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Furlong
Der furlong ("Furchenlänge") ist ein altes anglo-amerikanisches Längenmaß mit herkunft aus der Landwirtschaft. Es ist nicht metrisch und daher nicht SI-konform und wird mit dem Formelzeichen l (kleines L) bezeichnet.
1 furlong = 10 chain = 220 yard = 660 feet = 7920 inch = 201,168 Meter
1 statute mile = 8 furlong = 80 chain = 320 rod = 8000 link
Die alte Flächeneinheit acre (4 046,86 m²) entspricht einem streifenförmigen Feld von 1 x 0,1 furlong, das ein Ochsengespann in etwa einem Tag Pflügen konnte. Ähnliche Dimensionen haben die Einheiten Morgen und Joch, die in Europa bis heute in der bäuerlichen Bevölkerung lebendig sind.
Siehe auch: Angloamerikanisches Maßsystem
Kategorie:Angloamerikanische Einheit
ja:ハロン (単位)
LängenmaßUnter einem Längenmaß versteht man eine Einheit zur Messung der Länge eines Körpers, einer Strecke oder Linie in einer Dimension (siehe Längenmessung).
International genormte Grundeinheit der Länge ist das Meter. Es ist die durch das Internationale Einheitensystem festgelegte gesetzliche Maßeinheit in den meisten Staaten und zudem auch eine SI-Basiseinheit. Von ihm sind weitere Einheiten abgeleitet. Durch Vorsätze (Präfixe) wird angegeben, mit welchem Faktor der Meter multipliziert werden muss, siehe Liste der Vorsilben für Maßeinheiten.
Definiert ist das Meter nicht mehr in Krypton-Wellenlängen, sondern über die Lichtgeschwindigkeit (im Vakuum c = 299 792 458 m/s), es hängt somit von der Definition der Sekunde ab.
Einheiten und Umrechnung
- Kilometer: 1 km = 1000 m = 103 m
- Hektometer: 100 m = 102 m
- Dekameter: 10 m = 101 m
- Meter: 1 m = 1000 mm = 100 m
- Dezimeter: 1 dm = 100 mm = 10-1 m
- Zentimeter: 1 cm = 10 mm = 10-2 m
- Millimeter: 1 mm = 1000 µm = 10-3 m
- Mikrometer: 1 µm = 1000 nm = 10-6 m
- Nanometer: 1 nm = 1000 pm = 10-9 m
- Picometer: 1 pm = 1000 fm = 10-12 m
- Femtometer: 1 fm = 1000 am = 10-15 m
- Attometer: 1 am = ... = 10-18 m
Die SI-Präfixe für mehr als 10³ werden aus Tradition üblicherweise nicht benutzt. Neben diesen Derivaten der SI-Grundeinheit Meter waren und sind zum Teil noch heute weitere Einheiten in Gebrauch, beispielsweise
- Linie ~= 2,2 mm (Pariser L., bis heute für Teilung von Libellen)
- Zoll 1 in = 1" = 2,54 cm (engl. inch)
- Fuß (engl. foot, Pl. feet), 1 ft = 12 in = 0,3048 m. Die globale Einführung des Fuß als Höhenmaß der Luftfahrt (um 1980) ist eigentlich ein Verstoß gegen die SI-Konvention
- Elle (Länge je nach Region und Epoche unterschiedlich)
- Klafter ~= 1,90 m (ausgestreckte Männerarme)
- Seemeile oder nautische Meile, 1 sm = 1,852 km (entspricht 1' Breitendifferenz in der Navigation)
- Meile 1 mi > 1 km (Landmeile, engl. Mile; Länge je nach Region und Epoche unterschiedlich) Heute am wichtigsten ist die Statute Mile der USA mit 1,609344 km.
- Werst 1066,8 m (Russland)
- Sun 1 sun = 1000/33 m (Japan)
- Astronomische Einheit 1 AE = 149,597870691 · 109 m, auch AU (mittl. Distanz Erde-Sonne)
- Lichtjahr 1 Lj = 9,460528 · 1015 m = 63240 AE, auch ly und lyr (in der Astronomie)
- Parsec 1 pc = 30,856776 · 1015 m = 206264,8 AE (in der Astronomie)
- Ångström 1 Å = 10-10 m (früher zur Angabe des Atomradius)
- Punkt 1 P = 0,375 mm, 1 p = 0,376 065 mm oder 1 pt = 0,352 778 mm = 1/72 in (im Druckereigewerbe)
- Stich (in der Schuhbranche), z. B. 1 franz. Stich = 2/3 cm
- Rute (landwirtschaftliches Längenmaß), Preußen: 1 R. = 3,7663 m, Sachsen: 1 R. = 4,2951 m
- Leuge (antikes keltisches Längenmaß), 2.220 m
- Stadion (antikes griechisches Längenmaß) = 600 Fuß, regional unterschiedlich zwischen 158,5 und 211 Meter.
Die auf dem Inch (") basierenden Einheiten Fuß (ft), Yard usw., die in der Beziehung zum Meter genormt sind, werden weiter im täglichen Leben in den USA verwendet. Die Wissenschaft ist schon längst zu den metrischen Einheiten übergegangen.
Siehe auch
- Flächenmaß, Raummaß
- Geschichte von Maßen und Gewichten, Alte Maße und Gewichte
- Größenordnung (Länge), Physikalische Größen und ihre Einheiten, Meterkonvention
- Lichtgeschwindigkeit
- Erdmessung
Weblinks
- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_laengenmasse Umrechnung von Längenmaßen (Online)]
- [http://calc.skyrocket.de/de Online Einheiten Umrechner: Umrechnung sehr vieler Einheiten]
Kategorie:Einheitenumrechnung
LandwirtschaftLandwirtschaft ist der Prozess, durch den gezielten Anbau von Pflanzen (Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Weinbau, nicht jedoch Forstwirtschaft) und durch die Nutzung und Zucht von domestizierten Tieren (Viehzucht) Nahrungsmittel, Futter, Fasern und andere gewünschte Rohstoffe zu produzieren. Sie dient der Ernährung der Menschheit und ist heute vorwiegend auf Erzielung von Profit ausgerichtet.
Profit
Einordnung
Allgemein
Landwirtschaft beinhaltet dreierlei:
- Subsistenzwirtschaft: Hierbei produziert der Landwirt genug Nahrungsmittel für sich und seine Familie (jedoch nicht mehr).
- (generell in den sogenannten "entwickelten" Ländern und in anderen Ländern ebenfalls mehr und mehr) die Produktion eines finanziellen Einkommens durch Landkultivierung oder kommerzielle Viehzucht.
Neben Nahrungsmitteln und Futter nimmt die Produktion von anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Zierpflanzen, Düngemittel, Leder, industriellen Chemikalien (Stärke, Ethanol, Farbstoffe und Plastik), Fasern (Baumwolle, Wolle, Hanf, Naturseide und Flachs), Kraftstoffen (Methan, Biodiesel, Biomasse) sowie zugelassenen medizinischen Wirkstoffen (Biopharmaceutica, legalen Drogen (Alkohol, Tabak) und verbotenen Drogen (Marihuana, Opium, Kokain) zu.
Auch die Produktion genetisch veränderter Pflanzen und Tiere steigt an.
Ökonomische Einordnung
In den Wirtschaftswissenschaften wird die Landwirtschaft als Primärsektor (auch: Urproduktion) bezeichnet. Die Betriebswirtschaftslehre bezieht sich in vielen Grundlagen auf die landwirtschaftliche Produktion.
Bedeutung in Deutschland
Im Jahr 2003 gab es in Deutschland ca. 420.700 landwirtschaftliche Betriebe ab 2 ha LF. Darin waren rund 1,3 Millionen Personen haupt- oder nebenberuflich beschäftigt, was 560.000 Vollzeitarbeitsplätzen entsprach.
Insgesamt wurden 17 Millionen ha (Hektar) Boden landwirtschaftlich genutzt (das sind ca. 49,3 Prozent der Gesamtfläche). Davon entfielen auf die Pflanzenproduktion rund 11,8 Millionen Hektar und auf Dauergrünland rund 5 Millionen Hektar. Im Vergleich dazu spielen Obstanlagen, Baumschulen und Weihnachtsbaumkulturen hinsichtlich des Flächenverbrauchs keine große Rolle. Deutschland war 2004 mit Waren im Wert von 13,8 Mrd. Dollar weltweit viertgrößter Exporteur von Agrarprodukten.
Rechtliche Einordnung
Der Begriff der Landwirtschaft wird in Deutschland grundlegend durch
§ 201 Baugesetzbuch(BauGB) geregelt.
Produktion
Bereiche
Baugesetzbuch
Baugesetzbuch
Generell kann die Landwirtschaft in zwei Produktionsrichtungen eingeteilt werden:
- Viehhaltung
- Pflanzenproduktion.
Welche dieser Formen lokal überwiegt, ist vom Standort abhängig: Auf leichten Standorten (schlechter Boden) ist die Viehhaltung konkurrenzkräftiger, während auf besseren Böden die Pflanzenproduktion wirtschaftlicher ist.
Unformatierten Text hier einfügenUnformatierten Text hier einfügenUnformatierten Text hier einfügen Ziele
- Ernährungssicherung durch die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel,
- Schonung der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft,
- infrastrukturelle, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Belebung der ländlichen Räume,
- Pflege der Kulturlandschaft und Erhalt der Artenvielfalt,
- in Zukunft möglicherweise vermehrt Erzeugung regenerativer Energien
Formen der Landwirtschaft
- historische Landwirtschaft
:bis zur Erfindung des mineralischen Düngers
- traditionelle Landwirtschaft
:bis ca. 1960
- moderne Landwirtschaft
:erzielt hohe Ernteerträge durch Züchtung spezieller Sorten (in einigen Staaten auch bereits unter Einsatz der Gentechnik), durch Monokultur, sowie den Einsatz von Futtermitteln, Kunstdünger (dessen Entwicklung maßgeblich zur Erholung der Wälder in Mitteleuropa beigetragen hat), Insektiziden, Fungiziden, Herbiziden und Wachstumsregulatoren (den so genannten Pflanzenschutzmitteln). Der intensive Einsatz der genannten Produktionsfaktoren dient der stetigen Ertragssteigerung, führt aber oft zu negativen Wechselwirkungen mit der Natur (Umweltschutz) und den erzeugten Lebensmitteln (Fragen zu Rückständen in Nahrungsmitteln).
: - bäuerliche Landwirtschaft
: - industrielle Landwirtschaft
: - extensive Landwirtschaft
: - ökologische Landwirtschaft
::versucht, modernes Wissen zu nutzen und dabei die genannten negativen Wechselwirkungen zu vermeiden.
Die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel führt seit Sommer 2003 einen auf mehrere Jahre ausgelegten Vergleich der beiden Produktionsformen durch, dessen Ergebnis in der aktuellen Diskussion hilfreich sein kann.
Methoden
Hinsichtlich der Produktionsmethoden wird heute unterschieden in (alphabetisch):
- Biologische Landwirtschaft (oder auch Ökologische Landwirtschaft), zu der auch die Unterform der auf den Lehren R. Steiners gründenden Biologisch-dynamischen Landwirtschaft zählt
- Konventionelle Landwirtschaft mit der Unterform der integrierten Landwirtschaft
- Permakultur
- Synergistische Landwirtschaft
Politik
Hauptartikel: Agrarpolitik
Politische Konfliktfelder
Die Landwirtschaft in Deutschland, Europa und weltweit befindet sich in einem tiefen Umbruch: Große Erfolge in der Produktivitätssteigerung auf der einen Seite stehen ungleicher Verteilung, Preisdumping, zahlreichen Betriebsaufgaben sowie ökologischen Problemen gegenüber. Die seit 1992 eingeleiteten Reformen der europäischen Agrarpolitik mit einem komplexen System von Ausgleichszahlungen konnten Fehlentwicklungen nicht verhindern. Die gegenwärtige Situation ist für die soziale Lage der landwirtschaftlichen Familien, für die Volkswirtschaft und für die ökologische Situation von Boden-, Gewässer- und Tierschutz mit hohen Belastungen verbunden. Die große Zahl der Betriebsaufgaben ist Zeugnis einer existenziellen Not. Die in der Öffentlichkeit heftig diskutierten Krankheiten bzw. Skandale – BSE-Krise, Maul- und Klauenseuche – sind keine Einzelphänomene, sondern sind teilweise Ausdruck von Strukturproblemen der Landwirtschaft in der Zerreißprobe zwischen ökonomischen und ökologischen Erfordernissen.
Zugleich ist die weltweite Krise der Landwirtschaft ein Kernproblem globaler Gerechtigkeit: Während auf den Weltmärkten ein Überschuss an Nahrungsmitteln herrscht, die Preise immer weiter fallen und subventionierte Überschussprodukte aus den USA und der EU die Eigenproduktion von Nahrungsmitteln in Entwicklungsländern zurückdrängen, ist es nicht gelungen, das Problem der Welternährung zu bewältigen. Der rapide Verlust an fruchtbarem Boden und der bedrohliche Rückgang der Verfügbarkeit von Wasser, das zu 70 % in der Landwirtschaft verbraucht wird, ist schon heute eine der primären Armutsursachen. Wirksame Armutsbekämpfung für die 800 Millionen hungernden Menschen ist nicht möglich ohne eine tiefgreifende Reform der globalen Agrarpolitik.
Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, die heimische Agrarprodukte in den Medien bewirbt, ist bei den Landwirten weitgehend umstritten, da sie ihre Beiträge zwangsweise erhebt.
Geschichte
Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH]
Hauptartikel: Agrargeschichte
Der systematische Anbau von Pflanzen begann vermutlich vor rund 12.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit. Es ist wahrscheinlich, dass die Entwicklung nahezu gleichzeitig in Amerika, China und dem mittleren Osten einsetzte. Dabei werden die Veränderung des Klimas durch das Ende der Eiszeit, das Bevölkerungswachstum und die beginnende Sesshaftigkeit als sich begünstigende Faktoren angesehen.
Im 8. Jahrhundert wurde der Ackerbau auf die Dreifelderwirtschaft umgestellt. Die bis dahin verwendeten Ochsen wurden durch Pferde ersetzt, wodurch schwere Eisenpflüge eingesetzt werden konnten.
Durch die Entdeckung Amerikas 1492 entwickelte sich ein reger, weltweiter Austausch an Agrarprodukten, der für nahezu alle Völker einschneidende Änderungen bewirkte (Columbian Exchange).
Aktuelle Diskussion
Erneuerbare Energieträger
Die landwirtschaftliche Produktion von Erneuerbaren Energieträgern kann nicht mehr leisten als den durch die Sonne gegebenen Energieeintrag. Solange die Nicht-Bilanzierung der Nutzung von fossilen Brennstoffen in unseren Wirtschaftssystemen anhält, kann jede Form der landwirtschaftlichen Produktion von regenerativen Energieträgern (unabhängig von ihrer Nachhaltigkeit) nicht mit der Nutzung der fossilen Energiegewinnung konkurrieren.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist in Deutschland gesetzlich festgeschrieben.
Siehe auch
Portal:Land- und Forstwirtschaft, Agrarpolitik, Forstwirtschaft, Landwirt, Leibgedinge, Erzeugergemeinschaft, Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, FAO, Haupterwerbsbetrieb, Nebenerwerbsbetrieb, Zuerwerbsbetrieb
Weblinks
- [http://www.zbmed.de/bonn_service.html Fachinformationszentrum: Bereichsbibliothek für Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften, Bonn]
- [http://www.destatis.de/themen/d/thm_land.php Statistiken zur Landwirtschaft in Deutschland]
- [http://www.verbraucherministerium.de/index-0005BCF0323B1050A9746521C0A8D816.html Ernährungs- und agrarpolitischer Bericht 2005 der Bundesregierung]
- [http://www.situationsbericht.de Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes]
- [http://www.cma.de/wissen_100489.php Materialien zum Thema Landwirtschaft der CMA]
- [http://www.kritischer-agrarbericht.de/index.php?id=79 "Kritischer Agrarbericht" des AgrarBündnis e.V.]
- [http://www.agrar.de/infothek Infothek - Suchmaschine zum Thema Landwirtschaft]
- [http://www.landtreff.de Forum für die Landwirtschaft]
- [http://www.datenmatrix.de/cgi-local/hdbg-bildarchiv/bildarchiv.cgi?action=projektbilder&id=-lf-&templ=04_01_projekte_bilder&start=0&proseite=10 Dokumentation zur Geschichte der Landwirtschaft in Bayern aus dem Archivbestand des Hauses der Bayerischen Geschichte]
!Landwirtschaft
Kategorie:Umwelt- und Naturschutz
ja:農業
ko:농업
simple:Agriculture
Chainchain ist eine Einheit der Länge.
Einheitenzeichen: ch
Formelzeichen: l
1 ch. = 4 rd. = 100 li. = 66 ft. = 20,1168 Meter
1 statute mile = 8 furlong = 80 chain = 320 rod = 8000 link
Siehe auch: Angloamerikanisches Maßsystem
Kategorie:Angloamerikanische Einheit
FeetEin Fuß (engl. foot, Plural feet) ist ein Längenmaß. Es ist neben der Fingerbreite, der Handbreite, der Handspanne, der Elle und dem Schritt eine der ältesten Längeneinheiten. Diese Einheiten wurden wohl schon vor der Erfindung der Schrift benutzt. Ein Fuß beträgt ungefähr 30 cm, was der Schuhgröße 45 entspricht.
Vor- und Frühgeschichte
Der Fuß als Maß ist schon im vorgeschichtlichen Megalithischen Yard dokumentiert; dieses betrug etwa 82,9 cm. Der megalithische Fuß ist also 82,9 cm ÷ 3 ≈ 27,6 cm lang. Schon seit vor- und frühgeschichtlicher Zeit wurde der Fuß stets in 16 Fingerbreit geteilt. Die etwa 4500 Jahre alte, damals weit verbreitete sog. 30-Digiti-Nippur-Elle (nach einem kupfernen Maßstab des frühen 3. Jahrtausends, der im Tempel von Nippur gefunden wurde) verwendete genau die gleiche Fingerbreite wie das Megalithische Yard. So beträgt diese Elle 82,9 cm ÷ 48 · 30 ≈ 51,8 cm.
Einige Historiker vertreten die These, dass das Megalithische Yard konkrete Auswirkungen auf die Alltagskultur in vor- und frühgeschichtlicher Zeit hatte. So sollen bereits die Häuser der Bandkeramiker (Linienbandkeramik) nach dem Megalithischen Yard errichtet worden sein. Ein Beleg hierfür fand sich in einer bandkeramischen Brunnenverschalung aus Kückhoven, Kreis Erkelenz. Die dort ausgegrabenen, dendrochronologisch auf 5067 v. Chr. datierten Balken sind ebenso nach dem Megalithischen Yard bemessen wie die dort aufgedeckten Hausgrundrisse. Darüberhinaus konnte das Megalithische Yard von 829,1 +/- 0,9 mm an megalithischen Steinsetzungen (Gräbern und sogenannten Steinkreisen des 3. Jahrtausends) nachgewiesen werden.
Antike
Noch vor der IV. Pharaonen-Dynastie teilten äyptische Geometer die Nippur-Elle – weil sie aufgrund einer trigonometrischen Approximation (20√2 / 28 >= 1) eine 28-Digiti-Elle haben wollten – dann nur noch in 28 Teile. Dadurch wuchs der Fuß als Maß auf (51,8 cm ÷ 28 × 16 ~=) 29,6 cm. Genau diese Länge hatte das römische Fußmaß. Demnach unterhalten der megalithische bzw. Nippur-Fuß und der römische Fuß ein Verhältnis von genau 28 zu 30.
Ein Fuß (lat. pes ~ 29,6 cm) ist also vier Handbreit (lat. palmus ~ 7,4 cm) bzw. sechzehn Fingerbreit (lat. digitus ~ 1,85 cm). Das »Vier-Fuß-Maß« nannte man in der Spätantike auf Lateinisch ulna (Elle). Das »Maß von 1½ Fuß« ist die natürliche Elle (lat. cubitus). Das »Fünf-Fuß-Maß« ist der Doppelschritt (lat. passus). Das englische yard hat genau drei Fuß.
Im alten Griechenland zum Beispiel gab es neben dem hauptsächlich verwendeten, eigentlichen Fuß (griechisch pous) zu 16 Fingerbreit, auch eine sog. Pygme zu 18 Fingerbreit. Diese Pygme (Unterarm bis zum Handgelenk) wurde oft in Übersetzungen in Ermangelung eines geeigneten Wortes auch als »Fuß« bezeichnet. Dennoch kann festgehalten werden, dass über die gesamte Zivilisationgeschichte hinweg der Fuß stets 16 Fingerbreit beträgt. Wobei der »Finger« zu Recht als die eigentliche Grundeinheit angesehen werden kann.
Mittelalter und frühe Neuzeit
Erst im Mittelalter mit seiner Vorliebe für das Duodezimalsystem wurde dann der Fuß in zwölf Einheiten unterteilt. Dies ergab die Daumenbreite, das so genannte Zoll (lat. uncia, engl. inch, frz. pouce). Auch in anderen Kulturkreisen, z.B. in Japan oder China, sind Längenmaße in Größe des menschlichen Fußes bekannt.
Mit der Einführung des dezimalen Meters in Frankreich im Jahre 1800 brach man dann erstmals in der Menschheitsgeschichte mit der Verwendung aller konkret auf den Menschen bezogenen Grundmaße. In bestimmten Bereichen, etwa der Landvermessung und Schifffahrt, wurden allerdings schon zuvor verschiedene geografische Meilen (z.B. 1 Äquatorgrad lang) und davon abgeleitete Größen verwendet. Der Meter wurde rein abstrakt als zehnmillionster Teil der Entfernung vom Pol zum Äquator definiert. In der Folge verschwand das klassische menschliche Fußmaß im Geltungsbereich des Meters.
Zur Vereinfachung und besseren Akzeptanz der Umstellung auf den Meter wurde im 19. Jahrhundert vereinzelt versucht, das alte Fußmaß auf runde Werte des neuen Systems zu bringen. So gab es im Großherzogtum Hessen-Darmstadt einen Fuß von 25 cm, im Herzogtum Nassau gar von 50 cm (Schuhgröße 75!) und im von Napoleon gegründeten Großherzogtum Baden galt ein Fuß von genau 30 cm. Dabei wurde dann der Fuß meist durch zehn geteilt. Andere Autoritäten beschränkten sich darauf, ihren Fuß und andere Maßeinheiten in Abhängigkeit zum metrischen Systems zu definieren.
Deutschsprachiger Raum
Die verschiedenen alten deutschen Fußmaße sind durch den Norddeutschen Bund und die Übernahme seiner Gesetze bei der Gründung des Deutschen Reiches (1871) sowie den darauf folgenden deutschen Beitritt zur internationalen Meterkonvention (1875) ganz aufgegeben worden.
Regional entsprach dem Fuß der Schuh.
Beispiele des dt. Fußmaßes in einigen Ländern:
- 25 cm in Hessen
- 28,325 cm (nach v. Alberti), zwischen 28,3 cm bis 46,6 cm, meist 32,48 cm in Sachsen
- 29,641 cm in Oldenburg
- 29,1859 cm in Bayern
- 30,385 cm in Meiningen-Hildburghausen
- 31,385 cm in Preußen
- 31,608 cm in Wien/Österreich
- 32,61 cm in Bad Homburg vor der Höhe
- 33 1/3 cm in der Pfalz
Gegenwart
Das internationale Einheitenzeichen ist heute ft. für engl. foot bzw. feet, oft auch abgekürzt mit einem einfachen geraden Anführungszeichen: ′ (ersatzweise: ').
Gemeint ist damit immer der internationale Fuß (»angelsächsischer Kompromissfuß«, 1959), der einem Drittel Yard oder zwölf internationalen Zoll à 2,54 cm entspricht, also exakt 30,48 cm misst:
; 1 ft = 1′ := 12 in. = 1/3 yd. = 30,48 cm = 0,3048 m
1 m = 3,2808 ft
In der US-Landvermessung hält sich daneben die frühere Definition bei der exakt 39,37 Zoll in einen Meter passen (statt 39 47/127 = ca. 39,370 078 740). Damit ist der international foot exakt 0,999 998 mal so groß wie der US survey foot, d.h. 0,0002% oder ein fünfhunderttausendstel kleiner.
; 1 survey foot := 12 survey inch = 12/39,37 m = ca. 0,304 800 609 m
In der Wissenschaft gilt international das dezimale metrische Maßsystem und selbst in den USA wird in diesem Bereich der foot nicht mehr verwendet.
In vielen technischen Bereichen gibt es Fuß und insbesondere Zoll aus Kompatibilitätsgründen zum wichtigen nordamerikanischen Markt weiterhin. Da in den meisten Ländern die Verwendung des metrischen Systems gesetzlich vorgeschrieben ist, tauchen diese Einheiten meist nur in Gattungsbezeichnungen (z.B. »17″-Monitor«) auf. Oder die eigentlichen Fuß- bzw. Inchmaße werden metrisch umgerechnet und dann auch oft gerundet. Direkt ist Fuß am häufigsten in der Luftfahrt anzutreffen. Während die Flughöhe unter 6.000 ft. direkt in Fuß angegeben wird, nennt man ab dieser Höhe international einheitlich die Flugfläche. Die Angabe entspricht dem Vielfachen von 100 ft., FL365 entspricht also 36.500 ft.. Nur wenige Staaten weichen davon ab, beispielsweise das Militär im ehemaligen Warschauer Pakt.
In manchen Sportarten sind Maße ursprünglich runde Fußwerte, werden inzwischen aber häufig in Metern spezifiziert und dabei nur manchmal auf glatte Werte gerundet. Der Basketballkorb beispielsweise hängt 10 ft. hoch (umgerechnet 3,048 m), das Fußballtor ist 2,44 m hoch und 7,32 m breit (ursprünglich 8 ft × 24 ft).
Siehe auch
Alte Maße und Gewichte, Geschichte von Maßen und Gewichten, Angloamerikanisches Maßsystem, Orgelregister
Kategorie:Alte Maße und Gewichte
Kategorie:Angloamerikanische Einheit
ja:フィート
Inch
Das Zoll (von mittelhochdeutsch: zol abgeschnittenes Stück Holz) bezeichnet eine Unzahl von alten Maßeinheiten im Bereich von zwei bis vier Zentimetern. Meist ist es der zwölfte Teiler eines Fußes und selbst ebenso in zwölf Linien eingeteilt, aber auch dezimale Teilung kam vor. Im englischen Sprachraum entspricht es dem Inch.
Aktuelle Definition
Mit Einführung des metrischen Systems geriet das Zoll weitgehend außer Gebrauch, nur im englischen Sprachraum erhält sich bis heute das Inch, das seit 1956 als internationales oder englisches Zoll exakt 25,4 mm misst. Das Einheitenzeichen für das Zoll ist in. oder das Zollzeichen (″), das dem Sekundenzeichen entspricht. Ersatzweise wird auch das Zeichen " (zwei vertikale Striche) verwendet.
; 1 in = 1″ := 1000 Thou = 1000 mil = 1/12 ft = 1/36 yd = 25,4 mm = 2,54 cm = 0,0254 m.
Das entsprechende Flächenmaß ist das Quadratzoll (square inch), und analog Kubikzoll (cubic inch) das Volumenmaß.
Verwendung
Das internationale Zoll wird heute noch verwendet als übliches Längenmaß in den USA (nur in der Landvermessung gibt es eine andere Definition), sowie für einige festgelegte Größenangaben:
- bei der Angabe der Bildschirmdiagonale: z.B. 15-Zoll-Bildschirm (381 mm) oder 19″-Bildschirm (483 mm),
- bei der Angabe von Raster- oder Bildauflösung wie etwa 300 dpi (Dots per Inch),
- für Festplattengrößen: am gebräuchlichsten sind 2,5- (64 mm, Notebooks) und 3,5-Zoll-Festplatten (89 mm),
- für Diskettengrößen: 5¼″ (133 mm), 8″ (203 mm) und 3½″ (89 mm, tatsächlich 90 mm),
- für Tonträgergrößen:
- 7″ (178 mm, tatsächlich 185 mm), 10″ (254 mm, tatsächlich 250 mm) und 12″ (305 mm, tatsächlich 300 mm) bei Schallplatten,
- 5″ (127 mm, tatsächlich 120 mm) und 3″ (76 mm, tatsächlich 80 mm) bei CDs und
- ¼″ (6,35 mm), ½″ (13 mm), 1″ (25 mm) und 2″ (51 mm) bei Tonbändern,
- für Computer- und Hifi-Gehäuse: 1 HE = 1¾″ = 44,45 mm, 1 TE = 1/5″ = 5,08 mm, 19″-Racks (483 mm)
- für Auto- und Fahrradfelgen: üblicherweise 15″ bis 20″ bzw. 26″ (66 cm) und 28″ (71 cm),
- in der Veranstaltungstechnik: z.B. Standardgewinde für Mikrofonständer und Lampenzapfen 3/8″ (9,525 mm),
- für die Angabe der Bundweite (engl.: waist) und inneren Beinlänge (engl.: length) von Hosen (z.B.: W 32″ / L 34″)
- für Zauberstäbe (z.B. "11 1/2 Zoll Eiche mit Einhornhaar")
- bei der Sanitärtechnik (z.B. Rohrdurchmesser).
- bei der Gestaltung von Vordrucken, und zwar horizontal im 1/10"-Raster (Standard-Tabulator bei Schreibmaschinen) und vertikal im 1/6"-Raster (Standard-Zeilenschaltung bei Schreibmaschinen)
Darüberhinaus gibt es einige Anwendungen, in denen zwar offiziell meterbasierte Einheiten verwendet werden, viele Standardwerte aber einen zölligen Ursprung haben, z.B. entspricht das Kaliber der so genannten NATO-Munition von 7,62 mm exakt 0,3″ (entspricht Winchester .308).
Alte Definitionen
Siehe auch
- Alte Maße und Gewichte
Kategorie:Alte Maße und Gewichte
Kategorie:Angloamerikanische Einheit
ja:インチ
ms:Inci
simple:Inch
Statute MileEine Statute mile (englische Meile) ist die Längeneinheit der britischen Landmeile in Großbritannien und USA = 1609,344 m.
- Einheitenzeichen: stat.mi.
- Formelzeichen: l
- auch: mile
1 stat.mi. = 8 fur. = 1760 yd. = 5280 ft = 63360 in. = 1609,344 m
1 stat.mi. = 8 furlong = 80 chain = 320 rod = 8000 link
Siehe auch: Seemeile.
Kategorie:Angloamerikanische Einheit
Chainchain ist eine Einheit der Länge.
Einheitenzeichen: ch
Formelzeichen: l
1 ch. = 4 rd. = 100 li. = 66 ft. = 20,1168 Meter
1 statute mile = 8 furlong = 80 chain = 320 rod = 8000 link
Siehe auch: Angloamerikanisches Maßsystem
Kategorie:Angloamerikanische Einheit
Rodrod (pole p., perch p.) ist eine Maßeinheit der Länge. Sie ist in 25 Link unterteilt. Es entspricht der deutschen Rute.
- Einheitenzeichen: rd
- Formelzeichen: l
1 rod = 25 li. = 5,5 yd.= 16,5 ft.= 198 in. = 5,0292 Meter
1 statute mile = 8 furlong = 80 chain = 320 rod = 8000 link
Siehe auch: Angloamerikanisches Maßsystem
Kategorie:Alte Maße und Gewichte
AcreDer Begriff Acre bezeichnet
- eine, in Deutschland nicht verwendete, Einheit der Fläche, siehe Acre (Einheit)
- einen brasilianischen Bundesstaat, siehe Acre (Bundesstaat)
- einen biblischen Namen, siehe Acre (Bibel)
- auf englisch die Stadt Akkon
- einen südamerikanischen Fluss, siehe Rio Acre
nb:Acre
Pflügen
Pflügen ist das Lockern und Wenden der Ackerkrume mit Hilfe eines Pflugs. Durch Pflügen wird die Bodenstruktur verbessert. Es ergibt sich eine größere, rauhe Oberfläche. Durch erhöhte Sauerstoffzufuhr, Witterungseinwirkungen sowie Zersetzung der organischen Stoffe wird eine lockere, wasserspeichernde Struktur erreicht. Diese heißt Krümelstruktur oder Gare. Beim Pflügen werden zudem Wurzeln der vorhergehender Feldfrüchte zerkleinert und allfällige Pflanzenreste eingearbeitet (Gründüngung). Auch das Einpflügen von speziell aufgebrachtem Dünger ist bis in eine gewisse Tiefe vorteilhaft.
Im Regelfall wird viereckig gepflügt, mit dem Wendepflug oder bei einem genügend breiten Rain (Feldrand) auch streifenförmig, was dann als Konturpflügen (amerik. contour ploughing) bezeichnet wird. Die Anordnung der Ackerfurchen parallel zum Hang, dient dazu, die Erosion (Hangabspülung) besonders in den Great Plains zu vermindern; oft in Verbindung mit dem Streifenanbau.
Der Erfolg des Pflügens ist vom richtigen Zeitpunkt, von der dem Boden angepassten Arbeitstiefe und von der Witterung abhängig. Wird dies nicht beachtet, kann der Pflug der Bodenstruktur erheblichen Schaden zufügen. Normalerweise wird im Herbst gepflügt. Große Erdschollen können danach über den Winter durch Frostsprengung zerfallen. Wegen der Bodenorganismen und der Humusschicht soll nicht zu tief gepflügt werden. Teilweise werden Felder auch mit der Egge geglättet („geeggt“).
Es gibt Weltmeisterschaften im Pflügen. Bei denen werden vor allem die Schnelligkeit, Genauigkeit und konstante Tiefe beurteilt. Viele der Weltmeister kommen aus dem Marchfeld in Niederösterreich, wo ihnen sogar ein eigenes Denkmal gewidmet wurde.
Kategorie:Feldwirtschaft
JochDer Ausdruck Joch (v. althochdt.: ioh zusammenbinden) bezeichnet:
# den auf Stirn oder Nacken des Zugtiers aufliegenden Teil des Geschirrs, wenn es vor einen Karren, Wagen oder vor einen Pflug gespannt wurde, siehe Jochgeschirr und Geschichte des Transportwesens im Altertum
# kurz für ein Tragjoch oder eine Dracht
# zwischen zwei Bergen ähnlich einem Gebirgspass, das Joch (Gebirge)
# ein altes Flächenmaß, siehe Joch (Maß)
# in der Architektur eine durch vier Stützen gebildete räumliche Einheit, siehe Joch (Architektur)
# im Bauwesen den Abstand zwischen zwei Brückenpfeilern, siehe Jochbogen
# im Bergbau eine Stütze, siehe Stützjoch
# das Glockenjoch
# einen Teil des Schädelknochens, das Jochbein
Angloamerikanisches MaßsystemDie folgenden angloamerikanischen Maßsysteme haben alle ihren Ursprung in älteren englischen Systemen und wurden vor der Einführung des metrischen Systems auch in anderen Commonwealth-Staaten verwendet (Imperiales System von 1824). Heute sind sie fast nur noch in den USA (customary units) gebräuchlich, während sie so im 20. Jahrhundert und weiten Teilen des 19. auch im Vereinigten Königreich und seinen Kolonien offiziell verwendet wurden.
Längeneinheiten
Formelzeichen: l , s (wie Länge, Strecke) )
Internationales Zoll (seit 1929) und verschiedene Meilen
Die Grundeinheit ist das internationale Zoll, dessen Relation zum Meter ab 1. Juli 1959 international einheitlich auf exakt 2,54 cm festgelegt ist (Übereinkunft von 1958). Davon weicht lediglich das US-amerikanische Landvermessungszoll (US survey inch) ab, das genau 100 ⁄ 3937 m oder 2,5400 0508 0010 cm lang ist. Ein foot (Mz. feet) hat 12 Zoll und ist genau 30,48 cm lang (beim US survey 30,480061 cm). Vor 1959 weichen die US-Längenmaße geringfügig von den britischen ab.
Die sea mile ist genau 800 feet länger als die mile an Land ¹). Vor Einführung der internationalen Seemeile im Jahr 1929 war noch eine Admiralty mile von 1 853,184 m in Gebrauch. Die internationale Seemeile (international nautical/sea mile) ist seit 1929 (USA erst 1954) auf exakt 1 852 m festgelegt und entsprechend ist die Kabellänge 185,2 m. Für die cable length gibt es noch weitere Definitionen, etwa die fast gleichlangen 100 fathoms (182,88 m), bzw. bei der US Navy 120 fathoms (219,456 m). Fathoms werden nur (noch) zur Messung der Wassertiefe benutzt; shackle bzw. naval shot praktisch gar nicht mehr, obwohl das britische Maß erst 1949 zwecks Angleichung von 12½ auf 15 fathom angehoben wurde.
¹) Hingegen bedeutet mil das Winkelmaß "Strich").
Für Spezialanwendungen gab es die geographical mile von 6082 feet = 1,853 7936 km und die telegraph mile von 6087 feet (1,855 317 6 km). transatlantischen Sprachgebrauch Sprdass Europas "geografische Meile" 4x länger ist (7,42 km = (Erdumfang/5400) und etwa der "Landmeile" vieler Länder entspricht (7400 bis 7532 m), aber im auch etwa der amerikanischen statute mile (1609,344 m) entsprechen kann.
Tabelle: englische Längenmaße und nautische Maße
Tabelle: sonstige, ältere und spezielle Maße
Menschenbezogene Maße und Ingenieurmaße
Skizze
Die angegebenen chain und link sind sogenannte Gunter’s measurement, daneben gibt es auch noch das Ramsden’s oder Engineer’s measurement:
Flächeneinheiten
Formelzeichen: F, A
Die wichtigste besondere Flächeneinheit ist der acre, der 1 furlong × 1 chain (oder einem Feldstreifen von 1 x 0,1 furlong) entspricht. Das sind 40 rods × 4 rods oder 10 square chains, mithin 10·22² = 4840 square yards = 4047 m²; 640 acres ergeben eine square mile. Zu beachten ist, dass den Größen in den USA i.d.R. weiterhin das survey inch zugrunde liegt, sie also etwas größer sind (zweite Angabe).
Die angelsächsische hide kann statt 100 auch 120 acre fassen und war eigentlich keine richtige Flächeneinheit, sondern diente der eher abstrakten Besitzbeschreibung für die Steuerfestlegung. Ein yardland war meist eine viertel hide und konnte 15 bis 80 acres umfassen. Die alte deutsche Hufe oder Hube ist verwandt und ähnlich variabel.
Angegeben sind die Größen, die heute in England noch umgangssprachlich darunter verstanden werden.
Volumeneinheiten
Formelzeichen: V
Acre-foot und acre-inch werden in der Landwirtschaft und Meteorologie für die Angabe von Beregnungs- und Niederschlagsmengen verwendet. Im metrischen System werden für diesen Zweck die äquivalenten Liter pro Quadratmeter und Millimeter benutzt (1 l/m² = 1 dm³/m² = 0,001 m³/m² = 1 mm).
Ein perch ist nicht nur ein Längenmaß (= pole, rod), sondern (seltener) auch ein Volumenmaß im Bergbau.
Hohlmaße
Formelzeichen: V
Das nordamerikanische und das britische Hohlmaß-System basieren auf drei verschiedenen der ursprünglich vielen britischen Gallonen: Im UK ist die ursprünglich 277,42 Kubikzoll große ale gallon seit 1824 auf 277,419 450 Kubikzoll festgelegt (10 pound H2O bei 62 °F), während in den USA seit 1707 für Flüssigkeiten die wine gallon von 231 Kubikzoll (ursprünglich 230,907 in³) und für Raummaße die corn gallon von 268,8 Kubikzoll verwendet wird.
Die Raumgrößen in Kubikzoll mögen häufig sehr krumm erscheinen, doch meist steckt durchaus ein Konzept dahinter; vor allem sollte es einfach sein, passende Messbecher herzustellen (teils zylindrisch, teils quaderförmig), die oft genau festgelgt waren – für die Weingallone taugt etwa ein Quader mit den Innenmaßen 3″ × 7″ × 11″ und die Korngallone geht auf den Winchester-Scheffel zurück, der ein Zylinder mit 18½ Zoll Durchmesser bei 8 Zoll Höhe ist und acht Gallonen fasst.[http://www.varietynickels.com/articles/uniformity.htm]
Die Verwendung der englischen Trockenhohlmaße (peck und bushel) wurde im Vereinigten Königreich ab 1968 untersagt, das kenning ist wie die Wein-Reihe rundlet bis tun schon weit länger veraltet. Im selben Weights and Measures Act von 1963 wurden zum 1. Februar 1971 auch die kleinen (Apotheker-)Flüssigkeitsmaße minim, fluid scruple und fluid drachm abgeschafft, die es erst seit 1824 gab. 1995 wurde das britische Flüssig-pint zur Übergangsverwendung mit dem metrischen System auf exakt 568,261 250 Milliliter festgelegt, was eine leichte Abrundung gegenüber 277,42 ÷ 8 in³ (568,262 411 860 ml) und 277,419 450 ÷ 8 in³ (568,261 285 249 360 ml) ist und umgerechnet eine gallon von ca. 277,419 432 791 621 in³ bedeutete -- jeweils mit dem heute üblichen 25,4 mm großen inch. Angegeben sind die genauen Werte deshalb nur bis zur letzten bei Verwendung der drei Basisgrößen ungerundet übereinstimmenden Stelle.
Die verwendeten Einheiten haben in beiden Systemen die gleichen Namen (aus drachm wurde dram) und i.d.R. untereinander die gleichen Faktoren (außer die barrels und gill). Zur Unterscheidung wird den Abkürzungen ggf. »Imp.« bzw. »US« vorangestellt. Bemerkenswert ist, dass das britische wie das US-amerikanische Erdölbarrel etwa 159 Liter misst, obwohl das eine als 35 und das andere als 42 Gallonen definiert ist. Ferner ist die britische Flüssigunze kleiner, aber Gill, Pint, Quart und Gallone größer, als ihr amerikanisches Pendant.
Im Apothekensystem wurden nur minim, scruple, drachm, ounce, pint und gallon benutzt.
Tabelle
Bier und Wein
Aus den beiden tierce entstand über Umwege das heute noch gebräuchliche (petrol) barrel.
Die deutschen Entsprechungen Eimer, Ohm und Oxhoft gab es bspw. ganz ähnlich in Größe und Definition in Preußen.
Küche
Besonders in der nordamerikanischen Küche sind die Größen genau festgelegt, inzwischen sind die entsprechenden Behältnisse allerdings meist metrisch (5, 15, 250 ml).
Manche Köche und Kochbücher verwenden andere Definition (z.B. 1 tbsp. = ½ Imp.fl.oz). Die Größen dessertspoon, saltspoon und tea cup sind eher selten.
Flaschen
Seit 1979 basieren die (Schaum-)Weinflaschen in den USA auf dreiviertel Liter statt auf einer fünftel Gallone, allerdings änderten sich die Größen einiger anderer Flaschengrößen stärker.
Massemaße
Formelzeichen: m
Die Grundeinheit des ursprünglich (ungefähr 15. Jahrhundert) aus Frankreich stammenden Gewichtsystems ist das pound (Avoirdupois), das seit 1960 in den USA, Kanada und dem UK einheitlich festgelegt ist auf 453,59237 g. Davor war das britische Pfund seit 1878 32 µg leichter (453,592 338 g) als das 1893 definierte nordamerikanische Pfund, welches nur 0,000 007% vom aktuellen abweicht.
Daneben existiert im Münz- und Edelmetallwesen das Troy-System mit einem Pfund, das 5760 statt 7000 grains schwer ist, und bis ins 19. Jahrhundert (UK Medical Act von 1858) ein Apothekersystem, das ebenfalls das leichtere pound (Troy) zu 12 ounces, aber scruple und dram statt pennyweight benutzte.
Normalerweise ergibt sich das verwendete System aus dem Kontext; im Zweifelsfall ist es das Avoirdupois-System, in den USA kurz und im UK lang. Zur Unterscheidung werden ggf. short bzw. long (selten auch net und gross) vor und (Avoirdupois), (Troy) bzw. (apothecaries) hinter die Einheit gestellt.
Die Einheiten stone und hundredweight wurden im britischen Handel schon Jahrzehnte vor Einführung des metrischen Systems abgeschafft; Briten und Iren geben ihr Körpergewicht dennoch oft in stone und pound sowie ihre Größe in feet und inch an. Die langen (long) Einheiten resultieren aus der späteren Einführung des stone zu 14 pound in Großbritannien und waren dort gebräuchlicher als in den Kolonien. Nach anderen Quellen sind die short-Einheiten das Resultat einer teilweisen Dezimalisierung des Systems im Nordamerika des 18. Jahrhunderts, nach Vorbild diverser Zentner (centner) und Quintale zu 100 Pfund auf dem europäischen Festland.
Wolle
Nur das hundredweight und stone gibt es auch im normalen, »langen« englischen Gewichtssystem (s.o.).
Getreide
Trotz der Namen (bushel) wird Getreide auch in den USA inzwischen nach Gewicht bemessen.
Zeit
Die einzige englische Zeiteinheit, die heutzutage noch manchmal anzutreffen ist, ist fortnight (aus »fourteen nights«), zum Beispiel bei zweiwöchentlichen Fernsehprogrammen.
Temperatur
Traditionell ist im englischen Sprachraum die Temperaturskala von Fahrenheit verbreiteter als die von Celsius. Sie unterscheiden sich im Startpunkt
: 0 °C = 32 °F = 273,15 K,
: 0 °F = −17 7⁄9 °C = ca. 255,37 K
und in der Größe eines Grads, die allerdings in einer einfachen linearen Beziehung zueinander stehen:
: 1 °F = 5 ⁄ 9 °C = 5 ⁄ 9 K.
Abgeleitete Einheiten
Geschwindigkeit
Formelzeichen: v
Mit der internationalen Seemeile sinkt ein Knoten lediglich um 1,184 m/h oder 329 µm/s.
Kraft
Formelzeichen: F
Umgangssprachlich fällt die Unterscheidung zwischen pound und pound-force häufig unter den Tisch, auch ist die Definition nicht offiziell. Daneben gibt es seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein technisches Pfund-Fuß-Sekunde-System in dem pound die Krafteinheit ist und die Masseeinheit slug heißt.
Das poundal gibt es mindestens seit 1879.
Siehe auch: Kilopond
Druck
Formelzeichen: p
Energie
Formelzeichen: W oder E
Neben der 15-Grad-Kalorie gibt es noch einige weitere, siehe dazu Kalorie.
Das quad bedeutet quadrillion BTU, wobei die amerikanische Quadrillion gemeint ist, also 1015 BTU.
Leistung
Formelzeichen: P
Die deutsche Pferdestärke ist als 75 kp·m/s definiert und mit 735,498 750 Watt etwas kleiner als die britische horse power; sie wird manchmal als metric horsepower, also metrische Pferdestärke, bezeichnet.
Weblinks
- [http://www.sizes.com/units/imperial_sys.htm Imperial Measure]
Kategorie:Alte Maße und Gewichte
Kategorie:USA
Kategorie:Großbritannien
!
ja:ヤード・ポンド法
Kategorie:Angloamerikanische EinheitKategorie:Maßeinheit Mosque city of BagerhatMosque City of Bagerhat is one of the three World Heritage Sites in Bangladesh. It is located in the Bagerhat District in south-west Bangladesh. It was declared by UNESCO as a World heritage site in 1983.
History
See also
- World Heritage Site
- Bagerhat District
- Khan Jahan Ali
Category:History of Bangladesh
Category:World Heritage Sites
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Track listing - CD 1
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# "Rules" (Mendez/Shakira) - 3:40
# "The One" (Ballard/Shakira) - 3:43
# "Ready for the Good Times" (Mendez/Shakira) - 4:14
# "Fool" (Buckley/Shakira) - 3:51
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