geschichte der Medizin, Liste bedeutender Mediziner und Ärzte, Cochrane Collaboration
Quellen:
- [http://www.brookes.ac.uk/schools/bms/medical/synopses/cochrane.html/ Einleitung in ein Interview von Max Blythe]
- [http://sun21.imbi.uni-freiburg.de/cochrane/cc/cochrane/archieco.htm/ Biografie (und Bildquelle)]
Weblinks
Cochrane, Archie
Cochrane, Archie
Cochrane, Archie
Cochrane CollaborationDie Cochrane Collaboration ist ein weltweites Netz von Wissenschaftlern und Ärzten. Ziel ist, systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Bewertung von medizinischen Therapien zu erstellen, aktuell zu halten und zu verbreiten.
Grundlagen
Als Basis gelten alle zur Verfügung stehenden Daten zu einer Fragestellung, damit ein objektives Bild zu einer Therapie gezeichnet werden kann. Die Reviews werden von Review-Gruppen verfasst, die problemorientiert (z.B. Brustkrebs), therapiebasiert (z.B. Ernährung) oder an Bereichen der medizinischen Versorgung (z.B. hausärztliche Versorgung) orientiert sein können. Die Review-Gruppen sind meist international zusammen gesetzt. Jede Gruppe wird von einem redaktionellen Team betreut, das für die Begutachtung und Veröffentlichung der erarbeiteten Übersichten als Teil der periodisch aktualisierten Cochrane-Datenbank systematischer Reviews verantwortlich ist.
Strukturen
Für Koordination, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit sind die weltweit im Aufbau befindlichen Cochrane-Zentren zuständig. Sie unterstützen und fördern die Bildung neuer Review-Gruppen und sollen sicherstellen, dass nur korrekt durchgeführte, qualitativ hochwertige Übersichtsarbeiten Eingang in die Cochrane-Datenbank finden. Cochrane-Zentren existieren heute (Sommer 2004) in Adelaide, Amsterdam, Barcelona, Boston, Freiburg, Hamilton, Kapstadt, Kopenhagen, Mailand, Oxford, Providence, San Francisco und Sao Paulo.
Die Cochrane-Collaboration ist eine gemeinnützige Organisation. Die Mitarbeit ist freiwillig. Die Cochrane-Zentren werden von Gesundheitsbehörden, Universitäten oder von wissenschaftlichen Fonds unterstützt. Die Rechte der erstellten Reviews bleiben bei den Autoren. Die Datenbanken sind kollektives Eigentum der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Weblinks
- http://www.cochrane.de
Kategorie:Evidenzbasierte Medizin
Kategorie:Wissenschaftliche Gesellschaft
Cochrane CollaborationDie Cochrane Collaboration ist ein weltweites Netz von Wissenschaftlern und Ärzten. Ziel ist, systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Bewertung von medizinischen Therapien zu erstellen, aktuell zu halten und zu verbreiten.
Grundlagen
Als Basis gelten alle zur Verfügung stehenden Daten zu einer Fragestellung, damit ein objektives Bild zu einer Therapie gezeichnet werden kann. Die Reviews werden von | | |