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Galaktisches Zentrum

Galaktisches Zentrum

Als Galaktisches Zentrum wird das Massenzentrum unserer Milchstraße bezeichnet. Es liegt im Sternbild Schütze, wo auch das sichtbare Band der Milchstraße am dichtesten erscheint. Das Galaktische Zentrum enthält das nächste uns bekannte supermassereiche schwarze Loch und zeigt andere ungewöhnliche astrophysikalische Phänomene.

Verborgen hinter Dunkelwolken

Das Sternbild Schütze (lat. Sagittarius) enthält zwar besonders viele Sterne und Nebel, doch das galaktische Zentrum selbst ist hinter dunklen Staubwolken der interstellaren Materie verborgen. Im sichtbaren Licht kann es daher nicht beobachtet werden. Sichtbares Licht wird auf dem Weg vom galaktischen Zentrum zur Erde um etwa 30 Magnituden (Faktor 1012) abgeschwächt.
Mit längerwelliger Strahlung (Infrarot und Radiowellen) sowie im harten Röntgenbereich sind jedoch Beobachtungen möglich, da diese Bereiche des elektromagnetischen Spektrums Staub wesentlich besser durchdringen. Außerdem stellt das Galakische Zentrum den Mittelpunkt der galaktischen Rotation aller im Milchstraßensystem vorhandenen Körper dar und kann als solches indirekt erschlossen werden (Zum Aufbau unserer Milchstraße siehe Milchstraße). Die Entfernung zum Zentrum der Milchstraße (ca. 8 kpc) ist 100 bis 1000fach kleiner als die zu den Kernen der nächsten vergleichbaren Galaxien. Es kann deshalb sehr viel genauer untersucht werden. Zum Beispiel können die Eigenschaften und Bewegungen einzelner Sterne bestimmt werden.

Radio-, Infrarot-, und Röntgenstrahlung

Schon am Beginn der Entwicklung der Radioastronomie gelang 1931 durch Karl Guthe Jansky der Nachweis von Radiostrahlung aus der Richtung des galaktischen Zentrums. Spätere Beobachtungen lösten diese Emission in verschiedene Radioquellen unterschiedlicher Natur auf. Eine dieser Quellen, Sagittarius A (West), ist eine annähernd spiralförmige Struktur ionisierten Gases von etwa 2 pc Größe. Sie ist umgeben von einem Ring kälterer molekularer interstellarer Materie. Innerhalb von Sagittarius A befindet sich die sehr kompakte Radioquelle Sagittarius A
-
. Diese Quelle bei Rektaszension 17h45m40.04s und Deklination -29º 00' 28.1" (J2000.0) liegt im Zentrum der Milchstraße. Seit den 1960er Jahren wurde mit zunehmender Fortentwicklung der Infrarotastronomie das Galaktische Zentrum zu einem ihrer bevorzugten Ziele. Es zeigte sich ein nach innen hin zunehmend dichter werdender Sternhaufen, dessen Zentrum bei Sagittarius A
- liegt. Überraschenderweise sind viele Sterne in den innersten 0.5 pc junge, heiße Sterne. Es ist noch nicht voll verstanden, wie sie unter den dortigen extremen Bedingungen entstehen konnten oder aber während ihrer Lebensdauer von nur wenigen Millionen Jahren dort hin gelangen konnten. Gegen Ende der 1990er-Jahre gelang mit Aufnahmen des Röntgensatelliten Chandra zum ersten Mal auch der Nachweis von Röntgenstrahlung von Sagittarius A
- . Frühere Röntgenteleskope hatten zwar schon Emission aus dem Gebiet des galaktischen Zentrums festgestellt, deren Zuordnung wegen schlechterer Winkelauflösung aber nicht geklärt war.

Das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße

Schwarze Löcher werden in der Astronomie als Energiequelle aktiver galaktischer Kerne weitestgehend akzeptiert, und werden heute im Kern jeder hellen elliptischen Galaxie und jedes Bulges einer Spiralgalaxie vermutet. Nötig ist aber zumindest in Einzelfällen der direkte Nachweis der Schwerkraftwirkung des Schwarzen Lochs in einer Art die andere Erklärungen ausschließt. Das Galaktische Zentrum bietet hier den heute vermutlich stärksten Beweis. Anzeichen für ein schwarzes Loch ergeben sich durch die Eigenschaften der Radioquelle Sagittarius A
-
. Sie strahlt sehr hell aus einem sehr kleinen Gebiet, was nicht durch andere Arten von Radioquellen zu erklären ist. Dieser Nachweis ist aber noch indirekt. Die geringe Eigenbewegung von SgrA
- - im wesentlichen sieht man nur die Widerspiegelung des Umlaufs der Sonne um das Galaktische Zentrum - deutet auf ein sehr massereiches Objekt hin. Ein Objekt mit geringer Masse sollte sich wie die Sterne im zentralen Sternhaufen sehr rasch am Himmel bewegen, wenn es sich nicht gerade zufällig genau auf die Sonne zubewegt. Der beste Nachweis für ein schwarzes Loch kommt aus der Bewegung von Materie unter dem Einfluß seiner Schwerkraft. Schon in den späten 1970er Jahren hatten Charles H. Townes und Mitarbeiter rasche Gasbewegungen im Galaktischen Zentrum nachgewiesen, hier blieben aber noch letzte Zweifel da Gas auch anderen Kräften als der Schwerkraft unterliegen kann (zum Beispiel durch Magnetfelder oder Sternwinde), und die räumliche Auflösung nicht voll genügte. Seit den 1990er Jahren haben deshalb deutsche und amerikanische Forschergruppen die Bewegung der Sterne des zentralen Sternhaufens mit immer höherer räumlicher Auflösung untersucht. Zur Korrektur der Luftunruhe wurde zunächst Speckle-Interferometrie und dann adaptive Optik eingesetzt. Die Zunahme der Bewegungsgeschwindigkeiten der Sterne in der Nähe der zentralen Masse konnte damit bis unter 0.1 Bogensekunden Abstand verfolgt werden. Die Masse des schwarzen Lochs ergibt sich damit zu 3 bis 4 Millionen Sonnenmassen. Andere Möglichkeiten als ein Schwarzes Loch um soviel Masse in ein so kleines Volumen zu packen wären nicht über das Alter der Milchstraße stabil. Seit 2001 sind im Röntgen- und Infrarotbereich wiederholt Helligkeitsausbrüche von typischerweise einer bis wenigen Stunden Dauer aus der unmittelbaren Umgebung des Schwaren Lochs beobachtet worden. Ihr kurzfristiges Flackern enthält möglicherweise Information über die Raumzeit bei nur wenigen Schwarzschildradien Entfernung vom Schwarzen Loch.

Siehe auch

Milchstraße, Schwarzes Loch, Sagittarius A
-

Weblinks


- Real Video: [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990509.rm Gibt es schwarze Löcher in der Milchstraße?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)
- [http://www.nzz.ch/2002/10/23/ft/page-article8H61Y.html Schwarzes Loch im galaktischen Zentrum]
- [http://www.mpe.mpg.de/ir/GC/ Galaktisches Zentrum - Seite am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (engl.)] Kategorie:Milchstraße ja:銀河核

Milchstraße

Milchstraße ist die Bezeichnung für die bandförmige Aufhellung am Nachthimmel, die als hervortretende Symmetrieebene des Milchstraßensystems nahezu längs eines Großkreises die Himmelskugel umspannt. Der Begriff steht gelegentlich auch als abkürzende Bezeichnung für das Milchstraßensystem selbst, auch Galaxis genannt. Das Sternensystem vom Typ einer Spiralgalaxie ist die Heimat unseres Sonnensystems. Andere, extragalaktische Sterneninseln werden Galaxie genannt.

Herkunft der Bezeichnung

Die Bezeichnung Galaxis kommt von dem griechischen Wort galaxías, abgeleitet von gála, gálaktos „Milch“, und bedeutet ebenfalls „Milchstraße“. Die "Milch" soll dem Mythos nach von der den Herakles stillenden Hera über den Himmel verspritzt worden sein, als dieser zu ungestüm zubiss.

Erscheinungsbild

Hera Hera Hera Das Band der Milchstraße erstreckt sich als unregelmäßig breiter, schwach milchig-heller Streifen über das Firmament. Seine Erscheinung rührt daher, dass in ihm mit bloßem Auge keine Einzelsterne wahrgenommen werden, sondern eine Vielzahl lichtschwacher Sterne. Um es zu sehen, sind sehr gute Beobachtungsbedingungen nötig, wie klare Luft und das Fehlen von künstlichen Lichtquellen innerhalb einiger Kilometer um den Beobachtungsort. Darüber hinaus gehören alle der rund 6.000 am Nachthimmel mit bloßem Auge sichtbaren Sterne zum Milchstraßensystem.

Aufbau unserer Galaxis

Das Milchstraßensystem ist eine vier- oder fünfarmige Balkenspiralgalaxie. Sie besteht aus etwa 300 Milliarden Sternen und großen Mengen interstellarer Materie, die nochmals 600 Millionen bis einige Milliarden Sonnenmassen ausmacht. Die Masse dieses inneren Bereichs der Galaxis wird mit ungefähr 3,6×1041 kg veranschlagt. Ihre Ausdehnung in der galaktischen Ebene beträgt etwa 100.000 Lichtjahre (30 kpc), die Dicke der Scheibe etwa 3.000 Lichtjahre (920 pc) und die der zentralen Ausbauchung (engl. Bulge) etwa 16.000 Lichtjahre (5 kpc). Aus der Bewegung interstellaren Gases und der Sternverteilung im Bulge ergibt sich für diesen eine längliche Form. Die Milchstraße ist also vermutlich eine Balkenspiralgalaxie vom Hubble-Typ SBc. Gemäß einer Bestimmung mithilfe des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer ist die Balkenstruktur mit einer Ausdehnung von 27.000 Lichtjahren überraschend lang. Umgeben ist die Galaxis vom kugelförmigen galaktischen Halo mit einem Durchmesser von etwa 165.000 Lichtjahren (50 kpc), einer Art von galaktischer „Atmosphäre“. In ihm befinden sich neben den etwa 150 Kugelsternhaufen nur weitere alte Sterne und Gas sehr geringer Dichte. Dazu kommen große Mengen Dunkle Materie mit etwa 1 Billion Sonnenmassen. Zur ersten Vorstellung der Scheibenform gelangte bereits Wilhelm Herschel im Jahr 1785 aufgrund systematischer Sternzählungen (Stellarstatistik). Man bekommt eine anschauliche Vorstellung von der Größe unserer Galaxis mit ihren 300 Milliarden Sternen, wenn man sie sich im Maßstab 1:1017 verkleinert als Schneetreiben auf einem Gebiet von 10 km Durchmesser und einer Höhe von etwa 1 km im Mittel vorstellt. Jede Schneeflocke entspricht dabei einem Stern und es gibt etwa 3 Stück pro Kubikmeter. Unsere Sonne hätte in diesem Maßstab einen Durchmesser von etwa 10 nm, wäre also kleiner als ein Virus. Selbst die Plutobahn läge mit einem Durchmesser von 0,1 mm an der Grenze der visuellen Erkennbarkeit. Pluto selbst hätte ebenso wie die Erde lediglich atomare Dimension. Damit demonstriert dieses Modell auch die ungeheuer geringe Massendichte im Kosmos, die im Widerspruch zu den beeindruckenden Fotos von Galaxien als dichten Feuerrädern zu stehen scheint.

Lage der Sonne im Milchstraßensystem

Die Sonne umkreist das Zentrum des Milchstraßensystems in einem Abstand von 25.000 bis 28.000 Lichtjahren und befindet sich etwa 15 Lichtjahre nördlich der Mittelebene der galaktischen Scheibe. Für einen Umlauf um das Zentrum der Galaxis, das so genannte Galaktische Jahr, benötigt sie 220 bis 240 Millionen Jahre, was einer Rotationsgeschwindigkeit von etwa 220 km/s entspricht. Die Erforschung dieser Rotation ist mittels der Eigenbewegung und der Radialgeschwindigkeit vieler Sterne möglich; aus ihnen wurden um 1930 die Oortschen Rotationsformeln abgeleitet. Die Sonne befindet sich zwischen dem sog. »Perseus-« und dem »Sagittariusarm« im »lokalen« oder »Orionarm« (braun in der Abbildung), der aber vermutlich kein vollständiger Spiralarm ist. Im Verhältnis zu dieser unmittelbaren Umgebung bewegt sich die Sonne mit etwa 30 km/s in Richtung des Sternbildes Herkules.

Zentrum

Das Zentrum der Milchstraße liegt im Sternbild Schütze und ist hinter dunklen Gaswolken verborgen, so dass es im sichtbaren Licht nicht direkt beobachtet werden kann. Beginnend in den 1950er Jahren ist es gelungen, im Radiowellenbereich sowie mit Infrarotstrahlung und Röntgenstrahlung zunehmend detailreichere Bilder aus der nahen Umgebung des galaktischen Zentrums zu gewinnen. Man hat dort eine starke Radioquelle entdeckt, bezeichnet als Sagittarius A
-
, die aus einem sehr kleinen Gebiet strahlt. Damit wird die Vermutung erhärtet, dass sich im Zentrum der Galaxis ein supermassives schwarzes Loch befindet.

Umgebung

Mit der Andromeda-Galaxie und einigen anderen kleineren Galaxien bildet die Milchstraße die lokale Gruppe. Um das Milchstraßensystem herum sind einige irreguläre Zwerggalaxien versammelt. Die bekanntesten davon sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke, mit denen die Milchstraße über eine etwa 300.000 Lichtjahre lange Wasserstoffgasbrücke, dem magellanschen Strom, verbunden ist.

Alter

Neusten Messungen aus dem Jahre 2004 zufolge ist das Milchstraßensystem etwa 13,6 Milliarden Jahre alt. Die Genauigkeit dieser Abschätzung, die das Alter anhand des Berylliumanteils einiger Kugelsternhaufen bestimmt, wird mit etwa 800 Millionen Jahren angegeben.

Siehe auch

Astronomie, Kosmologie, Astronomisches Objekt, Urknall, Universum, Iringsweg

Literatur


- Cuno Hoffmeister: Der Aufbau der Galaxis. Akademie-Verlag, Berlin (1966)

Weblinks


- [http://www.sm.go.dlr.de/~hmai/vsw/vsw_milchstr.html Die Milchstraße]
- [http://seds.lpl.arizona.edu/messier/more/mw.html The Milky Way Galaxy]
- [http://www.extrasolar-planets.com/astronomie/milky_way.php extrasolar-planets.com - Milchstraße] (dt.)

Videos


- Real Video: [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990214.rm Wie ist unsere Milchstraße aufgebaut?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri) Kategorie:Individuelle Galaxie Kategorie:Milchstraße ja:銀河系 ko:우리 은하 simple:Milky Way th:ทางช้างเผือก

Schütze (Sternbild)

Das Sternbild des Schützen (Sagittarius) ist eines der Sternbilder der Ekliptik, durch das die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel verläuft. Es war ursprünglich mit dem Tierkreiszeichen gleichen Namens identisch, hat sich jedoch aufgrund der Präzession gegen dieses verschoben. Das Sternbild ist es am besten in Sommernächten zu beobachten. Im Zentrum dieses Sternbildes liegt der Asterismus des Milchlöffels (auch "Die Teekanne" genannt).

Messier- und NGC-Objekte

Im Sternbild Schütze liegt das Zentrum der Milchstraße, deshalb gibt es dort viele im Messier- und NGC-Katalog verzeichnete Nebel und Sternhaufen. Aus dem selben Grund kann man kaum extralgalaktische Objekte in diesem Sternbild finden. Die einzige hellere Galaxie im Schützen ist Barnards Galaxie (NGC 6822), eine Zwerggalaxie der Lokalen Gruppe.
- M 8, Lagunennebel
- M 17
- M 18
- M 20 Trifidnebel
- M 21
- M 22
- M 23
- M 24
- M 25
- M 28
- M 54
- M 55
- M 69
- M 70
- M 75
- NGC 6522
- NGC 6543
- NGC 6544
- NGC 6546
- NGC 6553
- NGC 6568
- NGC 6595
- NGC 6645
- NGC 6649
- NGC 6652
- NGC 6716
- NGC 6720
- NGC 6723
- NGC 6818 Planetarischer Nebel
- NGC 6822 Einzige bemerkenswerte Galaxie im Sternbild Schütze

Benannte Sterne


- Rukbat, α Sag
- Nash, γ Sag
- Kaus Medius, δ Sag
- Kaus Australis, ε Sag
- Askella, ζ Sag
- Kaus Borealis, λ Sag
- Albaldah, π Sag
- Nunki, σ Sag siehe auch: Sagittarius A
-
Kategorie:Anerkanntes Sternbild ja:いて座 ko:궁수자리 th:กลุ่มดาวคนยิงธนู

Dunkelwolke

Als Dunkelwolken oder Dunkelnebel werden in der Astronomie große Wolken interstellarer Materie bezeichnet, die das Licht dahinterliegender Objekte absorbieren. Sie lassen sich beobachten, wenn sie Hintergrundsterne abdunkeln oder völlig ausblenden (zum Beispiel Kohlensack), oder wenn sie Teile von Emissions- oder Reflexionsnebeln verdecken (zum Beispiel Pferdekopfnebel). Die Form solcher Dunkelwolken ist höchst irregulär, ohne klar definierte Außengrenzen und mit manchmal verschlungener Gestalt. Die größten Dunkelwolken sind mit bloßem Auge als dunkle Flecken gegen den helleren Hintergrund der Milchstraße wahrnehmbar. Der Wasserstoff in diesen undurchsichtigen Wolken liegt in Form von Molekülen vor. Die größten Wolken dieses Typs, sogenannte Riesenmolekülwolken (giant molecular clouds, GMC), beinhalten die millionenfache Masse der Sonne. Sie machen einen erheblichen Anteil der Masse im interstellaren Medium aus, sind bis zu 150 Lichtjahre groß und besitzen eine durchschnittliche Dichte von 100 bis 300 Molekülen pro cm³ sowie eine innere Temperatur von nur 7 bis 15 K. Molekülwolken bestehen hauptsächlich aus Gas und Staub, können aber auch eine große Zahl von Sternen einschließen. Die Wolkenzentren sind im sichtbaren Licht völlig unsichtbar, können aber durch Mikrowellenstrahlung der enthaltenen Moleküle wahrgenommen werden. Diese Art von Strahlung wird nicht vom Staub absorbiert und kann aus der Wolke austreten. Das Wolkenmaterial weist Verdichtungsgebiete unterschiedlichster Größen auf, von Sternmassen bis hin zu Lichtjahr großen Gebilden. Die Wolken besitzen ein inneres Magnetfeld, das ihrer Eigengravitation entgegenwirkt. Man vermutet, dass im Inneren von Dunkelwolken hoher Dichte, den sogenannten Globulen, Sterne entstehen. GMCs spielen eine wichtige Rolle in der Dynamik der Galaxis: Wenn ein Stern nahe einer solchen Wolke vorbeizieht, sorgt ihre beträchtliche Anziehungskraft für eine nicht zu vernachlässigende Perturbation seines Orbits. Nach wiederholten Begegnungen dieser Art besitzt ein Stern mittleren Alters signifikante Geschwindigkeitskomponenten in verschiedene Richtungen, anstelle des fast kreisförmigen Orbits eines neu entstandenen Sterns (junge Sterne haben den selben Orbit wie die GMC, in der sie entstanden sind). Dies verschafft Astronomen ein weiteres Werkzeug zur Altersbestimmung von Sternen und hilft, die beobachtbare Dicke der galaktischen Scheibe zu erklären. Die Natur der Dunkelwolken wurde von dem Astronom Edward Emerson Barnard entdeckt. In dem nach ihm benannten Barnard-Katalog von Dunkelwolken sind über 300 von ihnen verzeichnet. So trägt beispielsweise der berühmte Pferdekopfnebel die Katalognummer B 33. Siehe auch: Astronomische Objekte, Globule Kategorie:Interstellare Materie

Licht

Licht ist der Teil der elektromagnetischen Strahlung, die vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. Dies sind die elektromagnetischen Wellen im Bereich von etwa 380-780 Nanometer (nm) Wellenlänge. Die unterschiedliche Empfindlichkeit von Pigment-Molekülen (Blau, Grün-Gelb, Orange-Rot) in verschiedenen Sehzapfenarten und Stäbchen des menschlichen Auges für verschiedene Wellenlängen (V(λ)-Kurve) ist Thema der Fotometrie. Während die Sehzapfen für Farbsehen verantwortlich sind, registrieren die Sehstäbchen in der Netzhaut mit den Retinal-Molekülen unter Rhodopsin-Abspaltung bei Photonen-Einfang die Lichtstärke. Wenn Elektronen vom einem höheren Energieniveau auf ein niedrigeres Energieniveau springen, werden Photonen emittiert, diese können vom Menschen als Licht wahrgenommen werden (Lumineszenz). Meist wird die Energie beim Rückfallen auf das niedrigere Niveau allerdings als Bewegungsenergie oder thermische Energie (Infrarotstrahlung) abgegeben. Bei den Autotrophen Organismen wird der freiwerdende Energiebetrag in chemischen Verbindungen gebunden (siehe Fotosynthese). Die Farbwirkung des physiologischen Sehens entsteht durch die Absorption einzelner Wellenlängen durch einen organischen oder anorganischen Farbstoff, oder durch die Beugung des weißen Lichtes an einem Kristallgitter. Werden bestimmte Wellenlängen absorbiert, entsteht aus den verblieben Wellenlängen der Farbeindruck (Komplementärfarbe). Ein grünes Blatt absorbiert demnach nicht im Wellenlängenbereich "grün" sondern im komplementären bereich "rot" (680 nm) und "blau" (430 nm). Siehe hierzu Chlorophyll. Bei organischen Farbstoffen können die delokalsierten Pi-Elektronensysteme durch Frequenzen im sichtbaren Bereich auf ein höheres Niveau gehoben werden. Dadurch werden je nach Molekül bestimmte Wellenlängen absorbiert. Bei anorganischen Farbstoffen werden Elektronen aus den d-Orbitalen in energetisch höher gelegene d-Orbitale angeregt (Ligandenfeldtheorie) oder sie wechseln ihre Position zwischen Zentralion und Ligand innerhalb eines Komplexes (Charge-Transfer-Komplexe). Siehe hierzu: Komplexchemie. Das in der Umwelt vorkommende Licht ist eine Mischung unterschiedlicher Wellenlängen. Durch ein Beugungsgitter oder ein Prisma kann man dieses polychromatische Licht in monochromatisches Licht (Licht einer Wellenlänge) zerlegen. Jeder dieser monochromatischen Lichtkomponenten entspricht ein spezifischer menschlicher Farbeindruck, die so genannten Spektralfarben oder Regenbogenfarben. In der Reihenfolge zunehmender Wellenlänge findet man: Wellenlänge Die Übergänge zwischen Farben sind fließend, der persönliche Farbeindruck einzeln benennbarer abzählbarer Farben ist subjektiv und durch Sprache, Tradition sowie Denken bedingt. Die in verschiedenen Sprachen (ursprünglich) vorkommenden Wörter für Farben belegen diese Subjektivität. Die einzelnen Farbbereiche enthalten jeweils verschiedene Farbtöne. So ist der Zwischenbereich zwischen Blau und Grün etwa mit Türkis oder Cyan zu bezeichnen. Andere wahrgenommene Farben (beispielsweise Braun) ergeben sich bei Licht, in dem mehrere Wellenlängen vorkommen (additive Farbmischung) oder durch subtraktive Farbmischung aus gefiltertem weißem Licht. Elektromagnetische Strahlung jenseits der menschlichen Grenze der Sichtbarkeit mit höherer Frequenz bzw. niedrigerer Wellenlänge als violett wird bis zu einer bestimmten Frequenz als Ultraviolett- oder UV-Strahlung bezeichnet; solche mit niedrigerer Frequenz bzw. höherer Wellenlänge als rot bis zu einer bestimmten Wellenlänge als Infrarotstrahlung. Die Bandbreite des sichtbaren Lichts bei Tieren weicht zum Teil erheblich vom menschlichen Sehen ab. Neben der Wellenlänge beziehungsweise Farbe ist Licht noch durch die Kohärenz, Interferenz und die Polarisation und weitere messbare Parameter charakterisiert. Eine der Hauptquellen des Lichtes ist die Sonne. Künstliche Lichtquellen sind beispielsweise Glühlampen, Leuchtstoffröhren, Leuchtdioden, Laser und chemisches Licht. Begrenzt lichtdurchlässige (nicht transparente) Gegenstände werden auch als "opaque" oder "opak" bezeichnet. Der Grad der Lichtdurchlässigkeit wird dann als Grad der "Opazität" bezeichnet. Licht wird im erklärenden Modell als Welle beschrieben oder alternativ als Strom von Teilchencharakter. Dieser Welle-Teilchen-Dualismus des Lichtes entzieht sich einer geschlossenen Interpretation, ist aber im Rahmen der Quantenphysik mathematisch präzise beschreibbar. Lichtteilchen werden als Photonen bezeichnet. Sie besitzen keine Ruhemasse und bewegen sich im Vakuum stets mit Lichtgeschwindigkeit.

Licht in der Gesellschaft

Licht ist, wie Feuer, eines der bedeutendsten Phänomene primitiver Kulturen. Künstlich erzeugtes Licht aus Lampen wird allgemein eingesetzt. Es ermöglicht dem Menschen ein angenehmes und sicheres Leben auch bei terrestrischer Dunkelheit (Nacht) und in gedeckten Räumen (Höhlen, Gebäude). Technisch wird die Funktionsgruppe, die Licht erzeugt, als Lampe bezeichnet. Der Halter für die Lampe bildet mit dieser eine Leuchte. Dieses Wort wird auch als Bezeichnung für intelligente Menschen verwendet und lässt die Bedeutung von Intelligenz für die Sozialisation von Individuen in der Gruppe erkennen. Ein Mangel an Intelligenz wird mit geistiger Dunkelheit gleichgesetzt.

Licht unter freiem Himmel

Licht unter freiem Himmel hat bei Dunkelheit eine Hilfsfunktion für die terrestrische Navigation (Fußgänger, Autofahrer), als optisches Signal oder für Schmuck- und Werbezwecke. Es zählt als ein Umweltfaktor zu den Immissionen i.S. des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) (Deutschland). Lichtimmissionen von Beleuchtungsanlagen können das Wohn- und Schlafbedürfnis von Menschen und Tieren erheblich stören und auch technische Prozesse behindern. Entsprechend sind in der sog. "Licht-Richtlinie" der Länder (Deutschland) Maßstäbe zur Beurteilung der (Raum-)Aufhellung und der (psychologischen) Blendung fest gelegt. Besonders störend kann intensiv farbiges oder blinkendes Licht wirken. Zuständig sind bei Beschwerden die Umwelt- bzw. Immissionsschutzbehörden der Länder (Deutschland). Negative Auswirkungen betreffen die Verkehrssicherheit (Navigation bei Nacht, physiologische Blendung z. B. durch falsch eingestellte Autoscheinwerfer oder durch Flächenbeleuchtungen neben Straßen). Einflüsse auf die Tierwelt (z. B. Anziehen nachtaktiver Insekten, Störung des Vogelflugs bei Zugvögeln) und die allgemeine Aufhellung der Atmosphäre (Lichtverschmutzung, z. B. unmögliche astronomische Beobachtung infolge Streuung des Lampenlichts in der Atmosphäre des Nachthimmels).

Nachweis

Licht kann am einfachsten mit dem Auge nachgewiesen werden, oder mit verschiedenen Instrumenten durch optische Detektoren, wie fotografischem Film oder mit speziellen Strahlungsdetektoren oder Sensoren oder mittelbar durch chemische oder biologische Prozesse wie die Photosynthese oder die Photolyse oder durch physikalische Vorgännge, wie Fluoreszenz oder Photo-Lumineszenz. Sensoren enthalten meist Halbleiterdetektoren, welche Licht in elektrische Spannung umwandeln. Komplexe Sensoren (line arrays / Zeilensensoren und matrix arrays / Flächensensoren), die auch in Scannern und Digitalkameras als Aufnahmeelement dienen.

Größen und Einheiten


- Lichtgeschwindigkeit
- Lichtstrom (Lumen)
- Lichtmenge (Lumensekunde)
- Lichtstärke (Candela)
- Leuchtdichte (Candela/m²)
- Beleuchtungsstärke (Lux)
- Lichtdruck (Optik) (Newtonsekunde)
- Lichtfarbe (Kelvin)
- Lichtjahr (Lj/ly)

Siehe auch


- Reflexion (Physik), Brechung (Physik), Absorption (Physik), Polarisation, Welle (Physik), Elektromagnetische Welle
- eine Lichtquelle (offenes Licht; grünes Licht geben, die Hintergrundbeleuchtung flackerte)
- Polychromatisches Licht
- Diffuses Licht
- Natürliches Licht
- Polarisiertes Licht
- Licht am Tag
- Marfa-Lichter, ungewöhnliche Lichterscheinungen
- Nordlicht
- Erstes Licht, Astronomie
- Tscherenkow-Licht
- Tageslicht
- Glanzlicht
- Lichtfarbe
- Lichtsignal
- Fördergemeinschaft Gutes Licht
- Mehr Licht

Literatur


- Albert Einstein: Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt.", Annalen der Physik, 1905, Seiten 132-148 (Mit diesem Beitrag begründete Einstein den Welle-Teilchen-Dualismus des Lichts)
- Klaus Hentschel:
Einstein und die Lichtquantenhypothese. Naturwissenschaftliche Rundschau 58(6), S. 311 - 319 (2005),
- Thomas Walther, Herbert Walther:
Was ist Licht? Von der klassischen Optik zu Quantenoptik, Verlag C.H.Beck, München, 1999, ISBN 3-406-44722-8
- Sidney Perkowitz:
Eine kurze Geschichte des Lichts. Die Erforschung eines Mysteriums, Deutscher Taschenbuch Verlag, aus dem Amerikanischen übersetzt von Hainer Kober, München, 1998, ISBN 3-423-33020-1, amerik. Originalausgabe New York, 1996, ISBN 0-8050-3211-8

Weblinks

Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=040204.rm Was war der Äther?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=020317.rm Wird Licht müde?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=021208.rm Was ist Licht?]
- [http://www.kisc.meiji.ac.jp/~mmandel/recherche/licht.html Nachweise zum Thema Licht]
- [http://www.infoline-licht.de/ Infoline-Lichtplanung] - Online-Lexikon mit Basiswissen, Beispielen, Terminen, Adressen, etc. Kategorie:Optik Kategorie:Elektrodynamik Kategorie:Wellenlehre ja:光 ko:빛 ms:Cahaya simple:Light th:แสง


Infrarotstrahlung

Als Infrarotstrahlung (kurz IR-Strahlung) bezeichnet man in der Physik elektromagnetische Wellen im Spektralbereich zwischen sichtbarem Licht und der langwelligeren Mikrowellenstrahlung. Dies entspricht einem Wellenlängenbereich von etwa 780 nm bis 1 mm. Bei kurzwelliger IR-Strahlung spricht man oft von "Nahinfrarot" (NIR), bei Wellenlängen von ca. 5...20 Mikrometer von "mittlerem Infrarot" (MIR). Extrem langwellige IR-Strahlung bezeichnet man als "Ferninfrarot" (FIR). Sie grenzt an den Bereich der Terahertzstrahlung. Technisch wird unterschieden in:
- nahes Infrarot: near infrared NIR, IR-A DIN, 0,7 – 1,4 µm – beschränkt durch die Wasserabsorption und in der Telekommunikation verwendet, aufgrund der geringen Absorption und Dispersion von Glasfasern
- kurzwelliges IR: short wavelength IR SWIR, IR-B DIN, 1,4 – 3 µm Die Wasserabsorption steigt bei 1450 nm stark an
- mittelwelliges Infrarot: mid wavelength IR MWIR, IR-C DIN, auch Zwischen-IR: intermediate-IR (IIR), 3 – 8 µm
- langwelliges IR: long wavelength IR LWIR, IR-C DIN, 8 – 15 µm)
- fernes Infrarot: far infrared FIR, 15 – 1000 µm Die Begriffe sind nicht immer so eindeutig wie für den sichtbaren Bereich definiert und werden teils durch die Anwendungen oder spezielle physikalische Phänomene bestimmt, weshalb es mehrere unterschiedliche Bezeichnungen gibt.

Geschichte

Die IR-Strahlung wurde im Jahre 1800 von Wilhelm Herschel entdeckt, indem er Sonnenlicht durch ein Prisma lenkte und hinter dem roten Ende des sichtbaren Spektrums ein Thermometer legte. Aus dem beobachteten Temperaturanstieg schloss er, dass sich das Sonnenspektrum jenseits des Roten fortsetzt. Umgangssprachlich wird IR-Licht oft mit Wärmestrahlung gleichgesetzt. Breitbandige IR-Quellen sind thermische Strahler wie beispielsweise Glühlampen und Heizstrahler. Selektivstrahler sind der Nernst-Stift, der Auer-Strumpf oder auch Hochdruck-Gasentladungslampen und auch Infrarot-LEDS. Als monochromatische, kohärente Quellen dienen Infrarotlaser (Halbleiterlaser, Nd:YAG-Laser, CO2-Laser). Zum Nachweis von IR-Strahlung aller Wellenlängen eigenen sich thermische Detektoren (Thermoelemente oder Bolometer). Im kurzwelligen Bereich werden Halbleiterdetektoren verwendet - auch Digitalkameras eignen sich dafür, wenn ihr IR-Sperrfilter nicht zu stark ausgelegt ist. Zur Aufnahme von IR-Bildern im nahen Infrarotbereich eignen sich auch spezielle fotografische Filme. Bei längeren Wellenlängen (mittleres Infrarot) werden gekühlte Halbleiterempfänger oder pyroelektrische Sensoren (Anwendung z. B. im PIR-Bewegungsmelder) verwendet. Bildgebende Sensoren haben für die Thermografie, die Infrarot-Astronomie (Blick durch interstellare Staubwolken möglich) und Nachtsichtgeräte Bedeutung.

Anwendungen

Anwendung in der Astronomie

In der Infrarotastronomie beobachtet man "kühle" Objekte (kälter als 1000 K), die in anderen Spektralbereichen kaum zu sehen sind, oder Objekte, die in oder hinter einer interstellaren Wolke liegen. Zusätzlich hilft die IR-Spektroskopie bei der Analyse der betrachteten Objekte.

Anwendung in der Computertechnik

Infrarotschnittstellen von PCs ermöglichen eine drahtlose Kommunikation mit Peripheriegeräten. Dabei war die Firma Hewlett Packard eines der ersten Unternehmen, das die Infrarot-Technik mit der EDV verbunden hat. Im Jahre 1979 integrierte man dort erstmals eine IR-Schnittstelle in einen Taschenrechner, um so eine Verbindung zu einem Drucker herzustellen. Im Jahre 1990 wurde dann erstmals eine IR-Schnittstelle in einen Desktop-PC integriert. Diese Schnittstelle wurde zu ihrem ersten Standard. Man nannte ihn somit Serial Infrared (Serielles Infrarot), abgekürzt SIR. Aus Geschwindigkeitsgründen ist dieser Standard heutzutage durch das abwärtskompatible Fast-IR abgelöst, welches jedes Desktop-Mainboard ab ungefähr Baujahr 2002 unterstützt (bzw. für den Anschluss eines solchen Senders/Empfängers vorbereitet ist). PDA's und Notebooks (ausser den meisten ganz neuen) haben ein solches Infrarotgerät eingebaut, ebenso wie einige Mobiltelefone (hier gilt für die neueren dasselbe wie für Notebooks). Des Weiteren liegt die Standardwellenlänge in der optischen Datenübertragung mittels Glasfasern mit 1550 nm im Infraroten.

Anwendung in der Chemie

IR-Strahlung regt Moleküle zu Schwingungen und Rotationen an. Die Infrarotspektroskopie (IR-Spektroskopie) ist ein physikalisches Analyseverfahren, das infrarotes Licht zur quantitativen Bestimmung von bekannten Substanzen oder Strukturaufklärung unbekannter Substanzen benutzt.

Anwendung in der Vermessung von Vegetation

Im nahen Infrarot besitzt Chlorophyll eine deutlich (ungefähr 6x) höherere Reflektivität als im sichtbaren (insbesondere grünen) Spektrum. Dieser Effekt wird zur Erkennung von Vegetation ausgenutzt. Hat man auf diese Weise Vegetation erkannt, kann sie (und nur sie) vermessen werden. Die Vermessung von Vegetation ist insbesondere für Autobahn- oder Straßenmeistereien, Gleisinfrastrukturbetreiber (z.B. DB Netz AG) oder Forstbetriebe von Bedeutung. Ragt Vegetation zu weit in das Lichtraumprofil von Fahrzeugen wird dies vom Vermessungssystem automatisch registriert.

Anwendung in der Medizin

Infrarotlicht wird in der Medizin häufig in Verbindung mit Lasertechnik genutzt. Die Einsatzgebiete umfassen dabei insbesondere die Haut-, Augen- und Zahnheilkunde (Messen, Veröden, Schneiden, Koagulieren, Lichttherapie).

Anwendung in der Automobiltechnik

Im Auto kann eine Infrarotkamera genutzt werden, um als Nachtsichtsystem die Sicherheit bei Nachtfahrten zu erhöhen. Hierbei wird das von einer Infrarotkamera aufgenommene Bild auf einem Display im Fahrzeuginneren dem Fahrer zur Verfügung gestellt. Entsprechende Systeme werden meist als "Night Vision" bezeichnet.

Anwendung in der Instandhaltung

In der modernen Instandhaltung von elektrischen und mechanischen Anlagen/Maschinen wird die Thermografie als ergänzende Messmethode zur präventiven Mängel- und Schadenserkennung eingesetzt. Berührungslos werden damit zuverlässig kritische Zustände ("Hot-Spots") von Maschinen, Anlagen und Installationen während deren Normalbetrieb ermittelt. Dadurch können bereits frühzeitig Maßnahmen zur Eingrenzung der Auswirkungen eingeleitet und somit ggf. Ausfälle und Schäden vermieden werden. Man kann sie auch prima mit der Schwingunsgmesstechnik kombinieren. Wie die IRIS des Auge eine Krankheit anzeigt, zeigt auch die Temperaturerhöhung bzw. die Schwingung mögliche Ausfälle an.

Anwendung in der Materialbearbeitung

Bohren, Schneiden, Schweißen, Gravieren mit Infrarot-Laser (z.B. CO2-Laser).

Sonstige Anwendungen


- Mit Hilfe der Thermographie lassen sich Bilder der durch die Eigenwärme von Gegenständen entstehenden Infrarotstrahlung erzeugen, sogenannte "Wärmebilder".
- Die IR-Spektroskopie ist ein wichtiges chemisches Analyseverfahren.
- Fernbedienungen von Fernsehern und Stereoanlagen nutzen Infrarotlicht zur Kommunikation.
- Nachtsichtgeräte liefern Bilder der Umgebung im infraroten Spektralbereich.
- Zielsuchende Waffen, die ihr Ziel über die von diesem ausgesandte Wärme (z.B. Triebwerkswärme bei Flugzeugen) mit einer Infrarotkamera finden.
- Heizlampen strahlen hauptsächlich im Infraroten.
- Sicherheitsmerkmal bei Geldscheinen, z. B. dem Euro.
- Infrarote Leuchtdioden in optischen Brandmeldern und Lichtschranken zur Raucherkennung. Kategorie:Elektromagnetisches Spektrum Kategorie:Elektrodynamik Kategorie:Optik ja:赤外線

Radiowelle

Radiowellen sind elektromagnetische Wellen in einem Frequenzbereich (75 kHz bis etwa 10 GHz), der technisch häufig für die drahtlose Übertragung von Sprache, Bildern und anderen Daten z. B. über den Rundfunk verwendet wird. Die zu übertragende Information wird einer Trägerwelle durch Modulation aufgeprägt und von der Sende-Antenne abgestrahlt. In der Empfangsantenne werden gleichartige Schwingungen induziert, aus denen die Information wieder demoduliert wird. Radiowellen entstehen auch auf natürliche Weise, z. B. in der Milchstraße als 21 cm-Welle des Wasserstoffs, die allerdings keine rundfunkähnlichen Signale trägt. Andere von der Radioastronomie untersuchten Frequenzen stammen von Riesensternen, von Pulsaren oder von "aktiven Galaxien" (Quasaren). Die von der Funktechnik zur Datenübertragung benützten Frequenzen des elektromagnetischen Spektrums reichen aber bis zu den Radar- und Mikrowellen und der Terahertzstrahlung, weshalb der gesamte Spektralbereich auch im Begriff "Funkwellen" zusammengefasst wird. Deren technische Verwendung ist in international vereinbarten Frequenzbändern geregelt. Es gibt auch Planeten die Radiowellen ausstrahlen.

Siehe auch


- Funk
- Funkdienste
- Fernmeldetechnik
- Telekommunikation
- Astronomie
- Radiointerferometrie
- Hintergrundstrahlung
- Zeitzeichen Kategorie:Elektromagnetisches Spektrum Kategorie:Funktechnik Kategorie:Beobachtende Astronomie ja:高周波

Rotation

Das Wort Rotation (lat. rotatio: Drehung) bezeichnet: #in der Physik die Umdrehung eines Körpers auf einer idealen Kreisbahn, siehe Rotation (Physik) #in der Mathematik eine Funktion eines Vektorfeldes, siehe Rotation (Mathematik) #in der Graphentheorie der Informatik eine Anwendung am binären Suchbaum, siehe Binärer Suchbaum #einen regelmäßigen, immer wiederkehrenden Austausch, zum Beispiel Abwechslung verschiedener Anbaupflanzen auf einem Acker, siehe Fruchtfolge #in der Politik den Wechsel eines Amtes innerhalb eines Gremiums, siehe Rotationsprinzip #im Sport den im Uhrzeigersinn erfolgenden Positionswechsel einer Mannschaft, z. B. beim Volleyball #im DDR-Sport Bezeichnung für Betriebssportgemeinschaften der polygrafischen Industrie und des Verlagswesens #einen Spielfilm von Wolfgang Staudte, siehe Rotation (Film) #im Hörfunk die Anzahl der Einsätze eines Musik-Titels im Programm. #in der Medizin das Drehen des Armes und des Beines nach innen, bzw außen

Milchstraße

Milchstraße ist die Bezeichnung für die bandförmige Aufhellung am Nachthimmel, die als hervortretende Symmetrieebene des Milchstraßensystems nahezu längs eines Großkreises die Himmelskugel umspannt. Der Begriff steht gelegentlich auch als abkürzende Bezeichnung für das Milchstraßensystem selbst, auch Galaxis genannt. Das Sternensystem vom Typ einer Spiralgalaxie ist die Heimat unseres Sonnensystems. Andere, extragalaktische Sterneninseln werden Galaxie genannt.

Herkunft der Bezeichnung

Die Bezeichnung Galaxis kommt von dem griechischen Wort galaxías, abgeleitet von gála, gálaktos „Milch“, und bedeutet ebenfalls „Milchstraße“. Die "Milch" soll dem Mythos nach von der den Herakles stillenden Hera über den Himmel verspritzt worden sein, als dieser zu ungestüm zubiss.

Erscheinungsbild

Hera Hera Hera Das Band der Milchstraße erstreckt sich als unregelmäßig breiter, schwach milchig-heller Streifen über das Firmament. Seine Erscheinung rührt daher, dass in ihm mit bloßem Auge keine Einzelsterne wahrgenommen werden, sondern eine Vielzahl lichtschwacher Sterne. Um es zu sehen, sind sehr gute Beobachtungsbedingungen nötig, wie klare Luft und das Fehlen von künstlichen Lichtquellen innerhalb einiger Kilometer um den Beobachtungsort. Darüber hinaus gehören alle der rund 6.000 am Nachthimmel mit bloßem Auge sichtbaren Sterne zum Milchstraßensystem.

Aufbau unserer Galaxis

Das Milchstraßensystem ist eine vier- oder fünfarmige Balkenspiralgalaxie. Sie besteht aus etwa 300 Milliarden Sternen und großen Mengen interstellarer Materie, die nochmals 600 Millionen bis einige Milliarden Sonnenmassen ausmacht. Die Masse dieses inneren Bereichs der Galaxis wird mit ungefähr 3,6×1041 kg veranschlagt. Ihre Ausdehnung in der galaktischen Ebene beträgt etwa 100.000 Lichtjahre (30 kpc), die Dicke der Scheibe etwa 3.000 Lichtjahre (920 pc) und die der zentralen Ausbauchung (engl. Bulge) etwa 16.000 Lichtjahre (5 kpc). Aus der Bewegung interstellaren Gases und der Sternverteilung im Bulge ergibt sich für diesen eine längliche Form. Die Milchstraße ist also vermutlich eine Balkenspiralgalaxie vom Hubble-Typ SBc. Gemäß einer Bestimmung mithilfe des Infrarot-Weltraumteleskops Spitzer ist die Balkenstruktur mit einer Ausdehnung von 27.000 Lichtjahren überraschend lang. Umgeben ist die Galaxis vom kugelförmigen galaktischen Halo mit einem Durchmesser von etwa 165.000 Lichtjahren (50 kpc), einer Art von galaktischer „Atmosphäre“. In ihm befinden sich neben den etwa 150 Kugelsternhaufen nur weitere alte Sterne und Gas sehr geringer Dichte. Dazu kommen große Mengen Dunkle Materie mit etwa 1 Billion Sonnenmassen. Zur ersten Vorstellung der Scheibenform gelangte bereits Wilhelm Herschel im Jahr 1785 aufgrund systematischer Sternzählungen (Stellarstatistik). Man bekommt eine anschauliche Vorstellung von der Größe unserer Galaxis mit ihren 300 Milliarden Sternen, wenn man sie sich im Maßstab 1:1017 verkleinert als Schneetreiben auf einem Gebiet von 10 km Durchmesser und einer Höhe von etwa 1 km im Mittel vorstellt. Jede Schneeflocke entspricht dabei einem Stern und es gibt etwa 3 Stück pro Kubikmeter. Unsere Sonne hätte in diesem Maßstab einen Durchmesser von etwa 10 nm, wäre also kleiner als ein Virus. Selbst die Plutobahn läge mit einem Durchmesser von 0,1 mm an der Grenze der visuellen Erkennbarkeit. Pluto selbst hätte ebenso wie die Erde lediglich atomare Dimension. Damit demonstriert dieses Modell auch die ungeheuer geringe Massendichte im Kosmos, die im Widerspruch zu den beeindruckenden Fotos von Galaxien als dichten Feuerrädern zu stehen scheint.

Lage der Sonne im Milchstraßensystem

Die Sonne umkreist das Zentrum des Milchstraßensystems in einem Abstand von 25.000 bis 28.000 Lichtjahren und befindet sich etwa 15 Lichtjahre nördlich der Mittelebene der galaktischen Scheibe. Für einen Umlauf um das Zentrum der Galaxis, das so genannte Galaktische Jahr, benötigt sie 220 bis 240 Millionen Jahre, was einer Rotationsgeschwindigkeit von etwa 220 km/s entspricht. Die Erforschung dieser Rotation ist mittels der Eigenbewegung und der Radialgeschwindigkeit vieler Sterne möglich; aus ihnen wurden um 1930 die Oortschen Rotationsformeln abgeleitet. Die Sonne befindet sich zwischen dem sog. »Perseus-« und dem »Sagittariusarm« im »lokalen« oder »Orionarm« (braun in der Abbildung), der aber vermutlich kein vollständiger Spiralarm ist. Im Verhältnis zu dieser unmittelbaren Umgebung bewegt sich die Sonne mit etwa 30 km/s in Richtung des Sternbildes Herkules.

Zentrum

Das Zentrum der Milchstraße liegt im Sternbild Schütze und ist hinter dunklen Gaswolken verborgen, so dass es im sichtbaren Licht nicht direkt beobachtet werden kann. Beginnend in den 1950er Jahren ist es gelungen, im Radiowellenbereich sowie mit Infrarotstrahlung und Röntgenstrahlung zunehmend detailreichere Bilder aus der nahen Umgebung des galaktischen Zentrums zu gewinnen. Man hat dort eine starke Radioquelle entdeckt, bezeichnet als Sagittarius A
-
, die aus einem sehr kleinen Gebiet strahlt. Damit wird die Vermutung erhärtet, dass sich im Zentrum der Galaxis ein supermassives schwarzes Loch befindet.

Umgebung

Mit der Andromeda-Galaxie und einigen anderen kleineren Galaxien bildet die Milchstraße die lokale Gruppe. Um das Milchstraßensystem herum sind einige irreguläre Zwerggalaxien versammelt. Die bekanntesten davon sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke, mit denen die Milchstraße über eine etwa 300.000 Lichtjahre lange Wasserstoffgasbrücke, dem magellanschen Strom, verbunden ist.

Alter

Neusten Messungen aus dem Jahre 2004 zufolge ist das Milchstraßensystem etwa 13,6 Milliarden Jahre alt. Die Genauigkeit dieser Abschätzung, die das Alter anhand des Berylliumanteils einiger Kugelsternhaufen bestimmt, wird mit etwa 800 Millionen Jahren angegeben.

Siehe auch

Astronomie, Kosmologie, Astronomisches Objekt, Urknall, Universum, Iringsweg

Literatur


- Cuno Hoffmeister: Der Aufbau der Galaxis. Akademie-Verlag, Berlin (1966)

Weblinks


- [http://www.sm.go.dlr.de/~hmai/vsw/vsw_milchstr.html Die Milchstraße]
- [http://seds.lpl.arizona.edu/messier/more/mw.html The Milky Way Galaxy]
- [http://www.extrasolar-planets.com/astronomie/milky_way.php extrasolar-planets.com - Milchstraße] (dt.)

Videos


- Real Video: [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990214.rm Wie ist unsere Milchstraße aufgebaut?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri) Kategorie:Individuelle Galaxie Kategorie:Milchstraße ja:銀河系 ko:우리 은하 simple:Milky Way th:ทางช้างเผือก

1931

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Die NSDAP-Reichsleitung zieht um in das Braune Haus in München
- 1. Januar: Heinrich Häberlin wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Sturz von Präsident Florencio Harmodio Arosemana in Panama
- 18. September: Japan besetzt die Mandschurei
- 21. September: Großbritannien verlässt den Goldstandard, das Pfund Sterling wird freie Währung
- 18. Oktober: Adolf Hitler demonstriert mit einem Massenaufmarsch von 100.000 Mann in Braunschweig

Wirtschaft


- 1931/1932: Die Wirtschaftskrise in Deutschland erreicht ihren Höhepunkt. Es gibt 70.000 Konkurse und 6 Millionen Arbeitslose
- 1. Januar: Die Schweizer Luftfahrtgesellschaft Swissair wird durch Fusion zweier anderer Luftfahrtgesellschaften gegründet
- 18. März: Der erste Elektrorasierer kommt auf den Markt
- 13. Juli: Die Zahlungsunfähigkeit der Darmstädter und Nationalbank verursacht eine Bankenkrise, der anschließend mehrere kleine Banken zum Opfer fallen

Wissenschaft


- Ernest Orlando Lawrence entwickelt in Berkeley das Zyklotron und legt damit die Grundlage für moderne Hochenergiephysik
- Baron Manfred von Ardenne führt auf der Funkausstellung Berlin das erste vollelektronische Fernsehen vor

Kultur


- 17. Mai: Uraufführung der Oper Die Mutter von Alois Hába in München
- 30. Mai: Uraufführung der Operette La Belle de Moudon von Arthur Honegger am Théâtre du Jorat in Mézières
- 24. Juli: Uraufführung der Operette Die Blume von Hawaii von Paul Abraham im Neuen Theater in Leipzig
- 13. November: Uraufführung der Oper Friedemann Bach von Paul Graener in Schwerin
- 8. Dezember: Uraufführung der Oper The Christmas Rose von Frank Bridge in London
- 26. Dezember: Uraufführung des Musicals Of Thee I sing von George Gershwin am Majestic Theatre in New York
- Gründung des Whitney Museum of American Art
- Das Home Insurance Building, der erste „Wolkenkratzer“ der Welt wird abgerissen

Katastrophen


- 31. März: Erdbeben der Stärke 5,6 in Nicaragua, rund 2.400 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Deutscher Meister: Hertha BSC

Geboren


- 3. Januar: Werner Buschmann, Minister für Leichtindustrie der DDR
- 5. Januar: Alfred Brendel, österreichischer Pianist
- 6. Januar: Capucine, französische Schauspielerin († 1990)
- 6. Januar: E. L. Doctorow, US-amerikanischer Autor und Herausgeber
- 8. Januar: Bill Graham, US-amerikanischer Impresario († 1991)
- 9. Januar: Algis Budrys, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller
- 11. Januar: Gerhard Weiser, deutscher Politiker († 2003)
- 13. Januar: Ian Hendry, englischer Schauspieler († 1984)
- 14. Januar: Yves Berger, französischer Schriftsteller († 2004)
- 15. Januar: Derek Meddings, US-amerikanischer Spezialist für Spezialeffekte und Modelle († 1995)
- 16. Januar: Johannes Rau, Ministerpräsident von NRW und deutscher Bundespräsident
- 17. Januar: James Earl Jones, afro-amerikanischer Schauspieler
- 17. Januar: Nikolai von Michalewsky, deutscher Schriftsteller († 2000)
- 17. Januar: Lolita (Sängerin), österreichische Sängerin
- 17. Januar: Douglas Wilder, US-amerikanischer Politiker
- 19. Januar: Ingrid Andree, deutsche Schauspielerin
- 19. Januar: Richard Lester, US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Autor
- 20. Januar: Günther Maleuda, deutscher Politiker, Parteivorsitzender der DBD
- 20. Januar: David M. Lee, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 21. Januar: Anatol Herzfeld, deutscher Bildhauer
- 22. Januar: Sam Cooke, US-amerikanischer Sänger († 1964)
- 24. Januar: Lars Valter Hörmander, schwedischer Mathematiker und Fields-Medaillenträger
- 25. Januar: Günter Biermann, deutscher Politiker und MdB († 1997)
- 26. Januar: Bernard Panafieu, Erzbischof von Marseille und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 27. Januar: Mordecai Richler, kanadischer Schriftsteller († 2001)
- 29. Januar: Gert Hofmann, deutscher Schriftsteller († 1993)
- 29. Januar: Ferenc Mádl, ungarischer Jurist und seit dem 4. August 2000 Staatspräsident ungarns
- 31. Januar: Hansjörg Felmy, deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 1. Februar: Iajuddin Ahmed, bengalischer Politiker und seit 2002 Staatsoberhaupt Bangladeschs
- 1. Februar: Friedrich Voss, deutscher Politiker
- 1. Februar: Boris Nikolajewitsch Jelzin, russischer Politiker und Staatspräsident
- 1. Februar: Madeleine Berthod, Schweizer Skirennläuferin
- 2. Februar: Hans Rampf (Sportler), ehem. deutscher Eishockey-Spieler und Bundestrainer
- 4. Februar: Isabel Martínez de Perón, Präsidentin von Argentinien
- 6. Februar: Heinz Kahlau, deutscher Dichter, Dramatiker sowie Verfasser von Drehbüchern und Kinderbüchern
- 6. Februar: Ricardo Vidal, Erzbischof von Cebu und Kardinal
- 6. Februar: Rip Torn, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. Februar: Holger Börner, Ministerpräsident von Hessen
- 8. Februar: James Dean, US-amerikanischer FilmSchauspieler († 1955)
- 9. Februar: Imanuel Geiss, deutscher Historiker
- 9. Februar: Josef Masopust, ehemaliger tschechoslowakischer Fußballspieler
- 9. Februar: Philipp Harnoncourt, katholische Theologe und Priester
- 9. Februar: Thomas Bernhard, österreichischer Schriftsteller († 1989)
- 14. Februar: Brian Kelly, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler († 2005)
- 15. Februar: Claire Bloom, britische Schauspielerin
- 16. Februar: Ken Takakura, japanischer Schauspieler
- 16. Februar: Alfred Kolleritsch, österreichischer Schriftsteller und Lyriker
- 18. Februar: Margarete Müller, deutsche Politikerin
- 18. Februar: Toni Morrison, US-amerikanische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin
- 19. Februar: Camillo Ruini, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 20. Februar: John Willard Milnor, US-amerikanischer Professor für Mathematik
- 22. Februar: Georg Brühl, autodidaktischer Kunstwissenschaftler, Publizist und umstrittener Kunstsammler
- 23. Februar: Carl Ewen, deutscher Politiker und MdB
- 23. Februar: Gustav-Adolf Schur, deutscher Radrennfahrer und Politiker
- 23. Februar: Tom Wesselmann, Maler († 2004)
- 24. Februar: Uri Orlev, israelischer Kinderbuchautor
- 26. Februar: Francisco Kröpfl, argentinischer Komponist
- 28. Februar: Gustav Ginzel, Buchautor
- 28. Februar: Dean Smith, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 2. März: Ottokar Uhl, österreichischer Architekt
- 2. März: Michail Sergejewitsch Gorbatschow, Generalsekretär des ZK der KPdSU in der Sowjetunion
- 4. März: William Henry Keeler, Erzbischof von Baltimore und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 5. März: Barry Tuckwell, australischer Hornist und Dirigent
- 8. März: Heinz Mack, deutscher Künstler und Experimentator im Spektrum des Farblichts
- 8. März: Neil Postman, US-amerikanischer Medienwissenschaftler und -kritiker († 2003)
- 11. März: Rupert Murdoch, international agierender Medienunternehmer
- 12. März: François Rabbath, US-amerikanischer Komponist
- 13. März: Wolfgang Kohlhaase, deutscher Regisseur und Schriftsteller
- 16. März: Theo Altmeyer, deutscher Tenor und Professor für Gesang
- 19. März: Alfred Hirschmeier, deutscher Filmarchitekt († 1996)
- 22. März: William Shatner, kanadischer Schauspieler, Sänger, Autor
- 22. März: Burton Richter, US-amerikanischer Physiker
- 23. März: Jewgeni Grischin, russischer Eisschnellläufer († 2005)
- 23. März: Viktor Kortschnoi, sowjetisch-Schweizer Schachspieler
- 25. März: Vytautas Barkauskas, litauischer Komponist
- 26. März: Leonard Nimoy, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 29. März: Norman Tebbit, britischer konservativer Politiker
- 1. April: Rolf Hochhuth, deutscher Dramatiker
- 3. April: Jiří Laburda, tschechischer Komponist
- 5. April: Philipp Müller, deutscher Arbeiter († 1952)
- 7. April: Donald Barthelme, amerikanischer Schriftsteller († 1989)
- 7. April: Daniel Ellsberg, ehemaliger Mitarbeiter des Pentagons
- 10. April: Bruno Weber, Künstler und Architekt
- 11. April: Sergio Sebastiani, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 13. April: Dan Gurney, ehemaliger US-amerikanischer Autorennfahrer und Teambesitzer
- 15. April: Kurt Weinzierl, österreichischer Schauspieler
- 15. April: Tomas Tranströmer, schwedischer Lyriker
- 17. April: Bill Ramsey, deutscher Jazz- und Schlagersänger
- 17. April: Hilmar Thate, deutscher Schauspieler
- 19. April: Frederick P. Brooks, Informatiker
- 21. April: Gabriel de Broglie, französischer Historiker und Staatsmann
- 23. April: Billy Davenport, Schlagzeuger
- 25. April: Bridget Riley, britische Malerin
- 25. April: Hans-Joachim Böhme (Minister), Minister für Hoch- und Fachschulwesen der DDR († 1995)
- 27. April: Krzysztof Komeda, polnischer Musiker († 1969)
- 29. April: Frank Auerbach, britischer Maler
- 29. April: Lonnie Donegan, britischer Skiffle-Musiker († 2002)
- 2. Mai: Werner Titel, Politiker, Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR († 1971)
- 3. Mai: Aldo Rossi, Architekt und Designer im 20. Jahrhundert († 1997)
- 4. Mai: Gennadi Nikolajewitsch Roschdestwenski, russischer Dirigent
- 5. Mai: Jakob Bichsel, Schweizer Komponist und Dirigent
- 8. Mai: Walter Rudolf, Rechtswissenschaftler und Datenschutzbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz
- 10. Mai: Ettore Scola, italienischer Regisseur und Drehbuchautor
- 10. Mai: Yuzo Toyama, japanischer Komponist und Professor
- 13. Mai: Jim Jones, US-amerikanischer Sektenführer († 1978)
- 15. Mai: Georg Grammer, deutscher Unternehmer († 2005)
- 16. Mai: Natwar Singh, indischer Politiker
- 18. Mai: Don Martin, Cartoonist des MAD-Magazins († 2000)
- 19. Mai: Alfred Schmidt (Philosoph), deutscher Philosoph und Soziologe
- 24. Mai: Michael Lonsdale, französischer Schauspieler
- 26. Mai: Willibald Hilf, Intendant des Südwestfunks (SWF) († 2004)
- 28. Mai: Carroll Baker, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Mai: Gordon Willis, US-amerikanischer Kameramann
- 29. Mai: Egon Ditt, deutscher Schachspieler und -funktionär. († 2005)
- 31. Mai: Zvi Hecker, israelischer Architekt
- 31. Mai: John Robert Schrieffer, US-amerikanischer Physiker
- 3. Juni: Anthony Harvey, britischer Filmregisseur
- 3. Juni: Raúl Castro, Revolutionär und kubanischer Politiker
- 3. Juni: Lindy Remigino, US-amerikanischer Leichtathlet
- 3. Juni: John Norman, US-amerikanischer Fantasy und Science Fiction Schriftsteller
- 4. Juni: Erasmus Schöfer, deutscher Schriftsteller
- 5. Juni: Jacques Demy, französischer Filmregisseur († 1990)
- 7. Juni: Dorothy Stang, Nonne, Bürgerrechtlerin, Umweltaktivistin († 2005)
- 7. Juni: Okot p'Bitek, ugandischer Dichter, Lehrer und Ethnologe († 1982)
- 8. Juni: James Goldstone, US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor († 1999)
- 10. Juni: Johann Friedrich Henschel, Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 10. Juni: João Gilberto, brasilianischer Gitarrist, Sänger und Komponist
- 10. Juni: Dan Constantinescu, rumänischer Komponist
- 13. Juni: Věra Suková, tschechoslowakische Tennisspielerin († 1982)
- 14. Juni: Klaus Zernack, deutscher Historiker
- 14. Juni: Sieghardt Rupp, Schauspieler
- 15. Juni: Ingrid van Bergen, deutsche Schauspielerin
- 16. Juni: István Eörsi, Lyriker, Dramatiker, Prosaautor und Essayist († 2005)
- 17. Juni: Alex Carmel, israelischer Historiker († 2002)
- 18. Juni: Fernando Henrique Cardoso, brasilianischer Soziologe und Politiker
- 18. Juni: Hans Maier, deutscher Politikwissenschaftler und Politiker
- 20. Juni: Ingrid Haebler, österreichische Pianistin
- 20. Juni: Olympia Dukakis, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. Juni: Martin Landau, US-amerikanischer Film- und TV-Schauspieler
- 21. Juni: Erik Neutsch, deutscher Schriftsteller
- 23. Juni: Ola Ullsten, schwedischer Politiker und Diplomat, Premierminister
- 23. Juni: Urs Jaeggi, Schriftsteller, Maler und Bildhauer
- 25. Juni: Erwin Stahl, deutscher Politiker
- 25. Juni: Vishwanath Pratap Singh, indischer Premierminister
- 26. Juni: Colin Wilson, britischer Schriftsteller
- 27. Juni: Martinus J. G. Veltman, niederländischer Physiker und Nobelpreisträger
- 28. Juni: Jürg Federspiel, Schweizer Schriftsteller
- 30. Juni: Hans Gruijters, niederländischer Politiker († 2005)
- 1. Juli: Seyni Kountché, ehemaliger Präsident von Niger († 1987)
- 1. Juli: Leslie Caron, französische Tänzerin und Schauspielerin
- 1. Juli: Adolf Kabatek, Geschäftsführer Ehapa († 1997)
- 4. Juli: Jean-Baptiste Rossi, französischer Journalist, Drehbuchautor und Schriftsteller († 2003)
- 6. Juli: Emily Nasrallah, arabische Schriftstellerin
- 6. Juli: Wilfried Hofmann, deutscher Jurist und Diplomat
- 8. Juli: Jürgen Böttcher, deutscher Maler und Dokumentarfilmregisseur
- 10. Juli: Alice Munro, kanadische Gegenwartsautorin
- 10. Juli: Julian May, US-amerikanischer Schriftsteller|amerikanische Schriftstellerin
- 11. Juli: Kurt Batt, deutscher Literaturwissenschaftler, Kritiker und Lektor († 1975)
- 11. Juli: Hans Klein, deutscher Politiker († 1996)
- 16. Juli: Werner König (Musikwissenschaftler), Musikwissenschaftler und Komponist
- 17. Juli: Walter Odersky, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 19. Juli: Heinz Assmann, deutscher Politiker
- 23. Juli: Arata Isozaki, japanischer Architekt
- 24. Juli: Sverre Holm, norwegischer Schauspieler († 2005)
- 24. Juli: Ermanno Olmi, Regisseur
- 27. Juli: Karl Grünheid, Minister für Maschinenbau der DDR († 2004)
- 28. Juli: Karl-Friedrich Haas, deutscher Leichtathlet
- 29. Juli: Otti Pfeiffer, deutsche Lyrikerin sowie Kinder- und Jugendbuchautorin († 2001)
- 30. Juli: Ursula Donath, deutsche Leichtathletin
- 30. Juli: Moshe Atzmon, israelischer Dirigent
- 31. Juli: Ivan Rebroff, Sänger
- 2. August: Ruth Maria Kubitschek, deutsche Schauspielerin
- 7. August: Gottfried Kiesow, Dt. Denkmalpfleger und Vorsitzender der deutsche Stiftung Denkmalschutz
- 8. August: Roger Penrose, englischer Mathematiker und theoretischer Physiker
- 9. August: Paul Schmidt (Leichtathlet), deutscher Leichtathlet
- 9. August: Mario Zagallo, ehemaliger brasilianischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 12. August: William Goldman, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 17. August: Jacques Neirynck, französischer Elektrotechniker, Verbraucherschützer und Autor
- 17. August: Ellen Umlauf, österreichische Schauspielerin († 2000)
- 18. August: Hans Tietmeyer, deutscher Volkswirt
- 19. August: Marianne Koch, deutsche Filmschauspielerinnen
- 20. August: Bernd und Hilla Becher, deutscher Fotograf
- 23. August: Hamilton Othanel Smith, US-amerikanischer Biochemiker
- 24. August: Friedhelm Dohmann, deutscher Politiker und MdB († 1970)
- 30. August: John Leonard Swigert, Astronaut († 1982)
- 30. August: Ifor James, britischer Hornist († 2004)
- 31. August: Jean Béliveau, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. September: Martin Stade, deutscher Schriftsteller
- 4. September: Anthony de Mello, Jesuitenpriester († 1987)
- 4. September: Rupert Hollaus, österreichischer Motorradrennfahrer († 1954)
- 4. September: Mitzi Gaynor, US-amerikanischer Schauspielerin
- 5. September: Virgil Gonsalves, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 11. September: Hans-Ulrich Wehler, deutscher Historiker
- 12. September: Ian Holm, britischer Schauspieler
- 12. September: George Jones (Musiker), US-amerikamischer Country-Musiker
- 13. September: Marjorie Jackson, australische Leichtathletin und Gouverneurin des australischen Bundesstaates South Australia
- 14. September: Rudi Strahl, deutscher Dramatiker, Erzähler und Lyriker († 2001)
- 14. September: Pavel Blatný, tschechischer Komponist
- 14. September: Ivan Klíma, tschechischer Schriftsteller
- 16. September: Werner Lueg, deutscher Leichtathlet
- 16. September: Günther Kleiber, Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Minister in der DDR
- 17. September: Anne Bancroft, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 19. September: Wolfgang Altenburger, Chefredakteur der Zeitschrift Mosaik und der Kinderzeitschrift Atze
- 19. September: Brook Benton, US-amerikanischer Soul-Sänger und Songschreiber († 1988)
- 21. September: Larry Hagman, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. September: Alwin Brück, deutscher Politiker
- 23. September: Ignatius Kutu Acheampong, ehemaliger Staatschef von Ghana († 1979)
- 27. September: Freddy Quinn, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schlagersänger
- 29. September: Erhard Mahne, deutscher Politiker
- 29. September: Anita Ekberg, schwedische Schauspielerin
- 29. September: James Cronin, US-amerikanischer Physiker
- 30. September: Angie Dickinson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. Oktober: Ronald Lötzsch, deutscher Sprachwissenschaftler
- 3. Oktober: Eugenio Corecco, römisch-katholischer Bischof im Bistum Lugano († 1995)
- 4. Oktober: Martin Friedrichs, deutscher Mediziner
- 4. Oktober: Thane Baker, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 4. Oktober: Richard Rorty, US-amerikanischer Philosoph
- 6. Oktober: Riccardo Giacconi, US-amerikanischer Astrophysiker
- 7. Oktober: Maria Schaumayer, österreichische Wirtschaftswissenschaftlerin und Politikerin
- 7. Oktober: Desmond Tutu, südafrikanischer Bischof und Friedensnobelpreisträger
- 7. Oktober: Cotton Fitzsimmons, US-amerikanischer Basketballspieler († 2004)
- 8. Oktober: Bill Brown (Fußballspieler), Fußballspieler († 2004)
- 10. Oktober: Franz Rudnick, deutscher Schauspieler († 2005)
- 12. Oktober: Ole-Johan Dahl, norwegischer Informatiker († 2002)
- 13. Oktober: Raymond Kopa, französischer Fußballspieler
- 14. Oktober: Heinz Fütterer, ehemaliger Leichtathlet und Sportler von „Phoenix Karlsruhe“
- 16. Oktober: Hans Friderichs, deutscher Politiker
- 17. Oktober: Gina Ruck-Pauquèt, deutsche Schriftstellerin
- 17. Oktober: Gerd Seifert, deutscher Hornist
- 17. Oktober: Ernst Hinterberger, österreichischer Schriftsteller
- 17. Oktober: Anatoli Ignatiewitsch Pristawkin, russischer Schriftsteller
- 19. Oktober: John le Carré, englischer Schriftsteller
- 20. Oktober: Mickey Mantle, US-amerikanischer Baseballspieler († 1995)
- 21. Oktober: Fritz Freyschlag, österreichischer Lobbyist
- 23. Oktober: Jim Bunning, Senator von Kentucky, Politiker, Baseballspieler
- 24. Oktober: Sofia Gubaidulina, Komponistin
- 25. Oktober: Annie Girardot, französische Schauspielerin
- 26. Oktober: Hermann von Loewenich, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern
- 29. Oktober: Franco Interlenghi, italienischer Schauspieler und Filmproduzent
- 30. Oktober: Hedi Lang, Schweizer Politikerin († 2004)
- 2. November: Phil Woods, US-amerikanischer Musiker
- 4. November: