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| Fauna |
FaunaFauna, benannt nach der römischen Göttin Fauna,
bezeichnet die Gesamtheit der Tierarten in einem Gebiet. Diese wird häufig in Tabellen- beziehungsweise Listenform erfasst (Faunistik=Faunenlehre; Wissenschaft von der Fauna). Eine alternative, umgangssprachliche Bezeichnung ist Tierwelt (im wissenschaftlichen Sprachgebrauch veraltend).
Da häufig nicht die gesamte Fauna eines Gebietes untersucht wird, sondern nur bestimmte systematische Gruppen, spricht man beispielsweise von
- Avifauna (Erfassung der Vogelarten)
- Entomofauna (Erfassung der Insektenarten)
- Ichthyofauna (Erfassung der Fischarten)
- Herpetofauna (Erfassung der Reptilien, im weiteren Sinne häufig auch der Amphibien)
- Malacofauna (Erfassung der Weichtiere)
Die Entsprechung der Fauna im Pflanzenreich ist die Flora.
Selten wird der Begriff auch eingesetzt, um die Tierwelt als Ganzes zu bezeichnen oder bei systematischen Darstellungen der Tierwelt.
Kategorie:Tierwelt
simple:Animalia
Tiere
Wissenschaftlich bilden die Tiere ein Reich der Domäne der Eukaryoten. Das Tierreich ist in diverse Untergruppen untergliedert, darunter auch die Stämme, die auch Phyla genannt werden. Die Naturwissenschaft von den Tieren ist die Zoologie.
Tiere sind Lebewesen, die ihre Energie nicht durch Photosynthese gewinnen, sondern sich von anderen tierischen oder pflanzlichen Organismen ernähren und Sauerstoff zur Atmung benötigen. Die meisten Tiere sind ortsbeweglich und mit Sinnesorganen ausgestattet.
Naturwissenschaftlich gesehen ist auch der Mensch als Tier zu betrachten. Die Verhaltensbiologie hat gezeigt, dass höher entwickelte Tiere sich komplizierterer Verhaltensmuster und gewisser Zeichensysteme bedienen (Tiersprache). Auch zu abstraktem Denken zeigen sich neben dem Menschen einige Tierarten zumindest in Ansätzen fähig. Außer dem Menschen sind allerdings keine Tierarten bekannt, die in der Lage sind, hochentwickelte Kulturen hervorzubringen. Die in den meisten Sprachen übliche Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ist wissenschaftlich gesehen jedoch nicht haltbar. Zum Verhältnis des Menschen zu anderen Tieren („Mensch-Tier-Verhältnis“) siehe auch Philosophische Anthropologie.
Meist werden die Tiere heute mit den Vielzellern gleichgesetzt. Traditionell werden jedoch auch eine ganze Gruppe von Einzellern, die Protozoa zu den Tieren gerechnet. Dies kann biologisch allerdings nicht mehr gerechtfertigt werden. Die mit den eigentlichen Vielzellern am engsten verwandte Gruppe sind die Kragengeißeltierchen (Choanoflagellata). Sie werden in dieser Systematik mit zu den Tieren gezählt. Die evolutionäre Schwestergruppe der Tiere sind dann interessanterweise die Pilze, die traditionell zu den Pflanzen gerechnet wurden. Tiere (in dieser Definition) und Pilze zusammen werden auch als Opisthokonthen bezeichnet.
Tiere und der Mensch
Tiere werden vom Menschen seit frühesten Zeiten verehrt, bekämpft und auch als Nutz- oder Haustiere gehalten.
Der Mensch unterscheidet je nach dem gegenseitigen Verhältnis:
- Heilige Tiere
- Wildtiere
- Nutztiere, (Vieh, Zugtiere, Schlachttiere)
- Haustiere
- Schädlinge und Nützlinge
Heilige Tiere können lebendige Manifestationen von Tiergöttern sein, die beispielsweise im Alten Ägypten vielfach verehrt wurden. Im Verlauf von rituellen Handlungen können Tiere auch als Opfer dienen.
Siehe auch: Systematik des Tierreiches, Rekorde im Tierreich, seltene und endemische Tiere Deutschlands
Weitere Informationen
Weblinks
- [http://Das-Tierlexikon.de Tierlexikon]
- [http://Tierwissen.de Tierwissen]
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ja:動物
ko:동물
ms:Haiwan
simple:Animal
th:สัตว์
zh-min-nan:Tōng-bu̍t
AvifaunaAls Avifauna wird die Gesamtheit aller in einer Region vorkommenden Vogelarten bezeichnet. Der Name leitet sich ab von dem lateinischen Wort „avis“ für Vogel und der wissenschaftlichen Bezeichnung „Aves“ für die Vögel ab.
Siehe auch
- Fauna
- Entomofauna, Ichthyofauna
Kategorie:ornithologie
Kategorie:tierwelt
Vögel
Die Vögel (Aves) (von althochdeutsch: fogal zu: fliegen) bilden neben den Amphibien (Amphibia), Reptilien (Reptilia) und Säugetieren (Mammalia) eine Klasse von Landwirbeltieren (Tetrapoda). Die Wissenschaft von den Vögeln ist die Ornithologie. Die Vögel leben auf allen Kontinenten; bislang sind rund 9.800 Vogelarten bekannt. Diese Zahl ist jedoch umstritten: manche Ornithologen sind der Auffassung, dass die tatsächliche Artenzahl weit darüber liegen könnte.
Allgemeine Kennzeichen
- Vögel sind Wirbeltiere (Vertebrata) und teilen mit diesen die Merkmale Wirbelsäule und zwei Paar Extremitäten, wovon die vorderen als Flügel dienen.
- Das Gefieder bestimmt das äußere Gesamtbild der Vögel wesentlich: Der Körper ist von Federn bedeckt. Diese Strukturen aus Keratin dienen beim Fliegen als Tragfläche und Steuerfläche, einer aerodynamisch günstigen Verkleidung des Körpers und als Isolation, die sogar meist je nach Temperatur und Wind veränderbar ist. Ferner hat das Gefieder Farben und dient oft der sexuellen Werbung. Bei Wasservögeln ist es wasserdicht und sorgt für Auftrieb. Das Gefieder wird zu bestimmten Zeiten (Mauser) gewechselt. Des weiteren sind bei allen Vögeln die Beine durch Hautschuppen bedeckt, was an ihre stammesgeschichtliche Entwicklung aus der Gruppe der Reptilien erinnert.
- Alle heute lebenden Vögel besitzen einen Schnabel ohne echte Zähne. Es gibt aber ausgestorbene Arten, die bezahnt waren. Der Schnabel besteht bei allen Vögeln aus Horn. Ausnahmen bilden nur die Taubenvögel (Columbiformes) und die Gänsevögel (Anseriformes), bei denen der Schnabel aus Knochenmasse besteht und von einer weichen Haut überzogen ist.
- Alle bekannten Vogelarten besitzen eine konstante Körpertemperatur (Endothermie, Homoiothermie), die höher ist, als bei allen anderen heute lebenden Tieren und ca. 42°C beträgt.
- Die meisten Vögel sind flugfähig. Flugunfähige Arten haben sich meist aus Arten entwickelt, die ursprünglich fliegen konnten. Dies betrifft zum Beispiel Laufvögel und Pinguine und viele Inselformen.
- Das Vogelskelett ist leicht gebaut, es besitzt zur Gewichtsreduzierung hohle Knochen. Der Anteil der Knochenmasse macht nur 8 bis 9 Prozent der Gesamtmasse aus, während er bei einigen Säugern bis zu 30 Prozent betragen kann. Das sehr große Brustbein hat einen vorspringenden Kiel, der als Ansatz für die sehr großen Flugmuskeln dient.
- Die Herzschlagfrequenz ist hoch: Die maximale Herzschlagfrequenz eines Strauß beträgt 178 Schläge pro Minute, diejenige eines Haussperlings 900 und schließlich diejenige eines Blaukehlkolibris 1260 Schläge pro Minute.
- Das Zentralnervensystem ist stark entwickelt, unter den Sinnesorganen sticht besonders die Leistungsfähigkeit des Auges hervor.
- Die Stimmbildung erfolgt bei Vögeln nicht im Kehlkopf, da Stimmbänder fehlen. Dafür liegt an der Gabelung der Trachea ein gesondertes Organ, der Syrinx, auch als »unterer Kehlkopf« bezeichnet.
- Die Vogellunge mit ihren Luftsäcken ist komplizierter gebaut als die aller anderen Wirbeltiere.
- Die meisten Vogelarten besitzen zur Gefiederpflege eine besondere, fett absondernde Drüse, die Bürzeldrüse. Bei einigen Arten wird deren Funktion durch sogenannte Puderdunen unterstützt bzw. komplett ersetzt (Kakadus, Taubenvögel, Reiher). Einigen Arten fehlen sowohl Bürzeldrüse als auch Puderdunen (Kormorane, Schlangenhalsvögel).
- Von den oben genannten Eigenschaften sind nur die Federn allein bei den Vögeln zu finden – so existieren (oder existierten) fliegende Tiere auch bei den Säugetieren (Fledermäuse) und Reptilien (Flugsaurier), Eier werden auch von Reptilien und Lurchen gelegt und selbst die Schnabelform ist nicht auf die Vögel beschränkt geblieben.
Entwicklungsgeschichte (Evolution)
Die Vögel entwickelten sich im Erdzeitalter der Jura. Ihre Vorfahren waren nach Ansicht
der Mehrzahl der Forscher kleine Raubdinosaurier (Theropoden).
Das bekannteste Bindeglied zwischen Raubdinosauriern und heutigen Vögeln ist der Archaeopteryx. Er besaß den heutigen Vögeln ähnliche Flügel. Fossilien dieser Art wurden in den Solnhofener Plattenkalken (Oberer Jura) gefunden. Er ist nach seinen Federn benannt: Archaeopteryx bedeutet altertümliche Feder beziehungsweise Urflügel.
Die Verkaufsgeschichte der einzelnen Fossilexemplare, die Fundbeschreibung und Benennung spiegeln die Kämpfe zwischen Kreationisten und Anhängern der biologischen Evolution wieder: Archaeopteryx zeigt Merkmale von Reptilien und Vögeln, ein unbefiedertes Skelett mit schlechter Erhaltung kann leicht fehlbestimmt werden, was jahrelang beim sogenannten Harlemer Exemplar der Fall war. Ob Archaeopteryx als direkter Vorfahre der Vögel in Frage kommt, ist nicht klar. Viele meinen, dass er auf einem blind endenden Zweig des Stammbaumes einzuordnen ist.
Die Arten aus dem Jura hatte noch Kiefer mit Zähnen, eine lange
Schwanzwirbelsäule und bewegliche, bekrallte Mittelhandknochen. Vermutlich war sie – wie einige Sauropoden – schon warmblütig. Auch die aus der späteren Kreide-Formation erhaltenen Wasservögel waren bezahnt. Die heutigen Vogelgruppen mit ihren unbezahnten Kiefern haben sich seit Anfang des Tertiärs herausgebildet.
Wie kamen die Vögel phylogenetisch zu ihren Federn?
1995 in der Volksrepublik China entdeckte Urvögel aus der Unterkreide waren bezüglich Krallenhand, Bauchrippen und Beckenbau dem Archaeopteryx ähnlich. Doch zeigten manche Versteinerungen Federn und ein kräftiges Brustbein wie heutige Vögel, ferner einen Schnabel ohne Zähne und schwanzwärts nur mehr eine kurze Wirbelsäule.
Als man 1998 einen gefiederten Minisaurier (Caudipteryx) fand, war die Entwicklung der Vögel, ihrer Federn und teilweise auch des Vogelflugs fast geklärt.
Demnach entwickelten die Vogelvorfahren zunächst sowohl an den Vorder- als auch an den Hinterextremitäten Federn, offenbar zum Gleitflug von Baum zu Baum. Die Flügelbildungen an den Hinterextremitäten wurden im Laufe der Evolution reduziert, sodass lediglich die Arm- und Handschwingen zum Fliegen übrigblieben.
Nach einer anderen These bildeten sich die Federn zuerst zum Schutz vor Wärmeverlust bei bodenlebenden, zweibeinigen Sauriern. Auch heutige Vögel haben Tausende von relativ einfach gebauten Flaumfedern, aber nur etwa 50 Schwingenfedern. Eine Entwicklung von isolierendem Flaum zu komplexeren Flugfedern macht auch die Zwischenstufen der Entwicklung plausibler, die für das Fliegen noch ungeeignet waren.
Die Vögel entfalteten sich schließlich in der Kreidezeit zu großer Artenvielfalt, erlitten aber an deren Ende – wie andere Organismengruppen – einen großen Verlust ihrer Arten und Taxa. Zu Anfang des Tertiär entwickelten sich in sehr kurzer Zeit aus den vermutlich wenigen überlebenden Arten eine Vielzahl neuer Vogelgruppen, die die Grundlage unsere heutigen Vögel sind. Einige dieser Gruppen starben wieder aus. Vogelfossilien aus dem Eozän (Grube Messel) belegen eine vielfältige Vogelwelt, wobei die einzelnen Arten nicht nur heute noch lebenden Gruppen zuzuordnen sind. Ein Beispiel sind große, fleischfressende Laufvögel, die damals die Rolle der noch nicht entwickelten Raubtiere einnahmen.
Fortpflanzung
Die Eiablage ist ein allen Vögeln gemeinsames Merkmal. Es gibt zwar lebendgebärende Kriechtiere und eierlegende Säugetiere – für Fische und Lurche gilt das gleiche –, aber keine lebendgebärenden Vögel. Wahrscheinlich wäre eine längere Tragzeit und die damit verbundene Gewichtsveränderung für die Vögel als Flieger zu ungünstig, obwohl andererseits Fledermäuse und wohl auch die Flugsaurier durchaus lebendgebärend sind bzw. waren. Vielleicht haben die Vögel das Gebären lebender Junge auch ganz einfach nicht »erfunden«.
Einige Vögel, etwa Laufvögel und Gänsevögel haben gut entwickelte Kopulationsorgane, während andere Vogelgruppen gar keinen oder einen einfach gebauten Penis besitzen. Bei weiblichen Vögeln ist im allgemeinen nur ein, und zwar der linke Eierstock (Ovar) entwickelt, während bei den Männchen zwei Keimdrüsen (Hoden) vorhanden sind.
Der Follikel- oder Eisprung – das Freiwerden der Eizelle – kann durch verschiedenartige Reize (wie zum Beispiel Anblick eines Geschlechtspartners) ausgelöst werden. In der Öffnung des Eileiters verbleibt das Ei einige Minuten und wird von im Eileiter entlanggewanderten Samenzellen (Spermien) befruchtet. Danach befördern Muskelbewegungen des Eileiters das noch unfertige Ei in Richtung der Geschlechtsöffnung. Im Eileiter werden dem Dotter (bestehend aus einem Drittel Proteinen und zwei Dritteln Fetten und fettähnlichen Stoffen sowie Vitaminen und Mineralsalzen) und dem sich bereits furchenden Keimling erst das Eiklar (Eiweiß: Proteine, Salze und Wasser), die Eihaut und schließlich die Eischale angelagert. Im Gegensatz zu den weichschaligen Eiern der Reptilien sind die Schalen von Vogeleiern stark verkalkt (bis zu 94 Prozent Kalkgehalt); sie lassen jedoch einen Gasaustausch zur Atmung zu. Durch die Muskelbewegungen des Eileiters (dessen letzten Teil man als Uterus bezeichnet) erhalten Vogeleier ihre arttypische Form.
Vogeleier enthalten alle Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente, die der Embryo zu seiner Entwicklung braucht. Der zum Stoffwechsel unerläßliche Sauerstoff wird durch die feste Schale hindurch aufgenommen. Die Eier von Nestflüchtern enthalten mehr Dotter als Eier von gleich großen, als Nesthocker schlüpfenden Vogelarten. In dem einen Fall sind die Küken schon kurz nach dem Schlüpfen weitgehend selbständig, während Nesthocker völlig hilflos, unbefiedert und meist blind aus dem Ei kriechen und von den Eltern lange gefüttert werden.
Viele Vögel erbrüten nur ein Ei, während die größten Gelege mit 20 bis 22 Eiern bei Hühnervögeln vorkommen. Bei einigen Arten legen auch zwei oder mehrere Weibchen ihre Eier in ein gemeinsames Nest. Viele Vogelarten ziehen in einer Fortpflanzungsperiode mehrere Jahresbruten hintereinander hoch.
Brut und Schlüpfen der Jungen
Einige Vogelarten (Großfußhühner) nutzen Fremdwärme zum Ausbrüten ihrer Eier. Die meisten Vögel jedoch wärmen ihre Eier im Brust- und Bauchgefieder. Bei einigen Arten haben die an der Brut beteiligten Geschlechter Brutflecke (federlose Hautpartien an Brust und Bauch), an denen die Körperwärme besser zu den Eiern gelangen kann als durch das isolierende Gefieder. Bei vielen Arten brüten beide Partner, bei anderen nur das Weibchen oder seltener ausschließlich das Männchen, zum Beispiel der Kaiserpinguin. Die Bruttemperatur liegt bei etwa 34 °C. Die Eier werden während der Brut häufig gewendet, um so eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten. Viele andere Faktoren, wie genügend Feuchtigkeit, keine übermäßige Erwärmung durch Sonneneinstrahlung, keine oder nur wenige schwache Erschütterungen u. a. sind wichtig für eine erfolgreiche Brut. Die kürzeste Brutdauer beträgt 11 Tage, die längste etwa 12 Wochen.
Kurz vor dem Schlüpfen ist die Kalkschale durch Kalkabbau vom Embryo dünner geworden. Die Jungvögel geben oft schon vor Verlassen des Eies Rufe von sich, die oftmals der Synchronisation des Schlüpfvorganges dienen oder für die Beziehung zwischen Altvogel und Nestling von entscheidender Bedeutung sind. Der Jungvogel reibt und pickt von innen her die Eischale auf, bis ein kleines Loch entsteht. Dazu ist auf der Spitze des Oberschnabels und bei einigen Vogelarten auf dem unteren Schnabelteil ein kleiner, harter Höcker, der Eizahn ausgebildet, der wenige Tage nach dem Schlüpfen abfällt oder zurückgebildet wird. Der gesamte Schlüpfvorgang dauert – je nach Vogelart – einige Minuten oder bis zu vier Tagen (Röhrennasen).
Flugunfähige Vögel
Die Flugfähigkeit ist bei einigen Vogelarten bzw. Gruppen sekundär verlorengegangen, das heißt, sie sind flugunfähig. Das kann mehrere Gründe haben:
- Anpassung an das Leben im Wasser. Wie dieses bei den auf der Südhalbkugel lebenden Pinguinen der Fall ist. Auch die auf der Nordhalbkugel lebenden Alkenvögel zeigen eine Tendenz zur Flugunfähigkeit, der ausgestorbene Riesenalk war flugunfähig. Beide Gruppen „fliegen“ unter Wasser mit ihren Flügeln.
- Die Verdauung von energiearmer Nahrung erfordert ein großes und damit schweres Verdauungssystem. Grasfressende Vögel wie Gänse sind daher besonders schwer. Aufgrund des Flugvermögens können Vögel nicht beliebig an Größe zunehmen. Daher gibt es unter entsprechenden Nahrungsspezialisten ebenfalls sekundär flugunfähige Arten wie beispielsweise den Kakapo.
- Auch die Umstellung auf schnelles Laufen wie beim afrikanischen Strauß kann zu Flugunfähigkeit führen.
- Als letztes kann auch das Nichtvorhandensein von bodenbewohnenden Raubsäugern eine Flugfähigkeit überflüssig machen. Deshalb haben viele Bewohner isolierter Inseln das Fliegen zugunsten anderer Fähigkeiten aufgegeben. Vielen Arten wurde dies aber zum Verhängnis, nachdem durch Seefahrer doch Raubsäuger (z.B. Katzen), Ratten, Schweine usw. eingeführt wurden. Beispiele sind die inzwischen ausgestorbenen Dronten (Didus ineptus) auf Mauritius, der neukaledonische Kagu (Rhynochetos jubatus), die neuseeländische Takahé (Porphyrio mantelli) und der ebenfalls flugunfähige Galapagoskormoran (Nannopterum harrisi).
Sinne der Vögel
Die Sinnesleistungen der Vögel unterscheiden sich nicht grundlegend von den Säugetieren. Allerdings gibt es aufgrund der anderen Lebensweise Unterschiede in der Konstruktion und der Gewichtung der einzelnen Sinne, die es oft schwer machen sich vorzustellen, wie Vögel ihre Umwelt wahrnehmen.
afrikanischen Strauß
Sehen
Je nach Ökologie besitzen Vogelaugen zahlreiche Spezialanpassungen. So können Eulen bei Nacht zwar mehr sehen als Tagvögel oder der Mensch, ihr Sehen ist allerdings weniger auf Sehschärfe, als auf Lichtausbeute ausgerichtet.
Dies funktioniert aufgrund gleicher Physik wie bei lichtstarken Objektiven, die ebenfalls mit wenig Licht auskommen, sich dabei aber Schärfeprobleme, besonders mit der Schärfentiefe einhandeln. Wanderfalken sind dagegen auf Tagjagd optimiert, sie können kleine Objekte wie Beutevögel über Entfernungen von über einem Kilometer ausmachen und verfolgen.
Zumindest kleine Vögel sind in der Lage, UV-Licht zu sehen, bei großen Vögeln wird das UV-Licht vom Glaskörper des Auges zu stark ausgefiltert. Viele Arten besitzen nicht nur drei Farbrezeptoren wie der Mensch, sondern einen zusätzlichen Farbrezeptor für UV-Licht. Zwei Grundtypen von UV-Rezeptoren sind nachgewiesen, einer mit einem Maximum von etwa 405 Nanometern, einer mit 375 Nanometern. Der Nutzen des UV-Lichtes ist sehr unterschiedlich:
- Mäuse-Urin leuchtet im UV-Bereich, mäusejagende Greife können so von oben eine Landschaft auf ihren Mäusereichtum beurteilen.
- Bei Früchten kann der Reifegrad ganz anders beurteilt werden, manche Schimmelpilze besitzen im UV-Bereich andere Farben und fallen so besser auf.
- Es gibt einige Vogelarten, bei denen sich die Geschlechter im für uns sichtbaren Licht nicht unterscheiden, wohl aber im UV-Licht. Stare oder einzelne Meisenarten (Blaumeisen) sind dafür ein Beispiel.
Die meisten Vogelarten können mehr Bilder pro Sekunde unterscheiden als wir Menschen. In der Vogelhaltung werden daher Neonröhren nicht mit 50 Hertz betrieben, da dieses Licht für Vögel flimmert.
Vogelaugen sind anders als bei Säugern fest in der Schädelkapsel fixiert, also unbeweglich. Je nach ökologischer Anpassung ist die Fähigkeit zum räumlichen Sehen von Art zu Art sehr unterschiedlich. Bei Artengruppen, bei denen entscheidend ist, dass sie andern nicht zum Raub zu fallen (z. B. Tauben und Hühnervögel), sind die Augen seitlich am Kopf angeordnet.
Dies erlaubt einen fast vollständigen Rundblick um 360°, die Überlappung der Sichtfelder und damit die Fähigkeit zum räumlichen Sehen ist aber relativ gering. Das andere Extrem stellen Eulen dar. Bei ihnen sind die Augen nebeneinander an der Vorderseite des Kopfes angeordnet (also wie bei Menschen). Die Sichtfelder der Augen überlappen sehr stark, entsprechend gut ist daher auch das
räumliche Sehvermögen.
Die geringe seitliche Ausdehnung des Sichtfeldes wird durch eine sehr starke Beweglichkeit der Halswirbelsäule ausgeglichen. Eulen können ihren Kopf um bis zu 270° drehen.
Viele Vögeln wippen beim Gehen mit dem Kopf vor und zurück. Dabei dient die Rückwärtsbewegung dazu, den Kopf für einen Moment relativ zur Umgebung in Ruhe zu halten, sodass das Bild auf der Netzhaut sich nicht bewegt, zugunsten der besseren Erkennbarkeit bewegter Objekte – wie beispielsweise eines Raubtieres.
Magnetsinn
Bei einigen Arten, besonders bei Zugvögeln, ist ein Sinn für das Magnetfeld der Erde nachgewiesen. Dieser Magnetsinn ist wahrscheinlich im rechten Auge des Vogels und/oder im Schnabel lokalisiert.
Der Magnetsinn im Auge funktioniert wahrscheinlich mit Hilfe der so genannten Radikalpaarbildung. Hierbei lässt das ins Auge fallende Licht bestimmte Moleküle zu Radikalen zerfallen. Diese Reaktion könnte durch das Erdmagnetfeld beeinflusst werden. Der Magnetsinn im Schnabel funktioniert durch eingelagerte magnetische Teilchen, die sich nach dem Magnetfeld der Erde ausrichten und so einen Reiz auf das umliegende Nervengewebe ausüben. Im Gegensatz zum technischen Kompass richtet sich der Magnetsinn der Vögel nicht nach der Polung des Magnetfeldes, sondern basiert auf der Erkennung der Inklination der Erdmagnetfeldlinien.
Experimentell nachgewiesen wurde der Magnetsinn erstmals 1967 am Zoologischen Institut in Frankfurt am Main durch Wolfgang Wiltschko bei Rotkehlchen.
Hören
Vögel besitzen keine Ohrmuschel, die äußere Gehöröffnung ist von einem Kranz kleiner Federn umgeben. Zur Schallortung müssen Vögel daher intensive Kopfbewegungen ausführen. Das Mittelohr besitzt nur ein Gehörknöchelchen, die Columella, die dem Steigbügel der Säugetiere entspricht. Die Schnecke ist relativ kurz und nur leicht gewunden und wird als Papilla basilaris bezeichnet. Der Hörsinn ist bei Vögeln dennoch relativ gut entwickelt und hat beispielsweise bei Eulen große Bedeutung für die Beutejagd. Der Frequenzbereich ist ähnlich wie beim Menschen, tiefe Töne bis 100 Hertz werden nicht wahrgenommen. Das zeitliche Auflösungsvermögen für Töne liegt über dem des Menschen. Ornithologen müssen sich bei vielen Lautäußerungen von Vögeln damit behelfen, dass sie sie aufnehmen und verlangsamt abspielen, um die Details hören zu können.
Gleichgewichtssinn
Vögel besitzen mehrere unabhängige Gleichgewichtsorgane. Neben einem Gleichgewichtsorgan im Ohr sitzt ein zweites Organ im Becken, das zum Beispiel beim Sitzen auf Ästen die Körperlage analysiert. Vögel, bei denen dieses Organ zerstört ist, können ohne Gesichtssinn auf Störungen wie zum Beispiel das Drehen des Sitzastes nicht mehr richtig reagieren.
Geruchssinn
Sehr lange Zeit ging man von der Vorstellung aus, dass Vögel nur einen gering entwickelten Geruchssinn besitzen (sog. Mikrosmatiker). Als Ausnahme galt der neuseeländische Kiwi, der seine Nasenöffnung an der Schnabelspitze hat und sich vorwiegend nach dem Geruch orientiert. Aber auch die Gruppe der amerikanischen Neuweltgeier besitzt nachweislich Geruchsvermögen. Das wird u.a. auf die fehlende Nasenscheidewand zurückgeführt und ist in Freilandbeobachtungen und -versuchen bewiesen worden. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass auch andere Vogelarten ein zumindest dem Menschen ebenbürtiges Geruchsempfinden haben.
Geschmackssinn
Die Geschmacksknospen der Vögel liegen nicht wie beim Säuger auf der Zunge, sondern im Bereich des Zungengrunds und im Rachen. Die Anzahl der Geschmacksknospen ist deutlich geringer als bei Säugetieren (Ente etwa 200, Mensch 9000), dennoch ist der Geschmackssinn bei Vögeln nicht so untergeordnet wie man lange angenommen hat. Je nach Art spielt der Geschmack gegenüber dem Tastsinn des Schnabels und der Zunge jedoch bei der Nahrungsauswahl eine untergeordnete Rolle.
Ordnungen und Familien der Vögel
Die Klasse der Vögel ist die artenreichste der Landwirbeltiere. Sie umfasst etwa 9.000 Vogelarten mit ca. 35.000 Unterarten. Von ihren zwei Unterklassen (Urkiefer- und Neukiefervögel) ist erstere klein und bis auf 6 Ordnungen ausgestorben. Hierhin gehören insbesondere die Laufvögel, die wegen des fehlenden Brustbeinkamms flugunfähig sind.
Von den weiteren etwa 33 Ordnungen umfasst jene der Sperlingsvögel fast 60 Prozent aller Arten. In dieser Gruppe ist wiederum die Unterordnung der Singvögel (Oscines) die umfangreichste. Eine systematische Übersicht findet sich unter Systematik der Vögel.
Vogelschutz
Die Zahl der Vogelarten nimmt ab. Die aussterbenden Arten betrafen oft Inselpopulationen; sie wurden durch den Menschen oder von ihm eingeführte andere Tierarten ausgerottet. Gegenwärtig gelten über 10 Prozent der 9000 rezenten Vogelarten als gefährdet. Sie werden in sogenannten roten Listen aufgeführt.
Weltweit arbeitet die Vogelschutzorganisation BirdLife International, mit ihren jeweils nationalen Partnerorganisationen für den Schutz der Vögel und ihrer Lebensräume. In Deutschland ist der Naturschutzbund Deutschland (NABU, der Landesbund für Vogelschutz LBV in Bayern ist angegliedert) der nationale Partner von BirdLife. In der Schweiz arbeitet der Schweizer Vogelschutz SVS, ASPO, ASPU und in Österreich Birdlife Österreich für den Erhalt der Artenvielfalt, als BirdLife-Partner.
Siehe auch: Vogelwarte, Sibley-Ahlquist-Taxonomie, Systematik der Vögel, Ausgestorbene Vögel
Vögel und Menschen
Seit der Menschwerdung hat Homo sapiens unter den Tieren auch die Vögel aufmerksam beobachtet, um sich von ihnen orientieren oder warnen zu lassen, sie zu jagen oder einzufangen. Recht viele Vogelarten spielen daher in der Mythologie eine Rolle, vom Adler bis zum Sperling. Redensartlich hat sich davon auch im heutigen Deutsch Etliches erhalten: Jemand stinkt wie ein Wiedehopf oder ist zänkisch wie eine Meise oder ist einfach ein Gimpel, wenn er jedem auf den Leim geht (gemeint hier der Vogelleim). Gestisch kann man ihm einen Vogel zeigen. In der derben Umgangssprache ist ans Vögeln zu erinnern. In den Künsten tauchen zahlreiche Vogelarten auf, um nur Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen zu nennen.
In vielen Kulturkreisen sind mythologische Vögel anzutreffen. Erwähnt seien etwa Phönix, Greif, Ziz (Jüdisch), Roch (Arabisch), Feng (Chinesisch) oder Garuda (Indonesisch). Daneben seien die Harpyien der griechischen Sagenwelt sowie Wotans Begleiter, die Raben Hugin und Munin, genannt.
Auch die Heraldik ist reich an stilisierte Vogelmotiven. Zu nennen ist insbesondere der Adler, das das Wappentier zahlreicher Staaten (Deutschland, Österreich, Polen, USA u.a.) ist.
Zahlreiche Vögel werden heutzutage regelmäßig von Menschen verzehrt - siehe dazu Geflügel.
Auch hält der Mensch zahlreiche Vögel als Haus- oder Nutztiere. In Deutschland nimmt dies für einheimischer Vogelarten seit dem 19. Jh. stark ab. Etliche gezähmte Vögel, wenn bereits als Jungvögel und im Käfig geduldig dazu angehalten, lernen es auch, Worte und kurze Sätze nachzusprechen, so besonders - nach absteigender Gelehrigkeit angeordnet - Papageien, Stare, Raben, Krähen und Elstern. Auch abrichten lassen sie sich, z.B. Körner von den Lippen aufzunehmen u.a.m., bis hin zur Dressur als Nutztier, wie zumal der Jagdfalke.
Siehe auch: Vogelsang
Im Einzelnen suche unter den verschiedenen Vogelnamen.
Weitere Informationen
Literatur
Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie. Verlag Eugen Ulmer, 2. Auflage, Stuttgart 1990, ISBN 3825280519
Weblinks
- [http://www.bsc-eoc.org/avibase/avibase.jsp?pg=home&lang=DE Avibase - Die Welt-Vogel-Datenbank]
- [http://www.faunistik.net/BSWT/AVES/aves_merkmale01.html Merkmale der Vögel]
- [http://www.tierundnatur.de/vall-bio.htm Vögel (Aves): Biologie]
- [http://www.ausgabe.natur-lexikon.com/Voegel.php Vogel-Monographien im Natur-Lexikon]
- [http://www.vogelwarte.ch Schweizerische Vogelwarte, alles rund um Vögel]
- [http://webmuseen.de/MusWiss_9129312.html Johann Friedrich Naumann]
- [http://www.vogellexikon.de Vogellexikon.de]
- [http://www.vogelstimmen.de Vogelstimmen.de]
- [http://www.virtual-bird.com/birdsounds.htm Vogelstimmen Audio files]
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ja:鳥類
ko:새
ms:Burung
simple:Bird
th:นก
Insekten
Die Insekten (Insecta), auch Kerbtiere oder Kerfe genannt, sind die artenreichste Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda) und mit weit über einer Million bekannter Arten zugleich die artenreichste Gruppe der Tiere überhaupt. Nach verschiedenen Hochrechnungen rechnet man allerdings mit einem Vielfachen tatsächlich existierender Arten, wobei vor allem in den tropischen Regenwäldern noch Millionen unentdeckter Arten vermutet werden. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich vom Lateinischen insectare, „einschneiden“, ab, was sich auf die stark voneinander abgesetzten Körperteile bezieht, der deutsche Begriff Kerbtiere geht auf den deutschen Schriftsteller Philipp von Zesen zurück.
Früher wurde auch der wissenschaftliche Name Hexapoda (griechisch Sechsfüßer) verwendet, der heute für eine übergeordnete Gruppe reserviert ist (siehe dazu die Anmerkung im Systematik-Abschnitt weiter unten). Die Wissenschaft von den Insekten ist die Entomologie.
Merkmale
Entomologie (vorne)
3. Ocellus (oben)
4. Komplexauge (Facettenauge)
5. Gehirn
6. Prothorax
7. rückseitige (dorsale) Arterie
8. Tracheen
9. Mesothorax
10. Metathorax
11. Erstes Flügelpaar
12. Zweites Flügelpaar
13. Mitteldarm
14. Herz
15. Eierstock
16. Hinterdarm (Rektum)
17. Anus
18. Vagina
19. bauchseitiges Nervensystem mit Ganglien
20. Malpighische Drüse
21. Tarsomer
22. Prätarsus
23. Tarsus
24. Tibia
25. Femur
26. Trochanter
27. Vorderdarm
28. Thoraxganglion
29. Coxa
30. Speicheldrüse
31. Unterschlundganglion
32. Mundwerkzeuge ]]
Die Größe der Insekten variiert sehr stark und liegt bei den meisten Arten zwischen einem und 20 Millimeter. Die kleinsten bekannten Arten sind dabei Vertreter der zu den Käfern gehörenden Federflügler sowie Erzwespen mit Körperlängen um 0,2 Millimeter. Die größten bekannten Insekten sind Stabheuschrecken mit etwa 33 Zentimetern Körperlänge sowie der Bockkäfer Titanus giganteus mit einer Körperlänge von 16 Zentimeter und dabei einer Breite von etwa 6 Zentimetern.
Äußere Anatomie
Allen Insekten gemeinsam ist die meist deutlich sichtbare Gliederung des Leibes in Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen), der feste Chitinpanzer, das Vorhandensein von drei Beinpaaren (die auch zu „Flossen“ oder „Armen“ umgebildet sein können), ein komplizierter Apparat von Mundwerkzeugen (Mandibeln) und Atemtracheen.
Lebensräume
Insekten sind mit Ausnahme der Ozeane in fast allen Lebensräumen und Gebieten der Erde zu finden. Dabei existiert die größte Artenvielfalt in den tropischen Gebieten während in Extremlebensräumen wie den Polargebieten, den Hochgebirgen und den küstennahen Meeresgebieten nur sehr wenige hochangepasste Insektenarten leben. So findet man etwa in der Antarktis die Zuckmückenart Belgica antarctica oder einzelne zu den den Wasserläufern gehörende Wanzen sowie die Zuckmücken der Gattung Clunio auf der Meeresoberfläche.
Einige Arten sind sehr stark spezialisiert und kommen entsprechend nur in besonders geeigneten Lebensräumen vor (stenöke Arten), andere dagegen können in fast allen Lebensräumen mit Ausnahme der Extremlebensräume leben (euryöke Arten) und wurden teilweise durch den Menschen weltweit verbreitet, so dass sie heute Kosmopoliten darstellen.
Ontogenese
Anhand ihrer Ontogenese (Entwicklung) werden sie in holometabole und hemimetabole Insekten unterteilt. Holometabole Insekten durchlaufen eine Metamorphose, ausgehend vom Ei über die Larve zur Puppe und dann zum erwachsenen Tier (Imago). Die Larve hat oft nicht die geringste physische Ähnlichkeit mit der Imago.
Beispiele sind Ameisen, Schmetterlinge, Käfer, Fliegen und andere. Hemimetabole Insekten haben kein Puppenstadium, die Larve ähnelt in Grundzügen dem erwachsenen Tier. Beispiele hierfür sind Silberfischchen, Heuschrecken, Libellen, Eintagsfliegen und andere.
Es gibt Insekten in allen Lebensräumen der Erde mit Ausnahme der Arktis, der Antarktis und des offenen Meeres. Die artenreichste Untergruppe der Insekten sind die Käfer.
Systematik
Drei Gruppen, die traditionell zu den Insekten gezählt wurden, die Springschwänze (Collembola), Doppelschwänze (Diplura) und Beintastler (Protura) gelten heute nicht mehr als eigentliche Insekten. Sie werden zusammen mit diesen hier innerhalb der übergeordneten Gruppe der Sechsfüßer (Hexapoda) geführt.
- Unterklasse Felsenspringer (Archaeognatha)
- Unterklasse Fischchen (Zygentoma)
- Unterklasse Fluginsekten (Pterygota)
- Überordnung Eintagsfliegen (Ephemeroptera)
- Überordnung Libellen (Odonata)
- Überordnung Neuflügler (Neoptera)
- Ordnung Steinfliegen (Plecoptera)
- Ordnung Tarsenspinner (Embioptera)
- Ordnung Grillenschaben (Notoptera)
- Ordnung Ohrwürmer (Dermaptera)
- Ordnung Fangschrecken (Mantodae)
- Ordnung Schaben (Blattodea)
- Ordnung Termiten (Isoptera)
- Orthopteroidea
- Ordnung Gespenstschrecken (Phasmatodea)
- Ordnung Gladiatoren (Mantophasmatodea)
- Ordnung Langfühlerschrecken (Ensifera)
- Ordnung Kurzfühlerschrecken (Caelifera)
- Ordnung Bodenläuse (Zoraptera)
- Ordnung Staubläuse (Psocoptera)
- Ordnung Tierläuse (Phthiraptera)
- Ordnung Fransenflügler (Thysanoptera)
- Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera)
- - Unterordnung Gleichflügler (Homoptera)
- - Unterordnung Wanzen (Heteroptera)
- - Unterordnung Scheidenschnäbler (Coleorrhyncha)
- Holometabola
- Ordnung Schlammfliegen (Megaloptera)
- Ordnung Kamelhalsfliegen (Raphidioptera)
- Ordnung Hafte, Netzflügler (Planipennia)
- Ordnung Käfer (Coleoptera)
- Ordnung Fächerflügler (Strepsiptera)
- Ordnung Hautflügler (Hymenoptera)
- Ordnung Köcherfliegen (Trichoptera)
- Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera)
- Ordnung Schnabelfliegen (Mecoptera)
- Ordnung Flöhe (Siphonaptera)
- Ordnung Zweiflügler (Diptera)
Siehe auch: Systematik der Insekten
Insekten und Menschen
Eine Reihe von Insekten ist als Schädling (Ungeziefer) an Nutz- und Zierpflanzen, Holzkonstruktionen und -produkten (Holzschutz) und Nahrungsvorräten bekannt, andere leben als Parasiten am Menschen und seinen Haustieren.
Ferner sind einige Insekten Überträger von Krankheiten wie der Rattenfloh für die Pest oder Mücken der Gattung Anopheles für die Malaria.
Als Nutztiere hält der Mensch vor allem die Honigbiene, die Raupe des Seidenspinners sowie in vielen Ländern Heuschrecken und Grillen als Nahrungsmittel. Der Verzehr von Insekten ist über große Teile Südostasiens und Mittel- bzw. Südamerikas verbreitet und wird als Entomophagie bezeichnet.
Einige Insekten werden auch als Haustiere in Terrarien gehalten. Besonders zu nennen sind dabei die Ameisen, die in Formicarien gehalten werden. Sie gehören zu den Hautflüglern und sind somit enge Verwandte der Bienen, Wespen und Hornissen.
Materialien zu Insekten
Hornisse Sich reinigende Fleischfliege (4:05 Minuten Film) – 8 MB XviD in ogg-Container Der Film zeigt eine Fleischfliege in Portugal, die mit Hilfe ihrer Vorder- und Hinterbeine ihre Flügel und ihren Kopf reinigt. Um die sehr schnellen Bewegungen der Fliege besser sehen zu können wird der Film mit halber Geschwindigkeit wiedergegeben.
Museen/Sammlungen
ogg
Stift Admont (Stmk., Österreich): Die wissenschaftliche Insektensammlung im Naturhistorischen Museum von Pater Gabriel Strobl (1846-1925) beinhaltet 252.000 Exemplare aus 57.000 verschiedenen Arten. Die Dipteren-Sammlung zählt mit ihren etwa 80.000 aufbewahrten Exemplaren und ca. 7.500 verschiedenen Artnamen zu den drei bedeutendsten Fliegen-Kollektionen in Europa.
Literatur
- Michael Chinery: Field Guide to Insects of Britain and Northern Europe. 3. Auflage. Harper Collins, 1993, S. 448, ISBN 0-00219-918-1
- Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten. Franckh-Kosmos, o. O. 2004, S. 328, ISBN 3440099695
- Christopher O’Toole: Faszinierende Insekten. Bechtermünz Verlag, S. 223, ISBN 3-8289-1584-1
- E. Stresemann (Begr.), H.-J. Hannemann, B. Klausnitzer, K. Senglaub: Exkursionsfauna von Deutschland, Wirbellose: Insekten. 9. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2000, S. 959, ISBN 3-8274-0922-5
Weblinks
- [http://www.arthropods.de/ ausführliche Insektenseite]
- [http://www.insektenbox.de Systematik, Körperbau, Fotos und Angaben zur Lebensweise von über 500 Insektenarten in Mitteleuropa]
- [http://www.ent.iastate.edu/list/ Iowa State Entomology Index of Internet Resources] (engl. Seite: The directory and search engine of insect-related resources on the Internet)
- [http://bugbios.com/ Bugbios – Insects on the Web] (engl. Seite)
- [http://www.faunistik.net/DETINVERT/_KEYS/ORDERS/order_001.html Insektenbestimmung]
- [http://www.phasmidenwelt.de/html/visualisierte_anatomie.html Anatomie eines Insekts] (Flash-Datei)
- [http://www.stiftadmont.at] Insektensammlung im Stift Admont
!
ja:昆虫類
ko:곤충
ms:Serangga
simple:Insect
th:แมลง
IchthyofaunaFauna, benannt nach der römischen Göttin Fauna,
bezeichnet die Gesamtheit der Tierarten in einem Gebiet. Diese wird häufig in Tabellen- beziehungsweise Listenform erfasst (Faunistik=Faunenlehre; Wissenschaft von der Fauna). Eine alternative, umgangssprachliche Bezeichnung ist Tierwelt (im wissenschaftlichen Sprachgebrauch veraltend).
Da häufig nicht die gesamte Fauna eines Gebietes untersucht wird, sondern nur bestimmte systematische Gruppen, spricht man beispielsweise von
- Avifauna (Erfassung der Vogelarten)
- Entomofauna (Erfassung der Insektenarten)
- Ichthyofauna (Erfassung der Fischarten)
- Herpetofauna (Erfassung der Reptilien, im weiteren Sinne häufig auch der Amphibien)
- Malacofauna (Erfassung der Weichtiere)
Die Entsprechung der Fauna im Pflanzenreich ist die Flora.
Selten wird der Begriff auch eingesetzt, um die Tierwelt als Ganzes zu bezeichnen oder bei systematischen Darstellungen der Tierwelt.
Kategorie:Tierwelt
simple:Animalia
Fische
Fische (Pisces) sind wechselwarme fast ausschließlich im Wasser lebende Wirbeltiere mit Kiemen. Etwa die Hälfte aller Wirbeltierarten sind Fische, die ältesten bekannten Fossilien sind rund 450 Millionen Jahre alt. Man unterscheidet speziell Knorpelfische (Chondrichthyes), zu denen unter anderem die Haie und Rochen zählen und Knochenfische (Osteichthyes), die alle anderen Fische umfassen. Zwei weitere Fischtaxa, die Panzerfische (Placodermi) und die Stachelhaie (Acanthodii) sind ausgestorben.
Das mit Fischen befasste Forschungsgebiet heißt Ichthyologie.
Körperbau und -funktionen
Form
Die Körperform der Fische ist je nach Lebensweise mehr oder weniger lang gestreckt - schnelle Schwimmer sind torpedoförmig, bodenlebende Arten abgeplattet, Arten die in Riffen oder Tangwäldern leben, seitlich zusammengedrückt. Die Größe ausgewachsener Fische schwankt, je nach Art, zwischen kaum mehr als einem Zentimeter und 18 Metern.
Knochenbau
Tangwäldern
Das Skelett besteht aus Knorpel (Knorpelfische) oder Knochen (Knochenfische). Am Schädel befindet sich das Kiemenskelett aus vier bis sieben Kiemenbögen, von denen der vordere zum Unterkiefer umgebildet ist. Die Wirbelsäule ist mit dem Schädel verbunden. In der Rumpfregion tragen die Wirbel Rippen, über die ganze Länge Dornfortsätze auf der Rückenseite, im Schwanzbereich auch auf der Bauchseite. In den Muskelscheiden von Knochenfischen befinden sich häufig Gräten aus verknöchertem Bindegewebe. Zur Steuerung und Fortbewegung dienen die Flossen, die bis auf die Fettflossen (bei Lachsen, Salmlern, Welsen) mit knochigen Flossenstrahlen (Radien) verstärkt sind. Brust- und Bauchflossen sind paarig und mit dem Schulter- beziehungsweise - Beckengürtel verbunden. Die unpaarigen Rücken, Schwanz- und Afterflossen sind über Flossenträger (Radiale) mit der Wirbelsäule verwachsen. Die bei manchen Arten zwischen Rücken- und Schwanzflossen gelegenen Fettflossen verfügen über kein Skelett, können aber hornartig verstärkt sein. Zur Fortbewegung dient - zusammen mit einer seitlich schlängelnden Körperbewegung - vor allem die Schwanzflosse. Einige Arten bewegen sich jedoch auch überwiegend mittels der Brustflossen fort und nutzen die Schwanzflosse lediglich als Ruder.
Haut
Die Haut der Fische besteht aus zwei Schichten: der bindegewebshaltigen Lederhaut, in der sich Schuppen und Farbzellen befinden, und der mit Schleimdrüsen versehenen Oberhaut. Der Schleim verringert den Strömungswiderstand, da er die Grenzgeschwindigkeit für die Entstehung von Turbulenzen heraufsetzt. Des Weiteren hat der Fischschleim eine schützende Wirkung auf die Schuppen und die darunterliegende Haut, da er antibakteriell wirkt. Bei Knorpelfischen übernehmen winzige, zahnartige Placoidschuppen eine vergleichbare Funktion.
Kreislauf und Atmung
Fische haben einen geschlossenen Blutkreislauf mit einem nahe an den Kiemen gelegenen, einfachen Herz, das aus einem Vorhof und einer Herzkammer besteht. Es pumpt venöses Blut direkt in die Kiemen, die aus zahlreichen, mit Kapillaren durchzogenen Blättchen, feinen Hautausstülpungen, bestehen. Die Kiemen nehmen über ihre große Oberfläche gelösten Sauerstoff aus dem Wasser auf und geben ihn an das Blut weiter. Die sehr hohe Effektivität der Sauerstoffaufnahme über die Kiemen (bis zu 70% des verfügbaren Sauerstoffs) kann auf das Prinzip des Gegenstromaustauschers in den Kiemen und die sehr hohe Affinität von einigen Fischhämoglobinen zu Sauerstoff zurückgeführt werden. Bei Knochenfischen sind die Kiemenspalten durch hornartige Kiemendeckel (Operculum) verdeckt. Durch die Absenkung des Mundbodens und das gleichzeitige Abheben des Kiemendeckels kommt es zu einem Einstrom von Wasser durch das Maul. Membranen an den Kiemendeckeln verhindern einen Einstrom des Wassers. Beim Auspressen schließt sich im vorderen Maulbereich eine Klappe und das Wasser wird durch die Kiemenspalten nach hinten ausgepresst. Knorpelfische, deren Kiemenspalten von außen sichtbar sind, müssen sich dagegen ständig mit geöffnetem Maul bewegen, damit das Wasser an den Kiemen entlang strömen kann.
Bei einigen Knochenfischen (beispielsweise Aalen) ist die Kiemenhöhle nur durch eine kleinen Spalt nach außen geöffnet, wodurch die Kiemen auch auf dem Trockenen eine gewisse Zeit feucht und damit funktionsfähig bleiben. Einige mehr oder weniger amphibisch lebende Fischarten verfügen über weitere Atmungsorgane: Schlammspringer können Luftsauerstoff durch Hautatmung aufnehmen. Verbreiteter ist die Darmatmung, beispielsweise beim Schlammpeitzger, dabei wird Luft geschluckt, der Gasaustausch findet an den Wänden des stark durchbluteten Vorderdarms statt. Einige Fische (Labyrinthfische) atmen auch Luft, indem sie Ausstülpungen im Kopfbereich zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft nutzen. Fischen, deren Schwimmblase noch mit dem Darm verbunden ist, wie den Knochenhechten, dient auch die Schwimmblase zur Luftatmung. Bei Flösselhechten und Lungenfischen haben sich diese Darmausstülpungen bereits zu Lungen entwickelt.
Schwimmblase
Bei den meisten Fischarten hat die Schwimmblase die Funktion, das spezifische Gewicht (die Dichte) zu regulieren, so dass sie ohne Kraftanstrengung im Wasser schweben können oder nur sehr langsam zu Boden sinken. Hervorgegangen ist sie aus einer Ausstülpung an der Oberseite des Darmeingangs; sie kann, wie bei den Karpfen, noch mit ihm verbunden sein oder (physiostom), wie bei den Barschen, vom Darm getrennte Kammern bilden (physioklist). Zur Regulierung des spezifischen Gewichts werden Gase (Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff) aus dem Blut über die so genannte Gasdrüse oder einen Verbindungsgang zum Darm, den ductus pneumaticus in die Schwimmblase abgegeben. Zur Leerung der Schwimmblase gelangt das Gas entweder über den ductus pneumaticus in den Vorderdarm oder über einen stark durchbluteten Bereich in der Schwimmblasenwand, das oval, wieder zurück ins Blut. Knorpelfischen, aber auch bodenlebenden oder besonders gut schwimmenden Knochenfischen fehlt die Schwimmblase – sie sinken zu Boden, wenn sie sich nicht bewegen.
Nervensystem und Sinnesorgane
Das Nervensystem ist einfach, das Gehirn klein, eine Großhirnrinde fehlt. Der Geruchssinn der Fische ist sehr ausgeprägt, Nasen- und Mundhöhle sind voneinander getrennt. Die Ohren bestehen aus geschlossenen, flüssigkeitsgefüllten Blasen, bei einigen Arten sind sie durch bewegliche Knochen mit der Schwimmblase verbunden. Im Aufbau ähneln sie dem Innenohr des Menschen. Die meisten Fischarten können Signale unterhalb 1 kHz wahrnehmen, einige haben ihr Hörvermögen durch spezielle Strukturen verbessert und den Hörbereich bis 5 oder mehr kHz erweitert. Die Augen haben eine starre Linse, die auf Nahsicht fokussiert ist. Sie nehmen auch ultraviolettes Licht wahr. Besonders bei bodenlebenden Fischen ist der Tastsinn gut entwickelt. Vor allem an Lippen und Barteln befinden sich in der Oberhaut Sinneszellen, die Berührungsreize übertragen. Als "sechsten Sinn" verfügen Fische über Organe zur Wahrnehmung von Wasserströmungen, die Seitenlinienorgane, die sich seitlich etwa in der Mitte über einen Großteil der Körperlänge erstrecken. Sie bestehen aus einer Reihe von Hauteinstülpungen, in denen sich Sinneszellen mit Sinneshaaren befinden, die durch Strömungsveränderungen bewegt werden.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzungsorgane der Fische befinden sich seitlich und oberhalb des Darms. Die Befruchtung findet bei den meisten Arten ohne Kopulation statt, stattdessen wird der weibliche Rogen (die Eier) und die männliche Milch (der Samen) etwa gleichzeitig ins Wasser abgesetzt. Dabei schwankt die Anzahl der Eier extrem: Störe legen mehrere Millionen, die brutpflegenden Stichlinge nicht mehr als hundert. Bei brutpflegenden Arten sind es häufig die Männchen, die die Pflege übernehmen. Einige Fischarten haben kein genetisch bestimmtes Geschlecht, es prägt sich erst durch den Kontakt mit Partnern oder durch Umweltbedingungen aus und kann mehrmals gewechselt werden. Es gibt auch Fische, die über Kopulationsorgane verfügen, wie beispielsweise Haie. Solche Fische sind häufig lebendgebärend.
Benennung
Der weibliche Fisch heißt Rogner und der männliche wird Milchner genannt.
Systematik
Die Fische sind ein paraphyletisches Taxon, das bedeutet, dass die Gruppe nicht alle Nachkommen des gemeinsamen Vorfahren aller Fische umfasst. Es fehlen nämlich die Landwirbeltiere (Tetrapoda), die eigentlich eine Untergruppe der Knochenfische darstellen. So sind beispielsweise die Quastenflosser und Lungenfische enger mit den Landwirbeltieren verwandt als mit anderen Fischen. Aus kladistischer Sicht sind die Fische daher kein gültiges Taxon mehr, da nach dieser Methode nur monophyletische Gruppen anerkannt und benannt werden. Die Wikipedia folgt hier aber der traditionellen Systematik. Die Fische lassen sich dann am besten als Ausschlusstaxon definieren: Fische sind alle Kiefermäuler, die keine Landwirbeltiere sind.
Grundsätzlich nicht zu den Fischen gehören die Kieferlosen (Agnatha), wie beispielsweise die Neunaugen, die dennoch manchmal im populären Sprachgebrauch als "Fische" bezeichnet werden.
Neunaugen
Fische und der Mensch
Der Fisch wird im Christentum als Sinnbild Jesu Christi benutzt. Oft wird der Name mit den Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch (Ichthys) gedeutet:
J(esus) Ch(ristos) Th(eou) Y(ios) S(oter) (dt. „Jesus Christus, Gottes Sohn, der Erlöser“).
In wirtschaftlicher Hinsicht bedeutend ist die Fischerei, aber auch der Handel mit Zierfischen. Beide können jedoch die Fischbestände bedrohen, die zudem auch durch die Einleitung von Schadstoffen in ihren Lebensraum gefährdet sind; eine zu starke Belastung kann zu Fischsterben führen. Auf die ökologische Gefährdung der Fische soll die regelmäßige Ausrufung je einer Art als Fisch des Jahres aufmerksam machen.
Siehe auch: Systematik der Knorpelfische, Systematik der Knochenfische
Literatur
- K. A. Frickhinger: Mergus Fossilien-Atlas Fische. Eine bibliophile und ichthyologische Kostbarkeit, Mergus Verlag 1991
- H. Gebhardt, A. Ness: Fische, BLV-Verlag, München, 2005. ISBN:3-405-15106-6.
Weblinks
Systematik der Knochenfische]
- [http://filaman.uni-kiel.de/search.php?lang=German FishBase Datenbank Alle Fischarten (27 000)]
- [http://www.fischdb.de/ FischDB - Fischdatenbank, enthält biochemische Daten]
- [http://www.starfish.ch/Korallenriff/Physiologie.html Fische - Anatomie]
- [http://www.tierreich.de/tierreich/fische/_allgemein/einleitung/d_default.asp Informationen sowie Bilder rund um die Fischwelt ]
- [http://www.pivi.de Rote Liste, Literatur und Datenbank zu einheimischen Fischen, Neunaugen und Krebsen]
- [http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=283 Informationen zu Fischen] aus dem Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt am Main
- [http://www.zierfischverzeichnis.de Datenbank Zierfische + Forum (auf deutsch)]
- [http://www.fischederurzeit.de.vu Fische der Urzeit]
ja:魚類
ko:물고기
ms:Ikan
simple:Fish
th:ปลา
zh-min-nan:Hî
!
Reptilien
Die Kriechtiere (Reptilia) oder Reptilien (von lateinisch "reptilis": kriechend) bilden eine der Wirbeltiere. Als phylogenetisches Taxon oder als geschlossene Abstammungsgruppe müssten sie auch die Vögel beinhalten. In der hier wiedergegebenen klassischen Zusammenstellung sind die Reptilien entsprechend keine natürliche Gruppe, sondern ein paraphyletisches Taxon, weil sie nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahrens enthalten.
Es sind wechselwarme Tiere, die einen Schwanz, eine Haut mit Hornschuppen und meist vier Beine besitzen, die allerdings bei den Schlangen zurückgebildet wurden. Kriechtiere atmen durch Lungen. Sie legen Eier oder gebären lebende Junge (eierlebendgebärend, ovovivipar) und entwickeln sich direkt, das heißt ohne Larven-Zwischenform.
Abstammungsgeschichte
Entwicklungsgeschichtlich stammen die Reptilien einschließlich der Vögel von amphibischen Landwirbeltieren ab.
Wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist, dass Lurche kein Amnion, das den sich entwickelnden Embryo umgibt, besitzen.
Die übrigen Landwirbeltiere werden danach auch als Amnioten bezeichnet.
Sie sind im Gegensatz zu den Lurchen zur Fortpflanzung nicht auf Wasserstellen angewiesen, und auch generell besser an trockene Lebensräume angepasst.
Die Amniota spalteten sich in zwei Zweige auf, die nach der Anzahl der Schädelöffnungen (außer Auge, Nase, Ohr) als Synapsida (eine Öffnung) und Diapsida (zwei Öffnungen) bezeichnet werden; die Ur-Amniota hatten keine Öffnungen (Anapsida).
Die Diapsida wurden zu den Reptilien und Vögeln, mit so bekannten ausgestorbenen Gruppen wie den Dinosauriern (Dinosauria) oder Flugsauriern (Pterosauria).
Kontrovers ist die Situation der Schildkröten: Ihr Schädel weist keine Öffnungen auf, was sie als ursprüngliche Anapsida ausweist; einige Paläontologen nehmen allerdings an, dies sei eine spätere Rückentwicklung aus Diapsiden. Auch aufgrund der Lage der Halsarterien und der Ausbildung der Aorta werden sie heute in die Verwandtschaft der Reptilien als Schwestergruppe der Archosauria eingeordnet. Die Fossiliensituation erlaubt derzeit aber keine endgültige Klärung.
Die ersten Reptilien treten im frühen Perm (vor etwa 300 Mill. Jahren) auf.
Eine erste Aufspaltung fand sehr früh in uneigentliche Reptilien (Parareptilia) und eigentliche Reptilien (Eureptilia) statt.
Vertreter der Parareptilia sind die im Trias ausgestorbenen Procolophonida, die oft als nahe Verwandte der Schildkröten angesehen werden, und die schon im Perm ausgestorbenen Pareiasauria.
Die Eureptilia spalteten sich in eine Vielzahl von Zweigen auf.
Der Zweig der Archosauria umfasst die Krokodile, die Flugsaurier und die Dinosaurier (und damit nach heutigem Verständnis auch die Vögel).
Der parallele Zweig der Leptosauria enthält die nahe verwandten Echsen, Schlangen und Doppelschleichen, sowie die etwas entfernteren Brückenechsen.
Daneben kennt man noch den ausgestorbenen Zweig der Sauropterygia, große Meeresreptilien.
Systematik
Version 1 (Klassische Version): Schildkröten als Anapsida
Dinosaurier
In dieser Version stellen die Reptilien eine vollkommen künstliche Gruppe dar (Polyphylum), da sie sowohl die Synapsida (mit den Säugetieren) als auch die Vögel ausschließen:
- "Kriechtiere" ("Reptilia")
- Anapsida
- Schildkröten (Testudinata oder Chelonia)
- Romeriida
- Diapsida
- Echsen (Sauria)
- - Lepidosauromorpha
- - Schuppenkriechtiere (Squamata)
- - Sphenodontida
- - Schnabelköpfe (Rhynchocephalia) mit der Familie der Brückenechsen (Sphenodontidae)
- - Archosauromorpha
- - † Fischsaurier (Ichthyosauria)
- - † Plesiosaurier (Plesiosauria)
- - Archosauria
- - Krokodile (Crocodylomorpha)
- - Alligatoren (Alligatoridae)
- - Echte Krokodile (Crocodylidae)
- - Gaviale (Gavialidae)
- - † Flugsaurier (Pterosauria)
- - † Dinosaurier (Dinosauria)
Version 2: Schildkröten als Schwestergruppe der Archosauria, "Reptilien" und Vögel als Sauropsida
In diesem Fall bilden die Kriechtiere noch immer keine vollständige natürliche Gruppe, da sie die Vögel ausschließen. Die Alternative Sauropsida, welche die Vögel als Teil der Dinosauria mit umfassen, sind jedoch ein echtes Taxon:
- Sauropsida
- Lepidosauromorpha
- Schuppenkriechtiere (Squamata)
- Schnabelköpfe (Sphenodontida oder Rhynchocephalia) mit den Brückenechsen (Sphenodontidae)
- Archosauromorpha
- † Fischsaurier (Ichthyosauria)
- † Plesiosaurier (Plesiosauria)
- Schildkröten (Chelonia)
- Archosauria
- Krokodile (Crocodylomorpha)
- - Alligatoren (Alligatoridae)
- - Echte Krokodile (Crocodylidae)
- - Gaviale (Gavialidae)
- † Flugsaurier (Pterosauria)
- † Dinosaurier (Dinosauria)
- - † Vogelbeckensaurier (Ornithischia)
- - Echsenbeckensaurier (Saurischia) mit den Vögeln (Aves)
Siehe auch: Systematik der Reptilien
Weblinks
- [http://www.naturfilme.com/Reptilien.html Reptilien-Videos] – Videoaufzeichnungen online anschauen
- [http://www.htvoe.at Herpetologische Terraristische Vereinigung Österreich]
- [http://www.dght.de Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde]
!
ja:爬虫類
ko:파충류
ms:Reptilia
simple:Reptile
th:สัตว์เลื้อยคลาน
PflanzenreichUnter Flora (aus lat.: in flore esse in Blüte stehen) versteht man:
# in der römischen Mythologie die Göttin der Blüte und des Frühlings - siehe Flora (Mythologie);
# die Gesamtheit aller Pflanzenarten eines Gebietes und die Systematik des Pflanzenreiches - siehe Pflanzenwelt;
# die Gesamtheit der natürlich vorkommenden Bakterien in einem Körperorgan - siehe Bakterienflora, Darmflora;
# einen Botanischen Garten in Köln-Riehl;
# einen weiblichen Vornamen - siehe Flora (Vorname);
# Theater in Hamburg, das nach Stilllegung und Hausbesetzung zur Roten Flora wurde. Nachfolger der Flora ist die Neue Flora, in der Musicals aufgeführt werden;
# ein hannoveranisches Bürgerradio Radio Flora;
# einen Asteroiden - siehe Flora (Asteroid);
# ein Hilfsschiff des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das im Juli 1982 im Hafen von Beirut (Libanon) durch Artilleriegschosse schwer beschädigt wird und einen Matrosen tötet;
# eine Stadt in Illinois, siehe Flora (Illinois).
# eine norwegische Kommune, siehe Flora (Norwegen)
PflanzenweltAls Pflanzenwelt oder Flora wird der Bestand an Pflanzen einer bestimmten Region, beziehungsweise die systematische Beschreibung ihrer Gesamtheit bezeichnet. Abgeleitet vom lateinischen Namen von Flora, der römischen Göttin der Blumen und der Jugend.
# Gesamtheit der Pflanzen eines definierten Gebiets (zum Beispiel die Flora Hawaiis)
# Pflanzenführer oder Bestimmungsbuch für Pflanzen für ein bestimmtes Gebiet
Im Tierreich entspricht der Flora die Fauna.
Siehe auch: Florenreich
Weblinks
[http://caliban.mpiz-koeln.mpg.de/~stueber/thome/Alphabetical_list.html Prof. Dr. Thomé, Otto Wilhelm - Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz - in Wort und Bild für Schule und Haus; 1885 - 1905]
Kategorie:Botanik
Flora war auch eine altital. Göttin, die Göttin der Blumen und des Getreides.
SystematikEine Systematik (griechisches Adjektiv συστηματική [τέχνη], sistimatikí [téchni] - die systematische [Vorgehensweise]), auch eine Klassifikation, eine Taxonomie, ist eine planmäßige Darstellung von Klassen, Kategorien oder anderen abstrakten Konzepten, welche nach bestimmten Ordnungsprinzipien (einem System) gestaltet ist.
Die einzelnen Klassen werden in der Regel durch den Vorgang der Klassifizierung, das heißt durch die Einteilungen von Objekten anhand bestimmter Merkmale, gewonnen und hierarchisch angeordnet. Die Menge der Klassennamen bilden ein kontrolliertes Vokabular. Die Anwendung einer Klassifikation auf ein Objekt heißt Klassierung.
Beispiele für Systematiken sind die Biologische Systematik, begründet mit dem Systema Naturae von Carl von Linné, die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) und verschiedene Bibliothekssystematiken (siehe unten).
Arten und Aufbau von Klassifikationen
Vom Grundprinzip her lassen sich zwei Klassifikationsstrukturen unterscheiden: Bei einer Monohierarchie (starke Hierarchie bzw. auch Hierarchie mit Einfachvererbung genannt) besitzt jede Klasse nur eine Oberklasse, so dass die gesamte Klassifikation eine Baumstruktur besitzt. Bei der Polyhierarchie (schwache Hierarchie oder Hierarchie mit Mehrfachvererbung genannt) kann eine Klasse auch mehreren Oberklassen untergeordnet werden. Wenn die Polyhierarchie stärker ausgeprägt ist und weitere Beziehungen zwischen den Klassen hinzukommen, spricht man eher von einem Thesaurus. Auch in der Biologie spricht man bei der Artenzuweisung von der Systematik.
Eine andere Unterscheidung ist die in Analytische Klassifikation (vom Allgemeinen zum Besonderen, auf Präkoordination ausgerichtet) und Synthetische Klassifikation (vom Besonderen zum Allgemeinen, auf Postkoordination ausgerichtet). Die meisten Klassifikationen sind eher analytisch aufgebaut; ein prominentes Beispiel für synthetische Klassifikation ist die Facettenklassifikation.
Besonders in den Naturwissenschaften ist bei Klassifikationssystemen entscheidend, ob nach Ursprung, Entstehung oder Verwandtschaft klassifiziert wird (genetische Klassifikation), oder ob man die Eigenschaften, das Aussehen bzw. den Phänotyp für eine Klassifikation heranzieht. Zum Beispiel basiert die biologische Systematik auf der Verwandtschaft der Arten, es handelt sich also um eine genetische Klassifikation.
Wenn es sich um die Klassifikation von Begriffsinhalten handelt, unterscheidet man die Systematik nach dem Verhältnis zwischen dem Begriff (A) und dem übergeordneten Begriff (B) und somit nach dem Ordnungsprinzip:
"Instanz von" Hierarchie: A "ist ein" B zum Beispiel: der Begriff Motor ist ein untergeordneter Begriff der Kraftverbrennungsmaschine und erbt daher dessen Eigenschaften, zum Beispiel die Tatsache, dass es sich um eine Maschine handelt.
Weitere Verhältnisse können sein "ist Teil von", "ist Mitglied von", "ist ein Buch von Autor", "ist Unterklasse von". Diese Verhältnisse sollten über alle Hierarchieebenen beibehalten werden.
Klassifikationen lassen sich auch auf reale Objekte anwenden und ergeben dann zum Beispiel Stücklisten oder Hierarchiebäume mit allen möglichen Varianten eines Baukastensystems.
In Klassifikationssystemen lassen sich zwei Bezeichnungsarten unterscheiden:
- Verbale Begriffsbenennungen als Benennungen aus der natürlichen Sprache
- Künstliche Bezeichnungen durch eine Notation, die aus Zahlen, Sonderzeichen oder Buchstaben bestehen kann. Die Identifikation der in einer Klassifikation abgelegten Objekte kann durch eine Signatur geschehen.
Einsatz von Klassifikationen
Systematiken werden zur Dokumentation (dort spricht man eher von 'Klassifikation'), in der Warenwirtschaft (dort spricht man eher von 'Warengruppen') und in der Wissenschaft (dort spricht man eher von 'Systematik') verwendet. Ziel einer Systematik ist es, einen Überblick über die darin geordneten
Objekte zu verschaffen (Analyse) und die thematische Suche unter ihnen zu ermöglichen (Ordnung).
Leistungen von Klassifikationssystemen sind:
- Zusammenfassung von isolierten Inhalten zu Klassen,
- eindeutigere Begriffsbeschreibung durch Notationen,
- Umgehung scheinbarer Verwandtschaftsbeziehungen,
- verbesserte Präzision und Vermeidung von Ballast beim Wiedergewinnen von Informationen.
Vorteile von Klassifikationssystemen sind:
- Universalität, das heißt Orientierung auf den gesamten Bereich der Wissenschaft (Universalklassifikation) oder auf Teilgebiete (Fachklassifikationen),
- Kontinuität, das heißt die Verwendung über einen längeren Zeitraum,
- Aktualität, das heißt Fähigkeit zur Berücksichtigung neuer Erkenntnisse,
- Flexibilität durch Expansivität, (das heißt Möglichkeit zur Erweiterung des Klassifikationssystems),
- gute Anwendbarkeit im Kontext des World Wide Web, da Klassifikationssysteme sich gut als Hypertext-Systeme abbilden lassen (zum Beispiel Open Directory Project), wobei auch andere entgegengesetzte Konzepte in diesem Kontext gut abschneiden (zum Beispiel [http://websom.hut.fi/websom/ WebSom: Self-Organizing-Map]).
Nachteile von Klassifikationssystemen sind:
- Systematik ist vorab festgelegt und relativ unbeweglich,
- Oft ist es kaum möglich eine solche Systematik vorab festzulegen,
- vorwiegend hierarchische Strukturen,
- keine syntagmatische Verknüpfung der Begriffe,
- eine Anpassung an den Fortschritt der Fachgebiete ist meist schwer umzusetzen,
- Sachverhalte werden oft in Klassen "gezwängt", in die sie nicht vollständig passen, was zu einer Erschwerung des Suchvorganges und zu einem möglichen Informationsverlust führen kann,
- meist keine objektiven Kriterien bei der Einsortierung neuer Einträge: es ist nicht immer klar in welche Kategorie ein Eintrag kommt,
- nur ein Weg führt zu der gesuchten Kategorie (im Gegensatz zu einer netzwerkartigen Anordnung von Themengruppen).
Beispiel für die Klassifizierung eines Buches
In der Regensburger Verbundklassifikation gibt es die Klasse
mit der Notation NU 3025
für die Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die dazu gehörende Klasseneinteilung ist folgende:
- N Geschichte
- NU Geschichte der Wissenschaften und des Unterrichtswesens
- NU 1500-7950 Geschichte der Wissenschaften
- NU 2500-4250 Geschichte der wissenschaftlichen Institutionen
- NU 2500-4215 Universitäten und Hochschulen
- NU 3000-3329 Deutschsprachige Universitäten
- NU 3025 Berlin/Humboldt-Universität
Die meisten Klassifikationen sind streng monohierarchisch
aufgebaut, das heißt eine Klasse kann nur eine Oberklasse haben.
Zur Klärung der Bedeutung einzelner Klassen setzt man u.a.
Kommentare (so genannte Scope Notes) und Verweisungen zwischen
verwandten Klassen ein. In den meisten Systemen kann man Objekte
auch mehreren Klassen zuordnen.
Das Buch Kommilitonen von 1933 über die Vertreibung von
Studierenden der Berliner Humboldt-Universität ist beispielsweise
zusätzlich den Klassen AL 50712 (Geschichte des Hochschul-
und Universitätswesen der Humboldt-Universität) und NU 7100
(Sonstige Geschichte der Studenten als Teil der Geschichte der Wissenschaften) zugeordnet.
In anderen Fällen muss jedoch eine Klasse als Einteilung
genügen. Die Signatur in Bibliotheken, die den Aufstellungsort eines individuellen Buches bezeichnet, muss eindeutig sein, da es nur an einer Stelle aufgestellt werden kann. Umgekehrt können aber mehrere Bücher dieselbe Signatur besitzen.
Beispiele von Klassifikationen
- Allgemeine Bibliotheksklassifikationen
- Klassifikationen für Öffentliche Bibliotheken
- Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken (ASB)
- Klassifikation für Allgemeinbibliotheken (KAB)
- Systematik für Bibliotheken (SfB)
- Systematik Stadtbücherei Duisburg (SSD)
- Österreichische Systematik für Öffentliche Bibliotheken (ÖSÖB)
- Sachbuch-Systematik für katholische öffentliche Büchereien erweiterte Fassung (SKB-E)
- Klassifikationen für Wissenschaftliche Bibliotheken
- Regensburger Verbundklassifikation (RVK)
- Aufstellungssystematik der Gesamthochschulbibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen (GHB)
- Basisklassifikation (GBV)
- Dezimalklassifikation
- Dewey Decimal Classification (DDC) von Melvil Dewey
- Universelle Dezimalklassifikation (UDK) von Paul Otlet und Henri LaFontaine
- Library of Congress Classification (LCC) von Charles Martel und J. C. M. Hanson
- Sowjetisches System der Bibliotheks-Bibliographischen Klassifikation (BBK)
- Facettenklassifikationen
- Colon-Klassifikation nach Shiyali Ramamrita Ranganathan
- Spezielle Klassifikationen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (International Classification of Diseases ICD)
- Die Mathematics Subject Classification
- Internationales Klassifikationssystem von Waren: UNSPSC, SITC (Außenhandel)
- Deutsches Material- und Warengruppensystem: eCl@ss
- Sachmerkmale der Normenreihe DIN 4000
- Klassifikation der Minerale und Gesteine
- Klassifikation der Böden
- Klassifikation der Klimazonen
- Klassifikation der Wolken
- Expansive Classification (EC) von Charles Ammi Cutter (1837-1903)
- Subject Classification (SC) von James Duff Brown
- Klassifikationsverfahren der Mustererkennung
Artikel zu konkreten Klassifikationen
- Schiffsklassifikation - Klassifikation von Schiffen
- Schriftklassifikation - Klassifikation von Schriften
- Dewey Decimal Classification - Klassifikation in Bibliotheken
- Universelle Dezimalklassifikation - Klassifikation in Bibliotheken
Siehe auch
- Sacherschließung
- Verzeichnis
- Begriff
- Rubrik
- Register (Nachschlagewerk)
- Wikipedia:Kategorien
Weblinks
- http://www.gfkl.de (Gesellschaft für Klassifikation e.V)
- http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/rvko_neu (RVK Online)
- http://www.hbz-nrw.de/produkte_dienstl/ghb-sys/index.html (GHB Online)
- http://www.bvoe.at/Systematik (ÖSÖB online)
- http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/allg/swk/sacher5.html (Weitere Klassifikationen)
- http://www.eclass.de (Standard für Materialklassifikation und Warengruppen)
Literatur
- Traugott Koch et al.: [http://www.surfnet.nl/innovatie/desire1/deliver/WP3/D32-3.html The role of classification schemes in Internet resource description and discovery] Veröffentlichung des DESIRE-Projekts, ca. 1997. Detaillierter Überblick über existierende Systematiken (im Hinblick auf die Klassifizierung von Internet-Inhalten)
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ja:分類
La Bouche de Jean-Pierre
La Bouche de Jean-Pierre est un film français de Lucile Hadzihalilovic sorti le 9 avril 1997.
Fiche technique
- Réalisation, scénario et montage : Lucile Hadzihalilovic
- Image : Gaspar Noé
- Musique originale : Loic Da Silva, Philippe Maluer, John Milko, François Roy
- Production : Les Cinémas de la Zone
- Durée : 52 mn
Liens externes
- [http://www.allocine.fr/film/fichefilm_gen_cfilm=14747.html La Bouche de Jean-Pierre] sur AlloCiné
- [http://french.imdb.com/title/tt0115735/combined La Bouche de Jean-Pierre] sur l'Internet Movie Database
Bouche de Jean-Pierre
Bouche de Jean-Pierre
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| :: RELATED NEWS :: |
Pomino bianco
Il Pomino bianco è un vino DOC la cui produzione è consentita nella provincia di Firenze.
Caratteristiche organolettiche
- colore: bianco paglierino a volte con riflessi verdolini.
- odore: delicato, gradevole.
- sapore: armonico, asciutto, di medio corpo e retrogusto lievemente amarognolo.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
Produzione
Provincia, stagione, volume in ettolitri
- Fir
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Pomino rosso
Il Pomino rosso è un vino DOC la cui produzione è consentita nella provincia di Firenze.
Caratteristiche organolettiche
- colore: rosso rubino, vivace, con sfumature granate più o meno intense, secondo l'invecchiamento.
- odore: vinoso, intenso, caratteristico, che si affina per effetto della esterificazione durante l'invecch.
- sapore: armonico, asciutto, robusto, leggerm. tannico nei prodotti giovani e più vellutato in quelli invec.
Cenni storici
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Pomino rosso riserva
Il Pomino rosso riserva è un vino DOC la cui produzione è consentita nella provincia di Firenze.
Caratteristiche organolettiche
- colore: granato più o meno intenso.
- odore: etereo, intenso.
- sapore: armonico, vellutato.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
Produzione
Provincia, stagione, volume in ettolitri
- nessun dato disponibile
DOC la cui produzione è consentita nella provincia di Firenze.
Caratteristiche organolettiche
- colore: dal giallo paglierino all'ambrato intenso.
- odore: etereo, intenso.
- sapore: armonico, vellutato.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
Produzione
Provincia, stagione, volume in ettolitri
- Firenze (1990/91) 78,0
- Firenze (1991/92)
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Pomino Vin Santo rosso
Il Pomino Vin Santo rosso è un vino DOC la cui produzione è consentita nella provincia di Firenze.
Caratteristiche organolettiche
- colore: granato più o meno intenso.
- odore: etereo, intenso.
- sapore: armonico, vellutato.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
Produzione
Provincia, stagione, volume in ettolitri
- nessun dato disponibile
DOC la cui produzione è consentita nelle province di Brindisi e Taranto.
Caratteristiche organolettiche
- colore: rosso tendente al violaceo ed all'arancione con l'invecchiamento.
- odore: aroma leggero, caratteristico.
- sapore: gradevole, pieno, armonico, tendente al vellutato con l'invecchiamento.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
Produzione
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Primitivo di Manduria liquoroso dolce naturale
Il Primitivo di Manduria liquoroso dolce naturale è un vino DOC la cui produzione è consentita nelle province di Brindisi e Taranto.
Caratteristiche organolettiche
- colore: rosso tendente al violaceo ed all'arancione con l'invecchiamento.
- odore: aroma leggero, caratteristico.
- sapore: gradevole, pieno, armonico, tendente al vellutato con l'invecchiamento.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
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Primitivo di Manduria liquoroso secco
Il Primitivo di Manduria liquoroso secco è un vino DOC la cui produzione è consentita nelle province di Brindisi e Taranto.
Caratteristiche organolettiche
- colore: rosso tendente al violaceo ed all'arancione con l'invecchiamento.
- odore: aroma leggero, caratteristico.
- sapore: gradevole, pieno, armonico, tendente al vellutato con l'invecchiamento.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
Produzione
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Prosecco di Conegliano frizzante
Il Prosecco di Conegliano frizzante è un vino DOC la cui produzione è consentita nella provincia di Treviso.
Caratteristiche organolettiche
- colore: giallo paglierino, brillante con evidente sviluppo di bollicine.
- odore: gradevole e caratteristico di fruttato.
- sapore: secco o amabile, frizzante, fruttato.
Cenni storici
Abbinamenti consigliati
Produzione
Provincia, stagione, volume in ettolitr
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