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Farnkraut
Die als Farne (bot. Filicinophyta) bezeichneten Gewächse bilden eine formen- und artenreiche Abteilung der Gefäßsporenpflanzen. Im Volksmund tragen sie viele verschiedene Namen, wie beispielsweise "Hexenleiter".
Sie gehören zu den ältesten Pflanzen der Erde.
Erkennungsmerkmale
Je nach Art weisen die Pflanzen ein- bis mehrfach gefiederte, selten ganzrandige Blattwedel auf, die sommergrün oder auch winter- bzw. immergrün sein können. Die Fortpflanzung erfolgt mit Hilfe von Sporen, die auf der Unterseite der Wedel in bestimmter Weise gebildet werden.
Generationswechsel
Der Generationswechsel der Farnpflanzen ist sehr auffällig. Eine Meiospore keimt heran und es entwickelt sich der Gametophyt (bei Farnen Prothallium genannt). Auf der Unterseite des Prothalliums entstehen die Fortpflanzungsorgane, in welchen die Gameten (Gamet) gebildet werden. Spermatozoiden werden in den männlichen Organen (Antheridien) gebildet. Die Befruchtung kann nur stattfinden, wenn Wasser vorhanden ist. Dann schwimmen die Spermatozoiden zu den weiblichen Organen (Archegonien) und befruchten die Eizelle (Zygote). Aus der befruchteten Eizelle entwickelt sich ein Embryo der zu einem Sporophyten (Sporophyt) wird. Auf dem Sporophyten wachsen an Blättern zu Sori gruppierte Sporangien, in denen Sporen gebildet werden. Diese Blätter werden Sporophylle genannt. Die Sporen werden nach dem Öffnen der Sporangien durch den Wind verbreitet und keimen aus, wenn sie auf Boden mit günstigen Voraussetzungen gelangen. Der Generationswechsel wird als heterophasisch-heteromorph bezeichnet, da er auf zwei verschiedenen Phasen (Gametophyt, Sporophyt) mit unterschiedlichem Aussehen (Morphologie) beruht.
Vorkommen
Farne sind weltweit verbreitet. Sie kommen bis auf wenige lichtliebende Arten fast ausschließlich an schattigen und feuchten Plätzen im Wald, in Mauerritzen, Felsspalten und Schluchten, an Bachufern o.ä. vor.
Den Verbreitungsschwerpunkt haben die Farne in den Tropen. So findet man im tropischen Regenwald zum Beispiel die grössten Farnpflanzen, die Baumfarne.
Systematik
Baumfarne (Botrychium lunaria), Ophioglossaceae, Ophioglossales, Ophioglossopsida]]
Baumfarne (Osmundaceae), Osmundales]]
Baumfarne (Marsilea quadrifolia), Kleefarngewächse (Marsileaceae), Marsileales]]
Kleefarngewächse
Die biologische Systematik der Farne ist noch nicht vollständig verstanden. Daher finden sich unterschiedliche Anordnungen in Ordnungen und Familien. Die letzte große Analyse, die auch ribosomale DNA einschließt, wurde 1995 veröffentlicht (Kathleen Pryer, Alan Smith, Judith Skog; Fern Journal 85(4) (1995)).
Sie enthält allerdings nur einen Stammbaum, aber kein Klassifizierungsschema.
Heute sind je nach Expertenmeinung zwischen 9.000 und 12.000 Arten bekannt, die in etwa 250 Gattungen eingeteilt sind.
Alle Familien und Ordnungen
der Farne werden in die folgenden drei Klassen eingeteilt:
- Marattiopsida
- Marattiales
- Marattiaceae
- Ophioglossopsida
- Ophioglossales
- Natternzungengewächse (Ophioglossaceae)
- Mondrautengewächse (Botrychiaceae)
- Helminthostachiaceae
- Polypodiopsida
- Hymenophyllales
- Hautfarngewächse (Hymenophyllaceae)
- Hymenophyllopsidaceae
- Osmundales
- Königsfarngewächse (Osmundaceae)
- Gleicheniales
- Gleicheniaceae
- Platyzomataceae
- Matoniaceae
- Stromatopteridaceae
- Dipteridaceae
- Cheiropleuriaceae
- Schizaeales
- Schizaeaceae
- Lygodiaceae
- Plagiogyriales
- Plagiogyriaceae
- Dicksoniales
- Dicksoniaceae (siehe Baumfarn)
- Adlerfarngewächse (Dennstaedtiaceae)
- Cyatheales (siehe Baumfarn)
- Becherfarngewächse (Cyatheaceae)
- Metaxyaceae
- Loxsomataceae
- Marsileales
- Kleefarngewächse (Marsileaceae)
- Salviniales
- Schwimmfarngewächse (Salviniaceae)
- Algenfarngewächse (Azollaceae)
- Pteridales
- Actinopteridaceae
- Frauenhaarfarngewächse (Adiantaceae)
- Parkeriaceae
- Saumfarngewächse (Pteridaceae)
- Vittariaceae
- Blechnales
- Rippenfarngewächse (Blechnaceae)
- Streifenfarngewächse (Aspleniaceae)
- Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae)
- Lomariopsidaceae
- Lappenfarngewächse (Thelypteridaceae)
- Woodsiaceae
- Davalliales
- Davalliaceae
- Oleandraceae
- Polypodiales
- Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae)
- Grammitidaceae
Literatur
- [http://www.garten-literatur.de/Blattwerk/farne_moose.htm Farnliteratur]
Weblinks
- [http://www.anbg.gov.au/projects/fern/taxa/classification.html Zur Problematik der Systematischen Einordnung der Farne (auf englisch)]
- [http://www.gartenlinksammlung.de/farn_moos.htm Weitere Farnlinks]
- [http://www.farngarten.de], "Die Farn-CD"
- [http://homepages.caverock.net.nz/~bj/fern/list.htm Liste der Farn-Gattungen gegliedert nach Familien.] (engl.)
- [http://home.arcor.de/harzflora/farne.html Farne im Harz]
Bild:Phyllitis.jpg|Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium), Streifenfarngewächse (Aspleniaceae), Blechnales
Image:Illustration Woodsia alpina0.jpg|Woodsia alpina, Woodsiaceae
Image:SoriDicksonia.jpg|Sori auf der Blattunterseite des Baumfarnes Dicksonia antarctica
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Siehe auch: Systematik des Pflanzenreichs
Kategorie:Gefäßsporenpflanzen
ja:シダ植物門
Pflanzen
Die Pflanzen bilden ein eigenes Reich innerhalb der Domäne der Eukaryoten. Mit ihnen befasst sich wissenschaftlich die Disziplin der Botanik.
Pflanzen leben - im Gegensatz zu den heterotrophen Tieren und Pilzen - fast ausschließlich photoautotroph, das heißt, sie stellen die zum Wachsen und Leben notwendigen organischen Stoffe mit Hilfe des Sonnenlichts durch Photosynthese selbst her (Phototrophie), wobei sie als Kohlenstoffquelle ausschließlich Kohlenstoffdioxid nutzen (Autotrophie). Ausnahmen sind einige parasitische Pflanzen, die ihre Nahrung von anderen Pflanzen beziehen und im Laufe der Evolution ihr Chlorophyll (Blattgrün) verloren haben.
Historisch hat sich die Definition des Begriffs Pflanze gewandelt. So werden heute Photosynthese betreibende Prokaryonten wie beispielsweise die Cyanobakterien (Cyanobacteria) nicht mehr zu den Pflanzen gezählt. Dies gilt auch für eine ganze Reihe von Protisten-Arten, beispielsweise die Rotalgen oder Braunalgen. Auch die Pilze wurden ursprünglich mit zu den Pflanzen gezählt, obwohl man heute weiß, dass sie näher mit den Tieren verwandt sind. Sie werden hier in ihr eigenes Reich gestellt.
Heute folgt man in der Biologie fast ausschließlich dem phylogenetischen System, das die Pflanzen anhand ihrer Abstammung systematisch gruppiert. Demnach gelten nur die Grünalgen (Chlorophyta) neben den Landpflanzen (Embryophyta) als echte Pflanzen.
All diese Organismen enthalten Chlorophyll a und Chlorophyll b und speichern die photosynthetisch produzierten Zucker in Form von Stärke in den Chloroplasten.
Die Zellwände dieser Organismen bestehen aus Zellulose.
Pflanzen treten oft in charakteristischen Gruppen, den so genannten Pflanzengesellschaften auf. Pflanzen können durch Abgabe allelopathischer Stoffe auf andere Pflanzen einwirken.
Systematik
Es ist zu beachten, dass die Unterteilung in Klassen, Abteilungen, etc. nicht nur einem ständigen Wandel unterworfen ist, sondern durch die damit etablierten Ränge heute auch als umstritten gilt. Vielerorts wird heute an einer ranglosen Taxonomie gearbeitet. Die Wikipedia folgt allerdings hier der klassischen Systematik.
Grünalgen (Chlorophyta)
- Prasinophyta
- Pedinophyta
- Chlorophycota
Landpflanzen (Embryophyta)
- Moose (Bryophyta)
- Marchantiopsida
- Jungermanniopsida
- Laubmoose (Bryopsida)
- Hornmoose (Anthocerotopsida)
- Gefäßpflanzen
- Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta)
- Urfarne (Psilophyta)
- Bärlapppflanzen (Lycopsida)
- Schachtelhalme (Equisetopsida)
- Farne (Filicopsida)
- Samenpflanzen (Spermatophyta)
- Nadelholzgewächse (Coniferophyta)
- Palmfarne (Cycadophyta)
- Ginkgopflanzen (Ginkgophyta)
- Gnetophyta
- Blütenpflanzen (Magnoliophyta)
Bedeutung für den Menschen
In ihrer Bedeutung für den Menschen unterscheidet man zwischen wildwachsenden Pflanzen, darunter auch die willkürlich so genannten Unkräuter, und Kulturpflanzen.
Zu den teils wild, teils kultiviert wachsenden Nutzpflanzen zählt man die Heilpflanzen (siehe auch Liste der Heilpflanzen) und die Küchenkräuter (siehe auch Kräuter). Bei Gewürzen handelt es sich meist um getrocknete Küchenkräuter (siehe auch Liste der Küchenkräuter und Gewürze). Kräuter für Aufgüsse und Tees werden sowohl frisch als auch getrocknet eingesetzt. Sehr häufig werden aromatische Pflanzen auch nur ihres Duftes wegen angepflanzt, wie es bei duftenden Blumen - insbesondere den Rosen - der Fall ist.
Substanziell genutzt werden auch die in der Regel rauscherzeugenden Drogenpflanzen, die oft zu den Giftpflanzen zählen.
Zierpflanzen werden dagegen aus ästhetischen Gründen angepflanzt; die meisten Zimmerpflanzen gehören in diese Kategorie, vernachlässigt man in geschlossenen Räumen angebaute Kräuter.
Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches
Weblinks
- [http://www.pflanzenbestimmung.de/ Online Pflanzenbestimmung]
- [http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank.php Pflanzendatenbank]
- [http://www.pflanzen-portal.com Pflanzen-Portal]
!Kategorie:Botanik
zh-min-nan:Si̍t-bu̍t
ja:植物
ko:식물
ms:Tumbuhan
simple:Plant
th:พืช
Gefäßsporenpflanzen
Die Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta) oder Farnartigen Pflanzen bilden zusammen mit den Samenpflanzen (Spermatophyta) die beiden Überabteilungen der Gefäßpflanzen (Tracheobionta).
Die Pflanzen dieser Gruppe pflanzen sich durch Sporen fort.
Dabei tritt ein so genannter dimorpher Generationswechsel auf, in dem aus den Sporen zuerst ein Prothallium genannter Gametophyt entsteht.
Dieser haploide Gametophyt ist eine im allgemeinen wenige Millimeter große, Lebermoos-artige Pflanze.
Sie bildet entweder auf einem oder auf verschiedenen Gametophyten Archegonien und Antheridien, in denen sich die Zygote und die Spermatozoiden als weibliche und männliche Keimzellen entwickeln.
In Anwesenheit von Wasser 'schwimmt' dann der Spermatozoid zur Zygote mit anschließender Befruchtung.
Aus der befruchteten Zygote entsteht dann der diploide Sporophyt, die große, dominante, in Sporangien Sporen tragende Pflanze.
Manche dieser Pflanzen haben gleichartige Sporen (Homosporie), andere haben Makrosporen (aus denen sich nur weibliche Gametophyten entwickeln) und Mikrosporen (aus denen sich nur männliche Gametophyten entwickeln) (Heterosporie).
Die Gefäße (Leitbündel) der Gefäßsporenpflanzen werden Tracheiden genannt;
sie unterscheiden sich von den Tracheen der Blütenpflanzen (Magnoliophyta).
Systematik
Heute wird diese Abteilung oft in vier Abteilungen unterteilt. Daneben sind ausgestorbene Pflanzen durch Fossilien bekannt.
Diese werden drei weiteren Gruppen zugeordnet.
Die Abteilungen der Gefäßsporenpflanzen
: Rhyniatae (nur fossil bekannt, erste Landpflanze Rhynia aus dem Zeitalter des Silur)
: Zosterophyllatae (nur fossil bekannt)
: Trimerophytatae (nur fossil bekannt)
: Urfarne (Psilophyta)
: Bärlapppflanzen (Lycopodiophyta)
::Lycopodiales
::: Bärlappgewächse (Lycopodiaceae)
:: Selaginellales
::: Moosfarngewächse (Selaginellaceae)
:: Isoëtales
::: Brachsenkrautgewächse (Isoëtaceae)
:: Lepidodendrales (ausgestorben)
: Schachtelhalme (Sphenophyta)
:: Hyeniales (ausgestorben)
:: Sphenophyllales (ausgestorben)
:: Calamitales (ausgestorben)
:: Equisetales
::: Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)
: Farne (Filicinophyta)
Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches
Weblinks
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Pteridophyta fossile Gefäßsporenpflanzen im Mineralienatlas WiKi]
- [http://www.anbg.gov.au/projects/fern/taxa/classification.html Diskussion zur Systematik (auf Englisch)]
- [http://homepages.caverock.net.nz/~bj/fern/ Alle Farne und Verwandten (auf Englisch)]
Kategorie:Gefäßsporenpflanzen
Sporen----
Falls Sie nach dem Singular der reitereibezogenen Sporen suchten, sehen sie bitte unter: Sporn
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Sporn) beim Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)]]
Hirschzungenfarn
Eine Spore bezeichnet in der Biologie ein Entwicklungsstadium von Lebewesen, das ein- oder wenigzellig ist. Sporen dienen der ungeschlechtlichen Vermehrung, der Verbreitung, der Überdauerung oder mehreren dieser Zwecke zugleich.
Sporen werden vor allem von niederen Lebewesen, also z. B. Bakterien, Pilzen, Protozoen, Algen, Moosen, Farnen (Gefäßsporenpflanzen), gebildet. Bei den höheren Pflanzen werden das einzellige Pollenkorn (Mikrospore) und die Embryosackmutterzelle (Megaspore) als Sporen gedeutet.
Der Prozess, bei dem sie gebildet werden, heißt Sporulation. Oft werden sie von einem Individuum in großer Zahl gebildet, wodurch sie sich insbesondere zur Vermehrung und Verbreitung eignen. Wenn sie gegen Umwelteinflüsse resistent sind, eignen sie sich besonders zur Überdauerung.
Es gibt sowohl Sporen, die aus Meiose entstehen, also haploid sind (Meiospore), wie auch Sporen, die aus Mitose (ungeschlechtlich) entstehen (Mitospore).
Viele Sporen sind sehr widerstandsfähig, sie können ihren kompletten Metabolismus einstellen und verbrauchen dann weder Wasser noch Nährstoffe noch Sauerstoff. Zusätzlich haben sie Zellwände, die eine Wasserverdunstung verhindern. Deswegen können sie oft sehr lange und unter sehr unwirtlichen Bedingungen überleben. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegen biologischen Zerfall und der großen Anzahl, in der sie freigesetzt werden, findet man Sporen oft in fossilen und geschichtlichen Ablagerungen. In der Archäologie und Paläontologie dienen sie als Indizien für Datierungen, Umweltbedingungen und Klimaveränderungen. Von besonderer Bedeutung sind Endosporen von Bakterien, weil sie in der Regel sehr resistent gegen Austrocknung, toxische und auf andere Weise aggressive Stoffe, Alterung und Hitze sind. So können einige Bakterien-Endosporen in kochendem Wasser einige Stunden überdauern und im trockenem Zustand sogar etwa eine Stunde bei 150°C. Man vermutet, dass Bakterien-Endosporen mehrere hundert, vielleicht sogar tausend Jahre lebend überdauern können.
Es gibt Vorstellungen, nach denen sich Gameten (kleine, haploide Entwicklungsstadien von Lebewesen, gebildet für die geschlechtliche Fortpflanzung) im Laufe der Evolution der Organismen aus Sporen entwickelt haben.
Kategorie:Mikrobiologie
Kategorie:Mykologie
Kategorie:Botanik
ja:胞子
Meiospore----
Falls Sie nach dem Singular der reitereibezogenen Sporen suchten, sehen sie bitte unter: Sporn
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Sporn) beim Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)]]
Hirschzungenfarn
Eine Spore bezeichnet in der Biologie ein Entwicklungsstadium von Lebewesen, das ein- oder wenigzellig ist. Sporen dienen der ungeschlechtlichen Vermehrung, der Verbreitung, der Überdauerung oder mehreren dieser Zwecke zugleich.
Sporen werden vor allem von niederen Lebewesen, also z. B. Bakterien, Pilzen, Protozoen, Algen, Moosen, Farnen (Gefäßsporenpflanzen), gebildet. Bei den höheren Pflanzen werden das einzellige Pollenkorn (Mikrospore) und die Embryosackmutterzelle (Megaspore) als Sporen gedeutet.
Der Prozess, bei dem sie gebildet werden, heißt Sporulation. Oft werden sie von einem Individuum in großer Zahl gebildet, wodurch sie sich insbesondere zur Vermehrung und Verbreitung eignen. Wenn sie gegen Umwelteinflüsse resistent sind, eignen sie sich besonders zur Überdauerung.
Es gibt sowohl Sporen, die aus Meiose entstehen, also haploid sind (Meiospore), wie auch Sporen, die aus Mitose (ungeschlechtlich) entstehen (Mitospore).
Viele Sporen sind sehr widerstandsfähig, sie können ihren kompletten Metabolismus einstellen und verbrauchen dann weder Wasser noch Nährstoffe noch Sauerstoff. Zusätzlich haben sie Zellwände, die eine Wasserverdunstung verhindern. Deswegen können sie oft sehr lange und unter sehr unwirtlichen Bedingungen überleben. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegen biologischen Zerfall und der großen Anzahl, in der sie freigesetzt werden, findet man Sporen oft in fossilen und geschichtlichen Ablagerungen. In der Archäologie und Paläontologie dienen sie als Indizien für Datierungen, Umweltbedingungen und Klimaveränderungen. Von besonderer Bedeutung sind Endosporen von Bakterien, weil sie in der Regel sehr resistent gegen Austrocknung, toxische und auf andere Weise aggressive Stoffe, Alterung und Hitze sind. So können einige Bakterien-Endosporen in kochendem Wasser einige Stunden überdauern und im trockenem Zustand sogar etwa eine Stunde bei 150°C. Man vermutet, dass Bakterien-Endosporen mehrere hundert, vielleicht sogar tausend Jahre lebend überdauern können.
Es gibt Vorstellungen, nach denen sich Gameten (kleine, haploide Entwicklungsstadien von Lebewesen, gebildet für die geschlechtliche Fortpflanzung) im Laufe der Evolution der Organismen aus Sporen entwickelt haben.
Kategorie:Mikrobiologie
Kategorie:Mykologie
Kategorie:Botanik
ja:胞子
GametophytAls Gametophyt wird in der Botanik die mehrzellige haploide Generation bei Organismen mit Generationswechsel bezeichnet. Sie produziert haploide Gameten, aus deren Verschmelzung die Sporophyten-Generation hervorgeht. Jede Zelle im Gametophyt hat ein Satz des Chromosoms.
Kategorie:Botanik
AntheridiumDas Antheridium (Plural: Antheridien) ist ein Begriff aus der Botanik und bezeichnet das männliche Gametangium (Sexualorgan) bei kryptogamen Pflanzen wie Moosen, echten Farnen und Bärlappgewächsen. In ihm werden die Spermatozoiden gebildet, die in den weiblichen Geschlechtsorganen, den Archegonien, die Eizellen befruchten.
Bei den Phanerogamen (Samenpflanzen) ist das Antheridium auf die generative Zelle des Pollenkorns reduziert.
Kategorie:Pflanzenmorphologie
ArchegonienArchegonien (Plur.; Sing. Archegonium) ist ein Begriff aus der Botanik und bezeichnet die weiblichen Geschlechtsorgane bei Moosen, Farnen und Bärlappgewächsen. Die männlichen Geschlechtsorgane werden Antheridien genannt.
Die Archegonien sind meist flaschenförmig mit einer einzellschichtigen Außenhülle. Im verdickten Teil befindet sich eine einzige Zentralzelle, welche sich kurz vor der Reife in die Eizelle und eine Bauchkanalzelle teilt.
Bei der Reife des Archegoniums öffnet es sich durch ein Aufquellen der obersten Wandzellen, dadurch wird die Cuticula zerrissen. Durch die Öffnung entsteht ein für die Spermatozoide passierbarer Kanal zur Eizelle.
Kategorie:Pflanzenmorphologie
ZygoteEine Zygote ist eine diploide Zelle, die durch Verschmelzung zweier haploider Geschlechtszellen (Gameten) - meist einer Eizelle (weiblich) und einer Samenzelle (männlich) - entsteht (Vorgang = Befruchtung). Dabei verschmelzen auch die Zellkerne der beiden Geschlechtszellen (Befruchtung). Bei Mehrzellern entstehen aus der Zygote durch vielfache Mitosen (Kernteilungen) mehr- bis vielzellige Organismen.
Kategorie:Embryologie
Kategorie:Genetik
Kategorie:Reproduktionsmedizin
ja:受精卵
EmbryoDer oder das Embryo (griechisch έμβρυο [sächlich]), auch der Keim oder der Keimling, ist ein Lebewesen in der frühen Form der Entwicklung.
Bei höheren Pflanzen besteht der Embryo aus Keimwurzel (Radicula), Sprossknospe (Plumula) und Keimblatt (Kotyledon) beziehungsweise Keimblättern (Kotyledonen). Im Rahmen der Keimung entwickelt sich aus ihm der Keimling.
Bei Tieren wird der sich aus einer befruchteten Eizelle (Zygote) neu entwickelnde Organismus als Embryo bezeichnet, solange er sich noch im Muttertier oder in einer Eihülle oder Eischale befindet.
Beim Menschen wird der Embryo nach Ausbildung der inneren Organe ab der neunten Schwangerschaftswoche als Fetus (auch Fötus geschrieben) bezeichnet.
Juristische Aspekte
In der Rechtsprechung wird der Begriff Embryo allerdings anders verwendet. So ist die Forschung mit menschlichen Embryonen in etlichen Ländern bis zum 14. Lebenstag erlaubt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich nach derzeit geltenden Definitionskritirien noch kein individueller Mensch entwickelt, da die Bildung des Primitivstreifens des Zentralnervensystems erst nach dem 14. Entwicklungstag stattfindet. Manche Forscher sprechen daher in den ersten Lebenstagen eines Embryos von einem präembryonalen Stadium oder einem Präembryo, nicht aber von einem echten Embryo. Daraus leitet die Rechtsprechung eine abgeschwächte Verpflichtung ab, das Leben des Embryo bis dahin zu schützen.
Tierische und menschliche Embryonen werden von der Wissenschaft oft für experimentelle Zwecke genutzt. Für die medizinische Forschung werden aus menschlichen Embryonen und abgetriebenen Föten beispielsweise Stammzellen gewonnen. In einigen Ländern ist das therapeutische Klonen zugelassen. Zur Rechtfertigung werden meistens folgende Argumente vorgebracht:
- Bis zum 14. Tag gebe es bei menschlichen Embryonen keine Individualität.
- Daraus ergebe sich, dass der Lebensschutz auf diesen frühen Embryonalstadien nicht so hoch angesetzt werden müsse, wie bei einem menschlichen Lebewesen, bei dem die Individualität feststeht, denn der Nutzen der Experimente an embryonalen Zellen für die Menschheit sei höher zu bewerten.
- Wenn die Experimente im eigenen Land verboten seien, würden sie in anderen Ländern gemacht, so dass es aus Gründen des wissenschaftlichen Fortschritts günstiger sei, die Versuche im eigenen Land zu erlauben.
Das österreichische Fortpflanzungsmedizingesetz von 1992 und das deutsche [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/eschg/index.html Embryonenschutzgesetz] von 1990 erlauben weder das therapeutische Klonen noch die Verwendung von Embryonen für therapeutische Zwecke. In Deutschland wird seitdem intensiv darüber diskutiert, ob die Forschung mit embryonalen Stammzellen nicht doch erlaubt werden sollte.
Literatur
Erich Blechschmidt: Wie beginnt das menschliche Leben? Vom Ei zum Embryo. Stein am Rhein, 1989, ISBN 3-7171-0653-8
Siehe auch
- Embryonalentwicklung
- Embryonenschutzgesetz
Weblinks
- [http://embryotox.de Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie]
Kategorie:Zoologie
Kategorie:Embryologie
Kategorie:Pränatalmedizin
ja:胚
simple:Embryo
Sorus
Sorus (Plural Sori) bezeichnet die an der Unterseite von Farnblättern hängenden Sporangien.
Sporangien enthalten die Sporen. Die unterschiedliche Anordnung der Sori auf der Blattfläche und die Form der Sori sind wichtige Bestimmungsmerkmale bei Farnen.
Kategorie:Pflanzenmorphologie
SporangienAls Sporangien (Sporenbehälter) bezeichnet man in der Botanik die Bildungsstätten der auf ungeschlechtlichem Wege entstehenden Sporen bei Algen, Pilzen, Moosen und Farnen.
Bei den Samenpflanzen ist jeder Pollensack eines Staubblattes und der Nucellus der Samenanlage einem Sporangium homolog.
siehe auch: Gametangium, Generationswechsel
Kategorie:Pflanzenmorphologie
ja:胞子嚢
Morphologie (Biologie)Die Morphologie (von griechisch μορφή, morphé = Gestalt, Form und λόγος, lógos = Wort, Lehre, Vernunft) ist die Lehre von der Struktur und Form der Organismen. Sie enthält die Klassifikation von Organismen anhand ihrer Gestalt und die Gestaltänderung im Laufe der Entwicklung. Somit bildet die Morphologie die Grundlage für die Systematik und die Evolutionslehre (siehe auch Phylogenetik).
Man unterscheidet zwischen vergleichender, funktioneller und experimenteller Morphologie:
- Bei der vergleichenden Morphologie versucht man, in der Formenvielfalt der Individuen bestimmte Grundmuster bzw. Merkmale eines Organismus zu erkennen und eine Klassifikation der Organismen anhand von charakteristischen Merkmalen abzuleiten.
- Ziel der funktionellen Morphologie ist es, eine Struktur im Hinblick auf eine bestimmte Funktion zu untersuchen. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf einzelne Elemente eines Organismus, die für eine bestimmte Funktion relevant sind. Eine Struktur wird daher als Spezialisierung an eine bestimmte Funktion (d. h. die Anpassung eines Organismus an seine Lebensweise) verstanden.
- In der experimentellen Morphologie wird die Entwicklung eines Organismus untersucht. Dabei werden die Umgebungsbedingungen im Experiment verändert, um die Anpassung eines Organismus zu beobachten.
Siehe auch
- Habitus
- Anatomie
- Histologie
- Evolutionstheorie
- Ökogeografische Regeln
Weblinks
- http://pharm1.pharmazie.uni-greifswald.de/allgemei/morph-v/mor-regi.htm - Skript "Morphologie, Histologie und Anatomie der Pflanzen" (Th. Schöpke)
- http://www.biologie.uni-ulm.de/lehre/botanik/morphologie/ - Morphologie der höheren Pflanzen
- http://www.boga.ruhr-uni-bochum.de/Morphologie.html - Beispiele zur Morphologie der Pflanzen, Bilddatenbank
!
Kategorie:Botanisches Fachgebiet
nb:Morfologi (biologi)
FeuchtigkeitDer Ausdruck Feuchtigkeit bezeichnet das Durchdrungensein einer Substanz oder eines Gases mit Anteilen von Wasser.
Befindet sich die Feuchtigkeit an der Oberfläche eines Stoffes, so spricht man von Nässe oder Kondensat.
Gasförmige Feuchtigkeit bezeichnet man im allgemeinen als Luftfeuchtigkeit und im Verbund mit flüssigem Wasser als Dunst, Nebel oder Nassdampf. Die Feuchtigkeit des Bodens bezeichnet man als Bodenfeuchte, die der Haut als Hautfeuchtigkeit und die des Holzes als Holzfeuchte.
Die Feuchtigkeit eines Stoffes ist mit vielerlei Eigenschaften verknüpft. Beispiele hierfür sind die Quellfestigkeit, die elektrische Leitfähigkeit, die Wärmeleitfähigkeit und die Trocknungseigenschaften.
Den Entzug von Wasser bezeichnet man allgemein als Entwässerung.
Kategorie:Chemie
Tropischen Regenwald
Als tropischen Regenwald bezeichnet man die Vegetationsform, die heute in den tropischen Klimazonen sehr verbreitet ist.
Charakteristisch sind ein hohes dichtes Blätterdach und eine reichhaltige Fauna und Flora. Es gibt keine Vegetationspause.
Neben Korallen-Riffen ist die Artendichte in den tropischen Regenwäldern am höchsten.
Riff
Die tropischen Regenwälder (immergrüne Urwälder) bilden Ökosysteme, die dem immerfeuchten, heißen Klima der Erde angepasst sind. Dieses Klima wird charakterisiert durch eine mittlere Jahrestemperatur von 25 °C mit 0,5 - 0,6 °C Jahresamplitude und 6 - 10 °C Tagesamplitude sowie durch jährliche Niederschlagsmengen von mehr als 2.500 mm. Daneben gibt es mehr als 7 humide Monate im Jahr, in denen also der Niederschlag größer ist als die Verdunstung.
Diese Regenwälder erstrecken sich durch alle drei Tropenzonen in Südamerika, Afrika und Südasien sowie Australien beiderseits des Äquators. Ausnahmen bilden die Andenregion Südamerikas und die Passat-Monsun-Zone in Ostafrika. 1950 wurde ihre Ausdehnung auf 16 - 17 Mio. km² geschätzt, also etwa 11% der Landfläche der Erde. Bis 1980 waren davon 50% verschwunden. Dabei wurden nur 15 - 25 % des Holzes industriell genutzt und auch sicher nur ein kleiner Teil verbrannt.
Die Vegetation des Regenwaldes
Im Regenwald wachsen die Bäume im Stockwerkbau. Es gibt 5 Schichten. Ganz unten wachsen Sträucher, Pilze und Farne. Dann kommen die kleinen Bäume, dann die mittelgroßen, dann die großen und zum Schluss die Urwaldriesen, wie Limba und Mahagoni. Die Bäume im Regenwald haben flache Wurzeln mit Pilzfäden, da sowohl Nährstoffe als auch Wasser an der Oberfläche aufzufinden sind. Die Blätter der Bäume fallen herab und werden zersetzt. Dieser "Dünger" kann von den Pflanzen sofort wieder aufgenommen werden. Außerdem gibt es im Regenwald so genannte Epiphyten wie z.B. Lianen und Orchideen. Diese Pflanzen wachsen auf den Stämmen der Bäume und bekommen durch deren Wurzeln Nährstoffe.
Gefährdung des Regenwaldes
Jährlich werden viele Quadratkilometer tropischen Regenwalds abgeholzt, zum einen um auf den gerodeten Flächen Viehwirtschaft oder Ackerbau zu betreiben, zum anderen zur Produktion von Möbeln.
Auch durch Brandrodung werden große Flächen landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Diese können aber nur zeitlich begrenzt effektiv genutzt werden, da die Humusschicht des Bodens relativ dünn ist und dem Boden so durch Ackerbau zu viele Nährstoffe entzogen werden, als dass er sich regenerieren könnte.
Jährlich gehen 125.000 km² Tropenwald verloren, ein täglicher Verlust von ca. 34.000 Hektar.
Tagesablauf eines tropischen Regenwaldes
- 6.00 Uhr Sonne geht schlagartig auf
- bis 10.00 Uhr viel Wasser verdunstet
- bis 13.30 Uhr große Wolken entstehen
- zwischen 14-17.00 Uhr heftiges Gewitter/Regen
- ab 17.00 Uhr Sonne scheint wieder
- 18.00 Uhr Sonne geht schnell unter
- nach 18.00 Uhr es ist dunkel
Weblinks
- [http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d57/57b.htm www.biologie.uni-hamburg.de] - Tropische Regenwälder in Botanik-Online
- [http://www.umweltkids.de/schwerpunkte/regenwald/ www.umweltkids.de] - "Kids für die Umwelt": Einführung in die Regenwaldproblematik und weiterführende Informationen
- [http://www.klett-verlag.de/klett-perthes/sixcms/detail.php?template_id=2142&query_id=0 www.klett-verlag.de] - Links der Terra-Alexander-Datenbank
- [http://www.kle.nw.schule.de/gymgoch/faecher/erdkunde/lawi/regenwld.htm www.kle.nw.schule.de] - Tropische Regenwälder
- [http://www.regenwald.org www.regenwald.org] - Rettet den Regenwald e.V.
Kategorie:Wald
ja:熱帯雨林
Baumfarne
Baumfarne (Polypodiidae) gibt es in den beiden en
Dicksoniales und Cyatheales, die zur der Farne (Filicinophyta) gehören.
Nicht alle en innerhalb dieser beider Ordnungen bilden ausgeprägte Stämme. Neben den Farnen in diesen beiden Ordnungen finden sich in den Familien Königsfarngewächse (Osmundaceae) und Blechnaceae einige Farn-Arten mit Stämmen in den Gattungen. Blechnum, Leptopteris, Sadleria und Todea.
Baumfarne im ursprünglichen Sinne finden sich in den n Dicksoniaceae und Cyatheaceae. Früher war man der Ansicht, daß gemeinsame morphologische Characteristika und Fortpflanzungsmechanismen ausreichen würden um die beiden Familien in eine gemeinsame Ordnung der Cyatheales zu stellen, aber weitere Untersuchungen haben ergeben, daß sie nun in zwei getrennten Ordnungen geführt werden.
Geschichte
Die Baumfarne besiedeln die Erde seit dem Devon, also seit ca. 400 Millionen Jahren. Zu jener Zeit entstanden auch Bärlapppflanzen (Lycopodiophyta) und Schachtelhalme (Sphenophyta). Im Karbon zählen sie zu den dominierenden Pflanzenarten und erreichten Stammhöhen bis zu gut 30 Meter. Aufgrund ihres hohen geologischen Alters werden diese Pflanzen zu den Lebenden Fossilien gezählt. Mit dem Aufkommen der Samenpflanzen wurden die Baumfarne verdrängt.
Vorkommen
Baumfarne wachsen in tropischen und subtropischen Gebieten der Erde. Einige Arten tolerieren auch das gemäßigte Klima von Regenwäldern in Australien, Tasmanien und Neuseeland und benachbarter Gebiete (Malaysia, Lord-Howe-Insel). Generell tolerieren Baumfarne keine andauernde Trockenheit, und nur wenige Arten (zum Beispiel Dicksonia antarctica) überleben milde Frostperioden.
Bei Studien in bislang nicht untersuchten Gebieten Neuguineas werden regelmäßig neue Arten entdeckt. Gleichzeitig sind einige Arten aufgrund der Sammlung für den Zierpflanzenhandel, intensivem Holzeinschlag und Habitatverlust stark bedroht oder ausgestorben.
Bild:baumfarne.jpg|Baumfarne
Bild:Baumfarn.jpg|Baumfarn
Image:Neuseeland Farn.jpg|Farn auf Neuseeland
Image:Ferns.jpg|Baumfarn (Dicksonia antarctica) in Nunniong, Australien
Beschreibung
Australien
Die Farnwedel von Baumfarnen sind in ausgewachsenen Exemplaren oft über einen Meter lang, und fast immer ein- oder mehrfach gefiedert. Eine Art besitzt allerdings einfache ungefiederte Wedel.
Die Fortpflanzung erfolgt wie bei allen Farnen mittels Sporen, die auch bei den Baumfarnen an der Wedelunterseite in Sporangien gebildet werden.
Anders als Samenpflanzen zeigen Baumfarne kein Dickenwachstum des Stammes. Der Stamm wird von den Wurzelbündeln gestützt, die sich beim dem Wachstum ausbilden.
Pflanzen mit einem ähnlichen Erscheinungsbild sind die Palmfarne und die Palmen. Keine dieser Gruppen von Samenpflanzen ist mit den Baumfarnen (auch nicht mit anderen Farnen) verwandt.
Ökonomische Bedeutung
Baumfarne wurden seit dem 19. Jahrhundert als Zierpflanzen nach England importiert und dort zu beliebten Pflanzen in Tropenhäusern. und In vielen anderen Gebieten der Erde mit nur niedrigen Frösten, zum Beispiel Südengland mit seinem (durch den Golfstrom beeinflußten) maritime Klima, ermöglicht das Anpflanzen in Landschaftsparks und Gärten.
Zierpflanzen mit kommerzieller Bedeutung finden sich in den Gattungen Cyathea und Dicksonia. In sehr hellen, im Winter kühlen Zimmern, oder in Wintergärten können auch einige Baumfarn-Arten gepflegt werden.
Systematik
Die Baumfarne stellen nach molekularbiologische Untersuchungen sowie aufgrund morphologischer Characteristika keine monophyletische Gruppe dar.
:Ordnung Cyatheales, mit drei Familien:
::Cyatheaceae, mit der einzigen Gattung:
:: - Cyathea
::Metaxyaceae, mit den beiden Gattungen:
:: - Metaxya
::Loxsomataceae,
:: - Loxsoma
:: - Loxsomopsis
:Ordnung Dicksoniales, hier sind Baumfarne nur in der Familie der:
::Dicksoniaceae, mit 4 Unterfamilien, 6 bis 7 Gattungen und etwa 45 Arten:
:::Unterfamilie Cibotioideae
:: - Cibotium
:::Unterfamilie 'Cystodioideae' (taxonomisch nicht genügend bestätigte Unterfamilie)
:: - Cystodium
:::Unterfamilie Dicksonioideae
:: - Dicksonia
:::Unterfamilie Lophosorioideae
:: - Lophosoria, mit nur einer Art.
:::Unterfamilie Thyropteridoideae
:: - Calochlaena
:: - Culcita
:: - Thyrsopteris
:Andere Farn-Taxa mit Stämmen:
::In der Familie der Königsfarngewächse (Osmundaceae) gibt es einzelne Farn-Arten mit einem Stamm von bis zu einem Meter Höhe:
:: - Todea
:: - Leptopteris
::In der Familie der Blechnaceae besitzen auch einige Arten kleine Stämme in den Gattungen:
:: - Blechnum
:: - Sadleria
Literatur (englischsprachig)
- Pryer, K.M., A.R. Smith, and J.E. Skog. 1995. Phylogenetic relationships of extant ferns based on evidence from morphology and rbcL sequences. American Fern Journal 85: 205-282.
- Braggins, John E. and Large, Mark F. Tree Ferns. Timber Press (2004).
Weblinks
- [http://www.baumfarne.de/ www.baumfarne.de]
- [http://www.baumfarne.info/ www.baumfarne.info]
- [http://tolweb.org/tree?group=Filicopsida&contgroup=Embryophytes Die gezeigte Taxonomie entspricht diesem Stammbaum.] (engl.)
- [http://www.anbg.gov.au/projects/fern/taxa/classification.html#T2 Die genaue taxonische Einordnung ist auf dieser Webpage zu sehen.] (engl.)
- [http://www.baumfarn.at/treefern Forum zur Pflege und Anzucht von Baumfarnen.] (deutsch/english)
Kategorie:Gefäßsporenpflanzen
Ordnung (Biologie)Die Ordnung ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik. Sie wird weiter aufgeteilt in Überordnung (superordo), Ordnung (ordo) und Unterordnung (subordo).
Sie steht zwischen Klasse und Familie.
Ordnungsnamen enden in der Botanik lateinisch auf „-ales“.
Kategorie:Taxonomie
Desoxyribonukleinsäure
Die Desoxyribonukleinsäure (DNS), meist nach der englischen Bezeichnung deoxyribonucleic acid mit DNA abgekürzt, ist ein Makromolekül, das in der Vererbung als Träger der Information dient. Anhand dieser Information, die in einer bestimmten Form, dem genetischen Code, in die DNA eingeschrieben ist, werden Proteine synthetisiert.
Das Makromolekül ist aus den chemischen Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Stickstoff zusammengesetzt. Die DNA ist eine Nukleinsäure.
Die deutsche Abkürzung DNS wird im wissenschaftlichen Sprachgebrauch und zunehmend auch in der Umgangssprache wegen der international gebräuchlichen englischen Abkürzung DNA seltener verwendet. Die internationale Abkürzung vermeidet zudem Verwechslungen mit dem Domain Name System (DNS) des Internets.
Der Aufbau der DNA
Die Struktur der DNA wurde 1953 von James Watson und Francis Crick aufgeklärt, die 1962 dafür mit Maurice Wilkins den Nobelpreis für Medizin erhielten. Rosalind Franklin, deren Röntgenbeugungsdiagramme wesentlich zur Entschlüsselung der DNA-Struktur beigetragen hatten, war zum Zeitpunkt der Nobelpreisverleihung bereits verstorben. Entdeckt wurde die DNA allerdings schon 1869 von Friedrich Miescher, der in Zellkernen das Nuklein vorfand, jedoch die Funktion dieser Substanz noch nicht sicher bestimmen konnte .
Zellkern
Die Desoxyribonukleinsäure ist ein langes Polymer, das heißt, ein Kettenmolekül aus vielen Einzelbausteinen, die man Desoxyribonukleotide nennt. Es gibt vier verschiedene Bausteine dieser Art: Jedes Nukleotid ist eine Verbindung aus dem Zucker Desoxyribose, einer heterozyklischen Nukleobase (Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) oder Cytosin (C) und einem Phosphorsäure-Molekül. (Siehe zu den üblichen Abkürzungen A, T, G und C auch: Nukleinsäure-Nomenklatur.)
Die Desoxyribose- und Phosphorsäure-Untereinheiten sind bei jedem Nukleotid gleich; die vier verschiedenen Nukleotide unterscheiden sich nur durch ihre Base. Die fünf Kohlenstoffatome einer Desoxyribose sind von 1' (sprich Eins Strich) bis 5' nummeriert. Bei dem letzen in der DNA vorkommenden Nukleotid sitzen am 5'-Ende der Desoxyribose ein Triphosphat, am 3'-Ende eine OH-Gruppe. Letztere reagiert bei der Verknüpfung der Nukleotide mit der Phosphatgruppe des jeweils nächsten Nukleotids, so dass Pyrophosphat frei wird.
Nach dem Modell von Watson und Crick ist die DNA insgesamt aus zwei gegenläufigen DNA-Einzelsträngen aufgebaut, die je ein 5'-Ende mit einer Phosphat-Gruppe und ein 3'-Ende mit einer OH-Gruppe besitzen. Die beiden Holme der Strickleiter werden aus Hunderttausenden sich abwechselnder Zucker- (Desoxyribose-) und Phosphat-Bausteine gebildet, die innerhalb jedes DNA-Einzelstrangs (Holms) über feste Atombindungen miteinander verknüpft sind. Diese beiden Einzelstränge sind außerdem nach Art einer Strickleiter miteinander verbunden, wobei die zwei Holme der Leiter zusätzlich um eine gedachte Achse schraubenförmig gewunden sind (Doppelhelixstruktur).
Die Sprossen der Strickleiter bestehen aus je zwei organischen Basen (einem so genannten Basenpaar), die über Wasserstoffbrücken (schwächere Bindungskräfte) miteinander verbunden sind und so dafür sorgen, dass die beiden Holme auch im schraubenförmigen Zustand der Strickleiter verknüpft bleiben und im gleichen Abstand nebeneinander liegen.
Normalerweise ist DNA rechtshändig gedreht. Neben dieser, auch B-DNA genannten, Konformation wurde 1979 von Alexander Rich und seinen Kollegen am MIT erstmals auch eine linkshändige sogenannte Z-DNA untersucht.
MIT
Die in der DNA vorliegenden Basenpaare werden von den jeweils komplementären Basen Adenin und Thymin sowie Guanin und Cytosin gebildet. Zwischen Adenin und Thymin bilden sich dabei zwei Wasserstoffbrücken aus; Cytosin und Guanin sind über drei Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft.
Das Riesenmolekül DNA ist demzufolge aus einer Vielzahl von vier verschiedenen Nukleotiden „zusammengesteckt“, die in einem DNA-Einzelstrang in beliebiger Reihenfolge aneinander gebunden werden können und sich dadurch unterscheiden, dass sie jeweils nur eine von vier möglichen organischen Basen enthalten.
Bestimmte Abschnitte der DNA, die so genannten Gene, kodieren genetische Informationen. Gene enthalten "Baupläne" für Proteine oder Moleküle, welche bei der Proteinsynthese oder Regulation des Stoffwechsels einer Zelle beteiligt sind. Die Reihenfolge der Basen bestimmt dabei die genetische Information. Diese Basensequenz kann mittels Sequenzierung z.B. über die Sanger-Methode ermittelt werden.
Die Basenabfolge (Basensequenz) eines Genabschnitts der DNA wird zunächst durch die Transkription in die komplementäre Basensequenz eines so genannten Ribonukleinsäure-Moleküls überschrieben (abgekürzt RNA, selten auch deutsch RNS). RNA enthält im Unterschied zu DNA Ribose anstelle von Desoxyribose und die Base Uracil anstelle von Thymin.
Organisiert ist die DNA in der eukaryotischen Zelle in Chromosomen. Ein Chromosom ist jeweils ein langer, kontinuierlicher DNA-Doppelstrang, der um eine Vielzahl von Histonen (Kernproteinen) herumgewickelt und mehrfach zu einer kompakten Form spiralisiert werden kann. Chromosomen liegen in verschiedenen Spiralisierungszuständen vor. Während der Zellkernteilung (Mitose) werden sie so kompakt verdichtet, dass sie anfärbbar und im Lichtmikroskop bereits bei geringerer Vergrößerung erkennbar sind.
In prokaryotischen Zellen liegt die DNA dagegen zirkulär vor, d.h. das 5'-Ende ist mit dem 3'-Ende des DNA-Stranges verbunden. Diese werden je nach Länge der Sequenz als Bakterienchromosom oder Plasmid bezeichnet.
Verdopplung der DNA (DNA-Replikation)
Plasmid
Die DNA ist in der Lage, sich mit Hilfe von Enzymen selbst zu verdoppeln. Sie wird nach dem so genannten semikonservativen Prinzip repliziert. Die doppelsträngige Helix wird zunächst durch das Enzym Helicase aufgetrennt.
Ein Einzelstrang dient als Matrize (Vorlage) für den zu synthetisierenden komplementären Gegenstrang, d. h. die replizierte DNA besteht jeweils aus einem alten und einem neu synthetisierten komplementären Einzelstrang.
Der Vorgang der DNA-Synthese, d. h. die Bindung der zu verknüpfenden Nukleotide, wird durch Enzyme aus der Gruppe der DNA-Polymerasen vollzogen. Ein zu verknüpfendes Nukleotid muss in der Triphosphat-Verbindung – also als Desoxyribonukleotidtriphosphat – vorliegen. Durch Abspaltung zweier Phosphatteile wird die für den Bindungsvorgang benötigte Energie frei.
Im Bereich der durch das Enzym Helicase gebildeten Replikationsgabel (das heißt, zweier auseinander laufender DNA-Einzelstränge) markiert zunächst ein RNA-Primer, der durch das Enzym Primase synthetisiert wird, den Startpunkt der DNA-Neusynthese.
An das RNA-Molekül hängt die DNA-Polymerase dann ein zum Nukleotid des alten DNA-Einzelstrangs komplementäres Nukleotid, daran wieder ein weiteres neues passendes Nukleotid usw., bis die DNA wieder zu einem Doppelstrang komplettiert wurde. Dies geschieht an beiden geöffneten Einzelsträngen.
Dennoch entsteht dabei ein Problem: Die Verknüpfung der neuen Nukleotide zu einem komplementären DNA-Einzelstrang verläuft nur in 5'→3' Richtung, d. h. kontinuierlich den alten 3'→5'-Strang entlang (und dabei diesen ablesend) in Richtung der sich immer weiter öffnenden Replikationsgabel ohne Pause in einem Schritt durch.
Die Synthese des zweiten neuen Stranges am alten 5'→3'-Strang dagegen kann nicht kontinuierlich in Richtung der Replikationsgabel, sondern nur von dieser weg ebenfalls in 5'→3' Richtung erfolgen.
Die Replikationsgabel ist aber zu Beginn der Replikation nur ein wenig geöffnet, weshalb an diesem Strang – in 'unpassender' Gegenrichtung – immer nur ein kurzes Stück neuer komplementärer DNA entstehen kann.
Da hier jeweils eine DNA-Polymerase nur ca. 1000 Nukleotide verknüpft, ist es notwendig, den gesamten komplementären Strang stückchenweise zu synthetisieren. Bei etwas weiter geöffnetem Zustand der Replikationsgabel lagert sich daher ein neuer RNA-Primer wieder direkt an der Gabelungsstelle an den DNA-Einzelstrang an, und die nächste DNA-Polymerase beginnt – sich von der Replikationsgabel entfernend – erneut ca. 1000 Nukleotide an den RNA-Primer zu hängen.
Derselbe Vorgang wird laufend wiederholt, d. h. der komplementäre DNA-Strang entsteht nach und nach häppchenweise. Bei der Synthese des 3'→5'-Stranges wird also pro DNA-Syntheseeinheit jeweils ein neuer RNA-Primer benötigt. Primer und zugehörige Syntheseeinheit bezeichnet man als Okazaki-Fragment. Die für den Replikations-Start benötigten RNA-Primer werden enzymatisch abgebaut. Dadurch entstehen Lücken im neuen DNA-Strang, welche durch spezielle DNA-Polymerasen mit DNA-Nukleotiden aufgefüllt werden.
Zum Abschluss verknüpft das Enzym Ligase die noch nicht miteinander verbundenen neuen DNA-Abschnitte zu einem einzigen, langen, komplementären Doppelstrang.
Nach Abschluss der Replikation wurden also zwei DNA-Einzelstränge in etwas unterschiedlicher Weise jeweils wieder zu einem Doppelstrang ergänzt. Aus einem DNA-Molekül sind somit zwei entstanden.
Andere Funktionen der DNA
DNA-Moleküle spielen als Informationsträger und „Andockstelle“ eine wichtige Rolle für Enzyme, die für die Transkription zuständig sind. Weiterhin ist die Information bestimmter DNA-Abschnitte, wie sie etwa in operativen Einheiten wie dem Operon vorliegt, wichtig für Regulationsprozesse innerhalb der Zelle.
Mutationen von DNA-Abschnitten – z. B. Austausch von Basen gegen andere oder Änderungen in der Basensequenz – führen zu Veränderungen des Erbgutes, die zum Teil tödlich (letal) für den betroffenen Organismus sein können.
Gelegentlich sind solche Mutationen aber auch von Vorteil; sie bilden dann den Ausgangspunkt für die Veränderung von Lebewesen im Rahmen der Evolution. Mittels der Rekombination bei der geschlechtlichen Fortpflanzung wird diese Veränderung der DNA sogar zu einem entscheidenden Faktor bei der Evolution: Die eukaryotische Zelle besitzt in der Regel mehrere Chromosomensätze, d.h. ein DNA-Doppelstrang liegt mindestens zwei Mal vor. Durch wechselseitigen Austausch von Teilen dieser DNA-Stränge, dem Crossing-over bei der Meiose, können so neue Eigenschaften entstehen.
DNA-Schäden
DNA-Moleküle können durch verschiedene Einflüsse beschädigt werden. UV- oder γ-Strahlung, Alkylierung sowie Oxidation können die DNA-Basen chemisch verändern oder zum Strangbruch führen. Diese chemischen Änderungen beinträchtigen unter Umständen die Paarungseigenschaften der betroffenen Basen. Dieses Prinzip ist eine wesentliche Ursache für Mutationen während der Replikation.
Einige häufige DNA-Schäden sind:
- die Bildung von Uracil aus Cytosin unter spontanem Verlust einer Aminogruppe durch Hydrolyse: Uracil ist wie Thymin komplementär zu Adenin.
- Thymin-Thymin-Dimerschäden (verursacht durch photochemische Reaktion zweier aufeinander folgender Thyminbasen im DNA-Strang durch UV-Strahlung, z.B. aus Sonnenlicht. Diese Schäden sind wahrscheinlich eine wesentliche Ursache für die Entstehung von Hautkrebs).
- die Entstehung von 8-oxo-Guanin durch Oxidation von Guanin: 8-oxo-Guanin ist sowohl zu Cytosin als auch zu Adenin komplementär. Während der Replikation können beide Basen gegenüber 8-oxo-Guanin eingebaut werden.
Aufgrund ihrer mutagenen Eigenschaften und ihres häufigen Auftretens (Schätzungen belaufen sich auf 104-106 neue Schäden pro Zelle und Tag) müssen DNA-Schäden rechtzeitig aus dem Genom entfernt werden. Zellen verfügen dafür über ein effizientes DNA-Reparatursystem. Dieses beseitigt Schäden mit Hilfe folgender Strategien:
- Direkte Schadensreversion: Ein Enzym macht die chemische Änderung an der DNA-Base rückgängig.
- Basenexcisionsreparatur: Die fehlerhafte Base, z. B. 8-oxo-Guanin, wird aus dem Genom ausgeschnitten. Die entstandene freie Stelle wird anhand der Information im Gegenstrang neu synthetisiert.
- Nukleotidexcisionsreparatur: Ein größerer Teilstrang, der den Schaden enthält, wird aus dem Genom ausgeschnitten. Dieser wird anhand der Information im Gegenstrang neu synthetisiert.
- Homologe Rekombination: Sind beide DNA-Stränge beschädigt, wird die genetische Information aus dem zweiten Chromosom des homologen Chromosomenpaars für die Reparatur verwendet.
- Replikation mit speziellen Polymerasen: DNA-Polymerase η kann z. B. fehlerfrei über einen TT-Dimerschaden replizieren. Menschen, bei denen Polymerase η nicht oder nur eingeschränkt funktioniert, leiden häufig an Xeroderma Pigmentosum, einer Erbkrankheit, die zu extremer Sonnenlichtempfindlichkeit führt.
Packung (supercoiling) der DNA
Da die DNA als lange Kette betrachtet mehrere Meter lang sein kann, im Zellkern aber nur wenige µm Platz ist, muss die DNA „verpackt“ bzw. gepackt werden. Dies geschieht in Eukaryoten mittels basischer Proteine (Histone), um die die DNA herumgewickelt wird. Siehe: Chromatin.
In Prokaryoten wird die DNA-Helix mit Hilfe von Enzymen (z.B. Topoisomerasen und Gyrasen) zu einfachen Supercoils aufgewickelt, die man sich wie eine verdrehte Telefonschnur vorstellen kann, also nochmals um sich selbst gedrehte Helizes.
Siehe auch
- Ikone (Medien)
Referenzen
# http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/17128/1.html
Literatur
- Chris R. Calladine et al.: DNA - Das Molekül und seine Funktionsweise. 3. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag 2005, ISBN 3-8274-1605-1
- Terence A. Brown: Moderne Genetik. 2. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag 1999, ISBN 3827403065
- Ernst Peter Fischer: Am Anfang war die Doppelhelix. Ullstein 2004, ISBN 3548366732
- Ernst Peter Fischer: Das Genom. Fischer-Taschenbuch 2002, ISBN 359615362X
- James D. Watson: Die Doppelhelix. Rowohlt-Taschenbuch 1997, ISBN 3499602555
- James D. Watson: Gene, Girls und Gamov. Piper 2003, ISBN 3-492-04428-X
- James D. Watson: Am Anfang war die Doppelhelix Ullstein 2003, ISBN 3-550-07566-9
- James D. Watson, M. Gilman, J. Witkowski und M. Zoller: Rekombinierte DNA. 2. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag 1993, ISBN 3860250728
- Thomas Lindahl: Instability and decay of the primary structure of DNA. Nature, 1993, 362, 709-715.
- W. Wayt Gibbs: Preziosen im DNA-Schrott. Spektrum der Wissenschaft, Februar 2004, S. 68 - 75,
- W. Wayt Gibbs: DNA ist nicht alles. Spektrum der Wissenschaft, März 2004, S. 68 - 75,
Weblinks
- [http://www.abi-bayern.de/bio/mol_01_dns.htm Ausführliche Erklärung auf www.abi-bayern.de]
- [http://biocrs.biomed.brown.edu/Books/Chapters/Ch%208/DH-Paper.html Watson/Crick: A structure for Desoxyribose Nucleic Acid]
- [http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/biologie/dna/ Deutsche Fassung von "DNA from the Beginning" des Dolan DNA Learning Center]
- [http://www.lebendiger-unterricht.de/BIOLOGIE/Experimente/DNA-Isolierung/dna-isolierung.html DNA-Isolierung "in der Küche"]
- [http://www.biokular.de/1999/DNA.html Das Leben hängt an einem Faden: Über den Aufbau und die Funktion der Desoxyribonukleinsäure]
- [http://www.dnai.org/index.htm DNA Interactive – Seite des Cold Spring Harbor Institute und des Howard Hughes Medical Institute: eine exzellente Einführung in die Thematik] (engl.) - siehe auch: [http://www.dnaftb.org/dnaftb/ DNA from the Beginning]
- [http://www.foerstner.org/konrad/bco/grundlagen/nukleinsaeuren.html Nukleinsäuren]
- [http://www.3sat.de/nano/bstuecke/45640/ 3sat: Nano: Die größte biologische Entdeckung: 50 Jahre DNA-Struktur]
- [http://sina.eetezadi.de/inhalt/referate/dna-replikation-pcr DNA – Aufbau und Vervielfältigung ] – Bestandteile & Aufbau der DNA, Replikation und PCR
Kategorie:Nukleinsäure
Desoxyribonukleinsäure (DNS)
Kategorie:Chemische Verbindung
ja:デオキシリボ核酸
ko:DNA
ms:DNA
simple:DNA
th:ดีเอ็นเอ
Art (Biologie)Eine Art ist eine Population von Lebewesen, deren Individuen auf Grund von Vererbung Ähnlichkeiten in Bau- und Leistungsmerkmalen aufweisen. Sie sind in diesen Merkmalen von Individuen anderer Arten unterscheidbar. Das Fremdwort für den Begriff Art ist Spezies (von lat. species, die Art).
Für die Systematik ist Art eine Ebene in der Hierarchie des klassifikatorischen Systems der Lebewesen. In diesem System können Arten in verschiedene Unterarten, Rassen, Varietäten oder Formen unterteilt werden. Der Art übergeordnet ist das Taxon der Gattung.
Der Begriff "Art" ist ein theoretisches Konzept. Versuche einer klaren Definition waren bisher nicht eindeutig und allgemein gültig erfolgreich. Im Folgenden sind die wichtigsten Definitionskonzepte dargestellt. Diese Artkonzepte werden in der Biologie noch immer heftig diskutiert. Ihre Verwendung in der wissenschaftlichen Praxis hängt zumeist von der biologischen Teildisziplin und vom Forschungsgegenstand ab.
Morphologisches (typologisches) Artkonzept
:Arten sind Gruppen von Organismen, die sich bezüglich morphologischer Merkmale eindeutig voneinander unterscheiden lassen.
:Eine Population wird derjenigen Art zugerechnet, deren Typusbeschreibung mindestens 75 % der Individuen entsprechen.
Eine auf Grund dieses Konzepts definierte Art wird als Morphospezies bezeichnet.
Hauptprobleme dieses Konzepts:
- künstliche Einengung der Variationsbreite auf einen abstrakten Typus
- Subjektivität:
Beispiel Paläontologie: Ein Fund von Fossilien zweier Individuen in der gleichen Fundschicht, also praktisch zeitgleich lebend, unterscheiden sich stark voneinander:
- Sie können jetzt zwei verschiedenen Arten zugeordnet werden, wenn man der Meinung ist, dass sie stark genug von einem morphologischen Typus abweichen. Sie können aber auch der gleichen Art zugeordnet werden, wenn man der Meinung ist, dass in dieser Art auch eine größere Variationsbreite, die die Funde mit einschließt, angenommen werden kann.
- Die Unterschiede können aber auch auf einen deutlichen Sexualdimorphismus (Unterschiede in der Erscheinung der Männchen und Weibchen) innerhalb einer Art zurückzuführen sein.
Diese Probleme werden mit zunehmender Zahl der Funde und damit Kenntnis der tatsächlichen Variationsbreite geringer, lassen sich aber nicht vollständig beseitigen.
Bei rezenten Lebewesen lassen sich neben den morphologischen Merkmalen auch ethologische, anatomische, physiologische, biochemische und molekulare Merkmale zur Bestimmung heranziehen. In weiten Bereichen, z.B. in der Mikrobiologie oder bei den Nematoden versagen morphologische Artabgrenzungen weitgehend.
Chronologisches Artkonzept
Auch dieses Konzept findet vorwiegend in der Paläontologie Anwendung und ist letztlich nur eine Erweiterung des morphologischen Artkonzeptes um den Faktor Zeit:
:Eine Art wird durch eine Sequenz zeitlich aufeinander folgender Populationen charakterisiert, deren Individuen innerhalb einer bestimmten morphologischen Variationsbreite liegen.
Dieses Konzept ist dann gut anwendbar, wenn praktisch lückenlose Fundsequenzen vorliegen.
Biologisches (populationsgenetisches) Artkonzept
:Eine Art (Biospezies) besteht aus mindestens einer Population, deren Genpool gegen andere Populationen generativ durch Fortpflanzungsisolation (reproduktive Isolation, siehe Biologische Evolution) isoliert ist.
:Angehörige einer Art sind abgesehen von geschlechtspezifischen Merkmalen morphologisch oder physiologisch nur in einzelnen Merkmalen unterscheidbar und können unter natürlichen Bedingungen fruchtbare Nachkommen erzeugen.
:Ernst Mayr 1969: Eine Art ist eine reproduktive Gemeinschaft von Populationen (reproduktiv isoliert von anderen), die eine besondere Nische in der Natur einnimmt.
Beispiele:
- Pferd und Esel sind zwar kreuzbar, haben aber keine fruchtbaren Nachkommen, gehören damit zu verschiedenen Arten.
- Löwe und Tiger sind kreuzbar (sog. "hybride Katzen": Liger und Tigon) und haben unter Umständen fruchtbare Nachkommen, leben aber in verschiedenen Verbreitungsgebieten, lassen sich morphologisch voneinander abgrenzen und gehören damit zu verschiedenen Arten.
Problematik:
- Spitzfindig könnte man frühere Generationen einer Art, die sich ja mit den rezenten Generationen nicht mehr kreuzen können, nach dem Wortlaut dieser Artdefinition als zu einer anderen Art gehörend ansehen. Eine tatsächliche Zeitbarriere zwischen gleichzeitig existierenden Populationen besteht jedoch z.B. zwischen der Frühjahrsform und der Herbstform des Landkärtchen-Schmetterlings. Sie unterscheiden sich farblich stark, kommen in unserm Klimabereich nicht mehr reproduktiv in Kontakt, können aber im Labor fruchtbar gekreuzt werden und gelten deshalb offiziell als eine gemeinsame Art.
- Arten, die sich nur ungeschlechtlich vermehren, werden durch die Definition nicht erfasst.
- Orchideen können sich z.T. sogar über Gattungsgrenzen hinweg fruchtbar kreuzen. Dennoch bilden diese Hybriden die quantitative Ausnahme, während die verschiedenen morphologisch beschriebenen Orchideenarten unterscheidbar bleiben und typreine Populationen bilden.
- Individuen, die sich in einer Population nicht fortpflanzen können (zum Beispiel Arbeiterinnen bei Ameisen oder Bienen) werden scheinbar nicht erfasst. Sie haben aber nachweislich gemeinsame Eltern mit den fruchtbaren Individuen und gehören deshalb zweifelsfrei zur Artpopulation.
Phylogenetisches (evolutionäres) Artkonzept
Dieses Artkonzept schließt das biologische mit ein.
:Eine Art ist eine (monophyletische) Abstammungsgemeinschaft aus einer bis vielen Populationen in einer bestimmten Zeitspanne.
:Eine Art beginnt nach einer Artspaltung und endet
:# wenn alle Individuen dieser Art, ohne Nachkommen zu hinterlassen, aussterben oder
:# wenn aus dieser Art durch Artspaltung zwei neue Arten entstehen.
Eine Artspaltung ist gekennzeichnet durch die (natürliche) reproduktive Isolation von Teilpopulationen, die durch geografische, morphologische, genetische oder ökologische Barrieren bewirkt wird.
Phylogenetische Anagenese ist die Veränderung einer Art im Zeitraum zwischen zwei Artspaltungen, also während ihrer Existenz.
Fossilien können zwar auch hier nur auf Grund morphologischer Merkmale einer Art zugeordnet werden, dies erfolgt aber auf der Grundlage einer Verwandtschaftsanalyse, dem Instrumentarium der phylogenetischen Systematik und nicht auf Grund einer Zuordnung zu einem abstrakten Typus oder Bauplan.
In phylogenetischen Bäumen werden die meist anhand eines oder mehrerer Gene ermittelten Verwandtschaftsbeziehungen zwischen verschiedenen Arten dargestellt.
Physiologische Definition bei Bakterien
Bakterien zeigen nur wenige morphologische Unterscheidungsmerkmale und weisen praktische keine Rekombinationsschranken auf. Deshalb wird der Stoffwechsel als Unterscheidungskriterium von Stämmen herangezogen.
Der wissenschaftliche Name einer Art (traditionell meist lateinischen oder griechischen Ursprungs) setzt sich nach der so genannten binären Nomenklatur aus dem Gattungsnamen (großgeschrieben) und dem Artnamen (kleingeschrieben) zusammen. Er wird im Text gewöhnlich kursiv gesetzt oder alternativ unterstrichen. Völlig korrekt im wissenschaftlichen Sinne wird der Artname erst dann, wenn dem Gattungs- und Artname noch die Autoren beigefügt werden, die die Art als erstes beschrieben haben. Diese Regel sollte in wissenschaftlichen Publikationen immer dann befolgt werden, wenn keine bibliografische Referenz zur Artbeschreibung erfolgt. Um Druckraum zu sparen werden die Autorennamen meist abgekürzt, beispielsweise "L." steht für Linné.
- Beispiel:
Shiitake Lentinula edodes (Berk.) Pegler
M. J. Berkeley hat die Art zuerst beschrieben, D. Pegler hat sie in das heute gültige System eingeordnet
Geschichtliche Entwicklung des Artbegriffes
Die Entwicklung des Artbegriffs ist eng mit der Entwicklung der Vorstellung von der Veränderlichkeit der Arten verknüpft:
Der Beginn der wissenschaftlichen Klassifizierung der Lebewesen liegt im 18. Jahrhundert bei Carl von Linné, der die Fortpflanzungsorgane (zum Beispiel Blüten) als wesentliche Merkmale nahm. Er ging (bewusst oder unbewusst) von einem idealisierten Artenbegriff aus: Nach dem Verständnis seiner Zeit stellte eine Art eine unveränderliche Einheit dar, und Linné versuchte, Standardexemplare jeder Art zu identifizieren. Die natürlich vorkommende Variabilität verstand er als Abweichungen oder Abartigkeiten.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verdichteten sich die Beobachtungen, dass die Arten im Laufe ihrer Naturgeschichte Änderungen durchmachen. Charles Darwins Evolutionstheorie konnte diese Beobachtungen zusammenfassend erklären. Jedes Individuum vererbt die eigenen Merkmale an die Nachkommen. Variationen innerhalb von Populationen sind hierin keine Abweichungen von einer (ideellen) Norm sondern zum Überleben der Art notwendig. Individuen mit ungeeigneten Merkmalen werden durch Selektion im Mittel weniger Nachkommen haben, und somit ihre Merkmale nicht weitergeben.
Damit wurde die gemeinsame Abstammung zum wesentlichen Merkmal der Bestimmung einer Art.
Eine Folgerung aus der Theorie von Darwin ist, dass alles Leben auf der Erde von einer (oder einer Gruppe von) primitiven Organismen abstammen muss. Daher ist nicht die Tatsache der gemeinsamen Abstammung, sondern der Verwandtschaftsgrad ausschlaggebend für die Definition einer Art.
Eine zweite Folgerung ist, dass eine Art nur zu einem bestimmten Zeitpunkt wohldefiniert ist. In der Vergangenheit können zwei Populationen, die heute als zwei Arten aufgefasst werden, eine Art gewesen sein. Beispielsweise geht man davon aus, dass der Eisbär sich vor einigen 10.000 bis wenigen 100.000 Jahren von einer in Sibirien lebenden Population des Braunbären abgespaltet hat. In der Zukunft mag sich eine heutige Art in mehrere aufspalten.
Zitate
- "Es gibt nur zwei Art-Konzepte, alles andere sind Definitionen, wie man eine Art als systematische Einheit, also als Taxon, umschreiben soll. Die beiden Konzepte sind das typologische Artkonzept, das eine Art als etwas beschreibt, was sich deutlich äußerlich von anderen Lebewesen unterscheidet, und das biologische Artkonzept, was Arten als Gemeinschaften von Individuen bezeichnet, die potenziell fortpflanzungsfähige Nachkommen mit einander zeugen können. Andere Artkonzepte gibt es nicht." Ernst Mayr
- "Bakterien haben keine Arten. Netzeitung: Was dann? Mayr: Das überlasse ich den Mikrobiologen. Das verstehen die ja selber noch nicht. Archaebakterien zum Beispiel tauschen Gene mit Bakterien aus, Bakterien und Archaebakterien jeweils unter einander sowieso. Muss man also alle Bakterien als große Fortpflanzungsgemeinschaft, also als eine Art bezeichnen? Bakterien haben keine Arten. Die ersten Arten, die es gibt, sind schon Eukaryonten. Warum man einen Zellkern braucht, um eine Art sein zu können, weiß ich auch nicht." Ernst Mayr
Literatur
- Animal Species and Evolution (1963; deutsch: Artbegriff und Evolution, 1967)
- Werner Kunz: Was ist eine Art? In der Praxis bewährt, aber unscharf definiert. Biologie in unserer Zeit 32(1), S. 10 - 19 (2002),
Weblinks
- http://www.abi-bayern.de/bio/evol1.htm
Ein Link zu einer einzelnen Art:
- http://www.sandhai.de/
Ein Pressebericht, der viele wissenschaftliche Zweifel offen lässt:
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20612/1.html Neuer Wirt, neue Art (Artikel aus Telepolis)]
Siehe auch
Artbildung, Evolutionstheorie, Taxonomie
Kategorie:Evolution
Kategorie:Taxonomie
ja:種 (生物)
ms:Spesies
th:สปีชีส์
Gattung (Biologie)Die Gattung ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik.
Eine Gattung enthält eine oder mehrere Arten. Ein Beispiel einer Gattung ist die Abies (Tanne). Alle Arten innerhalb einer Gattung haben immer einen zweiteiligen (binominalen) Namen, der neben der Gattungsbezeichnung noch ein Art-Epipheton enthält. Abies alba (die Weißtanne) ist eine Art in der Gattung Abies (Tanne). Diese durchgehend binominale Benennung geht auf Carl von Linné zurück, der sie in seinem Werk Systema Naturae einführte.
Wenn eine Gattung nur eine Art enthält, nennt man die Gattung monotypisch.
Gattungen selbst werden in Familien zusammengefasst.
Strukturierung einer Gattung
Wenn eine Gattung viele Arten enthält, die nach unterschiedlichen Kriterien geordnet werden können, stehen die folgenden hierarchischen Ränge zur Verfügung:
- Untergattung
- Sektion
- Untersektion
- Serie
- Unterserie
Dabei ist es im Ermessen des Biologen, welcher der Ränge angemessen erscheint.
Bedeutende Unterschiede werden in der Regel durch Untergattungen ausgedrückt; bei unscheinbaren Variationen wird eher die Sektion benutzt. Es gibt also keine Vorschrift, dass bestimmte Ränge bevorzugt zu benutzen sind. Allerdings wird die Untersektion (bzw. Unterserie) nur gebraucht, wenn auch die Sektion (bzw. Serie) benutzt wird.
Kategorie:Taxonomie
als:Gattung (Biologie)
ms:Genus
th:สกุล (ชีววิทยา)
Familie (Biologie)Die Familie (lateinisch: Familia) ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik.
Sie steht zwischen den Hauptrangstufen Ordnung und Gattung. Direkt über der Familie kann die Überfamilie stehen, unter ihr die Unterfamilie (lateinisch:Subfamilia).
In der Zoologie besteht die Konvention, dass der wissenschaftliche Familienname auf -idae endet (z. B. Laufkäfer: Carabidae).
In der Botanik dagegen endet die Familienbezeichnung meist auf -aceae (zum Beispiel Korbblütengewächse: Asteraceae). Vielfach leiten sich ihre Bezeichner von besonders bekannten Gattungen der Familie ab (zum Beispiel bei den Liliengewächsen Liliaceae), aber auch morphologische Besonderheiten der Familie können namensgebend sein (so bei den Lippenblütengewächsen Labiatae).
Kategorie:Taxonomie
als:Familie (Biologie)
ms:Famili
Ordnung (Biologie)Die Ordnung ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik. Sie wird weiter aufgeteilt in Überordnung (superordo), Ordnung (ordo) und Unterordnung (subordo).
Sie steht zwischen Klasse und Familie.
Ordnungsnamen enden in der Botanik lateinisch auf „-ales“.
Kategorie:Taxonomie
Hautfarne
Hautfarne oder auch Schleierfarne (lat. Hymenophyllaceae) gehören zur Familie der leptosporangiaten Farne. Man kennt derzeit etwa 650 Arten. Sie kommen vor allem in tropischen Regenwäldern vor. In Mitteleuropa gibt es nur zwei Arten, die als große Seltenheiten in relativ niederschlagsreichen Gegenden an luftfeuchten Standorten wachsen.
Mitteleuropäische Hautfarne
- Der Englische Hautfarn (Hymenophyllum tunbrigense) kommt auf den brit. Inseln, aber auch beispielsweise im Elsass, in Luxemburg und früher auch im Elbsandsteingebirge der sächsischen Schweiz und in Bollendorf in Rheinland-Pfalz vor.
- Der Prächtige Dünnfarn (Trichomanes speciosum, Willd.) ist eine eigentlich eher atlantisch verbreitete Art, die in Deutschland nur als relativ unscheinbarer algenartiger Gametophyt vorkommt [http://www.natura2000.murl.nrw.de/fachdoku/ffh-arten/images/farn_blueten_moose/trichomanes_speciosum2.jpg Bild]. Diese gametophytischen Prothallien wachsen in sehr lichtarmen, tiefen, feuchten Spalten von Felsen aus saurem, silikatischem Gestein. Nachgewiesen ist er beispielsweise für das Süderbergland und die Eifel.
Weblinks
- [http://www.farnfreunde.ch/6.PDF Hymenophyllum tunbrigense in den Vogesen]
- [http://www.natura2000.murl.nrw.de/fachdoku/ffh-arten/arten/farn_blueten_moose/trichomanes_speciosum_geb.htm Standorte von Trichomanes speciosum in Deutschland]
- [http://www.chilebosque.cl/ffer.html Vielen Chilenishe Hautfarne aus Chilebosque (spanisch)]
Kategorie:Gefäßsporenpflanzen
Mª Gaetana AgnesiImage:Agnesi_MªGaetana_rtf_m57c473c.jpg
Nada o 16 de maio de 1718, foi unha matemática, lingüista e filósofa italiana.
Agnesi acreditouse co seu primeiro libro, no que discute o cálculo diferencial e integral. Dous anos máis tarde, o seu pai comezou a reunir na casa de xeito periódico ás persoas máis cultas de Boloña, con quen ela mantivo diversas discusións. Resumes desas reunións recolléronse en “Cartas sobre Italia” e en “Proposicións Filosóficas”, que o seu pai publicou no 1738. Ademais, ós trinta anos, falaba entre outras linguas, grego, hebreo, francés, castelán e alemán. Foi membro honorario da Universidade de Bolonia
O mellor resultado do seu traballo foi a “Instituzioni analitiche ad uso della gioventu italiana”, un traballo publicado en Milán en 1748. O seu primeiro volume trata da análise de cantidades finitas e o segundo da análise infinitesimal. Unha tradución francesa do segundo volume por P.T. d'Antelmy, con engadidos de Charles Bossut, apareceu en París no 1775; e unha tradución inglesa do conxunto do traballo de John Colson, profesor Lucasiano de matemáticas en Cambridge, foi publicado no 1801 a cargo do Baron Maseres. Tamén escribiu un comentario no Traité analytique des sections coniques of the marquis de l'Hôpital, o que, a pesar de ser alabado polas persoas que viron o manuscrito, non foi nunca publicado.
Discutiu a curva coñecida como "versiera", como a chamou en 1748. É definida como:y= 1/(x2+1) ou, en xeral, y= a3/(x2+a2)
A curva fora estudada antes por Fermat e Grandi no 1703.
En 1750 foi designada polo Papa Benedito XIV para o posto de matemáticas e filosofía natural en Boloña. Tras da morte do pai en 1752 dispúxose a efectuar algo longamente acariñado por ela: o estudo da teoloxía e dos Pais da Igrexa, pasando a integrarse nunha orde relixiosa, terminando así os seus días en 1799.
Ver tamén
A ciencia ten nome de muller
category:personalidades das matemáticas
category:Lingüistas e escolas lingüísticas
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